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Gartenrotschwanz ist „Vogel des Jahres 2011“
Gartenrotschwanz ist „Vogel des Jahres 2011“
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Gartenrotschwanz ist Vogel des Jahres 2011

09.102010

Streuobstwiesen sind wichtiger Lebensraum für den Singvogel

Berlin/Hilpoltstein – Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für
Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben heute in Berlin den Gartenrotschwanz
(Phoenicurus phoenicurus) zum „Vogel des Jahres 2011“ gekürt. Der früher weit verbreitete
und recht häufige Singvogel mit dem namensgebenden ziegelroten Schwanz ist heute in
vielen Regionen selten geworden. Besonders im Westen Deutschlands ist er aus zahlreichen
Dörfern und Kleinstädten verschwunden.

Der Gartenrotschwanz ist heute kein typischer  Gartenvogel mehr.

„Im Jahr des Gartenrotschwanzes wollen wir auf die Gefährdung dieses farbenprächtigen
Vogels aufmerksam machen und zeigen, dass oftmals schon mit einfachen Mitteln neue
Lebensräume wie Streuobstwiesen geschaffen werden können“, sagte NABU-Vizepräsident
Helmut Opitz.

Gartenrotschwänze brauchen Nisthöhlen, wie sie vor allem in alten Obstbäumen zu finden sind.

Streuobstwiesen zählen daher zu den typischen Lebensräumen.

Mit ihren hochstämmigen Obstbäumen, die ein hohes Alter erreichen können, bieten sie
sowohl geeignete Brutplätze als auch die notwendigen Sitzwarten, von denen die Vögel nach
Insekten jagen.  

„Die Bestände des Gartenrotschwanzes sind im selben Maße zurückgegangen, wie die
Streuobstgürtel um unsere Ortschaften Neubaugebieten und Obstplantagen weichen mussten“,
erläuterte der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann.  

Bundesweit gibt es nach Schätzungen der beiden Verbände höchstens noch 300.000 Hektar
Streuobstwiesen. Damit nicht noch mehr verloren geht, müssten die Betreiber solcher Flächen
faire Preise für ihr Obst erhalten. „Die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen muss sich
wieder lohnen“, so Opitz. Der NABU hat 1998 das „Streuobst-Qualitätszeichen“ ins Leben
gerufen. Es garantiert den Erzeugern höhere Preise und den Verbrauchern hochwertige
Streuobstprodukte.

Neben Obstwiesen sind strukturreiche Kleingartenanlagen mit altem Baumbestand
zunehmend von Bedeutung. Hier findet der Gartenrotschwanz oftmals letzte Rückzugsräume.
Zum Schutz des schlanken, etwa 14 Zentimeter großen Singvogels fordern NABU und LBV
auch ein Umdenken bei der Gestaltung von Gärten und Parks, denn der Gartenrotschwanz
braucht abwechslungsreiche Landschaften. Auf sterile Rasenflächen, fremdländische Gehölze
und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln müsse zugunsten von natürlicher Vielfalt
verzichtet werden. In passender Umgebung kann dem Gartenrotschwanz auch mit speziellen
Nistkästen geholfen werden.

Der Bestand des Gartenrotschwanzes in Deutschland wird auf 110.000 bis 160.000 Brutpaare
geschätzt. Noch vor 30 Jahren war er etwa drei- bis viermal so hoch. Als Insektenfresser lebt
der Gartenrotschwanz nur im Sommerhalbjahr bei uns. Den Winter verbringt er in den
afrikanischen Savannen südlich der Sahara. Auch dort und entlang seiner Zugwege ist er
etlichen Gefahren ausgesetzt. Großflächige Monokulturen verdrängen mehr und mehr die
natürliche Baumsavanne und nicht wenige der Vögel werden Opfer der in manchen Ländern
noch üblichen Singvogeljagd. Langfristig könnten allerdings die Folgen des Klimawandels
schwerwiegender sein. Dürreperioden im Mittelmeerraum und in der Sahelzone nehmen zu,
die von den Vögeln zu überwindenden Wüsten dehnen sich von Jahr zu Jahr weiter aus.
Weitaus bekannter und häufiger als der Gartenrotschwanz ist sein naher Verwandter, der
weniger auffälligeHausrotschwanz. Dieser stammt ursprünglich aus felsigen Bergregionen.
Als Kulturfolger hat er sich unsere Städte als „Ersatzfelsen“ erobert.

Quellenangabe: Landesbund für Vogelschutz |  08.10.2010 www.lbv. de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.
Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz im Steigerwald



Gartenrotschwanz
Gartenrotschwanz


Gartenrotschwanz
Gartenrotschwanz
Schönheiten mit hohem Seltenheitswert .... leider im Bestand stark rückläufig ... der farbenprächtige Gartenrotschwanz ... Gunther Hasler ist es gelungen dies Aufnahme zu erstellen ....

Selten ist er bei uns im Steigerwald geworden - der Gartenrotschwanz.

Flächige Lebensraumverändeurungen lassen auch hier die Bestände schwinden. Besonders der Verlust an Streuobstbständen wirkt sich sicherlich nicht Bestandsförderns aus. Artenspektren die von Veränderungen kultureller Gegebenheiten profitieren konnten, leiden nun vermehrt unter erneut anderartig aufgestellten Bewirtschaftlungformen in einer derzeit präsenten Kuturgesellschaft.

Gartenrotschwänze erreichen eine Körperlänge von etwa 13 Zentimeter und werden rund 20 Gramm schwer. Besonders auffällig erscheint der farbenfrohe Gartenrotschwanzmann. Da der Gartenrotschwanz bereits im frühen April bei uns erscheint, fallen diese Farbspiele in einer zu dieser Zeit recht farbenarmen Umwelt, besonders positiv auf.

Ende April wird in der Regel mit der Eiablage begonnen, wobei besonders gerne Halbhöhlen angenommen werden.

Die Aufnahme von Eberhard Kuch zeigen jedoch auch eindrucksvoll auf, das der Gartenrotschwanz auch geschlossene Höhlenformen erschließt. Die liegt auch sehr nahe, wurden vormals duch die geschlossenen Baumhöhlen unserer Streuobstbestände besiedelt, die auch mehr Sicherheit für den Nachwuchs bieten.

Die 5 - 8 Eier werden innerhalb 14 Tagen erbrütet.

Die Jungtiere werden von beiden Eltern mit Insekten / Raupen / Larven aller Art gefüttert und leiden sehr unter Insektenmangel bzw. dem Einsatz von Pestiziden und Bioziden. Auch Kleingärtenanlagen sind hiervon meist tangiert.

Weitere 14 - 19 Tage später fliegen die Jungen aus.

Etwa 3 Wochen später wird eine zweite Jahresbrut begonnen.

Das Jahr des Gartenrotschwanzes endet bei uns im späten August / Anfang September, denn hier verlässt uns der Gartenrotschwanz in Richtung Afrika um zu überwintern.


Quellenangabe der uns zur Verfügung gestellten Aufnahme: Gunther Hasler http://home.fotocommunity.de/gunther.hasler



Gartenrotschwanz
Gartenrotschwanz
Artenspektren die von Veränderungen kultureller Gegebenheiten profitieren konnten, leiden nun vermehrt unter erneut anderartig aufgestellten Bewirtschaftlungformen in einer derzeit präsenten Kuturgesellschaft.

Der Nachwuchs hat die Nisthilfe erfolgreich verlassen ....
Der Nachwuchs hat die Nisthilfe erfolgreich verlassen ....
Klaus Sanwald hat den Nachwuchs des Gartenrotschwanz festgehalten ... jedoch nur in der Aufnahme ..

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02.10.2014 um 10:54 Uhr
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