Der Bartgeier
( Gypaetus barbatus )
Kaum jemand hat den eindruckvollen Greif schon einmal in freier Wildbahn erleben dürfen. Wer dieses Glück jedoch hatte wird den Anblick kaum mehr vergessen. Schon seine immense Spannweite von über 270 cm, sowie seine an einen Falken erinnernde Silhuette bleiben nach der Begegnung in der Erinnerung prägend haften.
In Deutschland ist dieses Tier schon vor über einem Jahrhundert ausgerottet worden. In verschiedenen alpinen Nachbarländern verlieben Restpopulationen bzw. wird versucht eine Population neu aufzubauen.
In der Regel wir der Bartgeierhorst an sehr unzugänglichen Stellen ( Felssteilwände ) angelegt. In diese gewaltige Horstplattform legt der weibliche Bartgeier gegen Anfang Februar bis zu zwei ( drei ) Eier ab, und erbrütet diese abwechselnd mit dem Männchen innerhalb von 60 ( 62 ) Tagen. Kaum jemals werden zwei Jungvögel erfolgreich den Horst verlassen, konzentrieren sich die Eltern bei der Versorgung auf das Geburtsälteste.
Nach rund 90 Tagen Vollversorgung verlässt der Junggeier den sicheren Horst, wobei die ersten noch zögerlichen und immer wieder von mehr oder minder sicheren Zwischenlandungen unterbrochenen Flugversuchen, sehr spektakulär erscheinen.
Als vorwiegend Aas verzehrender Greifvogel kommt dem Bartgeier eine besondere Bedeutung im Naturhaushalt zu.
Es wäre sicher wünschenswert dieses außergewöhnliche Tier zukünftig auch in der Bundesrepublik verstärkt antreffen zu dürfen.
Artenschutz im Steigerwald
Artikel in autorisierter Abstimmung mit allen am Projekt beteiligten Instititionen.
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