Eine Leiteinrichtung für die Steigerwaldamphibie
Im Zusammenhang mit der Gestaltung des Bundesstraßen
begleitenden „Steigerwald-Radweg B22“ wurde auf Anregung der Initiative
Artenschutz im Steigerwald veranlasst gleichfalls den Amphibienschutz mit
einfließen zu lassen.
Durch die Veränderung ( Versiegelung ) der ehemaligen
Bahntrasse auf rund 20 Kilometer lag es für unsere Organisation nahe sich mit
dem Anliegen ( Ausgleichmaßnahme ) an die Fachstellen des Naturschutzes ( UNB /
HNB ) , sowie dem zuständigen Straßenbauamt zu wenden.
Hierbei stießen wir mit unserem Anliegen auf offene Ohren.
Jährlich querten zwischen 1.500 – 2.000 Amphibien im Bereich
Burgwindheim / Ebrach die Bundesstraße 22 und verwenden noch vor wenigen Jahren
in erheblicher Anzahl. Vor vier Jahren wurde damit begonnen eine mobile Barriere
zu errichten.
Diese Aufgabe übernahm das Straßenbauamt Bamberg mit großer
Intuition. Die Betreuung wurde von Mitgliedern der Initiative Artenschutz im
Steigerwald übernommen. Diese Verbindung ließ die Todesrate der vom
Straßenverkehr tangierten Amphibien um über 80% schwinden.
Jedoch war der „Aufwand“ zur Betreuung der Amphibien immens.
Durch die Installation einer stationären Leiteinrichtung ist
nun eine Verbesserung gelungen, da die intensive Installation des mobilen
Schutzzauns entfallen kann. Jedoch stellt sich für uns noch immer die
Problemstellung der Straßenquerung, denn die Leiteinrichtung endet jeweils nach
rund 200 Meter.
Konkret bedeutet dies, das die Amphibien nach dieser
Wegstrecke ( Endung in Form eines Rückläufer – „U“ ) ungehindert die B22
versetzt überqueren können. Eine wirklich effektive Lösung würde zum einen eine
Untertunnelung der Bundesstraße, sowie die Sicherung des Rücklaufes (
Amphibienschutzgitter ) darstellen. Diese Anregung wurde von unserer Seite
gleichfalls in die Ausgleichsmaßnahme eingebracht.
Als ein erster, in unseren Augen jedoch nur zweitrangiger
Schritt wird die zusätzliche eines neuen Amphibienlaichgewässers darstellen,
wobei dies von unserer Seite zwar zu begrüßen ist, jedoch im schlimmsten Fall
zum Anstieg der Problemstellung führen wird.
Um zu erfassen wir die Amphibien nun mit der neuerlichen
Situation zurecht kommen, werden wir ein mehrjähriges Monitorring anstrengen,
welche anhand von fundierten Zahlen die Situation dokumentiert.
An alle Unterstützer entrichten wir unseren ganz besonderen
Dank.
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Artenschutz im Steigerwald