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Stelen der Biodiversität® - das meinen die Medien
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Stelen der Biodiversität® - Gemeinde Hartmannsdorf-Giegengrün

21/22.08.2019

Freistaat Sachsen.
Die Gemeinde Hartmannsdorf-Giegengrün liegt wunderschön gelegen im Süden des Landkreises Zwickau eng am Fuße des Erzgebirges.

Zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Westsachsen e.V., der seit 1992 besteht und sich seitdem für eine naturnahe Kulturlandschaftsentwicklung inklusive des Artenschutzes und die damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung gemeinnützig im Landkreis einsetzt, und des Verbandes Artenschutz in Franken® wird in Hartmannsdorf ein ebenso naturschutz-fachlich notwendiger wie attraktiver Artenschutzturm entstehen. Unterstützt wird das Projekt von der Deutschen Postcode Lotterie.

Und dieses Bauwerk stand am Montag 19.08.2019 im Mittelpunkt denn die Stele der Biodiversität® wurde mit dem Bundespreis UN Dekade Biologische Vielfalt Preis gewürdigt.

Vom Schlauchturm zum Leuchtturm der Artenvielfalt
Grundlage für das innovative Projekt bildete der alte Schlauchturm des Feuerwehrdepots der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, der sich auf einer von Siedlungen umringten Freifläche direkt an einem Bachlauf befindet. Der Turm eignet sich aufgrund seiner Höhe und Exposition hervorragend als Standort des Projektes. Im Besonderen wurden durch in die Fassade versenkte Sekundärhabitate vor allem Fledermäuse und Wildbienen, aber auch andere Tiere profitieren.

Nach umfassenden Fassadenarbeiten wurden unterhalb des Daches Nistmodule für Schwalben und Höhlenbrüter auf die Fassade aufgebracht. Im Folgenden wurde die Fassade durch einen professionellen Tiermaler künstlerisch gestaltet.

Durch die Lage von Hartmannsdorf in unmittelbarer Nähe zum „Hohen Forst“, einem umfangreichen Waldgebiet, den zahlreichen naturnahen Frisch- und Fettwiesen vor Ort und der an sich ländlichen Ortsstruktur dürfte der Standort auch genügend „tierische Interessenten“ finden und hält andersherum auch genügend Nahrungshabitate in der Umgebung bereit. Mit dem fast unmittelbar angrenzenden Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“ befindet sich darüber hinaus ein Schutzgebiet von nicht unwichtigem Ausmaß und auch touristischer Anziehung in unmittelbarer Nachbarschaft.

Umweltbildung
Nicht zuletzt wird auch dem lebendigen Umweltbildungsgedanken Rechnung getragen. So soll die Kindertageseinrichtung „Gänseblümchen“ in Hartmannsdorf das Projekt von Anfang an mit begleiten. Durch den Einsatz entsprechender Materialen und einer didaktischen Anleitung lernen die Kinder durch das „Dabeisein“ den Artenschutz als aktiven und wichtigen Teil unseres Lebens kennen, der nebenbei auch Spaß machen kann. Außerdem soll der Turm durch eine künstlerische Außengestaltung dem Betrachter direkt ansprechend ins Auge fallen und zum Verweilen einladen.


Im Sinne der breiten Gesellschaft und der uns nachfolgenden Generation
Das komplexe Projekt möchte einen wertvollen Beitrag leisten wieder mehr Umweltbewusstsein in die breite Gesellschaft hineinzutragen. Jedoch ohne den Zeigefinger zu erheben, sondern das Thema sehr behutsam und über die Einbindung der Umweltpädagogik an unsere Mitbürger heranzutragen.


In der Aufnahme
- Screenshot der medialen Darstellung der © TeleVision Zwickau GmbH die einen echt klasse Bericht gemacht haben!



  • Stelen der Biodiversität® sind eine vom Artenschutz in Franken® entwickelte Projektreihe die mit dem Bundespreis UN Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde.
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Tatkräftige Unterstützung für den Naturschutz
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Tatkräftige Unterstützung für den Naturschutz

20/21.09.2019

  • Seit nunmehr zehn Jahren veranstaltet die Organisation „Internationale Jugendgemeinschaftsdienste“ (ijgd) jeden Sommer ein zweiwöchiges Work-Camp auf Wangerooge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Dieses Jahr trafen sich Anfang August 14 Jugendliche aus 9 verschiedenen Nationen, um gemeinsam die einzigartige Heidelandschaft der Insel von Neophyten, also „eingewanderten“ Pflanzenarten, zu befreien. Aronia, spätblühende Traubenkirsche und Kartoffelrose vermehren sich rasant und verdrängen die Besenheide und andere lichtliebende heimische Pflanzen dieses Lebensraumes. Durch die tatkräftige Hilfe der jungen Menschen gelingt es, diese Neophyten in Schach zu halten, sodass heimische Pflanzen die Möglichkeit haben, sich wieder auszubreiten.

Die Work-Camps dieser international agierenden Organisation bieten jungen Menschen die Gelegenheit, einiges über andere Kulturen und Nationen zu lernen und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg zu schließen. Geredet wird bei der Arbeit in verschiedensten Sprachen, doch meist auf Englisch und nach der Arbeit geht es an den Strand, oder ab ins Watt zu einer Wanderung.

Jan Ulber ist bereits seit ein paar Jahren dabei und verbringt seine Semesterferien in der Natur. „Nach dem ganzen Prüfungsstress ist das ein schöner Ausgleich“, so der Biologiestudent aus Oldenburg. Der 23 Jährige arbeitet ehrenamtlich für den Mellumrat und vertritt auch hier den Verein, der die fachliche Betreuung des Projektes übernimmt.

Die Projektkoordination seitens der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer übernehmen Botaniker Norbert Hecker und Imke Zwoch, die für das Freiwilligenprogramm im Schutzgebiet zuständig ist. Die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven fördert gemeinsam mit der Wattenmeerstiftung das Projekt auf Wangerooge, sodass Teilnehmer nur für ihre An- und Abreise aufkommen und einen kleinen Eigenbeitrag von 50€ zahlen müssen.

In der Aufnahme
Jugendliche aus 9 Nationen unterwegs im Kampf gegen Neophyten auf Wangerooge. Foto: Nationalparkverwaltung

Quelle
Nationalpark Wattenmeer

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Kinder wandern zum Funtensee
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Kinder wandern zum Funtensee

20/21.08.2019

Seit über 30 Jahren organisiert die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
zu Beginn der Sommerferien eine Wanderung durch das Schutzgebiet. Erstmalig war in diesem Jahr auch der Deutsche Alpenverein (DAV) als neuer Kooperationspartner mit dabei. Nationalpark-Ranger Sepp Egger, Heike Blankermann im Auftrag des Amtes für Kinder, Jugend und Familien des Landratsamtes Berchtesgadener Land sowie Gabi Moderegger-Schieder vom DAV starteten kürzlich mit ihrem Betreuerteam und 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen zehn und 13 Jahren die traditionelle „Funtensee-Wanderung“.

Die diesjährige Tour führte die Gruppe vom Königssee durch die Saugasse hinauf zum Funtensee. Auf dem Kärlingerhaus angekommen, nutzten die Jugendlichen die Zeit für interaktive Spiele zum gegenseitigen Kennenlernen. Am zweiten Tag wanderte die Gruppe durch die wolkenverhangene Landschaft auf den Feldkogel. „Am besten hat mir der Nebel gefallen, da war es nicht so heiß“, freute sich ein jugendlicher Teilnehmer, bei dem selbst das unbeständige Wetter die gute Laune nicht trüben konnte.

Außerdem durften die Teilnehmer den Hanottenkaser besichtigen, einen traditionellen Rundumkaser am Funtensee. Neben Geologie zum Anfassen, Wildtierbeobachtungen und zahlreichen Spielen endete der Tag mit einem lustigen Hüttenabend. Am folgenden Morgen ging es für die Kinder und Jugendlichen wieder hinunter ins Tal. Dort angekommen, endete die diesjährige Wanderung mit einem Sprung in den erfrischend kühlen Königssee. Mit dem Schiff ging es anschließend zurück zur Seelände, wo die Teilnehmer schon von ihren Eltern erwartet wurden.

 
Bildnachweis (Credit: Nationalpark Berchtesgaden): Funtensee 2019

Die traditionelle Funtensee-Wanderung lockte in diesem Jahr 25 Jugendliche drei Tage lang in den Nationalpark Berchtesgaden.


Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

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Ausgezeichnet - Stele der Biodiversität®
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„Stele der Biodiversität“ erhält Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

20/21.08.2019

  • Am 19.08.2019 wurde die offizielle Einweihung der Stele der Biodiversität® im sächsischen Hartmannsdorf im Beisein der Bevölkerung vorgenommen.

  •     Staatsminister Thomas Schmidt übergab die Auszeichnung an die Projektpartner.

Hartmannsdorf/Sachsen. Das Projekt „Stelen Bundesdeutscher Biodiversität – Deutschlands Wilde Bienchen®“ wurde am 19. August 2019 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Übergabe der begehrten Auszeichnung fand am 19. August durch den sächsischen Umweltminister Herrn Thomas Schmidt statt.

Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. „Stelen der Biodiversität“ ist ein gemeinschaftliches, innovatives, höchst anspruchsvolles und in dieser Form wohl in ganz Deutschland einmaliges Projekt zur konkreten Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie der Vermittlung einer sehr lebendigen Umweltbildung.

Kooperativ umgesetzt wurde dieses in Hartmannsdorf von Artenschutz in Franken®, dem Landschaftspflegeverband „Westsachen“ e.V., der Gemeindeverwaltung Hartmansdorf sowie dem Umweltamt des Landkreises Zwickau. Hervorragend unterstützt wurde es durch die Deutsche Postcode Lotterie.

Neben konkretem Artenschutz zielt das Projekt auch und gerade darauf ab, außerhalb von Bildungszentren möglichst viele Menschen zu diesem äußerst wichtigen Thema zu erreichen.

Ein Projekt, das es in und an sich hat

Stelen bundesdeutscher Biodiversität, so der zugegeben etwas sperrige Titel für ein in dieser Form einmaliges Entwicklungskonzept. Im Fokus stehen dabei Bauwerke, die viele Jahre für den Menschen unverzichtbar waren, jedoch meist ein Schattendasein führten. Trafotürme, Schlauchtürme etc. wurden diese landläufig benannt. Doch gerade in den vergangenen Jahren verloren diese Kulturgüter mehr und mehr an Bedeutung.

Technische Änderungen führten dazu, dass zahlreiche dieser Gebäude abgerissen wurden und werden. Mit jedem Abbruch verloren wir auch ein unwiederbringliches Zeitzeugnis unserer urbanen Lebensweise. Vielfach standen die die Häuschen in Strukturen, die mit ihnen in einen langen Dornröschenschlaf verfielen.

Mehr zum Projekt
(zahlreiche neue Impressionen wurden eingegeben)

In der Aufnahme
In einer kleinen Feierstunde fand am 19. August 2019 die offizielle Übergabe des Qualitätssiegels an die Projektpartner statt. Staatsminister Thomas Schmidt und Landrat  Dr. Christoph Scheurer übergaben aufgrund der ganz besonderen Bedeutung persönlich den Bundespreis UN-Dekade Biologische Vielfalt an die offiziellen Vertreter der am Projekt beteiligten Organisationen - Bürgermeisterin Kerstin Nicolaus,  René Abani – Geschäftsführer (Landschaftspflegeverband "Westsachsen" e.V.) und Thomas Artur Köhler - Vorsitzender (Artenschutz in Franken®) Gestalterisch umrahmt wurde die Feierstunde durch einen kleinen Beitrag der Hortgruppe Hartmannsdorf.
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Friedrichsmoor denkmal- und fledermausgerecht saniert
Bild zum Eintrag (1010740-160)
Forstamtsgebäude Friedrichsmoor denkmal- und fledermausgerecht saniert

20/21.08.2019
 
Eines der ältesten Forstamtsgebäude Mecklenburg-Vorpommerns
ist heute (16.08.) nach dreijähriger Sanierung wieder seiner Bestimmung übergeben worden. In Anwesenheit von Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald erhielt das rekonstruierte Haus in Nachbarschaft des Jagdschlosses Friedrichsmoor als historisches Zeichen des Sitzes der Forstverwaltung Friedrichsmoor sein Hirschgeweih am Giebel wieder zurück.

„Ich bin dankbar, dass wir heute die Sanierung des Forstamtsgebäudes hier in Friedrichsmoor offiziell als abgeschlossen erklären können und damit historisches Erbe wahren“, sagte Buchwald. Er erinnerte daran, dass das Gebäude im 19. Jahrhundert als Ersatz für ein Jagdaufseherhaus errichtet wurde, das an dieser Stelle seit 1709 stand. Die denkmalgerechte Grundinstandsetzung stellte hohe bauliche Anforderungen. Zudem verzögerte der Orkan Xavier im Oktober 2017 die Arbeiten. Er warf eine einhundertjährige Ulme um, die auf das gerade neu gedeckte Dach des Forstamtes fiel
Die 2016 begonnene Instandsetzung umfasste die Erneuerung des Daches mit dem Tragwerk aus Vollholz und der Fachwerkfassade einschließlich des historischen Windfangs, den kompletter Innenausbau im historischen Bestand, die Ertüchtigung der alten Holzvergaserheizung bis hin zur Neugestaltung der Außenanlagen. Unter dem Gesichtspunkt Denkmalschutz wurden beispielsweise die Zimmerfluchten, die im Laufe der Jahrzehnte durch geänderte Nutzung verändert wurden, wieder hergestellt. Auch die historische Farbgebung ist entsprechend der Befunde wiederhergestellt worden. Insgesamt hat die Baumaßnahme 2,75 Mio. Euro gekostet.

Neben der denkmalschutzgerechten Sanierung galt das Augenmerk auch dem Artenschutz. In der vielfältigen Landschaft der Lewitz sind im Bereich der Ortschaft Friedrichsmoor 8 der 18 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten beheimatet. Fledermäuse nutzten schon vor Sanierungsbeginn auch das Gebäude des Forstamtes als Wochenstuben und einige Arten sogar als Winterquartiere. Dem Baubeginn ging deshalb ein umfangreiches Monitoring des im Gebäude angesiedelten Fledermausbestandes voraus.

Während der Bauphase wurde immer darauf geachtet, dass die Fledermäuse entsprechende Quartiere nutzen konnten. Zusätzlich wurden zwei neue Winterquartiere geschaffen, die nachweislich genutzt werden. In Anerkennung der Fürsorge um die Fledermausquartiere darf sich das sanierte Forstamtsgebäude mit der Plakette „Fledermausfreundliches Haus M-V“ schmücken.

Wer ebenfalls Fledermäusen ein Quartier bieten möchte und sich um eine Plakette „Fledermaus­freundliches Haus M-V“ bewerben will, findet entsprechenden Informationen auf der Seite des NABU-Landesfachausschuss für Fledermausschutz und -forschung MV.

Quelle
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit
19048 Schwerin
Telefax: 0385-588 6022
Nr.206/2019  | 16.08.2019  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Janaa Stepanek
- Pflegling - Großes Mausohr

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Waldgräben - "Reinigung" - vom Wegbaggern wertvoller Lebensräume
Bild zum Eintrag (1010656-160)
Waldgräben - "Reinigung"  - vom Wegbaggern wertvoller Lebensräume

19/20.08.2019

Steigerwald. In dieser Rubrik möchten wir Sie mit einem Thema in Kontakt bringen das uns seit geraumer Zeit bewegt denn hier finden auf vielfach nicht geringem Areal negative Lebensraumveränderungen statt. Schwierig wird es wenn es in Waldabteilungen stattfindet die nach eigenem Bekunden nachhaltig bewirtschaftet werden.

Gerade in einer Phase in der wir von trockenen Waldabteilungen sprechen und wir eigentlich froh sein sollten wenn Wasser im Wald gehalten wird um den hier lebenden Tieren und Pflanzen die Möglichkeit zu geben in diesem Lebensraum bestmöglich überdauern zu können wird rücksichtslos Hand an Habitatstrukturen gelegt welche gerade in dieser Zeitspanne auch noch als hochwertige Nahrungsquelle für Tiere dienen.

Wir als Gesellschaft blicken mit bangen Blicken nach Genf zur Weltartenschutz-Konferenz wo gerade über das Leben und Sterben der Arten entschieden wird und können es nicht fassen das u.a. auch Elefanten wieder zum Abschuss freigegeben werden sollen.

Doch was wir übersehen ist der Blick vor unsere eigene Haustür oder wohl besser formuliert in unseren Wald.

Hier findet auch eine Lebensraumveränderung statt die stark nachteilige Auswirkungen auf heimische Tier- und Pflanzenarten hat. Und so müssen wir uns die Frage stellen leisten wir als Gesellschaft tatsächlich genug um die Lebensbedingungen für unsere Mitgeschöpfe im bestmöglichen Zustand zu erhalten oder tragen wir mit unserem Handeln zum Rückgang der Arten bei.

Diese Frage wird die uns nachfolgende Generation mit Recht an uns richten - den Verantwortlichen dieses in unseren Augen sehr unüberlegten Einsatzes sei viel mehr Sensibilität und Wissen über die Ansprüche der im Wald lebenden Arten ans Herz gelegt. Denn es gilt schon darüber nachzudenken ob das Engagement das aktuell angewandt wird tatsächlich ausreicht, wenn es geht darum Ökosysteme und Ressourcennutzung "unter einen Hut" zu bringen.

Hier zumindest sehen wir das sehr kritisch - doch sehen Sie doch selbst!

In der Aufnahme
  • Dort wo noch vor wenigen Stunden reges Leben herschte wurde dieses mannigfache Leben mit einem "Reinigungseinsatz" eliminiert!
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Ausgezeichnet - Stele der Biodiversität®
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„Stele der Biodiversität®“ erhält Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

19/20.08.2019


  • Die Übergabe der begehrten Auszeichnung fand durch den sächsischen Umweltminister Herrn Thomas Schmidt statt.

Hartmannsdorf / Freistaat Sachsen. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. „Stelen der Biodiversität“ ist ein gemeinschaftliches, innovatives, höchst anspruchsvolles und in dieser Form wohl in ganz Deutschland einmaliges Projekt zur konkreten Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie der Vermittlung einer sehr lebendigen Umweltbildung.

Kooperativ umgesetzt wurde dieses in Hartmannsdorf von Artenschutz in Franken®, dem Landschaftspflegeverband „Westsachen“ e.V., der Gemeindeverwaltung Hartmansdorf sowie dem Umweltamt des Landkreises Zwickau. Hervorragend unterstützt wurde es durch die Deutsche Postcode Lotterie.

Neben konkretem Artenschutz zielt das Projekt auch und gerade darauf ab, außerhalb von Bildungszentren möglichst viele Menschen zu diesem äußerst wichtigen Thema zu erreichen.

„Wir freuen uns, dass wir dank unserer Teilnehmer hier in Hartmannsdorf einen Beitrag zum Artenschutz leisten können. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist enorm wichtig für unsere Zukunft. Es ist schön zu sehen, wie aus nicht mehr genutzten Gebäuden neue Habitate für bedrohte Arten entstehen“.

Petra Rottmann, Head of Charities bei der Soziallotterie (Deutsche Postcode Lotterie)


Ein Projekt, das es in und an sich hat
Stelen der Biodiversität®, so der zugegeben etwas sperrige Titel für ein in dieser Form einmaliges Entwicklungskonzept. Im Fokus stehen dabei Bauwerke, die viele Jahre für den Menschen unverzichtbar waren, jedoch meist ein Schattendasein führten. Trafotürme, Schlauchtürme etc. wurden diese landläufig benannt. Doch gerade in den vergangenen Jahren verloren diese Kulturgüter mehr und mehr an Bedeutung. Technische Änderungen führten dazu, dass zahlreiche dieser Gebäude abgerissen wurden und werden. Mit jedem Abbruch verloren wir auch ein unwiederbringliches Zeitzeugnis unserer urbanen Lebensweise. Vielfach standen die die Häuschen in Strukturen, die mit ihnen in einen langen Dornröschenschlaf verfielen.


Wildbienen - die unbekannten Bestäuber

Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt. Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt. Die „Stele der Biodiversität“ wurde mit speziellen Nistmodulen ausgestattet welche auch im Bestand gefährdeten Wildbienenarten eine Chance eröffnen möchte sich erfolgreich zu reproduzieren.

 „Wir freuen uns sehr, den Turm von Anfang an in seiner Entstehung begleitet zu haben und von nun an auch als ´unseren´ Turm immer wieder besuchen zu können und von ihm und seinen Bewohnern lernen zu können.“


Kristin Forner – Hortleiterin (Kindertagesstätte "Gänseblümchen")


Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur)-Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.

„Wir sind sehr stolz, dieses wunderbare Projekt dank der effizienten Zusammenarbeit aller Beteiligter erfolgreich umgesetzt zu haben. Die Wildbienen werden es uns danken!“

René Abani – Geschäftsführer (Landschaftspflegeverband "Westsachsen" e.V.)


Wildbienen – häufig im Bestand gefährdet
Viele unserer Wildbienenarten in Deutschland sind zwischenzeitlich akut in ihrem Bestand bedroht. Gerade auch durch eine zunehmend industrielle Land- und Forstbewirtschaftung mit einem u.a. immensen Pestizideinsatz, der Versiegelung vormaliger lebenswichtiger Freiflächen, sowie der weiterführenden Zerstörung wichtiger Lebensräume auch im privaten Umfeld haben wir Menschen zahlreiche Wildbienenarten bereits nahe an den Rand des Aussterbens gebracht. Je intensiver die Bewirtschaftungsformen und je umfangreicher die Bewirtschaftungsflächen werden, desto stärker hängt der Ertrag der Landwirtschaft auch von Wildbienen ab. Je mehr Lebensräume wir mit unserem Handeln in unserem Umfeld beeinträchtigen, desto stärker gefährden wir nicht nur eine faszinierende Insektengruppe. Nein, mehr noch, wir setzen mit diesem Tun gar eines der (auch und gerade für den Menschen) wichtigsten Ökosysteme aufs Spiel.

„Wir sind mit unserem aktuellen Handeln auf dem besten Weg, eine ökologische Katastrophe, ein von uns Menschen ausgelöstes Massensterben der Biodiversität auszulösen.“


Thomas Artur Köhler - Vorsitzender (Artenschutz in Franken®)


Wildbienen – eine (letzte) Chance für unsere „Freunde“

Das innovative Kooperationsprojekt „Deutschlands Wilde Bienchen®“, das Teil einer hoch komplexen und umfangreichen Projektreihe ist und sich aktuell bereits in 16 Bundesländern wiederfindet, möchte hier ganz bewusst zum Umdenken anregen. Inhaltlich zeigt es sich in einer wohl in der gesamten Bundesrepublik einzigartigen Gestaltungsform. Neben konkreten Artenschutzbausteinen, die jeweils auf die Projektstandorte abgestimmt sind, beinhaltet es pädagogisch hochwertigste Umweltbildungskomponenten, welche besonders die uns nachfolgende Generation nachhaltig an das Thema Wildbienenschutz heranführt. Gleichfalls soll das Projekt dafür sorgen, dass die Kinder den Respekt und die Achtung für die uns umgebende Artenvielfalt erlernen und wichtige Zusammenhänge in spielerischer Form erkennen. Denn nur, wenn es gelingt, die uns nachfolgende Generation mit diesen Tieren wieder vertraut zu machen, kann es tatsächlich gelingen, effektive Wege zu beschreiten die auch Garant dafür sein können, dass eine Art Win-Win-Prinzip entsteht, welches beiden Arten das Überleben ermöglicht. Begleitet wird das Projekt von mehreren wissenschaftlichen Bausteinen.

„Alle Akteure der Gesellschaft sind gefragt! Auch in Dörfern und Städten kann zum Beispiel durch blütenreiche Vorgärten viel für Insekten getan werden.“


Thomas Schmidt (Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft)


Wildbienen – ein wertvolles Engagement für unsere Zukunft

Durch die innovativen Projektinhalte und deren langlebig ausgerichteten Projektbausteine, die auf 20 Jahre fixiert sind, eröffnet das Projekt sehr gute Optionen eines nachhaltigen und aussagekräftigen Monitorings. Dieses soll und kann somit weiterführende Aufschlüsse über die Entwicklung von Insektenbeständen in Deutschland mit sich bringen. Ein wissenschaftlicher Ansatz zur Entwicklung wildbienenfreundlicher Baustoffe zeigt sich darüber hinaus als ein wichtiger Projektinhalt. So wird das anspruchsvolle Ziel formuliert, dass es gelingen soll, das Projekt an möglichst vielfältigen Standorten des Landes in gleicher oder ähnlicher Form multiplikatorisch fortzuführen, um ein Netz des Wildbienenschutzes über die gesamte Republik zu spannen, welches das Überleben der Spezies Mensch im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder fördert.


"Ich freue mich, dass der Charakter des alten Feuerwehrgebäudes erhalten wurde und wir damit einen guten Beitrag zum Artenschutz leisten."


Kerstin Nicolaus – Bürgermeisterin (Gemeinde Hartmannsdorf bei Kirchberg)


Eye Catcher „Schlauchturm“ – Ein Bauwerk, dass es an und in sich hat

Als wahrer Eye Catcher zeigt sich die “Stele der Biodiversität” auch und gerade durch die künstlerisch- grafische Gestaltung der kompletten Fassade. Naturschutz im Verborgenen mag an mancher Stelle gut installiert sein doch mit dem Projekt in Hartmannsdorf geht man ganz bewusst andere, offene und transparente Wege. Das Bauwerk das in und auf seiner Fassade Habitatelemente für Fledermäuse und so genannte Gebäudebrüter (Mehlschwalbe, Turmfalke, Haussperling & Co.) trägt, möchte bildgeben auch auf eine zunehmend prekäre Situation für sogenannte Kulturfolger hinweisen. Also Tierarten welchen es über viele Jahrhunderte gelungen ist sich dem Menschen anzuschließen. Doch diese Koexistenz wird durch den Menschen zunehmend infrage gestellt.

Und so stellt der Hartmannsdorfer Turmkörper auch eine Art „Denkmal“ dar welches uns als Gesellschaft dazu anregen möchte unser Handeln im ureigenen Sinn zu überdenken. In der ökologischen Nahrungskette bilden die am Baukörper angesprochenen Arten ein in sich geschlossenes Gefüge. Gerät eine Art an Grenzen werden andere Arten unwillkürlich mit angesprochen. Den Fokus auf den Indikator Insekt / Wildbiene ausgerichtet werden nachfolgende Zusammenhänge und deren elementare Beeinträchtigungen sichtbar abgebildet.



Startschuss für multiplikatorische Komponenten
Das Projekt setzt gleichfalls den erfolgreichen Projektansatz „Stelen Bundesdeutscher Biodiversität“ fort. Bereits in Bad Staffelstein und in Schlüsselfeld (Freistaat Bayern), in Suhl (Freistaat Thüringen), im baden-württembergischen Ittlingen, in Kastellaun (Rheinland-Pfalz) sowie in Weeze (Nordrhein – Westfalen) finden sich gleichartige Artenschutzprojekte wieder. Ziel der hoch komplexen Projektreihe soll es sein, dass in den kommenden Jahren in jedem Bundesland mindestens eine „Stele der Biodiversität“ sichtbar wird. Besonders stolz sind die Projektpartner darauf, dass alle Projekt-Planungsarbeiten sowie Umweltbildungseinheiten (die viele Hundert Stunden umfassten) in vollkommen ehrenamtlicher Form generiert wurden. Die Stele der Biodiversität setzt das modern- innovative Projekt nun im Freistaat Sachsen eindrucksvoll fort.

Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt

Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter
www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Hürth ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden. Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen, ihre Wechselwirkungen untereinander und zur Umwelt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Lebensräume. Die natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern. Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.
                                        
Weitere Infos zur UN-Dekade unter: www.undekade-biologischevielfalt.de



Über die Deutsche Postcode Lotterie

Die erste Ziehung der Soziallotterie, die sich für Mensch und Natur einsetzt, fand im Oktober 2016 statt. Das Konzept ist einzigartig: Man spielt mit seinem Postcode, der sich aus der Postleitzahl des Teilnehmers sowie einem Straßencode zusammensetzt. Beim Monatsgewinn werden insgesamt 600.000 Euro ausgeschüttet – alle Lose im gewinnenden Postcode teilen sich 300.000 Euro und alle übrigen Lose mit der dazugehörigen Postleitzahl ebenfalls. So gewinnen ganze Nachbarschaften miteinander und tun zugleich Gutes. 30 Prozent von jedem Losbeitrag gehen an gute Zwecke in der Nähe der Teilnehmer. Weil sie dabei sind, macht die Deutsche Postcode Lotterie einen wirklichen Unterschied: Sie unterstützt deutschlandweit bereits über 1.300 Projekte mit 22 Millionen Euro. Ein Beirat unter Vorsitz von Prof. Dr. Rita Süssmuth entscheidet über die Auswahl der Projekte.

Weitere Informationen unter: https://www.postcode-lotterie.de/projekte.

 
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Artenschutz in Franken® ist eine vollkommen ehrenamtliche und unabhängig agierende Organisation, welche sich die Erhaltung der Biodiversität sowie der Vermittlung erlebbarer Umweltbildungseinheiten zum Ziel gesetzt hat. Trotz einer regional ausgerichteten Namensgebung engagiert sich Artenschutz in Franken® seit nunmehr fast 25 Jahren in ganz Deutschland und darüber hinaus. Innerhalb dieser Zeit-spanne ist es gelungen sich in bevorzugt innovativ ausgerichteten Projekten dem Schutz der Artenvielfalt widmen. Im Sinne uns nachfolgender Generationen.

Mehr im Netz unter www.artenschutz-franken.de

Im Laufe des Tages werden wir Sie mit tagesaktuellen Eindrücken über den Verlauf der Veranstaltung informieren.
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Drömling: vom Naturschutzgroßprojekt zum Biosphärenreservat
Bild zum Eintrag (1010659-160)
Drömling: vom Naturschutzgroßprojekt zum Biosphärenreservat

19/20.08.2019

  •     BfN-Präsidentin informierte sich über Moor-Renaturierungen
  •     Geplante Ausweisung des Grünen Bandes Sachsen-Anhalt als Nationales Naturmonument stärkt Nationalen Biotopverbund

Kunrau, 15. August 2019:
Die Entwicklung des sachsen-anhaltinischen Drömlings erzählt eine Erfolgsgeschichte: einst Naturpark und Naturschutzgebiet, jetzt auch Biosphärenreservat - und künftig wohl auch Teil eines Nationalen Naturmonuments. Von dieser Geschichte hat sich die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel, heute vor Ort ein Bild gemacht.

Der sachsen-anhaltinische Drömling ist ein vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreutes und vom Zweckverband Natur- und Kulturlandschaft Drömling realisiertes Projekt im Programm "chance.natur - Bundesförderung Naturschutz". "Zehn unserer insgesamt 80 Vorhaben, die in den vergangenen 40 Jahren gefördert wurden und noch gefördert werden, beinhalten vorrangig den Moorschutz", erklärte die BfN-Präsidentin.

Im Naturschutzgroßprojekt Drömling hatte der umfangreiche Grunderwerb die Voraussetzung für die Wiedervernässungen des Niedermoores geschaffen. Von der ergänzenden Umwandlung von Ackerland zu Grünland und dessen Extensivierung profitierten auch einzelne an diese Lebensräume gebundene Arten wie Fischotter, Biber, Kranich und Laubfrosch. Mit dem Abschluss des Projekts im Jahr 2012 gingen die Bemühungen um den Schutz und eine langfristige Sicherung des Gebietes dann weiter, was auch die BfN-Präsidentin würdigte: "Ich bin sehr erfreut darüber, dass der Zweckverband Natur- und Kulturlandschaft Drömling sich nach dem Ende des chance.natur-Projektes weiter um die Entwicklung des Fördergebietes kümmert und weitere Maßnahmen gemäß Pflege- und Entwicklungsplan umsetzt".

Auch die jüngst erfolgte Ausweisung des Drömlings als Biosphärenreservat bewertet das BfN als eine positive Entwicklung. Dazu sagte die BfN-Präsidentin: "Ich sehe dies als große Chance für den Naturraum und seine Bevölkerung, international anerkannte Modellregion für eine nachhaltige Entwicklung zu werden und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen, und wünsche ihnen dabei viel Erfolg".

Mit der geplanten Ausweisung des 4.750 Hektar umfassenden Nationalen Naturmonumentes Grünes Band in Sachsen-Anhalt, das auch Teile des Drömlings umfasst, wird ebenfalls ein wichtiger Beitrag für den länderübergreifenden Biotopverbund geleistet. Dieser soll nach dem Bundesnaturschutzgesetz im Ergebnis mindestens zehn Prozent eines jeden Bundeslandes und damit auch der Bundesfläche umfassen. Zusammen mit dem Grünen Band in Thüringen wären dann bereits rund 1.100 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als national bedeutsames Schutzgebiet gesichert.

Hintergrundinformationen
chance.natur-Projekt Drömling (Sachsen-Anhalt)
Der Drömling umfasst etwa 280 Quadratkilometer in Sachsen-Anhalt und rund 40 Quadratkilometer angrenzend in Niedersachsen. Es handelt sich um eines der größten durch Niedermoore geprägten Niederungsgebiete Norddeutschlands. Rund 4.400 Hektar werden von Niedermooren und 5.000 Hektar von Anmooren eingenommen. Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Grünlandflächen, Feuchtwäldern sowie einem engen Netz von Gräben mit und ohne begleitende Röhrichte und Gehölze mit einer Gesamtlänge von rund 2.000 Kilometern ("Land der tausend Gräben").
Der sachsen-anhaltinische Drömling wurde in den Zeiträumen 1992 bis 2003 sowie 2008 bis 2012 als chance.natur-Projekt gefördert, das konkrete Fördergebiet umfasste dabei 10.365 Hektar. Träger des Projektes war der Zweckverband Natur- und Kulturlandschaft Drömling/Sachsen-Anhalt - bestehend aus dem Landkreis Börde, dem Altmarkkreis Salzwedel sowie dem WWF Deutschland. Die förderfähigen Gesamtkosten beliefen sich auf rund 21,3 Millionen Euro, davon trugen der Bund rund 72 Prozent, das Land rund 17,5 und der Projektträger rund 10,5 Prozent.

Das Projekt beinhaltete folgende zentrale Projektziele: Erhaltung und Wiedervernässung des Niedermoores, Erhaltung und Entwicklung des Feuchtgrünlandes, Extensivierung des Grünlandes, Entwicklung naturnaher bzw. ungenutzter Wälder, Wiederherstellung von Flutmulden und Tümpeln, Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Hauptfließgewässer wie der Ohre.

Während der Förderphasen und danach tätigte der Zweckverband zur langfristigen Flächensicherung und als Grundlage für die Lebensraumoptimierung Grunderwerb im Umfang von rund 4.200 Hektar. Der Projektträger verpachtet 3.200 Hektar Grünland unter Nutzungsauflagen und entsprechend reduzierten Pachtpreisen an örtliche Landwirte. Feuchtwälder im Umfang von etwa 490 Hektar außerhalb der bereits zu Förderbeginn bestehenden Totalreservate Böckwitz-Jahrstedter- und Breitenroder-Oebisfelder-Drömling wurden aus der Nutzung genommen.

Der Drömling weist fast vollständig Nieder- und Anmoorböden auf, welche bei landwirtschaftlicher Nutzung große Mengen des klima-schädlichen Kohlendioxyds emittieren. Dabei kann als Faustregel gelten: Je trockener die Flächen und je intensiver die Nutzung, desto höher ist die CO2-Emission. Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes wurden deshalb rund 800 Hektar Äcker in Grünland umgewandelt und die Grünlandnutzung deutlich extensiviert. Größere Teilbereiche des Projektgebietes wie der Rätzlinger und Miesterhorster Drömling, das Gebiet um den Solpker Wiesengraben sowie die Totalreservate wurden insbesondere durch konkrete Staumaßnahmen oder Wasserstandsregulierungen auf der Basis von Planfeststellungsverfahren wiedervernässt, woraus weitere Minderungen an CO2-Emissionen resultieren. Die Abschlagbauwerke und Gräben in den feuchten und nassen Bereichen des Projektgebietes wurden dabei zum Beispiel so konzipiert, dass die gewünschten Zielwasserstände eingestellt werden können. Eine sogenannte Staukommission, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes zusammengesetzt ist, überprüft die Einhaltung der Wasserstände.

Des Weiteren wurden ab 2006 vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark vier Flurneuordnungsverfahren auf einer Fläche von rund 6.000 Hektar durchgeführt, die der Flächenarrondierung zum Zwecke der Wiedervernässung, der Verbesserung des Wegebaues und der Besucherlenkung dienten.
Zudem setzte der Projektträger eine Vielzahl von Maßnahmen zur Förderung der Biotopvielfalt im Gebiet um, zum Beispiel die Anlage von über 60 Flutmulden und Tümpeln, den Rückbau von nicht zielkonformen Stauanlagen, den Umbau von Grabenanschlüssen, die naturnähere Gestaltung der Grabenufer, die Einrichtung einer halboffenen Weidelandschaft bei Röwitz sowie den Bau von Fischaufstiegsanlagen.
Im Anschluss an die erste Phase der Projektförderung wurde das Fördergebiet im Jahr 2005 vollständig als NSG "Ohre-Drömling" rechtlich gesichert. Mit 10.340 Hektar handelt es sich um das größte Naturschutzgebiet in Sachsen-Anhalt.
Nach Abschluss der Bundesförderung führt der Zweckverband das Projekt kontinuierlich fort und kooperiert dabei in vielfältiger Weise mit örtlichen Landwirten, dem Biosphärenreservat und anderen Partnerinnen und Partnern. Folgende weitere Maßnahmen wurden und werden dabei unter anderem mit Landesmitteln umgesetzt: Bau weiterer Fischaufstiegsanlagen an der Ohre (Hoffmannnschleuse, Kämkerhorstschleuse und Schleuse an der Kolonie Frische) sowie die Weiterentwicklung des Naturerfahrungszentrums und der Öko-Schule im Schloss Kunrau. In enger, kooperativer Zusammenarbeit mit der Naturparkverwaltung und Unterstützung des jeweiligen Vorhabensträgers befinden sich die Beschilderung von Radwanderwegen, die Fortschreibung des Erfolgskontroll- und Monitoringkonzeptes sowie die Entwicklung eines Gehölzpflegekonzeptes in Bearbeitung.

Moore

Organische Böden umfassen rund vier Prozent der Gesamtfläche Deutschlands, davon entfallen 70 bis 75 Prozent auf Nieder- und Anmoore sowie 25 bis 30 Prozent auf Hochmoore. Naturnahe Moore umfassen allerdings nur noch fünf Prozent aller Moore, über 90 Prozent sind entwässert oder in Nutzung. Deshalb sind Moore für immerhin mehr als vier Prozent der Gesamtemissionen Deutschlands an CO2-Aquivalten verantwortlich. Obwohl organische Böden nur etwa sieben Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ausmachen, ist eine unangepasste landwirtschaftliche Nutzung auf Moorböden für etwa 37 Prozent der Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft verantwortlich. Neben der ökologischen Aufwertung tragen Wiedervernässungen damit auch substanziell zum Klimaschutz bei.
Was die Moore anbelangt, ist Deutschland nach Finnland zweitgrößter Emittent von Treibhausgasen in Europa.
Nach der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt aus dem Jahre 2007 sollen bis 2020 regenerierbare Moore dauerhaft wiederhergestellt sein, wesentliche Teile der intensiv genutzten Niedermoore extensiviert sein und rund 20 Prozent der extensiv genutzten Niedermoore einer natürlichen Entwicklung unterliegen.

Quelle
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53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

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Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Sibergrüne Bläulinge

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Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.
Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Termine
26 AUG
Wir machen Umweltbildung lebendig
Schleswig-Holstein
30 AUG
Kleine Bienchen ganz groß
Hessen
10 SEP
Artenschutz und Bauwerkschutz
Bayern.
22 SEP
Artenschutz und Umweltbildung in Bremen
Hansestadt Bremen
28 SEP
Amphibien in akuter Gefahr
Baden - Württemberg
07 OCT
Dritte Jahreshauptversammlung des AiF
München
10 OCT
Eine Stele der Biodiversität wird sichtbar
Bayern.
18 OCT
Ausgezeichnet - Übergabe UN Dekade Biologische Vielfalt Preis
Bayern.
24 NOV
Kleinen Eulen auf der Spur
Sachsen - Anhalt
21 DEC
Wir feiern Weihnachten
Bayern
22 DEC
Vierte Jahreshauptversammlung des Artenschutz in Franken
Hessen
Alle Termine des AiF   >
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Verletzte und Verkehrsprobleme durch heftige Unwetter

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Live dabei wenn Hornisse nisten
Bild zum Eintrag (1010113-159)

Live dabei wenn Hornisse nisten
Start 02.08.2019

Wir freuen uns das wir mit Unterstützung von Jan Fischer nun in der Lage sind Ihnen ein weiteres Highlight anbieten zu können. Von nun an bis zum Ende des Hornissenjahres das wohl im Oktober enden wird, eröffnen wir Ihnen die Möglichkeit rund um die Uhr dabei zu sein wenn Hornissen einen Staat gründen.

Mittels spezieller Webcam die von den Tieren als solche nicht wahrgenommen wird beobachten wir das rege Treiben der Tiere an ihrem Nistplatz.Da Hornissen auch nachtaktiv sind ist sicherlich die eine oder andere interessante Situation vorprogrammiert an der Sie ohne Gefahr nun teilhaben können.
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg