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Extreme Trockenheit in Bayerns Wäldern – Eine stille Krise im Forst 07/2025
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Extreme Trockenheit in Bayerns Forsten
Extreme Trockenheit in Bayerns Wäldern – Eine stille Krise im Forst

Extreme Trockenheit in Bayerns Wäldern – Eine stille Krise im Forst
Die Folgen sind nicht nur für die Forstwirtschaft gravierend – auch Erholungssuchende und das gesamte Ökosystem spüren die Auswirkungen zunehmend.
Trockenheit als Dauerstress für den Wald
Bäume sind auf ausreichend Wasser angewiesen – für das Wachstum, die Photosynthese und ihre natürlichen Abwehrmechanismen. Doch immer häufiger bleiben im Frühjahr und Sommer die dringend benötigten Regenfälle aus. Der Boden trocknet aus, Wasserreserven schwinden, und viele Bäume geraten unter extremen Trockenstress.
Besonders betroffen:
Eine gefährliche Folge: Astbruch durch Trockenstress
Ein oft unterschätztes, aber zunehmendes Risiko in trockengestressten Wäldern ist das plötzliche Abbrechen von Ästen – auch bei scheinbar gesunden Bäumen.
Der Hintergrund:
Dieses Phänomen, auch als "Trockenbruch" bekannt, stellt eine ernsthafte Gefahr für Waldbesucher dar – insbesondere auf Wegen, Rastplätzen oder Parkplätzen unter alten Bäumen.
Die Buche – Gewinnerin bei konsequent naturnahem Waldumbau?
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) gilt als eine der ökologisch wertvollsten Baumarten Mitteleuropas. Sie ist heimisch, schattenertragend, konkurrenzstark – und sie bildet bei günstigen Bedingungen von Natur aus dichte, stabile Laubwälder, die viele weitere Arten beherbergen. Lange Zeit galt sie als anfällig für Trockenheit, doch neuere Erkenntnisse zeigen ein differenzierteres Bild.
Ihr Potenzial in naturnahen Wäldern:
In rein wirtschaftlich geprägten Wäldern oder auf degradierten Böden zeigt die Buche tatsächlich Stresssymptome bei Trockenheit:
Doch in strukturreichen, naturnahen Beständen, mit standortgerechter Entwicklung und wenig Störung, zeigt sich die Buche erstaunlich anpassungsfähig:
Voraussetzung: Natur lassen, statt gestalten
Viele Probleme der Buche sind hausgemacht: flächige Kahlschläge, Monokulturen, extreme Durchforstung und wirtschaftliche Übernutzung schwächen die Resilienz der Bäume. Wenn man stattdessen natürliche Buchenwälder zulässt, mit:
kann die Buche langfristig zu den klimastabileren Baumarten in Bayern zählen.
Fazit zur Buche:
Die Rotbuche ist kein pauschales Opfer des Klimawandels, sondern eine Baumart mit großem Zukunftspotenzial – vorausgesetzt, man verlässt die alte forstwirtschaftliche Praxis und setzt auf naturnahe Waldentwicklung. In ihrer natürlichen Form kann sie Mikroklimata stabilisieren, Wasser im System halten und Biodiversität fördern. Damit wird sie nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch zu einem strategischen Baustein im klimaangepassten Waldbau der Zukunft.
In der Aufnahme
Stand 13.07.2025
- In den letzten Jahren haben sich die Anzeichen einer besorgniserregenden Entwicklung in Bayerns Wäldern verdichtet: anhaltende Trockenperioden, zurückgehende Niederschläge und steigende Temperaturen setzen unseren heimischen Forsten massiv zu.
Die Folgen sind nicht nur für die Forstwirtschaft gravierend – auch Erholungssuchende und das gesamte Ökosystem spüren die Auswirkungen zunehmend.
Trockenheit als Dauerstress für den Wald
Bäume sind auf ausreichend Wasser angewiesen – für das Wachstum, die Photosynthese und ihre natürlichen Abwehrmechanismen. Doch immer häufiger bleiben im Frühjahr und Sommer die dringend benötigten Regenfälle aus. Der Boden trocknet aus, Wasserreserven schwinden, und viele Bäume geraten unter extremen Trockenstress.
Besonders betroffen:
- Flachwurzelnde Baumarten wie die Fichte,
- Alte und vorgeschädigte Bäume,
- Wälder auf sandigen oder steinigen Böden mit geringer Wasserspeicherkapazität.
Eine gefährliche Folge: Astbruch durch Trockenstress
Ein oft unterschätztes, aber zunehmendes Risiko in trockengestressten Wäldern ist das plötzliche Abbrechen von Ästen – auch bei scheinbar gesunden Bäumen.
Der Hintergrund:
- Durch Wassermangel verlieren Bäume an Elastizität und Stabilität.
- Trockenheit schwächt die Holzstruktur, besonders in älteren Kronenteilen.
- Risse, Trockenschäden und innere Faulstellen entstehen unbemerkt.
- Bei Wind oder nach kurzer Regenbelastung können Äste unvermittelt abbrechen.
Dieses Phänomen, auch als "Trockenbruch" bekannt, stellt eine ernsthafte Gefahr für Waldbesucher dar – insbesondere auf Wegen, Rastplätzen oder Parkplätzen unter alten Bäumen.
Die Buche – Gewinnerin bei konsequent naturnahem Waldumbau?
Die Rotbuche (Fagus sylvatica) gilt als eine der ökologisch wertvollsten Baumarten Mitteleuropas. Sie ist heimisch, schattenertragend, konkurrenzstark – und sie bildet bei günstigen Bedingungen von Natur aus dichte, stabile Laubwälder, die viele weitere Arten beherbergen. Lange Zeit galt sie als anfällig für Trockenheit, doch neuere Erkenntnisse zeigen ein differenzierteres Bild.
Ihr Potenzial in naturnahen Wäldern:
In rein wirtschaftlich geprägten Wäldern oder auf degradierten Böden zeigt die Buche tatsächlich Stresssymptome bei Trockenheit:
- vorzeitiger Laubfall,
- Totholz in der Krone,
- verminderter Zuwachs.
Doch in strukturreichen, naturnahen Beständen, mit standortgerechter Entwicklung und wenig Störung, zeigt sich die Buche erstaunlich anpassungsfähig:
- Ihr tief verzweigtes Feinwurzelsystem kann auch bei Trockenheit Wasser aus dem Oberboden nutzen – wenn der Boden nicht verdichtet oder versiegelt ist.
- Durch ihre Schattenverträglichkeit kann sie stabile Waldbilder mit geschlossenem Kronendach bilden, was wiederum den Boden kühlt und das Mikroklima verbessert.
- Reine Buchenwälder bieten hohen Wasserrückhalt, wenig Verdunstung und Schutz vor Hitzespitzen – eine Art Waldkühlschrank im Klimawandel.
Voraussetzung: Natur lassen, statt gestalten
Viele Probleme der Buche sind hausgemacht: flächige Kahlschläge, Monokulturen, extreme Durchforstung und wirtschaftliche Übernutzung schwächen die Resilienz der Bäume. Wenn man stattdessen natürliche Buchenwälder zulässt, mit:
- kontinuierlicher Waldentwicklung,
- natürlicher Verjüngung,
- Artenmischung (z. B. mit Tanne, Eiche oder Ahorn),
kann die Buche langfristig zu den klimastabileren Baumarten in Bayern zählen.
Fazit zur Buche:
Die Rotbuche ist kein pauschales Opfer des Klimawandels, sondern eine Baumart mit großem Zukunftspotenzial – vorausgesetzt, man verlässt die alte forstwirtschaftliche Praxis und setzt auf naturnahe Waldentwicklung. In ihrer natürlichen Form kann sie Mikroklimata stabilisieren, Wasser im System halten und Biodiversität fördern. Damit wird sie nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch zu einem strategischen Baustein im klimaangepassten Waldbau der Zukunft.
In der Aufnahme
- Buche im Trockenstress ...
Stand 13.07.2025
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