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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Amphibien vor dem Zusammenbruch
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Amphibien vor dem Zusammenbruch

18/19.09.2021

Deutschland. Der Niedergang unserer Amphibien setzt sich immer weiter fort und hauptursächlich dafür ist der Lebensraumverlust der Tiere.

Da Amphibien verschiedene Lebensraumtypen über das Jahr hinweg frequentieren, können wir die Arten als natürliche Indikatoren ansehen und Rückschlüsse auf die Qualität der jeweiligen Bereiche, auch im Interesse des Menschen ziehen.
Neben dem Klimawandel die die Tiere vor nahezu unlösbare Herausforderungen stellt, zeigt sich eine zu intensive Landbewirtschaftung, die Ausbringung von Bioziden, schwindende Laichgewässer, ein stetig zunehmender Verkehr und damit auch die Zerschneidung der Lebensräume (Massenwanderung besonders bei der Erdkröte und dem Grasfrosch) uvm. zu den Gründen des Rückgangs. Unsere Amphibienbestände stehen tatsächlich vor dem Zusammenbruch. 

Sollte sich der Rückgang so intensiv fortsetzen wie bisher scheint das von uns Menschen hauptsächlich verursachte Schicksal für die Amphibien besiegelt. Unsere Kinder werden die Rufe der Frösche und Kröten lediglich vom Hörensagen kennen. Die Tiere selbst werden die Buben und Mädchen meist nur noch in Filmen und Büchern wahrnehmen können.

Eine stille Welt in der die nächste Generation hineinwächst … welch erschreckender Gedanke!


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

18/19.09.2021


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Oberjoch/Bayern. Ein weiterer, der Umweltbildung zuzuordnender Projektbaustein, stellt die Installation einer Skulptur dar. Dieser bespiel- und erlebbare Feuersalamander soll gerade die uns nachfolgende Generation an das zunehmende wichtiger werdende Thema: Erhalt der Artenvielfalt" heranführen.

 Um was es bei diesem Projektstep geht?


In der Aufnahme
  • Am 14.09.2021 konnte die Skulptur offiziell freigegeben werden, nachdem diese nahezu mit dem Umfeld verwachsen ist.
Artenschutz in Franken®  
Fliegenpilz - Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)
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Fliegenpilz - Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)

17/18.09.2021

Deutschland. Finger weg von diesem Pilz denn er ist für den Menschen sehr giftig.

Das erkannten auch bereits die Altvorderen als sie den Fliegenpilz in kleine Stückchen zerhackten und für einige Tage in Milch einlegten. Diese Fliegenpilzmilch wurde dann in kleine Schlüsseln umgefüllt und den Stubenfliegen etc. hingestellt, die damals in hoher Dichte in den Wohnungen anzutreffen waren.

Die Fliegen tranken die Fliegenpilzmilch und verendeten ... so die Informationen ...  daher der Name Fliegenpilz.
Doch wir lassen den Fliegenpilz lieber dort stehen wo er von Natur aus wächst und erfreuen uns an seinem schönen Anblick.


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

  •     Fliegenpilz / Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria)
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Sharkproject: Hilferuf der Ozeane
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Presseinformation

Sharkproject: Hilferuf der Ozeane

17/18.09.2021

Die Artenschutzorganisation Sharkproject plädiert beim IUCN Kongress in Marseille erneut für eine ökosystemverträgliche Fischerei, um die Artenvielfalt der Meere zu erhalten. Dahingehend drängt die Organisation auch, endlich Maßnahmen zur Rettung des bedrohten Makohaies im Atlantik und Initiativen zur Eindämmung der weltweiten Ausbeutung bedrohter Haibestände zu setzen. Beim Rettungsplan für die Meere sieht Sharkproject v.a. auch die EU in der Verantwortung.

Ebenfalls wird die Einführung von Fins Naturally Attached als weltweit verpflichtender Standard gefordert, um bedrohte Bestände an Haien und Rochen zu schützen. Sharkproject geht auf dem Kongress aber auch auf das squalenhaltigen Hai-Leberöl ein, dessen Gewinnung auf Kosten unzähliger Tiere geht. Die Organisation schlägt alternative, biotechnologische Lösungen des Lipids für Impfstoffe, Krebstherapie, Nahrungsergänzungsmittel und in der Kosmetikindustrie vor.

Marseille, 04.09.2021 – Bereits seit vier Jahren diskutiert die Internationale Kommission zum Erhalt der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) darüber, wie die Überfischung dieses laut IUCN stark gefährdeten Hochseehaies gestoppt und eine Erholung des überfischten Bestandes im Nordatlantik eingeleitet werden kann. Seit damals steht auch die Empfehlung des Ständigen Ausschuss für Forschung und Statistik (SCRS), dem wissenschaftlichen Gremium der ICCAT, für ein sofortiges Rückhalteverbot im Norden und eine Begrenzung der Gesamtfangmenge (TAC) auf maximal 2001 Tonnen für den Süden. Der Bestand im Norden gilt mit 90%iger Sicherheit als überfischt, dennoch wird die Überfischung fortgesetzt und für den Süden wird ohne Maßnahmen bald eine ähnliche Entwicklung befürchtet.
Artenschutznotstand im Atlantik: EU und USA blockieren weiterhin Maßnahmen zur Bestandserholung des Kurzflossen Mako-Haies (Isurus oxyrinchus) beim ICCAT
Aber laut EU-Delegation stehe es nicht in der Befugnis der Wissenschaftler, sondern sei das Recht der Manager zu entscheiden, welche Maßnahmen umgesetzt werden. Dr. Iris Ziegler, Leiterin „International Cooperations“ bei Sharkproject, dazu: „An den kommerziellen Interessen der EU-Fischerei und der US-Sportfischerei-Lobbyisten scheitern bisher alle Bemühungen für ein nachhaltiges Bestandsmanagement für den Mako-Hai. Das muss sich dringend ändern, denn das Überleben des wichtigsten Raubtiers im Atlantik steht jetzt auf dem Spiel. Wenn der Bestand des Kurzflossen-Mako-Haies im Atlantik zusammenbricht und er so seine Rolle im Ökosystem demnächst nicht mehr erfüllen kann oder sogar komplett ausstirbt, würde das eine schwere Biodiversitätskrise nach sich ziehen. Die Verantwortung dafür müssen dann die EU und die USA übernehmen.“

Die Fangdaten für 2020 zeigen deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen nicht greifen und die Überfischung weitergeht, wobei die Fangmengen von Spanien und Portugal mit 1261 Tonnen im Vergleich zu 2019 sogar noch angestiegen sind. Dabei hat die EU-Flotte offensichtlich kein einziges Tier lebend freigelassen, obwohl die existierende ICCAT Verordnung zum Schutz des Mako-Haies eigentlich die umgehende Freilassung aller lebenden Tiere vorschreibt. „Aber solange man mit toten Tieren Gewinne erzielen kann, sind eben alle Tiere bereits tot, wenn die Leinen eingeholt werden, obwohl wir von Beobachtern wissen, dass dem nicht so ist“, kommentiert Dr. Ziegler die Fangdaten. Auch die von der EU vorgeschlagene Anlandebegrenzung auf 500 Tonnen und zwei Exemplaren pro Fangfahrt zeigt, dass man auf das lukrative Geschäft mit dem Mako-Hai keinesfalls verzichten möchte. Die Einhaltung einer solchen Regelung ist jedoch ebenso wenig überwachbar, wie die Verpflichtung zur Freilassung noch lebender Tiere.
Schutz von Mako-Haien: Wirksamkeit eines Anlandeverbotes belegt


Lediglich ein komplettes Verbot Mako-Haie überhaupt an Bord zu behalten und anzulanden kann effektiv überwacht werden und erhöht somit die Bereitschaft der Fischerei, alle Tiere möglichst schnell wieder freizulassen. Das erhöht auch die Überlebenswahrscheinlichkeit für die Tiere. ICCAT und die Mitgliedsstaaten haben solche Verbote in der Vergangenheit auch bereits für andere Haiarten erfolgreich eingeführt, obwohl deren Überlebensrate nach Freilassung deutlich geringer ist als die des Mako-Haies. Die kanadischen Fangzahlen zeigen zudem deutlich die Wirksamkeit eines Anlandeverbotes (das für die kanadische Flotte bereits seit Anfang 2020 gilt), wie der signifikante Anstieg der Freilassung lebender Tiere im Jahr 2020 gegenüber den Zahlen aus 2019 zeigt.

Seit Jahren schrumpfen die Mako-Haibestände im Atlantik und selbst, wenn jetzt die fischereibedingte Sterblichkeit auf null sinkt, wird der Bestand im Nordatlantik mindestens 50 Jahre brauchen, um sich zu erholen. Dennoch beharren die EU und die USA weiterhin darauf dass für den Mako-Hai eine 50%ige Chance auf Bestandserholung innerhalb dieser 50 Jahre ausreiche, wenngleich die USA anderweitig für Hochseehaie in Anbetracht deren langsamen Fortpflanzung, eine 70%ige Wahrscheinlichkeit für eine Bestandserholung fordern.

Diese dramatische Situation verlangt jetzt ein dringendes Handeln seitens aller Regierungen und Delegationen beim ICCAT. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen fordert Sharkproject ein sofortiges Rückhalte- und Anlandeverbot für Makohaie im Nordatlantik. Außerdem bedarf es weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen und der Umsetzung wirksamer Strategien, um den Beifang an Mako-Haien gezielt zu vermeiden. Des Weiteren ist die Etablierung eines umfangreichen elektronischen Überwachungssystems (EMS) von aller größter Bedeutung, sowie die Erhöhung des Anteils an Beobachtern an Bord auf mindestens 20% aller Fangfahrten. Und auch im Südatlantik muss jetzt endlich gehandelt werden und zumindest die geforderte Fangmengenbegrenzung eingeführt werden. Zudem hält Sharkproject neue Bestandsabschätzungen für Kurzflossen-Mako-Haie im Nord- und Südatlantik bis spätestens 2024 für unerlässlich, um die Auswirkungen der bisherigen Versäumnisse abschätzen zu können. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben sich Sharkproject und IPNLF (International Pole and Line Foundation) nochmals an ICCAT und alle Delegationen mit der Bitte zum Schutz des Mako-Haies die Forderungen zu unterstützen, gewendet.


Forderung: Wandel hin zu einer ökosystemverträglichen, ganzheitlich nachhaltigen Fischerei!


Obwohl der Bericht des Weltbiodiversitätsrates in 2019 (IPBES) auf dramatische Weise veranschaulicht, dass die industrielle Fischerei der letzten 50 Jahre maßgeblich für den Verlust der Artenvielfalt im Meer verantwortlich ist, ist bisher wenig bis nichts passiert. Noch immer darf die industrielle Fischerei weltweit gefördert durch Subventionen, z. B. auch seitens der EU, riesige Mengen an Fisch mit nicht selektiven Fangmethoden fangen und dabei Unmengen an Beifang bedrohter Tierarten sozusagen als "Abfall" produzieren. Deshalb fordert Sharkproject von der EU, aber auch von allen Fischereimanagement-Organisationen weltweit ein sofortiges Umdenken, hin zu selektiven, ökosystemverträglichen Fangmethoden und einem transparenten Fischereimanagement. Dabei dürfen nicht nur die für den menschlichen Verzehr bestimmten Arten im Fokus stehen, sondern dabei ist das gesamte Ökosystem und v.a. der sogenannte „ungewollte“ Beifang zu berücksichtigen.

Zudem ist die Ausweitung von Schutzgebieten auf mindestens 30% der Meeresoberfläche bis 2030 als sogenannte "No Take Zones" essenziell für die Erholung der bedrohten Bestände und Ökosysteme. Bis Ende 2022 umzusetzende Verbesserungen in der Langleinenfischerei und der Ringwadenfischerei mit sog. Lockbojen stellt Sharkproject im Rahmen des IUCN Kongresses in einem Positionspapier zur Reform der industriellen Fischerei vor. Langleinenfischerei wird weltweit für den gezielten Fang von Thunfisch, Schwertfisch und Haien eingesetzt, auch wenn Haie dabei oftmals als ungewollter Beifang deklariert werden, dennoch aber gezielt angelockt und vermarktet werden – auch von der EU-Flotte als einer der Top 10 Haifangnationen der Welt. Lockbojen werden in der Ringwadenfischerei als sogenannte Fischsammler eingesetzt, um die Fangausbeute an Thunfisch zu erhöhen, sie sind aber auch für den massiven Beifang an überwiegend jungen Seidenhaien (Carcharhinus falciformis, IUCN gefährdet) und Hochseeweißspitzenhaien (Carcharhinus longimanus, IUCN vom Aussterben bedroht) verantwortlich.

Reform der industriellen Fischerei muss Artenschutz mitbedenken
Zudem verheddern sich unzählige Haie, Rochen, Meeresschildkröten und Meeressäuger in den Konstruktionen dieser umhertreibenden Flösse und sterben ohne, dass diese Todesraten überhaupt irgendwo erfasst werden. Dies oftmals auch noch nachdem die Fischerei die Lockbojen bereits verloren oder absichtlich aufgegeben hat. Die Konstruktionen treiben dann als „Geisternetze“ durch die Meere und werden teils noch jahrelang vielen Meeresbewohnern zum Verhängnis, bevor sie irgendwann stranden und auch dabei noch Schaden verursachen. Die detaillierten Forderungen zu umgehenden Verbesserungen bis Ende zum Ende des nächsten Jahres für diese beiden Fangmethoden, sowie alle weiteren Forderungen finden sich im Positionspapier von Sharkproject.


Dazu Alexander Smolinsky, Präsident von Sharkproject International: „Die industrielle Fischerei ist verantwortlich für den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt in unseren Meeren. Der Grund dafür ist die steigende Nachfrage nach billigem und noch billigerem Fisch, die Profitmaximierung der Fischereien und die daraus resultierende Effizienzsteigerung beim Fang. Dadurch stiegen aber auch die Menge an Beifang und somit die Anzahl an bedrohten Arten sowie die unwiderrufliche Zerstörung empfindlicher Lebensräume im Meer. Die Ozeane und wir alle zahlen den Tribut dafür, denn gesunde Ozeane sind eine unabdingbare Voraussetzung, wenn wir den Kampf gegen den Klimawandel gewinnen wollen. Daher ist eine sofortige Umstellung auf ein ökosystembasiertes, ganzheitlich nachhaltiges Fischereimanagement erforderlich, das alle Auswirkungen der Fischerei berücksichtigt und dafür Sorge tragen muss, dass sich die überfischten Fischbestände, aber auch die bedrohten Bestände an Haien, Rochen, Meeresschildkröten, Seevögeln und Meeressäugern, die als Beifang von dieser industriellen Massenfischerei betroffen sind, wieder erholen können. Ein Verbot von besonders zerstörerischen Fangmethoden, wie Bodenschleppnetzen oder der Tiefseefischerei, die Umstellung auf selektive Fangmethoden, volle Transparenz bei sämtlichen Fangaktivitäten und weitreichende Verbesserungen beim Fischereimanagement basierend auf dem Vorsichts-Prinzip sind die einzig mögliche Antwort auf diese massive Bedrohung unseres blauen Planeten.“
Schutz von Haien und Rochen: Fins Naturally Attached als weltweit verpflichtender Standard

Obwohl weltweit „Fins Naturally Attached“ (FNA), also die Anlandung aller Haie samt all ihrer Flossen als einzig wirklich wirksame Maßnahme anerkannt ist, um das „Finning“ von Haien (das Abtrennen der Flossen auf See und das Entsorgen der Tierkörper ins Meer als Abfall) zu stoppen, ist diese Maßnahme noch immer nicht überall für die Fischerei verpflichtend, stellt Sharkproject beim IUCN Kongress fest. Selbst dort, wo offiziell das „Finning“ verboten ist. Während einige kleinere Fischereimanagement-Organisationen wie NAFO, GFCM, aber auch viele Nationen wie Großbritannien, Kanada und auch die EU bereits FNA für alle Haie fordern und die alte Regelung (vordefinierte Verhältnisse von Flossen und Tierkörper dürfen sich an Bord befinden) nicht mehr zulassen, hat bisher keine der vier großen Thunfisch-Management-Organisationen – ICCAT (Atlantik), IOTC (Indischer Ozean), IATTC (Ostpazifik) und WCPFC (West- und Zentralpazifik) – eine FNA Regelung eingeführt. Mehrere südostasiatische und pazifische Nationen lehnen eine solche Regelung noch immer als zu aufwendig für ihre Fischereien ab, obwohl dort „Finning“ nachgewiesenermaßen vielfach vorkommt.

Und auch das MSC Siegel für nachhaltigen Fisch hat es bisher versäumt, diesen Weltstandard als Voraussetzung für die Zertifizierung seiner Fischereien einzuführen, obwohl es „Finning“ seit 2012 offiziell verboten hat und wiederholt eine Null-Toleranz-Haltung bekräftigt hat. Aber auch in zertifizierten Fischereien kommt „Finning“ aufgrund der hohen Gewinnmargen und des Fehlens einer einfach überwachbaren Verordnung noch immer vor. „Finning“ ist dabei nicht nur ein besonders grausamer Verstoß gegen das Tierwohlsein, sondern vor allem auch ein Meeresschutz- und Artenschutzproblem. Dadurch ist die tatsächliche Anzahl an gefangenen Haien und die Anzahl gefangener Arten nämlich nicht überprüfbar und somit fehlen entscheidende Informationen für Bestandsabschätzungen und daraus resultierende Schutzmaßnahmen. Zudem erzielen die am stärksten bedrohten Hai- und Rochenarten, wie z. B. die vom Aussterben bedrohten Weißspitzenhochseehaie (Carcharhinus longimanus) und Rhinobatidae-Arten die höchsten Flossenpreise am Markt und sind daher von weiterer Überfischung besonders bedroht. Daher fordert Sharkproject seit Jahren ein ausnahmsloses „Fins Naturally Attached“-Gebot für alle Fischereien und fordert sowohl alle RFMOs als auch das MSC auf, eine ausnahmslose FNA Anforderung einzuführen.

Bürgerinitiative für Ausweitung der FNA Verordnung in der EU
Das MSC könnte diese Forderung jedoch im Rahmen der diesjährigen Standardüberprüfung als Mindestanforderung für die Zertifizierung aller Fischereien einführen. „Zuletzt mussten wir in einer Interessensvertretereingabe im Juni dieses Jahres den vorgelegten Vorschlag aber leider erneut als vollkommend unzureichend ablehnen, weil diejenigen Fischereien die gezielt Haie jagen weiterhin von einer FNA Regelung ausgenommen werden sollen. Das macht aus unserer Sicht absolut keinen Sinn und dieser Meinung waren auch nahezu 70% aller beteiligten Interessensvertreter“, sagt Dr. Ziegler.

Großbritannien hat hingegen erst kürzlich angekündigt, seine FNA Anforderung auch auf den Import und Export von Haiflossen auszuweiten, weil bei einer Überprüfung der Situation im Rahmen eines „Call for Evidence“ des britischen Fischereiministeriums DEFRA, an dem sich auch Sharkproject beteiligt hatte, klar wurde, dass auch in Europa die Überwachung von FNA sowohl auf See als auch bei der Anlandung unzureichend ist und insbesondere bei Fangtätigkeiten außerhalb der EU Gewässer vielfach nicht sichergestellt werden kann. Auch die EU ist deshalb aufgefordert ihre FNA Anforderungen zu überdenken. In einer EU-Bürgerinitiative fordern europaweit Unterstützer ebenfalls eine Ausweitung der FNA Anforderung auf den Handel – zwar sowohl für Haie als auch für Rochen. Um die Bürgerinitiative zu unterstützen, können EU-Bürger noch bis zum 31.01.2022 elektronisch auf der Seite der EU: eci.ec.europa.eu ihre Stimme abgeben. Sharkproject unterstützt diese Initiative in Deutschland und Österreich.

Biotechnologische Squalenherstellung: Alternative zur Ausbeutung bedrohter Haipopulationen?


Bereits heute sterben mindestens 3 Millionen Haie weltweit nur für den Inhalt ihrer Leber, um den begehrten Rohstoff Squalen zu gewinnen. Insbesondere Tiefseehaie wie der Portugiesen-Hai (Centroscymnus coelolepis) oder Blattschuppen-Schlingerhai (Centrophorus squamosus) sind besonders betroffen, da sie bis zu 80% der Substanz in ihrer Leber haben und werden daher weitgehend bereits auf See zur Gewinnung des squalenhaltigen Haileberöls verarbeitet. Beim sogenannten „livering“ wird analog zum „finning“ der Rest des Tieres als Abfall ins Meer zurückgeworfen – unter Verschwendung bedrohter mariner Ressourcen. Insbesondere für Tiefseehaie fehlen verlässliche Bestandszahlen und viele Arten sind noch weitgehend unerforscht, aber allesamt sind sie aufgrund ihrer Anpassung an die besonderen Lebensbedingungen in der Tiefsee besonders empfindlich für Überfischung und daher durch die wachsende Ausbeutung besonders bedroht. Eine bedrohliche Entwicklung angesichts des wachsenden Bedarfs an Squalen als Adjuvans für Pandemieimpfstoffe und Hoffnungsträger in der Krebstherapie.

Eine rein biotechnologische Herstellung von Squalen im industriellen Maßstab zur Sicherung der Versorgung für einen wachsenden Bedarf existiert – noch – nicht, ist aber prinzipiell denkbar, denn Hefen können als biotechnologische „Fabriken“ diese Substanz in hoher Reinheit produzieren. Die Transformation dieser Herstellungsprozesse in Hefen hin zu kostengünstigen, industriellen Herstellverfahren mit hoher Ausbeute hat sich eine Forschungsgruppe um Dr. Regina Leber und Prof. Harald Pichler von ACIB/TU Graz, Österreich, zum Ziel gesetzt und dafür einen Antrag bei der Europäischen Kommission im Rahmen des Horizon-EIC-2021 Programmes zur Förderung dieses interdisziplinären Vorhabens gestellt. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es aktiven Meeresschutz zu betreiben und zugleich die Verfügbarkeit von Squalen auch in der Zukunft zu gewährleisten, denn bereits heute steht fest, dass der steigende Bedarf an Squalen aus Haien langfristig nicht gesichert werden kann. Prof. Harald Pichler sieht daher in der Zusammenarbeit mit Sharkproject „die Chance durch interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit von Experten aus Molekularbiologie, Bioprozesstechnik und Bioinformatik einen zukunftsweisenden Weg zu beschreiten, nämlich dass die Ausbeutung wildlebender Tiere nicht länger für die Deckung eines wachsenden Weltbedarfs an natürlichen Rohstoffen herangezogen werden darf. Wir können und müssen den Bedarf an solchen Substanzen auf biotechnologischem Wege decken ohne Ausbeutung von bedrohten Arten – und hierfür ist Squalen ein perfektes Beispiel.“ Dr. Regina Leber betont, dass „die biotechnologische Herstellung für den Patienten oder Verbraucher sicherer ist, denn biotechnologisch hergestelltes Squalen ist frei von Schwermetallen wie Quecksilber oder anderen Verunreinigungen, wie sie im Haileberöl zu finden sind. Wir hoffen, dass die Europäische Kommission diese Vorteile erkennen und unterstützen wird.“

Über Sharkproject

Sharkproject ist eine im Jahr 2002 gegründete Artenschutzorganisation, die sich für die über 500 Haiarten und das marine Ökosystem einsetzt mit der Vision weltweit intakter Haipopulationen. Sharkproject engagiert sich weltweit für Schutzmaßnahmen, fördert wissenschaftliche Projekte und klärt über die Bedeutung von Haien und den Lebensraum Meer auf.

Alle Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Alle Spendengelder kommen direkt Haischutz-Projekten und der damit verbundenen Bildungs- und Informationsarbeit zugute. Neben der Dachorganisation Sharkproject International existieren derzeit Landesorganisationen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie Botschaften in der Slowakei, Tschechischen Republik und in Angola.

Sharkproject International und auch die Landesorganisationen in Deutschland und Österreich sind Vollmitglieder der International Union for Conservation of Nature (IUCN), dem weltweit größten Netzwerk für Umwelt- und Artenschutz. Des Weiteren arbeitet Sharkproject auf nationaler und internationaler Ebene eng mit vielen anderen Meeresschutzorganisationen zusammen und ist Mitglied beim NGO Tuna Forum, bei Rise Up, One Ocean, Make Stewardship Count und vielen anderen internationalen Koalitionen. Weitere Informationen finden Sie unter www.sharkproject.org und im Pressebereich unter https://www.sharkproject.org/presse/.

Kontakt:

Dr. Iris Ziegler, Head of International Cooperation, Sharkproject International i.ziegler@sharkproject.org, +49 174 3795 190 (What’s App)

Alex Smolinsky, President Sharkproject International, Sharkproject International
a.smolinsky@sharkproject.org, +41 793597534
Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Regina Leber, University of Graz, Institute of Molecular Biosciences
Division of Biophysics,
regina.leber@uni-graz.at +43 316 380 4981

Quelle


Sharkproject Germany e.V.
Ottostraße 13
63150 Heusenstamm
Telefon: +49 6104 670984
E-Mail: germany(at)sharkproject.org


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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- wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Roter Halsbock / Corymbia rubra
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Roter Halsbock / Corymbia rubra

17/18.09.2021

... ist ein Käfer aus der Familie Bockkäfer und Unterfamilie Schmalböcke (Lepturinae).
 
Die Flügeldecken und der Halsschild des Weibchens sind leuchtend rotbraun, der Kopf ist schwarz. Die Fühler sind mittellang und schwach gesägt.Diese Käfer haben eine Körperlänge von 10,0 – 20,0 mm.


In der Aufnahme

  • Roter Halsbock Weibchen

Aufnahme und Autor
Willibald Lang
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Überlebensräume für Zauneidechse & Co.
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Überlebensräume für Zauneidechse & Co.

16/17.09.2021

Bayern. Mit der Neuanlage entsprechender Lebensraumkulissen bemühen wir uns einer möglichst breiten Artenvielfalt die benötigten Strukturen vorzuhalten um in einer zunehmend vom Menschen geprägten und übernutzen Umwelt überdauern zu können.

Viele Tier- und Pflanzenarten leben bereits viele Millionen Jahre auf diesem Planeten. Der Spezies Mensch ist es nun tatsächlich gelungen diesen Lebenformen den Todesstoß zu versetzen indem sie entweder die Arten direkt oder deren Lebensräume eleminiert.
Der uns nachfolgenden Generation hinterlassen wir wenn wir noch wenige Jahre so weitermachen wie bisher einen ausgeräumten und lebensfeindlichen Planeten.

Der Ansatz zum Klimaschutz darf nicht zu Lasten der Biodiversität gehen, denn nur wenn beides stimmt, Klima und Artenvielfalt, können wir davon sprechend das es uns gelungen ist den Planeten Erde für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten.


In der Aufnahme
  • Projekt Zauneidechse & Co. in der Entwicklung
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Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung - Schaephuysen
Bild zum Eintrag (1056299-160)
Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung - Schaephuysen

16/17.09.2021

Nordrhein-Westfalen.Ein innovatives Kooperationsprojekt des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen e.V.  und des Artenschutz in Franken®, das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird.

Viele der von unseren Pflanzpaten ins Gleisbett eingebrachten Nährgehölze sind angewachsen.Selbst das erste trockene Jahr 2020 und den für unsere Breiten relativ harten Winter haben die meisten anscheinend überstanden.
Trotz des kargen Bodens, der Standorte unter den großen Bäumen, dem Konkurrenzkampf mit den Brombeeren und Beikräutern sowie dem einhergehenden Wassermangel, scheinen unsere Bemühungen mit vielen Ehrenamtsstunden zu fruchten.

Für uns schön zu sehen, dass sich in kleinen Nischen die ersten Erfolge für die Artenvielfalt zeigen. Das Tagpfauenauge sieht man bei uns nur noch sehr selten.


Autor und Aufnahme
Michael Sonfeld
Artenschutz in Franken®  
Die Wilden Bienchen vom Schwarzwald
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Die Wilden Bienchen vom Schwarzwald

16/17.09.2021

Baden-Württemberg / Todtnau.
Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Katholischen Kindergarten Sankt Franziskus das von der Stadt Todtnau, der Katholischen Seelsorgeeinheit Oberes Wiesental, der Margarte Müller-Bull Stiftung, der Stiftung "Unsere Erde" und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber

Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.
Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.

Wildbienen – häufig im Bestand gefährdet

Doch viele unserer Wildbienenarten in Deutschland sind zwischenzeitlich akut in ihrem Bestand bedroht. Gerade auch durch eine zunehmend industrielle Landbewirtschaftung mit einem immensen Pestizideinsatz sowie der Zerstörung wichtiger Lebensräume haben wir Menschen zahlreiche Wildbienenarten bereits nahe an den Rand des Aussterbens gebracht. Je intensiver die Bewirtschaftungsformen und je umfangreicher Bewirtschaftungs-flächen werden, desto stärker hängt der Ertrag der Landwirtschaft auch von Wildbienen ab. Je mehr Lebensräume wir mit unserem Handeln in unserem Umfeld beeinträchtigen gefährden wir nicht nur eine faszinierende Insektengruppe. Nein mehr noch, wir setzen mit diesem Tun gar eine der (auch und gerade für den Menschen) wichtigsten Ökosysteme aufs Spiel.


In der Aufnahme
  • Großer "Beliebtheit" zeigt sich die Wildbienenstation in Präg an der sich auch Maskenbienen der Arterhaltung gewidmet haben.
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Natur meets Technology® - Geretsried ... Trägerkonsole montiert
Bild zum Eintrag (1056282-160)
Natur meets Technology® - Geretsried

15/16.09.2021

Geretsried / Bayern.
Artenschutz in Franken®, der Evangelische Kindergarten und und der Förderverein evangelischer Kindergarten e.V. engagieren sich in hoch modernen Form für die Erhaltung der Artenvielfalt und der Vermittlung von lebendigen Umweltbildungseinheiten. Unterstützt werden wir dabei von der Deutschen Postcode Lotterie.

Die Einbindung modernen Technik kann und soll das Interesse der uns nachfolgenden Generation zur Erhaltung der Biodiversität wecken.
Zu was ist das Tool  in der Lage:

  •         Ein Hightech Format ... das Element hat es wortwörtlich in sich ... modernste Technik bringt Liveaufnahmen aus einer Nisthilfenspezialentwickung auf einem Monitor der in der Kita installiert wurde. Damit wird es den Kindern möglich sonst verborgenes Reproduktionsverhalten verschiedener Vogelarten direkt erleben zu können. Hier werden die Kinder direkt an das zunehmend wichtiger werdende Thema Artenschutz herangeführt ...


In der Aufnahme
  • Vor wenigen Tagen wurden die Erdarbeiten durchgeführt und die Trägerkonsole montiert.
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Die Wilden Bienchen von Burgwindheim
Bild zum Eintrag (1056162-160)
Die Wilden Bienchen von Burgwindheim

15/16.09.2021


Bayern. Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, und des Kindergartens St.Jakobus das vom Markt Burgwindheim und von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.
Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.


In der Aufnahme
  • Vor wenigen Tagen fand die Montage der Wildbienenstation statt

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Haie im Abwärtstrend
Haie im Abwärtstrend

15/16.09.2021

Ein Drittel aller Haie und Rochen vom Aussterben bedroht / Überfischung ist Hauptursache


Die Weltnaturschutzunion IUCN veröffentlichte gestern die erste vollständige Rote-Liste-Bewertung von knapp 1200 Arten von Haien, Rochen und Chimären seit 2014. Die Ergebnisse sind alarmierend: Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Arten stiegt von einem Viertel auf ein Drittel.

Überfischung ist der Hauptgrund für den Rückgang der Bestände, aber auch Lebensraumverlust und die Klimakrise sind für die prekäre Situation verantwortlich. Der WWF fordert ein radikales Einlenken im internationalen Fischereimanagement, hin zu wissenschaftsbasierten Fanggrenzen, besseren Kontrollen und Vermeidung von Fängen besonders stark gefährdeter und bereits geschützter Arten.
„Haie und Rochen spielen elementare Rollen im Ökosystem der Meere. Die Gesundheit wichtiger Lebensräume ist direkt von ihnen abhängig. Mit jeder Neubewertung der IUCN wird die Lage dramatischer, sofortige Maßnahmen und weltweite Schutzbemühungen müssen dringend umgesetzt werden“, sagt Heike Zidowitz, Haiexpertin beim WWF Deutschland. „Dazu gehören weltweit ein besseres Management der Fischerei, wissenschaftsbasierte Fanggrenzen und Meeresschutzgebiete ohne menschliche Nutzung. Außerdem muss Beifang dringend vermieden werden – geschützte Arten dürfen nicht im Netz landen!“

Die Bewertung nennt eine Hai- und zwei Rochenarten, die als wahrscheinlich ausgestorben gelten. Damit wären sie weltweit die ersten Fische im Meer, die durch Überfischung ausgerottet wurden. Insgesamt geht es den Rochen noch schlechter als den Haien. 41 Prozent der insgesamt 611 bewerteten Arten von Rochen sind bedroht, bei Haien sind es 36 Prozent von 536 Arten. Chimären, auch Seekatzen genannt, liegen bei 9 Prozent von 52 Arten, galten aber zuvor nicht als gefährdet. Auch geographisch gibt es Unterschiede. Gebiete in den Tropen und Subtropen sind überproportional von Bestandsrückgängen betroffen. Bereits 75 Prozent der tropischen, küstennah lebenden Haie und Rochen sind gefährdet.

„Haie und Rochen leben seit 450 Millionen Jahren auf der Erde. Seit ihrer Entstehung haben sie fünf Massensterben der Erdgeschichte überstanden. Wir müssen verhindern, dass der Mensch durch Überfischung, Lebensraumzerstörung und Klimakrise diese Erfolgsgeschichte abrupt beendet.“


Quelle
WWF
Stand: 07.09.2021


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Strategielos durch das Unterholz
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Strategielos durch das Unterholz

14/15.09.2021

WWF: Waldstrategie des Landwirtschaftsministeriums ist „peinliche Mogelpackung“. / WWF fordert „Zukunftskommission Wald"

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner legt am Mittwoch in Berlin ihre sogenannte „Waldstrategie 2050“ vor. Dr. Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland kommentiert:


„Die sogenannte Waldstrategie 2050 ist schlichtweg eine peinliche Mogelpackung, die eher einem inhaltleeren Wahlwerbespot gleicht als einer echten, substanziellen Strategie. Das Papier wurde nicht einmal mit dem Umweltministerium und den anderen Ressorts abgestimmt. Vertreter der Zivilgesellschaft waren auch außenvor.
Wald- und Forstgebiete machen etwa ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands aus. Wald ist ein Querschnittsthema als Wirtschaftsfaktor, Naturschutzfläche, Kohlenstoffspeicher für Klimaschutz und zur Gegenrechnung der Emissionen der Landwirtschaft. Es ist daher vollkommen unpassend angesichts dieser Zukunftsfragen, dass ein einzelnes Ministerium ohne Beteiligung der anderen Ressorts eine sogenannte Waldstrategie veröffentlicht. Außerdem fand keine ordentliche Beteiligung der Zivilgesellschaft statt. Ministerin Klöckner und das Ministerium verspielen leichtfertig politische Glaubwürdigkeit und schaden mit ihrer eindimensionalen, selektiven Ressortpolitik allen, die mit dem Wald zukunftsfähig arbeiten wollen.

Deutschland braucht, nach dem Vorbild der „Zukunftskommission Landwirtschaft“, eine „Zukunftskommission Wald“. Die nächste Bundesregierung sollte diese einsetzen, mit dem Ziel, zukunftsfähige Konzepte und eine passende politische Rahmengestaltung für den Erhalt unserer Umwelt, ihrer nachhaltigen Nutzung und Wirtschaft und den Klimaschutz zu schaffen. Alles andere ist nicht zielführend.“

Quelle
WWF
Stand: 07.09.2021

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker

  • Gerandete Jagdspinne mit Ei - Kokon

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Dunkelziffer Plastik
Dunkelziffer Plastik

14/15.09.2021

  • WWF-Bericht: Wahre Kosten von Plastik mindestens zehnmal höher als der Marktpreis / Gesellschaft bezahlt für Plastikverschmutzung

Die Herstellung, der Verbrauch und die Entsorgung von Kunststoffen haben erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Umwelt und die Wirtschaft. Diese Effekte werden jedoch nicht im Marktpreis von Kunststoffen berücksichtigt. Laut eines neuen Berichts von WWF und der Beratungsfirma Dalberg müssen Regierungen und die Gesellschaft für jeden Dollar, den die Hersteller in die Plastikproduktion investieren, mindestens zehnmal so viel bezahlen, um die negativen Auswirkungen zu beheben.

Die Lebenszeitkosten von Plastik, das 2019 produziert wurde, schätzt der Bericht auf 3,7 Billionen US-Dollar, das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt von Indien. Der allergrößte Teil der Kosten wird durch Schäden an Ökosystemen im Meer verursacht.
"Erstmals gibt es eine so klare Bewertung der nicht bezifferten langfristigen Kosten, die die Gesellschaft durch die Plastikverschmutzung zu tragen hat. So wird auch deutlich, dass in etlichen Ländern, zum Beispiel in Südostasien, die Kosten für Abfallentsorgung von der Allgemeinheit getragen werden, nicht von den Herstellern. Um dieses Ungleichgewicht zu beenden, brauchen wir in diesen Ländern dringend einen gesetzlichen Rahmen für eine erweiterte Produzentenverantwortung“, fordert Bernhard Bauske, Experte für Plastikmüll beim WWF Deutschland. Was es noch dramatischer macht: Die jetzt bekannten Zahlen sind voraussichtlich nur die Spitze des Eisbergs. „Die Kosten der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie auf die Ökosysteme an Land konnten bislang noch nicht oder nur schwer quantifiziert werden und könnten die Zahlen in Zukunft noch weiter in die Höhe treiben.“

Bei einem "Business-as-usual"-Szenario wird sich die Plastikproduktion bis 2040 verdoppeln und die ins Meer gelangende Plastikverschmutzung verdreifachen. Dadurch würden sich auch die Kosten für das im Jahr 2040 produzierte Plastik auf 7,1 Billionen US-Dollar verdoppeln, was 85 Prozent der weltweiten Gesundheitsausgaben im Jahr 2018 entspricht und größer ist als das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland, Kanada und Australien im Jahr 2019 zusammen. Die Treibhausgasemissionen aus dem Lebenszyklus von Plastik werden bis zu 20 Prozent des gesamten globalen Kohlenstoffhaushalts ausmachen und die Klimakrise beschleunigen.

Der Bericht attestiert Staaten weltweit unzusammenhängende Regulierungsansätze, falsche Anreize sowie den Mangel an koordinierten technischen Ressourcen, finanzieller Unterstützung und konsistenten Daten über den Eintrag von Plastik in die Umwelt. „Der derzeitige Ansatz zur Bewältigung der Plastikkrise versagt. Die Politik versäumt es, die tatsächlichen Kosten von Plastik zu verstehen und die Verursacher zur Kasse zu bitten. Wie so oft werden hier wieder einmal externe Umweltkosten anderen aufgebürdet, die nicht ursächlich für die Schäden an der Umwelt verantwortlich sind. Plastik im Meer ist größtenteils nicht rückholbar. Das wird uns in Zukunft sehr viel Geld kosten, wenn der Eintrag von Plastikmüll in die Umwelt jetzt nicht endlich gestoppt wird“, so Bernhard Bauske.

Um die Plastikflut auf einer systemischen Ebene anzugehen, fordert der WWF die Regierungen auf, auf der UN-Umweltversammlung im Februar 2022 mit den Verhandlungen über ein rechtsverbindliches globales Abkommen gegen die Plastikverschmutzung der Meere zu beginnen. Auf der ersten globalen Ministerkonferenz zu Meeresmüll und Plastikverschmutzung letzte Woche (1.–2. September) sprachen sich die Mehrheit der Länder nachdrücklich dafür aus, die Vertragsverhandlungen voranzutreiben.

„Die weltweite Plastikflut zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung, das Engagement, sie zu bekämpfen, hat allerdings ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Wir brauchen ein UN-Abkommen gegen die Plastikverschmutzung, das Regierungen auf klare Ziele für die Reduzierung, Sammlung, das Recycling und nachhaltige Alternativen einschwört, um das Eindringen von Plastik in die Meere bis 2030 zu stoppen.“

 

Zum Hintergrund:
Der WWF-Bericht legt zugrunde, dass Plastik sehr langlebig ist und in der Umwelt verbleibt. Die Schäden, die es verursacht, entstehen also immer wieder neu. Der Bericht berücksichtigt gleichzeitig eine abnehmende ökonomische Wirksamkeit der Plastikverschmutzung.

Zu den Kosten, die den Regierungen und der Gesellschaft durch Plastik entstehen, gehören:

  •     Marktkosten von Plastik: Die Marktkosten des 2019 produzierten Plastiks betrugen ~ 370 Milliarden US-Dollar.
  •     Kosten der Abfallwirtschaft: Die Bewirtschaftung von Kunststoffabfällen kostet mehr als 32 Milliarden US-Dollar, um die riesigen Mengen an Kunststoffabfällen, die jedes Jahr anfallen, zu sammeln, zu sortieren, zu entsorgen und zu recyceln.
  •     Kosten für Ökosystemleistungen: Das im Jahr 2019 produzierte Plastik, das zu einer Plastikverschmutzung der Meere wird, verursacht während seiner Lebensdauer im Meer Kosten in Höhe von mindestens 3,1 Billionen US-Dollar (+/- 1 Billion), was etwa 60 % der globalen Bildungsausgaben im Jahr 2019 entspricht.


Quelle
WWF
Stand: 06.09.2021


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Kleiner Bürstenspinner
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Kleiner Bürstenspinner

14/15.09.2021

Bayern.
Im Juli bis Ende Oktober finden wir den Kleinen Bürstenspinner, der im Volksmund auch Schlehen-Bürstenspinner genannt wird in seiner fliegenden Variante, sprich als Falter vor.Diese Art erreicht eine Flügelspannweite von bis 4 Zentimter.

Interessant scheint das Verhaltensmuster des Weibchens, das aus dem Puppenkörper entschlüpft ihr kurzes Leben vollständig an diesem Standort verbringt.
Das Männchen findet die Partnerin anhand von Duftstoffen meist innerhalb kurzer Zeit und begattet dieses. Kurze Zeit nach der erfolgreichen Paarung stellt das Weibchen die Produktion der Duftstoffe ein, denn der Zweck ist erfüllt. Nun kommt ein interessanter Prozess zum tragen, der das Weibchen anhält einen Eierteppich auf die Hinterlassenschaften der leeren Hülle der Puppe zu legen, das noch vor kurzer Zeit ihr Entwicklungsraum war.

Der Lebensraum des Kleinen Bürstenspinners, der trotz der Möglichkeit bei hohem Auftreten als „Schädling“ zu fungieren unter Bundesartenschutz steht, sind Mischwaldareale und Streuobstwiesen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker
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Naturnahe Fahrspuren im Steigerforst
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Ein Blick "zwischen die Bäume" lohnt sich ...

13/14.09.2021

Nördlicher/Oberer Steigerforst – Bayern.
Nun mit dem Einsetzen des Frühherbstes verändert der "naturnah bewirtschaftete" Forst erneut sein Gesicht. Dem oder Der, welche/r oberflächlich durch die Forste des Oberen und Nördlichen Steigerforstes schreiten mag dieser Anblick erfreuen und faszinieren. Und zugegeben der erste Eindruck ist schon recht beeindruckend, doch uns erfreuen diese Anblicke schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Denn wir blicken wortwörtlich hinter die Blätter direkt in den Forst hinein und das ganzjährig.

Was wir hier erkennen macht uns mehr als nachdenklich, es schockiert uns!

Denn der Wald ist an vielen Standorten nur noch ein Schatten seiner selbst. Was ist nur aus den vormals so wunderschönen, mit zahlreichen Althölzern bestandenen Flächen in den vergangenen Jahren geworden. Der Wald ist in unseren Augen zu einem monotonen und immer gleichförmiger werden Forst geworden, einem Wald "von der Stange".Da nützt es in unseren Augen auch wenig, wenn dazwischen einige bunt bemalte Bäume stehen die einen erst darauf hinweisen wie vielfältig dieser Wald einmal gewesen ist. Große Lücken sind in die Baumkronen gerissen und gleisendes Licht trifft auf den Forstboden.
Vormals kühl und leicht feucht, auch im Hochsommer heizt sich der Forst der immer offener wird immer mehr auf.

Das Mikroklima hat sich vielfach grundlegend verändert - mit ihm auch die Ökofauna die hier anzutreffen ist. Tiere und Pflanzen die in der Waldmitte vormals kaum zu erkennen waren sind urplötzlich auch hier präsent und das ist in unseren Augen nicht gerade zielführend.

Der Steigerwald verliert nicht nur seine Altbäume - er verliert seine Seele und davon sind wir sehr berührt... er wird zum Steigerforst.

Begeisterungsstürme rufen Waldspaziergänge in einer zunehmend einförmiger werdenden Steigerwaldkulisse bei uns nicht mehr hervor. Der Revier- und Balzgesang der Waldvögel der vormals inmitten der markanten Waldkulisse mit ihren Altbuchen ist in unseren Ohren zu einem Trauerlied geworden das den Niedergang dieses Waldes zu beklagen scheint.Artenschutz in Franken® bedauert diese Entwicklung von ganzem Herzen und die (Wald)- Seele scheint einem aus dem Körper gerissen, wenn wir dokumentieren müssen das keinerlei Umdenken im aktuellen Wirken erkennbar wird. Im Gegenteil man scheint tatsächlich davon überzeugt mit dem was hier geschieht den richtigen Weg zu beschreiten.

In unseren Augen verläuft dieser Weg jedoch  in einer Sackgasse.

Umso wichtiger ist es nun den richtigen Weg zu beschreiten und große Teile dieses Forstes aus der Bewirtschaftung herauszuführen um ihm eine effektive Chance zu eröffnen zu dem zu werden für was ihn die Natur machen würde ... zu einem Wald der den Namen Wald verdient!

In der Aufnahme vom September 2021
  • "Naturnahe Schneisen werden in den Wald gerissen" ... für uns nur noch ein weiteres Zeichen dafür das hier Natur kaum mehr einen Stellenwert besitzt. Diese Form der Waldbewirtschaftung lehnen wir ohne wenn und aber ab. Höchste Zeit das Teile dieser Steigerforstflächen endlich aus der Nutzung herausgeführt werden um der uns nachfolgenden Generationen noch die Möglichkeit zu eröffnen selbst erleben zu können was Wald bedeutet und nicht Erzählungen lauschen zu müssen was Wald tatsächlich einmal war.
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Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria)
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Russischer Bär / Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria)

13/14.09.2021

Bayern
. Dieser den Bärenspinnern zuzuordnende, auch als vagabundierender Wanderfalter betitelte Nachtfalter zeigt sich auch tagsüber aktiv. Mit bis zu 6 Zentimetern an Flügelspannweite fällt dieser bei geöffneten Flügeln aufgrund der markanten Zeichnung sofort ins Auge. Weit besser getarnt ist er bei geschlossener Flügeldecke. Die auffällige Färbung stellt ein Warnsignal an potenzielle Feinde dar und soll Ungenießbarkeit oder sogar Giftigkeit signalisieren.

Die Raupen der Spanischen Flagge erreichen etwa 5 Zentimeter an Körperlänge und zeigen sich in bevorzugt schwarzgrauer Farbe mit auffällig gelber Rückenlinie und weißen Flecken auf den Körperseiten. Darüber hinaus finden sich am Raupenkörper rötlich-braune Warzen mit vornehmlich kurzen, hellen Borsten.
Die Lebensräume der Spanischen Flagge finden sich in gerne in schattigen, feuchten und hochstaudenreichen Bereichen ebenso wie in Innensäumen / Waldwegsäumen von Laubmischwäldern, als auch in blütenreichen Hausgärten.

Spanische Flaggen leben also dort wo sich gerne auf begrenztem Bereich vielfältige Lebensraumstrukturen abwechseln und ein vielfältiges Lebensraummosaik abbilden.

Mit seinem Saugrüssel ist der Falter in der Lage Nektar von Pflanzenblüten aufzunehmen und hier finden wir ihn sehr gerne am Wasserdorst. Hier legt er unter anderem auch seine Eier ab aus der sich meist im September seine nachtaktiven Raupen herauswagen.

Die Raupen ernähren sich unter anderem von Huflattich, Brennnessel, Natternkopf oder auch dem Kleinen Wiesenknopf oder auch der Sal-Weide. Die Überwinterung der Raupen findet vornehmlich dann in der bodennahen Vegetation statt.
Es ist daher sehr wichtig die Pflanzen nicht zu entfernen oder gar den „Boden zu schlegeln“ wie man es gerade häufig in Wäldern bei „Pflegeeingriffen“ erkennen kann. Denn damit töten wir auch den Nachwuchs dieser Falterart. Der fertige Falter als solcher schlüpft dann meist im Juni / Juli des darauffolgenden Jahres, je nach Region. 


In der Aufnahme von Ute Kaiser

  • Gerne auf Trockenrasenflächen finden wir den farbschönen Russischen Bär. Er erreicht eine Flügelspannweite von über 5 Zentimeter.Hauptflugzeit Juli bis September. Die Verbreitungsdichte bei uns ist recht gering, wobei immer wieder so genannte „Bärenjahre“ auftreten, in welchen der Russische Bär in höherer Anzahl vorzufinden ist.
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Der Herbstzug der Mehlschwalben
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Der Herbstzug der Mehlschwalben

13/14.09.2021

Franken. Meist Anfang September treten Mehlschwalben den Flug in ihre Überwinterungsquartiere an. In einem ersten Schritt sammeln sich die Vögel bis gegen Ende September in Süddeutschland in mehr oder minder großen Schwärmen um dann ab Ende September / Mitte Oktober ihre lange und gefährliche Reise nach Afrika anzutreten.
Viele Tiere kommen bei diesem Zug ums Leben, nicht wenige hat der Mensch auf dem Gewissen. Rauchschwalben verbleiben noch etwas länger bei uns uns sind mit einem leichten Zeitversatz von 2 - 3 Wochen etwas später mit der Reise dran. Doch auch diese Vögel sind auf dieser Reise jede Menge Gefahren ausgesetzt, wobei jedoch auch hier die größte Gefahr von uns Menschen ausgeht.


In der Aufnahme
Sich sammelnde Mehlschwalben Anfang September 2021
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Der Tod lauert auf den Forststraßen ...
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Der Tod lauert auf den Forststraßen ...

12/13.09.2021

Bayern / Steigerforst.
Die Blindschleiche ist weder eine Schlange noch ist das Tier blind. Dennoch gilt es einen ganz besonderen Blick auf diese beinlose Echse zu werfen. Treffen wir die Verwandten der Blindschleiche, die Eidechsen, meist häufiger an, so verbirgt sich die Blindschleiche die meiste Zeit vor uns.

Und wenn wir auf das Tier treffen dann ist es häufig tot.

Sie liegen dann überfahren und zerfetzt auf unseren Straßen und den als naturnah bewirtschafteten, bezeichneten „Forstautobahnen“. Darüber hinaus verenden unzählige der Tiere, in der immer intensiver werdenden Landwirtschaft, wo sie Opfer der Kreiselmähwerke werden.
In dem einen oder anderen Bundesland wird die Blindschleiche bereits als Art der Vorwarnliste, als gefährdet oder gar als stark gefährde Art geführt und doch kann man sich dem Eindruck nicht verwehren, dass das Sterben dieser Tiere einfach weitergeht.

Gerade wir in Deutschland haben gegenüber auch dieser Art eine Verantwortung zur Erhaltung dieser Art. Wann nur nehmen wir diese endlich wahr?



In der Aufnahme
Wir dokumentieren ganz bewusst das Sterben und die der Artenvielfalt auf den "Forst- Autobahnen" im Steigerwald ... diese Gefährdung wird kaum wahrgenommen, doch mit jedem Tier verlieren wir auch einen wichtigen Teil des Ökosystems. Wir haben uns ja vor einigen Tagen dazu entschlossen dem Steigerwald den Titel Wald zu entziehen da wir unter einem Wald, noch dazu wenn dessen Naturnähe immer wieder offensiv vorgestellt wird, ganz etwas anderes verstehen als das was wir hier seit geraumer Zeit erkennen. Wir haben diesen Flächen nun den Titel Forst zugeordnet, denn nach unserer Auffassung sind diese Flächen nicht mehr und nicht weniger als ganz normale Wirtschaftsforste. Erst wenn wir zur Überzeugung gelangt sind das diese Flächen das Prädikat wieder verdienen werden wir das Wort Wald hier wieder in den Mund nehmen.
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Moorschutz ist Klimaschutz!
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Flasbarth und Backhaus:  Moorschutz ist Klimaschutz!

12/13.09.2021

Anlässlich des jährlich stattfindenden Feldtages „Paludikultur“, veranstaltet durch das Greifswalder Moor Centrum und der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV, haben sich Dr. Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, und Dr. Arif Havas Oegroseno, Botschafter Indonesiens in Deutschland, über die hiesige Moorforschung auf einer 10 Hektar große Versuchsfläche bei Neukalen (LK Mecklenburgische-Seenplatte) informiert.
Flasbarth hat zudem einen Förderbescheid in Höhe von 12,6 Millionen Euro für ein Moorschutz-Pilotvorhaben übergeben. Die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und die Universität Greifwald wollen in diesem Verbundvorhaben zwei bisher entwässerte Moorflächen, den Poldern Bargischow Süd bei Anklam und Sandhagen bei Friedland, wiedervernässen und Paludikulturen (Anbau von Sumpfpflanzen wie Rohrkolben oder Schilf) als eine klimaverträgliche landwirtschaftliche Nutzung etablieren und erproben. Ziel ist es, weiterführende Erkenntnisse aus der großflächigen Umsetzung zu gewinnen und für die landwirtschaftliche Praxis nutzbar zu machen. Im Fokus steht insbesondere die Entwicklung tragfähiger Konzepte, wie sich Klimaschutz mit einer ökonomisch sinnvollen und nachhaltigen Bewirtschaftung von Moorböden verbinden lässt.

„Ein wirkungsvoller Schutz der Moorböden ist ein wichtiger Beitrag zu ambitioniertem Klimaschutz. Dabei wissen wir sehr wohl, dass mit der dafür erforderlichen Umstellung der Bewirtschaftung große Herausforder­ungen für die landwirtschaftlichen Betriebe verbunden sind. Wir setzen daher auf Freiwilligkeit, Dialog und eine möglichst zielgenaue Unterstützung der betroffenen Betriebe,“ sagte Backhaus.

Er begrüßte den Vorstoß des Bundesumweltministeriums Moore in Deutschland besser schützen und wiederherstellen zu wollen. Eine nationale Strategie hatte Umweltstaatssekretär Flasbarth diese Woche in Berlin vorgestellt. Flasbarth betonte, dass aktuell 90 Prozent der bundesweiten Moorflächen degradiert und entwässert seien. Laut Moorkundler Prof. Dr. Dr. hc. Hans Joosten, der bis vor kurzem an der Universität Greifswald forschte und im Oktober dieses Jahres den Deutschen Umweltpreis erhält, sind die Treibhaugas-Emissionen aus diesen Flächen für sechs bis sieben Prozent der gesamten deutschen Emissionen verantwortlich, mehr als der gesamte in Deutschland startende Flugverkehr.  Für eine nachhaltige Bewirtschaftung dieser Flächen stünden laut Flasbarth deshalb im Bundeshaushalt neben anderen Förderpro­grammen nun 100 Millionen Euro zur Verfügung, so Flasbarth.

„Ich bin dankbar, dass Herr Flasbarth bei der Umsetzung der Moorstrategie auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Ländern setzt und wiederholt nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen ist, um sich von den Fortschritten in der Moorforschung zu überzeugen und konkrete Projekte voranzu­bringen“, erklärte Backhaus.

Der Kontakt zu Indonesien geht auf die Forschungsreisen von Prof. Joosten zurück. Indonesien ist eines der moorreichsten Länder der Erde und weist die weltweit höchsten moorbedingten Emissionen aus.  Es gibt zwischen dem Greifswald Moor Centrum und Indonesien seit 2018 regelmäßige Kontakte. Paludikulturen sind in Indonesien ein zentrales Thema, weswegen die Menschen an Erfahrungen aus anderen Ländern interessiert sind.

In Mecklenburg-Vorpommern sind Moorböden die größte Treibhausgasquelle, obwohl sie nur 13 Prozent der Landesfläche einnehmen. Sie emittieren ca. 6 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. „Das ist rund ein Drittel der Gesamtemission des Landes und mehr als das Dreifache der Menge, die wir aktuell durch die Windkraft an Land und auf dem Wasser derzeit einsparen. Wir müssten also die derzeitige Windkraftnutzung verdreifachen, wollten wir nur die Emissionen aus den Mooren damit kompensieren“, betonte Backhaus. Weil das Land frühzeitig erkannt hat, wie wichtig die Renaturierung von Mooren ist, um die Klimaziele zu erreichen, wurden bereits 33.000 ha Moore in MV wiedervernässt.


Quelle
Mecklenburg-Vorpommern
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Nr.251/2021  | 03.09.2021  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Bisamratte

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Bundesumweltministerium fördert Klimaschutzmanagement
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Bundesumweltministerium fördert Klimaschutzmanagement in drei niederbayerischen Kommunen mit 460.000 Euro

12/13.09.2021

Florian Pronold überreicht Förderschecks an die Stadt Waldkirchen sowie an die Gemeinden Lalling und Schaufling


Die Stadt Waldkirchen sowie die Gemeinden Lalling und Schaufling im Landkreis Deggendorf führen ein professionelles Klimaschutzmanagement ein und werden integrierte Klimaschutzkonzepte erstellen. Diese kommunalen Konzepte geben kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen an.

Dabei unterstützt sie das Bundesumweltministerium (BMU) mit einer Förderung aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Heute überreicht der Parlamentarische Staatssekretär im BMU, Florian Pronold, Förderschecks in Höhe von insgesamt 460.000 Euro an den 1. Bürgermeister der Gemeinde Lalling, Michael Reitberger, an den Gemeinschaftsvorsitzenden und 1. Bürgermeister der Gemeinde Schaufling, Robert Bauer, sowie an Waldkirchens Bürgermeister Heinz Pollak.
Florian Pronold: „Engagierter Klimaschutz beginnt vor Ort, in Städten und Gemeinden. Daher unterstützen wir sie im Bundesumweltministerium seit mehr als zehn Jahren mit unserer Nationalen Klimaschutzinitiative. Ich freue mich sehr, dass Waldkirchen, Lalling und Schaufling unsere Förderung nutzen, um ein Klimaschutzmanagement umzusetzen. Damit tragen sie auf lokaler Ebene zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele bei.“

Pronold übergibt heute die Förderschecks zum Start der Projekte „Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes und Klimaschutzmanagement in der Gemeinde Lalling - Erstvorhaben“ (140.758 Euro) und „Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement in der Gemeinde Schaufling“ (118.463 Euro) sowie für das „Erstvorhaben Integriertes Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement in der Stadt Waldkirchen“ (199.840

Euro). Im Rahmen dieser Vorhaben wird unter Einbeziehung aller relevanten Akteure eine Energie- und Treibhausgasbilanz, eine Potenzialanalyse, Minderungsziele, ein Maßnahmenkatalog und eine Empfehlung für ein geeignetes Instrument zum Controlling und Management entwickelt. Die integrierten Klimaschutzkonzepte führen mit kurz-, mittel- und langfristigen Zielen und Maßnahmen zur Verminderung von Treibhausgasemissionen.

Seit 2008 fördert und initiiert das Bundesumweltministerium unter dem Dach der NKI in ganz Deutschland Klimaschutzprojekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Im Zeitraum 2008 bis 2020 wurden bereits etwa 35.500 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 1,23 Milliarden Euro durchgeführt. Kommunen profitieren ebenso wie Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen.

Die Erstellung und Umsetzung von Klimaschutzkonzepten durch ein Klimaschutzmanagement wird ebenso über die Kommunalrichtlinie wie eine Vielzahl anderer strategischer und investiver Maßnahmen im Rahmen der NKI gefördert. Im Zuge des Corona-Konjunkturprogramms sind die Förderbedingungen erheblich verbessert worden, indem Förderquoten erhöht, Eigenanteile gesenkt und die Förderbedingungen für finanzschwache Kommunen optimiert wurden. Die verbesserten Förderbedingungen gelten noch bis Ende dieses Jahres. Anträge für die Kommunalrichtlinie können ganzjährig gestellt werden.

Auskunft und telefonische Beratung zu den Förderprogrammen der NKI: Fragen zur Antragstellung nimmt der Projektträger Jülich (PtJ) per Telefon unter 030 20199 577 oder per E-Mail an: ptj-ksi@fz-juelich.de entgegen. Bei Fragen rund um die Förderung bietet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des BMU kostenlose Beratung an, telefonisch unter 030 39001-170 oder per E-Mail an: skkk@klimaschutz.de.


Quelle
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Stresemannstraße 128 - 130
10117 Berlin
03.09.2021


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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Gemeine Furchenbiene

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Vorbildliches Engagement für eine dauerhafte Aufwertung von Natur ...
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Spiegel: „Vorbildliches Engagement für eine dauerhafte Aufwertung von Natur und Landschaft“

11/12.09.2021

Klimaschutz- und Umweltministerin Anne Spiegel überreicht Bewilligungsbescheide über mehr als 250.000 Euro für Naturschutzprojekte im Landkreis Bad Kreuznach.

„Mit der Umsetzung der beiden neuen Naturschutzprojekte im Soonwald werden in den kommenden Jahren wertvolle Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt entwickelt sowie die Vernetzung bestehender Biotope weiter verbessert. Gleichzeitig wird der umliegende Wald von dem damit einhergehenden Wasserrückhalt dauerhaft profitieren“, sagte Staatsministerin Anne Spiegel heute in Bad Kreuznach.

Dort übergab sie als Vorsitzende der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz an Landrätin Bettina Dickes zwei Bewilligungsbescheide über rund 254.000 Euro für Maßnahmen im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Zur Verfügung gestellt hat die Gelder die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Ersatzzahlungen.
Mit rund 211.000 Euro wird die Anlage von drei Kleingewässern im Lützelsoon im Bereich des Forstamtes Bad Sobernheim unterstützt. Vorrangiges Ziel ist es, den Lebensraum und die Lebensbedingungen der dort heimischen Amphibien, Reptilien, Libellen und Insekten weiter zu optimieren. Die Standorte der drei Kleingewässer wurden dabei so ausgewählt, dass eine Vernetzung mit bereits bestehenden Still- und Fließgewässern möglich wird. Auch soll mit dem Projekt ein verbesserter Wasserrückhalt und damit eine positive Entwicklung der umliegenden Feucht- und Nasswälder erreicht werden.

Weitere rund 43.000 Euro sind für die Freistellung eines Quellbachs im Gemeindewald südlich des Hungerbergs bei Simmertal vorgesehen. Neben der Entnahme teils geschädigter Fichten und Douglasien sind naturschutzfachliche Aufwertungsmaßnahmen im Uferbereich und Gewässer, wie zum Beispiel Uferabflachungen zur Schaffung kleinerer Auenbereiche und der Freilegung des Gewässerzulaufs, geplant. Im weiteren Projektverlauf ist vorgesehen, die Entwicklung der zu erwartenden standorttypischen Naturverjüngung durch Pflegemaßnahmen gezielt zu fördern und langfristig zu etablieren.

In der Aufnahme

Klimaschutzministerin Anne Spiegel übergibt Bewilligungsbescheid in Bad Kreuznach;
© Kreisverwaltung Bad Kreuznach

Quelle
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz

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Der Rückgang der Biodiversität setzt sich fort ...
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Der Rückgang der Biodiversiät setzt sich fort ...

31.08/01.09.2021

Bayern. Trotz aller geschwungenen Reden gehen die Bestände zahlreicher Insektenarten weiter kontinuierlich zurück.

Welche Zeit wurde bereits vergeudet und zerredet. Herausgekommen scheint bislang nur sehr wenig zu sein. Zumindest an den Populationsdichten zahlreicher Insektenartenarten und deren Begleitarten sind keine positiven Ergebnisse festzumachen.
Wir machen jedoch die Ergebnisse daran fest wie effektiv sich eine vielfach großmundige Ankündigung im Ergebnis zeigt und bewerten diese entsprechend.

Wenn es nicht mehr möglich ist effektiven Insektenschutz in unserem Land umzusetzen, dann sollte das System hinterfragt werden welches für den Niedergang unserer Biodiversität verantwortlich ist.



Unsere Kinder und Enkelkinder werden uns eines Tages die gleiche Frage stellen und fragen: Wer und weshalb konnte der Niedergang der Artenvielfalt denn von "euch" nicht  gestoppt werden? Ihr hatte damals noch die Möglichkeiten und hattet diese nicht genutzt ... und damit haben sie nicht Unrecht.

Die aktuelle Generation hat es noch in der Hand die entsprechenden Wege zu beschreiten. Wenn wir es nicht schaffen dann wird es kaum mehr einen Schritt zurück geben, denn die Arten die wir damals noch erhalten konnten sind einfach nicht mehr da. Es gilt endlich unser Handeln viel intensiver zu hinterfragen denn der Weg den wir derzeit gehen wird in einer Sackgasse münden.

In der Aufnahme von Bernhand Schmalisch
  • Kleine Keilfleckschwebfliege / Kleine Bienenschwebfliege (Eristalis arbustorum)
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Hilfe für eine Perle heimischer Flüsse und Bäche
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Hilfe für eine Perle heimischer Flüsse und Bäche

31.08/01.09.2021

  •     Neues Projekt zum Schutz der Flussperlmuschel
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Berlin/Bonn, 25. August 2021: Wo sie lebt, sind die Gewässer sauber und intakt: Die Flussperlmuschel stellt hohe Ansprüche an ihren Lebensraum und ist in Deutschland selten geworden. Ihre Bestände sind seit Jahrzehnten so stark rückläufig, dass sie heute vom Aussterben bedroht ist.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert deshalb das Projekt „MARA – Margaritifera Restoration Alliance“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit rund 5,83 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU).
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Der Klimawandel wirkt sich auf Tiere, Pflanzen und deren Lebensräume aus. Werden die Gewässer im Sommer wärmer oder trocknen aus, ist das fatal für die Flussperlmuschel, aber auch für viele andere Organismen. Denn wenn einzelne Arten aus einem Lebensraum verschwinden, gerät dieser möglicherweise aus dem Gleichgewicht. Mit dem Projekt MARA wollen wir die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel so weit unterstützen, dass die Populationen im Freiland eine ausreichende Größe und Verjüngung erreichen, um sich natürlich fortzupflanzen und selbsterhaltende Bestände zu bilden.“

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Deutschland trägt für die Flussperlmuschel eine besondere Verantwortung, da die Art einen Verbreitungsschwerpunkt bei uns hat. Die seltene Muschel ist ein guter Anzeiger für sauberes Wasser und wirkt durch die vielfältigen Wechselwirkungen mit anderen Arten und am Gewässer angrenzenden Lebensräumen als sogenannte Schirmart. Das heißt, zahlreiche weitere Arten profitieren von ihrem Schutz, darunter auch Verantwortungsarten wie der Huchen ‒ auch Donaulachs genannt – oder die Nase, ein Karpfenfisch der Fließgewässer.“

Die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) ist hochspezialisiert auf saubere, kalkarme und sommerkühle Fließgewässer. Dadurch reagiert sie besonders sensibel auf Beeinträchtigungen ihres Lebensraums durch Nährstoff-, Schadstoff- oder Sedimenteinträge, Uferverbau oder Gewässerbegradigung. Auch höhere Wassertemperaturen und extreme Wasserstände in Folge des Klimawandels machen ihr zu schaffen, so dass sie bundesweit sehr selten und vom Aussterben bedroht ist. Aufgrund der seit Jahrzehnten mangelhaften Verjüngung sind die heutigen Bestände nicht nur klein, sondern auch stark überaltert; eine natürliche Fortpflanzung findet kaum noch statt. Im MARA-Projekt wird die Flussperlmuschel durch eine Kombination aus Nachzucht und Besatz sowie durch Habitataufwertungen gefördert.

Das Projekt bringt alle regionalen Initiativen zum Flussperlmuschelschutz bundesweit zusammen und fördert in großem Maßstab die verbleibenden Bestände der Zielart in Deutschland. MARA ist ein Verbundprojekt, das von sieben Partnern in drei Bundesländern (Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen) durchgeführt wird. Die Technischen Universitäten in Dresden und München sind ebenso beteiligt wie der Landkreis Passau als Vertreter einer Trägergemeinschaft und Verbundkoordinator, der Bund Naturschutz in Bayern (Kreisgruppe Hof), die Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, die Biologische Station Aachen und der Vogtlandkreis. Neben dem Bund beteiligen sich der Bayerische Naturschutzfonds, das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft sowie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen an der Finanzierung.

In der Aufnahme
Nahaufnahme einer Flussperlmuschel (© Landschaftspflegeverband Passau)


Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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"Feuer" am Oberjoch - Umweltbildungspart vor der Eröffnung
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"Feuer" am Oberjoch - Umweltbildungspart vor der Eröffnung

30/31.08.2021

  • Umweltbildungsbaustein Feuersalamender wächst gut in das Umfeld ein und wird in den kommenden Tagen wohl für die kleinen und großen Besucher der Einrichtung freigegeben.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Oberjoch/Bayern.Trotz widriger Wetterbedingungen fand der "kick off" des 3. Projektbausteins am 16.07.2021 statt. Abermals werden wir hier das Thema konkreter Artenschutz und erlebbare Umweltbildung in moderner und bewusst nicht alltäglicher Form angehen.

Nach seiner Fertigstellung konnte die markante Skulptur eines Feuersalamanders in den vergangenen Tagen gut in das Umfeld einwachsen.


In der Aufnahme
  • In dieser Form zeigte sich der "Oberjoch-Salamander" am 23.08.2021.
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Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

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25. Jahre Artenschutz in Franken®
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25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

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Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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