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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Epedemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung - Schaephuysen
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Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung - Schaephuysen

29/30.10.2020

Ein innovatives Kooperationsprojekt des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen e.V.  und des Artenschutz in Franken®, das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird.

Seit über einem Jahr berichten wir regelmäßig über den Verlauf dieses Projekts hier auf unseren Seiten. Am 25.10.2020 konnte das Projekt offiziell der Öffentlichkeit übergeben werden und so freuen wir uns das wir nun über aktuelle Aufnahmen und Textbausteine diesen Tag und die Vorbereitung zu dieser Feierstunde umfangreich vorstellen zu können.

Erleben Sie in dieser Rubrik die Entwicklung eines zugegeben nicht alltäglichen Kooperationsprojekts ....

..... hier auf unseren Seiten ......
In der Aufnahme

  •     Nach rund einem Jahr konnten die Projektpartner am 25.10.2020 das Projekt offiziell der Öffentlichkeit übergeben ...
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Eindeutige Botschaft an die EU
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Eindeutige Botschaft an die EU

28/29.10.2020

Eindeutige Botschaft an die EU Entwaldungsfreie Lieferketten / Umfrage: Mehr als drei Viertel sehen Gesetzgeber in der Verantwortung

Berlin, 27.10.2020: Heute ist Halbzeit der von der Europäischen Kommission einberufenen Konsultationsphase für ein mögliches Gesetz gegen den Import von Produkten aus umweltzerstörerischer Produktion in die EU, wie zum Beispiel Soja aus gefährdeten oder bereits zerstörten Tropenwaldgebieten.

EU-Bürger:innen, Unternehmen sowie Organisationen sind während der Konsultation aufgefordert, mögliche gesetzliche Maßnahmen zum Schutz internationaler Wälder vorzuschlagen und zu beurteilen.
Die deutschen Umwelt- und Naturschutzorganisationen des #Together4Forests-Bündnisses veröffentlichen dazu heute eine von WWF und Greenpeace in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Das Ergebnis: Mehr als drei Viertel der Bevölkerung in Deutschland sieht den Gesetzgeber in der Verantwortung, den Import von Waren, für deren Produktion Tropenwald vernichtet werden, zu unterbinden. Für knapp 30 Prozent der Befragten stehen der Gesetzgeber sowie Unternehmen gemeinsam in der Verantwortung. Nur knapp 18 Prozent sind der Meinung, eine Selbstverpflichtung der Unternehmen reicht, um das Vernichten von Tropenwäldern für Importprodukte zu stoppen. Rund 88 Prozent der Teilnehmenden halten es insgesamt für wichtig, dass keine Tropenwälder oder andere natürliche Lebensräume für das Herstellen von Lebensmitteln, Tierfutter und anderen Produkten zerstört werden.

„Die EU-Kommission muss das eindeutige Anliegen der Menschen, sich mit ihrem Konsum nicht an der Zerstörung des Tropenwaldes beteiligen zu wollen, ernst nehmen und jetzt ein wirksames Gesetz vorlegen, das den Import von umweltzerstörerischen Produkten untersagt. Die Bundesregierung muss die Kommission darin bestärken“, so Dr. Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland.

Jannes Stoppel, Experte für Internationale Politik bei Greenpeace ergänzt: „Die EU als einer der größten Pro-Kopf-Importeure von landwirtschaftlichen Rohstoffen muss Verantwortung für die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen. Sie darf diese Verantwortung nicht auf die Bürger:innen abwälzen, sondern muss die gesetzliche Grundlage dafür schaffen, Vergehen von Unternehmen, die diese Produkte auf den europäischen Markt bringen, ahnden zu können.“

Die Lieferketten seien bisher kaum durchschaubar. Das sei laut dem Bündnis #Together4Forests ein fataler Missstand. Für die Verbraucher:innen sei es zurzeit zum Beispiel so gut wie unmöglich, sich bewusst gegen umweltzerstörerische Produkte im Supermarktregal zu entscheiden. Mehr als der Hälfte der Befragten (66,7 Prozent) ist es zudem laut Umfrage besonders wichtig, dass generell alle Produkte entwaldungsfrei sein müssen und nicht nur bestimmte Artikel, wie zum Beispiel Tierfutter.

80 Prozent der Tropenwaldzerstörung wird durch kommerzielle Landwirtschaft verursacht, die das Ziel verfolgt, weitere Weide- und Ackerflächen zu schaffen. Das Vernichten der alten Wälder verschärft das Artensterben, die Waldbrände, den Wassermangel sowie die Klimakrise und gefährdet damit auch uns. Die EU muss daher bis 2021 einen umfassenden Gesetzesentwurf für entwaldungsfreie Lieferketten vorlegen. Dieses Gesetz muss sicherstellen, dass für Produkte, die auf den europäischen Markt gebracht werden, in den Erzeugerländern keine Umwelt zerstört wird.

Für die Online-Umfrage der Civey GmbH wurden bundesweit 5000 repräsentativ ausgewählte Teilnehmende im Zeitraum vom 13.10 - 15.10. 2020 befragt. Die EU-Konsultation läuft noch bis zum 10. Dezember 2020.

Hintergrund:


#Together4Forests ist ein Zusammenschluss von über 130 Organisationen in Europa mit einem gemeinsamen Ziel: Wir wenden uns im Rahmen einer Konsultation der EU-Kommission mit gemeinsam mit inzwischen schon über 700.000 Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Europa und darüber hinaus  an die EU, um die weltweite Entwaldung zu stoppen und den besseren Schutz von Wäldern und anderen natürlichen Ökosystemen zu erreichen. Zu der Koalition #Together4Forests gehören unter anderem Avaaz, Client Earth, Conservation International, Environmental Investigation Agency, DUH, Greenpeace, Wildlife Conservation Society und der WWF.

Kontakt
Wiebke Elbe
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777219
@ElbeWWF auf Twitter

Quelle
WWF
Stand: 27.10.2020


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother

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Goldener Steigerwald - Herbst
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Goldener Steigerwald - Herbst

28/29.10.2020

Steigerwald.
Trotz der in unserern Augen stark negativen Veränderungen in Teilen des Nördlichen und Oberen Steigerwaldes zeigt sich der Wald noch immer im Herbst von einer seiner schönsten Seiten.

Und das trotz aller Belastungen die ihm aufgebürdet werden - als möchte er sagen lasst endlich die Finger von mir ..... ich bin der, der es am besten weiß wie Walderhaltung funktioniert. Der Mensch ist hier fehl am Platz.


In der Aufnahme
  • Explosion der Farben .... der Steigerwald von einer seiner schönsten Seiten.
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NABU-Studie: Immer mehr Müll durch verpacktes Obst und Gemüse
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NABU-Studie: Immer mehr Müll durch verpacktes Obst und Gemüse

28/29.10.2020

Miller: Handel  und Politik müssen endlich Abfallvermeidung in den Fokus stellen
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Berlin – Verpacktes Obst und Gemüse verursacht immer größere Müllberge. Wie eine neue Studie des NABU zeigt, gab es 2019 über 103.000 Tonnen Müll durch Vorverpackungen für frisches Obst und Gemüse. Das sind 10.000 Tonnen mehr als 2016.

Noch immer werden über 60 Prozent dieser Waren verpackt verkauft. Die Ergebnisse spiegeln auch die heute veröffentlichten Daten des Umweltbundesamts (UBA) wieder, nach denen 2018 mit 19 Millionen Tonnen erneut ein Höchststand  bei Verpackungsabfällen erreicht wurde.

„Die Ankündigungen von Politik und Handel, endlich die Verpackungsflut im Lebensmitteleinzelhandel einzudämmen, haben bisher keine Auswirkung. Hier wird eher umgepackt statt ausgepackt, etwa Plastik durch Pappe ersetzt. Zudem machen neue Trends Einsparungen an anderer Stelle wieder zunichte: Für die Ressourcenschonung bringt es nichts, wenn Salatgurke und Banane endlich ausgepackt werden, gleichzeitig aber für neue Mini-Sorten noch viel mehr Verpackungsmaterial verbraucht wird als vorher“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
 
Wie die Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung zeigt, setzt sich ein Trend vorausgegangener Untersuchen weiter fort: Obst und Gemüse wird zu oft in verkleinerten Verpackungsgrößen verkauft, so verursachen Beeren und Trauben inzwischen den meisten Verpackungsmüll, gefolgt von Tomaten. Neu ist, dass seit 2016 nicht nur der Kunststoffbedarf angestiegen ist, sondern auch der Verbrauch an Papier, Pappe und Karton. Letzterer war in den vergangenen Jahrzehnten stark rückläufig. Miller: „Der Handel muss endlich auspacken statt umpacken. Auch die Herstellung von Papierverpackungen hat stark negative Auswirkungen auf Umwelt und Natur. Daher dürfen auch sie nur dort eingesetzt werden, wo nicht auf Verpackungen verzichtet werden kann. Leider sieht man im Handel viel zu oft, dass auf Papier umgestellt wird, anstatt ganz auf die Verpackung zu verzichten.“
 
Der NABU fordert vom Handel, lose Ware zum Standard zu machen, auch wenn dies durch veränderte Logistikprozesse aufwendig ist. „Viele Sorten werden bereits auch lose verkauft. Das zeigt, dass sich unverpacktes Obst und Gemüse durchaus lange genug hält und sicher transportieren werden kann. Für besonders schutzbedürftige Produkte, wie Beeren. müssen endlich innovative Verpackungslösungen gefunden werden. Auch Mehrwegnetze, die inzwischen fast überall angeboten werden, machen nur Sinn, wenn lose Ware der Standard statt die Ausnahme ist. Hier müssen den Worten endlich Taten folgen“, so NABU-Verpackungsexpertin Katharina Istel.

 
Für Rückfragen:
Katharina Istel, NABU-Expertin für nachhaltigen Konsum, Tel. +49 (0)30.284984-1661, E-Mail: Katharina.Istel@NABU.de


Quelle
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NABU-Pressestelle
Tizia Labahn | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de
 
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 95/20 | 27. OKTOBER 2020
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Umwelt/Abfall/Verpackungen


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In der Aufnahme von Rolf Brechtel
  • Steinhummeln .. nein sie haben kein Problem mit Verpackungsmüll .... Im vergangenen Jahr war es an einigen Tagen so heiß, dass es dem in einem Hummelkasten angesiedelten Hummelvolk zu heiß wurde und sie ihr Leben teilweise außerhalb des Hummelkastens weiter führten.Auf dem ist gut zu erkennen Foto, dass sie schon Waben angelegt haben.

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Glauber: Naturtourismus wird weiter gestärkt
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Glauber: Naturtourismus wird weiter gestärkt

27/28.10.2020

  • Iphofen erhält Förderbescheid

Das Umweltministerium fördert die Entwicklung eines Naturtourismuskonzepts in Iphofen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte heute bei der offiziellen Übergabe des Förderbescheids an die Stadt Iphofen: "Naturtourismus fördert das Bewusstsein in der Gesellschaft für den Erhalt von Natur und Landschaft. Deswegen wollen wir in Bayern nachhaltigen Tourismus weiter stärken.

Die herrlichen Weinberge, Wälder und Wiesen in der Region um Iphofen laden zum Wandern und Radfahren ein. Gleichzeitig verdienen insbesondere die natursensiblen Natura-2000-Gebiete des Steigerwalds besonderen Schutz. Mit unserer Förderung wollen wir die Stadt Iphofen dabei unterstützen, den Tourismus in der Region nachhaltig weiterzuentwickeln und mit dem Schutz von Natur und Umwelt vor Ort in Einklang zu bringen."

Das Umweltministerium unterstützt seit 2018 Kommunen mit einem Förderprogramm bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen touristischen Angeboten, die den Schutz von Klima, Umwelt und Natur berücksichtigen. Gefördert werden können beispielsweise die Erstellung von Konzepten und Stellen für Projektmitarbeiter, die Naturtourismusangebote erarbeiten.

Aber auch konkrete Einrichtungen zur Naturbeobachtung, die Entwicklung von Naturerlebnisrouten wie Wander- und Radnetze oder digitale Angebote sind förderfähig. Die geförderten Maßnahmen müssen Bestandteil eines kommunalen naturtouristischen Gesamtkonzepts sein.

Der Förderhöchstbetrag liegt bei 200.000 Euro. Die Fördersätze betragen in der Regel zwischen 30 und 50 Prozent.


Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Telefon: +49 89 9214-00
Fax: +49 89 9214-2266
E-Mail:poststelle@stmuv.bayern.de
Pressemitteilung Nr. 118/20
Datum: 26.10.2020


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In der Aufnahme von Willibald Lang
. Zimtwanze

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Bestandszunahmen bei häufigen Vogelarten der Wälder
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Gegen den Trend: Bestandszunahmen bei häufigen Vogelarten der Wälder

27/28.10.2020

Bonn, 23. Oktober 2020: Die Bestände vieler häufiger Vogelarten der Wälder in Deutschland haben seit 2010 deutlich zugenommen.

Das ist Ergebnis einer heute veröffentlichten Studie.

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: “Die Entwicklung ist zwar ermutigend. Aber angesichts der aktuellen Herausforderungen, etwa durch den Klimawandel, ist es unbedingt erforderlich, dass die Forstwirtschaft den eingeschlagenen Weg beibehält. Darüber hinaus müssen wir die weitere Entwicklung in unseren Wäldern genau beobachten.


Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de


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In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Der Weg der Artenvielfalt ist eröffnet
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Projekt in Schaephuysen : Der Weg der Artenvielfalt ist eröffnet

27/28.10.2020


Mehr zum Projekt in einem Medienbericht der RP Digital GmbH

In der Aufnahme

  • Die Projektpartner eröffneten vor wenigen Tagen ein zugegeben in dieser Form nicht alltägliches Kooperationsprojekt.

Quelle
RP Digital GmbH
Zülpicher Straße 10
40196 Düsseldorf

Tel.: 0211 505-0
E-Mail: info@rp-digital.de

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LBV Fürstenfeldbruck erwirbt im Fußbergmoos ...
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LBV Fürstenfeldbruck erwirbt im Fußbergmoos weiteren Hektar für den Artenschutz

27/28.10.2020


In der Aufnahme von Rolf Brechtel
  • Helle Erdhummelkönigin
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Andere große Menschheitsaufgaben nicht aus den Augen verlieren
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Steinmeier: Andere große Menschheitsaufgaben nicht aus den Augen verlieren

26/27.10.2020

Hannover/Osnabrück. Als „besonders wichtige Botschaft“, mitten in der Corona-Pandemie „andere große Menschheitsaufgaben“ nicht aus den Augen zu verlieren, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gewürdigt.

Die Auszeichnung in Höhe von 500.000 Euro zählt zu den höchstdotierten Umweltpreisen in Europa und ist heute zu gleichen Teilen an Klima-Ökonom Prof. Dr. Ottmar Edenhofer sowie an die Geschwister Annika und Hugo Sebastian Trappmann als Geschäftsführende der Blechwarenfabrik Limburg verliehen worden. Einen mit 10.000 Euro dotierten DBU-Ehrenpreis erhielt Insektenforscher Dr. Martin Sorg.
Beim Festakt zur Verleihung in Hannover sagte Steinmeier, der wegen einer Quarantäne ein Video-Grußwort schickte, die Corona-Pandemie habe gelehrt, dass Veränderung „nicht allein mit Verboten und Sanktionen“ gelinge. Vielmehr sei die Bereitschaft notwendig, Verantwortung nicht vollständig an Staat und Gesellschaft zu delegieren. „Es kommt auch auf den Einzelnen an“, so Steinmeier. Er erinnerte an „die großen Zukunftsaufgaben, die vor uns liegen“. Die Forderung des Bundespräsidenten: „Wir müssen nachdenken, wir müssen umdenken, manchmal sogar radikal umdenken: wie wir arbeiten, was wir produzieren, wie wir wirtschaften, wie wir uns fortbewegen und was wir essen.“ Das werde allen zwar „einiges abverlangen“, so Steinmeier. „Aber Sorge sollten wir nicht haben, wenn sich manches ändert. Sorge müssen wir haben, wenn sich nichts ändert!“

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagte, das „bemerkenswerte Grußwort des Bundespräsidenten“ sei für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt Ansporn und Leitgedanke zugleich. Bonde: „Der Hinweis des Bundespräsidenten, trotz der widrigen Umstände im Moment die großen Zukunftsaufgaben nicht aus den Augen zu verlieren, ist nur allzu berechtigt. Er beflügelt die DBU in ihrem Bemühen, Lösungen für eine grüne Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.“ Das sei auch ein Ziel des Deutschen Umweltpreises. „Die Stiftung wird nicht nachlassen, den notwendigen Wandel finanziell und fachlich zu begleiten – und dabei im Blick zu behalten, dass die Veränderungen verantwortlich und zugleich gerecht vonstattengehen, wie es auch Prof. Dr. Edenhofer immer wieder formuliert hat“, sagte der DBU-Generalsekretär.

Ein „mitunter auch gefürchteter“ Verhandler


Die Wege Edenhofers und Steinmeiers kreuzen sich nach dessen Worten „seit vielen Jahren“ und „nicht zum ersten Mal in Krisensituationen“. So habe Edenhofer nach der Krise auf den globalen Finanzmärkten „Orientierung gegeben, wie beim notwendigen wirtschaftlichen Wiederaufbau der Klimaschutz nicht unter die Räder kommt“. Der Klimawandel mit seinen ökonomischen und sozialen Folgen seien Edenhofers „Lebensthema“. Er berate den Papst ebenso wie Weltbank und Bundesregierung und sei ein international geschätzter, „mitunter auch gefürchteter“ Verhandler.

Eine „echte deutsche Industriegeschichte“ nannte Steinmeier die seit 150 Jahren bestehende Blechwarenfabrik Limburg, als deren Geschäftsführende Annika und deren Bruder Hugo Sebastian Trappmann mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU gewürdigt wurden. Mit dem Neubau des Betriebs sei ein unternehmerisches Wagnis verbunden gewesen. „Aber Sie waren überzeugt, dass das Unternehmen nur dann zukunftsfähig ist, wenn es sich modernisiert und möglichst sparsam und intelligent mit Ressourcen und Energie umgeht“, so der Bundespräsident. Das Ergebnis sei beeindruckend: „Die jetzt größere Blechwarenfabrik verbraucht weniger Rohstoffe und stößt 2.600 Tonnen Kohlendioxid weniger aus als vor dem Umzug.“

Bundespräsident warnt vor „einem Rückfall in nationale Nabelschau“

„Herzblut“ und „Leidenschaft“ zeichnen laut Steinmeier den von der DBU mit einem Ehrenpreis geehrten Insektenforscher Dr. Martin Sorg aus. Ihm und dem Entomologischen Verein Krefeld sei zu verdanken, dass „wir heute viel genauer wissen, welch dramatische Folgen der Artenschwund im Reich der Insekten für unser Ökosystem hat, dass wir darüber als Gesellschaft diskutieren“. Steinmeier warnte schließlich vor „einem Rückfall in nationale Nabelschau“. Damit sei weder gegen die Pandemie noch gegen den Klimawandel der Kampf zu gewinnen. Beide Krisen könnten „alle treffen, aber sie treffen nicht alle gleich“. Die Menschen in ärmeren Ländern des Südens seien „ungleich härter“ betroffen. Der Bundespräsident: „Das bedeutet Verantwortung für die reicheren Länder des Nordens und ist Verpflichtung zu handeln.“

In der Aufnahme
Hohe Auszeichnung für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat heute (Sonntag) in Hannover während eines Festakts unter wegen der Corona-Pandemie notwendigen strengen Hygienemaßnahmen Klimaökonom Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, die Geschwister Annika und Hugo Sebastian Trappmann als Geschäftsführende der Blechwarenfabrik Limburg (vordere Reihe, von links) mit dem Deutschen Umweltpreis in Höhe von 500.000 Euro ausgezeichnet, eine der höchstdotierten derartigen Würdigungen in Europa. Einen Ehrenpreis von 10.000 Euro vergab die DBU an Insektenforscher Dr. Martin Sorg (vordere Reihe, rechts). Vertreten wurde die DBU beim Festakt durch die Kuratoriumvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter (hintere Reihe, mitte) sowie DBU-Generalsekretär Alexander Bonde (hintere Reihe, links). Mit dabei war auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (hintere Reihe, rechts)
© Peter Himsel/DBU

Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de
25.10.2020 |

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Einblicke in die Welt der Schwebefliegen
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Einblicke in die Welt der Schwebefliegen

  • Wissenschaftliche Vortragsreihe am 29. Oktober per Livestream

Grafenau. Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Lebensraum für seltene und bemerkenswerte Schwebfliegen. Zu diesem Thema wird am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr, ein Vortrag von Dr. Gisela Merkel-Wallner, per Livestream übertragen.

Er ist auf dem öffentlichen Facebook-Kanal des Nationalparks Bayerischer Wald zu sehen – auch ohne auf Facebook angemeldet zu sein. Aufgrund der Corona-Situation sind Zuschauer vor Ort nicht möglich.

Schwebfliegen sind meist durch ihr wespenähnliches Aussehen bekannt. Als Blütenbestäuber haben sie wichtige Funktionen im Naturhaushalt, ebenso wie ihre blattlausfressenden Larven. Daneben gibt es aber auch viele Arten, deren Larven im Holz, minierend in Pflanzen, im nassen Boden oder in Hummel- und Ameisennestern leben. Manche dieser Arten sind auch zunächst gar nicht als Schwebfliegen erkennbar. Und gerade diese Schwebfliegen sind im Nationalpark zahlreich vertreten und zeigen die Naturvielfalt dieses Gebiets.

Rund die Hälfte der in Deutschland lebenden Arten wurden im Nationalpark Bayerischer Wald nachgewiesen, darunter eine große Anzahl seltener oder gefährdeter Arten mit besonderen Lebensraumansprüchen. Unter anderem konnten zwei Arten, die für Bayern als ausgestorben gemeldet waren, wiedergefunden werden. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Schwebfliegenfauna des Nationalparks und stellt einige der ganz besonderen Nachweise vor.

Fragen zum Vortrag können live über die Kommentarfunktion von Facebook gestellt werden oder vorab, bis 12 Uhr des Livestream-Tages, via E-Mail an pressestelle@npv-bw.bayern.de gesendet werden. Der Direktlink zum Livestream lautet: www.facebook.com/nationalpark.bayerischer.wald/live.
 


Quelle
Nationalpark Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.bayern.de
Grafenau, 24. Oktober 2020
111/2020

    
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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Hainschwebfliege

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Rekordhoch bei Wildunfällen im Jahr 2019
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Rekordhoch bei Wildunfällen im Jahr 2019

26/27.10.2020



In der Aufnahme von Volkmar Greb
  • angefahrener und nachfolgend verendeter Dachs ... Millionen von Tieren sterben alljährlich auf unseren Straßen ...
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Schotter für die Otter
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Schotter für die Otter

26/27.10.2020

  • Ministerpräsident Daniel Günther überreicht Fünf-Millionen-Euro-Förderbescheid für Erweiterung des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum

Am Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
in Tönning sind die Bauarbeiten für eine umfangreiche Erweiterung gestartet. Nach zweijähriger Bauzeit sollen auf dem Außengelände ein Fischotter-Freigehege nebst neuem Ausstellungsgebäude eröffnet werden.

Gefördert wird das rund 6,7 Millionen Euro umfassende Bauvorhaben mit 5.027.358 Euro aus EU-und Landesmitteln. Darüber hinaus gibt es eine Zuwendungsvereinbarung mit der Nationalpark-Stiftung über 1.005.472 Euro.

Das Projekt ist Bestandteil der ITI (Integrierte Territoriale Investitionen) Westküsteninitiative des Landes unter dem Projektdach „NATOURWERT“. Den Bewilligungsbescheid überreichte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther heute (21.10.) im Multimar Wattforum.
„Seit der Eröffnung 1999 hat sich das Multimar Wattforum zu einem echten Besuchermagnet an der Westküste entwickelt. Die neue Anlage wird die Strahlkraft des Multimar Wattforum - auch überregional - weiter erhöhen“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther: „Das Nationalpark-Zentrum leistet einen wichtigen Beitrag zu einem besseren Verständnis für unsere Umwelt. Sie zeigen hier die Zusammenhänge im Ökosystem Wattenmeer und machen deutlich, wie jeder einzelne diese empfindliche Natur schützen kann. Das Geld für die Erweiterung ist daher sinnvoll und sehr gut angelegt“, so der Regierungschef.

Den Förderbescheid nahmen Marén Bökamp-Hamkens, Koordinatorin des Otterprojekts in der Nationalparkverwaltung und Dr. Gerd Meurs-Scher, Geschäftsführer der NationalparkService gGmbH und Leiter des Multimar Wattforum, entgegen. Die Projektleiterin erläuterte die Entscheidung, künftig lebende Säugetiere zu zeigen: „Tiere begeistern Menschen und können sie für den Schutz von Natur und Umwelt gewinnen. Der Fischotter reiht sich dabei in den Kreis von Tieren ein, die als Botschafter für den Nationalpark Wattenmeer fungieren.“ Die Big Five und Small Five* werden seit vielen Jahren erfolgreich in der Umweltbildung und Kommunikation des Nationalparks eingesetzt. „Der Eurasische Fischotter ist eine streng geschützte Tierart, die nur in intakten Lebensräumen vorkommt. Nachdem der Otter in Schleswig-Holstein nahezu ausgerottet war, nimmt der Tierbestand in der freien Landschaft mittlerweile wieder zu, wobei er auch die Küstenbereiche besiedelt“, begründete Bökamp-Hamkens die Wahl des Fischotters.

Neben dem Freigehege und der informativen Otter-Ausstellung wird das Nationalpark-Zentrum, das jährlich von bis zu 30.000 Schüler:innen besucht wird, auch die Bildungsangebote um das Thema Fischotter erweitern. Der Ministerpräsident verwies auf die große Bedeutung der Umweltbildung: „Das Multimar Wattforum ist als Teil der Nationalparkverwaltung zertifiziertes Bildungszentrum für Nachhaltigkeit. Wenn wir gerade Kindern und Jugendlichen den Wert unserer Natur vermitteln, können wir damit langfristig viel erreichen“, sagte Günther.

Gerd Meurs-Scher erläuterte die Vorgehensweise des Multimar Wattforum: „Zur dauerhaften Sicherung der Attraktivität sieht unser Betriebskonzept in regelmäßigen Abständen modulare Erweiterungen vor. Nach dem Walhaus (2003), dem Großaquarium (2008) und der Weltnaturerbe-Ausstellung (2014) können wir durch die neue Otteranlage nun mit einem attraktiven Draußen-Angebot punkten.“

Das Multimar Wattforum in Tönning ist das größte Besucherzentrum für den Nationalpark und das Weltnaturerbe Wattenmeer in Schleswig-Holstein. Es bildet den zentralen Baustein der Bildungsarbeit der Nationalparkverwaltung und gilt als touristischer Leuchtturm der Westküste. Die Ausstellung zeigt auf 3.125 Quadratmetern anschaulich und erlebnisreich den Lebensraum zwischen Salzwiesen, Wattboden und Nordsee. Höhepunkte sind das große Pottwal-Skelett, das Großaquarium mit Panoramascheibe und die 36 weiteren Aquarien mit insgesamt über 280 Unterwasserarten.

Wegen der Coronapandemie gelten im Multimar Wattforum zurzeit besondere Regeln und einige Einschränkungen für Gäste, die stets aktuell auf der Website zu finden sind. Die derzeitigen Öffnungszeiten sind täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr.

Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum
Dithmarscher Straße 6a, 25832 Tönning
Infotelefon 04861 96200
www.multimar-wattforum.de

*Big Five: Seehund, Kegelrobbe, Schweinswal, Stör, Seeadler
Small Five: Wattwurm, Nordseegarnele, Herzmuschel, Wattschnecke, Strandkrabbe


In der Aufnahme

  • Die Otter kommen! Ministerpräsident Daniel Günther gemeinsam mit Projektleiterin Marén Bökamp-Hamkens (links), Multimar-Chef Gerd Meurs-Scher (rechts) und Michael Kruse, Leiter der Nationalparkverwaltung (2.v.l.) auf der Baustelle am Multimar Wattforum. | © Claußen/LKN.SH


Quelle

Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Bernhard Dockhorn
Schlossgarten 1
D-25832 Tönning
Telefon: 04861 616-0
E-Mail: nationalpark(a)lkn.landsh.de

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NABU: Natur und Klima sind große Verlierer der Abstimmung zur EU-Agrarpolitik
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NABU: Natur und Klima sind große Verlierer der Abstimmung zur EU-Agrarpolitik

25/26.10.2020

Miller: Europäischer Green Deal droht zur Bruchlandung zu werden
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Berlin/Brüssel
- Das Europäische Parlament hat beschlossen, die Agrarpolitik der EU bis 2027 im Wesentlichen unverändert zu belassen. Und das trotz erheblicher Kritik vonseiten der Wissenschaft, einer großen Bewegung aus Klima-, Umwelt- und progressiven Agrarverbänden sowie Sozialdemokraten, Grünen und Linken.
 
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) macht ein Drittel des gesamten EU-Haushalts aus. Die Entscheidung aus Brüssel führt dazu, dass ein Großteil der Steuergelder weiterhin Natur und Klima schädigt, an außerlandwirtschaftliche Grundbesitzer und die vor- und nachgelagerte Agrarindustrie weitergereicht werden. Landwirte, die umsteuern wollen und aufgrund von zunehmenden Auflagen auch müssen, werden so massiv benachteiligt.
"Die Abgeordneten aus CDU/CSU, FDP und ihrer europäischen Schwesterparteien wollen Steuergelder von morgen für eine zerstörerische Agrarpolitik von vorgestern verplanen", so Miller. Zu Recht hätten sich Greta Thunberg und die Fridays For Future-Bewegung mit #VoteThisCAPDown lautstark zu Wort gemeldet. „Hier werden die Chancen unserer Kinder, zukünftig ein gutes Leben mit einer intakten Natur und gesund erzeugten Lebensmitteln zu führen, verbaut", sagte der NABU-Bundesgeschäftsführer.
 
Der NABU fordert Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, die Verhandlungen abzubrechen und einen neuen GAP-Vorschlag zu unterbreiten. „Der derzeitige Entwurf stammt noch von ihrem Vorgänger Jean-Claude Juncker und widerspricht allem, womit sie und ihr Green Deal gestartet sind. Wenn sie diese GAP-Verhandlungen jetzt nicht stoppt, wird der Green Deal keine Mond- sondern eine Bruchlandung – zumindest was die Landwirtschaft betrifft“, sagte Miller.
 
Die aus der Sicht des NABU wichtigsten Kritikpunkte am Beschluss des EU-Parlaments:

•    Verglichen mit dem ohnehin schwachen Vorschlag der EU-Kommission von 2018 will das Parlament die verbindlichen Umweltregeln für die Landwirtschaft schwächer gestalten: Statt der nötigen zehn Prozent auf der gesamten landwirtschaftlichen Fläche müssen Landwirte nur fünf Prozent des Ackerlands für den Naturschutz zur Verfügung stellen. Die wiederum dürfen sogar weiterhin beispielsweise für den Anbau von Leguminosen oder Zwischenfrüchten genutzt werden. Diese Regelungen gelten aktuell auch und haben nur zu insgesamt 1,5 Prozent Naturflächen in der Agrarlandschaft geführt. Ein Fortschritt ist hier also nicht zu erwarten.


•    Im Gegensatz zum Agrarministerrat fordert das Parlament zwar zehn Prozent mehr, nämlich 30 Prozent der Ersten Säule, für die Finanzierung von freiwilligen Umweltmaßnahmen (EcoSchemes/Ökoregelungen) zu reservieren. Gleichzeitig enthält die Forderung jede Menge Schlupflöcher, sodass damit auch rein ökonomische Ziele gefördert werden können. Der NABU fordert in Übereinstimmung mit der Wissenschaft, dass die gesamte Erste Säule für gesellschaftliche Leistungen genutzt werden muss.

•    Katastrophal für die Chancen der EU klimaneutral und biodiversitätsverträglich zu werden, ist der Standpunkt des Parlaments, dass die Ziele des Green Deal von der EU-Kommission nicht für die Überprüfung der nationalen Umsetzung genutzt werden können. Zwar bekannten sich die Abgeordneten mehrheitlich zu einer Ausrichtung der GAP an dem Pariser Klimaabkommen. Ein verbindliches Reduktionsziel von 30 Prozent bis 2030 bekam dagegen keine ausreichende Unterstützung, weil sich die Europäische Volkspartei und Teile der Liberalen querstellten.
 

Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser, Leiter EU-Naturschutzpolitik, Tel. 0172/41 79 730,
E-Mail: konstantin.kreiser@NABU.de


Quelle
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NABU-Pressestelle
Tizia Labahn | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 94/20 | 23. OKTOBER 2020
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EU/Umwelt/Agrar

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch


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Weiter so für Europas Landwirtschaft
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Weiter so für Europas Landwirtschaft

25/26.10.2020

  • Europaparlament stimmt in Schlussabstimmung für GAP-Gesamtpaket / WWF fordert EU-Kommission zum Eingreifen auf

Das Europäische Parlament hat in der finalen Abstimmung das zur Endabstimmung vorliegende GAP-Gesamtpaket angenommen. Damit zieht das Europäische Parlament mit einem unambitionierten eigenen Entwurf in die abschließenden Verhandlungen mit Rat und Kommission (Trilog).

„Das EU-Parlament verweigert sich einer Erneuerung der Europäischen Agrarpolitik. Nach dem EU-Agrarrat missachten auch die Europaabgeordneten sämtliche Klimaschutz- und Biodiversitätsziele der Europäischen Union. Damit droht dem Green Deal der Kommission die Bankrotterklärung.

Die EU-Kommission muss eingreifen, denn wir steuern auf die Fortsetzung der bisherigen europäischen Landwirtschaftspolitik zu, die nachweislich der Natur, dem Klima und letztlich auch den Landwirtinnen und Landwirten massiv schadet“, fordert WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich.

Während der EU-Agrarrat Mittwoch seinen auf ganzer Linie enttäuschenden Entwurf für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 vorgelegt hat, stimmte das Europäische Parlament am Freitagmittag final über das eigene Gesamt-Paket ab für die abschließenden Verhandlungen mit Rat und Kommission (Trilog). Zuvor hatten die Europaabgeordneten in einer Reihe von Abstimmungen unter anderem Anträge abgelehnt, die eine stärkere Kopplung der EU-Agrarreform an die Ziele des European Green Deal vorgesehen haben.

Die für den Erhalt von Direktzahlungen verbindlichen Auflagen (die sog. „Neue Konditionalität“) wurden immer weiter verwässert. Zahlreiche Umweltverbände, darunter der WWF, hatten daher die Abgeordneten bei der finalen Abstimmung zum Nein aufgefordert, um das Gesamt-Paket zurück an die eigenen Ausschüsse zu geben.

Kontakt
Wiebke Elbe
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777219
@ElbeWWF auf Twitter

Quelle
WWF
Stand: 23.10.2020


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In der Aufnahme von

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Geplanter Center Parc bei Langlau
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Geplanter Center Parc bei Langlau

25/26.10.2020

  • BN fordert Verkaufsstopp von Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten

Im Konflikt
um die umstrittene Ansiedlung von Center Parcs in einem Waldgebiet am Brombachsee hat der BUND Naturschutz (BN) die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) aufgefordert, die Verkaufsverhandlungen mit dem Immobilienkonzern Pierre&Vacances zu stoppen.

In dem Schreiben des BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner beruft er sich auf eine erst im Oktober 2020 zwischen BIMA und Umweltbundesamt vereinbarte stärkere Zusammenarbeit beim Schutz von Bundesflächen für den Naturschutz.
Ebenso verweist der BUND Naturschutz auf frühere Planungen, die Muna für Ausgleichsmaßnahmen des Autobahnbaues beim Ausbau Autobahn A6 heranzuziehen. Diese vom BN zu begrüßende Zukunft des Muna-Waldes wurde politisch ausgebremst, nachdem ca. 2017 ein Gespräch in der Bayerischen Staatskanzlei zu Center Parcs mit dem ehemaligen Landrat Gerhard Wägemann und dem ehemaligen Bürgermeister Willi Renner stattgefunden hatte. Beide waren und sind Verfechter einer Ansiedlung von Center Parcs.

Zwischenzeitlich durften fünf VertreterInnen des BN am 22.10.2020 das Gelände der Muna Langlau besichtigen. Der Ortstermin betätigt die Vermutungen der NaturschützerInnen, dass es sich bei der Muna um einen schutzwürdigen Wald handelt.

„Im Seenland hat der Muna-Wald eine absolute Sonderstellung, weil hier die Kiefern- und Fichtenwälder seit Jahrzehnten in Mischwälder umgewandelt wurden“, so Dr. Ralf Straußberger, Waldreferent des BN. „Waldumbau und Naturverjüngung sind vorbildlich auf den Weg gebracht: Uraltbäume über bunt gemischtem Waldaufwuchs. Gerade in Zeiten der Klimakrise ist dieser Wald für den Schutz des Lokalklimas unersetzlich. Als wichtiger Kohlenstoffspeicher von weit über 100.000 Tonnen CO2 darf er nicht zerstört werden!“

„Es geht hier um die Sicherung der Lebensgrundlagen für Mensch und Natur. Center Parcs geht es um ein Filetstück am Brombachsee. Vermutlich soll durch den späteren Verkauf der Häuser an Private das große Geld verdient werden. In keinem Wohnbaugebiet des Landkreises ließen sich solche großen Wohnbaugrundstücke durchsetzen. Nur über solch ein Projekt wäre das möglich. Letztlich geht es hier um den Ausverkauf der Heimat“, so Brigitte Löffler, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen.

Der Wortlaut des Schreibens an die BIMA:

„Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Geplanter Verkauf der Muna Langlau an Pierre&Vacances/Center Parcs

Sehr geehrter Herr Fietz,

sehr geehrte Herren des BIMA-Vorstandes

mit großem Interesse nahm der BUND Naturschutz in Bayern e.V. Ihre Presseerklärung vom 6. Oktober 2020 zur Kenntnis, nachdem die BIMA zukünftig das Bundesumweltministerium (BMU) bei der Umsetzung von Naturschutzprogrammen auch bei der Flächenbeschaffung unterstützen will.

Die entsprechende Rahmenvereinbarung zwischen Herrn Jochen Flasbarth, Staatssekretär des BMU, Gunther Brinkmann, Leiter des BImA-Geschäftsbereichs Bundesforst, und Ihnen soll den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Insektenschutz insbesondere auf Bundesliegenschaften maßgeblich voranbringen.

Derzeit laufen Verhandlungen zur Veräußerung der ehemaligen Muna Langlau, Gemeinde Pfofeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen an den französischen Immobilien- und Ferienanlagenkonzern Pierre et Vacances mit dem Ziel, dort auf 150 Hektar Fläche einen Standort der Tochterforma Center Parcs zu errichten.

Bei der zum Verkauf stehenden Fläche der Muna Langlau handelt es sich um ca. 155 Hektar alten Wald mit Sonderstandorten im extrem feuchten (Tümpel mit Laubfroschvorkommen) und extrem trockenen Bereich (Heide) am Großen Brombachsee. Der Wald wurde in den letzten Jahrzehnten in Teilen ökologisch umgebaut und ist durch sehr extensive Nutzung seit ca. 40 Jahren zu einem wertvollen Mischwald aus Fichten, Kiefern, Weißtanne, Lärche, Douglasie, Buchen, Eichen, Linden, Ahorn, Eschen,

Traubenkirsche, Hainbuche, Ulme und Erle geworden. Die möglichen

Mischbaumarten sind versammelt und gestuft in Unter-, Mittel und Oberschicht. Der Wald ist sehr gut für zukünftige Klimaveränderungen vorbereitet. Der Uhu und der Rote Milan stehen für die Wertigkeit des Geländes.

Dem BUND Naturschutz ist bekannt, dass Teile der Muna Langlau aufgrund der jahrzehntelangen Nutzung als Munitionsanstalt mit Bunkern, Gebäuden und Straßen belastet sind, auch Bodenverunreinigungen sind zu vermuten. Allerdings handelt es sich bei der Muna keineswegs um das verseuchte Rümpelgebiet, als das es die Verantwortlichen der Fa. CenterParcs derzeit öffentlich hinstellen. Gebietskenner, darunter auch ein ehemaliger örtlicher Förster aus Pfofeld bezeugen den Wert des Waldes. Der größte Teil der Altlasten sind bauliche Anlagen, darunter v.a. auch etliche mit Eternitdächern.

Der BUND Naturschutz bittet Sie, den Verkauf zu stoppen. Wie das Beispiel Leutkirch im Allgäu zeigt, bleibt von dem Wald nach Bau eines Center Parcs praktisch nichts mehr übrig. Wir geben zu bedenken, dass im Wald der Muna Langlau geschätzt 120.000 to CO2 gesamt gespeichert sind, die bei einer Rodung für die Altlastenräumung und Bebauung freigesetzt würden.

Für den Erhalt des Waldes als Naturwaldfläche mit Sonderstrukturen wäre die flächige Rodung dagegen nicht nötig. Die Gebäude, Bunker und Straßen ließen sich nach und nach im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen für Vorhaben des Bundes beseitigen.

Dies war bereits bis 2017/2018 angedacht. Die Muna Langlau sollte für Ausgleichsmaßnahmen des Autobahnbaues (Ausbau Autobahn A6) herangezogen werden. Diese vom BN zu begrüßende Zukunft des Muna-Waldes wurde politisch ausgebremst, nachdem ca. 2017 ein Gespräch in der Bayerischen Staatskanzlei zu Center Parcs mit dem (ehem.) Landrat Wägemann und dem (ehem.) Bürgermeister Renner stattgefunden hatte. Beide waren (und sind) Verfechter einer Ansiedlung von Center Parcs. Die Öffentlichkeit wurde über die Planungen erst im Spätsommer 2020 informiert.

Einige Ausgleichsmaßnahmen wurden in der Muna Langlau für andere Eingriffe bereits umgesetzt.

Der BUND Naturschutz bittet Sie vor diesem Hintergrund und Ihrer Pressemitteilung vom 6.10.20, den Verkauf der Muna Langlau an P&V zu stoppen und dem Wald, dem Klima und den in der Muna vorkommenden Arten eine Zukunft zu geben.

Der BUND Naturschutz erlaubt sich wegen der öffentlichen Bedeutung des geplanten Verkaufs, dieses Schreiben auch an die Medien zu geben.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Mergner, Landesvorsitzender“




Für Rückfragen
  • Tom Konopka, Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken, Telefon 0911 81878-24, Mobil 0160 8531944, Mail: tom.konopka@bund-naturschutz.de


In der Aufnahme
  • Mischwald auf dem Gelände der Muna; Foto: Tom Konopka


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
23.10.2020


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25/26.10.2020

WWF fordert Europaparlament zum Nein in der GAP-Schlussabstimmung auf

Berlin, 23. 10.2020
: Während der EU-Agrarrat Mittwoch seinen Entwurf für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 vorgelegt hat, stimmt das Europäische Parlament noch bis Freitagnachmittag über das Paket ab, mit dem es in die abschließenden Verhandlungen mit Rat und Kommission (Trilog) ziehen will.
Die bisherigen Abstimmungsergebnisse sind alarmierend und laufen allen Umwelt- und Klimaschutzzielen der Europäischen Union zuwider, warnt der WWF. „Die Europaabgeordneten sind drauf und dran, den katastrophalen GAP-Kurs des Agrarrats fortzusetzen“, so WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich. Der WWF fordert die Abgeordneten auf, bei der finalen Abstimmung das Gesamt-Paket abzulehnen und zurück an die eigenen Ausschüsse zu geben. „Die Abgeordneten müssen die Reißleine ziehen, sonst schaden sie der Natur, dem Klima und letztlich auch den Landwirtinnen und Landwirten“, so Heinrich.

Die Europaabgeordneten haben in den letzten Tagen unter anderem Anträge abgelehnt, die eine stärkere Kopplung der EU-Agrarreform an die Ziele des European Green Deal vorgesehen haben. Die für den Erhalt von Direktzahlungen verbindlichen Auflagen (die sog. „Neue Konditionalität“) wurden immer weiter verwässert. „In der Summe bleibt nichts übrig, womit sich ernsthaft eine ökologsichere zukunftsfähige Landwirtschaft auch nur im Ansatz auf den Weg bringen lässt. Wenn es den Abgeordneten tatsächlich um eine nachhaltige, ökologischere und klimafreundlichere Zukunft geht, dann sollte das finale Votum ‚Ablehnung‘ lauten, um es in den Ausschüssen erneut zu beraten und hoffentlich zu einem besseren Ergebnis zu kommen“, so Heinrich.

Kontakt
Wiebke Elbe
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777219
@ElbeWWF auf Twitter

Quelle
WWF
Stand: 23.10.2020

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Ackerschnecke und Nemasoma varicome, ein Rinden Schnurfüsser.

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EU-Biodiversitätsstrategie erhält grünes Licht der Mitgliedstaaten
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NABU: EU-Biodiversitätsstrategie erhält grünes Licht der Mitgliedstaaten

24/25.10.2020

Miller: Getrübte Freude – Agrarminister sabotieren Masterplan zur Rettung der Artenvielfalt
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Brüssel – Am heutigen Freitag erteilen die EU-Umweltminister unter Vorsitz von Bundesumweltministerin Svenja Schulze der EU-Biodiversitätsstrategie grünes Licht. Erstmals legt die EU damit die für den Natur- und Klimaschutz erforderliche Renaturierung von Mooren, Grünlandflächen, naturnahen Wäldern und Meeresgebieten verbindlich fest.

Die Strategie ist ein wesentlicher Teil des Europäischen Green Deal und wurde von der Europäischen Kommission am 20. Mai 2020 veröffentlicht. Sie gilt bis 2030.

Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Endlich bekennen sich die EU-Staaten zu einem neuen Masterplan zur Rettung der Biodiversität mit dem sie die Artenkrise bekämpfen wollen und Schäden an Natur und Landschaft heilen. Es ist ein starkes Zeichen und wichtiger Rückenwind für den Green Deal.

Doch bei aller Freude: Dieser Beschluss trägt einen bitteren Beigeschmack. Während sich die Umweltminister zur Rettung der Artenvielfalt aufmachen, boykottieren die Agrarminister unter Julia Klöckner sowie das Europäische Parlament diese Ziele mit ihren Beschlüssen zur Agrarpolitik. Die Agrarminister nehmen sehenden Auges in Kauf, dass Landschaften und Lebensräume zerstört werden und sich die Arten- und Klimakrise weiter verschärfen. So wird der Green Deal beerdigt.“

Ein wesentlicher Streitpunkt: Der Raum, der künftig für die Natur auf Wiesen und Feldern zur Verfügung stehen soll. Die EU-Biodiversitätsstrategie sieht dies auf zehn Prozent der Agrarflächen vor. Dieser Anteil ist nach wissenschaftlichen Studien mindestens nötig, um das Überleben zahlreicher Feldvogelarten und bestäubender Insekten zu sichern. „Wenn wir zehn Prozent Platz für die Natur schaffen, wird die Zahl der stark dezimierten Feldvögel um 60 Prozent zunehmen“, so Miller unter Berufung auf eine Studie des Bundesamts für Naturschutz und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten.
 
Die Agrarminister jedoch wollen bislang lediglich fünf Prozent Biodiversitätsflächen zustimmen. Diese sollen zudem weiter bewirtschaftet werden können. „Dies ist eine katastrophale Nachricht für bestäubende Insekten und Feldvögel“, warnt der NABU-Bundesgeschäftsführer. Am heutigen Freitag stimmt das EU-Parlament über die EU-Agrarpolitik ab und es drohen weitere Verschlechterungen für Biodiversität und Klima. Unter dem Motto #VoteDownThisCAP rufen Greta Thunberg, Luisa Neubauer, der NABU und viele weitere zur Ablehnung der Beschlüsse auf, um einen Neuanfang in der Agrarpolitik herbeizuführen. Nach Ansicht des NABU muss die EU-Kommission darauf bestehen, auch in der Agrarpolitik den Europäischen Green Deal umzusetzen.
 
„Angesichts dieser schwierigen Verhandlungsbedingungen ist es ein großer Erfolg von Bundesumweltministerin Svenja Schulze ein solch starkes Bekenntnis aller Länder zum Naturschutz zu erreichen. Nun muss die hundertprozentige Umsetzung in Deutschland erfolgen, um echte Verbesserung für den Klima- und Artenschutz zu erreichen“, so Raphael Weyland, Leiter des Brüsseler NABU-Büros.
 

Informationen zur EU-Biodiversitätsstrategie
https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal/actions-being-taken-eu/eu-biodiversity-strategy-2030_de
 
www.NABU.de/news/2020/05/28170.html
 
Informationen zum Umweltrat und Ratsschlussfolgerungen: www.consilium.europa.eu/de/meetings/env/2020/10/23/
 
Studie zur Wiederherstellung der Feldvogelbestände durch „Space for Nature“

www.NABU.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/artenvielfalt/vogelsterben/27542.html  


Für Rückfragen:

Dr. Raphael Weyland, NABU-Büroleiter Brüssel, Tel.: +32 487 457 191, E-Mail: Raphael.Weyland@NABU.de


Quelle
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NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 91/20 | 23. OKTOBER 2020
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EU/Umwelt/Agrar

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Marienkäfer beim Abfliegen

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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität - Allgäuer Alpen
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

  • Alpenklinik Santa Maria / Oberjoch

24/25.10.2020

Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Seit vielen Monaten setzen wir hoch in den Allgäuer Alpen ein in dieser Form einmaliges Projekt um. Neben der Umgestaltung eines vormals artenfernen alten Trafoturms, hin zu einer Stele der Biodiversität und der erlebbaren Umweltbildung wurde vor wenigen Tagen mit der Installation der Infostationen auf der Freifläche begonnen.
Über ein halbes Jahr wurde an den Inhalten der Infoeinheiten gearbeitet .. doch das Ergebnis das die Buben und Mädchen der Einrichtung und auch Erwachsene für die Erhaltung der Artenvielfalt begeistern möchte, kann sich so sind wir der Überzeugung sehen lassen.

Daneben wurden neben den Infoeinheiten auch jeweils Stationen zur Lebensraumoptimierung der anzusprechenden Arten installiert .




In der Aufnahme
  • Bei strahlendem Sonnenschein zeigen sich die von ihren Sicherungseinheiten befreiten Infostationen auf dem Außengelände der Einrichtung. Ihnen obliegt es wertvolles Wissen über die jeweiligen Projektarten an groß und klein heranzutragen.
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Stele der Biodiversität Flehingen
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Stele der Biodiversität Flehingen

24/25.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und der Offenen Jugend Werkstatt e.V. Oberendingen das von dem Sozialwerk Bethesda, dem Biologische Gutachten - Dr. Christian Dietz und der Deutschen Postcode Lotterie begleitet und (fachlich) unterstützt wird.

Baden-Württemberg / Flehingen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und der Offenen Jugend Werkstatt e.V. Oberendingen das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus steht hierbei die Fledermausart "Graues Langohr" welchem mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
Mit der Installation der Hauptinformationen an der Außenhaut des Bauwerks setzen wir den vorläufigen Schlusspunkt unter ein sehr interessantes und nicht weniger anspruchsvolles Kooperationsprojekt und sehen der weiteren Entwicklung mit Spannung entgegen.
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Stele der Biodiversität - Lechtingen
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Stele der Biodiversität  - Lechtingen

23/24.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lechtingen/Wallenhorst - Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  • ... nachdem wir das Bauwerk im Außenbreich bereits weitestgehend abschließen konnten starten wir nun, in den wittterungsbedingt schwiergen Monaten im Innenbereich der das Thema Umweltbildung weiterführen wird ...
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NABU: Bundesmarine versagt beim Schutz bedrohter Schweinswale
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NABU: Bundesmarine versagt beim Schutz bedrohter Schweinswale

23/24.10.2020

  • Untersuchungsbericht von Minensprengungen im Fehrmarnbelt: Mindestens acht Schweinswale getötet
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Berlin/Neumünster – Ende August 2019, zur Fortpflanzungszeit der Schweinswale, sprengte ein NATO-Flottenverband unter Beteiligung der Bundesmarine 42 britische Grundminen aus dem Zweiten Weltkrieg im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt.

Jetzt wurden die abschließenden Untersuchungen zu den Auswirkungen auf streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Wale vom Bundesumweltministerium veröffentlicht: Mindestens acht der kleinen Zahnwale wurden getötet. Die Bundeswehr teilte jetzt mit, bis auf Weiteres auf geplante Sprengversuche an einer ausgemusterten Fregatte in der Ostsee zu verzichten.
Der zwischen dem Bundesumwelt- und Bundesverteidigungsministerium abgestimmte Untersuchungsbericht präsentiert niederschmetternde Fakten: Die Minensprengungen im Schutzgebiet Fehmarnbelt, im wichtigsten Fortpflanzungs- und Migrationskorridor für Schweinswale in der deutschen Ostsee, haben zum Tod von mindestens acht streng geschützten Walen geführt. Die Explosionen von jeweils über 300 Kilogramm Sprengstoff führten noch in mehreren Kilometern Entfernung zu tödlichen Verletzungen. Die Schockwelle zerriss Gewebe, führte zu Organ- und Gehörschäden bei den Walen, Experten sprechen von Explosionstraumata. Noch in über 20 Kilometern Entfernung wurde der 2013 zum Schutz von Schweinswalen eingeführte Grenzwert von 160 Dezibel überschritten. Darüber hinaus zerstörten 39 der Explosionen nach europäischem Recht geschützte Riffe in einem Radius von bis zu 30 Metern.
 
Nach Auffassung des NABU zeigt der Bericht das Totalversagen der Bundesmarine beim Schutz mariner Säugetiere und einen Verstoß gegen geltendes Naturschutzrecht. „Die Bundesmarine muss Konsequenzen ziehen und ihre Einstellung zum Natur- und Artenschutz grundsätzlich überdenken. Das betrifft auch die verbindliche Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen vor unvermeidlichen Sprengungen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Es ist gut, dass nun erste Sprengversuche ausgesetzt und Handlungsleitfäden für die Marine entwickelt werden sollen. Das ist aber längst nicht ausreichend. Unterwassersprengungen müssen grundsätzlich vermieden werden. Wir brauchen dringend eine nationale Strategie zum Umgang mit dem gefährlichen Weltkriegserbe am Grund von Nord- und Ostsee.“
 
Unterwasserschall ist zur Hauptbedrohung von Schweinswalen in Nord- und Ostsee geworden. „Wir sind beunruhigt über die jüngsten Forschungen, die zeigen, dass viele Wale Schädigungen des Gehörs aufweisen. Ohne ihren spezialisierten Sinn der Echolokation können Wale weder Schiffen noch tödlichen Stellnetzen ausweichen. Das führte im Zeitraum des Untersuchungsberichts zum Tod mindestens zweier weiterer Wale. Wir müssen endlich mehr für den marinen Artenschutz tun“, mahnt NABU-Meeresschutzexperte Dr. Kim Detloff.
 
Erst am 8. Oktober hatte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) seine aktuelle Rote Liste bedrohter Tierarten herausgegeben. Der Schweinswal gilt in der deutschen Ostsee als vom Aussterben bedroht. Unterwasserlärm durch Sprengungen von Altmunition zählt dabei zu den größten Gefahren für das Überleben der kleinen Wale.
 
Der NABU appelliert an die Bundesregierung, jetzt die notwendigen Strukturen und Finanzmittel für die strategische und naturverträgliche Bergung von Altmunition bereitzustellen. Ähnlich hatte sich auch die Konferenz der Umweltminister von Bund und Ländern Ende 2019 positioniert. Die Bundeswehr ist aufgefordert, konsequent auf alternative Entsorgungsmethoden für Munitionsaltlasten zu setzen und ihre Sprengversuche nicht ins Ausland zu verlagern.
 
Das BfN sieht in seinem Untersuchungsbericht zu den Minensprengungen auch das Ziel des günstigen Erhaltungszustands des Schweinswals im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt gefährdet. Das müsse auch im Zusammenhang mit anderen Beeinträchtigungen, wie der geplanten Fehmarnbeltquerung, betrachtet werden, so Detloff. Bis Anfang Oktober verhandelte das Bundesverwaltungsgericht über die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung für den Fehmarnbelttunnel.
 
 
Hintergrund

Die Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke von Bündnis 90/Die Grünen hatte bereits im November 2019 mit einer Kleinen Anfrage die notwendigen Untersuchungen zu den Minensprengungen im Schutzgebiet zwischen dem 28. und 31. August 2019 ausgelöst. Der NABU hatte eigene Recherchen gestartet und Bundesumwelt- und Bundesverteidigungsministerium zur Aufklärung aufgefordert.
 
Nach den Sprengungen wurden 41 tote Schweinswale gefunden, von denen 24 obduziert werden und acht dem NATO-Manöver zugeordnet werden konnten. Die Dunkelziffer getöteter Wale kann nach Auffassung des NABU noch höher liegen, da im November weitere Sprengungen in dänischen Hoheitsgewässern durchgeführt wurden.


In der Aufnahme des NABU
  • verendeter Schweinswal
 
Mehr Infos:
www.NABU.de/munition

BMU/BfN zu den Untersuchungsberichten:
https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz.html

   
Für Rückfragen:
Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, Mobil +49 (0) 152 09202205, E-Mail: Kim.Detloff@NABU.de
 
Dagmar Struß, NABU-Landesstelle Schweinswalschutz, Mobil +49 (0) 170 9611081 Dagmar.Struss@NABU-SH.de   
 
 Quelle
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Tel. +49 (0)30.28 49 84-1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 92/20 | 21. Oktober 2020
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Umwelt/Meeresschutz

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NABU: Trendwende adé - Agrarpolitik im Rückwärtsgang
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NABU: Trendwende adé - Agrarpolitik im Rückwärtsgang

23/24.10.2020

  • Miller: Agrarminister blockieren Lösungen für Klima- und Artenkrise
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Brüssel
– Die Einigung der EU-Agrarminister zur künftigen gemeinsamen Agrarpolitik bewertet der NABU als Armutszeugnis für den Klima- und Artenschutz. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Die Landwirtschaftsminister haben dem Europäischen Green Deal heute eine Kampfansage erteilt. Statt Hunderttausenden Agrarbetrieben bei der Umstellung auf eine klima- und naturverträgliche Zukunft zu helfen, zementieren sie mit Steuergeldern von morgen ein schädliches Subventionssystem von vorgestern. Existenzielle Probleme wie die Klimakrise, Dürren und Insektensterben werden so nicht gelöst. Im Gegenteil: Die Betriebe werden allein gelassen mit unweigerlich steigenden Klima- und Umweltauflagen. Dieser Beschluss ist ein deutlicher Rückschritt gegenüber den viel zu schwachen Reformvorschlägen der Kommission.“
Die ohnehin wenigen Umweltambitionen, mit denen Julia Klöckner die deutsche Ratspräsidentschaft angetreten war, wurden in den Verhandlungen stark aufgeweicht. Aus Angst vor Konflikten mit Interessenverbänden habe die Ministerin den kleinsten gemeinsamen Nenner gesucht – zu Lasten von Natur und Klima, kommentiert Miller. Nach bisherigen Informationen wird es bei den Bedingungen für den Erhalt von Subventionen keine Fortschritte dahingehend geben, dass Betriebe nicht-produktive Flächen für die Biodiversität zur Verfügung stellen müssen. Das allerdings wäre der entscheidende Schlüssel, um bestäubenden Insekten und Vögeln zu helfen. EU-weit schwinden Arten und Lebensräume in atemberaubenden Tempo, wie vorgestern erneut ein Bericht der EU-Umweltagentur unterstrich.

Zwar habe Bundesagrarministerin Julia Klöckner ein Mindestbudget für die sogenannten Öko-Regelungen (Eco-Schemes) von 20 Prozent durchgesetzt, ohne jedoch konkrete Vorgaben zur Wirksamkeit der Maßnahmen zu machen. Im ungünstigsten Fall sollten diese zudem erst ab 2025 greifen, so Miller. Das wäre viel zu spät und deutlich zu wenig für eine echte Trendwende in der Agrarpolitik.


Der NABU hofft nun darauf, dass zumindest die EU-Parlamentarier bei ihren finalen Abstimmungen in den nächsten Tagen noch die Möglichkeit nutzen, die Agrarpolitik klar mit den Zielen des Green Deal und des Pariser Klima-Abkommens zu verknüpfen. Die entsprechenden Anträge stehen voraussichtlich am heutigen Mittwoch zur Abstimmung (AM1199 und AM808).


Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser, Leiter Globale und EU-Naturschutzpolitik,
Mobil +49 (0)172.4179730, E-Mail: konstantin.kreiser@NABU.de


Quelle
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Umwelt/Landwirtschaft

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Schwarze Springspinne (Evarcha arcuata)

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EU-Agrarreform wird zur Katastrophe für Natur- und Klimaschutz
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EU-Agrarreform wird zur Katastrophe für Natur- und Klimaschutz

23/24.10.2020

  • WWF: Einigung im EU-Agrarrat manifestiert zerstörerische Subventionspolitik

Berlin, 21.10.2020: Die Agrarministerinnen und Agrarminister der EU-Mitgliedstaaten haben sich heute Morgen auf die Grundzüge der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 geeinigt. „Der EU-Agrarrat setzt seine zerstörerische Subventionspolitik zugunsten großer Agrarkonzerne fort.

Obwohl sich Europas Natur in einem miserablen Zustand befindet und das Artensterben auf Europas Wiesen und Feldern weiter voranschreitet, legen die Ministerinnen und Minister eine desaströse Positionierung zur GAP-Reform vor“, so WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich.

Der offiziell noch nicht vorliegende Beschluss des Agrarrates sieht vor, dass die Mitgliedstaaten nur 20 Prozent der Direktzahlung für ökologisch wirksame Maßnahmen, sogenannten Eco-Schemes, verwenden müssen – eine Berücksichtigung der Umweltausgaben in der 2. Säule ist möglich, zudem sollen nicht verausgabte Eco Schemes-Mittel nach einer zweijährigen Lernphase in der 1. Säule verbleiben.

Damit missachten die Ministerinnen und Minister die Fülle wissenschaftlicher Einschätzungen und Empfehlungen zur strikten unmittelbaren Kopplung der EU-Direktzahlungen an erbrachte und messbare Ökosystemleistungen. „Was der Agrarrat hier vorlegt hat, ist ein fauler Kompromiss, der keinen ökologischen Mehrwert zur vorherigen Förderperiode darstellt. Um ausreichende Wirkung zu entfalten, müssten es eigentlich verbindliche 50 Prozent sein, als minimaler Einstieg wären gerade noch mindestens 30 Prozent akzeptabel“, kritisiert Heinrich.

Bei der Festlegung des prozentualen Mindestanteils von nichtproduktiven Flächen (GLÖZ 9) sieht der EU-Agrarrat offenbar fünf Prozent vor. Allerdings könnte diese Regelung möglicherweise nur für Betriebe mit einer Fläche ab zehn Hektar gelten. „So oder So: ein wirklich schlechtes Verhandlungsergebnis. Mindestens zehn Prozent der Flächen müssen wirklich naturbelassen sein, sonst gibt es keine positiven Effekte für den Artenschutz. Eine solche Regelung muss für alle Betriebe gelten“, so Heinrich vom WWF. Auch der Europäische Rechnungshof hatte der bisherigen Praxis des sogenannten Greenings Wirkungslosigkeit attestiert.

Derzeit verhandeln noch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments über eine gemeinsame GAP-Positionierung. Sollten sich auch die EU-Parlamentarier am Ende nicht für eine fortschrittliche Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik aussprechen, könnten die anschließenden Trilogverhandlungen zu einem Desaster für den Klima- und Umweltschutz werden. Die bisherigen Abstimmungen lassen allerdings auf nichts Gutes hoffen. Alle gemeinsam von EVP, S&D und RENEW eingebrachten und am Dienstagabend abgestimmten Kompromissanträge wurden vom EU-Parlament angenommen, was trotz eines Mindestbudgets von 30 Prozent bereits auf eine deutliche Verwässerung der qualitativen Anforderungen an die Eco-Schemes hinausläuft. Eine finale Entscheidung des Europäischen Parlaments wird für Freitagabend erwartet.

Erst am Montag hatte der neue Bericht zum Zustand der Natur in Europa erneut dokumentiert, wie schlecht es um die biologische Vielfalt in der Europäischen Union steht. Laut dem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) sind 81 Prozent aller von der EU geschützten Lebensräume in einem schlechten Zustand und werden die Hauptziele der Biodiversitätsstrategie der EU verfehlt. Beim Erhalt und Zustand der Arten schneiden nur vier EU-Länder noch schlechter ab als Deutschland.

Kontakt
Wiebke Elbe
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777219
@ElbeWWF auf Twitter

Quelle
WWF
Stand: 21.10.2020

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Gemeiner Bienenkäfer bei der Paarung

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Das Sondergebiet Praßreut wird vorerst nicht erweitert
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Das Sondergebiet Praßreut wird vorerst nicht erweitert

23/24.10.2020

Der Gemeinderat von Röhrnbach (Landkreis Freyung-Grafenau) hat verkündet, dass der Antrag auf Erweiterung des Logistikunternehmens in Praßreut vom Betreiber zurückgezogen worden ist.

Der BUND Naturschutz Bayern und seine Kreisgruppe Freyung-Grafenau freuen sich über diese Entwicklung und fordern, das Problem des Flächenverbrauchs endlich bayernweit engagiert anzugehen.
„Wir sind erleichtert, dass die Erweiterung vorerst nicht vorangetrieben wird und hoffen, dass in der Gemeinde nun eine zukunftsfähige Lösung für die Entwicklung des Unternehmens gefunden wird. Praßreut war und ist ein Sündenfall. Ich freue mich, dass die Argumente des BUND Naturschutz und der Bürgerinitiative Herrn Bürgermeister Leo Meier und die Gemeinderäte überzeugt haben“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz Bayern.

Dr. Peter Mayer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Freyung-Grafenau, ist ebenfalls froh über diese Nachricht und dankbar für das insgesamt konstruktive Miteinander aller Beteiligten und die Einsicht des Unternehmers.

„Es ist ein unerwarteter und schöner Erfolg, dass engagierte Bürger, ein nachdenklicher Gemeinderat und ein vermittelnder Bürgermeister in gutem Miteinander Überzeugungsarbeit gegen dieses unzeitgemäße Projekt geleistet haben“, so Mayer.

Der BUND Naturschutz setzt sich dafür ein, die Gemeinden in dieser Frage deutlich zu entlasten und bayernweit geltende Regelungen für Neuversiegelungen und den Verbrauch an landwirtschaftlichen Flächen einzuführen.

„Der rasant fortschreitende Flächenverbrauch ist eines der größten Umweltprobleme in Bayern. Wir fordern die Bayerische Staatsregierung auf, der Willenserklärung aus dem Koalitionsvertrag nun Taten folgen zu lassen“, ergänzt Richard Mergner. Der Koalitionsvertrag zwischen CSU und FW legt als Richtgröße einen Flächenverbrauch in Bayern von 5 ha pro Tag fest. Das Bayerische Landesamt hat vor wenigen Tagen die Zahlen für 2019 veröffentlicht: Der Flächenverbrauch lag im Jahr 2019 bei durchschnittlich 10,8 Hektar pro Tag.

Aktuelle Zahlen (15.10.2020) zum Flächenverbrauch 2019 vom Bayerischen Landesamt für Statistik:
  • www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2020/pm274/index.html

Für Rückfragen/weitere Informationen:
Rita Rott
Regionalreferentin des BN für Niederbayern
089 / 54 830 112
0175 / 355 9706
Rita.rott@bund-naturschutz.de

Interessengemeinschaft vor Ort:
wirfuerniederbayern@gmx.de
www.facebook.com/Wir-für-Niederbayern-598629827467079


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
21.10.2020

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Igelfliege / Tachina magnicornis

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NABU greift drei verletzte Schneeleoparden ...
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Mensch-Wildtier-Konflikte: NABU greift drei verletzte Schneeleoparden in vier Monaten auf

23/24.10.2020

  • NABU zum Tag des Schneeleoparden: "Lebensraum für Großkatze schrumpft, Bewusstsein in der Bevölkerung wächst"

Berlin/Bischkek - Die Konflikte zwischen Schneeleoparden und Menschen nehmen zu. Diese Beobachtung meldet der NABU zum "Tag des Schneeleoparden" am 23. Oktober und macht zugleich auf die Bedrohung der seltenen Großkatze aufmerksam.

"In einem Zeitraum von vier Monaten griff unsere Anti-Wilderei-Einheit in Kirgistan gleich drei geschwächte und durch Menschen verletzte Schneeleoparden auf. Einer davon war von Schrot geradezu zerlöchert", so Thomas Tennhardt, NABU-Direktor Internationales. Die tadschikische Partnerorganisation "ANCOT" meldete in demselben Zeitraum zehn Fälle.

"Mittlerweile leben nur noch 4.000 bis 6.400 Schneeleoparden in freier Wildbahn - und ihr Lebensraum schrumpft", so Katja Kaupisch, NABU-Referentin für Weide- und Wildtiermanagement. "Er wird übernutzt, zerschnitten und immer dichter besiedelt, die Zahl der Beutetiere nimmt ab." Hinzu komme der Klimawandel, von dem nach Einschätzungen des Weltklimarates die asiatischen Gebirge zu den am stärksten betroffenen Regionen der Erde zählen.

"Das führt dazu, dass Schneeleoparden immer häufiger in menschliche Siedlungen eindringen, wo Schafe oder Ziegen eine leichte Beute darstellen. Präventiv- oder Vergeltungsangriffe durch Hirten, für die ihre Haustiere oft die Existenzgrundlage darstellen, können schwerwiegende Folgen haben", so Kaupisch.

Die gehäuften Fälle der gemeldeten und sichergestellten Schneeleoparden seien jedoch auch Ausdruck eines gestiegenen Bewusstseins für die Tiere, so der NABU, der seit Anfang der 90er Jahre in Kirgistan für den Schutz der Schneeleoparden aktiv ist. Neben Umweltbildung und der Anti-Wilderei-Einheit unterhält der NABU ein Reha-Zentrum für verletzte Tiere, in dem auch zwei der in diesem Jahr beschlagnahmten Schneeleoparden untergebracht sind. Um den Tieren, die aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder ausgewildert werden können, in Zukunft mehr Platz bieten zu können, plant der NABU im kommenden Jahr den Bau eines neuen Rehabilitations- und Umweltbildungszentrums im Tschüi-Gebiet im Norden des Landes.

Sein Engagement für den Schutz von Schneeleoparden hat der NABU mittlerweile auch auf Tadschikistan, Pakistan und Nepal ausgeweitet, wo der Verband mit Partnerorganisationen gemeindebasiert arbeitet und zum Beispiel durch einbruchsichere Ställe für Haustierherden und einem Versicherungssystem daran arbeitet, Mensch-Tier-Konflikten vorzubeugen und das Image des Schneeleoparden zu verbessern.

Auch auf politischer Ebene macht sich der NABU für den Schutz von Schneeleoparden stark. So kamen 2013 auf Initiative des NABU erstmals alle zwölf Länder zusammen, in denen der Schneeleopard beheimatet ist, um über den Erhalt der Art zu beraten. Die Verbreitungsstaaten verabschiedeten ein Schutzprogramm mit dem Ziel, die 20 wichtigsten Gebiete für den Schneeleoparden unter Schutz zu stellen. Der Tag dieser Verabschiedung, der 23. Oktober, wird seither weltweit als "Internationaler Tag des Schneeleoparden" gefeiert.

Wer den NABU bei der Rettung der Schneeleoparden unterstützen will, kann unter www.schneeleopard.de eine Patenschaft abschließen - zugleich eine attraktive Geschenkidee für Weihnachten.


Für Rückfragen:

Name: Katja Kaupisch
Funktion: NABU-Referentin für Weide- und Wildtiermanagement
mobil: +49 (0)176-24656405
katja.kaupisch@NABU.de


Quelle/Aufnahmen
NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10117 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Tizia Labahn, Silvia Teich & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510, -1588 und -1722, Fax -2500


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Junge Seeforellen im Königssee
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Junge Seeforellen im Königssee

22/23.10.2020

Knapp drei Jahre nach dem Start des Projekts zur Wiederansiedlung der Seeforelle im Königssee
gibt es erste Erfolge zu verzeichnen: Bei einer Bestandsaufnahme Ende September im Saletbach konnten erstmals seit Projektbeginn junge Seeforellen nachgewiesen werden.

 Regelmäßig kontrolliert die Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung und dem Fischer vom Königssee die Seeforellenbestände im Saletbach und angrenzenden Gewässern.

Hier wurden seit 2018 in mehreren Besatzaktionen mehrere Zehntausend so genannte Seeforellen-Brütlinge ausgesetzt. Seeforellen kehren ähnlich wie Lachse im Alter von vier bis fünf Jahren zum Laichen zum Ort ihrer Geburt zurück. „Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Besatzfische nicht zu alt sind, denn dann sind sie nicht ausreichend auf ihr Geburtsgewässer geprägt und wandern später ab“, erklärt Nationalpark-Ranger Klaus Melde.

Die Brütlinge und Setzlinge im Saletbach zwischen Obersee und Königssee waren bei den Besatzaktionen nur wenige Tage alt und trugen zum Teil noch ihren Dottersack. „Bei so jungen Fischen haben wir gute Chancen, dass sie den Saletbach und das Kiesbett bei St. Bartholomä als ihren Geburtsort in Erinnerung behalten“, betont Melde. Bei der aktuellen Kontrollbefischung konnten Dr. Bernhard Gum und Dr. Leonhard Egg von der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberbayern, die Königssee-Fischer Thomas und Kilian Amort sowie Nationalpark-Ranger Klaus Melde insgesamt 21 Jungfische aus drei Jahrgängen nachweisen.

„Die größte Seeforelle stammt wahrscheinlich aus der Besatzaktion aus dem Jahr 2018 und stieg mit Beginn der Laichzeit wieder in den Saletbach auf“, freut sich Dr. Bernhard Gum über die ersten Erfolge des Wiederansiedlungsprojekts.

Mit einer Länge von bis zu 100 cm wird die Seeforelle auch als „Königin der Alpenseen“ bezeichnet. In den 1980er und 1990er Jahren gab es bei der Seeforelle in nahezu allen großen, bayerischen Seen erhebliche Bestandseinbrüche, auch im Königssee. Bis vor rund drei Jahren war die Seeforelle aus dem Nationalpark Berchtesgaden weitgehend verschwunden.

Nach aufwändigen Renaturierungen des Saletbaches zwischen Obersee und Königssee im Jahr 2011 sind wieder bessere Lebensbedingungen für juvenile Seeforellen vorhanden, im Jahr 2018 begann das Wiederansiedlungsprojekt. Noch bis 2024 werden die Projektbeteiligten die Entwicklung der Jungfische genau beobachten und dokumentieren.

 
In der Aufnahme:
  •  Mitarbeiter der Fischereiberatung des Bezirks Oberbayern, der Berufsfischer vom Königssee sowie Mitarbeiter des Nationalparks kontrollieren regelmäßig den Erfolg des Wiederansiedlungsprojekts der Seeforelle in Königssee und Obersee.
 (Credit: Bezirk Oberbayern)
 

Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden
Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de
Pressemitteilung 07.10.2020
Nr.: 36/20 - PDF-Download

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Erhalt der Moorböden im größten bayerischen Niedermoor ...
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Erhalt der Moorböden im größten bayerischen Niedermoor muss endlich vorankommen

22/23.10.2020

Mit etwa 180 Quadratkilometern ist das altbayerische Donaumoos das größte Niedermoor in Bayern. Dabei ist das Donaumoos ein wichtiger Kohlenstoffspeicher im Kampf gegen die Klimakrise.

Der Moorschwund, der Folge jahrzehntelanger Entwässerung ist, führt zur Freisetzung von Treibhausgasen und muss eingedämmt werden.
Obwohl das Donaumoos-Entwicklungskonzept von 2000 den Torfkörper-Erhalt schon als Ziel formuliert hat, sind die Fortschritte bisher gering „Daher muss explizit auch der Klimaschutz als Flächenziel ins Donaumoos-Entwicklungskonzept aufgenommen und der Torfkörperschutz viel konsequenter als bisher umgesetzt werden“, fordert Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern.

„Im Donaumoos drängt die Zeit, so muss der Ausbau der Fördermittel für moorverträgliche Landwirtschaft große Priorität, als Ministeriums-übergreifende Aufgabe, der Staatsregierung sein. Bayern als großes Moorland muss sich zudem für eine ökologische EU-Agrarpolitik einsetzen, die moorverträgliche Bewirtschaftung fördern nicht deren weitere Zerstörung. Da werden jetzt gerade die Weichen für die nächsten sechs Jahre gestellt“, so Mergner weiter.

„Neue Kartenanalysen zeigen, dass die Flächen mit dem größten Torfschwund diejenigen sind, wo laut dem Entwicklungskonzept Landwirtschaft die Zielsetzung ist. Aus diesem Grund ist eine gemeinsam mit den Landwirten erarbeitete Lösung für den Erhalt des Moores zwingend notwendig“, erläutert Günter Krell, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Neuburg-Schrobenhausen.

Eine konkrete Umsetzung könnte mit dem Klimaschutzprojekt „Schorner Röste“ im südwestlichen Donaumoos beginnen. Bereits 2016 wurde von der Regierung von Schwaben für das Gebiet der „Schorner Röste“ eine Machbarkeitsstudie zur Renaturierung erstellt, die eine Umsetzung zum „Klimaschutzgebiet“ beschreibt. Da große Flächen im Gebiet „Schorner Röste“ der Stadt München gehören, kann die Stadt hier vorbildlich vorangehen und eine Vorbildwirkung im Schutz des altbayerischen Donaumooses für den Klimaschutz einnehmen

„Die Umsetzung kann nur gemeinsam mit den Landnutzern aus der Landwirtschaft und den Eigentümern der Fläche erfolgen, dafür müssen aber die Rahmenbedingungen stimmen, damit extensiveres Wirtschaften ohne Einkommenseinbußen möglich ist.“, äußert sich Ernst Haile, 1. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Aichach-Friedberg. Dabei kann eine erfolgreiche Verwirklichung zeigen, wie Klimaschutz durch Moorschutz in Zusammenarbeit mit den Landwirten zu erreichen ist.

„Auch die Ziele des Artenschutzes müssen und können dabei umgesetzt werden. Positiv zu sehen ist das Renaturierungsgebiet auch für den dezentralen Wasser- und Regenrückhalt in der Fläche“, betont Dr. Christine Margraf, stellv. Landesbeauftragte des BN, die großen Synergien im Moorschutz.

Als ein Trend in der Landnutzung im Donaumoos sind die gegenwärtigen Planungen von Freiflächen Photovoltaikanlagen erkennbar. Eine der größten Anlagen Bayerns ist derzeit im Donaumoos bei Berg im Gau am Schornhof im Entstehen.

„Hier wurde es leider verpasst, die Anhebung des Grundwasserspiegels als Auflage der Planung zu machen“, so Krell. Der Ausbau der Photovoltaik auf Moorflächen macht ein Gesamtkonzept erforderlich das die Renaturierung auf Moorböden (Anhebung des Grundwasserstandes) verbindlich regelt, Ziele des Artenschutzes umsetzt und gleichzeitig dem Erhalt der Donaumoos-Kulturlandschaft gerecht wird.


Für Rückfragen
Annemarie Räder
Regionalreferentin für Oberbayern
Tel.: 089 / 54 83 01 14
annemarie.raeder@bund-naturschutz.de



Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
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In der Aufnahme von Johannes Rother

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Urwälder zum Anfassen
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Urwälder zum Anfassen

22/23.10.2020

  • Hirschberg und Jüchnitzgrund: WWF eröffnet neue Urwaldpfade in Thüringen

Erfurt/Berlin, 20.10.20: Gleich zwei neue Urwaldpfade laden in Thüringen zum Entdecken und Erholen ein: Gemeinsam mit dem Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale, der Stadt Hirschberg und Thüringen Forst eröffnet der WWF am 21. Oktober den Urwaldpfad Hirschberg.

Am 23. Oktober folgt die Einweihung des Urwaldpfades im Jüchnitzgrund gemeinsam mit dem Biosphärenreservat Thüringer Wald, den Gemeinden Geraberg und Elgersburg sowie Thüringen Forst. Damit bestehen insgesamt zehn Pfade, verteilt über ganz Thüringen.
„Der Urwaldpfad Hirschberg ist abwechslungsreich, vielfältig und noch dazu geschichtsträchtig“, erklärt Max Boxleitner, WWF-Projektleiter der Thüringer Urwaldpfade. „Er führt durch das ehemalige deutsch-deutsche Grenzgebiet zwischen Thüringen und Bayern. Hier wurden nach der Grenzöffnung Teile des Waldes, die einst für die Grenzsicherung gerodet wurden, wieder aufgeforstet. Seitdem darf sich der Wald wieder natürlich entwickeln. Das Resultat ist ein Mosaik aus verschiedensten Waldstrukturen, vom jungen Mischwald bis zu jahrhundertealten Altholzbeständen.“ Der WWF lädt im Rahmen einer zweistündigen, geführten Wanderung dazu ein, das Waldwildnisgebiet zu erkunden.

Auch im Jüchnitzgrund erhalten Naturbegeisterte Einblicke in „die Urwälder von morgen“. Hier in der Kernzone des UNESCO Biosphärenreservates Thüringer Wald wächst ein artenreicher Mischwald, der sich durch einen zunehmenden Anteil an Buchen, Weißtannen und anderen Baumarten auszeichnet. Entlang der sprudelnden Jüchnitz führt der etwa 11 Kilometer lange Pfad durch ein Waldgebiet, in dem der Kontrast zwischen Naturwald und bewirtschafteten Waldbeständen deutlich erlebbar ist.

Hintergrund:

Die Thüringer Urwaldpfade werden vom WWF Deutschland in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Erfurt realisiert und aus Mitteln der EU (ELER) über das Förderprogramm des Thüringer Umweltministeriums zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) in Höhe von rund 968.000 Euro finanziert.

Im Gesamtprojekt werden nach und nach insgesamt 15 Urwaldpfade eröffnet, die sich wie Perlen an einer Kette über die Höhenzüge um das Thüringer Becken erstrecken.

Mit Eingangsstelen sowie Informationstafeln werden an den Urwaldpfaden die schönsten naturnahen Thüringer Wälder vorgestellt und ihre Bedeutung und Besonderheiten vermittelt.

Die speziellen Waldwildnisgebiete zeichnen sich durch einen hohen Struktur- und Artenreichtum aus. Auf diesen geschützten Flächen hat sich durch pflegliche oder ausgebliebene forstwirtschaftliche Nutzung eine Vielzahl kostbarer Wald-Lebensräume entwickelt. Mit Informationsangeboten und Wanderrouten werden diese Gebiete für den Naturtourismus nutzbar.

Unter www.thueringer-urwaldpfade.de finden Sie Hintergrundinformationen und detaillierte Routenprofile.

Kontakt
Doreen Kolonko
Praktikantin Presse
Tel: 030311777971


Quelle
WWF
Stand: 20.10.2020


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker

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Artenschutz in Franken®  
Nationalpark präsentiert sich am Jennergipfel
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Nationalpark präsentiert sich am Jennergipfel

22/23.10.2020

Unter dem Motto „Das ist der Gipfel“ zeigt der Nationalpark Berchtesgaden in der neuen Jenner-Gipfelstation bereits seit 2019 eine Ausstellung zum Lebensraum „Fels“. Die bestehende Ausstellung wird in den kommenden acht Monaten um einen weiteren, rund 80 Quadratmeter großen Ausstellungsraum erweitert.

Diesen Raum stellt die Berchtesgadener Bergbahn AG dauerhaft kostenfrei zur Verfügung. Die Allianz-Umweltstiftung unterstützt das Vorhaben finanziell, Projektmanager Peter Wilde überreichte den entsprechenden Förderbescheid kürzlich an die Nationalparkverwaltung.

Die neue Ausstellung im ersten Stock der Jenner-Gipfelstation wird den Besuchern zentrale Botschaften des Nationalparks sowie den Schutzgebietsgedanken vermitteln. Auch die Regeln für einen naturverträglichen Besuch des Schutzgebiets sollen hier verstärkt thematisiert werden. Nationalparkleiter-Stellvertreter Ulrich Brendel freut sich auf die bevorstehende Erweiterung der Ausstellung und stellt dabei die Information und Sensibilisierung der Besucher in den Vordergrund: „Die Bewohner des Hochgebirges meistern ihr Leben unter extremen Bedingungen.

Damit sie überleben, müssen ihre Lebensgrundlagen geachtet, respektiert und geschützt werden. Wir Menschen sind nur kurzzeitig Gast in diesem Lebensraum. Und trotzdem ist unser Verhalten entscheidend für das Überleben der Tiere und Pflanzen“. Auf kurzweilige und unterhaltsame Art wird die neue Ausstellung Informationen über die verschiedenen Hochgebirgsbewohner präsentieren und die Nationalparkbesucher motivieren, die Natur am Jenner nachhaltig zu erleben – ohne Spuren zu hinterlassen.

Projektmanager Peter Wilde von der Allianz-Umweltstiftung stellt die finanzielle Förderung in Höhe von 100.000 Euro gerne zur Verfügung, denn die Sensibilisierung der Bevölkerung für naturschutzrelevante Themen ist heute aktueller denn je: „Die neue Dauerausstellung wird ihre Besucher nicht mit erhobenem Zeigefinger belehren, sondern sie durch gut aufbereitete Informationen für die besonderen Bedingungen in einem Nationalpark sensibilisieren. Wir freuen uns schon heute auf die Eröffnung zu Beginn der Sommersaison im kommenden Jahr.“

Die Allianz-Umweltstiftung engagiert sich bereits seit vielen Jahren im Nationalpark Berchtesgaden. So fördert sie beispielsweise seit 1994 das Steinaderprojekt sowie im weiteren Verlauf verschiedene Vorhaben in den Informationsstellen „Haus der Berge“, Klausbachhaus oder den Steinadler-Informationspunkt im Klausbachtal.

 In der Aufnahme
Peter Wilde, Projektmanager bei der Allianz-Umweltstiftung (Mitte), überreichte kürzlich einen Förderscheck in Höhe von 100.000 Euro für die Einrichtung einer neuen Nationalpark-Ausstellung in der Jenner-Bergstation. Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier (l.) und Dr. Christian Barth, Amtschef im Bayerischen Umweltministerium, nahmen den Förderbescheid auf der Terrasse der Jenner-Gipfelstation entgegen. Die neue Ausstellung soll bereits im Sommer 2021 fertiggestellt sein.
 (Credit: Bezirk Oberbayern)


Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden
Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de
Pressemitteilung 14.10.2020
Nr.: 38/20 - PDF-Download
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
Wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern

28/29.10.2020


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Zum Logbuch   >
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg