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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Epedemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

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Ganz schön wild
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Ganz schön wild - Energie aus Wildpflanzen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

12/13.08.2020

Prignitz – Wilde Malve, Fenchel, Rainfarn, Sonnenblumen – die bunt blühenden Flächen, die zurzeit im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg zu sehen sind, sind nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch energetisch: Mit einem ähnlich hohen Ertrag wie bei anderen Energiepflanzen, jedoch mit weniger Arbeitsaufwand und Energieeinsatz, sind die Mischungen zur Biogaserzeugung auf ertragsarmen Standorten eine ökonomische Alternative für Landwirte und fördern gleichzeitig die Artenvielfalt.
Aus bis zu 25 Pflanzenarten bestehen die Wildpflanzenmischungen, die im Rahmen eines Projektes Prignitzer Landwirte, des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL), des Fördervereins und der Verwaltung des Biosphärenreservates in diesem Frühjahr auf Flächen in der Prignitz erstmals zur Biogaserzeugung angebaut werden. Sie werden im Frühjahr gesät und sind mehrjährig. Im Spätsommer wird geerntet, gehäckselt und siliert. Bis zu fünf Jahre ist die Nutzung der Pflanzenmischung möglich. Da wenig Bodenbearbeitung und keine Neueinsaat nötig sind, fällt weniger Arbeit für den Landwirt an. Für Tiere wie Vögel und kleinere Säugetierarten bieten die Mischungen zudem Deckung und Nahrung. Für Insekten verbessert sich durch die blühenden Pflanzen das Nahrungsangebot. Fledermäuse nutzen die Flächen als Jagdrevier. Außerdem profitieren bodenbrütende Vögel von der späten Mahd, da zu diesem Zeitpunkt die Brutphase bereits abgeschlossen ist.

Die Auswirkungen von intensiv betriebenen Anbausystemen – wie beispielsweise dem Mais – auf Artenvielfalt und Boden können durch Wildpflanzenmischungen abgeschwächt werden. Die Ergebnisse des wissenschaftlich begleiteten Projektes zeigen, dass Naturschutz und eine wirtschaftliche Produktion auf ertragsarmen Flächen für die Biogasproduktion gleichzeitig möglich sind.

Das Projekt wird vom Land Brandenburg im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Brandenburg und Berlin, zusammengesetzt aus ELER, Bundes- und Landesmitteln gefördert. Insgesamt sollen in der Prignitz in diesem Jahr circa zehn Hektar Wildpflanzen für die Biogaserzeugung angebaut werden.

Prignitzer Landwirtschaftsbetriebe leisten mit dem Projekt einen Beitrag zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Weltweit haben sich alle UN-Vertragsstaaten auf 17 Ziele zur Sicherung der Lebensgrundlagen der Menschheit geeinigt. So fördert das Projekt die Ziele einer bezahlbaren, verlässlichen, nachhaltigen und modernen Energieversorgung. Der Beitrag des Projektes zum Schutz von Landökosystemen erfolgt durch eine nachhaltige Nutzung, die der Bodendegradation entgegenwirkt und die biologische Vielfalt fördert. Vor Ort geschieht das konkret durch Humusbildung und eine deutlich geringere Bodenerosion bei der Bewirtschaftung ertragsschwacher Standorte zur Biogaserzeugung mit Wildblumen.

Außerdem werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Wildtierstiftung weitere Flächen zum Anbau von Wildpflanzen zur Biogaserzeugung gesucht – eine Förderung ist möglich. Aktuell geerntete Getreidefelder eignen sich gut für eine Aussaat der Mischung zwischen den Stoppeln. Die Flächen werden ebenfalls gefördert und sollten maximal bis zu fünf Hektar groß sein. Interessierte können sich beim Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) oder beim Förderverein des Biosphärenreservates melden.

Für Rückfragen:
DVL: Thomas Bigalke
E-Mail: t.bigalke@lpv.de
Telefon: 0176/ 499 429 06

Förderverein:
Krista Dziewiaty
E-Mail: krista.dziewiaty@t-online.de

In der Aufnahme
Zwei Möglichkeiten für den Anbau zur Biogasproduktion: Mais im Hintergrund und eine Wildpflanzenmischung im Vordergrund. Foto: Oliver Krause


Quelle
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg
Henning-von-Tresckow-Str. 2 13, Haus S
14467 Potsdam
Telefon: +49 331 866-0
Telefax: +49 331 866-7070
E-Mail: poststelle@mluk.brandenburg.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Die Ringelnatter ( Natrix natrix )
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Die Ringelnatter ( Natrix natrix )

12/13.08.2020

Bis gut über einen Meter lang kann sie werden die mit ihren weißen / gelblichen Flecken am Seiten- Hinterkopf auffällige ungiftige Ringelnatter. Häufig erkennen wir die Ringelnatter schwimmend in ungestörten stehenden Gewässerbereichen.

Ihre Eier legt das Tier gerne in Komposthaufen ab. Als Nahrung dienen der Schlange auch Frösche oder Kleinsäuger.

In der Aufnahme von Werner Ebner
  • Rindelnatter im Stillgewässer
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Sieben an der Zahl
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Einer der sieben Steigerwald Spechtarten ist der Grünspecht.

11/12.08.2020

Bayern. Jedoch ist dieser Vertreter kein Lebewesen der geschlossenen Großwälder, sonder eher den Erdspechten hinzuzurechnen.Erdspechte greifen ihre Nahrung (  hauptsächlich Ameisen und deren Larven ) am Boden und hier gerne auf Wiesenflächen.

Besonders in den Wintermonaten gräbt der Grünspecht auch Gangsysteme in die Ameisenhügel der großen Waldameise.
Grünspechte können eine Körperlänge von über 30 cm erreichen.Männliche und weibliche Grünspechte zeigen einen roten Kopfscheitel sonst ein grüngraues Gefiederkleid.Darüber hinaus erkennen wir das Männchen am roten, das Weibchen am schwarzen Backenstreif. Lachender Specht, so wird der Grünspecht auch häufig bezeichnet, und tatsächlich sein ( Warn ) Ruf kommt einem menschlichen Gelächter ziemlich nah.

Die Fortpflanzung der Grünspechte findet im Mai eines jeden Jahres statt.Die Brutdauer beträgt etwa 19 Tage,  die Nestlingszeit rund 20 Tage, wobei beide Altvögel den Nachwuchs erbrüten und diesen auch füttern.

Leider tritt im südlichen Steigerwald durch die Veränderungen in den Hutungswäldern und damit verbunden dem Lebensraum der Ameisenbestände , ein teils extremer Grünspecht - Bestandsverlust zu Tage.Unsere Initiative bemüht sich seit Jahren mit der Pachtung geeigneter Flächen um den Erhalt der Lebensgrundlage für diese wundervolle Spechtart.


In der Aufnahme von Werner Ebner
  • Junger Grünspecht
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Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung Schaephuysen
Bild zum Eintrag (1030499-160)
Gleise des Artenschutzes und der Umweltbildung Schaephuysen

11/12.08.2020


Ein innovatives Kooperationsprojekt des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen e.V.  und des Artenschutz in Franken®, das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird.

Schaephuysen / Nordrhein - Westfalen.
Seit mehreren Monaten setzen wir hier ein zugegeben sehr interessantes Gemeinschaftsprojekt um das neben konkretem Artenschutz auch den Anspruch generieren möchte die Bevölkerung mit dem zunehmend wichtiger werdenden Thema "Erhaltung der Biodiversität" in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme von Michael Sonfeld
  • …. Große Überraschung dann: Metallbauer Michael Tönnis (links sitzend auf der Liege) lieferte die "Schopeser Sinnesliege", die auf der Aktionsfläche zur Ruhe und Meditation der Natur und des Turmes aufgestellt wurde.
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz
Bild zum Eintrag (1030469-160)
Stele der Biodiversität® - Zellewitz

11/12.08.2020


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, des Verbandes Naturpark „Unteres Saaletal“ e. V., und des Fördervereins Bildung und Arbeit e.V., das von der Stadt Könnern und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Könnern / Sachsen-Anhalt. Viele Arten fanden und finden sich als ursprüngliche auch Fels- und Höhlenbewohner seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden wieder. Hierzu zählen auch bestimmte Säugetier-, Vogel- und Insektenarten, die die Gebäude (Kunstfelsen) als Brutplätze, Sommerquartiere oder Versteckmöglichkeiten nutzen.

Viele der früher häufigen Arten der Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden.
Aufgrund von Sanierungen und dem Abriss vieler geeigneter Gebäude, ist ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast ganz verschwunden! Eine Verarmung der Artenvielfalt findet statt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung diesen Arten auch in Zukunft geeignete Quartiere vorzuhalten.

Ehemalige, vormals meist artenferne Trafotürme eignen sich nach entsprechender Umgestaltung in besondere Weise für die Einrichtungen eines „Leuchtturms der Artenvielfalt“.

Der ehemalige Trafoturm Zellewitz wird durch ein innovatives Artenschutz- und Umweltbildungsprojekt durch den Verein Artenschutz in Franken® und den Naturpark Unteres Saaletal, mit Unterstützung der Gemeinde Könnern dem Förderverein Bildung und Arbeit e. V. und der Deutschen Postcode Lotterie in einen Artenschutzturm verwandelt, der zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft leistet.

Das Projekt ist Bestandteil des Projekts „Stelen der Biodiversität®“, welches im Zuge der UN-Dekade 2011 bis 2020 bereits seit 2014 in unterschiedlichen Bundesländern Leuchttürme der Artenvielfalt entstehen lässt.

Das Projekt „Stelen der Biodiversität®“ hat es sich zum Ziel gesetzt, in jedem Bundesland der Republik sichtbar zu werden und ungenutzte Objekte, vorrangig alte Trafotürme, zu lebendigen Elementen der biologischen Vielfalt umzugestalten.Dazu werden gezielt Lebens- und Fortpflanzungsräume für Tiere geschaffen.



In der Abbildung
  • am 10. August zeigte sich die Stele der Biodiversität erstmals ohne Schutzgerüst in sehr eindrucksvoller Form
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Der Niedergang der Buchen im Steigerwald
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Der Niedergang der Buchen im Steigerwald

10/11.08.2020

In bedrückenden Aufnahmen  dokumentieren wir was aus einem vormals so stattlichen Buchen-Mischwald geworden ist. Der Klimawandel ist das eine, doch die Ursachen für den Niedergang des Waldes liegen so sind wir der festen Überzeugung auch und gerade an einer anderen entscheidenden Stelle!

Das auch die Buchen im Steigerwald unter der zunehmenden Trockenheit leiden die mit dem Klimawandel einhergeht ist unbestritten. Was auch sonst sollten sie bei einer solchen markanten Witterung die uns seit geraumer Zeit hier in Franken ereilt auch tun. Andere Arten haben bereits aufgegeben und sind wie unzählige Nadelgehölze, jedoch auch Laubgehölze bereits abgestorben.

Doch nun fallen die hohen Ausfälle der Buchen auch dem Waldbesucher*in ins Auge der sonst dem Thema Waldbewirtschaftung nicht so nahe stand.
Doch zum Klimawandel kommt etwas hinzu das dem Buchenwald anscheinend zunehmende Probleme bereitet denn sonst würde er sich sicherlich nicht in dieser Form zeigen.In unseren Augen ist auch ein viel zu starkes Auslichten des Waldes und damit eine markante Veränderung des Mikroklimas eine der Ursache das es zu zusätzlichen Problemen kommt. Wir wollen auch gar nicht tiefer in die Materie einsteigen denn sonst müssten wir über freigestellte Zielbäume, über hohe Bodenverdichtung, über das unsägliche Abführen von Wasser in den Wald-Grabensystemen, über Schirmschläge uvm. sprechen.In unseren Augen findet hier etwas statt das von unserer Seite sicherlich nicht als positiv bewertet werden kann und ganz klar abgelehnt wird.

Das kann in unseren Augen nicht der Weg sein der den Wald aus der Klimakrise führt.

Nach unserer Meinung steuert er den Wald vielmehr in eine Krise hinein und wenn nun über die Ausbringung von „stabilen Klimawäldern“ gesprochen wird so sind wir der festen Überzeugung der es viel wichtiger wäre vorhandene Ressourcen zu nutzen, eine Waldumgestaltung mit deutlich reduzierter Rohstoffentnahmen, ein effektives Wassermanagement eine deutliche Erhöhung des stehenden Totholzanteils vom liegenden Totholz ganz zu schweigen. Dem Ergebnis einer laufenden Studie im Steigerwald sehen wir mit größtem Interesse entgegen!

Ferner muss es gelingen mehr Flächen vollständig aus der Nutzung zu führen um in einem direkten Nebeneinander aufzuzeigen wie es die Natur machen würde um dem Klimawandel zu begegnen. Ein lebendiges Freilandlabor das nur positiv bewerten werden könnte, denn es unterstützt uns bei der Wissensfindung.

Wir müssen nach unserer Überzeugung ferner endlich dazu übergehen ein Naturschutzkonzept (das für uns lim vorhandenen Zustand lediglich ein unteres Minimum darstellt) so zu optimieren das es effektiver und breitflächiger wirken kann zu installieren.

Die Zeit läuft ab und so bedarf es die ausgetretenen Pfade zu verlassen und endlich neue Wege zu beschreiten denn der Wald um den es hier geht ist weit mehr als nur Holzlieferant der sich den Ansprüchen des Menschen anzupassen hat, er ist wenn im die endlich die Chance belassen würde ein hochwertiges Ökosystem und ein (Über)- Lebensraum für zahllose Tier- und Pflanzenarten und letztendlich auch für uns Menschen.

Wir sind verpflichtet den uns nachfolgenden Generationen die Option einzuräumen dieses System in einer Form vorzufinden die ein Überdauern möglich macht. Und hier gilt es auch die Baumgenerationen mit an Bord und im Blick zu halten.

Anstatt mit Argwohn über die Waldentwicklungen auf anderen Kontinenten zu blicken müssen auch wir hier endlich dazu übergehen neue Wege zu beschreiten die uns der Klimawandel aufzwingt, denn wir können uns lediglich effektiv anpassen und versuchen die Entwicklungen so weit als möglich in ihrer Auswirkung durch unser eigenes Handeln positiv zu beeinflussen.

Wir werden sehen was passiert …

Lösungsansätze wären vorhanden doch ob sie von den Verantwortlichen aufgegriffen werden bleibt abzuwarten. Doch viel Zeit bleibt nicht mehr und ob dann ein neu geschaffener „Klimawald“ in 80-100 Jahren dann noch steht oder erneut vom Waldsterben 3.0 oder 4.0 eingeholt und mit einem weiteren Klimawald „stabilisiert“ werden muss ….

In der Aufnahme
  • Was für ein katastrophaler Anblick der einem das "Herz aus der Seele" reißt! Das soll der Wald der Zukunft sein? Geradezu lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre!
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Rauten-Rindenspanner (Peribatodes rhomboidaria)
Bild zum Eintrag (1030287-160)
Der Rauten-Rindenspanner

10/11.08.2020

Deutschland. Den wenigsten ist diese Art schon jemals bewusst aufgefallen, das liegt wohl zum einen daran das der Schmetterling nachtaktiv ist und zweitens durch seine Körperzeichnung in der Regel perfekt getarnt ist.

Rolf Brechtel konnte den zur Familie der Spanner (Geometridae) zugehörigen Nachtfalter am heligen Tag und sozusagen auf den weißen Untergrund ungetarnt sehr schön ablichten. 

In der Aufnahme von Rolf Brechtel
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Streifen-Pelzbiene (Anthophora aestivalis)
Bild zum Eintrag (1030284-160)
Streifen-Pelzbiene (Anthophora aestivalis) 

10/11.08.2020

Deutschland.
Als in Deutschland im Bestand gefährdet zeigt sich die Streifen-Pelzbiene (Anthophora aestivalis) die Bernhard Schmalisch so eindrucksvoll vor das Objektiv gekommen ist.

Ihr Lebensraum sind auch die Sand- und Lehmgruben, die Weinberge und Waldränder in unseren Breiten. Eigentlich beendet die Art ihre Hauptflugzeit Ende Juli doch auch Anfang August war sie noch anzutreffen. Die Wildbienenart benötigt unter anderem geeignete Steilwandflächen um hier ihren Nistplatz anzulegen.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
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Ein erster Schritt, aber längst nicht ausreichend
Bild zum Eintrag (1030279-160)
Luchs in Bayern: Ein erster Schritt, aber längst nicht ausreichend

10/11.08.2020

  • Zumeldung zu: Freilassung eines Luchses („Julchen“) bei Weidenberg, Lkr. Bayreuth, Landesamt für Umwelt (LfU)

Der BUND Naturschutz (BN) begrüßt die heute vom Landesamt für Umwelt vorgestellte Freilassung eines Jungluchses bei Weidenberg. „Ein erster Schritt, dem aber dringend weitere folgen müssen.

Es braucht viel mehr gezielte Freisetzungen auch in anderen nordbayerischen Mittelgebirgen und im Alpenraum, um die Gefahr eines erneuten Aussterbens des Luchses zu bannen“, so Richard Mergner, Vorsitzender des BN.
Mergner lobt das Engagement der Bayerischen Staatsforsten beim Luchs und fordert die Wiederansiedlung von Luchsen auch in anderen geeigneten Lebensräumen, z.B. im Spessart, dem Frankenwald oder in den Alpen. Nur so könne das 2008 von der Bayerischen Staatsregierung im Managementplan Luchs definierte Ziel einer „vitalen Luchspopulation, die alle geeigneten Lebensräume Bayerns besiedelt“ erreicht werden.

Mit nur einem Dutzend reproduzierender Weibchen landesweit ist der Luchsbestand in Bayern immer noch viel zu klein, um ein langfristiges Überleben zu sichern. Der Luchs wandert nicht so weit und schnell wie z.B. der Wolf. Jungluchse wandern meist nur 50 Kilometer weit ab und viele werden bei ihren Wanderungen überfahren. Kai Frobel, BN-Artenschutzreferent: „Er braucht Hilfe bei der Ausbreitung, weil er es auf natürlichem Wege einfach nicht schafft.“

Deshalb hatte der BN in einer wildbiologischen Studie schon 2016 ein Aktionsprogramm für die Freisetzung von 40 Luchsen in Bayern gefordert, um die isolierten Vorkommen endlich miteinander zu verbinden.

 
Für Rückfragen:
Prof. Dr. Kai Frobel
BN-Arten- und Naturschutzreferat
Tel. 0911/81 87 8-19;  E-Mail: kai.frobel@bund-naturschutz.de


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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In der Aufnahme von Johannes Rother

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Ein Russischer Bär in unseren Wäldern
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Russischer Bär / Spanische Fahne

10/11.08.2020

Bayern. Gerne auf Trockenrasenflächen finden wir den farbschönen Russischen Bär. Er erreicht eine Flügelspannweite von über 5 Zentimeter.Hauptflugzeit Juli bis September. Die Verbreitungsdichte bei uns ist recht gering, wobei immer wieder so genannte „Bärenjahre“ auftreten, in welchen der Russische Bär in höherer Anzahl vorzufinden ist.

Bestandsstabil mit einer (leichten) Tendenz zur Rückläufigkeit

In Bayern zeigt sich die Art zum Zeitpunkt der Niederschrift relativ Bestandsstabil. Leichte, vielfach regionale Rückläufigkeiten sind jedoch zunehmend erkennbar.
In der Auswahl ihres Lebensraumes zeigt sich diese Spinnerart sehr flexibel und doch recht anpassungsfähig. Ob nun trocken heiße Sandsteinbereiche oder feucht schattige Hochstaudenfluren uvm. sie ist an allen anzutreffen.

Unbestritten bleibt dabei jedoch die Tatsache das sich diese Art (jedoch nicht nur diese) im Wechselbereichen besonders wohl fühlt da hier alle für die Falter und ihren Nachwuchs geeigneten und erforderlichen Lebensbereiche sehrg eng und dicht beieinanderliegen.Gerne werden auch Bereiche des Weinbaus angenommen, da sich hier ein vielfältiger Mosaikteppich der Ökologie zwischen trockenwarmen und feuchtschattigen Kombinationen auf begrenztem Areal eröffnet.


In der Aufnahme von Petra Uhl
  • Rüssischer Bär im August 2020
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1010037-159)
Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
Bild zum Eintrag (1016495-159)
Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
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Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg