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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Epedemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

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19 Millionen Euro für den Schutz von Wiesenvögeln
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19 Millionen Euro für den Schutz von Wiesenvögeln

19/20.10.2020

  • EU-Kommission und Land NRW fördern EU-Projekt des LANUV zum Erhalt von Wiesenvögeln und der Biologischen Vielfalt in NRW

Artenreiches Grünland, also Wiesen und Weiden sind wertvolle Lebensräume für Wiesenvögel und andere Arten in unserer Kulturlandschaft. Um dieses Grünland zu erhalten und zu verbessern investieren die EU-Kommission und das Land NRW 19 Millionen Euro in ein neues LIFE-Plus-Projekt zum Schutz von Wiesenvögeln in NRW.

Es ist das vom Umfang her bisher größte LIFE Plus–Projekt in Nordrhein-Westfalen. Projektiert und umgesetzt wird das Schutzprogramm vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) gemeinsam mit zehn biologischen Stationen.
„Wiesenvögel sind wichtige Indikatoren für den Zustand unseres Grünlandes und der Natur insgesamt“, erklärte LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen. „Die Intensivierung der Landwirtschaft und der allgemeine Druck auf die Nutzung von Flächen in NRW hat zum Verlust vieler artenreicher Lebensräume und damit auch zum Verlust von Brutmöglichkeiten geführt. Mit dem heute startenden Projekt leisten wir einen Beitrag, den negativen Trend ins positive umzukehren, Lebensräume wieder aufzuwerten und somit auf lange Sicht den Bestand unserer Wiesenvögel zu sichern.“

Das Projekt ist Teil des nordrhein-westfälischen Engagements zur Erhaltung seiner Biologischen Vielfalt. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Mit dem Erhalt und der Verbesserung des Grünlands stützen wir die nordrhein-westfälische Kulturlandschaft und wirken dem Artenschwund entgegen. Das neue Projekt schützt dabei nicht nur Wiesenvögel, sondern erhält ganze Lebensräume inklusive der dort lebenden Pflanzen und Insekten.“ Bei der Verbesserung des Grünlands, geht es primär um die selten gewordenen Vogelarten wie den Großen Brachvogel, die Bekassine oder die Uferschnepfe, die praktisch nur noch auf grundwassernahem Grünland ihr Auskommen finden. Auch ehemals häufige Vogelarten wie der Kiebitz sind von Rückgängen betroffen. In schlechtem Zustand befinden sich vor allem solche Vogelarten, die auf naturschonend genutzte Grünlandflächen angewiesen sind.

Im Rahmen des neuen EU-LIFE-Projekts wird das LANUV gemeinsam mit zehn Biologischen Stationen eine Vielzahl von Maßnahmen umsetzen, um vor allem grundwassernahe Grünlandflächen, also die sog. Feuchtwiesen wieder wiesenvogeltauglich zu gestalten. Dabei geht es sowohl um die Brutvogelarten im Sommer als auch um die Rastvögel und Überwinterer.

Hintergrund:

Das Projekt wurde Anfang Oktober 2020 mit den ersten organisatorischen Vorbereitungen gestartet. Die Laufzeit beträgt insgesamt sieben Jahre. Das Gesamtbudget des Projektes beträgt 19 Millionen Euro. Zu 60 Prozent wird das Projekt von der EU-Kommission aus dem EU-Umweltförderprogramm LIFE finanziert. Die NRW-Landesregierung trägt mit 7,5 Millionen Euro die verbleibenden 40 Prozent.

Teil des Projekts ist eine umfassende Begleitforschung. Sie kann helfen, Antworten auf noch bestehende offene Fragen zu Ursachen und zur weiteren Entwicklungen der Vogelbestände zu finden. Zum Projekt gehören deshalb ein umfangreiches Monitoring zur Entwicklung der Bestände der Zielvogelarten, die Dokumentation der Projektdurchführung und der Ökosystem-Dienstleistungen in den einzelnen Projektgebieten.

Als zentrale operative Maßnahme dient die Wiedervernässung von Grünland und die Umstellung auf extensive landwirtschaftliche Nutzungen. Im Rahmen des Projektes ist auch der Erwerb von Land geplant, um weitere Flächen für den Wiesenvogelschutz herrichten zu können. Zur Projektkulisse gehören acht bereits bestehende EU-Vogelschutzgebiete des NRW-Tieflandes vom Unteren Niederrhein bis zum Kreis Minden-Lübbecke. Als operative Projektpartner sind zehn Biologische Stationen und die niederländische vogelkundliche Organisation SOVON beteiligt.

Das EU-Life-Projekt dient zur Sicherung von Lebensräumen wiesenbrütender Vogelarten wie Uferschnepfe, Großer Brachvogel, Rotschenkel, Kiebitz, Bekassine, Löffelente, Knäkente und Wiesenpieper. Außerdem sollen die Rastbestände von Enten und Watvögeln in diesen Gebieten gesichert werden.

Projektpartner:

    NABU-Naturschutzstation Niederrhein
    Naturschutzzentrum Kleve
    Biologische Station im Kreis Wesel
    Biologische Station Zwillbrock
    Biologische Station im Kreis Steinfurt
    Biologische Station Soest (ABU)
    Biologische Station Gütersloh-Bielefeld
    Biologische Station Kreis Paderborn-Senne
    Biologische Station Minden-Lübbecke
    VerBund e.V., Geseke
    SOVON Vogelonderzoek Nederland

Quelle
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft,
Natur- und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf
Tel. 0211 / 45 66 - 0
Fax 0211 / 45 66 - 388
E-Mail: poststelle@mulnv.nrw.de
16.10.2020

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Werner Oppermann

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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität - Allgäuer Alpen
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

  • Alpenklinik Santa Maria / Oberjoch

19/20.10.2020

Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Seit vielen Monaten setzen wir hoch in den Allgäuer Alpen ein in dieser Form einmaliges Projekt um. Neben der Umgestaltung eines vormals artenfernen alten Trafoturms, hin zu einer Stele der Biodiversität und der erlebbaren Umweltbildung wurde vor wenigen Tagen mit der Installation der Infostationen auf der Freifläche begonnen.
Über ein halbes Jahr wurde an den Inhalten der Infoeinheiten gearbeitet .. doch das Ergebnis das die Buben und Mädchen der Einrichtung und auch Erwachsene für die Erhaltung der Artenvielfalt begeistern möchte, kann sich so sind wir der Überzeugung sehen lassen.

Daneben wurden neben den Infoeinheiten auch jeweils Stationen zur Lebensraumoptimierung der anzusprechenden Arten installiert .




In der Aufnahme
  • Neben der Gestaltung des Stele der Biodiversität konnten wir auch auf dem dem Gelände welches das markante Bauwerk umgibt intensive Maßnahmen zur Vermittlung von wertvollem Umweltwissen und konkrete Artenschutzmaßnahmen sichtbar werden lassen ..... wir haben weiterführende Impressionen der frisch installierten Einheitein auf unsere Seiten eingestellt .. lassen Sie sich begeistern!
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Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

18/19.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
  • ... seit nunmehr über 10 Tagen wird intensiv an der grafischen Gestaltung des Projekts gearbeitet ... wohl am kommenden Montag werden die Arbeiten wohl abgeschlossen werden können.
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Bürgerbeteiligung am Waldgesetz wird verlängert
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Bürgerbeteiligung am Waldgesetz wird verlängert

18/19.10.2020

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft verlängert die öffentliche Beteiligung an der Novellierung des Sächsischen Waldgesetzes.

Aufgrund des hohen Interesses der Öffentlichkeit am geplanten neuen Waldgesetz und weil infolge der Corona-Pandemie die Dialogforen mit den Verbänden noch nicht abgeschlossen sind, verlängert das Ministerium die öffentliche Beteiligung bis zum 31. Oktober. Die Frist für das Konsultationsverfahren sollte ursprünglich am 15. Oktober enden.
Forstminister Wolfram Günther: »Der Wald geht uns alle an. Er hat vielfältige und lebenswichtige ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Funktionen. Das gilt umso mehr in Zeiten von Klimawandel und Rückgang der Artenvielfalt. Die fachlichen Anforderungen insbesondere an die nachhaltige, naturnahe und multifunktionale Waldnutzung sind gewachsen. Da ist es folgerichtig, das Gesetz zu ändern und dies unter breiter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zu tun. Das haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart und das setzen wir jetzt um.«

Das Online-Beteiligungsportal verzeichnet inzwischen mehr als 1.300 Beiträge zur Novellierung des Waldgesetzes. »Die Bürgerinnen und Bürger haben viele Ideen und Anregungen, aber auch Kritik geäußert. Die von uns gewünschte breite Beteiligung der Öffentlichkeit funktioniert«, so Forstminister Günther.

Die Beteiligungsplattform ist über https://mitdenken.sachsen.de/1021168 erreichbar. Bürgerinnen und Bürger können sich dort zu den fünf Themen Erholungsraum, Naturraum, Wirtschaftsraum, Forschung und Forstbehörde äußern. Die Beiträge werden ausgewertet und für die Gesetzesnovellierung genutzt. Der Gesetzentwurf soll im kommenden Jahr erarbeitet und dann von der Staatsregierung in den Sächsischen Landtag eingebracht werden.

Quelle
Sächsische Staatskanzlei Archivstraße 1
01097 Dresden
Telefon:     +49 351 564-0
Telefax:     +49 351 564-10999
E-Mail:      info@sk.sachsen.de
16.10.2020, 11:09 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Berhard Schmalisch

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Anschubhilfe für seltene Grau-Erlen
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Anschubhilfe für seltene Grau-Erlen

18/19.10.2020

Entnahme von Fichten an der Deffernik und am Großen Regen zum Schutz der besonderen Lebensräume

Bayerisch Eisenstein/Zwieslerwaldhaus. Fichten, Tannen und Buchen – das sind die Baumarten, an die man im Nationalpark Bayerischer Wald als erstes denkt. Gerade in den tieferen Lagen gibt es in den Bachbereichen aber auch Grau-Erlen-Vorkommen.

Der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union zufolge gelten Grauerlenwälder als seltene und prioritär zu schützende Vegetationsbestände. Um diese Bestände zu fördern, werden derzeit an der Deffernik bei Zwieslerwaldhaus und am Großen Regen zwischen Arberhütte und Bayerisch Eisenstein Grau-Erlen freigestellt.
„Die Auwälder entlang der Bäche, in denen die Grau-Erlen dominieren, sind bis auf wenige Reste im Nationalpark verschwunden“, erklärt Jochen Linner, der im Nationalpark für Naturschutz zuständig ist. Die Gründe dafür seien die jahrzehntelange Förderung von Fichtenbeständen sowie die Verbauung der Bäche. „Dadurch senkt sich der Grundwasserspiegel ab und die natürliche Wasserdynamik geht verloren.“

Um diesen besonderen Lebensraum der Auwälder und damit auch der Grau-Erlen zu erhalten, hat die Nationalparkverwaltung nun in der Entwicklungszone des Schutzgebiets sowie auf nicht zum Nationalpark gehörenden Flächen, die jedoch im Besitz des Freistaats sind, Maßnahmen ergriffen. „Wir fällen Fichten, die in der Nähe der Grau-Erlen stehen und ihnen Licht und Platz nehmen“, so Silvia Pflug, Leiterin der Nationalparkdienststelle Bayerisch Eisenstein. Dies wird ausschließlich durch eigenes Personal mit Hilfe von Motorsägen durchgeführt. Auf empfindlichen Nassböden kommen für den Abtransport sogar Rückepferde zum Einsatz – eine besonders naturschonende Weise der Holzernte. Ein Teil des anfallenden Holzes wird als Rechtholz vergeben, gelangt also nicht auf den freien Markt.

Entsprechende Maßnahmen wurden in den Vorjahren bereits am Kolbersbach zwischen Lindbergmühle und Spiegelhütte sowie am Reschbach zwischen Finsterau und Mauth durchgeführt. Die Maßnahmen werden jeweils in Abstimmung mit der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern geplant.

Bildunterschrift:
An der Deffernik bei Zwieslerwaldhaus sowie am Großen Regen bei Bayerisch Eisenstein finden derzeit Maßnahmen zur Förderung der Grau-Erlen statt. (Foto: Michael Pscheidl/Nationalpark Bayerischer Wald)



Quelle
Pressemitteilung Nr. 78/2020
Datum: 16.10.2020


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NABU: Fragwürdige Salamitaktik bei Nord Stream 2
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NABU: Fragwürdige Salamitaktik bei Nord Stream 2

17/18.10.2020

  • Krüger: Keine Bauarbeiten zur Hauptrastzeit streng geschützter Vögel / NABU aktualisiert Widerspruch

Berlin – Bereits zum zweiten Mal will die Nord Stream 2 AG die Bauarbeiten der umstrittenen Gaspipeline zu Lasten der Umwelt ändern. Heute endet die Beteiligungsfrist im Änderungsverfahren bei dem verantwortlichen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Der NABU fordert eine Ablehnung des Änderungsantrags und bekräftigt seinen Widerspruch gegen die Genehmigung. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Beeinträchtigung streng geschützter Vögel in einem Naturschutzgebiet.
Um die Pipeline in der deutschen Ostsee fertigzustellen, fehlt eine abschließende Genehmigung für den Trassenabschnitt in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), dem Bereich jenseits der 12-Seemeilenzone. Der NABU hatte 2018 neben einer noch beim Oberverwaltungsgericht Greifswald anhängigen Klage gegen die Zulassung der Pipeline im deutschen Küstenmeer auch Widerspruch gegen die AWZ-Genehmigung eingelegt. Jetzt beantragt das russische Staatsunternehmen eine zweite Änderung der Genehmigung, die den Umweltschaden im Naturschutzgebiet Pommersche Bucht-Rönnebank massiv ausweiten würde.

„Diese Art der Salamitaktik darf nicht zum Erfolg führen. Die Ursprungsgenehmigung des BSH erlaubte das Verlegen der Rohre nur in der Zeit von Mai bis September, damit Vögel während der Rast möglichst wenig gestört werden. Durch den Wechsel des Rohrverlegeschiffes drohen jetzt zweieinhalbmonatige Bauarbeiten in den für die Rastvögel bedeutenden Wintermonaten, und das in einem Schutzgebiet. Das ist nicht mit geltendem Naturschutzrecht vereinbar. Das scheibchenweise Aufweichen genehmigungsrelevanter Bauauflagen ist nicht hinnehmbar“, so NABU-Präsident Jörg- Andreas Krüger.

Schon im Dezember 2019 hatte Nord Stream 2 einen ersten Änderungsantrag durchgesetzt. Das ursprüngliche Bauzeitenfenster wurde um zehn Tage in die für die Rastvögel sensiblen Wintermonate erweitert. Gleichzeitig wurde das Verlegeschiff gewechselt. Dieses hält seine Verlegeposition jedoch nicht dynamisch, über sogenannte Bugstrahlruder, sondern zieht sich über Anker am Meeresgrund entlang. Eine Technik, die mehr Schäden verursacht und etwa sieben Mal mehr Zeit in Anspruch nimmt.

„Nach unseren Berechnungen verfünfzehnfachen sich die Umweltauswirkungen auf streng geschützte Meeresenten, See- und Ohrentaucher. Der Wechsel auf ein ankergestütztes Verlegeschiff braucht bis zu 76 Tage und erfordert den Einsatz von bis zu zehn Schiffen. Der nördliche Bereich des Naturschutzgebiets droht zur Hauptrastzeit von Vögeln leergefegt zu werden. Und dass, obwohl das Bundesamt für Naturschutz gerade erst den schlechten Zustand des Bestands der Vögel und auch Schweinswale im Schutzgebiet bestätigt hat“, kritisiert NABU-Meeresschutzexperte Kim Cornelius Detloff.

Der NABU erwartet, dass das BSH den Änderungsantrag ablehnt, auch weil sich die Bedarfsprognosen der Nord Stream 2 AG als falsch erwiesen haben. Aktuelle Studien zeigen, dass es keine energiewirtschaftliche Rechtfertigung für das Milliardenprojekt gibt, weder für die Planänderung zur beschleunigten Fertigstellung, noch grundsätzlich, da der Erdgasverbrauch Deutschlands nach unabhängigen Prognosen rückläufig ist und von der vorhandenen Infrastruktur gedeckt werden kann.

Nach Einschätzung des NABU zu den Diskussionen um einen möglichen Stopp der Gaspipeline und mögliche Schadensersatzforderungen kann die Entscheidung über den Änderungsantrag und die anhängigen Klagen erheblich an Bedeutung gewinnen.

Hintergrund:

Im Juni 2018 lehnte das Oberverwaltungsgericht Greifswald den Antrag NABU auf einen sofortigen Baustopp der Verlegearbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns auf der Grundlage einer Interessenabwägung ab. Das Greifswalder Gericht erklärte in seinem Eilbeschluss die Sach- und Rechtslage sei zu komplex, um die Erfolgsaussichten der Klage zu prognostizieren. Inzwischen sind die Bauarbeiten im Küstenmeer zwar abgeschlossen, allerdings trägt die Nord Stream 2 AG das alleinige Risiko, falls die Klage des NABU Erfolg haben wird.

Gleichzeitig legte der NABU Widerspruch gegen die zweite Genehmigung der Nord Stream 2 AG aus dem März 2018 ein, die zum Bau der Pipeline in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) notwendig ist. Im Bereich der AWZ wurde eine Teilstrecke von 16,5 Kilometer unter anderem wegen amerikanischer Sanktionen noch nicht verlegt. Auch über diesen Widerspruch, der von zweimaligen Änderungsverfahren überlagert wurde, ist vom verantwortlichen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) nicht abschließend entschieden worden. Gegen die Entscheidung des BSH wäre ebenfalls eine Klage zulässig.


Für Rückfragen:

Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, Mobil +49 (0) 152 09202205
Kim.Detloff@NABU.de


Quelle

Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10117 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Tizia Labahn, Silvia Teich & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510, -1588 und -1722, Fax -2500


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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In der Aufnahme von Johannes Rother

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Kilimandscharo in der Klimakrise
Kilimandscharo in der Klimakrise

17/18.10.2020

  • Schon 50 Quadratkilometer Wald verbrannt / WWF: Wasserspeicher für Millionen Menschen schwindet

Auf dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Tansanias, brennt es seit vergangenem Sonntag noch immer heftig. Inzwischen sind rund 50 Quadratkilometer Wald, eine Fläche von circa 7000 Fußballfeldern, an der Ostseite des Berges von den Feuern betroffen. Nach Angaben der Behörden ist es eines der größten Feuer, das jemals am Kilimandscharo beobachtet wurde.

Laut Nationalparkverwaltung ist der Brand auf einem Rastplatz in 3.700 Metern Höhe ausgebrochen, weil Bergsteiger ihr Lagerfeuer nach dem Zubereiten ihres Essens nicht gelöscht hatten.

Johannes Kirchgatter, Ostafrika-Experte beim WWF Deutschland erläutert: „Die Nachlässigkeit der Bergsteiger war der Auslöser, die eigentliche Ursache für die starken Brände wurde bereits vorher menschengemacht, nämlich durch die Klimakrise. Waldbrände sind im Kilimandscharo-Nationalpark wie auch in anderen Gebieten auf der Welt, zum Beispiel in Australien, zwar nicht ungewöhnlich und treten während der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober fast jährlich auf.

Die Feuer nehmen in den letzten Jahren jedoch stetig zu. Durch die Erderhitzung schmilzt zudem das Eis auf dem Gipfel des Kilimandscharo, in ein paar Jahren wird es ganz verschwunden sein. Das wird ein gr0ßes Problem für Millionen Menschen, die an dem Berg leben. Denn das Eis und der Wald dienen den Menschen als Wasserspeicher.“

Die Löscharbeiten auf dem 5.895 Meter hohen Berg gestalten sich äußerst schwierig. Herausfordernd sind vor allem die enorme Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Winde, durch die sich das Feuer immer weiter ausdehnt. Außerdem fehlt es an ausreichender Ausrüstung.

In der Vergangenheit konnten die meisten Brände eingedämmt werden. Die zerstörte Vegetationsdecke wächst in den besonders betroffenen Heideflächen während der Regenzeit normalerweise wieder nach, doch die Waldgrenze ist vor allem durch die immer häufigeren Brände inzwischen um 800 m gesunken.

Noch gibt es keine gesicherten Informationen über den Verlust von Wildtieren durch die Feuer. Doch es sei laut WWF zu befürchten, dass sich das Verbreitungsgebiet der dort lebenden Arten drastisch reduziert.

Hintergrund: Der WWF unterstützt die Brandbekämpfungsarbeiten zusammen mit der UNO, weiteren Naturschutzorganisationen, Reiseleitern und den umliegenden Gemeinden. Mehr als 500 Freiwillige arbeiten zudem mit der Regierung zusammen, um das Feuer zu löschen.

Kontakt
Leona Specht
Tel: 030311777490


Quelle
WWF
Stand: 16.10.2020

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Die "Wilden Bienchen" von Bad Hindelang
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Die "Wilden Bienchen" von Bad Hindelang

17/18.10.2020

Ein
innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Kindergarten/Krippe „Kunterbunt“ und dem Markt Bad Hindelang dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Wildbienen - die unbekannten Bestäuber - Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig - Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen.

Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.


In der Aufnahme
  • Am 15.10.2020 wurde die Wildbienenwand inkl. der Infostationen installiert .. hier noch mit den Stabilisatoren.
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EU-Agrarrat und Europäisches Parlament auf destruktivem Kurs
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EU-Agrarrat und Europäisches Parlament auf destruktivem Kurs

16/17.10.2020

  • WWF kritisiert deutsche EU-Ratspräsidentschaft für ambitionslose Verhandlungsführung / EU-Agrarrat bremst ökologische und soziale Reform der GAP aus / EU-Parlament muss dagegenhalten

Berlin, 15. 10.2020:
Die Agrarminister:innen der EU-Mitgliedstaaten befassen sich am 19./20. Oktober letztmalig unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Der WWF Deutschland kritisiert erneut die ambitionslose Verhandlungsführung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. „Dank Deutschland haben die Gegnerinnen und Gegner einer ökologischen und sozialen Trendwende in der europäischen Landwirtschaftspolitik leichtes Spiel. Bleibt der EU-Agrarrat auf seinem bisherigen Kurs, zerstört er damit Natur, befeuert die Klimakrise und finanziert das einseitige Wachstum großer Agrarkonzerne auf Kosten kleiner landwirtschaftlicher Betriebe“, so WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich.
Die aktuelle Kompromisslinie im Agrarrat lässt erkennen, dass nur 20 Prozent der Direktzahlungen als Eco Schemes künftig verbindlich für Umwelt- und Klimamaßnahmen reserviert werden sollen. Um ausreichende Wirkung zu entfalten, müssten es eigentlich 50 Prozent sein, als minimaler Einstieg gerade noch akzeptabel sind aus Sicht des WWF mindestens 30 Prozent. Und: sie müssen für alle Mitgliedstaaten verpflichtend sein. Vor wenigen Tagen haben auch die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina, die Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in einer gemeinsamen Stellungnahme eine unmittelbare Kopplung der EU-Direktzahlungen an erbrachte und messbare Ökosystemleistungen und das Ende rein flächengebundener Subventionen gefordert.

Bei der Gestaltung des prozentualen Mindestanteils von nichtproduktiven Flächen (GLÖZ 9) appelliert der WWF an den EU-Agrarrat, sich endlich an den naturschutzfachlichen Realitäten zu orientieren. „Mindestens zehn Prozent der Flächen müssen wirklich naturbelassen sein, sonst gibt es keine positiven Effekte für den Artenschutz. Der Anbau von Zwischenfrüchten und Leguminosen auf solchen Flächen bringt keinen ökologischen Mehrwert“, so Heinrich vom WWF. Auch der Europäische Rechnungshof hatte der bisherigen Praxis des sogenannten Greenings Wirkungslosigkeit attestiert.

Bleibt es bei den Vorschlägen des EU-Agrarrats, kommt dem Europäischen Parlament mit Blick auf die sich anschließenden Trilogverhandlungen eine entscheidende Rolle zu als mögliches ökologisches Gegengewicht zur Blockadepolitik der EU-Mitgliedsstaaten. Es befasst sich kommende Woche ebenfalls mit der EU-Agrarreform. Derzeit ist nicht erkennbar, dass die Parlamentarier:innen an ihre fortschrittliche EU-Parlamentsentscheidung eines 60-Prozent-Klimaziels anknüpfen. Zu unterschiedlich und widersprüchlich sind die Positionen der jeweiligen Gruppen im Parlament. Auch hier fordert der WWF, dass die Entscheidung des Parlaments insbesondere im Hinblick auf die Eco Schemes und die nichtproduktiven Flächen (GLÖZ 9) deutlich ambitionierter ist. „Wer richtigerweise das EU-Klimaschutzziel auf 60 Prozent anheben will, der darf nicht wenige Tage später beim ersten Stresstest einknicken, sondern muss die europäische Agrarpolitik folgerichtig an diesem Ziel ausrichten“, so Christoph Heinrich.

Kontakt
Wiebke Elbe
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777219

Quelle
WWF
Stand: 15.10.2020


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In der Aufnahme von Wilibald Lang
  • Hottentottenfliege / Villa hottentotta

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Schicksalswoche für die Biodiversität
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NABU: GAP-Entscheidungen in Brüssel – Schicksalswoche für die Biodiversität

16/17.10.2020

Neue Zahlen: Seit 1980 57 Prozent weniger Feldvögel in Europa / Zehn Millionen Brutpaare fehlen allein in Deutschland / Krüger: Agrarminister und Parlamentarier müssen jetzt Weichen stellen, um wieder Leben in die ländlichen Räume zurückzubringen
 

Berlin – Der am Montag erwartete offizielle Bericht zum Zustand der Natur in Europa wird dramatische neue Zahlen zum Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft enthalten. Angesichts der ersten Beschlussvorlagen warnt der NABU warnt davor, dass die kommende Woche anstehenden EU-Abstimmungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) diese Entwicklung mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts zementieren könnten.

Mit den Vögeln und Insekten, den Hecken und Feldrainen werden Bestäubung von Pflanzen, natürliche Schädlingskontrolle, der Wasserhaushalt und die Bodenfruchtbarkeit weiter geschädigt, Leidtragender wird dabei auch die Landwirtschaft selbst sein.
„Die Chance, den Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft aufzuhalten, besteht jetzt“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Jede und jeder Abgeordnete im Europäischen Parlament muss sich vor der Abstimmung fragen, ob sie oder er diese Chance verstreichen lassen will. Wer jetzt nicht für eine ökologische Wende im Fördersystem stimmt, macht sich mitverantwortlich für die Fortsetzung des Sterbens in unseren Agrarlandschaften und für die sich fortsetzende, ökonomische Misere vieler Höfe.“
 
In der kommenden Woche finden in Brüssel die entscheidenden Abstimmungen der Agrarminister und des Europäischen Parlaments über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2027 statt. Die steuerfinanzierte GAP macht etwa die Hälfte des Einkommens der Agrarbetriebe aus und bestimmt maßgeblich, welche Art von Landwirtschaft sich ökonomisch lohnt. Am 19. oder 20. Oktober verabschiedet der EU-Agrarrat seine Position, am 20. das EU-Parlament. Anschließend werden beide Institutionen, moderiert von der Europäischen Kommission, einen Kompromiss aushandeln.
 
Bei den Abstimmungen geht es unter anderem darum, wie viel Platz Agrarbetriebe der Artenvielfalt in Form von Landschaftselementen, Blühflächen oder Brachen geben müssen, wenn sie Subventionen erhalten wollen. Der NABU fordert im Einklang mit der Wissenschaft mindestens zehn Prozent nichtproduktive Flächenanteile im Acker- und Grünland. Der Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner für die EU-Präsidentschaft ist dagegen mit drei bzw. fünf Prozent völlig unzureichend, zumal im letzteren Fall auf den Flächen weiterhin Produktion zugelassen werden soll. Abgestimmt wird auch darüber, wie viel Geld die Mitgliedstaaten mindestens für die Honorierung von konkreten Umweltleistungen zur Verfügung stellen müssen. Der NABU fordert, dass hierfür jeweils 50 Prozent der beiden GAP-Säulen zu reservieren sind.
 
Wenn ab 19. Oktober 2020 die Abstimmungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik beginnen, wird auch der neue Bericht der Europäischen Kommission zur Lage der Natur in Europa veröffentlicht. Dieser „State of Nature Report“ basiert auf eingereichten Daten der Mitgliedsstaaten. Der NABU hat einige der bereits vorliegenden Informationen analysiert und prognostiziert, dass der Bericht erneut dramatische Zahlen zum Verschwinden der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft enthalten wird.
 
„Der Agrarvogel-Index der EU bildet die Bestandsentwicklung der wichtigsten Vogelarten auf Feldern und Wiesen ab. Dieser ist zwischen 1980 und 2016 um 57 Prozent zurückgegangen, und jedes Jahr nehmen die Bestände noch weiter ab“, erklärt Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, mit Blick auf die zu erwartenden Ergebnisse des Berichtes.
 
Die Situation in Deutschland unterscheide sich dabei kaum vom allgemeinen EU-Trend, so Lachmann: „Die Gesamtzahl der Agrarvögel hierzulande hat von 1980 bis 2016 um über zehn Millionen Vogelbrutpaare abgenommen.“ Auch in Deutschland hält das Verschwinden der Feldvögel immer noch an. Besonders stark betroffen sind Kiebitz und Rebhuhn. Mit 93 Prozent bzw. 91 Prozent Rückgang seit 1980 haben diese beiden Arten deutschlandweit die stärksten Verluste zu verbuchen.
 
Dabei ist bekannt, wie eine Trendwende bewirkt werden kann. „Damit ihre Bestände wieder ansteigen, brauchen Rebhühner und andere Feld- und Wiesenvögel vor allem zehn Prozent der jeweiligen Agrarflächen ohne Bewirtschaftung“, sagt Konstantin Kreiser, NABU-Leiter für globale und EU-Naturschutzpolitik. Nur so finden diese Vögel wieder genug Nahrung und können in Ruhe brüten. Wegen der Untätigkeit der Behörden hatte der NABU am 2. Oktober 2020 Beschwerde bei der EU-Kommission gegen Deutschland eingelegt, weil es die EU-Vogelschutzrichtlinie verletzt. „Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs könnte die nichtproduktiven Flächenanteile dann erzwingen.“
 
 
Hintergrundinfos zum „State of Nature Report“:
Alle sechs Jahre bündelt der „State of Nature Report“ die Monitoring-Daten aller EU-Länder zum Zustand von geschützten Lebensräumen und Arten, darunter auch alle wildlebenden Vogelarten. Die Bundesregierung hat als Beitrag dazu ihren Nationalen Vogelschutzbericht bereits 2019 an die EU-Kommission übermittelt. Die Daten berücksichtigen die Entwicklungen bis zum Jahr 2016.
 
Unsere Forderungen zur EU-Agrarpolitik: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/agrarpolitik/eu-agrarreform/index.html
Vogelmonitoring in Deutschland: https://www.bfn.de/themen/monitoring/vogelmonitoring.html
 
Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser, NABU-Leiter globale & EU-Naturschutzpolitik, Telefon +49 (0)172-4179730, E-Mail: Konstantin.Kreiser@NABU.de
 
Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Telefon +49 (0)30-284984-1620, E-Mail: Lars.Lachmann@NABU.de
 
Für Pressekoordination:
Anja Reinbothe-Occhipinti, Pressestelle, Mobil +49 (0) 172 44 59 159, E-Mail: Anja.Reinbothe@NABU.de

Quelle
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NABU-Pressestelle
Tizia Labahn | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 88/20 | 15. Oktober 2020
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Umwelt/Agrarpolitik
 
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Artenschutz in Franken®  
Kooperativ gegen das Artensterben in Deutschland
Bild zum Eintrag (1035391-160)
Amphibienschutz bei Triefenbach: Umfangreiche Bauarbeiten haben bgonnen

16/17.10.2020

Bayern.
Das Staatliche Bauamt Bamberg begann am Montag, den 05.10.2020 an der Staatsstraße 2262, und hier zwischen Trabelsdorf und Tütschengereuth mit einer umfangreichen Maßnahme zum Schutz wandernder Amphibien.

Auf einer Länge von rund 600 Metern - der Hauptwanderstrecke der akut vom Verkehrstod bedrohten Amphibien - wird hier beidseits der Straße eine Amphibienleiteinrichtung installiert. Diese Einrichtung führt die Tiere dann zu drei Amphibientunneln welche mit der Maßnahme gleichfalls in die Fahrbahn eingebracht werden.




Wir stellen ihnen den Werdegang eines sicherlich nicht alltäglichen Artenschutzprojekts vor und danken allen die sich gemeinsam mit uns für die Erhaltung der zunehmend gefährdeten heimischen Amphibien engagieren.

Eine Retrospektive:

2014
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/66496/Triefenbach_2014/

2019
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1003373/Triefenbach_2019/

2020
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1016833/Triefenbach_2020/
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1027270/Triefenbach_2020/


In der Aufnahme
- Mit modernen Maschinen engagierten wir uns im Spätsommer im Part II, der dieser Maßnahme voranging , für die Erhaltung heimischer Amphibienarten.
Artenschutz in Franken®  
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität - Allgäuer Alpen
Bild zum Eintrag (1035348-160)
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

  • Alpenklinik Santa Maria / Oberjoch

16/17.10.2020

Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Seit vielen Monaten setzen wir hoch in den Allgäuer Alpen ein in dieser Form einmaliges Projekt um. Neben der Umgestaltung eines vormals artenfernen alten Trafoturms, hin zu einer Stele der Biodiversität und der erlebbaren Umweltbildung wurde vor wenigen Tagen mit der Installation der Infostationen auf der Freifläche begonnen.
Über ein halbes Jahr wurde an den Inhalten der Infoeinheiten gearbeitet .. doch das Ergebnis das die Buben und Mädchen der Einrichtung und auch Erwachsene für die Erhaltung der Artenvielfalt begeistern möchte, kann sich so sind wir der Überzeugung sehen lassen.

Daneben wurden neben den Infoeinheiten auch jeweils Stationen zur Lebensraumoptimierung der anzusprechenden Arten installiert .




In der Aufnahme
  • Infoeinheiten bei der Montage
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Stele der Biodiversität Sommerloch
Bild zum Eintrag (1035316-160)
Stele der Biodiversität Sommerloch

15/16.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
  • ... während das Projekt Stele der Biodiversität® in Niedersachsen grafisch abgeschlossen ist wird die Stele der Biodiversität® in Rheinland - Pfalz derzeit professionell gestaltet.
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Waldgärten statt artenarmer Monokulturen
Bild zum Eintrag (1035300-160)
Waldgärten statt artenarmer Monokulturen

  •     Neues Projekt in Brandenburg erprobt modellhaft Waldgartensysteme
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Berlin/Bonn, 14. Oktober 2020: Eine Fläche, die mit Kräutern, Stauden, Sträuchern und Bäumen bewachsen ist und gleichzeitig Gemüse, Obst und Nüsse liefert - das ist die Idee von Waldgärten. Noch ist diese naturnahe Anbauweise in Deutschland nicht etabliert. Ein neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt untersucht jetzt, wie man die arten- und strukturreichen Waldgärten gestalten kann, damit sie auch für die Landwirtschaft eine ökonomisch attraktive Alternative zur monokulturellen Bewirtschaftung darstellen.

Dazu werden bei Kyritz in Brandenburg fünf verschiedene Waldgartensysteme getestet. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das zukunftsweisende Projekt bis 2025 aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Höhe von 777.000 Euro.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Waldgärten mit Obst- und Nussbäumen, mit Sträuchern, bienenfreundlichen Stauden und einer Gemüse- und Kräuterschicht sind nicht nur hochproduktiv. Sie bieten zugleich einer Fülle von Arten Lebensraum, insbesondere Insekten. Waldgärten sind daher ein gutes Mittel gegen das Insektensterben. Aber in Zeiten des Klimawandels mit seinen Dürre- und Hitzeperioden sind sie auch gut für Bodenqualität, Wasserhaushalt und Mikroklima - und damit nicht zuletzt für die Menschen."

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: "Waldgärten können als neuartige Nutzungsform einen großen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und zum Klimaschutz leisten. Wenn sie gleichzeitig auch noch langfristig wirtschaftlich sind, bieten sie eine echte Alternative zu konventionellen, oft artenarmen Bewirtschaftungsformen. Deshalb wollen wir jetzt, mit dem neuen Bundesprogramm-Projekt WASYS erproben, wie Waldgartensysteme als zukunftsweisende und ökonomisch tragfähige landwirtschaftliche Produktionssysteme etabliert werden können."

Ziel des Projektes "Waldgartensysteme als insektenfördernde, landwirtschaftliche Produktionsmethode ‒ Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft schaffen" (WASYS) ist es, auf fünf verschiedenen Parzellen unterschiedliche Waldgartensysteme in verschiedenen Kombinationen mit Nutzpflanzen modellhaft zu testen.

Dazu werden rund um Kyritz in Brandenburg durch den Verein STATTwerke e.V. auf einem insgesamt etwa elf Hektar großen Areal Modellflächen entwickelt. Die fünf Systeme werden hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht und miteinander verglichen. Ebenso wird die Artenvielfalt hinsichtlich Artenanzahl und Häufigkeit ausgewählter Insektengruppen auf den verschiedenen Flächen gegenüber konventioneller Landwirtschaft verglichen.

Mit WASYS will der Verein gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern außerdem das Bewirtschaftungssystem Waldgarten bekannter machen. Lehrpfade, Workshops und weitere Bildungsangebote sollen über Waldgärten informieren und zum Nachahmen anregen. Das Angebot richtet sich vor allem auch an landwirtschaftliche Betriebe und Erzeugerbetriebe, die so die Möglichkeiten für eine wirtschaftliche Nutzung und die Umgestaltung hin zu einer vielfältigen Agrarlandschaft kennenlernen können.

Kontaktdaten sowie Projekt-Steckbrief unter: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/wasys.html

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.


Weitere Informationen zum Bundesprogramm: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm



Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Vierbindiger Schmalbock / Leptura quadrifasciata

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Stele der Biodiversität - Lechtingen
Bild zum Eintrag (1035242-160)
Stele der Biodiversität  - Lechtingen

15/16.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lechtingen/Wallenhorst - Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  • .. vom Montagegerüst befreit zeigt sich die Stele der Biodiversität in ihrer ganzen Schönheit ...
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Insektenschutz in Städten und Gemeinden in die Tat umgesetzt
Bild zum Eintrag (1035210-160)
Insektenschutz in Städten und Gemeinden in die Tat umgesetzt

14/15.10.2020

  •     Neue Veröffentlichung unterstützt Kommunen mit Empfehlungen aus Wissenschaft und Praxis
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund

Bonn/Berlin, 13. Oktober 2020: Wie können Städte und Gemeinden konkret zum Schutz von Insekten beitragen? Welche Maßnahmen können sie auf kommunalen Flächen umsetzen? Und wie lässt sich der Insektenschutz in kommunalen Plänen und Satzungen verankern, wie in die Umweltbildung vor Ort integrieren?

Antworten auf diese Fragen gibt eine Publikation, die in einer Kooperation des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) entstanden ist. Die Broschüre "Insektenschutz in der Kommune" umfasst nicht nur Empfehlungen, sondern stellt auch Beispiele aus der Praxis vor.
"Der Rückgang der Vielfalt und der Häufigkeit von Insekten hat eine Vielzahl von Ursachen, neben qualitativen Veränderungen und der Zerstörung von Lebensräumen etwa Beeinträchtigungen durch Pflanzenschutzmittel oder durch künstliche Lichtquellen", sagt Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). "Städte und Gemeinden sind wichtige Akteure, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, denn sie haben einen entscheidenden Einfluss darauf, wie öffentliche Grünflächen, Wald in kommunalem Eigentum, Weg- und Straßenränder, Gewässer und Gräben gepflegt und bewirtschaftet werden. Oft lassen sich schon mit einfachen Maßnahmen neue Lebensräume für Insekten schaffen, zum Beispiel mit dem Anlegen von Blühstreifen, blüten- und damit artenreichen Wiesen oder auch Brachflächen und Staudenfluren."

"Der dramatische Rückgang der Insektenarten in den letzten Jahrzehnten bringt die Natur aus dem Gleichgewicht. Den Artenrückgang aufzuhalten, ist daher eine wichtige gesamtgesellschaftliche Herausforderung", sagt Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB). Städte und Gemeinden spielen dabei eine zentrale Rolle, denn die Menschen erleben die Veränderung in der Natur in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Neben Aktivitäten im Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels haben Städte und Gemeinden auch zahlreiche Maßnahmen wie die naturnahe Pflege und Gestaltung der öffentlichen Grünflächen, die Renaturierung von verbauten Gewässern, die Schaffung grüner Straßenräume aber auch Bildungsmaßnahmen in Kindertagesstätten und Schulen umgesetzt. Dies zeigt, dass Belange der Biodiversität und des Insektenschutzes längst auf der kommunalpolitischen Agenda stehen", betont Dr. Landsberg.

Die Dokumentation "Insektenschutz in der Kommune" liefert konkrete Anregungen, wie Insekten im kommunalen Bereich geschützt und neue Lebensräume für Schmetterlinge, Wildbienen oder Laufkäfer geschaffen werden können. Neben der Bewirtschaftung von Flächen im Eigentum der Gemeinde umfasst dies auch Möglichkeiten der Bauleit- und Landschaftsplanung sowie kommunaler Satzungen, wie beispielsweise zur Eindämmung von Schottergärten. Um bei Bürgerinnen und Bürgern mehr Bewusstsein für den Schutz von Insekten zu wecken, gibt die Broschüre auch Hinweise zur Umweltbildung. Sie enthält eine Fülle von Maßnahmenvorschlägen, die außerdem jeweils mit Praxisbeispielen und weitergehenden Hinweisen zu Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern sowie Literatur untersetzt werden. Insgesamt werden so die sehr weitreichenden Potenziale deutlich, die die Gestaltung und Pflege der kommunalen Grünflächen für den Insektenschutz bietet.

Bezug:
Mewes, M. & Stahmer, J. (2020): Insektenschutz in der Kommune. Deutscher Städte- und Gemeindebund (Hrsg.). DStGB-Dokumentation No. 155.

Die Dokumentation steht kostenfrei zum Download zur Verfügung unter: https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage/Publikationen/Dokumentationen/

Gedruckte Exemplare können kostenfrei bestellt werden bei:
Bundesamt für Naturschutz, Außenstelle Leipzig, Alte Messe 6, 04013 Leipzig
E-Mail: PBox-BfN-Leipzig@BfN.de


In der Aufnahme
Cover der Veröffentlichung "Insektenschutz in der Kommune".


Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de


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Artenschutz in Franken®  
Foto gesucht: Klippschliefer-Quintett flitzt zwischen den Felsspalten
Bild zum Eintrag (1035206-160)
Foto gesucht: Klippschliefer-Quintett flitzt zwischen den Felsspalten

14/15.10.2020

  • Fünf auf einen Streich – wer bekommt sie auf ein Foto?

Was sind denn eigentlich Klippschliefer und wieso sind sie Elefantenverwandte? Überraschender Weise sehen die Klippschliefer eher einem Murmeltier ähnlich als einem Elefanten oder einer Seekuh. Dennoch haben Forscher bei der Untersuchung des Erbgutes (DNS) der Klippschliefer festgestellt, dass Elefanten, Seekühe und Klippschliefer vor rund 80 Millionen Jahren gemeinsame Vorfahren hatten.

Klippschliefer bringen etwa 2,5 Kilogramm bis etwa 4 Kilogramm auf die Waage und haben je nach Verbreitungsgebiet eine Farbvarianz im kurzen Fell von sandfarben bis dunkelbraun.

Im Zoo Magdeburg gibt es jetzt erstmals Nachwuchs bei den Klippschliefern zu bestaunen und es sind sogar fünf Jungtiere!  Doch bisher gelang es noch nicht, alle fünf Jungtiere der Klippschliefer im Zoo Magdeburg auf ein Foto zu bekommen. Wer ein solches Foto aus dem Zoo Magdeburg bis zum 31.10.2020 an klippschliefer@zoo-magdeburg.de sendet, der bekommt eine Zoo-Jahreskarte (Datenschutz: www.zoo-magdeburg.de/datenschutz).

Für diese Aktion ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Die Klippschliefer leben im Zoo gemeinschaftlich mit den Dscheladas, Nubischen Steinböcken und Blauflügelgänsen auf einer dem Hochland von Äthiopien nachempfundenen Felslandschaft. An den Felsen und auf den Anhöhen sitzend, kann man sie mit viel Glück erspähen. Genauer hinschauen und beobachten lohnt sich.

Man traut diesen gedrungen wirkenden Tiere auf dem ersten Blick keine großen Kletterkünste zu. Zu unrecht – hohe Felsformationen werden erstaunlich gut erklimmt, denn anatomisch hat der Klippschliefer einige Besonderheiten aufzuweisen. Er besitzt wie der Elefant spezielle Fußpolster, die ihm stets festen Halt verschaffen, denn sie sind befeuchtet dank der Schweißdrüsen.

Ein glatter Felsen oder auch Distanzen sind für den Klippschliefer kein Problem, denn er kann aus dem Stand zwei Meter hochspringen und ist ein Meister im Dreisprung. Der Familienverband dieser Tiere ist sehr stabil, ihre Kolonien können bis zu 50 Tiere umfassen. Die Weltnaturschutzunion hat die Klippschliefer 2014 als nicht gefährdet eingestuft – derzeit gibt es eine große Gesamtpopulation.

In der Aufnahme von ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
  • Klippschliefer

Autor
Regina Jembere

Quelle
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
Zooallee 1
39124 Magdeburg
Tel.: 0391 28090-0
Fax: 0391 28090-5100
E-Mail: info@zoo-magdeburg.de

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Stele der Biodiversität Sommerloch
Bild zum Eintrag (1035172-160)
Stele der Biodiversität Sommerloch

14/15.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
  • ... die Arbeiten schreiten sehr gut voran und so kann täglich ein neuer Eindruck entstehen
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Die Gemeine Sandwespe (Ammophila sabulosa)
Bild zum Eintrag (1035136-160)
Die Gemeine Sandwespe (Ammophila sabulosa)

14/15.10.2020

Deutschland
. Zu finden ist diese weit verbreitete Sandwespe in trockenen und sandigen Lebensräumen. Sie erreicht eine Körperlänge von fast 2,5 Zentimeter und zeigt sich in ihrer Darstellung in einem sehr schönen blaumetallischem Glanz.
Die Raupen dieser Art werden bevorzugt mit Larven von Eulenfaltern (Noctuidae) ernährt. Die weibliche Gemeine Sandwespe gräbt einen rund 8-10 cm langen Erdgang und erweitert diesen zum Gangabschluss hin.In diesen Gang wird das Gelege unmittelbar neben der betäubten Raupe abgelegt.

Nach dem Schlüpfen beginnt die Raupe der Gemeinen Sandwespe die Larve des Eulenfalters zu verzehren. Nachfolgend spinnt sich die Raupe ein, verwandelt sich zu einer Gemeinen Sandwespe und verlässt dann Mitte / Ende Juni ihren NIstplatz.

Während sich die Raupen von tierischem Protein ernähren so ziehen fertige Sandwespen meist Blütennektar vor. 

In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Gemeine Sandwespe
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Stele der Biodiversität - Lechtingen
Bild zum Eintrag (1035134-160)
Stele der Biodiversität  - Lechtingen

13/14.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lechtingen/Wallenhorst - Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  • Nachdem die Arbeiten an der Fassade abgeschlossen wurden konnte mit der Ausrüstung der zukünftigen Stele der Biodiversität begonnen werden.
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6,7 Hektar am Sulzbach werden wieder Auen-Lebensraum
Bild zum Eintrag (1035116-160)
6,7 Hektar am Sulzbach werden wieder Auen-Lebensraum

13/14.10.2020

Auen bieten wertvollen Lebensraum für vielfältige, teils äußerst seltene Tier- und Pflanzenarten.
Durch Uferverbauung, Überdüngung und viele weitere schädliche Einflüsse sind von den einzigartigen Biotopen gerade an Bächen jedoch nur wenige Restbestände geblieben. Die BN-Kreisgruppen Rottal-Inn, Passau und Dingolfing-Landau haben nun einen Auwald am Sulzbach gekauft, um die dortige Artenvielfalt langfristig zu erhalten.

„Mehr und mehr fehlen in der intensiv genutzten Landschaft die Bereiche, in denen es keine Nutzung gibt und die Natur sich entfalten kann – hier fügen wir ein kleines, aber feines Puzzlestück dazu“, so Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz Bayern.
Das gekaufte Auwaldgebiet liegt zwischen Uttigkofen (Gemeinde Aldersbach, Landkreis Passau) und Emmersdorf (Gemeinde Johanniskirchen, Landkreis Rottal-Inn) und direkt von Erlbach und Sulzbach, einem Nebengewässer der Unteren Vils und ist so direkt an das Vilstal angeschlossen. Die BN-Kreisgruppen Rottal-Inn, Passau und Dingolfing-Landau haben die Fläche mit Förderung des Bayerischen Naturschutzfonds gemeinsam erworben. An der Pflege werden sowohl der Landschaftspflegeverband Rottal-Inn als auch Passau beteiligt sein.

„Durch das Grundstück verläuft die Landkreisgrenze. Das war beim Kauf und ist bei der Pflege eine kleine Herausforderung. Aber im Naturschutz muss man eben zusammenarbeiten“, so Karl Haberzettl, BN-Kreisvorsitzender Passau und Mitglied des Landesvorstands.

Die gekaufte Fläche soll nun schrittweise wieder zu einem naturnahen Fließgewässerabschnitt mit großem Auenbereich entwickelt werden. Entscheidend ist dabei, dass die natürliche Dynamik des Wassers, die typisch und prägend für Auenbereiche ist, wieder in Gang kommt. Die Voraussetzungen am Sulzbach sind gut: Der Bach ist weitgehend unverbaut mit Auwaldsaum und Hochstauden auf beiden Seiten, die Elemente einer klassischen Au sind mit Wiese, Wald und Wasser bereits vorhanden.

Nun wurde gemeinsam ein Pflege- und Entwicklungsplan zur ökologischen Optimierung der Weichholzaue erstellt: So sollen zum Beispiel gezielt die Fichten entnommen und wieder Bäume der Weichholzauen wie Schwarzpappeln oder Weiden nachgepflanzt werden. Ein hoher Anteil an Totholz – liegend und stehend – soll die Fläche aufwerten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verteilung des Wassers im Gelände: der Erlbach darf wie früher flächig durch das Grundstück fließen und soll die Auwaldwiese wieder vernässen.

Eine Besonderheit im Gelände sind die zwei Fischteiche im Zentrum, die umgestaltet werden für Amphibien, Reptilien und Libellen mit Flachwasserbereichen und sanften Uferübergängen sowie standortgemäßer Ufer- und Unterwasservegetation.

Das Konzept, das dahinter steht, ist ein einfaches ökologisches Grundprinzip: Der Bach gestaltet seine Umgebung maßgeblich mit und schafft – wenn man ihm den Platz dafür einräumt – so eine Vielfalt an kleinen, unterschiedlichen Lebensräumen. Und diese Vielfalt an Lebensräumen führt zur Vielfalt auf der Artenliste.

Und auf der Artenliste – die beteiligten BN-Kreisgruppen haben beim Geotag der Artenvielfalt im Sommer diesen Jahres systematisch kartiert – stehen bereits jetzt Bekassine, Raubwürger und Flussuferläufer als Arten der Roten Liste 1 (sehr gefährdet). Und natürlich der Eisvogel. Im Bereich der Amphibien und Reptilien konnten Ringelnatter, Laubfrosch, Grasfrosch sowie kleine Restvorkommen an Bergmolch und Teichmolch nachgewiesen werden. Als Vertreter der Insekten wurden Libellen und Schmetterlinge, Heuschrecken gesichtet – und als Besonderheit der Deutsche Sandlaufkäfer, der offene spärlich bewachsene feuchte Bereiche braucht. Als Pflanzenraritäten stehen dort Goldschopfhahnenfuß, Moschuskraut und Froschlöffel.

„Ein paar stark bedrohte Arten haben bereits auf die Fläche gefunden. Das Grundstück ist schon jetzt ein Rückzugsort für die im Landkreis heimischen Tiere und Pflanzen. Unsere Aufgabe ist es jetzt, diesen Lebensraum immer weiter zu verbessern und ihn auf Dauer als Hotspot der Artenvielfalt zu erhalten“, erklärt Marianne Watzenberger, Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgruppe Rottal-Inn.

Besonders ist nicht nur die Größe der Auwaldfläche, sondern auch deren überregionale Bedeutung als Teil des Gewässerbiotop-Verbunds zur Vernetzung der Täler von Rott und Vils. Die Fläche kann ein wichtiger Baustein des Projekts „Lebendiges Vilstal“ werden, das als BayernNetzNatur-Projekt zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie und zum Aufbau eines landesweiten Biotopverbundes beitragen soll. Dieser Biotopverbund war auch ein Kernpunkt des Volksbegehrens 2019.

Biotopverbund heißt letztendlich nichts anderes als geeignete Lebensräume verbinden, Wanderungen im und am Wasser ermöglichen – und das geht an Flüssen und Bächen als natürliche Lebensachsen besonders gut.

„So funktioniert Naturschutz in der Fläche. Die Entwicklung von kleinen Bächen und Gräben ist die sinnvolle lokale Ergänzung zur Renaturierung der niederbayerischen großen Flüsse wie Inn, Isar oder Donau“, so Richard Mergner. Unsere Kreisgruppen tragen hier zu dem Biotopverbund bei, dessen Umsetzung seit dem Volksbegehren eigentlich staatliche Aufgabe sein muss.“

„Wir freuen uns, dass sich unsere Kreisgruppen vor Ort weiter intensiv um den Auenschutz bemühen und diesen als einen ihrer Schwerpunkte verstehen.“

Für Rückfragen:
Rita Rott
Regionalreferat Niederbayern
089 / 54 830 112
rita.rott@bund-naturschutz.de


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
08.10.2020

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Grabwespe / Gorytes laticinctus

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„Wegweisendes Bildungsprojekt für eine nachhaltige Entwicklung“
Bild zum Eintrag (1035043-160)
Griese: „Wegweisendes Bildungsprojekt für eine nachhaltige Entwicklung“

Umweltstaatssekretär weiht neugestalteten Schulgarten der Bertha von Suttner IGS ein / Land fördert Projekt in Kaiserlautern mit rund 10.000 Euro.

13/14.10.2020

„Klima- und Naturschutz fangen vor Ort an. Deswegen sind Schulgärten so wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt, den Klimaschutz und die Klimaanpassung, als Grundlage für eine gesunde Ernährung und als Bildungs- und Lernort“ betonte Umweltstaatssekretär Thomas Griese heute an der Bertha von Suttner IGS in Kaiserlautern anlässlich der Einweihung des erneuerten Schulgartens und des umgestalteten Grünen Klassenzimmers.

Auf dem bereits in den 70er Jahren angelegten Areal wurden in den vergangenen zwei Jahren mit Unterstützung vieler Helfer unter anderem ein naturnaher Lernort für den naturwissenschaftlichen Unterricht geschaffen, eine Lernwiese, Hoch-, Früh- und Natursandsteinhochbeete angelegt, eine wind- und wettertaugliche Tafel für den Unterricht unter freiem Himmel errichtet und ein Bauwagen zum außerschulischen Lernort umgestaltet.

Gefördert wurde das Projekt seitens des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums mit insgesamt 10.280 Euro.
In seiner Ansprache unterstrich der Staatssekretär, dass der Klimawandel kein abstraktes Phänomen sei, sondern den Alltag der Menschen längst eingeholt habe. „Trockene Sommer, Dürre, milde Winter, Stürme und Starkregenphasen führen uns ständig vor Augen, dass das Klima sich verändert. Gärten stellen hier ein wichtiges Regulativ dar. Bäume, Gehölze oder auch geschlossene Vegetationsdecken kühlen Luft und Boden durch Beschattung und Verdunstung, speichern das Regenwasser und schaffen so ein erträgliches Mikroklima auch für den Menschen. Gärten sind die Grünen Lungen in der Stadt!“, so Griese.

Auch hinsichtlich der Artenvielfalt spielten Gärten eine besondere Rolle. „Hier vor der eigenen Haustüre kann jeder Einzelne - ob alt oder jung - etwas tun, um seine direkte Umgebung vielfältiger, naturnäher oder auch bienenfreundlicher zu gestalten. Denn Biodiversität spielt sich nicht nur im fernen Regenwald ab.“ In diesem Zusammenhang verwies er auf Zahlen, die die Bedeutung naturnaher Gärten als Lebensraum und Biodiversitätszentren im Kleinen eindrucksvoll belegten. „Hier wurden bislang 2500 Tierarten nachgewiesen, darunter allein 650 Schmetterlings- und 100 Vogelarten. Schätzungen gehen davon aus, dass knapp ein Viertel aller in Deutschland beheimateten Tierarten in Gärten vorkommen. Bei rund 17 Millionen Gärten in Deutschland mit einer Durchschnittsgröße von 400 Quadratmetern ergibt sich eine Gesamtfläche, die etwa der Gesamtfläche aller Naturschutzgebiete in Deutschland entspricht“, hob Griese hervor.

Schulgärten wichtiger Baustein der Aktion Grün

Mit der 2017 gestarteten Aktion Grün wolle das Land seine Bemühungen zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie konkret machen. „Kern der Aktion Grün ist es, Lebensräume zu erhalten und zu verbinden und dem Artensterben entgegenzuwirken. Sie schafft eine identitätsstiftende Dachmarke für den Naturschutz, sie bildet ein breites Aktionsbündnis zur biologischen Vielfalt und bündelt Maßnahmen zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie.

Die Anlage von Schulgärten sei dabei ein besonderes Anliegen des Umweltministeriums, sagte der Staatssekretär. „Sie sind Orte, an denen wertvolles Wissen vermittelt und zentrale Zugänge geschaffen werden können – nicht nur im Klassenraum, sondern viel wirkungsvoller im „Live-Labor“ Garten. Mit der Förderung und der Beratung bei der Anlage von Schulgärten, mit Informationsmaterialien und Fortbildungen wollen wir einen Beitrag leisten, um bei Kindern und Jugendlichen wieder eine oft verloren gegangene Verbindung zur Natur, zu Boden, Wasser, Klima und zu Nahrungsmitteln aufzubauen und damit auch ein Bewusstsein für die natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen insgesamt und für eine gesunde, nachhaltige Ernährung zu schaffen. Denn nur was wir kennen, werden wir auch schützen. Deshalb ist das Wissen über die grundlegende Bedeutung der biologischen Artenvielfalt und darauf bezogene Umweltbildung so wichtig“, so Griese.

Quelle
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz vertreten durch die Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten

Kaiser-Friedrich-Straße 1
55116 Mainz
Postfach 31 60
55021 Mainz
Telefon: 06131 - 16 0
Telefax: 06131 - 16 46 46
E-Mail: poststelle(at)mueef.rlp.de

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Goldene Acht

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Partnerinitiative des Nationalparks nimmt Fahrt auf
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Partnerinitiative des Nationalparks nimmt Fahrt auf

12/13.10.2020

Ab sofort werden lokale Akteure als offizielle Partner des Nationalparks Berchtesgaden anerkannt, die verschiedene Voraussetzungen in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales erfüllen. Die Initiative wurde in Zusammenarbeit mit der Biosphärenregion Berchtesgadener Land ins Leben gerufen, die in Kürze ebenfalls Partner auszeichnen wird.

Kürzlich traf der neu gegründete Beirat der Nationalpark-Partnerinitiative zu einer ersten Sitzung zusammen.

Der Beirat wird künftig die vorbereitenden Arbeiten des Umweltmanagementbeauftragten der Nationalparks, Oliver Pohl, validieren, damit neue Partner des Nationalparks anerkannt werden können. In der ersten Sitzung wurden die ersten zehn Nationalpark-Partner ausgewählt, die in Kürze ausgezeichnet und vorgestellt werden. Alle potentiellen Partner hatten in den vergangenen Wochen in einem intensiven Erfassungsprozess ihre Absicht dokumentiert, als Botschafter des Nationalparks zu agieren und ihre betrieblichen Umweltleistungen transparent dargestellt.

Ziel der Initiative ist es, die Nationalpark-Region im Sinne des Schutzgebietsgedankens für die Zukunft weiterzuentwickeln sowie eine Austauschplattform für nachhaltiges Handeln aufzubauen. Informationen gibt es unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de. Die Mitglieder des Beirats (v.l.): Dr. Peter Loreth, Biosphärenregion BGL; Dr. Hermann Amann, Verein der Freunde des Nationalparks e.V.; Oliver Pohl, Nationalpark Berchtesgaden; Dr. Roland Baier, Nationalparkleiter; Dr. Bartl Wimmer, Hannes Rasp, Bürgermeister Schönau am Königssee.

Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de


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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
Bild zum Eintrag (1001679-159)
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
Bild zum Eintrag (1016495-159)
Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
Bild zum Eintrag (1001660-159)
Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
Bild zum Eintrag (1001683-159)
  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
Bild zum Eintrag (1001661-159)
"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1001665-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!

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Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
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Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
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Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
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Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg