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Spitzenprädator Hornisse
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Spitzenprädator Hornisse

16/17.08.2022

Was wird vielfach ein Quatsch über diese Tiere erzählt … Hornissen sind in der Regel sehr friedfertige Tiere. Und auch ihr Stich ist nicht viel scherzhafter als ein Wespen- oder Honigbienenstich … und da können wir aus eigener Erfahrung recht gut mitreden.

Auch bei Stichen der Hornisse sind allergische Reaktionen nicht auszuschließen und es gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, doch verhalten sich die spektakulären Tiere so lange sie nicht gestört werden sehr friedfertig.
Aus unserer Erfahrung heraus würden wir einer Hornisse mehr Vertrauen schenken als einer Wespe oder einer, auch domestizierten Honigbiene. Und wirklich gefährlich sind Hornissen tatsächlich nur für andere Insekten, die sie gerne im Flug erbeuten.

Diese Nahrung für ihren Nachwuchs in kleine Stücke zerlegt werden in den Staat verbracht und verfüttert. Da kommt bei einem großen Hornissenvolk auch ganz schön was zusammen. 500-700 Gramm an Nahrung pro großem Hornissenvolk und Tag ist das eindrucksvolle Ergebnis.

Damit zeigt sich die Bedeutung der Art auch für die Spezies Mensch.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Hornissen bei der Nahrungsaufnahme an einem Apfel
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Hornissen und Biotopbäume
Bild zum Eintrag (1073868-160)
In unseren Augen perfekt und voller Leben – Biotopbäume!

16/17.08.2022


Vielfach werden sie in der naturfernen Forstwirtschaft gar als störend und unnütz empfunden und „schneller als manche Säge laufen kann“ sind sie auch aus den Beständen entnommen.

Für das Leben in einem Wald und für den Wald selbst sind sie aber immens wertvoll. Ihre markanten Strukturen sind Oasen für die Biodiversität und von unschätzbarer Bedeutung, nicht wie immer wieder betont wird für die Natur … nein auch gerade auch für uns Menschen die wir immer noch ein Teil der Natur sind, obwohl wir uns immer weiter von ihr entfernen.
Und so ist es in unseren Augen ein entscheidendes Kriterium bei der Bewertung eines Waldes, sowie eines tatsächlich naturnahen Wirtschaftsforstes, in welchem Umfang wir hier entsprechende Lebensstrukturen und nicht nur „Pseudostrukturen“ vorfinden.Die meisten Bäume im naturfernen fallen bereits im zarten Alter von 80-120 Jahren … würden Bäume die Chance erhalten alt werden zu dürfen, wir würden überrascht sein wie Bäume aussehen können. Ja mehr noch, welche Lebensformen in der Lage sind diese Rückzugs- und Fortpflanzungsräume zu nutzen.

So auch Hornissen,
dessen Volk nun im August ihren Entwicklungshöhepunkt erreicht. Große Völker zählen leicht über 500 Tiere und entsprechend aktiv zeigt sich das Umfeld eines solchen Staates.

Seit je her werden auch Ängste verbreitet und diese Art als „Horrorart“ betitelt.

Was für ein Unsinn ... denn wir befassen uns seit nunmehr über 30 Jahren auch intensiv mit diesen faszinierenden Tieren und können ohne Ausnahme kommunizieren das Hornissen niemals grundlos angreifen! Im Gegenteil sie sind zurückhaltender als Wespen oder auch Honigbienen und bemühen sich stehts Konflikte auszuweichen.

Erst wenn eine Grenze überschritten ist und alle Drohungen nichts bewirkt haben greifen die Tiere an. Da natürliche Baumhöhlen zwischenzeitlich selten geworden sind, suchen Hornissen notgedrungen häufig eine Ersatzhöhle im menschlichen Siedlungsbereich und treffen hier auf diese Spezies.

Die Erhaltung und Schaffung geeigneter natürlicher Habitat Strukturen stellt daher in unseren Augen einen wichtigen Baustein zum Schutz dieser faszinierenden Tiere dar.



In der Aufnahme
  • Hornissen bauen ihr Nest in einem Biotopbaum
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Auen speichern Wasser wie ein Schwamm
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Auen speichern Wasser wie ein Schwamm

16/17.08.2022

  • 20 Jahre nach der Elbeflut besteht bei Auenrenaturierung riesiger Bedarf

Berlin, 9.08.22 – Vor 20 Jahren führte eine Flutkatastrophe in Mitteleuropa zu verheerenden Schäden. An der Elbe kamen 21 Menschen ums Leben, tausende verloren Hab und Gut.

Der finanzielle Schaden ging in die Milliarden. Der WWF Deutschland nimmt dies auch vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse zum Anlass, mehr Engagement von Bund und Ländern für die ökologische Hochwasservorsorge einzufordern. Notwendig sei ein vorsorgender Hochwasserschutz insbesondere auch durch die Rückgewinnung von Auen als natürliche Überschwemmungsgebiete. Ausgelöst wurde das Extremhochwasser im August 2002 durch tagelange, großflächige Regenfälle.
„Zwar flossen seit dem `Jahrhunderthochwasser´ 2002 immense Investitionen in den Hochwasserschutz – es muss hier aber noch viel mehr passieren“, sagte Dr. Astrid Eichhorn, Leiterin des WWF-Büros Mittlere Elbe. „Auch wenn uns die Klimakrise derzeit durch Dürre und Wassermangel in Schach hält, sind vermehrte Extremniederschläge und Hochwasser die Kehrseite der Medaille, auf die wir uns besser vorbereiten müssen. Gerade beim ökologischen Hochwasserschutz durch Auenrenaturierung muss es verstärkte Anstrengungen geben.“

Unter Hochwasserschutz verstehen viele Menschen vor allem den Bau und Unterhalt von Deichen. Dieser „technische Hochwasserschutz“ hat in der Vergangenheit jedoch oft nicht ausgereicht, um Siedlungen vor Überflutungen zu schützen. Notwendig ist auch, den Wasserrückhalt in der Fläche zu verbessern und den Flüssen mehr Raum zu geben. Der Rückgewinnung von Auenlandschaften muss hierbei Priorität eingeräumt werden. Das in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt formulierte Ziel der Bundesregierung, die Rückhalteflächen an Flüssen bis 2020 um 10 % zu vergrößern, wurde bislang jedoch deutlich verfehlt.

Laut Auenzustandsberichts des Bundes von 2021 sind nur noch 9% der Flussauen in Deutschland weitgehend ökologisch funktionsfähig. Seit 2009 wurden durch Rückbau, Rückverlegung und Schlitzung von Deichen 4.183 ha überflutbare Auenflächen zurückgewonnen. Damit betrage der Zugewinn an den 79 Flüssen von 1983 bis 2020 7.100 Hektar, davon seien rund 3.000 Hektar mit einer Förderung des Bundesumweltministeriums realisiert worden. Das entspreche einer Vergrößerung der überflutbaren Flussauen um rund 1,5 %.

„Auenlandschaften können Wasser wie ein Schwamm speichern, halten und dadurch einer schnellen Austrocknung entgegenwirken“, sagte Astrid Eichhorn. „Über den natürlichen Hochwasserschutz hinaus erfüllen sie auch wichtige Funktionen für die Klimaanpassung und die Artenvielfalt. So sind sie z.B. auch Rückzugsräume für eine riesige Bandbreite von Tier- und Pflanzenarten.“

Auen ließen sich durch die Rückverlegung von Deichen ins Landesinnere, die Entfernung von Altdeichen und sog. Deichschlitzungen rückgewinnen. „Die Wiedergewinnung ist zeit- und ressourcenaufwändig, da meist Interessen von Landnutzern und Eigentümern berührt sind. Für den Erfolg solcher Projekte bedarf es eines langen Atems, politischen Willen und eine gute Kommunikation mit den betroffenen Akteuren und lokalem Behörden.“

Der WWF Deutschland war im Zeitraum 2001 bis 2019 verantwortlich für das Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe, einem Projekt im Rahmen der Bundesförderung chance.natur. Hauptmaßnahme dieses Auenwald-Projekts – dem bislang größten WWF-Projekt Deutschlands  - war die Rückverlegung eines Deichs im Bereich des Lödderitzer Forstes und der Neubau eines Deichs auf 7,3 Kilometer Länge – bis zu 2,5 Kilometer weiter weg vom Fluss als der alte. Nach dessen Fertigstellung wurde der alte Deich 2017 an insgesamt zehn geeigneten Stellen „geschlitzt“ und damit durchlässig gemacht. Auf 600 Hektar Fläche darf sich die Elbe bei Hochwasser wieder natürlich ausbreiten, wertvoller Auenwald wurde wieder an die natürliche Überflutungsdynamik angeschlossen.

Hintergrund:
Laut Büro der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge (UNDRR) gab es 1995 bis 2004 pro Jahr weltweit durchschnittlich 127 Überschwemmungen im Jahr. 2005 bis 2014 wuchs diese Zahl auf durchschnittlich 171 pro Jahr an. 2021 lag sie bereits bei 223. Die erfassten weltweiten wirtschaftlichen Schäden durch Überschwemmungen lagen laut UNDRR 2021 bei 74,4 Milliarden US-Dollar. Hochwasserschäden liegen damit auf Platz 2 nach Unwettern/Stürmen.


Quelle
WWF
Stand: 09.08.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Burschen-Raubfliege

    Von Juni bis September ist die Zeit der Raubfliegen. Auf dem Foto ist eine Burschen Raubfliege zu erkennen, auch wenn sie auf einer Blüte sitzt, so steht ihr der Sinn nicht nach Nektar.Sie hat es auf andere Insekten abgesehen die Blüten besuchen, sie lebt räuberisch. Von einem Ansitz aus beobachtet sie die Umgebung, steigt auf wenn sie ein potentielles Opfer sieht und erbeutet dieses in der Luft.Raubfliegen haben einen Oberkörper bemuskelt wie bei einem Bodybuilder.

Die Beute wird mit einem chemischen Stoff betäubt und verspeist. Dass diese Fliegen mit "chemischen Kampfstoffen" arbeiten war und ist noch Gegenstand von universitären Untersuchungen. Es wurden Giftcocktails gefunden die bisher noch unbekannte Toxine enthielten.

Manche Arten dieser Raubfliegen (Asilidae) haben sich sogar darauf spezialisiert, andere giftige und wehrhafte Insekten wie Bienen oder Wespen zu jagen. Ergebnisse einer Studie der UNI Gießen bieten Ansatzpunkte für nachhaltige Bekämpfung von Schadinsekten und Potenzial für pharmakologische Anwendungen.



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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach - Grafische Aussichten
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Grafische Aussichten

15/16.08.2022


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.


In der Aufnahme


  • Nach 6 monatiger Entwicklungszeit und zahlreichen Terminen steht nun das Konzept zur Gestaltung der Außenhaut der Stele der Biodiversität fest. In den Mittelpunkt stellen wir unter anderem einige anzutreffende Lebensräume, ein markantes Bauwerk und nicht zuletzt die Eulen und Käuze der Region und deren Begleitarten.
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BN-Vorsitzender Richard Mergner besucht Vilsecker Mulde
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BN-Vorsitzender Richard Mergner besucht Vilsecker Mulde: Bessere Konzepte für den Schutz der Oberpfälzer Natur notwendig

15/16.08.2022

Zum Erhalt der Oberpfälzer Naturschätze,
wie zum Beispiel der Vilsecker Mulde im Landkreis Amberg-Sulzbach, hält der BUND Naturschutz verstärkte Anstrengungen aller Beteiligter für nötig. Dabei müssen dort nicht nur die schonende Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, sondern auch die Auswirkungen zunehmender Trockenzeiten eine besondere Rolle spielen.

Gerade die große Bedeutung der vorhandenen Moorböden für den Klimaschutz wird dabei bislang noch viel zu wenig berücksichtigt.
Der Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern (BN), Richard Mergner, war am 10.08.2022 zu Besuch in der Oberpfalz, um sich ein Bild von BN-eigenen Flächen nordöstlich von Vilseck zu machen. Dabei lobte Mergner das jahrelange, ehrenamtliche Engagement der BN-Kreisgruppe Amberg-Sulzbach für ihre Heimatnatur.

„Die Vilsecker Mulde ist ein Schatzkästchen der Natur im Landkreis Amberg-Sulzbach und in der gesamten Oberpfalz. Dazu trägt auch der BUND Naturschutz mit 18 Grundstücken auf einer Gesamtfläche von über 39 Hektar und mit gezielten Pflegemaßnahmen bei“, so Mergner. „Daneben konnte Vieles Positive für die Artenvielfalt auch mit der Nutzung der Förderprogramme für Landwirte erreicht werden. Doch der Rückgang der wiesenbrütenden Vogelarten konnte damit bislang nicht verhindert werden. Außerdem setzen zunehmende Trockenheit und Hitzestress vielen Pflanzen- und Tierarten zu. Daneben drohen sich die als CO2-Speicher wichtigen Moorböden durch den Wassermangel zu zersetzen. Daher ist es dringend notwendig, dass hier künftig ein verändertes Wassermanagement eingeführt wird.“

„Trotz bisheriger Erfolge, wäre aber noch mehr möglich in diesem Gebiet. Denn leider konnten die Bestände der wiesenbrütenden Vogelarten im Schutzgebiet nach jahrelangen Rückgängen noch nicht wieder erhöht werden“, meint Peter Zahn, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Amberg-Sulzbach. „Wir wünschen uns daher, dass sich auch die Kommunen mit ihrem Flächenmanagement noch stärker naturbewusst und kooperativ verhalten.“

„Wenn Landwirte Interesse an einem Tausch ihrer Flächen in der Vilsecker Mulde haben, sollten sich auch die Stadt Vilseck oder der Markt Freihung verstärkt engagieren, damit dort die Bewirtschaftung naturverträglicher gestaltet werden kann. Als BUND Naturschutz sähen wir darin einen wichtigen Schritt, um z.B. auch das Vorkommen der Bachmuschel in der Frankennohe zu sichern“, so Beate May, 2. Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Amberg-Sulzbach.

„In der Vilsecker Mulde gibt es auch im Moor- und damit im Klimaschutz viel zu gewinnen. Hier kommen verbreitet Moorböden vor, was auch dadurch bekannt ist, dass es hier früher stellenweise Torfabbau gab. Moorböden mit ihren großen Mengen an organischem Material haben heute herausragende Bedeutung als Speicher für CO2. Gleichzeitig müssen wir natürlich verhindern, dass es in die Atmosphäre freigesetzt wird“, erklärt BN-Regionalreferent Reinhard Scheuerlein. „Leider sind die zunehmenden Trockenzeiten mit gesunkenen Wasserpegeln nicht nur negativ für Wiesenbrutvögel, sondern auch für den Erhalt der Moorböden, die sich ohne hochstehendes Grundwasser zersetzen. Daher ist es auch in der Vilsecker Mulde dringend erforderlich, jetzt von der Wasseraustreibung aus der Landschaft hin zur Wasserrückhaltung umzusteuern und ein Wassermanagement mit regelbaren Gräben einzurichten.“

„Es gibt in der Vilsecker Mulde einen sehr guten Austausch zwischen den im Gebiet wirtschaftenden Landwirten und den Naturschützern. Dabei wird zusammen- und nicht gegeneinander gearbeitet“, betont BN-Kreisgruppen-Geschäftsführer Horst Schwemmer, der sich dafür aktiv in Gesprächen mit den Landwirten einsetzt.

Allerdings ist der Landkreis Amberg-Sulzbach mit einem Flächenanteil von 0,16 Prozent (!) Schlusslicht bei den Naturschutzgebieten (NSG) in der Oberpfalz. Ein NSG Vilsecker Mulde wäre daher aus Sicht des BUND Naturschutz ein wichtiger Schritt. Damit könnte ein verbindlicher Rahmen für das Schutzgebiet geschaffen werden, wobei Flächen von Land-, Teich- und Forstwirten im bisherigen Umfang weiterbewirtschaftet werden können. Vor allem könnten wertvolle Flächen in einem Schutzgebiet dauerhaft in ihrer Bewirtschaftung gesichert werden und Fördergelder gezielt dort eingesetzt werden.

„In einem möglichen Naturschutzgebiet ließe sich viel regeln und zwar gemeinsam zwischen Landwirten und Naturschützern, so dass beide Seiten profitieren“, so Peter Zahn abschließend. Dies wird auch durch die vielen Gespräche zwischen Landwirtschaft und Naturschutz und die abgestimmte Landbewirtschaftung eindrücklich sichtbar.
Hintergrund

Das seit 2006 bestehende FFH-und Vogelschutzgebiet "Vilsecker Mulde“ mit den Tälern der Schmalnohe und Wiesennohe ist geprägt durch wertvolle Gewässer- und Feuchtbiotopkomplexe wie extensive Fischteiche und Fließgewässer mit typischer Unterwasser- und Schwimmblattvegetation (z.B. in der Vils) sowie anschließende Vegetationsbestände wie Nass- und Magerwiesen und Borstgrasrasen. Diese Biotope stellen u.a. Lebensräume für die besonders geschützten Tierarten Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Grüne Keiljungfer, Biber, Fischotter und Groppe dar. Maßgeblich für die Artenvielfalt ist auch die Nähe zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr, auf dem zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten abseits intensiver Flächennutzungen einen Lebensraum gefunden haben. Zudem wird die Vilsecker Mulde vom Landesamt für Umwelt als Teichgebiet von landesweiter Bedeutung für Wasser- und Sumpfvögel eingestuft.

Die Frankennohe beherbergt ein noch hervorragendes Vorkommen der bedrohten Bachmuschel. Fisch- und Seeadler sind heimisch. Eine Vielzahl von gefährdeten Arten findet in der Vilsecker Mulde in diesem historisch bedeutsamen Teichgebiet Lebensraum. Der

Bund Naturschutz bewirtschaftet in Kooperation mit örtlichen Landwirten seine Flächen naturschutzfachlich, d. h. im Wesentlichen Vertragsnaturschutzprogramm mit später Mahd und Verzicht auf Pflanzenschutz. Die Mahd wurde zudem zuletzt deutlich schonender für vorkommenden Insekten, da immer mehr mit nicht rotierenden Mähwerken gearbeitet wird.

Vor fünf Jahren hat der BN sich für die Ausweisung eine seiner Flächen bei Elbart (Gemeinde Freihung) als Naturwaldreservat stark gemacht und gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Weiden diese beispielgebende Schutzausweisung durch das Bayerische Landwirtschafts- und Forstministerium erreicht. Auch der LBV kümmert sich als Besitzer um wertvolle Teichlandschaften.

Aus der Beantwortung der Landtagsanfrage der Grünen vom 23.6.2021 (Landtags- Drucksache 18/17619):



Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg

Stand 10.08.2022

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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Baumhummel (Bombus hypnorum) ... sie ist beim Pollensammeln nicht auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert und nutzt eine Vielzahl verschiedener Pflanzen.

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Wespenspinne (Argiope bruennichi)
Bild zum Eintrag (1073725-160)
Die Wespenspinne

15/16.08.2022

  • Auf Grund ihrer sehr schönen und markanten Körperzeichnung fällt die etwa 15mm große Wespenspinne vielfach sofort auf.

Ihr typischer Lebensraum umfasst vorwiegend langgrasige Wiesenflächen, jedoch auch ( Haus ) – Gärten. War diese Spinnenart noch vor rund einem Jahrzehnt in den weniger wärmebegünstigten Lagen Deutschland so gut wie nie anzutreffen, kommt sie in unserem Landkreis und auch im Steigerwald mittlerweile recht häufig vor.
Der Biss einer Wespenspinne ist in der Regel für Menschen ungefährlich. Er fühlt sich in etwa wie der Stich einer Wespe an. Normalerweise können die Giftklauen der Wespenspinne die menschliche Haut nur an sehr sensiblen Stellen durchdringen.

Dennoch kann auch der Biss dieses Tieres eine allergische Reaktion auslösen und sollte in jedem Fall beobachtet werden, denn zwischenzeitlich reichern sich auch diese Spinnen mit Giftstoffen an die von uns Menschen in die Umwelt verbracht werden. Ein Mix auch verschiedenen Stoffen ensteht und damit ein möglicherweise erhöhtes Risiko einer allergischen Reaktion.

Das Tier selbst ist ein wichtiger natürlicher Regulator. 
 


 In der Aufnahme von Volkmar Greb
  • Regelmäßig auch in der Nähe des Menschen anzutreffen ... die Wespenspinnen deren Weichen besonders auffällig sind. Die kleinen Männchen werden dagegen häufig übersehen.
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Fischsterben an Oder: Hakt der Informationsfluss?
Fischsterben an Oder: Hakt der Informationsfluss?

14/15.08.2022

  • WWF sieht Gefahr unzureichenden Krisenmanagements

Berlin, 11.08.22 – Anlässlich der laufenden Ursachensuche für das Fischsterben an der Oder sieht der WWF Deutschland einen besseren Abstimmungsbedarf zwischen deutschen und polnischen Behörden.
Dr. Finn Viehberg, Leiter des Ostsee-Büros des WWF sagte: „Der Vorfall wirft Fragen nach dem Informationsfluss im Fall einer ernsten Gefährdung von Natur und Umwelt in und an der Oder auf. Gewichtige Hinweise auf das Fischsterben gibt es auf polnischer Seite offenbar schon seit mehr als zehn Tagen. Doch man hat den Eindruck, dass die deutsche Seite von diesen Informationen lange nichts wusste. Hier scheint wertvolle Zeit verloren gegangen zu sein, in der sich beispielsweise auch der Nationalpark Unteres Odertal und die Anrainer des Oderhaffs auf auch dort möglicherweise auftretende Schadstoffe hätten einstellen können.“

Bewahrheite sich der Verdacht eines zähen oder unzureichenden Informationsflusses zwischen beiden Ländern, wäre das kein angemessener Umgang mit Umweltrisiken. Finn Viehberg sprach sich dafür aus, das Thema auf der nächsten Sitzung des deutsch-polnischen Umweltrats aufzurufen, in den Behörden Deutschlands und der Republik Polen Vertreter:innen entsenden.

Hintergrund: Deutsche Medien berichteten am Donnerstag, den 11.8,22, von einem massiven Fischsterben an der Oder. Ein polnisches Internetportal informierte Medien zufolge zudem über den Verdacht einer Einleitung giftiger Chemikalien in der Gegend um das polnische Opole. Ob dies zutrifft bzw. Ursache des Fischsterbens ist, war am Donnerstag unklar. In Polen ermittelt die Staatsanwaltschaft Wroclaw wegen eines möglichen Umweltdelikts.


Quelle
WWF

Stand 11.08.2022

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Massives Fisch-Sterben in der Oder
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Massives Fisch-Sterben in der Oder: Politische Aufarbeitung der Umweltkatastrophe erforderlich

14/15.08.2022


Zum massiven Fischsterben in der Oder, mutmaßlich verursacht durch das Einbringen einer giftigen Substanz, äußert sich Antje von Broock, Geschäftsführerin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

 „Diese ökologische Katastrophe hätte kein solches Ausmaß, wenn deutsche und polnische Behörden intensiver zusammengearbeitet hätten. Gut informierte Ämter hätten früher gezielt Warnungen auf relevante Stoffe an die Bevölkerung aussprechen können.
Bereits seit Ende Juli treiben tote Fische auf der Oder, mittlerweile auf einer Strecke von mehreren hundert Kilometern. Selbst wenn das Fischsterben auf eine giftige Substanz zurückgeführt werden kann, diverse und gesunde Ökosysteme könnten besser auf einen solchen Druck reagieren. Das Fisch-Sterben ist deshalb auch Symptom einer jahrzehntelangen Fehlplanung in der Wasserwirtschaft und einer chronischen Unterfinanzierung des Gewässerschutzes.

Die Vermeidung einer solchen Katastrophe und ein grenzübergreifender Gewässerschutz sind schon lange gemeinsame Aufgaben im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder (IKSO). Es braucht eine umfassende politische Aufarbeitung. Gewässerschutz muss endlich als gemeinsame, langfristige Aufgabe und elementarer Bestandteil im Kampf gegen die Klimakrise gesehen werden - über nationale, föderale, behördliche, strukturelle und innergesellschaftliche Grenzen hinweg.”   

Hintergrund: Seit 2000 besteht europaweit der verbindliche Auftrag, alle Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu überführen und dabei grenzübergreifend zusammenzuarbeiten: Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat diesen Zielzustand sogar für das Jahr 2015, spätestens 2027 angesetzt. Im Fall der Oder soll die grenzübergreifende Umsetzung durch Polen, Tschechien und Deutschland im Rahmen der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder (IKSO) geschehen.

Die Fischbestände der Oder sind vielseitigen Belastungen ausgesetzt: Erhöhte Temperaturen und niedrige Wasserstände durch die Klimakrise, permanente chemische Belastungen wie der hohe Quecksilbergehalt durch Kohlekraftwerke, der Beginn von Bauarbeiten in und an der Oder, um eine bestimmte Fahrrinnentiefe zu gewährleisten, eingeschränkte Durchgängigkeit zu den Laichplätzen und erhöhtes Algenwachstum durch Nährstoffeintrag von der Landwirtschaft. Eine Zustandsbewertung der Oder befindet sich im aktuellen Bewirtschaftungsplan der Flussgebietseinheit Oder.

Quelle

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) –
Friends of the Earth Germany
Kaiserin-Augusta-Allee 5
D - 10553 Berlin
11.08.2022

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In der Aufnahme von Peter Hoffmann

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NABU: Vogelgrippe trifft auf Patient Meer
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NABU: Vogelgrippe trifft auf Patient Meer

14/15.08.2022

Miller: Nur konsequenter Schutz kann betroffene Vogelarten retten
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Berlin - Die Vogelgrippe grassiert unter Basstölpeln, Brandseeschwalben, Flussseeschwalben, Kormoranen und anderen Meeresvögeln. Bereits im Mai waren in Deutschland die ersten Verdachtsfälle des Hochpathogenen Aviären Influenza-Virus (HPAIV) vom Typ H5N1 außerhalb der sonst üblichen Jahreszeit gemeldet worden.

35 tote Brandseeschwalben wurden auf der Insel Trischen gefunden. Zuvor gab es besorgniserregende Fundzahlen aus den Niederlanden und Großbritannien. Der NABU fordert angesichts der Ausbreitung der Seuche Maßnahmen zum Schutz der Wildvögel.
„Hauptamtliche und ehrenamtliche Vogelschützer können dem Sterben der Tiere nur machtlos zusehen. Der einzelne Vogel lässt sich nicht behandeln und retten. Doch dass diese Tragödie ganze Vogelpopulationen an die Schwelle des Verschwindens bringt, kann nur geschehen, weil die Nord- und Ostsee mit ihren Lebensgemeinschaften durch Eingriffe des Menschen an ihren Belastungsgrenzen sind“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Überfischung, die Vermüllung der Meere, mariner Rohstoffabbau, Störungen durch Schiffsverkehr und der Ausbau der Offshore-Windenergie sind wesentliche Treiber für den Verlust von Brut-, Nahrungs- und Rastgebieten für Meeres- und Küstenvögel.

In diesem Jahr ist besonders auffällig, dass die Erkrankung mitten in der Brutzeit zuschlägt und vor allem da sehr hohe Verluste verursacht, wo Vögel in Kolonien dicht beieinander brüten. Wenn Altvögel erkranken und sterben, sind auch die Jungen im Nest oft direkt oder indirekt durch Nahrungsmangel dem Tod geweiht. In der einzigen deutschen Basstölpelkolonie auf Helgoland wurden beispielsweise bis Ende Juli bereits über 170 tote Jungvögel gefunden. Der Virustyp könnte möglicherweise endemisch werden, also zukünftig nicht nur saisonal, sondern ganzjährig auftreten. Übertragungen auf räuberische Säugetiere sind in Einzelfällen nachgewiesen.

Das fatale Sterben ganzer Brutkolonien zeigt, wie fragil das System Meer ist. Jetzt muss es darum gehen, einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Seevogelpopulationen, aber auch anderen Artengruppen, dem Meer und seiner Systemfunktionen zu leisten. Für Basstölpel, Brandseeschwalbe & Co heißt das, die Fischerei ¬– besonders mit Grundschleppnetzen und auf wichtige Beutefische wie Sandaale – muss wirksam reguliert werden. Außerdem muss der Verlust von Rast- und Nahrungsgebieten verhindert und der Ausbau der Windenergie darf nur außerhalb von Schutzgebieten und wichtigen Wanderkorridoren vorangetrieben werden. Nur wenn das gelingt, können so massive Ausfälle wie aktuell beobachtet von den Populationen kompensiert werden.   

Auch akute Maßnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe müssen getroffen werden. Ein nationaler Reaktionsplan für HPAIV-Varianten wie H5N1 bei Wildvögeln sollte für alle Bundesländer ausgearbeitet werden, einhergehend mit einem Informationsaustausch zwischen den Ländern, aber auch mit anderen europäischen Staaten. „Wir brauchen ein wirksames Monitoring-, Überwachungs-, Forschungs- und Meldesysteme, um ein Echtzeitwissen über das Virus und seine Entwicklung bei Wildvögeln aufzubauen. Nicht zuletzt müssen potenziell hochriskante Faktoren zur Übertragung aus der Geflügelhaltung eliminiert werden”, fordert NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler.

Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin
Stand 9. AUGUST 2022

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In der Aufnahme von Ulrich Rösch

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Magdeburg fragt sich: Wie geht es dem Elefanten Rungwe?
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Magdeburg fragt sich: Wie geht es dem Elefanten Rungwe?

14/15.08.2022

Bei den Afrikanischen Elefanten im Magdeburger Zoo stehen in diesem Jahr grundlegende Veränderungen an. Welche das genau sind, wird bald veröffentlicht – nur so viel sei an dieser Stelle verraten: Der Zoo Magdeburg wird schließlich „netto“ einen Elefanten mehr beherbergen als jetzt.
Diese Ankündigung ist eine gute Gelegenheit zurückzublicken und zu fragen: Wie geht es „unserem Ehemaligen“, dem Jungbullen Rungwe im 800 Kilometer entfernten Györ? Er verließ im Rahmen der Umstrukturierung des Elefantenbestandes in Zusammenarbeit mit dem EEP (EAZA Ex-situ Programm) als erster den Zoo Magdeburg in Richtung Zoo Györ, Ungarn.

Dort ergänzt er als viertes Mitglied eine Gruppe aus jungen Afrikanischen Elefantenbullen. Die ungarischen Kolleg*innen sind von Rungwe begeistert. „Ihm geht es sehr gut bei uns. Er hat sich vollkommen in die Gruppe integriert und trägt bevorzugt mit unserem jüngsten Bullen Kito die jungbullentypischen, spielerischen Kämpfe aus.

Auch hat er sich sehr gut an seine neuen Pfleger gewöhnt und nimmt motiviert am Training teil,“ erzählt Bálint Bagó, Tierarzt und Kurator des Zoo Györ. „Junge Elefantenbullen finden sich im natürlichen Lebensraum oft in lockeren Junggesellengruppen zusammen und sind daher von Natur aus an ein veränderliches soziales Umfeld angepasst. Rungwes gute Eingliederung in die Gruppe entspricht daher unseren Erwartungen,“ erläutert Felix Husemann, Tierarzt und Kurator des Zoo Magdeburg.

Die angekündigten Pläne im Rahmen des EEP eine sozial intakte Elefantengruppe mit Elefantenkühen und einem Elefantenbullen aufzubauen, schreiten weiter voran. „Wir blicken optimistisch auf die Zukunft der Elefanten im Zoo Magdeburg und freuen uns, diese bald der Öffentlichkeit vorstellen zu können,“ kündigt Dirk Wilke, Geschäftsführer des Zoo Magdeburg, an.



Quelle / Aufnahme
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
Zooallee 1
39124 Magdeburg
 
Stand  10. 08. 2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Artenschutz in Franken®  
Der Pfau der Antilopenwelt
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Der Pfau der Antilopenwelt

13/14.08.2022

  • Weißnacken-Moorantilopen sind Neulinge im Zoo Magdeburg

Eine sehr faszinierende, stark gefährdete Antilopenart ist zum Tierbestand des Zoos hinzugekommen: die Weißnacken-Moorantilope (Kobus megaceros). Die Wildpopulation der Weißnacken-Moorantilopen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten auf geschätzt etwa 4.000 Individuen halbiert.

Ursächlich für den Populationsrückgang ist die gravierende Lebensraumzerstörung in den Feuchtgebieten Äthiopiens und Südsudans durch Ölförderung, Bürgerkrieg, Hungersnöte und Jagd .

 “Grund genug für den Zoo Magdeburg, den Artenschutz vor Ort voranzutreiben und sich im EEP (EAZA Ex-situ Programm) für Weißnacken-Moorantilopen zu engagieren“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. In deutschen Zoos sind diese imposanten Antilopen selten zu finden – nur drei weitere Zoos in Deutschland haben diese Art im Tierbestand.
Von allen Antilopen zeigt die Weißnacken-Moorantilope den ausgeprägtesten Geschlechtsdichromatismus, d.h. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in ihrer Fellfärbung. Weibchen und Jungtiere sind eher unscheinbar rotbraun gefärbt. Das dunkelbraune Fell der Männchen hingegen zeigt mit dem weißen Nackenfleck eine kontrastreiche auffällige Musterung – daher auch der Spitzname “Pfau der Antilopenwelt”. Besucher des Zoo Magdeburg können die farbliche Besonderheit dieser Wasserbockart nun “live und in Farbe” bestaunen. Die beiden Weibchen und das Männchen befinden sich zwar noch in der Eingewöhnung, sind aber bereits sehr gut auf der Außenanlage zwischen dem Gehege der Afrikanischen Elefanten und der Anlage der Blutbrustpavianen und Nubischen Steinböcken zu beobachten.

Artenschutz-Euro im Zoo: Ab sofort können die Zoobesucher beim Kauf des Erwachsenentickets freiwillig einen Artenschutz-Euro bezahlen und damit aktiv einen Beitrag für den Artenschutz leisten. Jeder unterstützt damit direkt den Erhalt der gefährdeten Arten und ihrer Lebensräume, denn die Einnahmen kommen zu 100 Prozent den derzeit sechs Artenschutzprojekten des Zoos zugute. Gemeinsam mit der Unterstützung der Zoobesucher möchte der Zoo verstärkt Artenschutzprojekte im natürlichen Lebensraum, also in situ, weltweit und vor Ort fördern.

Derzeit unterstützt der Zoo Magdeburg den Erhalt bedrohter Arten durch die Beteiligung an 45 EAZA Ex-situ Programmen (EEPs), darunter für viele stark gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Arten wie Westafrikanischer Schimpanse, Spitzmaulnashorn, Afrikanischer Elefant, Blaulatzara, Roter Panda und einige südamerikanische Krallenaffenarten.


Quelle/Aufnahme
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Stand 12. 08. 2022
 

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Neue Plattformen für den Steigerwald - Weißstorch / Umzug
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Neue Plattformen für den Steigerwald - Weißstorch 2003 - 2022

13/14.08.2022

Burgwindheim/ Bayern. 03.Juni 2003
- An diesem Tag wurde die Nistplattform auf einem kirchlichen Bauwerk inmitten des Marktes Burgwindheim im Steigerwald installiert.

Seit vielen Jahrzehnten gab es keinen Weißstorch mehr in der Gemeinde - auch die ältere Generationen konnte sich an eine Fortpflanzung des Weißstorches in diesem Ort nicht erinnern. Es lag über 80 Jahre zurück als das letzte Paar im Steigerwaldort auf einem Hausdach am Ortsrand im Übergang zu den Wiesenauen ihre Jungtiere großzog. Seitdem ist das nicht mehr geschehen.

Auch "Spezialisten" gaben daher dem Ansinnen des Artenschutzes im Steigerwald - wie unser Namen damals noch war - keine Chance hier jemals wieder Weistörche beim Nisten erleben zu können.
Es dauerte fast 17 Jahre bis es erstmals seit rund 100 Jahren wieder ein Weißstorchpaar in Burgwindheim gab das sich der Nistplatzanlage ab dem 14.04.2020 widmete. Zwar waren in den vorangegangenen Jahren immer wieder mal Einzeltiere auch in der Nistplattform gesehen worden, doch noch nie wurde hier Nistmaterial eingetragen. Doch diesmal kam es anders .. ein Paar trug unvermittelt Nistmaterial heran und richtete sich "häuslich" ein.

Mit Interesse verfolgen wir seither die Entwicklung ...


Der Burgwindheimer Weißstorch zieht um

Das was wir bereits vor fast 20 Jahren vermutet und auch den entsprechenden Fachstellen des Natur- und Denkmalschutzes mitgeteilt hatten ist in 2021/2022 eingetreten, der Burgwindheimer Weißstorch ist auf das Dach des Burgwindheimer Wahrzeichens, des "Schlosses" gezogen und konnte sich hier erfolgreich einer Nistplatzanlage annehmen.

Bereits in 2003 traten wir an die entsprechenden Fachstellen heran und ersuchten darum auf dem Schloss eine Nisthilfe auf den Kaminen errichten zu dürfen, da wir der festen Überzeugung waren das die Tiere sich entweder dieses Bauwerk oder ein weiteres hohens Gebäude am Burgwindheimer Marktplatz auswählen werden, wenn es darum geht optimale Nistplätze zu besiedeln.

Lieder wurde unsere Ersuchen zur Installation der Plattform damals nicht unterstützt und wir waren auf ein Alternativbauwerk ausgewichten, welches der Weißstorch auch für 2 Jahre annahm und dann wechselte.


Das sogenannte Burgwindheimer Schloss liegt angrenzend an der eindrucksvollen Ebrachtalaue ... auf Initiative des Artenschutz in Steigerwald wurde dieses wunderschöne Kleinod in 2005 ins Leben gerufen und entwickelt sich seither mehr als Eindrucksvoll. Diese Fläche stellt ohne Frage eine wertvolle Bereicherung der Gemeinde Burgwindheim dar und bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Überlebensraum.



In der Aufnahme
  • Der Burgwindheimer Weißstorch auf einem Kamin des Burgwindheimer Schlosses wo er seinen Nistplatz anlegte.
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

13/14.08.2022


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.



In der Aufnahme

  • Einen Kontrollbesuch statten wir der Stele am 12.08.2022 ab und erkennen das der Trocknungsprozess sehr gut verläuft.
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"Himmelsleiter Lisberg"
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"Himmelsleiter Lisberg"

12/13.08.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und der Gemeinde Lisberg. Unterstützt wird dieses unabhängig voneinander durch die Deutschen Postcode Lotterie und der Steuerkanzlei Bauerfeind.

Lisberg / Bayern.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,möchten wir einen großzügig bemessenen Hangbereich, in einen interessanten Bereich verwandeln der konkrete Bausteine des Artenschutzes und der Umweltbildung in sich vereint.


In der Aufnahme
  •  Langsam aber deutlich sichtbarer lässt sich erkennen was sich hier bemerkenswertes entwickelt.
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Stele der Biodiversität® - Lisberg
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Stele der Biodiversität® -  Lisberg

08/09.08.2022

Ein
innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und der Gemeinde Lisberg. Unterstützt wird dieses unabhängig voneinander durch die Deutschen Postcode Lotterie und der Steuerkanzlei Bauerfeind.

Lisberg / Bayern.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Baukörper gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt.

Das Projekt setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.


In der Aufnahme
  • Am 09.08.2022 wurden die Wildbienenwand und die Infotafel angebracht
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Vorübergehende Abschaffung von Brachen ist Armutszeugnis ...
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NABU: Vorübergehende Abschaffung von Brachen ist Armutszeugnis für die deutsche Landwirtschaftspolitik

12.08.2022

Krüger: Nicht bewirtschaftete Flächen sind produktiv und notwendig für die Artenvielfalt
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Berlin
- Zur Entscheidung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL), die in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgesehene Verpflichtung zur Ausweisung von Brachen zugunsten von Getreideanbau für 2023 aufzugeben, stellt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger fest:  

 “Es ist völlig unverständlich, weshalb die für 2023 neu vorgesehenen Biodiversitätsflächen, die zudem ein geringes Ertragspotential aufweisen, dem Anbau von Getreide weichen sollen. Ohne diese Rückzugsräume für Insekten oder Vögel in der ausgeräumten Agrarlandschaft werden vielmehr die Ökosysteme weiter geschwächt, ohne die eine Ernährungssicherung langfristig undenkbar ist. Es ist erstaunlich, dass ein grün geführtes Landwirtschaftsministerium der Sehnsucht nach einer Symbolpolitik, gerade auch vieler Landesregierungen, nachgibt, die wenig potentiellen Nutzen mit viel Schaden verbindet.”
Durch den Anbau von Getreide auf diesen Flächen ergibt sich ein Produktionspotential ca. 600.000 bis höchstens einer Million Tonnen Getreide. Auf den Weltmarktpreis werden Produktionssteigerungen in dieser Größenordnung kaum Einfluss haben. Im Vergleich dazu: Über 42 Millionen Tonnen Getreide wurden im vergangenen Jahr in Deutschland geerntet, 25 Millionen Tonnen davon landen im Futtertrog. In der Reduktion dieser Mengen – ebenso wie der Verwendung von Getreide für Biosprit – liegt der weitaus größere Hebel, um Getreide für die menschliche Ernährung zur Verfügung zu stellen.  

Krüger: “Angesichts des dramatischen Artenrückgangs ist Eile geboten: Wenn wir die Wiederherstellung unserer Ökosysteme ernst nehmen, wird die Politik nicht darum herumkommen, schon bald mit drastischeren, ordnungsrechtlichen Maßnahmen die Transformation der Agrarwirtschaft einzuleiten, wenn jetzt jeglicher Fortschritt verwässert und verschoben wird.” Der NABU sieht in dieser Entscheidung ein weiteres Zeichen dafür, dass die Gemeinsame Agrarpolitik mit ihren pauschalen Flächenprämien nicht mehr zukunftsfähig ist. "Nach 60 Jahren gehört die GAP in Rente und muss durch ein faires Honorierungssystem ersetzt werden." Vom BMEL erwartet der NABU hierzu schnellstmöglich Vorschläge und eine Führungsrolle in Brüssel.  


Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin
NABU-Pressemitteilung    8. AUGUST 2022


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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

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Ministerien beraten mit ReGas über Anlandung ...
Ministerien beraten mit ReGas über Anlandung von LNG in Lubmin

11/12.08.2022


 Am heutigen Mittwoch hat erstmals die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) zu LNG in Lubmin getagt. Beteiligt waren die Staatskanzlei, sowie Vertreter des Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Justizministeriums sowie Vertreter der Deutschen ReGas. Die Deutsche ReGas zeigte an, im Dezember mit der Anlandung von LNG in Lubmin zu starten.
Damit verbunden ist eine Vielzahl komplexer Genehmigungsverfahren, die unter anderem Berg-, Wasser- und Immissionsschutzrecht berühren. Die Landesregierung wird dies in einem rechtsstaatlichen Genehmigungsprozess sicherstellen. Heute wurden in konstruktiven Gesprächen die nächstfolgenden notwendigen Schritte im weiteren Genehmigungsverfahren besprochen. Die heutige IMAG-Sitzung setzte Gespräche fort, die bereits seit April dieses Jahres zwischen dem Unternehmen Deutsche ReGas und unterschiedlichen Institutionen in Mecklenburg-Vorpommern geführt wurden.

„Die Landesregierung begleitet das Vorhaben eng gemeinsam mit den genehmigenden Behörden. Ziel ist, das Vorhaben rechtskonform und zügig voranzutreiben. Wir brauchen eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung. Deshalb gibt es innerhalb der Landesregierung ein hohes Interesse, dass Projekt schnellstmöglich umzusetzen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse nach der Sitzung.

Auch der für den Immissions- und Strahlenschutz zuständige Minister Dr. Till Backhaus sagte ReGas die Unterstützung seines Ressorts zu: „Wir alle haben ein Interesse daran, unabhängig von russischem Gas zu werden und die Energieversorgung im Nordosten sowie bundesweit sicherzustellen. In den Gesprächen haben meine Staatssekretärin Elisabeth Aßmann und meine Fachleute deutlich gemacht, bis wann wir welche Unterlagen brauchen, damit die Deutsche ReGas ihr Vorhaben terminlich wie geplant umsetzen kann.“ Backhaus betonte ebenfalls, dass ein rechtssicheres Genehmigungsverfahren höchste Priorität habe. Ein Genehmigungsbescheid müsse im Zweifel auch vor Gericht Bestand haben. Hinzu komme, dass das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern als Genehmigungsbehörde für die immissionsschutzrechtlichen Fragen die Besonderheiten des Standorts Lubmin mit dem bestehenden atomaren Zwischenlager berücksichtigen müsse.

Es ist vorgesehen, dass in etwa 14 Tagen eine weitere IMAG-Sitzung mit den Unternehmensvertretern stattfindet.

Ergänzender Hinweis:

Zusammen mit dem Innen- und dem Finanzministerium gab es am 28. Juli 2022 eine Besprechung insbesondere mit den Stadtwerken aus Mecklenburg-Vorpommern. Weiterhin wird auf Einladung des Wirtschaftsministers Reinhard Meyer die Gesprächsreihe mit Unternehmen, Sozialpartnern und Energieversorgern am 9. August fortgeführt.


Quelle
Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Paulshöher Weg 1
19061 Schwerin
Stand Nr.226/2022  | 03.08.2022  | LM  | Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt


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Wildbienenkenner
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Wildbienenkenner

11/12.08.2022

  • Staatssekretär Conz auf Exkursion im FFH-Gebiet „Lahntal und seine Hänge

Nicht nur Menschen wandern gerne entlang der Lahn, auch für Wildbienen oder Wespen ist die Lahn ein beliebter Wanderweg. Kommend aus Südeuropa fanden sie an den von der Sonne begünstigten Hängen des Flusstals einen besonderen Lebensraum.

Umweltstaatssekretär Oliver Conz war im Rahmen seiner Sommertour am Odersbacher Hang, der Teil des FFH-Gebiets „Lahntal und seine Hänge“ ist, unterwegs.
Dort pflegt Naturschützer Karsten Klenke in Zusammenarbeit mit der Oberen Naturschutzbehörde und dem Wissenschaftler Dr. Ulrich Frommer ein besonders artenreiches Gebiet und dokumentieren insbesondere das Vorkommen von Wildbienen und Wespen

„Um seltene Arten zu schützen, brauchen wir das Wissen und den Einsatz von Naturschützern wie Karsten Klenke, die sich über Jahrzehnte einsetzen, Vorkommen dokumentieren und Pflegemaßnahmen vor Ort koordinieren. Vielen Dank für diesen Einsatz“, erklärte Staatssekretär Oliver Conz bei der Exkursion.

Das Gebiet, dem sich Karsten Klenke seit Jahren widmet, sind vier Hektar große Lahnhänge im Besitz der Stadt Weilburg. Hier sind artenreiche Trockenrasen, Streuobstwiesen und Steilhänge mit Felsen und Erdstufen aus Auenlehm zu finden, die viele seltene und bedrohte Wildbienen und Wespen beheimaten. „Das Besondere hier sind die wärmebegünstigten Hänge, aber auch die Vielzahl an Blühpflanzen, die notwendige Nahrung bieten“, erklärte Karsten Klenke. So kann im Gebiet beispielsweise die Knautien-Sandbiene auf den lila Blüten der Knautie Nektar und Pollen finden.

  • 1850 gab es 300, heute 100 Wildbienenarten vor Ort

 Auch wenn es im Naturschutzgebiet gute Bedingungen für Flora und Fauna gibt, die durch Pflegemaßnahmen fortlaufend verbessert und begleitet werden, ist die Situation für die Wildbienen schwierig. „Uns liegen Aufzeichnungen vor, dass hier im Gebiet um 1850 noch 300 Wildbienenarten gezählt werden konnten, heute können wir nur noch das Vorkommen von rund 100 verschiedenen Wildbienenarten dokumentieren“, sagte Klenke. „Hier zeigt sich wie wichtig es ist, dass wir uns nicht nur um den Klimaschutz, sondern auch um die zweite ökologische Katastrophe: das Artensterben kümmern“, sagte Staatssekretär Oliver Conz abschließend.


Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Stand 06.08.2022


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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Goldglänzende Furchenbiene (Halictus subauratus)

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Neues Pumpwerk in Stützerbach
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Gewässerschutz: Neues Pumpwerk in Stützerbach (Ilmkreis) bringt 1.500 Menschen an zentrale Abwasserentsorgung | 1 Mio. EUR aus Abwasserpakt

11/12.08.2022

Umweltstaatssekretär Dr. Burkhard Vogel: „Wir verbessern die Wasserqualität der Ilm“ Mit der heutigen Inbetriebnahme des Pumpwerks ist der Anschluss des Ilmenauer Ortsteils Stützerbach an die Kläranlage in Ilmenau abgeschlossen. Das Abwasser von 1.500 Menschen wird nun in der Kläranlage Ilmenau gereinigt, die Ilm deutlich entlastet.
„Schritt für Schritt machen wir die Gewässer in Thüringen sauberer. Der Anschluss von Stützerbach an die Abwasserentsorgung in Ilmenau entlastet die Ilm und sorgt für bessere Wasserqualität“, so Staatssekretär Dr. Vogel.

Das Abwasser von Stützerbach wurde bisher über mehrere Teilortskanalisationen, die nicht an eine Kläranlage angeschlossen sind, in die Gewässer im Oberlauf der Ilm eingeleitet. Für den Gewässerschutz begann vor zwei Jahren der Aufbau einer geordneten Abwasserentsorgung. Sie besteht aus einem Regenüberlaufbecken, einem Pumpwerk sowie einem Verbindungssammler von Stützerbach nach Manebach. Von dort führt ein Anschlusspunkt zur Kläranlage nach Ilmenau. Mit der Eröffnung des Pumpwerks wird das Gesamtvorhaben nun abgeschlossen.

Von der neuen Abwasserentsorgung für Stützerbach profitieren knapp 1.500 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gesamtausgaben für die drei Teilvorhaben beliefen sich auf über 2,5 Milo Euro. Im Rahmen des Abwasserpaktes förderte das Thüringer Umweltministerium das Projekt mit knapp über 1 Mio. Euro.

Dazu Staatssekretär Dr. Vogel: „Seit der Unterzeichnung des Abwasserpaktes 2018 haben wir die Thüringer Kommunen mit rd. 110 Mio. Euro unterstützt bei Investitionen in die Abwasserentsorgung. Damit erhöhen wir die Gewässerqualität enorm. Mit unserem Wasser müssen wir so sorgsam und effizient wie möglich umgehen.“

 
Hintergrund:


Der vom Thüringer Umweltministerium mit dem Thüringer Gemeinde- und Städtebund geschlossene Abwasserpakt sieht vor, dass bis 2030 thüringenweit ein Anschlussgrad an öffentliche Kläranlagen von deutlich über 90 % erreicht werden soll.

Eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung ist eine wesentliche Grundlage für den Gewässerschutz. Die dafür notwendigen Investitionen in die Abwasserentsorgung wurden und werden auch zukünftig mit Fördermitteln des Umweltministeriums unterstützt. So wurden in den letzten 4 Jahren inklusive Bundes- und EU-Förderungen knapp 191,1 Mio. Euro an Fördermitteln für den Abwasserbereich bewilligt.


Quelle
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN)
Pressesprecher Tom Wetzling
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt
Stand 03.08.2022


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In der Aufnahme von Volkmar Greb

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Vom Aussterben bedrohte Strahlenschildkröten zogen in neue Voliere
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Vom Aussterben bedrohte Strahlenschildkröten zogen in neue Voliere

10/11.08.2022

  • Vom Aussterben bedrohte Strahlenschildkröten teilen sich mit Webervögeln die neu eröffnete Voliere im Giraffenhaus

Sie gehören zu den geschicktesten, gefiederten Baumeistern im Tierreich: die Textor- und Napoleon-Webervögel. Jetzt haben sie Einzug in das Giraffenhaus gehalten und bekamen außerdem eine große Außenvoliere. Meisterhaft mit großem Geschick knüpfen die leuchtend gelb und rot gefärbten Schwarmvögel aus feinen Grashalmen kunstvolle Kugelnester.
Die ersten Kugelnester sind schon für die Besucher zu bestaunen. Der Hahn mit dem schönsten Nest hat auch die größten Chancen auf ein bis zwei Eier einer geneigten Henne. Das liebevoll dekorierte Vogelbiotop bietet dem Besucher verschiedene Einsichtsmöglichkeiten, um diese faszinierenden Schwarmvögel bei ihrem Balz- und Bautreiben zu beobachten.

Als bodenbewohnende Tierart der neuen Anlage zogen die Strahlenschildkröten ein, die auf der Roten Liste der Weltnaturschutz Union (IUCN Red List) den Status CR (critically endangered,-vom Aussterben bedroht) haben. Die endemisch auf Madagaskar vorkommenden Strahlenschildkröten sind durch Bejagung und Lebensraumzerstörung in ihrem natürlichen Lebensraum vom Aussterben bedroht. Im Zoo Magdeburg fand eine sehr erfreuliche Reproduktion dieser Schildkrötenart statt. Derzeit leben 15 Strahlenschildkröten im Zoo Magdeburg, davon 11 Jungtiere (im Nashornhaus zu beobachten). Am EAZA Ex-situ Programm (EEP) für Strahlenschildkröten ist der Zoo Magdeburg beteiligt.

Außerdem gehören die Doppelspornfrankoline und die farblich brillanten Purpurglanzstare zu den weiteren Mitbewohnern der neuen Anlage. Die Herstellungskosten für diese Vogelanlage (Innenanlage und Außenvoliere) belaufen sich auf 120.000 Euro.


Quelle/Aufnahme
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Kaum Regen im Juli
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Kaum Regen im Juli – Wasserbewirtschaftung im Spree- und Schwarze-Elster-Gebiet steht weiter vor Herausforderungen

10/11.08.2022

Cottbus – Der Juli 2022 geht als weiterer zu trockener Monat in die Statistiken ein. Es fiel noch weniger Niederschlag als in den Vormonaten, sodass die Flussgebiete von Spree und Schwarzen Elster nach wie vor unter Niedrigwasser leiden.

Die länderübergreifende Ad-hoc-AG „Extremsituation“ trat daher erneut zusammen, um die Situation zu bewerten und Maßnahmen zu beschließen. Auch weitere Schritte des Niedrigwasserkonzeptes für das mittlere Spreegebiet wurden zwischenzeitlich umgesetzt.
Der Juli setzte das Muster der Vormonate fort und zeichnete sich durch wenig Regen, viel Sonne und hohe Temperaturen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster aus. An der Wetterstation Cottbus fielen nur 11,2 Millimeter Regen, dies entspricht lediglich 16 Prozent der für Juli üblichen Niederschlagsmenge (Bezugsreihe 1981 – 2010).

Anhand aktueller Prognosen muss zudem davon ausgegangen werden, dass sich die Trockenheit auch im August fortsetzt. Der notwendige, flächendeckende Regen ist weiterhin nicht in Sicht.
Spree

Durch die Speicher im sächsischen Einzugsgebiet und die Talsperre Spremberg erfolgt weiterhin die planmäßige Stützung der Abflüsse für das brandenburgische Spreegebiet. Die Talsperre Bautzen, welche in den vergangenen Monaten baustellenbedingt nur wenig Wasser ausleiten konnte, ist seit dem 1. August wieder voll einsatzbereit und wird ab sofort den Hauptanteil für die Niedrigwasseraufhöhung leisten. Im Gegenzug werden die Reserven der anderen, bereits sehr stark beanspruchten Speicher geschont.

Die Wasserbereitstellung zur Niedrigwasserstützung aus den sächsischen Speichern ist somit auch weiterhin für den Rest des Sommers gesichert. Bedenklich sind jedoch die sehr niedrigen Zuflüsse zu den Speichern im Oberlauf der Spree. Beispielweise bewegt sich der Abfluss am Zuflusspegel zur Talsperre Bautzen aktuell auf einem für August außergewöhnlich niedrigen Niveau von circa 0,3 Kubikmeter pro Sekunde (Stand 01. August 2022). Der mittlere Niedrigwasserabfluss bewegt sich an diesem Pegel normalerweise bei etwa 1,08 Kubikmeter pro Sekunde (1926 – 2019).

Die Talsperre Spremberg hat im Juli eine weitestgehend konstante Wassermenge von durchschnittlich 9,2 Kubikmeter pro Sekunde an das mittlere Spreegebiet abgegeben. Am Unterpegel Leibsch, der am Ausgang des Spreewaldes liegt, hatte sich der Abfluss im Vergleich zur ersten Julihälfte allerdings deutlich verringert. Begünstigt durch die Trockenheit und hohe Temperaturen bewegten sich die Abflüsse in der zweiten Julihälfte nur noch auf einem sehr niedrigen Niveau zwischen 1,2 und 1,7 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Niedrigwasserabfluss für den Monat Juli beträgt an diesem Pegel 2,89 Kubikmeter pro Sekunde (Bezugsreihe 1991 bis 2020). Der durch die Ad-Hoc AG „Extremsituation“ festgelegten Zielkorridor von 2,5 bis 3,5 Kubikmeter pro Sekunde wurde somit verfehlt.

Zur Stabilisierung der Abflüsse wurden ab dem 19. Juli die Maßnahmen der Phase 2 des Niedrigwasserkonzeptes für das mittlere Spreegebiet umgesetzt. Dabei wurden Ausleitungsmengen in Nebengewässer weiter reduziert und Wasserentnahmen aus Oberflächengewässer per Allgemeinverfügung durch die Landkreise und die Stadt Cottbus verboten. Die eingeleiteten Schritte führten zu einer Stabilisierung des Abflusses am Unterpegel Leibsch bei etwa 1,5 Kubikmeter pro Sekunde.

Um die Situation weiter zu verbessern, wurden ab dem 1. August Anpassungen in den Stauhaltungen des Spreewaldes vorgenommen. Durch leichte Absenkungen der Wasserstände in mehreren Bereichen sollen vor allem die hohen Wasserverluste in die Flächen reduziert werden, um im August ein höheres Abflussniveau am Ausgang des Spreewaldes zu erreichen.   

Sollte die Maßnahme wirksam sein, kann voraussichtlich auf die Umsetzung der Phase 3 des Niedrigwasserkonzeptes im mittleren Spreegebiet in diesem Jahr verzichtet werden. Die Maßnahmen der dritten Phase führen zu starken Einschränkungen im Gebiet des Spreewaldes. Unter anderem können dann Nebengewässer trockenfallen und die Passierbarkeit mehrerer Schleusen würde eingeschränkt werden. Im Rahmen der Ad-hoc AG „Extremsituation“ wurden für das Spreegebiet keine neuen Maßnahmen oder Festlegungen getroffen.
Schwarze Elster

Im Flussgebiet der Schwarzen Elster ist die Situation weiterhin deutlich angespannt. Das gesamte Einzugsgebiet war auch im Juli von einer flächendeckenden Trockenheit geprägt. Die verfügbaren Speicherreserven im Gebiet sind mittlerweile zu mehr als 70 Prozent aufgebraucht. Der Flussabschnitt oberhalb der Mündung der Rainitza bis in das sächsische Landesgebiet hinein führt nach wie vor kein Wasser.

Ab Senftenberg wird die Schwarze Elster weiterhin durch die Ausleitung aus dem Speicherbecken Niemtsch (Senftenberger See) und die von der LMBV betriebene Grubenwasserreinigungsanlage (GWRA) Rainitza gestützt. Am Pegel Biehlen, unterhalb von Senftenberg, bewegt sich der Abfluss aktuell (01. August 2022) bei 0,47 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere Abfluss beträgt für den Monat Juli 1,63 Kubikmeter pro Sekunde (Bezugsreihe 1983 bis 2021). Der Abfluss am Pegel Biehlen hat sich im Vergleich zu Mitte Juli durch die erhöhte Stützung aus der Rainitza leicht verbessert.

Der Wasserstand des Speicherbeckens Niemtsch lag am 1. August bei 98,56 Meter NHN (Normalhöhennull) und ist in den vergangenen zwei Wochen um 5 Zentimeter gefallen. Ab einem Wasserstand von 98,40 Meter NHN müsste die Ausleitung geschlossen werden, um sicherzustellen, dass der Wasserstand von 98,30 Meter NHN nicht erreicht wird. Ab diesem Wasserstand ist die Sperrung des Senftenberger Sees erforderlich, da die geotechnische Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die für die Schwarze Elster aktuell wichtige Stützungsaufgabe könnte dann nicht mehr erfüllt werden.

Durch die im Rahmen der letzten Ad-hoc-AG „Extremsituation“ beschlossene Überleitung aus dem Spreegebiet in das Restloch Sedlitz, konnte die Stützung über die Rainitza weiterhin fortgesetzt werden. Da die Überleitungsmenge allerdings nicht alle Verluste ausgleichen konnte, musste auch weiterhin Wasser aus den Restlöchern Koschen und Skado in das Restloch Sedlitz übergeleitet werden.

In der aktuellen Sitzung der Ad-hoc-AG „Extremsituation“ wurde beschlossen, weitere Überleitungen aus den Restlöchern Koschen und Skado auszusetzen und die Überleitung aus dem Spreegebiet auf 900.000 Kubikmeter pro Woche zu erhöhen. Mit der erhöhten Überleitung sollen alle Verluste in Sedlitz gedeckt werden und gleichzeitig die Reserven in Koschen und Skado geschont werden. Dies ist von hoher Bedeutung für den Speicher Niemtsch, da notfalls Wasser aus dem Restloch Koschen in den Speicher Niemtsch übergeleitet werden kann. Die Ausleitfähigkeit des Speichers sollte damit bis in den September hinein aufrechterhalten bleiben.

Die Stützung der Schwarzen Elster aus den genannten Einleitungen und der Grubenwasserreinigungsanlage Pößnitz sind aktuell von enormer Wichtigkeit für den Flusslauf unterhalb von Senftenberg, da aus den übrigen Zuflüssen kaum noch Wasser kommt. Am Pegel Bad Liebenwerda führt die Schwarze Elster weiterhin außergewöhnliches Niedrigwasser. Am 1. August wurden nur noch etwa 0,77 Kubikmeter pro Sekunde erreicht. Der Abfluss ist somit im Vergleich zu Mitte Juli weiter zurückgegangen und markiert erneut ein Minimum in der Statistik. Der mittlere Niedrigwasserabfluss am Pegel Bad Liebenwerda beträgt für den Monat Juli 5,07 Kubikmeter pro Sekunde (Bezugsreihe 1973 bis 2021).

Die Ad-hoc-AG „Extremsituation“ wird aufgrund der sehr angespannten hydrologischen Lage in den Einzugsgebieten der Spree und Schwarzen Elster regelmäßig zusammentreten, um die Situation zu bewerten und bei Bedarf weitere Maßnahmen zu ergreifen.


Quelle
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, Haus S
14467 Potsdam
Stand 02.08.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

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Umweltministerium warnt vor Blaualgen
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Umweltministerium warnt vor Blaualgen in saarländischen Gewässern

10/11.08.2022

  • In verschiedenen saarländischen Fischteichen, Angelweihern und Fließgewässern kommt es aufgrund der derzeit hohen Temperaturen zu verstärktem Blaualgenwachstum.

Hierbei färbt sich entweder das gesamte Wasser blaugrün oder es sind ganze Algenteppiche zu erkennen. Bei Blaualgen handelt es sich um Bakterien, so genannte Cyanobakterien, die überall in Gewässern vorkommen können. In normalen Konzentrationen sind sie ungefährlich, wenn sie sich aber in heißen Sommern massenhaft vermehren, ist Vorsicht geboten.
„Die Blaualgen können Toxine, also schädliche Stoffe für die menschliche Gesundheit, bilden. Bei direktem Kontakt kann es zum Beispiel zu Haut-, Schleimhaut- oder Augenreizungen kommen“, so Umweltministerin Petra Berg. Die Ministerin warnt aber auch davor, derzeit Hunde in Teiche, Weiher oder Flüsse zu lassen. Sie sollten vor allem auch kein Wasser daraus trinken.

Die Konzentrationen der Blaualgen sind im Saarland unterschiedlich ausgeprägt. Erhöhte Messwerte und übermäßiges Aufkommen finden sich momentan im Burbacher Weiher in Saarbrücken, im Wingertsweiher in Ottweiler und im Teich des AV Diefflen in Dillingen. „Da in den kommenden Tagen mit weiterhin hohen Temperaturen zu rechnen ist, wird die Zahl der betroffenen Gewässer wahrscheinlich ansteigen“, so die Ministerin.

In der Aufnahme / Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz
  • Blaualgen auf Weiher


Quelle / Aufnahme
Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz
Land Saarland
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken

Medieninfo vom: PressRelease vom 04.08.2022

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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
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25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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