Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

BREAKING NEWS
| AiF | 00:17
+++ Wild und Hund - Bayern: Klage im Streit um Gams in der Kürnach ...  ...weiterlesen >  

Trendkurve für Europas Vögel zeigt weiterhin nach unten
Bild zum Eintrag (1058245-160)
NABU zur Europäischen Roten Liste: Trendkurve für Europas Vögel zeigt weiterhin nach unten

18/19.10.2021

Miller: Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr den akuten Handlungsbedarf im Naturschutz
________________________________________________________________
Berlin
– Heute hat die Naturschutzorganisation BirdLife International, der Dachverband des NABU, die aktuelle Europäische Rote Liste der Vögel veröffentlicht. Demnach weisen 161 der 544 ausgewerteten Vogelarten (30 Prozent) einen negativen Bestandstrend auf. 2015 waren es noch 27,6 Prozent. Obwohl viele Arten mehrheitlich in niedrigere Gefährdungsklasse herabgestuft werden, steigt die Gesamtzahl bedrohter Vogelarten insgesamt an: Mit 110 Arten hat sich ihre Zahl auf über 20 Prozent erhöht. Am meisten Rückgänge sind bei weit verbreiteten Singvögeln wie Lerchen-, Würger- und Ammerarten zu beobachten.

Sie verlieren ihre offenen Lebensräume, da immer mehr kleinteilige Landschaften verschwinden. Hinzu kommt der verstärkte Einsatz von Agrarchemikalien.
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die Rote Liste macht deutlich: Noch immer ist die Vielfalt der europäischen Vogelwelt bedroht durch intensivierte Landwirtschaft, zunehmende Flächenversiegelung, Übernutzung der Meere, nicht nachhaltige Praktiken in der Forstwirtschaft, Umweltverschmutzung, Raubbau und das illegale Töten bestimmter Arten. Zwar bieten internationale Konventionen und die EU-Naturschutzrichtlinien eine starke Gesetzgebung.

Häufig fehlen jedoch notwendige Naturschutzmaßnahmen oder sie erfolgen nicht im erforderlichen Maßstab, um die wichtigsten Bedrohungen für Vogelarten zu bekämpfen. Bei allen aktuellen Problemen erweist sich der Klimawandel jedoch als eine der Hauptbedrohungen für die Zukunft unserer Vogelwelt: Der Bericht zur Roten Liste legt nahe, dass der Klimawandel das Verbreitungsgebiet für bestimmte Arten bereits maßgeblich verlagert oder verlagern wird. Für manche Arten könnte die Klimakrise auch das Aussterberisiko erheblich erhöhen. Dieser besorgniserregenden Entwicklung müssen wir sowohl auf nationaler als auch auf europäischer und globaler Ebene entschieden entgegenwirken.“

Von den gut 300 Arten, die in Deutschland leben, haben die Feuchtwiesenvögel Bekassine und Rotschenkel die Vorwarnliste übersprungen und gelten nun europaweit als gefährdet. Auch Saatkrähe, Mauersegler und Wachtel ziehen erstmalig auf europäischer Ebene in die Rote Liste. Weitere Sorgengruppen sind Wasser- und Watvögeln (40 Prozent der Arten gefährdet), Langstreckenzieher (33 Prozent) und Seevögel (30 Prozent). In der Meeresumwelt leiden Vögel wie Eider- und Samtente unter Beifang aufgrund von Fischerei und Jagd sowie invasiven gebietsfremden Arten, Störungen und Wasserverschmutzung von Land und von See. Der Waldrapp gilt nun als eine von fünf in Europa ausgestorbenen Vogelarten.

Positiv hingegen: Eisvogel, Rotmilan oder Tordalk stehen nicht mehr auf der Roten Liste. Durch Wiederansiedlungsprojekte wurde auch der Bartgeier auf die sogenannte Vorwarnstufe herabgestuft. Zwar haben auch andere Greifvogelarten von gezielten Naturschutzaktivitäten profitiert. Bei denen, die auf Beutetiere angewiesen sind, die im nur begrenzt verfügbaren offenen Busch- oder Grünland leben, ist der Bestand jedoch weiterhin rückläufig.

Die Ergebnisse der Europäischen Roten Liste sind laut NABU ein erneutes Warnzeichen, der Artenkrise grenzübergreifend entgegenzuwirken. Der Umweltverband fordert umfassende Verbesserungsansätze sowohl auf nationaler (durch das vom Bundesministerium ausgerufene „Jahrzehnt der Renaturierung“), europäischer (durch die EU-Biodiversitätsstrategie) als auch auf globaler Ebene, etwa der laufenden Weltnaturkonferenz in Kunming.

Hintergrund: Europäische Rote Liste der Vögel
Nach der letzten Veröffentlichung im Jahr 2015 wird die Europäische Rote Liste der Vögel nun zum vierten Mal veröffentlicht. Dafür wurden Daten aus 54 Ländern und Regionen von Tausenden Expertinnen und Experten sowie Freiwilligen ausgewertet. Für die Beurteilung des Aussterberisikos aller europäischen Vogelarten nach den weltweit anerkannten Richtlinien der IUCN standen die jüngsten Berichte aller EU-Mitgliedsstaaten zur Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie und vergleichbare Daten aus den anderen europäischen Ländern zur Verfügung. Der Bericht wurde im Auftrag der EU-Kommission erstellt.

Weitere Informationen zu Roten Listen
  • https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen

Die Europäische Rote Liste der Vögel
  • https://www.birdlife.org/news/2009/06/24/list-of-birds-of-prey

Quelle
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 117/21 | 14. OKTOBER 2021
________________________________________________________________

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Ulrich Rösch

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)
Bild zum Eintrag (1058237-160)
Blauschwarze Holzbiene

18/19.10.2021

Deutschland. Holzbienen sind Einzelgänger; bilden keine Staaten und legen keine Honigvorräte an.Trotzdem sind sie sehr nützlich, sorgen sie doch mit ihrer Bestäubung für den Fortbestand unserer Pflanzenarten.
Xylocopa violacea ist auch in den südlichen Bundesländern (BY, BW, RLP, HE) sehr selten vorzufinden.Majestätisch, mit ihrem schwarzen Körper und den blauschimmernden Flügeln fliegen sie laut brummend Blüten (Cosmea) an.
 
Mit einer Körperlänge von 23,0 bis 28,0 mm. ist sie die größte heimische Bienenart.
Sie kann stechen, verhält sich aber absolut friedfertig.


Autor und Aufnahme
Willibald Lang
Artenschutz in Franken®  
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität
Bild zum Eintrag (1058149-160)
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

18/19.10.2021


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Oberjoch/Bayern. Am 11. Oktober zeigt sich der neu gestaltete Bereich in seiner finalen Form ... die kommenden Jahre werden uns nun aufzeigen welche Arten sich in welcher Form einstellen ... ein Indikator vom Menschen geschaffen ... wertvoller denn je in der Kulturlandschaft.
Artenschutz in Franken®  
Gebt den Flüssen Raum
Bild zum Eintrag (1058112-160)
Gebt den Flüssen Raum

17/18.10.2021

WWF zur „Sonder-Umweltministerkonferenz Hochwasser 2021“ (11.10.2021)

Berlin, 10.10.2021: Am 11. Oktober tauschen sich die Länder bei einer Sonder- Umweltministerkonferenz über das verheerende Juli-Hochwasser aus. Im Zentrum stehen Konsequenzen für den Hochwasserschutz, auch angesichts der fortschreitenden Erderhitzung.

Die Umweltschutzorganisation WWF sieht die Bundesländer in der Pflicht, den ökologischen Hochwasserschutz und den natürlichen Wasserrückhalt in der Landschaft in den Mittelpunkt zu stellen.
„Es geht darum, mit den anstehenden Investitionen in den Hochwasserschutz zugleich den Nutzen für Klima, Gewässer und Artenvielfalt zu fördern. Dass sich solche Investitionen mit Mehrfachnutzen auszahlen, ist längst bekannt und hinreichend belegt. Deiche zurückzuverlegen ist dafür am wichtigsten: So können natürliche Überschwemmungsgebiete in den Flussauen für den natürlichen Hochwasserschutz zurückgewonnen werden. Flussauen sind nicht nur ein Gewinn für den Hochwasserschutz. Sie sind Hot Spots der Artenvielfalt und mit ihrer filternden Funktion sozusagen die Nieren der Landschaft“, sagt Tobis Schäfer, WWF-Experte für Gewässerschutz in Deutschland. An der Elbe hat der WWF hat mit dem größten Deichrückverlegungsprojekt Deutschlands bei Lödderitz demonstriert, dass solche Maßnahmen greifen. Im Brandenburgischen Lenzen zeigte sich beim Junihochwasser 2013, dass die dortige Deichrückverlegung eine deutliche Absenkung des Wasserstands bewirkte, örtlich um knapp einen halben Meter.

„Laut dem 2014 beschlossenen Nationalen Hochwasserschutzprogramm wollen die Länder rund 32.000 Hektar Auenflächen durch Deichrückverlegungen als natürliche Überschwemmungsflächen zurückgewinnen. Aber für den Löwenanteil dieser Projekte ist die Umsetzung erst nach 2027 geplant, abgeschlossen ist bislang keines“, kritisiert Tobias Schäfer.

„Hochwassergefahren haben sich vielerorts auch deshalb verschärft, weil wir die Landschaft auf schnellen Abfluss getrimmt haben. Bäche und Flüsse sind in ein Korsett gezwängt und haben zu wenig Raum für das, was sie ausmacht: Über die Ufer zu treten und sich immer wieder zu verändern. Wir brauchen Korridore, in denen sich Gewässer naturnah entwickeln können. Für die Klimaanpassung in der Landschaft ist dies grundlegend. Hierfür hat die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser bereits eine Methodik entwickelt. Die UMK muss genau diese Verbindung Gewässer- und Hochwasserschutz nun endlich voranbringen“, fordert Schäfer. Die Länder müssten vor allem jene Flächen sichern, die dafür notwendig sind.


Quelle
WWF
Stand: 11.10.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Weihbischof Rolf Lohmann zur Weltbiodiversitätskonferenz in China
Bild zum Eintrag (1058110-160)
Weihbischof Rolf Lohmann zur Weltbiodiversitätskonferenz in China

17/18.10.2021

„Hohe Priorität für den Naturschutz“

Anlässlich der 15. UN-Weltbiodiversitätskonferenz („COP 15“), die vom 11. bis 15. Oktober virtuell und in Kunming, China, stattfindet und im April 2022 fortgesetzt werden soll, erklärt Weihbischof Rolf Lohmann (Münster), der in der Deutschen Bischofskonferenz für Klima- und Umweltfragen zuständig und Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen ist: „‚Alles ist miteinander verbunden‘ lautet einer der zentralen Sätze in Papst Franziskus Umweltenzyklika Laudato siʼ.

Das gilt auch für uns Menschen und die uns umgebenden Tiere und Pflanzen. In seiner Ansprache an Religionsführer am 4. Oktober 2021 im Vatikan hat der Papst es so ausgedrückt: ‚Kein Geschöpf genügt sich selbst; ein jedes existiert nur in Abhängigkeit von den anderen, um sich im Dienst aneinander gegenseitig zu ergänzen.‘ Daraus ergibt sich ein Handlungsauftrag von großer Reichweite: Wir Menschen haben eine Verantwortung für das gemeinsame Haus.
Das Ausmaß des Artensterbens und der Bedrohungen für Ökosysteme bei uns und weltweit ist beängstigend. Das Lebensnetz, das aus der Vielfalt der Arten geknüpft ist, hat bereits gefährliche Löcher bekommen. Im Zuge der Corona-Pandemie ist noch einmal besonders deutlich geworden, wie wichtig es ist, ausreichend Raum für Biodiversität zu lassen. Nicht nur kommt das gefährliche Virus sehr wahrscheinlich von Wildtieren, die durch menschliche Ausbreitung immer weniger Lebensräume haben. Ganz praktisch ist der Wert der Natur auch vielen Menschen in Zeiten von Lockdowns besonders deutlich geworden, wenn einzige Zufluchtsorte oftmals der nächstgelegene Park oder ein Ausflug in die nahe Natur waren.

Wir Menschen sind zum Überleben und für unser Wohlergehen auf Dienstleistungen angewiesen, die Ökosysteme für uns erbringen, wie beispielsweise die Bereitstellung von sauberem Wasser, sauberer Luft und fruchtbaren Böden. Es trifft sich, dass die Forschung der Biologin Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese zu den dramatischen Folgen des Artenverlustes für Menschen und das gesamte Zusammenspiel der globalen Ökosysteme gestern mit dem Deutschen Umweltpreis gewürdigt wurde. Es wäre sehr kurzsichtig, diese Zusammenhänge nicht zu realisieren und in unserem menschlichen Tun nicht zu berücksichtigen. Theologisch und biblisch sind Tiere und Pflanzen zudem als unsere Mitgeschöpfe zu betrachten und haben vor Gott einen Eigenwert, wie es die Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Deutschen Bischofskonferenz kürzlich auch in ihrem Expertentext Vom Wert der Vielfalt – Biodiversität als Bewährungsprobe der Schöpfungsverantwortung herausgestellt hat. Es braucht daher neben dem Klimaschutz gesellschaftlich ebenso eine hohe Priorität für den Naturschutz. Diese Achtsamkeit ist unbedingt erforderlich, und insofern sind auch finanzielle Forderungen der Weltbiodiversitätskonferenz zum Schutz der Natur gutzuheißen. Zugleich sind wir angemahnt, die Naturressourcen nachhaltiger zu nutzen, also im täglichen Leben bewusster und sorgsamer mit ihnen umzugehen. Dabei muss nicht immer nur Verzicht eingeübt werden, sondern mehr noch ein Umorientieren und ein Suchen nach naturfreundlichen Lösungen, beispielsweise bei der Ernährung, in der Mobilität oder bei der Flächennutzung. Das gilt auch für unsere kirchliche Praxis.

Der großen Zusammenhänge müssen wir uns immer wieder bewusst werden. Wir Menschen stehen nicht über der Natur, sondern sind ein Teil von ihr und auf sie angewiesen. Biodiversitätsschutz ist heute neben dem Klimaschutz die zweite große ökosoziale Herausforderung der Menschheit. Es ist ein Gebot der Klugheit, der Moral und der Verantwortung, unsere Lebensgrundlagen zu bewahren, denn Gottes Schöpfung ist gut und schön.“
 

Hinweis:

Die Arbeitshilfe „Vom Wert der Vielfalt – Biodiversität als Bewährungsprobe der Schöpfungsverantwortung. Ein Expertentext der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz“ ist als pdf-Datei zum Herunterladen in der Rubrik Publikationen verfügbar. Dort kann das Dokument auch als Broschüre (Arbeitshilfen Nr. 323) bestellt werden.


Quelle
Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), Körperschaft des öffentlichen Rechts, als Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz
Kaiserstraße 161
53113 Bonn
11.10.2021 | Pressemeldung | Nr. 176


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Nationalpark-Forscher erhält Deutschen Forstwissenschaftspreis
Bild zum Eintrag (1058062-160)
Nationalpark-Forscher erhält Deutschen Forstwissenschaftspreis

16/17.10.2021

Dr. Sebastian Seibold, stellvertretender Leiter des Sachgebiets Forschung und Monitoring im Nationalpark Berchtesgaden,
erhielt gestern in München den Deutschen Forstwissenschaftspreis. Die mit 15.000 Euro höchstdotierte forstwissenschaftliche Auszeichnung im deutschsprachigen Raum wird alle zwei Jahre vergeben. Ausgezeichnet werden jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die herausragende Leistungen in ihrem Fachgebiet erbracht haben.

„Ich freue mich sehr über die großartige Auszeichnung und die damit verbundene Wertschätzung meiner Forschungsarbeit. Besonders freut es mich, dass damit die Bedeutung des Waldnaturschutzes gewürdigt wird“, so Seibold am Rande der Festveranstaltung im Schloss Nymphenburg. Der Auszeichnung voraus gingen jahrelange Forschungsarbeiten zum Schwerpunkt Biodiversität in Wäldern, unter anderem in den Nationalparken Bayerischer Wald und Berchtesgaden. Mit seiner Arbeit konnte Dr. Seibold zu einem besseren Verständnis beitragen, welche Faktoren die Vielfalt und Zusammensetzung von Arten in Wäldern bestimmen. Daraus leitete der Wissenschaftler praxisnahe Empfehlungen ab, wie Biodiversität in all ihren Facetten erhalten und gefördert werden kann, um somit eine bessere Balance zwischen Holznutzung und Erhalt der Artenvielfalt zu finden.
Über Wahl der der Preisträger entscheiden die vier forstwissenschaftlichen Fakultäten in Freiburg, München, Göttingen und Dresden sowie ein Vertreter der Eva Mayr Stihl-Stiftung, die den Preis finanziert. Die Wahl für die Vergabe des renommierten Preises war bereits im vergangenen Jahr auf den Wissenschaftler aus dem Nationalpark Berchtesgaden gefallen, wegen der Corona-Auflagen konnte die feierliche Verleihung allerdings erst jetzt stattfinden. Im Schloss Nymphenburg in München nahm der 35-jährige gebürtige Freisinger den Preis von Prof. Dr. Thomas Knoke entgegen. Die hohe Preisvergabe freut auch Nationalparkleiter Dr. Roland Baier: „Ich gratuliere Herrn Dr. Seibold herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und zur Publikation in der weltweit bedeutendsten Fachzeitschrift. Dies zeigt, dass unsere Nationalparkforschung heute auf Weltklasseniveau stattfindet und wir Beiträge zur Lösung globaler Probleme liefern“.

Ein weiterer, großer Coup gelang Nationalpark-Forscher Seibold mit einer internationalen Studie zum Beitrag von Insekten zum globalen Kohlenstoffkreislauf in Wäldern. Die Ergebnisse der Studie schafften es sogar auf die Titelseite der weltweit renommiertesten, englischsprachigen Wissenschaftszeitung „Nature“. Dr. Sebastian Seibold ist Erstautor der Studie, in deren Rahmen 30 internationale Forschungsgruppen über drei Jahre ein globales Experiment durchgeführt haben. An 55 Wald-Standorten auf sechs Kontinenten legten die Forscherinnen und Forscher Hölzer von über 140 Baumarten aus, um den Einfluss des Klimas auf die Abbaugeschwindigkeit zu messen. Die Hälfte der Hölzer befand sich in engmaschigen Käfigen – so konnte ausgeschlossen werden, dass hier Insekten an der Zersetzung mitwirkten. Als Teil der Forschungszusammenarbeit zwischen dem Nationalpark Berchtesgaden und der Technischen Universität München (TUM), wurden die Ergebnisse in globale Kohlenstoffmodelle eingespeist. „Wir konnten erstmals modellieren, in welchem Ausmaß Totholz am globalen Kohlenstoffkreislauf beteiligt ist,“ erläutert Rupert Seidl, Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der TUM und Forschungsleiter im Nationalpark Berchtesgaden. „Demnach werden jährlich 10,9 Gigatonnen Kohlenstoff weltweit aus Totholz freigesetzt. Ein Teil des Kohlenstoffs geht dabei in den Boden, während ein anderer Teil in die Atmosphäre freigesetzt wird.“ Rund 29 Prozent des Kohlenstoffumsatzes ist hierbei auf die Aktivität von Insekten zurückzuführen.

Die Studie zeigt, dass die Abbaugeschwindigkeit und der Beitrag der Insekten sehr stark vom Klima abhängen und vor allem mit steigender Temperatur zunehmen. „Sowohl Klimaveränderungen als auch der Verlust von Insekten haben somit das Potenzial, den Holzabbau und damit die Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufe weltweit zu verändern“, erklärt Seibold. Die Bedeutung des Klimas und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität und Ökosystemprozesse wie den Holzabbau stellen derzeit einen Forschungsschwerpunkt im Nationalpark Berchtesgaden dar. Die starken klimatischen Kontraste unterschiedlicher Höhenstufen und Lebensräume machen den Nationalpark dabei zu einem idealen Lernort.


In der Aufnahme
  • Dr. Sebastian Seibold (Mitte), stellvertretender Leiter des Sachgebiets Forschung und Monitoring im Nationalpark Berchtesgaden, gestern wurde in München mit dem Deutschen Forstwissenschaftspreis ausgezeichnet. Nationalpark-Leiter Dr. Roland Baier (r.) und Nationalpark-Forschungsleiter Prof. Dr. Rupert Seidl (l.) zählten zu den ersten Gratulanten.


Quelle
Nationalpark-Forscher erhält Deutschen Forstwissenschaftspreis
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden
Nr.: 35/21 - PDF-Download
Pressemitteilung 15.09.2021
© Nationalparkverwaltung Berchtesgaden

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Besuch des Naturschutzgebiets „Wurzacher Ried“
Bild zum Eintrag (1058058-160)
Besuch des Naturschutzgebiets „Wurzacher Ried“

16/17.10.2021

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und Umweltstaatsekretär Andre Baumann MdL besuchten am Freitag (8. Oktober)
das Naturschutzgebiet „Wurzacher Ried“ im Landkreis Ravensburg, eines der größten Naturschutzgebiete und zugleich bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands, und machten sich ein Bild vor Ort.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett: „Das Land ist Eigentümer von über 1.000 Hektar Fläche im Wurzacher Ried. Wir schützen das Ried durch verschiedene Maßnahmen, wie etwa die Wiedervernässung, die Pflege von Feucht- und Nasswiesen und die extensive Nutzung angrenzender landwirtschaftlicher Flächen. Das Wurzacher Ried ist eines der Pilotgebiete bei der Moorschutzkonzeption des Landes und verfügt über das Europadiplom, ein Gütesiegel des Europarats in Straßburg.“
Umweltstaatssekretär Andre Baumann: „Was einem gehört, kann man am besten pflegen und nachhaltig erhalten. Deshalb ist es von höchster Priorität, naturschutzfachlich wertvolle Gebiete wie das Wurzacher Ried zu erwerben. Denn insbesondere Moore sind als unschätzbarer Lebensraum für viele Arten und als natürlicher Kohlenstoff-Speicher, der klimaschädliches CO2 im Boden bindet, gleichzeitig Arten- und Klimaretter.“

Zur Naturschutzstrategie des Landes gehört der Erwerb natur- und klimaschutz-wichtiger Flächen. Die Liegenschaftsverwaltung des Landes und die Naturschutzverwaltung arbeiten beim Erwerb natur- und klimaschutzwichtiger Flächen eng zusammen. Splett und Baumann betonten die gute Zusammenarbeit und dankten allen, die sich vor Ort für den Schutz und die Pflege der Flächen im Naturschutzgebiet engagieren. Ein besonderer Dank galt auch dem Leiter des Naturschutzzentrums Wurzacher Ried, Horst Weisser, der Ende August in den Ruhestand ging. Weisser hatte das Zentrum aufgebaut und 36 Jahre lang geführt.

Mit rund 1.800 Hektar ist das Naturschutzgebiet „Wurzacher Ried“ eines der größten Naturschutzgebiete und mit einer Moorfläche von rund 1.700 Hektar eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands. Aufgrund seiner Ursprünglichkeit und des charakteristischen Mosaiks verschiedenster Moorlebensräume beherbergt das Wurzacher Ried eine ganz außergewöhnliche Pflanzen- und Tierwelt. Die Moorfläche verteilt sich zu ungefähr je einem Drittel auf ein Grundwassermoor (Niedermoor), ein vom Menschen beeinflusstes Regenmoor (Hochmoor) und ein unberührtes Regenmoor (größte Regenmoorfläche in Mitteleuropa).

Die Planungen der Stadt Bad Wurzach für den Bau eines Aussichtsturms beim ehemaligen Torfwerk Haidgau laufen. Dieses Naturschutzprojekt ermöglicht die bessere Wahrnehmung des Moores und bietet zudem Chancen für die Regionalentwicklung.
Weitere Informationen

Das Land hat im Jahr 2020 rund 140 Hektar natur- und klimaschutzwichtige Flächen erworben, die Hälfte waren Moore. Dafür wurden über 2,1 Millionen Euro investiert. Insgesamt sind in über 50 Jahren rund 12.000 Hektar Grund für den Naturschutz in das Eigentum des Landes übergegangen. Seit 2019 liegt der Schwerpunkt auf dem Erwerb von Moorflächen. Mehr Informationen zu Naturschutzstrategie und Moorschutzkonzeption unter  Naturschutz.

Aufnahme
Reinhold Mall/Naturschutzzentrum Wurzacher Ried

Quelle:
Ministerium für Finanzen und Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®
- wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Tierische Sieger beim Foto-Wettbewerb „Watt aus Plastik“
Bild zum Eintrag (1058046-160)
Tierische Sieger beim Foto-Wettbewerb „Watt aus Plastik“

16/17.10.2021

Ein Austernfischer, zwei Robben, ein Wal und eine Qualle – das sind die Siegerbilder der Foto-Challenge „Watt aus Plastik“.


Die Herausforderung bestand darin, Müll aus der Landschaft einzusammeln und mit den Fundstücken ein typisches Wattenmeertier zu legen. Der Foto-Wettbewerb sollte zum Müllsammeln motivieren und daran erinnern, dass Müll direkt oder über Umwege oft im Meer landet und dem sensiblen Weltnaturerbe Wattenmeer und seinen Bewohnern schadet.

„Wir gratulieren den Gewinnerinnen und Gewinnern und bedanken uns herzlich bei allen, die mitgemacht haben. Toll, dass sich so viele Schulklassen engagiert haben“, so Mira Hohmann, Projektmitarbeiterin bei der Nationalparkverwaltung, im Namen der Jury. „Bei der Bewertung haben wir darauf Wert gelegt, dass das  Wattenmeer-Tier gut zu erkennen und kreativ umgesetzt ist. Außerdem wurden vor allem Kunstwerke ausgewählt, die sichtbar aus in der Natur gesammeltem Müll entstanden sind.“
Die Challenge ist ein Beitrag zur Plastik-Aktions-Woche 2021 vom deutsch-niederländischen Interreg-A-Projekt Watten-Agenda 2.0, das zum Ziel hat, einen nachhaltigen Tourismus am UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer zu fördern.

Die Sieger:innen können sich freuen über Gutscheine im Wert 100, 75 und 50 Euro für Leistungen eines Partnerbetriebs des Nationalparks und UNESCO-Biosphärenreservates Niedersächsisches Wattenmeer (www.nationalpark-partner-wattenmeer-nds.de/ ).

   1. Platz: Austernfischer von M.M. aus Esens
   2. Platz: Robbe von OBS Hohenkirchen 10. Klasse
   3. Plätze:
        Wal von H.K. von Baltrum
        Robbe von Klasse 6a der Oberschule Oberstrohe
        Qualle von E.S.


In der Aufnahme
  • Austernfischer aus Plastikmüll -Dieses Kunstwerk ist Sieger der Fotochallenge "Watt aus Plastik" © M.M.

Quelle
Nationalpark Wattenmeer
27.09.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
„Stele der Biodiversität®“ - Standort Wils in Sachsen-Anhalt
Bild zum Eintrag (1058044-160)
 „Stele der Biodiversität®“ - Standort Wils in Sachsen-Anhalt

15/16.10.2021


Ein Projekt des Artenschutzes in Franken® und dem Naturpark Unteres Saaletal e. V., das von der Gemeinde Salzatal und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wils / Sachsen - Anhalt. Viele (Wild) - Tier- und Pflanzenarten fanden und finden sich als bevorzugt ursprüngliche Fels- und Höhlenbewohner, seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden (Kunstfelsen) wieder. Hierzu zählen auch zahlreiche Säugetier- Vogel- und Insektenarten, welche die Gebäude vielfach intensiv als Brutplätze, Sommerquartiere oder auch als Versteckmöglichkeiten nutzen.

Viele der früher häufigen „Allerweltsarten“ unserer Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden oder gar verschwunden ...
Aufgrund von (vielfach artenfernen) Sanierungen sowie dem Abriss vieler potenziell geeigneter (alter) Gebäude, ist seit geraumer Zeit ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast gänzlich aus unserem Umfeld verschwunden! Dadurch findet unverkennbar eine erschreckende Verarmung der Artenvielfalt in unserer Umwelt statt. Durch den markanten Schwund der Artenvielfalt gerät auch das Wissen über die Ansprüche und die Verhaltensmuster unserer „kulturellen wilden Wegbegleiter“ in Vergessenheit.

Aus diesem Grund ist es in unseren Augen und gerade im Interesse der uns nachfolgenden Generationen, also unserer Kinder und Enkelkinder von größter Bedeutung diesen kulturfolgenden Spezies auch in Zukunft geeignete Quartiere und damit Überlebensräume vorzuhalten.


In der Aufnahme
  • vor wenigen Tagen zeigte sich das Objekt in dieser Entwicklungsform .. 
Artenschutz in Franken®  
Gemeinsame Verantwortung für den biologischen Hotspot ..
Bild zum Eintrag (1058034-160)
Minister Günther: »Gemeinsame Verantwortung für den biologischen Hotspot Leipziger Auwald«

15/16.10.2021

Am Donnerstag (7.10.) hat Sachsens Umweltminister Wolfram Günther beim 4. Internationalen Auenökologiesymposium in Leipzig auf die Notwendigkeit hingewiesen, mit Blick auf die Revitalisierung des Leipziger Auwalds Interessen zu bündeln und kooperativ vorzugehen.


Günther: »Der Klimawandel ist im Leipziger Auwald in den letzten Jahren immer sichtbarer geworden. Und auch der Rückgang der Artenvielfalt muss uns Sorgen machen. Insgesamt zeigen sich hier die Folgen der massiven Eingriffe vergangener Jahrzehnte. Zugleich ist der Auwald noch immer ein Hotspot an biologischer Vielfalt.

Vor diesem Hintergrund haben alle Beteiligten in der Region die gemeinsame Verantwortung, den Auwald ökologisch zu revitalisieren und dabei unterschiedliche Sichtweisen und Ansprüche zu vereinen. Ich freue mich, dass wir immer mehr ins Gespräch kommen und Strukturen aufbauen. Seitens des Landes besetzen wir zwei neue Stellen, um die verschiedenen Aufgaben und Beteiligten zu koordinieren.«
Der Minister nannte verschiedene praktische Maßnahmen, die bereits auf die ökologische Entwicklung zielen: »Stadt und Freistaat sind übereingekommen, alte Bäume zu erhalten und mehr Totholz im Wald zu lassen. Wir sorgen für mehr auwaldtypische Überflutungen in Teilen des Waldes und nehmen insgesamt 200 Hektar komplett aus der forstlichen Nutzung. Außerdem schreiben wir gemeinsam die Maßnahmenpläne für die Natura 2000-Gebiete im Leipziger Auwald fort. Dies sind gute und wichtige Ansätze. Darüber hinaus arbeiten wir an einem Gesamtkonzept für die Flussauenlandschaft der Weißen Elster, in dem unterschiedliche Ansprüche sowie Behörden und verschiedene regionale Akteure einbezogen werden. Das wird die Basis für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen sein.«

Der Leipziger Auwald hat aufgrund seiner Größe, Lage und biologischen Vielfalt eine besondere ökologische Bedeutung. Das Vorkommen der Wildkatze und zahlreicher weiterer Tier- und Pflanzenarten im Leipziger Auwald haben einen herausgehobenen Stellenwert. Es sind Arten nationaler Verantwortung. Viele dort lebende Tier- und Pflanzenarten sind an eine intakte Flussaue und einen naturnahen Auwald gebunden. Das Waldgebiet ist außerdem wichtig für das Stadtklima in Leipzig und ein Naherholungsgebiet der Region.

Das vierte Auenökologiesymposium wurde vom Verein Natur und Kunst im Leipziger Auwald e.V. (NuKLA) und in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt LaNU veranstaltet.

Quelle
Sächsische Staatskanzlei
Archivstraße 1
01097 Dresden
07.10.2021, 13:33 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Fledermaus - Flughaut verletzt.
Bild zum Eintrag (1057979-160)
Fledermaus - Flughaut verletzt.

15/16.10.2021

Bayern.
Im Gegensatz zu den federbesetzten Vogelflügeln zeigt sich die Fledermausflughaut als ein komplett durchblutetes und damit auch lebendes Gewebe. Mit diesen Vorgaben gelingt es einer verletzten (je nach Schweregrad der Verletzung) Flughaut das sich diese selbstständig regenerieren und damit zusammenwachsen kann. Bei Fledermäusen die sich so schwere Verletzungen zugezogen haben das sie nicht mehr auf Nahrungssuche gehen können wird es schwierig.
Auch wird immer wieder von Fledermäusen berichtet die sich dann in eine Art Heilungsschlaf zurückziehen, um der Flughaut die Chance zu eröffnen, sich dem Reaktivierungsprozess zu stellen, sind nur bei kleineren Verletzungen von Erfolg gekrönt. Denn das Tier muss in der Regel einen aktiven Stoffwechsel vorhalten, um die Durchblutung der verletzten Bereiche sicherzustellen.


In der Aufnahme von B.Eibl
  • Nachwachsende Fledermaus Flughaut
Artenschutz in Franken®  
Elefantenbulle Rungwe reist nach Ungarn
Bild zum Eintrag (1058028-160)
Elefantenbulle Rungwe reist nach Ungarn

14/15.10.2021

Transferempfehlungen des EAZA Ex-situ Programmes (EEP) für Afrikanische Elefanten umgesetzt

„Der neunjährige Elefantenbulle Rungwe ist gestern auf Empfehlung des EAZA Ex-situ Programmes (EEP) für Afrikanische Elefanten auf die Reise zum Zoo Györ/Ungarn gegangen“, informiert der Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. Komplikationslos und sorgfältig verliefen die Vorbereitung und Durchführung für den nicht alltäglichen Elefantentransport. Der Elefantenbulle Rungwe ging zügig in den Spezialtransportcontainer. „Rungwe hat sich im Vorfeld sehr gut an den Transportcontainer gewöhnt.

Das mehrwöchige, intensive Elefantentraining hat sich gelohnt, um möglichen Transportstress zu minimieren“, erklärt zufrieden der langjährige Revierleiter für Dickhäuter, Michael Deicke. Kurze Zeit später schwebte der Elefantentransportcontainer mit dem fast zwei Tonnen schweren Rungwe am Elefantenhaus und wurde vom Kranfahrer präzise auf den Schwertransport-Tieflader aufgesetzt. Planmäßig konnte der Elefantentransport nachmittags in Richtung Ungarn beginnen.
Rungwes neue Pfleger im Zoo Györ arbeiteten einige Tage vor dem Transport gemeinsam mit dem Pflegerteam im Elefantenbereich, um Rungwe, seine Magdeburger Pfleger und seinen Alltag in Magdeburg kennenzulernen. Umgekehrt begleitet ein vertrauter Magdeburger Pfleger den Transport, um Rungwes Eingewöhnung im neuen Zuhause in den ersten Tagen nach seiner Ankunft in Györ zu unterstützen. Mit fachlicher Expertise begleitet Dr. Susan Hambrecht, Biologische Assistentin im Zoo Magdeburg, den Transport wissenschaftlich. Die Elefantenspezialistin wird sich vor dem Hintergrund der anstehenden Ertüchtigung der Magdeburger Elefantenanlage die neue Anlage in Györ anschauen. Tiermedizinisch betreut wird der Transport unterwegs von dem Tierärztlichen Berater des EEP und Tierarzt im Zoo Budapest, Dr. Endre Sós.

Rungwe kam am 26.09.2018 aus dem Zoo Parc de Beauval/Frankreich in die Ottostadt und machte das Magdeburger Jungbullen-Quartett komplett. Damals brachte er 1,3 Tonnen auf die Waage und war relativ unausgeglichen und eher ängstlich innerhalb der Gruppe. Er hat sich innerhalb der letzten drei Jahre gut zu einem stattlichen Elefantenbullen entwickelt, hat aber bis heute keine enge Bindung zu den anderen Bullen aufbauen können. Daher wurde in Absprache mit dem EEP entschieden, auf dem Weg hin zur Magdeburger Elefantenzucht Rungwe als ersten Bullen abzugeben und ihm in Györ eine neue Möglichkeit zu geben, freundschaftliche Beziehungen zu anderen Jungbullen herzustellen. Im Juni 2021 begann man in Györ im Rahmen des EEPs eine Afrikanische Jungbullengruppe aufzubauen. Dort wird Rungwe bereits von den Afrikanischen Elefantenbullen Pembé (20-jährig), Bou-Bou (15-jährig) und Kito (6-jährig) erwartet. Man hofft, dass sich insbesondere zwischen Rungwe und dem jüngsten Bullen Kito eine enge Bindung entwickelt.

Was bedeuten die Veränderungen im EEP für die Magdeburger Elefantenhaltung?

„Wir haben die Magdeburger Stadtratsentscheidung zur Ertüchtigung der Elefantenanlage positiv aufgenommen. Magdeburg bekommt die Möglichkeit im Rahmen des EEP, eine sozial intakte Elefantengruppe mit Elefantenkühen und einem Elefantenbullen aufzubauen“, erklärt der EEP-Koordinator für Afrikanische Elefanten Dr. Arne Lawrenz aus dem Zoo Wuppertal. Grundvoraussetzungen dafür seien unter anderem ein optimierter Elefanten-Trainingsstand und die Abgabe weiterer Elefanten im Rahmen des EEP in andere Elefantengruppen. „In den nächsten Jahren kann dann Magdeburg ein Standort für die Zucht von Afrikanischen Elefanten werden“, so der Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke.

Der Zoo Magdeburg intensiviert seine Mitarbeit in derzeit 65 Erhaltungszuchtprogrammen der European Association of Zoos and Aquaria EAZA. Natürlich nimmt das Magdeburger Zooteam auch die Verantwortung einer modernen Elefantenhaltung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen an und freut sich auf diese neue Herausforderung.

Daten der Elefanten im Zoo Magdeburg / Gewichte bei Einzug in das Elefantenhaus

    Afrikanische Elefantenkuh „Mwana“, geb. 1982 in Simbabwe, seit Dezember 1983 im Zoo MD, Gewicht: 2,9 Tonnen
    Afrikanischer Elefantenbulle „Uli“, geb. 16.01.2011, Zoo Wuppertal, seit 25.06.18 im Zoo MD, Gewicht: 1,686 Tonnen
    Afrikanischer Elefantenbulle „Moyo“, geb.13.05.2013, Zoo Wuppertal, seit 25.06.18 im Zoo MD, Gewicht: 1,112 Tonnen
    Afrikanischer Elefantenbulle „Kando“, geb. 20.05.2007 im Tierpark Berlin, seit 12.07.2018 im Zoo MD, Gewicht: 2,4 Tonnen
    Afrikanischer Elefantenbulle‚ „Rungwe“, geb. 20.07.2012, Zoo Parc de Beauval, seit 26.09.2018 im Zoo MD, Gewicht: 1,3 Tonnen, am 06.10.2021 Abgabe an Zoo Györ/Ungarn

 EAZA Ex-situ Programme (EEP) Mithilfe von aktuell mehr als 200  EEPs und Europäischen und internationalen Zuchtbüchern bemühen sich Zoos, den Erhalt vieler bedrohter Tierarten zu gewährleisten.(Quelle: VdZ) Dabei teilen sie ihr Expertenwissen für die Zucht und Wiederansiedlungsprojekte und arbeiten eng im Netzwerk der EAZA zusammen. Auf europäischer Ebene betreut und führt ein Koordinator das EEP für eine entsprechende Tierpopulation. Alle am EEP beteiligten Zoos senden dem Koordinator über eine internationale Tierdatenbank statistisch aussagekräftige Daten, die er für das Populationsmanagement benötigt. Dabei sollen möglichst sich langfristig selbst erhaltende Populationen mit einem optimalen Genpool entstehen. Tierarten in Zoos und Aquarien sollen so unter Berücksichtigung der genetischen Diversität erhalten und Wildfänge vermieden werden.

European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) umfasst über 400 Institutionen in 48 Ländern. In 25 EU-Mitgliedstaaten gehören 265 Zoos und Aquarien zu den Mitgliedern. Ebenso wie die anderen Verbände, erfüllt die EAZA vielfältige Aufgaben: Vernetzung von Zoos aus 35 Ländern, Koordination und Unterstützung bei der Tierhaltung und -zucht, Artenschutz, Bildung, Werbung und Organisation. Jährliche Tagungen tragen dazu bei, Erfahrungen weiterzugeben und die Vernetzung zwischen den Mitgliedszoos weiter zu verstärken, um somit stetig die Arbeit von Zoos zu verbessern.

Ansprechpartner EEP Afrikanische Elefanten: Dr. Arne Lawrenz, Der Grüne Zoo Wuppertal


Quelle / Aufnahme
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
Zooallee 1
39124 Magdeburg

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Artenvielfalt retten: Forschende des Weltbiodiversitätsrats erhalten EuroNatur-Preis
Bild zum Eintrag (1058026-160)
Artenvielfalt retten: Forschende des Weltbiodiversitätsrats erhalten EuroNatur-Preis

14/15.10.2021

++ Die für den Weltbiodiversitätsrat IPBES Forschenden erhalten den EuroNatur-Preis 2021 ++ Dramatisches Artensterben ist menschengemacht ++ Biodiversitätskrise und Klimakrise gehen Hand in Hand ++

Radolfzell. Das Insektensterben, das Verschwinden vieler Vogel- und Pflanzenarten und der Verlust von Lebensräumen: Hinter dem sperrigen Begriff Biodiversitätskrise verstecken sich dramatische Entwicklungen. Schon lange warnt die Wissenschaft vor den Folgen des globalen Artensterbens, in den letzten Jahren insbesondere durch Forscherinnen und Forscher, die Expertisen für den Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) erstellen.

Für ihren Einsatz erhalten Dr. Eszter Kelemen (Ungarn), Dr. Yunne-Jai Shin (Frankreich) und Prof. Dr. Josef Settele (Deutschland) stellvertretend für alle Forschenden, die sich am IPBES beteiligen, am 14. Oktober 2021 den EuroNatur-Preis.
Die Krise der Artenvielfalt trifft auch Menschen hart, so die Einschätzung der Expertinnen und Experten aus Natur- und Sozialwissenschaften. Vielzitiertes Beispiel ist das Insektensterben, durch das Bestäuber für die Landwirtschaft fehlen. Wenn Mangrovenwäldern und Korallenriffe zerstört sind, bleiben die Küsten Tsunamis und Stürmen ausgeliefert. Die Ursachen sind maßgeblich menschengemacht: Klimawandel, Lebensraumzerstörung, industrielle Landwirtschaft oder die Überfischung der Meere verursachen den dramatischen Rückgang der Arten.

„Die Biodiversitätskrise wird bislang eher im Schatten der Klimakrise diskutiert – dabei gehören sie eng zusammen als zwei der großen Herausforderungen für die Menschheit“, sagt EuroNatur-Präsident Thomas Potthast. „Die Forschenden des Weltbiodiversitätsrats analysieren und dokumentieren die Bedrohungen der Tier- und Pflanzenwelt – und sie erstellen Szenarien für mögliche künftige Entwicklungen.

Die Warnungen ebenso wie die Hinweise für eine biodiversitätsfreundliche Transformation der Gesellschaften müssen von den politischen Entscheidungsträgern gehört werden, um schlimmere globale Katastrophen zu verhindern.“ Aus genau diesem Grund hat das EuroNatur-Präsidium die Preisträger 2021 ausgewählt – übrigens auch für die Weitsicht der Forschenden: Mit einem gemeinsamen Bericht haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IPBES und des Weltklimarates IPCC kürzlich deutlich gemacht, wie eng Biodiversitäts- und Klimakrise zusammenhängen und dass sie gemeinsam angegangen werden müssen. Passend dazu werden nun Forderungen laut, dem Weltbiodiversitätsrat in diesem Jahr den Friedensnobelpreis zu verleihen – gerade erst in Form eines Meinungsbeitrags, verfasst unter anderem von der deutschen Umweltministerin Svenja Schulze. Der Weltklimarat IPCC hat diese Auszeichnung 2007 erhalten.


Quelle
EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe
Westendstraße 3
78315 Radolfzell

 06.10.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität® - Weeze / Eröffnung des Umweltzentrums
Bild zum Eintrag (1058024-160)
Stele der Biodiversität® - Weeze

14/15.10.2021

Weeze / Nordrhein - Westfalen. Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Tierpark Weeze gGmbH, der Gemeinde Weeze, der SCHLOSSRUINE HERTEFELD - Graf und Gräfin zu Eulenburg und der Weezer Wellenbrecher - Offene Kinder & Jugendfreizeiteinrichtung der Gemeinde Weeze.Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie und der Audi Stiftung für Umwelt unabhängig gefördert.

                                        Ehemaliger Trafoturm Weeze

„Nature Meets Culture and Technology - Natur trifft auf Kultur und Technik“ - Stele der Biodiversität/Attraktion im Tierpark

Weeze
. Bereits vor dem Jahre 2015 fanden die ersten Überlegungen zur Nachfolgenutzung des imposanten, ehemaligen Trafoturmes auf Hertefeld in Weeze statt.

Am 05. Oktober war es nach langer Vorbereitungs- und Umsetzungszeit soweit. Das Artenschutzzentrum Weeze wurde eröffnet, der Öffentlichkeit vor- und zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister Georg Koenen konnte den Vertreter des Hauptförderers, die Deutsche Postcode Lotterie, Herrn Sascha Oliver Maas, den Projektkoordinator Trafotürme der Westnetz/RWE Michael Sonfeld sowie zahlreiche Vertreter der Projektbeteiligten und Gäste begrüßen.Durch die aufgegebene technische Installation des Gebäudes wären diese abzutragen gewesen, da dessen Nutzung auslief. Nicht nur diese Turmstation sollte jedoch als Zeitzeugnis und „Stele der Biodiversität®“ erhalten bleiben und gleichzeitig einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden.

Hier nun kam eine wegweisende Kooperation mit Artenschutz Franken® zum Tragen.

Der Projektorganisator Thomas Artur Köhler stattete dem Standort in Weeze im Jahre 2015 einen Besuch ab und konnte die Bedeutung des Bauwerks und des Umgriffs, im Sinne des Artenschutz- und Umweltbildungsgedankens sofort erkennen. Seit dieser Zeit wurde gemeinschaftlich intensiv an der weiterführenden Entwicklung des Projektes sowie des Standortes gearbeitet.

Natur trifft auf Technik


In der Aufnahme der Gemeinde Weeze
  • Innovative Maßnahmen sollen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten.
Artenschutz in Franken®  
15 Prozent der Wälder in Deutschland streng schützenswert
Bild zum Eintrag (1058023-160)
15 Prozent der Wälder in Deutschland streng schützenswert

13/14.10.2021

Greenpeace Studie: Schutzgebiete schützen nicht vor Holzeinschlag

Hamburg, 7. 10. 2021 – In lediglich etwa drei Prozent der Wälder in Deutschland dürfen keine Bäume gefällt werden – obwohl 67 Prozent der Wälder in ausgewiesenen Schutzgebieten liegen und damit offiziell als geschützt gelten.

Das zeigt Greenpeace in einer neuen Studie, welche die Umweltschutzorganisation anlässlich des Auftakts der 15. UN-Biodiversitätskonferenz am 11. Oktober in Kunming, China veröffentlicht. Die Europäische Union (EU) will dort einen Rahmen dafür schaffen, dass bis 2050 alle Ökosysteme der Welt angemessen geschützt sind. Hierzu verabschiedete sie in ihrer Biodiversitätsstrategie, zehn Prozent der Landflächen und Meeresgebiete streng zu schützen.

Deutschland hat bisher keinen Plan, wie es dieses Ziel erreichen will. Die Greenpeace-Studie zeigt: Um die Ziele der EU zu erreichen, müsste die Bundesregierung fünfzehn Prozent der Wälder dauerhaft rechtlich vor Holzeinschlag absichern. “In jedem Schutzgebiet ist klar geregelt, ob Besuchende die Wege verlassen oder Blumen pflücken dürfen. Doch im Großteil aller Schutzgebiete ist Bäume fällen erlaubt”, sagt Sandra Hieke, Waldexpertin von Greenpeace. ”Das ist völlig absurd und hilft nicht, das Artensterben und die Klimakrise aufzuhalten. Die neue Bundesregierung muss den Wald als lebenswichtiges Ökosystem bewerten und nicht als Holzproduzenten.”
Deutschlandweit gibt es eine Vielzahl von Schutzgebietskategorien mit über zwanzig verschiedenen Bezeichnungen – diese variieren je nach Bundesland. Sie stimmen größtenteils nicht mit den internationalen Schutzkategorien der Weltnaturschutzunion IUCN überein. Selbst das Bundesnaturschutzgesetz setzt dem Holzeinschlag in Schutzgebieten kaum Grenzen. Greenpeace zeigt auf einer Karte, wo sich die streng schützenswerten Wälder befinden. Achtzig Prozent dieser Wälder liegen bereits in Schutzgebieten – sind jedoch nicht zwangsläufig vor Holzeinschlag geschützt.

Wälder müssen wieder stabiler und naturnäher werden

Bund und Länder müssen zur Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie sowie des Klimaschutzgesetzes mehr Schutzgebiete verbindlich vor Holzeinschlag schützen. “Hierfür muss die neue Bundesregierung einen gesetzlich verbindlichen Rahmen schaffen”, sagt Hieke. “Das große Artensterben macht auch vor Deutschland nicht halt. Nur in echten Schutzgebieten kann die Natur sich frei entwickeln und bedrohte Pflanzen und Tiere behalten ein sicheres Zuhause.”
Rückfragen

Quelle
Greenpeace e. V.
Hongkongstraße 10
20457 Hamburg


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
Milliardenloch für den Schutz der biologischen Vielfalt
Bild zum Eintrag (1058021-160)
Milliardenloch für den Schutz der biologischen Vielfalt

13/14.10.2021

  • Umweltverbände zum Start der Weltnaturkonferenz: Bundesregierung muss finanziellen Beitrag zum globalen Schutz der Artenvielfalt erhöhen
 
Berlin, 10.10.2021: Zum Auftakt der Weltnaturkonferenz am 11. Oktober in China fordern deutsche Umweltverbände von der Bundesregierung den Beitrag zur internationalen Biodiversitätsfinanzierung auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen, um das größte menschengemachte Artensterben der Erdgeschichte aufzuhalten.

Noch klaffe global eine gewaltige Lücke von geschätzten 700 Milliarden Euro, um den dramatischen Artenverlust und die rasant fortschreitende Naturzerstörung aufzuhalten, so die Verbände. Industrienationen wie Deutschland haben mit ihrem enormen ökologischen Fußabdruck eine besondere globale Verantwortung und müssen auch andere Länder beim Schutz der Artenvielfalt unterstützen.
Aktuell beteiligt sich Deutschland jährlich mit rund 800 Millionen Euro an internationalen Arten- und Naturschutzprojekten. Dem gegenüber stehen rund 67 Milliarden Euro, die die Natur schädigen. Diesen Betrag gibt Deutschland jedes Jahr zuhause für umwelt- und naturschädigende Subventionen aus, wie in der Landwirtschaft und der Fischerei. Nicht-nachhaltige Landnutzung und die Übernutzung natürlicher Ressourcen sowie die Produktions- und Konsummuster in den reichen Industrieländern gehören zu den größten Verursachern des Verlustes von Arten und Lebensräumen. Politische Rahmenbedingungen, internationale Handelspolitik [1] und Steuergelder sollten deshalb unbedingt eine naturfreundliche Nutzung von Land- und Meeresökosystemen im In- und Ausland fördern, statt weiterhin Ökosysteme zu zerstören.
 
Beim ersten Teil der Weltnaturkonferenz COP15 in Kunming, China, treffen sich Regierungsvertreter:innen aus aller Welt virtuell, beim zweiten Teil im April des kommenden Jahres auch persönlich, um über ein neues Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu beraten – vergleichbar mit dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz. Ziel ist es, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 zu stoppen und umzukehren. Auch wegen der fehlenden Finanzierung laufen die Verhandlungen bisher jedoch stockend. Weitreichende Finanzierungszusagen würden den dringend nötigen Schwung geben, um das neue Abkommen mit ehrgeizigen Zielen verabschieden zu können.
 
Für unsere Lebensgrundlagen sind Biodiversitätsverlust und die Klimakrise die größten Herausforderungen, so die Verbände. Beide Krisen sind menschengemacht, befeuern sich gegenseitig und können nur gemeinsam gelöst werden. Um beiden Krisen gleichzeitig begegnen zu können, braucht es konsequenten Schutz noch bestehender und die Wiederherstellung bereits zerstörter Land- und Meeres-Ökosysteme, die wichtige CO2-Speicher sind. Gesunde, artenreiche Lebensräume sind Verbündete im Kampf gegen die Erderhitzung.
 
Die Biologische Vielfalt ist die Basis für unser Wohlergehen, unsere Gesundheit und unseren Wohlstand. Unsere Nahrungsmittelversorgung hängt von gesunden, artenreichen Ökosystemen ab. Wissenschaftlichen Studien legen nahe, dass sich der ökonomische Wert für die Leistungen unserer Ökosysteme mit 125 bis 140 Billionen US-Dollar pro Jahr bemessen ließe - mehr als eineinhalb-mal so viel wie die gesamte Wirtschaftsleistung in der Welt. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) warnt vor dem Verlust dieser Ökosystemleistungen sowie von einer Million Tier- und Pflanzenarten in den nächsten zehn Jahren.


Quelle
NABU
Gemeinsame Pressemitteilung vom 10. Oktober 2021 |

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F
Artenschutz in Franken®  
„Stele der Biodiversität®“ - Standort Wils in Sachsen-Anhalt
Bild zum Eintrag (1057905-160)
 „Stele der Biodiversität®“ - Standort Wils in Sachsen-Anhalt

13/14.10.2021


Ein Projekt des Artenschutzes in Franken® und dem Naturpark Unteres Saaletal e. V., das von der Gemeinde Salzatal und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wils / Sachsen - Anhalt. Viele (Wild) - Tier- und Pflanzenarten fanden und finden sich als bevorzugt ursprüngliche Fels- und Höhlenbewohner, seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden (Kunstfelsen) wieder. Hierzu zählen auch zahlreiche Säugetier- Vogel- und Insektenarten, welche die Gebäude vielfach intensiv als Brutplätze, Sommerquartiere oder auch als Versteckmöglichkeiten nutzen.

Viele der früher häufigen „Allerweltsarten“ unserer Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden oder gar verschwunden ...
Aufgrund von (vielfach artenfernen) Sanierungen sowie dem Abriss vieler potenziell geeigneter (alter) Gebäude, ist seit geraumer Zeit ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast gänzlich aus unserem Umfeld verschwunden! Dadurch findet unverkennbar eine erschreckende Verarmung der Artenvielfalt in unserer Umwelt statt. Durch den markanten Schwund der Artenvielfalt gerät auch das Wissen über die Ansprüche und die Verhaltensmuster unserer „kulturellen wilden Wegbegleiter“ in Vergessenheit.

Aus diesem Grund ist es in unseren Augen und gerade im Interesse der uns nachfolgenden Generationen, also unserer Kinder und Enkelkinder von größter Bedeutung diesen kulturfolgenden Spezies auch in Zukunft geeignete Quartiere und damit Überlebensräume vorzuhalten.


In der Aufnahme
  • vor wenigen Tagen zeigte sich das Objekt in dieser Entwicklungsform .. 
Artenschutz in Franken®  
Projekttag `Wir helfen dem Wald´
Bild zum Eintrag (1058019-160)
Projekttag `Wir helfen dem Wald´

12/13.10.2021

Pflanzaktion: Schulklassen aus der Region setzen sich für einen klimaresistenten Pöllwitzer Wald ein

Zeulenroda-Triebes. Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat im Pöllwitzer Wald deutlich ihre Spuren hinterlassen: Bei den geschwächten Fichten hatten Sturm, Schnee und Borkenkäfer ein leichtes Spiel und ließen die Nadelhölzer auf großer Fläche absterben.

Auf der rund 1.900 Hektar großen DBU-Naturerbefläche soll sich langfristig ein naturnaher Laubmischwald entwickeln, der besser mit dem Klimawandel zurechtkommt als das Nadelholz. Um die Natur zu unterstützen und den Wald hautnah zu erleben, packen am Freitag, 08.10., Schulklassen aus der Region tatkräftig an, wenn es heißt: „Wir helfen dem Wald“.
Schülerinnen und Schüler pflanzen Laubholz-Wildlinge

Die Wildlinge für die Schüleraktion stehen bereit – junge, aus Samen des Pöllwitzer Waldes erwachsene Laubbäume. „Die jungen Stieleichen, Rotbuchen, Bergahornbäume und Winterlinden haben wir zur Vorbereitung bereits aus anderen Teilen des Waldes ausgegraben, in denen ausreichend Laubbäume wachsen. Am Freitag werden wir sie beim Projekttag ´Wir helfen dem Wald` gemeinsam auf die Freiflächen pflanzen, damit sich dort ein klimaresistenterer Laubmischwald entwickeln kann“, erklärt Robert Zimmermann-Safar vom Bundesforstbetrieb Thüringen-Erzgebirge. Im Auftrag der gemeinnützigen Flächeneigentümerin DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), betreut der Revierleiter die DBU-Naturerbefläche Pöllwitzer Wald vor Ort. Mit ´wir` meint er drei sechste Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Zeulenroda, eine siebte Klasse der Bio-Landschule Langenwetzendorf, die Waldorfschule in Gera und eigens aus Osnabrück angereist Michael Diekamp vom DBU Naturerbe. Die Waldorfschüler und -schülerinnen sind die gesamte Woche vor Ort und helfen unter anderem dabei, die anderen Kinder pädagogisch zu betreuen. In vier Gruppen werden die Schulkinder die jungen Laubbäume am Freitagvormittag mithilfe von Hohlspaten, Pflanzhacken und Wiedehopfhauen einpflanzen. „Es ist aus meiner Sicht sehr wichtig, gerade die jüngere Generation in Kindergärten und im Schulalter an die Problematik um Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit behutsam heranzuführen. So geht auch das Wissen nicht verloren und wir richten unseren Blick in diesen strapazierten Zeiten darauf, wie wertvoll die Natur ist“, sagt Zimmermann-Safar.

Das Ziel: Naturnaher Laubmischwald

Denn die DBU-Naturerbefläche Pöllwitzer Wald ist als Teil des Nationalen Naturerbes gänzlich dem Naturschutz gewidmet. Langfristig soll sich hier ein naturnaher Laubmischwald entwickeln, der besser mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommt als monotoner Nadelforst. „Daher nehmen wir für die Pflanzung Wildlinge aus dem Wald, denn sie gehören hier hin. Wir möchten Baumarten fördern, die natürlicherweise im Pöllwitzer Wald vorkommen“, so Diekamp. „Dass wir Bäume pflanzen, ist auch für uns etwas Besonderes, da wir in der Regel auf unseren 71 DBU-Naturerbeflächen die Wälder ihrer eigenen Entwicklung und ihrem eigenen Tempo überlassen“, erklärt Diekamp die Waldstrategie im DBU Naturerbe. Um die Freiflächen im Pöllwitzer Wald gebe es derzeit jedoch nur wenige alte Laubbäume, über deren Samen junge Bäume nachwachsen könnten. Daher wollen die Naturschützer an ausgewählten Standorten nachhelfen. Nun hoffen sie auf gutes Wetter und freuen sich, den Kindern mit der Aktion die Wertschätzung für den Wald näherzubringen.


In der Aufnahme

  • Dürre, Borkenkäfer und Stürme haben den Fichten der DBU-Naturerbefläche Pöllwitzer Wald zugesetzt. Die Schüler-Pflanzaktion macht auf die Umweltprobleme aufmerksam und hilft dem Wald.

© Robert Zimmermann-Safar/Bundesforst


Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück

07.10.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.
Artenschutz in Franken®  
Silberreiher in Deutschland
Bild zum Eintrag (1058008-160)
Silberreiher in Deutschland

12/13.10.2021

Deutschland.Selbst dem ungeübten Vogelbeobachter wird rasch klar das hier kein Graureiher oder gar ein Weißstorch vor dem Auge befindlich ist. Es ist der Silberreiher den wir vor uns haben.Silberreiher erreichen Körpergrößen bis ca 1 Meter, ein Gewicht von circa 1,7 Kilogramm und eine Spannweite von bis circa 1,70 Meter. Silberreiher zeigen sich als weltweit verbreitete Art.

Ihnen kommt unter ihresgleichen die Bezeichnung zu, als die am meisten verbreitete Art zu gelten.


Sein Lebensraum sind ausgedehnte Schilfgürtel und Röhrichtbestände, die wir an den Randbereichen von Flüssen und Seen finden. Typische Brutareale sind auch die Lagunenbereiche von Südeuropa. Hier werden auch die Nistplätze angelegt. Als Bodenbrüter legt diese Reiherart ihre umfangreichen Nistplätze, die gerne über einen Meter groß werden, hier entsprechend umfangreich an.
Dabei wird sichtbar das Silberreiher sowohl als Einzelbrutpaar als auch als Brutkolonie auftreten können.Konnten Silberreiher in Bayern bereits in den späten 80er und frühen 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gesichtet werden, so zeigte sich der erste Brutnachweis hier viel später.

Das Jahr 2001/2002 wird hier als „year of begin the realism immigration” bezeichnet.  

Der Nistplatz wird gegen Anfang bis Mitte April angelegt. Das Gelege selbst finden wir gegen Ende April / Anfang Mai in den Nestern. Es umfasst meist 3-4 (5) Eier und wird von beiden Alttieren innerhalb 25 (26) Tagen erbrütet.  Als Nesthocker verbringen die Jungvögel weitere 40 – 45 (50) Tage in ihren Nestern. Hier werden sie von den Eltern mit Nahrung in Form von Insekten, Fischen und  Amphibien (Reptilien) versorgt.

Ende Juni / Anfang – Mitte Juli lösen sich Brutkolonien langsam auf.

Außerhalb der Brutphase, bzw. in den Spätherbst und Frühwintermonaten finden wir den auffälligen Schreitvogel als Überwinterer auch in den Talräumen Bayerns, wo sie in Feuchtlandarealen nach Nahrung suchen. Nach dem ersten Schneefall sind sie meist abgezogen.Trotz einer nun zunehmend erkennbaren Arealausweitung (selbst in Großbritannien wurde in diesem Jahr erstmals ein brütendes Silberreihenpaar bestimmt – erste Vermutungen gab es allerdings bereits 2010/2011) sollte nicht vergessen werden, dass Silberreiher an zahllosen vormaligen Brutplätzen durch den Menschen ausgerottet wurden. Sie wurden als „Nahrungskonkurrent und Federlieferant“ verwendet. 

Aktuell werden die Vögel kaum mehr als solche bedroht, hier wird vielmehr eine Lebensraumveränderung sichtbar, die jedoch gleichfalls nicht unbedenklich scheint. Schilfbestände werden beseitigt, Wasserstände abgesenkt und ein verändertes Freizeitverhalten durch den Menschen sind die „modernen Beeinträchtigungen des Silberreihers“.Eine sich abzeichnende Klimaerwärmung wird dem Silberreiher wohl die Chance einräumen, sich auch in Deutschland als stets präsente Art einzustellen.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Silberreiher
Artenschutz in Franken®  
Die "Wilden Bienchen" von Prölsdorf
Bild zum Eintrag (1057889-160)
Die "Wilden Bienchen" von Prölsdorf

12/13.10.2021

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Caritas Kindergarten St.Sebastian Prölsdorf und der Gemeinde Rauhenebrach dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.
Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.


In der Aufnahme
  • Am 08.10.2021 fand die Installation der Wildbienenwand statt.
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1046668-159)
Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1053849-159)
25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
Bild zum Eintrag (1053848-159)
Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
Bild zum Eintrag (1001660-159)
Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1053853-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
Absenkung der EEG-Umlage/WWF fordert schnellen Erneuerbaren-Ausbau

18/19.10.2021


Mehr zum Thema
Radioaktive Belastung von Wildpilzen: Nimmt sie weiter ab?

18/19.10.2021


Mehr zum Thema
Neue Zahlen zum Flächenverbrauch: Versiegelung von Flächen muss endlich verbindlich geregelt werden

18/19.10.2021


Mehr zum Thema
Gentechnisch veränderter Mais: Mexikos Justiz bestätigt Anbauverbot

18/19.10.2021


Mehr zum Thema
Schutzgebiete schützen nicht!

18/19.10.2021


Mehr zum Thema
EEG-Umlage sinkt 2022 auf niedrigsten Stand seit zehn Jahren

18/19.10.2021


Mehr zum Thema
Erstmals Bornavirus-Infektion beim Menschen in Sachsen-Anhalt

17/18.10-2021


Mehr zum Thema
Gesundheitsbelastung Klimawandel: WHO verlangt ehrgeizige Klima-Ziele

17/18.10-2021


Mehr zum Thema
Nitratbelastung: Nur minimale Fortschritte in der EU?

17/18.10-2021


Mehr zum Thema
Frankreich verbannt Plastikpackungen für viele Obst- und Gemüsesorten

17/18.10-2021


Mehr zum Thema
Landwirtschaft: Für Insekten derzeit schädlicher als Klimawandel?

17/18.10-2021


Mehr zum Thema
Zum Logbuch   >
NaturVision Filmfestival 2021
Anregungen zur Erhaltung der Biodiversität - Filme von Helga und Hubertus Zinnecker
Bild zum Eintrag (1056527-159)
Artenschutz in Franken® - © 2021
Bild zum Eintrag (1057551-159)
Artenschutz in Franken® - © 2021
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1053865-159)
Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1050147-159)
Deutschlands Wilde Bienchen®
Bild zum Eintrag (1050146-159)
Nature meets Technology®