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Die Streu hat's erwischt
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Die Streu hat's erwischt

28/29.09.2020

Unterfranken. „Wenn das so weitergeht mit der Trockenheit, droht eine ökologische Katastrophe und selbst die Streu könnte versiegen – das Wahrzeichen des Streutals.“

Diese Worte stammen aus dem Mund von Karl-Peter Sturm, Mitglied der Hegefischerei-genossenschaft Streu und Nebengewässer, der dieses Szenario bereits vor zwei Monaten hat kommen sehen.
Das Mutterbett der Streu in MELLRICHSTADT ist ausgetrocknet, unzählige Fische, Kleinstlebewesen und seltene Muscheln sterben einen langsamen, qualvollen Tod.Für sie gibt’s keine Rettung mehr.


Quelle
Streutal-Journal / Carmen Hahner
Hauptstraße 9
97638 Mellrichstadt


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Drama unter Wasser
Drama unter Wasser

Zum Tag der Flüsse: Bestände von Süßwasserarten um 84 Prozent zurückgegangen / Wanderfische in Europa besonders bedroht

Berlin, 25.09.2020: Zum internationalen Tag der Flüsse am Sonntag den 27. September schlägt der WWF Alarm: Tierarten in Flüssen und Feuchtgebieten verzeichnen einen beispiellosen Rückgang. Die überwachten Bestände sind gegenüber 1970 um 84 Prozent eingebrochen. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Living Planet Report hervor. Theresa Schiller, Referentin für Internationale Wasserressourcen bei WWF Deutschland: „Die neuen Zahlen verdeutlichen einen langjährigen Trend und sind ein trauriger Negativrekord.

Bestände in Süßwasserökosystemen schrumpfen im Schnitt um alarmierende vier Prozent jährlich. Kein anderer Lebensraum verzeichnet solche Verluste.“ Um den Abwärtstrend zu stoppen fordert der WWF den Schutz und Erhalt der letzten frei fließenden Flüsse sowie eine bessere Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie.
Der Blick auf die deutschen Flüsse ist ernüchternd: 36 Prozent der Süßwasserfischarten in Deutschland gelten als bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Darunter sind auch Wanderfische wie Stör, Huchen und Lachs. Die Situation der Wanderfische ist besonders problematisch. Laut Living Planet Report sind seit 1970 die untersuchten Bestände wandernder Süßwasserfischarten weltweit um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen. In Europa liegt der Rückgang sogar bei 93 Prozent. Grund für die erschreckenden Zahlen ist laut WWF hauptsächlich die fortgeschrittene Verbauung und Veränderung der Flüsse. Laut einer WWF Studie blockiert beispielsweise in Bayern rein rechnerisch alle 500 Meter eine Barriere den Weg der Fische. Schiller kommentiert: „Anders als Wildtiere an Land können Wanderfische nicht einfach einen anderen Weg nehmen. Die unpassierbaren Querbauwerke müssen dringend zurückgebaut werden.“

Intakte Flüsse mit ihren Flussauen sind wichtiger Teil der menschlichen Lebensgrundlage. Sie versorgen uns mit Wasser, sind wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und bieten Raum zur Erholung. Das hat auch die Europäische Kommission erkannt und fordert in ihrer neuen Biodiversitätsstrategie die Renaturierung von 25.000 km der europäischen Fließgewässer. Schiller kommentiert: „Das muss ein Weckruf für die Bundesregierung sein. Mit der Wasserrahmenrichtlinie haben wir das passende Instrument, um unsere Flüsse in einen guten Zustand zu bringen. Ihre Umsetzung ist bislang allerdings mangelhaft. Damit Ziele der Wasserrahmenrichtlinie endlich auch erreicht werden, müssen auf Bundes- und Länderebene mehr finanzielle und personelle Ressourcen bereitgestellt werden.“

Der WWF weist am Tag der Flüsse auch auf Erfolgsgeschichten hin. Am Rhein und seinen Zuflüssen zeigt sich, wie durch ein koordiniertes Maßnahmepaket verschwundene Wanderfischpopulationen wieder eingebürgert und selbsterhaltend aufgebaut werden können. Im Rahmen des Programms „Lachs 2000“ wurden Wanderbarrieren entfernt oder für die Fische besser passierbar gemacht und Teile des Gewässers gezielt renaturiert. Das ermöglicht es Wanderfischarten sich dort ihren früheren Lebensraum zurückzuerobern. Dazu Schiller: „Das zeigt: Natur- und Artenschutzmaßnahmen können funktionieren. Es braucht mehr davon. Der Mensch verursacht nicht nur das Problem, sondern hält auch den Schlüssel für die Lösung in den Händen.“

Hintergrund

Welttag der Flüsse


Der World Rivers Day feiert seit 2005 die Lebensadern unseres Planeten. Der Tag dient dazu, auf die Werte intakter Flussökosysteme und ihre Bedrohung aufmerksam zu machen. Süßwasserökosysteme bedecken knapp 1 Prozent der Erdoberfläche, bilden dabei jedoch den Lebensraum für mindestens 10 Prozent aller derzeit bekannten Arten. Laut Naturschutzunion IUCN ist jede dritte Süßwasserart vom Aussterben bedroht.

Der im Living Planet Report veröffentlichte Living Planet Index zeigt die Veränderungen der weltweiten Biodiversität. Die Studie wird seit 1998 vom WWF veröffentlicht, seit 2000 erscheint sie im zweijährigen Turnus. Die aktuelle 13. Ausgabe wurde vom WWF gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft London (ZSL) erstellt, sie erfasst den Zeitraum von 1970 bis 2016.

Kontakt
Rebecca Gerigk
Pressesprecherin, Berlin

Quelle
WWF
Stand: 25.09.2020


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Der Sitzenbleiber: erneuter Zuchterfolg beim Brillenkauz
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Der Sitzenbleiber: erneuter Zuchterfolg beim Brillenkauz

27/28.09.2020

In der Voliere zwischen Spielplatz und den Schopfkarakaras überrascht in diesen Tagen ein flauschig-weißes Jungtier mit kontrastreichem Gesicht. Es ist ein junger Brillenkauz (Pulsatrix perspicillata) – der Anfang August geschlüpft ist.

Vor wenigen Tagen flog er aus dem Nistkasten aus und ist am südlichen Schrotehang in jedem Fall von den Besuchern zu bestaunen.

Der kleine Brillenkauz befindet sich in der Entwicklungsstufe eines „Ästlings“ und wird noch einige Wochen von den Brillenkauz-Eltern versorgt, bis er selbständig fressen kann. Bis dahin tragen die Elterntiere das Futter an den Jungvogel heran und er verbleibt im Geäst. In der Natur sind vor allem Kleinsäuger und Vögel bis Taubengröße die Beute dieser nächtlichen Jäger, die in Südamerika beheimatet sind. Bei der kontrastreich gefärbten Eule fällt besonders die namensgebende, weiße Gesichtszeichnung und das orangefarbene Bauchgefieder neben dem ansonsten dunkelbraunen Grundton auf. 

Der Brillenkauz hat ein ausgezeichnetes Gehör und einen sehr gut ausgeprägten Sehsinn. Mit seinen großen leuchtend orangenen Augen ist der Kauz in der Lage bei fast völliger Dunkelheit zu sehen. Im Zoo Magdeburg gehört diese größere Eulenart seit 2015 zum Tierbestand des Zoo Magdeburg. Bereits im Jahre 2016 gelang im Zoo die Erstzucht dieser besonders schönen, kontrastreichen Eule.


Quelle/Aufnahmen
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
Zooallee 1
39124 Magdeburg
Tel: 0391 – 280 90 -0
Fax: 0391 – 280 90 -5100
E-Mail: info@zoo-magdeburg.de


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Wenn keiner eine Reise tut
Wenn keiner eine Reise tut

27/28.09.2020

  • WWF warnt anlässlich Welt-Tourismus-Tag: Krise gefährdet Naturschutzarbeit

Anlässlich des Welt-Tourismus-Tags am 27. September macht der WWF auf die wichtige Rolle aufmerksam, die nachhaltiger Tourismus für den internationalen Naturschutz spielt. Das Jahr 2020 führte den Tourismussektor in eine tiefe Krise. Weniger Reisende bedeuten auch weniger Einkommen in den Regionen, in denen die Einkünfte durch Touristinnen und Touristen dringend benötigt werden.

Gerade beim nachhaltig gestalteten Tourismus fließen sie nicht nur in den Lebensunterhalt der lokalen Bevölkerung, sondern auch in Naturschutzprojekte.
„Die dramatischen Auswirkungen der Krise sind in vielen WWF-Projektgebieten deutlich spürbar“, berichtet Martina von Münchhausen, Tourismusexpertin beim WWF Deutschland. „Kommen die Touristen nicht, um die Natur zu erleben, ist der Schutz dieser Orte wesentlich schwieriger zu erhalten. Wir sehen das vor allem in unseren Projektengebieten. In den Küsten- und Meeresregionen des Mesoamerikanischen Riffs werden 50 Prozent des Schutzgebietsmanagement über Tourismuseinnahmen finanziert. In Belize wurden mehr als die Hälfte der staatlichen Mitarbeiter, die für den Schutz, das Monitoring und die Gästeführung sorgen, entlassen. Die Kleinfischer können ihren Fang nicht mehr an Hotels und Restaurants verkaufen. Kleine, landwirtschaftliche Betriebe, die in Öko-Lodges und nachhaltig geführten Hotels und Restaurants stabile Abnehmer ihrer Waren fanden, sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Auch in den Mittelmeerländern – jenseits der Massentourismusgebiete - geraten unsere Erfolgsmodelle, in denen nachhaltige lokale Wirtschaft und Schutz der Lebensräume durch Tourismus unterstützt und stabilisiert wurden, ins Wanken.“

In Dzanga-Sangha, im Herzen des Kongobeckens, ist das Schutzgebiet bis auf Weiteres für Touristen und Wissenschaftler geschlossen. Flachlandgorillas wurden hier an die Präsenz des Menschen gewöhnt, um ihr Verhalten zu studieren und Touristen einen auf Gorillabeobachtungen basierten Ökotourismus zu ermöglichen. Die Einnahmen, die sowohl Gemeindevorhaben, die Parkverwaltung sowie das Gorillaprogramm selbst finanzieren, fehlen jetzt.

„Die Wertschätzung für die intakte Natur nimmt ab, stattdessen wechselt der Fokus darauf, welche Ressourcen sie bereitstellt, um damit in der Not die Existenz zu sichern. Wilderei, illegale Fischerei und Abholzung nehmen wieder zu“, so Martina von Münchhausen.

Für den WWF ist ein Fazit aus dem Krisenjahr die Bestätigung, wie einflussreich der Hebel Tourismus für den internationalen Naturschutz ist. Der WWF appelliert an Verbraucher, ihre Reisen bewusst zu planen. Unterkünfte und Aktivitäten sollten so gewählt werden, dass sie der Region und den Menschen vor Ort zugutekommen und damit einen Beitrag zum Naturschutz leisten. Solange das Reisen nur eingeschränkt möglich ist, helfen auch direkte Spenden für die Naturschutzarbeit, um Engpässe zu überbrücken.

Kontakt
Freya Duncker
Pressesprecherin, Hamburg

Quelle
WWF
Stand: 25.09.2020

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Magdeburger Spitzmaulnashornzucht im Fokus
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Welt-Nashorn-Tag: Magdeburger Spitzmaulnashornzucht im Fokus

26/27.09.2020

Am heutigen (22.09.2020) offiziellen Welt-Nashorn-Tag hat der Zoo Magdeburg an einem wichtigen internationalen Planungs-Meeting teilgenommen und an diesen Tag der Nashörner die wichtige Zucht der Spitzmaulnashörner in Magdeburg mit auf die internationale Agenda gebracht.

Der Tag des Nashorns findet seit 2010 weltweit jährlich am 22. September statt, um einen der größten und bedrohtesten Säuger unserer Erde die notwendige Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat das Spitzmaulnashorn auf der Roten Liste im Bedrohungsstatus „critically endangered“ gesetzt und die Zahl der freilebenden Spitzmaulnashörner mit 3.142 Tiere angegeben (Quelle: IUCN, 14.01.2020). Es sind große Anstrengungen für den Arterhalt der Nashörner weltweit erforderlich, denn die Wilderei und fortschreitende Lebensraumzerstörung bedrohen die Nashörner weiterhin. Auf Grund seines hohen Marktwertes – vor allem in Asien – dient das Horn der Rhinos als vermeintlicher „Wunder-Wirkstoff“, Statussymbol und zunehmend auch als Investitionsobjekt.

Im Zoo Magdeburg stehen die Spitzmaulnashörner am 27. September 2020 anlässlich des Welt-Nashorn-Tages im Fokus. Vor dem Nashornhaus informieren Zoo-Guides in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr über die Magdeburger Spitzmaulnashornhaltung. Sie möchten außerdem für die notwendigen Schutzanstrengungen zum Arterhalt der imposanten Spitzmaulnashörner hinweisen. Die Kinder können ihr Wissen bei der Nashorn-Rallye testen.

Der Zoo Magdeburg ist am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für das Spitzmaulnashorn beteiligt.

Quelle / Aufnahmen
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
Zooallee 1
39124 Magdeburg
Tel: 0391 – 280 90 -0
Fax: 0391 – 280 90 -5100
E-Mail: info@zoo-magdeburg.de


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Wirtschaft und Biodiversität in Einklang bringen
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Wirtschaft und Biodiversität in Einklang bringen

26/27.09.2020

NABU und Boston Consulting Group stellen gemeinsame Studie zur Bedeutung der Biodiversität für die Wirtschaft vor
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Berlin –
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) haben eine Studie zur Wichtigkeit der Biodiversität und den Auswirkungen und Chancen von wirtschaftlichen Aktivitäten veröffentlicht. Über Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Klimaregulierung oder die Bereitstellung fruchtbarer Böden erbringt die Biodiversität weltweit einen jährlichen Wert in Höhe von ungefähr dem zweifachen globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Doch durch den immer schneller fortschreitenden Rückgang der Biodiversität geht dieser Wert jedes Jahr um mindestens drei Prozent - über sechs Billionen US-Dollar - zurück.
Dieser Rückgang ergibt sich besonders daraus, dass viele für das gesellschaftliche Wohlbefinden und die städtische Versorgung wesentliche Aktivitäten in enger Interaktion mit der Natur stehen und die Nutzung von Land und natürlichen Ressourcen beinhalten. Land- und Forstwirtschaft, der Ausbau von Infrastruktur, Rohstoffabbau sowie der Industriesektor tragen aktuell zu etwa 60 Prozent des Biodiversitätsverlusts bei. Die Studie „Wirtschaften im Einklang mit der Natur – Handlungswege zur Sicherung der Biodiversität“ zeigt auf, wie die Belastungen der Biodiversität entstehen und wie sie gemindert werden können.
 
„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit BCG, denn sie zeigt, dass der Erhalt der Biodiversität auch für große Unternehmen immer mehr in den Fokus rückt“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger, „Intakte Ökosysteme und die Artenvielfalt sind unsere Lebensgrundlage, die wir schützen müssen. Ein biodiversitätsfreundliches Handeln von Unternehmen ist dabei ein wesentlicher Faktor. Die Politik muss durch Regulierung und Anreize den nötigen Rahmen dafür und faire Wettbewerbsbedingungen schaffen.“
 
Grundlage eines zukunftsfähigen Systems, in dem Wirtschaft und Natur gemeinsam wachsen können, ist, dass der Wert der Biodiversität in unsere wirtschaftlichen, politischen, und zivilgesellschaftlichen Entscheidungen einbezogen wird. „Wirtschaftliche Wertschöpfung und Biodiversität müssen und können stärker in Einklang gebracht werden. Denn eine intakte Biodiversität tut nicht nur der Natur gut, sondern birgt riesiges Potenzial für die Wirtschaft“, sagt Dr. Torsten Kurth, BCG-Senior-Partner und Koautor der Studie. „Der Erhalt der Biodiversität ist genauso wichtig, wie den Klimawandel zu stoppen, denn die Krisen verstärken sich gegenseitig. Umso wichtiger ist es, jetzt verloren gegangene Ökosystemfunktionen wiederherzustellen, denn durch CO2-Bindung können naturnahe Ökosysteme, wie Moore und Mischwälder, einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten“.
Um biodiversitätsfreundlich zu wirtschaften, sollten Unternehmen zunächst die Folgen ihres Wirtschaftens für Artenvielfalt und Ökosysteme analysieren – also neben ihrer CO2-Bilanz auch ihren gesamten ökologischen Fußabdruck ermitteln. Durch freiwillige Selbstverpflichtung zu Biodiversitätsstandards und durch Innovationen in Rohstoffgewinnung, Landbau, und Produktionstechniken können Unternehmen im nächsten Schritt positive Auswirkungen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette erzielen. Beispielsweise kann kreislauforientiertes Wirtschaften durch die Wiederverwendbarkeit und biologische Abbaubarkeit von Endprodukten den allgemeinen Ressourcenbedarf und Flächenverbrauch auf ein Minimum reduzieren. Auch können Unternehmen selber biodiversitätsfreundliche Landnutzungsmodelle fördern und sich an Projekten zum Schutz der Natur beteiligen: So kann Land erworben und dem Naturschutz gewidmet werden; und Landnutzer können dafür bezahlt werden, auf ihrem Land Biodiversitätsmaßnahmen umzusetzen.
 
Einige Firmen haben bereits damit begonnen, durch entsprechende Maßnahmen den Biodiversitätserhalt in ihre Prozesse zu integrieren. Dennoch gibt es noch sehr viel zu tun, und alle gesellschaftlichen Akteure müssen ihren Beitrag leisten. So hebt die Studie auch die Rolle politischer und gesellschaftlicher Institutionen hervor: diese besteht zum einen darin, den nötigen Wandel durch Innovationsförderung, Wissenstransfer und die Verbesserung ländlicher Infrastruktur voranzutreiben. Darüber hinaus benötigen Unternehmen Rahmenbedingungen, die es ihnen erleichtern, biodiversitätsfreundlich zu produzieren. Subventionen, wie beispielweise in der EU-Agrarpolitik, sollten nach Gemeinwohlkriterien vergeben werden, sodass zum Beispiel konkrete Naturschutzleistungen auf bewirtschaftetem Land gezielt gefördert werden. Die Studie empfiehlt das Ende der pauschalen Flächenprämien. Staatlich geförderte und kontrollierte Produktionsstandards und -zertifizierungen können es Unternehmen zudem ermöglichen, Verbraucher auf biodiversitätsverträgliche Praktiken hinzuweisen. Auch Handelsabkommen sollten Auflagen zum Schutz der Biodiversität enthalten – dies sorgt für einen fairen Wettbewerb über Ländergrenzen hinweg und verhindert, dass Bemühungen durch wirtschaftlichen Druck untergraben werden.
 
Die Studie zum Download in deutscher und englischer Fassung: www.NABU.de/bcg-studie
 
Für Rückfragen:
NABU: Konstantin Kreiser, NABU-Leiter Globale und EU-Naturschutzpolitik, Mobil +49 (0) 172 4179 730, E-Mail: konstantin.kreiser@NABU.de
 
Boston Consulting Group: Shara Fatheyan, Tel. + 49 170 334 3647,
fatheyan.shara@bcg.com
 
Quelle
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NABU-Pressestelle
Tizia Labahn | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 81/30 | 23. SEPTEMBER 2020
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Umwelt/Biodiversität

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Wespen in einem Apfel

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Zacken- oder Zimteule (Scoliopteryx libatrix)
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Zacken- oder Zimteule (Scoliopteryx libatrix)

26/27.09.2020

Franken.
Wunderschöne Aufnahmen der Zacken- oder Zimteule (Scoliopteryx libatrix) hat uns Helga Zinnecker mitgebracht.


In der Aufnahme
Zacken- oder Zimteule (Scoliopteryx libatrix) in einem Stollen mit Tautropfen bedeckt.
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Große Höhlenspinne (Meta menardi)
Bild zum Eintrag (1033911-160)
Große Höhlenspinne (Meta menardi)

26/27.09.2020

Bayern
. Verschiedene Aufnahmen der Große Höhlenspinne (Meta menardi) hat uns Helga Zinnecker von einer Exkursion mitgebracht.

Mehr zur Großen Höhlenspinne
In der Aufnahme
Große Höhlenspinne mit Kokon
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Das Sterben der Siebenschläfer ?
Bild zum Eintrag (1033894-160)
Das Sterben der Siebenschläfer ?

25/26.09.2020


... bei einem Spaziergang in der Fränkischen Schweiz ( Bayern / Franken) fanden wir an zwei unterschiedlichen Stellen je einen toten Siebenschläfer. Einen davon haben wir fotografiert, da er vor uns auf dem Weg lag ....es sind an ihm keine außergewöhnlichen Spuren für eine gewaltsame Tötung erkennbar.

Nun stellt sich die Frage ob es der Nahrungsmangel war der für den Tod der Tiere ist  .... dass in der Fränkischen Schweiz die Buchen zum Teil viele Bucheckern angesetzt haben ....allerdings beinhalten die Fruchtbecher größtenteils nur verschrumpelte oder leere Nussschalen.

  • Sollte dieser Umstand, also die wenige Nahrung, für den Tod der Siebenschläfer verantwortlich sein?
  • Haben auch Sie Funde dieser Art machen können?

Kontaktieren Sie uns bitte!


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Toter Siebenschläfer auf Waldweg ohne erkennbare Todesursache
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Artenschutz zeichnet aus - Protection of Species Award - 2020
Bild zum Eintrag (1033892-160)
Artenschutz zeichnet aus - Protection of Species Award - 2020

25/26.09.2020

  • Die BOSSELER  & ABEKING UMWELTSTIFTUNG ist Preisträger des Protection of Species Award 2020

Artenschutz in Franken® würdigt mit dem begehrten Preis die gemeinschaftlichen Bemühungen zur Erhaltung bundesdeutscher Biodiversität.

München, 24. September 2020. Zum 19. Mal wurde er verliehen, der Artenschutzpreis - Protection of Spezies Award - des Verbandes Artenschutz in Franken® (A.i.F). 25 Nominierungen standen zur Bewertung an, aus welchem das AiF - Award - Gremium die schwierige Entscheidung treffen durfte, den oder die Preisträger zu ermitteln.

 Die BOSSELER  & ABEKING UMWELTSTIFTUNG wurde als Preisträger benannt.

Ausgezeichnet wird die BOSSELER  & ABEKING UMWELTSTIFTUNG für das Projekt:

                                         „Amphibienschutz in Bayern“
                                                                           
das wir mit der BOSSELER  & ABEKING UMWELTSTIFTUNG im Jahre 2019 erfolgreich umsetzen durften.
 Mit der BOSSELER  & ABEKING UMWELTSTIFTUNG verbindet den Verband Artenschutz in Franken® eine vertrauensvolle Projektzusammenarbeit. Nachhaltiges Wirken erscheint in den Augen des Artenschutz in Franken® (A.i.F) als ein Eckpfeiler des gemeinschaftlichen Engagements. Nicht kurzfristiges Denken bringt uns gemeinsam weiter. Nein, die Basis für einen wirkungsvollen Schutz der uns umfassenden Umwelt im Sinne der uns nachfolgenden Generation findet sich ausnahmslos in einer vertrauensvollen und langjährigen Kooperation wieder.

In einer kleinen Feierstunde konnte der 2020er Protection of Species Award des Artenschutz in Franken® am 24.09.2020 in der Zentrale der BOSSELER  & ABEKING UMWELTSTIFTUNG in München offiziell übergeben werden.

                           Artenschutz in Franken® sagt herzlichen Glückwunsch


In der Aufnahme:
Von links:
Die Stiftungsbeiräte der BOSSELER  & ABEKING UMWELTSTIFTUNG Andreas Köhler und Andrea Grußler freuen sich über die Auszeichnung.
Artenschutz in Franken®  
Vom Naturkühlschrank zum Überlebensraum
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Vom Naturkühlschrank zum Überlebensraum

24/25.09.2020

Thüringen. Mit dem Niedergang der Insektenpopulationen verlieren wir zunehmend auch unsere Fledermäuse. Um hier praktisch aktiv zu werden setzen wir ein zugegeben nicht alltägliches Kooperationsprojekt um.

Gemeinsam mit dem Haus der Natur in Goldisthal, der Gemeinde Neuhaus am Rennsteig möchten wir vom Artenschutz in Franken® einen kleinen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Fledermäuse leisten. Unterstützt werden wir dabei von der Deutschen Postcode Lotterie und der Vattenfall Umweltstiftung.

In der Aufnahme
- Blick in einen vormaligen "Naturkühlschrank" der zugegeben derzeit so aussieht als taut er gerade ab. Doch gerade für Fledermäuse sind hohe Luftfeuchtigkeit wichtig um ihre empflndlichen Flughäute funktional zu halten. Doch leider war der (bislang fledermausfreie) Keller im aktuellen Zustand akut vom Einsturzz bedroht und war damit eine poztentielle Todesfalle für die Tiere. Das konnten wir jedoch nun ändern.
Artenschutz in Franken®  
Raufußkauz beim Beuteschlag
Bild zum Eintrag (1033778-160)
Raufußkauz beim Beuteschlag

24/25.09.2020

Bayern.
Eine zugegeben nicht alltägliche Aufnahme eines Raufußkauzes gelang S.Tempelhoff ... der Vogel der sich vornehmlich  (zu rund 95 Prozent) von Kleinsäugern ernährt ... konnte hier einen Kleinspecht erbeuten.

In der Aufnahme von S. Tempelhoff
  • Raufußkauz mit erbeutetem Kleinspecht
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Waldkauz - verlorener Jäger der Nacht 2017 - 2020
Bild zum Eintrag (1033750-160)
Waldkauz - verlorener Jäger der Nacht

Update 24/25.09.2020

Bayern. Artenschutz in Franken®, Bayerische Staatsforsten, Bayernwerk AG,Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz, Kindergarten Oberschwarzach, Marktgemeinde Oberschwarzach, Robert Bosch GmbH - Werk Bamberg,Steigerwald Zentrum und Stiftung "Unsere Erde" engagieren sich für den "Vogel des Jahres 2017".

  • In einem weiterführenden Monitoring wollen wir uns erstmals nach zwei Jahren den Erfolg- oder Misserfolg besehen.
Nach zwei Jahren werden die ersten Besiedlungsspuren erkennbar. Waren es im Frühsommer 2020 Hohltauben die sich für die Nistmodule interessierten so zeigt der Spätsommer nun vielfältige Besiedlungen von Insekten und hier werden Hornissennester vielfältig dokumentiert.


In der Aufnahme
  • Es gilt hier schon etwas genauer hinzusehen .. Sehr unauffällig fügen sich die Sekundärhabitate in das Umfeld ein ...  im hell-sonnigen Eingangsbereich der Nisthilfe(n) es wurden nachweislich 5 dieser Habitate von Hornissen besiedelt die alle ihre Nester an die gleiche Stelle anbrachten .. haben sich Hornissen niedergelassen.Dieses Ergebnis finden wir auch bei Naturhöhlen regelmäßig vor und so kann sich die Akzeptanz gut miteinander vergleichen ...
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Weggeschmolzen
Weggeschmolzen

24/25.09.2020

Weggeschmolzen: Arktisches Meereis schrumpft 2020 auf 3,8 Millionen Quadratkilometer. / WWF: „Extremwetter in Deutschland wird wahrscheinlicher.“

Nach Einschätzung des WWF Deutschland ist 2020 ein weiteres „heißes Katastrophenjahr“ für die arktischen Ökosysteme. Der Grund: Das arktische Meereis ist laut Zahlen des Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung (AWI) in diesem Sommer auf die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Satellitenmessungen zusammengeschrumpft.

Mitte September betrug die Eisfläche demnach nur noch 3,8 Millionen Quadratkilometer und lag damit nur 0,5 Millionen Quadratkilometer über dem Negativrekord aus 2012. Die Folgen seien nicht nur für den Eisbären und die Menschen in der Arktis spürbar, sondern auch in Deutschland, so der WWF.
„Der arktische Sommer neigt sich seinem Ende entgegen und anstatt des weißen Meereises überwiegt dieses Jahr erneut das Blau des Ozeans. Das ist eine katastrophale Entwicklung, deren Folgen wir auch in Deutschland zu spüren bekommen“, warnt Sybille Klenzendorf, Arktis-Expertin beim WWF Deutschland. So würden Extremwettereignisse wie Sturmfluten oder Trockenperioden in Mitteleuropa durch die Veränderungen in der Arktis begünstigt. Zudem verändern Fische aufgrund veränderter Meerestemperaturen und Strömungen ihr Wanderverhalten. Ganze Bestände könnten verschwinden und Fischereien zusammenbrechen.

„Nirgends erwärmt sich die Erde so schnell wie in der Arktis“, warnt Klenzendorf. Selbst pessimistische Prognosen zur Entwicklung des Packeises um den Nordpol mussten korrigiert werden: Das Eis schmilzt so schnell, dass die Arktis voraussichtlich nicht 2050, sondern schon ab 2035 im Sommer komplett eisfrei sein wird. Während sich die durchschnittliche Temperatur auf der Erde im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um etwa ein Grad Celsius erhöht hat, ist es in der Arktis schon um fünf Grad wärmer geworden. Dabei sei gerade dieses hochempfindliche und extrem spezialisierte Ökosystem nur sehr schlecht in der Lage auf derart schnelle Veränderungen zu reagieren. „Menschen nutzen das Eis als Verkehrsweg und leben in Häusern, die auf Permafrostböden stehen. Eisbären machen vom Eis aus Jagd auf Robben. Rentiere überqueren vereiste Flüsse auf der Wanderung zu ihren Nahrungsgründen“, so Klenzendorf.

Für die WWF-Expertin gibt es daher nur einen Ausweg: „Wir müssen daher die Klimakrise stoppen und die Erderhitzung auf 1,5° Grad begrenzen, wenn die Arktis und mit ihr Tierarten wie der Eisbär, sowie Millionen Menschen in der ganzen Welt noch eine Chance haben soll.“ Dafür müsse die Menschheit allerdings bis spätestens 2050 an einem Netto-Nullpunkt bei Treibhausgasemissionen angelangt sein. Im Moment ist die Welt auf dem Kurs zu einer 3°C Erwärmung. Alle Vertragsstaaten des Pariser Abkommens sind aufgerufen ihre Anstrengungen beim Klimaschutz zu verstärken. Um Europa auf einen, den Pariser Gipfelbeschlüssen entsprechenden Klimapfad zu bringen, braucht es eine Anhebung des europäischen Klimaziels. Nötig sei eine Emissionsreduzierung von 65 Prozent gegenüber 1990. Der WWF fordert die Bundesregierung daher auf, im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft dafür zu sorgen, dass die EU diese Zielerhöhung beschließt.    


Kontakt
Roland Gramling
Pressesprecher, Berlin
E-Mail
Tel: 030311777425
@Roland_Gramling Twitter


Quelle
WWF
21.09.2020

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WWF fordert von Bund und Ländern Einsatz für ökologischen Neustart
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WWF fordert von Bund und Ländern Einsatz für ökologischen Neustart

23/24.09.2020

  • Agrarministerkonferenz: Bund und Länder sind bei ökologischer Neugestaltung der Landwirtschafts- und Waldpolitik gefordert

Berlin, 22. 09.2020: Vor dem Start der Agrarministerkonferenz in Weiskirchen am Mittwoch fordert der WWF Deutschland Bund und Länder auf, sich für einen ökologischen und sozialen Neustart der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2020 einzusetzen. „Die Direktzahlungen müssen zukünftig dazu beitragen, eine menschlichere und eine ökologischere Landwirtschaft zu fördern.

Das Höfesterben und das Artensterben haben die gleichen Ursachen: eine völlige Fehlsteuerung der Agrarsubventionen. Zu Beginn der kommenden Förderperiode darf der Anteil der so genannten Eco-Schemes nicht unter 30 Prozent liegen und muss jährlich deutlich ansteigen. Der vorgeschriebene Anteil der landwirtschaftlichen Flächen für naturbelassene Landschaftselemente sollte nicht unter 10 Prozent fallen.

Andernfalls erleben wir auch in Deutschland die Fortsetzung einer steuerfinanzierten intensiven Landwirtschaft, die Natur zerstört und allen Klimazielen zuwiderläuft“, so Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland.
Bei der Ausgestaltung der sogenannten „Grünen Architektur“ der GAP nach 2020 erwartet Christoph Heinrich von Bund und Ländern auf nationaler Ebene Taten statt Worte. Gelegenheit dazu bietet aus Sicht des WWF die Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die sich derzeit mit der nationalen Ausgestaltung der künftigen GAP-Architektur befasst. „Gehen Bund und Länder hier ambitioniert vor und orientieren sich an den Inhalten der Farm to Fork-Strategie und der EU-Biodiversitätsstrategie, dann setzt das das Signal an die weiteren EU-Mitgliedsstaaten, dass Deutschland sich insgesamt klar hinter eine Ökologisierung der GAP nach 2020 stellt“, befindet Christoph Heinrich.

Beim Krisenthema Wald, ebenfalls auf der Tagesordnung der Agrarministerkonferenz, bezeichnet Heinrich die vom BMEL vorgeschlagene pauschale Flächenprämie im Umfang von 500 Millionen Euro für Waldeigentümer:innen als „Verschwendung von Steuergeldern, wenn die Fehlsteuerung aus der Agrarförderung nun auf die Wälder übertragen werden soll. Nur als naturnahe Wälder werden auch unsere Wirtschaftswälder wieder zu Orten der Artenvielfalt, Rohstofflieferanten und Klimastabilisatoren“. Vor der anstehenden Diskussion um eine pauschale Unterstützung für Waldbesitzer:innen wirbt der WWF für eine bedarfs- und zielgerichtete Auszahlung: „Vorfahrt am Fördertopf gebührt jenen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern, die in den ökologischen Umbau ihrer Wälder einsteigen. Neben zielgerichteten Einmalzahlungen könnte außerdem ein zusätzlicher „Wald-Biodiversitäts-Fonds“ dazu dienen, die langfristige ökologische Stabilisierung von bewirtschafteten Waldökosystemen in Deutschland zu unterstützen und verstetigen“, regt Christoph Heinrich an.

Kontakt
Wiebke Elbe
Pressesprecherin, Berlin
E-Mail
Tel: 030311777219
@ElbeWWF auf Twitter


Quelle
WWF
22.09.2020

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  • Buchen im Klimastress ... als gäbe es kein Morgen ... der intensive Holzeinschlag setzt sich weiter fort ... und damit geht das Auflichten der Wälder vielerorst weiter ... Klimawandel? - Was ist das!

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Fehler der Agrarförderung nicht im Wald wiederholen
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NABU: Fehler der Agrarförderung nicht im Wald wiederholen

23/24.09.2020

  • Krüger: Waldprämie muss an Kriterien zur Stabilisierung von Waldökosystemen gebunden werden
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Berlin –
Anlässlich der am 23. September beginnenden Agrarministerkonferenz in Weiskirchen fordert der NABU, dass die geplante „Waldprämie“ keine reine Flächenprämie sein darf. Neben der Produktion von Holz, mit der Forstbetriebe ihr Haupteinkommen erzielen, erbringt der Wald viele weitere wertvolle Ökosystemleistungen, die bisher kaum finanziell honoriert werden. Dazu gehört unter anderem binden von Kohlenstoff, kühlen der Umgebung, produzieren von Sauerstoff oder das Filtern von Wasser.
„Grundsätzlich unterstützen wir den Gedanken, Waldbesitzende für Leistungen zu entlohnen, die allen zugutekommen. Die geplante Waldprämie muss aber das Ziel haben, die Ökosystemstabilität der Wälder zu fördern. Eine Prämie ausschließlich auf der Basis des Mittelwertes des Holzzuwachses in Deutschland lehnen wir ab. Die Fehler der Agrarförderung dürfen sich im Wald nicht wiederholen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Unsere Wälder sind komplexe und sehr vielfältige Ökosysteme, deren Stabilität maßgeblich von ihrer biologischen Vielfalt abhängt. Nur wenn diese Ökosysteme intakt und stabil sind, können sie sich auch an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen und  auch langfristig die unterschiedlichen Ökosystemleistungen bereitstellen.“
 
Trockenheit, Hitze und die Massenverehrung von Insekten haben in den letzten Jahren zu einer erheblichen Menge an Schadholz in den Wäldern geführt. Forstbetriebe müssen mit deutlich gefallenen Holzpreisen zurechtkommen. Da die Erderhitzung weiter voran schreitet, wird sich diese Situation weiter verschärfen. Eine Waldklimaprämie, die vor allem die Kohlenstoffbindung in den Vordergrund stellt, könnte das ohnehin schon geschwächte Ökosystem Wald weiter destabilisieren. Denn so würde auf schnellwachsende gebietsfremde Baumarten gesetzt, die in kurzer Zeit zwar viel Kohlenstoff binden. Dabei wird jedoch außer Acht gelassen, dass diese Baumarten sich oft negativ auf den Wasserhaushalt auswirken und auf Grund ihrer nicht vorhandenen Vernetzung mit anderen Waldorganismen sehr anfällig für Störungen sind.
 
Aus Sicht des NABU muss daher eine Waldprämie an die ökologische Stabilisierung von Wäldern geknüpft werden. Als mögliche Förderaspekte kommen in Betracht: Förderung heimischer Laubbaumarten, Erhöhung des Totholzanteils, reduziertes Befahrung der Waldböden, Förderung alter Wälder, dauerhafter Verzicht auf die Waldbewirtschaftung oder auch die Zertifizierung der Waldbewirtschaftung nach anspruchsvollen Siegeln wie FSC oder Naturland.
 
„Viele der Ökosystemleistungen profitieren, wenn Wälder nicht bewirtschaftet werden. Das Ökosystem Wald ist nicht auf eine Bewirtschaftung angewiesen“, so Krüger, „Je wilder Wälder sind, desto wertvoller sind sie.“

Mehr Infos: www.NABU.de/wald
 
Für Rückfragen:

Stefan Adler, NABU-Waldexperte, Mobil +49 (0)172.2832663, E-Mail: stefan.adler@NABU.de
 
Quelle
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NABU-Pressestelle
Tizia Labahn | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de
22.09.2020
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 80/20 | 22. SEPTEMBER 2020
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Umwelt/Wald

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  • Buche im Klimawandel

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Wiederansiedlung der Europäischen Auster
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Wiederansiedlung der Europäischen Auster: Erstes Riff in der deutschen Nordsee angelegt

23/24.09.2020

  •     Pioniermaßnahme im Naturschutzgebiet Borkum Riffgrund

Putbus/Insel Vilm, 21. September 2020: Mit der Wiederansiedlung der Europäischen Auster (Ostrea edulis) im Borkum Riffgrund starten das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), die europaweit erste Restaurationsmaßnahme für diese Art in einem Natura 2000-Meeresnaturschutzgebiet im offenen Meer.

Nach erfolgreichen Voruntersuchungen ist es jetzt gelungen, im Naturschutzgebiet Borkum Riffgrund Austernriffe anzulegen. Sie bilden den Grundstein für eine nachhaltige Wiederansiedlung der ökologisch wertvollen und einst zahlreich vorhandenen heimischen Europäischen Auster. Gefördert werden diese Maßnahmen mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im Rahmen des Projektes RESTORE.
Dezimiert durch menschliche Einflüsse wie Überfischung und Umweltbeeinträchtigungen, werden in ganz Europa die Bestände der Europäischen Auster als stark gefährdet eingestuft. In der deutschen Nordsee gilt die Art seit etwa 1930 bis auf seltene Einzelfunde als ausgestorben. „Dabei haben Austern für das ökologische Gesamtgefüge der Nordsee wichtige Funktionen“, erklärt Prof. Beate Jessel, Präsidentin des BfN: „Sie können nicht nur große Wassermengen filtrieren, sondern auch Riffe bilden. Solche biogenen, also von Lebewesen aufgebauten Riffe, sind in der Nordsee heute sehr selten. Sie weisen eine besonders hohe biologische Vielfalt auf und haben damit eine große Bedeutung für den Meeresnaturschutz.“

Dr. Bernadette Pogoda, Projektleiterin am AWI, berichtet von der Ausbringung der Austern in der Nordsee Ende Juli: „Wir haben trotz der Herausforderungen der Offshore-Bedingungen weit draußen mit Wind, Wellen und größeren Wassertiefen planmäßig Austernriffflächen mit jungen Austern unter Wasser im Borkum Riffgrund aufbauen können. Das ist ein großer Erfolg und könnte schon in wenigen Jahren durch die großflächige Umsetzung dieser Meeresnaturschutzmaßnahme zu wichtigen ökologischen Effekten führen.“ Die Austernriffflächen wurden in etwa 30 Meter Tiefe auf dem Meeresboden angelegt: Auf dem sandigen Untergrund wurden durch das Tauchteam lebende Austern direkt oder auf Kalksteinen und Sandsteinblöcken ausgebracht. Zusammen mit der jeweiligen Unterlage bilden diese das Pilotriff. Weitere Flächen sollen zukünftig angelegt werden, wobei berücksichtigt wird, auf welchen Unterlagen sich die Austern im Offshore-Bereich am besten entwickeln. Solche Maßnahmen bilden einen wichtigen Beitrag für das Management und das Erreichen der Schutzziele der küstenfernen Meeresschutzgebiete in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), für die das BfN zuständig ist.

Hintergrund

Biogene Austernriffe leisten viele wertvolle Ökosystemfunktionen und bilden einzigartige Lebensräume. Sie erhöhen die Biodiversität, bieten Nahrung, Schutz, Siedlungssubstrat, Laichgrund und Kinderstube für Fischarten, verbessern die Wasserqualität durch Filtration und festigen Sedimente. Um die Bestände der Europäischen Austern, die einst zahlreich über den Meeresboden der deutschen Nordsee verbreitet waren, nachhaltig wieder anzusiedeln, arbeiten das BfN und das AWI für diese Pioniermaßnahme des Naturschutzes Hand in Hand.

Nach erfolgreichen Voruntersuchungen konnte man mit dem Anlegen des Austernriffs im Naturschutzgebiet Borkum Riffgrund in die praktische Umsetzung gehen. Diese Maßnahme ist Teil der vom BfN aufgestellten Managementmaßnahmen für das Naturschutzgebiet Borkum Riffgrund in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone.

Die jungen Austern stammen aus zeitweiser Haltung in einer vom AWI auf Helgoland aufgebauten Zuchtanlage für Europäische Austern aus dem verbundenen Austernzuchtprojekt PROCEED. Die Zuchtanlage wird seit 2018 für die längerfristige vollständige Austernzucht zur nachhaltigen Wiederansiedlung entwickelt. Dieses vom BfN inhaltlich begleitete Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das BMU gefördert und ist als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden.

Mit dem erfolgreichen Aufbau der Borkum Riffgrund-Austernriffflächen wurde jetzt der Grundstein für die weitere Entwicklung gelegt. In den kommenden Jahren werden nun das Wachstum und der Gesundheitszustand der Austern und die ökologische Funktion der Austernbänke untersucht. Dabei wird zum Beispiel die Biodiversität, also welche weiteren Organismen das Riff besiedeln oder zur Eiablage und als Kinderstube nutzen, erfasst. Insgesamt werden wissenschaftliche und praktische Grundlagen für weitere zukünftige Entwicklungen und Maßnahmen für die Wiederansiedlung der Europäischen Auster geschaffen, um wieder großflächige und sich selbst erhaltende Bestände der bedrohten Austernart und des Ökosystems Austernbank aufzubauen.

In verschiedenen europäischen Ländern laufen bereits Projekte zur Wiederherstellung von Austernriffen. Als europaweit erste Wiederansiedlungsmaßnahme der Europäischen Auster in einem Naturschutzgebiet auf offenem Meer ist das Pilotriff im Borkum Riffgrund eine Pioniermaßnahme in einem Natura 2000-Gebiet und ein Novum.

Weitere Informationen zur Wiederansiedlung der Europäischen Auster sind unter: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/marine-arten/artenschutzprojekte/wiederansiedlung-der-europaeischen-auster.html und https://www.awi.de/forschung/biowissenschaften/oekologie-der-schelfmeere/schwerpunkte/europaeische-auster.html abrufbar.

In der Aufnahme
Die jungen Austern stammen aus zeitweiser Haltung in einer vom AWI auf Helgoland aufgebauten Zuchtanlage für Europäische Austern. (Foto:AWI/kubikfoto)

Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de

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Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa)
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Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

23/24.09.2020

Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist (bislang) unsere einzige heimische Gottesanbeterinnenart. Das Tier wird fast 8 Zentimeter lang und ist trotz ihrer Größe in ihrem Umfeld nur sehr schlecht erkennbar.
Ihr ist es gelungen sich eine Tarnung zuzulegen die es ihr erlaubt ein erfolgreicher "Lauerjäger" zu sein. In den vergangenen Jahrzehnten breitet sich die Europäische Gottesanbeterin aufgrund klimatischer Faktoren in Deutschland aus.Und obwohl es auf den ersten Blick nicht zwingend zu vermuten ist - die Tiere können auch recht gt fliegen.

In der Aufnahme von Makrowilli
  • Europäische Gottesanbeterin bei der Nahrungsaufnahme
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Verstöße gegen die Nationalpark-Verordnung häufen sich
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Verstöße gegen die Nationalpark-Verordnung häufen sich

22/23.09.2020

Im Sommer 2020 sind die Rangerinnen und Ranger des Nationalparks Berchtesgaden besonders stark gefordert. Verstöße gegen die Nationalparkverordnung geschehen nahezu täglich in allen Bereichen des Schutzgebietes und auch Beschwerden von Urlaubern, Einheimischen oder Gastgebern über das Fehlverhalten einzelner Nationalpark-Besucher häufen sich.

Allen voran das illegale Campieren, Müll hinterlassen, Feuermachen, der Einsatz von Kameradrohnen und das Befahren nicht freigegebener Forst- und Wanderwege mit PKW oder Mountainbikes sorgen für Unmut.

Auch wenn einige unerfreuliche Zwischenfälle immer wieder für Ärger sorgen, so kann Rangerleiter Ole Behling den meisten Nationalparkgästen ein positives Zeugnis ausstellen: „Der Großteil der Nationalpark-Besucher hält sich an die Regeln. Das ist sehr erfreulich. Aber es sind in diesem Bergsommer wirklich sehr, sehr viele Menschen hier. Und darunter ist immer ein gewisser Prozentsatz, der sich danebenbenimmt. Leider.“ So häufen sich Meldungen von erbosten Wanderern, Hüttenwirten, Einheimischen und Urlaubsgästen über hinterlassenen Müll, Kameradrohnen, freilaufende Hunde, Lagerfeuer oder lärmende Jugendliche am Königssee in diesem Jahr ganz besonders.

All diesen Verstößen gehen die Nationalpark-Mitarbeiter konsequent nach. „Unsere Herausforderung ist es, einerseits Fingerspitzengefühl zu beweisen, aufzuklären und zu informieren, an anderer Stelle aber bei groben Verstößen, aggressivem Auftreten oder bei wiederholtem Fehlverhalten konsequent durchzugreifen“, erklärt Behling. Zahlreiche Anzeigen wegen Verstößen gegen die Nationalparkverordnung sind in den letzten Wochen und Monaten bereits im Landratsamt eingegangen, weitere werden folgen. „Wir kontrollieren in diesem Sommer und Herbst sowohl tagsüber an den Besucherschwerpunkten als auch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden“, erläutert der Ranger-Chef.

Einsatzschwerpunkte sind dabei das gesamte Königssee-Gebiet mit Salet, Röth und Eiskapelle, das Wimbachtal und in den Hochlagen die Bereiche Funtensee und Wasseralm. Aber auch in allen anderen Teilen des Nationalparks sind die Ranger in diesem Jahr verstärkt unterwegs. „In den Abend- und Morgenstunden gehen wir vor allem gegen das verbotene Campieren im Nationalpark vor“, erklärt Behling. Dabei sind die Rangerinnen und Ranger auch auf Hinweise der Hüttenwirte angewiesen. „Wenn wir entsprechende Meldungen von Hüttenwirten bekommen, dann mobilisieren wir unsere Leute und schauen, dass wir die Personen im Gelände antreffen und alles Weitere in die Wege leiten“. Für den bevorstehenden Wanderherbst im Nationalpark hat Rangerleiter Behling eine Bitte an alle Besucher: „Wir freuen uns, wenn Sie den Nationalpark besuchen und die Naturschönheiten genießen möchten. Damit es aber ein Genuss für alle bleibt, also auch für andere Gäste und für die Tiere und Pflanzen, halten sie sich bitte an die Regeln.“

 
In der Aufnahme:

Kein schöner Anblick, aber leider kein seltener: Besucher lassen im Nationalpark Berchtesgaden in diesem Jahr vor allem am Königssee vermehrt Müll zurück, campieren oder entzünden Lagerfeuer. Dieses behelfsmäßige „Zelt“ entsorgten Camper am Ostufer des Königssees. Verstöße gegen die Nationalparkverordnung werden von den Rangerinnen und Rangern konsequent verfolgt und zur Anzeige gebracht.

(Credit: Nationalpark Berchtesgaden): Biwak am Ostufer.jpg
 

Quelle

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden
Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

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Bereinigt und alles Leben entfernt ...
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Bereinigt und alles Leben entfernt ... sind wir wirklich noch immer nicht weiter?

22/23.09.2020

Franken.
Wenn der Blick auf einen Graben fällt der sich gar durch einen relevanten Bewuchs auszeichnet werden wohl die wenigsten daran denken das sich hier ein teils hochwertiger und einzigartiger Lebensraum zeigt. Gerade in den ausgeräumten Landschaften der industriellen Landbewirtschaftung sind solche Ökosysteme vielfach die letzen verbliebenen Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten.

Doch es reicht anscheinend noch nicht die letzen Lebensformen durch eine naturferne Landbewirtschaftung auf den Feldern und Fluren auszuräumen. Nein es müssen auch noch die letzen Rückzugsräume unserer Biodiversität eliminiert werden!

Sehr bedenklich wenn das noch auf kommunalen Flächen, bzw. im Auftrag von Kommunen erfolgt.
Gerade bei wasserführenden Gräben werden einschneidende Eingriffe, wie hier auf den Aufnahmen ersichtlich höchst nachteilige Auswirkungen auf die daran gebundene Pflanzen- und Tierwelt haben.Zahllose Frösche, Insekten und Kleinsäuger verlieren bei Eingriffen dieser Art ihr Leben. Wir mit ihnen einen wertvollen Teil unserer Artenvielfalt.

Was nützt es wenn wir in unserem Land ständig über Klimawandel, Artenschwund und Verantwortung gegenüber der uns nachfolgenden Generation sprechen?

Nichts - denn in den Köpfen scheint es noch immer nicht angekommen zu sein was mit solchen "Pflege -  Maßnahmen" innerhalb unserer Umwelt zerstört wird. Hier wird nicht gepflegt hier wird vernichtet!

Doch machen Sie sich doch ein eigenes Bild von Pflegeeinsätzen - so wie es durch eine fränkische Kommune praktiziert wurde. Und wem bekannt war was sich vor der Maßnahme alles auf dieser Fläche an Leben befand der kann nur noch den Kopf schütteln. Nein wir brauchen uns nicht über das Amazonasbecken aufregen ... auch in unserem Land findet die Zerstörung der Ökosysteme täglich statt.



In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • So sehen kommunale "Pflegemaßnahmen" aus dem Jahre 2020 aus!
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Hilfe für die schützenswerte Küstendünenheide
Bild zum Eintrag (1031965-160)
Ungehindert engagiert: Tatkräftige Hilfe für die schützenswerte Küstendünenheide

  • Einsatz wird durch das deutsch-niederländische Förderprojekt INTERREG V A „Watten-Agenda 2.0“ unterstützt


Vom 24. bis zum 28. August bekommt der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wieder ehrenamtliche Unterstützung aus Bielefeld: Bereits im 10. Jahr in Folge kommt eine Gruppe von Menschen mit seelischer bzw. geistiger Behinderung für einen freiwilligen Naturschutz-Einsatz auf die Insel Wangerooge.

Im beruflichen Alltag sind sie bei der Stiftung proWerk Bethel im Bereich Landschaftspflege und anderen handwerklichen Aufgabenfeldern beschäftigt.
Eine Woche lang engagieren sich die 11 Frauen und Männer auf Wangerooge in einer von der Nationalparkverwaltung geplanten und vom Mellumrat betreuten Pflegemaßnahme in der Heide westlich des Inseldorfes. Dabei geht es darum, standortfremde Pflanzenarten (Neophyten) wie Späte Trauben-Kirsche, Kartoffel-Rose und Apfel-Beere zu beseitigen, die sich stark ausbreiten und dabei die lichtliebende Heidevegetation überwachsen. Zusätzliche Hilfe gab es von Norbert Hecker, der bis Anfang des Jahres als Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung das Projekt betreut hat und nun, als engagierter Rentner, selbst als Freiwilliger dabei ist.

Imke Zwoch
Das ehrenamtliche Team vom proWerk Bethel mit Unterstützerinnen und Unterstützern von der Nationalparkverwaltung, vom Mellumrat und der Inselgärtnerei Wangerooge. Foto: Hans-Friedrich Stenzel

Der freiwillige Arbeitseinsatz der Bethel-Gruppe stellt ein beispielhaftes Veranstaltungsformat dar, um Menschen mit Einschränkungen das Weltnaturerbe Wattenmeer zu vermitteln und sie bei dessen Schutz einzubeziehen. Daher wird die Aktion in diesem Jahr im Rahmen des deutsch-niederländischen Förderprojekts INTERREG V A „Watten-Agenda 2.0“ unterstützt. Das Projekt hat ein Fördervolumen in Höhe von 1,7 Millionen Euro und läuft bis 2022. Im Mittelpunkt des Projektes steht ein nachhaltiger und wertschätzender Tourismus am Weltnaturerbe Wattenmeer. Dazu gehört auch, Einheimische und Gäste für die Schutzwürdigkeit des Weltnaturerbes zu sensibilisieren und bürgerschaftliches Engagement zum Schutz des Wattenmeers zu stärken.

Durch den langjährig wiederholten Einsatz sind vor Ort deutliche Erfolge sichtbar. Die typische Vegetation der Küstendünenheide kann sich dort langsam wieder ausbreiten. Nun geht es darum, wieder aufkeimende Neophyten frühzeitig zu entfernen. Neben dem Arbeitseinsatz haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer natürlich die Möglichkeit, in der Freizeit die Insel und ihre Natur auch mit fachkundiger Führung kennenzulernen.

Alle Informationen zum Förder-Projekt sind auf der Webseite www.watten-agenda.de aufgeführt. Dieses Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt.

Quelle
Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Bernhard Dockhorn
Schlossgarten 1
D-25832 Tönning
Telefon: 04861 616-0
E-Mail: nationalpark(a)lkn.landsh.de

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Heidekraut - Bunteule

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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
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Zum Logbuch   >
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
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Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg