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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns ehrenamlich und unabhängig für die Erhaltung Bundesdeutscher Biodiversität, unter Einbindung pädagogischer Umweltbildungskomponenten - Artenschutz in Franken® ... Artenschutz und Umweltbildung anders erleben ...
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Auszeichnungen für AiF


Artenschutz in Franken® +++ Wir stellen unsere Außendarstellung auf eine moderne Grundlage - in wenigen Tagen werden wir unseren Internetauftritt in veränderter Form präsentieren - auch unseren mobilen Internetauftritt werden wir zeitnah an die Herausforderungen der Modene anpassen -- doch keine Sorge, wir selbst bleiben in gewohnt zuverlässiger Form ihr kompetenter Ansprechpartner -- Artenschutz in Franken® +++

Ausgezeichnetes Projekt

Artenschutz in Franken®


Seit fast 23 Jahren
engagiert sich der Verband
Artenschutz in Franken® (A.i.F) vollkommen
ehrenamtlich und sowohl wirtschaftlich, als auch politisch unabhängig, für die Belange des praktisch-professionellen Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus.

Doch unsere Wurzeln
reichen viel weiter zurück.

Bereits seit über 40 - 70 Jahren
engagieren sich Teile unserer Organisation für den Artenschutz, der damals landläufig unter der Benennung "Naturschutz- Vogelschutz" geführt wurde.

Wir bringen uns für das ein was auch Ihnen sehr am Herzen liegt.

Die Erhaltung unserer Heimat, sowie die lebenswerte und gesunde Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.

Vielfältiges Engagement im Sinne uns nachfolgender Generationen, so einer unserer Zielvorgaben die uns seit vielen Jahren prägen.

Auf dieser Internetpräsenz möchten wir unser  Engagement, das wir außnahmslos in unserer Freizeit umsetzen, etwas näher vorstellen.

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Notrufnummern

Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:

Info bei Betätigung der Verlinkung:
Diverses - Notrufnummern

Notrufnummern im Bundesgebiet
- http://zergportal.de/baseportal/tiere/Tiernotruf

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Was tun beim Wildunfall
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https://www.jaegermagazin.de/jaeger-praxis/praxistipps/wildunfall-was-tun-wenn-es-kracht/2/
- https://www.motor-talk.de/wildunfall
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Rechtliches

Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:

Bayerisches Naturschutzgesetz – BayNatSchG
- www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayNatSchG?AspxAutoDetectCookieSupport=1

Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
- https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/

Tierschutzgesetz
- https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html



Monatlich verfolgen rund
90.000 - 120.000 Besucher
das Engagement des
Artenschutz in Franken®
auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®

- Die Artenschutzmacher -

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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steigerwaldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Franken und weit darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®


Zur Information

- Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.

- Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.

- Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.

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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:

Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeitsvereinbarung
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=13000

Über uns
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=10000

Impressum/Satzung
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=120000



Über den Steigerwald:

"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald



Nachgedacht - ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund


In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund. Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.


Quelle
Hubertus Zinnecker

Herzlich Willkommen auf unserer Internetpräsenz!




18.12.2018 Dritte Jahreshauptversammlung des AiF
20.12.2018 Artenschutz zeichnet aus


[ zum Logbuch ]

Virtuelle Tour Steigerwald-Zentrum Innenbereich
Steigerwald-Zentrum - Nachhaltigkeit erleben e.V.
Webcam Steigerwald-Zentrum - Handthal Steigerwald-Zentrum - Cam 1 Virtuelle Tour Steigerwald-Zentrum Außenbereich

Virtuelle Tour Umweltzentrum
Umweltzentrum Breitengüßbach
Virtuelle Tour Fledermausbunker

FAUN - Initiative Waldnaturschutz Integrativ

Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®

Tierfund-Kataster
Tierfund-Kataster
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.

www.ornitho.de

Netzwerk Steigerwald

Sherlock Quack

Lacerta

Club300
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.

The Wolf Conservation Association VZW

WWF

Markus Wasmeier Museum

Kräuterdorf Nagel

Nationalpark Berchtesgaden

Nationalpark Bayerischer Wald

Nationale Naturlandschaften

Arberwoidradio

Verein Jordsand

DGHT

Erster Online-Atlas der
Amphibien und Reptilien
für Deutschland:
www.feldherpetologie.de/atlas

Stelen der Biodiversität
Virtuelle Tour Stele im Freistaat Thüringen Virtuelle Tour Stele in Baden-Württemberg Virtuelle Tour Stele im Freistaat Bayern Virtuelle Tour Stele in Rheinland-Pfalz Map aller Stelen in Deutschland
Leuchttürme der Artenvielfalt
Virtuelle Tour Leuchtturm Freistaat Bayern
LBV

Welt der Tiere

Amphibien Umschlag

Pilzkunde
Bayerische Schüler kennen keine Vögel mehr
Bayerische Schüler kennen keine Vögel mehr
Bayerische Schüler kennen keine Vögel mehr

14/15.12.2018

Wissenschaftler belegen Rückgang der Artenkenntnis – Teilnehmer der „Stunde der Wintervögel“ schneiden besser ab

Hilpoltstein/München, 13.12.2018 – Die Vogelartenkenntnis bayerischer Gymnasiasten ist in den vergangenen zehn Jahren noch schlechter geworden. Das haben Wissenschaftler vom Institut für Didaktik der Biologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München herausgefunden. Die nun veröffentlichte Studie an knapp 2.000 bayerischen Schülern zwischen 10 und 19 Jahren zeigt, dass Kinder und Jugendliche im Freistaat immer weniger einheimische Vogelarten erkennen.

„Laut unserer Untersuchung konnten bayerische Gymnasiasten im Schnitt nur fünf von 15 häufigen Singvogelarten richtig benennen“, so der Leiter der BISA-Studie Thomas Gerl. Die Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass Kinder, die bei der LBV-Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ teilgenommen haben, die beste Artenkenntnis hatten. „Schüler, die bei der Vogelzählung des LBV mitmachen, haben durchschnittlich fast zwei Arten mehr erkannt“, erklärt Gerl von der Arbeitsgruppe „BISA – Biodiversität im Schulalltag“.

In einem von Thomas Gerl und seinen Co-Autoren entwickelten BISA-Test sollten bayerische Kinder und Jugendliche aus allen Schularten 15 häufige einheimische Singvogelarten benennen. Diese Daten wurden anschließend mit der Vogel-BISA-Studie aus dem Jahr 2007 der Hochschule Weihenstephan von Prof. Volker Zahner verglichen und ausgewertet. Besonders aussagekräftig sind die Ergebnisse für die knapp 1.400 beteiligten Gymnasiasten. Die Gymnasiasten des G8 schnitten aktuell noch schlechter ab, als eine vergleichbare Gruppe aus dem Jahr 2007, die das damalige G9 besuchten. „Gymnasiasten erkannten im Schnitt eine Art weniger als vor zehn Jahren.

Das entspricht einem Rückgang der Artenkenntnis von beinahe 20 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts“, erklärt Thomas Gerl.

Die bekannteste Vogelart unter bayerischen Schülern ist die Amsel. „Gut drei Viertel der Teilnehmer erkannten die Amsel richtig, einen Spatzen konnte nur noch lediglich etwas mehr als ein Drittel identifizieren“, sagt Thomas Gerl.  Der Buchfink, immerhin der häufigste einheimische Singvogel, wird nur von 14 Prozent der Schüler richtig benannt. Die Rangliste der bekanntesten Vogelarten unter bayerischen Schülern änderte sich in den vergangenen zehn Jahren kaum: Ganz oben stehen Amsel (1.), Rotkehlchen (2.) und Blaumeise (3.), ganz hinten landen Grünfink (13.), Buchfink (14.) und Erlenzeisig (15.). Die jetzt erzielten Ergebnisse liegen allerdings auf einem deutlich niedrigeren Niveau als 2007. „Keine einzige Vogelart wurde heute deutlich besser erkannt, als noch vor zehn Jahren. Bei zwei Drittel der untersuchten Arten ging die Bekanntheit sogar dramatisch zurück. So erkennen heutige Gymnasiasten zum Beispiel Elster und Grünfink ungefähr 25 Prozent seltener als im Jahr 2007“, erklärt der Wissenschaftler.

Bei der Erhebung schnitten Mädchen jeden Alters signifikant besser ab als ihre männlichen Altersgenossen.

Interessanterweise wohnen die besten Artenkenner der beteiligten bayerischen Schüler inzwischen nicht mehr auf dem Land, sondern in großen städtischen Ballungszentren wie zum Beispiel München oder Augsburg. „Dies könnte eine Folge des dramatischen Rückgangs der Vogelzahlen im ländlichen Raum sein, wo Kinder kaum noch Vogelarten beobachten können“, folgert Gerl.

Für Thomas Gerl sind die Ergebnisse der zweiten BISA-Studie ein besorgniserregendes Alarmsignal. „Artenkenntnis gehört auf die Rote Liste des bedrohten Allgemeinwissens. Wenn wir so weitermachen, wird es bald niemanden mehr geben, der überhaupt noch merkt, welche Arten aussterben. Wie sollen sich unsere Kinder für den Erhalt einer Art einsetzen, die sie gar nicht kennen?“ Für den Biologielehrer ist es heute wichtiger denn je, sich in der Schule wieder viel stärker mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu beschäftigen, um die Artenkenntnis vor dem Aussterben zu schützen. „Die besondere Erwähnung der Artenvielfalt an vielen Stellen im neuen LehrplanPLUS für das neunjährige Gymnasium ist dabei ein erster Schritt in die richtige Richtung, den alle Bundesländer gehen sollten“, macht Gerl wenigstens ein bisschen Hoffnung für die Zukunft.

Neben dem ungebremsten Rückgang der heimischen Biodiversität ist somit auch die Kenntnis um unsere heimischen Arten vom Aussterben bedroht. „Die schwindende Artenkenntnis unter bayerischen Schülern beunruhigt auch uns Naturschützer, da dies direkt mit einem Verlust an Lebensqualität einhergeht. Wir sind jedoch froh, dass die Schüler, die an unserer Mitmachaktion ‚Stunde der Wintervögel‘ teilnehmen, mehr Arten kennen. So setzt der LBV dem Verlust der Artenkenntnis bei bayerischen Kindern und Jugendlichen aktiv etwas entgegen“, sagt der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.


Die nächste Stunde der Wintervögel findet vom 4. bis 6. Januar 2019 statt.

Mehr Informationen unter:
https://link.springer.com/article/10.1007/s40573-018-0086-7


Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen und Interviews:
Thomas Gerl, Lehrstuhl Didaktik der Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, E-Mail: t.gerl@lmu.de, Tel: 089/2180–6490, Mob: 0170-6263067

Markus Erlwein, LBV-Pressesprecher, E-Mail: markus.erlwein@lbv.de, Tel.: 09174/4775-7180, Mob.: 0172¬6873773.

Quelle

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
Landesgeschäftsstelle
Eisvogelweg 1
91161 Hilpoltstein
www.lbv.de

Presseinformation 107-18

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- HAUSSPERLING? - fast richtig es ist ein Zwergtaucher .. doch der Niedergang um das Wissen um die Arten die uns noch umgeben - die jedoch sehr viele bereits "vergessen" haben - setzt sich immer schneller fort .. doch kaum jemand scheint das zu interessieren .. wenn es so wie bisher weiter geht ist in etwa 1,5 Generationen das Wissen mit den zu benennenden Tieren verschwunden ... - Artenschutz in Franken® -

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Kabinett berät über Bilanz ...
Kabinett berät über Bilanz  ...
Kabinett berät über Bilanz des Aktionsprogramms Jagst

13/14.12.2018

Umweltminister Franz Untersteller: „Wir müssen, wo möglich, das Schutzniveau unserer Gewässer erhöhen.“

Drei Jahre nach Start des Aktionsprogramms
für die Jagst hat Umweltminister Franz Untersteller heute im Kabinett Bilanz gezogen. Das Aktionsprogramm Jagst war 2015 nach dem verheerenden Brand in der Lobenhausener Mühle im Landkreis Schwäbisch Hall aufgelegt worden. Damals war mit Mineraldünger verunreinigtes Löschwasser in die Jagst geflossen und hatte den Fischbestand auf rund 25 Kilometern Flusslänge nahezu komplett vernichtet.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann würdigte am Dienstag (11. Dezember 2018) die Arbeit, die in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des Aktionsprogramms geleistet worden ist, als vorbildlich: „2015 gab es die Befürchtung, dass die Jagst für sehr lange Zeit ein klinisch toter Fluss ist. Heute, nachdem unzählige kleinere und größere Maßnahmen zur ‚Wiederbelebung‘ und zur ökologischen Verbesserung der Jagst umgesetzt worden sind, können wir sagen: Die Jagst lebt und die Fische kommen langsam zurück!“ Alle Beteiligten könnten und müssten aus dem Schadensfall an der Jagst lernen. Ein Brand sei vielleicht nicht immer zu verhindern, katastrophale Folgen, wie an der Jagst, dagegen schon, so Kretschmann.

Im Rahmen des Aktionsprogramms Jagst haben die Behörden deshalb die gewerblichen Düngemittellager und ihre Vorkehrungen zur Löschwasserrückhaltung überprüft. Ausgehend von einem Pilotprojekt im Ostalbkreis sollen künftig außerdem in einer landesweiten Schwerpunktaktion der Gewerbeaufsicht kleine und mittlere Betriebe unterschiedlicher Branchen in Gewässernähe über Umweltgefahrenpotenziale und mögliche Vorbeugungsmaßnahmen informiert werden.

„Es geht darum, das Schutzniveau insgesamt zu erhöhen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Dazu müssen wir informieren und beraten, nicht nur die Betreiber von Düngemittellagern, sondern zum Beispiel auch Betriebe der Holz- und Kunststoffverarbeitung, Abfall- und Recyclingbetriebe oder Baumärkte.“ Eine weitere Konsequenz aus dem Jagstunglück sei die Anpassung der Alarm- und Einsatzpläne der unteren Wasserbehörden, um schädliche Umweltauswirkungen zu verhindern oder zumindest möglichst klein zu halten.  

Die Jagst selbst, sagte Umweltminister Untersteller, zeige sich dank des Aktionsprogramms des Landes tatsächlich bereits relativ gut erholt. Doch auch wenn die Spuren des Schadensereignisses von 2015 nicht mehr offensichtlich seien, gebe es noch sehr viel zu tun: „Drei Millionen Euro sind bereits in die Umsetzung des Aktionsprogramms geflossen, ein Vielfaches von dem wird noch nötig sein, um das Ökosystem Jagst als wiederhergestellt bezeichnen zu können.“

Der Wert des Aktionsprogramms liege aber nicht nur in der Schadensbehebung nach dem Mühlenbrand, so Untersteller. Ziel des Programms sei auch gewesen, die Jagst im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie und zur Stärkung ihrer Widerstandskraft ökologisch aufzuwerten, die Gewässerstrukturen zu verbessern und den Fluss wieder durchgängig zu machen. Auch dies sei bereits in weiten Teilen gelungen: „Wehranlagen wurden zurückgebaut und Wanderhindernisse für die Fische beseitigt, Neben- und Altarme der Jagst wurden revitalisiert und Uferabschnitte renaturiert. Kiesinseln wurden im Fluss angelegt und Totholz eingebaut. Das alles setzt natürliche Prozesse in Gang und wird sich mittel- bis langfristig positiv auswirken.“

Auch bei der Gewässerqualität, namentlich bei der Reduzierung von Nährstoffeinträgen, tue sich etwas an der Jagst, sagte Untersteller. „Insgesamt ist es gelungen, die Jagst mit Hilfe des Aktionsprogramms zu einem großen Pilotprojekt zu machen. Die Erkenntnisse aus dem Jagstunglück und dem Aktionsprogramm werden wir, wo möglich, auf andere Gewässer im Land übertragen.“
Ergänzende Informationen

Der verheerende Brand in der Lobenhausener Mühle war in der Nacht vom 22. zum 23. August 2015. Mit Mineraldünger verunreinigtes Löschwasser gelangte damals in die Jagst und vernichtete in kürzester Zeit Tausende von Fischen – fast 20 Tonnen. Die Gewässerökologie der Jagst war nachhaltig geschädigt.

Unter Federführung des Regierungspräsidiums Stuttgart wurde gemeinsam mit den betroffenen Landkreisen Heilbronn, Hohenlohekreis, Schwäbisch Hall und Ostalbkreis sowie der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) und der Fischereiforschungsstelle (FFS) das Aktionsprogramm Jagst aufgestellt. Ende 2015 begann die Umsetzung des Programms.



Ziele waren:
   Schadenserhebung und Schadensbehebung
   Stärkung der Widerstandskraft des Gewässers
   Entwicklung von Maßstäben und Maßnahmen, um ähnliche Ereignisse und Schäden an anderen Gewässern möglichst zu verhindern


Quelle:
Staatsministerium Baden-Württemberg

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In der Aufnahme von Andreas Gehrig
- Wasseramsel [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=22951]


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Skywalker in Gefahr
Skywalker in Gefahr

13/14.12.2018

Phantastische Tierwesen: 157 neue Arten am Mekong entdeckt

In der Mekong-Region wurden innerhalb eines Jahres insgesamt 157 neue Arten entdeckt. Das zeigt der neue WWF-Report "New Species on the Block"
, der die Ergebnisse und Resultate hunderter Wissenschaftlern aus Laos, Vietnam, Thailand, Myanmar und Kambodscha zusammengetragen hat. Unter den Funden sind auch einige sehr phantastisch anmutende Exoten wie etwa eine Bergkröte (Ophryophryne elfina), die durch ihre Hörner entfernt an einen Elben erinnern soll. Gefunden wurde sie passender Weise in einem moosbewachsenen Nebelwald, den die Forscher "Elfenhain" nennen. Oder der Skywalker Hoolock Gibbon (Hoolock tianxing), eine Affenart. Mit der Namensgebung outet sich der Entdecker als ein Fan des Franchise. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr drei verschiedene Säugetiere, 23 Fische, 14 Amphibien, 26 Reptilien und 91 Pflanzen, die neu beschrieben wurden. Zwischen 1997 und 2017 wurden damit in dieser Region 2.681 neue Arten entdeckt.

Allerdings steht es schlecht um diese auch namentlich so exotischen Tiere. "Der Skywalker Gibbon ist einer 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Und daran ist kein Imperium Schuld, sondern wir", so Dr. Stefan Ziegler, Referent für die Region "Greater Mekong" beim WWF Deutschland. Massive Lebensraumzerstörung, riesige Wasserkraftanlagen und Wilderei im großen Stil machen nicht nur den Affen das Leben schwer, sondern bedrohen den gesamten Naturraum. Das "Goldenen Dreieck", eine Region in der Thailand, Myanmar und Laos aufeinandertreffen, gilt als Hot Spot des illegalen Wildtierschmuggels.

"In der Mekong-Region gibt es vermutlich noch unzählige Arten, die die Wissenschaft nicht kennt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn wir ihn verlieren, verschwinden Tiere und Pflanzen von deren Existenz die Menschheit nicht einmal wusste", so Ziegler. "Unser Ziel muss es sein, die biologisch wertvollen Gebiete am Mekong grenzüberschreitend und dauerhaft zu schützen, sowie die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Gesunde und intakte Ökosysteme kommen dabei auch der lokalen Bevölkerung zugute." Beispielsweise würden viele der geplanten Flusskraftwerke im Mekong nicht nur die aquatische Artenvielfalt bedrohen, sondern auch die Ernährungssicherheit in Laos und Kambodscha gefährden.

Immerhin: Einige Anstrengungen zeigen mittlerweile Wirkung. Der Bestand der Mekong-Delfine in Kambodscha erholt sich langsam. Der WWF Thailand hat eine großangelegte Kampagne gegen den legalen Handel von Elfenbein gestartet. In Vietnam will die alte Kaiserstadt Hue bis zum Jahr 2020 den Verkauf und den Handel von Fleisch aus der Wildnis gänzlich unterbunden haben.

Beispiele für neuentdeckte Tier- und Pflanzenarten:

Hoolock tianxing: Der Skywalker Hoolock Gibbon ist eine der 25 gefährdetsten Affenarten der Erde. Der Entdecker outet sich durch die Namensgebung als Fan einer "weit, weit entfernten Galaxie".

Dixonius kaweesaki: Dieser kleine Gecko wurde in Thailand entdeckt und hat eine Rennstreifen-ähnliche Markierung.

Gyiophis salweenensis: Kaum entdeckt und schon bedroht ist diese Schlange aus der Familie der Wassertrugnattern. Sie hat mir Lebensraumverlust durch die Landwirtschaft zu kämpfen.

Murina hkakaboraziensis: Zwei Welten, aber eine Frisur: die Lance Bass-Fledermaus. Gefunden wurde die Fledermaus in Myanmar nahe dem Himalaya. Ihren Namen verdankt sie Lance Bass von der Boy-Group *NSYNC, dessen Frisur eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kopffell der Fledermaus aufweist.

Ophryophryne elfina: Die äußerliche Verwandtschaft mit den Elben aus Mittelerde ist nur entfernt erkennbar bei dieser Kröte aus Süd-Vietnam.

Oreoglanis hponkanensis: Der (platte) Pfannkuchen-Wels ist durch den Klimawandel bedroht, denn er verbringt sein Leben in den kaltfließenden Gewässern des abgelegenen Hkakabo Razi-Schutzgebiets in Myanmar.

Schizostachyum cambodianum: Rodungen bedrohen diesen zwiebelförmigen Bambus.

Thismia nigricoronata: Kalkstein-Bergbau gefährdet den Lebensraum dieser neuentdeckten Pflanze.


WEITERE INFORMATIONEN

   Kompletter Report: New Species on the Block

- http://greatermekong.panda.org/discovering_the_greater_mekong/species/new_species/new_species_on_the_block/

Quelle


WWF

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Das langsame Sterben der Wiesenvögel
Das langsame Sterben der Wiesenvögel
Das langsame Sterben der Wiesenvögel

12/13.12.2018

Wiesenbrüter leiden unter Wassermangel und Klimawandel – Wie kann langfristiger Schutz in Bayern gelingen?

Hilpoltstein, 11.12.2018 – Noch bis zum 14. Dezember verhandeln 190 Staaten über die Umsetzung des 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommens. Steigende Temperaturen und Wassermangel – die Folgen des Klimawandels treffen nicht nur uns Menschen, sondern auch eine Vielzahl an heimischen Tier- und Pflanzenarten in Bayern. Vor allem Wiesenbrüter, also in Wiesen oder Grünland brütende Vogelarten wie der Große Brachvogel, das Braunkehlchen oder der Kiebitz, haben schwer zu kämpfen. Der LBV fordert deshalb die Verhandlungspartner der gerade im polnischen Katowice stattfindenden Weltklimakonferenz auf, alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, die festgelegten Klimaziele für Bayern, Deutschland und die Welt zu erreichen. „Um den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen, fordert der LBV mehr Anstrengungen im Natur- und Klimaschutz. Ansonsten sind unsere bayerischen Wiesenbrüter bald ausgestorben“, sagt LBV-Artenschutzreferent Dr. Andreas von Lindeiner.

Die letzten bayerischen Wiesenvögel kämpfen um ihr Überleben. Bereits jetzt sind sieben Arten akut vom Aussterben bedroht, darunter der Große Brachvogel, das Braunkehlchen und die Bekassine. Auch der Wachtelkönig und der Kiebitz sind als Wiesenbrüter stark gefährdet und auf der Roten Liste geführt. Der Grund für ihr schleichendes Aussterben ist menschengemacht: Durch den Klimawandel und die intensive Landwirtschaft wird es immer schwieriger Feucht- und Nasswiesen, den Lebensraum der Vögel, zu erhalten. „In trockenen Jahren, wie aktuell in 2018, fehlt es schlichtweg an ausreichend Wasser, um die für Wiesenbrüter erforderlichen Lebensbedingungen zu sichern“, sagt von Lindeiner.

Um das Aussterben der Wiesenbrüter in Bayern zu verhindern, muss als vordringliche Maßnahme der Wasserhaushalt verbessert werden. Zu diesem Ergebnis kam auch ein aktueller Workshop von Experten des LBV und des Landesamts für Umwelt (LfU). Der LBV fordert deshalb die zuständigen Wasserwirtschaftsämter auf, in Absprache mit Naturschutz und Landwirten, in Wiesenbrütergebieten Flachwasserbereiche und einen ausreichend hohen Grundwasserstand unter allen Umständen zu erhalten. „Nicht nur die Wiesenbrüter profitieren von einem ausreichenden Wasserstand. In vielen Gebieten beklagen sich Landwirte bereits darüber, dass sie kaum noch Heu auf den zu trockenen Flächen ernten können“, sagt der LBV-Artenschutzreferent. Ein abgestimmtes Wassermanagement hilft also nicht nur den Wiesenbrütern, sondern auch den Bauern.

Hintergrund
„Für Wiesenbrüter sind Nassflächen äußerst wichtig. Dort finden sie Nahrung, kommunizieren miteinander und können sich putzen“. Die Wiederherstellung und der Erhalt von feuchten Flächen zur langfristigen Bestandssicherung ist darum unbedingt erforderlich. Mögliche Maßnahmen für eine notwendige Erhöhung der Bodenfeuchte sind zum Beispiel die Anhebung des Grundwasserspiegels oder eine periodische Überflutung der entsprechenden Gebiete. Auch die Anlage von wechselfeuchten Mulden kann die Attraktivität des Lebensraums für Wiesenbrüter unterstützen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Sonja Dölfel, LBV-Pressestelle, E-Mail: sonja.doelfel@lbv.de, Tel.: 09174/4775-7184.

Quelle


Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

PRM vom: 11.12.2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother- Synonym für den Niedergang unserer Wiesenvögel - der Große Brachvogel [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&id=20600]


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Nationalpark erfüllt Sternstunden-Wunsch
Nationalpark erfüllt Sternstunden-Wunsch
Nationalpark erfüllt Sternstunden-Wunsch

10/11.12.2018

Aylin (12) aus dem Fränkischen Seenland kommt Wölfen im Tier-Freigelände ganz nah

Neuschönau.
Seit 25 Jahren erfüllt Bayern 1 Kinderwünsche im Rahmen der Sternstunden, der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks. Durch diese Aktion können Hilfsprojekte in Bayern, Deutschland und auf der ganzen Welt unterstützt werden. Als besonderes Schmankerl kommen Jahr für Jahr eine Hand voll Kinder in den Genuss, ihren ganz besonderen Traum wahrwerden zu lassen. Heuer konnte der Nationalpark Bayersicher Wald einen dieser speziellen Wünsche erfüllen.

Aylin, zwölf Jahre alt, wohnt im Haus St. Antonius in Gersdorf im Fränkischen Seenland. Die dank Sternstunden frisch renovierte Anlage der Kinder- und Jugendhilfe bietet sowohl stationäre als auch ambulante Angebote an. Aylin lebt dort mit Gleichaltrigen in einer heilpädagogischen Wohngruppe. Später möchte sie gern einen Beruf ergreifen, der mit Tieren zu tun hat. Ganz besonders haben es ihr Wölfe angetan. Und so reifte der Wunsch, diesen Vierbeinern mal ganz nahe zu kommen.

Unter den rund 300 Anliegen, die Kinder und Jugendliche in einer der heuer von Sternstunden bedachten Einrichtungen äußerten, wurde Aylin ausgewählt. „Uns hat besonders gefallen, dass Aylin mit dem Wunsch schon eine konkrete Zukunftsperspektive verbindet“, erklärt Bayern-1-Redakteurin Brigitte Dehler. „Und natürlich bot sich mit dem Nationalpark Bayerischer Wald ein idealer Partner im Freistaat an.“

Die freudige Botschaft überbrachte der Zwölfjährigen schließlich Wildtierbiologe Dr. Marco Heurich vom Nationalpark via Telefon. Nur wenige Tage später reiste Aylin zusammen mit einer Betreuerin auch schon in den Bayerwald – auch dank Unterstützung der Nationalpark-Partnerbetriebe, insbesondere des Landhotels Postwirts in Rosenau und des Landgasthofs Euler in Neuschönau, die Übernachtung und Verpflegung kostenlos zur Verfügung stellten.

Zwei Programmpunkte standen am großen Tag schließlich für Aylin an. Am Vormittag war sie mit Marco Heurich inmitten der wilden Natur unterwegs. Eigentlich wollten beide dabei Ausschau nach Spuren der in der Region lebenden Wölfe halten. Doch anstelle von Wolfsspuren fanden sie eine wenige Tage zuvor von einem Luchs gerissene Hirschkuh. Eine ganz in der Nähe aufgestellte Fotofalle, die sogleich vor Ort mittels Laptop ausgelesen wurde, zeigte sogar wenige Stunden alte Bilder, die den Luchs eindrucksvoll in Szene setzten.

Davon beeindruckt ging es am Nachmittag schließlich ins Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Lusen bei Neuschönau. Zunächst durfte Aylin Tierärztin Susanne Klett und Tierpfleger Christoph Wagner beim Herrichten des Wolfsfutters zur Hand gehen. Danach folgte der eigentliche Höhepunkt: Zusammen mit den Profis ging es im Auto direkt ins Wolfsgehege, wo Aylin das frisch geschnittene Fleisch auslegte. Anschließend nahm der Tross wieder im Auto Platz, rollte einige Meter von der Futterstelle weg und beobachte dann von dort durch die Autoscheiben das Schauspiel.

„Das war richtig toll“, bilanzierte Aylin am Ende. Nur wenige Meter von ihr entfernt seien die vier Wölfe des Tier-Freigeländes nach und nach gekommen, um sich ihren Teil vom reichlich gefüllten Gabentisch zu holen. „Ich hätte mir die Tiere ganz anders vorgestellt“, sagt die Zwölfjährige, „viel heller zum Beispiel und nicht so dunkel.“

Nach all den spannenden Erfahrungen ging es am späten Nachmittag dann auch schon wieder zurück ins Haus St. Antonius nach Gersdorf. Doch die Erinnerungen vom ganz besonderen Sternstundentag hängen mittlerweile schon in Form eines Plakats in Aylins Zimmer. Und auch die Hörer des Bayerischen Rundfunks kamen in den Genuss einer bildhaften Reportage des Erlebnisses.  

Bildunterschriften:
Eines der zahlreichen Erinnerungsfotos vom Sternstundentag: Nationalpark-Tierärztin Susanne Klett, Aylin und Tierpfleger Christoph Wagner.

Quelle
Kontakt Pressestelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Stabsstelle Koordination und Kommunikation
08552 9600-132 oder 08552 9600-144
08552 9600-100
Email: pressestelle@npv-bw.bayern.de


Pressemitteilung Nr. 131/2018
Datum: 10.12.2018


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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- wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Neuer Direktor des Schweizerischen Nationalparks
Neuer Direktor des Schweizerischen Nationalparks
Der neue Direktor des Schweizerischen Nationalparks heisst Ruedi Haller

09/10.12.2018

Neuer Direktor des Schweizerischen Nationalparks

Die Eidgenössische Nationalparkkommission hat Dr. Ruedi Haller als neuen Direktor des Schweizerischen Nationalparks gewählt. Er tritt am 1. Oktober 2019 die Nachfolge von Prof. Dr. Heinrich Haller an, der auf diesen Zeitpunkt in den Ruhestand tritt.


Ruedi Haller ist 52-jährig, verheiratet, Vater von 3 Kindern und wohnt mit seiner Familie in Ardez. Der promovierte Geograf ist im Schweizerischen Nationalpark Leiter des Bereichs Forschung und Geoinformation und Mitglied der Geschäftsleitung. Er hat soeben den Diplomlehrgang Verbands-/NPO-Management an der Universität Freiburg mit Erfolg abgeschlossen. Dr. Ruedi Haller ist mit dem aktuellen Direktor, Prof. Dr. Heinrich Haller, nicht verwandt.

Der Direktor ist der operative Leiter des Schweizerischen Nationalparks. Er führt den Park mit den 3 Bereichen Betrieb und Monitoring, Forschung und Geoinformation sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit mit 45 Mitarbeitenden, die sich 27 Vollzeitstellen teilen. Die Leitung und Verwaltung des Parks befindet sich in Zernez, wo auch das vor 10 Jahren errichtete Besucherzentrum seinen Standort hat. Strategisches Organ des Schweizerischen Nationalparks ist die vom Bundesrat gewählte Eidgenössische Nationalparkkommission (ENPK).

Ruedi Haller übernimmt als siebte Person seit dem Gründungsjahr 1914 die operative Leitung des ältesten Nationalparks der Alpen. Der Schweizerische Nationalpark ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung des Bundes mit eigenem Gesetz aus dem Jahre 1980 (SR 454), welches drei Kernaufgaben definiert: Das 170 km2grosse Parkgebiet soll vor menschlichen Eingriffen geschützt und die Natur sich selbst überlassen werden (Prozessschutz); der Park soll Gegenstand dauernder wissenschaftlicher Forschung sein; die Öffentlichkeit soll über den Schutz informiert werden und die unberührte Natur erleben können. Als streng geschütztes Wildnisgebiet bildet der Nationalpark die Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservats Engiadina Val Müstair.

Aktuelles Organigramm:
www.nationalpark.ch/tasks/sites/de/assets/File/2018_Organigramm%20SNP.pdf

Quelle

Schweizerischer Nationalpark
Schloss Planta-Wildenberg
7530 Zernez
Schweiz

Tel. +41 81 851 41 11
Fax +41 81 851 41 12
info@nationalpark.ch


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In der Aufnahme von Stefan Zimmermann
- Steinbock

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Winter im Nationalpark-Zentrum Eifel
Winter im Nationalpark-Zentrum Eifel
Buche, Biber, Hirsch & Co. – Winter im Nationalpark-Zentrum Eifel


09/10.12.2018

Ausflugstipp für die Winterzeit: Jahreszeitlich ausgerichtete Führung durch die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum Eifel

Schleiden-Vogelsang, den 03. Dezember 2018.
Folgt auf den trockenen Sommer ein kalter Winter? Können Bäume frieren? Wie bereitet sich die Buche auf den Winter vor? Was machen Biber, Hirsche und andere Wildtiere, wenn es kalt wird? Und wie überwintern Insekten und Spinnen?

Antworten auf solche „Winterfragen“ erhalten Groß und Klein an den kommenden Wochenenden bei einer speziellen Führung durch die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Forum Vogelsang IP. Die Sonderführung findet samstags und sonntags sowie an den Weihnachtsfeiertagen um 14 Uhr statt. Dabei können große und kleine Naturinteressierte viel Spannendes rund um die Natur im Winter erfahren. Alle, die gerne wissen wollen, ob Bäume Winterschlaf halten, ob Fische und Frösche unter dem Eis frieren und was der Biber zur kalten Jahreszeit in seinem Bau macht, sind bei dieser Sonderführung richtig.

Wer aus dem eigenen „Winterschlaf“ erwacht, kann erfahren, ob Tiere wie Eichhörnchen, Dachs und Braunbär dies ebenfalls tun. Im Anschluss an die Erkundungstour können kleine Entdecker unter fachkundiger Anleitung ein winterliches Mitbringsel basteln und mit nach Hause nehmen.

Gerade bei kaltem und regnerischem Wetter bietet die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ eine gute Gelegenheit für einen Familienausflug. Mit über  50  Modellen und Tierpräparaten zum Berühren lädt die barrierefreie und mehrsprachige Ausstellung auf über 2.000 Quadratmetern zum Staunen, Entdecken und Träumen ein.

Die Ausstellung ist für Kinder ab drei Jahren geeignet und mit dem Kinderwagen befahrbar.

Die Termine im Dezember 2018:


08./09.12.| 15./16.12.| 22./23.12.|25./26.12| 29./30.12.

Beginn:                14:00 Uhr
Dauer:                 ca. 1,5 Stunden
Preis:                   10 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt
Adresse:              Nationalpark-Zentrum Eifel, Forum Vogelsang IP, Vogelsang 70, 53937 Schleiden



In der Aufnahme

- Wie stellen sich die Wildtiere, z.B. der Biber, auf den Winter ein? Antworten gibt der Ranger bei einer Führung durch die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum Eifel in Vogelsang IP. (Foto: D. Ketz)

Quelle

Nationalparkverwaltung Eifel
Wald und Holz NRW
Nationalparkforstamt Eifel
Urftseestraße 34
53937 Schleiden-Gemünd

Tel.: +49 (0) 24 44 / 95 10-0
Fax: +49 (0) 24 44 / 95 10-85

info@nationalpark-eifel.de


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Für besondere Verdienste im Naturschutz
Für besondere Verdienste im Naturschutz
Für besondere Verdienste im Naturschutz: Prof. Dr. Peter Berthold mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

09/10.12.2018

Für seine Verdienste um den Natur- und Artenschutz erhielt Prof. Dr. Peter Berthold am Montag, den 26. November 2018,
das Bundesverdienstkreuz am Bande. Seit über sechzig Jahren engagiert sich der Wissenschaftler für den Naturschutz. Seit 2005 ist er Stiftungsratsmitglied der Heinz Sielmann Stiftung. Ganz unkritisch sieht er die Auszeichnung nicht: Umweltbehörden und Politik setzten Naturschutzrecht nicht konsequent genug um und Zivilgesellschaft und Ehrenamtliche müssten allzu oft Lücken füllen.

Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, überreichte das Bundesverdienstkreuz im Senatssaal der Universität Konstanz. Der promovierte Diplom-Biologe war von 2007 bis 2016 selbst als hauptamtlicher Landesvorsitzender des NABU Baden-Württemberg im Naturschutz aktiv. In Anspielung auf die vogelkundliche Forschung des emeritierten Professors kommentierte der Staatssekretär die Übergabe der Auszeichnung mit den Worten: „Eigentlich müsste ich Sie beringen.“ So wurde es eine Veranstaltung ganz in Prof. Bertholds Sinne. Ernste, aktuelle umweltpolitische Themen wechselten sich in den Festreden mit amüsanten Anekdoten aus dem Leben des Wissenschaftlers und Naturschützers ab. Die Redner, unter ihnen auch der Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell, Dr. Martin Wikelski, stellten noch einmal das besondere Engagement von Peter Berthold heraus. Der langjährige Leiter der Vogelwarte Radolfzell, Pionier der Zugvogelforschung, Autor zahlreicher Vogelbücher und Verfechter des Naturschutzes in zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen ist weit über die Grenzen der Bodenseeregion für seinen kritischen Blick auf die Entwicklungen im Naturschutz bekannt.

Eben genauso kritisch sieht Berthold auch die Auszeichnung selbst. „Ich habe lange überlegt, ob ich das Bundesverdienstkreuz annehmen soll“, erklärt der mittlerweile 79-Jährige. Er freut sich über den Orden „angemessen-verhalten“ und kritisiert den Staat gleichzeitig stark. „Eigentlich sind viele der Dinge, für die ich mich einsetze, Aufgabe der Umweltbehörden. Diese Projekte müssten wie selbstverständlich erledigt werden, es gibt schließlich Naturschutzgesetze. Dennoch gibt es eine große Lücke, die Zivilgesellschaft und Ehrenamtliche füllen. Ich würde mich mehr freuen, wenn im nächsten Jahr die Zaungrasmücke oder der Gartenrotschwanz wieder in Billafingen brütet.“

Dort, in unmittelbarer Nähe zum Bodensee, lebt Professor Berthold mit seiner Frau und betreibt eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft.
Im Owinger Ortsteil hat er ein Biotop angelegt. Es ist Teil des Biotopverbunds Bodensee, den die Heinz Sielmann Stiftung betreut. Mit der Auszeichnung hofft Berthold auf weitere Spenden für den Biotopverbund, um weiter praktischen Arten- und Naturschutz umsetzen zu können.


Quelle / Foto

Heinz Sielmann Stiftung
Gut Herbigshagen
37115 Duderstadt

Telefon: 0049 (0)5527 914-0
Telefax: 0049 (0)5527 914-100
E-Mail: info(at)sielmann-stiftung.de

Erstellt von Nora Künkler
27.11.2018

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Greenpeace wertet Reden der Kandidaten ..
Greenpeace wertet Reden der Kandidaten ..
Greenpeace wertet Reden der Kandidaten für CDU-Vorsitz aus

09/10.12.2018

Merz, Spahn und AKK ignorieren Zukunftsthema Klimaschutz

Hamburg, 7. 12. 2018 – Die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz ignorieren das Zukunftsthema Klimaschutz weitestgehend.

Mehr zum Thema auf den Seiten von Greenpeace

- https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/merz-spahn-und-akk-ignorieren-zukunftsthema-klimaschutz

Quelle

Greenpeace e. V.
Hongkongstraße 10
20457 Hamburg

Telefon 040-30618-0
Fax 040-30618-100

E-Mail: mail@greenpeace.de


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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Skorpionsfliege


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Wenn die Biodiversität den Wald verlässt
Wenn die Biodiversität den Wald verlässt
Wenn die Biodiversität den Wald verlässt

08/09.12.2018

Oft übersehen – zahllose Tiere verlieren mit dem Transport von eingeschlagenem Holz Lebensraum und Leben.

Deutschland. Immer wieder werden wir mit Situationen konfrontiert die zum Nachdenken anregen. Doch meist werden diese Zustände übersehen oder sehr rasch aus den Augen der breiten Bevölkerung entfernt. Wir nennen diese Sachlagen: „Das stille Sterben der Biodiversität im Zusammenspiel mit einer unabgestimmten Holzabfuhr aus dem Wald“.

Doch um was geht es eigentlich?

Nun in den Spätherbst- und Wintermonaten erkennt der Waldbesucher vielfach die großzügige Rohstoffentnahme aus den Wäldern und Forsten. Die Bäume die noch vor wenigen Tagen als Lebensraum auch für Tiere fungierten wurden gefällt. Ihre Lagerung findet nachfolgend an den Wegerändern der Wälder statt.

Und wer hier nicht nur einen raschen und oberflächlichen Blick an die Baumleichen verschwendet der erkennt häufig das es am toten Stamm noch immer von Leben wimmelt. Es hat sich unter Käfer & Co. noch nicht „herumgesprochen“ dass ihr Lebensraum nicht mehr in gewohnter Form existent ist.

Und so kommt was kommen muss, mit den gefällten Bäumen werden auch unzählige Tiere aus dem Wald, sprich ihrem angestammten Lebensraum verbracht. Neben adulten Tieren wird dabei auch häufig der Nachwuchs mit „entsorgt“.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker
-     Kleiner Zangenbock

Nach dem BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz) und der BArtSchV (Bundesartenschutzverordnung) zeigt sich Rhagium inquisitor als „besonders geschützt“.

Mehr Eindrücke unter:

Spaltenkreuzspinne (Araneus umbricatus)
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=71000&cid=&id=39157

Schrotbock (Rhagium inquisitor) und dessen Larve
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=71000&cid=&id=36358



Neue Lebensräume für die Barbe
Neue Lebensräume für die Barbe
Neue Lebensräume für die Barbe

07/08.12.2018

   Gemeinsame Pressemitteilung mit dem BMUB

Berlin/Bonn, 06. Dezember 2018:
Flüsse und Bäche in Niedersachsen sollen wieder lebenswerter für Fische werden, so zum Beispiel für die vielerorts in ihrem Bestand bedrohte Fischart Barbe. Ein vom Bundesumweltministerium mit 1,3 Millionen Euro gefördertes Projekt will die Nebenflüsse der Aller wieder ihrem natürlichen Zustand näher bringen und damit "barbenfreundlicher" machen - zum Beispiel durch Kiesbänke und strömungsarme Zonen. Es handelt sich dabei um das erste Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt zum Schutz einer Fischart. Inhaltlich wird das Vorhaben vom Bundesamt für Naturschutz begleitet.  

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Die Barbe steht stellvertretend für viele Arten, die unter Druck geraten, weil das Wasser, in dem sie leben, verunreinigt ist, weil ihre Lebensräume zerstört und ihre Wege versperrt werden. Wenn wir Flüsse und Bäche wieder ihrem natürlichen Zustand näher bringen, wie es in diesem Projekt geschieht, helfen wir nicht nur einer Art. Wir tragen dazu bei, zahlreichen Arten ihre natürlichen Lebensräume zurück zu geben."

BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel ergänzt: "Die Barbe benötigt in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien jeweils unterschiedliche und spezifische Mikrolebensräume. Die Larven bevorzugen beispielsweise Gewässerbereiche mit geringen Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten, wie Kiesbänke, während sich die ausgewachsenen Tiere gerne auch in schnell fließenden Gewässerabschnitten aufhalten. Diese Vielfalt der Lebensraumstrukturen wird im Barben-Projekt mit vielfältigen Maßnahmen im und am Gewässer wieder erhöht. Außerdem kommt Deutschland so seiner besonderen internationalen Verantwortung zur Erhaltung dieser Art nach, die bei uns einen Verbreitungsschwerpunkt hat und in Niedersachsen in ihrem Bestand gefährdet ist."

Im Projektgebiet, den Nebengewässern der Aller, sollen beispielsweise Kiesbänke, flach abfallende Gewässerabschnitte (sogenannte Rauschen) und strömungsarme Flachwasserzonen angelegt werden. Durch den Einbau von Totholz und neu zu schaffende, landwirtschaftlich ungenutzte Randstreifen wird die Eigendynamik der Flüsse zusätzlich gefördert. Die Entwicklung, Pflege und Erhaltung von barbenfreundlichen Gewässern wird in Kooperation mit den Gewässerunterhaltungsverbänden und den örtlichen Angelvereinen angestoßen.

Die Umsetzung der Maßnahmen wird von einer intensiven Kommunikations- und Bildungsarbeit begleitet, mit dem Ziel, das Bewusstsein für die heimischen Fischarten sowie für die Bedeutung und Entwicklung naturnaher Fließgewässer zu verbessern.

Das Projekt mit dem Titel "Artenvielfalt in der Aller - Neue Lebensräume für die Barbe. Erhaltung und Entwicklung der Barbenpopulation im südöstlichen Niedersachsen" wird von Oktober 2018 bis September 2024 vom Verein "Aktion Fischotterschutz" durchgeführt. Neben der Förderung des Bundesumweltministeriums werden Drittmittel durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz bereitgestellt.

Projekt-Streckbrief unter: http://bit.ly/barbebfn
Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm: www.biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm.html

In der Aufnahme

- Barbe im Gewässer (Foto: Andreas Hartl)

Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

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NABU ruft zur Wintervogelzählung auf
NABU ruft zur Wintervogelzählung auf
NABU ruft zur Wintervogelzählung auf

07/08.12.2018

Die Stunde der Wintervögel könnte zeigen, wie sich Dürresommer auf Vogelzahlen auswirkt/Online-Vogeltrainer startet
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Berlin
– Wer flattert denn da ans Futterhaus? Der NABU ruft zusammen mit seinem bayerischen Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) vom 4. bis zum 6. Januar 2019 zur neunten „Stunde der Wintervögel“ auf. „Nach dem Jahrhundertsommer 2018 dürfte die Zählung besonders spannend werden“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „bisher können wir mangels Daten nur spekulieren, wie sich die Dürre auf die Vogelwelt ausgewirkt hat. Je mehr Meldungen wir bekommen, um so genauer können wir uns ein Bild von der Lage machen.“

Durch den warmen Sommer tragen wilde Bäume und Sträucher in diesem Jahr besonders viele Früchte. „Die Wintervögel
finden also einen reich gedeckten Tisch vor. Wenn es, wie schon in den vergangenen Jahren, ein milder Winter wird, ist das eine gute Voraussetzung, dass Kurzstreckenzieher wie Rotkehlchen und Star bei uns häufig im heimischen Garten zu beobachten sind“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Marius Adrion, „Sollte es jedoch einen frühen Wintereinbruch mit viel Schnee in Skandinavien geben, können wir mit vielen Erlenzeisigen und Birkenzeisigen rechnen, die von dort zu uns kommen.“

Damit Vogelfreunde sich optimal auf die Zählung vorbereiten können, bietet der NABU erstmals ein eigenes Lernprogramm für die Stunde der Wintervögel an. Welcher Vogel ist in Deutschland am häufigsten zu finden? Bekommen Vögel im Winter kalte Füße? Mit dem neuen kostenlosen E-Learning-Tool „NABU Vogeltrainer“ erfährt man spielerisch alles über 15 häufige Vögel, die im Winter in unseren Gärten zu finden sind. Unter www.vogeltrainer.de kann sich ab sofort jeder fit machen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum neunten Mal statt. Jeder, der Lust hat mitzumachen, kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park Vögel zählen und dem NABU zu melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 15. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 5. und 6. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2018 beteiligten sich über 136.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 92.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei.

Im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 7. bis 11. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW  Zählkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz für Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fünf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.
Infos zur Aktion unter www.stundederwintervoegel.de

Zur Aktion stellt der NABU eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Vogelarten sowie Tipps zur Winterfütterung zur Verfügung.

Audio-Files der häufigsten Gartenvögel stellen wir Ihnen gern zur Verfügung.

E-Learning-Tool Vogeltrainer unte
r: www.vogeltrainer.de

Für Rückfragen:

Marius Adrion, NABU-Vogelschutzexperte, Tel.: 030-284984-1954. Mobil: 0173-5274760, E-Mail: Marius.Adrion@NABU.de

Markus Erlwein, LBV-Pressestelle, Tel. +49(0)9174- 47757-180, Mobil: 0172-6873773, E-Mail: Markus.Erlwein@LBV.de


Quelle
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 134/18 | 7. DEZEMBER 2018
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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Graugänse

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Schutzloser Steigerwald
Schutzloser Steigerwald
Schutzloser Steigerwald: Das Fällen der Starkbäume geht weiter

06/07.12.2018

Verbände fordern nutzungsfreies Schutzgebiet


Zusammen mit dem BUND Naturschutz in Bayern, Greenpeace Bayern, der Gregor Louisoder-Stiftung, dem WWF Deutschland und dem Verein Nationalpark Steigerwald kritisieren wir  die aktuell begonnenen Holzeinschläge im Hohen Buchenen Wald massiv. Das ist ein Skandal!

Mehr zum Thema
- https://www.lbv.de/news/details/schutzloser-steigerwald-das-faellen-der-starkbaeume-geht-weiter/

Quelle
Landesbund für Vogelschutz  in Bayern e.V.

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Eichhörnchen ... bei jeglichen Eingriffen in das Ökosystem muss in unseren Augen darauf geachtet werden das der Wald nicht nur aus ökonomischen Gesichtspunkten heraus bewritschaftet wird. Gerade in einer Zeitspanne in der sich um uns herum so viel verändert bedarf es Tools zur Erhaltung der Artenvielfalt.
Nicht ohne Grund engagiert sich unser Verband intensiv für die Erhaltung der Biodiversität, gerade auch im Steigerwald und Sie dürfen versichert sein das wir garantiert nicht mit allem einverstanden sind was hier passiert. Doch wir bemühen uns gemeinschaftliche Wege zu beschreiten um das Bestmögliche für die Erhaltung der Artenvielfalt zu erreichen.

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Verbände fordern nutzungsfreies Schutzgebiet
Verbände fordern nutzungsfreies Schutzgebiet
Verbände fordern nutzungsfreies Schutzgebiet

06/07.12.2018

Schutzloser Steigerwald: Das Fällen der Starkbäume geht weiter

Der BUND Naturschutz in Bayern, der Landesbund für Vogelschutz, Greenpeace Bayern, die Gregor Louisoder-Stiftung und der Verein Nationalpark Steigerwald kritisieren zusammen mit dem WWF Deutschland die aktuell begonnenen Holzeinschläge im Hohen Buchenen Wald massiv. Nachdem die Staatsregierung den von Verbänden und der Bevölkerungsmehrheit im Steigerwald geforderten Schutz für den Hohen Buchenen Wald versagt hat, wurden dort entgegen der Zusagen der BaySF-Spitze zahlreiche dicke Bäume gefällt. "Jetzt einfach mit dem Abholzen der dicken Bäume weiterzumachen, halten wir für einen Skandal", kritisieren die Verbände. Sie halten an ihrer Grundsatzforderung fest im Steigerwald einen Nationalpark einzurichten. Da dies die aktuelle Staatsregierung in dieser Periode nicht umsetzen will, fordern die Verbände mindestens den Hohen Buchenen Wald als nutzungsfreies Schutzgebiet zu schützen.

Die Verbände stellen dabei klar, dass sie zur Holznutzung stehen, dass aber nicht genutzte Naturwälder ein integraler Bestandteil eines nachhaltigen Waldnutzungssystems sind und deshalb auch geschützt werden müssen.

"Wir fordern, dass die Zusage des Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer an den BN eingehalten werden, dass im Hohen Buchenen Wald in diesem Winter keine dicken Bäume gefällt werden", so Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender des BUND Naturschutz. "Die Einschläge müssen umgehend eingestellt werden."

"Unsere vielen Mitglieder vor Ort sind entsetzt, dass nun bereits zahlreiche dicke Bäume der Säge zum Opfer gefallen sind", so Liebhard Löffler, 1. Vorsitzender Verein Nationalpark Steigerwald. "Der Schutz der dicken Bäume und des Hohen Buchenen Waldes wäre zum Vorteil für Mensch und Natur."

"Wir fordern Forstministerin Michaela Kaniber als Aufsichtsratsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten auf, hier einzuschreiten und die BaySF anzuweisen,
im Steigerwald als Minimalkompromiss den Hohen Buchenen Wald zu schützen", so Volker Oppermann, Greenpeace Bayern.

"Bayern hat eine besondere Verantwortung für den Schutz der Buchenwälder. Wir fordern die Staatsregierung daher auf ein großflächiges nutzungsfreies Schutzgebiet einzurichten, mit dem Bayern sich für ein Weltnaturerbe Buchenwälder bewerben kann", so Helmut Beran, stellvertretender Geschäftsführer des Landesbundes für Vogelschutz.

"Das Ziel aus dem Koalitionsvertrag der Bayerischen Staatsregierung 10 % des Staatswaldes als nutzungsfreien Naturwald zu schützen, muss naturschutzfachlich fundiert umgesetzt werden", fordert Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung. "Der Hohe Buchene Wald muss als Tafelsilber der Bayerischen Natur dabei berücksichtigt und unbedingt geschützt werden."

"Mit jedem Einschlag wird die vor 4 Jahren begonnene natürliche Waldentwicklung wieder unterbrochen", kritisiert Hermann Bösche, Vorsitzender Naturforschende Gesellschaft Bamberg. "Damit wird ein Naturwald verhindert, der für den Schutz der Wald-Biodiversität unersetzlich ist."

Für Rückfragen:

Dr. Ralf Straußberger, BN Wald- und Jagdreferent, mobil 0171 / 738 17 24

Mehr Bilder zum Einschlag finden Sie unter https://www.bund-naturschutz.de/wald/nationalpark-steigerwald/glb.html


Einschlag Steinkreuz, Foto:
Günther Oltsch BN


Quelle

UND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)

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... Deutschen Umweltpreises 2019 startet
... Deutschen Umweltpreises 2019 startet
Suche nach Träger des Deutschen Umweltpreises 2019 startet

06/07.12.2018

Osnabrück/Mannheim.
Potentielle Preisträger gesucht: Die Kandidatensuche für den unabhängigen, mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis 2019 hat begonnen. Bis zum 15. Februar haben rund 200 Personen und Institutionen – darunter Forschungs- und Naturschutzeinrichtungen, Arbeitgeber- und Branchenverbände sowie Gewerkschaften, Kirchen und Medien – die Möglichkeit, ihre Favoriten für die Auszeichnung vorzuschlagen. Mit dem höchstdotierten Umweltpreis Europas würdigt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Leistungen von Persönlichkeiten, die vorbildlich zum Schutz der Umwelt beitragen oder beigetragen haben. Die festliche Verleihung findet am 27. Oktober im Mannheimer Congress Center Rosengarten statt.

16-köpfige Experten-Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

Jedes Jahr erreichen die DBU-Geschäftsstelle in Osnabrück viele Kandidatenvorschläge. Welche Institutionen Vorschläge machen können, ist auf der Homepage des Deutschen Umweltpreises zu lesen (www.dbu.de/umweltpreis). Die Empfehlungen werden einer unabhängigen und hochkarätigen 16-köpfigen Experten-Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. Anschließend trifft das DBU-Kuratorium auf Basis des Jury-Votums die endgültige Wahl und benennt den oder die Umweltpreisträger. „Ob mittelständische Unternehmer oder Wissenschaftler – mit dem Preis zeichnen wir Persönlichkeiten aus, die sich mit ihren innovativen Projekten, Maßnahmen oder Lebensleistungen vorbildlich für den Schutz der Umwelt eingesetzt haben oder einsetzen“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Ihre Leistungen sollten modellhaft und praktisch umsetzbar sein, um einen möglichst großen Nachahmungseffekt zu erzielen.

Umweltprobleme mit geeigneten Strategien entschärfen

Seit 1993 verleiht die DBU ihren Deutschen Umweltpreis an herausragende Pioniere des Umweltschutzes. Mit der Auszeichnung will sie Personen, Unternehmen und Organisationen dazu „anstiften“, Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien bereits im Vorfeld zu entschärfen. Unter anderem wurden schon der Ozonforscher und spätere Nobelpreisträger für Chemie, Professor Dr. Paul J. Crutzen (1994), und der ehemalige Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer (2002), mit dem Preis ausgezeichnet.

Im Meer und an Land: 2018 ganz im Zeichen von Wasser

2018 ging der zum 26. Mal verliehene Deutsche Umweltpreis an die Meeresbiologin Prof. Dr. Antje Boetius (Bremerhaven) und ein interdisziplinäres Abwasser-Expertenteam um Prof. Dr. Roland A. Müller, Dr. Manfred van Afferden, Dr. Mi-Yong Lee und Dipl.-Ing. Wolf-Michael Hirschfeld (alle Leipzig). Das Team wurde für das Schaffen einer dezentralen Lösung für die Abwasserentsorgung in Jordanien ausgezeichnet. Boetius erhielt den Preis für ihre Leistung in der Meeres- und Polarforschung sowie ihre Fähigkeit, die gewonnenen Erkenntnisse einem breiten Publikum zu vermitteln. Die DBU betonte damit die Bedeutung der Meere für Klima, Lebensvielfalt und Nahrungsversorgung und warnte vor Klimawandel, Umweltverschmutzung und Überfischung. Zudem sollte der weiteren Forderung der Vereinten Nationen Nachdruck verliehen werden, bis 2030 für die Weltbevölkerung sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen und eine angemessene Sanitärversorgung für alle und damit deutlich bessere Lebensbedingungen zu gewährleisten, sagte Bonde. Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hatte den Preisträgern die höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas am 28. Oktober in Erfurt überreicht.

Aufnahme
- Noch bis zum 15. Februar 2019 können Personen für den unabhängigen und mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis vorgeschlagen werden. © Peter Himsel/DBU


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Wenn den Schädlingen Unheil blüht
Wenn den Schädlingen Unheil blüht
Landwirtschaft: Wenn den Schädlingen Unheil blüht

06/07.12.2018

Hannover.
Zwischen Raps und Rüben bilden Blühstreifen an Feldrändern immer häufiger einen Rückzugsort für heimatlos gewordene Tier- und Pflanzenarten. Doch die bunten Streifen können noch viel mehr: Richtig „zusammengesetzt“ locken sie gezielt Nützlinge an. Das sind Tier- und Pflanzenarten, die unliebsame Schädlinge wie Blattläuse abwehren. Das Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme – Abteilung Phytomedizin (IPP) an der Leibniz Universität Hannover hat mit der Firma Appels Wilde Samen (Darmstadt) eine entsprechende Saatgutmischung zusammengestellt, die nun zum Kauf angeboten wird. Fachlich und finanziell wurde das Forschungsprojekt mit knapp 125.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese kleinen Oasen nicht nur zum Artenschutz beitragen, sondern auch aktiven Pflanzenschutz im Anbau ermöglichen. Damit wird das Anlegen solcher Flächen noch attraktiver für Landwirte“, resümiert Dr. Rainer Meyhöfer vom IPP.

Blühstreifen als Lebensraum und Pflanzenschutzmittel


DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Seit Jahren beobachten wir einen Rückgang von Tier- und Pflanzenarten in unserer Kulturlandschaft. Dieser Rückgang muss aufgehalten werden. Das Schaffen von Lebensräumen – beispielsweise durch Blühstreifen – kann hier ein effektives Mittel sein.“ In verschiedenen Bundesländern werden Landwirte deshalb finanziell gefördert, wenn sie entlang ihrer Felder Blühstreifen anlegen, um die Artenvielfalt zu erhöhen. „Ein weiterer Vorteil, der vor allem für Landwirte interessant ist: Mit einer entsprechend zusammengesetzten Saatgutmischung für die angrenzenden Blühstreifen können angebaute Pflanzen aktiv vor Schädlingen geschützt werden“, so Bonde weiter. Das habe das nun abgeschlossene Projekt mithilfe der entwickelten Saatgutmischung am Beispiel von Rosenkohl aufgezeigt.

Entwickelte Mischung fördert Nützlinge und wehrt Schädlinge ab

Um dies zu leisten, muss die Pflanzenmischung sogenannten Nützlingen unter anderem Nahrung und Schutz bieten. „Gibt es beispielsweise mit Marienkäfern oder Schwebfliegen viele natürliche Feinde von Blattläusen und anderen landwirtschaftlichen Schädlingen, fressen entsprechend weniger unliebsame Insekten die angebauten Pflanzen“, erläutert Meyhöfer. „Auf der anderen Seite sollte die ausgesäte Mischung so konzipiert sein, dass die darin enthaltenen Pflanzen für Problemschädlinge, wie beispielsweise Schadschmetterlinge, möglichst unattraktiv sind.“ Diese Aspekte seien im Umgang mit Blühstreifen im Rahmen des Projektes erstmals berücksichtigt worden.

Zukünftig Blühstreifen für andere Gemüsesorten entwickeln

„Wichtig ist, dass auch die entwickelte Saatgutmischung verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet. Somit hilft sie nicht nur beim aktiven Pflanzenschutz, sondern stärkt generell den Artenschutz“, so DBU-Referent Dr. Holger Wurl. Dank des aktiven Pflanzenschutzes könne im besten Fall langfristig weniger Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen und so die Umwelt zusätzlich entlastet werden. Wurl: „Da die Mischung nun von Landwirten für ihre Feldränder genutzt werden kann, sind die Projektergebnisse in der Praxis angekommen.“ Zukünftig wollen die Projektpartner weitere Mischungen erarbeiten, um mit Blühstreifen auch andere Anbauprodukte aktiv schützen zu können.

Fachlicher Ansprechpartner zum Projekt: Dr. Rainer Meyhöfer, 0511|762-3096

Quelle

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Philodromus margaritatus


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Förderbescheid für Untere Havelniederung
Förderbescheid für Untere Havelniederung
NABU erhält Förderbescheid für Untere Havelniederung

06/07.12.2018

Miller: Modellprojekt für ganz Europa

Berlin – Der NABU freut sich über Grünes Licht für die Fortsetzung von Europas größtem Flussrenaturierungsprojekt
an der Unteren Havel: Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am heutigen Dienstag einen Förderbescheid über 18 Millionen Euro an den NABU übergeben. Die Finanzierung der Projektverlängerung bis 2025 durch den Bund ist damit gesichert. Die Untere Havel in Sachsen-Anhalt und Brandenburg wird gerade auf über 90 Kilometern Länge wieder zu einem lebendigen Fluss.

Die Untere Havelniederung ist mit über 1.100 gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Arten das größte zusammenhängende Binnenfeuchtgebiet des westlichen Mitteleuropa. Das NABU-Großprojekt läuft in Zusammenarbeit von Naturschutz, Behörden und Politik. Durch den früheren Flussausbau und ehemalige Nutzung als Bundeswasserstraße war das Gebiet akut bedroht. „Die Renaturierung der Unteren Havel ist ein Modellprojekt für ganz Europa. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt, geschädigte Lebensräume werden revitalisiert. Ich bedanke mich für das gegenseitige Vertrauen und die Kooperation bei allen Beteiligten ganz herzlich. Das gilt ebenso für alle Spender und Sponsoren, die den NABU bei diesem Projekt unterstützen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Renaturierung von Flüssen ist eine Generationenaufgabe. An der Havel geht es um vier Jahre Planungszeit und 16 Jahre Umsetzungszeit. Wir unterstützen dieses Vorhaben des NABU seit Beginn und mit insgesamt mehr als 28 Millionen Euro Bundesmitteln bis 2025. Was wir aus diesem wegweisenden Projekt an der Havel lernen, wird uns auch bei der Renaturierung anderer Wasserstraßen helfen, wie wir sie beispielsweise mit dem ‚Blauen Band Deutschland‘ umsetzen werden.“

In den vergangen Jahren wurden im Projektgebiet Altarme angeschlossen, Auenwälder initialisiert und Steinschüttungen am Ufer entfernt. Röhrichte und Weidengebüsche können sich so wieder entwickeln. Sie bieten damit nicht nur zahlreichen Tieren einen Lebensraum, sondern filtern auch Flusswasser, was sich vorteilhaft auf die Wasserqualität auswirkt. Seit Beginn der konkreten Baumaßnahmen 2009 konnten insgesamt 14 Kilometer Uferdeckwerk zurückgebaut, 33 Flutrinnen und neun Altarme an den Fluss angeschlossen werden. Es wurden Uferverwallungen abgesenkt, damit sich natürlicher Auenwald entwickelt. Außerdem wurden 29 Hektar Auenwald gepflanzt und 735 Hektar Fläche für den Naturschutz gesichert.

„Bereits jetzt ist ein positiver Effekt auf die charakteristischen typischen Lebensgemeinschaften der Flussaue zu beobachten. Ab dem kommenden Jahr werden wir, neben der Renaturierung weiterer Ufer und der Wiederanbindung von Flussarmen und Flutrinnen, auch die ersten nicht mehr benötigten Deiche zurückbauen und damit wertvolle Auenlebensräume für die Havel zurückgewinnen“, so NABU-Projektleiter Rocco Buchta.

Seit 2005 setzt der NABU gemeinsam mit dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt das, zusammen mit der Projektverlängerung, insgesamt über 40 Millionen Euro umfassende Naturschutzprojekt, um. Der Bund stellt 75 Prozent der Mittel, elf Prozent das Land Brandenburg, je sieben Prozent das Land Sachsen-Anhalt und der NABU.

Hintergrund:
Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropa. Mehr als 1.100 vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten leben hier. See- und Fischadler, Bekassine, Rotschenkel, Uferschnepfe, Flussuferläufer, Uferschwalbe, Eisvogel, Großer Brachvogel und Wachtelkönig sind hier zuhause ebenso wie Biber und Fischotter. Die seltenen Fischarten Rapfen, Schlammpeitzger und Flussneunauge sind ebenso nachweisbar, wie die Libellenart Asiatische Keiljungfer. Auch Sumpfdotterblume, Lungenenzian und Schwarze Segge finden an der Unteren Havelniederung einen Lebensraum.


Für Rückfragen:
Rocco Buchta, Leiter NABU-Projektbüro Untere Havelniederung, Tel. 03385-499000, mobil: 0172-9193680, E-Mail: Rocco.Buchta@NABU.de


Quelle

Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10108 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Kathrin Klinkusch & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510 und -1722, Fax -2500

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Graureiher

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Natur ist wichtiger als Holz
Natur ist wichtiger als Holz
Natur ist wichtiger als Holz – Deutsche wollen mehr staatlichen Schutz für den Wald

06/07.12.2018

82 Prozent der Deutschen fordern laut einer Forsa-Umfrage, dass Bund, Länder und Kommunen sich entschiedener
für den Wald als natürlichen Lebensraum einsetzen. Für die Mehrheit der Befragten ist der Schutz der biologischen Vielfalt im Wald zudem wichtiger, als die forstwirtschaftliche Nutzung.

Die Deutschen empfinden den Wald als besonders schützenswert. Für 91 Prozent der Befragten ist der Wald als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sehr wichtig. Das zeigt eine neue Forsa-Umfrage, die von der Naturwald Akademie in Auftrag gegeben wurde. Den Schutz von Wasser, Klima und Böden durch den Wald bewerten fast ebenso viele der Deutschen (89 Prozent) als sehr bedeutend ein. Mehr Waldnaturschutz, weniger Forstwirtschaft, sagt die Mehrheit der Befragten: 55 Prozent finden es wichtiger, den Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu bewahren, als mit Holzverkauf Geld zu verdienen. Je jünger die Befragten, desto wichtiger ist ihnen der Wald, als Schutzraum für biologische Vielfalt.

„In Zeiten von Artensterben und den sichtbaren Zeichen des Klimawandels in diesem Sommer wird den Menschen in der Stadt und auf dem Land immer bewusster, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Die Umfrage zeigt, dass die Bürger erwarten, dass sich Bundes- und Landesregierung mehr für den Wald einsetzen“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Wir fordern daher, dass in den Waldgesetzen endlich der Schutz der Wälder deutlicher niedergeschrieben wird“, so Tschimpke. Möglich wäre dies beispielsweise durch eine Definition der sogenannten „Guten fachlichen Praxis“, beziehungsweise der „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“ nach ökologischen Erfordernissen. Dazu gehört beispielsweise die Förderung von heimischen Baum- und Straucharten, der Verzicht auf eine Bewirtschaftung bei zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche oder das Verbot von Pestiziden im Wald.

„Die Befragung zeigt, Bürger wünschen sich natürliche Wälder mit einer intakten Natur. Aber im Wald steht oft die Gewinnung von Holz im Vordergrund. Wir brauchen dringend einen Systemwechsel in der Forstwirtschaft “, sagt Pamela Scholz, Geschäftsführerin der Naturwald Akademie.  

Zum Hintergrund:
Das Forsa-Institut hat im Auftrag der Naturwald Akademie repräsentativ 1.000 Bürger im Spätsommer 2018 zur „Bedeutung des Waldes“ befragt.

Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie auf der Seite https://naturwald-akademie.org/presse/pressemitteilungen/

Originaldaten: https://naturwald-akademie.org/wp-content/uploads/2018/12/Ergebnisse-forsa-Umfrage_NWA_Wald.pdf


Für Rückfragen:

Ansprechpartner Naturwald Akademie  
Matthias Fischer
Tel: 0163/428 840 4
medien@naturwald-akademie.org

Ansprechpartner NABU:
Stefan Adler, NABU-Waldexperte
Tel: 030 /284 984-1623, Mobil 0172-283 266 3
Stefan.Adler@NABU.de

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Quelle

NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch, Iris Barthel, Nicole Flöper, Silvia Teich, Britta Hennigs
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NABU-Bundesgeschäftsstelle
Charitéstraße 3
10117 Berlin

Tel. +49(0)30.28 49 84-1510, -1952, -1958, -1588, -1722
Fax +49 (0)30.28 49 84-3510
E-Mail: presse@NABU.de
Web: www.NABU.de

Twitter: www.twitter.com/NABU_presse


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Amerikanische Kiefernwanze und Florfliege suchen sich am Totholz ein Winterquartier

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Letzte Aktualisierung:
13.12.2018 um 20:29 Uhr
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