Unsere Partner Teil 1Unsere Partner Teil 2Unsere Partner Teil 3Unsere Partner Teil 4Unsere Partner Teil 999
Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns ehrenamlich und unabhängig für die Erhaltung Bundesdeutscher Biodiversität, unter Einbindung pädagogischer Umweltbildungskomponenten - Artenschutz in Franken® ... Artenschutz und Umweltbildung anders erleben ...
Loading...
Logo - Artenschutz in Franken - Artenschutz im Steigerwald Mitglied werden
Auszeichnungen für AiF


+++ Artenschutz in Franken® - Auszeichnung UN Dekade Biologische Vielfalt Preis am 29.06.2018 in Ittlingen durch Herrn Staatssekretär Dr. Baumann +++ Artenschutz in Franken® Sommerfest in Wonsees am 01. 07.2018 mit Übergabe UN Dekade Biologische Vielfalt Auszeichnung durch Emmi Zeulner ( MdB ) +++ Artenschutz in Franken®

Ausgezeichnetes Projekt

Artenschutz in Franken®


Seit über 22 Jahren
engagiert sich der Verband
Artenschutz in Franken® (A.i.F) vollkommen
ehrenamtlich und sowohl wirtschaftlich, als auch politisch unabhängig, für die Belange des praktisch-professionellen Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus.

Doch unsere Wurzeln
reichen viel weiter zurück.

Bereits seit über 40 - 70 Jahren
engagieren sich Teile unserer Organisation für den Artenschutz, der damals landläufig unter der Benennung "Naturschutz- Vogelschutz" geführt wurde.

Wir bringen uns für das ein was auch Ihnen sehr am Herzen liegt.

Die Erhaltung unserer Heimat, sowie die lebenswerte und gesunde Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.

Vielfältiges Engagement im Sinne uns nachfolgender Generationen, so einer unserer Zielvorgaben die uns seit vielen Jahren prägen.

Auf dieser Internetpräsenz möchten wir unser  Engagement, das wir außnahmslos in unserer Freizeit umsetzen, etwas näher vorstellen.

-------------------------------------------

Notrufnummern

Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:

Info bei Betätigung der Verlinkung:
Diverses - Notrufnummern

Notrufnummern im Bundesgebiet
- http://zergportal.de/baseportal/tiere/Tiernotruf

-----------------------------------

Was tun beim Wildunfall
-
https://www.jaegermagazin.de/jaeger-praxis/praxistipps/wildunfall-was-tun-wenn-es-kracht/2/
- https://www.motor-talk.de/wildunfall
------------------------------------------

Rechtliches

Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:

Bayerisches Naturschutzgesetz – BayNatSchG
- www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayNatSchG?AspxAutoDetectCookieSupport=1

Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
- https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/

Tierschutzgesetz
- https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html



Monatlich verfolgen rund
90.000 - 120.000 Besucher
das Engagement des
Artenschutz in Franken®
auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®

- Die Artenschutzmacher -

---------------------------------------------

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steigerwaldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Franken und weit darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®


Zur Information

- Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.

- Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.

- Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.

-----------------------------

Mehr über unser Engagement finden Sie hier:

Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeitsvereinbarung
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=13000

Über uns
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=10000

Impressum/Satzung
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=120000



Über den Steigerwald:

"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald



Nachgedacht - ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund


In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund. Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.


Quelle
Hubertus Zinnecker

Herzlich Willkommen auf unserer Internetpräsenz!




26.06.2018 Projekt Kleine Eulen - Ganz Gross
29.06.2018 2018 - UN Dekade Biologische Vielfalt


[ zum Logbuch ]

Virtuelle Tour Steigerwald-Zentrum Innenbereich
Steigerwald-Zentrum - Nachhaltigkeit erleben e.V.
Webcam Steigerwald-Zentrum - Handthal Steigerwald-Zentrum - Cam 1 Virtuelle Tour Steigerwald-Zentrum Außenbereich

Virtuelle Tour Umweltzentrum
Umweltzentrum Breitengüßbach
Virtuelle Tour Fledermausbunker

FAUN - Initiative Waldnaturschutz Integrativ

Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®

Tierfund-Kataster
Tierfund-Kataster
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.

www.ornitho.de

Netzwerk Steigerwald

Sherlock Quack

Lacerta

Club300
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.

The Wolf Conservation Association VZW

WWF

Markus Wasmeier Museum

Kräuterdorf Nagel

Nationalpark Berchtesgaden

Nationalpark Bayerischer Wald

Nationale Naturlandschaften

Arberwoidradio

Verein Jordsand

DGHT

Erster Online-Atlas der
Amphibien und Reptilien
für Deutschland:
www.feldherpetologie.de/atlas

Stelen der Biodiversität
Virtuelle Tour Stele im Freistaat Thüringen Virtuelle Tour Stele in Baden-Württemberg Virtuelle Tour Stele im Freistaat Bayern Virtuelle Tour Stele in Rheinland-Pfalz Map aller Stelen in Deutschland
LBV

Welt der Tiere

Amphibien Umschlag

Pilzkunde
Graue Gartenwanze erlegt Weißling
Graue Gartenwanze erlegt Weißling
Graue Gartenwanze erlegt Weißling

24/25.06.2018

Die Graue Gartenwanze ... hat hier im Morgengrauen einen Grünadrigen Weißling erlegt.In der Literatur steht, dass diese Wanzenart sich auch von toten Insekten ernährt. Das hat diese Wanze wohl nicht gewusst ... so Bernhard Schmalisch der uns diese aussagekräftige Aufnahme zugeleitet hat ...


Spirituelle Entdeckertouren im wilden Wald
Spirituelle Entdeckertouren im wilden Wald
Spirituelle Entdeckertouren im wilden Wald

23/24.06.2018

Drei Führungen der Reihe Nationalpark und Schöpfung im Falkensteingebiet

Zwieslerwaldhaus/Lindberg. Seit vielen Jahren bietet der Nationalpark zusammen mit den Kirchen der Region eine besondere Führungsreihe an. Dabei werden spirituelle Impulse und naturkundliches Wissen kombiniert. Rund um den Falkenstein finden in den nächsten Tagen gleich drei Veranstaltungen unter dem Motto Nationalpark und Schöpfung statt.


Los geht’s am Mittwoch, 27. Juni. Dann führt Susanne Keilhauer, Religionspädagogin und Waldführerin, alle Interessierten zum Thema „Dem Leben auf der Spur“ mit besinnlichen Pausen von der Weißen Brücke am Höllbach zur Höllbachschwelle und wieder zurück. Treffpunkt für die rund zweieinhalbstündige Tour ist um 15:45 Uhr in Lindberg am Parkplatz Weiße Brücke.

Mit „Panta rhei – Alles fließt“  ist die zweite Wanderung am Dienstag, 3. Juli, überschrieben. Diesmal geht’s mit der Waldbahn gemeinsam von Ludwigsthal nach Bayerisch Eisenstein. Susanne Keilhauer und Pastoralreferent Josef Scheuerecker gestalten anschließend eine Führung auf dem Flusswanderweg zurück nach Ludwigsthal. Treffpunkt für die circa dreistündige Tour ist um 17:45 Uhr in Ludwigsthal an der Bushaltestelle.

Und gleich einen Tag später, am Mittwoch,  4. Juli, bietet sich die Gelegenheit, eine Wanderung mit dem Titel „Der Baum des Lebens“ mitzumachen. Dabei lernen die Teilnehmer mit Susanne Keilhauer den alten Wald und die besondere Bäume rund um Zwieslerwaldhaus kennen. Auch eine Einkehr im Schwellhäusl ist eingeplant. Der Treffpunkt für die etwa zweieinhalbstündige Führung ist um 13 Uhr in Zwieslerwaldhaus am Parkplatz Brechhäuslau.

Alle Führungen sind kostenlos. Anmeldungen werdem erbeten bei Susanne Keilhauer unter 0152 21032292.

Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldFreyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Fuchs ... neue Aufnahmen eigestellt ..

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



... Wiederaufbau von Wäldern
... Wiederaufbau von Wäldern
Zentralasiatische Länder bekennen sich zum Wiederaufbau von Wäldern

23/24.06.2018

Bonn Challenge-Regionalkonferenz in Astana sagt Wiederaufbau von über 2,5 Millionen Hektar Wäldern zu
Wälder und Waldlandschaften werden künftig gemeinsam geschützt

Astana, 22. Juni 2018:
Acht Länder in Zentralasien und im Kaukasus haben sich der „Bonn Challenge“ angeschlossen und wollen einen Beitrag zu dem Ziel leisten, bis zum Jahr 2020 150 Millionen Hektar Wälder weltweit wieder aufzubauen. Mit der „Astana-Resolution“ haben sie darüber hinaus den starken Willen zum Ausdruck gebracht, die regionale Zusammenarbeit für Erhalt und Wiederaufbau von Wäldern und Waldlandschaften auszubauen. Dazu haben sich die offiziellen Regierungsvertreterinnen und -vertreter von Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan im Rahmen eines regionalen Ministertreffens in Astana, Kasachstan, am 21. und 22. Juni 2018 bekannt und den Wiederaufbau von zweieinhalb Millionen Hektar Wäldern zugesagt.

In Vertretung von Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth eröffnete Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), die Konferenz: „Die Wälder des Kaukasus und Zentralasiens sind ein gutes Beispiel für den großen Reichtum an Naturressourcen in dieser Region, den es zu würdigen und zu schützen gilt. Landdegradierung, Biodiversitätsverlust und das Management der Auswirkungen des Klimawandels hätten grenzübergreifenden Charakter und können nur durch regionale Kooperationen bewältigt werden. Ein besonderes Gewicht legt die Bundesregierung in ihrer Zusammenarbeit mit den zentralasiatischen und kaukasischen Ländern daher auf regionale Ansätze und die Stärkung zwischenstaatlicher Kooperationen und des Austauschs. Die Bonn Challenge zum Wiederaufbau von Wäldern und Waldlandschaften bietet dafür eine ideale Plattform.“

Die Ministerkonferenz in Astana wurde gemeinsam vom Landwirtschaftsministerium Kasachstans, der Weltnaturschutzunion IUCN und maßgeblich von der gemeinsamen Wald- und Forst-Einheit der Wirtschaftskommission für Europa UNECE und der Welternährungsorganisation FAO organisiert.

Olga Algayerova, Exekutivsekretärin der UNECE: „Die Steigerung der Bemühungen um den Wiederaufbau von Wäldern ist entscheidend, um die vielen Leistungen von Wäldern nutzbar zu machen; damit meine ich deren ökologische, ökonomische und soziale Leistungen im Großen, aber auch ihren Nutzen für das Klima. Nationale Zusagen zur Bonn Challenge und deren Umsetzung können daher die Bemühungen der Länder unterstützen, zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen unter der Agenda 2030 und anderen relevanten internationalen Verpflichtungen wie der Klimarahmenkonvention beizutragen.“

Das Regionaltreffen in Kasachstan ist Teil der globalen Aktionsplattform „Bonn Challenge", die das Bundesumweltministerium 2011 initiiert hat. Damals hatten sich in Bonn zahlreiche Länder darauf verständigt, bis 2020 weltweit 150 Millionen Hektar zerstörter Waldflächen und bis 2030 mindestens 350 Millionen Hektar degradierter und entwaldeter Landfläche wiederherzustellen.

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: „Die Bonn Challenge ist die umfassendste Initiative zum Wiederaufbau von Wäldern weltwei
t. Sie hat seit ihrem Start vor sieben Jahren eine unglaubliche globale Dynamik ausgelöst. Seit heute beteiligen sich auch acht zentralasiatische Länder mit dem Wiederaufbau von über zweieinhalb Millionen Hektar Waldfläche. Ohne den weltweiten Wald-Aufbau können wir die Klimaziele von Paris kaum erreichen.“

Regionalkonferenzen zum Wiederaufbau von Wäldern im Rahmen der „Bonn Challenge" hat es bereits in Lateinamerika, Südostasien und Afrika gegeben. Nach dem Prinzip des Voneinander-Lernens und Miteinander-Umsetzens führen sie zu einer neuen Form multilateraler Zusammenarbeit.

Weitere Informationen: www.bmu.de/N51704/

Mehr über die Bonn Challenge: www.bonnchallenge.org

Website zur Konferenz: www.unece.org/index.php?id=47712

Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

- Große Pechlibelle

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Finkenjagd auf Malta illegal
Finkenjagd auf Malta illegal
NABU begrüßt EuGH-Urteil, dass Finkenjagd auf Malta illegal ist

23/24.06.2018

Miller: Ein klares Signal an alle EU-Länder, dass die Vogelschutzrichtlinie nicht willkürlich aufgeweicht werden darf
________________________________________________________________

Berlin/Brüssel
– Der NABU begrüßt das gestern vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) ergangene Urteil, dass die Ausnahmeregelung Maltas, die den Fang von Finken erlaubt, gegen die europäische Vogelschutzrichtlinie verstößt und damit illegal ist.

Dazu NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Das Urteil ist ein wichtiger Schritt für die konsequente Umsetzung des Vogelschutzes in Europa. Damit wird ein langjähriger Streit beendet und ein klares Signal an alle anderen EU-Länder gesendet, dass die Vogelschutztrichtlinie nicht willkürlich durch einzelne nationale Regierungen aufgeweicht werden kann. Malta versucht seit Jahren, die EU-Vogelschutzrichtlinie durch großzügige Ausnahmeregelungen zu umgehen. Jetzt hat das Gericht klargestellt: Die strengen Auflagen für Ausnahmen vom geltenden Jagdverbot werden nicht erfüllt. Die Finkenjagd auf Malta mit Netzen und Fallen ist damit illegal.“

NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann: „Die Regierung von Malta steht nun in der Pflicht, das EuGH-Urteil schnell umzusetzen. Eine weitere Finkenjagdsaison darf es nicht mehr geben. Die EU-Kommission muss neben der Regelung zum Finkenfang auch zwei weitere dubiose maltesische Ausnahmegenehmigungen vor den europäischen Gerichtshof bringen: den Netzfang von Singdrosseln und Goldregenpfeifern und den Frühjahrsabschuss von Wachteln. Diese Ausnahmegenehmigungen öffnen der illegalen Jagd auf Malta Tür und Tor und machen eine Kontrolle der Schutzbestimmungen fast unmöglich. Zudem gibt es immer wieder zahlreiche Fälle, bei denen während der üblichen Jagdsaison im Herbst geschützte Arten illegal geschossen werden. Es gibt also noch viel zu tun.“

Hintergrund:

Der NABU unterstützt seit vielen Jahren seinen Partner BirdLife Malta bei seinem Kampf gegen das Töten und Fangen von Zugvögeln in Malta. Dazu gehört neben der Zusammenarbeit mit den Behörden zur Bekämpfung von Wilderei auch die politische Arbeit gegen dubiose Ausnahmeregelungen, die eigentlich verbotene Jagdpraktiken legalisieren. Seit 2014 hatte BirdLife Malta neben anderen Umweltorganisationen systematisch Beweise und Argumente gesammelt, die belegen, dass die maltesische Finkenfang-Genehmigung keineswegs den strengen Ausnahmebedingungen der EU-Vogelschutzrichtlinie entspricht.

Mehr Infos: www.NABU.de/finkenfang

Für Rückfragen:

Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. +49 (0)30.28 49 84-1620,
Mobil +49 (0)172.910 82 75, E-Mail: Lars.Lachmann@NABU.de


Quelle
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 74/18 | 22. JUNI 2018
________________________________________________________________
Umwelt/EU/Vogelschutz


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Johannes Rother

- Buchfinkmännchen

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Bänder des Lebens ....
Bänder des Lebens ....
Bänder des Lebens, Naturschutzprojekt, chance.natur, Vernetzung der Lebensräume


23/24.06.2018

„Bänder des Lebens“ vernetzen Lebensräume und Menschen

   Bundesumweltministerium fördert Naturschutzgroßprojekt mit rund 1,4 Millionen Euro
   Auftaktveranstaltung im Hunsrück

Berlin/Bonn, 22.06.2018:
„Bänder des Lebens im Hunsrück“ – der Name des neuen Naturschutzgroßprojekts ist Programm. Denn die Vernetzung der Lebensräume von typischen Tier- und Pflanzenarten und landschaftsprägenden Nutzungsformen in der Region haben sich die Träger des Projekts als Leitziel gesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Bundesumweltministerium die „Bänder des Lebens“ aus Mitteln des Programms „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ mit rund 1,4 Millionen Euro. Im Beisein der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, und der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel, findet am Sonntag, 24. Juni 2018, die Auftaktveranstaltung zu den „Bändern des Lebens“ auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld statt.

Schwarzelühr-Sutter: „Naturschutzgroßprojekte sind die Leuchttürme des Naturschutzes in Deutschland. Sie nehmen besonders schutzwürdige Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung in den Blick. Der Hunsrück erfüllt diese Kriterien in herausragender Weise. Er ist einer der wertvollsten Naturschätze unseres Landes. Mit dem Programm ‚chance.natur‘ leistet die Bundesregierung einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und des nationalen Naturerbes in Deutschland.“

Prof. Beate Jessel ergänzt: „Der Hunsrück ist für ein Naturschutzgroßprojekt prädestiniert: Hier findet sich nicht nur eine Vielzahl von Naturschätzen, sondern auch eine Vielzahl engagierter Menschen, die sich für die Landschaft stark machen, in der sie leben. Und die Kooperation dieser Menschen braucht es, um Vorhaben wie die ‚Bänder des Lebens‘ erfolgreich werden zu lassen und für Natur und Landschaft eine dauerhafte Perspektive zu gestalten. “

Die Region Hunsrück ist reich an unterschiedlichen Lebensräumen für seltene Arten wie Wildkatze und Haselhuhn, Arnika und Moosbeere. Doch auch Hangwälder, Moore, Bachauen oder artenreiche Wiesen verändern sich oder gehen ganz verloren. Dies führt dazu, dass ehemals häufig vorkommende Arten wie Arnika und Moosbeere in der Region inzwischen selten geworden sind.

In dem nun begonnenen Projekt I (Planungsphase) wird ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) erarbeitet. In einem ersten Schritt werden die Vorkommen derjenigen Arten und Lebensräume ermittelt, die für die Region eine besondere Bedeutung haben. Zugleich wird ausgelotet, welche Flächen für die Vernetzung der Lebensräume essentiell sind. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden Maßnahmen entwickelt, die dazu beitragen, Lebensräume und Arten zu erhalten und zu sichern. Weil dabei vielerorts in der Region die Interessen von Nutzerinnen und Nutzern berührt sind, sollen Land-, Forst- und Wasserwirtschaft frühzeitig in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Das Projekt I läuft bis Herbst 2020, die Umsetzung des PEPL soll anschließend im Projekt II erfolgen.

Träger der „Bänder des Lebens“ sind die Landkreise Birkenfeld, Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg sowie die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Gefördert wird das Projekt vom Bund mit 1,4 Millionen Euro (82,5% der Gesamtkosten) aus dem Programm „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz.“ Die Summe wird durch das Bundesamt für Naturschutz aus Mitteln des Bundesumweltministeriums bereitgestellt. Das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit knapp 130.000 Euro (7,5%) und die Trägergemeinschaft mit 170.000 € (10%) am Projekt.

Hintergrund
Mit dem Programm „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ verfolgt die Bundesregierung das Ziel, herausragende repräsentative Landschaften Deutschlands zu erhalten und zu sichern. Bislang wurden 80 Projekte mit einer Gesamtfläche von mehr als 3.700 km² gefördert. Dafür hat der Bund seit 1979 rund 500 Millionen Euro bereitgestellt. Derzeit stehen jährlich 14 Millionen Euro für den Erhalt und die Optimierung bundesweit bedeutender Natur- und Kulturlandschaften zur Verfügung.


Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Kleine Schillerfalter auf Kotballen

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Industriefläche wird wieder grün
 Industriefläche wird wieder grün
Huber: Zurück zur Natur - Industriefläche wird wieder grün

22/23.06.2018

Umweltministerium erhält Maxhütte-Flächen in Oberpfalz

Ehemalige Abbau- und Vorratsflächen der Maxhütte in Auerbach sollen wieder erblühen. Damit werden hochwertige Lebens- und Rückzugsräume für Insekten, Feldvögel und andere gefährdete Arten geschaffen. Das Umweltministerium übernimmt dazu große ökologisch wertvolle Flächen der ehemaligen Maxhütte. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte dazu heute in Auerbach: "Bayern muss wieder blühen.

Der Freistaat Bayern wird hier seiner Verantwortung auf staatseigenen Flächen gerecht. Wir wollen die ehemaligen Bergbauflächen wieder mit neuem Leben füllen. Auf rund 160 Hektar, einer Fläche 10 Mal so groß wie die Insel Frauenchiemsee, entsteht ein riesiges Schmuckstück des Biotopverbunds. Zusammen mit bereits bestehenden angrenzenden Naturschutzgebieten wie zum Beispiel der ‚Grubenfelder Leonie‘ wird hier ein weiteres Bauteil unserer Öko-Firewall für den Artenschutz entstehen."

Für die Betreuung der insgesamt 201 Grundstücke vor Ort wurde heute eine Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium, dem Bayerischen Naturschutzfonds, dem Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach sowie dem Landesbund für Vogelschutz geschlossen. Der Bayerische Naturschutzfonds wird nun naturschutzfachliche Konzepte erstellen, die dann mit den Partnern vor Ort auf den einzelnen Flächen umgesetzt werden sollen. Beispielsweise sollen Biotopverbünde gegründet, Blühflächen angelegt und Flächen in das Vertragsnaturschutzprogramm überführt werden. Huber: "Klar ist: Ein solches Projekt kann nur gelingen, wenn alle zusammen an einem Strang ziehen. Dazu wollen wir auch die Landwirte vor Ort begeistern. Durch eine dem Standort angepasste Pflege können auch sie helfen, die Schätze der Natur sowie die Artenvielfalt zu stärken."

Mit diesen Maßnahmen auf staatlichen Flächen ergänzt das Umweltministerium den "Blühpakt Bayern", ein neu gestartetes Großprojekt zum Insekten- und Artenschutz. Gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Landschaftspflegeverbänden sollen beispielsweise insektenfreundliche Maßnahmen in den Kommunen umgesetzt werden. Auch eine deutliche Aufstockung des Vertragsnaturschutzes sowie ein Wettbewerb sind Bestandteil des Projekts.

Weitere Informationen zum Blühpakt Bayern unter
https://q.bayern.de/bluehpakt

Quelle

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Telefon: +49 89 9214-00
Fax: +49 89 9214-2266
E-Mail:poststelle@stmuv.bayern.de

Pressemitteilung Nr. 84/18
Datum: 21.06.2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Kurzschwänziger Bläuling

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Luchsnachwuchs im Nationalparkzentrum
Luchsnachwuchs im Nationalparkzentrum
Luchsnachwuchs im Nationalparkzentrum Falkenstein

21/22.06.2018

Anzahl der Jungtiere steht noch nicht fest

Ludwigsthal. Das Luchspaar im Gehege des Nationalparkzentrums Falkenstein hat Nachwuchs. „Ein Jungtier konnte schon von Besuchern und auch von einem Mitarbeiter gesichtet werden“, erklärt Susanne Klett, Tierärztin im Nationalpark. Ob es nur ein Junges oder doch mehrere sind, könne man zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht sagen. „Die Mutter versteckt den Nachwuchs noch gut.“

Die Nachricht über den Luchs-Nachwuchs sorgt in der Nationalparkverwaltung für Freude. Die beiden Luchse sind reine Karpatenluchse und „genetisch wertvoll“, so Klett. Die Zucht im Nationalparkzentrum Falkenstein erfolgt im Rahmen des Europäischen Zuchtbuches (ESB).


Bildunterschrift:
Das erste Foto vom Luchs-Nachwuchs im Nationalparkzentrum Falkenstein ist einem Besucher in der Abenddämmerung gelungen (Foto: Ralf Lange).  

Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Pressemitteilung
Grafenau, 21. Juni 2018
PM 56/2018    

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Durchwachsene Öko-Bilanz
 Durchwachsene Öko-Bilanz

NABU zu 100 Tage GroKo: Durchwachsene Öko-Bilanz

20/21.06.2018

Tschimpke: Kabinett Merkel verliert Nachhaltigkeitsziele aus dem Blick - Finanzierung für "Aktionsprogramm Insektenschutz" sicherstellen
________________________________________________________________

Berlin – Mit Blick auf die ersten 100 Tage der Großen Koalition zieht der NABU eine durchwachsene Öko-Bilanz
. Brennende Themen wie Insektensterben, Klimaschutz, Diesel-Skandal und Plastikflut seien zwar in der öffentlichen Debatte, bei der Lösung dieser Probleme sei das Kabinett Merkel kaum vorangekommen. Deutschland drohen nicht nur Strafen der EU, wenn deren Umweltrecht weiter systematisch gebrochen wird, sei es bei der Belastung des Grundwassers, der Luft in Städten oder dem Erhalt geschützter Arten. Die klaffende Finanzierungslücke von einer Milliarde Euro jährlich im deutschen Naturschutz wird eingeräumt, aber nicht gestopft. Auf globaler Bühne droht ein Glaubwürdigkeitsverlust, denn von den weltweiten Nachhaltigkeitszielen (SDGs) ist Deutschland noch weit entfernt. Bis 2020 verlangen diese eine Trendwende für die Artenvielfalt, bis 2030 eine wirklich nachhaltige Landwirtschaft.  

„Konzepte gegen den Artenschwund, eine andere Agrarpolitik und für mehr Klimaschutz liegen auf dem Tisch, jetzt muss die Politik liefern“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. In der EU-Agrarpolitik muss die Bundesregierung in den nächsten Monaten zweckgebundene Fördermittel für den Schutz der biologischen Vielfalt einfordern, sowie starke Standards für gesunde Böden und sauberes Grundwasser. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner lasse trotz eindeutiger Aussagen im Koalitionsvertrag weiter alle Welt im Unklaren darüber, wie sie auf EU-Ebene verhandeln will. Beim Agrarrat am vergangenen Montag habe sie vor allem betont, was sie alles nicht wolle. Wie die Umweltbilanz der Agrarpolitik konkret verbessert werden soll, zum Beispiel durch rechtsverbindliche Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen der Landwirte, ließ sie offen.  Tschimpke: „Die Bundesregierung hat jüngst selbst eingeräumt, dass jährlich eine Milliarde Euro fehlen um die Verpflichtungen Deutschlands unter den EU-Naturschutzrichtlinien zu erfüllen. Klar ist auch, dass diese Geld zum allergrößten Teil aus der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU kommen muss –  doch die zuständige Ministerin unternimmt keinerlei Anstrengungen in diese Richtung, wie ihre 100-Tage-Bilanz verrät.“

Das von der Bundesregierung  vorgelegte Eckpunktepapier zum „Aktionsprogramm Insektenschutz“ ist ein Schritt in die richtige Richtung, „Die Systemrelevanz der Insekten für unsere Volkswirtschaft ist erkannt.  Es gibt viele gute Ansätze und Handlungsideen. Aber noch ist leider nicht erkennbar, dass eigenes Geld in die Hand genommen werden soll. Das Programm kann nur erfolgreich sein, wenn die Finanzierung sichergestellt ist. Zur Rettung der Banken hat die Bundesregierung Milliarden in die Hand genommen. Mit Ankündigungen wird die Rettung der Insekten nicht erfolgen“, so Tschimpke.

Im Klimaschutz habe sich die Bundesregierung innerhalb der ersten 100 Tage als handlungsunfähig präsentiert. Statt Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die Lücke zum Erreichen der Klimaziele 2020 zu schließen, überträgt sie diese Arbeit der Kohlekommission. Auf europäischer Ebene sabotiert die Bundesregierung die klimapolitisch notwendige Steigerung der Effizienz- und Erneuerbaren-Energien-Ziele. Ein Gesamtkonzept für die Wärmewende ist ebenfalls nicht in Sicht – nicht mal die nötigen Finanzierungen der Einzelmaßnahmen, wie steuerliche Anreize zur energetischen Modernisierung, sind eingeplant. „Vom früheren Umweltminister ist nichts mehr übrig. Als Energie- und Wirtschaftsminister bremst Peter Altmaier die Energiewende aus, blockiert den CO2-Preis und in Brüssel ehrgeizigere Klimaziele“, so Tschimpke. Wichtiger wäre es, in Deutschland die dreckigsten Kohlekraftwerke schnell abzuschalten.

Völlig unzureichend bewertet der NABU die bisherige Bilanz der Verkehrspolitik. Fast drei Jahre nach Beginn des Dieselskandals werden die Luftschadstoffgrenzwerte immer noch viel zu oft überschritten, das Vertrauen in die Dieseltechnologie  ist ins Bodenlose gefallen und zu einer Nachrüstung mit wirksamer Abgastechnologie hat sich die Bundesregierung immer noch nicht durchringen können. „Die Strategie der Bundesregierung, der Autoindustrie nicht zu sehr auf die Finger zu schauen und mit Software-Updates die Luft sauber zu kriegen ist krachend gescheitert“, so  Tschimpke. Ob es der Bundesregierung mit einer Senkung der Kohlendioxidemissionen im Verkehrsbereich ernst ist, wird sich am heutigen Mittwoch zeigen, wenn die zuständigen Minister über die CO2-Grenzwertverordnung für Pkw der EU-Kommission verhandeln.

Positiv wertet der NABU, dass Kanzlerin Merkel sich offen für eine Kunststoffsteuer zeigt. Der NABU sieht in einer Materialsteuer einen wichtigen Baustein, um die Meere besser vor der zunehmenden Plastikvermüllung zu schützen. Auch mit Blick auf den von China verhängten Importstopp von Plastikabfall appelliert der NABU an die Große Koalition, darin eine Chance für eine neue Ressourcenpolitik zu sehen. 31 Kilo Plastikmüll pro EU-Bürger pro Jahr sind zu viel. „Auch Deutschland hat sich viel zu lange auf niedrigen Recyclingquoten ausgeruht und auf Verbrennung gesetzt. Die Vermeidung von Einweg-Plastik muss endlich Priorität haben. Eine Materialsteuer, die bei den Plastikproduzenten ansetzt, könnte erheblich zur Kunststoffvermeidung und zu besserem Recycling beitragen“, so Tschimpke.

Beim Umgang mit dem europaweit streng geschützten Wolf fordert der NABU die Bundesregierung auf, die 2015 eingesetzte Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) als beratendes Expertengremium und wesentliches Element für ein hochwertiges, länderübergreifendes Wolfs-Monitoring auch über den Herbst 2018 hinaus zu sichern. Die Bundesregierung hat in den ersten 100 Tage wichtige Zeit verstreichen lassen und bisher keinerlei Signale gesendet, aktiv zu werden.


Für Rückfragen:
Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin,  Tel. +49 (0)30.284984-1510, E-Mail: presse@NABU.de




Quelle-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch, Iris Barthel, Nicole Flöper, Silvia Teich, Britta Hennigs
______________________________

NABU-Bundesgeschäftsstelle
Charitéstraße 3
10117 Berlin

Tel. +49(0)30.28 49 84-1510, -1952, -1958, -1588, -1722
Fax +49 (0)30.28 49 84-3510
E-Mail: presse@NABU.de
Web: www.NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 73/18 | 20. JUNI 2018
________________________________________________________________
Umwelt/Umweltpolitik (zum 21. Juni)

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Uhu .. Ziele nur nicht aus den Augen verlieren ..

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Bienen-Königinnen aus dem Nationalpark ...
Bienen-Königinnen aus dem Nationalpark ...
Bienen-Königinnen aus dem Nationalpark bevölkern ganz Europa

20/21.06.2018

Belegstelle in Guglöd verschickt pro Saison 3000 Insekten - Umweltministerium startet "Blühpakt Bayern"

Guglöd. Es summt im wilden Wald! Etwas abseits der kleinen Ortschaft Guglöd, mitten im Nationalpark Bayerischer Wald, leben zwischen Mai und August tausende Honigbienen. Denn hier betreibt der Kreisimkerverband Regen eine von nur vier niederbayerischen Honigbienen-Belegstellen. Die ungestörte Natur bietet ideale Bedingungen zur Zucht. Junge Königinnen werden von hier aus nach ganz Europa verschickt. Das Projekt knüpft an die Aktionen des Bayerischen Umweltministeriums zum Schutz der Bienen an.

Mit Blick auf die sinkende Anzahl von Bienen und anderen Insekten hat Umweltminister Dr. Marcel Huber insbesondere den „Blühpakt Bayern“ gestartet. „Ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen kommen ganze Nahrungsquellen zum Erliegen“, erklärte Huber beim Startschuss der Initiative. „Daher brauchen wir ein breites Bündnis von Partnern, die Bayern wieder zum Blühen bringen - von der Bevölkerung über die Wissenschaft, von Naturexperten bis zur Wirtschaft.“

Imker Franz Rothkopf aus Kirchberg im Wald traf sich jüngst mit Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl zum Austauschgespräch. Dabei berichtete der Bienenexperte, dass auf den rund vier Hektar Waldfläche bei Guglöd aktuell 24 Drohnenvölker leben. Daneben werden in kleinen Kästen bis zu 1000 Königinnen gleichzeitig herangezogen. Pro Saison kann die Anlage gut 3000 der wertvollen Insekten züchten. Danach werden diese in nahezu jedes Land des Kontinents geliefert, um dort neue Völker gründen zu können. „Gerade erst habe ich 25 Tiere nach Bulgarien geschickt“, erzählt Rothkopf.

Für die Zucht ist die ungestörte Umgebung des Schutzgebiets ein Juwel, wie der Imker sagt. Gut 80 Prozent der Einzugsfläche der Belegstelle ist Nationalparkgebiet. Im restlichen Areal wird darauf geachtet, dass alle anderen Imker nur reinrassige Völker der Carnica-Biene halten. „Nur so können wir eine Reinzucht garantieren“, so Rothkopf. Für die so gewährleistete hohe Qualität sei man weit über die Grenzen Deutschland hinaus bekannt.

Zugute kommt der Zuchtstation auch die natürliche Walddynamik im Nationalpark, die vor allem auf Borkenkäferaktivitäten und Sturmholz zurückzuführen ist. „Unsere Tiere finden aufgrund der lichten Wälder ein perfektes Nahrungsangebot“, sagt der Imker. „Vor allem Heidelbeere und die vielen blühenden Hochstauden liefern den Insekten eine solide Grundlage.“  

Dem stimmte auch Nationalparkleiter Leibl zu, der Rothkopf zu der erfolgreichen Arbeit des Imkervereins gratulierte. „Im Gegensatz zur Kulturlandschaft ist die Insektenwelt im Nationalpark Bayerischer Wald noch in Ordnung“, so Leibl. In Großschutzgebieten werden keinerlei Pestizide oder Herbizide ausgebracht, auch Beeinträchtigungen durch Agrochemikalien sind nicht vorhanden.

„Daher ist der Nationalpark ein wichtiges Refugium für Wildbienen, Hummeln sowie die Bienenbelegstelle.“

Knapp 200 Stechimmenarten, darunter vor allem Vertreter der montanen und subalpinen Regionen Bayerns, wurden bislang im Nationalpark Bayerischer Wald nachgewiesen. Das belege einmal mehr, dass große Schutzgebiete mit Raum für überlebensfähige Populationen und genügend Puffer zur intensiven Landnutzung unabdingbar für den Arten- und Biotopschutz sind.


Bildunterschrift:
Mit kleinen Zuchtkästen sorgt Franz Rothkopf (links) dafür, dass junge Königinnen aufwachsen, wie er Nationalparkleiter Franz Leibl erklärt. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald).
   
Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Pressemitteilung
Grafenau, 20. Juni 2018
PM 53/2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



BfN-Außenstelle auf der Insel Vilm öffnet ihre Türen
BfN-Außenstelle auf der Insel Vilm öffnet ihre Türen
BfN-Außenstelle auf der Insel Vilm öffnet ihre Türen

19/20.06.2018

Einblicke in die Arbeit vor Ort und umfangreiches Rahmenprogramm

Putbus/Insel Vilm, 19. Juni 2018:
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) lädt am Freitag, 06. Juli, ab 9.30 Uhr zum "Tag der offenen Tür" in seine Außenstelle auf die Insel Vilm ein. Neben Einblicken in die Arbeit vor Ort erwartet die Gäste ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Präsentation der Arbeitsschwerpunkte des BfN auf Vilm: So stellt die Abteilung Meeresnaturschutz etwa technische Gerätschaften wie einen ferngesteuerten Roboter aus und erläutert zum Beispiel, wie eine Ausfahrt im Rahmen der vom BfN durchgeführten Umweltbeobachtung abläuft. Die Internationale Naturschutzakademie (INA), die auf Vilm seit über fünfundzwanzig Jahren ansässig ist, hat einen jungen Mann aus Kirgistan zu Gast, der kürzlich an der INA das Klaus Toepfer Fellowship-Programm absolviert hat und von seinen Erfahrungen auf Vilm und im Schutz von Schneeleoparden in seiner Heimat berichtet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Internationaler Naturschutz des BfN stehen Rede und Antwort, wenn es um Fragen zu Leistungen der Natur im Umfeld des Klimawandels geht. Insgesamt sind auf Vilm übrigens etwa 60 Personen beschäftigt.

Besucherinnen und Besucher erhalten beim Tag der offenen Tür aber nicht nur Einblicke in die Arbeit auf der Insel. Sie können auch die einzigartige Natur der Ostseeinsel genießen, kennen und verstehen lernen. Jede halbe Stunde beginnt eine Führung rund um den Großen Vilm (Dauer je ca. 1,5 Stunden). Unter fachkundiger Leitung können die Gäste den seit knapp 500 Jahren von menschlicher Nutzung weitestgehend verschonten Buchenwald der Insel Vilm erleben. Außerdem präsentiert der Verein zum Erhalt des Kultur- und Naturerbes der Insel Vilm e.V. die Geschichte der Insel, und der Stralsunder Fotograf und Künstler Volkmar Herre stellt seine Arbeiten über Vilm und Rügen aus. Darüber hinaus können Besucher sich über Rauhwollige Pommernschafe und das Ökosystem Wald informieren. Für Kinder gibt es Spiel- und Bastelmöglichkeiten zum Thema Natur. Mit einem Imbissangebot sowie Kaffee und Kuchen ist für das leibliche Wohl gesorgt. Die Veranstaltung wird mit Unterstützung des Amtes für das Biosphärenreservat Südost-Rügen durchgeführt.

Von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr fahren die Schiffe der Reederei Lenz und des BfN zwischen Lauterbach und Vilm im Pendelverkehr. Die letzte Rückfahrt ab Vilm erfolgt um 16.30 Uhr. Die Überfahrten und der Eintritt sind kostenlos.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Insel durch die Kapazität der Schiffe begrenzt ist und um Verständnis gebeten, dass Hunde aufgrund des Brutvogelschutzes nicht mitgebracht werden dürfen. Bei Sturm ab Windstärke 7 können die Schiffe aus Sicherheitsgründen nicht fahren.

Hintergrund:

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist die wissenschaftliche Behörde des Bundes für den nationalen und internationalen Naturschutz. Es ist eine der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums. Das BfN unterstützt das Bundesumweltministerium fachlich und wissenschaftlich in allen Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie bei der internationalen Zusammenarbeit. Zur Erfüllung seiner Aufgaben betreibt es wissenschaftliche Forschung auf diesen Gebieten und setzt verschiedene Förderprogramme um. Das BfN nimmt zudem wichtige Aufgaben beim Vollzug des internationalen Artenschutzes, des Meeresnaturschutzes, des Antarktis-Abkommens und des Gentechnikgesetzes und bei der Umsetzung des Nagoya-Protokolls wahr.

Das BfN hat seinen Hauptsitz in Bonn sowie zwei Außenstellen, eine in Leipzig und eine auf der Insel Vilm. Auf Vilm befindet sich die Internationale Naturschutzakademie (INA), die Abteilung Meeresnaturschutz und ein Teil der Arbeitsgruppe Internationaler Naturschutz.


Die INA führt jährlich gemeinsam mit internationalen Partnern mehr als 70 nationale und internationale Veranstaltungen, Weiterbildungen und Trainings zu aktuellen Themen des Naturschutzes durch. Einen besonderen Schwerpunkt der INA stellt der Kapazitätsaufbau für den Naturschutz in Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien dar.

Die Abteilung Meeresnaturschutz bearbeitet den Naturschutz in Ostsee, Nordsee, Nordostatlantik, den Ozeanen und Polarmeeren im Rahmen nationaler und internationaler Zusammenarbeit. Sie ist zuständig für Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands.
Im Fokus der Arbeitsgruppe Internationaler Naturschutz stehen das internationale Übereinkommen über die biologische Vielfalt und naturbasierte Ansätze zum Klimawandel sowie die gerechte Aufteilung der aus der Nutzung genetischer Ressourcen der Natur entstehenden Vorteile.

Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Vierfleck Libelle

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Erfassung mit Malaisefallen
Erfassung mit Malaisefallen
Erfassung mit Malaisefallen

19/20.06.2018

Malaisefallen für Insekten in der Biodiversitätserfassung und im Monitoring

Mehr auf den Seiten des BfN unter

- https://www.bfn.de/themen/natura-2000/lebensraumtypen-arten/charakteristische-arten/erfassung-mit-malaisefallen.html


Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Waffenfliege

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



NABU und REWE gründen Insektenschutzfonds
NABU und REWE gründen Insektenschutzfonds
NABU und REWE gründen Insektenschutzfonds

19/20.06.2018

Maßnahmen fördern Biodiversität in der Landwirtschaft
________________________________________________________________

Köln/Berlin –
Die Zahlen sind alarmierend: In den vergangenen Jahrzehnten ist die Masse der Fluginsekten in Schutzgebieten um bis zu 75 Prozent zurückgegangen. Jede dritte Insektenart ist nach der bundesweiten Roten Liste gefährdet bis ausgestorben. Aus diesem Grund haben sich der NABU und sein langjähriger strategischer Partner REWE zur Gründung eines Insektenschutzfonds entschlossen. Mit einer Startsumme von 300.000 Euro legt REWE das Fundament, um bundesweit umfassende Maßnahmen zum Schutz von Insekten umzusetzen. Durch den Fonds soll ein Beitrag gegen den dramatischen Insektenrückgang geleistet werden.

Der Mangel an vielfältigen Strukturen und der massive Einsatz von Pestiziden in unseren Agrarlandschaften sind die Hauptursachen für den Insektenrückgang. Intensiv bewirtschaftete Monokulturen bieten widrige Lebensbedingungen, in denen notwendige Nahrungs- und Nistmöglichkeiten großflächig fehlen. Deshalb werden mit Hilfe des Insektenschutzfonds noch in diesem Jahr rund 6,5 Hektar Ackerflächen und Wiesen durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe angekauft und somit gesichert. Zusätzlich sollen auf insgesamt 16 Hektar artenreiche Blühflächen auf Ackerrandstreifen, bunt blühende Wiesen und Weiden angelegt sowie Hecken gepflanzt werden. Zeitgleich wird ein Insektenmonitoring gestartet, um herauszufinden, wie sich die Insektenbestände auf den neuen Flächen entwickeln. Ein weiteres Ziel des Insektenschutzfonds ist es, die breite Öffentlichkeit über die wichtige Funktion von Insekten zu informieren.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Insekten sind unersetzbar. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und sind so für eine intakte Natur und die Erzeugung vieler Lebensmittel unerlässlich. Sie sind Nahrungsgrundlage unzähliger Tierarten und dienen dem biologischen Pflanzenschutz in der Landwirtschaft. Diese faszinierenden Tiere zu schützen, sollte uns allen ein großes Anliegen sein – sowohl politischen Entscheidungsträgern und Landwirten wie auch Unternehmen und Zivilgesellschaft. Mit REWE haben wir einen wichtigen Partner an unserer Seite, um dem Ziel  zur Schaffung flächendeckender insektenfreundlicher Lebensräume ein Stück näher zu kommen.“

„Leider ist in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt, welche große Bedeutung die biologische Vielfalt für die Menschen hat und wie stark wir in der Landwirtschaft sowie der Produktion von Nahrungsmitteln von den Insekten abhängig sind. Seit Jahren setzen wir uns deshalb vorrangig in der Landwirtschaft für einen besseren Schutz der biologischen Vielfalt ein. Der Insektenschutzfonds bietet die Gelegenheit, uns noch stärker für den Erhalt der Insekten zu engagieren und unserer Verantwortung weiter gerecht zu werden. Dabei stellt die langjährige Partnerschaft mit dem NABU sicher, dass die Aktivitäten auf einem hohen naturschutzfachlichen Niveau umgesetzt werden“, sagt Dr. Daniela Büchel, die als Bereichsvorstand bei REWE für Nachhaltigkeit und Personal zuständig ist.

REWE hilft als Teil der REWE Group und in Kooperation mit der Naturschutzorganisation seit langem, die biologische Vielfalt zu sichern und so Lebensraum für Wildbienen zu schaffen. Zusammen mit der Bodensee-Stiftung und BirdLife Österreich haben die REWE Group und der NABU bereits 2010 ein Gemeinschaftsprojekt initiiert, an dem mittlerweile mehr als 300 Betriebe in ganz Deutschland teilnehmen. Im Rahmen des PRO PLANET-Apfelprojekts wurden bis dato 5.500 Hecken, Bäume und Sträucher gepflanzt und über 300 Hektar Blühflächen angelegt. Mehr als 2.000 Nisthilfen bieten Insekten einen Lebensraum, darüber hinaus wurden 6.000 Vogelhäuser und Fledermausquartiere aufgehängt, 400 Totholzhaufen angelegt und über 1.000 Sitzstangen für Greifvögel aufgestellt.

Zusätzlich hat REWE in den vergangenen Jahren bundesweit NABU-Gruppen mit 400.000 Euro dabei unterstützt, Streuobstwiesen zu sichern und so wichtigen Lebensraum für die Insekten zu schaffen. Zu den Maßnahmen gehörten beispielsweise die Pflanzung alter Obstsorten, fachgerechte Pflegemaßnahmen an Bäumen, die Anschaffung von Geräten für eine naturschutzgerechte Mahd, der Kauf heimischer und blühender Wildgehölze zur Erhöhung des Trachtangebotes sowie der Bau von Insektenhotels.

Der Insektenschutzfonds soll neben REWE auch weiteren Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit bieten, sich bei der Planung und Durchführung praktischer Maßnahmen und Projekte zum Schutz von Insekten finanziell zu beteiligen. Grundsatz für alle Maßnahmen und Projekte des Insektenschutzfonds ist ihre nachhaltige, also dauerhafte und erfolgreiche Wirkung.

Über NABU:
Der NABU engagiert sich seit 1899 für Mensch und Natur. Mit 660.000 Mitgliedern und Förderern ist er der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Neben dem Vogel- und Artenschutz engagiert sich der NABU für den globalen Klimaschutz, setzt sich für eine nachhaltige europäische Agrarpolitik ein, kümmert sich um saubere Meere und vieles mehr. Die besondere Stärke des NABU liegt in der fachlichen Kompetenz und der praktischen Naturschutzarbeit seiner aktiven Mitglieder, die in über 2.000 Ortsgruppen organisiert sind. Zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen tritt der NABU für die praktische Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft ein, die sich durch die Vermeidung und Wiederverwertung von Abfällen auszeichnet.

Über REWE:
Mit einem Umsatz von 21,2 Milliarden Euro (2017), mehr als 120.000 Mitarbeitern und über 3.300 REWE-Märkten gehört die REWE Markt GmbH zu den führenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE-Märkte werden als Filialen oder durch selbstständige REWE-Kaufleute betrieben.

Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von rund 58 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete REWE Group ist mit ihren 345.000 Beschäftigten und 15.300 Märkten in 21 europäischen Ländern präsent. In Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2017 rund 255.000 Mitarbeiter in rund 11.000 Märkten einen Umsatz von 42 Milliarden Euro.

NABU-Pressestelle, Kathrin Klinkusch, Kathrin.Klinkusch@NABU.de
REWE-Pressestelle, Thomas Bonrath, Thomas.Bonrath@rewe-group.de  



Quelle
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch, Iris Barthel, Nicole Flöper, Silvia Teich, Britta Hennigs
______________________________

NABU-Bundesgeschäftsstelle
Charitéstraße 3
10117 Berlin

Tel. +49(0)30.28 49 84-1510, -1952, -1958, -1588, -1722
Fax +49 (0)30.28 49 84-3510
E-Mail: presse@NABU.de
Web: www.NABU.de

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG | 19. JUNI 2018
________________________________________________________________
Umwelt /Insekten

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Abbildung:
- Artenschutz in Franken® engagiert sich alljährlich in zahllosen Projekten gemeinsam mit vielfältigen Projektpartnern für den Schutz von Wildbiene&Co. Die Einbindung von pädagogischen Einrichtunge ist hierbei elementar um die uns nachfolgende Generation für das Thema zu sensibilisieren. Auch in der Kita in Gaibach konnte die Kinder mehr über die Wildbiene erfahren und sich auch kreativ darstellen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Die "Wilden Bienchen von Gaibach"
Die "Wilden Bienchen von Gaibach"
Die "Wilden Bienchen von Gaibach"

18/19.06.2018

Franken/Volkach/GT-Gaibach
. Gemeinsam mit dem Kindergarten Gaibach setzen wir diesjährig das Artenschutz-Umweltbildungsprojekt "Die Wilden Bienchen von Gaibach" um.Bereits in der Vergangenheit wurden durch den Kindergarten Habitatstrukturen vorgehalten. Doch bislang mit geringem Erfolg. Die Auswahl der Nistmöglichkeiten ist wohl mit ursächlich für den geringen Erfolg.

Im vergangenen März wurden drei speziell Insektenmodule auf dem Außengelände installiert um erkennen zu können ob sich Wildbienen für diese Habitastrukturen interessieren. Ein Umweltbildungstag den wir in der Einrichtung umsetzen sollte Informationen zum Wildbienenschutz an die Kinder vermitteln und zeigen ob die Habitate bereits angenommen wurden.

Mehr zum Projekt unter:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=99246


Kontrolle der Steinkauz-Jungvögel
Kontrolle der Steinkauz-Jungvögel
Kontrolle der Steinkauz-Jungvögel

18/19.06.2018

Der Steinkauz ist in Bayern vom Aussterben bedroht. In Deutschland steht er mit einem Bestand von etwa 6.000 Paaren auf der Roten Liste und gilt als stark gefährdet. Er steht wie kein anderer Vogel für den Lebensraum Streuobstwiese. Dreiviertel der bekannten Steinkauz-Vorkommen befinden sich in Streuobstbeständen. Die meisten dieser alten Streuobstwiesen liegen in Unterfranken.

Aktuell kontrollieren wir die Brutplätze.


Mehr auf den Seiten des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
- https://www.lbv.de/news/details/kontrolle-der-steinkauz-jungv%C3%B6gel/

------------------------------------------------------

Mehr zum Steinkauz auf den Seiten des Artenschutz in Franken®
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=22471

Mehr zu Schutzprojekten des Artenschutz in Franken®
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=29179

Mexikos Jaguare auf dem Vormarsch
Mexikos Jaguare auf dem Vormarsch

18/19.062018

Großkatzen-Zensus: Bestand wächst um 20 Prozent

Berlin:
Der Bestand der stark bedrohten Jaguare (Panthera onca) ist in Mexiko in den vergangenen acht Jahren um 20 Prozent auf 4.800 Individuen gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Zählung hervor, die unter anderem vom WWF Mexiko sowie der der Universität UNAM durchgeführt wurde. „Die starke Zunahme der Jaguar-Population ist ein großer Erfolg für Mexikos Naturschutz“, sagt Dirk Embert vom WWF Deutschland. „Es ist schön zu sehen, dass es nach einer langen Phase des Niedergangs nun endlich wieder aufwärts geht für diese wunderbaren Tiere.“

Es ist der zweite Jaguar-Zensus in dem mittelamerikanischen Land nach 2010. Der WWF führt den Zuwachs vor allem auf die Wiederaufforstung zerstörter Wälder und ein Schutzprogramm für die Großkatzen zurück, das Mexiko im Jahr 2005 eingeführt hatte. Daneben hätten wahrscheinlich auch Verbesserungen in der Methodik der Zählung zu dem deutlichen Anstieg beigetragen. Der Zensus basiert auf einer Auswertung mehrerer tausend Kamerafallen-Fotos aus den Verbreitungsgebieten des Jaguars in Mexiko. Durch ihre individuelle Fellzeichnung lassen sich die Tiere voneinander unterscheiden. „Jaguare kann man sich als Indikator für den Zustand eines Ökosystems vorstellen. Geht es den Jaguaren gut, ist das ganze System intakt. Außerdem tragen sie zum natürlichen Gleichgewicht bei, indem sie zum Beispiel die Bestände von Pflanzenfressern regulieren, die sonst ungebremst alles wegfressen würden.“

Hintergrund Jaguar

Jaguare sind weltweit die drittgrößten Katzen nach Löwen und Tigern. In ihrem Verbreitungsgebiet in Lateinamerika sind sie sogar die Größten. Ihre Kopfrumpflänge beträgt 116 bis 170 Zentimeter, die Schulterhöhe rund 70 Zentimeter. Männliche Jaguare wiegen 37 bis 121 Kilogramm, die Weibchen 31 bis 100 Kilogramm. Sie sind typische Waldbewohner und häufig am Wasser anzutreffen. Sie ernähren sich ausschließlich von Fleisch und jagen sämtliche Beutetiere, die in ihrem Verbreitungsgebiet vorkommen. Die größte Bedrohung geht für die Tiere vom Verlust ihres Lebensraumes aus. Eine Hauptursache dafür ist die industrielle Landwirtschaft. In den letzten rund 100 Jahren ist etwa die Hälfte des einstigen Verbreitungsgebietes der Jaguare verloren gegangen. Insgesamt leben heute noch etwa 64.000 Jaguare in freier Wildbahn.



KONTAKT

Immo Fischer
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 427
immo.fischer(at)wwf.de
Twitter: @ImmoFischer

Quelle
WWF Deutschland
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
Tel.: 030 311777-0
Fax: 030 311777-199
E-Mail: info(at)wwf.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


"Unterwegs im Luchsrevier"
Premiere der Kurzfilm-Reihe "Unterwegs im Luchsrevier"

17/18.06.2018

Am 23. Juni im Hans-Eisenmann-Haus - Nationalpark-Forscher Marco Heurich ist Protagonist

Neuschönau. „Unterwegs im Luchsrevier“ heißt die neue Kurzfilm-Reihe, die am Samstag, 23. Juni, um 19 Uhr im Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau vorgestellt wird. Durchgeführt wurde das Projekt von der Gregor Louisoder Umweltstiftung mit Unterstützung des Nationalparks Bayerischer Wald. Kostenlos angeschaut und heruntergeladen werden können die Filme nach der Premiere auf dem Portal www.filme-umweltbildung.de. Geplant ist, dass sie auch im Hans-Eisenmann-Haus und im Haus zur Wildnis gezeigt werden.

Neben Laura Hollerbach ist Dr. Marco Heurich, Forscher des Nationalparks Bayerischer Wald, einer der Hauptprotagonisten, die dem Zuschauer einen Einblick in die Welt der Luchse geben.
„Mit dem Kurzfilmportal Umweltbildung schließen wir eine echte Lücke und unterstützen die Digitalstrategie des Kulturministeriums aktiv“, erklärt Franziska Baur von der Louisoder Umweltstiftung. Gerade im Onlinebereich und in den sozialen Netzwerken werde verstärkt auf Produktwerbung, Spendengewinnung und flaches Entertainment gesetzt. „Es ist eine große Herausforderung, etwas entgegenzusetzen.“ Mit der neuen Staffel „Unterwegs im Luchsrevier“ sei dies gelungen.

Im Anschluss an die Filmaufführung werden neben den Protagonisten auch die Filmemacher von stube1 und natürlich die Gregor Louisoder Umweltstiftung Frage und Antwort stehen. Jeder, der Lust und Zeit hat, ist zu der Premiere herzlich eingeladen.

Einen Vorgeschmack auf die Filmreihe gibt es bereits auf der Homepage der Umweltstiftung unter https://www.umweltstiftung.com/projekte/filme-umweltbildung/

Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldFreyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Große Birkenblattwespe
Große Birkenblattwespe
Große Birkenblattwespe  

17/18.06.2018

Mit ihren "Knopfaugen" schaut die Raupe der Großen Birkenblattwespe fast schon teddyartig aus. Das
ausgewachsene Insekt hingegen hat von dieser possierlichen Darstellung nicht mehr viel behalten.

In den Aufnahmen haben wir die Darstellung der Raupe eingestellt. Sie wird etwa 4 - 5 Zentimeter lang, das "Fluginsekt" erreicht eine Körperlänge von fast 2,5 Zentimter. Der typische lebensraum dieser Art sind gut mit Birken bestandene Waldbereiche die gerne etwas feuchter sind.

Das Gelege wird in so genannten "Eitaschen" in den Blättern der Birken platziert. Sobald sie ihr Gewicht vervielfacht haben kreieren sie ihren Kokon und verbringen darin den kommenden Winter, bevor sie sich im darauf folgenden Jahr als fertiges Insekt zeigen.

Mehr Aufnahmen des Tieres, das uns Bernhard Schmalisch zugeleitet hat, finden Sie hier auf unseren Seiten:

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=71000&cid=&id=37987


Wiesenmeisterschaft 2018
Wiesenmeisterschaft 2018
Wiesenmeisterschaft 2018 - Donau-Isar-Hügelland

17/18.06.2018

Jury unterwegs zu den Siegerwiesen

Bei der diesjährigen, der zehnten Wiesenmeisterschaft in Bayern, haben sich in den Landkreisen Kelheim und Landshut 25 Landwirte
mit ihren Wiesen angemeldet. Der Wettbewerb wird von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem BUND Naturschutz (BN) seit 2009 jährlich in einer anderen Region Bayerns ausgerichtet.

Alle Wiesen sind ab Anfang Mai von der Landschaftsplanerin Inge Steidl im Auftrag der Veranstalter begangen und mittels eines Punktesystems bewertet worden. Nicht nur die Artenvielfalt auf der Wiese, sondern auch Futterertrag und der kulturlandschaftliche Wert wurden dazu vor Ort erfasst. Aus der erreichten Punktezahl wurden jetzt die besten sechs Betriebe ermittelt. Bei der Juryrundfahrt besucht eine Fachjury diese Flächen und legt die Preisverteilung der ersten sechs Plätze fest. Die übrigen Plätze werden nach der in der Vorkartierung ermittelten Punktezahl vergeben.
Jurybegehung und Preisverleihung

In der Jury wirken Expertinnen und Experten aus Naturschutz und Landwirtschaft mit. Es sind dies: Herr Thomas Vaas, Regierung von Niederbayern, Höhere Naturschutzbehörde, Herr Markus Grundner, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Straubing, Fachzentrum Agrarökologie, Herr Stephan Kreppold, Landwirt aus dem Landkreis Aichach, Herr Dr. Gisbert Kuhn und Frau Dr. Sabine Heinz, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising, Frau Inge Steidl, Landschaftsplanerin, Freising und Frau Marion Ruppaner, BUND Naturschutz in Bayern, Agrarreferentin, Nürnberg.

Die Platzierung der Betriebe wird erst bei einer Festveranstaltung am 12.7. von 10.00 bis 13.30 Uhr im Salzstadel in Landshut bekanntgegeben. Dort wird voraussichtlich auch Staatsministerin Michaela Kaniber ein Grußwort sprechen, sowie der Präsident der LfL, Jakob Opperer und der Vorsitzende des BUND Naturschutz Bayern, Richard Mergner Kurzvorträge halten.

Die zwei bestplazierten Betriebe gewinnen Gutscheine für einen Aufenthalt im Bio-Hotel im Wert von 500 € bzw. 300 €, der dritte bis 6 Platz sind Geldpreise. Alle weiteren beteiligten Betriebe erhalten attraktive Sachpreise, die von den zahlreichen Unterstützerverbänden bereitgestellt wurden.
Ziele des Wettbewerbs und Gefährdungssituation von Wiesen

Mit dem Wettbewerb sollen die Leistungen der Landwirte für die Erhaltung der Artenvielfalt durch die extensive und besonders umweltgerechte Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden gewürdigt werden.


Extensiv genutzte Wiesen gehören zu den artenreichsten Biotoptypen. Über ein Drittel der in Deutschland heimischen Farn-und Blüten haben ihr Hauptvorkommen auf Wiesen und Weiden. In Bayern sind es sogar 50%. Leider hat sich jedoch deren Situation massiv verschlechtert, gerade extensive artenreiche Grünlandgesellschaften sind stark im Rückgang begriffen. Die aktuelle Gefährdungseinschätzung der Roten Liste gefährdeter Biotoptypen Deutschlands 2017 weist für 78 % der eher feuchten Grünlandbiotope (wie z.B. artenreiches Feuchtgrünland) und für 85 % der eher trockenen Grünlandbiotope (wie z.B. viele Halbtrocken- und Trockenrasen) eine Gefährdung aus. Von den Wiesenblumen abhängig sind eine Vielzahl von Insekten, deren Biomasse und Vielfalt ebenfalls stark zurückgegangen ist. Eine überdurchschnittlich stark gefährdete Tiergruppe sind z. B. Tagfalter, aber auch Wildbienen sind stark gefährdet.
Forderungen

"Landwirte benötigen eine attraktive Förderung für die extensive Nutzung ihrer Wiesen und Weiden, denn sie verzichten auch auf Ertrag und haben häufig auch einen hohen Aufwand für die Nutzung, wie z.B. bei Feuchtwiesen. Außerdem ist die Möglichkeit zur Verwertung des Aufwuchses entscheidend für die dauerhafte extensive Bewirtschaftung", so Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin. Der BN fordert deshalb einen weiteren Ausbau der Förderung extensiver Wiesen und Weidebewirtschaftung.
Grünlandmonitoring in Bayern

"Das Grünlandmonitoring der LfL hat eine mittlere Anzahl von 20 Pflanzenarten pro 25 m² ergeben. 23% des Grünlands wird mit mindestens 25 Arten pro 25 m² als artenreich eingestuft. Die Artenzahlen auf Flächen mit Agrarumweltmaßnahmen liegen eindeutig höher bzw. können durch Neuaufnahme bzw. Beibehaltung von Agrarumweltmaßnahmen gesteigert werden, wie die Weiterführung des Monitorings in den letzten Jahren zeigen konnte. Umgekehrt bedeutet der Ausstieg aus Agrarumweltmaßnahmen einen Artenverlust, v.a. bei ursprünglich artenreichen Standorten. Wenn öfter gemäht wird geht auch die Zahl der für Bestäuber attraktiven Blüten zurück", erläutert Dr. Sabine Heinz von der LfL.
Ergebnisse der Erhebungen bei der diesjährigen Wiesenmeisterschaft

Bei den beteiligten 25 Betrieben, 13 aus Stadt und Landkreis Landshut und 12 aus dem Landkreis Kelheim, handelt es sich um 8 teilweise viehlose Ackerbaubetriebe, 5 Betriebe, die Pferdeheu produzieren oder eine Pferdepension betreiben. Hinzu kommen 3 Milchvieh-, 2 Mutterkuh-und 3 Ochsen-/Bullenmastbetriebe, im weiteren Imker und Streuobstbauern, Schafhalter und ein Hähnchenmäster. 11 Haupterwerbsbetriebe stehen 14 Nebenerwerbsbauern gegenüber, mehr als die Hälfte (13) sind ökologisch wirtschaftende Betriebe.

Das Altbayerische Hügelland zwischen Donau, Isar und Inn ist ein in weiten Teilen intensiv landwirtschaftlich genutzter Raum, in dem die Ackernutzung weit in die vormals fast ausschließlich grünlandgenutzen Tallagen vorgedrungen ist. Einen besonderen Stellenwert für die Arten- und Lebensraumvielfalt haben die feuchten Wiesenauen im Tal der Großen und Kleinen Laaber sowie im Vilstal mit den oft an Wiesenknöterich reichen Ausbildungen der Kohldistelwiesen.

Vor allem in den Randbereichen zum Isartal und in den asymmetrischen Seitentälchen haben sich kleinflächig isolierte Magerrasen und Extensivwiesen mit dem Arteninventar von Salbei-Glatthaferwiesen und Pechnelkenrasen erhalten.

Das Projekt Wiesenmeisterschaft ist gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der GlücksSpirale


Für Rückfragen: Marion Ruppaner, BN-Agrarreferentin

Tel. 0911/81 87 8-20, am Veranstaltungstag mobil unter: 0173 44 66 55 3

E-Mail: marion.ruppaner@bund-naturschutz.de

www.bund-naturschutz.de/themen/landwirtschaft/wiesenmeisterschaft.html

Dr. Sabine Heinz, LfL, Institut für Agrarökologie,

Tel. 08161- 71-58 26/5, am veranstaltungstag mobil unter: 0174 1824996

sabine.heinz@lfl.bayern.dewww.lfl.bayern.de/Wiesenmeisterschaft
Anlage1: Teilnahme- und Bewertungskriterien:

Teilnahmekriterien:

Teilnehmen konnten landwirtschaftliche Betriebe, die den Aufwuchs ihrer Wiesen und Weiden landwirtschaftlich verwerten, und deren Wiese mindestens einen halben Hektar Fläche umfasst.

Naturschutzfachliche Kriterien:

Artenvielfalt: Es wurde die Gesamtzahl an Wiesenblumen - keine Gräser- erhoben. Das Vorkommen seltener Pflanzen, die einen hohen Gefährdungsgrad aufweisen, wurde zusätzlich honoriert. Außerdem erbrachte die gleichmäßige Verteilung der Arten auf der Wiese einen Zusatzpunkt.

Im "Kulturlandschaftswert" spiegeln sich landschaftstypische Ausprägungen und Ensembles wieder, die für Identität und Unverwechselbarkeit stehen. Kennzeichnend für die Hangleiten und asymmetrischen Seitentälchen des Hügellandes sind alte Ackerterrassen, Böschungen und Steilranken, auf die sich heute fast sämtliche Reste magerer Grasfluren konzentrieren. Wiesen und Weiden in Hofnähe ("Anger") sind oft von wertvollen Baum- und Strauchhecken eingefasst. Alte Hofkapellen werden manchmal noch von prächtigen Solitärbäumen begleitet.

Landwirtschaftliche Kriterien:

Hier wurden der Ertrag und eine gute wirtschaftliche Verwertung des Aufwuchses, z.B. durch Verfütterung an den eigenen Viehbestand oder Verkauf positiv bewertet.

Das Vorkommen von für Weidetiere gefährlichen Giftpflanzen und lästigen Weideunkräutern (z.B. Ampfer oder Jakobs-Greiskraut) führte zu Punktabzügen.

Außerdem wurde mit dem Kriterium "Zukunftsfähigkeit" eingeschätzt, welche Chancen die Wiese oder Weide hat, auch in den nächsten Jahren in der vorliegenden artenreichen Ausprägung weiter genutzt zu werden.
Anlage 2: Kurze Charakterisierung der Betriebe:

1. Betrieb: Andreas Strasser, Stützenbruck 57, 84144 Geisenhausen,

Milchviehbetrieb im Vollerwerb, 65 ha, einer der letzten Milchviehbauern im Tal der Kleinen Vils (Lkr. Landshut).

Wiese: Zweischürig genutzte Extensivwiese "Buckel" (0,93 ha) in leichter Hanglange / Waldrand. VNP-Fläche mit Schnittzeitpunkt 15.6. Artenreicher Bestand mit zahlreichen Kennarten und randlich schön ausgebildetem Saum. Aufwuchs vollständig an eigenen Viehbestand verfüttert.

2. Betrieb: Robert Maier, Walzenöd 3, 84169 Altfraunhofen,

Viehloser Ackerbaubetrieb im NE (16 ha, davon 3,4 ha Grünland) in Kombination mit Handwerksbetrieb (Spenglerei). Seit 2017 biologisch bewirtschaftet (Naturland). Grünlandaufwuchs wird als Pferdeheu bzw. Grassilage verkauft. Seit Aufgabe der Milchviehhaltung vor ca. 10 Jahren wird das Grünland güllefrei bewirtschaftet.

Wiese: Zweischürig genutzte Extensivwiese "Anger" (2,7 ha) in leichter Hanglage. Am Rand Gräben, Erlengebüsch. VNP-Fläche "Artenreiches Grünland" (ohne Schnittzeitauflage). Erfolgreiche Teilnahme an "Transfer-Projekt" der LfL (2016 Streifeneinsaat artenreiches Grünland).

3. Betrieb: Edeltraud Melzl-Butz, Viehhausen 2, 84056 Rottenburg

Milchviehbetrieb im VE (64 ha, davon 30 ha Grünland). Bio-Pionier (seit 1990 bei Naturland/ Tagwerk). Sehr vielfältiger Betrieb (Familien- und Fremdarbeitskräfte) mit eigenem Hofladen und angegliederten Verarbeitungseinheiten (u.a. Käserei, Metzgerei, Bäckerei). Umweltbildung, Schulprojekte u.v.m.

Wiese: Zweischürig genutzte Kohldistel-Feuchtwiese "Ratzentümpel" (1,55 ha) im Laabertal. Langjährige VNP-Fläche mit Schnittzeitpunkt 15.6., die mit hohem Arbeitsaufwand instand gesetzt wurde (bei der Übernahme stark verschilft). Aufwuchs wird ans Jungvieh verfüttert, sehr nasse Teilbereiche als Einstreu.

4. Betrieb: Hans Georg Oswald, Kapellenweg 20, 84076 Pfeffenhausen, Ortsteil Oberlauterbach

Berufsimkerei mit bis zu 70 Völkern (erster ökolog. Berufsimker Niederbayerns seit 1997) und Streuobstanbau/-vermarktung im Biokreis Ostbayern. VE-Betrieb mit 3,7 ha (ausschließlich Grünland). 7-8 Mutterschafe zur Grünlandverwertung (Heu und 1-3 Weidegänge).

Wiese: Mähweide und Streuobstfläche "Schlachtfeld" (3,7 ha) als Salbei-Glatthaferwiese mit vielen kennzeichnenden Arten. Großes Obst-Sortiment, teilweise auch alte Sorten, Heckenpflanzungen. Historischer Bienenpavillon als Zuchtstation der "Hallertauer Biene". Wiederaufbau eines historischen Bauernhauses als Wohnhaus.

5. Betrieb: Maria Eichstetter, Kastanienstr. 3,84094 Elsendorf

Mutterkuhhaltung im NE (Schottische Hochlandrinder, ca. 100 Tiere mit Nachwuchs) auf 60 ha LN, ausschließlich Grünland. Naturland-Betrieb seit 2006. Kooperation mit Metzgerei-Betrieb in Rottenburg. Eingebunden in Beweidungsprojekt "Forstmoos" des VÖF.

Wiese: Zweischürig genutzte Kohldistel-Feuchtwiese "Rehmoosgraben" (ca. 3 ha) mit kennzeichnenden Arten. Grabenstrukturen, Kontakt zu Schilfflächen. VNP-Fläche mit Schnittzeitpunkt 1.7. Kleines, aber stabiles Vorkommen der im Naturraum äußerst selten gewordenen Trollblume.

6. Betrieb: Maria Berger, Weberstr.4, 84048 Ebrantshausen,

Kleiner NE-Betrieb (ca. 3 ha, ausschließlich Grünland) mit Streuobst und Bienenhaltung. Pferdeheuverkauf.

Wiese: Einschürig genutzte "Bergschneider-Wiese" (0,84 ha). Neuaufnahme ins VNP-Programm. Extensivwiese, Halbtrockenrasen mit kennzeichnenden Arten der bodensauren Magerrasen und Sandrasen (darunter Pechnelke). Sehr strukturreiche Hanglage (Terrassen, Waldrand, Säume) mit hohem Naturschutzwert.


Quelle

BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de

14.06.2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Braunkolbiger- oder Ockergelber Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris)


Ferner wurden neu mit aufgenommen - Aufnahme von:
- Braun Dickkopffalter
- Schachbrettfalter
- Grünader- Weißling

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



(...) Biodiversität in Städten und Dörfern
(...) Biodiversität in Städten und Dörfern
Umweltminister Lies startet Projektförderung zugunsten des niedersächsischen Naturerbes und der Biodiversität in Städten und Dörfern

16/17.06.2018

Erster Förderbescheid geht an neuen Baumwipfelpfad Lüneburger Heide - Insgesamt födert Land 41 Projekte mit 11 Millionen Euro

Im Rahmen der Förderrichtlinie „Landschaftswerte" hat Minister Lies heute (Donnerstag) im Landkreis Harburg den ersten Förderbescheid für das Jahr 2018 übergeben. Gefördert wird der Baumwipfelpfad Lüneburger Heide mit mehr als zwei Millionen Euro. Insgesamt fördert das Umweltministerium in diesem Jahr 41 Projekte mit rund 11 Millionen Euro. „Ich freue mich, dass wieder so vielfältige und interessante Projektideen eingereicht wurden.


Alle Projekte kommen der Natur und den Menschen gleichermaßen zugute. Mit dem Baumwipfelpfad Lüneburger Heide fördern wir ein Projekt, dass viele Menschen für die Natur und das Thema Naturschutz begeistern wird", sagte Minister Olaf Lies. Neben dem reinen Eventcharakter sollen bei diesem Projekt auch über die Themen des Naturparks Lüneburger Heide und dessen Kulturlandschaft informiert werden. Der Baumwipfelpfad ist durch seine Barrierefreiheit besonders familienfreundlich für alle Generationen.
Die Richtlinie „Landschaftswerte" dient der Förderung von nachhaltigen Projekten im Zusammenhang mit dem niedersächsischen Natur- und Kulturlandschaftserbe in den Nationalen Naturlandschaften (Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke). Dazu gehören auch Kooperationen mit Partnerbetrieben. Darüber hinaus werden besondere Projekte im Bereich der biologischen Vielfalt gefördert, die einen besonderen ökologischen, aber auch wirtschaftlichen und sozialen Mehrwert haben. Hierzu zählen besonders Projekte im Zusammenhang mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt in Dörfern und Städten.



Für diesen Fördergegenstand stehen in diesem Jahr 13 Projekte zur Förderung an, von der Renaturierung von Fließgewässern im besiedelten Bereich wie die Schunter bei Rühme oder der Beberbach im Landkreis Braunschweig, über Umgestaltungen von Friedhöfen in Neuenkirchen im Heidekreis bis zu insektenfreundlichen Blühstreifen in der Hansestadt Lüneburg und der Bürgerobstgärten in der Gemeinde Ihlow im Landkreis Aurich.
Auch sollen sechs Partnerbetriebe und die Zusammenarbeit mit land- und forstwirtschaftlichen Betrieben im Zusammenhang mit der Kulturlandschaftspflege gefördert werden. Hier stehen besonders Beherberungsbestriebe im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue sowie landwirtschaftliche Betriebe in der Dümmerniederung im Fokus.

Zudem werden Ausstellungen in den Informationseinrichtungen der Großschutzgebiete wie das Haus der Natur in Bad Harzburg finanziell unterstützt.

Seit 2016 wurden über die Richtlinie „Landschaftswerte" bereits 86 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von über 23,5 Mio. Euro bewilligt; neun Projekte konnten bereits fertig gestellt werden. Jetzt sollen weitere 10,9 Mio. Euro bewilligt werden, davon neun Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 1,9 Mio. Euro vom Land Niedersachsen.

Quelle

Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Archivstraße 2
30169 Hannover
Telefon: (0511) 120-0
E-Mail: poststelle@mu.niedersachsen.de
Pressemitteilung 67/2018
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Eichelhäher

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -




Wetterextreme erfordern Investitionen
Wetterextreme erfordern Investitionen
Umweltminister Olaf Lies: „Zunehmende Wetterextreme erfordern Investitionen in Hochwasservorsorge und Klimaschutz“


16/17.06.2018

Vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterlagen hat Umweltminister Olaf Lies mehr Anstrengungen beim Klimaschutz und in der Bewältigung von Klimafolgen gefordert.


Umweltminister Olaf Lies: „Der Klimawandel ist auch in Niedersachsen längst Realität. Die durchschnittlichen Temperaturen sind seit Beginn der Industrialisierung um ca. 1,5 Grad angestiegen. Auch bei den Niederschlägen steigt die Intensität, vor allem aber verändert sich die jahreszeitliche Verteilung. Die Folgen des Klimawandels sind mittlerweile vielerorts deutlich zu spüren. Extremwetterereignisse wie Hitzewellen oder Starkregenereignisse nehmen zu. Umso wichtiger ist es, dass wir Vorsorge treffen und unsere Anstrengungen beim Klimaschutz weiter ausbauen."

Das Land werde den Mitteleinsatz für den Hochwasserschutz deutlich erhöhen, betonte Lies. „Mittelfristig wollen wir 50 Millionen Euro jährlich in die Hochwasservorsorge investieren, damit Schäden so gut wie möglich vermieden werden und kommunale Projekte besser gefördert werden können. In 2018 investieren wir 28,4 Millionen Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen, fünf Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Aber auch Kommunen und Hausbesitzer müssen Vorsorge betreiben und überlegen, wie Gemeindegebiete und Häuser besser abgesichert werden können. Gleiches gilt für die Wasserwirtschaft. Hier muss geschaut werden, welche Ausbaumöglichkeiten es im Bereich der Kanalisation geben kann", sagte Lies.

Minister Lies abschließend: „Wir müssen weg von der Nachsorge, hin zur Vorsorge. Das Land wird auf Dauer nicht für alle Schäden aufkommen können. Neben entsprechenden baulichen Verbesserungen müssen Elementarschadensversicherungen eine stärkere Verbreitung finden. In Kürze werde ich dazu Gespräche mit dem Baugewerbeverband Handwerk und der Versicherungswirtschaft führen."


Quelle

Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Archivstraße 2
30169 Hannover
Telefon: (0511) 120-0
E-Mail: poststelle@mu.niedersachsen.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Widderchen Paarung
A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Vertrauen fördert Akzeptanz
Vertrauen fördert Akzeptanz
Naturschutz: Vertrauen fördert Akzeptanz

16/17.06.2018

Masserberg-Schnett. „Wir müssen im Naturschutz zu einer neuen Qualität bisheriger Kooperationen aller Beteiligten kommen“, betonte der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Alexander Bonde, heute anlässlich des Deutschen Landschaftspflegetags 2018 im thüringischen Masserberg-Schnett. Gerade für den Erhalt der Lebensgrundlagen wie sauberes Wasser, saubere Luft und intakte Lebensräume sei es unerlässlich, Akteure aus Land- und Forstwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft einzubeziehen.

Dabei seien nicht nur ökologische, sondern verstärkt auch soziale und wirtschaftliche Anliegen entsprechend den internationalen Nachhaltigkeitszielen zu berücksichtigen. Gelänge eine Zusammenarbeit mit vielen Akteuren und ständigem Austausch, führe das zu vertrauensvollen Beziehungen auf lokaler Ebene. So erarbeitete Lösungsansätze führten zu einer breiten Akzeptanz und seien daher besonders tragfähig.


Engagement von Landwirten für Natura 2000 wertschätzen

Ein herausragendes Beispiel guter Kooperation sei das von der DBU geförderte „Kompetenzzentrum Natura 2000-Stationen“ in Thüringen. Die Verbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) tragen das Kompetenzzentrum gleichberechtigt als Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Bonde: „Es handelt sich um eine Institution, die zivilgesellschaftliches Engagement für Natura-2000-Flächen bündelt und zeitgleich in einem engen Austausch mit dem behördlichen Naturschutz, den Ministerien und Fachbehörden des Landes und einer Vielzahl an Landnutzern in allen Landschaftsräumen Thüringens steht.“



Das Kompetenzzentrum entwickle neue Formen der Ansprache und Anerkennung von Naturschutzengagement der Landnutzer. Zum Beispiel werden Landwirte ausgezeichnet, die sich besonders für das europaweite Biotopnetz Natura 2000 engagieren. Bonde: „Das kann ein besonders zukunftsweisender Weg sein, um eine enge und dauerhafte Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen nachhaltig zu etablieren.“ Das Kompetenzzentrum Natura 2000 wurde von der DBU fachlich und finanziell mit 371.853 Euro gefördert.

In der Aufnahme
- „Wir müssen im Naturschutz zu einer neuen Qualität bisheriger Kooperationen aller Beteiligten kommen“, betonte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde beim Deutschen Landschaftspflegetag 2018. Das Foto zeigt Bonde (l.) mit Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL).

© DBU

Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Bayerns erstes Nationales Naturmonument ...
Bayerns erstes Nationales Naturmonument ...
Huber: Weltenburger Enge soll Bayerns erstes Nationales Naturmonument werden

15/16.06.2018

Gemeinsame Naturschutzinitiative mit dem Landkreis Kelheim

Die Weltenburger Enge ist ein einmaliges Naturschauspiel von höchstem Rang. Jetzt soll das Gebiet um den Donaudurchbruch das erste Nationale Naturmonument Bayerns werden. Diese gemeinsame Naturschutzinitiative haben Umweltminister Dr. Marcel Huber und Landrat Martin Neumeyer in Kelheim vereinbart. Huber betonte: "Wir schlagen in Bayern ein neues Kapitel im Naturschutz auf. Die Weltenburger Enge ist aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit und Einzigartigkeit prädestiniert, als erste Region Bayerns den besonderen Titel des Nationalen Naturmonuments zu tragen.

Die unverbaute, frei fließende Donau, eingebettet in ein imposantes Mosaik aus Felsen und Wäldern, ist eine bundesweit herausragende Naturerscheinung, die wir schützen und zugleich stolz präsentieren wollen. Ich freue mich darauf, in einem gemeinsamen Prozess mit den Verantwortlichen vor Ort diese Premiere in Bayern auf den Weg zu bringen." Am Ende des Ausweisungsverfahrens der Weltenburger Enge zum Nationalen Naturmonument steht eine Verordnung, über deren Inkrafttreten das Bayerische Kabinett entscheidet.

Neumeyer unterstrich: "Das Prädikat Nationales Naturmonument adelt die einzigartige Naturerscheinung Weltenburger Enge. Ich werde in den nächsten Tagen auf die Verbände und die Interessenvertreter sowie die Stadt Kelheim zugehen und wesentliche Eckpunkte besprechen."

Die Weltenburger Enge im Landkreis Kelheim ist eine der schönsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bayerns. Für die Ernennung der Weltenburger Enge zum Nationalen Naturmonument sollen die bestehenden Naturschutzgebiete "Weltenburger Enge" und "Hirschberg und Altmühlleiten" zusammengeführt und qualitativ aufgewertet werden. Ferner soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, das zu mehr Naturerleben und Naturverstehen beiträgt. Zusätzlich kündigten Huber und Neumeyer ein neues Umweltbegegnungs- und Naturerlebniszentrum an. Als Standort dafür wurde vom Landkreis das Wittelsbacher Schloss vorgeschlagen.

Die Möglichkeiten der Freizeitnutzung, der Personenschifffahrt sowie die erforderliche Schädlingsbekämpfung bleiben wie bisher in den Naturschutzgebieten erhalten. Auch für private Grundeigentümer gilt der Status Quo.

Die an internationale Vorbilder angelehnte Kategorie Nationales Naturmonument ist im Bundesnaturschutzgesetz verankert. Nationale Naturmonumente sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung sind. Nationale Naturmonumente werden wie Naturschutzgebiete geschützt. Bisher gibt es deutschlandweit zwei Nationale Naturmonumente: die Ivenacker Eichen in Mecklenburg-Vorpommern und die Bruchhauser Steine in Nordrhein-Westfalen.


Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Telefon: +49 89 9214-00

Pressemitteilung Nr. 78/18
Datum: 15.06.2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Schachbrettfalter

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Eisbären erliegen Erderhitzung
Eisbären erliegen Erderhitzung

15/16.06.2018

Zahl der Eisbären in der südlichen Hudson Bay drastisch gesunken/WWF: Kohlestopp dringend nötig

Die Eisbären-Population
in der südlichen Hudson Bay in Kanada ist drastisch eingebrochen. In den vergangenen fünf Jahren sank ihre Zahl um 17 Prozent, von 943 auf 780 Exemplare. Das geht aus einer neuen Studie renommierter Eisbärenforscher aus den USA und Kanada hervor, die der WWF unterstützt. Die Ergebnisse basieren auf umfassenden Beobachtungen der Population aus der Luft. „Die Klimakrise setzt den Eisbären immer weiter zu. In den letzten Jahren mussten wir bereits beobachten, wie es mit der körperlichen Verfassung der Eisbären rapide bergab ging, viele von ihnen sind heute kleiner und dünner als noch vor zehn Jahren“, sagt Dr. Sybille Klenzendorf, Arktisexpertin beim WWF Deutschland. „Jetzt geht es den Eisbären an der südlichen Hudson Bay auch zahlenmäßig an den Kragen, da die älteren Tiere sterben und weniger Junge nachkommen.“

Die Eisbären sind für ihre Nahrungssuche auf das arktische Eis in der Hudson Bay angewiesen, da sie von dort aus nach Robben jagen. Doch der Eisschild hat sich seit den 1980ern extrem verändert:  Im Durchschnitt ist die Hudson Bay im Jahr nun vier Wochen kürzer zugefroren, mit entsprechend verheerenden Konsequenzen für die Eisbären. „Der Anteil der Eisbärenjungen ist von 12 Prozent im Jahr 2011 auf 5 Prozent im Jahr 2016 gesunken – viele überleben die ersten Jahre nicht. Wenn nichts geschieht, wird sich dieser negative Trend fortsetzen. Um den Eisbären zu helfen, müssen wir die Klimakrise bekämpfen“, sagt Klenzendorf.

Hier ist auch Deutschland gefragt: „Deutschland muss schleunigst aus der Kohleverstromung aussteigen, einem der schlimmsten Klimakiller überhaupt.  Noch verbrennen wir in Deutschland mehr Braunkohle als jedes andere Land der Welt und feuern die Erderhitzung damit weiter an“, so Klenzendorf. „Auch im Verkehr, im Gebäudesektor und in der Landwirtschaft muss die Bundesregierung dringend den CO2-Ausstoß reduzieren und so einen gerechten Anteil zu den weltweiten Klimaschutzbemühungen beitragen, zu denen wir uns in Paris verpflichtet haben.“

Zum Hintergrund:


Der Report “Reassessing abundance of Southern Hudson Bay polar bears by Aerial Survey: effects of climate change at the southern edge of the range” wurde in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Arctic Journal veröffentlicht. Die Zahlen basieren auf einer Schätzung der Population durch Beobachtungen aus der Luft im Jahr 2016, die Vergleichszahlen stammen von einer Bestandsaufnahme von 2011/12.

KONTAKT
Lea VranicarPressestelle
Tel.: 030 / 311 777 467
lea.vranicar@wwf.de

Quelle
WWF Deutschland
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
Tel.: 030 311777-0
Fax: 030 311777-199
E-Mail: info(at)wwf.de


14. Juni 2018
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



... Schutz der Saline Ulcinj in Montenegro
... Schutz der Saline Ulcinj in Montenegro
++ Naturschutzorganisationen starten internationale Petition ++ Gefordert wird der sofortige Schutz der Saline Ulcinj in Montenegro ++ Wiederaufnahme der Salzproduktion würde Menschen und Tieren zu Gute kommen ++

14/15.06.2018

Radolfzell, Ulcinj. Wieder einmal haben hohe Regierungsvertreter aus Montenegro ihre Versprechungen zum Schutz der Saline Ulcinj, einem Lebensraum für über 250 Vogelarten, nicht eingehalten. Die Naturschutzorganisationen EuroNatur, BirdLife, CZIP und MSJA haben eine internationale Petition gestartet, die zum Ziel hat, die Saline Ulcinj endlich unter Schutz zu stellen. Die Organisationen fordern von Premierminister Duško Markovi? unter anderem, dass die Salzproduktion in der Saline wieder aufgenommen wird und dass der Salzgarten im Besitz des montenegrinischen Volkes bleibt.

Die Saline Ulcinj ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete an der Adriaküste und stellt für Zehntausende Wasservögel ein überlebenswichtiges Rastgebiet auf ihrem Zugweg dar. Der montenegrinische Minister für nachhaltige Entwicklung und Tourismus, Pavle Radulovi?, hatte bei einer Salinen-Konferenz im April erklärt, dass die Regierung seines Landes die Empfehlung zur Einrichtung eines Naturparks auf dem gesamten Salinenareal gebilligt und einen klaren Fahrplan für dessen Umsetzung entworfen habe. Erste Maßnahmen hätten unmittelbar danach erfolgen sollen – geschehen ist seitdem jedoch nichts.

Druck kommt auch von Seiten der Europäischen Kommission. Zum dritten Mal in Folge wird die „Causa Ulcinj“ in den Fortschrittsberichten zu einem möglichen EU-Beitritt Montenegros erwähnt. Die Unterschutzstellung des Salzgartens ist Voraussetzung auf dem Weg zur Mitgliedschaft im europäischen Staatenverbund.

„Dass der Salzgarten von Ulcinj noch immer keinerlei Schutzstatus genießt, ist ein Skandal“, sagt Ariel Brunner, Leiter der politischen Abteilung von BirdLife Europe. „Der Regierung in Podgorica läuft die Zeit davon, um endlich die längst zugesagten Maßnahmen zum Schutz der Saline umzusetzen. Es muss sichergestellt werden, dass das Areal in das Natura 2000-Schutzgebietsnetz aufgenommen werden kann.“

Das jahrelange Ringen um das menschengemachte Feuchtgebiet schien bei der jüngsten Salinen-Konferenz am 18. April 2018 eine positive Wendung zu nehmen. „Der erneute Wortbruch eines ranghohen Regierungsvertreters passt in die endlose Schleife leerer Beteuerungen und nicht eingehaltener Versprechen. Mit der internationalen Petition bauen wir nun Druck auf den Premierminister auf, die Zusagen seiner Regierung endlich umzusetzen“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.

„Von der Unterschutzstellung der Saline und einer Wiederaufnahme des seit 2014 ruhenden Salzbetriebs würden die Menschen in Montenegro doppelt profitieren“, ist sich Jovana Janjuševi? von der montenegrinischen Umweltschutzorganisation CZIP sicher. „Eine Hürde für den EU-Beitritt Montenegros wäre aus dem Weg geräumt und für die Menschen in Ulcinj könnte der Salzgarten erneut zu einem wichtigen Arbeitgeber werden.“

Die Zeit für die Errichtung eines Naturparks auf dem Areal und die Instandsetzung der Anlagen drängt. „In zwei oder drei Jahren
gibt es hier nichts mehr zu retten. Dann ist alles zerstört“, betont Gudrun Steinacker von der Dr. Martin Schneider-Jacoby Association (MSJA) und ehemalige deutsche Botschafterin für Montenegro. Schon jetzt hat das Gebiet durch Aussüßung der Flächen deutlich an Attraktivität für zahlreiche salzliebende Watvögel verloren. Die Dämme und Pumpen müssen wieder gewartet und das Wassermanagement gesichert werden, um die hohe ökologische Bedeutung der Saline zu gewährleisten.

Hintergrundinformationen:

   Die Petition können Sie hier einsehen und unterschreiben: https://savesalina.net/de/


Rückfragen:

EuroNatur: Anja Arning, Public Relations, anja.arning(at)euronatur.org, +49 7732 927213

BirdLife: Barbara Herrero, EU Nature Policy Officer, BirdLife Europe, barbara.Herrero(at)birdlife.org, +32 2 541 0780

CZIP: Jovana Janjuševi?, jovana.czip(at)gmail.com, +382 20 272 051


Quelle

EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe
Westendstraße 3
78315 Radolfzell
Deutschland

Fon: +49 (0) 7732 - 92 72 - 0
Fax: +49 (0) 7732 - 92 72 -22

www.euronatur.org
info(at)euronatur.org


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Großer Schillerfalter

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


500.000 Besucher
500.000 Besucher
Andrang immer noch groß, Baumwipfelpfad begrüßt nach zwei Jahren den 500.000 Besucher

14/15.06.2018

Ebrach, 13. Juni 2018 – Nach wie vor ist der Baumwipfelpfad Steigerwald ein Besuchermagnet. Als Beweis dafür begrüßten die Bayerischen Staatsforsten heute die 500.000sten Besucher auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald.


Mehr zum Thema

- www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/andrang-immer-noch-gross-baumwipfelpfad-begruesst-nach-zwei-jahren-den-500000-besucher.html

Quelle

Bayerische Staatsforsten AöR
Tillystraße 2
D-93053 Regensburg
Tel.: 0941 / 69 09-0
Fax: 0941 / 69 09-495
E-mail: info@baysf.de
Internet: www.baysf.de


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Helle Tanzfliege

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Die Wilden Bienchen von Markersbach
Die Wilden Bienchen von Markersbach
Die Wilden Bienchen von Markersbach
 

30.05.2017 - Update 13/14.06.2018                                                            
   
Ein Projekt von Artenschutz in Franken®,Kinderarche gGmbH Raschau / Markersbach und Vattenfall Umweltstiftung.

Sachsen/Erzgebirge
. Artenschutz in Franken®,Kinderarche gGmbH Raschau / Markersbach und Vattenfall Umweltstiftung, widmen sich in diesem Jahr intensiv "der Wildbiene".Vielfach werden gerade diese kleinen, jedoch so wichtigen Insekten übersehen. Der uns nachfolgenden Generation sind die Gehörnte Mauerbiene, oder die Sandbiene kein Begriff mehr. Hier nun setzt ein Kooperationsprojekt an welches wir im Erzgebirge umsetzen.

Konkret erlebbarer Artenschutz und eine lebendige Umweltbildung werden eine effekive Lebens-raumoptimierung,auch für im Bestand gefährdete Hautflügler, sowie die praktische Umweltbildung in enge Verbindung setzen.

Ein Jahr ist seit der Projektumsetzung vergangen.
Wie konnte sich das Projekt seither entwickeln?


Mehr zum Projekt
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=85381

Umweltmedaille für Dr. Norbert Schäffer
Umweltmedaille für Dr. Norbert Schäffer
Umweltmedaille für Dr. Norbert Schäffer

13/14.06.2018

LBV-Vorsitzender wird von Minister Huber für herausragende Verdienste um Natur-, Umwelt- und Klimaschutz geehrt

Heute hat der Freistaat durch Umweltminister Dr. Marcel Huber
eine seiner höchsten Auszeichnungen an unseren LBV-Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer verliehen. Die die Bayerische Staatmedaille für Verdienste um die Umwelt erhält Schäffer für das große Engagement zum Schutz von Flora und Fauna, dem er sich bereits seit Jahrzehnten widmet.

Mehr zum Thema auf den Seiten des LBV
- https://www.lbv.de/news/details/umweltmedaille-f%C3%BCr-dr-norbert-sch%C3%A4ffer/

Foto:
StMUV

Quelle

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



"Leben hinter Gittern"
"Leben hinter Gittern"
"Leben hinter Gittern"

12/13.06.2018

Markdorf - Baden-Württemberg. Über einen zugegeben nicht alltäglichen Brutplatz eines Turmfalkenpaars konnten wir am vergangegen Montag an dieser Stelle berichten.

Heute erhielten wir eine aktuelle Aufnahme aus Markdorf welche die Situation sehr gut abbildet. Das Turmfalkenweibchen beim Füttern ihrer Jungtiere die sich in der Mauernische befinden. Die Nische wird von zwei Quermetallen verschlossen.

Dennoch gelang es dem Paar hier abermals eine erfolgreiche Repproduktion abzuschließen. In wenigenTagen werden die Jungtiere ihr temporäres "Gefängnis" verlassen.

Mehr zum Thema
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=99065



Die „Wilden Bienchen vom Bodensee“
Die „Wilden Bienchen vom Bodensee“
Die „Wilden Bienchen vom Bodensee“

17/18.07.2017 - Update 12.06.2018

Moderner Artenschutz und lebendige Umweltbildung gehen neue Wege. Artenschutz in
Franken®, Evangelische Diakonie Lindau und das Kinderhaus St. Stephan setzen sich in innovativer Form gemeinsam für die Erhaltung einer vielfach unbekannten Insektengruppe ein. Finanziell unterstützt werden sie dabei von der Beatrice Nolte Stiftung für Umwelt, der Margarete
Müller- Bull Stiftung, der Stiftung unsere Erde, der HIT Natur- und Umweltstiftung sowie von Herrn Walter Gunz .


Lindau am Bodensee/Bayern.Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die
domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich habendie meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer
weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die  Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.

Die ersten Tiere beginnen nun mit dem Besatz der Nistwand

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=89952


Wege im Tier-Freigelände durch Unwetter beschädigt
Wege im Tier-Freigelände durch Unwetter beschädigt
Wege im Tier-Freigelände durch Unwetter beschädigt

12/13.06.2018

Bereich im Nationalparkzentrum Lusen kann derzeit nur eingeschränkt genutzt werden

Neuschönau. Das Unwetter der vergangenen Nacht hat auch im Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Lusen Spuren hinterlassen. Wie die Nationalparkverwaltung mitteilt, wurden durch den Starkregen die Wege zum Teil erheblich beschädigt und sind daher schwieriger zu begehen. Für Rollstuhlfahrer oder Personen mit Kinderwagen ist der Bereich derzeit nur schwer bis gar nicht befahrbar. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Nationalparkverwaltung bittet die Besucher um Verständnis, dass das Tierfreigelände in Neuschönau in den nächsten Tagen nur mit Einschränkungen zu nutzen ist.

Bildunterschrift:
Durch das Unwetter der vergangenen Nacht wurden Wege im Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Lusens ausgeschwemmt und sind derzeit schwieriger zu begehen (Foto: Andreas Hackl / Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald).


Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de


Pressemitteilung
Grafenau, 12. Juni 2018
PM 45/2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Ökologischen Domino-Effekt stoppen
Ökologischen Domino-Effekt stoppen
Huber: Ökologischen Domino-Effekt stoppen

11/12.06.2018

Start für Bayerisches Artenschutzzentrum / "Blühpakt Bayern"

Bayern handelt: Das Bayerische Artenschutzzentrum nimmt im Eichamt Augsburg seine Arbeit auf. Als Elitezentrum für Artenvielfalt wird es landesweit Wissenschaft, Schutzmaßnahmen und flächendeckende Kooperationen vereinen. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte dazu heute in München: "Unser klares Ziel ist es, den Artenschutz in Bayern auf Spitzenniveau zu heben. Umfassendes Expertenwissen ermöglicht schnelles und effizientes Handeln.

Der Verlust einer Art kann oft eine Kettenreaktion auslösen. Wir müssen diesen ökologischen Domino-Effekt unbedingt stoppen." Hierzu sollen 50 Experten im Bayerischen Artenschutzzentrum in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Landesamt für Umwelt noch bestehende Wissenslücken schließen und passgenaue Maßnahmen zum Artenerhalt entwickeln und umsetzen. Ein Aufbaustab wird noch in diesem Monat loslegen. Huber: "Spezialisten werden auf höchstem Niveau eine ökologische Firewall für den Artenschutz hochziehen.

Es geht um eine 360°-Analyse – von Nord nach Süd, von Ost nach West soll das Zentrum flächendeckend alle Arten mit ihren regionalen Besonderheiten im Blick haben. Augsburg wird zur zentralen Drehscheibe für Artenschutz in Bayern." Neben der Forschung wird die praktische Umsetzung tragende Säule. Huber: "Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Artenschutzzentrums werden 25 neue Artenhilfsprogramme sein, beispielsweise für Schmetterlinge, holzbewohnende Käfer oder Moorlibellen."


Mit Blick auf die sinkende Anzahl von Bienen und anderen Insekten hat Huber zudem den "Blühpakt Bayern" gestartet: "Stirbt die Biene, stirbt der Mensch. Ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen kommen ganze Nahrungsquellen zum Erliegen. Daher brauchen wir ein breites Bündnis von Partnern, die Bayern wieder zum Blühen bringen: von der Bevölkerung über die Wissenschaft, von Naturexperten bis zur Wirtschaft. Besonders wichtig ist uns auch die Landwirtschaft. Alle sollen an einem Strang ziehen."
Der "Blühpakt Bayern" enthält folgende Ziele und Maßnahmen:

Landesweite Initiative "natürlich Bayern". In Kooperation mit den Landschaftspflegeverbänden wird das Umweltministerium in den kommenden 5 Jahren insektenfreundliche Maßnahmen in den Kommunen umsetzen. Ziel sind möglichst viele bepflanzte öffentliche Flächen. Dafür werden knapp 3 Millionen Euro investiert.

Mit zusätzlichen 10 Millionen Euro werden im Rahmen des Vertragsnaturschutzes Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft gefördert. Huber: "Bis 2019 sollen 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche nach den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet werden. Bis 2030 wollen wir diese Fläche sogar verdoppeln."

Aktionsprogramm mit der Landwirtschaft. Huber: "Einen echten Mehrwert für den Artenschutz erreichen wir nur gemeinsam. Mein Ziel ist es zusammen mit dem Landwirtschaftsministerium voranzukommen."
   
Neue Anreize in der Wirtschaft. Biodiversität ist seit 2015 ein Schwerpunkt im Umweltpakt Bayern. Der neu ins Leben gerufene Wettbewerb "Blühender Betrieb" soll daher die rund 2300 Mitglieder des Umweltpakts zur mehr Blühflächen auf den Betriebsgeländen motivieren.

Breite Infokampagne für die Bevölkerung für ein bienen- und insektenfreundliches Umfeld auf Balkonen und in Gärten.

   Initiative für Wildbienenhotels innerhalb des Behördennetzes.

Den Startschuss für den "Blühpakt Bayern" gab Umweltminister Huber mit einem eigenen Wildbienenhotel am Ministerium. Huber: "Alle Behörden im Geschäftsbereich sollen dort, wo es machbar ist, eine Nisthilfe aufstellen. Jeder kann helfen, den Rückgang dieser gefährdeten Artengruppe zu stoppen. Dafür werde ich auch bei meinen Terminen mit kleinen Wildbienenhotels symbolisch für den Artenschutz werben. Frei nach dem Motto ‘All inclusive‘ gibt es natürlich Blumensamentütchen dazu. Auch bei meinen Kabinettskollegen werde ich für Wildbienenhotels an bayerischen Behörden werben."

Weitere Information finden Sie online unter https://q.bayern.de/bluehpakt

Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München


Pressemitteilung Nr. 77/18
Datum: 11.06.2018
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Schachbrettfalter Paarung

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Der Artenvielfalt eine Chance
Der Artenvielfalt eine Chance
Der Artenvielfalt eine Chance

11/12.06.2018

Österreich. In Haidershofen herrscht extreme Trockenheit und die Hoffnung wird angetreiben das diese bal zu Ende sein wird.Unsere Wiesen sind zu 80 % (so meine Einschätzung) durch Trockenheit zerstört.
Obstbäume, im Wald junge angepflanzte Forstpflanzen sind teilweise  ausgetrocknet und zum Großteil schwer geschädigt.

Der Wald wird anscheinend nie mehr so ein hohes Alter erreichen wie wir es gewohnt waren. Wetterextreme, verschiedene chemische Einflüsse sei es durch Windverfrachtung ( Abtrift) oder thermische Verfrachtung von landwirtschaftlichen Spritzmitteln, oder Partikel die vom Verkehr oder von Industrieller Herkunft stammen vergiften unsere Gesundheit, unser Wasser und unsere Umwelt.

Das ist nichts Neues, hier kommt noch das extremere Wetter dazu als wir es gewohnt waren. Aber auch durch falsche jagdliche Handlungen, wie Abschüsse von Beutegreifern und zu intensive Bejagung von Fuchs, Marder, Dachs, Hermelin und dem kleinen Mauswiesel nehmen Mäuse massiv überhand und schädigen zusätzlich landwirtschaftliche Kulturen.

Gerade wir Menschen sollten eine Erkenntnis zur natürlichen Regulierung von den Schadnagern herstellen, in dem wir es zulassen das hier Greifvögel und Haarraubwild Mäuse Fangen  dürfen. Hier sollte es völlig normal sein dürfen das diese Naturbewohner auch mal einen Hasen oder Fasan fangen dürfen, die Verantwortung zum Artenschutz und zur natürlichen Regelmechanismen sollte auch bei den Gesetzgebern hier erkannt werden. Gerade durch diese Wetterextreme werden div. Schadnager und Schadinsekten profitieren, hier sollte man versuchen natürliche Feinde zu fördern, anstatt wieder Mäusegifte großflächig auszulegen das unser Trinkwasser ungenießbar macht.


Ein Kommentar von Walter Mitterhuber aus Niederösterreich


In der Aufnahme/Collage
- Stark von der aktuellen Trockenheit gezeichneten zeigen sich auch in Österreich die Grünbereiche.



Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Reproduktionserfolg am Hexenturm
Reproduktionserfolg am Hexenturm
BUND Markdorf engagiert sich intensiv für den Naturschutz

25/26.04.2018 - Update 11.06.2018 .. der Nachwuchs ist da ...

Markdorf - Baden-Württemberg.Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in
Markdorf hat sich bereits im Juli 1983 als eigener Ortsverband gegründet.
Er umfasst neben Markdorf auch Bermatingen, Oberteuringen und Kluftern und zählt derzeit rund 260 Mitglieder und Förderer.

In den vergangenen Jahren konnte sich der BUND Markdorf auch intensiv für die Sicherung von
Turmfalke und Mauersegler
am "Hexenturm" in Markdorf engagieren. So wurde auf der Ostseite des
Hexenturmes in 2017 für den Turmfalken eine Nistmöglichkeit geschaffen.
  • Der Turmfalke hat daraufhin auch erfolgreich gebrütet.
  • Fünf junge Turmfalken sind ausgeflogen
Auch auf der Westseite des Turms, innerhalb einer Bauwerksnische, hat ein weiterer Turmfalke gebrütet.

In der Mauernische auf der Westseite ist aktuell ein Eisen zu sehen. Das Eisen wird bei der anstehenden Turmsanierung entfernt werden um die Verlettzungsgefahr des Turfalken zu
minimieren.Den Installation einer weiteren Nistmöglichkeit für den Turmfalken wird nicht ausgeschlossen,da die Nahrungsversorgung gut ist.

Die Mauerseglerkästen, die mit Unterstützung der Stadtverwaltung Markdorf ebenfalls 2017 am Hexenturm angebracht wurden sind derzeit noch nicht angenommen worde.Die Brut-Situation am Hexenturm wird von BUND-Mitgliedern ständig beobachtet.

Zur erfolgreichen Ansiedlung des Weißstorches in Markdorf kann folgendes berichtet werden:

Sieben Horste in bzw. im nahen Umfeld der Stadt sind derzeit von Brutpaaren belegt. Der Horst auf dem Bischofschloss ist mit einer Kamera ausgestattet. Die Bilder können über die Homepage des BUND Markdorf abgerufen werden.

Quelle

BUND Markdorf
Franz Kieferle


Aufnahme

- privat


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -

Die Wilden Bienchen von Bad Tölz
Die Wilden Bienchen von Bad Tölz
Die Wilden Bienchen von Bad Tölz

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Kindergartens Arche Noah Bad Tölz und des Evang.-Luth. Dekanat Bad Tölz, das von der Bosseler & Abeking Umweltstiftung unterstützt wird.


19/20.07.2017 - Update 11.06.2018

Bad Tölz/Bayern. Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene
. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig
Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.

Mehr zum Projekt ... denn die ersten Wildbienen besiedelt nun die Wand:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=91122

UN Dekade Biologische Vielfalt Preis Wonsees
UN Dekade Biologische Vielfalt Preis Wonsees


Hessen .. mehr Unterstützung beim Insektenschutz
Hessen .. mehr Unterstützung beim Insektenschutz
Hessen fordert vom Bund ein stärkeres Engagement und mehr Unterstützung beim Insektenschutz und in der Luftreinhaltung

10/11.06.2018

In ihrer Bewertung der Ergebnisse der Umweltministerkonferenz (UMK) in Bremen stellte die Hessische Umweltministerin Priska Hinz den Beschluss zum Insektenschutz in den Vordergrund. Hessen hatte dazu einen eigenen Vorschlag in die UMK eingebracht. Insekten haben eine wichtige Bedeutung insbesondere für die biologische Vielfalt, die Landwirtschaft und das natürliche Gleichgewicht. „In den Bundesländern passiert schon viel, um gegen das Insektensterben vorzugehen. Die Maßnahmen müssen aber auch vom Bund unterstützt und gefördert werden. Ein Problem sind die derzeitigen Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel, die viele negative ökologische Auswirkungen nicht ausreichend wiedergeben.

Das Verfahren muss daher dringend verbessert und die Förderung zu ökologischen Alternativen ausgeweitet werden.“ erläuterte Ministern Hinz. „Insektizide und vor allem Neonikotinoide sind Gift für unsere Bienen und andere Insekten. Von daher brauchen wir nicht nur das von der EU im Frühjahr beschlossene Teilverbot, sondern ein Totalverbot für alle Neonikotinoide nicht nur im Freiland, sondern auch in Gewächshäusern.“ so Hinz weiter.

Beim Thema Luftreinhaltung ist ein Großteil der Umweltministerinnen und -minister für eine technische Nachrüstung der Dieselfahrzeuge. „Angesichts der großen Probleme, die wir in den betroffenen Städten mit der Stickstoffdioxidbelastung haben, sowie den drohenden Dieselfahrverboten verstehe ich nicht, warum manche Bundesländer sich gegen die technische Nachrüstung sperren. Die Bundesregierung ist hier in der Verantwortung.

Die Kosten dürfen nicht zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher gehen“, bekräftigte die Ministerin ihre Bedenken. „Es ist bereits erwiesen, dass die bisher initiierten Maßnahmen des Nationalen Forums Diesel und des Programms Saubere Luft nicht ausreichen werden, um sich bis 2020 schadstoffmindernd auszuwirken. Die Umweltministerkonferenz ist sich daher einig, dass die vom Bund bereitgestellten Mittel erhöht und über einen Zeitraum von mehreren Jahren verstetigt werden müssen“ erklärte Hinz eine weitere hessische Initiative.

Der Klimaschutz war ein weiterer Schwerpunkt dieser UMK. „Die Einrichtung der Kohlekommission kann nur ein erster Schritt sein. Wir brauchen ein baldiges Enddatum für die Kohleverstromung, wenn wir das Klimaschutzziel 2020 noch erreichen wollen. Dazu gehört auch die Stilllegung der zwanzig schmutzigsten Kohlekraftwerke, wobei der Aspekt der Versorgungssicherheit unbedingt zu berücksichtigen ist, so dass falls nötig ein Teil der Kraftwerke in eine Reserve überführt werden kann“ so Hinz. Die hessische Initiative zur stärkeren CO2-Bepreisung zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele hatte großen Erfolg. Alle Ministerinnen und Minister waren einer Meinung, dass eine Bepreisung in allen Sektoren, die klare Anreize für die Wirtschaftsakteure setzt Treibhausemissionen zu minimieren, die Erreichung der Klimaziele maßgeblich unterstützen. Die Umweltministerkonferenz befürwortet ein mit Frankreich und unseren europäischen Nachbarn abgestimmtes Vorgehen, um die CO2-Bepreisung zu stärken.

Zu den Vorschlägen der Kommission für den Mehrjährigen Finanzrahmen sowie zu den Verordnungsentwürfen zur Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik, die Anfang Juni veröffentlicht wurden, haben die Ministerinnen und Minister die Durchführung einer Sonder-Amtschefkonferenz im Spätsommer beschlossen. „Allen Umweltressorts der Länder ist es ein gemeinsames Anliegen, die europäischen Ziele im Umwelt-, Klima- und Naturschutz zu erreichen. Die Förderung der Landwirtschaft muss künftig stärker mit öffentlichen Gütern, wie dem Erhalt der Kulturlandschaft, dem Schutz der Natur, Klima, Umwelt und Biodiversität verbunden werden. Es gibt noch viel Beratungsbedarf und ich begrüße daher die Entscheidung, sich mit den Vorschlägen der Kommission intensiv auseinandersetzen.“


Quelle

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Ockergelber Blattspanner ... zeigt sich zunehmend seltener bei uns ..


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



STAATLICHE BAUÄMTER IM VISIER DES BUND NATURSCHUTZ
 STAATLICHE BAUÄMTER IM VISIER DES BUND NATURSCHUTZ
DER SCHUTZ DER NATÜRLICHEN LEBENSGRUNDLAGEN MUSS AUCH BEI STAATLICHEN BAUVORHABEN OBERSTE PRIORITÄT HABEN


10/11.06.2018

STAATLICHE BAUÄMTER IM VISIER DES BUND NATURSCHUTZ

Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) fordert
, dass die staatlichen Bauämter bei der Realisierung staatlicher Bauvorhaben dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen oberste Priorität einräumen. Immer wieder stellt der BUND Naturschutz v.a. bei staatliche Straßenbauvorhaben fest, dass die staatlichen Bauämter ihr Verkehrsziele über die Belange des Natur- und Umweltschutzes stellen. Das Fass zum Überlaufen brachte nun die Absicht des Staatlichen Bauamtes Krumbach, der Stadt Höchstädt für die Auflösung ihres Wasserschutzgebietes knapp 1,5 Millionen Euro als Prämie zu zahlen. Deshalb möchte Bayerns größter Umweltverband die staatlichen Bauämter nun zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichten. Hierbei berufen sich die Naturschützer auf die Verfassung des Freistaates.

„§ 141 der Verfassung des Freistaates Bayern besagt eindeutig, dass der Schutz von Boden, Wasser und Luft als natürliche Lebensgrundlagen auch bei den staatlichen Bauämtern zu den vorrangigen Aufgaben gehört“, erklärt BN-Landesvorsitzender Richard Mergner. Die Realität sieht jedoch leider anders aus.

Die 22 staatlichen Bauämter erledigen im Freistaat Bayern die Aufgaben des staatlichen Hochbaus und des Straßenbaus. Somit sind sie alleinverantwortlich für die Umsetzung staatlicher Eingriffsvorhaben in der freien Natur. Deshalb kommt ihnen eine besondere Verantwortung für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu. Leider ist hierbei immer wieder festzustellen, dass die staatlichen Bauämter ihr Planungsziel über die Belange des Natur- und Umweltschutzes stellen und somit dieser Verantwortung nicht gerecht werden. Oft wird die sog. „Leichtigkeit des Verkehrs“ als absolutes Planungsziel festgelegt, während sich alle anderen Belange diesem Ziel unterordnen müssen.

„Jüngstes Beispiel hierfür ist die unverantwortbare Vorgehensweise des Staatlichen Bauamtes Krumbach im Zusammenhang mit den Planungen zur B16-Ortsumgehung von Höchstädt an der Donau“, erläutert Heidi Terpoorten, BN-Kreisvorsitzende im Landkreis Dillingen.  Hier bietet das Staatliche Bauamt Krumbach der Stadt Höchstädt eine Vereinbarung an, mit der es die Stadt gegen eine Zahlung von knapp 1,5 Millionen Euro zur Auflösung des seit Jahrzehnten im Norden bestehenden Wasserschutzgebietes bewegen will. Dies tut das Staatliche Bauamt nicht ohne Hintergedanken. Denn der geplante Bau einer B16-Nordumgehung würde hierdurch einfacher und günstiger realisiert werden können.

„Wir wollten es zunächst nicht glauben, dass eine staatliche Behörde einer Stadt Geld anbietet, damit diese ihre natürliche Trinkwasserreserve aufgibt“,  so Dieter Leippert, Artenschutzexperte und Organisator der Petition. Jedoch hat er als artenschutzfachlicher Gutachter des BN die Erfahrung gemacht, dass die staatlichen Bauämter die Betroffenheit der Natur durch Straßenbauvorhaben oft nur oberflächlich untersuchen lassen. Beispiele hierfür sind die B16-Ortsumfahrung  Dillingen, St2033-Kreuzungsausbau Wertingen, die St2083-Ortsumfahrung Vilshofen, der B10 Ausbau bei Neu Ulm oder die  B 299/B 304 Ortsumfahrung Altenmarkt.

„Wir haben den Eindruck, dass die staatlichen Bauämter bei ihren Bauvorhaben in der freien Natur dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen nicht die erforderliche Aufmerksamkeit schenken“, so Thomas Frey, BN-Regionalreferent für Schwaben.  Aus diesem Grund hat sich der BN für die an die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Frau Ilse Aigner, gerichtete Petition „Staatliche Bauämter müssen die natürlichen Lebensgrundlagen schützen“ entschieden.

„Der Bund Naturschutz hofft, dass die Ministerin § 141 der Verfassung des Freistaates Bayern ernst nimmt und die staatlichen Bauämter zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichtet“, so Richard Mergner abschließend.



Die Petition unterzeichnen und unterstützen kann man online auf https://dillingen.bund-naturschutz.de/aktionpetition.html“.
Für Rückfragen:

Thomas Frey
Regionalreferent für Schwaben
089 / 548298-63, 0160-95501313
thomas.frey@bund-naturschutz.de

Heidi Terpoorten
Vorsitzende BN-Kreisgruppe Dillingen
0171-5094726
heidi.terpoorten@email.de

Dieter Leippert
Vorstandsmitglied BN-Kreisgruppe Dillingen und Organisator der Petition
01577-7580705
leippert.d@arcor.de


Quelle

BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de


05.06.2018
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Wachtelweizen-Scheckenfalter

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Fasan - Zum Abschuss frei!
Fasan - Zum Abschuss frei!
Protestaktion: Finger weg vom Jagdgesetz, Herr Laschet!

09/10.06.2018

NRW Landesregierung will tausende gezüchtete Vögel zum Abschuss freigeben

Mehr zum Thema auf den Seiten des Komitee gegen den Vogelmord e. V. (CABS)

- www.komitee.de/content/protest/fasanenjagd-nrw

Quelle
Komitee gegen den Vogelmord e. V. (CABS)

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Helga Zinnecker

- Junge führende Fasanenhenne

Mehr zum Fasan auf unseren Seiten
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=36803

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Einflug von Rosenstaren in Bayern
Einflug von Rosenstaren in Bayern
Einflug von Rosenstaren in Bayern

09/10.06.2018

Rosafarbener Star macht Urlaub im Freistaat – Letzter Einflug mehr als 15 Jahre her

An einigen Orten in Bayern können Naturfreunde im Moment Zeuge eines ganz besonderen Naturereignisses werden
. Denn das erste Mal seit 2002 findet derzeit wieder ein großer Einflug von Rosenstaren nach Mittel- und Westeuropa statt. Aktuell halten sich tausende der farbenprächtigen Vögel vor allem in Italien und Ungarn auf. Auch aus Südbayern sind bereits mehrere Sichtungen einzelner Vögel bekannt.

Mehr zur Pressemitteillung des LBV
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=100384


In der Aufnahme von H-J. Fünfstück

- Rosenstare

Quelle
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Wo sich Luchs und Mensch guten Tag sagen
Wo sich Luchs und Mensch guten Tag sagen
Plastikfalle Mittelmeer

09/10.06.2018

WWF-Report: Rekordmengen von Mikroplastik im Mittelmeer / Touristen erhöhen Abfallbelastung massiv

Das Mittelmeer ein Brennpunkt für Plastikverschmutzung. Insbesondere für Mikroplastik wurden Rekordmengen nachgewiesen,
wie aus einem aktuellen WWF-Report hervorgeht. Die Konzentration der kleinen Kunststoffpartikel im Mittelmeer ist fast viermal so hoch, wie die des „Plastikwirbels“ im nördlichen Pazifik: bis zu 1,25 Millionen Fragmente finden sich pro Quadratkilometer. Der im Mittelmeer oder an seinen Stränden gefundene Müll besteht zu 95 Prozent aus Kunststoff. Hauptsächlich stammt der Plastikmüll aus der Türkei und Spanien, gefolgt von Italien, Ägypten und Frankreich. Die Beliebtheit des Mittelmeers als Urlaubsziel verschärft das Müllproblem noch. Während der Sommermonate steigern die 320 Millionen Touristen pro Jahr, die im Mittelmeerraum Urlaub machen, die Abfallbelastung des Meers um 40 Prozent.

„Das Mittelmeer ist fast vollständig von besiedelten Küsten umgeben und  droht zu einer Plastikfalle zu werden. Ungesicherte Mülldeponien in Meeresnähe, illegale Abfallentsorgung in Flüsse  aber auch touristische Aktivitäten  sind Quellen, aus denen Plastikmüll ins Mittelmeer gelangt“, sagt Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland. Hauptursache für die Plastik-Verschmutzung des Mittelmeers sind die Lücken im Abfallmanagement der meisten Anrainerstaaten. Flüsse tragen die Abfälle ins Meer, vor allem der Nil, der Ebro, die Rhone, der Po und die türkischen Flüsse Ceyhan und Seyhan, die durch dicht besiedelte Gebiete fließen, bevor sie im Mittelmeer münden. „Europa produziert enorme Mengen Plastikmüll und muss seine Struktur für Abfallentsorgung und Recycling verbessern. Auch der Tourismussektor ist gefragt und sollte den Ausbau der Infrastruktur in den Destinationen unterstützen. Hotels und Schiffe müssen wirksame interne Abfallsammelsysteme einrichten und den Müll vollständig trennen. Wir können nicht zulassen, dass das Mittelmeer in Plastik ertrinkt“, fordert Heike Vesper.

In der Natur und Tierwelt des Mittelmeers hat der Plastikmüll bereits deutliche Spuren hinterlassen. 18 Prozent der Thunfische und Schwertfische haben Plastik im Magen, vor allem Zellophan und PET. Im Pelagos-Walschutzgebiet im nordwestlichen Mittelmeer ist der Mikroplastikgehalt hoch, über 56 Prozent des Planktons sind mit Schadstoffen schwer belastet. Finnwale, die Wasser durch ihre Barten filtern, sind im Schutzgebiet fast fünfmal stärker mit Schadstoff belastet, als in weniger verschmutzen Regionen.

Hintergrund:

   Das Mittelmeer gilt als sechstgrößtes Sammlungsgebiet für Meeresmüll: In diesem Meer, bestehend aus nur einem Prozent des Wassers auf der Erde, befinden sich sieben Prozent des weltweiten Mikroplastiks
   Im Mittelmeer sind 134 verschiedene Tierarten von marinem Plastikmüll betroffen, darunter 60 Fischarten, alle drei heimischen Meeresschildkrötenarten, neun Seevogelarten und 5 Meeressäugerarten (Pottwale, Finnwale, Tümmler, Rundkopfdelfine und Fleckendelfine).
   Alle im Mittelmeer lebenden Meeresschildkrötenarten haben Kunststoffe aufgenommen. Bis zu 150 Plastikfragmente wurden in den Mägen einiger Tiere gefunden.
   Im Mittelmeerraum leben 150 Millionen Menschen, die mit 208–760 Kilogramm Müll pro Kopf und Jahr zu den weltweiten größten Verursachern fester Siedlungsabfälle zählen.
   Europa ist nach China der zweitgrößte Kunststoffproduzent der Welt. 2016 produzierten die 28 EU-Staaten gemeinsam mit Norwegen und der Schweiz 60 Millionen Tonnen Plastik und erzeugten 27 Millionen Tonnen Plastikmüll. Nur 31 Prozent dieses Müllaufkommens wurden recycelt, 27 Prozent kamen auf Mülldeponien, der Rest wurde verbrannt.


KONTAKT:

Britta König

Presestelle

Tel: 040 530 200 318

britta.koenig@wwf.de


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wo sich Luchs und Mensch guten Tag sagen


09/10.06.2018

Europaweite Aktionen zum ersten Internationalen Tag des Luchses am 11. Juni

Der Luchs kehrt in unsere Wälder zurück. Nach den offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Naturschutz leben derzeit 77 erwachsene und 37 Jungtiere in Deutschland. Ob sie sich wieder überall dort ansiedeln, wo sie passende Lebensräume finden, hängt entscheidend von der Akzeptanz der Menschen ab. „Luchse gehören ebenso in unsere Wälder wie der Rothirsch, das Eichhörnchen und der Schwarzstorch.

Nachdem wir sie fast ausgerottet haben, ist es an der Zeit, sie besser kennenzulernen und ihnen eine Rückkehr in ihre ursprünglichen Lebensräume zu ermöglichen. Mit Vorträgen, Filmen und zeigen wir am 11. Juni gemeinsam mit vielen Partnern, was unsere größte heimische Katze so faszinierend macht, “ sagt Moritz Klose, Wildtierexperte beim WWF Deutschland.
Der Tag fällt in etwa mit der Geburt der Jungluchse zusammen. Wenn alles wieder grünt, wird auch neu gezählt: Erst jetzt zeigt sich, wie viele der halbwüchsigen Tiere aus dem letzten Jahr überlebt und eigene Reviere gegründet haben. Warum diese Bestandsaufnahme nur zusammen mit unseren tschechischen und österreichischen Nachbarn sinnvoll ist, erläutert Moritz Klose: „Luchse sind wahre Europäer. Sie benötigen große Reviere und halten sich nicht an nationale Grenzen. Wenn wir sie und ihre Lebensräume schützen wollen, brauchen wir einheitliche, länderübergreifende Vorgaben für das Monitoring und ihren Schutz.“

Wo in Europa überall Luchse unterwegs sind und wie die Wissenschaftler ihnen auf der Spur kommen, erfahren Kinder und Erwachsene am 11. Juni bei verschiedenen Veranstaltungen in Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien und Slowenien. Diese setzen das tschechische Umweltministerium zusammen mit dem WWF Deutschland und weiteren Partnern im Rahmen des grenzübergreifenden Interreg-Projekts 3Lynx um. Für Moritz Klose sind diese Aktionen ein Anlass zur Hoffnung: „Der Luchs weckt bei vielen Menschen große Sympathien – das möchten wir nutzen, um ihn besser zu schützen. Denn wir bekommen gerade eine zweite Chance, sie bei uns willkommen zu heißen: von deutschen Mittelgebirgen wie dem Bayerischen Wald bis zu den Vorkommen in den Karpaten und Skandinavien.“


KONTAKT

Stefanie Klein

Pressestelle

Tel. 030-311 777 428

stefanie.klein@wwf.de


Quelle

WWF Deutschland

Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
Tel.: 030 311777-0
Fax: 030 311777-199
E-Mail: info(at)wwf.de


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Johannes Rother

- Luchs ...https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=41183

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Die „Wilden Bienchen vom Schliersee“
Die „Wilden Bienchen vom Schliersee“
Die „Wilden Bienchen vom Schliersee“

18.07.2017 - Update 08.06.2018

Moderner Artenschutz und lebendige Umweltbildung gehen neue Wege. Artenschutz in Franken® und der Kindergarten St. Josef setzen sich in innovativer Form gemeinsam für die Erhaltung einer vielfach unbekannten Insektengruppe ein. Unterstützt werden sie dabei von der Europa Möbel Umweltstiftung.  

Neuhaus am Schliersee/Bayern. Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.

Wildbienen - die unbekannten Bestäuber

Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig

Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.

Wildbienen – häufig im Bestand gefährdet
Doch viele unserer Wildbienenarten in?Deutschland sind zwischenzeitlich akut in ihrem Bestand bedroht. Gerade auch durch eine zunehmend industrielle Landbewirtschaftung mit einem immensen Pestizideinsatz sowie der Zerstörung wichtiger Lebensräume haben wir Menschen zahlreiche Wildbienenarten bereits nahe an den Rand des Aussterbens gebracht. Je intensiver die Bewirtschaftungsformen und je umfangreicher Bewirtschaftungsflächen werden, desto stärker hängt der Ertrag der Landwirtschaft auch von Wildbienen ab.

Je mehr Lebensräume wir mit unserem Handeln in unserem Umfeld beeinträchtigen gefährden wir nicht nur eine faszinierende Insektengruppe. Nein mehr noch, wir setzen mit diesem Tun gar eine der (auch und gerade für den Menschen) wichtigsten Ökosysteme aufs Spiel.

Mehr zum Projekt

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=90649

In der Aufnahme:
- Rund ein Jahr ist es nun her seit die Wildbienenwand am Schliersee installiert wurde wurde ... wir wollen ein erstes Resümee ziehen und blicken auch hinter die Kulissen.


Miller: Insekten sind systemrelevant ....
Miller: Insekten sind systemrelevant ....
NABU zur UMK/Akt. Stunde im Bundestag: Bundesregierung muss Insekten-Rettung so engagiert vorantreiben wie die der Banken

08/09.06.2018

Miller: Insekten sind systemrelevant – ohne sie droht ernsthafte Lebensmittel-Krise
____________________________________________________________
Berlin/Bremen
– Angesichts des neuen, bislang noch unveröffentlichten Berichts des Bundesumweltministeriums zum Insektenrückgang fordert der NABU schnelle und wirksame Maßnahmen zur Rettung der Insekten. Der Bericht unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf, nach Ansicht der Naturschützer ist hierzu vor allem eine grundlegend naturverträglichere Agrarpolitik notwendig.

„Ohne ein umfassendes Rettungspaket steuern wir auf eine Nahrungsmittel-Krise zu. 90 Prozent der Pflanzen weltweit und damit ein Großteil unserer Lebensmittel sind auf Bestäubung angewiesen. Insekten sind systemrelevant. So engagiert wie die Bundesregierung die Rettung der Banken vorangetrieben hat, muss sie jetzt auch für die Rettung der Insekten sorgen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der NABU begrüßt daher, dass die Bundesregierung „akuten Handlungsbedarf“ sieht. Mit Blick auf das angekündigte Sofortprogramm fordert der NABU mindestens drei Ziele: Alle insektenschädlichen Neonikotinoide und ähnlichen Stoffe müssen schnell und komplett vom Markt verschwinden. „Bei dem extremen Schwund von Insekten können wir es uns es nicht leisten, weiterhin derart gefährliche Stoffe einzusetzen“, so Miller. Zudem muss der Einsatz aller Pestizide EU-weit drastisch sinken. Und in Brüssel muss sich die Bundesregierung mit Nachdruck für eine deutlich naturverträglichere EU-Agrarpolitik einsetzen. Denn durch immer stärkere Intensivierung, Lebensraumzerstörung und hohen Pestizideinsatz ist sie inzwischen zum entscheidenden Treiber des Artenschwunds geworden.

Aktuell tobt in Brüssel der Kampf um die künftige Verteilung der Agrarmilliarden für den Zeitraum 2021 bis 2027. „Dies wird der entscheidende Lackmus-Test, wie ernst es die Bundesregierung wirklich mit dem Insektenschutz meint“, sagte Miller. Vor allem Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sieht er in der Pflicht. „Statt immer neue Datensammlungen anzukündigen und damit die Lösung der Insekten-Krise auf die lange Bank zu schieben, muss Frau Klöckner dorthin gehen, wo es der Agrarlobby weh tut. Sie muss sich dafür einsetzen, dass die Brüsseler Milliardenzahlungen endlich an konkrete Leistungen der Landwirte für den Erhalt von sauberem Wasser, Insekten und Lebensräumen geknüpft werden“, so Miller.

Genau diese Empfehlung – öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen – hatte vor wenigen Tagen auch der wissenschaftliche Beirat des Bundeslandwirtschaftsministeriums der Ministerin selbst ins Aufgabenbuch diktiert. Auch in ihrem Koalitionsvertrag bekennt sich die Große Koalition zu einer naturverträglicheren EU-Agrarpolitik.

Derzeit sieht es in Brüssel jedoch nicht nach dem dringend notwendigen Umdenken aus – im Gegenteil.

Geht es nach den Plänen von Agrarkommissar Phil Hogan, soll am Gießkannenprinzip, das Gelder pauschal nach Hektar verteilt, nicht gerüttelt werden. Zu allem Überfluss soll im Agrar-Etat weiterhin deutlich zu wenig Geld für den Naturschutz bereitstehen. „Das wäre ein Drama für die Artenvielfalt und der Sargnagel für unsere Insekten. Allen Verantwortlichen sollte klar sein: Mit dem Verschwinden jeder Art und jedes einzelnen Tieres steuern wir näher auf eine ernsthafte Krise zu. Es ist Zeit zu handeln“, so der NABU-Bundesgeschäftsführer.  


Um mehr über den Zustand der Insektenwelt in Deutschland zu erfahren, hat der NABU in diesem Jahr erstmals eine bundesweite Mitmach-Aktion ins Leben gerufen, den „Insektensommer“. Vom 1. bis 10. Juni sowie vom 3. bis 12. August können Bürger Insekten beobachten und melden. Mehr Informationen: www.insektensommer.de.

Für Rückfragen:
Iris Barthel, NABU-Pressestelle, Tel. +49 (0)30.284984-1952, E-Mail: presse@NABU.de

Quelle:
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 68/18 | 8. JUNI 2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Höcker Habichtsfliege

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Hightech-Drohnen haben Borkenkäfer im Visier
Hightech-Drohnen haben Borkenkäfer im Visier
Hightech-Drohnen haben Borkenkäfer im Visier

08/09.06.2018

Internationales Projektteam will Methode zur Früherkennung von befallenen Fichten entwickeln

Freyung/Grafenau. Vögel zwitschern. Schmetterlinge flattern zwischen jungen Bäumchen, mächtigen Giganten und mit Pilzen überwucherten Totholzstämmen umher. Im Hintergrund macht sich noch das Rauschen eines Bergbaches bemerkbar. Die urwaldähnliche Stimmung wird nur von einem mechanischen Dröhnen durchbrochen, das sich plötzlich vom Waldboden gen Himmel ausbreitet. Verantwortlich dafür ist eine Hightech-Drohne. Ihr Auftrag: Nach mit Buchdruckern befallenen Fichten suchen. Der Feldversuch in den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava soll dabei helfen, künftig in Wirtschaftswäldern und im Randbereich des Nationalparks ein kostengünstiges Management des in ganz Eurasien verbreiteten Buchdruckers – einer Borkenkäferart – zu ermöglichen.  

Koordiniert wird das internationale Projekt mit dem Namen BarkBeeDet – was für bark beetle detection, also Borkenkäfererkennung, steht – vom Institut für angewandte Informatik am Technologie Campus in Freyung. Ziel der grenzüberschreitend tätigen Arbeitsgruppe, der auch Forscher der Universität Budweis sowie der beiden Nationalparkverwaltungen angehören, ist es, mit Borkenkäfern befallene Bäume möglichst frühzeitig erkennen zu können.

In den Naturzonen der Großschutzgebiete dürfen die Insekten als natürlicher Bestandteil der Fauna die Walddynamik beeinflussen und so als Motor der Biodiversität wirken. In fichtendominierten Wirtschaftswäldern sind Buchdrucker jedoch ein Problem. Massenvermehrungen der kleinen Tierchen sorgen Jahr für Jahr für enorme wirtschaftliche Schäden. In der ungestörten Nationalparkumgebung soll nun ein Rezept dagegen entwickelt werden. Die Wissenschaftler setzen dabei auf die Hilfe spezieller Hyperspektral- und Thermalkameras sowie auf Laserscanner.

Die eingesetzte Technik soll aus der Luft erkennen, wann Borkenkäfer eine Fichte besiedelt haben.

Dafür erfassen die an den Drohnen angebrachten Messsysteme spektrale Daten, also Bereiche des Lichts, die für das menschliche Auge nicht erkennbar sind, aber sehr viel über den Zustand von Pflanzen verraten können. So lassen sich nicht nur sehr genaue 3D-Modelle von Waldstücken anfertigen, sondern auch detaillierte Analysen einzelner Bäume. Die eingesetzten Hyperspektralkameras stellen das Licht zum Beispiel nicht wie üblich in drei, sondern in über 125 verschiedenen Farben dar, was eine sehr feine Abstufung des von den Pflanzen reflektierten Sonnenlichts ermöglicht. Diese genaue Unterscheidung soll letztendlich auch die Erkennung eines Buchdruckerbefalls mit ermöglichen.  
Bisher können von den Insekten befallene Bäume aus der Luft mit herkömmlichen Kameras erst in einem sehr späten Befallsstadium erkannt werden – durch die dann verfärbten Kronen. Zur effektiven Eindämmung eines Befalls in Wirtschaftswäldern sollte dieser aber sehr frühzeitig entdeckt werden, damit die besiedelten Fichten schnell aus dem Bestand entfernt werden können. Eine schnelle Erkennung des Borkenkäferbefalls ist derzeit aber nur durch rechtzeitige Erfassung des herabfallenden Bohrmehls am Fuß des Baumstammes möglich. Dies ist jedoch sehr zeit-, personal- und somit kostenintensiv. Wird die Bohrmehlkontrolle nur stichprobenartig erledigt ist sie zudem sehr fehleranfällig.

Die aktuelle von der EU mit Interreg-Mitteln geförderte Forschung soll diese Probleme aus der Welt schaffen. Die Forscher wollen durch den Drohneneinsatz einen Weg finden, möglichst frühzeitig, flächendeckend und günstig Borkenkäferflächen zu identifizieren.

Das Forschungsprojekt wird voraussichtlich bis Mitte 2020 andauern. Bis dahin werden auf zwei je einen Hektar großen Testflächen im Nationalpark Bayerischer Wald und im Nationalpark Šumava intensiv Daten gesammelt. Die Drohnen sind dafür schwerpunktmäßig von Mai bis Juli im Einsatz. Um aussagekräftiges Material zu sammeln, wird nach Möglichkeit sogar mehrmals täglich geflogen. Nur so kann der Verlauf der Buchdruckerbesiedlungen exakt analysiert werden.

Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Pressemitteilung
Grafenau, 06. Juni 2018

PM 42/2018    


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Skorpionsfliege vs. Eichen Prozessionsspinner

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Naturschutzarbeit in Deutschland auf einen Blick
Naturschutzarbeit in Deutschland auf einen Blick
Naturschutzarbeit in Deutschland auf einen Blick

08/09.06.2018

Engagement von Naturschützerinnen und Naturschützern ist Thema einer Sonderausgabe von „Natur und Landschaft“

Bonn, 06. Juni 2018: Was waren die Höhepunkte und Schwerpunkte der Naturschutzarbeit im Jahr 2017? Einen Überblick bietet die neue Sonderausgabe von „Natur und Landschaft“ zur „Naturschutzarbeit in Deutschland“. In der Fachzeitschrift berichten 64 Behörden des Bundes und der Länder, Bildungseinrichtungen, Verbände und Stiftungen, wie sie sich für den Schutz der Natur eingesetzt haben. Sieben Jugendverbände sind erstmals der Einladung des Herausgebers Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefolgt, ihre Aktivitäten darzustellen.


„Die jungen Naturschützerinnen und Naturschützer zeigen in ihren Beiträgen nicht nur, wie kreativ und bunt Naturschutzarbeit sein kann, sondern auch, dass der gemeinsame Einsatz für die Natur Spaß macht. Damit sind sie vor allem für die Zukunft eines lebendigen Naturschutzes in Deutschland eine echte Bereicherung“, betont BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel. Die Sonderausgabe verdeutlicht eindrucksvoll, wie viele Aktive mit innovativen Ideen und viel Engagement bei der täglichen Arbeit zum Schutz und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen.

„Die Texte belegen aber auch, dass, wer im Naturschutz aktiv ist, zugleich politisch aktiv ist“, so Beate Jessel. Denn neben unmittelbar naturschutzpolitischen Themen wie der Gemein-samen Agrarpolitik der EU und Finanzierungsfragen im Naturschutz gab es 2017 auch Initiativen zu den Themen „Umgang mit der neuen Protestkultur“, „Teilhabe von Geflüchteten im Naturschutz“ und „Rechtes Gedankengut im Naturschutz“. „Damit stellt sich der Naturschutz auch seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung – eine große Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn das Engagement für den Naturschutz noch weiter wächst“, so Jessel.

In der Sonderausgabe von „Natur und Landschaft“ berichten die Autorinnen und Autoren, wie sich die 64 Institutionen im Jahr 2017 für den Schutz der Natur eingesetzt haben. Sie beleuchten Naturschutzerfolge, etwa neu ausgewiesene Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee, die Wiederherstellung naturnaher Auenlandschaften an der Elbe und die Verwirklichung barrierefreier Naturerlebnisse. Sie erörtern wissenschaftliche Erhebungen, bewerten die Gefährdung von Lebensräumen und Arten und verdeutlichen die Notwendigkeit, auch künftig wirksame Maßnahmen im Naturschutz zu ergreifen. Sie beziehen Position, insbesondere zum Thema „Weidetierhaltung und Wolf“. Zudem berichten sie von zahlreichen Kampagnen, etwa zum Thema Insektenschutz. Die deutsche Naturschutzszene blickt aber auch auf „40 Jahre Bundesnaturschutzgesetz“ sowie auf das zehnjährige Jubiläum der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) zurück. Fünf Verbände veröffentlichten ihre Bilanz zur NBS und formulierten konkrete Empfehlungen und Forderungen.

Die Sonderausgabe umfasst in diesem Jahr 85 Seiten und bietet damit Raum für so viele Aktive wie nie zuvor.

Über die Zeitschrift

„Natur und Landschaft“ ist die älteste Fachzeitschrift für Naturschutz und Landschaftspflege im deutschsprachigen Raum, herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Die Monatszeit-schrift richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachbehörden, Gutachterinnen und Gutachter, Planungsbüros, Studierende, Verbandsangehörige, Politikerinnen und Politiker. Jede Ausgabe enthält begutachtete Original-Aufsätze von Fachautorinnen und -autoren zu aktuellen Themen aus Naturschutz und Landschaftspflege. Dazu erscheinen zahlreiche Kurzbeiträge und weitere Nachrichten in verschiedenen Rubriken. Außerdem gibt es in jedem Jahrgang Schwerpunktausgaben zu Themen von besonderem Interesse. Die Zeitschrift erscheint im Verlag W. Kohlhammer.

Bezug:

Print-Einzelexemplare können kostenfrei über das Bundesamt für Naturschutz, Abt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Konstantinstraße 110, 53179 Bonn, Tel. (0228) 8491-4444, presse@bfn.de, be-zogen werden.

Ein kostenfreier Download als Screen-PDF ist unter www.natur-und-landschaft.de/de/produkt/sonderausgaben-5 möglich.

Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de
   
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Kleiner Fuchs

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Ausgezeichnete Naturfotografien ....
Ausgezeichnete Naturfotografien ....
Ausgezeichnete Naturfotografien im Bundesamt für Naturschutz

07/08.06.2018

Gemeinsame Pressemitteilung der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
Rund 70 Bilder aus dem Wettbewerb der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen
Große Vielfalt von Motiven: Pflanzen, Tiere und Landschaften aus aller Welt

Bonn, 01. Juni 2018: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zeigt ab heute die Siegerfotos des aktuellen Mitgliederwettbewerbs der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen
„GDT Naturfotograf des Jahres 2018“. Ob Algengalaxis oder Schneeglöckchentraum, Wespenspinne oder Giraffenballett, grüne Insel inmitten von Agrarödnis oder stimmungsvolle Wollgraslandschaft. Das Spektrum der rund 70 in den Räumen der Bibliothek präsentierten Bilder umfasst Pflanzen-, Tier- und Landschaftsaufnahmen aus aller Welt.

„Ich freue mich, dass wir bereits zum sechsten Mal die hochwertigen Fotos des internen Wettbewerbs der GDT einem breiteren Publikum präsentieren können“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel anlässlich der aktuellen Ausstellung. „In diesem Jahr hat es erfreulicherweise die Aufnahme einer Art auf Platz eins geschafft, die zwar zu den größten Greifvögeln Deutschlands zählt, trotzdem aber gar nicht so leicht zu beobachten ist. Denn der Steinadler kommt mittlerweile im Wesentlichen nur mehr in den Alpen vor. Er gilt laut Roter Liste als extrem selten. Die weitaus größte Gefahr für den Steinadler stellen nach wie vor wir Menschen dar. Deshalb hoffe ich, dass so eindrucksvolle Aufnahmen wie diese zumindest ein klein wenig dazu beitragen, auf bedrohte Arten wie den Steinadler aufmerksam zu machen und Verständnis für deren Schutz zu wecken“.

Fotograf des Bildes und damit Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs „GDT Naturfotograf des Jahres 2018“ ist Maximilian Hornisch. Für den 21-Jährigen, der in Garching bei München Biochemie studiert, spielt die Natur seit jeher eine sehr wichtige Rolle. Als Kind entdeckte Maximilian Hornisch gemeinsam mit seinen Eltern die heimische Tier- und Pflanzenwelt im Großraum Stuttgart. Zum naturwissenschaftlichen Antrieb gesellte sich im Laufe der Jahre ein künstlerischer hinzu. „Ich begann die Natur als Ruhepunkt, Sehnsuchtsort und Inspirationsquelle wertzuschätzen. Zur selben Zeit trat die Fotografie in mein Leben und verband sich nachhaltig mit den neu entdeckten Aspekten der Natur. Zusammen bestimmen diese beiden Pfeiler mein Leben und treiben mich an – die Naturwissenschaften und die Naturfotografie“, sagt Maximilian Hornisch. Auch in seinem Siegerbild „Steinadler“ vereinen sich beide Aspekte – denn stimmungsvoller könnte die Futtersuche eines Steinadlers nach einem entbehrungsreichen Winter kaum sein.

Mit Maximilian Hornisch hat zum dritten Mal in der 15-jährigen Geschichte des GDT-Wettbewerbs „Naturfotograf des Jahres“ ein Mitglied der Jugendgruppe den Gesamtsieg geholt. Kriterien für die Auszeichnung sind nicht nur die Authentizität der fotografischen Leistung und Kriterien der Bildgestaltung, sondern auch die Einhaltung der geltenden Natur- und Tierschutzbestimmungen.

Die Ausstellung „GDT Naturfotograf des Jahres 2018“ ist bis 28. September 2018 in der Bibliothek des Bundesamtes für Naturschutz zu sehen. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags, jeweils 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr. An Feiertagen ist die Ausstellung geschlossen.

Hintergrund
Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT): Nahezu jedes europäische Land hat einen Verein für Tier- und Naturfotografie. In Deutschland ist dies seit 1971 die GDT (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V.). Seit 15 Jahren prämiert sie in ihrem internen Wettbewerb einzigartige und innovative Naturfotografien. Neben der künstlerischen Qualität und erfrischenden Sichtweisen richtet die GDT ihr Augenmerk vor allem auf die Authentizität der Bilder. Am aktuellen Wettbewerb haben sich mehr als 260 Mitglieder aus sechs Ländern mit knapp 4.500 Bildern beteiligt. Nach einer Vorauswahl standen Ende April 2018 schließlich je zehn Bilder in sieben Kategorien zur Wahl: Vögel, Säugetiere, andere Tiere, Pflanzen & Pilze, Landschaften, Atelier Natur und als Sonderkategorie „Ährensache“.

Ausstellungskonzept des BfN
In der Bibliothek des BfN, der ältesten und größten Spezialbibliothek für Naturschutz in Deutschland, werden regelmäßig Ausstellungen präsentiert. Dabei erhalten vor allem die Künstlerinnen und Künstler ein Forum, die sich mit der Natur in all ihrer Schönheit und ihren Facetten auseinandersetzen. Derzeit werden jährlich zwei Ausstellungen gezeigt – die Ausstellung „Naturfotograf des Jahres“ in Kooperation mit der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) sowie eine klassische Kunstausstellung.


In der Aufnahme


Siegerbild "Steinadler" Foto: GNJ 2018, Maximilian Hornisch
- Auf dem Bild ist ein fliegender Steinadler zu sehen.

Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Endergebnis Stunde der Gartenvögel
Endergebnis Stunde der Gartenvögel
Endergebnis Stunde der Gartenvögel PLUS 2018

07.06.2018

Kaum Häuser mit Schwalbennestern – Haussperling bleibt an der Spitze

Der Haussperling
bleibt weiterhin der am häufigsten beobachtete Vogel in Bayerns Gärten, auch wenn sein Bestand stagniert und bayernweit vor allem in den Stadtzentren abnimmt. Der Feldsperling dagegen hat es dieses Jahr zum ersten Mal in die Top 3 geschafft.

Mehr zum Thema auf den Seiten des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
- https://www.lbv.de/news/details/endergebnis-stunde-der-gartenvoegel-plus-2018/


Quelle
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

Mehr zur Mehlschwalbe auf unseren Seiten

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=21634

In der Aufnahme von Johannes Rother
- Mehlschwalbe ... der Niedergang der Arten hat länst begonnen

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



NABU zum Umgang mit dem Wolf ...

NABU zum Umgang mit dem Wolf: Tatsachen statt Spekulationen


07/08.06.2018

Praktikabler Herdenschutz anstelle von Scheindebatten
________________________________________________________________

Berlin/Bremen
– Der NABU appelliert zum Treffen der Umweltminister an Bund und Länder, das Thema Herdenschutz endlich in den Fokus zu rücken, um eine möglichst konfliktarme Koexistenz von Mensch, Weidetier und Wolf zu ermöglichen.

„Wolf und Weidehaltung schließen sich nicht aus. Herdenschutz ist das A und O für das Zusammenleben mit Wölfen. Deshalb müssen Weidetierhalter, die in Herdenschutz investieren, grundlegend finanziell  unterstützt und beraten werden. Das Wildtier Wolf  kennt keine Landesgrenze. Wir erwarten, dass die Länder über ihre Grenzen hinaus zusammenarbeiten, um gemeinsame Standards im Herdenschutz zu entwickeln. Daneben ist die aktive Mitarbeit der landwirtschaftlichen Verbände notwendig, um den Herdenschutz auch praxisnah umsetzen zu können“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller anlässlich der  Umweltministerkonferenz in Bremen.

Weidetierhaltung ist aus Sicht des NABU unersetzbar für den Erhalt des Dauergrünlands und der biologischen Vielfalt. Dass heute aber immer weniger Kühe auf Weiden zu sehen sind, ist nicht dem Wolf, sondern der verfehlten Agrarpolitik geschuldet. Der Wolf ist in vielen Fällen, besonders für die Schäferei, der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Die grundlegend prekäre Situation der Weidehaltung darf durch den Wolf nicht vertuscht werden. Der NABU arbeitet beim Thema Wolf bereits aktiv mit Weidetierhaltern zusammen und sucht gemeinsam nach praktikablen Lösungen. Hier ist insbesondere das Bundeslandwirtschaftsministerium gefordert, neben bestehenden und bewährten Herdenschutzpraktiken auch die Erforschung neuer intelligenter Herdenschutzkonzepte zu fördern.

„Das Artenschutzrecht lässt es bereits heute zu, Wölfe, die von Experten als verhaltensauffällig eingestuft werden, zu entnehmen. Ständige Forderungen nach einer Bejagung von Wölfen schießen jedoch konsequent am Ziel vorbei und lenken von den eigentlichen Herausforderungen im Herdenschutz ab. Denn es ist unerheblich, ob sich ein oder zehn Wölfe in einem Gebiet befinden: solange Weidetiere ungeschützt bleiben, sind und bleiben sie leichte Beute“, so NABU-Leiterin Artenschutz Claudia Grünewald.

Wer als Gesprächspartner ernst genommen werden wolle, sollte bei den Fakten bleiben und dürfe nicht länger wissenschaftliche Erkenntnisse oder juristische Tatsachen im Sinne der eigenen Interessen verdrehen und instrumentalisieren. Die Bejagung der Wölfe in Finnland und Schweden sei EU-rechtswidrig. Gegenwärtig seien deshalb vom EuGH Verfahren gegen Schweden und Finnland anhängig bzw. eingeleitet worden Die Bundesrepublik Deutschland wäre schlecht beraten, diesen Beispielen blind zu folgen. Zumal damit den beteiligten Interessengruppen am wenigsten geholfen sei. „Bund und Länder dürfen bisherige Versäumnisse im Herdenschutz nicht länger ignorieren und müssen sich endlich für die Belange der Weidetierhalter einsetzen“, so Grünewald.

Mehr Infos:
www.nabu.de/wolf

Für Rückfragen:

Dr. Claudia Grünewald, NABU-Teamleiterin Artenschutz, Tel. +49 (0)30.284984- 1637 , Email: Claudia.Gruenewald@NABU.de
Marie Neuwald, NABU-Wolfsexpertin, Tel. +49 (0)30.284984-1624, Email: Marie.Neuwald@NABU.de


Quelle
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958  | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de


NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 65/18 | 7. JUNI 2018
________________________________________________________________
Umwelt/Wolf

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Netz aus grünen Inseln ...
Netz aus grünen Inseln ...
Netz aus grünen Inseln für mehr Tier- und Pflanzenarten

06/07.06.2018

Ovelgönne.
„Artenschutz ist komplex. Nur wenn alle Akteure vom Naturschutz über die Landwirtschaft bis zu den Behörden zusammenarbeiten, kann er dauerhaft erfolgreich sein.“ - Mit diesen Worten unterstreicht der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Alexander Bonde, die Bedeutung eines neuen Projektes zum Artenschutz im Grünland. Um Wiesen oder Weiden, die vielen Arten wie Tagfaltern oder Heuschrecken einen Lebensraum bieten, besser zu schützen, will das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen (Ovelgönne) mit der niedersächsischen Landwirtschaftskammer (Oldenburg), der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Naturschutzbund Oldenburger Land (Oldenburg) artenreiche Grünlandflächen erhalten und mit Hilfe von Deichen, Dämmen und Wegrändern so miteinander verbinden, dass ein Verbund von Grünland entsteht. Als Untersuchungsräume dienen Flächen in den Landkreisen Wesermarsch, Ammerland und Oldenburg. Die DBU fördert das Projekt fachlich und finanziell mit 250.000 Euro.

Gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt


Der unvermindert anhaltende Artenrückgang sei wie der Klimawandel eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit, so Bonde. Die Artenvielfalt zu fördern, leiste einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Das gehe nur gemeinsam, und deshalb sei die Zusammenarbeit der einzelnen Partner in diesem Projekt zentral. Mit Vertretern aus Naturschutz - auch die Naturschutzbehörden der Landkreise sollen eingebunden werden -, Landwirtschaft und Wissenschaft seien die Akteure beteiligt, die es zu einer langfristigen Sicherung der Artenvielfalt brauche.

Einzelne Flächen miteinander verknüpfen und so Austausch fördern

Das Bewirtschaften des Bodens habe sich innerhalb des letzten Jahrhunderts grundlegend geändert. Einerseits sei durch eine intensivere Landwirtschaft eine bessere Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln erreicht worden. Andererseits dürfe eine solche Entwicklung jedoch nicht zu Lasten der Umwelt und der Artenvielfalt gehen. An dieser Stelle setze das Projekt an: „Wir wollen einzelne Wiesen und Weiden gezielt so bewirtschaften, dass Lebensraum für mehr Tier- und Pflanzenarten entsteht. Mit Hilfe verbindender Landschaftselemente wie Deichen, Dämmen oder Wegrändern können wir solch artenreiche Inseln zu einem Biotopverbund vernetzen“, erläutert Projektleiter Dr. Arno Krause vom Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen.



So würde ein größerer Lebensraum entstehen, in dem sich Pflanzen- und Tierarten viel mehr ausbreiten könnten. Das erhöhe auch den genetischen Austausch und stärke die Überlebensmöglichkeiten. „Im Rahmen des Projektes soll auch untersucht werden, welche Pflanzenarten dabei helfen, dass sich Tiere wie Heuschrecken oder Tagfalter über die Korridore hinweg zwischen den einzelnen Flächen bewegen“, betont Dr. Reinhard Stock, DBU-Referent für Naturschutz. Der Biotopverbund soll auch nach Ende der Projektlaufzeit Anfang 2021 weiterentwickelt werden, um so langfristig die Lebensvielfalt auf den Grünlandflächen in der Region zu erhalten.
Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 34003): Dr. Arno Krause, Tel.: 04401|82926-12

In der Aufnahme / © Parastoo Mahdavi


- Ein DBU-gefördertes Projekt soll es möglich machen: Artenreiche Grünlandflächen sollen erhalten und mit Hilfe von Deichen, Dämmen und Wegrändern so miteinander verbunden werden, dass ein Verbund entsteht.

Quelle/Foto

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



... Leistungen für den Naturschutz stärker honorieren
...  Leistungen für den Naturschutz stärker honorieren
BfN-Präsidentin: „Agrarpolitik muss Leistungen für den Naturschutz stärker honorieren“

05/06.06.2018

   - BfN-Präsidentin: „Eine zukunftsfähige Agrarpolitik muss Leistungen der Landwirte für den Naturschutz stärker honorieren“

   - Schwerpunktausgabe der Fachzeitschrift „Natur und Landschaft“ zu „Naturschutz in der Agrarlandschaft“

Bonn, 4. Juni 2018:
Die Agrarpolitik der EU ist das bedeutendste Steuerungs- und Finanzie-rungsinstrument für den Naturschutz in der Agrarlandschaft. Bei ihrer Ausgestaltung müssen daher Ziele zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und damit verknüpfter Ökosystemleistun-gen mit der erforderlichen Priorität und Konsequenz auch durch entsprechenden Mitteleinsatz verfolgt werden. Hierzu ist es erforderlich, auf Wissen und Erfahrungen mit den bisherigen Instrumenten der Agrarpolitik zurückgreifen zu können. „Naturschutz in der Agrarlandschaft – die Rolle der Agrarpolitik“ ist Thema der aktuellen Schwerpunktausgabe der Fachzeitschrift „Natur und Landschaft“.

Die Schwerpunktausgabe bietet einen fundierten fachlichen Beitrag zur Debatte um die EU-Agrarpolitik ab 2021, die mit der kürzlich erfolgten Veröffentlichung der Legislativvorschläge durch die EU-Kommission an Fahrt aufgenommen hat. Zwar sollte die EU-Agrarpolitik bereits im Zuge ihrer letzten Reform stärker als bisher an Belangen des Natur- und Umweltschutzes ausgerichtet werden. Wie Beiträge in „Natur und Landschaft“ belegen, sind die Auswirkungen der erst 2015 eingeführten Ökologisierung der EU-Agrarpolitik für die biologische Vielfalt jedoch weit weniger positiv als erhofft. Anlässlich der Vorstellung der aktuellen Schwerpunkt-ausgabe fordert BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel ein grundlegendes Umdenken in der Agrarpolitik: „Die EU sollte kein Geld mehr in Direktzahlungen stecken, die nach dem Gieß-kannenprinzip auf Landwirtschaftsflächen verteilt werden – weitgehend unabhängig davon, wie naturfreundlich oder -schädlich sie bewirtschaftet werden.“

Autoren der Schwerpunktausgabe unterstreichen zudem die Notwendigkeit einer deutlich verbesserten Finanzmittelausstattung für den Naturschutz. Dazu im krassen Widerspruch steht der Entwurf der EU-Kommission zur Haushaltsplanung ab 2021: Dieser sieht vor, dass von den Kürzungen im Agrar-Etat die für den Naturschutz wichtige zweite Säule überproportional betroffen sein wird. Sie umfasst gezielte Förderprogramme für die nachhaltige und naturschonende Bewirtschaftung und die ländliche Entwicklung. „Dies wird zu Lasten des Naturschutzes gehen und widerspricht auch dem Leitgedanken, Leistungen der Landwirte für den Naturschutz stärker zu honorieren und damit attraktiver zu machen“, ist Prof. Jessel überzeugt.

Die Schwerpunktausgabe von „Natur und Landschaft“ richtet den Blick auch in die Zukunft. Mit einem konkreten Vorschlag zu einer zukunftsfähigen Agrarpolitik wird aufgezeigt, wie Agrarförderung und Landwirtschaftspolitik künftig gestaltet werden können, um Gemeinwohlleistungen der Landwirtschaft im Umwelt- und Naturschutz zu sichern. Ein Beitrag beleuchtet vor dem Hintergrund des dramatischen Insektenrückgangs die Notwendigkeit, im Rahmen einer nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln Biodiversitätsaspekten stärkere Beachtung zu schenken.

Ein Gastkommentar plädiert nachdrücklich dafür, dass Naturschutz, Landwirtschaft und Wissenschaft gemeinsame Ansätze für die künftige Förderung im Rahmen der Agrarpolitik erarbeiten. In diesem Sinne äußert sich auch Beate Jessel: „Wir wollen mit dieser Schwerpunktausgabe deutlich machen, dass sich eine zukunftsfähige Agrarpolitik langfristig auch für die Landwirtschaft auszahlen muss und nur gemeinsam mit ihr zu erreichen ist“.

Über die Zeitschrift


„Natur und Landschaft“ ist die älteste Fachzeitschrift für Naturschutz und Landschaftspflege im deutschsprachigen Raum, herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Die Monatszeitschrift richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachbehörden, Gutachterinnen und Gutachter, Planungsbüros, Studierende, Verbandsangehörige, Politikerinnen und Politiker. Jede Ausgabe enthält begutachtete Original-Aufsätze von Fachautorinnen und -autoren zu aktuellen Themen aus Naturschutz und Landschaftspflege. Dazu erscheinen zahlreiche Kurzbeiträge und weitere Nachrichten in verschiedenen Rubriken. Außerdem gibt es in jedem Jahrgang Schwerpunktausgaben zu Themen von besonderem Interesse. Die Zeitschrift erscheint im Verlag W. Kohlhammer.

Quelle

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von N.Ganter


- es darf schon sehr genau hingesehen werden ... der Insektenrückgang zeigt sich an vielen Stellen der Republik. Die uns nachfolgende Generation wird massiv unter dieser Entwicklung zu leiden haben. Es gilt nach Lösungen Ausschau zu halten um auch in Zukunft die Vielfalt der Insekten hautnah erleben zu können.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Fenster auf im Wald!
Fenster auf im Wald!
Fenster auf im Wald!

04/05.06.2018

Kempten
- Wir Allgäuer lieben die Aussichten in die weite Landschaft. Gerade nach einer längeren Wanderung oder einer Radtour durch den Wald tut ein Fernblick richtig gut. Förster Johann Mayr hat in seinem Staatswaldrevier in der Kürnach in den vergangenen Jahren bildlich gesprochen „die Fenster in seinem Wald aufgemacht“ an besonders schönen Aussichtspunkten.  

„Wenn ich an einem Sonnentag durch den Wald streife, liegt der Vergleich mit einer Schlossführung gar nicht so fern“, schwärmt Hans Mayr, Revierleiter beim Forstbetrieb Sonthofen. „Im Schloss sind es die Butzenscheiben, die die Schätze um einen herum in ein eigenes Licht tauchen, im Wald gleicht das Kronendach einem riesigen Lichtsieb. Im Schloss wie im Wald wirkt dann ein offenes Fenster befreiend und der Blick geht hinaus in die Welt“, so Mayr weiter.  

„Natürlich lebt der Staatsforstbetrieb Sonthofen weniger von der schönen Aussicht als vielmehr vom Holzverkauf. Aber wenn sich beides kombinieren lässt, dann umso besser“, freut sich auch Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Um zugewachsene Ruhebänke herum sind jetzt Sichtschneisen entstanden, die den Blick freigeben bis zum Säntis im Appenzeller Land in der Schweiz. „Manchmal muss man richtig zielen, wenn man nur eine Wand von dichtem Jungwald vor sich hat, aber die Tannheimer Kletterberge treffen will,“ schmunzelt Förster Mayr und denkt dabei an einen besonders reizvollen Ausblick, den sich der Wald in den vergangenen 30 Jahren vollständig zurückgeholt hatte. Landläufig heißt der Platz nicht umsonst „Schöne Aussicht“.  

Manche Anblicke sind sozusagen aus einem Dornröschenschlaf erwacht. Wer vom Eschacher Weiher durch den Staatswald nach Unterkürnach radelt, sieht erstmals seit 100 Jahren wieder frei auf den Weiler Unterkürnach mit der ehemaligen Sommerresidenz der Fürstäbte von Kempten und der Marienkapelle.  

Sichtschneisen im Wald sind übrigens nicht nur bei Waldbesuchern beliebt. Mit dem Licht kommt Wärme auf den Waldboden und das lockt eine Vielzahl von Wildtieren an. Auffällig viele Bussarde hat Förster Mayr hier beobachtet. Klar, denn im tiefen Wald finden sie sonst kaum geeignete Jagdflächen. Die Aussichten auf Beute sind in den Sichtschneisen besonders gut. - Natürlich nur dann, wenn nicht gerade die Ruhebänke von Menschen besetzt sind

In der Aufnahme

- Blick auf den Säntis im Appenzeller Land, Schweiz
(Foto: Johann Mayr, BaySF)

Quelle

Bayerische Staatsforsten AöR
Tillystraße 2
D-93053 Regensburg
Tel.: 0941 / 69 09-0
Fax: 0941 / 69 09-495
E-mail: info@baysf.de
Internet: www.baysf.de

30.05.2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Die Knotenwespe
Die Knotenwespe
Die Knotenwespe

04/05.06.2018

Franken. Bernhard Schmalisch hat uns zwei klasse Aufnahmen " der Knotenwespe" übermittelt die wir Ihnen selbstverständlich nicht vorenthalten möchten.

Die Aufnahmen können über diesen Link erreicht werden:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=71000&cid=&id=100290


Wurfzeit der Seehunde beginnt
Wurfzeit der Seehunde beginnt
Wurfzeit der Seehunde beginnt.

03/04.06.2018

Bei den Seehunden im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer steht der Nachwuchs an: Die Wurfsaison beginnt in diesen Tagen
. Die Hauptgeburtszeit liegt zwischen Anfang Juni und Mitte Juli. Bereits am 10.Mai sei der erste Heuler, „Primus“, als nur wenige Tage altes Tier von Seehundjäger Michael Janßen auf der Helgoländer Düne geborgen und zur Aufzucht an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog übergeben worden, teilte die Leiterin der Station Tanja Rosenberger am Dienstag (29.Mai) mit.

„Heuler“ werden die vermeintlich mutterlosen Jungtiere wegen ihres Rufens nach dem Muttertier genannt: „Das kann herzzerreißend klingen, ist aber nichts anderes als ein normaler Kontaktlaut“, erläutert der Seehundexperte der Nationalparkverwaltung Armin Jeß. Von Menschen, die einem solchen Heuler begegnen, ist jetzt richtiges und rücksichtsvolles Verhalten gefragt. Das heißt vor allem: das Tier auf keinen Fall anfassen, Hunde von ihm fernhalten – und selbst auf Abstand bleiben, damit das Muttertier sich ungestört nähern kann. Denn  wurden beide, zum Beispiel während der Nahrungssuche der Mutter oder durch die Strömung, vorübergehend voneinander getrennt. Das Heulen dient dann der Kontaktaufnahme und Wiedererkennung zwischen ihnen.

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen ein kleiner Seehund wirklich menschliche Hilfe benötigt. Beurteilen können dies jedoch nur Fachleute, also die im Nationalpark tätigen Seehundjäger (die längst zu Seehundhegern geworden sind). Im Falle eines Heulerfundes sollte darum, wenn bekannt, umgehend der zuständige Seehundjäger, ansonsten die örtlichen Naturschutzverbände, die Seehundstation oder die Polizei informiert werden. Der Seehundjäger veranlasst gegebenenfalls auch den Transport nach Friedrichskoog.

Der Seehundbestand ist in den vergangenen Jahren gewachsen, ebenso wie die Zahl der Geburten im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Entsprechend wurden stetig mehr Jungtiere in der Seehundstation aufgenommen, 2017 waren es 304. Auf die bevorstehende Heulersaison ist die Friedrichskooger Einrichtung nach den Worten ihrer Leiterin gut gerüstet. „Die letzten neuen Schieber im Aufzuchtbereich wurden gerade eingebaut, die anderen vorbereitenden Arbeiten sind abgeschlossen“, berichtet Rosenberger.

Und „Primus“, der inzwischen schon kleine Fische frisst, solle voraussichtlich am morgigen Mittwoch (30.) zur 11-Uhr-Fütterung  aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umziehen. Er werde sich das Aufzuchtbecken mit „Primel“ teilen, die am 15. Mai auf Pellworm gefunden wurde. Beim Umzug werden die beiden Heuler zunächst gewogen und anschließend gefüttert.


In der Aufnahme
Ein Heuler im Nationalpark Wattenmeer. ©Stock/LKN.SH

Quelle/Foto:
Nationalpark Wattenmeer

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Schutzprogramm Ittlinger - Steinkauz
Schutzprogramm Ittlinger - Steinkauz
Schutzprogramm Ittlinger - Steinkauz / Montage der Nisthilfen abgeschlossen

03/04.06.2018


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Gemeinde Ittlingen und der FriedensHerrberge welches umwelpädagogisch durch das Familienzentrum Ittlingen begleitet wird.

- Das Projekt wird durch die Umweltstiftung Greenpeace gefördert.

Leider ist der Steinkauz auch hier in Ittlingen sehr selten geworden. Ein limitierender Faktor der Bestandssicherung ist neben einem fehlenden Nahrungsangebot, ein defizitäres Angebot an geeigneten Brutplätzen. Innerhalb eines geeigneten Habitats bedarf es jedoch nicht nur der einen Niströhre, denn Steinkäuze benötigen (wie andere Eulenarten auch) eine möglichst hohe Vielfalt an Baumhöhlen.

Während eine der Brutröhren zur Fortpflanzung verwendet wird, werden andere Höhlen wiederum als Schlafplatz oder gar als Vorratskammer verwendet. Nur durch dieses Zusammenspiel kann ein effektiver Schutz der noch vorhandenen Steinkäuze gelingen und im besten Fall eine Stabilisierung der Bestände.

Durch die Installation von 30 speziellen Steinkauzröhren, angebracht an ausgewählten Standorten im Gemeindegebiet, möchten wir einen kleinen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in Deutschland leisten.

Mehr zum Thema

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&id=97889

In der Aufnahme

- Sehr schwierig gestaltete sich die Installation der Steinkauz Nisthilfen auf, oder besser formuliert in den Kopfweiden .... und das bei sehr hohen Temperaturen.


Der Frühling beginnt drei bis vier Wochen eher
Der Frühling beginnt drei bis vier Wochen eher

"Der Frühling beginnt drei bis vier Wochen eher"

03/04.06.2018

Seit 1970 misst der Nationalpark in Waldhäuser sämtliche Klimadaten - April und Mai 2018 deutlich zu warm

Waldhäuser. Ein bisschen Tau liegt noch auf den Wiesen im Bergdorf Waldhäuser. Doch die morgendlichen Temperaturen lassen schon vermuten, dass es ein besonders warmer Tag wird im Nationalpark Bayerischer Wald. Das ist jedoch keine Ausnahme mehr, wie die Auswertungen der nationalparkeigenen Klimastation zeigen. „Der Frühling beginnt drei bis vier Wochen eher“, fasst Forscher Claus Bässler den Trend der vergangenen Jahre zusammen.

Das belegen auch die aktuellen Zahlen. Im April 2018 lag die Durchschnittstemperatur bei 11,4 Grad, im Mai 2018 bei 12,8 Grad. Die Mittelwerte der Jahre 1972 bis 2001 weisen für April nur 4,4 Grad aus, im Mai zumindest 10,0 Grad. „Wir lagen heuer also stolze sieben beziehungsweise knappe drei Grad über einst normalen Werten.“

Seit Gründung des Nationalparks 1970 werden Klimadaten erfasst – neben den Temperaturen zum Beispiel Niederschlagsmengen, Windgeschwindigkeiten, Schneehöhen sowie phänologische Beobachtungen wie Blattaustrieb oder Beginn der Laubverfärbung. Gewartet wird die Anlage auf 940 Metern über dem Meeresspiegel von einem vierköpfigen Mess-Team, zu dem auch Ludwig Höcker gehört. Viele Parameter werden mittlerweile schon automatisiert generiert, doch es gibt auch noch Dinge, die manuell abgelesen werden. „Wir schauen etwa täglich, wie viel es geregnet hat“, so Höcker. Im Winter müssen Schneehöhe und –dichte bestimmt werden.  

Die gesammelten Werte landen schließlich bei Bässler und seinen Kollegen. „Dank dieser langfristigen Messreihen können wir ganz genau sagen, wie sich das Klima in unserem Mittelgebirge verändert und welche Auswirkungen dies für die Waldstruktur sowie die Biodiversität mit sich bringt“, erklärt der Wissenschaftler. Besucher des Parks konnten in den vergangenen Jahren beispielsweise beobachten, dass Buchen mittlerweile viel eher austreiben. „Dieses Jahr war es dann sogar so warm, dass die Laubbäume im gesamten Park nahezu gleichzeitig in saftiges Grün getaucht waren, egal ob in den Tälern oder in den Höhenlagen“, berichtet Bässler. „Der Regelfall war bisher eher, dass dies über zwei, drei Wochen zeitversetzt von unten nach oben abläuft.“

Die Erwärmung birgt jedoch auch einige Gefahren. „Gerade hochmontane Arten wie die Bergglasschnecke, die Ringdrossel oder der Siebenstern geraten zunehmend unter Druck. Wird es noch wärmer, haben wir wohl nicht mehr genügend Lebensraum für diese eher kälteliebenden Tiere und Pflanzen.“ Betroffen sind aber auch Fichten. Schließlich gehen die erhöhten Temperaturen mit häufiger auftretenden Phasen der Trockenheit einher, was bei den Nadelbäumen erhöhten Stress auslöst und sie auch anfälliger für Borkenkäferbefall macht. Im April gab es etwa in Waldhäuser nur sieben Regentage, der Mittelwert liegt bei 16,4. Deswegen muss im Bayerwald immer häufiger von Dürrephasen gesprochen werden – ein Problem, welches die Bodenbeschaffenheit noch verstärkt. „Selbst wenn es bei uns mehr regnet als zum Beispiel in Brandenburg, sind unsere Böden so durchlässig, dass das Wasser eben auch schnell wieder weg ist“, sagt Klimaforscher Bässler.  

Die veränderten Bedingungen sorgen letztlich dafür, dass sich sämtliche Artengemeinschaften in Deutschlands ältestem Nationalpark ständig reorganisieren müssen. Eine Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Denn: „Aktuell nehmen wir das Klima als extrem wahr, in Zukunft werden solche Werte wie eben nun im April oder Mai aber die Regel werden“, betont Bässler.

Bildunterschrift:
Ludwig Höcker misst in der Klimastation Waldhäuser die Niederschlagsmenge eines Tages. Daneben werden dort seit 1970 auch Temperaturen, Windgeschwindigkeiten oder Schneedichten erfasst.
(Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle/Foto:
Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldFreyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de


PressemitteilungGrafenau, 01. Juni 2018
PM 41/2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität
Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

01/02.06.2018

Ein
Kooperationsprojekt des Artenschutz in Franken® und des Bürgervereins Bargen, welches umweltpädagiogisch vom Kindergarten Bargen "Bargener Zwergentreff" und Grundschule Bargen begleitet wird engagiert sich für die Erhaltung der Fledermäuse.

Gefördert wird das Projekt durch die Beatrice Nolte Stiftung für Naturschutz, der Umweltstiftung der Landesbank Baden - Württemberg und der Margarete Müller - Bull Stiftung.

Baden-Württemberg / Bargen. Turmstationen können durch eine professionelle Umgestaltung sehr wohl in die Lage versetzt werden sich zu wertvollen Leuchttürmen der Biodiversität und Ökopädagogik zu entwickeln. Vorab dieser Umgestaltung bedarf es jedoch abzuprüfen welche Lebensformen sich im Umgriff des Baukörpers befinden bzw. welche Lebensformen angesprochen werden können.

Ein mehrmonatiges Monitoring gab hierrüber Aufschluss.

Mit diesem Projekt soll der Erhaltung der vielfach akut im Bestand gefährdeten heimischen Fledermausarten zugearbeitet werden. Ganz bewusst wollen wir hier spaltenbewohnende Arten ansprechen. Hierzu zählen z.B. Zwerg-Mücken oder auch Rauhautfledermäuse. Arten die an zahlreichen Stellen der Republik durch Bauwerksanierungen von ihren angestammten Lebens- und Fortpflanz- ungsräumen verdrängt werden.

Das Projekt Leuchttürme der Biodiversität und Ökopädagogik möchte gleichfalls als Multiplikationsprojekt fungieren welches an anderer Stelle der Republik durch Dritte fortgeführt werden kann.

Erleben Sie hier die Entwicklung des Projektes ..

In der Darstellung:

Montage der Fledermausquartiere

Am 1.Juni 2018 wurden in einer mehrstündigen Montagemaßnahme die modularen Fledermausquartiere durch eine Fachfima an die Fassade des Trafoturms verbracht. Neben einer, optimal auf die bereits am Bauwerk befindlichen Zeichnungen abgestimmten Bemaßung, kam den Spezialquartieren auch inhaltlich ein hoher Qualitätsanspruch zu.

Nicht von der Stange zu haben ...


Die vier wartungsfreien Fledermausquartiere wurden wahlweise als Sommer/Zwischen- Wochenstuben und Überwinterungsquartier ausgeführt. Etwa 300 Stunden flossen in die Entwicklung dieser Module, denn den vielfach akut im Bestand gefährdeten Kleinsäugern wird hier ein optimaler Lebensraum vorgehalten.

In dieser Aufnahme kann recht gut die unterschiedliche Bemaßung in der Stärke und der Höhe erkannt werden. Auch ein Wechseln der Quartiere / ohne diese verlassen zu müssen / ist möglich. Unter der wetterfesten Habitat- Außenhaut haben es diese Sekundärhabitate tatsächlich in sich.


Mehr zum Thema:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=97829

Zweiter Seeadlerhorst ...
Zweiter Seeadlerhorst ...
Zweiter Seeadlerhorst im Forstbetriebsbereich Burglengenfeld

31.05/01.06.2018

Seeadlernachwuchs in Gemeinschaftsaktion beringt  

Schwandorf, 24.05.2018
- Die Oberpfälzer Seenlandschaft zieht magisch an. Nicht nur Touristen, auch die Seeadler werden mehr. Paul Baumann, regionaler Fisch- und Seeadlerexperte im Auftrag der höheren Naturschutzbehörde konnte mit Unterstützung von Thilo Wiesent vom Landesbund für Vogelschutz über die beobachteten und eingepeilten Balzflüge eines Seeadlerpaares einen zweiten Horst- und Brutstandort bei den Bayerischen Staatsforsten im Großraum Schwandorf entdecken. Nach rund fünf Brutwochen machte man sich auf, den Seeadlernachwuchs zu begutachten und zur späteren Wiedererkennung zu beringen.

Die Baumsteiger der Bayerischen Staatsforsten, Manfred Ferstl und Domenik Jobst, wurden aus dem Nachbarforstbetrieb Kelheim engagiert. Mit von der Partie waren neben dem Beringunsspezialisten Martin Gabriel auch Wolfgang Nerb von der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung der Oberpfalz als Initiator des Artenhilfsprogrammes Fisch- und Seeadler in der Oberpfalz sowie Forstbetriebsleiter Thomas Verron mit seinen Revierleitern Michael Simmeth und Alexander Krause. Im neu gebauten Horst konnte ein kräftig entwickelter Jungvogel bestätigt und beringt werden.  

Baumsteiger Manfred Ferstl signalisierte als erster die frohe Kunde vom Nachwuchs, als er über den Nestrand schaute. Derweil kreiste ein Altvogel Warnrufe ausstoßend in gebührendem Abstand über ihm. Seeadler gelten im Gegensatz zu Steinadlern als eher scheu und keineswegs aggressiv angreifend. Der Jungvogel hatte genau die richtige Größe, um vorsichtig in einem Stoffsack abgeseilt zu werden.

Am Boden wurde er von Paul Baumann mit 3200 Gramm gewogen und dann von Martin Gabriel beidfüßig beringt. So ist sichergestellt, dass ein eventueller Totfund immer zweifelsfrei identifiziert und zugeordnet werden kann. Die Sterblichkeit der Jungvögel ist im ersten Jahr hoch, vor allem dann, wenn ein neues Revier gesucht werden muss. Nach der kurzen Steckbriefprozedur ging es am Seilzug wieder rasch nach oben zur Baumkrone und ins gemachte Nest. Zügig verließ die zufriedene Gemeinschaft das Terrain und überließen das beeindruckende Küken wieder seinen Eltern.  

Seeadler suchen sich zielgerichtet mit perfektem Blick aus ihrer Vogelperspektive die geeigneten Horstbäume. Für einen festen Halt des rund zwei Meter großen Nestes sind flachere Baumkronen ideal, oft hilft auch die Unförmigkeit eines alten ausgewachsenen Schneebruchs mit. Zudem müssen die Horstbäume wegen der über zwei Meter Flügelspanne der Altvögel zumindest von einer Seite frei anfliegbar sein. Die Waldstruktur ist oftmals vielfältig mit einem guten Deckungsgrad aus verschiedenen Baumarten und Höhenstufen.

Der strukturreiche naturnahe Waldbau der Bayerischen Staatsforsten kommt den Habitatansprüchen des Seeadlers perfekt entgegen. Der Wasserreichtum der oberpfälzer Seenlandschaft sorgt mit allerlei Wasservögeln und Fischen für eine ideale Nahrungsgrundlage. Auch Verkehrsunfallwild, hauptsächlich entlang der Bahnlinien, steht auf dem Speisenplan. Das Artenhilfsprogramm der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung in Regensburg tut ein Übriges für eine langfristig nachhaltige Ansiedlung des Seeadlers, bis hin zur Schaffung künstlicher Nisthilfen auf ausgesuchten potentiellen Horstbäumen. Alle Beteiligten ziehen hier an einem Strang. Schließlich ist der Seeadler das Wappentier der Bundesrepublik Deutschland.

In der Aufnahme
- Baumsteiger Manfred Ferstl von den Bayerischen Staatsforsten sichert den Jungvogel


Quelle
Bayerische Staatsforsten AöR
Tillystraße 2
D-93053 Regensburg
Tel.: 0941 / 69 09-0
Fax: 0941 / 69 09-495
E-mail: info@baysf.de
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Naturpark Diemelsee erhält Auszeichnung
Naturpark Diemelsee erhält Auszeichnung
Naturpark Diemelsee erhält Auszeichnung im Rahmen der „UN-Dekade biologische Vielfalt“

30/31.05.2018

„Hessen ist ein wunderschönes, landschaftlich sehr abwechslungsreiches Land, das von Mittelgebirgslandschaften geprägt ist. Darin liegt ein unschätzbares Potential für den Naturschutz und für die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum“, so die hessische Umweltministerin Priska Hinz am Rande des Hessentages in Korbach.

Dort zeichnete die Ministerin Vertreterinnen und Vertreter des Naturparks Diemelsee für ein Projekt zur Rettung der Bergheiden im Rothaargebirge aus. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen der UN-Dekade für „Biologische Vielfalt“.


Mehr zum Thema
- https://umwelt.hessen.de/presse/pressemitteilung/naturpark-diemelsee-erhaelt-auszeichnung-im-rahmen-der-un-dekade-biologische-vielfalt

Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

Telefon: +49(0)611- 815  0
E-Mail: poststelle@umwelt.hessen.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Smaragdeidechse [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=21826]

Zwei neue Naturschutzgebiete ....
Zwei neue Naturschutzgebiete ....
Zwei neue Naturschutzgebiete in den Landkreisen Heidenheim und Göppingen eingeweiht

30/31.05.2018

Staatssekretär Dr. Andre Baumann und Regierungspräsident Wolfgang Reimer: „Die wertvollen Rückzugsräume für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten prägen das Landschaftsbild auf der Ostalb.“

Stuttgart
. Staatssekretär Andre Baumann und Regierungspräsident Wolfgang Reimer haben heute (22.05.) am „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ der UNESCO zwei neue Naturschutzgebiete feierlich eingeweiht: Das Naturschutzgebiet „Bullenberg-Dudelberg-Stockhau“ in der Gemeinde Steinheim im Landkreis Heidenheim mit einer Größe von 101,4 Hektar sowie das 76,3 Hektar große Naturschutzgebiet „Kutschenberg-Heuschlaufenberg-Stürzelberg“, das zum überwiegenden Teil ebenfalls in der Gemeinde Steinheim, zum Teil auch in den Gemeinden Gerstetten (Landkreis Heidenheim) und Böhmenkirch (Landkreis Göppingen) liegt.

„In den beiden Gebieten kommen zahlreiche Biotope und wertvolle Lebensräume wie Wacholderheiden, orchideenreiche Halbtrockenrasen, extensiv genutzte Wälder mit einem hohen Anteil an Totholz sowie Kalkfelsen vor“, sagte Staatssekretär Baumann. „Sie prägen das Landschaftsbild und damit die Heimat der Bürgerinnen und Bürger in der Region, außerdem stellen sie wichtige Rückzugsräume für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten dar.“

Naturschutzgebiete spielten eine zentrale Rolle für den Arten- und Biotopschutz in Baden-Württemberg, so der Umweltstaatssekretär weiter. Auch im Sonderprogramm der Landesregierung zur Stärkung der biologischen Vielfalt komme den Naturschutzgebieten eine wichtige Funktion zu. „Ich bin daher sehr froh, dass wir heute das insgesamt 1055. sowie das 1056. Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg einweihen können“, betonte Baumann.  

Regierungspräsident Wolfgang Reimer erläuterte beeindruckt: „Die durch Beweidung entstandenen Lebensräume seltener Pflanzen und Tiere tragen maßgeblich zur Schönheit der Landschaft um Söhnstetten bei. Diese wollen wir auch für die Zukunft sichern, daher hat das Regierungspräsidium Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde die insgesamt rund 178 Hektar großen Naturschutzgebiete ausgewiesen.“

Dies sei ein erster Schritt, diese beeindruckende Heidelandschaft auf Dauer zu erhalten und zu entwickeln. „Um die Gebiete für
die nächsten Generationen zu bewahren, bedarf es außerdem der Pflege durch Menschen vor Ort, die Verantwortung für die Kulturlandschaft übernehmen wollen“, so Regierungspräsident Reimer weiter. Mit Landschaftspflegeverträgen unterstützten die Naturschutzbehörden die Umsetzung dieser wichtigen Maßnahmen.

Steinheims Bürgermeister Olaf Bernauer sagte bei der Einweihungszeremonie: „Die durch Beweidung entstandene Kulturlandschaft ist nicht nur Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten, sondern auch das unverwechselbare Gesicht der Schwäbischen Alb.“
Ergänzende Informationen

In den beiden auf der Heidenheimer Alb gelegenen Naturschutzgebiete wurden über 650 Pflanzen- und Tierarten nachgewiesen, von denen einige in den Roten Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere aufgeführt sind. Besonders hervorzuheben sind Katzenpfötchen, Küchenschelle sowie verschiedene Enzian- und Orchideenarten.

Schmetterlinge wie Rotbraunes Wiesenvögelchen, Heuschrecken wie Rotflügelige Schnarrschrecke und Vögel
wie Milane und Neuntöter haben hier ihr Refugium. Zudem halten sich regelmäßig Fledermäuse in den Gebieten auf. Mit den beiden neuen Naturschutzgebieten wächst die Zahl der Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart auf 259.

Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg nunmehr 1.056 Naturschutzgebiete. Mit einer Gesamtfläche von rund 86.730 Hektar nehmen sie circa 2,43 Prozent der Landesfläche ein.

Eine Heidelandschaft stellt keinen natürlichen Lebensraum dar, sondern ist Teil der vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft. Damit die Landschaft so schön und artenreich bleibt, muss sie wie bisher naturverträglich genutzt und gepflegt werden. In den Naturschutzgebieten heißt das konkret: Wacholderheiden und Magerrasen müssen beweidet werden, damit sie nicht zuwachsen.

Schafherden mit Wanderschäfer und Hütehunden ziehen regelmäßig über die Heideflächen. Die Schafe fressen das Gras kurz und beugen der Verbuschung vor. Sollten doch einmal Gehölze aufkommen, knabbern Ziegen diese ab oder es erfolgt eine ergänzende Pflege von Hand. Denn nur auf kurzrasigen, besonnten Flächen fühlen sich viele der hier typischerweise vorkommenden Insektenarten wohl.

In Naturschutzgebieten kann die Naturschutzverwaltung die Landschaftspflege finanziell über die Landschaftspflegerichtlinie optimal fördern und sich auf diese Weise zusammen mit den Bewirtschaftern für den Erhalt und die Entwicklung der Landschaft einsetzen.

Die Landesregierung hat die Finanzmittel zur Umsetzung der Landschaftspflegerichtlinie in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. Im Jahr 2018 stehen hierfür rund 51 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Regierungspräsidium weist darauf hin, dass zum Schutz von Lebensräumen, Pflanzen und Tieren Regeln zu beachten sind, die in den Naturschutzgebiets-Verordnungen aufgeführt sind. Zum Beispiel dürfen die Naturschutzgebiete nur auf den vorhandenen Wegen betreten werden; Fahrradfahren ist in freier Landschaft auf befestigten Wegen, im Wald auf befestigten Wegen von mindestens zwei Meter Breite erlaubt. Verboten ist es, Pflanzen zu pflücken und zu zertreten, Tiere zu fangen, Hunde frei laufen zu lassen, zu picknicken, Feuer zu machen oder zu grillen sowie Abfälle wegzuwerfen. Die Naturschutzgebiete laden zur ruhigen Naherholung und Naturbeobachtung ein und können auf vorhandenen Wegen erwandert und erlebt werden.

Naturschutzgebiete Baden-Württemberg
Ansprechpartnerin

Désirée Bodesheim
Pressereferentin
Regierungspräsidium Stuttgart

0711 904-10002

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
Regierungspräsidium Stuttgart


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Bienenfresser [https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=72000&cid=&id=20496]

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


NABU: Insektensommer startet
NABU: Insektensommer startet
NABU: Insektensommer startet - Naturfreunde sollen Sechsbeiner zählen

30/31.05.2018

Kostenlose App zum neuen Citizen-Science-Projekt des NABU hilft beim Bestimmen und Zählen der Insekten

________________________________________________________________

Berlin – Zähl mal, was da krabbelt und flattert: Am 1. Juni startet der NABU sein neues Citizen-Science-Projekt „Insektensommer“. Es ist die erste bundesweite Insektenzählung in Deutschland. Naturfans sind dazu aufgerufen, in ihrer Umgebung vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August Insekten zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden.

„Mit dem Insektensommer wollen wir auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam machen – eine Tiergruppe, die leider stark gefährdet ist“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!“ In Deutschland gibt es nach Schätzungen 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die neue App „Insektenwelt“, die der NABU zum Start des Insektensommers entwickelt hat. „Die Besonderheit der App ist eine fotografische Erkennungsfunktion“, sagt Daniela Franzisi, NABU-Insektenexpertin. „So können die Tiere einfach und schnell mit dem Smartphone fotografiert und automatisch erkannt werden.“ Außerdem bietet die App ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die in Deutschland vorkommen. Zum Start des Insektensommers am 1. Juni wird die App kostenfrei unter www.NABU.de/apps  erhältlich sein.

Egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling ¬– beim Insektensommer soll jeder Sechsbeiner gemeldet werden. Auf acht in Deutschland häufig vorkommende Arten soll bei der Zählung vom 1. bis 10. Juni aber besonders geachtet werden: Die Tagfalter Admiral und Tagpfauenauge, die Gemeine Florfliege, die Steinhummel, der Asiatische Marienkäfer, die Hainschwebfliege, die Blutzikade sowie die Lederwanze.

Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang.

„Um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und möglichst windstiller Tag am besten geeignet“, sagt NABU-Daniela Franzisi.

Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.

Die  Daten der Zählaktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

Mehr Infos: www.insektensommer.de

Häufig gestellte Fragen zum Insektensommer: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/24141.html

Kostenlose App „Insektenwelt“ ab 1. Juni erhältlich: www.NABU.de/apps

Für Rückfragen:
Daniela Franzisi, NABU-Insektenexpertin, Tel. +49 (0)30.28 49 84-1578, E-Mail: Daniela.Franzisi@NABU.de  

Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. Tel. +49 (0)30.284984-1510, E-Mail: Kathrin.Klinkusch@NABU.de  


Quelle
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de


NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 60/18 | 28. MAI 2018


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Weiden - Glasflügler

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Kampf für Ende des Holzeinschlags ....
Kampf für Ende des Holzeinschlags ....
Rumäniens Urwälder: Kampf für Ende des Holzeinschlags in Nationalparks

29/30.05.2018

Radolfzell, Bukarest. 25 Aktivisten aus verschiedenen Regionen Rumäniens protestierten am Samstag, 26. Mai, gegen die anhaltende Zerstörung der Urwälder inmitten des Nationalparks Domogled - Valea Cernei. Ziel der Aktion war es, die internationale Aufmerksamkeit auf die weitgehend unbekannte Zerstörung der Urwälder in Rumäniens Nationalparks zu lenken.


Die Aktivisten konfrontierten den Naturschutz-Direktor Dragos Mihai  von der staatlichen rumänischen Forstverwaltung Romsilva, die zwölf rumänische Nationalparks betreut, mit dem dringenden Aufruf, die Abholzungen sofort einzustellen und die internationalen Standards in allen Nationalparks einzuhalten. Mitglieder des Rumänischen und des Europäischen Parlaments, Senator Mihai Gotiu und MdEP Thomas Waitz, waren Zeugen der Protestaktion. Der Europaabgeordnete Thomas Waitz machte sich auf Einladung der Naturschutzorganisationen EuroNatur und Agent Green ein eigenes Bild von der Lage im Domogled Nationalpark.

Allein im vergangenen Jahr wurden laut SUMAL, Rumäniens zentraler Datenbank für Wald und Holzeinschlag, mindestens 382.000 Tonnen Holz aus Nationalparks geschlagen. Der Domogled Nationalpark ist der größte Nationalpark Rumäniens und am stärksten vom Holzeinschlag betroffen. Allein hier wurden im vergangenen Jahr mindestens 123.000 Tonnen Holz geschlagen. Romsilva hatte das Fällen zahlreicher alter Bestände genehmigt. Im Frühjahr 2017 wurde mit der Abholzung der letzten unberührten Täler im Forstrevier Cernisoara innerhalb des Domogled Nationalparks begonnen.

„Das rumänische Umweltministerium ignoriert nach wie vor den Willen vieler Menschen und die Forderung anerkannter Wissenschaftler, die wertvollen Nationalparks zu erhalten. Die politischen Gespräche sind gescheitert, deshalb müssen wir hier am Ort der Zerstörung unsere Stimme erheben, um sowohl die Öffentlichkeit als auch die europäischen Institutionen zu alarmieren", sagt Gabriel Paun, Gründer von Agent Green.

Die andauernde Zerstörung des Urwaldes von Cernisoara unterstreicht das systemische Versagen der rumänischen Nationalparkverwaltung. Zwei Urwaldgebiete in Cernisoara wurden 2017 bereits abgeholzt, bei zwei weiteren sind großflächige Holzeinschlägefür diesen Sommer geplant.

„Das Drama in Rumänien übersteigt bei weitem jenes im polnischen Urwald von Bialowieza. Wir fordern die EU-Kommission auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Verstöße gegen das EU-Recht zu verhindern. Es kann nicht sein, dass die Pufferzonen im Nationalpark, die die uralten Wälder schützen sollen, wie normale Forste bewirtschaftet werden. Nationalparke sind nicht dazu da, die Gewinne der Forstverwaltung zu erhöhen und sie müssen entsprechend der internationalen Naturschutzstandards und des rumänischen Nationalparkgesetzes behandelt werden", sagt Matthias Schickhofer, Campaigner und Urwaldexperte, der EuroNatur bei der Kampagne SaveParadiseForests als Berater unterstützt.

Derzeit erfüllt keiner der 13 rumänischen Urwald-Nationalparks die Empfehlungen der Weltnaturschutzorganisation IUCN und es ist nicht erkennbar, wie die Regierung in Bukarest gedenkt, die Vorgaben zu erfüllen. Im Gegenteil: Die Fläche der Kernzonen, in denen menschliche Eingriffe nicht erlaubt sind, wurde in einer Reihe von Nationalparks deutlich reduziert. „Dieser Trend ist erschreckend. Nicht nur Rumänien, sondern die gesamte EU verliert äußerst wertvolle Naturschätze. Wenn es uns in Europa nicht gelingt, dieses Drama zu beenden, werden die meisten unserer letzten Paradieswälder bald verschwunden sein – für immer", fasst Gabriel Paun zusammen.

EuroNatur und Agent Green fordern von der rumänischen Regierung:
1. Ein sofortiges Moratorium für die Abholzung von potentiellen alten Wäldern und Urwäldern in allen Nationalparks, insbesondere auf Staatseigentum.
2. Die Einführung von IUCN-kompatiblen Nationalparkverwaltungen und Managementplänen, insbesondere die Sicherstellung von mindestens 75 Prozent Kernzonenbereichen und Pufferzonen ohne kommerzielle Holzgewinnung.
3. Die Sicherstellung einer ausreichenden Finanzierung der Nationalparks sowie unabhängiger und professioneller Nationalparkverwaltungen aus dem Staatshaushalt.
4. Die Neustrukturierung der wissenschaftlichen Gremien aller Nationalparks, die ausschließlich aus unabhängigen Experten bestehen sollten,  die eine Verantwortung für die Erhaltung der Nationalparks übernehmen.

Hintergrundinformationen: Mit der Kampagne „SaveParadiseForests“ setzen die EuroNatur Stiftung und die rumänische NGO Agent Green ein Zeichen für den Schutz der letzten Paradieswälder Europas und rufen die Menschen zur breiten Unterstützung auf.

In der Aufnahme
- Mit riesigen Bannern machten die Aktivisten bei ihrer Protestaktion im Domogled Nationalpark auf den Raubbau an den Urwäldern aufmerksam.
© Matthias Schickhofer/EuroNatur


Quelle/Foto

EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe
Westendstraße 3
78315 Radolfzell
Deutschland
Tel.: +49 7732 9272 0
Fax: +49 7732 9272 22
info(at)euronatur.org

28.05.2018


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


100 Jahre Freistaat Bayern ...
100 Jahre Freistaat Bayern ...
100 Jahre Freistaat Bayern: BN pflanzt Jubiläumslinde


29/30.05.2018

Der BUND Naturschutz erfüllt die bayerische Verfassung mit Leben und hat in Gaibach eine Linde beim Fest an der Konstitutionssäule gestiftet.
Anlass war das Doppeljubiläum "200 Jahre Verfassungsstaat und 100 Jahre Freistaat Bayern". „Gewaltenteilung, Versammlungsfreiheit und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen – unsere gute Bayerische Verfassung muss mit Leben gefüllt und die Demokratie jeden Tag neu erkämpft werden“, so BN Landesvorsitzender Richard Mergner in seiner kurzen Ansprache bei der Lindepflanzung.

„Bayern feiern“ heißt es das ganze Jahr 2018 hindurch, denn gleich zwei Jubiläen stehen dieses Jahr an: 200 Jahre Verfassungsstaat und 100 Jahre Freistaat Bayern. Anlässlich des „Festes der Demokratie“ in Gaibach im Landkreis Kitzingen stiftete der BUND Naturschutz eine Linde, die der BN-Vorsitzende Richard Mergner gemeinsam mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Ministerpräsident Markus Söder, dem Präsidenten des Verfassungsgerichtshof  Peter Küspert, der Kitzinger Landrätin Tamara Bischof  und dem Bürgermeister von Volkach Peter Kornell einpflanzte.

Mit dabei waren auch der stellvertretende BN-Vorsitzende Sebastian Schönauer, der Sprecher des BN-Landesbeirates Manfred Engelhardt und der stellvertretende BN-Landesgeschäftsführer Stefan Maurer. Die Linde ist der Symbolbaum des BUND Naturschutz, der die Initiative für die Pflanzaktion einbrachte, die Kosten für die Pflanzaktion und die Patenschaft für den Baum übernahm. Eine Gedenktafel neben der Linde fasst den Gedanken der „Verfassungslinde“ zusammen:

„Die Bayerische Verfassung von 1818 legte den Grundstein für die Gewaltenteilung – ein Grundprinzip unserer Demokratie. Demokratische Willensbildung und Machtkontrolle sind Voraussetzung für bürgerschaftliches Engagement und wirksamen Natur- und Umweltschutz. Die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen ist in unserer Verfassung seit 1984 als Staatsziel verankert. Anlässlich des Festes der Demokratie wurde im Jubiläumsjahr „200 Jahre Verfassungsstaat. 100 Jahre Freistaat Bayern.“ diese vom BUND Naturschutz in Bayern e.V. gestiftete Verfassungslinde gepflanzt.“

Anschließend zog die Festveranstaltung unter musikalischer Begleitung der Bayerischen Stämme hinauf zum Sonnenhügel zur Gaibacher Konstitutionssäule, die als Monument der Verfassung von 1818 gilt. In den Jahren 1821 bis 1828 ließ Franz Erwein von Schönborn die Konstitutionssäule auf dem Sonnenhügel im Gaibacher Schlosspark zu Ehren der bayerischen Verfassung bauen.

Veranstalter des Festes in Gaibach waren die Staatsregierung, der Bayerische Landtag und die Bayerische Vereinigung
. Der BUND Naturschutz war als einziger Naturschutzverband in dieses Jubiläum eingebunden. Der kleine Volkacher Ortsteil Gaibach befand sich im Ausnahmezustand, einen derartigen Besucherandrang hatte der Ort seit Jahrzehnten nicht erlebt.

In der Aufnahme
- Landtagspräsidentin Barbara Stamm, BN-Vorsitzender Richard Mergner und Ministerpräsident Markus Söder pflanzen die Jubiläumslinde ein.

Quelle/Fotos

BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)

Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de


Tag der Veröffentlichung 18.05.2018


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Turmfalken besiedeln die Wolfgangskirche
  Turmfalken besiedeln die Wolfgangskirche
Wir öffnen Lebensräume - Projekt zeigt erste Erfolge

28/29.05.2018 - Update

Ein Gemeinschaftsprojekt bringt sich sichtbar für die Erhaltung der Biodiversität im Welterbe Bamberg ein und engagiert sich mit einem lebendigen Umweltbildungsbaustein konkret im Sinne der uns nachfolgenden Generation.

Bamberg
. 27. Juni 2015. Ein Projekt der ganz besonderen Art konnte vor wenigen Tagen seinen erfolgreichen Abschluss finden. Unter dem Arbeitstitel „Schöpfung lebendig bewahren – Informationen lebendig vermitteln“ verbindet es in besonderem Maße intensive Bemühungen zur Erhaltung heimischer Artenvielfalt im urbanen Umfeld sowie eine wertvolle Wissensvermittlung an unsere Kinder und Enkelkinder.

Auf breiter Basis gründend bringen sich Artenschutz in Franken®, Pfarrgemeinde Maria Hilf / St. Wolfgang, „Der Grüne Gockel“ von Maria Hilf / ST. Wolfgang, Kindergarten St. Gisela und der Bürgerverein Wunderburg 1906 e.V. direkt in das Kooperationsprojekt ein. Ferner wird dieses von der Hit Umweltstiftung, der Robert Bosch GmbH, dem Erzbistum Bamberg, dem Umweltamt der Stadt Bamberg, der Christlich Sozialen Union (CSU), dem Bamberger Bürgerblock (BBB), der Grünen Alternative Liste (GAL), den Freien Wählern (FW) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) unterstützt.

Im Fokus steht dabei eine Tierart, die sich über viele Jahrhunderte kulturfolgend dem Menschen anpassen konnte. Der Turmfalke.
Durch eine zunehmende Naturentfremdung des Menschen verlor diese Koexistenz gerade in den vergangenen Jahrzehnten an elementarer Bedeutung. Dem nicht genug gingen damit auch Lebensraumverluste einher die sich auch auf einen Mangel an menschlichem Wissen über die Ansprüche dieser Art an ihre Lebensbereiche gründen.

Zahlreiche vormalige Brutplätze gingen durch Bauwerkversiegelungen verloren. Die Kirche St. Wolfgang machte dabei keine Ausnahme.
Zum Schutz vor, in das Bauwerk einfliegende, verwilderte Tauben, wurden die Schalllamellen des Kirchturmes in den vergangenen Jahren mit Drahtgeflecht verschlossen. Doch damit verloren auch Turmfalken die Möglichkeit diesen exponiert gelegenen, potenziellen Nistplatz zu erschließen.

Um der Erhaltung der Schöpfung eine neue Chance vorzuhalten, wurde eine speziell auf die Bedürfnisse des kleinen Falken zugeschnittene Nisthilfen angefertigt. Diese wiederum erfuhr vor der Einbringung in den Kirchturm eine kreative Gestaltung.
Dies übernahmen die Kinder des Projekt-Patenkindergartens St. Gisela. Durch eine vorgeschaltete Umweltbildungseinheit wurden den Kindern durch den ehrenamtlich agierenden Verband Artenschutz in Franken® entsprechende Informationen in spielerischer Form vermittelt. ....

In der Aufnahme

Turmfalken besiedeln die Wolfgangskirche

- Im vierten Jahr nach Installation der Nisthilfe konnte erstmals ein Turmfalke an der Nisthilfe im Bild festgehalten werden. Ob sich gar ein Turmfalkenpaar hier einqquartiert hat bleibt abzuwarten. Wenn dem so ist, so sollte die Jungen demnächst das Licht der Welt erblicken.


Mehr zum Projekt unter
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=62679



Eine Chance für die Gaukler der Lüfte
Eine Chance für die Gaukler der Lüfte
Eine Chance für die Gaukler der Lüfte

28/29.05.2018

Artenschutz-Umweltbildungsprojekt Schmetterlinge

Artenschutz in Franken®, Gemeinde Ittlingen, Grundschule Ittlingen und Familienzentrum Ittlingen bringen sich für die Erhaltung im Bestand gefährdeter Falter und Libellen ein.


Baden-Württemberg / Ittlingen. Schmetterlinge sind der Inbegriff des Sommers, mit ihrer vielfach bunten Körperzeichnung konnten diese Tiere schon immer auch die Aufmerksamkeit des Menschen erregen. Diese sehr filigranen Geschöpfe zeigen sich in einer bemerkenswerten Vielfalt. Doch gerade diese Vielfalt ist zunehmend gefährdet, da immer mehr Arten auf den Roten Listen zu finden sind.

Von den in der Bundesrepublik Deutschland erfassten rund 1.450 Großschmetterlingsarten zeigen sich fast 50 % als im Bestand gefährdet, oder sind bereits ausgestorben.

Mit dem Projekt „Eine Chance für die Gaukler der Lüfte“ wollen wir auch auf diese mehr als bedenkliche Entwicklung hinweisen. Mehr noch, durch die Anlage sogenannter Schmetterlings-Hotspots schaffen wir regional begrenzt hochwertige Lebensräume. Spezielle Informationseinheiten möchten auch und gerade dazu beitragen ein zunehmend erkennbares Wissensdefizit über die Ansprüche und die Lebensweise dieser Insekten zu beheben, um für deren Erhaltung zu werben.  

Das Projekt wird durch die Deutsche Postcode Lotterie gGmbH, die Margarete Müller - Bull Stiftung, der Michael Otto Stiftung und durch die Stiftung "Unsere Erde" unabhängig gefördert.



Vor wenigen Tagen konnte das Feuchtbiotop angelegt werden und schon zeigen verschiedene Libellenarten wie richtig diese Projektenscheidung war.

Begleiten Sie uns zur Projektentwicklung
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=97815

In der Aufnahme von Frau Keller-Sögüt
- Hufeisen Azurjungfer Männchen am Biotop



Der Mondvogel in Franken
Der Mondvogel in Franken
Der Mondvogel in Franken

27/28.05.2018

Franken. Mit einer Flügelspannweite von bis annähernd 55mm zählt der Mondvogel (Mondfleck) zu den mittelgroßen - großen heimischen Falterarten.In Franken können wir ihn mehr oder minder regelmäßig gut getarnt entdecken. Wobei die Tarnung sehr gut gelungen scheint, lediglich dem geübten Auge fällt er relativ schnell auf.Raupen bevorzugen Birken und Saalweiden als Nahrungsquelle.

Neue Aufnahmen hat uns Bernhard Schmalisch zugeleitet ...

- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=71000&id=100124


Nationalparkwasser auf Leinwand gebannt
Nationalparkwasser auf Leinwand gebannt
Nationalparkwasser auf Leinwand gebannt

27/28.05.2018

Filmemacher Heiko Knauer hat das kühle Nass im Schutzgebiet ein Jahr lang begleitet


Ludwigsthal. „Eine bessere Wasserqualität als bei uns im Nationalpark Bayerischer Wald werden sie in Bayern kaum woanders finden“, sagte Nationalparkleiter Franz Leibl jüngst bei einer besonderen Filmpremiere im Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal. Im Vordergrund stand dabei das kühle Nass, welches sich auf über 700 Kilometern in Bachbetten durch das Schutzgebiet schlängelt. Ein Jahr lang hat Filmemacher Heiko Knauer aus Simbach am Inn und sein Team das Bayerwald-Wasser begleitet. Herausgekommen sind 22 Minuten Wildnis auf Leinwand gebannt.


„Umso schmackhafter man den wilden Wald zeigen kann, umso besser ist sein Schutz verständlich“, so Knauer. Deswegen werden die Zuschauer immer von einer Tierart durch die vier Jahreszeiten geführt. Schwarzstorch, Fischotter, Mühlkoppe und Wasseramsel geben einen tiefen Einblick in ihr Leben und ihre hohen Lebensraumansprüche. „Allein wenn ich daran zurückdenke, dass ich sieben Tage gebraucht habe, um die Wasseramselaufnahmen im Kasten zu haben, wird klar, wie viel Platz diese Vögel brauchen“, berichtete Knauer.


Um den Anforderungen der teils gefährdeten Arten wieder gerecht zu werden, läuft im Nationalpark Bayerischer Wald seit 2015 ein von der EU und dem Bayerischen Naturschutzfonds finanziertes LIFE+ Projekt, welches sich die Revitalisierung von Lebensräumen zur Aufgabe gemacht hat. „So konnten wir zum Beispiel sechs Kilometer Wildbachstrecke wieder durchgängig und somit dynamisch machen“, erklärte Leibl. Auch diese wichtige Naturschutzarbeit wird in Knauers Werk thematisiert.

Abgerundet wird der Film von einem emotionalen Sprechertext nebst fließender Klaviermusik. Diese stammt von der Österreicherin Julia Reschenhofer, die die bewegten Bilder bei der Premiere live am Piano begleitete. Der fertige Film wird demnächst in den Kinos vom Haus zur Wildnis sowie vom Hans-Eisenmann-Haus zu sehen sein. In wenigen Wochen wird er zudem im Internet veröffentlicht. Anschauen lohnt auf jeden Fall, wie LIFE+ Projektbetreuerin Claudia Schmidt findet: „Man bekommt richtig Lust, das tolle Wasser draußen selbst zu erleben.“

Bildunterschrift:

Freuten sich über die gelungene Premiere: Musikerin Julia Reschenhofer (von links), Jessica Knauer (wissenschaftliche Begleitung), Filmemacher Heiko Knauer, Naturschutzbeauftragter Jochen Linner, LIFE+ Projektbetreuerin Claudia Schmidt und Nationalparkleiter Franz Leibl.  (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)


--------------------------------------------------

Mit den Tierpflegern zu Käuzen und Bären

27/28.05.2018

Wanderung durch das Nationalpark-Tierfreigelände am 2. Juni

Altschönau. Zu einer Wanderung durch das Tier-Freigelände bei Altschönau lädt die Nationalparkverwaltung am Samstag, 2. Juni, im Rahmen der Sonderführungsreihe „Nationalpark aus erster Hand“ ein. Die Tierpfleger Andreas Hackl und Christoph Wagner begleiten die Teilnehmer durch das Tier-Freigelände vorbei an Käuzen, Bären, Wildkatzen, Wildschweinen und Rothirschen. Dabei berichten sie von ihrer täglichen Arbeit mit den Tieren und erzählen aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz.


Treffpunkt für die etwa dreistündige, kostenlose Führung ist um 14 Uhr in Altschönau am Eingang zum Tier-Freigelände. Der Treffpunkt ist auch mit dem Lusen- und Rachelbus erreichbar, und zwar von Neuschönau aus um 13.31 Uhr, vom Nationalparkzentrum Lusen aus um 13.38 Uhr, von Spiegelau aus um 13.35 Uhr und von Riedlhütte aus um 13.41 Uhr.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung beim Nationalpark-Führungsservice
(0800 0776650) möglichst frühzeitig, spätestens jedoch einen Tag vorher, erforderlich.


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 2
94481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Drei Neue auf unserer Internetpräsenz
Drei Neue auf unserer Internetpräsenz
Drei Neue auf unserer Internetpräsenz

27/28.05.2018

Franken. Drei neue Aufnahmen konnten wir unserer Internetpräsenz zuführen. Bernhard Schmalisch konnte nachfolgende Tiere eindrucksvoll abbilden. In den entsprechenden Rubriken haben wir die Bilder aufgenommen.

- Totenkopfschwebfliege
- Breitstirnblasenkopfliege
- Rhophalus subrufus

In der Aufnahme
- Totenkopfschwebfliege

Weißstorch Nachwuchs 2018 - 26.05.2018
Weißstorch Nachwuchs 2018 - 26.05.2018
Weißstorch Nachwuchs in Reckendorf

27/28.05.2018

Reckendorf / Ofr. Drei neue Aufnahmen erreichten uns durch Brigitte Schmitt, die uns folgende Informationen mit an die Hand gab:

"Nachdem es die letzten beiden Jahre mit dem Nachwuchs nicht so gut ausgesehen hat ( letztes Jahr hatten wir nur ein Storchenjunges und im Vorjahr keines) sind wir heuer mit 4 Jungen beglückt worden.Die jungen Störche wachsen täglich, es ist eine Freude den Horst zu beobachten und das Aufwachsen verfolgen zu können".

Mehr zur Online Dokumentation:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=40100&cid=&id=99040


Der Mauersegler - Kindergarten
Der Mauersegler - Kindergarten
Ein Kindergarten setzt sich für den Mauersegler ein - Erfolge werden sichtbar!

26/27.05.2018

2010 - 2018 - Update 05/2018


Ein breit angelegtes Gemeinschaftsprojekt macht in bislang wohl in ganz Deutschland einmaliger Form innerhalb einer überregionalen Projektreihe auf zunehmende Lebensraumverluste so genannter „Gebäudebrüter“ aufmerksam und setzt sichtbare Zeichen  zur Sicherung fränkischer
Biodiversität


Prölsdorf 02.06.2010 Ein über 8 Jahre angesetztes Mauersegler – Monitorring war für die Initiative
Artenschutz im Steigerwald Anlass sich höchst intensiv mit dem Mauerseglerschutz zu befassen. Das darin erfasste Ergebnis ließ uns allesehr aufmerksam werden, zeigte diese Untersuchung eindeutig regional stark ausgeprägte Bestandsreduktionen auf.  

Die „Langlebigkeit“ einer lediglich temporär in Franken präsenten Vogelart macht es dem
Mauersegler und seinen Ansprüchen an den geforderten Lebensraum nicht einfacher. Besonders der Bestandsrückgang in vielen fränkischen Dörfern ließ aufhorchen, da sich im direkten Lebensumfeld ( Nahrungsspektrum ) kaum eine offensichtliche ( Lebens ) – Raumveränderung ergeben hat.

Selbst strukturelle Biotopverbesserungen ( Verbesserung des regionalen Nahrungsspektrums, durch Optimierungsmaßnahmen ) ließen die Rückläufigkeit eindeutig erkennen.  Als Hauptursache des
Bestandsrückgangs kristallisierten sich nach weitere Untersuchungsprozessen nachweislich, deutlich zunehmende Brutplatzverluste heraus, welche in erschreckendem Maße zunehmen.

Vormals lediglich bereits meist auf Einzelbauwerke beschränkt, trugen und tragen zunehmend energetische Bausubstanzveränderungen
mit zu diesem gravierenden Einbruch bei. Besonders ( hochwertige ) ältere Bauwerke, unter dessen Dächern sich der Mauersegler traditionell noch fortpflanzen
durfte, sind von Bauwerksanierungen zunehmend betroffen.

Somit brechen vielfach letzte intakte Mauersegler - Brutplatzbiotopbindungen unwiederbringlich weg.


„Menschenkinder für Vogelkinder"

Am Projekt Kindergarten Prölsdorf waren neben der Organisation Artenschutz im Steigerwald und dem Landesbund für Vogelschutz, der Caritas Kindergarten St. Sebastian , die politische Gemeinde Rauhenebrach , die Sparkasse Ostunterfranken , die Allianz Generalvertretung Basel Theinheim , die Pfarrgemeinde Untersteinbach / Prölsdorf , E.ON Bayern ,die  Allianz Umweltstiftung  „der Blaue Adler“ und die Veolia Stiftung
beteiligt.


Mehr zur Projektentwicklung hier auf unseren Seiten ...
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=25973



Mehr zum Projekt "Türme für die Turmschwalbe":
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=25944



Neues Rahmenkonzept für UNESCO-Biosphärenreservat ..
Neues Rahmenkonzept für UNESCO-Biosphärenreservat ..
Huber: Neues Rahmenkonzept für UNESCO-Biosphärenreservat vorgestellt

26/27.05.2018

Region bekommt neues Biodiversitätszentrum Rhön

Bayerns UNESCO-Biosphärenreservate sind wegweisende Leuchttürme für nachhaltige Entwicklung. Ein umfassendes Paket aus neuen Leitbildern, Zielen und Projekten für das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Rhön wurde jetzt fertig gestellt. Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte heute bei der Vorstellung des neuen Rahmenkonzepts: "Mit dem neuen Rahmenkonzept wird der Modellcharakter der Rhön weiter gestärkt. Die Verknüpfung von Natur- und Umweltschutz mit wirtschaftlicher Entwicklung in der Region bietet eine großartige Zukunftsperspektive für die Menschen in der Rhön. Wir wollen den Naturschutz kraftvoll in die Fläche bringen. Die Rhön ist ein Hotspot der Biodiversität.

Im Rahmen der Naturoffensive Bayern geben wir dem Land der offenen Fernen mit einer neuen Informations- und Umweltbildungseinrichtung im Landkreis Bad Kissingen einen weiteren deutlichen Schub. Außerdem bringen wir ein neues Biodiversitätszentrum Rhön auf den Weg." Dabei werden nachhaltiges Wirtschaften, Naturschutz und Umwelt sowie die Förderung der Artenvielfalt in der Mittelgebirgsregion Rhön im Fokus stehen. Natur und Artenvielfalt werden davon profitieren. Auch in die Umsetzung des neuen Rahmenkonzepts für das Biosphärenreservat wird das Biodiversitätszentrum Rhön eingebunden.


Schon seit 1991 ist die Rhön eine von der UNESCO anerkannte, länderübergreifende Modelllandschaft in Bayern, Hessen und Thüringen. Das erste Rahmenkonzept für das Biosphärenreservat Rhön wurde 1995 veröffentlicht. 2014 wurde das Biosphärenreservat auf bayerischer Seite erweitert, es hat nun eine Gesamtgröße von über 240.000 Hektar. Elf Arbeitsgruppen mit insgesamt rund 300 Akteuren aus Bayern, Hessen und Thüringen haben seit 2014 das neue Rahmenkonzept erarbeitet und abgestimmt. Huber: "Grundlage für das Rahmenkonzept ist der bayerische Weg eines integrativen Ansatzes aus Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation mit den Landnutzern. Ich danke der Region für den umfangreichen und vorbildlich durchgeführten Beteiligungsprozess und insbesondere für das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen und amtlichen Akteure."

Die Öffentlichkeit war auch über eine Online-Befragung mit 1.800 Teilnehmern aktiv an der Erstellung des Rahmenkonzepts beteiligt.

Quelle

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Telefon: +49 89 9214-00
Fax: +49 89 9214-2266
E-Mail:poststelle@stmuv.bayern.de

Pressemitteilung Nr. 68/18
Datum: 16.05.2018

Weitere Informationen unter www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/schutzgebiete/bio_rhoen/index.htm

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

- Gebänderter Pinselkäfer

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



EU-Kommission will Finanzwirtschaft bei Nachhaltigkeit ..
EU-Kommission will Finanzwirtschaft bei Nachhaltigkeit ..
EU-Kommission will Finanzwirtschaft bei Nachhaltigkeit stärker in die Pflicht nehmen


26/27.05.2018

Die Europäische Kommission will die Finanzwirtschaft im Umwelt- und Klimaschutz stärker in die Pflicht nehmen.
Das geht aus am Donnerstag veröffentlichten Vorschlägen hervor, die die vier Bereiche Investorenpflichten und Offenlegungsanforderungen, Klassifizierung von Nachhaltigkeit, Indizes und Benchmarks sowie Beratungspflichten umfassen.

Demnach sollen unter anderem institutionelle Investoren künftig Nachhaltigkeitsaspekte besser berücksichtigen und dies offenlegen. „Von Investoren einzufordern, Umwelt- und Klimarisiken umfassend zu berücksichtigen und dies transparent zu machen, liegt im Interesse aller Kunden. Nachhaltigkeitsaspekte müssen nicht nur integraler Bestandteil jeder Risikoanalyse und des Risikomanagements, sondern auch des generellen Investmentmandats sein“, sagt Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance beim WWF Deutschland.

Welche Investments und Vermögenswerte künftig als nachhaltig gelten, darüber soll ein Klassifizierungssystem entscheiden. Die Kommission hat dazu einen Rahmen vorgestellt. „Bislang mangelt es europaweit an Klarheit darüber, was ein nachhaltiges Investment im Sinne des zukunftsgerechten Wandels ausmacht. Eine Taxonomie soll nun Abhilfe schaffen. Um aber valide Orientierung geben zu können, darf sie nicht nur Ist-Zustände betrachten, sondern muss zwingend auch zukünftige Entwicklungen abbilden“, fordert Kopp vom WWF. „Der Maßstab müssen unsere planetaren Grenzen und internationale Abkommen zum Schutz unserer Umwelt und damit die notwendigen Entwicklungen sein. Nur dann bietet die Taxonomie einen Mehrwert. Die aktuellen Vorschläge stellen noch viel zu sehr auf Vergangenheitsbezüge wie zurückliegende Emissionen ab.“

Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank Deutschland, fügt hinzu: „Die vorgeschlagene stufenweise Herangehensweise - erst Klimawandel, dann andere Nachhaltigkeitsaspekte - bietet zwar die Möglichkeit einer schnelleren Umsetzung zumindest von ersten Schritten, birgt aber die Gefahr, dass gleichrangige Nachhaltigkeitsziele im weiteren Prozess vernachlässigt und gegeneinander ausgespielt werden.“ Die Kommission muss dringend klarstellen, wie gesichert ist, dass alle Bereiche, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, wie auch die wirtschaftliche Nachhaltigkeit, ausreichend berücksichtigt werden. Die einzuberufende Expertengruppe muss das klare Mandat bekommen, die Klassifizierung in Einklang mit Zielen und erforderlichen Entwicklungen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu entwickeln.



Im ersten Schritt sollten sich damit jene „braune“ Anlagemöglichkeiten identifizieren lassen, in die nicht mehr investiert werden darf, wenn man drängende ökologische und soziale Herausforderungen bewältigen möchte. Dann sollte eine granulare Klassifizierung eingeführt werden, die Investments anhand ihres Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung einteilt: z.B. konform (schadet nicht), adaptiv (löst bestehende Probleme) und transformativ (fördert neue nachhaltige Geschäftsmodelle).
Bei den Regulierungsvorschlägen im Bereich Indizes und Marktbenchmarks ist der Rahmen wiederum zu eng gefasst: Sie betreffen nur spezielle Indizes und basieren wiederum zu stark auf historischen Emissionen, nicht auf zukünftigen Entwicklungen und Anforderungen.

Mit ihren Vorschlägen geht die Europäische Kommission einen Schritt in die richtige Richtung. Doch die Dynamik könnte noch mutiger und umfassender sein, und vor allem auf vorrausschauenden Anforderungen und Entwicklungszielen wie den Nachhaltigkeitszielen (SDG) basieren. Die Bundesregierung ist nun gefragt, die Vorgaben zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in Brüssel zu stärken, die dann in die deutsche Diskussion über- und umgesetzt werden müssen. Insbesondere das Finanz- und das Justizministerium sind in der Debatte gefordert.

KONTAKT

Lea Vranicar

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 467

lea.vranicar@wwf.de


Quelle

WWF Deutschland
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin

24. Mai 2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Hartheu-Spanner

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -



Kleine Bienchen - Engagement für Wildbienen
Kleine Bienchen - Engagement für Wildbienen
Umweltbildungsveranstaltung Wildbienen in der Kita Prölsdorf

25/26.05.2018 - Update 26.05.2018

Prölsdorf/Ufr. Zu einer ersten Umweltbildungsstunde hatten sich groß und klein am 25. Mai 2018 im Kindergarten zu Prölsdorf im Landkreis Hassberge eingefunden.

Das Sterben unserer Insekten nimmt erschreckende Ausmaße an. Anlass für Artenschutz in Franken® und den Kindergarten in Prölsdorf sich diesem zunehmend wichtiger werdenden Thema näher zu widmen. Bevor der offiziellen Umweltbildungsstunden hatte sich die Einrichtung um die Leiterin Nina Ganter und ihrem Team intensiv mit "Der Biene" befasst.

Die Gemeinde hatte gleichfalls spezielle Wildbienen Sekundärhabitate an der Kindergartenfassade montiert und so konnte der Vorsitzende des Artenschutz in Franken®, Thomas Artur Köhler innerhalb eineinhalb Stunden die zahlreich anwesenden Eltern und Kinder über die Honig- und die Wildbiene informieren. Selbst der Bürgermeister der Gemeinde, Herr Matthias Bäuerlein ließ es sich nicht nehmen persönlich mit dabei zu sein.

Unser Informationsangebot haben wir ergänzt:
- https://www.artenschutz-steigerwald.de/index.php?lang=de&p=60000&cid=&id=99621


NABU: Neuer EU-Aktionsplan
NABU: Neuer EU-Aktionsplan
NABU: Neuer EU-Aktionsplan - Schicksal von Uferschnepfe, Kiebitz & Co. hängt am seidenen Faden


25/26.05.2018

Vogelschutz-Experten: Ohne naturverträgliche Agrarpolitik haben Wiesenbrüter in Europa keine Chance
________________________________________________________________

Berlin, Brüssel –
Der NABU begrüßt den neuen EU-Aktionsplan zum Schutz von Wiesenbrütern im landwirtschaftlich genutzten Feuchtgrünland, der heute vom Michael-Otto-Institut im NABU in Brüssel gemeinsam mit europäischen Partnern des BirdLife-Netzwerks vorgestellt wird.

Die EU-Mitgliedstaaten, insbesondere Bund und Länder in Deutschland, sind nun aufgefordert, die vorgeschlagenen Maßnahmen
umzusetzen. Voraussetzung dazu ist aber vor allem eine entsprechende Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Ansonsten haben Wiesenbrüter in Europa  keine Zukunft. Am 1.Juni werden die Vorschläge der EU-Kommission zur neuen GAP erwartet – bisher durchgesickerte Entwürfe lassen laut NABU das Schlimmste für Vögel und Insekten befürchten.

Aktuelle Analysen zeigen europaweit dramatische Abnahmen der Brutbestände vieler einstmals häufig in Wiesen brütenden Watvögeln. „Erfolgreich brüten können die Vögel heutzutage fast nur noch in speziell für sie unterhaltenen Schutzgebieten. Doch für das Ziel, die Bestände europaweit zu erhalten, gibt es hiervon zu wenige. Auch fehlt das Geld, für ein wirkungsvolles Management“, sagt Dr. Hermann Hötker, Institutsleiter des Michael-Otto-Institut im NABU.

Da die Vögel vor allem in landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen vorkommen, hängt ihr Überlegen von der aktuellen Landwirtschaftspolitik ab. Das Fördersystem der GAP, das vor allem pauschal Fläche und Grundeigentum fördert, statt konkrete Leistungen von Landwirten, führt dazu, dass immer intensiver gewirtschaftet wird, Grünland verschwindet, oder häufiger gemäht und gedüngt wird. Das hat auf die Bestände der Wiesenbrüter fatale Auswirkungen.

Außerdem fehlt es an attraktiven Anreizen für Naturschutzmaßnahmen von Landwirten. Diese können sehr effektiv sein und werden gerne angenommen – sie müssen sich aber auch wirtschaftlich lohnen, wie aktuelle Auswertungen im Rahmen des Aktionsplans gezeigt haben. Der NABU fordert daher einen EU-Naturschutzfonds in der GAP in Höhe von 15 Milliarden Euro pro Jahr.

Die im neuen Aktionsplan behandelten Vogelarten sind traditionell auf eine landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft angewiesen, die ihnen in der Vergangenheit einen für sie produktiven Lebensraum boten. Und hier liegen die Lösungsansätze, die der Plan aufzeigt: In Schleswig-Holstein zum Beispiel werden in Grünlandregionen erfolgsorientierte Artenschutzmaßnahmen, gezielter Vertragsnaturschutz und Flächenerwerb als koordinierte Instrumente eingesetzt und verschaffen den Vögeln einen im Durchschnitt über die Jahre ausreichenden Bruterfolg.

Zusatzinfo:
Bei einem Treffen der zuständigen Vertreter aller EU-Mitgliedstaaten wurden in den vergangenen Tagen neben dem Wiesenlimikolen-Plan acht weitere Artenschutzpläne für bedrohte Vogelarten in Grundzügen verabschiedet. Darunter befindet sich auch ein Aktionsplan für die weltweit und in Deutschland stark bedrohte Turteltaube. Der NABU begrüßt, dass dieser Plan ein zumindest vorübergehendes Verbot der in Südeuropa immer noch legalen Jagd auf diese Art vorsieht. Denn im Rahmen der Planerstellung konnten Wissenschaftler nachweisen, dass die jährlich in der EU geschossenen 1,5 Millionen Turteltauben mehr sind als die Art vertragen kann. Auch das Überleben der Turteltaube hängt jedoch maßgeblich von einer Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik ab.

Für Rückfragen:

Dr. Jutta Leyrer, Michael-Otto-Institut im NABU, Tel. +49 (0)4885-570, Jutta.Leyrer@NABU.de  

Zur GAP: Konstantin Kreiser, NABU-Leiter globale und EU-Naturschutzpolitik, mobil +49 (0) 172-4179730, E-Mail: konstantin.kreiser@NABU.de  

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Quelle

NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 59/18 | 24. MAI 2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald


- Nicht "nur" Feldvögel leiden unter den teils katastophalen ökologischen Bedingungen in der Landschaft  auch "unsere" Insekten sterben .. hier eine Honigbiene am Diptam ..


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Nationalpark stellt Dog-Stations auf
Nationalpark stellt Dog-Stations auf
Nationalpark stellt Dog-Stations auf

25/26.05.2018

Im Waldspielgelände und in den Nationalparkzentren gibt es nun Entsorgungsmöglichkeiten - Aufklärungsaktion über Hundekot

Neuschönau/Ludwigsthal/Spiegelau. „Müll aus – Natur an“ – unter diesem Motto hat der Nationalpark Bayerischer Wald Ende April eine neue Kampagne zur Abfallvermeidung gestartet. In den nächsten zwei Jahren sollen die Besucher dafür sensibilisiert werden, ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen und dort zu entsorgen. Die erste Aufklärungsaktion richtet sich an Hundebesitzer.

„Wir mussten in den vergangenen Jahren feststellen, dass die Verschmutzung bei uns im Nationalpark durch Hundekot immer schlimmere Dimensionen annimmt“, erklärt Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Es sind nicht so sehr die Hundekothaufen, die am Weg liegen gelassen werden, sondern vor allem die Hinterlassenschaften, die im Hundekotbeutel verschwinden und dann verpackt in der Natur zurückgelassen werden. So landen jährlich Unmengen von Plastik in der Natur des Nationalparks. „Hundekot braucht etwa drei Monate, bis er abgebaut ist. Im weggeworfenen Plastikbeutel sogar noch länger – selbst wenn der Beutel biologisch abbaubar ist“, so Leibl. Außerdem sei es nicht hinnehmbar, wenn zum Beispiel Kinder im Waldspielgelände beim Herumtollen in einen Hundehaufen steigen. „Dem wollen wir nun entschieden entgegentreten.“

Um diesem Negativ-Trend entgegen zu wirken, hat die Nationalparkverwaltung daher in den stark frequentierten Bereichen Dog-Stations aufgestellt. In den Nationalparkzentren Lusen bei Neuschönau und Falkenstein bei Ludwigsthal mit den Tier-Freigeländen sowie im Waldspielgelände bei Spiegelau können Hundebesitzer den Kot ihrer Tiere entsorgen, Beutel müssen selbst mitgebracht werden.

In den restlichen Bereichen des Nationalparks können vor allem aus logistischen Gründen keine Dog-Stations angeboten werden. Dort seien die Besucher daher aufgefordert, die gefüllten Hundekotbeutel mitzunehmen und zu Hause zu entsorgen.  Notfalls könne der Hundekot – aber bitte ohne Beutel – auch etwas abseits der Wege im Wald verbleiben.

Um auf die Aktion hinzuweisen, verteilt die Nationalparkverwaltung bei den Partner-Betrieben, in denen Hunde übernachten dürfen, bei Tier-Fachgeschäften sowie in allen Nationalparkeinrichtungen braune Postkarten mit der Aufschrift „#verkackt“. Außerdem hängen dort auch große Plakate, die auf die Müll-Kampagne aufmerksam machen und dazu Informationen geben. Mehr zu dem Thema gibt es auf der Homepage des Nationalparks unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de.

Bildunterschrift:
In Holzoptik finden Besucher die neuen Dog-Stations rund um die Tier-Freigelände sowie im Waldspielgelände.  (Foto: Gregor Wolf/Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald)


Quelle/Foto:
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Str. 294481 Grafenau    Tel. (08552) 9600 – 0
Fax: (08552) 9600 -100
E-Mail: poststelle@npv-bw.bayern.de
Internet: www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -




Baum des Jahres und Klimaerwärmung
Baum des Jahres und Klimaerwärmung
Die Esskastanie im Forstbetrieb Sonthofen – Baum des Jahres und Klimaerwärmung

24/25.05.2018

11. Mai 2018, Sonthofen –
„In Zeiten der Klimaerwärmung haben wir den Auftrag, unsere Wälder fit für die Zukunft zu gestalten. Hierzu können auch Baumarten beitragen, die ihre ursprüngliche Verbreitung in wärmeren Gegenden haben“, erklärt Förster Jörg Tarne, der die Staatswälder von Oberstaufen bis zum Bodensee bewirtschaftet.

Die Esskastanie kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und braucht ausreichend warme Standorte. Deshalb ist sie im Forstbetrieb Sonthofen, der hauptsächlich durch Gebirgslagen geprägt ist, derzeit nur im Bereich Lindau zu finden. Dort kommt diese Baumart an drei Stellen vor. Die Bestände sind alle durch Pflanzung entstanden und wachsen gut bis sehr gut.  

Die ersten Bäume wurden schon durch die Römer über die Alpen gebracht und kultiviert. Die Römer hatten es insbesondere auf die Früchte der Esskastanie abgesehen, die auf veredelten Bäumen besonders groß werden. Auf den Waldbäumen bleiben die „Maronis“ kleiner und sind nicht so schmackhaft. Dafür setzt die Forstwirtschaft auf die Nutzung des Holzes. Dieses Holz wird wegen seiner Dauerhaftigkeit unter anderem auch in der Schutzwaldsanierung für Verbauungen gegen Gleitschnee eingesetzt. Vor allem in Italien und Frankreich werden daraus auch Böden, Dachstühle oder Möbel aus dem sehr schönen Holz hergestellt, das in seinen Eigenschaften der Eiche sehr ähnelt.  

Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting berichtet: „Um die Eignung der Esskastanie für unseren Wald der Zukunft beurteilen zu können, wurden in den letzten Jahren unsere Esskastanien im Staatswald im Lindauer Umland von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft beprobt. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt. Eine vielseitig verwendbare und kulturhistorisch und forstlich sehr spannende Baumart ist die Esskastanie, die auch Baum des Jahres 2018 ist, auf jeden Fall“.


In der Aufnahme
- Die Blätter einer Esskastanie (Foto: Jörg Tarne BaySF)

Quelle

Bayerische Staatsforsten AÖR

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -


Naturparadiese in Gefahr
Naturparadiese in Gefahr
Naturparadiese in Gefahr

23/24.05.2018

Zum Tag der Biologischen Vielfalt: WWF benennt die Top 5 der gefährdeten Weltnaturerbestätten


Berlin: Die schönsten und artenreichsten Regionen unserer Erde sind in akuter Gefahr. Darauf weist der WWF anlässlich des Internationalen Tags der biologischen Vielfalt am Dienstag hin. So stehen zahlreiche Unesco-Weltnaturerbestätten, Rückzugsgebiete für seltene Tier- und Pflanzenarten, aktuell unter massivem Druck. „Wir bringen unsere Erde an den Rand der Erschöpfung. Selbst vor den wenigen verbliebenen Naturparadiesen machen wir keinen Halt, sondern holzen, verbrennen, wildern weiter“, sagt Günter Mitlacher, Experte für internationale Biodiversitätspolitik beim WWF. „Wir müssen dringend kurzfristige Profitinteressen dem Schutz unserer Umwelt hintenanstellen – und das nicht allein um ihrer selbst willen, sondern auch für uns und unsere Kinder.“ Dies sind die fünf aktuell besonders bedrohten Weltnaturerbestätten:

   Selous in Tansania: Das Selous-Reservat im Osten Afrikas ist eines der letzten großen Wildnisgebiete der Erde. Es erstreckt sich über 50.000 Quadratkilometer, was in etwa der Größe der Schweiz entspricht, und bietet vielen bedrohten Tierarten eine Heimat, darunter Elefanten, Löwen, Wildhunden oder Giraffen. Mitten im Reservat möchte die tansanische Regierung einen riesigen Staudamm bauen, der das Herzstück des Gebiets dauerhaft überfluten würde. Bereits im Juli soll mit dem Bau begonnen werden. Aktuell ist die Regierung auf der Suche nach einem Unternehmen, das die Axt an diese einzigartige Wildnis anlegt, um Platz für den Staudamm zu schaffen. Damit würde nicht nur die Natur zerstört – die Region würde auch ihres enormen touristischen Potentials und damit der Möglichkeit einer nachhaltigen Entwicklung beraubt. Einziger Hoffnungsschimmer: Noch hat sich kein Investor gefunden, der das Megaprojekt umsetzen will.

   Great Barrier Reef in Australien: Die empfindlichen Korallenriffe stehen durch Überfischung und vor allem durch die Klimakrise, der die Erwärmung und Versauerung der Ozeane vorantreibt, massiv unter Druck. In den vergangenen 20 Jahren ist bereits ein Viertel der weltweiten Korallen abgestorben, davon ein Großteil im Great Barrier Reef. Innerhalb unserer Generation könnten nahezu alle Korallenriffe im Ozean ausgelöscht werden. Das wäre verheerend, denn ein Viertel aller marinen Arten lebt an Korallenriffen, obwohl diese nur 0,1 Prozent des Meeresbodens bedecken. Um die Korallen zu retten, braucht es wirksame Klimaschutzmaßnahmen sowie regionale Maßnahmen wie Meeresschutzgebiete und gedrosselte Fischerei.

   Das Wattenmeer in Deutschland: Das Weltnaturerbe Wattenmeer an der Nordseeküste sichert eine der weltweit wichtigsten Drehscheiben für ziehende Wat- und Wasservögel. In Deutschland durch drei Nationalparks geschützt, ist das Wattenmeer eine einzigartige und vielfach noch ursprüngliche Küstenlandschaft. Trotz vieler Schutzerfolge ist sie weiterhin bedroht, etwa durch die Schifffahrt, die bei Unfällen große Verschmutzungsrisiken bringt und für die Teile des Wattenmeeres ausgebaggert und für Hafenerweiterungen geopfert werden. Die vielfach noch kaum geregelte Fischerei, der Zufluss von Schad- und Nährstoffen sowie stellenweise der Tourismus sind weitere Gefahren. Die größte Bedrohung erwächst aus dem Klimawandel, denn der hierdurch beschleunigt steigende Meeresspiegel könnte auf lange Sicht zur Zerstörung des Wattenmeeres führen.

   Bialowieza in Polen: Der Nationalpark Bialowieza gilt als letzter großer Urwald in Europa. Mehr als 20.000 Tierarten sind hier zu Hause, darunter die größte Bison-Population des Kontinents sowie weitere seltene Arten wie Luchs und Wolf. 2016 hatte die polnische Regierung den Holzeinschlag im Schutzgebiet genehmigt – vorgeblich im Kampf gegen den Borkenkäfer, aus WWF-Sicht eher, um Profit aus dem Holzverkauf zu machen. Im April dieses Jahres urteilte dann auch der Europäische Gerichtshof, dass die genehmigten Abholzungen illegal seien. Völlige Entwarnung gibt es damit aber nicht, denn die Gefahr illegaler Abholzung bleibt.

   Virunga-Nationalpark im Kongo: Der Nationalpark Virunga ist rund 8.000 Quadratkilometer groß und liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo an der Grenze zu Ruanda und Uganda. Er ist der älteste, artenreichste und landschaftlich vielfältigste Nationalpark Afrikas und unter anderem Heimat von knapp 200 der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Doch über dem Park hängt ein Damoklesschwert: Immer wieder bringen Regierung und Konzerne die Suche nach Erdöl ins Spiel. Sollte es zur Förderung kommen, wäre das das Ende des Welterbes. Gleichzeitig dringen immer wieder Wilderer in den Park ein, um Buschfleisch – darunter auch das der Gorillas – auf den Märkten der Region zu verkaufen. Erst im April wurden sechs Mitarbeiter des Nationalparks aus dem Hinterhalt angegriffen und getötet – vermutlich von Rebellen, die im Park wilderten. Damit stieg die Zahl der getöteten Wildhüter in Virunga auf über 130 seit 1996.

KONTAKT

Immo Fischer

Pressestelle

Tel.: 030 / 311 777 427

immo.fischer(at)wwf.de

Twitter: @ImmoFischer


Quelle

WWF
20. Mai 2018

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

- Wildpferde

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -






powered by
DC-SOFTs.de
Letzte Aktualisierung:
23.06.2018 um 22:59 Uhr
52
USERS ONLINE
Datenschutz   Impressum
Sie sind der  3226816. Besucher!
( 30246963 Hits )
© Artenschutz im Steigerwald /
Artenschutz in Franken®

1996 - 2018
Alle Rechte vorbehalten!