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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata)
Bild zum Eintrag (1068545-160)
Smaragdeidechsen sind eine der schönsten Eidechsenarten Deutschlands.

24/25.05.2022

Besonders während der Paarungszeit zeigt das Männchen ausgeprägte Farbspiele an der Kopf- und Wangenpartie, die in sattem Blau gehalten werden.Mit einer Gesamtlänge bis nahe an die 45 Zentimeter ist die Smaragdeidechse unsere größte Eidechsenart.

In Franken ist sie nicht präsent, da es ihr hier einfach zu kühl ist.Lediglich an wärmebegünstigten Lagen von Mosel , Donau und Rhein fühlt sie sich wohl.Etwa Ende März / Anfang April tritt die Smaragdeidechse nach der Winterlethargie in Erscheinung. Nach der Paarung im April / Mai wird ein rund 15 - 21 Eier umfassendes Gelege gesetzt und sich selbst überlassen.
Wenn die Temperatur- und Umwelteinflüsse günstig sind, schlüpfen hieraus nach rund 80 Tagen die Jungeidechsen. Meist wird lediglich ein Jahresgelege gesetzt, jedoch gelingt es der Smaragdeidechse in günstigen Jahreszeitfenstern eine zweite Eiablage zu generieren, deren Volumen jedoch meist geringer ausfällt.Smaragdeidechsen ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Vogel oder Reptilieneiern, Jungsäugern, Schnecken (Mäusejungtiere) u.ä.

In Deutschlang ist das Jahr der Smaragdeidechse bereits gegen Ende September / Anfang Oktober zu Ende und die Winterruheplätze werden aufgesucht.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Smaragdeidechse - Männchen im "Paarungskleid"
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Haussperling auf Wohnungs- und Nahrungssuche
Bild zum Eintrag (1068628-160)
Haussperling auf Wohnungs- und Nahrungssuche

23/24.05.2022

Brutmöglichkeiten werden auch für diese kulturfolgende Vogelart ständig geringer. In den auf modern getrimmten Häusern gibt es keine Durchlässe, keine Lücken im  Dach, am Haus. Teilweise haben die Haussperlinge gelernt sich im Styropor der Dämmung Löcher zu schaffen um zu brüten.

Bei mir über einem Balken überdacht am Eingang als Landeplatz, warm und trocken in der Dämmung. Dieser Brutplatz wird seit Jahren immer wieder genommen, ausgebessert u. erweitert.
Abhängig vom Futterangebot ist die diesjährige Brut schon länger "durch", die Tiere sind mit dem zweiten Gelege beschäftigt.Das allerdings funktioniert leider nur, weil sie einen Futterplatz nutzen können. Wird die Fütterung abgesetzt würden die Jungen (wahrscheinlich) verhungern.


Autor und Aufnahme Bernhard Schmalisch
  • Haussperlinge leiden zunehmend unter geeigneten Brutmöglichkeiten und Nahrungsmangel
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Erfolg beim Wanderfalkenschutz 2022
Bild zum Eintrag (1068578-160)
Erfolg beim Wanderfalkenschutz 2022

21.05.2022

Deutschland.
23 Jahre befassen wir uns nun schon mit dem Schutz der Wanderfalken …. unzählige Stunden verbrachten wir mit ehrenamtlicher Aufklärungsarbeit über diese spektakuläre Greifvogelart. Gleichfalls gelang es uns mit Unterstützung zahlreicher Projektpartner neue Nistmöglichkeiten für den Wanderfalken anzulegen.
Der Erfolg so sind wir der festen Überzeugung kann sich auch in diesem Jahr sehen lassen ... denn die ersten Wanderfalken haben im März/April das Licht der Welt erblickt. Im Mai werden die Tiere durch Mitarbeiter der Vogelschutzwarten beringt.


In der Aufnahme
  • Spezielle Nisthilfen die wir den Tieren zur Verfügung stellen bieten eine wichtige Grundlage zur Arterhaltung ...
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Bienenfresser (Merops apiaster)
Bild zum Eintrag (1068534-160)
Bienenfresser (Merops apiaster)

23/24.05.2022

  • Tropisch anmutend so zeigt sich der Bienenfresser.

Hinsichtlich der Farbauswahl kommt
er wohl dem heimischen Eisvogel am nächsten, ist aber fast doppelt so groß, nämlich rund 28 Zentimeter. Auf die Wager bringt der Sommerbote etwa 55 – 62 Gramm.

Im April / Mai kommt der Bienenfresser ab und an auch in wärmebegünstigte Lagen Deutschlands ( Aufnahme vom Kaiserstuhl ) zurück. Große Gewässerstrukturen bzw. dessen mittelbares Umfeld werden bevorzugt frequentiert, wobei auch gewässerferne Areale hin und wieder ( wenn das Nahrungsangebot passt ) aufgesucht werden.
Bienenfresser sind Koloniebrüter, welche sich zu zahlreichen ( Brut )- Gruppen ( hier extremer Gegensatz zum Eisvogel – wobei sich auch bei Eisvogel – ausreichendes Nahrungsangebot muss vorhanden sein – eine Tendenz zum Koloniebrüten nicht ausschließen lässt, wie Untersuchungsreihen zeigen  ) zusammenfinden.

Ihre Brutröhre mit dahinter liegender Brutkammer, legen diese Vögel wir Uferschwalben in Steilwandflächen an. Wobei die Röhren etwa einen halben Meter tiefer sind  als die der Uferschwalben. Mitte Mai wird mit dem Brutgeschäft begonnen. In den Brutkessel werden meist 5 Eier gelegt und bis zu 24 Tage bebrütet.

Etwa die gleiche Zeitspanne werden die Nestlinge mit Insekten versorgt. Nach dem verlassen des Nestes findet die Versorgung der Jungvögel etwa weitere 10 Tage bis 14 Tage statt.

Der Name Bienenfresser leitet sich von der bevorzugten Nahrung dieser Spezies ab. Bienen und andere Hautflügler werden gerne verzehrt, wobei auch ( Groß ) – Käferarten nicht verschmäht werden. Einem Turmfalken gleich wird Gewölle ausgeworfen.

Mitte Ende August verlässt uns der Bienenfresser in Richtung ( Nord ) Afrika , wo er den Winter verbringt.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald

  • Paarung der Bienenfresser
 
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Weltbienentag: BUND testet Zierpflanzen – Fast jede Probe pestizidbelastet
Bild zum Eintrag (1068526-160)
Weltbienentag: BUND testet Zierpflanzen – Fast jede Probe pestizidbelastet

22/23.05.2022

Viele vermeintlich bienenfreundliche Pflanzen sind gefährlich für Bienen. Auf Bio-Pflanzen oder Pflanzen aus heimischer Produktion achten. BN fordert Exportverbot von Pestiziden, die keine EU-Zulassung haben.


Anlässlich des Weltbienentags (20. Mai) weist der BUND Naturschutz in Bayern auf die nach wie vor dramatische Lage der Insekten hin. Wo die Gefahren überall lauern, zeigen neue Testergebnisse: Der BUND hat gemeinsam mit seiner Partnerorganisation Global 2000 aus Österreich Zierpflanzen unter die Lupe genommen. Das alarmierende Ergebnis: Viele sind stark pestizidbelastet. Auch dieser zweite Test in Folge weist erneut zahlreiche Rückstände gefährlicher Pestizide nach. Das alarmierende Ergebnis: Fast alle der 44 Proben waren belastet, im Schnitt mit knapp acht unterschiedlichen Wirkstoffen.
Hoch bienengiftige Substanzen waren auf etwa 40 Prozent der Proben zu finden, während knapp jede fünfte Pflanze gleich mit mehreren dieser Pestizide belastet war. Insgesamt wurden im Rahmen der Untersuchungen 64 verschiedene Pestizide nachgewiesen, darunter elf, die als hochgiftig für Bienen eingestuft werden.

Dr. Christine Margraf, BN-Artenschutzexpertin: „Zierpflanzen werden vom Handel als bienenfreundlich angepriesen, sind es aber oft nicht. Sonnenblumen, Lavendel oder Hyazinthen können beispielsweise Rückstände bienengefährlicher Pestizide enthalten. Bienen nehmen diese Insektengifte über Nektar und Pollen auf. Verbraucher*innen, die in guter Absicht handeln, gefährden damit oftmals unwissentlich die Bienen.“

Auf fast der Hälfte aller in diesem Jahr getesteten Pflanzen befanden sich Pestizide, die zum Zeitpunkt der Probenahme keine EU-Zulassung mehr besaßen. Höchst fragwürdig dabei ist: Europäische Herstellerfirmen verkaufen Pestizide in Länder des Globalen Südens, die aufgrund ihrer Gefahr für Mensch und Umwelt in Europa nicht mehr zugelassen sind. Dort werden sie zum Beispiel im Zierpflanzenbau eingesetzt, gefährden Arbeiterinnen und Arbeiter und belasten die Umwelt. Der Giftkreislauf schließt sich, wenn EU-Mitgliedstaaten Zierpflanzen importieren, die solche Pestizide ohne EU-Zulassung enthalten.

Der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe dazu: „Dieses Vorgehen ist skandalös. Wir fordern die Bayerische Staatsregierung auf, sich auf Bundesebene für das Verbot solcher Importe einzusetzen. Es kann nicht sein, dass wir in Bayern ein erfolgreiches Volksbegehren Artenvielfalt auf den Weg gebracht haben und unsere heimischen Bienen an dieser Stelle wieder Gefahren ausgesetzt sind.“   

Um das Insektensterben, insbesondere das Bienensterben, zu stoppen und Arbeiterinnen und Arbeiter auf Blumenplantagen weltweit zu schützen, fordert der BN ein Exportverbot von Pestiziden, die keine Zulassung in der EU haben. Weiterhin muss der Pestizideinsatz zügig deutlich reduziert werden, für Mensch und Umwelt besonders gefährliche Pestizide müssen auf EU-Ebene verboten werden. Für Verbraucher*innen ist die beste Empfehlung, Bio-Pflanzen zu kaufen oder auf Zierpflanzen, die vollständig in der Region gezogen werden, zurückzugreifen.

Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg

Stand 19.05.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch


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NABU zum 30-jährigen Natura-2000-Jubiläum: Ein Grund zum Feiern – und Nachbessern
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NABU zum 30-jährigen Natura-2000-Jubiläum: Ein Grund zum Feiern – und Nachbessern

  • Krüger: Deutschland hat Nachholbedarf / Konkrete Erhaltungs- und Entwicklungsziele definieren
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Berlin – Das Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000 feiert Geburtstag: Am morgigen Natura-2000-Tag (21.5.) jährt sich der Beschluss der Richtlinie zum 30. Mal. Zu diesem Jubiläum hebt der NABU die Erfolge des Schutzgebietsnetzes im Kampf gegen die Naturkrise hervor. Der Umweltverband mahnt aber auch, endlich konkrete Erhaltungsmaßnahmen anzugehen, um vom Schutz auf dem Papier zu einem Schutz in der Natur zu kommen.
NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Natura 2000 ist seit nunmehr 30 Jahren eine feste Institution im europäischen Naturschutz. Das Netzwerk schützt viele wertvolle Ökosysteme wie zum Beispiel Feuchtwiesen, Moore und Heiden. Für den effektiven Schutz aller Natura-2000-Gebiete muss Deutschland allerdings noch einiges nachholen. Wegen der Versäumnisse zum Schutz der Gebiete laufen aktuell gleich zwei Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Kommission gegen Deutschland. Daher fordern wir Bunde und Länder auf, endlich konkrete Erhaltungs- und Entwicklungsziele für alle Gebiete festzulegen und deren Erreichung zu überwachen. Damit die Schutzgebiete nicht nur auf dem Papier, sondern durch konkrete Erhaltungsmaßnahmen geschützt werden, ist die Bundesregierung dazu angehalten, ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen.”

Jennifer Krämer, Referentin für Naturschutzpolitik: “Der Gedanke hinter Natura 2000 ist genau das, was die Natur in Deutschland und Europa braucht: Ein großes und grenzübergreifendes Netzwerk von besonders wertvollen Naturräumen. Mit ihnen können wir beim Erhalt der Biodiversität einen großen Schritt nach vorne machen. Dafür braucht es in den Gebieten jedoch echten Schutz für alle eingeschlossenen Lebensräume und Arten. Ein wichtiger Hebel ist hierbei die Naturschutzfinanzierung: Sie muss ausreichend Mittel für die Schutzgebietsarbeit zur Verfügung stellen und Landnutzerinnen und Landnutzern wirkliche Anreize für Schutzmaßnahmen bieten.”

NABU-Erfolgsprojekte und Aktionen zum Natura-2000-Jubiläum
Auch der NABU engagiert sich aktiv für den Erhalt und die Pflege einiger Natura-2000-Gebiete. So zum Beispiel auf der Trockenrasenfläche “Langen-Damm-Wiese" in Brandenburg, im Projekt “Lebendige Luppe” im Leipziger Auwald oder die Saalbachniederung bei Hambrücken/Bruchsal in Baden-Württemberg. Wer Lust hat, die Schutzgebiete bei Führungen oder mit dem Fahrrad zu erkunden, kann an den vielfältigen NABU-Aktionen und Veranstaltungen rund um den Geburtstag teilnehmen – etwa über das Naturerlebnis- und Radroutingportal „Natur erleben NRW“ oder bei der Natura2000-Challenge des NABU Thüringen.

Hintergrund: Natura 2000 Schutzgebietsnetzwerk
Natura 2000 ist das weltweit größte zusammenhängende Netz von Schutzgebieten. Das Netz soll gefährdete Pflanzen- und Tierarten sowie ihre natürlichen Lebensräume länderübergreifend schützen. Allein in Deutschland bedeckt es mit über 5.000 Gebieten mehr als 15 Prozent der Land- und rund 45 Prozent der Meeresfläche. Natura 2000 setzt sich aus den Europäischen Vogelschutzgebieten von 1979 und den Schutzgebieten nach der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie als Teil der EU-Naturschutzrichtlinien zusammen. Diese erlaubt die wirtschaftliche Nutzung in Schutzgebieten, solange die dort geschützten Erhaltungsziele nicht wesentlich beeinträchtigt werden.

Hintergrund: Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland
Schon von Beginn an stockte die Umsetzung von Natura 2000. Deutschland tat sich schwer, überhaupt die entsprechenden Gebiete nach Brüssel zu melden, die Naturschutzverbände mussten die Gebietsmeldungen aktiv begleiten. Inzwischen sind die meisten Gebiete rechtlich gesichert. Aktuell laufen jedoch zwei Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland: Das erste hat die EU-Kommission eingeleitet, da Deutschland die Natura-2000-Schutzgebiete oftmals nicht hinreichend rechtlich gesichert und die Erhaltungs- und Entwicklungsziele für jedes Gebiet zu ungenau festgelegt hat. Außerdem unternimmt Deutschland für die Gebiete keine oder nur unzureichende Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Ein weiteres Verfahren betrifft Grünland-Lebensraumtypen (sog. "Mähwiesen"). Hier rügt die EU-Kommission, dass Deutschland diesen Lebensraum zu wenig überwacht und trotz kontinuierlicher Verschlechterung seines Zustands nur unzureichende Erhaltungsmaßnahmen durchführt. Beispielsweise gibt es in vielen Schutzgebieten keine Verbote oder Gebote zur Mahd oder Düngung, um die Mähwiesen zu schützen. Darüber hinaus werden Landwirtinnen und Landwirte nicht ausreichend für ihre Pflege entlohnt.


Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin

20.05.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

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Artenschutz/Internationaler Tag der biologischen Vielfalt (22.5.)
Erfolgsnachricht zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt (22.5.): Nashorn-Wilderei in Indien erreicht Tiefstand seit über zwei Jahrzehnten

  • NABU International sieht Vorbildfunktion für andere Länder

Berlin –
Die Nashorn-Wilderei in Indien hat im vergangenen Jahr einen neuen Tiefstand erreicht. Dies meldet die NABU International Naturschutzstiftung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt (22.5.). „Die Gründe dafür sehen wir in einer klaren politischen Haltung seitens der indischen Regierung, strengen Schutzmaßnahmen und einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Wildtierverbrechen“, so Olaf Tschimpke, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.
Im Kaziranga-Nationalpark im indischen Bundesstaat Assam, der die größte Nashornpopulation Asiens beherbergt, stieg die Zahl der Nashörner innerhalb von drei Jahren von 2.413 auf 2.613 Tiere im Jahr 2022 an. Zudem konnten Wilderer im vergangenen Jahr nur ein einziges Nashorn erlegen. Damit erreicht die Wilderei in dem UNESCO-Weltnaturerbe den niedrigsten Stand seit über zwei Jahrzehnten. „Die erfolgreiche Artenschutzarbeit in Assam stimmt zuversichtlich“, sagte Barbara Maas, Leiterin für Internationalen Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung. „Wir sehen hier eine Vorbildfunktion für Länder wie Südafrika, wo trotz der Bereitstellung hoher Finanzmittel und hochmoderner Überwachungstechnologie durchschnittlich drei Nashörner pro Tag Opfer von Wilderei werden.“

Ein Beispiel sei der „Vorzeige-Nationalpark“ Kruger, der in einem einzigen Jahrzehnt 75 Prozent seiner Breitmaulnashörner durch Wilderei verloren habe. Den Spitzmaulnashörnern erginge es nicht viel besser, so Maas. Ihre Population wurde zwischen 2017 und 2020 von 415 auf 202 mehr als halbiert. Gründe für die schockierenden Zahlen sieht Maas u.a. in einer Kombination aus fehlendem politischem Willen, Korruption, dem Einfluss einer profitorientierten Wildtierindustrie und einer Kultur, die ihren Fokus nicht auf Ökosystem- und Biodiversitätsschutz gerichtet hat.

„Der internationale Handel mit Nashorn-Horn ist seit 1977 verboten, doch private Nashornzüchter in Südafrika setzen sich seit Jahrzehnten für eine erneute Öffnung des internationalen Marktes ein. Unter dem Druck einer politischen Kampagne, die letztendlich vor Gericht entschieden wurde, hob die südafrikanische Regierung 2017 ihr nationales Handelsverbot schließlich auf“, so Maas. Während die Regierung des Landes einerseits für ein Ende der Nashornwilderei appelliere, erteile dasselbe Amt Trophäen-Abschussgenehmigungen für akut vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashörner. Diese unklare politische Haltung sowie die anhaltende Diskussion über eine mögliche Öffnung des legalen internationalen Handels schaffe Unsicherheit und schüre die Nachfrage, die Südafrika weiterhin bediene.  

„Der illegale Handel mit hochwertigen Wildtierprodukten wie Nashorn-Horn liegt in den Händen hochorganisierter krimineller Netzwerke, sein Wert wird auf bis zu 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt“, so Maas. Selbst Mitarbeitende der Wildtier- und Strafverfolgungsbehörden, einschließlich Ranger, seien zunehmend in den Handel mit Nashorn-Horn verwickelt. „Die Bemühungen, die Nashornwilderei in den Griff zu bekommen, sind zum Scheitern verurteilt, solange wichtige Akteure in der illegalen Handelskette Wildtiere als Einnahmequelle betrachten und das internationale Handelsverbot untergraben“, so Maas weiter. „Indien zeigt uns aktuell, wie es geht: Mit einer klaren politischen Grundhaltung und der Bereitschaft zu handeln, kann die Nashornwilderei gestoppt werden.“

Nashörner waren in Asien und Afrika einst weit verbreitet. Durch Lebensraumverlust und Wilderei wurden ihre Bestände jedoch drastisch reduziert. Zwar gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch etwa 500.000 Tiere, bis 1970 wurde die Population jedoch auf 70.000 Nashörner dezimiert. Heute gibt es weltweit noch etwa 27.000 Nashörner in Afrika und Asien, mit den jeweils größten Beständen in Südafrika und Indien. Die NABU International Naturschutzstiftung unterstützt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen den Kampf der indischen Wildschutzbehörden gegen die Nashornwilderei in drei Nationalparks.

Mehr Infos: www.nabu.de/tagderartenvielfalt

Quelle

NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin
NABU-Pressemitteilung    20. Mai 2022   

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Stele der Biodiversität® - Melle / Riemsloh
Bild zum Eintrag (1068485-160)
Stele der Biodiversität® -  Melle / Riemsloh

21/22.05.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt
des Artenschutz in Franken®, dem Verein zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle e.V. und dem Verein Windmühle Lechtingen e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Melle-Riemsloh/Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt desdes Artenschutz in Franken®, dem Verein zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle e.V. und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird., setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  •  Am 20.05.2022 starten wir mit der grafischen Gestaltung ... hier erste Eindrücke ...
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Graureiher (Ardea cinerea)
Bild zum Eintrag (1068476-160)
Graureiher (Ardea cinerea)

21/22.05.2022

Weil er Fische gerne mag, wurde er viele Jahre als „Schädling“ bezeichnet und teils rücksichtslos verfolgt - Der Graureiher!

Seine optischen Merkmale sind neben dem grauweißen Hauptgefieder seine schwarzen Schopffedern. Meist erkennen wir den rund 90cm großen Vogel wie er mit gekrümmtem Hals, mit dem Kopf ins Flachwasser blickend, in Gewässern entlang schreitet. Unvermittelt stößt er blitzschnell auf fixierte Fische, Amphibien oder auch Insekten herab.
Vielen nicht bewusst ernährt sich der Graureiher jedoch auch von Mäusen und (Wasser) - Ratten! Jedoch auch Gelege anderer Vogelarten können für den Schreitvogel von Interesse sein.

Meist im April beginnen die Graureiher sich ihren Nistplatz zu gestalten, welcher hoch über dem Boden auf Bäumen angelegt wird und aus Zweigen und Schilfartigen besteht.Hier hinein legt der Reiher seine in der Farbwahl blaugrün gehaltenen 4 – 5 Eier ab.


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Graureiher auf Nahrungssuche ... Helga Zinnecker hat uns zahlreiche neue Aufnahmen mitgebracht.
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NABU zum Weltbienentag (20.5.): Was wir tun müssen, damit es wieder summt
Bild zum Eintrag (1068445-160)
NABU zum Weltbienentag (20.5.): Was wir tun müssen, damit es wieder summt und brummt

Miller: Dramatischer Rückgang unserer Wildbienen steht exemplarisch für das voranschreitende Insektensterben in Deutschland und weltweit

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Berlin – Zum Weltbienentag (20.5.) macht der NABU auf den dramatischen Rückgang der Wildbienen und weiterer Insektenarten aufmerksam: Fast die Hälfte aller in der Roten Liste bewerteten Bienenarten sind bestandsgefährdet oder schon ausgestorben, nur etwa 37 Prozent gelten als ungefährdet.

Ein Trend, der sich nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt abzeichnet: So werden in der Datenbank des internationalen Biodiversitäts-Netzwerks GBIF immer weniger Beobachtungen von Wildbienenarten gemeldet - zwischen 2006 und 2015 waren es 25 Prozent weniger als noch vor 1990.
NABU-Geschäftsführer Leif Miller: “Der dramatische Rückgang unserer Wildbienen steht exemplarisch für das voranschreitende Insektensterben in Deutschland und weltweit. Für Mensch und Natur ist die Insektenvielfalt jedoch überlebenswichtig. Sie sind für die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen zuständig, verbessern die Fruchtbarkeit des Bodens, sind wichtige Nützlinge in der Forst- und Landwirtschaft und bilden eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl weiterer Tiergruppen wie Vögel, Säugetiere, Amphibien oder Reptilien. Um sie effektiv zu schützen, müssen wir bei den verschiedenen Treibern des Insektensterbens ansetzen. Es ist vor allem die Kombination aus intensiver und strukturarmer Landwirtschaft, Klimawandel, Flächenversiegelung und Lichtverschmutzung, die die Insektenpopulationen so schnell schwinden lassen.”

Vor allem die monotone, strukturarme Agrarlandschaft sorgt für einen starken Artenverlust. Um dem entgegenzuwirken, fordert der NABU einen Anteil nicht-bewirtschafteter Flächen von mindestens zehn Prozent. Denn Brachen bieten – neben Hecken und anderen Strukturelementen – Wildbienen und Co. einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum und damit die Chance zu überleben.

Dr. Laura Breitkreuz, NABU-Referentin für Biodiversität und Entomologie: “Landwirtschaftlich intensiv und einseitig genutzte Gebiete sind sehr bienenarm. In strukturreichen Lebensräumen mit einem vielfältigen Nahrungsangebot von nektar- und pollenspendenden Wildpflanzen sowie ausreichend Nistplätzen findet man hingegen die größte Artenvielfalt an Bienen. Damit es auf unseren Wiesen und Feldern also wieder summt und brummt, braucht es ein Netz von nicht-bewirtschafteten Landschaftselementen wie Hecken und Brachen.”

Neben einer strukturreicheren Landschaft gilt es auch das Risiko durch Pflanzenschutzmittel zu reduzieren, um die Insektenvielfalt nicht noch weiter zu dezimieren, betont Dr. Verena Riedl, NABU-Referentin für Biodiversität und Ökotoxikologie: “Eine nationale Reduktionsstrategie mit verbindlichen Maßnahmen, die zu mindestens einer Halbierung des Pestizidrisikos bis 2030 führen, ist überfällig. Außerdem besteht großer Handlungsbedarf, das Risiko für Wildbienen und weitere Insekten endlich ausreichend in der Risikobewertung von Pestiziden abzubilden und bei Zulassungsentscheidungen zu berücksichtigen.”

Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin

Stand 20.05.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Langbauchschwebfliege / Sphaerophoria scripta ... Sie erreichen eine Körperlänge von 9 bis 12 mm. und haben einen langgestreckten,sehr schlanken Körperbau.

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Artenschutz- Umweltbildungsprojekt - Fledermauskeller Kirchaich
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Artenschutz- Umweltbildungsprojekt - Fledermauskeller Kirchaich

20/21.05.2022

Kirchaich/Bayern.
Ein innovatives Projekt des Artenschutz in Franken® und des Kindergarten St.Josef, das von der Gemeinde Oberaurach und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Ein alter seit vielen Jahren ungenutzter (aktuell aufgrund baulicher Gegebenheiten) fledermausfreier Felsenkeller, der vormals als Lagerplatz für Nahrungsmittel verwendet wurde, soll zu einem wertvollen Überwinterungsraum für auch im Bestand akut gefährdete Fledermausarten umgestaltet werden.In der fledermausfreien Zeit (Sommermonate) soll der Baukörper als lebendiger Umweltbildungsraum für Kinder (Kita - Schule und interessierte Erwachsene) dienen und entsprechend innovativ ausgestaltet werden!
Mehr und mehr gehen vormals hochwertige Lebensräume für die uns noch begleitende Artenvielfalt für immer verloren. Auch vom Menschen geschaffene Bauwerke konnten über viele Jahrhunderte hinweg als sekundärer Lebensraum von uns begleitenden, kulturfolgenden Tier- und Pflanzenarten erfolgreich erschlossen werden. Gerade für Fledermäuse boten die alten Felsen-wein- und Bierkeller dabei höchst wertvolle Überwinterungsräume in der die kleinen Insektenfresser die nahrungsfreie Zeit ungestört "verschlafen" konnten.

Die Lagerstätten die uns Menschen als "Kühlschränke" dienten, wurden somit auch zu wertvollen Bereichen des Artenschutzes. Mit der Verbreitung moderner Kühlschränke verloren die Felsenkeller die vormals nahezu in jedem fränkischen Dorf anzutreffen waren an Bedeutung und verfielen oder wurden gar verfüllt. Mit dem Verschwinden der Keller verloren Fledermaus & Co. auch ihre Lebensstätten was vielfach auch zu akuten Bestandseinbrüchen führte und noch immer führt. Dort wo diese Keller noch existieren sollten sie auch erhalten werden, um unsere kulturelle Geschichte an die uns nachfolgende Generation weiterzugeben.


In der Aufnahme
  • Am 17.Mai 2022 wurden die speziellen Kellertüren mit Fledermaus-Zuflugmöglichkeit installiert. Dabei konzentrieren wir uns uns hier auf eine Sektorenmontage .. neben der Eingangstür am Kellerhaupteingang ..
    ... findet sich im Innenbereich eine weitere Tür, die einen hintersetzen Kellerbereich (klimatische Zonen) exklusiv für die Fledermäuse vorhält ...
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Stele der Biodiversität® - Melle / Riemsloh
Bild zum Eintrag (1068413-160)
Stele der Biodiversität® -  Melle / Riemsloh

20/21.05.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt
des Artenschutz in Franken®, dem Verein zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle e.V. und dem Verein Windmühle Lechtingen e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Melle-Riemsloh/Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt desdes Artenschutz in Franken®, dem Verein zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle e.V. und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird., setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  •  Am 17.05.2022 steht der Baukörper der grafischen Gestatung zur Verfügung.
Artenschutz in Franken®  
Höckerschwan (Cygnus olor)
Bild zum Eintrag (1068418-160)
Höckerschwan (Cygnus olor)

19/20.05.2022

Mit einer Spannweite um 240 cm, einer Körperlänge von bis zu 160 cm, sowie einem Gewicht von bis zu 13,4 Kilogramm zählt der Höckerschwan zu einem unserer größten heimischen, flugfähigen Vogelarten.

Seinen Namen erhielt der, einst in Mitteleuropa weit verbreitete Höckerschwan, durch seinen höckerartigen Schnabelaufsatz.Während der, in ständiger Partnerschaft lebende Höckerschwan, im Laufe des Jahres an einem Lebensraum festhält, zieht es ihn in den Wintermonaten auf der Suche nach Nahrung „durch das Land“.
Noch in den Wintermonaten setzt der Höckerschwan zur Balz an. Typisch erkennbar, die synchronartigen  ( Schwimm ) – Bewegungen. Typische Begattungsaufforderung ist eine vom weiblichen Höckerschwan nach vorne gerichtete Halsbewegung. (Der Schwanenhals wird flach nach vorne über die Wasseroberfläche gestreckt)

Sobald die Begattung vollzogen wurde, vertreibt der Schwanenmann alle anderen Schwäne aus seinem Brutbereich.Nun tritt der weibliche Schwan auf den Plan und trägt Pflanzenmaterial herbei um meist allein, am Brutplatz zu bauen.

Das Schwanengelege umfasst 4 bis 7 Eier, die rund 35 Tagebebrütet werden. Der Schwanenmann lässt während dieser Zeit seine Partnerin nicht aus den Augen und vertreibt eindruckvoll alle „Eindringlinge“.Nach etwa 5 Monaten sind die Jungschwäne dann flugfähig.

Neben Wasserpflanzen, nimmt der Höckerschwan auch kleine tierische Nahrung zu sich.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Höckerschwan mit Nachwuchs
Artenschutz in Franken®  
Der Lebensraum macht den Unterschied
Bild zum Eintrag (1068336-160)
Der Lebensraum macht den Unterschied

19/20.05.2022

  • Nur wenige Meter ... und doch eine ganz eigene Welt ...

Auf beiden Seiten neben dem Weg am Bach sind Teiche... während der eine Teichbesitzer Gras und Schilf wachsen lässt und damit einer vielfältigen Ökoflora/fauna zuarbeitet in der auch zahllose Insekten und Amphibien einen Überlebensraum finden .... wurde wiederun durch einen anderen Teichbesitzer alles niedergemäht ... kaum mehr Insekten und kein Amphibienlaut findet sich hier.
Durch diese erste beschriebene, natürliche Art der Teichwirtschaft haben auch die Fische des Teichbesitzers mehr (Insekten)- Nahrung.

Der Teichbesitzer hat darüber hinaus auch viel weniger Arbeit und schafft durch diese Art der Bewirtschaftung einen wertvollen Lebensraum für die Große Pechlibelle & Co.


In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Große Pechlibelle
Artenschutz in Franken®  
Bald ausgezüngelt ... Blindschleichen auch im Forst akut gefährdet ...
Bild zum Eintrag (1068320-160)
Westliche Blindschleiche (Anguis fragilis)

19/20.05.2022

Meist werden wir auf die Blindschleiche erst dann aufmerksam, wenn wir das Tier überfahren auf Straßen, Feld- oder Waldwegen entdecken. Und diese Zeit scheint nun wieder gekommen zu sein, denn die ersten toten Tiere sind uns bereits wieder vor Augen gekommen.

Diese Reptilien besiedeln ein sehr breites Lebensraumspektrum, dazu zählen Brachflächen und Streuobstwiesen ebenso wie lichte Waldränder oder Wälder oder auch Parks oder Steinbrüche uvm.
Hier finden die Tiere auch ihre bevorzugte Nahrung, die aus Insekten, Nacktschnecken oder auch Regenwürmer besteht. Sie selbst werden häufig auch Opfer sogenannter Freigängerkatzen!

Zum Verhängnis wird den Blindschleichen die Vorliebe sich gerne an sonnig- warmen Stellen auf Waldwege zu legen. Hier nützt auch nicht viel, wenn sich die Tiere mit ihren Zungen nach „Feinden“ umsehen … ein nahendes … auch zweirädriges Fahrgerät ist meist schneller als die Fluchtorientierung der Blindschleiche.

In unseren Augen müssten gerade Fahrwege die sich als Hotspot der Blindschleiche abbilden, während der sensiblen Monate gesperrt werden!

In der Aufnahme
  • "züngelnde" Blindschleiche ...
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Die Dorngrasmücke (Sylvia communis)
Bild zum Eintrag (1068295-160)
Die Dorngrasmücke (Sylvia communis)

18/19.05.2022


  • Auch sie ist auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten in Bayern angekommen – Die Dorngrasmücke.

Bayern. Wie fast schon obligatorisch finden wir einen Grund für den Rückgang auch dieser Vogelart in der zunehmenden Intensivierung der Landbewirtschaftung.

Wenn nun von mancher Organisation nun auch noch die Nutzung vormals als „Brach-Stilllegungsflächen“ ausgewiesener Bereiche gefordert wird, dann wird zum einen in unseren Augen übersehen das wir als aktuell verantwortliche Generation eine hohe Verpflichtung gegenüber der uns noch begleitenden Artenvielfalt und der uns nachfolgenden Generation haben.

Die als Brachen ausgewiesenen Strukturen sind vielfach nicht besonders ertragreiche Flächen, auf welchen in nur sehr geringem Maße Nahrungsmittel angebaut werden können. Für zahlreiche Arten, die von unserer Spezies bereits an den Rand des Überlebens gedrängt wurden stellen diese dagegen eine auch letzte Möglichkeit, da ihre Art in die Zukunft zu führen!

  • Wer sind wir das wir es uns herausnehmen über andere Spezies so selbstherrlich zu entscheiden?

Nehmen wir uns besser etwas zurück und geben anderen Arten die es über Millionen an Jahren geschafft haben ihre Lebensräume nicht zu zerstören und auf diesem Planeten zu überleben, die Möglichkeit auch eine Spezies zu überdauern die anscheinend nicht in der Lage ist dieses erfolgreich zu praktizieren.

Wenn wir als diese Spezies so weitermachen wie bisher werden wir in wenigen Jahrzehnten selbst auf der Roten Liste stehen … in unseren Augen haben wir den Status „Art der Vorwarnliste“ bereits überschritten


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • territoriales Dorngrasmücken Männchen
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Der Uhu (Bubo bubo)
Bild zum Eintrag (1068289-160)
Der Uhu (Bubo bubo)

18/19.05.2022

In der Dämmerung startet der Uhu zu seiner Jagd … Säuger zählen ebenso zu seiner Nahrung wie Vögel oder auch Reptilien.

Er ist in der Lage auch andere Spitzenprädatoren wie den Wanderfalken oder den Habicht zu schlagen.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Uhu
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Baumkulturen mit negativem Einfluss auf die Artenvielfalt
Bild zum Eintrag (1068281-160)
Baumkulturen mit negativem Einfluss auf die Artenvielfalt

18/19.05.2022

Bayern. Seit geraumer Zeit verfolgen wir mit Interesse die Entwicklung der Biodiversität auch auf Flächen, die sich der Anlage von Baumkulturen verschrieben haben.

Aus der Bevölkerung wurden wir darauf aufmerksam gemacht das auf mancher dieser Flächen der Umgang mit der Artenvielfalt, auch wenn diese gar im Bestand gefährdet oder an der einen oder anderen Art festgemacht durch die Bundesartenschutzverordnung in ihrer Bedeutung besonders hervorgehoben wird, nicht sonderlich geachtet wird!

Als ein besonders negatives Beispiel, wie auf den von uns im Monitoring befindlichen Baumkulturen umgegangen wird, findet sich bei der Roten Waldameise.
Bei den Baumkulturen kommt der „Unkraut“-regulierung eine ganz besondere Rolle zu. Denn diese lediglich von uns Menschen als „Unkräuter“ bezeichneten (meist Gräser) Pflanzen, konkurrieren mit den Bäumen intensiv Licht, Wasser und auch um Nährstoffe.

Daher muss das „Unkraut“ auch regelmäßig entfernt werden und das wird auf den von uns dokumentieren Flächen  auch mit Pflanzenschutzmittel vorgenommen.

Ohne Rücksicht auf „Ameisenverluste“ werden dabei auch die Nester der Roten Waldameise übersprüht uns stark beeinträchtigt, zahllose Tiere überleben diesen Pestizideinsatz nicht. Die Staaten kollabieren dabei regelmäßig, auch findet nach Pflegeeingriffen an den Bäumen ein sorgloser Umgang mit den Baumästen und Abschnitten statt. Diese werden achtlos auf die aktiven Nester der Ameisen geworfen.

  • Überhaupt verwunderlich das die Staaten diese Eingriffe überhaupt überleben.

Was in den Köpfen so mancher Zeitgenossen vor sich geht, wird sich uns nie erschließen und darauf legen wir auch keinen Wert, doch werden wir es nicht mehr hinnehmen diesen Niedergang, der bewusst herbeigeführt wird (diese Nester sind nicht zu übersehen) und der auch für die uns nachfolgende Generation, immense Auswirkungen in Form des Artensterbens haben wird, an die entscheidenden Stellen nicht zu benennen.

Hunderte Belegaufnahmen dokumentieren die vieljährige Entwicklung und den Umgang auf den Flächen und diese werden wir die zu gegebener Zeit an die Fachbehörden des Naturschutzes leiten und von nun an auf unserer Internetplattform den Besucher*innen zur Einsichtnahme vorstellen.


Die Rote Waldameise und deren Bedeutung für das Ökosystem:

  • Im Umgriff des Ameisennestes treten kaum „Forstschädlinge“ auf und das in einem Radius von bis zu 150 Meter … je nach Ameisennest und Ameisenbestand. Im Jahr benötigt ein starkes Ameisenvolk 4-7 Millionen Nahrungsinsekten und damit auch potentielle „Forstschädlinge“.

  • Die Rote Waldameise spielt auch eine sehr wichtige Rolle bei der Samenverbreitung von Pflanzen … rund 120 bis 175 Pflanzenarten sind auf diese angewiesen.

  • Die Rote Waldameise stellt für andere Tierarten eine nicht zu unterschätzende Nahrungsquelle dar. Amphibien – Reptilien – Säuger – Vögel und andere Insektenarten benötigen sie als natürliche Quelle.

In der Aufnahme
  • Regelmäßig werden die sich in unserem Monitoring befindlichen Baumkulturen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und mit diesem Einsatz werden auch die Nester der Roten Waldameise immens beeinträchtigt!
Artenschutz in Franken®  
Gemeine Sumpfschwebfliege (Helophilus pendulus)
Bild zum Eintrag (1068196-160)
Gemeine Sumpfschwebfliege (Helophilus pendulus)

17/18.05.2022

Die Gemeine Sumpfschwebfliege, die auch Gemeine Sonnenschwebfliege genannt wird, erkennen wir vornehmlich auch an ihrer charakteristischen Hinterleibs- Kennzeichnung.

Dieses Insekt erreicht eine Körperlänge von etwas über einem Zentimeter und ist in Deutschland weit verbreitet.
Ab etwa Mitte / Ende April beginnt die Hauptflugperiode der Tiere, die bis etwa Mitte November dauert.

Die Gemeine Sumpfschwebfliege ernährt sich als ausgewachsenes Insekt von Nektar und Pollen, während ihr Nachwuchs im Larvenstadium in bevorzugt nährstoffreichen Stillgewässern anzutreffen ist.

In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Gemeine Sumpfschwebfliege
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Grünrüssler (Phyllobius roboretanus)
Bild zum Eintrag (1068191-160)
Der Grünrüssler

17/18.05.2022

Der Name Grünrüssle
r kommt daher, dass viele Arten der Gattung Phyllobius durch Beschuppung grün erscheinen.Es besteht vermehrt eine große Farbvarianz zu Olivtönen hin.
Körperlänge etwa 3 - 4 mm. Die Überfamilie der Rüsselkäfer (Curculionoidea) ist mit circa 1200 Arten eine der artenreichsten Gruppen der Käfer (Coleoptera) in Mitteleuropa.

Autor und Aufnahme
  • Willibald Lang
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1046668-159)
Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1053849-159)
25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
Bild zum Eintrag (1001660-159)
Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1053853-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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