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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

BREAKING NEWS
| AiF | 18:43
+++ Artenschutz in Franken® - Stele der Biodiversität® ... wir starten heute mit der Umgestaltung eines alten artenfernen Bauwerks hinzu einem "Leuchtturm der Biodiversität" .. mehr demnächst hier auf unseren Seiten ..

Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn
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Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn

15/16.0.2021

Bayern. Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und der Stadt Bad Rodach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.
Kaum zu glauben das sich aus diesem artenschutzfernen Bauwerk einmal eine Stele der Biodiversität® entwickeln soll.


In der Aufnahme
  • Parallel zum Start der Baumaßnahmen an der Gebäudefassade wurden die ersten Entwürfe zur Gestaltung der Außenhaut auf den Weg gebracht .. erste Eindrücke stellen wir Ihnen hier vor ...
Artenschutz in Franken®  
Wiesenmeisterschaft 2021 - Mühldorfer Land
Bild zum Eintrag (1050292-160)
Wiesenmeisterschaft 2021 - Mühldorfer Land

15/16.06.2021

  • Jury unterwegs zu den Siegerwiesen

Bei der diesjährigen, der elften Wiesenmeisterschaft in Bayern, haben sich im Landkreis Mühldorf 27 Landwirte mit ihren Wiesen angemeldet. Der Wettbewerb wird von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem BUND Naturschutz (BN) seit 2009 gemeinsam in jeweils einer anderen Region Bayerns ausgerichtet.

Mit dem Wettbewerb sollen die Leistungen der Landwirte für die Erhaltung der Artenvielfalt durch die extensive und besonders umweltgerechte Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden gewürdigt werden.

Alle Wiesen sind ab Anfang Mai von der Landschaftsplanerin Inge Steidl im Auftrag der Veranstalter begangen und mittels eines Punktesystems bewertet worden. Nicht nur die Artenvielfalt auf der Wiese, sondern auch Futterertrag und der kulturlandschaftliche Wert wurden dazu vor Ort erfasst. Aus der erreichten Punktezahl wurden jetzt die besten sechs Betriebe ermittelt. Bei der Juryrundfahrt besucht eine Fachjury diese Flächen und legt die Preisverteilung der ersten Plätze fest. Die übrigen Plätze werden nach der in der Vorkartierung ermittelten Punktezahl vergeben.
 
Jurybegehung und Preisverleihung

In der Jury wirken Expertinnen und Experten aus Naturschutz und Landwirtschaft mit. Es sind dies: Klaus Neugebauer, Regierung von Oberbayern, Höhere Naturschutzbehörde, Franz Prinz, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Töging, Wildlebensraumberatung, Norbert Grenzebach, Landwirt aus dem Landkreis Starnberg, Rosa Kugler, Managerin der Ökomodellregion Mühldorfer Land, Dr. Sabine Heinz, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising, Inge Steidl, Landschaftsplanerin, Freising und Marion Ruppaner, BUND Naturschutz in Bayern, Agrarreferentin, Nürnberg.

Die Platzierung der Betriebe wird erst bei einer Festveranstaltung am 28.09. in Fichter’s Kulturladen in Ramsau bekanntgegeben.

Die zwei bestplatzierten Betriebe gewinnen Gutscheine für einen Aufenthalt im Bio-Hotel im Wert von 500 € bzw. 300 €, alle weiteren beteiligten Betriebe erhalten attraktive Geld- oder Sachpreise, die von den zahlreichen Unterstützerorganisationen bereitgestellt wurden.

Artenreiche Wiesen wichtig für die Artenvielfalt

Extensiv genutzte Wiesen mit reduzierter Düngung und später, nicht so häufiger Mahd, gehören zu den artenreichsten Biotoptypen in Bayern.

Doch diese wertvollen Wiesen und Weiden sind stark im Rückgang begriffen. Viele Betriebe haben ihre Tierhaltung abgeschafft. Die anhaltend niedrigen Erzeugerpreise im Milchsektor zwingen die Betriebe vielfach zur intensiven Düngung und häufigen Schnittnutzung. So kommen die Wiesenpflanzen dann nicht mehr zum Blühen - Wiesenblumenstrauß Ade…!

Von den ca. 2.700 in Bayern heimischen Farn- und Blütenpflanzen kommt die Hälfte auf Dauergrünlandflächen vor. 53 Prozent davon sind nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums in ihrem Fortbestand bedroht. Von den Wiesenblumen abhängig sind auch eine Vielzahl von Insekten, wie z.B. Wildbienen. Eine überdurchschnittlich stark gefährdete Tiergruppe sind auch die Tagfalter, von denen in Bayern 59% bedroht sind.

Förderprogramme entscheidend

„Eine attraktive Förderung ist wichtig und muss noch weiter ausgebaut werden, denn die Landwirte verzichten durch die spätere Mahd und die reduzierte Düngung auf Ertrag und müssen mehr Zeit aufwenden, um z.B. steile Hanglagen zu mähen“, so Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin. Im Zuge des Volksbegehrens zur Artenvielfalt wurden erfreulicherweise die Mittel für Vertragsnaturschutzmaßnahmen erhöht. Dies ermöglicht die Weiterbewirtschaftung artenreicher Wiesen und Weiden auch im Landkreis Mühldorf, so der BN.

Durch die Ausbildung der Ansprechpartner für die Wildlebensraumberatung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten trägt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zur verbesserten Beratung der Landwirte bei. „Sie unterstützt Landwirte beispielsweise bei der ergebnisorientiert geförderten Erhaltung von artenreichem Grünland, die im bayerischen Kulturlandschaftsprogramm angeboten wird. Dabei sind die Landwirte nicht an strenge Mahdzeiten oder Düngeverbote gebunden, sondern die Artenvielfalt wird über den Nachweis von vier Kennarten direkt honoriert, erläutert Dr. Sabine Heinz vom Institut für Agrarökologie der LfL.
Überblick über die insgesamt beteiligten Betriebe

Im Landkreis Mühldorf am Inn haben sich 27 Betriebe an der Wiesenmeisterschaft beteiligt.

Davon halten sieben Betriebe Milchvieh, drei sind Mutterkuhhalter und zwei sind Rindermastbetriebe. Hinzu kommen neun teilweise viehlose Ackerbaubetriebe und sechs Betriebe, die Pferdeheu produzieren.

Neun Betriebe wirtschaften im Vollerwerb, und achtzehn sind Nebenerwerbsbetriebe.

Elf Betriebe wirtschaften ökologisch.

Für Rückfragen:

Marion Ruppaner, BN-Agrarreferentin, Tel. 0911/81 87 8-20, am Veranstaltungstag mobil unter: 0160-7614336, E-Mail: marion.ruppaner@bund-naturschutz.de

http://www.bund-naturschutz.de/themen/landwirtschaft/wiesenmeisterschaft.html

Dr. Sabine Heinz, LfL, Institut für Agrarökologie, Tel. 08161/8640-5825, am Veranstaltungstag mobil unter: 0163 4013642, E-Mail: sabine.heinz@lfl.bayern.de

http://www.lfl.bayern.de/Wiesenmeisterschaft

Anlage 1 - Teilnahme- und Bewertungskriterien:
Teilnahmekriterien
Teilnehmen konnten landwirtschaftliche Betriebe, die den Aufwuchs ihrer Wiesen und Weiden landwirtschaftlich verwerten, und deren Wiese mindestens einen halben Hektar Fläche umfasst.

NaturschutzfachlicheKriterien:
Artenvielfalt: Es wurde die Gesamtzahl an Wiesenblumen – keine Gräser- erhoben. Das Vorkommen seltener Pflanzen, die einen hohen Gefährdungsgrad aufweisen, wurde zusätzlich honoriert. Außerdem erbrachte die gleichmäßige Verteilung der Arten auf der Wiese einen Zusatzpunkt.

Im „Kulturlandschaftswert“ spiegeln sich landschaftstypische Ausprägungen und Ensembles wieder, die für Identität und Unverwechselbarkeit stehen. Kennzeichnend für die Hangleiten und asymmetrischen Seitentälchen des Hügellandes sind alte Ackerterrassen, Böschungen und Steilranken, auf die sich heute fast sämtliche Reste magerer Grasfluren konzentrieren. Wiesen und Weiden in Hofnähe („Anger“) sind oft von wertvollen Baum- und Strauchhecken eingefasst. Alte Hofkapellen werden manchmal noch von prächtigen Solitärbäumen begleitet.
 

Landwirtschaftliche Kriterien:
Hier wurden der Ertrag und eine gute wirtschaftliche Verwertung des Aufwuchses, z.B. durch Verfütterung an den eigenen Viehbestand oder Verkauf, positiv bewertet.
Das Vorkommen von für Weidetiere gefährlichen Giftpflanzen und lästigen Weideunkräutern (z.B. Ampfer oder Jakobs-Greiskraut) führte zu Punktabzügen.
Außerdem wurde mit dem Kriterium „Zukunftsfähigkeit“ eingeschätzt, welche Chancen die Wiese oder Weide hat auch in den nächsten Jahren in der vorliegenden artenreichen Ausprägung weiter genutzt zu werden.

Anlage 2 - Kurze Charakterisierung der Betriebe:

1. Treffpunkt am Betrieb von Johann und Roswitha Zott, 83558 Maitenbeth
Ackermischbetrieb im Nebenerwerb, keine Tierhaltung, Kräuterheu wird zur Nutzung an Viehhaltungsbetrieb abgegeben.
Extensiv genutzte, sehr artenreiche Glatthaferwiesen mit Übergängen zu Halbtrockenrasen und Säumen, Ansaat Teilfläche 2017 mit autochthonem Saatgut aus Betrieb Hans
1-2 Schnitte, Vertragsnaturschutz 1.7.
Kennzeichnende Arten: u.a Heilziest, Wiesen-Glockenblume, Karthäusernelke, Echte Schlüsselblume, Knöllchen-Steinbrech.

2. Treffpunkt am Betrieb von Franz Wieser, 83527 Kirchdorf
Rindermast und Pensionsvieh im Nebenerwerb, nur Grünland, EU-Bio, Ab-Hof-Vermarktung (Fleischpakete), Metzger in Reichertsheim (nur ca. 4 km zum Hof).
Extensiv genutzte artenreiche Feuchtwiese, zwei- bis dreimalige Mahd (Heu und Silo), Vertragsnaturschutz 15.6., Festmistdüngung erlaubt
Kennzeichnende Arten: u.a. Wiesenknöterich, Sumpf-Vergißmeinnicht, Großer Wiesenknopf, Kuckucks-Lichtnelke, Kleiner Baldrian.

3. Treffpunkt am Betrieb von Sebastian Sonner (GbR), 84437 Reichertsheim
Milchviehbetrieb/Biogas im Vollerwerb, ein Drittel der Fläche sind Grünland.
Artenreiche, magere Glatthaferwiese mit Übergängen zu Mager- und Halbtrockenrasen am Steilhang, zweimalige Mahd und Nachweide durch Schäfer im Herbst. Vertragsnaturschutz (VNP) „artenreiches Grünland“. Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutz.
Kennzeichnende Arten: u.a. Frauenmantel, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Pippau, Wilde Möhre, Witwenblume,
Wiesen-Margerite, Wiesenbocksbart, Wiesen-Platterbse, Hornklee.

4. Treffpunkt am Betrieb von Josefine und Matthias Reißaus, 84565 Oberneukirchen
Mutterkuhbetrieb: Wasserbüffel und Murnau-Werdenfelser, Vollerwerbsbetrieb, 80 Prozent Grünland, Naturland-Betrieb seit 2010 mit Direktvermarktung.
Weide mit Feucht- bzw. Streuwiesen-Charakter (früher Mähweide, jetzt ausschließlich beweidet. Seggenreiche Nasswiese mit (Bach-)Hochstaudenflur. Vertragsnaturschutz „Extensive Beweidung“
Kennzeichnende Arten: u.a. Wiesenknöterich, Mädesüß, Sumpf-Labkraut, Bachnelkenwurz, Knöllchen-Steinbrech, Sumpf-Hornkraut, Kleiner Baldrian.

5. Treffpunkt am Betrieb von Georg Hans, 84419 Obertaufkirchen
Milchviehbetrieb und Saatgutvermehrung seit 2000 mit inzwischen ca. 10 ha Vermehrungsflächen, Haupterwerb, ein Drittel Grünland.
Nasswiese mit kleinem Streuwiesenanteil, 2 Schnitte, Vertragsnaturschutz 15.6., vollständige Verwertung als Heu/Grummet und ggf. Silo, sieht Zukunft v.a. als Vermehrungsbetrieb.
Kennzeichnende Arten: u.a. Sumpf-Schafgarbe, Heilziest, Wiesenknöterich, Kohldistel, Bachnelkenwurz, Gold-Hahnenfuß, Kleiner Klappertopf, Großer Wiesenknopf, Akeleiblättrige Wiesenraute.

6. Treffpunkt an der Wiese von Betrieb von Georg Kurz, 84494 Neumarkt - Sankt Veit, Wolfsberg-Irlau
Milchvieh und Bullenmast im Vollerwerb, ca. die Hälfte Grünland, insgesamt 14 ha VNP-Flächen.
Magere, artenreiche Glatthaferwiese mit Feucht- und Streuwiesenrelikten, 2 Schnitte, Vertragsnaturschutz 15.6. (erste Mahd meist erst Mitte Juli).
Kennzeichnende Arten: u.a Wiesen-Glockenblume, Wiesenflockenblume, Wiesen-Margerite, Gewöhnliche Braunelle, Knolliger Hahnenfuß, Großer Wiesenknopf, Wiesenbocksbart, Trollblume.


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
10.06.2021


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Bernhard Schmalsich
  • Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus)


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Artenschutz in Franken®  
Steiniger Weg für mehr Insektenschutz
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Steiniger Weg für mehr Insektenschutz

15/16.06.2021

  • Umweltausschuss gibt grünes Licht / WWF: Was lange währt, ist noch lange nicht perfekt

Nach erneuter Verzögerung hat in seiner heutigen Sitzung der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages eine Beschlussempfehlung zum  Insektenschutzgesetz verabschiedet. Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz von WWF Deutschland und Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft zeigte sich in einer Stellungnahme erfreut über den gefunden Kompromiss: „Mit der heutigen Zustimmung im Umweltausschuss zum Insektenschutzgesetz geht ein wichtiger Teil aus dem Aktionsprogramm Insektenschutz endlich auf die politische Zielgerade. 

Das ist für Biene, Schmetterling und Co. eine gute Nachricht, der aber weitere wichtige Schritte folgen müssen. Für einen wirklichen Durchbruch beim Insektenschutz kommt es jetzt darauf an, die Praxis der Landwirtschaft naturverträglicher auszugestalten. Die Bestäubungsleistungen der Insekten für die Nahrungsmittelproduktion ist von enormer Bedeutung. Wir dürfen nicht den Ast absägen, auf dem wir selbst sitzen.“

Der WWF-Vorstand begrüßte, dass mit dem Gesetz insektenschädliche Lichtverschmutzung reduziert, die Liste der besonders geschützten Biotope um artenreiches Grünland, Streuobstwiesen, Steinriegel und Trockenmauern ergänzt oder die Ausbringung von Biozidprodukten in Schutzgebieten eingeschränkt wird. Nun muss das Insektenschutzgesetz noch vom Deutschen Bundestag offiziell beschlossen werden. Zudem müsse am 25. Juni, so Heinrichs Forderung, der Bundesrat der Anpassung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung zustimmen, um auch die Reduzierung des Einsatzes von insektenschädlichen Pflanzenschutzmitteln zu beschließen.

Und auch für die künftige Bundesregierung gelte es,  den Insektenschutz weiterzuentwickeln: „Das Thema ist noch längst nicht vom Tisch. Die jetzigen Entscheidungen im Bundestag und Bundesrat können nur der Anfang sein, um wirklich langfristig die Insekten als elementare Bestandteile des Ökosystems und ebenso als wichtiger Wirtschaftsfaktor – zum Beispiel für die Landwirtschaft – zu schützen.“


Quelle
WWF
Stand: 11.06.2021

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Sapromyzosoma Quadricincta

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NABU: Endlich ein kleiner Durchbruch beim Insektenschutz
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NABU: Endlich ein kleiner Durchbruch beim Insektenschutz

14/15.06.2021

Krüger: Wir freuen uns, dass nach vielen unnötigen Verzögerungen doch noch eine Einigung vor Ablauf der Legislatur erzielt wurde
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Berlin –
Den Beschluss zum Insektenschutzgesetz im Umweltausschuss des Bundestags und die Einigung über die Finanzierung der Ausgleichszahlungen in Höhe von zusätzlichen 65 Millionen Euro für den Schutz von Insekten in der Landwirtschaft kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger wie folgt:

"Der heutige Beschluss ist ein kleiner Fortschritt beim Insektenschutz, auch wenn der Prozess unnötig verzögert und der Gesetzentwurf weiter verwässert wurde. Das jetzt beschlossene Insektenschutzgesetz ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, um dem Artenschwund von Insekten etwas entgegen zu halten.

Es beinhaltet unter anderem ein Verbot von einzelnen Bioziden in Schutzgebieten, stellt weitere Biotope unter Schutz, stärkt das Konzept von Natur auf Zeit und macht einen Anfang bei der Reduktion von Lichtverschmutzung. Jetzt gilt es das Gesetz noch formell im Bundestag abzustimmen und im Bundesrat inklusive der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung zu bestätigen."

Quelle
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NABU-Pressestelle
NABU-PRESSESTATEMENT | 11. JUNI 2021_


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In der Aufnahme von Rolf Brechtel
  • Raupe des Eichenspinners oder Quittenvogel (Lasiocampa quercus)

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Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität - Weeze
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Stele der Biodiversität - Weeze

14/15.06.2021

Weeze / Nordrhein-Westfalen. Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Tierpark Weeze gGmbH, der Stadt Weeze, der SCHLOSSRUINE HERTEFELD - Graf und Gräfin zu Eulenburg und der Weezer Wellenbrecher - Offene Kinder & Jugendfreizeiteinrichtung der Gemeinde Weeze.

Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie und der Audi Stiftung für Umwelt unabhängig gefördert.


In der Aufnahme
  • Die Entwicklung der grafischen Innenraumgestaltung schreitet professionell voran ...
Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität Triefenbach
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Stele der Biodiversität Triefenbach

14/15.06.2021

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und einem Privateigentümer, das von der Gemeinde Lisberg der Deutschen Postcode Lotterie und der Steuerkanzlei Bauerfeind aus München unterstützt wird.

Bayern.
Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Industriekamine gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt. Das Projekt setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.


In der Aufnahme

  • Am 11.06.2021 fand die Gestaltung des Wildbienenlebensraums einen vorläufigen Abschluss ... Heimische Pflanzen die besonders Wildbienen als Nahrungsgrundlage dienen, wurden gesetzt. Eine spaltenreiche Lesesteinmauer aus regionalen Materialien bietet Zauneidechse und Co. wertvolle Rückzugsbereiche.
Artenschutz in Franken®  
Die Rauchschwalbenkids
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Die Rauchschwalbenkids

13/14.06.2021

Ein innovatives Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Bauernhofkindergarten Lindenbaum in Bruckmühl, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Der Rückgang der Artenvielfalt nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Auch bei unseren Schwalbenarten wird der Bestandsschwund immer deutlicher. Brütende Rauchschwalben werden zur Seltenheit und selbst auf den Bauernhöfen wird der Zugvogel immer seltener angetroffen.Neben Nahrungsmangel sind es auch fehlende, geeignete Brutmöglichkeiten welche zu diesem Rückgang beitragen.
In einem zugegeben nicht alltäglichen Gemeinschaftsprojekt versuchen wir hier in 2021/2022 sichtbare Zeichen zum Schutz der Rauschwalben zu setzen.


In der Aufnahme
  • Erste Testreihen verliefen verheißungsvoll ... Rauchschwalbe brütend in frisch montierter Nisthilfe.
Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität - Weeze
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Stele der Biodiversität - Weeze

13/14.06.2021

Weeze / Nordrhein-Westfalen. Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Tierpark Weeze gGmbH, der Stadt Weeze, der SCHLOSSRUINE HERTEFELD - Graf und Gräfin zu Eulenburg und der Weezer Wellenbrecher - Offene Kinder & Jugendfreizeiteinrichtung der Gemeinde Weeze.

Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie und der Audi Stiftung für Umwelt unabhängig gefördert.


In der Aufnahme
  • Die Entwicklung der grafischen Innenraumgestaltung schreitet professionell voran ...
Artenschutz in Franken®  
Schwache Agrargesetze auf wackliger Grundlage
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NABU: Schwache Agrargesetze auf wackliger Grundlage

12/13.06.2021

  • Krüger: Gesetzespaket unzureichend für Natur und Landwirtschaft
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Berlin – Heute will der Deutsche Bundestag die Verteilung der rund 30 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen für die deutsche Landwirtschaft bis 2027 beschließen. Im April hatte sich die Bundesregierung in Abstimmung mit den Ländern bereits auf ein entsprechendes Gesetzespaket geeinigt.

Die geplanten Regelungen, die der Bundestag nun verabschieden soll, greifen laut NABU jedoch zu kurz, um den Herausforderungen im Klima- und Naturschutz zu begegnen. Großen Nachbesserungsbedarf sieht der Umweltverband beim Flächenanteil der “nicht genutzten” Naturflächen, beim Moorschutz und dem Schutz von Grünland. Zudem wird den Verhandlungen auf EU-Ebene vorgegriffen.
NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Die Große Koalition versucht mit Nachdruck ihre ambitionslosen Agrargesetze durch den Bundestag zu bringen. Den Abgeordneten sollte klar sein: Wenn sie den Entwürfe in ihrer jetzigen Form zustimmen, helfen sie niemandem – weder dem Schutz von Natur und Klima, noch den Landwirtinnen und Landwirten. Ein Nachsteuern ist dringend notwendig, um den Klimawandel zu bremsen, Grundwasser und Böden zu schützen und das Artensterben aufzuhalten. Nur mit den richtigen Rahmenbedingungen können sich landwirtschaftlichen Betriebe auf die kommenden Veränderungen einstellen.“

Konstantin Kreiser, Teamleiter für Agrarpolitik: “Die Gesetze sind in dreifacher Hinsicht auf Sand gebaut: Erstens stehen die Rahmenbedingungen auf EU-Ebene noch nicht fest – dort wird noch verhandelt. Zweitens sind die Gesetze nicht kompatibel mit dem EU Green Deal und deshalb in Gefahr von der EU-Kommission abgelehnt zu werden. Und drittens droht Deutschland in den kommenden Monaten eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof – wegen unzureichenden Schutzes des artenreichen Grünlands. Auch im Sinne der Planungssicherheit für die Betriebe bitten wir daher die Abgeordneten, die Gesetze abzulehnen und die Bundesregierung zum Nachbessern aufzufordern."

Der NABU kritisiert auch massive Fehler beim Klimaschutz - unter anderem, da Moore als eine der größten Quellen für Treibhausgase der Landwirtschaft kaum im Gesetzespaket berücksichtigt werden. Auch der Schutz des Grünlands mit seiner wichtigen Funktion als Kohlenstoffspeicher und Lebensraum verschiedener Tier- und Pflanzenarten wird im Gesetzesentwurf nur unzureichend beachtet.
Für die Artenvielfalt fordert der NABU mindestens zehn Prozent nicht-bewirtschaftete Blüh- und Brachflächen pro Betrieb für Naturschutz zu reservieren. Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht lediglich drei Prozent der Ackerfläche vor und lässt hierbei das Grünland außen vor. Darüber hinaus sollten wesentlich mehr Subventionen von der pauschalen Flächenprämie für das neu eingeführte Instrument der Ökoregelungen umgewidmet werden - nämlich 50 statt der vorgesehenen 25 Prozent.

Hintergrund
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in Europa legt fest, nach welchen Regeln EU-Fördergelder bis 2027 an landwirtschaftliche Betriebe verteilt werden. Jeder EU-Mitgliedsstaat muss bis 2022 einen Plan vorlegen, wie die Gelder konkret verteilt werden sollen. Während auf europäischer Ebene im sog. Trilog noch über die GAP-Rahmenbedingungen verhandelt wird, hat die Bundesregierung sich bereits auf ein Gesetzespaket geeinigt hat. Hierüber stimmt nun der Bundestag ab.

Quelle
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NABU-Pressestelle
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 73/21 | 10. JUNI 2021
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Gemeinsame Agrarpolitik / Nationale Umsetzung 

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Halictus Scabiosae Wildbiene des Jahres 2018

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Prof. Dr. Beate Jessel zur Direktorin der WSL gewählt
Bild zum Eintrag (1050081-160)
Prof. Dr. Beate Jessel zur Direktorin der WSL gewählt

12/13.06.2021

Bonn, 04. Juni 2021
: Prof. Dr. Beate Jessel, seit November 2007 Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, wurde heute vom Schweizer Bundesrat zur Direktorin der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mit Hauptsitz in Birmensdorf (Kanton Zürich) gewählt.
Ihr neues Amt wird sie zum 01. September 2021 antreten. Die WSL weist in der Landschafts- und Biodiversitätsforschung sowie zum Wald zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Arbeitsschwerpunkten des BfN auf und ist zudem international führend in der Schnee- und Lawinenforschung.

In  der Aufnahme
  • Prof. Dr. Beate Jessel - Foto: U. Euler / BfN

Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

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Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter
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Steinmeier: Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter

12/13.06.2021

Osnabrück/Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bereitet die Menschen in Deutschland wegen der Klimakrise auf eine „Transformation der Gesellschaft in einer gewaltigen Dimension“ vor.

Der ressourcenschonende Umgang mit der Erde sei zugleich „nur durch eine globale Anstrengung zu bewältigen“, sagte er in einer wegweisenden Klimarede auf der „Woche der Umwelt“ im Park seines Amtssitzes Schloss Bellevue. „Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter“, so das Staatsoberhaupt.
Die mittlerweile sechste Auflage der Woche der Umwelt (WdU) unter dem Motto „So geht Zukunft!“ findet heute (Donnerstag) und morgen in bewährter Partnerschaft von Bundespräsident und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) statt, dieses Mal wegen der Corona-Pandemie aber im hybriden Format – teils in Präsenz im Park von Schloss Bellevue, teils in digitalen Fachforen. Per Livestream ist alles hautnah zu verfolgen; alle Infos finden sich hier: https://www.woche-der-umwelt.de/. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagte, die Woche der Umwelt solle „ein großer Ansporn sein, sich für den Erhalt unseres Planeten zu engagieren“. Und sie fordere mit ihrem Versprechen „So geht Zukunft!“ trotz einer der größten globalen Krisen der Menschheit dazu auf, „mit Mut, Ideen und Innovationen Lösungen für mehr Klima-, Umwelt-, Ressourcen- und Artenschutz zu finden“. Ein Schlüssel sei die Circular Economy, eine umfassende Kreislaufwirtschaft. Bonde: „Wir müssen lernen, in Kreisläufen zu leben, denken und zu handeln. Der Raubbau an Rohstoffen muss enden.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Klimabeauftragter John Kerry nehmen teil

Dass Klima- und Umweltschutz nicht nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit ganz oben auf der politischen Agenda stehen, zeigt die Teilnahme zweier Persönlichkeiten bei der WdU: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Klimaschutzbeauftragter John Kerry. Er skizzierte per Videobotschaft Zukunftsstrategien seines Landes unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden. Dieser hatte den Austritt seines Vorgängers Donald Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 rückgängig gemacht. Während von der Leyen keinen Zweifel daran ließ, dass die Europäische Union alles daran setzen werde, den europäischen Grünen Deal umzusetzen und ein klimaneutrales Wirtschaften in der EU bis 2050 zu erreichen, mahnte Kerry „weltweite Anstrengungen“ an, um katastrophale Folgen der Klimakrise zu verhindern. Die USA seien dazu bereit. Bis 2030 wolle sein Land den Ausstoß an Treibhausgasen im Vergleich zu 2005 halbieren. US-Präsident Biden wolle in allen Wirtschaftssektoren eine Abkehr von Kohlenstoff. Kerry: „Diese Dekade ist entscheidend im Kampf gegen die Klimakrise, vor uns liegt enorm viel Arbeit. Aber darin steckt ein riesiges Wirtschaftspotenzial.“ Es entstehe „ein Billionen-Markt“ mit gutbezahlten Jobs „auf beiden Seiten des Atlantiks“ und mit neuen Technologien für saubere Energien.

„Veränderungen in allen Bereichen des Alltags“

Bundespräsident Steinmeier sagte in seiner Rede, es freue ihn „sehr, dass sich die Vereinigten Staaten dazu entschieden haben, dem Pariser Klimaabkommen wieder beizutreten“. Die Weltklimakonferenz hatte seinerzeit unter anderem beschlossen, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern und die menschengemachte Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf unter zwei Grad Celsius und sogar möglichst unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die Klima-Ziele seien keineswegs abstrakt und fern, so Steinmeier. „Setzen wir sie um, so werden wir Veränderungen in allen Bereichen des Alltags spüren – in der Landwirtschaft, in der Energieversorgung, vor allem im Wohnungsbau und im Verkehr.“ Aufbruchserwartung und Umbruchsangst würden miteinander ringen, so der Bundespräsident weiter. Was zu hoffen und was zu fürchten sei, „sind Fragen einer Gesellschaft, die im Übergang ist, in einer großen Transformation, die viele zu Recht mit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vergleichen“. Anders als damals gehe es heute jedoch nicht mehr um den „Aufstieg der fossilen Industrialisierung“. Steinmeier: „Wir befinden uns mitten im Ausstieg daraus.“

Winter ohne Schneemänner

Es sei klar, dass der Planet „durch den übermäßigen Verbrauch von Ressourcen in Gefahr ist“ - doch der Weg aus diesem Risiko „noch lange nicht“. Der Bundespräsident brachte für den Weg in eine klimaneutrale Zukunft gewissermaßen einen neuen Generationenvertrag für Klimaschutz ins Gespräch: So wie die jungen Menschen in der Corona-Pandemie zurückgesteckt hätten, um Ältere und Gefährdete zu schützen, „so müssen wir uns jetzt anstrengen, um ihre Zukunft und die Zukunft künftiger Generationen zu schützen.“ Denn Klimawandel sei schon jetzt sicht- und spürbar und verändere bereits „unser Leben: Er zeigt sich in den Gezeiten, die sich verschieben, in den Wintern ohne Schneemänner“ und auch „in gefährlich trockenen Böden und Wäldern“.


In der Aufnahme
  • Generationenvertrag für den Klimaschutz: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Bild) hat heute (Donnerstag) bei der Eröffnung der „Woche der Umwelt“ im Park seines Amtssitzes Schloss Bellevue mit Blick auf die jungen Menschen, die in der Corona-Pandemie zurückgesteckt hätten, dazu aufgerufen, deren Zukunft „und die Zukunft künftiger Generationen“ im Kampf gegen den Klimawandel zu schützen. „Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter“, so das Staatsoberhaupt. © Peter Himsel/DBU

Quelle

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
10.06.2021 |

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Artenschutzmaßnahme Kirchendohle - Mauersegler & Co.
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Artenschutzmaßnahme Kirchendohle - Mauersegler & Co.

- Update .. Weiterführendes Monitoring ...

12/13.06.2021

Bayern.
Ein Artenschutzprojekt des Artenschutzes in Franken®, des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. und der Pfarrei St. Wenzeslaus Litzendorf das von der Deutschen Postcode Lotterie und von den Fachbehörden des Naturschutzes und des Denkmalschutzes unterstützt wird.

Abermals ist es uns gemeinschaftlich gelungen Artenschutz und Bauwerksicherung miteinander zu verbinden und alle Seiten profitieren innerhalb dieser Projektion davon. Hervorgerufen durch den "Zahn der Zeit" zeigte der Baukörper an zahlreichen Stellen Bauschäden, die von den auf der Nistplatzsuche befindlichen Dohlen zunehmend intensiver erschlossen wurden.

Neben einer erfolgreichen Koloniesicherung traten jedoch auch zunehmende Probleme auf die Tagesordnung. Mit Nistmaterial verstopfte Regenrinnen waren nur einer von verschiedenen Aspekten und so wurde darüber nachgedacht wie es gelingen kann das die am Bauwerk erfolgreich niedergelassenen Dohlen auch zukünftig geeignete Nistplätze vorfinden können um sich der Arterhaltung zu widmen. Ohne dass das Bauwerk und auch die Stimmung des Bauwerkseigentümers "leiden" denn nur gemeinsam kann ein tragfähiger Kompromiss gelingen.
Vorgesehene, dringliche Reparaturarbeiten am Baukörper durch den Gebäudeeigner sahen auch Sanierungsprozesse an den Traufkörpern des Bauwerks vor. Mit diesen Maßnahmen drohte der Nistplatzverlust auch für die Mauersegler die sich in mehreren Paaren im Traufbereich des Kirchturminnenraums fortpflanzen.

In intensiven und von allen Seiten sehr konstruktiv und sachlich geführten Gesprächen und vor Ort Einsichten wurde ein Konzept ausgearbeitet das als gelungenes Beispiel für andere Projekte dieser Art dienen kann.

Im Ergebnis wurden die in die Jahre gekommenen Dohlennistmöglichkeiten auf der dem Kirchendach zugewandten Seite entfernt und gegen vier Mauersegler- Doppelnisthilfen ausgetauscht.

•    Der Vorteil: Die Verschmutzung / Verstopfen der Rinnenkörper durch die Dohlen wird hier vermieden und für die Mauersegler können optimale Nistmöglichkeiten vorgehalten werden.

Auf der dem Kirchendach abgewandten Seite wurden 4 neue Dohlennisthilfen installiert, denn hier führt mögliches herabfallendes Nistmaterial zu keinen Problemen am Kirchendach/Dachrinnen.

•    Alle Sicherungskomponenten fügen sich sehr harmonisch in die Gesamtdarstellung der Kirche ein und sind optisch sehr unauffällig.


Möchten auch Sie sich mit ihrem geeigneten Bauwerk im Sinne der Gebäudebrüter engagieren?
Kontaktieren Sie uns mit Ihrem Anliegen!



In der Aufnahme
  • Anfang Juni 2021 beflogen Mauersegler das Bauwerk
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Asiatischer Marienkäfer - Harmonia axyridis
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Asiatischer Marienkäfer - Harmonia axyridis

11/12.06.2021
 
Deutschland.
Finden sie keine Blattläuse, bedienen sie sich an den Larven und Eiern der einheimischen Siebenpunkt‐Marienkäfer. Während der Asiatische Marienkäfer den Verzehr der einheimischen Marienkäfer unbeschadet übersteht, stirbt der Siebenpunkt‐ Marienkäfer in den meisten Fällen beim Verzehr des asiatischen Einwanderers.
Durch die in ihm enthaltenen Mikrosporidien kann er seine Konkurrenz töten. Er selbst ist gegen die gefährlichen Sporen resistent, weil seine eigenen Körperzellen nicht befallen werden.Ein einzelner Asiatischer Marienkäfer kann bis zu 250 Blattläuse am Tag fressen, wodurch er sich als wesentlich effizienter erweist als der einheimische Siebenpunkt‐Marienkäfer (Coccinella septempunctata), der gerade einmal 50 Blattläuse am Tag vertilgt.

Autor: Willibald Lang


In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Asiatische Marienkäfer
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Stele der Biodiversität Triefenbach
Bild zum Eintrag (1050007-160)
Stele der Biodiversität Triefenbach

11/12.06.2021

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und einem Privateigentümer, das von der Gemeinde Lisberg der Deutschen Postcode Lotterie und der Steuerkanzlei Bauerfeind aus München unterstützt wird.

Bayern.
Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Industriekamine gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt. Das Projekt setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.


In der Aufnahme

  • Die Entwicklung dieses Projektbausteins schreitet voran ...
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Umwelt/Fehmarnbelt/Schleswig-Holstein
Umwelt/Fehmarnbelt/Schleswig-Holstein

11/12.06.2021

  • B 207-Ausbau: Land und NABU schließen außergerichtlichen Vergleich – „Aktionsbündnis gegen Feste Fehmarnbeltquerung“ verzichtet ebenfalls auf Klage
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SCHLESWIG/KIEL/HAMBURG.  Im juristischen Tauziehen um den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße B 207 zwischen Heiligenhafen und Puttgarden im Kreis Ostholstein sind zwei weitere Hürden genommen: Das Land Schleswig-Holstein einigte sich in den letzten Tagen mit dem Naturschutzbund NABU auf einen außergerichtlichen Vergleich. Auch das „Aktionsbündnis gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung“ verzichtete am Montag (7. Juni) vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig auf seine Klage.

Damit ist von ursprünglich 11 Klagen gegen den Ausbau nur noch die Klage der dänischen Fährreederei Scandlines offen. Ein Verhandlungstermin dafür steht bislang nicht fest.
Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und der Hamburger NABU-Verkehrsexperte Malte Siegert heute (8. Juni) bestätigten, beinhaltet die Verständigung mit dem NABU vor allem freiwillige zusätzliche Naturschutzmaßnahmen beim Ausbau der Bundesstraße. Davon profitieren unter anderem Amphibien, Watvögel, Reptilien, sowie der vom Aussterben bedrohte „Kriechende Scheiberich“. Sowohl Buchholz als auch Siegert zeigten sich sehr zufrieden und lobten gegenseitig die konstruktive Zusammenarbeit. „Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Hinterland-Anbindung des Belttunnels“, so Buchholz. „Wir bleiben grundsätzlich besonders wegen des enormen Anteils der Straße beim Fehmarnbeltquerungs-Vorhaben nicht überzeugt. Mit dem Vergleich werden aber zumindest wesentliche Forderungen des NABU für einen naturverträglicheren Bau der Hinterlandanbindung erfüllt“, so der NABU-Fehmarnbelttunnel-Experte Malte Siegert.   
 
Um den Vergleich umzusetzen, wird das Land nach Angaben von Buchholz bei Großenbrode eine weitere Kompensationsfläche von 4,25 Hektar erwerben, die dauerhaft dem Naturschutz gewidmet wird. Zudem werden auf bereits vorgesehenen Ausgleichsflächen von 15,6 Hektar zusätzliche Aufwertungen vorgenommen. „Die vereinbarten zusätzlichen Maßnahmen erfolgen in enger fachlicher Abstimmung mit dem NABU“, so Buchholz. Begleitet wird das Projekt von der Infrastrukturgesellschaft DEGES.
 
Neben den ökologischen Aufwertungen wurde auch eine Vereinbarung zum Bauablauf getroffen, um angesichts der noch nicht endgültigen Planung der Fehmarnsundquerung einen Rückbau möglichst zu verhindern. Darüber hinaus wird das Land auf eine befristete Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Teil der ausgebauten Strecke hinwirken. So soll erreicht werden, auf einem 2,5 Kilometer langen Abschnitt auf Höhe des Fehmarnsunds eine zeitweise Beschränkung auf Tempo 80 km/h anzuordnen. „Auf diese Weise können Lärm und Stickstoffemissionen verringert und ein schnellerer Erfolg der Naturschutzmaßnahmen erreicht werden“, sagte Siegert.
 
Dem Aktionsbündnis gegen die Feste Fehmarnbeltquerung hatte das Land am Montag vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig Verbesserungen beim Entwässerungskonzept zugesagt. Konkret geht es die Umstellung der Entwässerung der B 207 auf so genannte Retentionsbodenfilter. Weiterhin wird sich das Land nach den Worten von Buchholz für den Schutz vor Wildunfällen einsetzen und einen Wildschutz-Zaun auf dem westlichen Abschnitt der B207 bauen, sofern die Deutsche Bahn auf dem östlichen Abschnitt ebenfalls einen Zaun errichtet. „Und darauf werden wir hinwirken“, so der Minister.


Für Rückfragen:
NABU-Pressestelle
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 71/21 | 08. JUNI 2021
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Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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NABU: Nord- und Ostsee kommen unter die Windräder
NABU: Nord- und Ostsee kommen unter die Windräder

11/12.06.2021

  • Neue marine Raumordnung will Meeresschutzgebiete für Offshore-Windparks öffnen / Krüger: Meere sind schon jetzt an ihrer Belastungsgrenze
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Berlin
– Ende vergangener Woche haben Bundesinnenministerium und Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie den finalen Entwurf der neuen marinen Raumordnungspläne für die Ausschließliche Wirtschaftszone der deutschen Nord- und Ostsee veröffentlicht. Angesichts heute verfehlter Umweltziele befürchtet der NABU eine massive Industrialisierung und Überlastung der Meere. Im Mittelpunkt stehen dabei Pläne für einen verstärkten Ausbau der Offshore Windenergie im Nordseeschutzgebiet Doggerbank.
„Während der Weltbiodiversitäts- und Weltklimarat in gut gemanagten Meeresschutzgebeiten eine Hoffnung in der Klimakrise sehen, plant Deutschland deren Industrialisierung und nimmt den Verlust mariner Artenvielfalt in Kauf“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger, „Mit dem Bau von Windenergieanlagen in Meeresschutzgebieten überschreiten wir eine rote Linie.“
 
Der Entwurf der Raumordnung verzichtet auf den Ausschluss von Windenergie in Schutzgebieten wie noch in seiner Vorgängerversion aus dem Jahr 2009. Jetzt soll bis Ende 2024 geprüft werden, ob bis zu sechs Gigawatt Offshore-Windenergie mit den Schutzgebietszielen der Doggerbank vereinbar sind. Auch gehen Mindestabstände zwischen Windparks und Schutzgebieten verloren. Für den NABU ist das unvereinbar mit geltenden Naturschutzverpflichtungen.
 
„Der Windpark Butendiek westlich von Sylt schädigt ein Drittel des Vogelschutzgebiets Östliche Deutsche Bucht. Haben wir aus diesem Beispiel nichts gelernt? Was wird die Europäische Kommission angesichts des gegen Deutschland eröffneten Vertragsverletzungsverfahrens wegen unzureichender Umsetzung des Natura-2000-Schutzgebietsnetzwerks zum Entwurf der Raumordnung sagen? Deutschland manövriert sich unter dem Druck des Wirtschaftsministeriums in eine Sackgasse. Das ist Wirtschaftspolitik unter dem Deckmantel des Klimaschutzes auf Kosten von geschützten Walen, Delfinen und Seevögeln“, kritisiert NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff. „Offensichtlich hat die Bundesregierung den Wert gesunder Meere in der Bewältigung der Klimakrise nicht verstanden. Als wichtige Kohlenstoffsenke sind auch die Nord- und Ostsee heute schon die stabilisierende Kraft des Klimasystems.“
 
Die Standorte für Windenergieanlagen auf dem Meer müssen außerhalb von Schutzgebieten gefunden werden. „Wer Offshore-Windkraft will, muss insbesondere Fischerei oder Schifffahrt viel stärker regulieren. Unsere Meere sind schon jetzt an ihrer Belastungsgrenze. Die verantwortlichen Ministerien drücken sich hier um ihre tatsächliche Aufgabe des Interessenausgleichs zwischen Schutz und Nutzung der Meere“, so Krüger.
 
Hintergrund
Die aktuell entwickelten Raumordnungspläne legen die Nutzung der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in Nord- und Ostsee für die nächsten Jahrzehnte fest. Damit hat der Prozess eine Schlüsselfunktion für den Schutz von Nord- und Ostsee. Seit Ende 2019 wird über die neue marine Raumordnung verhandelt, die dritte öffentliche Beteiligungsphase läuft bis zum 25.6.2021. Nach einer finalen Ressortabstimmung sollen die neuen Raumordnungspläne als Verordnung durch das Bundesinnenministerium noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden. Eine parlamentarische Beteiligung ist nicht vorgesehen.
 
Mehr Infos: www.NABU.de/meereundklima und https://mitmachen.nabu.de/de/pledge
 
Videos und weitere Infos zur Marinen Raumordnung:
  • https://www.nabu.de/MRO
 

Quelle
NABU-Pressestelle

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 69/21 | 8. JUNI 2021
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Umwelt/Meere

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Afrikas Menschenaffen in Not
Afrikas Menschenaffen in Not

10/11.06.2021

  • Studie: Menschenaffen in Afrika verlieren bis 2050 überwältigenden Teil ihres Lebensraumes

Berlin, 07.06.2021: Afrikas Menschenaffen werden bis 2050 voraussichtlich den größten Teil ihres Lebensraumes verlieren. Das ist das Ergebnis einer Studie von über 60 Wissenschaftler:innen verschiedener Organisationen, die am Montag in der Fachzeitschrift Diversity and Distributions veröffentlicht wurde.

Bis zu 94 Prozent ihres heutigen Verbreitungsgebiets werden danach für Gorillas, Bonobos und Schimpansen bis zur Mitte des Jahrhunderts unbewohnbar sein. Als Treiber der Zerstörung identifizieren die Autor:innen die Auswirkungen der Erderhitzung, Landnutzungsänderungen (in der Regel die Abholzung von Wäldern) sowie menschliches Bevölkerungswachstum.
„Gorillas, Bonobos und Schimpansen blicken in eine düstere Zukunft“, sagt Dr. Ilka Herbinger, Programmleiterin für Zentral- und Westafrika beim WWF und Co-Autorin der Studie. „In vielen Regionen Afrikas drohen unsere nächsten Verwandten schon bald auszusterben. Wir müssen dringend den Klimakollaps stoppen, die Zerstörung der Wälder aufhalten, neue und gemeindebasierte Schutzgebiete einrichten und miteinander vernetzen. Das ist unsere einzige Chance, das Menschenaffen-Massensterben soweit wie möglich abzumildern.“  
 
Für die Studie „Predicting range shifts of African apes under global change scenarios” haben die Forscher:innen die Auswirkungen von Klima-, Landnutzungs- und Bevölkerungsänderungen in den Verbreitungsgebieten afrikanischer Menschenaffen unter Best- und Worst-Case-Szenarien untersucht. Im Best-Case-Szenario gehen die CO2-Emissionen langsam zurück, im Worst-Case-Szenario steigen sie weiter ungebremst an. Letzteres führe dazu, dass die Tiere bis 2050 94 Prozent ihres Verbreitungsgebietes verlieren, im günstigeren Szenario fallen 85 Prozent der Gebiete weg. Besonders betroffen sind in beiden Szenarien die Lebensräume außerhalb von Nationalparks und anderen geschützten Gebieten, wo zwischen 50 (Best Case) und 61 Prozent (Worst Case) der Lebensraumverluste anfallen.
 
Entscheidend für das Schicksal der Menschenaffen sei auch die Frage, inwiefern sie von ihren derzeitigen, von Zerstörung bedrohten Verbreitungsgebieten in neue Areale umsiedeln könnten. So sind beispielsweise Gebirge für einige Menschenaffenarten als Lebensraum derzeit weniger geeignet als Tieflandgebiete. Die Erderhitzung werde das vielerorts jedoch ändern: Tieflandgebiete werden wärmer und trockener und weniger Nahrung bereithalten, während die nahegelegenen Berge die vormals in den Tieflandgebieten herrschenden Bedingungen annehmen. Wenn die Tiere in der Lage sind, aus dem Tiefland in die Berge zu wandern, könnten sie theoretisch dort überleben und ihr Verbreitungsgebiet sogar ausweiten.  
 
„Flüchten oder lokal aussterben – vor dieser Alternative werden unzählige Tier- und Pflanzenarten stehen. Die Erderhitzung wird sie dazu zwingen, sich neue Lebensräume zu suchen, aber in den meisten Fällen wird die Zeit nicht reichen, um auszuweichen. Viele Arten werden einfach verschwinden“, so Ilka Herbinger.  
 
„Wir sehen anhand der Studie, wie Klima- und Landnutzungsänderungen sowie die menschliche Bevölkerungsentwicklung die Verbreitung der afrikanischen Menschenaffen einschränken“, sagt Joana Carvalho, Postdoktorandin an der Liverpool John Moores University und Hauptautorin der Studie. „Wichtig ist, dass ein besonders massiver Verlust des Verbreitungsgebiets außerhalb von Schutzgebieten zu erwarten ist. Diese Erkenntnis zeigt uns, wie unzulänglich die Schutzgebietsnetzwerke in Afrika derzeit sind, um geeignete Lebensräume für Menschenaffen zu erhalten und die Populationen miteinander zu verbinden.“  
 
Hintergrund zur Studie:

Für ihre Analyse zogen die Forscher:innen Daten über das Vorkommen afrikanischer Menschenaffen aus der A.P.E.S.-Datenbank der IUCN heran, die umfangreiche Informationen enthält über den Zustand der Populationen, ihre Bedrohungen und ergriffene Schutzmaßnahmen für mehrere hundert Standorte, die über 20 Jahre hinweg gesammelt wurden.
 
Alle afrikanischen Menschenaffen sind auf der Roten Liste der bedrohten Arten der IUCN aktuell entweder als gefährdet (Berggorillas, Bonobos, Nigeria-Kamerun-Schimpansen, Östliche Schimpansen und Zentrale Schimpansen) oder als kritisch gefährdet (Cross-River-Gorillas, Grauer-Gorillas, Westliche Flachlandgorillas und Westliche Schimpansen) eingestuft.


Quelle
WWF
Stand: 07.06.2021

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Bocks-Riemenzunge ... Orchideen in Bayern
Bild zum Eintrag (1049940-160)
Die Bocks-Riemenzunge

10/11.06.2021

Bayern. Halbtrocken – und Trockenrasen, sowie lichte Gebüschreihen sind das Metier der Bocks- Riemenzunge. Einer Roten Liste Art, deren Wuchshöhe über 85 Zentimeter betragen kann. Die Blüten zeigt sie uns im Mai bis Juni


In der Aufnahme von H. Schwab
  • profitiert vom Klimawandel ... Die Bocks-Riemenzunge
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Steinmarder
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Steinmarder bevorzugen menschliche Umgebung.

10/11.06.2021

Als "ungebetene Gäste" finden wir ihre Aktivitäten in unseren Fahrzeugen vor, wobei er es besonders auf „Gummiteile“ abgesehen ha
t.

Doch der Steinmarder ist mehr als ein von Menschen definierter„Schädling“.Steinmarder sind mit ihren, etwa 45 – 50 Zentimeter Körperlänge und ihrem Körpergewicht von bis zu 2 Kilogramm äußerst gewandte Jäger .

Bis in die letzte Ecke und in den letzten Winkel verfolgen diese Tiere meist Kleinsäuger aller Art um diese zu erbeuten.So war er in früherer Zeit ein gern gesehener Gast an menschlichen Gefilden, reduzierte er erhöhte Mäuse- und Rattenpopulationen deutlich. Daneben greif der Steinmarder sich jedoch auch gerne das eine oder andere Geflügel, wobei besonders sein „Blutrausch“, besonders auffällig erscheint.
Mutmaßlich aus Gründen des Überangebots sich bewegender Nahrung , z.B. in Hühnerställen , tötet der Steinmarder häufig den gesamten bzw. einen erheblichen Teil des Bestandes.Ein gutes Bestimmungsmerkmal zwischen Steinmarder und dem nicht weniger geschickten Baummarder sind der meist reinweiße, gegabelte Brutfleck, sowie die rein weißen Ohrränder. Darüber hinaus zeigt sich das Fell mehr in einem verwaschenen Braunton und das Näschen mehr in hellem Rosa.

Wie bei vielen Marderartigen Säugern findet die Paarung bereits im Hoch- bis Spätsommer eines jeden Jahres, die Setzzeit jedoch erst im darauf folgenden Frühjahr ( Ende April bis Mitte Mai ) statt.Nach einer Säugezeit von etwa 2 Monaten beginnen die Jungmarder sich nach und nach auf feste Nahrung umzustellen. Etwa einen Monat später sind sie bereits in der Lage ihrer Mutter ( diese übernimmt in der Regel die alleinige Aufzucht ) auf die Jagd zu folgen.



In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Steinmarder an einer Futterstelle
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Stele der Biodiversität - Lechtingen
Bild zum Eintrag (1049835-160)
Stele der Biodiversität  - Lechtingen

10/11.06.2021


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lechtingen/Wallenhorst - Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  • Auf neuen Seiten wollen wir Ihnen in wunderschönen Aufnahmen die Stele der Biodiversität® vorstellen .. die Aufnahmen wurden uns von CLEAN Fotostudio GmbH zur Verfügung gestellt
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Neue Multimedia-Stationen für die Nationalpark-Häuser
Bild zum Eintrag (1049812-160)
Neue Multimedia-Stationen für die Nationalpark-Häuser

09/10.06.2021

  • Interaktiver Zugang zur faszinierenden Vogelwelt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

An neuen Multimedia-Stationen in den Nationalpark-Informationseinrichtungen können die Gäste spannende Einblicke in die Vogelwelt und den Vogelzug gewinnen. Im Mittelpunkt stehen kurze Filmsequenzen des Naturfilmers Dieter Harms.

Die Rufe des Austernfischers oder des Rotschenkels verbinden viele Menschen direkt mit der Nordseeküste und dem Wattenmeer. „Die Vögel sind die auffälligste Artengruppe bei uns im Nationalpark und echte Sympathieträger. Durch unsere Zugvögel ist gleichzeitig die globale Bedeutung des Wattenmeers unmittelbar präsent“, sagt Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Die faszinierende Vogelwelt lässt sich im gesamten Nationalpark erleben, unterstützt wird dieses Naturerlebnis unter anderem durch die Nationalpark-Einrichtungen mit ornithologischen Führungen und interaktiven Ausstellungen.
Die Ausstellungen der Nationalpark-Einrichtungen können nun mit einem neuen Baustein die Begeisterung ihrer Gäste für die vielfältige Vogelwelt im Nationalpark weiter fördern: Die Nationalparkverwaltung stellt den Einrichtungen jeweils eine Multimedia-Station zum Thema „Faszinierende Vogelwelt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ zur Verfügung. „Wir sind froh, dass die Gäste nach der Wiedereröffnung der Nationalpark-Einrichtungen auch etwas Neues in den Ausstellungen entdecken können“, freut sich Hannah Wilting, Koordinatorin der Nationalpark-Informationseinrichtungen.

Eindrückliche kurze Filmsequenzen des Naturfilmers Dieter Harms bieten den Gästen spannende Einblicke in das Leben der Vögel im Nationalpark. Eine intuitiv bedienbare Kacheloberfläche führt zusätzlich zu weiterführenden Informationen zu den einzelnen Vogelarten sowie zum Vogelzug und den jährlich stattfindenden Zugvogeltagen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Auskünfte über den Nationalpark und die Nationalpark-Einrichtungen runden das multimediale Angebot ab. Grafisch gestaltet wurde die interaktive Station von Reno Lottmann, Künstler, Grafiker und Illustrator.

Die neuen Module bestehen jeweils aus einem Touchscreen und einem kleinen Computer und sind somit variabel in die unterschiedlichen Ausstellungen der Nationalpark-Einrichtungen integrierbar. Der unkomplizierte Aufbau und die leichten, aber dennoch robusten Bestandteile erlauben auch mobile Einsätze bei Messen oder Veranstaltungen. Anlässlich der Übergabe an das Nationalpark-Haus Dangast bestätigte dessen Leiter Lars Klein, stellvertretend für alle Kolleg:innen , dass die neuen Module ein echter Gewinn für die Infoeinrichtungen sind.

Die Multimedia-Stationen wurden von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer finanziert und werden den Informationseinrichtungen ohne weitere Kosten über Dauerleihverträge bereitgestellt.

In der Aufnahme

  • Hannah Wilting, Lars Klein, Jürn Bunje und Peter Südbeck (v.l.) präsentieren die neuen Multimediastationen zur Vogelwelt des Nationalparks © NLPV


Quelle
Nationalpark Wattenmeer
04.06.2021 |

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Sachsen-Anhalt weiterhin Dürre-Hotspot Deutschlands
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Sachsen-Anhalt weiterhin Dürre-Hotspot Deutschlands

09/10.06.2021

  • Dalbert: "Die Klimakrise ist bei uns angekommen – unsere Böden sind ausgetrocknet"

Magdeburg. Unsere Wälder leiden nach wie vor unter der Trockenheit. Der Dürremonitor des Umweltforschungszentrums Leipzig (UFZ) sieht vor allem Sachsen-Anhalt weiterhin als Hotspot in Deutschland. Die Daten zeigen: Weite Teile Sachsen-Anhalts sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, vor allem die Altmark und der Osten unseres Landes.

Die Defizite bestehen in den tieferen Bodenschichten bei 50 bis 140 cm. Gleichzeitig liegen die Grundwasserstände im März 2021 im Durchschnitt 43 cm unter dem mehrjährigen Mittelwert für März. Die Bodenwasserspeicher im oberen Bereich bis 50 cm sind dagegen gut gefüllt, da die Monate Januar und Februar sehr feucht waren.
Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert sorgt sich um die Land- und Forstwirtschaft: "Die Klimakrise ist bei uns angekommen. Wir spüren die Auswirkungen des Klimawandels: Unsere Böden sind ausgetrocknet. Im Frühjahr 2018 begann die Trockenheit. Seitdem sind die Bodenwasserspeicher nicht mehr aufgefüllt und die Grundwasserstände sind niedrig. Momentan bewegen wir uns auf einem schmalen Grat. Die Landwirtschaft profitiert zwar von dem feuchten Winter und den kühlen Frühjahrstemperaturen. Doch bei der Forstwirtschaft gibt es keine Entwarnung, da die tieferen Bodenschichten – für das Baumwachstum relevant – weiterhin Defizite aufweisen. Sowohl für die forstwirtschaftlichen Jungkulturen als auch die Landwirtschaft hoffe ich auf ausreichend Niederschläge in den nächsten Wochen. Die Jungbäume müssen eine Chance haben anzuwachsen, damit die Wiederaufforstung für klimastabile Mischwälder Erfolg hat."

Quelle
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft
und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg
05.06.2021


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Gelbhalsmaus

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Nordumfahrung Erding aufgeben!
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Nordumfahrung Erding aufgeben!

09/10.06.2021

  • Erdinger Bündnis für Klimaschutz und Flächensparen fordert den Verzicht der geplanten Nordumfahrung Erding (ED99).

Am bundesweiten Aktionswochenende „Mobilitätswende jetzt“ zum Umdenken in der Verkehrspolitik zeigt das Bündnis die drastische Landschaftszerschneidung bei Langengeisling auf.

Zurzeit findet die Anhörung zum Planfeststellungsverfahren Erdinger Nordumfahrung (ED99) statt. Diese soll das Naherholungsgebiet an Sempt und Fehlbach auf einem massiven Damm und Brückenbauwerk kreuzen. Die Straße soll 9 km durch landwirtschaftliche Flächen gehen. Die Folge wäre ein erheblicher Flächenverbrauch und die Zerstörung von Natur, Naherholung und landwirtschaftlichen Flächen. Das Bündnis für Klimaschutz und Flächensparen und weitere engagierte Bürger lehnen die angebliche Entlastungsstraße ab.
Und das sind ihre Worte:

Der Kreisvorsitzende des Verkehrsclub Deutschland Alfred Schreiber hat eine klare Botschaft: „Die ED 99 ist als Flughafenzubringer mit einer 3. Start- und Lande-Bahn geplant. Diese ist wohl endgültig gestorben. Damit hat sich auch die ganze Entwicklung geändert. Es braucht keinen weiteren Zubringer zum Flughafen München!“

Landwirt Jakob Maier und Tagwerk-Geschäftsführer Michael Rittershofer sind sich einig: „Wir können es uns nicht mehr leisten, noch mehr Landschaft und fruchtbaren Ackerboden unter Asphalt zu begraben“.

„Und die Straße bedeutet einen weiteren massiven Eingriff in Lebensräume von Kiebitz und Feldlerche und den europarechtlich geschützten Strogn-Lauf“, erläutert LBV-Kreisvorsitzende Uschi Schmidt-Hoensdorf.

Bockhorner und Langengeislinger Bürger und Bürgerinnen haben erkannt, dass eine neue Straße nur mehr Verkehr erzeugt.

Norbert Hufschmid, Ortsvorsitzender des BUND Naturschutz (BN) Erding ruft deshalb zu Einwendungen gegen die geplante Nordumfahrung Erding auf. „Noch bis 28. Juni können alle Bürger und Bürgerinnen bei der Gemeinde Bockhorn ihre Bedenken und Forderungen einbringen.“ Denn die Planung hat keine Rechtfertigung mehr. Klimaschutz und eine andere Mobilität sind wichtiger. Eine Mustereinwendung stellt auch der BN Erding auf seiner Homepage zur Verfügung.

Wolfgang Fritz, Initiator des Bündnisses, fordert einen sofortigen Planungsstopp für alle derzeit geplanten Straßenbauprojekte im Landkreis Erding – die Nordumfahrung Erding ED 99, die Flughafentangente Ost (FTO – ST 2580) sowie die B 388 Ortsumfahrungen Moosinning, Erding Süd-Ost, Grünbach und Taufkirchen.

Die Zeit soll genutzt werden um die Mobilität im Landkreis neu zu denken. Die Fragen nach den Verkehrsproblemen der kommenden Jahrzehnte müssen mit zukunftsorientierten Lösungsvorschlägen beantwortet werden, nicht mit dem stereotypen Ruf nach immer mehr Straßen.

Dies bedeutet insbesondere Verkehrsvermeidung durch Verlagerung auf die Schiene, den ÖPNV, der konsequente Ausbau der Radmobilität sowie von Car-Sharing-Angeboten. Dazu kommen die digitalen Möglichkeiten wie z. B. Mitfahrer-Apps und der Ausbau des Home-Office.

Einig sind sich alle beim Klimaschutz: Der jüngste Beschluss des Bundesverfassungsgerichts verpflichtet zu einer umweltschonenderen Verkehrsplanung ohne große neue Straßen!

Vilmar Eggerstorfer erwähnt dazu noch: „Die alten Überlegungen und Zielvorgaben müssen völlig neu bewertet werden. Die Politik darf drastische Schritte zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen nicht zu Lasten der jungen Generation auf die lange Bank schieben und erst mal weiter machen wie bisher.“

  • Die offiziellen Planunterlagen der ED 99 findet man auf der Homepage des staatlichen Bauamts. https://www.stbafs.bayern.de/strassenbau/planfeststellungen/aktuell/p9/index.html

Mobilitätswende jetzt! Das bundesweite Aktionswochenende am 5./6. Juni zum Neustart in der Verkehrspolitik

Bundesweit werden tausende Menschen auf die Straße gehen, um einen Neustart in der Verkehrspolitik zu fordern. In zahlreichen Aktionen in ganz Deutschland machen sich BUND-Aktive stark für eine sozial-ökologische Mobilitätswende. Dies bedeutet insbesondere Verkehrsvermeidung durch Verlagerung auf die Schiene, den ÖPNV, der konsequente Ausbau der Radmobilität sowie von Car-Sharing Angeboten. Dazu kommen die digitalen Möglichkeiten wie z. B. Mitfahrer-Apps und der Ausbau des Home-Office.

Mehr unter:
  • https://www.bund.net/mitmachen/mobilitaetswochenende/

Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
04.06.2021

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Raupe des Kleinen Fuchses


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Illegale Wolfstötungen in Sachsen-Anhalt
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Illegale Wolfstötungen in Sachsen-Anhalt

08/09.06.2021

Seit April 2021 wurden dem Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) sechs Wölfe gemeldet,
die tot oder schwer verletzt aufgefunden wurden. In drei Fällen war die Todesursache illegaler Beschuss. Das bestätigen die vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin durchgeführten pathologischen Untersuchungen. Da die Tötung eines Wolfes strafbar ist, wurden alle drei Fälle zur Anzeige gebracht.

Wölfe sind international durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, die FFH-Richtlinie und nach der Berner Konvention streng geschützt. Diese internationalen rechtlichen Vorgaben werden durch das Bundesnaturschutzgesetz umgesetzt, welches unter anderem das Nachstellen, Fangen, Verletzen oder Töten von Wölfen untersagt. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen - Geldstrafen oder Freiheitsentzug - kann die strafbare Handlung zum Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit gemäß § 5 WaffG führen und den Entzug des Jagdscheines nach sich ziehen.
In den Jahren 2009 bis 2021 wurden in Sachsen-Anhalt elf Wölfe illegal durch Beschuss getötet. Dies entspricht einem Anteil von 15 % an allen Totfunden in Sachsen-Anhalt und stellt nach der Tötung bei Verkehrsunfällen die zweithäufigste nachweisbare Todesursache dar. Seit April 2021 wurden dem Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) sechs Wölfe gemeldet, die tot oder schwer verletzt aufgefunden wurden. In drei Fällen war die Todesursache illegaler Beschuss. Das bestätigen die vom Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin durchgeführten pathologischen Untersuchungen. Da die Tötung eines Wolfes strafbar ist, wurden alle drei Fälle zur Anzeige gebracht.

Wölfe sind international durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, die FFH-Richtlinie und nach der Berner Konvention streng geschützt. Diese internationalen rechtlichen Vorgaben werden durch das Bundesnaturschutzgesetz umgesetzt, welches unter anderem das Nachstellen, Fangen, Verletzen oder Töten von Wölfen untersagt. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen - Geldstrafen oder Freiheitsentzug - kann die strafbare Handlung zum Verlust der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit gemäß § 5 WaffG führen und den Entzug des Jagdscheines nach sich ziehen.

In den Jahren 2009 bis 2021 wurden in Sachsen-Anhalt elf Wölfe illegal durch Beschuss getötet. Dies entspricht einem Anteil von 15 % an allen Totfunden in Sachsen-Anhalt und stellt nach der Tötung bei Verkehrsunfällen die zweithäufigste nachweisbare Todesursache dar.


Quelle
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft
und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg
04.06.2021

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In der Aufnahme von Johannes Rother

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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
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25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feiert unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.

Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!

Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
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Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
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86179 Augsburg