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Forstbetrieb Fichtelberg erhält Auszeichnung
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Forstbetrieb Fichtelberg erhält Auszeichnung für Naturschutzprojekt

21/22.10.2020

19. Oktober 2020, Goldkronach - Für seine andauernden Bemühungen um den Schutz, die Erhaltung und die Wiederherstellung der Feucht- und Moorflächen auf der Königsheide bei Goldkronach wurde der Forstbetrieb Fichtelberg ausgezeichnet.

Das dort umgesetzte Projekt zur Renaturierung der Moore ist ein Beitrag der Bayerischen Staatsforsten zur UN-Dekade "Biologische Vielfalt".
Geheimnisvoll gluckert es unter den Füßen. Der Boden ist weich und nass. Statt eines dichten Bestands von hoch aufragenden Bäumen stehen nur wenige niedrige Fichten, Kiefern und Birken in weitem Abstand auf der Fläche. Dazwischen feuchte Moospolster und kleine wassergefüllte Tümpel. Was auf den ersten Blick wie ein unordentlicher Wald aussieht, hat dem Forstbetrieb Fichtelberg jetzt eine Auszeichnung eingebracht. Denn die Unordnung, der "wilde" Zustand ist durchaus beabsichtigt und durch aktive Maßnahmen des Forstbetriebs bewusst herbeigeführt.

Die Vereinten Nationen (UN) hatten die Weltöffentlichkeit dazu aufgerufen, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Auslöser war der kontinuierliche Rückgang der Biodiversität weltweit. Projekte, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der Vielfalt einsetzen, werden dafür besonders geehrt.

"Die Bayerischen Staatsforsten haben ihren Auftrag zur Verbesserung der biologischen Vielfalt angenommen und vorbildlich umgesetzt, wie dieses Projekt hier auf der Königsheide zeigt" lobte Landtagsabgeordneter Martin Schöffel die Maßnahmen des Forstbetriebs Fichtelberg auf der Königsheide. Bei der Übergabe der Urkunde und des symbolischen Preises in Form eines hölzernen Baumes konnte sich Martin Schöffel gemeinsam mit Landrat Florian Wiedenmann, den Bürgermeistern der anliegenden Gemeinden und Vertretern der Naturschutzbehörden selbst einen Eindruck vom Erfolg der Maßnahmen auf dem Höhenrücken zwischen Goldkronach und Warmensteinach verschaffen.

Seit mehr als zehn Jahren lassen die Bayerischen Staatsforsten hier ehemalige Entwässerungsgräben verschließen, legen kleine Tümpel an und bauen Unterschlupfmöglichkeiten für Amphibien und Reptilien. Alles um möglichst vielfältige, natürliche Lebensräume zu schaffen und zu erhalten.

Auf einer Fläche von fast 40 Hektar - das entspricht gut 50 Fußballfeldern - entstand auf der Königsheide ein Mosaik aus Feucht- und Trockenflächen, offenen Gewässern, trockenen Standorten, Moorflächen, Totholz, Heidelbeerbüschen - idealer Lebensraum für viele seltene Arten, wie die Große Moosjunger, eine Libellenart, oder den Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze. Auch Auerhuhn und Schwarzstorch fühlen sich hier wohl. Daneben dienen diese Flächen auch zum Hochwasserschutz und binden große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid. Das Projekt ist gleichzeitig ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit unterschiedlicher Gruppen und Organisationen, wie Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs, betonte: der Landesbund für Vogelschutz brachte sich dabei ein, ebenso beteiligten sich das Bergwaldprojekt und der Fichtelgebirgsverein. Finanzielle Unterstützung kamen vom Umweltministerium und vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth.

"Wir versprechen, nicht nachzulassen und uns auch weiterhin um Schutz und Erhaltung der uns anvertrauten Moorflächen zu kümmern" versprach Winfried Pfahler, der die Auszeichnung stellvertretend für seine Mitarbeiter entgegennahm. "Der Schutz der Natur ist für meine Mitarbeiter und mich eine echte Herzensangelegenheit."

In der Aufnahme
  • Eine Plattbauch-Libelle, eine Insektenart, die von den Renaturierungsmaßnahmen der Staatsforsten auf der Königsheide profitiert (Foto: BaySF/Martin Hertel).

Quelle
Bayerische Staatsforsten AöR

Tillystraße 2

D-93053 Regensburg
Tel.: 0941 / 69 09-0
Fax: 0941 / 69 09-495
E-mail: info@baysf.de


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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NABU: Gewaltiger Rückschritt in der EU-Agrarpolitik zeichnet sich ab
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NABU: Gewaltiger Rückschritt in der EU-Agrarpolitik zeichnet sich ab

21/22.10.2020

  • Miller: Arten und Lebensräume drohen zu verschwinden

Brüssel –
Am gestrigen Dienstagabend stimmte eine Mehrheit der EU-Abgeordneten gegen grundlegende Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Jahre 2023 bis 2027. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Dies ist ein gewaltiger Rückschritt für den Umwelt- und Klimaschutz. Mit Blick auf die sich weiter verschärfende Klima- und Artenkrise hätte es jetzt eine grundlegende Reform gebraucht. Die EU hätte dafür sorgen müssen, dass auf allen Betrieben ausreichend Raum für die Natur zur Verfügung steht und Landwirte belohnt werden, die klima- und naturverträglich arbeiten.

Denn die bittere Wahrheit ist: Mit dem, was heute verabschiedet wurde, droht das Verschwinden vieler gefährdeter Arten und Lebensräume. Auch die Klimakrise duldet keine Kompromisse.“
Die Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen haben einen aus Umweltsicht fatalen Deal durchgesetzt. Besonders schwer wiegt der Beschluss, dass Betriebe nicht verpflichtet werden, produktionsfreie Flächen für die Natur bereitzustellen – obwohl die Wissenschaft dies als Grundvoraussetzung für den Erhalt von Insekten und Feldvögeln ansieht. „Im Vergleich zur letzten Reform gibt es bei diesem Punkt keinerlei Fortschritt“, so Miller.

Nach dem aus ökologischer Sicht katastrophalen Votum bleibt den EU-Abgeordneten bei den finalen Abstimmungen in den nächsten Tagen nur noch die Möglichkeit, für eine klare Verknüpfung der Agrarpolitik mit den Zielen des Green Deal und des Pariser Klima-Abkommens zu sorgen. Die entsprechenden Anträge stehen voraussichtlich am Mittwoch zur Abstimmung (AM1199 und AM808).


Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser
NABU-Leiter Globale und EU-Naturschutzpolitik
mobil: +49 (0)172.4179730
konstantin.kreiser@NABU.de


Quelle
Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10117 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Tizia Labahn, Silvia Teich & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510, -1588 und -1722, Fax -2500


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In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Schmalbiene an Mohnblüte

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Tauziehen um die Quote
Tauziehen um die Quote

21/22.10.2020

  • Fangmengen für die Ostsee festgelegt / WWF: Alarmsignale wurden erkannt, retten die Ostsee aber nicht allein

Spät in der Nacht einigten sich die EU-Fischereiministerinnen und -minister auf die Fangmengen für die Ostseefischerei im Jahr 2021. Sowohl für den westlichen Hering als auch für den östlichen Dorsch hatten Wissenschaftler des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) zuvor einen Fangstopp empfohlen.

Trotzdem beschlossen die Minister beim westlichen Hering eine Quote von 1575 Tonnen. Die direkte Fischerei auf den östlichen Dorsch wurde zwar geschlossen, eine Beifangquote von 595 Tonnen vermindert allerdings die schonende Wirkung.
Stella Nemecky, Fischereiexpertin beim WWF, kommentiert: „Das Ziel von Ministerin Klöckner für diese Fangquotenvergabe war es laut ihrer Aussage, eine gute Balance zu schaffen zwischen der Erholung der Fischbestände und der Einkommenssicherung für die Fischerei, mit der Wissenschaft als Grundlage für die Fangmengen. Diese Balance wurde aus Sicht des WWF überraschenderweise in weiten Teilen erreicht. Die Ergebnisse sind insgesamt zwar schlechter als die Kommissionsvorschläge und auch hier wurden wieder die wissenschaftlichen Fangempfehlungen nicht zu 100 Prozent umgesetzt, aber es hätte durchaus schlimmer kommen können. Es hat den Anschein, als hätten die Ministerinnen und Minister den Ernst der Lage erkannt.“

Zum dritten Mal in Folge wurde allerdings die ICES-Empfehlung für einen Fangstopp für den westlichen Hering ausgeschlagen. Der Bestand ist mittlerweile so klein, dass er sich verdoppeln müsste, um rein rechnerisch eine Überlebenschance zu haben. Dafür wäre nicht nur ein Fangstopp in der Ostsee, sondern auch eine zeitliche Schließung der Fischerei in der Nordsee nötig, wo er mitgefangen wird. Stattdessen haben die Ministerinnen und Minister eine Fangmenge von 1575 Tonnen beschlossen.

Für den Hering der zentralen Ostsee empfahlen die Wissenschaftler und die EU-Kommission eine Senkung der Fangmenge um rund 56.000 Tonnen (- 36 Prozent), da auch sein Bestand in den vergangenen 6 Jahren immer kleiner geworden ist und inzwischen unterhalb gesunder Grenzen liegt. Der Ministerrat folgte diesem Vorschlag. Beim westlichen Dorsch schlug die Kommission im Einklang mit der ICES-Empfehlung 3395 Tonnen als Fangmenge vor. Der Bundesregierung und den Fischereiministerinnen- und ministern schien das zu wenig gewesen zu sein. Sie verständigten sich darauf, den Bestand mit 4.000 Tonnen zu befischen.

„Die wissenschaftliche Empfehlung für den westlichen Dorsch wurde eingehalten. Trotzdem wäre aus Sicht des WWF hier mehr Vorsorge nötig gewesen, da der Nachwuchs in 2020 auszufallen scheint. Seit 2016 füllt nur ein guter Nachwuchsjahrgang die Netze. Noch bevor sich der Bestand mit seiner Hilfe erholen konnte, wird er abgefischt“, so Nemecky. Forscher des GEOMAR in Kiel schlugen kurz vor der Entscheidung Alarm und forderten ein vorläufiges Ende des Fangs von Dorsch und Hering in der westlichen Ostsee, da auf Basis ihrer Erkenntnisse alles darauf hindeutet, dass in diesem Jahr keine neue Generation herangewachsen ist.

Das Ende dieses Jahres besiegelt das Scheitern der EU, die Überfischung in europäischen Gewässern bis 2020 zu beenden. Das war festgeschriebenes Ziel der gemeinsamen Fischereipolitik, genauso wie das der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, der die Mitgliedsstaaten rechtlich verpflichtet sind. „Die EU hat in Punkto Nachhaltigkeit in der Ostsee auf nahezu ganzer Linie versagt. Die heutigen Ergebnisse lassen auf ein Umdenken hoffen, werden aber die Ostsee nicht retten können. Dafür sind noch mehr Anstrengungen nötig“, sagt Nemecky.

Anfang Oktober wurde auf der „OurBaltic Conference“ der EU-Kommission eine Deklaration zum Schutz der Ostsee unterzeichnet. Diese enthält neben dem Versprechen, die Fangmengen in Übereinstimmung mit den wissenschaftlichen Empfehlungen des ICES festzusetzen, auch Ziele zur Reduktion der Grundschleppnetzfischerei und des Düngemitteleintrags aus der Landwirtschaft. Außerdem sollen die jetzigen „Paper Parks“ in effektive Meeresschutzgebiete verwandelt werden. Deutschland unterschrieb das Dokument allerdings nicht. „Auch die Bundesregierung muss sich diesen essentiellen Zielen verpflichten. Sie muss sich nicht nur für eine ambitioniertere und nachhaltige Agrarpolitik einsetzen, sondern auch Grundschleppnetzfischerei aus den Meeresschutzgebieten verbannen“, fordert Stella Nemecky.

Hintergrund
Die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der EU verlangt die Erholung und nachhaltige Nutzung der EU-Fischbestände bis spätestens 2020. Darüber hinaus fordert sie die Anwendung eines ökosystembasierten Ansatzes beim Fischereimanagement. Die Mitgliedstaaten sind im Rahmen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie auch rechtlich an die nachhaltige Nutzung der Fischbestände bis spätestens Ende 2020 gebunden. Jedes Jahr erstellt der ICES wissenschaftliche Gutachten zu den Fangbeschränkungen in den Meeren der EU, die die Europäische Kommission als Grundlage für ihren Vorschlag für die jährlichen Fangquoten verwendet. Der AGRIFISH-Rat der EU diskutiert den Kommissionsvorschlag und entscheidet auf der jährlichen Sitzung des AGRIFISH-Rates über die zulässigen Gesamtfangmengen (total allowable catch - TAC) für die Fischbestände der Ostsee für das darauffolgende Jahr.

Kontakt
Freya Duncker
Pressesprecherin, Hamburg
Tel: 040530200448


Quelle
WWF
Stand: 20.10.2020

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Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

21/22.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
  • ... Erstmals ohne Schutzgerüst präsentiert sich die Stele der Biodiversität in den späten Abendstunden des 19.10.2020 
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Kooperativ gegen das Artensterben in Deutschland
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Amphibienschutz bei Triefenbach: Umfangreiche Bauarbeiten haben bgonnen

20/21.10.2020

Bayern.
Das Staatliche Bauamt Bamberg begann am Montag, den 05.10.2020 an der Staatsstraße 2262, und hier zwischen Trabelsdorf und Tütschengereuth mit einer umfangreichen Maßnahme zum Schutz wandernder Amphibien.

Auf einer Länge von rund 600 Metern - der Hauptwanderstrecke der akut vom Verkehrstod bedrohten Amphibien - wird hier beidseits der Straße eine Amphibienleiteinrichtung installiert. Diese Einrichtung führt die Tiere dann zu drei Amphibientunneln welche mit der Maßnahme gleichfalls in die Fahrbahn eingebracht werden.




Wir stellen ihnen den Werdegang eines sicherlich nicht alltäglichen Artenschutzprojekts vor und danken allen die sich gemeinsam mit uns für die Erhaltung der zunehmend gefährdeten heimischen Amphibien engagieren.



Eine Retrospektive:

2014
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/66496/Triefenbach_2014/

2019
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1003373/Triefenbach_2019/

2020
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1016833/Triefenbach_2020/
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1027270/Triefenbach_2020/


In der Aufnahme
- Mit dieser umfangreichen Artenschutzmaßnahme wird dem jahrelangen, sinnlosen Sterben von Amphib & Co. endlich ein Ende gesetzt.
Artenschutz in Franken®  
Heute Tiefstand morgen Trendwende?
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Heute Tiefstand morgen Trendwende?

20/21.10.2020

  • Bericht der Europäischen Umweltagentur bestätigt desolaten Zustand der Natur / WWF: „Retten was noch zu retten ist“

Berlin, 19.10.2020: Die biologische Vielfalt in der gesamten EU sinkt weiter rapide: 81 Prozent aller von der EU geschützten Lebensräume sind in einem schlechten Zustand, die Hauptziele der Biodiversitätsstrategie der EU werden verfehlt. Das geht aus einem heute veröffentlichten Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Besonders die Arten der Agrarlandschaft nahmen demnach noch einmal dramatisch ab. So verschlechterte sich der Bestand von Rebhühnern und Kiebitzen fast flächendeckend.

Wenn sich der Trend ungebremst fortsetzt, könnte beispielsweise der Feldhamster in wenigen Jahren ausgestorben sein. Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz bei WWF Deutschland kommentiert: „Das sind historische Tiefstände. Diese Woche hat die Bundesregierung als EU-Ratsvorsitzende aber auch die Chance eine historische Trendwende einzuleiten.

Denn mit Entscheidungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), der EU-Biodiversitätsstrategie und Fangquoten für die Ostsee werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt.“
Laut dem Bericht beschleunigt sich der Rückgang der Arten: 60 Prozent der Arten sind in einem schlechten Zustand, nur sechs Prozent erholten sich in dem beobachteten Zeitraum Als Beispiel: 55%  der Bestände von Enten und Gänsen sind in einem schlechten oder sogar sehr schlechten Zustand. Gründe für den dramatischen Zustand der Natur sieht der Bericht auch in der intensiven Landwirtschaft. Heinrich kommentiert: „Wir müssen die Ursachen des Naturverlusts an der Wurzel packen: Wenn die EU-Landwirtschaftsminister und das Europaparlament diese Woche über die Zukunft der GAP abstimmen, dann müssen sie sich für eine Neuausrichtung einsetzen. Bisher sind beide Institutionen allerdings auf destruktivem Kurs, die ökologische und soziale Reform der GAP droht auf der Strecke zu bleiben.“ Um den Biodiversitätsverlust auf den Feldern und Wiesen zu stoppen, fordert der WWF schädliche Subventionen zu stoppen und mit dem Geld stattdessen Landwirte zu belohnen, die klima- und naturfreundlich wirtschaften.

Im Hinblick auf die Entscheidung des EU-Umweltministerrats zur Biodiversitätsstrategie am Freitag den 23.Oktober fordert Heinrich: „Wir müssen von der Natur retten, was noch zu retten ist. Die von der EU-Kommission vorgelegte Biodiversitätsstrategie ist vielversprechend. Ein echter Wendepunkt wird sie allerdings nur, wenn sich die Mitgliedstaaten jetzt hinter die Strategie stellen und sich darauf konzentrieren, die notwendigen Maßnahmen rasch und vollständig umzusetzen.”

Ein weiterer Grund für den desolaten Zustand der Natur ist die Fischerei. „Überfischung, Beifang und zerstörerische Fangmethoden wie Grundschleppnetze lassen Fischbestände seit Jahren schrumpfen und bringen die Meeresökosysteme in Gefahr. Bei der Festlegung der Ostsee-Fangmengen für 2021 diese Woche gilt: Die Bestände müssen sich erholen können, bevor sie rentabel befischt werden können. Die Wissenschaft rät deshalb zu Fangstopps für Hering in der westlichen Ostsee, wie auch für Dorsch in der westlichen und östlichen Ostsee. Diese Empfehlungen sollten dringend befolgt werden.“ Außerdem ist ein effektives Schutzgebiets-Netzwerk, das 30 Prozent der europäischen Meeresfläche bis 2030 unter Schutz stellt, maßgeblich für einen Erfolg. Ebenso braucht es effektivere Kontrollen, die die Legalität von Fisch gewährleisten können und bedrohte Arten besser schützen.

Hintergrund

Der Bericht über den Zustand der Natur erscheint alle sechs Jahre und fasst die Monitoring-Daten aller EU-Länder zum Zustand von geschützten Lebensräumen und Arten zusammen. Dieser Bericht fasst die Lage der Natur von 2013 bis 2018 zusammen. Der EEA fordert die EU-Mitgliedsstaaten in dem aktuellen Bericht auf, Ihre Maßnahmen zur Umsetzung der bestehenden EU-Naturschutzgesetze und Umweltvorschriften zu verstärken, einschließlich der Verfügbarkeit ausreichender finanzieller und personeller Ressourcen zur Gewährleistung eines wirksamen Naturschutzes.

Kontakt
Rebecca Gerigk
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777428


Quelle
WWF
 Stand: 19.10.2020

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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EU verfehlt eigene Ziele zur Artenvielfalt
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NABU: Bericht zur Lage der Natur in Europa: EU verfehlt eigene Ziele zur Artenvielfalt

20/21.10.2020

  • Krüger: EU-Abgeordnete und Agrarminister stimmen diese Woche über Zukunft der Ökosysteme ab

Berlin/Brüssel: Die Europäische Union hat ihre vor zehn Jahren gesetzten Ziele zur Wiederherstellung der Biologischen Vielfalt bis 2020 weit verfehlt. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Bericht zur „Lage der Natur“, in dem die Europäische Umweltagentur alle sechs Jahre die offiziellen Berichtsdaten der Mitgliedstaaten zusammenfasst.

Aus dem angestrebten Stopp des Artensterbens wurde eine weitere Verschlechterung von fast einem Drittel der untersuchten Tier- und Pflanzenarten sowie wichtiger Lebensräume.

Auch die Ziele zur Erholung von zumindest einem Teil der Bestände wurden verfehlt. Die EU-Umweltagentur legt dar, dass die Landnutzung oft die Erfolge des Naturschutzes konterkariert.
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„Die heute veröffentlichten Daten zeigen klar: Nur Schutzgebiete und Artenhilfsprogramme werden die Natur nicht retten. Ohne eine Wende in der Landwirtschaft werden wir es nicht schaffen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Die Chance, den Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft aufzuhalten, besteht jetzt. Jede und jeder Abgeordnete des Europäischen Parlaments muss sich diese Woche bei der Abstimmung zur künftigen EU-Agrarpolitik fragen, ob sie oder er diese Chance verstreichen lassen will. Wer jetzt nicht für eine ökologische Wende im Fördersystem stimmt, macht sich mitverantwortlich für die Naturzerstörung der nächsten Jahre und für die sich fortsetzende ökonomische Misere der Agrarbetriebe.“

In dieser Woche stimmen der Rat der Landwirtschaftsminister der EU und das Europäische Parlament über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2027 ab. Die GAP bestimmt über die Verteilung von Subventionen in Höhe von fast 60 Milliarden Euro jährlich wesentlich, welche Art der Landwirtschaft sich für Betriebe wirtschaftlich lohnt.

Der EU-Bericht zur Lage der Natur benennt die Intensivlandwirtschaft klar als Hauptverursacherin des Artensterbens. Die auf Ertragsmaximierung ausgerichtete Bewirtschaftung, der Mangel an Hecken, Feldrainen und Brachen, Veränderungen im Wasserhaushalt und der Eintrag von Pestiziden und Düngung rauben vielen Artengruppen Nahrung und Lebensraum.

Besonders gefährdet ist laut Bericht das artenreiche Grünland: Düngung, intensive Beweidung aber auch der Verlust von Wiesen und Weiden werden hier als Hauptprobleme benannt. In der Folge gehen mit den Insektenpopulationen auch die Bestäubungsleistungen stark zurück, von denen große Teile der Landwirtschaft abhängen.

„Die Biodiversitätsziele der EU für 2020 konnten auch deshalb nicht erreicht werden, weil die GAP-Subventionen weiterhin diejenigen Landwirtschaftsbetriebe benachteiligen, die Rücksicht auf Natur und Klima nehmen“, so der NABU-Präsident. „Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmen diese Woche mit der GAP-Reform auch über das Wohl und Wehe unserer Ökosysteme ab. Sie verantworten, ob wir als Steuerzahler künftig eine naturverträgliche Landwirtschaft fördern oder weiter ein sozial, ökonomisch und ökologisch zerstörerisches Rennen um die größten Produktionsmengen zum niedrigsten Preis.“

Der NABU fordert, übereinstimmend mit dem neuen EU-Bericht, einen zehnprozentigen Anteil von nicht-produktiven Flächen und Landschaftselementen in der Agrarlandschaft. Ein Kompromisspapier der konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Parteien sieht bisher vor, genau dies nicht zuzulassen.

„Trotz großer Anstrengungen rinnt uns die Biodiversität in Europa durch die Finger, und mit ihr die Basis für gesunde, leistungsfähige Ökosysteme, die uns mit ihren vielfältigen Leistungen auch in Zeiten des Klimakrise zur Verfügung stehen können“, so Krüger.


Hintergrund

Auf der globalen Biodiversitätskonferenz von Nagoya 2010 hatten sich die EU-Staaten verpflichtet, den Schwund von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts aufzuhalten. In einer eigenen Biodiversitätsstrategie setzte sich die EU ein Jahr später konkrete Etappenziele zur Wiederherstellung der Artenvielfalt. So sollte sich der Anteil der als gut oder sich verbessernd bewerteten Lebensräume verdoppeln, bei den Arten war eine Steigerung um immerhin 50 Prozent vorgesehen. Trotz vieler erfolgreicher Naturschutzprojekte fehlten bis zum Ende des Jahrzehnts noch bis zu einem Fünftel der angestrebten Verbesserungen.

Die EU-Biodiversitätsziele für 2020 sahen im Einzelnen vor, dass…

  •     für ein Drittel aller EU-Lebensraumtypen ein günstiger oder zumindest sich verbessernder Zustand erreicht würde, realisiert wurde das nur für 22 Prozent. Gleichzeitig haben sich 32 Prozent in den letzten sechs Jahren weiter verschlechtert und nur 15 Prozent aller Lebensraumtypen befinden sich in dem gemäß FFH-Richtlinie anzustrebenden „günstigen Erhaltungszustand“. Grünlandhabitate weisen besonders schlechte Bewertungen auf, die Hälfte von ihnen sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Insbesondere die für Bestäuber wichtigen Grünlandtypen sind in einem besonders schlechten Zustand.

  •     für 80 Prozent aller wildlebenden Vogelarten zumindest ein (vom Aussterben) sicherer Zustand, oder zumindest eine deutliche Verbesserung erreicht wird. Realisiert wurde das nur für 60 Prozent der Arten. Insgesamt nehmen aber weiterhin mehr Vogelarten ab als zu. Der Anteil der Arten in einem sicheren Zustand sank in den letzen sechs Jahren von 52 Prozent auf 47 Prozent.
    Dramatisch ist die Situation für die Vogelarten der Agrarlandschaft: Ihr 25-Jahrestrend (Agrarvogelindex) zeigt einen Rückgang von 32 Prozent, ohne jedes Anzeichen von Erholung.

  •     für 35 Prozent aller anderen von der EU geschützten Tier- und Pflanzenarten ein günstiger oder sich verbessernder Zustand erreicht wird. Dieses Ziel ist nur um zwei Prozent verfehlt worden, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass sich gleichzeitig bei 31 Prozent aller untersuchten Arten der Zustand verschlechterte. Nur ein gutes Viertel (27 Prozent) aller Arten befindet sich im angestrebten „günstigen Erhaltungszustand“, dagegen 21 Prozent in einem schlechten und 42 Prozent in einem unzureichenden Erhaltungszustand.


Situation in Deutschland (Bericht zur Lage der Natur 2019)

  •     Besonders schlecht sieht es für die Lebensräume aus, insbesondere Grünlandhabitate, die für bestäubende Insekten wichtig sind. In Deutschland sind fast 70 Prozent der von der EU geschützten Lebensraumtypen in einem ungünstigen Zustand (37 Prozent schlecht, 32 Prozent unzureichend).

  •     Deutschland befindet sich unter den Schlusslichtern in der EU, was den Zustand von geschützten Arten unter der FFH-Richtlinie (Pflanzen und Tiere außer Vögel) angeht: Nur sieben EU-Staaten haben mehr als 30 Prozent von ihnen in einem schlechten Erhaltungszustand. Der Wert ist in Deutschland verglichen mit dem letzten Bericht von 29 Prozent auf 33 Prozent sogar gestiegen. Hinzu kommen weitere 30 Prozent in einem unzureichenden Erhaltungszustand, nur 25 Prozent weisen den EU-rechtlich vorgesehenen günstigen Zustand auf.

  •     Insgesamt 25 von 37 Säugetierarten, die laut FFH-Richtlinie besonders schützenswert sind, befinden sich in einem schlechten oder unzureichenden Erhaltungszustand. Nur acht Arten können derzeit ihren günstigen Zustand halten, dazu gehören unter anderem der Baummarder, die Wasserfledermaus und der Biber (nur in der kontinentalen Region).

  •     Bei den Vogelarten haben sich die Bestandsrückgänge in Deutschland in den letzten zwölf Jahren erheblich beschleunigt. In Deutschland nimmt rund ein Drittel aller Vogelarten ab, ein Drittel nimmt zu und ein Drittel bleibt etwa stabil. Zu den Verlierern gehören vor allem die Vögel der Agrarlandschaft, wie Rebhuhn und Kiebitz, die seit 1980 rund 90 Prozent ihrer Bestände eingebüßt haben.


Für Rückfragen:

Name: Konstantin Kreiser
Funktion: Leiter EU-Naturschutzpolitik
mobil: 0172-4179730


Quelle
Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10117 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Tizia Labahn, Silvia Teich & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510, -1588 und -1722, Fax -2500


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker

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Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

20/19.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
  • ... nach 15 Tagen freuen wir den Abschluss der grafischen Gestaltung vermelden zu können ... in den kommenden Tagen wird das Bauwerk dann noch von seinem Monategerüst befreit ...
Artenschutz in Franken®  
Schutz der Waldameisen
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Schutz der Waldameisen

19/20.10.2020

Steigerwald. Artenschutz in Franken® setzt sich, seit Jahren für die Erhaltung der Waldameisen nicht "nur" im Steigerwald ein und so ist es uns seit jeher ein wichtiges Anliegen diese Tiere und deren Staaten nachhaltig zu sichern.

Gerade an sonnigen Waldwegen werden sehr gerne Nester der Roten Waldameise und auch der Kahlrückigen Waldameise angelegt. Doch so schnell sie hier angelegt wurden, so rasch sind die Nester auch wieder zerstört.

Das passiert häufig bei Maßnahmen zur Erhaltung der Waldwege denn die Nester fallen hier nur unzureichend auf und sind vielfach einfach nicht bekannt.

  • Die Zerstörung findet also nicht bewusst, sondern vielfach aus Unkenntnis statt.

Hier nun setzt das Engagement des Artenschutzes in Franken® an, das von den Bayerischen Staatsforsten / Forstbetrieb Ebrach unterstützt wird.

Sobald wir die Information erhalten oder eines der Nester der Waldameisen an diesen Stellen ermitteln, wird dieses per GPS erfasst und der Forstbetrieb informiert.

  • Die Bayerischen Staatsforsten / Forstbetrieb Ebrach machen den Bereich mit einem Signal sichtbar und verhindern so das Zerstören des Nistplatzes bei dem nächsten Sanierungseinsatz der Waldwege.

Wir versprechen uns von diesem Projekt sehr viel, denn es ist leicht umsetzbar und kostengünstig. Für die Waldameisen wird das Projekt zu einer wichtigen Lebensversicherung auch und gerade in einem Wirtschaftswald. Wir würden uns wünschen, dass sich dieser Projektansatz potenziert.

Möchten auch Sie einen Nistplatz der Waldameisen im Steigerwald melden?

  • Kontaktieren Sie uns mit Benennung des Standorts - am besten per GPS-Vermessung ... denn mit ihren Informationen tragen Sie unmittelbar zum Artenschutz bei.

In der Aufnahme
  • Gekennzeichneter Nistplatz der Roten Waldameise
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19 Millionen Euro für den Schutz von Wiesenvögeln
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19 Millionen Euro für den Schutz von Wiesenvögeln

19/20.10.2020

  • EU-Kommission und Land NRW fördern EU-Projekt des LANUV zum Erhalt von Wiesenvögeln und der Biologischen Vielfalt in NRW

Artenreiches Grünland, also Wiesen und Weiden sind wertvolle Lebensräume für Wiesenvögel und andere Arten in unserer Kulturlandschaft. Um dieses Grünland zu erhalten und zu verbessern investieren die EU-Kommission und das Land NRW 19 Millionen Euro in ein neues LIFE-Plus-Projekt zum Schutz von Wiesenvögeln in NRW.

Es ist das vom Umfang her bisher größte LIFE Plus–Projekt in Nordrhein-Westfalen. Projektiert und umgesetzt wird das Schutzprogramm vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) gemeinsam mit zehn biologischen Stationen.
„Wiesenvögel sind wichtige Indikatoren für den Zustand unseres Grünlandes und der Natur insgesamt“, erklärte LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen. „Die Intensivierung der Landwirtschaft und der allgemeine Druck auf die Nutzung von Flächen in NRW hat zum Verlust vieler artenreicher Lebensräume und damit auch zum Verlust von Brutmöglichkeiten geführt. Mit dem heute startenden Projekt leisten wir einen Beitrag, den negativen Trend ins positive umzukehren, Lebensräume wieder aufzuwerten und somit auf lange Sicht den Bestand unserer Wiesenvögel zu sichern.“

Das Projekt ist Teil des nordrhein-westfälischen Engagements zur Erhaltung seiner Biologischen Vielfalt. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Mit dem Erhalt und der Verbesserung des Grünlands stützen wir die nordrhein-westfälische Kulturlandschaft und wirken dem Artenschwund entgegen. Das neue Projekt schützt dabei nicht nur Wiesenvögel, sondern erhält ganze Lebensräume inklusive der dort lebenden Pflanzen und Insekten.“ Bei der Verbesserung des Grünlands, geht es primär um die selten gewordenen Vogelarten wie den Großen Brachvogel, die Bekassine oder die Uferschnepfe, die praktisch nur noch auf grundwassernahem Grünland ihr Auskommen finden. Auch ehemals häufige Vogelarten wie der Kiebitz sind von Rückgängen betroffen. In schlechtem Zustand befinden sich vor allem solche Vogelarten, die auf naturschonend genutzte Grünlandflächen angewiesen sind.

Im Rahmen des neuen EU-LIFE-Projekts wird das LANUV gemeinsam mit zehn Biologischen Stationen eine Vielzahl von Maßnahmen umsetzen, um vor allem grundwassernahe Grünlandflächen, also die sog. Feuchtwiesen wieder wiesenvogeltauglich zu gestalten. Dabei geht es sowohl um die Brutvogelarten im Sommer als auch um die Rastvögel und Überwinterer.

Hintergrund:

Das Projekt wurde Anfang Oktober 2020 mit den ersten organisatorischen Vorbereitungen gestartet. Die Laufzeit beträgt insgesamt sieben Jahre. Das Gesamtbudget des Projektes beträgt 19 Millionen Euro. Zu 60 Prozent wird das Projekt von der EU-Kommission aus dem EU-Umweltförderprogramm LIFE finanziert. Die NRW-Landesregierung trägt mit 7,5 Millionen Euro die verbleibenden 40 Prozent.

Teil des Projekts ist eine umfassende Begleitforschung. Sie kann helfen, Antworten auf noch bestehende offene Fragen zu Ursachen und zur weiteren Entwicklungen der Vogelbestände zu finden. Zum Projekt gehören deshalb ein umfangreiches Monitoring zur Entwicklung der Bestände der Zielvogelarten, die Dokumentation der Projektdurchführung und der Ökosystem-Dienstleistungen in den einzelnen Projektgebieten.

Als zentrale operative Maßnahme dient die Wiedervernässung von Grünland und die Umstellung auf extensive landwirtschaftliche Nutzungen. Im Rahmen des Projektes ist auch der Erwerb von Land geplant, um weitere Flächen für den Wiesenvogelschutz herrichten zu können. Zur Projektkulisse gehören acht bereits bestehende EU-Vogelschutzgebiete des NRW-Tieflandes vom Unteren Niederrhein bis zum Kreis Minden-Lübbecke. Als operative Projektpartner sind zehn Biologische Stationen und die niederländische vogelkundliche Organisation SOVON beteiligt.

Das EU-Life-Projekt dient zur Sicherung von Lebensräumen wiesenbrütender Vogelarten wie Uferschnepfe, Großer Brachvogel, Rotschenkel, Kiebitz, Bekassine, Löffelente, Knäkente und Wiesenpieper. Außerdem sollen die Rastbestände von Enten und Watvögeln in diesen Gebieten gesichert werden.

Projektpartner:

    NABU-Naturschutzstation Niederrhein
    Naturschutzzentrum Kleve
    Biologische Station im Kreis Wesel
    Biologische Station Zwillbrock
    Biologische Station im Kreis Steinfurt
    Biologische Station Soest (ABU)
    Biologische Station Gütersloh-Bielefeld
    Biologische Station Kreis Paderborn-Senne
    Biologische Station Minden-Lübbecke
    VerBund e.V., Geseke
    SOVON Vogelonderzoek Nederland

Quelle
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft,
Natur- und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen
Schwannstr. 3
40476 Düsseldorf
Tel. 0211 / 45 66 - 0
Fax 0211 / 45 66 - 388
E-Mail: poststelle@mulnv.nrw.de
16.10.2020

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Werner Oppermann

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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität - Allgäuer Alpen
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

  • Alpenklinik Santa Maria / Oberjoch

19/20.10.2020

Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Seit vielen Monaten setzen wir hoch in den Allgäuer Alpen ein in dieser Form einmaliges Projekt um. Neben der Umgestaltung eines vormals artenfernen alten Trafoturms, hin zu einer Stele der Biodiversität und der erlebbaren Umweltbildung wurde vor wenigen Tagen mit der Installation der Infostationen auf der Freifläche begonnen.
Über ein halbes Jahr wurde an den Inhalten der Infoeinheiten gearbeitet .. doch das Ergebnis das die Buben und Mädchen der Einrichtung und auch Erwachsene für die Erhaltung der Artenvielfalt begeistern möchte, kann sich so sind wir der Überzeugung sehen lassen.

Daneben wurden neben den Infoeinheiten auch jeweils Stationen zur Lebensraumoptimierung der anzusprechenden Arten installiert .




In der Aufnahme
  • Neben der Gestaltung des Stele der Biodiversität konnten wir auch auf dem dem Gelände welches das markante Bauwerk umgibt intensive Maßnahmen zur Vermittlung von wertvollem Umweltwissen und konkrete Artenschutzmaßnahmen sichtbar werden lassen ..... wir haben weiterführende Impressionen der frisch installierten Einheitein auf unsere Seiten eingestellt .. lassen Sie sich begeistern!
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Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

18/19.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
  • ... seit nunmehr über 10 Tagen wird intensiv an der grafischen Gestaltung des Projekts gearbeitet ... wohl am kommenden Montag werden die Arbeiten wohl abgeschlossen werden können.
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Bürgerbeteiligung am Waldgesetz wird verlängert
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Bürgerbeteiligung am Waldgesetz wird verlängert

18/19.10.2020

Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft verlängert die öffentliche Beteiligung an der Novellierung des Sächsischen Waldgesetzes.

Aufgrund des hohen Interesses der Öffentlichkeit am geplanten neuen Waldgesetz und weil infolge der Corona-Pandemie die Dialogforen mit den Verbänden noch nicht abgeschlossen sind, verlängert das Ministerium die öffentliche Beteiligung bis zum 31. Oktober. Die Frist für das Konsultationsverfahren sollte ursprünglich am 15. Oktober enden.
Forstminister Wolfram Günther: »Der Wald geht uns alle an. Er hat vielfältige und lebenswichtige ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Funktionen. Das gilt umso mehr in Zeiten von Klimawandel und Rückgang der Artenvielfalt. Die fachlichen Anforderungen insbesondere an die nachhaltige, naturnahe und multifunktionale Waldnutzung sind gewachsen. Da ist es folgerichtig, das Gesetz zu ändern und dies unter breiter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zu tun. Das haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart und das setzen wir jetzt um.«

Das Online-Beteiligungsportal verzeichnet inzwischen mehr als 1.300 Beiträge zur Novellierung des Waldgesetzes. »Die Bürgerinnen und Bürger haben viele Ideen und Anregungen, aber auch Kritik geäußert. Die von uns gewünschte breite Beteiligung der Öffentlichkeit funktioniert«, so Forstminister Günther.

Die Beteiligungsplattform ist über https://mitdenken.sachsen.de/1021168 erreichbar. Bürgerinnen und Bürger können sich dort zu den fünf Themen Erholungsraum, Naturraum, Wirtschaftsraum, Forschung und Forstbehörde äußern. Die Beiträge werden ausgewertet und für die Gesetzesnovellierung genutzt. Der Gesetzentwurf soll im kommenden Jahr erarbeitet und dann von der Staatsregierung in den Sächsischen Landtag eingebracht werden.

Quelle
Sächsische Staatskanzlei Archivstraße 1
01097 Dresden
Telefon:     +49 351 564-0
Telefax:     +49 351 564-10999
E-Mail:      info@sk.sachsen.de
16.10.2020, 11:09 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Berhard Schmalisch

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Anschubhilfe für seltene Grau-Erlen
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Anschubhilfe für seltene Grau-Erlen

18/19.10.2020

Entnahme von Fichten an der Deffernik und am Großen Regen zum Schutz der besonderen Lebensräume

Bayerisch Eisenstein/Zwieslerwaldhaus. Fichten, Tannen und Buchen – das sind die Baumarten, an die man im Nationalpark Bayerischer Wald als erstes denkt. Gerade in den tieferen Lagen gibt es in den Bachbereichen aber auch Grau-Erlen-Vorkommen.

Der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union zufolge gelten Grauerlenwälder als seltene und prioritär zu schützende Vegetationsbestände. Um diese Bestände zu fördern, werden derzeit an der Deffernik bei Zwieslerwaldhaus und am Großen Regen zwischen Arberhütte und Bayerisch Eisenstein Grau-Erlen freigestellt.
„Die Auwälder entlang der Bäche, in denen die Grau-Erlen dominieren, sind bis auf wenige Reste im Nationalpark verschwunden“, erklärt Jochen Linner, der im Nationalpark für Naturschutz zuständig ist. Die Gründe dafür seien die jahrzehntelange Förderung von Fichtenbeständen sowie die Verbauung der Bäche. „Dadurch senkt sich der Grundwasserspiegel ab und die natürliche Wasserdynamik geht verloren.“

Um diesen besonderen Lebensraum der Auwälder und damit auch der Grau-Erlen zu erhalten, hat die Nationalparkverwaltung nun in der Entwicklungszone des Schutzgebiets sowie auf nicht zum Nationalpark gehörenden Flächen, die jedoch im Besitz des Freistaats sind, Maßnahmen ergriffen. „Wir fällen Fichten, die in der Nähe der Grau-Erlen stehen und ihnen Licht und Platz nehmen“, so Silvia Pflug, Leiterin der Nationalparkdienststelle Bayerisch Eisenstein. Dies wird ausschließlich durch eigenes Personal mit Hilfe von Motorsägen durchgeführt. Auf empfindlichen Nassböden kommen für den Abtransport sogar Rückepferde zum Einsatz – eine besonders naturschonende Weise der Holzernte. Ein Teil des anfallenden Holzes wird als Rechtholz vergeben, gelangt also nicht auf den freien Markt.

Entsprechende Maßnahmen wurden in den Vorjahren bereits am Kolbersbach zwischen Lindbergmühle und Spiegelhütte sowie am Reschbach zwischen Finsterau und Mauth durchgeführt. Die Maßnahmen werden jeweils in Abstimmung mit der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern geplant.

Bildunterschrift:
An der Deffernik bei Zwieslerwaldhaus sowie am Großen Regen bei Bayerisch Eisenstein finden derzeit Maßnahmen zur Förderung der Grau-Erlen statt. (Foto: Michael Pscheidl/Nationalpark Bayerischer Wald)



Quelle
Pressemitteilung Nr. 78/2020
Datum: 16.10.2020


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NABU: Fragwürdige Salamitaktik bei Nord Stream 2
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NABU: Fragwürdige Salamitaktik bei Nord Stream 2

17/18.10.2020

  • Krüger: Keine Bauarbeiten zur Hauptrastzeit streng geschützter Vögel / NABU aktualisiert Widerspruch

Berlin – Bereits zum zweiten Mal will die Nord Stream 2 AG die Bauarbeiten der umstrittenen Gaspipeline zu Lasten der Umwelt ändern. Heute endet die Beteiligungsfrist im Änderungsverfahren bei dem verantwortlichen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Der NABU fordert eine Ablehnung des Änderungsantrags und bekräftigt seinen Widerspruch gegen die Genehmigung. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Beeinträchtigung streng geschützter Vögel in einem Naturschutzgebiet.
Um die Pipeline in der deutschen Ostsee fertigzustellen, fehlt eine abschließende Genehmigung für den Trassenabschnitt in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), dem Bereich jenseits der 12-Seemeilenzone. Der NABU hatte 2018 neben einer noch beim Oberverwaltungsgericht Greifswald anhängigen Klage gegen die Zulassung der Pipeline im deutschen Küstenmeer auch Widerspruch gegen die AWZ-Genehmigung eingelegt. Jetzt beantragt das russische Staatsunternehmen eine zweite Änderung der Genehmigung, die den Umweltschaden im Naturschutzgebiet Pommersche Bucht-Rönnebank massiv ausweiten würde.

„Diese Art der Salamitaktik darf nicht zum Erfolg führen. Die Ursprungsgenehmigung des BSH erlaubte das Verlegen der Rohre nur in der Zeit von Mai bis September, damit Vögel während der Rast möglichst wenig gestört werden. Durch den Wechsel des Rohrverlegeschiffes drohen jetzt zweieinhalbmonatige Bauarbeiten in den für die Rastvögel bedeutenden Wintermonaten, und das in einem Schutzgebiet. Das ist nicht mit geltendem Naturschutzrecht vereinbar. Das scheibchenweise Aufweichen genehmigungsrelevanter Bauauflagen ist nicht hinnehmbar“, so NABU-Präsident Jörg- Andreas Krüger.

Schon im Dezember 2019 hatte Nord Stream 2 einen ersten Änderungsantrag durchgesetzt. Das ursprüngliche Bauzeitenfenster wurde um zehn Tage in die für die Rastvögel sensiblen Wintermonate erweitert. Gleichzeitig wurde das Verlegeschiff gewechselt. Dieses hält seine Verlegeposition jedoch nicht dynamisch, über sogenannte Bugstrahlruder, sondern zieht sich über Anker am Meeresgrund entlang. Eine Technik, die mehr Schäden verursacht und etwa sieben Mal mehr Zeit in Anspruch nimmt.

„Nach unseren Berechnungen verfünfzehnfachen sich die Umweltauswirkungen auf streng geschützte Meeresenten, See- und Ohrentaucher. Der Wechsel auf ein ankergestütztes Verlegeschiff braucht bis zu 76 Tage und erfordert den Einsatz von bis zu zehn Schiffen. Der nördliche Bereich des Naturschutzgebiets droht zur Hauptrastzeit von Vögeln leergefegt zu werden. Und dass, obwohl das Bundesamt für Naturschutz gerade erst den schlechten Zustand des Bestands der Vögel und auch Schweinswale im Schutzgebiet bestätigt hat“, kritisiert NABU-Meeresschutzexperte Kim Cornelius Detloff.

Der NABU erwartet, dass das BSH den Änderungsantrag ablehnt, auch weil sich die Bedarfsprognosen der Nord Stream 2 AG als falsch erwiesen haben. Aktuelle Studien zeigen, dass es keine energiewirtschaftliche Rechtfertigung für das Milliardenprojekt gibt, weder für die Planänderung zur beschleunigten Fertigstellung, noch grundsätzlich, da der Erdgasverbrauch Deutschlands nach unabhängigen Prognosen rückläufig ist und von der vorhandenen Infrastruktur gedeckt werden kann.

Nach Einschätzung des NABU zu den Diskussionen um einen möglichen Stopp der Gaspipeline und mögliche Schadensersatzforderungen kann die Entscheidung über den Änderungsantrag und die anhängigen Klagen erheblich an Bedeutung gewinnen.

Hintergrund:

Im Juni 2018 lehnte das Oberverwaltungsgericht Greifswald den Antrag NABU auf einen sofortigen Baustopp der Verlegearbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns auf der Grundlage einer Interessenabwägung ab. Das Greifswalder Gericht erklärte in seinem Eilbeschluss die Sach- und Rechtslage sei zu komplex, um die Erfolgsaussichten der Klage zu prognostizieren. Inzwischen sind die Bauarbeiten im Küstenmeer zwar abgeschlossen, allerdings trägt die Nord Stream 2 AG das alleinige Risiko, falls die Klage des NABU Erfolg haben wird.

Gleichzeitig legte der NABU Widerspruch gegen die zweite Genehmigung der Nord Stream 2 AG aus dem März 2018 ein, die zum Bau der Pipeline in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) notwendig ist. Im Bereich der AWZ wurde eine Teilstrecke von 16,5 Kilometer unter anderem wegen amerikanischer Sanktionen noch nicht verlegt. Auch über diesen Widerspruch, der von zweimaligen Änderungsverfahren überlagert wurde, ist vom verantwortlichen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) nicht abschließend entschieden worden. Gegen die Entscheidung des BSH wäre ebenfalls eine Klage zulässig.


Für Rückfragen:

Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, Mobil +49 (0) 152 09202205
Kim.Detloff@NABU.de


Quelle

Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10117 Berlin
Redaktion: NABU-Pressestelle, Tizia Labahn, Silvia Teich & Britta Hennigs
Presse@NABU.de, Tel. 030-284 984-1510, -1588 und -1722, Fax -2500


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von Johannes Rother

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Kilimandscharo in der Klimakrise
Kilimandscharo in der Klimakrise

17/18.10.2020

  • Schon 50 Quadratkilometer Wald verbrannt / WWF: Wasserspeicher für Millionen Menschen schwindet

Auf dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Tansanias, brennt es seit vergangenem Sonntag noch immer heftig. Inzwischen sind rund 50 Quadratkilometer Wald, eine Fläche von circa 7000 Fußballfeldern, an der Ostseite des Berges von den Feuern betroffen. Nach Angaben der Behörden ist es eines der größten Feuer, das jemals am Kilimandscharo beobachtet wurde.

Laut Nationalparkverwaltung ist der Brand auf einem Rastplatz in 3.700 Metern Höhe ausgebrochen, weil Bergsteiger ihr Lagerfeuer nach dem Zubereiten ihres Essens nicht gelöscht hatten.

Johannes Kirchgatter, Ostafrika-Experte beim WWF Deutschland erläutert: „Die Nachlässigkeit der Bergsteiger war der Auslöser, die eigentliche Ursache für die starken Brände wurde bereits vorher menschengemacht, nämlich durch die Klimakrise. Waldbrände sind im Kilimandscharo-Nationalpark wie auch in anderen Gebieten auf der Welt, zum Beispiel in Australien, zwar nicht ungewöhnlich und treten während der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober fast jährlich auf.

Die Feuer nehmen in den letzten Jahren jedoch stetig zu. Durch die Erderhitzung schmilzt zudem das Eis auf dem Gipfel des Kilimandscharo, in ein paar Jahren wird es ganz verschwunden sein. Das wird ein gr0ßes Problem für Millionen Menschen, die an dem Berg leben. Denn das Eis und der Wald dienen den Menschen als Wasserspeicher.“

Die Löscharbeiten auf dem 5.895 Meter hohen Berg gestalten sich äußerst schwierig. Herausfordernd sind vor allem die enorme Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Winde, durch die sich das Feuer immer weiter ausdehnt. Außerdem fehlt es an ausreichender Ausrüstung.

In der Vergangenheit konnten die meisten Brände eingedämmt werden. Die zerstörte Vegetationsdecke wächst in den besonders betroffenen Heideflächen während der Regenzeit normalerweise wieder nach, doch die Waldgrenze ist vor allem durch die immer häufigeren Brände inzwischen um 800 m gesunken.

Noch gibt es keine gesicherten Informationen über den Verlust von Wildtieren durch die Feuer. Doch es sei laut WWF zu befürchten, dass sich das Verbreitungsgebiet der dort lebenden Arten drastisch reduziert.

Hintergrund: Der WWF unterstützt die Brandbekämpfungsarbeiten zusammen mit der UNO, weiteren Naturschutzorganisationen, Reiseleitern und den umliegenden Gemeinden. Mehr als 500 Freiwillige arbeiten zudem mit der Regierung zusammen, um das Feuer zu löschen.

Kontakt
Leona Specht
Tel: 030311777490


Quelle
WWF
Stand: 16.10.2020

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Die "Wilden Bienchen" von Bad Hindelang
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Die "Wilden Bienchen" von Bad Hindelang

17/18.10.2020

Ein
innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Kindergarten/Krippe „Kunterbunt“ und dem Markt Bad Hindelang dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Wildbienen - die unbekannten Bestäuber - Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig - Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen.

Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.


In der Aufnahme
  • Am 15.10.2020 wurde die Wildbienenwand inkl. der Infostationen installiert .. hier noch mit den Stabilisatoren.
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EU-Agrarrat und Europäisches Parlament auf destruktivem Kurs
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EU-Agrarrat und Europäisches Parlament auf destruktivem Kurs

16/17.10.2020

  • WWF kritisiert deutsche EU-Ratspräsidentschaft für ambitionslose Verhandlungsführung / EU-Agrarrat bremst ökologische und soziale Reform der GAP aus / EU-Parlament muss dagegenhalten

Berlin, 15. 10.2020:
Die Agrarminister:innen der EU-Mitgliedstaaten befassen sich am 19./20. Oktober letztmalig unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Der WWF Deutschland kritisiert erneut die ambitionslose Verhandlungsführung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. „Dank Deutschland haben die Gegnerinnen und Gegner einer ökologischen und sozialen Trendwende in der europäischen Landwirtschaftspolitik leichtes Spiel. Bleibt der EU-Agrarrat auf seinem bisherigen Kurs, zerstört er damit Natur, befeuert die Klimakrise und finanziert das einseitige Wachstum großer Agrarkonzerne auf Kosten kleiner landwirtschaftlicher Betriebe“, so WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich.
Die aktuelle Kompromisslinie im Agrarrat lässt erkennen, dass nur 20 Prozent der Direktzahlungen als Eco Schemes künftig verbindlich für Umwelt- und Klimamaßnahmen reserviert werden sollen. Um ausreichende Wirkung zu entfalten, müssten es eigentlich 50 Prozent sein, als minimaler Einstieg gerade noch akzeptabel sind aus Sicht des WWF mindestens 30 Prozent. Und: sie müssen für alle Mitgliedstaaten verpflichtend sein. Vor wenigen Tagen haben auch die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina, die Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in einer gemeinsamen Stellungnahme eine unmittelbare Kopplung der EU-Direktzahlungen an erbrachte und messbare Ökosystemleistungen und das Ende rein flächengebundener Subventionen gefordert.

Bei der Gestaltung des prozentualen Mindestanteils von nichtproduktiven Flächen (GLÖZ 9) appelliert der WWF an den EU-Agrarrat, sich endlich an den naturschutzfachlichen Realitäten zu orientieren. „Mindestens zehn Prozent der Flächen müssen wirklich naturbelassen sein, sonst gibt es keine positiven Effekte für den Artenschutz. Der Anbau von Zwischenfrüchten und Leguminosen auf solchen Flächen bringt keinen ökologischen Mehrwert“, so Heinrich vom WWF. Auch der Europäische Rechnungshof hatte der bisherigen Praxis des sogenannten Greenings Wirkungslosigkeit attestiert.

Bleibt es bei den Vorschlägen des EU-Agrarrats, kommt dem Europäischen Parlament mit Blick auf die sich anschließenden Trilogverhandlungen eine entscheidende Rolle zu als mögliches ökologisches Gegengewicht zur Blockadepolitik der EU-Mitgliedsstaaten. Es befasst sich kommende Woche ebenfalls mit der EU-Agrarreform. Derzeit ist nicht erkennbar, dass die Parlamentarier:innen an ihre fortschrittliche EU-Parlamentsentscheidung eines 60-Prozent-Klimaziels anknüpfen. Zu unterschiedlich und widersprüchlich sind die Positionen der jeweiligen Gruppen im Parlament. Auch hier fordert der WWF, dass die Entscheidung des Parlaments insbesondere im Hinblick auf die Eco Schemes und die nichtproduktiven Flächen (GLÖZ 9) deutlich ambitionierter ist. „Wer richtigerweise das EU-Klimaschutzziel auf 60 Prozent anheben will, der darf nicht wenige Tage später beim ersten Stresstest einknicken, sondern muss die europäische Agrarpolitik folgerichtig an diesem Ziel ausrichten“, so Christoph Heinrich.

Kontakt
Wiebke Elbe
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777219

Quelle
WWF
Stand: 15.10.2020


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In der Aufnahme von Wilibald Lang
  • Hottentottenfliege / Villa hottentotta

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Artenschutz in Franken®  
Schicksalswoche für die Biodiversität
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NABU: GAP-Entscheidungen in Brüssel – Schicksalswoche für die Biodiversität

16/17.10.2020

Neue Zahlen: Seit 1980 57 Prozent weniger Feldvögel in Europa / Zehn Millionen Brutpaare fehlen allein in Deutschland / Krüger: Agrarminister und Parlamentarier müssen jetzt Weichen stellen, um wieder Leben in die ländlichen Räume zurückzubringen
 

Berlin – Der am Montag erwartete offizielle Bericht zum Zustand der Natur in Europa wird dramatische neue Zahlen zum Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft enthalten. Angesichts der ersten Beschlussvorlagen warnt der NABU warnt davor, dass die kommende Woche anstehenden EU-Abstimmungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) diese Entwicklung mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts zementieren könnten.

Mit den Vögeln und Insekten, den Hecken und Feldrainen werden Bestäubung von Pflanzen, natürliche Schädlingskontrolle, der Wasserhaushalt und die Bodenfruchtbarkeit weiter geschädigt, Leidtragender wird dabei auch die Landwirtschaft selbst sein.
„Die Chance, den Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft aufzuhalten, besteht jetzt“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Jede und jeder Abgeordnete im Europäischen Parlament muss sich vor der Abstimmung fragen, ob sie oder er diese Chance verstreichen lassen will. Wer jetzt nicht für eine ökologische Wende im Fördersystem stimmt, macht sich mitverantwortlich für die Fortsetzung des Sterbens in unseren Agrarlandschaften und für die sich fortsetzende, ökonomische Misere vieler Höfe.“
 
In der kommenden Woche finden in Brüssel die entscheidenden Abstimmungen der Agrarminister und des Europäischen Parlaments über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2027 statt. Die steuerfinanzierte GAP macht etwa die Hälfte des Einkommens der Agrarbetriebe aus und bestimmt maßgeblich, welche Art von Landwirtschaft sich ökonomisch lohnt. Am 19. oder 20. Oktober verabschiedet der EU-Agrarrat seine Position, am 20. das EU-Parlament. Anschließend werden beide Institutionen, moderiert von der Europäischen Kommission, einen Kompromiss aushandeln.
 
Bei den Abstimmungen geht es unter anderem darum, wie viel Platz Agrarbetriebe der Artenvielfalt in Form von Landschaftselementen, Blühflächen oder Brachen geben müssen, wenn sie Subventionen erhalten wollen. Der NABU fordert im Einklang mit der Wissenschaft mindestens zehn Prozent nichtproduktive Flächenanteile im Acker- und Grünland. Der Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner für die EU-Präsidentschaft ist dagegen mit drei bzw. fünf Prozent völlig unzureichend, zumal im letzteren Fall auf den Flächen weiterhin Produktion zugelassen werden soll. Abgestimmt wird auch darüber, wie viel Geld die Mitgliedstaaten mindestens für die Honorierung von konkreten Umweltleistungen zur Verfügung stellen müssen. Der NABU fordert, dass hierfür jeweils 50 Prozent der beiden GAP-Säulen zu reservieren sind.
 
Wenn ab 19. Oktober 2020 die Abstimmungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik beginnen, wird auch der neue Bericht der Europäischen Kommission zur Lage der Natur in Europa veröffentlicht. Dieser „State of Nature Report“ basiert auf eingereichten Daten der Mitgliedsstaaten. Der NABU hat einige der bereits vorliegenden Informationen analysiert und prognostiziert, dass der Bericht erneut dramatische Zahlen zum Verschwinden der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft enthalten wird.
 
„Der Agrarvogel-Index der EU bildet die Bestandsentwicklung der wichtigsten Vogelarten auf Feldern und Wiesen ab. Dieser ist zwischen 1980 und 2016 um 57 Prozent zurückgegangen, und jedes Jahr nehmen die Bestände noch weiter ab“, erklärt Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, mit Blick auf die zu erwartenden Ergebnisse des Berichtes.
 
Die Situation in Deutschland unterscheide sich dabei kaum vom allgemeinen EU-Trend, so Lachmann: „Die Gesamtzahl der Agrarvögel hierzulande hat von 1980 bis 2016 um über zehn Millionen Vogelbrutpaare abgenommen.“ Auch in Deutschland hält das Verschwinden der Feldvögel immer noch an. Besonders stark betroffen sind Kiebitz und Rebhuhn. Mit 93 Prozent bzw. 91 Prozent Rückgang seit 1980 haben diese beiden Arten deutschlandweit die stärksten Verluste zu verbuchen.
 
Dabei ist bekannt, wie eine Trendwende bewirkt werden kann. „Damit ihre Bestände wieder ansteigen, brauchen Rebhühner und andere Feld- und Wiesenvögel vor allem zehn Prozent der jeweiligen Agrarflächen ohne Bewirtschaftung“, sagt Konstantin Kreiser, NABU-Leiter für globale und EU-Naturschutzpolitik. Nur so finden diese Vögel wieder genug Nahrung und können in Ruhe brüten. Wegen der Untätigkeit der Behörden hatte der NABU am 2. Oktober 2020 Beschwerde bei der EU-Kommission gegen Deutschland eingelegt, weil es die EU-Vogelschutzrichtlinie verletzt. „Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs könnte die nichtproduktiven Flächenanteile dann erzwingen.“
 
 
Hintergrundinfos zum „State of Nature Report“:
Alle sechs Jahre bündelt der „State of Nature Report“ die Monitoring-Daten aller EU-Länder zum Zustand von geschützten Lebensräumen und Arten, darunter auch alle wildlebenden Vogelarten. Die Bundesregierung hat als Beitrag dazu ihren Nationalen Vogelschutzbericht bereits 2019 an die EU-Kommission übermittelt. Die Daten berücksichtigen die Entwicklungen bis zum Jahr 2016.
 
Unsere Forderungen zur EU-Agrarpolitik: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/agrarpolitik/eu-agrarreform/index.html
Vogelmonitoring in Deutschland: https://www.bfn.de/themen/monitoring/vogelmonitoring.html
 
Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser, NABU-Leiter globale & EU-Naturschutzpolitik, Telefon +49 (0)172-4179730, E-Mail: Konstantin.Kreiser@NABU.de
 
Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Telefon +49 (0)30-284984-1620, E-Mail: Lars.Lachmann@NABU.de
 
Für Pressekoordination:
Anja Reinbothe-Occhipinti, Pressestelle, Mobil +49 (0) 172 44 59 159, E-Mail: Anja.Reinbothe@NABU.de

Quelle
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NABU-Pressestelle
Tizia Labahn | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1722 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 88/20 | 15. Oktober 2020
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Umwelt/Agrarpolitik
 
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Kooperativ gegen das Artensterben in Deutschland
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Amphibienschutz bei Triefenbach: Umfangreiche Bauarbeiten haben bgonnen

16/17.10.2020

Bayern.
Das Staatliche Bauamt Bamberg begann am Montag, den 05.10.2020 an der Staatsstraße 2262, und hier zwischen Trabelsdorf und Tütschengereuth mit einer umfangreichen Maßnahme zum Schutz wandernder Amphibien.

Auf einer Länge von rund 600 Metern - der Hauptwanderstrecke der akut vom Verkehrstod bedrohten Amphibien - wird hier beidseits der Straße eine Amphibienleiteinrichtung installiert. Diese Einrichtung führt die Tiere dann zu drei Amphibientunneln welche mit der Maßnahme gleichfalls in die Fahrbahn eingebracht werden.




Wir stellen ihnen den Werdegang eines sicherlich nicht alltäglichen Artenschutzprojekts vor und danken allen die sich gemeinsam mit uns für die Erhaltung der zunehmend gefährdeten heimischen Amphibien engagieren.

Eine Retrospektive:

2014
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/66496/Triefenbach_2014/

2019
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1003373/Triefenbach_2019/

2020
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1016833/Triefenbach_2020/
  • https://www.artenschutz-steigerwald.de/de/Projekte/1027270/Triefenbach_2020/


In der Aufnahme
- Mit modernen Maschinen engagierten wir uns im Spätsommer im Part II, der dieser Maßnahme voranging , für die Erhaltung heimischer Amphibienarten.
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität - Allgäuer Alpen
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Vom Trafohaus zum Leuchtturm der Biodiversität

  • Alpenklinik Santa Maria / Oberjoch

16/17.10.2020

Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Alpenklinik Santa Maria und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Seit vielen Monaten setzen wir hoch in den Allgäuer Alpen ein in dieser Form einmaliges Projekt um. Neben der Umgestaltung eines vormals artenfernen alten Trafoturms, hin zu einer Stele der Biodiversität und der erlebbaren Umweltbildung wurde vor wenigen Tagen mit der Installation der Infostationen auf der Freifläche begonnen.
Über ein halbes Jahr wurde an den Inhalten der Infoeinheiten gearbeitet .. doch das Ergebnis das die Buben und Mädchen der Einrichtung und auch Erwachsene für die Erhaltung der Artenvielfalt begeistern möchte, kann sich so sind wir der Überzeugung sehen lassen.

Daneben wurden neben den Infoeinheiten auch jeweils Stationen zur Lebensraumoptimierung der anzusprechenden Arten installiert .




In der Aufnahme
  • Infoeinheiten bei der Montage
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Stele der Biodiversität Sommerloch
Bild zum Eintrag (1035316-160)
Stele der Biodiversität Sommerloch

15/16.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
  • ... während das Projekt Stele der Biodiversität® in Niedersachsen grafisch abgeschlossen ist wird die Stele der Biodiversität® in Rheinland - Pfalz derzeit professionell gestaltet.
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Waldgärten statt artenarmer Monokulturen
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Waldgärten statt artenarmer Monokulturen

  •     Neues Projekt in Brandenburg erprobt modellhaft Waldgartensysteme
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Berlin/Bonn, 14. Oktober 2020: Eine Fläche, die mit Kräutern, Stauden, Sträuchern und Bäumen bewachsen ist und gleichzeitig Gemüse, Obst und Nüsse liefert - das ist die Idee von Waldgärten. Noch ist diese naturnahe Anbauweise in Deutschland nicht etabliert. Ein neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt untersucht jetzt, wie man die arten- und strukturreichen Waldgärten gestalten kann, damit sie auch für die Landwirtschaft eine ökonomisch attraktive Alternative zur monokulturellen Bewirtschaftung darstellen.

Dazu werden bei Kyritz in Brandenburg fünf verschiedene Waldgartensysteme getestet. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert das zukunftsweisende Projekt bis 2025 aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Höhe von 777.000 Euro.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Waldgärten mit Obst- und Nussbäumen, mit Sträuchern, bienenfreundlichen Stauden und einer Gemüse- und Kräuterschicht sind nicht nur hochproduktiv. Sie bieten zugleich einer Fülle von Arten Lebensraum, insbesondere Insekten. Waldgärten sind daher ein gutes Mittel gegen das Insektensterben. Aber in Zeiten des Klimawandels mit seinen Dürre- und Hitzeperioden sind sie auch gut für Bodenqualität, Wasserhaushalt und Mikroklima - und damit nicht zuletzt für die Menschen."

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: "Waldgärten können als neuartige Nutzungsform einen großen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und zum Klimaschutz leisten. Wenn sie gleichzeitig auch noch langfristig wirtschaftlich sind, bieten sie eine echte Alternative zu konventionellen, oft artenarmen Bewirtschaftungsformen. Deshalb wollen wir jetzt, mit dem neuen Bundesprogramm-Projekt WASYS erproben, wie Waldgartensysteme als zukunftsweisende und ökonomisch tragfähige landwirtschaftliche Produktionssysteme etabliert werden können."

Ziel des Projektes "Waldgartensysteme als insektenfördernde, landwirtschaftliche Produktionsmethode ‒ Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft schaffen" (WASYS) ist es, auf fünf verschiedenen Parzellen unterschiedliche Waldgartensysteme in verschiedenen Kombinationen mit Nutzpflanzen modellhaft zu testen.

Dazu werden rund um Kyritz in Brandenburg durch den Verein STATTwerke e.V. auf einem insgesamt etwa elf Hektar großen Areal Modellflächen entwickelt. Die fünf Systeme werden hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht und miteinander verglichen. Ebenso wird die Artenvielfalt hinsichtlich Artenanzahl und Häufigkeit ausgewählter Insektengruppen auf den verschiedenen Flächen gegenüber konventioneller Landwirtschaft verglichen.

Mit WASYS will der Verein gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern außerdem das Bewirtschaftungssystem Waldgarten bekannter machen. Lehrpfade, Workshops und weitere Bildungsangebote sollen über Waldgärten informieren und zum Nachahmen anregen. Das Angebot richtet sich vor allem auch an landwirtschaftliche Betriebe und Erzeugerbetriebe, die so die Möglichkeiten für eine wirtschaftliche Nutzung und die Umgestaltung hin zu einer vielfältigen Agrarlandschaft kennenlernen können.

Kontaktdaten sowie Projekt-Steckbrief unter: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/wasys.html

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.


Weitere Informationen zum Bundesprogramm: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm



Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Vierbindiger Schmalbock / Leptura quadrifasciata

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Stele der Biodiversität - Lechtingen
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Stele der Biodiversität  - Lechtingen

15/16.10.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lechtingen/Wallenhorst - Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  • .. vom Montagegerüst befreit zeigt sich die Stele der Biodiversität in ihrer ganzen Schönheit ...
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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
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Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
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Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg