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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

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Der Mondhornkäfer (Copris lunaris)… in bewegten Aufnahmen
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Der Mondhornkäfer (Copris lunaris)… in bewegten Aufnahmen

02/03.12.2021

  • Ein Film von Helga und Hubertus Zinnecker

Der den Blatthornkäfern zuzurechnende, bis fast 2,5 Zentimeter groß werdende Käfer, der mit einem markanten Kopfhorn ausgestattet ist, zählt in unserem Land zu den, nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützten Tierarten.

Vornehmlich erkennen wir diese Art an und in der Nähe von auch freistehenden Rindern/Rinderherden. Die Ausscheidungen der Großvieheinheiten dienen dem Nachwuchs des Mondhornkäfer als wertvolle Nahrung.

Helga und Hubertus Zinnecker konnten einen Teil des Verhaltensmusters des Mondhornkäfers in einen interessanten Kurzfilm übernehmen, den wir ihnen nicht vorenthalten möchten. 

Zum Kurzfilm gelangen Sie entweder über den jeweils grün hinterlegten und unterstrichenen Textkörper der als Verlinkung fungiert, oder beim "Klick" auf die Aufnahme.
Artenschutz in Franken®  
Ein schöner Erfolg für den Artenschutz
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Siegesmund: Ein schöner Erfolg für den Artenschutz: Seltene Mopsfledermaus in der Hainleite-Region heimisch

01/02.12.2021

Das bundesweite Verbundprojekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland” hat für Thüringen neue Zahlen für die seltene Mopsfledermaus zusammengetragen. Das Tier fühlt demnach insbesondere in der Hainleite-Region heimisch.

Nach jüngsten Ergebnisse sind für das Jahr 2021 über 30 genutzte Quartierbäume in der Hainleite bekannt, mit sechs darauf verteilten Mopsfledermaus-Kolonien (die „Wochenstuben“ für den Nachwuchs). Die Wochenstuben sind mit bis zu 23 Weibchen und nach der Geburt ebenso vielen Jungtieren belegt, die Männchen halten sich dort nicht auf.

Die Weibchen nutzen insbesondere abstehende Rindenschuppen oder Spaltenquartiere an Buchen, Eichen aber auch Fichten als Tagesverstecke, um hier ihre Jungtiere im Juli zur Welt zu bringen. Oftmals handelt es sich um abgestorbene Bäume bzw. stehendes Totholz.
Dazu sagt Umweltministerin Anja Siegesmund: “Die zahlreichen Nachweise der Mopsfledermaus in Thüringen sind ein toller Erfolg für den Artenschutz. Diese Art zeigt, wie wichtig Waldwildnis ist. Hier können Bäume richtig alt werden und Totholz bietet wichtigen Lebensraum. Ich danke allen Projektpartnern und insbesondere auch den Ehrenamtlichen, die engagiert auf akustische Nachsuche gegangen sind. Ebenso wichtig war die gute Zusammenarbeit mit ThüringenForst.“

Wie in ganz Mitteleuropa sind auch in Thüringen die meisten Fledermausarten in ihrem Bestand bedroht, insbesondere die Mopsfledermaus. Ihre Besonderheit: Sie bevorzugt naturnahe Wälder mit einem hohen Anteil anstehendem Totholz. Einer ihrer europäischen Verbreitungsschwerpunkte liegt in Deutschland. Für den Erhalt der seltenen Waldfledermaus trägt Thüringen deshalb eine besondere Verantwortung. In den 1950er bis 1970er Jahren führte die Intensivierung der Forst- und Landwirtschaft zu dramatischen Bestandseinbrüchen. Pestizide reduzierten das eingeschränkte Nahrungsangebot der hoch spezialisierten Art erheblich. Die Mopsfledermaus überlebte in Deutschland und Westeuropa nur in wenigen Reliktgebieten. Sie wird in der »Roten Liste« der Säugetiere geführt und gilt bundesweit als stark gefährdet. Aus der Hainleite lagen bisher kaum Nachweise der Art vor. Aus diesem Grund waren die dort nachgewiesenen Kolonien und vor allem auch die Größe der Kolonien erstaunlich.

Schwerpunktgebiet der Hainleite-Region ist der Wald am Possen bei Sonderhausen. Hier nutzen die Mopsfledermäuse sowohl Quartierbäume in der 1.000 Hektar großen Naturwaldfläche als auch im angrenzenden „Erholungswald“ des Forstamtes Sondershausen und darüber hinaus. Gern jagen die Tiere Kleinschmetterlinge (wie Motten, Zünsler) im angrenzenden strukturreichen Offenland, in den Baumkronen des Waldes sowie an blütenreichen Waldsäumen und Schneisen. Neben der Mopsfledermaus wurden in diesem Gebiet aber auch am Possen ebenso die bundesweit vom Aussterben bedrohte winzige Nymphenfledermaus nachgewiesen werden, die ähnlich fragile Spaltenquartiere in Baumkronen alter Bäume, in alten Wäldern nutzt.

"Die Mittlere Hainleite am Possen schafft einen wichtigen ökologischen Verbund vom Nationalpark Hainich bis hin zur Hohen Schrecke, d.h. einen "bewaldeter Ring" um das Thüringer Becken, in dem auch Mopsfledermäuse nachgewiesen wurden", sagt Projektleiter Martin Biedermann von der Stiftung FLEDERMAUS /Erfurt.


Hintergrund zum Projekt und zur Mopsfledermaus:
Die Stiftung FLEDERMAUS und Naturstiftung David haben sich gemeinsam mit den NABU-Landesverbänden Baden-Württemberg und Niedersachsen und der Universität Greifswald zu dem Verbundvorhaben „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) in Deutschland“ zusammengeschlossen. Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie vom Thüringer Umweltministerium seit Ende 2018 bis Ende 2024 gefördert. Der Bayerische Naturschutzfond, das Land Hessen und die Deutsche Wildtier Stiftung sind weitere Fördermittelgeber des Gesamtprojektes.

Die Mopsfledermaus hat im Ultraschall-Bereich einen sehr charakteristischen Ruf, durch den sie eindeutig identifiziert werden kann. Mit akustischen Vorerkundungen konnten daher in den vergangenen drei Jahren Stellen im Wald der Hainleite ausfindig gemacht werden, an denen die Mopsfledermaus besonders aktiv ist. Dort konnten mit speziellen Netzen Weibchen gefangen werden, die dann mit einem winzigen Miniatursender versehen wurden. Mit Hilfe der Radio-Telemetrie zeigten diese besenderten Tiere dann ihre sehr versteckten Quartiere in Bäumen, die ansonsten nur schwer bzw. gar nicht zu finden sind.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.mopsfledermaus.de

Quelle
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
28.11.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von

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Artenschutz in Franken®  
Gewässer und Pflegemaßnahmen
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Gewässer und Pflegemaßnahmen

01/02.12.2021

  • Mehr oder minder regelmäßig erreichen uns (bevorzugt im Winterhalbjahr) auch Anfragen besorgter Bürger*innen, die sich mit Eingriffen an Bäumen an auch Fließgewässern befassen.

Wir vom Artenschutz in Franken® begrüßen es grundsätzlich das sich unsere Mitmenschen zunehmend für die Belange der Umwelt und der Biodiversität interessieren und sich hier auch nachdrücklich engagieren. Dabei gilt es immer das, wenn möglich Gesamtbild der Eingriffe im Auge zu behalten, denn auch die Verkehrssicherungspflicht darf gerade an diesen sensiblen Strukturen nicht vergessen werden.

Und so gilt es eine effektive Lösung zu erarbeiten, welche die Belange des Arten- Gewässerschutzes und nicht zuletzt auch die Erhaltung der Verkehrssicherung in sich bestmöglich vereinnahmen sollte.
In der Regel funktioniert das auch immer sehr gut, auch wenn es hie und da auch "Ausreißer" gibt die in die eine oder andere Richtung "über das Anzustrebende hinausgeraten". In diesem Fall kann jedoch mit den entsprechenden Kommunikationskanälen sehr viel erreicht werden und wohl auch in den allermeisten Fällen eine trag- und konsensfähige Lösung gefunden werden.
Im Interesse aller, denn es erscheint zunehmend prioritär sich allen Aspekten einer mannigfachen Herausforderung zu stellen.


In der Aufnahme

  •     Nicht bis hinunter zum Wurzelteller des Baums der entnommen werden musste, sondern auch ein Stehenlassen der Baumstümpfe auf 1,5-3,5 Meter Höhe ist für die Biodiversität von einer vielfach hohen Attraktivität. Eine in unseren Augen sehr zielgerichtete Pflanzenentnahme welche hier von den Verantwortlichen umgesetzt wurde.

Artenschutz in Franken®
01.12.2021
Artenschutz in Franken®  
Der Grünfink (Chloris chloris) im Fokus
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Der Grünfink (Chloris chloris) im Fokus

01/02.12.2021

Artenschutz in Franken® möchte mehr über die Bestandsdichte des Grünfinken im Bundesgebiet herausfinden und bittet Sie dabei um Unterstützung.

Seit geraumer Zeit haben wir den Grünfinken in ein Monitoring übernommen, welches uns Aussage darüber bringen soll, wie es um die Bestände dieses Vogels steht. Zwar unterliegen auch Grünfinken natürlichen Bestandsschwankungen. Doch erst mit dem nahezu flächigen Auftreten des „Grünfinkensterbens“, welches im Sommer / Frühherbst 2009 erstmals artbezogen auch in unseren Reihen als Level of conspiuity gelistet wurde und das von „Trichomonas gallinae“ hervorgerufen wurde, wurde diese Art näher in ihrer Bestands- Entwicklungsstrategie fokussiert.
Trichomonas gallinae welche wir seit geraumer Zeit bevorzugt bei Tauben beobachten, führt bei Grünfinken zu hohen „Ausfallraten“. Von diesem Erreger befallene Grünfinken sind recht leicht zu erkennen. Die Tiere, die sich vornehmlich stark aufplustern, machen einen apathischen Eindruck. Der Schnabel ist häufig mit Futterresten verklebt. Gefunden haben wir die Tiere vornehmlich an Futterstellen. Die Erkrankung selbst führt beim Grünfinken zu Rachenentzündungen und damit einhergehend dann auch zu Schluckbeschwerden.

Damit wird dann die Futteraufnahme vermieden und der Vogel speichelt sich mit Futterresten ein. Bei weiterem Krankheitsverlauf führt der Entzündungsprozess vielfach zu Atemproblemen. Die erkrankten Tiere atmen hörbar schwer und verenden meist kurze Zeit später. Doch es scheint auch Grünfinken zu geben, welche diese Krankheit überstehen können. Wir konnten über eineinhalb Wochen einen Grünfinken beobachten, der konkrete Erkrankungszeichen abbildete. Dieses Tier zog sich in eine Mauernische zurück, die ihm die Chance eröffnete, hier vor Fressfeinden sicher zu sein. Drei Tage durchlief dieses Tier einen körperlichen Verfall und wir waren der festen Überzeugung, dass er die Erkrankung nicht überleben würde.

Ab dem vierten Tag konnten wir erkennen das es dem Tier wohl besser ging, obwohl er diese Nische noch immer nicht verließ. An Tag nahm das Tier erstmals, von uns bewusst wahrgenommen, Regenwasser zu sich und auch der Gesamteindruck der körperlichen Fitness war deutlich besser. Nach 7 Tagen verließ das Tier die Nische eigenständig fliegend.

Nach allem, was an uns informativ herangetragen wurde, scheint Trichimonas gallinae bislang für den Menschen keine Gefahr darzustellen, dass er wohl nicht auf diese Spezies übertragbar ist. Dies wie gesagt unser aktueller Kenntnisstand und ohne Gewähr.

Da nun wieder die Zeit der zunehmenden Vogelfütterung startet, möchten, wir Sie bitten uns zu informieren, in welcher Dichte die Tiere von ihnen angetroffen werden konnten.

Denn nach allem, was uns an aktuellen Informationen vorliegt, zeigt sich diesjährig ein deutlicher Rückgang der Bestandsdichten der Grünfinken in unserem Land.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen möchten mehr über die Bestandstendenz des Grünfinken zu erfahren.



In der Aufnahmevon Bernhard Schmalisch


Artenschutz in Franken®
01.12.2021
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BUND- Spurensuche Gartenschläfer: Tierische Geheimnisse gelüftet?
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Spurensuche Gartenschläfer: Tierische Geheimnisse gelüftet?

30.11/01.12.2021

Hunderttausende wissenschaftliche Daten hat das Team der "Spurensuche Gartenschläfer" von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Justus-Liebig-Universität Gießen und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in den letzten drei Jahren rund um diesen kleinen Verwandten des Siebenschläfers gesammelt.

"Einen solchen Wissensschatz über eine heimische Tierart in so kurzer Zeit zusammenzutragen, ist ein Highlight für den Artenschutz in Deutschland", freut sich Mechthild Klocke, Projektleiterin vom BUND. "Der Gartenschläfer geht jetzt in den Winterschlaf und wir nutzen die Zeit, um die Daten auszuwerten. Die Schlafmaus war bislang weitgehend unerforscht. Umso mehr hoffen wir nun, Antworten zu finden, wie wir dem Gartenschläfer helfen können. Trotz seiner Anpassungsfähigkeit ist er vielerorts vom Aussterben bedroht."
Für das Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" im Bundesprogramm Biologische Vielfalt haben sich Naturschützer*innen in allen Regionen, in denen Gartenschläfer vermutet wurden oder nachweislich leben, auf die Spur begeben: Rund hundert Wildtierkameras, 500 Nistkästen und 2.000 Spurentunnel überprüften sie seit 2019 regelmäßig. Mehr als 750 Totfunde trugen sie für die Laboranalyse zusammen. Zwölf eigens entwickelte Beobachtungsapparate, die "Dormouse Monitoring Units", wurden täglich kontrolliert.

Tausende Kontrollgänge sind so zusammengekommen. Zusätzlich verzeichnete die Online-Meldestelle des Projekts mehr als 6.000 bestätigte Hinweise auf Gartenschläfer durch die Bevölkerung. „Eine so umfangreiche Untersuchung einer Tierart in so kurzer Zeit haben wir in der Forschung noch nicht erlebt“, so Johannes Lang, Gartenschläfer-Experte der Justus-Liebig-Universität Gießen. "Die Zusammenarbeit von Naturschützer*innen und Wissenschaftler*innen hat hier Unmögliches möglich gemacht".

Die Wissenschaftler*innen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung werten die Haar- und Kotproben, Totfunde, Fotos, Videos und Hinweise aus der Bevölkerung intensiv aus. Lang: "Das sind viele Puzzleteile, aus denen wir jetzt ein Bild über den Gartenschäfer zusammensetzen können. Wir erwarten Erkenntnisse, wie seine Lebensräume aussehen, was er frisst, wie er sich verhält und was Todesursachen sind. Damit ermitteln wir auch, was ihm so sehr schadet und was es braucht, damit er langfristig überleben kann."

Mit ersten Forschungsergebnisse rechnet das Team der "Spurensuche Gartenschläfer" im kommenden Frühjahr. Ermöglicht wird das Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" durch eine Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesamts für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.


In der Aufnahme von BUND - Jiří Bohdal
  • Gartenschläfer


Quelle
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) –
Friends of the Earth Germany
Kaiserin-Augusta-Allee 5
D - 10553 Berlin

29. November 2021 | BUND, Lebensräume, Naturschutz

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Insekt des Jahres 2022 - Die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege
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Insekt des Jahres 2022 - Die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege

30.11/01.12.2021


Mehr im Netz beispielgebend unter:

  • https://kurier.at/wissen/wissenschaft/die-schwarzhalsige-kamelhalsfliege-ist-das-insekt-des-jahres-2022/401823061

  • https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_91231174/insekt-des-jahres-2022-besonders-seltene-fliege-mit-kamel-optik-.html

  • https://rp-online.de/leben/pets/mehr-tiere/insekt-des-jahres-2022-schwarzhalsige-kamelhalsfliege-tier-wird-nur-15-millimeter-gross_aid-64339519
Bereits in 2015 konnten wir diese Art, die auch im Steigerwald beheimatet ist zum Bestandteil der umweltpädagogischen Ausgestaltung des Steigerwald Zentrums werden lassen ...


In der Aufnahme von Albert Meier
  • Weibchen der Schwarzhalsigen Kamelhalsfliege
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EU-Pilotprojekt stärkt Naturschutz am Grünen Band Europa
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EU-Pilotprojekt stärkt Naturschutz am Grünen Band Europa

30.11/01.12.2021

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer – der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs. 32 Jahre später zielt das von der EU finanzierte Projekt „BEST Belt" darauf ab, lokalen Naturschutzorganisationen am Grünen Band Europa den Zugang zu EU-Fördermitteln zu erleichtern.

Radolfzell. In den kommenden vier Jahren wird die Europäische Kommission ein neues Pilotprojekt am Grünen Band Europa finanzieren. Für konkrete Projekte entlang des Grünen Bandes von Finnland bis Albanien und Bulgarien werden 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Es werden Initiativen gefördert, die die biologische Vielfalt am ehemaligen Eisernen Vorhang erhalten und vielversprechende Ansätze zur nachhaltigen Regionalentwicklung umsetzen. Organisationen werden ermuntert, Anträge für kleinere Naturschutzprojekte von bis zu 40.000 Euro Fördersumme zu stellen. Zusätzlich zu dieser Summe erhalten die Organisationen Schulungen und eine Beratung zur effektiven Umsetzung der angedachten Maßnahmen.
„Dieser Impuls des Europäischen Parlaments ist nicht nur sehr erfreulich, er kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. „Das Grüne Band Europa ist nicht nur eine der größten Naturschutzinitiativen unseres Kontinents, sondern ein Projekt zur weiteren Integration Europas. Wenn wir die Artenvielfalt in Europa erhalten wollen, müssen wir die Naturschätze am Grünen Band bewahren. Wenn wir den enormen Fliehkräften in Europa etwas entgegen setzen wollen, dann sollten wir die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken. Und beides geht am besten, wenn wir die lokalen Organisationen mit ihrem Wissen und die Menschen, die am Grünen Band Europa leben, einbeziehen“, so Schwaderer.

Offizieller Vertragspartner des Projekts ist EuroNatur. Die international tätige Naturschutzstiftung hat den Vorsitz des Vereins „European Green Belt Association“ (EGBA) inne und leitet das Projekt in dieser Funktion. EuroNatur ist zudem Regionalkoordinatorin für den Abschnitt Grünes Band Balkan. Die EGBA bietet den idealen institutionellen Rahmen für eine effektive Zusammenarbeit über Länder- und administrative Grenzen hinweg.


Hintergrundinformationen:

  •     Grünes Band Europa: Im Schatten des Eisernen Vorhangs konnte sich ein einzigartiges Biotopsystem mit einer erstaunlichen Artenvielfalt entwickeln. Es bietet Europas Großsäugern ebenso Lebensraum wie unzähligen bedrohten Wirbellosen und Pflanzenarten. Doch der Druck auf das Grüne Band wächst: Lebensraumzerstörung, Wilderei und nicht-nachhaltiger Tourismus nehmen zu.
  •     „BEST Belt“: Basierend auf der erfolgreichen europäischen Life4BEST-Initiative, die Projekte zum Erhalt des Naturerbes europäischer Überseegebiete gefördert hat, konzentriert sich „BEST Belt“ (Biodiversity and Ecosystem Services and Training along the European Green Belt) nun auf die Länder am Grünen Band Europas. Die Laufzeit ist auf vier Jahre angelegt.
  •     Die erste Ausschreibung für die Förderung von konkreten Projekten entlang des Grünen Bandes Europa ist für Februar/ März 2022 geplant. Um informiert zu bleiben, abonnieren Sie gerne den EGBA-Newsletter.

Kontakt: Christian Stielow, christian.stielow(at)euronatur.org, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 1

In der Aufnahme:
Große Vogelschwärme (im Bild: Mittelmeer- und Lachmöwen) prägen insbesondere zu Zugzeiten viele Feuchtgebiete entlang des Grünen Bandes Balkan. Diese Aufnahme wurde in der Saline Ulcinj gemacht, an der Grenze von Montenegro zu Albanien.
© Peter Sackl


Quelle
EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe
Westendstraße 3
78315 Radolfzell
08.11.2021

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Mit Atomkraft nutzlos
Mit Atomkraft nutzlos

29/30.11.2021

WWF warnt: 10 Gründe, warum die EU-Kommission ihre Taxonomie gefährdet


Die EU-Taxonomie steht kurz davor zu einem Instrument für Greenwashing zu werden. Wenn die EU-Kommission Erdgas und Atomkraft in die Klassifizierung für nachhaltiges Investieren aufnimmt, könnten Milliarden von Euro die Klima- und Biodiversitätskrise verschärfen. Eine wissenschaftsbasierte Taxonomie müsste Erdgas und Atomkraft ausschließen – wegen der hohen Emissionen von fossilem Gas und dem ungelösten Problem des radioaktiven Abfalls.

Diese können einen „signifikanten Schaden” an anderen Umweltzielen verursachen und stehen somit im Widerspruch zu den Prinzipien der Taxonomie. Investorengruppen warnen davor, dass die EU-Kommission den wissenschaftlich fundierten Weg verlässt und der Taxonomie die Glaubwürdigkeit nimmt. Die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) betonen, dass die EU-Taxonomie wissenschaftlich fundiert sein muss. Eine unglaubwürdige Taxonomie wird nicht in der Lage sein, Investitionen in ökologisch nachhaltige Aktivitäten zu lenken.
Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance beim WWF Deutschland, sagt: „Die Folgen einer unglaubwürdigen und nicht wissenschaftsbasierten Taxonomie wären verheerend. Der Finanzmarkt wird kein Vertrauen in die Taxonomie entwickeln und seine Entscheidungen bei der Kapitallenkung nicht an der Taxonomie ausrichten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gefährdet ihren eigenen Green Deal – zusammen mit den EU-Klimazielen und der Führungsrolle der EU bei nachhaltigen Finanzen. Sie ist kurz davor, ein glaubwürdiges Instrument zur Finanzierung der Transformation für politische Interessen zu opfern.“
 
Weiter sagt Kopp: „Die EU-Kommission überfrachtet die Taxonomie mit existenziellen Fragen zu Energietechnologien. Der Ausschluss von Erdgas und Atomkraft bedeutet nicht, dass Kraftwerke abgeschaltet werden müssen oder diese Technologien kein Kapital mehr erhielten. Der Ausschluss bedeutet, dass Investitionen in und Finanzierungen dieser Technologien nicht als nachhaltig bewertete Finanzprodukten gelten können.  Olaf Scholz muss sich endlich auf der EU-Ebene positionieren. Der nächste Bundeskanzler hat Atomenergie längst als nicht nachhaltig klassifiziert und somit aus einer glaubwürdigen Taxonomie ausgeschlossen. Erdgas und Kernenergie gehören nicht in eine grüne Taxonomie. Die Wissenschaft ist hier klar, auch wenn politisch damit nicht vereinbare Motive aktuell die Debatte bestimmen.“
 
10 Gründe, warum die EU-Taxonomie zu einem nutzlosen Instrument werden könnte, wenn fossiles Gas und Atomkraft in die grüne Taxonomie der EU aufgenommen werden:


1. Die EU-Taxonomie wäre ein Rückschritt im Vergleich zur aktuellen Marktpraxis. Der globale Markt für grüne Anleihen schließt fossiles Gas und Kernenergie aus.

2. Die EU-Taxonomie wäre ein Rückschritt im Vergleich zur Emission grüner Anleihen in der EU. Die Kommission hat bekannt gegeben, dass ihre eigene Emission grüner Anleihen für das EU-Konjunkturpaket weder fossile Brennstoffe noch Kernenergie enthalten wird.

3. Die EU-Taxonomie wäre ein Rückschritt im Vergleich zur Politik der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die EIB unterstützt keine Kernenergie, und ihre Kreditvergabepolitik für 2019 schließt fossiles Gas aus: EIB-Präsident Werner Hoyer stellte klar: „Gas is out“.

4. Die EU-Taxonomie würde hinter der chinesischen Taxonomie zurückbleiben, die fossiles Gas aus der Stromerzeugung ausschließt, und hinter der südkoreanischen Taxonomie, die die Kernkraft ausschließt.

5. Die EU-Taxonomie würde dem 1,5-Grad-Szenario der Internationalen Energieagentur (IEA) zuwiderlaufen. Die IEA stellt fest, dass die Elektrizität bis 2035 in der OECD und bis 2040 weltweit zu 100 Prozent emissionsfrei sein muss. Dies bedeutet, dass alle Gaskraftwerke innerhalb des gleichen Zeitrahmens abgeschaltet werden müssen.

6. Die EU-Taxonomie würde dem EU-Klimaziel für 2030 zuwiderlaufen. Die Folgenabschätzung der EU-Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die EU ihren Gesamtverbrauch an fossilem Gas bis 2030 um etwa 30 Prozent senken muss, um ihr Klimaziel von 55 Prozent weniger Treibhausgase bis 2030 zu erreichen. Die Aufnahme von Gas in die grüne Taxonomie würde zu mehr Gas führen, nicht zu weniger.

7. Die EU-Taxonomie stünde im Widerspruch zu der von der EU und den USA auf der Weltklimakonferenz COP26 abgegebenen globalen Methanverpflichtung, die Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 Prozent zu senken. Mehr Gaskraft würde wahrscheinlich mehr Methanleckagen bedeuten.

8. Die EU-Taxonomie würde in mehrfacher Hinsicht gegen die Taxonomie-Verordnung verstoßen – und infolgedessen wahrscheinlich vor Gericht angefochten werden. Sie würde gegen den Grundsatz der Technologieneutralität verstoßen, da sie ungleiche Kriterien für gasbefeuerte und erneuerbare Energien festlegt. Sie würde voraussichtlich auch gegen die Definition einer „Übergangstätigkeit“ verstoßen, die für Gaskraftwerke verwendet wird, da es kohlenstofffreie erneuerbare Alternativen gibt.

9. Die EU-Taxonomie stünde im Widerspruch zu der von zahlreichen EU-Mitgliedstaaten unterstützten und vom Vereinigten Königreich angeführten COP26-Zusage, die internationale Unterstützung für fossile Brennstoffe bis 2022 auslaufen zu lassen.

10. Die EU-Taxonomie wäre hinderlich mit der Mitgliedschaft bzw. Unterstützung von sechs EU-Mitgliedstaaten in der Beyond Oil & Gas Alliance, die sich zum Ausstieg aus der Gasförderung verpflichtet hat.

Quelle
WWF
Stand: 29.11.2021

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Der Mäusebussard
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Neben dem Turmfalken ist der Mäusebussard unser häufigster Greifvogel in Deutschland.

29/30.11.2021

Besonders seine wunderschönen Balzflüge im Herbst und dem zeitigen Frühjahr und die damit einhergehenden Rufe erfreuen den Naturliebhaber sehr.Mäusebussarde die uns in der Regel das gesamte Jahr ( lediglich Abwanderungstendenzen bei hoher Schneelage sind erkennbar ) mit ihrem Anblick erfreuen, erreichen Körperlängen von bis etwa 57 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu 1,2 Kilogramm.
Anfang April beginnt die Fortpflanzungsphase der Steigerwald-Mäusebussarde.Meist steht ein exponiert gelegener Baum im Mittelpunkt dieser vor uns liegenden 9 Wochen. Auf diesen Baum erstellt der Mäusebussard ein mittelgroßes Nest aus Zweigen und Laub.

Meist werden 3 – 4 Eier gelegt und 31 Tage erbrütet.Nach dem Schlüpfen verbleiben die Jungbussarde noch etwa 40 – 50 Tage im Nest, wo sie von den Eltern mit Kleinsäugern, Reptilien, Amphibien und Insekten gefüttert werden.Die Flügelspannweite erwachsener Mäusebussarde erreicht bis zu 138 Zentimeter.Leider sehen manche Menschen den Mäusebussard als Schädling an.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald

  • Mäusebussard
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Wald und Flur vor Wild?
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Wald und Flur vor Wild?

28/29.11.2021

Begründet wird seit geraumer Zeit auch immer wieder die, Relevanz zur Bestandskontrolle von Wildtieren, wie Reh, Gams, Rotwild & Co. auch und gerade durch fehlende, natürliche Beutegreifer.

Der "klimastabile Wald der Zukunft" hat nach mancher Aussage auch nur eine Chance, wenn die Bestände der Wildtiere, welche diesen Bereich als wichtigen Lebensraum ansehen müssen, weiter zurückgedrängt und noch intensiver reduziert werden.Sichtweisen die auf einen ersten Blick einleuchtend scheinen, doch beim zweiten und dritten Hinsehen situationsbezogen einen etwas anderen Fokus eröffnen.
Gerade auch das Schalenwild unterlag ursprünglich migrationsbedingten Bewegungszyklen. Diese auch genetisch geprägten Optionen wurden diesen Tieren gerade in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten durch den Menschen* entzogen. Parallel erfolgte die Ausrottung natürlicher Beutegreifer durch ebenfalls diese *Spezies! Eine an den Bedürfnissen des, vornehmlich der Homo sapiens angepasste Umwelt, trug dazu bei das sich die Verhaltensmuster der uns begleitenden Arten, auch und gerade derer die wir hier nun ansprechen müssen, elementar veränderten.

Natürliche Indikatoren, deren Sprache wir lesen müssen, lassen die Fehler, welche die Spezies Mensch in den vergangenen Zeitspannen machte und leider noch immer macht, zunehmend sichtbar werden. Doch wer gibt schon gerne Versäumnisse zu ...Nur der anteiligen Unkenntnis des Menschen geschuldet diese "Sprache der Natur" vielfach nicht lesen zu wollen oder einfach nicht mehr zu können, haben wir es nun zu verdanken das wir uns eben diese Herausforderungen stellen müssen.

Wenn sich der Blickwinkel als eingeschränkt zeigt, wird es nicht gelingen Möglichkeiten einer tatsächlich effektiv-nachhaltig biodiversitätszugeordneten Regulation, in moderner und innovativer Form sichtbar werden zu lassen.

Als ein nach eigenen Aussagen hoch modernes Land, welches sich den Herausforderungen einer hoch technisierten Perspektive auf der globalen Ebene stellen wird, und auch nach digitalisierten Vorgaben stellen muss, ist nicht in der Lage diese Prozesse gerade auch in wegweisende Schutzmechanismen einzubringen?Ausgetretene Pfade zu verlassen um neue Wege gerade auch in dieser Hinsicht zu beschreiten, stellt nach unserer Auffassung eine elementare Option eines tatsächlich modernen Landes dar.

Schon vor 10 Jahren, als die Diskussion zur „Regulation von natürlichen Beutegreifern“ noch kaum zur Disposition stand, hatten wir Wege aufgezeigt wie dieses Prinzip gelingen kann.

Mittels eines durchdachten und flächigen GPS gesteuerten Projekts können, gerade heruntergebrochen auf einen der Hauptakteure natürlicher Beutegreifer, interessante Ergebnisse erreicht werden.

Die korrektive Aktivitätsbeschränkung unter einer konkreten Einbindung vornehmlich der forst- und landwirtschaftlich zuzuordnenden Gegebenheiten, wäre ein nach unserer Auffassung tragfähiges und zukunftsweisendes Ergebnis. Das uns als Nation in eine Ebene des Naturschutzes katapultiert, der tatsächlich als in dieser Hinsicht wegweisend anzusehen ist.

Über die hier zu erwartenden Ergebnisse ließen sich Multiplikationsfaktoren generieren und weiterführend zum Einsatz bringen. Der Spagat zwischen Arten- und Lebensraumschutz wäre innovativ möglich.

Sich lediglich darüber auszulassen wie Arten sich in Lebensräumen, die ihnen durch die Spezies Mensch gerade noch zugestanden werden, der Nahrungsaufnahme widmen und damit auch und gerade aufgrund eines nicht gerade optimalen Prozesses zur Entwicklung von Lebensräumen ablenken, entbehrt nach unserer Auffassung jeglicher Grundlage.

Ein Umdenken ist dringlich relevant, denn alles andere wird nicht zum Ziel führen.
Prozesse einer klimatisch als hauptrelevant einzuordnenden „Vorgabe“ können ohne die strikte und konsequente Einbindung von biodiversitätsstabilisierenden Bestandteile nach unserer Sichtweise, nicht der Weg sein der angestrebt werden kann und sollte. Ein sichtbares Korrektiv das an der Basis ansetzt, steht für uns vom Artenschutz in Franken seit jeher eines Konzepts vor, das auf breiter Basis gründet.


Artenschutz in Franken®
28.11.2021

In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Artenschutz in Franken®  
NABU: Koalitionsvertrag stimmt vorsichtig optimistisch
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NABU: Koalitionsvertrag stimmt vorsichtig optimistisch

  • Krüger: Echter Aufbruch für Natur- und Klimaschutz ist möglich – aber nicht garantiert

Berlin –
Mit Ehrgeiz und Beharrlichkeit zum Vorreiter beim Klimaschutz werden, so formulierte es der künftige Kanzler bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages. Ob das Kabinett um Olaf Scholz dem Anspruch gerecht wird, wird sich zeigen.

Dazu NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:
„Der Koalitionsvertrag der Ampel verspricht einen Aufbruch beim Naturschutz. Klimapolitisch ist er ein gewaltiger Fortschritt im Vergleich zur Politik der letzten Jahre. Viel von dem, wofür der NABU seit Jahren mit Herzblut kämpft, wird als anzustrebendes Ziel auf der Agenda der Bundesregierung platziert: Für den Natur- und Artenschutz werden Flächen gesichert und erhebliche zusätzliche Gelder zur Verfügung gestellt, die Meere werden schrittweise von Altmunition bereinigt und von neuen Öl- und Gasbohrungen verschont, Glyphosat wird verboten, der Kohleausstieg wird auf 2030 vorgezogen.
Es kann uns aber nicht reichen, wenn die neue Regierung lediglich besser sein will als die alte. Unsere Messlatte bleibt das, was ökologisch notwendig ist, um die Naturkrise und die Klimakrise zu stoppen – und so unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und Natur wieder mehr Raum zu geben. Daran gemessen springt der Koalitionsvertrag zu kurz: In der Landwirtschaftspolitik wird die nötige Wende nur teilweise vollzogen, der Abbau umweltschädlicher Subventionen kommt kaum voran, die Klimaziele werden weder erhöht noch zuverlässig mit Maßnahmen unterlegt, insbesondere im Verkehrssektor ist vieles fraglich."

Mit der Planungsbeschleunigung stellt der NABU in einer vertiefenden Betrachtung einen sensiblen Bereich voran. Das Thema findet sich im Koalitionsvertrag an verschiedenen Stellen wieder, teilweise mit unklaren, besorgniserregenden oder hilfreichen Formulierungen - in der Summe jedoch inkonsistent. Ganz klar, Deutschland muss beim Ausbau von Solar- und Windkraft schneller werden, der Bau neuer Bahntrassen darf nicht Jahrzehnte dauern. Wenn hier unter dem Deckmantel der Planungsbeschleunigung ein Generalangriff auf das Naturschutzrecht geplant sein sollte, ist mit entschiedenem Widerstand des NABU zu rechnen.

Aufbruch für den Naturschutz – das Ei ist gelegt, 2022 muss es ausgebrütet werden

Die jahrzehntelange Unterfinanzierung des Naturschutzes will von der neuen Bundesregierung offenbar beendet werden. Im Vertragstext finden sich viele Maßnahmen zur Stärkung des Naturschutzes. Das Engagement Deutschlands auf globaler Ebene soll ausgeweitet werden. Die Koalitionäre bekennen sich zum EU-Ziel, 30 Prozent der Land- und Meerfläche unter Schutz zu stellen. Darüber hinaus sieht der Vertragstext ein Aktionsprogramm für natürlichen Klimaschutz zur umfassenden Renaturierung kohlenstoffreicher Ökosysteme vor. Mehr Mittel für die Länder und ein Bundesnaturschutzfonds machen Hoffnung, dass dringend überfällige Maßnahmen für Schutzgebiete und eine bessere Honorierung von ökologischen Leistungen von Landnutzern endlich in Angriff genommen werden. Außerdem nehmen die Moorschutzstrategie und der Aktionsplan Schutzgebiete einen neuen Anlauf.

Erste Schritte hin zu nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft

Spätestens zur Mitte der Legislaturperiode soll ein neues Konzept für die Architektur der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)vorgelegt werden. Damit ist das Ende der schädlichen pauschalen Flächensubventionen besiegelt – vorausgesetzt die neue Bundesregierung setzt sich dafür auch auf EU-Eben ein. Ab sofort sollen verstärkt konkrete Klima- und Umweltleistungen honoriert werden. Ähnlich sieht es beim Wald aus. Statt Gießkannenförderung will man ein gezieltes Vergütungssystem für Waldbesitzer aufbauen, als Anreiz für eine klimagerechte Bewirtschaftung auf Grundlage eines zu novellierenden Bundeswaldgesetzes. Der Verzicht auf Holz als Energieträger fehlt schmerzlich.

Bei der Umsetzung des europäischen Green Deals schweigt sich der Koalitionsvertrag in vielen Bereichen aus. Positiv ist die Unterstützung einer neuen Bodenrichtlinie. Für den strengen Schutz von zehn Prozent der Landfläche fehlen Zusagen und konkrete Renaturierungsziele. Außerdem fehlen Pläne dazu wie das EU-Ziel erreicht werden soll, mindestens zehn Prozent Rückzugsräume für die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu schaffen.

Wohl noch nie konnte man sich im Agrarministerium auf einen derart breiten Konsens von Interessensverbänden stützen, wie es derzeit dank der Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft möglich ist. Auf diese Qualität sollte die Koalition setzen, um den Agrar- und Ernährungssektor klimaneutral, naturverträglich und zukunftsfähig zu machen.

Naturverträglicher Ausbau der erneuerbaren Energien

Der Kohleausstieg wird auf 2030 vorgezogen. Ein wichtiger Bestandteil dafür ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Einordnung von Energieinfrastruktur- und Bahnprojekten als „öffentliches Interesse“ mit Vorrang vor dem Naturschutz gleicht die Ampel durch ein nationales Artenhilfsprogramm für betroffene Arten aus. Das ist grundsätzlich positiv zu bewerten, darf aber kein Freibrief für einen Ausbau sein, der Belange des Artenschutzes ignoriert. Beides muss Hand in Hand gehen.Bundeseigene Flächen im Außenbereich haben für den Klimaschutz sowohl als potenzielle Standorte für Windkraft- und PV-Anlagen, als auch für die Biodiversität – wie beispielsweise Biotopverbund, Nationales Naturerbe, Wildnisgebiete, Gewässer- und Artenschutz – eine erhebliche Bedeutung und können die Entwicklung im ländlichen Raum unterstützen und einer nachhaltigen Nutzung zur Verfügung stehen. Hierfür geeignete Flächen werden künftig von der Privatisierung ausgenommen und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übertragen, soweit sie sich noch nicht in deren Eigentum befinden. Bis zu einer abschließenden Bewertung aller Flächen erscheint ein Verkaufsmoratorium sinnvoll, findet sich aber nicht im Koalitionsvertrag wieder.

Die Mobilitätswende darf nicht auf der Strecke bleiben

Der Verkehrssektor droht zum Krisensektor der Ampel zu werden. Im Koalitionsvertrag wird viel von Technologien der Zukunft geträumt, gleichzeitig werden nur wenige konkrete Schritte beschrieben. Einfache und effektive Maßnahmen, wie das Tempolimit wurden leichtfertig unter den Teppich gekehrt. Beim Abbau umweltschädlicher Subventionen bleiben die Koalitionäre zu unkonkret: Weder die Novellierung der Pendlerpauschale noch ein sofortiges Ende der Kaufzuschüsse und Steuernachlässe für Plug-in-Hybride und gasbetriebene Lkw oder die zeitnahe Besteuerung von Kerosin oder mariner Kraftstoffe sind Teil des Koalitionsvertrags. Einzig ein vager Prüfauftrag zur Besteuerung von Diesel ist enthalten.

Hier muss die Koalition im Lauf der nächsten Jahre deutlich nachschärfen, um die gesetzlichen Vorgaben zur Emissionsminderung zu erfüllen. Der Koalitionsvertrag kann das Bundesklimaschutzgesetz nicht aushebeln. Positiv ist die geplante Neubewertung des Bundesverkehrswegeplans. Gleichzeitig fehlt ein Autobahnmoratorium, damit keine weiteren Mittel in den Neubau von unnötigen Fernstraßen fließen. Künftig könnten dennoch einzelne Straßenbauprojekte entfallen.

Gefährlichen Kurs in der Wasser- und Meerespolitik vermeiden

Die neue Bundesregierung beabsichtigt die Binnenschifffahrt und die Hinterlandanbindung der Seehäfen über die großen Flüsse zu stärken. Dies wird nicht ohne weitere Verbauung und Zerstörung von Flüssen und Mündungen möglich sein und deren Entwicklung zu einem guten ökologischen Zustand mit klimaresilienter Nutzung entgegenwirken. Für die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, gemeinsam mit den Ländern, fehlen Strategie und Zeitplan. Unklar ist zudem, wie das Wasser-Management so aufgestellt wird, dass Hochwasser, wie das diesjährige, sich künftig besser abfedern lassen und so schwere Schäden und großes menschliches Leid reduziert werden können. Dazu ist ein klimaresilienten Landschaftswasserhaushalt zu entwickeln.

Im Bereich der Meerespolitik sind die Meeresoffensive zur Gesundung der Nord- und Ostsee, Wiederherstellungsmaßnahmen, Munitionsräumung und effektive Schutzgebiete mit Flächen frei von schädlichen Nutzungen gute Ansätze, um den Umweltzustand der Meere endlich zu verbessern und die Voraussetzung für einen naturverträglichen Zubau von Windenergie auf See. Doch deren Erfolg wird durch das pauschal formulierte Ausbauziel von 70 Gigawatt Offshore-Windenergie bis 2045 in Frage gestellt. Es muss klar sein, dass die ökologischen Belastungsgrenzen der Meere den Rahmen setzen, nicht allein der errechnete Bedarf. Hier muss die Koalition noch beschreiben, wie Klima-, Umwelt- und Naturschutz im Meer gemeinsam funktionieren.

Illegalen Abschuss von Wildtieren verhindern

Der NABU unterstützt die Absicht der Koalition, den Kampf gegen die Wilderei zu intensivieren und den illegalen Handel mit geschützten Arten zu unterbinden und den Vollzug durch eine Task-Force zu stärken - international und national. Hier müssen zum Beispiel rechtswidrige Greifvogel-Tötungen oder illegale Abschüsse von geschützten Arten wie Wölfen, Luchsen oder Bibern mitgedacht werden.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller sagt abschließend:
„Die NABU-Kernthemen Naturschutz und Klimaschutz sind Schwerpunkte im Koalitionsvertrag. Das ist ein großer Erfolg. Insgesamt stimmt die Richtung und wir haben das Gefühl, dass die Koalitionäre uns zugehört haben - auch, wenn sie vieles nicht so formuliert ist, wie wir es am liebsten hätten. Das Regierungsprogramm ist eine große Chance für einen ökologischen Aufbruch – es garantiert ihn aber nicht. 2022 muss ein Jahr der ökologischen Umsetzungsoffensiven sein, um den Stillstand der letzten Jahre aufzuholen. Das Regierungsprogramm sehen wir aber auch als Herausforderung für den NABU: Die ehrenamtliche Arbeit tausender NABU-Mitglieder kann dadurch in den nächsten vier Jahren auf fruchtbareren Boden fallen und gewinnt an Bedeutung. Der NABU als mitgliederstärkste Umweltorganisation in Deutschland wird die neue Bundesregierung fachlich weiter intensiv begleiten und sich konstruktiv und kritisch für wirksamen Natur- und Klimaschutz einsetzen.“

Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.)
26.11.2021

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother

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Der Eisvogel (Alcedo atthis)
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Der Eisvogel (Alcedo atthis)

27/28.11.2021

Der zur Ordnung der Rackenvögel gehörende Eisvogel ist etwa Sperlingsgroß. Die Oberseite seines Gefieders wirkt blau bis in den Farbton türkis hinein, was ihm eine hervorragende Tarnung in seinen ( Wasser ) Lebensraum ermöglicht.

Eisvögel ernähren sich hauptsächlich von kleinen Süßwasserfischen, welche von einer Warte aus angepeilt und im Stoßflug erbeutet werden. Daneben werden auch kleine Amphibien und Insekten nicht verschmäht.
Als Indikator für gesunde Gewässerbereiche hat sich der Eisvogel seit langem bewährt. Er erbrütet an den Steilufern von fließenden oder stehenden Gewässern, in einer etwa 70cm langen Brutröhre mit angrenzender Brutkammer ab etwa Anfang März seine 6 – 7 Eier. Aus diesem Gelege entwickeln sich binnen etwa 20 Tagen die Jungvögel, welche nach weiteren 25 Tagen das Erdnest verlassen.

Als Schachtelbrüter kann der Eisvogel p.a. zwei bis vier Gelege erbrüten. In Deutschland vermutet man zwischen 4.000 – 6.500 Brutpaare. Wobei rückläufige Bestandsdichten feststellbar sind. Dadurch wird der Eisvogel mittler Weile in Deutschland auf der so genannten Roten Liste ( Vorwarnstufe ) der bedrohten Vogelarten geführt.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Eisvogel im Portrait
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Gänsesäger in Bayern
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Gänsesäger in Bayern

27/28.11.2021

Bayern. Rund 400 Gänsesägerbrutpaare frequentieren den Freistaat Bayern aktuell, wobei sich ein deutliches Nord- Südgefälle darstellt.Die Donau markiert die Arealgrenze, darüber hinaus ist in den mehr nördlich gelegenen Bereichen kaum mit Gänsesägern zu rechen.

Gänsesäger erreichen Körperlängen von etwa 55 – 58 Zentimeter und werden über ein Kilogramm schwer. Bereits im Spätwinter beginnt der Gänsesäger mit der Balz um im darauf folgenden März / April mit der Eiablage zu beginnen.
Gänsesäger sind Höhlenbrüter oder auch Nischenbrüter.

In einer natürlichen oder auch gerne in einer künstlich angebrachten Höhlung ( Nistkasten )  legt er 6 – 14 Eier ab, die innerhalb 33 – 35 Tagen erbrütet werden.
Hauptbestandteil der Gänsesägernahrung sind Fische, es werden jedoch auch Schalentiere aufgenommen.

Etwa 2 – 4 Tage nach dem Schlüpfen der jungen Gänsesäger verlassen die Jungsäger meist mit einem gewagten Sprung ins Freie den Nistplatz. Mancherorts wird der Gänsesäger als Schädling angesehen, wobei diese Spezies als möglicher limitierender Faktor für ( Sekundär ) – Fischbestände angesehen wird.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Gänsesäger beim "Beutefang"
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Die Grundschule Neuschönau hat nun eine Hecke
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Die Grundschule Neuschönau hat nun eine Hecke

26/27.11.221

Erstklässler legen besonderen Lebensraum an - Projekt mit dem Nationalpark

Neuschönau. Die Hecke ist nicht nur ein Zuhause für viele Tiere wie Kröten, Igel oder Vögel. Einige Sträucher locken mit ihren nektarhaltigen Blüten auch eine Vielzahl von Insekten an.

Wie wichtig es ist, diesen Lebensraum zu schützen, haben die Erstklässler der Heinz-Theuerjahr Grundschule Neuschönau im Unterricht gelernt – und daraus zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald ein Projekt entwickelt: Die Kinder durften vor dem Schulgebäude ihre eigene Hecke pflanzen.
Im nächsten Jahr kommt eine Blühwiese hinzu

Holunder, Weißdorn, Schneeball und noch viele weitere Straucharten hatten die Nationalpark-Mitarbeiter zur Grundschule mitgebracht. „Insgesamt pflanzen wir 18 Sträucher“, erklärte Nicole Graf-Kilger vom Umweltbildungsteam. Zusammen mit Heinrich Meininger, Mitarbeiter im Pflanzen-Freigelände, mit den Teilnehmern am Freiwilligen ökologischen Jahr und mit Stefan Breit, dem Hausmeister der Grundschule, wurden zunächst die passenden Löcher für die Sträucher ausgegraben. Für das Einpflanzen waren dann schließlich die Kinder zuständig.

Nicole Graf-Kilger freute es sehr, dass sich die erste Klasse mit diesem Thema beschäftigt und das Augenmerk auf diesen besonderen Lebensraum gelenkt hat. Und nur allein mit der Pflanzaktion ist es auch nicht getan. „Wir werden nicht nur die Sträucher pflanzen, im nächsten Jahr soll auch eine Blühwiese hinzukommen, und zwar rund um den bereits bestehenden Bienenkorb“, ergänzte Lehrerin Heidi Melch, die an der Schule für die Kooperation mit dem Schutzgebiet zuständig ist. Hilfe gibt es dann vom Bund Naturschutz, der das passende Saatgut liefert.

Leitfaden wird für interessierte Schulen erarbeitet

Außerdem ist in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark ein Wildbienen- und Insektenprojekt geplant. Dabei soll gemeinsam mit den Kindern ein Insektenhotel gebaut werden. „Damit auch andere Schulen von dem Vorhaben profitieren, werden wir einen Leitfaden zur naturnahen Gestaltung von Außenbereichen und zur Nutzung für den fächerübergreifenden Umweltunterricht ausarbeiten und allen Interessierten zur Verfügung stellen“, sagt Nicole Graf-Kilger.

Am Ende des Vormittages waren sich schließlich alle Beteiligten einig: Heimat- und Sachkundeunterricht macht in dieser Form nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch doppelt lehrreich. Und nun freuen sich die Kinder darauf, wenn im Frühjahr ihre Hecke zu blühen beginnt.

Bildunterschrift:
  • In Zusammenarbeit mit dem Nationalpark konnten die Erstklässler der Grundschule Neuschönau eine Hecke pflanzen, die ein Lebensraum für viele Tiere werden soll. (Foto: Annette Nigl /Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Freyunger Straße 2
94481 Grafenau
Pressemitteilung Nr. 81/2021
Datum: 25.11.2021

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Das Rotkehlchen
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Das Rotkehlchen

26/27.11.2021

Deutschland. Ob in den Mischwäldern oder Parkanlagen und Gärten, das Rotkehlchen ist in fast allen Arealen mehr oder minder regelmäßig vertreten.Gerne in der Nähe zu Gewässerstrukturen, da hier die bevorzugte Nahrung in Form von Würmern, Spinnentieren und Insekten , meist zahlreich vorhanden ist.
Rotkehlchen (trotz roter Brustkehle) fallen im Gehölz, Dank Tarn - Oberdeckengefieder, kaum auf.Eine auffällige Ruffolge zeichnet das rund 15 Zentimeter große und 22 Gramm ( leichte ) Tier aus. Für uns ist der Gesang dieser Spezies einer der schönsten Vogelgesänge im Steigerwald überhaupt.

Im April wird das Gelege, entweder in Baumöffnungen , am Boden , oder auch in niederer Vegetation angelegt. Etwa 5 , gut getarnte Eier werden abgesetzt und innerhalb 15 Tagen erbrütet.Etwa die gleiche Zeitspanne werden die Jungvögel im Nest von den Alttieren mit proteinreicher Nahrung versorgt, um nach dem verlassen des Nistplatzes ebenfalls noch etwa 1 - 2 Wochen gefüttert zu werden. Im Juni wird meist eine Zweitbrut ( gerne an anderer Stelle wie die Erste ) angelegt.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Rotkehlchen
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Natur meets Technology® - Heidgraben
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Natur meets Technology® - Heidgraben

26/27.11.2021

Heidgraben / Schleswig - Holstein.
Artenschutz in Franken®, der Kindergarten der Gemeinde Heidgraben und die Gemeinde Heidgraben engagieren sich in hoch modernen Form für die Erhaltung der Artenvielfalt und der Vermittlung von lebendigen Umweltbildungseinheiten. Unterstützt werden wir dabei von der Deutschen Postcode Lotterie.

Ein Hightech Format ... das Element hat es wortwörtlich in sich ... modernste Technik bringt Liveaufnahmen aus einer Nisthilfenspezialentwickung auf einem Monitor der in der Kita installiert wurde.

Damit wird es den Kindern möglich sonst verborgenes Reproduktionsverhalten verschiedener Vogelarten direkt erleben zu können. Hier werden die Kinder direkt an das zunehmend wichtiger werdende Thema Artenschutz herangeführt ...



In der Aufnahme
  •     Vor wenigen Tagen wurde die Trägerkonsole eingebracht ...
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Streuobstwiesen – gefährdete Paradiese aus Menschenhand
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Streuobstwiesen – gefährdete Paradiese aus Menschenhand

25/26.11.2021

Die Zukunft der landschaftsprägenden Streuobstbestände in Bayern steht auf dem Spiel. „Um sie zu erhalten, sind viele gefordert:
Baumschulen, Safthersteller, Verbraucher, Gemeinden, die Ministerien, und auch der Landtag. Im neuen Aktionsleitfaden des BUND Naturschutz findet jeder Möglichkeiten, selbst etwas für diese wertvollen Lebensräume zu tun.
"Streuobstschutz ist eine große generationenübergreifende Gemeinschaftsaufgabe und verbindet Artenreichtum mit traditioneller Nutzung. Daher spielen auch die Verbraucher eine wichtige Rolle, die mit ihrem Einkaufsverhalten über das Schicksal der Streuobstbestände entscheiden. In unserem neuen Aktionsleitfaden findet jeder Möglichkeiten, selbst etwas für diese wertvollen Lebensräume zu tun“, so Richard Mergner, Vorsitzender des BUND Naturschutz, bei der Vorstellung des neuen BN-Leitfadens mitten in einer Streuobstwiese in Hersbruck.

Im Oktober 2021 wurde von der Staatsregierung und Verbänden ein „Streuobstpakt“ geschlossen, der bis 2035 eine Wende bringen soll. „Wir sehen darin eine riesige Chance für die Streuobstwiesen, aber nur wenn der Pakt auch mit den nötigen finanziellen Mitteln für die Umsetzung im Haushalt der Staatsregierung hinterlegt wird. Wir appellieren daher an den Landtag, in den aktuellen Haushaltsverhandlungen wirklich genug Geld für die Fördermaßnahmen und vor allem für das nötige Personal bereitzustellen“, so Mergner.

Auch der BUND Naturschutz (BN) wird seine bereits seit Jahrzehnten laufenden Aktivitäten für den Streuobstschutz verstärken und hat als Basis für künftige Aktivitäten in Kooperation mit dem „Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) nun einen fast 300 Seiten starken Aktionsleitfaden „Ein Herz für Streuobstwiesen“ veröffentlicht. Er bündelt das Wissen und die Erfahrung zahlreicher Aktiver und enthält alles Wissenswerte zum Streuobst sowie einen breiten Teil kreativer Aktionsformen zum Erhalt der Bestände. Denn, so Mergner: „Jeder kann etwas zum Streuobst-Schutz beitragen und findet in unserem Leitfaden wertvolle Hinweise von der Neuanlage über die Pflege bis hin zu kreativen Vermarktungsinitiativen, damit auch jeder Verbraucher durch gezielten Kauf von zum Beispiel Apfelsaft aus bayerischen Streuobstbeständen ihren Beitrag leisten können. Denn: Vögel würden Streuobst kaufen.“

Der BN kämpft seit Jahrzehnten für den Schutz von Streuobstwiesen vor Zerstörung, aber auch für den Erhalt durch Pflanzung, Pflege und Vermarktung. So gelang es beispielsweise in der Hersbrucker Alb, unter Federführung der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V., neue alte Apfel- und Birnbäume zu pflanzen und Bio-Streuobst-Apfelsaft zu produzieren. Auch die Ernte der von der BN-Ortsgruppe betreuten Streuobstwiesen wird so kulinarisch verwertet.

Streuobstwiesen sind ein Hort der Vielfalt. Mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten gehören sie zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Ein lichter altholzreicher Baumbestand über ungespritzten, ungedüngten blühenden Wiesen zieht Insekten, Vögel, Fledermäuse und viele andere an. Ein einziger Apfelbaum kann etwa 1000 Insektenarten beherbergen. Und auch die Obstbäume selbst haben große Vielfalt: rund 5000 traditionelle, an unterschiedlichste Standortbedingungen bestens angepasste Lokalsorten lassen für jeden Verwendungszweck die dafür am besten geeignete Obstsorte finden.

Streuobstwiesen sind dramatisch zurückgegangen: 1965 gab es rund 20 Millionen Streuobstbäume – heute nur noch etwa fünf Millionen. Diese restlichen Bestände überaltern. Allein um diese Überalterung auszugleichen, wäre jedes Jahr die Neupflanzung von ca. 50.000 Obstbäumen erforderlich. Vor allem wegen der ungebremsten Ausweisung neuer Bau- und Gewerbegebiete zählen Streuobstwiesen heute zu den am stärksten gefährdeten Biotoptypen überhaupt.

Streuobstwiesen sollen besser geschützt und erhalten werden: Daher hatte das erfolgreiche Volksbegehren Artenvielfalt 2019 zu einem verbesserten rechtlichen Schutz der Streuobstbestände geführt. Die hierzu von der Staatsregierung erlassene Streuobst-Verordnung setzt diesen Auftrag nur äußerst lückenhaft um, so dass BN und LBV gegen die Verordnung Klage eingereicht haben. Diese Klage war Anlass für den nun geschlossenen Streuobst-Pakt und ruht seit seiner Verabschiedung. Die Klage wird aber erst hinfällig werden, wenn der Streuobstpakt auch tatsächlich umgesetzt und zu einer dauerhaften Trendwende führt. Ziel des Streuobstpaktes ist der Erhalt des derzeitigen Streuobstbestands sowie die Pflanzung von insgesamt einer Million zusätzlichen Streuobstbäumen bis 2035. Das Maßnahmenpaket sieht einen Mittelbedarf von 670 Millionen Euro und ein Personalbudget im mittleren zweistelligen Bereich vor.

Mit dem BN-Aktionsleitfaden wollen wir Ideen und Hilfestellungen für den Erhalt und die Neuanlage von Streuobstwiesen geben. Der Leitfaden enthält Basisinformationen, Förderrichtlinien, Aktionsvorschläge und Handlungsempfehlungen für die Erhaltung, Pflege und Neuanpflanzung von Streuobstwiesen.


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
23.11.2021

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In der Aufnahme von Johannes Rother




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Natur meets Technology® - Tewswoos
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Natur meets Technology® - Tewswoos

 25/26.11.2021


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der DRK-Kindertagesstätte Zwergenland und der DRK Soziale Betreuungsgesellschaft Ludwigslust mbH dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Tewswoos / Mecklenburg - Vorpommern. Die Einbindung modernen Technik kann und soll das Interesse der uns nachfolgenden Generation zur Erhaltung der Biodiversität wecken.

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In der Aufnahme
  • Vor wenigen Tagen wurde die Trägerkonsole eingebracht ...
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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
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25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
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