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»Europadiplom« für Nationalpark Berchtesgaden bis 2030 verlängert
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»Europadiplom« für Nationalpark Berchtesgaden bis 2030 verlängert

 26/27.11.2020

Das „Europäische Diplom für geschützte Gebiete“, kurz: Europadiplom, ist eine vom Europarat vergebene Auszeichnung für natürliche und naturnahe Gebiete von internationaler Bedeutung und europäischem Interesse.

Die Einführung des Diploms fand im Jahr 1965 statt. Zuerst verliehen wurde das Europadiplom an Schutzgebiete in Belgien, Frankreich und im Vereinigten Königreich.

Seit 1990 ist der Nationalpark Berchtesgaden Träger der begehrten Auszeichnung, die der Europarat in regelmäßigen Abständen überprüft und neu verleiht. Neben dem Nationalpark Berchtesgaden sind bisher nur acht weitere Schutzgebiete in Deutschland mit diesem begehrten Prädikat ausgezeichnet.

Kürzlich wurde dem Nationalpark Berchtesgaden nach intensiver Prüfung das Europadiplom bis zum Jahr 2030 zuerkannt. Im offiziellen Schreiben zur Verlängerung empfiehlt der Europarat Maßnahmen wie beispielsweise eine weiterhin konsequente Umsetzung des Konzepts zum naturnahen Waldumbau in der Pflegezone sowie Forschungen zum Klimawandel.

Europaweit tragen 73 Gebiete in 29 Staaten die Auszeichnung. Nationalparkleiter Dr. Roland Baier (l.) und Ulf Dworschak (r.), Leiter des Sachgebiets Naturschutz und Planung, freuen sich über die Verlängerung des Europadiploms.

 

In der Aufnahme
Europadiplom Verlängerung
Bildnachweis (Credit: Nationalpark Berchtesgaden):


Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de
Download Pressemitteilung:
Nr.: 44/20 - PDF-Download
Pressemitteilung 17.11.2020

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Stele der Biodiversität - Lechtingen
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Stele der Biodiversität  - Lechtingen

26/27.11.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lechtingen/Wallenhorst - Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
  • Am 23.11.2020 wurde die Stele der Biodiversität mit ihren Informationseinheiten ausgestattet.
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Mit gemeinsamer Strategie die Revitalisierung des Auwalds beschleunigen
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Umweltminister Günther: »Mit gemeinsamer Strategie die Revitalisierung des Auwalds beschleunigen«

26/27.11.2020

  • Autorenpapier schlägt übergreifenden Ansatz für Rettung des Auwalds vor

Mit einem Strategiepapier zur Zukunft des Auwalds will das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft die Revitalisierung des Leipziger Auensystems beschleunigen.

Im Zuge des von Umweltminister Wolfram Günther angestoßenen Prozesses zur systematischen Rettung des Auwalds haben dreizehn Fachleute aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden in einem drei Monate dauernden Prozess das Papier erstellt. Federführend dabei ist das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig.
Umweltminister Günther: »Der Auwald ist eine einzigartige Landschaft inmitten einer wachsenden Großstadt. Klimawandel und umfangreiche wasserbauliche Maßnahmen der zurückliegenden Jahrzehnte bedrohen dieses wertvolle Ökosystem. Wir müssen handeln. Darüber besteht Einigkeit. Mit dem Papier haben wir zum ersten Mal einen umfassenden ökologischen und bereichsübergreifenden Ansatz für die Revitalisierung des Leipziger Auensystems in der Hand. Damit haben wir jetzt die Chance, die vielen verschiedenen Interessenträger rund um den Auwald hinter einer gemeinsamen Strategie zu versammeln, sprich, Verbände, die beteiligten Kommunen, Landkreise, Landestalsperrenverwaltung, forstliche Nutzer, Landwirtschaft und die vielen anderen Nutzerinnen und Anrainer in und um den Auwald. Ich freue mich darauf, auf Grundlage des Strategiepapiers die Gesundung des Auwalds zu gestalten – gemeinsam mit den regionalen Akteurinnen und Akteuren und mit der fachlichen Begleitung der Autorengruppe.«

Unter der Überschrift »Dynamik als Leitprinzip« beschreibt das Papier in zehn Thesen die ökologischen Grundprinzipien für den Erhalt der Leipziger Auenlandschaft und ihrer Ökosystemleistungen. Zudem diskutiert das Papier spezifische Herausforderungen für einzelne Lebensräume und formuliert Bedingungen für eine erfolgreiche Revitalisierung. Das Papier listet mehr als 70 Maßnahmen für die Revitalisierung auf. Neben Sofortmaßnahmen wie Deichentwidmungen, Änderungen im Steuerregime von Auslassbauwerken oder der Anbindung von Altarmen finden sich im Papier auch Maßnahmen, die komplexe planungsrechtliche Voraussetzungen haben beziehungsweise zunächst mit Anrainern und lokalen Interessenträgern abgestimmt werden müssen.

Die Autorinnen und Autoren des Papiers fordern den Vorrang für Naturschutz und Wiederherstellung der ökologischen Leistungsfähigkeit der Auen und treten für einen systemischen Ansatz ein, der die Themen Landnutzung und ökologischer Hochwasserschutz ebenso einschließt wie die Auswirkungen des Klimawandels, die touristische Nutzung des Auwalds und das Thema Abwassermanagement.

Das Papier liefert die Basis für die Realisierung und Bewertung von Sofortmaßnahmen, für ein Gesamtumsetzungskonzept sowie für die Einrichtung eines Naturschutzgroßprojekts im Leipziger Auensystem.

Umweltminister Günther dankte den Autorinnen und Autoren des Papiers und sprach sich dafür aus, an den notwendigen innerbehördlichen Abstimmungsprozess rasch die Diskussion mit Interessenträgern und Betroffenen in und um den Auwald über konkrete Maßnahmen anzuschließen.

Das Papier ist unter folgendem Link abrufbar:
https://www.ufz.de/export/data/global/245354_DP_9_2020_Wirthetal.pdf

Quelle
Sächsische Staatskanzlei Archivstraße 1
01097 Dresden
Telefon:     +49 351 564-0
Telefax:     +49 351 564-10999
E-Mail:      info@sk.sachsen.de
23.11.2020, 14:32 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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In der Aufnahme von Caspar von Zimmermann

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Ministerpräsident Markus Söder muss das Anbindegebot ...
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Ministerpräsident Markus Söder muss das Anbindegebot endlich wieder herstellen

26/27.11.2020

  • Der Flächenfraß, das „Anbindegebot“, dessen Lockerung und die damit drohende noch stärkere Zersiedelung waren in den Jahren 2015 bis 2019 beherrschende Themen der Landespolitik. Auf Druck von Naturschützern erklärte Ministerpräsident Söder damals, das gelockerte Gebot werde wieder einkassiert. Doch das ist bis heute nicht geschehen.

Das sogenannte „Anbindegebot“ und das „Riedberger Horn“ waren in den Jahren 2015 - 2019 beherrschende Themen der Landespolitik. Ausgelöst durch die Umfragen und später den Wahlschock der CSU, die in der Landtagswahl im Oktober 2018 über 10% Stimmenverluste hinnehmen musste, versprach der Ministerpräsident Dr. Markus Söder Besserung. Er erklärte, die Herausnahme des Riedberger Horns aus der Schutzzone des Alpenplans werde rückgängig gemacht und die erst wenige Jahre vorher durchgesetzte Verwässerung des Anbindegebotes wieder einkassiert.

Das war ein großer Erfolg von zivilgesellschaftlichen Bündnissen für den Schutz des Riedberger Horns und des Volksbegehren gegen den Flächenfraß. Bei der letzten Sitzung des bayerischen Bündnisses zum Flächensparen am 9.11.2020, dem auch der BUND Naturschutz angehört, wurde bekannt, dass das gelockerte Anbindegebot weiter gilt und angewandt werden soll.
So soll das umstrittene Gewerbegebiet Teublitz im Landkreis Schwandorf nach der immer noch geltenden verwässerten Regel genehmigt werden. Auch das geplante und vom BN vor Gericht beklagte Interkommunale Gewerbegebiet Argental im Landkreis Lindau wurde so genehmigt. Das geplante und ebenso seit Jahren bekämpfte Interkommunale Gewerbegebiet Interfranken im Landkreis Ansbach könnte – nach gerichtlichem Stopp – doch noch genehmigt werden. Die zur Streichung des Paragrafen nämlich nötige Änderung des Landesentwicklungsprogrammes (LEP) wird seit zwei Jahren verschleppt. Nach Rückfragen in der Bündnissitzung wurde mitgeteilt, dass das Bay. Wirtschaftsministerium zunächst für Frühjahr 2021 eine Ministerrunde zur geplanten LEP-Fortschreibung plant und dann die üblichen Anhörungen stattfinden sollen.

„Wozu braucht es noch eine Ministerrunde, wenn die Zusage des Ministerpräsidenten seit zwei Jahren vorliegt, den Paragrafen zu streichen? Das geplante Gewerbegebiet Teublitz im Landkreis Schwandorf, das Gewebegebiet Argental im Landkreis Lindau, das Gewerbegebiet Interfranken im Landkreis Ansbach und ähnliche Ausnahmeprojekte dürfen auf dieser Basis nicht umgesetzt werden. Notfalls braucht es eine vorgezogene LEP-Änderung für diesen Punkt, so wie es beim Riedberger Horn wenige Wochen vor der Landtagswahl gemacht wurde. Wir nahmen den Ministerpräsidenten beim Wort. Er muss es auch halten“, so Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BN.
Das Anbindegebot im Landesentwicklungsprogramm

Das Anbindegebot besagte bis 2018, dass neue Siedlungen nur angebunden an bestehende Siedlungen ausgewiesen werden dürfen. Damit setzt diese für die Kommunen verbindliche Vorschrift zentral den §141 der Bayerischen Verfassung um: „Es gehört zu den vorrangigen Aufgaben von Staat, Gemeinden und Körperschaften des öffentlichen Rechts, (…) kennzeichnende Orts- und Landschaftsbilder zu schonen und zu erhalten.“ Das Anbindegebot hat jahrzehntelang dazu beigetragen, dass die Städte und Dörfer in Bayern – anders als z. B. im Rhein-Maingebiet oder in Norditalien - noch weitgehend zusammenhängend existieren und schlimmste Zersiedelungen der Landschaft vermieden, zumindest gebremst wurden.

Es wurde am 9. November 2017 trotz erheblichen Widerstandes im Rahmen einer Fortschreibung des Landesentwicklungsprogrammes auf Betreiben der CSU im Landtag geändert und trat am 1.3.2018 in Kraft. Über 10.000 Menschen hatten sich im November 2016 noch mit einer Petition an den Bayerischen Landtag gewandt, die Änderung nicht vorzunehmen: „Mit der aktuellen Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms droht eine Amerikanisierung der Landschaft, mit vielen neuen Gewerbegebieten auf der Grünen Wiese und Siedlungsbändern entlang von Autobahnen und großen Bundesstraßen. Das Vorhaben ist dazu geeignet, die Reste intakter bayerischer Kulturlandschaft dem ruinösen Wettbewerb der Kommunen um Ge-werbeansiedlungen zu opfern“, so der damalige Landesvorsitzende des BUND Naturschutz (BN), Hubert Weiger, bei der Übergabe der Petition.

Mit der Änderung des Landesentwicklungsprogrammes wurden zusätzliche Ausnahmen möglich: Nun durften generell Gewerbegebiete an den Ausfahrten aller vierspurigen Straßen entstehen. Wenn Gemeinden sich bei der Gewerbegebietsausweisung zusammentaten, dürfen Sie überall auf der grünen Wiese ausweisen. Auch Freizeiteinrichtungen oder Hotels durften auf der grünen Wiese abseits der Orte entstehen.

Die Proteste aus der Gesellschaft, einem breiten Fachbündnis aus Planern, Architekten, Heimatpflegern und Naturschützern in der Initiative „Das bessere LEP für Bayern“, aus SPD und Bündnis 90-Die Grünen und die Landtagswahlergebnisse von Ende 2018 trugen dazu bei, dass die Lockerungen wieder zurückgenommen wurden. So zumindest die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder.
 
Für Rückfragen
Tom Konopka
Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken
Tel. 09 11 / 8 18 78 24
tom.konopka@bund-naturschutz.de



Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
23.11.2020


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Ulrich Rösch

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Naturnahe Grabensysteme in der Entwicklung
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Naturnahe Grabensysteme in der Entwicklung

25/26.11.2020

Oberer/Nördlicher Steigerwald.
Da anscheinend kaum mehr eine Vorstellung darüber besteht über was wir eigentich unter dem Ökosystem naturnahes Graben- Wegrandstreifen verstehen und damit mit unseren Worten wohl nur unzureichend beschreiben können haben wir einige Aufnahmen mitgebracht welche diese Bereiche sichtbar werden lassen.

Hier sei jedoch angemerkt das diese Bereiche eine Entwicklung durchlaufen die es effektiv zu managen gilt um sie in ihrer Funktion zu erhalten. Mit den landläufig als Pflegeeingriff bezeichneten Arbeiten am Grabensystem hat das jedoch nichts zu tun.


In der Aufnahme
  • Wegrand - Grabensysteme und Randstreifen die sich als wertvolles Ökosystem finden wollen.
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Nachhaltige Grabenpflege im "naturnahen" Wirtschaftswald
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Nachhaltige Grabenpflege im "naturnahen" Wirtschaftswald

Teil II

25/26.11.2020

Oberer/Nördlicher Steigerwald
. Gar als "Pflegeeingriff" werden Maßnahmen an Grabensystemen bezeichnet.

  • Was wird denn hier gepflegt?

Der Wasserablauf im, nach eigenen aussagen naturnah bewirtschafteten Wald, den sich "die Natur" immer wieder versucht in eine naturnahe Form zu bringen? Die Artenvielfalt wird hier in jedem Fall wohl nicht gemeint sein denn nach einem solchen "Pflegeeingriff" ist ein großer Teil der vormals hier lebenden Vielfalt nicht mehr präsent.

  • Und abermals bemüht sich "die Natur" uns zu zeigen wie eine Naturnähe auszusehen hat.

Bis zum nächsten "nahturnahen Pflegeeingriff" ....


In der Aufnahme
  • Ein als Pflegeeingriff bezeichneter Eingriff in das Ökosystem Waldgraben ...
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Dünner (Steiger) - Wald und jetzt .... Teil IIII
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Dünner (Steiger) - Wald und jetzt .... Teil IIII

25/26.11.2020


Wir beobachten stetig wie sich auch die Waldstruktur des Nördlichen und Oberen Steigerwaldes zunehmend verändert.

Immer wieder wird kommuniziert das die Wälder dichter und älter werden ... der Anteil des Altholzes soll gar zunehmen und so ist es für uns immer wieder spannend die "Zunahme" auch in Aufnahmen zu dokumentieren. Nun da die Bäume (oder besser Bäumchen) ihr Laub weitestgehend verloren haben ist wohl der beste Zeitpunkt diese Veränderung auch zu belegen.
Nun es gilt schon ganz genau hinzusehen wenn diese Zunahme des Altholzes erkannt werden soll. In unseren Augen kann dort wo wir uns über mehrer Stunden bewegt haben und rund 12 Kilometer an Wegstrecke hinter uns gebracht haben, eine solche Zunahme nicht erkannt haben.

Eventuell setzen wir das Alter des "Altholzes" auch falsch an .... oder wir bewegen uns nicht an den richtigen Stellen ... und das wollen wir ändern denn wir werden flächig dokumentieren und das über die kommenden Monate hinweg ... dannn werden wir erkennen ob wir falsch lagen ...

Mehr Eindrücke zum "Dünnen-Steigerwald" ....



In der Aufnahme
  • Mehr und mehr verändert der Obere-Nördlichere Steigerwald sein Gesicht ... ... nach den Vorgaben unserer Organisation wie sich ein der Natur naher Wirtschaftswald aussehen muss hat das in unseren Augen seit geraumer Zeit überhaupt nichts mehr zu tun!
  • Wenn die Natur eine solche Entwicklung präferiern würde dann würden Waldabteilungen die seit Jahrzehnten unter strengem Schutz stehen gleichartig aussehen ... aber komischerweise sehen diese eben nicht so aus!
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Wilhelma stärkt Pantanal-Nothilfe und Projekt für Riesengürteltiere
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Waldbrände: Wilhelma stärkt Pantanal-Nothilfe und Projekt für Riesengürteltiere

25/26.11.2020

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Sonst wären dieses Jahr wohl die Flächenbrände das globale Thema Nummer Eins. Denn 2020 brennt es dauerhaft an allen Ecken und Enden. Die Buschbrände in Australien, die Waldbrände an der Westküste der USA und der brennende Regenwald in Südamerika: Die größten Hotspots haben auf mehreren Kontinenten eine Verwüstung von nie gekanntem Ausmaß erreicht und Millionen von Hektar zerstört.

Die Wilhelma in Stuttgart trägt jetzt mit einer Nothilfe-Spende dazu bei, die aktuelle Umweltkatastrophe im Pantanal im Südwesten Brasiliens einzudämmen. Zudem geht sie vor Ort eine Kooperation ein, um das Überleben der Riesengürteltiere langfristig zu sichern.
Das weltgrößte Feuchtgebiet hat eine herausragende Bedeutung für die Artenvielfalt. Doch liegt diese Region mit den Dimensionen von Großbritannien bereits zu einem Viertel in Asche – und es lodert weiter. In der stärksten Dürre seit 50 Jahren blieben die Überschwemmungsgebiete des Rio Paraguay selbst während der jüngsten Regenzeit trocken. Die Heimat von mehr als 120 Säugetier-Arten, wie Jaguar, Puma und Ozelot, aber auch des bereits vom Aussterben bedrohten Riesenotters, steht auf dem Spiel. Hinzu kommen hunderte Vogelarten sowie ungezählte Spezies von Fischen, Reptilien und Amphibien. Während die berühmten blauen Hyazinth-Aras der Feuersbrunst davonfliegen können, kommen die Bodenbewohner entweder direkt im Flammenmeer um oder verlieren ihre Lebensgrundlage. Über 2000 Pflanzenarten sind ebenso in Gefahr.

Die Wilhelma nimmt nun umgerechnet 25.000 Dollar aus ihrem Artenschutz-Budget und Spenden ihrer Gäste in die Hand, um den Kräften vor Ort in dem Naturschutzgebiet die nötigsten Arbeitsmittel zu finanzieren: persönliche Schutzausrüstung für die Brandbekämpfer, wie Feuerwehr-Helme, feuerbeständige Kleidung und Wasserrucksäcke, sowie veterinärmedizinische Ausrüstung für die Tiernotrettung. Eine Partnerin ist die Federal University of Mato Grosso, deren Tierklinik verletzte Jaguare, Tapire und Ameisenbären behandelt. Es fehlt an den absoluten Grundlagen, weil die brasilianische Umweltbehörde Ibama stark unterfinanziert ist.

"Große Gemeinschaftsaufgabe"

Als Zoologisch-Botanischer Garten ist die Wilhelma selbst ein herausragender Hort der Artenvielfalt: Sie hegt und pflegt in Stuttgart rund 1200 Tierarten sowie 8500 Pflanzenarten und -sorten. Die historische Parkanlage verfügt außerdem über 160 Baumarten. „Unser Anspruch ist es, nicht nur die Vielfalt bei uns durch die Erhaltungszucht zu bewahren und unseren Gästen Umweltthemen nahezubringen“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin, „sondern wir wollen gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern auch vor Ort die ursprünglichen Lebensräume der Tiere und Pflanzen schützen. Wir hoffen auf Mitstreitende, denn alleine kann das niemand leisten. Das ist eine große Gemeinschaftsaufgabe.“ Dazu gehört es auch, die lokalen Konflikte zwischen Mensch und Tier zu mindern. So töten Imker in Brasilien Riesengürteltiere, weil diese sich unter anderem von ihren Bienenvölkern ernähren. Die Wilhelma startet deshalb jetzt eine Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Giant Armadillo Conservation Project (GACP). Das Programm hilft den Imkern, ihre Bienen vor den Übergriffen des Gürteltiers zu schützen. Überdies ist geplant, den Honig zu zertifizieren und international zu vermarkten, um der einheimischen Bevölkerung so einen auskömmlichen Lebensunterhalt  zu ermöglichen, der die Natur nicht ausbeutet. So soll auch die Brandrodung eingedämmt werden, mit der sich die Bauern langfristig ihrer eigenen Existenzgrundlage berauben. (kni)
Pressefotos

In der Aufnahme
- Das Team der Tierklinik der Federal University of Mato Grosso zeigt einen geretteten Ameisenbären, den es gerade an seinen verbrannten Pfoten verarztet hat.
Foto: Patricia Medici


Quelle
Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart
Lieferanschrift: Wilhelma 13, 70376 Stuttgart
Postanschrift: Postfach 50 12 27, 70342 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 / 54 02 0
Fax: +49 (0)711 / 54 02 22 2

E-mail: info@wilhelma.de
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Nachhaltige Grabenpflege im "naturnahen" Wirtschaftswald
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Nachhaltige Grabenpflege im "naturnahen" Wirtschaftswald

24/25.11.2020

Oberer/Nördlicher Steigerwald. Abermals ist es uns gelungen eindrucksvolle Impressionen aus einem "naturnahen" (oder was manche unter naturnah verstehen) Wirtschaftswald bildgebend festzuhalten.

Trockenheit in Deutschlands Wäldern - Baumsterben .. Waldsterben .. war da nicht etwas?
War da nicht etwas ... Waldtrockenheit? - Nie davon gehört ... und noch immer wird mit in unseren Augen solch sinnlosen und artzerstörerischen Maßnahmen dafür gesorgt das Regenwasser schnell aus den naturnahen (wenn die Natur gewollt hätte das Wasser rasch abfließt dann hätte sie im Wald wohl auch Gräben angelegt und diese ausgebaggert) Wäldern abläuft ...

Und so wir als das gemacht was über Jahrzehnte gemacht wurde .. es wird gebaggert und davon berichtet das wir uns hier in einem naturnah bewirtschafteten Wald befinden .. gut das man uns davon berichtet hat denn sonst hätten wir es tatsächlich nicht gemerkt ....


In der Aufnahme
  • Wo sich noch bis vor wenigen Tagen ein sich findendes Ökosystem befand wurde dieses abermals eliminiert ... Grabenpflege nennt sich ein solcher Einsatz ... doch ob ein solcher Ansatz zu einer Waldbewirtschaftung passt die sich die Naturnähe auf die "Fahne geschrieben" hat? Hier ist es nach unserem Verständnis an der Zeit ein mögliches vorhandenes Naturschutzkonzept dringlich nachzuschärfen denn Grabensysteme sind mehr als nun Rinnen die Wasser aus dem Wald ableiten!
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Nachhaltige Grabenpflege im naturnahen Wirtschaftswald
Bild zum Eintrag (1038352-160)
Nachhaltige Grabenpflege im "naturnahen" Wirtschaftswald -Teil II mit umfangreicher Diashow-Dokumentation!

24/25.11.2020

Oberer/Nördlicher Steigerwald. Abermals ist es uns gelungen eindrucksvolle Impressionen aus einem "naturnahen" (oder was manche unter naturnah verstehen) Wirtschaftswald bildgebend festzuhalten.

Und obwohl wir in den vergangenen Jahrzehnten doch schon das eine oder andere "Interessante" und "Unglaubliche" in naturnah und nachhaltig bewirtschafteten Waldabteilungen gesehen und dokumentiert haben, sind wir tatsächlich noch immer von dem was manch andere unter naturnah zu verstehen ist überrascht.

Eine Überraschung war es auch das gerade diese Waldabteilung, die sich in den Sommermonaten als Oase auch für die "Spanische Flagge "  - Art der Vorwarnliste in Bayern - siehe auch den wichtigen Hinweis zur Artpräsenz auf den Seiten der LfU https://www.lfu.bayern.de/natur/natura_2000/ffh/tier_pflanzenarten/doc/schmetterlinge.pdf - so eindrucksvoll hervorgetan hatte als "Überraschungsort der Nachhaltigkeit im naturnahen Wirtschaftswald" ausgewählt wurde.

Hier ist die "Überraschung" nach unserer Meinung sehr gut "gelungen" ... wir sind sprachlos.. obwohl wir das eigentlich sehr selten sind ... hier wäre es wohl wichtig und richtig gewesen vor solchen in unseren Augen unsäglichen und sinnlosen Einsätzen auch einmal auf die Seiten der LwF unter https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/biodiversitaet/dateien/spanische_flagge.pdf ... zu sehen und nachzulesen welche Schutzmaßnahmen hier erforderlich sind diese Art in naturnahen Wäldern zu sichern …

Zusammenfassend können wir vermelden ... surprise - surprise ... "Überraschung" gelungen ... doch sehen Sie selbst und lassen auch Sie sich überraschen, was in einem naturnahen Wirtschaftswald so alles an Naturnähe umgesetzt wird!


In der Aufnahme
Zusammengefasst ... Überraschung gelungen ... besonders die Spanische Flagge und mit ihr zahlreiche Arten werden sich über diese gelungene Überraschung freuen ... in den Augen des Artenschutz in Franken® ein Zeichen das hier kein Fingerspitzegefühl zur Arterhaltung vorhanden scheint denn sonst wäre dieser "Pflegeeingriff" in ganz anderer Form generiert worden und hätte dem Ansatz einer naturnahen Waldbewirtschaftung zum Vorteil gereicht ...
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Dünner (Steiger) - Wald und jetzt .... Teil III
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Dünner (Steiger) - Wald und jetzt .... Teil III

24/25.11.2020


Wir beobachten stetig wie sich auch die Waldstruktur des Nördlichen und Oberen Steigerwaldes zunehmend verändert.

Immer wieder wird kommuniziert das die Wälder dichter und älter werden ... der Anteil des Altholzes soll gar zunehmen und so ist es für uns immer wieder spannend die "Zunahme" auch in Aufnahmen zu dokumentieren. Nun da die Bäume (oder besser Bäumchen) ihr Laub weitestgehend verloren haben ist wohl der beste Zeitpunkt diese Veränderung auch zu belegen.
Nun es gilt schon ganz genau hinzusehen wenn diese Zunahme des Altholzes erkannt werden soll. In unseren Augen kann dort wo wir uns über mehrer Stunden bewegt haben und rund 12 Kilometer an Wegstrecke hinter uns gebracht haben, eine solche Zunahme nicht erkannt haben.

Eventuell setzen wir das Alter des "Altholzes" auch falsch an .... oder wir bewegen uns nicht an den richtigen Stellen ... und das wollen wir ändern denn wir werden flächig dokumentieren und das über die kommenden Monate hinweg ... dannn werden wir erkennen ob wir falsch lagen ...

Mehr Eindrücke zum "Dünnen-Steigerwald" ....


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Hilfe für den Wendehals, den Vogel, der den Kopf verdreht
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Hilfe für den Wendehals, den Vogel, der den Kopf verdreht

23/24.11.2020

  • Umweltministerin Priska Hinz: „Neues Artenhilfskonzept Wendehals soll Aussterben der Art in Hessen verhindern“

„Der Wendehals gehört zu den in Hessen vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Bestandsschätzungen gehen aktuell nur noch von 200 bis 300 Brutpaaren landesweit aus.


Um diesen dramatischen Rückgang zu stoppen, hat die Staatliche Vogelschutzwarte ein Artenhilfskonzept mit konkreten Maßnahmen zum Schutz des Wendehalses, erarbeitet, die jetzt zielgerichtet umgesetzt werden“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden.
Der Wendehals, ein typischer Bewohner von Streuobstwiesen, ist auf die Kombination geeigneter Nistmöglichkeiten mit einem ausreichenden Nahrungsangebot angewiesen. Er benötigt Orte wie Spechtlöcher und natürliche Baumhöhlen um zu nisten und unbefestigten, offenen Boden, um Nahrung zu finden. „Maßnahmen wie der Erhalt von Höhlenbäumen und „Baumruinen“, sowie von artenreichen Grünlandflächen und die Nachpflanzung von Streuobstbeständen sowie Nisthilfen, dienen dazu, dem Wendehals Lebensraum und Nahrung zu sichern. Auch weitere bedrohte Arten wie Gartenrotschwanz, Grünspecht oder Steinkauz profitieren davon“, erklärte die Ministerin.

Mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen. „Um diese biologische Vielfalt nachhaltig zu stabilisieren erarbeiten wir derzeit eine eigene Streuobstwiesenstrategie. Zusätzlich fördert das Land sowohl über das hessische Programm für Agrarumweltmaßnahmen (HALM), als auch über Mittel des Artenschutzes, der Biodiversitätsstrategie und durch die Umweltlotterie GENAU den Schutz und Erhalt dieses Lebensraumes. Auch Bundesmittel werden in das Biotop der Streuobstwiesen gelenkt. Insgesamt steht in diesem Jahr die Rekordsumme von insgesamt 24,4 Millionen Euro zur Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen bereit“, erklärte die Ministerin.

Das Artenhilfskonzept steht als Download auf der Homepage der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland unter https://vswffm.de unter „Downloads“ bereit.


Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Telefon:
+49 611 815 1020
E-Mail: pressestelle@umwelt.hessen.de
Thema: Naturschutz & Klimaschutz
21.11.2020
Pressestelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother

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Die Haubenmeise
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Die Haubenmeise

23/24.11.2020

Deutschland
. Eine der auffälligsten ( wenn man sie den sieht ) Meisenarten ist die Haubenmeise. Etwa Mitte April beginnt der , etwa 13 cm kleine und rund 13 Gramm leichte Vogel, mit der Fortpflanzung. In eine Baumhöhle werden meist 8 - 9 Eier gelegt und etwa 16 - 18 Tage bebrütet. Nisthilfen werden relativ selten / zögerlich besiedelt.

Der sehr ortstreue Vogel, füttert seinen Nachwuchs etwa 21 Tage intensiv mit Insekten und Spinnentiere.
Wenn es Klima und Nahrung zulassen, gelingt der Haubenmeise das eine oder andere Mal auch eine Zweitbrut, die gerne in der selben Baumhöle angelegt wird. Nach Abschluss der Fortpflanzung schließen sich Haubenmeisen gerne gleichartigen oder fremden Meisenarten an, und bildet kleine Gruppen.


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Im Winter kann mn diese Art regelmäßig an den Fütterungen beobachten.
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Artenschutz und Umweltbildung werden sichtbar
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Artenschutz und Umweltbildung werden sichtbar

23/24.11.2020

Im kommenden März wird Artenschutz in Franken® 25 Jahre ... innerhalb dieses Vierteljahrhunderts, das für uns wie im Fluge verging, entwickelte sich unsere Organisation ständig weiter.

Diese Entwicklung wird nicht " nur" an der hohen Mitglieder- und Besucherzahl unserer Webpräsenz erkennbar. In vielen hundert, bevorzugt innovativen Einzelprojekten gelang es uns gemeinsam mit tausenden von Mitbürgern sichtbare Wege zu beschreiten um die Welt  in der wir gemeinsam leben und damit die Artenvielfalt auch für die uns nachfolgende Generation zu erhalten.
Diesen Weg werden wir auch in Zukunft weiter intensiv beschreiten, auch wenn dieser Weg nach allem was wir erkennen keinesfalls einfacher werden wird. Im Gegenteil, die Herausforderungen nehmen tagtäglich zu. Lebensräume schwinden. Mehr und mehr Tier- und Pflanzenarten kämpfen um ihr Überleben. Das Wissen über die uns noch begleitende Artenvielfalt (ver)- schwindet aus den "Köpfen unserer Gesellschaft".

Umso wichtiger erscheint es uns diesen Arten die kaum eine Lobby besitzen eine Stimme zu geben und sich für deren Erhaltung zu engagieren. Mehr noch über gezielte Umweltbildungseinheiten möchten wir den Verlust an Wissen stoppen und wieder in die "Köpfe der Gesellschaft" bringen.

Denn dieses Engagement dient auch und gerade dem Schutz und der Erhaltung unseres Planeten damit unserer Kinder und Enkelkinder. Damit auch sie noch eine an Arten reiche, lebens- und liebenswerte Welt mit dem Namen Erde vorfinden.

Artenschutz in Franken® - ein Vierteljahrhundert ehrenamtliches Engagement zur Erhaltung der Lebensgrundlagen für die uns nachfolgenden Generationen.
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Nachhaltige Grabenpflege im naturnahen Wirtschaftswald
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Nachhaltige Grabenpflege im "naturnahen" Wirtschaftswald

23/24.11.2020

Oberer/Nördlicher Steigerwald. Abermals ist es uns gelungen eindrucksvolle Impressionen aus einem "naturnahen" (oder was manche unter naturnah verstehen) Wirtschaftswald bildgebend festzuhalten.

Und obwohl wir in den vergangenen Jahrzehnten doch schon das eine oder andere "Interessante" und "Unglaubliche" in naturnah und nachhaltig bewirtschafteten Waldabteilungen gesehen und dokumentiert haben, sind wir tatsächlich noch immer von dem was manch andere unter naturnah zu verstehen ist überrascht.

Eine Überraschung war es auch das gerade diese Waldabteilung, die sich in den Sommermonaten als Oase auch für die "Spanische Flagge "  - Art der Vorwarnliste in Bayern - siehe auch den wichtigen Hinweis zur Artpräsenz auf den Seiten der LfU https://www.lfu.bayern.de/natur/natura_2000/ffh/tier_pflanzenarten/doc/schmetterlinge.pdf - so eindrucksvoll hervorgetan hatte als "Überraschungsort der Nachhaltigkeit im naturnahen Wirtschaftswald" ausgewählt wurde.

Hier ist die "Überraschung" nach unserer Meinung sehr gut "gelungen" ... wir sind sprachlos.. obwohl wir das eigentlich sehr selten sind ... hier wäre es wohl wichtig und richtig gewesen vor solchen in unseren Augen unsäglichen und sinnlosen Einsätzen auch einmal auf die Seiten der LwF unter https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/biodiversitaet/dateien/spanische_flagge.pdf ... zu sehen und nachzulesen welche Schutzmaßnahmen hier erforderlich sind diese Art in naturnahen Wäldern zu sichern …

Zusammenfassend können wir vermelden ... surprise - surprise ... "Überraschung" gelungen ... doch sehen Sie selbst und lassen auch Sie sich überraschen, was in einem naturnahen Wirtschaftswald so alles an Naturnähe umgesetzt wird!


In der Aufnahme
Zusammengefasst ... Überraschung gelungen ... besonders die Spanische Flagge und mit ihr zahlreiche Arten werden sich über diese gelungene Überraschung freuen ... in den Augen des Artenschutz in Franken® ein Zeichen das hier kein Fingerspitzegefühl zur Arterhaltung vorhanden scheint denn sonst wäre dieser "Pflegeeingriff" in ganz anderer Form generiert worden und hätte dem Ansatz einer naturnahen Waldbewirtschaftung zum Vorteil gereicht ...
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Erster Fall von Geflügelpest in Bayern
Glauber: Erster Fall von Geflügelpest in Bayern

22/23.11.2020

Schutz der Nutztiere im Mittelpunkt

Ein erster aktueller Fall von Geflügelpest in Bayern ist amtlich bestätigt: Im Rahmen des bayerischen Wildvogelmonitorings wurde im Landkreis Passau am 19. November bei mehreren gesund erlegten Wildenten das Geflügelpest-Virus – auch Vogelgrippe genannt – vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest und insbesondere zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel wird deshalb im gesamten Landkreis Rottal-Inn und in großen Teilen des Landkreises Passau eine Aufstallungspflicht für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet werden.

Das teilte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München mit: "Bayern geht entschlossen gegen die Ausbreitung der Geflügelpest vor. Es ist wichtig, eine Ausweitung der Geflügelpest auf das Haus- und Nutzgeflügel zu verhindern. Wir stehen in Kontakt mit allen Beteiligten und beobachten die Situation genau. Unser Wildvogelmonitoring war als Frühwarnsystem erfolgreich. Wir haben die Geflügelpest erkannt, bevor sie unsere Nutzgeflügelbestände erreichen konnte. Wir werden das bestehende Wildvogelmonitoring weiter intensivieren."

Die Stallpflicht gilt sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten. Die Umsetzung der Stallpflicht und der Erlass der dafür notwendigen Allgemeinverfügung liegen in der Zuständigkeit der Kreisverwaltungsbehörden. Die Anordnung erfolgt anhand einer speziell für Bayern entwickelten Risikobewertung auf Grundlage bundeseinheitlicher Beurteilungskriterien. Dabei werden unter anderem die geographischen Gegebenheiten wie zum Beispiel bekannte Sammelplätze von durchziehenden Wildvögeln sowie Rast- und Ruheplätze an oder in der Nähe von Gewässern herangezogen. Glauber betonte: "Wir wollen den bestmöglichen Schutz für das Haus- und Nutzgeflügel.

Ich weiß, welche Herausforderungen eine Aufstallungspflicht mit sich bringt. Wir setzen auf gezielte, risikobasierte und zeitlich begrenzte Maßnahmen, um einen Eintrag der Vogelgrippe in Geflügelbetriebe verhindern zu können. Wir rufen alle Geflügelhalter zur Wachsamkeit auf: Die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen sind unbedingt einzuhalten. Jeder direkte oder indirekte Kontakt zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel muss vermieden werden."

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Geflügelpest in Deutschland und Bayern werden aktuell in allen Landkreisen und kreisfreien Gemeinden in Bayern mit Unterstützung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf Grundlage einer Risikobewertung mögliche Präventionsmaßnahmen für die Geflügelhaltungen geprüft.


Bürger, die tote Vögel auffinden, sollten diese nicht anfassen und entsprechende Funde den lokalen Behörden melden. Eine Ansteckung des Menschen über Wildvögel oder deren Ausscheidungen ist nach dem bisherigen Kenntnisstand noch nicht bekannt geworden.

 
Aktuelle Informationen zur Vogelgrippe in Bayern gibt es unter:
https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/

Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Telefon: +49 89 9214-00
Fax: +49 89 9214-2266
E-Mail:poststelle@stmuv.bayern.de
Pressemitteilung Nr. 125/20
Datum: 20.11.2020

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Wald: Beteiligung stärkt Aufbau-Projekte
Wald: Beteiligung stärkt Aufbau-Projekte

22/23.11.2020


  • WWF- und IUFRO-Studie untersucht, welche Faktoren zum Erfolg von Waldaufbau-Projekten beitragen

Berlin, 20.11.2020: J
ährlich verschwinden über 11 Millionen Hektar Waldfläche auf der Welt – das ist in etwa die Fläche Bulgariens. Neben dem Schutz von Wäldern ist es deshalb wichtig, bisherige Programme zur Wiederherstellung der Waldlandschaften (Forest Landscape Restoration, FLR) zu beschleunigen und auszuweiten.

Eine Studie des WWF und des Internationalen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (IUFRO) zeigt, wie dies gelingen kann: Lokale Einbindung, starke politische Signale und langfristige Finanzierung sind wesentliche Erfolgsfaktoren. „Die Studie bestätigt die WWF-Vision: Nur gemeinsam können wir den Wald schützen. Für einen dauerhaften Erfolg braucht es aber auch Gelder im großen Stil.

Die notwendige Langzeitfinanzierung ist aktuell nicht gewährleistet – hier sollte auch Deutschland dringend nachbessern“, kommentiert Dr. Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland.
In ihrer Studie nehmen WWF und IUFRO zehn Fallbeispiele genauer unter die Lupe und arbeiten mögliche Hebel heraus. Als weitere Erfolgsfaktoren sieht die Untersuchung unter anderem eine sektorübergreifende Zusammenarbeit, ein umfassendes Monitoring sowie eine gerechte Kosten-Nutzen-Verteilung unter den Beteiligten. Der langfristige Nutzen von FLR-Projekten überwiegt dabei deutlich die Kosten, wie folgende Rechnung hervorhebt: Die Kosten einer Steigerung des kenianischen Baumbestands um zehn Prozent schätzt die Studie auf circa 442 Mio. US-Dollar. Dem stehen bei Untätigkeit Kosten in Höhe von circa 1,55 Mrd. US-Dollar gegenüber.

Das Beispiel Costa Rica bekräftigt, dass ein Abschied von intensiver Landnutzung gepaart mit finanziellen Anreizen sogar das Wirtschaftssystem ankurbeln kann. Der Staat entlohnt seit Ende der 90er-Jahre Landbesitzer:innen, die ihre Wälder wiederaufforsten oder bestehende Waldflächen für den Ökotourismus attraktiver machen. Auf diese Weise wuchs der Anteil an Waldflächen in Costa Rica von 40,5 % im Jahr 1986 auf aktuell 59 %. Die Biodiversität des Landes ist zudem mittlerweile einer der Hauptreiber des Wirtschaftswachstums.

„Ungeachtet der mutmachenden Beispiele bringt die Studie aber auch Alarmierendes zutage: Nicht einmal in allen zehn Vorzeige-Projekten ist es gelungen, den alten Wald ganzheitlich zu schützen. Ein breit gefasster Waldschutz-Ansatz ist aber entscheidend, wenn wir die Abwärtskurve bei den Waldflächen nach oben biegen wollen. Dieser beinhaltet etwa die Ausweitung von Schutzgebieten, nachhaltigere Anbaumethoden und entwaldungsfreie Lieferketten“, betont Dr. Susanne Winter. Für Letzteres setzt sich der WWF und über 100 weitere Organisationen aktuell mit der Initiative „Together4Forests“ ein. Die Aktion appelliert an die EU, mittels einer starken gesetzlichen Regelung Wälder und andere natürliche Ökosysteme zu schützen und wiederherzustellen. Rund eine Millionen Menschen unterstützen mit ihren Unterschriften bereits den Appell.

Zusammenfassend unterstreicht die Studie, dass es nicht den einen Königsweg gibt. Was zählt, ist der jeweilige Kontext. Die Untersuchung gibt Staaten und Projektleiter:innen eine Vielzahl an Impulsen an die Hand, wie sie FLR-Projekte erfolgreich ankurbeln und ausweiten können.

Hintergrund:
  • In der Studie wurden folgende Länder/Gebiete eingehender betrachtet: Äthiopien, Bhutan, Costa Rica, Espirito Santo State (Brasilien), Georgien, Große Grüne Mauer der Sahara und der Sahel Initiative, Kenia, Kolumbien, Madagaskar und Vietnam. Für die Untersuchung wurden die einzelnen FLR-Projekte in drei Phasen untereilt: 1. Motivation, 2. Umsetzung, 3. Erhalt.

 
Kontakt
Rebecca Gerigk
Pressesprecherin, Berlin
Tel: 030311777428

Quelle
WWF
Stand: 20.11.2020

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Die Forstwirtschaft fest im Griff der Klimakrise
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Die Forstwirtschaft fest im Griff der Klimakrise

22/23.11.2020

Osnabrück. Stürme, Dürre, Brände und Borkenkäfer: Statt Mythen und Märchen lehren mittlerweile teils drastische Folgen des Klimawandels das Fürchten im Wald. Besonders die Fichte steht absehbar vor dem Aus.

Es geht um die „Zukunft der Wälder“ – so der Titel des nächsten Online-Salons der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Montag, 23. November, von 16 bis 17:30 Uhr. Die Frage lautet, welche Kompromisse möglich und nötig sind, um Naturschutz und Waldbewirtschaftung in Einklang zu bringen.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis

Wissenschaft und Praxis sind deshalb gleichermaßen beim DBUdigital-Online-Salon vertreten: Neben Friederike von Beyme von einem Forstbetrieb in Sachsen-Anhalt und Christina Amling vom Regionalforstamt Bergisches Land nehmen Dr. Klaus Merker, der Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, Prof. Dr. Christian Ammer, Leiter des Lehrstuhls „Waldbau und Waldökologie“ der Universität Göttingen, sowie Waldökologe Dr. Simon Thorn von der Universität Würzburg teil.

So unterschiedlich deren Perspektiven zur Zukunftsfrage der Wälder sind, eint sie alle dennoch ein Anliegen: gemeinsam den Wäldern eine Zukunft zu bieten. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagt, der Wald stehe exemplarisch für die Herausforderungen der Klimakrise auch in anderen Bereichen. Die Zusammenarbeit von Naturschützern, Förstern und Waldbesitzern sei „eine der Stellschrauben, damit Natur und Umwelt nicht zum reinen Reparaturbetrieb der Klimakrise werden“.
Deren Dynamik sei unübersehbar. Bonde: „Die seit Jahrhunderten stabile Forstwirtschaft gerät nach nur drei Dürresommern in Folge plötzlich ins Wanken.“ Eine solche Entwicklung zwinge zum Umdenken. Notwendig sei eine Waldbewirtschaftung, „die sich nicht nur an die Klimafolgen anpasst, sondern sie zugleich abmildert“. Bonde weiter: „Die Stiftung versteht sich dabei als Brückenbauerin zwischen verschiedenen Positionen. Und deshalb stoßen wir diese Debatte an.“

„Kontroverse muss aufhören“

Wie ernst die Lage ist, erläutert Prof. Dr. Ammer von der Universität Göttingen: „Tatsächlich wird es drastische Veränderungen geben, deren erste Vorzeichen wir im Moment erleben. So hat die Fichte in vielen Teilen Deutschlands in absehbarer Zeit keine Zukunft mehr.“ Das heißt Ammer zufolge bei der Anpassung an den Klimawandel und dem „dazu notwendigen Waldumbau“, sich an ökologischen Prozessen zu orientieren. Und: „Die lange Zeit geführte Kontroverse zwischen Naturschützern auf der einen und Waldbesitzern auf der anderen Seite“ müsse aufhören, um zu „gemeinsamen Lösungen“ zu gelangen. Es sei im Einzelfall abzuwägen, ob sich Flächen auf natürlichem Weg zu einem artenreichen Mischwald entwickeln oder ob dazu kein Potenzial bestehe. In diesen Fällen sei es nachzuvollziehen, „dass Waldbesitzer durch Saat oder Pflanzung umgehend neue Bestände begründen wollen“.

„Ein Riesen-Dilemma“

Waldbesitzerin Friederike von Beyme bestätigt diese Einschätzung. Ihr 500-Hektar-Forstbetrieb bestehe zu rund zwei Dritteln aus Buchen, der Rest sei Fichtenbestand. „Aber in den vergangenen drei Jahren – durch Stürme, Dürren und Borkenkäferbefall – ist von den Fichten nicht mehr viel übrig“, sagt von Beyme. Das sei „ein Riesen-Dilemma. Denn die Fichte ist für jeden Waldbesitzer der „Brotbaum“. Dieses Industrieholz bringt die Erträge.“ Geplante Erlöse der nächsten 20 bis 30 Jahre seien plötzlich weggebrochen. Hinzu kommt laut von Beyme: Der Fichtenmarkt und sogar der gesamte Industrieholzsektor in ganz Europa seien zusammengebrochen, „weil zu viel Holz im Angebot ist und so die Preise drückt“. Fichtenholz wird unter anderem für Balken im Dachstuhl und in der Zellstoffindustrie zum Beispiel für Papier verwendet. Bedrohlich laut von Beyme auch: Die Folgen von ausbleibendem Niederschlag in den vergangenen Jahren seien „dramatisch“. Und weiter: „Teils gibt es trockene Böden noch in ein bis zwei Meter Tiefe. Die Fichte ist aber ein Flachwurzler, trocknet quasi aus.“ Von Beymes Sorge: Bedingt durch die Ausdörrung der Böden, könnten künftig auch Buchen im Bestand gefährdet sein.

Internationales Forschungsteam

Waldökologe Dr. Simon Thorn von der Universität Würzburg ist derweil mit einem internationalen Forschungsteam bei der Untersuchung der Folgen von Waldbränden, Borkenkäferbefall und anderen Schäden zu folgender Erkenntnis gekommen: „Es empfiehlt sich sicher, kritisch durchzurechnen, ob sich nach einem Schaden die Räumung des Waldes tatsächlich lohnt. Oder ob man auch einmal diese gängige Praxis überdenkt. Denn auch eine Räumung gibt es ja nicht zum Nulltarif, und sie wirkt sich nachteilig auf die biologische Vielfalt aus.“ Vor allem: „Würden rund 75 Prozent eines natürlich gestörten Waldgebietes nicht aufgeräumt, könnte man nahezu 90 Prozent des dortigen Artenreichtums erhalten.“

Waldbau-Professor Ammer ist zwar zuversichtlich, dass die verschiedenen Interessen von Naturschutz und Forstwirtschaft unter einen Hut gebracht werden können. Bei allem Optimismus treibt ihn aber eine Sorge an: Waldbauliche Maßnahmen allein reichen seiner Ansicht nach kaum aus, um den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu verringern. Vielmehr müsse sich „auch das Konsum- und Mobilitätsverhalten von uns allen drastisch und schnell ändern“. Denn in der Debatte über eine Erderwärmung um 1,5 oder 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit werde eines oft unterschlagen: Es handle sich bei diesem Wert um einen globalen Mittelwert. Ammer: „Da die Erdoberfläche aber zu 70 Prozent von Ozeanen bedeckt ist, die sich langsamer erwärmen als die Landfläche, bedeutet ein globaler Mittelwert von 2 Grad, dass die Erwärmung der Landfläche ungleich höher ausfallen muss.“ Dort sei laut Experten eine Erhöhung der Temperatur um 4 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich. „Für Wälder hätte dies schwer vorhersagbare Folgen“, sagt Ammer.

All das verspricht eine spannende Debatte beim DBUdigital-Online-Salon am kommenden Montag, 23. November, von 16 bis 17:30 Uhr. Infos und Anmeldungen unter: https://www.dbu.de/550artikel38830_2440.html

In der Abbildung
  • Im Krisenmodus: Die Wälder stehen vor einer unsicheren Zukunft, der Klimawandel hat die Forstwirtschaft fest im Griff. Ein DBUdigital-Online-Salon am Montag, 23. November, lotet Lösungswege aus. © Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de

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Artenschutz ist keine Unterhaltung
Artenschutz ist keine Unterhaltung

21/22.11.2020

  • WWF begrüßt Verordnung für mehr Tierschutz im Zirkus/Ein vollständiger Schutz muss aber auch Großkatzen einbinden

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 19. November eine Verordnung zum Verbot von Giraffen, Elefanten, Flusspferden, Primaten und Großbären in Wanderzirkussen vorgelegt.

Arnulf Köhncke, Leiter des Fachbereichs Artenschutz beim WWF Deutschland, kommentiert: „Die Verordnung des BMEL, einen Großteil von Wildtieren in Wanderzirkussen zu verbieten, ist ein wichtiger Schritt in Richtung Artenschutz.

Denn Zirkusse verfolgen im Gegensatz zu gut geführten Zoos rein kommerzielle Interessen. Sie vermitteln zudem ein falsches Bild der Tiere. Artenschutz ist keine Unterhaltung. Deshalb wäre es essenziell gewesen, auch jetzt schon Großkatzen in die Verordnung mitaufzunehmen.

Heutige Erkenntnisse zu Großkatzen und deren Bedrohung liefern bereits genug belastbare Gründe, um allein aus Artenschutz-Sicht hier eine strengere Regulierung oder ein Verbot der Haltung durchzusetzen.“

Kontakt
Roland Gramling
Pressesprecher, Berlin
Tel: 030311777425

Quelle
WWF
Stand: 19.11.2020

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Naturschutzverbände klagen gegen Wasserkraftwerk
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Naturschutzverbände klagen gegen Wasserkraftwerk am Saalacher-Luitpoldwehr

21/22.11.2020

Die Naturschutzverbände Landesfischereiverband Bayern (LFV) und BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) klagen unterstützt vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) gegen eine Wasserkraftanlage an der Saalach.

Anfang Oktober hat das Landratsamt Berchtesgadener Land der Firma ProNaturstrom GmbH Tittmoning die Bewilligung zum Bau erteilt. Am 6. November 2020 wurde die Klage beim Verwaltungsgericht München eingereicht. Nach Ansicht der Verbände verstößt das Projekt sowohl gegen die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) als auch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG).
„Die Energiewende gelingt nicht dadurch, dass zu Lasten des Artenschutzes und den Fließgewässern immer neue Kleinwasserkraftwerke genehmigt und errichtet werden solange es noch immer große Dachflächen gibt, die für Photovoltaikanalgen genutzt werden können“, kommentiert Richard Mergner, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern e.V. das geplante Vorhaben.

„Restwassermengen sind dafür gedacht, den Fischen wenigstens einen ausreichenden Lebensraum zu geben“, kommentiert Prof. Dr.-Ing. Albert Göttle, Präsident des Landesfischereiverbands. „In eine solche Restwasserstrecke nun nochmals eine Wasserkraftanlage zu setzen, führt diesen Schutzgedanken ad absurdum.“

Das geplante Schachtkraftwerk soll in das sehr alte, rund 200 m breite, vierstufige denkmalgeschützte Luitpoldwehr hineingesetzt werden und in einer Restwasserstrecke (dem alten Flussbett der Saalach) betrieben werden. Schon 2014 und 2015 hatten die Umweltverbände in ihren Stellungnahmen auf die hohe Eingriffsintensität bei vergleichsweise marginaler, klimaneutraler Stromerzeugung hingewiesen– im Restwasser vom Restwasser noch einmal Restwasser durch eine weitere Wasserkraftanlage zu generieren, ist nicht nachhaltig.

Für das Hauptwasserkraftwerk Bad Reichenhall-Kibling wird Wasser vom Saalachsee nach Kirchberg geführt und von dort über einen Kraftwerkskanal kurz hinter der Kretabrücke wieder in die Saalach eingeleitet. An der Talsperre Kibling wurde zudem ein Restwasserkaftwerk mit einer maximalen Wassermenge von 6m³/s installiert. In dieser Restwasserstrecke soll nun ein weiteres Restwasserkraftwerk als Schachtkraftwerk errichtet werden. Festgelegt ist, dass an der Kiblinger Sperre jahreszeitlich gestaffelt 3,0 bis 4,0 m3/s Restwassermenge in das Mutterbett der Saalach und über das Luitpoldwehr geleitet werden müssen (siehe Karte).

Nach WRRL befindet sich die Saalach unterhalb des Saalachstausee in einem mäßig ökologischen Zustand, um den notwendig guten ökologischen Zustand zu erreichen, muss eine Durchgängigkeit für Fische darunter auch europäisch geschützte Arten wie Äsche und Huchen (Anhang IV FFH-RL) als wichtigste Maßnahme umgesetzt werden. „Diese wird allerdings nicht durch den Einbau dieser bislang nirgendwo hinreichend erprobten Wasserkrafttechnik sichergestellt“, äußert sich Rita Poser, BN-Kreisvorsitzende im Berchtesgadener Land kritisch.

Da die Fische immer der Hauptströmung folgen, werden die meisten im Turbinenraum landen. Die Abstiegsalternative über die Rechenfläche ist nicht minder gefährlich, da das Unterwasserpolster von 1,5 Metern für größere Fische zu gering ist. Durch den Aufschlag insbesondere größerer und somit schwererer Fisch ein hohes Verletzungsrisiko gegeben, wie etwa Wirbelbrüche, Rupturen oder innere Blutungen. Darüber hinaus soll eine bislang ebenfalls nicht erprobte direkt neben dem Kraftwerksschacht anzubringende sogenannte Deelder-Schleuse als Fischaufstiegsanlage dienen, für die es in den einschlägigen Regelwerken keinen Stand der Technik gibt.

Ein weiteres Problem sind die großen Geschiebemengen. Jährlich werden bis zu 60.000m³ Geschiebe aus dem Saalachsee per LKW direkt vor die Staumauer transportiert. Das verhindert die weitere Verlandung des Sees und ist zwingend notwendig, um eine weiter Verschärfung (z.B. Sohlendurchschlag) durch fehlendes Geschiebe flussabwärts an Saalach und Salzach zu verhindern. Vor allem durch die Erosion von Feinsedimenten wird das hochdrehende Turbinenlaufrad beeinträchtigt, so dass sich die Jahresleistung schon nach relativ kurzer Betriebsdauer auf weniger als 1GWh pro Jahr reduzieren wird. Das entspricht 1- 1,3 Prozent des Energiebedarfs der Stadt Bad Reichenhall. Die vom Betreiber behauptete jährliche Stromerzeugung von etwa 2GWh wird in den Antragsunterlagen an keiner Stelle belegt.


In der Aufnahme des BN
Im Knick der Wehranlage soll das Schachtkraftwerk positioniert werden und über eine etwa 30 Meter lange Rinne mit dem nötigen Wasser versorgt werden
 

Für Rückfragen:
Prof. Dr. Ernst Billmeier, stellv. Kreisvorsitzender BN
Tel. 08651 7666 259

Annemarie Räder
BN-Regionalreferentin Oberbayern
Tel.: 089/54830114
annemarie.raeder@bund-naturschutz.de

Johannes Schnell
Landesfischereiverband Bayern (LFV)
Leiter Referat III (Fischerei, Gewässer- und Naturschutz)
Tel.: 089/64272627
Johannes.schnell@lfvbayern.de


Quelle/Aufnahme
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
info@bund-naturschutz.de
18.11.2020


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Die "Wilden Bienchen" von Bruckmühl
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Die "Wilden Bienchen"von Bruckmühl

21/22.11.2020

Ein
innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Bauernhofkindergartens Lindenbaum dass von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Wildbienen - die unbekannten Bestäuber - Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt.

Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.
Wildbienen - für uns Menschen ungemein wichtig - Wir Menschen sind darauf angewiesen, dass unsere (Kultur) -Pflanzen bestäubt werden. Wildbienen spielen hierbei eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen.

Doch Wildbienen sichern nicht nur die Ernteerträge in der Landwirtschaft. Da sie häufig in enger Symbiose mit „ihrer Wildpflanze“ leben, sichern die kleinen Insekten auch das Überleben zahlloser Wildpflanzen.


In der Aufnahme
  • Am 19.11.2020 wurde die Wildbienenwand installiert .. hier noch mit den Stabilisatoren.
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Mitgehangen, mitgefangen
Mitgehangen, mitgefangen

21/22.11.2020

  • WWF-Bericht: Über eine Million Schildkröten, Meeressäuger und Seevögel sterben jedes Jahr durch Fischerei / Kameras an Bord helfen, Meere besser zu schützen

Die Fischerei ist eine der größten Bedrohungen für unsere Meere. Über eine Million Meeresschildkröten, Robben, Wale, Delfine und Seevögel werden jedes Jahr als Beifang in den Netzen und Leinen der weltweiten kommerziellen Fischerei getötet. Darunter sind viele Arten, die vom Aussterben bedroht sind, wie beispielsweise der Schweinswal in der Ostsee.

Ein neuer WWF-Bericht zeigt, dass der Einsatz von Kameras an Bord von Fangschiffen eine effektive Kontrolle und Dokumentation der Fänge sicherstellen kann. So würden die Meere geschützt und gleichzeitig das Fischereimanagement durch eine optimierte Datenlage deutlich verbessert.
Laut Bericht sterben jedes Jahr mindestens 720.000 Seevögel, 345.000 Robben und Seelöwen, 300.000 Wale und Delfine, sowie über 250.000 Meeresschildkröten als Beifang durch die Fischerei. Hinzu kommen mehrere Millionen Haie, die gewollt und ungewollt mitgefangen werden. Viele dieser Arten sind vom Aussterben bedroht. Der Bericht zeigt, dass der Beifang, also der unbeabsichtigte Fang von Meerestieren durch die kommerzielle Fischerei, durch Kameras an Bord besser kontrolliert und so durch verbessertes Management reduziert werden kann.

Der WWF fordert deshalb die Einführung der elektronischen Fernüberwachung mit Kameras (REM – remote electronic monitoring), um die Überwachung und Dokumentation der Fänge und die Rechenschaftspflicht in allen Fischereien zu verbessern. „Wir müssen wissen, was auf See passiert. Die weltweite Artenvielfalt befindet sich im freien Fall und die Fischerei ist zum jetzigen Zeitpunkt die größte Bedrohung für die Biodiversität im Meer. Der Einsatz von unselektiven Fanggeräten, unerwünschter Beifang, sowie legale und illegale Rückwürfe bedrohen die biologische Vielfalt der Meere. Derzeit gibt es weder ausreichende noch tatsächlich wirksame Kontrollen, um die Fänge unabhängig zu überprüfen. So geht das Sterben ungebremst weiter“, sagt Stella Nemecky, Fischereiexpertin beim WWF Deutschland.

Der Einsatz von REM hat viele Vorteile. Dazu gehört die kostensparende Datenerfassung, die erheblich dazu beitragen kann, die Fischerei nachhaltiger zu machen und die Einhaltung der Rechtsvorschriften zu verbessern. REM unterstützt auch Fischereibeobachter:innen auf See, da sie so sicherer arbeiten können. Am Ende profitieren auch Verbraucher:innen, die sichergehen können, dass Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltigen Quellen stammen. „Jedes Jahr werden hunderte toter Delfine an der Westküste Frankreichs angespült, die Verletzungen durch Fischernetze aufweisen. Und in der Ostsee verenden die letzten Schweinswale als Beifang“, so Nemecky. „Wir können die Bestände stark gefährdeter Arten von Walen, Haien, Rochen und Meeresschildkröten nur erhalten, wenn wirksame Methoden der Fischerei dabei helfen, Beifang zu vermeiden. Der Einsatz von Kameras ermöglicht, die Ausmaße des Beifangs vernünftig zu messen, weitere wirksame Maßnahmen zum Schutz der Tiere zu entwickeln und ihren Einsatz zu überwachen. Das gilt im Übrigen auch für gefährdete Fischbestände wie beispielsweise den Dorsch in der Ostsee. Die EU hat jetzt mit der Reform der Kontrollverordnung die Chance, dies zu ermöglichen“.

Der WWF fordert die Bundesregierung auf, sich nachdrücklich für die Einführung der elektronischen Fernüberwachung mit Kameras (REM) auf Fangschiffen im Rahmen der derzeit laufenden Reform der Fischerei-Kontrollverordnung einzusetzen, um die Rechenschaftspflicht in allen Fischereien zu verbessern und das dringende Problem unerwünschten Beifangs in unseren Ozeanen anzugehen.


Kontakt
Freya Duncker
Pressesprecherin, Hamburg
Tel: 040530200448


Quelle
WWFStand
19.11.2020

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Stabiler Seehundbestand im Wattenmeer
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Stabiler Seehundbestand im Wattenmeer

21/22.11.2020

  • Pressemitteilung des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS)

Im August 2020 wurden im dänisch-niederländisch-deutschen Wattenmeer und auf Helgoland 28.352 Seehunde gezählt. Dies ist der bisher höchste gemessene Wert seit 1975, mit einem leichten Anstieg von 2% gegenüber 2019. Auch die Zahl der Jungtiere erreichte mit 9.954 ein neues Rekordhoch. In ihrem neuen Bericht „Trilaterale Zählungen von Seehunden im Wattenmeer und auf Helgoland im Jahr 2020“ schätzt die trilaterale Seehundexpertengruppe (Expert Group Seals; EG-Seals) der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit den Gesamtbestand der Seehunde im Wattenmeer auf 41.700.

Die Zahl basiert auf der Annahme, dass sich während der Erhebung etwa ein Drittel der Seehunde im Wasser befand. Die trilateral koordinierten Erhebungen aus der Luft werden zweimal im Jahr durchgeführt - während der Wurfperiode im Juni und während des Fellwechsels im August, wenn die Seehunde mehr Zeit an Land verbringen.
Die EG-Seals hat seit 2012 einen sich stabilisierenden Trend in der Population beobachten können, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 1,2%, welche deutlich niedriger ist als in den Jahrzehnten davor. „Mit Blick auf die einzelnen Regionen, stellen wir von Jahr zu Jahr starke Zu- und Abnahmen fest“, sagt Ursula Siebert, Vorsitzende der EG-Seals und Professorin am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). „Dafür kommen verschiedene Gründe in Frage; darunter ein zum Vorjahr leicht abweichendes Erhebungsdatum, eine unterschiedliche Anzahl von zählbaren Seehunden an Land, die Wetterbedingungen oder eine Migration zwischen den Regionen. Deshalb ist es wichtig, das Wattenmeer als eine ökologische Einheit zu betrachten und die Zählungen trilateral zu koordinieren. So gewinnen wir einen Überblick über den Zustand des gesamten Seehundbestands.“

Im dänischen Wattenmeer wurden während des Fellwechsels im August 2.256 Seehunde gezählt, 16% weniger als 2019. Im benachbarten schleswig-holsteinischen Wattenmeer stieg die Zahl hingegen um 23% auf 10.746 Seehunde. In Niedersachsen und Hamburg wurden 7.553 Tiere beobachtet (14% weniger als im Jahr 2019). In den Niederlanden stieg die Zahl leicht um 4% auf 7.661 Seehunde an. Nach einem hohen regionalen Zuwachs von 33% in 2019, wurden auf Helgoland in diesem Jahr mit nur 136 Seehunden 47% weniger als im Vorjahr beobachtet.

Die Gesamtzahl der neugeborenen Seehunde, die während der Wurfperiode im Juni gezählt wurden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3% auf insgesamt 9.954. Dies ist die bisher höchste registrierte Anzahl und setzt die Reihe, der in den letzten Jahren registrierten Rekordzahlen, fort. Aufgeteilt nach Regionen, wurden in Dänemark, wo die Zahl 2019 verhältnismäßig hoch war, in diesem Jahr mit 429 53% weniger Jungtiere beobachtet. Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer wurden 4.499 Neugeborene beobachtet (+21%). In Niedersachsen und Hamburg wurde mit 2.484 jungen Seehunden ein moderater Rückgang um 8%, in den Niederlanden ein Anstieg um 9%, mit 2.542 gezählten Neugeborenen. Auf Helgoland konnte dieses Jahr kein Jungtier beobachtet werden. Der Anteil der Jungtiere an der Gesamtzahl der August-Zählung betrug 35%, wie im Jahr zuvor, und war damit wiederholt der zweithöchste bis dato registrierte.

Nach Jahren des Wachstums mit 8,6 % pro Jahr scheint sich der Bestand ab 2012 stabilisiert zu haben. In den letzten acht Jahren wächst der Bestand im Durchschnitt um 1,2 % pro Jahr und wird auf etwa 40.000 Seehunde geschätzt. Die Mitglieder der EG-Seals bewerten diesen Trend als auffällig, da die Zahl der Jungtiere in diesen acht Jahren bis auf jährlich etwa 10.000 angestiegen ist, aber trotzdem nicht zum Wachstum der Gesamtzahl beizutragen scheint. Daher sind weitere Studien erforderlich, um die dahinter liegenden Mechanismen zu verstehen.

Seehunde sind, wie auch ihre größeren Verwandten die Kegelrobben, äußerst prominente Raubtierarten in der Region. Im Rahmen der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit koordiniert die trilaterale Seehundexpertengruppe (EG-Seals) die Zählungen jeweils in einem engen Zeitfenster und gleicht die resultierenden Ergebnisse aus allen Teilen des Wattenmeers an. Seehunde stehen im Wattenmeer unter besonderem Schutz und werden, im Rahmen des Wattenmeer-Seehundabkommens (Agreement on the Conservation of Seals in the Wadden Sea; WSSA) unter der Schirmherrschaft des UN-Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden Tierarten (CMS), überwacht. Das CWSS fungiert zugleich als Sekretariat zur Begleitung dieses Abkommens, dessen Inkrafttreten im Oktober nächsten Jahres 30-jähriges Jubiläum feiern wird.

Der vollständige Bericht sowie vorherige Berichten sind in englischer Sprache verfügbar unter www.waddensea-worldheritage.org/seals



In der Aufnahme
  • Junger Seehund im Sand | Casper Tybjerg, TTF, Fisheries and Maritime Museum Esbjerg


Quelle Nationalpark Wattenmeer
Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Bernhard Dockhorn
Schlossgarten 1
D-25832 Tönning
Telefon: 04861 616-0
E-Mail: nationalpark(a)lkn.landsh.de



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Im Dienste des Artenschutzes zurück in die „alte“ Heimat –
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Im Dienste des Artenschutzes zurück in die „alte“ Heimat – zwei Frankfurter Ture reisen nach Georgien

20/21.11.2020

  • Zwei Westkaukasische Ture sind am 16. November nach Georgien umgezogen. Die beiden Weibchen sind Teil einer Zuchtgruppe, deren Nachwuchs ausgewildert werden soll.

Seit 2014 leben Westkaukasische Steinböcke, auch Ture genannt, im Frankfurter Zoo. Ihren Nachwuchs kann man bei seinen gewandten Sprüngen auf der felsigen Anlage beobachten. Dabei wird schnell deutlich: Westkaukasische Ture (Capra caucasica) gehören in die Verwandtschaft der Ziegen. Sie stammen aus den Bergregionen des westlichen Kaukasus in Georgien und Russland. Die Art gilt laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als starkgefährdet („endangered“).

Wie so oft ist es der Lebensraumverlust, aber auch die intensive Bejagung, die die Population aktuell dramatisch schrumpfen lässt. Nun sind zwei weibliche Ture aus Frankfurt in den Zoo von Tiflis umgezogen. „Unsere Ture werden in Georgien Teil einer Zuchtgruppe sein, deren Nachkommen ausgewildert werden sollen. Über diesen Frankfurter Beitrag zum Artenschutz freue ich mich sehr“, erklärt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.
„Der Umzug der beiden etwa 18-Monate alten Tur-Weibchen ist nur ein Beispiel von internationaler Zusammenarbeit im Naturschutz. Die beiden Steinböcke sind von Frankfurt zurück in ihre angestammte Heimat Georgien gezogen, mit einer festen Aufgabe und einem visionären Ziel, nämlich die Erhaltung einer wildlebenden Tur-Population“, erläutert Zoodirektor Dr. Miguel Casares.

Der Westkaukasische Tur ist eine der Tierarten, die im Fokus der Naturschutzbemühungen in Georgien steht. Die Art ist in der Kaukasusregion endemisch, kommt also nur dort vor. Es gibt mittlerweile weniger als 2.500 Individuen im Freiland, Tendenz sinkend. Die Tiere aus dem Zoo von Tiflis sollen helfen, die kleinen Restpopulationen aufzustocken und somit das Überleben dieser Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sicherzustellen.

Um das zu erreichen, arbeiten Zoos zunehmend mit dem “Ein-Plan-Ansatz“ (One Plan Approach: https://www.cpsg.org/our-approach/one-plan-approach-conservation). Der „Ein-Plan-Ansatz“ verbindet die Bemühungen um den Erhalt der Arten in Zoos (Ex-situ-Naturschutz) mit Wissenschaftlern und Natur- und Artenschützern, die direkt mit Wildtierpopulationen im Freiland (In-situ-Naturschutz) arbeiten. Dadurch werden alle verfügbaren Ressourcen zur Erstellung eines gesamtheitlichen Artenschutzkonzepts für eine betroffene Art eingesetzt, mit dem Ziel, lebensfähige Tierpopulationen in gesunden Ökosystemen zu erhalten.

„Laut IUCN ist die Erhaltungszucht von Tierarten in Zoos mit anschließender Auswilderung als Teil eines koordinierten Arterhaltungsplans eine der wichtigsten Naturschutzmaßnahmen, die zur Verringerung des Gefährdungsstatus in der Roten Liste der IUCN beigetragen hat“, erklärt Casares. So hat die Erhaltungszucht der Zoos bei rund einem Viertel von 64 untersuchten Wirbeltierarten bei der Wiederherstellung von Populationen eine essentielle Rolle gespielt.

Um die Ture im Kaukasus noch besser schützen zu können, arbeitet der Frankfurter Zoo seit 2019 eng mit Forschenden des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander König in Bonn und dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin zusammen, die das Raum-Zeit-Verhalten von Kaukasischen Turen in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Georgien untersuchen wollen. Dazu sollen Ture mit GPS-Halsbändern versehen werden, die neben der räumlichen Position auch Aktivitätsdaten der Tiere erfassen. Zur Etablierung der Methode wurden Ture im Frankfurter Zoo mit entsprechenden Halsbändern versehen und über längere Zeit beobachtet. Dadurch konnte eine Datengrundlage für die automatisierte Verhaltensanalyse der Freilanddaten geschaffen werden.

Quelle/Aufnahme
Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212-337 35
info.zoo@stadt-frankfurt.de
17.11.2020

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Nachwuchs bei den Westlichen Flachlandgorillas
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Nachwuchs bei den Westlichen Flachlandgorillas

20/21.11.2020

Der Zoo und das Menschenaffenhaus Borgori-Wald sind zwar wegen der Corona-Pandemie zurzeit für Besucherinnen und Besucher geschlossen, aber das Familienleben bei Gorilla, Orang-Utan & Co. geht dennoch seinen gewohnten – zu Weilen auch seinen besonderen – Gang. So hat es Anfang September Nachwuchs bei den Flachlandgorillas gegeben.
Der kleine ARCO wurde am 7. September geboren. Er ist das vierte Jungtier der 16-jährigen SHIRA, die eine routinierte und entspannte Mutter ist. Vater ist Silberrücken VIATU (geboren 1998).

„Über die Nachricht, dass in unserem Zoo ein Gorilla-Jungtier zur Welt gekommen ist, habe ich mich gerade in diesen Zeiten sehr gefreut. Es ist wirklich schade, dass man den kleinen ARCO zurzeit wegen der Corona-Pandemie nicht besuchen kann“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Gorilla-Jungtiere haben eine vergleichsweise lange Kindheit und Jugend. Männliche Tiere verlassen erst mit etwa acht bis neun Jahren die Gruppe. Ich bin daher absolut zuversichtlich, dass wir ARCO aufwachsen sehen können.“

Die ersten Monate verbringen Gorilla-Jungtiere ganz nah bei ihrer Mutter, lange werden sie eng am Körper getragen. Mit etwa acht Wochen kann ARCO bereits auf dem Rücken seiner Mutter reiten und hat dadurch einen guten Überblick über sein Gehege und die Artgenossen. „ARCO ist aufmerksam und munter, interessiert sich für die anderen Gruppenmitglieder und schaut sie aufmerksam an. Wer sich ihm nähern darf, wird aber noch von Mutter SHIRA bestimmt, die ihren Nachwuchs beschützt und die neugierige Verwandtschaft auch mal auf Abstand hält“, erzählt Zoodirektor Dr. Miguel Casares.

Gorilla-Jungtiere werden drei bis vier Jahre lang von ihrer Mutter gesäugt. Nach etwa sechs Monaten beginnen sie, auch pflanzliche Nahrung zu fressen. Gorillas ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blättern und Knospen.

Auffällig an ARCO sind seine langen Augenbrauen, die ihm einen freundlichen Gesichtsausdruck verleihen. Die gleichen Augenbrauen hat auch seine große Schwester WELA (geboren 2016).

Westliche Flachlandgorillas leben in kleinen Haremsgruppen von bis zu 20 Tieren. Ein dominantes Männchen führt die Gruppe an, in der neben einigen Weibchen auch Jungtiere verschiedener Altersgruppen zu finden sind. „Wir hoffen, dass ARCO eines Tages seinen eigenen Beitrag zum Erhalt dieser hochbedrohten Tierart leisten kann, zumal der Frankfurter Zoo das Internationale Zuchtbuch (ISB) für die Westlichen Flachlandgorillas führt“, so Casares.

Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in ihrem natürlichen Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Insbesondere im östlichen Kongogebiet ist die Zahl der Gorillas stark zurückgegangen. Der rote Liste-Status diese imposanten Tiere ist laut IUCN „vom Aussterben bedroht“.

In der Aufnahme
  • Gorilla SHIRA mit ARCO (Foto: Zoo Frankfurt)


Quelle
Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main
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Zoo plant Aufbau einer neuen Tigerzucht
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Zoo plant Aufbau einer neuen Tigerzucht

20/21.11.2020

  • Umzug der Sibirischen Tigerin „Kimberly“ nach Neuwied:

„Gute Nachrichten für den Zoo: im Magdeburger Tigerhaus gibt es Veränderungen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Sibirische Tiger bekommt unsere siebenjährige Tigerin „Kimberly“ im Zoo Neuwied einen neuen Partner, erklärt der Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. „Kimberly“ ist bereits wohlbehalten in Neuwied angekommen. Ihr neuer Partner heißt „Ivo“ und er ist ein stattlicher Tigerkater!

Auch für den Tigerkater „Amur“ werden Reisevorbereitungen getroffen.  Er wird zukünftig in einem Zoo in Norwegen leben. Damit ist im Zoo Magdeburg der Weg frei für den Aufbau einer neuen Zucht für Sibirische Tiger. „Kimberly“ und „Amur“ waren kein „harmonisches“ Pärchen und trotz vielfältigen tiergärtnerischen Bemühens bestand wenig Aussicht auf Änderung.

Mit der im Zoo verbleibenden dreieinhalbjährigen Sibirischen Tigerin „Stormi“ plane der Zoo Magdeburg den Aufbau einer neuen Zucht. „Stormi“ wurde am 22. Juni 2017 im Zoo Magdeburg geboren, kurz bevor das Sturmtief „Paul“ die Tigeranlage stark verwüstet hatte. „Die damals vierjährige Amurtigerin „Kimberly“ war mit der Aufzucht ihres ersten Wurfes überfordert. „Stormi“ wurde von mir mit der Flasche aufgezogen und avancierte schnell zum Besucherliebling.

Inzwischen ist sie zu einer stattlichen Tigerin herangewachsen. Es freut mich besonders, dass „Stormi“ in Magdeburg bleibt und mit ihr zukünftig eine neue Tigerzucht aufgebaut wird“, erklärt die Revierleiterin Petra Oppermann.


Quelle/Aufnahme
ZOOLOGISCHER GARTEN MAGDEBURG gGmbH
Zooallee 1
39124 Magdeburg
Tel.: 0391 28090-0
Fax: 0391 28090-5100
E-Mail: info@zoo-magdeburg.de

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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
Bild zum Eintrag (1001679-159)
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
NABU: Energetische Nutzung von Holz darf nicht weiter gefördert werden

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Zum Logbuch   >
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg