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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

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Wildbiene des Jahres 2021
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Die Mai-Langhornbiene ist die Wildbiene des Jahres 2021

23/24.01.2021



In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Mai-Langhornbiene
Text ausklappbar...
Artenschutz in Franken®  
Künstliche Intelligenz spart Energie und Ressourcen
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Künstliche Intelligenz spart Energie und Ressourcen

23/24.01.2021

Darmstadt/Hannover. Industrieunternehmen nachhaltig und wirtschaftlich auf die Zukunft vorbereiten: Das ist das Ziel der beiden Start-ups „Soltani“ aus Hannover und „etalytics“ aus Darmstadt. Sie entwickeln digitale Plattformen, die mit künstlicher Intelligenz (KI) Abläufe verbessern und effizienter machen sollen.

Im Rahmen des Green Start-up-Programms der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) werden sie mit je 125.000 Euro fachlich und finanziell gefördert.
Mit künstlicher Intelligenz Energie sparen

Für viele Industrieunternehmen wird es zunehmend eine Herausforderung, bestmöglich wirtschaftlich und umweltfreundlich zu arbeiten. „Zwar werden energiebezogene Daten bereits häufig durch Software gesammelt. Es gibt aber kaum Unterstützung, um die Ergebnisse richtig auszuwerten“, sagt Dr. Niklas Panten, Gründer von „etalytics“. Das Start-up will dafür eine KI entwickeln, die sich intuitiv bedienen lässt. So sollen Mitarbeitende Maßnahmen besser bewerten und Verbesserungen vornehmen können. Insgesamt seien so Energieeinsparungen von 20 bis 50 Prozent möglich, so Panten.

Mit digitaler Unterstützung Ressourcen schonen

Schadenanalysen für Maschinen und Bauteile sind dann sehr aufwendig, wenn Ergebnisse nicht gespeichert und weitergegeben werden. Eine mögliche Folge: Bei Reklamationen untersuchen Mitarbeitende den gleichen Schaden mehrfach. „Wir entwickeln eine künstliche Intelligenz, um Schadenanalysen digital zu unterstützen und mit der Fehlerdokumentation zu verbinden. So tragen wir mit der Entwicklung des Assistenzsystems ROOCAA zur wissensbasierten Schadenanalyse bei, was viel Zeit und Kosten spart“, erklärt Soltani-Gründerin Mahnaz Soltani. Auch Energie und Ressourcen könnten Unternehmen mit der digitalen Plattform sparen.

Mit grünen Ideen überzeugen

Die zwei neu geförderten Start-ups wurden aus einer großen Gruppe von Bewerbern ausgesucht. Interne und externe Experten verschiedener Fachrichtungen prüften die eingegangenen Anträge auf Kriterien wie Innovations- und Marktpotenzial, Umsetzungsfähigkeit sowie Nachhaltigkeit, bevor ausgewählte Antragsteller zur Präsentation eingeladen wurden.

In der Aufnahme
Das Team von „etalytics“ hilft Industrieunternehmen, durch künstliche Intelligenz Energie einzusparen. © Stefan Wildhirt / LEA Hessen GmbH

Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de
21.01.2021 |

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ABU: Gesetzentwurf zu Mehrweg muss ohne Ausnahmen gelten
ABU: Gesetzentwurf zu Mehrweg muss ohne Ausnahmen gelten

23/24.01.2021

Krüger: Einführung der Mehrwegpflicht schützt Meere

Berlin – Heute (20.01.2021) stellt Umweltministerin Svenja Schulze im Bundeskabinett einen
neuen Gesetzesentwurf zur Einwegkunststoff-Richtlinie vor. Die Vorlage ist Teil der nationalen Umsetzung der europäischen Einwegkunststoff-Richtlinie, mit der der Müll in den europäischen Meeren reduziert werden soll.

Der NABU begrüßt die im Entwurf vorgesehene Pflicht, neben Einweg auch Mehrweg für To-Go-Angebote bereitstellen zu müssen, kritisiert aber gleichzeitig die Ausweitung der Ausnahmen im Vergleich zum Referentenentwurf aus dem November 2020.

„Die Einführung einer Mehrwegpflicht ist wichtig, um unsere Meere vor der Plastikflut zu schützen. Allerdings sollte diese nicht nur auf Geschäfte größer als 80m² beschränkt werden. Auch in kleinen gastronomischen Betrieben oder Kiosken fallen erhebliche Mengen an To-Go-Einwegverpackungen und Einweggetränkebechern an. Mit dem aktuellen Gesetzesentwurf wird hier eine Chance verpasst, einen großen Beitrag zur Vermeidung von Einwegkunststoff zu leisten. Deshalb muss das Mehrweggebot, von fallspezifischen Ausnahmen abgesehen, für alle Betriebe gelten“, mahnt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Genauso wichtig ist es nach Ansicht des NABU, mehr Anreize zu schaffen, um die Verbraucher zur Nutzung von Mehrweglösungen zu motivieren. Deshalb sollten auch steuerliche Begünstigungen für Mehrwegverpackungen entwickelt und eingeführt werden. Mehrweg sollte gesetzlich immer billiger sein als die Einwegvariante und nicht nur nicht teurer, wie im Gesetzesentwurf bisher vorgesehen.

„Die Einwegplastik-Richtlinie der EU verpflichtet uns, die längst überfälligen Maßnahmen gegen die Vermüllung der Meere umzusetzen. Wir können uns angesichts des dramatisch schlechten Zustands auch der Nord- und Ostsee kein Zögern und Verwässern mehr erlauben. Jetzt ist die Zeit, Einwegprodukte vom Markt zu drängen, Mehrweg zu stärken und auch die Produzenten viel stärker in die Verantwortung zu nehmen“, sagte David Pfender, NABU-Referent für Meere ohne Plastik.


Für Rückfragen:

David Pfender, Referent für Meere ohne Plastik,
Tel.: +49 (0)30.28 49 84 -16 34, E-Mail: David.Pfender@NABU.de

Michael Jedelhauser, Referent Kreislaufwirtschaft,
Tel.: +49 (0) 30.28 49 84 -16 62, E-Mail: Michael.Jedelhauser@NABU.de


Quelle
Herausgeber: NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) 10117 Berlin

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Wechsel an der Spitze des Bayerischen Naturschutzfonds
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Glauber: Wechsel an der Spitze des Bayerischen Naturschutzfonds

22/23.01.2021

Gebietsbetreuung in Bayern ist langfristig gesichert

Der Bayerische Naturschutzfonds hat eine neue Vorständin: Ulrike Lorenz leitet seit Anfang des Jahres die gemeinnützige Stiftung und löst damit den langjährigen Vorstand Georg Schlapp ab. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, gleichzeitig Vorsitzender des Stiftungsrates, beglückwünscht die Diplom-Biologin, die zuvor im Umweltministerium das Referat für Schutzgebietssysteme, Landschaftsplanung und Natura 2000 leitete: "Der Bayerische Naturschutzfonds ist eine der bedeutendsten Naturschutzstiftungen des Freistaats.

Mit Ulrike Lorenz gewinnen wir eine fachlich erfahrene und versierte Vorständin, die den erfolgreichen Weg des Naturschutzfonds fortsetzen wird. Zu ihrer neuen Aufgabe gratuliere ich und wünsche viel Erfolg dabei, den Schutz von Bayerns einzigartiger Natur und Landschaft gemeinsam weiter voranzubringen.
 Mein großer Dank gilt Georg Schlapp, der die Geschicke der Stiftung 11 Jahre lang mit Leidenschaft, Weitblick und Ausdauer geleitet hat. In das neue Jahr startet der Naturschutzfonds mit einer sehr guten Nachricht: Die Gebietsbetreuung in Bayern ist für die kommenden Jahre gesichert. Mit über 7,7 Millionen Euro wird bis 2024 die zunehmend wichtige Aufgabe der Gebietsbetreuung in 56 ökologisch wertvollen Betreuungsprojekten in ganz Bayern gefördert. Naturschutz vor Ort lebt von guter Kommunikation. Besucherlenkung und Aufklärung in schützenswerten Gebieten kommt gerade in Corona-Zeiten eine hohe Bedeutung zu."

Der Naturschutzfonds wird außerdem im neuen Jahr 2021 neun neue Projekte mit insgesamt 1,8 Millionen Euro unterstützen, beispielsweise "Infrastruktur für Insekten" im Landkreis Erding oder "Lebendiges Vilstal" im Landkreis Rottal-Inn. Vier bereits laufende Projekte, darunter die "Fischbacher Weidevielfalt" im Landkreis Kronach und die "Weidestadt Augsburg", erhalten in diesem Jahr zusammen zusätzlich rund 560.000 Euro.

Der Naturschutzfonds besteht seit 1. September 1982 und ist eine eigenständige rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts. Zu den zentralen Aufgaben des Naturschutzfonds gehören der Schutz der Artenvielfalt, die Erhaltung und Entwicklung von Lebensräumen und die Stärkung des Bewusstseins für den Natur- und Artenschutz. Die finanziellen Mittel – etwa für den Ankauf von ökologisch wertvollen Flächen – kommen aus Erträgen des Grundstockvermögens, Zweckerträgen der GlücksSpirale und staatlichen Zuwendungen. Das jährliche Budget der Stiftung beläuft sich durchschnittlich auf rund 6,5 Millionen Euro pro Jahr.

Projektträger sind vor allem Naturschutz- und Landschaftspflegeverbände sowie Kommunen, die einen Eigenanteil von 15 bis 50 Prozent tragen. Für herausragende Projekte und Leistungen im Arten- und Biotopschutz verleiht der Naturschutzfonds alle zwei Jahre den Bayerischen Biodiversitätspreis "Natur.Vielfalt.Bayern". Der Vorstand wird vom Umweltministerium im Benehmen mit dem Stiftungsrat bestellt.


Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Telefon: +49 89 9214-00
Fax: +49 89 9214-2266
E-Mail:poststelle@stmuv.bayern.de
Pressemitteilung Nr. 3/21
Datum: 22.01.2021

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„Keine weitere Zeit verlieren“
„Keine weitere Zeit verlieren“

22/23.01.2021

WWF begrüßt die Rückkehr der USA in das Pariser Klimaschutzabkommen

US-Präsident Joe Biden hat an seinem ersten Amtstag die Rückkehr der USA in das Pariser Klimaschutzabkommen erklärt. Dazu kommentiert Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland:  

„Das Pariser Klimaabkommen ist lebendig und unumkehrbar. Die Rückkehr der USA als eine der ersten Amtshandlungen des US-Präsidenten beweist das. Die Führung der USA ist nun wieder bemüht, die Erderhitzung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Die internationale Klimadiplomatie erhält weiteren Schwung, nachdem bereits im vergangenen Jahr die EU, Großbritannien und China sich schärfere Klimaziele gesetzt haben. Die neue US-Regierung sollte schnell mit einem ambitionierten Klimaziel nachziehen.  
Trotz der vielen positiven Ankündigungen auf der internationalen Ebene dürfen wir keine weitere Zeit verlieren. Das Jahrzehnt der Umsetzung von notwendigen Klimaschutzmaßnahmen hat längst begonnen. Die nächsten zehn Jahre sind auch in Deutschland entscheidend, um die Klimawende zu schaffen. Dazu gehört entschiedenes und schnelles Handeln, etwa bei dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Dekarbonisierung von Industrie und Verkehr. Jedes zehntel Grad zählt, wenn wir die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise vermeiden wollen.“

Quelle
WWF
21.01.2021

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Zehntes Energiepolitisches Gespräch ...
Zehntes Energiepolitisches Gespräch zur Umsetzung der Energiewende in Baden-Württemberg

21/22.01.2021

Auf Einladung der Landesregierung hat am Mittwoch (20. Januar 2021) in Stuttgart das zehnte Energiepolitische Gespräch stattgefunden. In der virtuellen Runde diskutierten Spitzenvertreterinnen und -vertreter der baden-württembergischen Wirtschafts-, Energiewirtschafts-, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbände, der Gewerkschaften, der Verbraucherzentrale, der Kommunalen Landesverbände und der großen baden-württembergischen Energieversorgungsunternehmen darüber, wie die Energiewende in Baden-Württemberg weiter vorangebracht werden kann.

Gesprächsschwerpunkt bildete in diesem Jahr das Themenfeld grüner Wasserstoff.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann: Land hat beste Voraussetzungen, um Wasserstoffwirtschaft voranzubringen und weltweit führende Rolle zu spielen
Derzeit beschäftigen sich schon mehr als 90 Unternehmen und 18 Forschungseinrichtungen im Land intensiv mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. „Unsere Substanz ist erheblich, und deshalb denken wir, dass wir zu einem der weltweit erfolgreichsten Ausrüster von Wasserstofftechnologie werden können, wenn wir es richtig anstellen und unsere Spitzenstellung ausbauen“, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller: Mit grünem Wasserstoff Wirtschaft dekarbonisieren und viele neue Arbeitsplätze schaffen

Grüner Wasserstoff aus regenerativen Quellen könne ein wesentlicher Treiber für die Energiewende und die Dekarbonisierung der baden-württembergischen Wirtschaft werden, ergänzte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller. Einerseits, um das Klima zu schützen und so schnell wie möglich klimaneutral in Baden-Württemberg zu werden. Andererseits, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Zeit dränge aber, mahnte Untersteller bei dem Treffen an: „Wir müssen jetzt beginnen, die Rahmenbedingungen auszugestalten und die Infrastruktur und die Anwendungen in den Markt führen.“

Nach den Plänen der Gas-Fernleitungsnetzbetreiber soll Süddeutschland aber erst bis 2040 in einem erst noch zu bauenden Wasserstoff-Netz eingebunden werden. „Das ist zu spät, weil wir hier im industriellen Zentrum Deutschlands aus meiner Sicht bereits weit vorher einen relevanten Wasserstoffbedarf erwarten können. Deshalb benötigen wir auch eine eigene Wasserstofferzeugung in Baden-Württemberg“, betonte Untersteller.
Landesregierung arbeitet intensiv am Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft

Die EU plane im Green Deal für 2030 eine installierte Elektrolyseleistung in Europa von 40 Gigawatt, die nationale Wasserstoffstrategie sehe im gleichen Zeitraum bundesweit fünf Gigawatt vor. Ministerpräsident Kretschmann bekräftigte, dass Baden-Württemberg einen Anteil daran stellen möchte: „Unser Land hat die besten Voraussetzungen, um die Wasserstoffwirtschaft voranzubringen und weltweit eine führende Rolle zu spielen. Wir haben langjährige Erfahrung in Forschung und Entwicklung, eine hohe technologische Kompetenz und eine große Innovationskraft.“

Im vergangenen Jahr habe das Umweltministerium daher eine Wasserstoff-Strategie für Baden-Württemberg entwickelt, sagte Energieminister Untersteller. „Die Landesregierung hat mit dieser Roadmap Wasserstoff Baden-Württemberg ein wichtiges Signal für den angestrebten Markthochlauf der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien in Baden-Württemberg gesetzt.“
Die Wasserstoff-Roadmap umfasst 29 konkrete Maßnahmen

Die Roadmap Wasserstoff enthalte einen Fahrplan für die Umsetzung auf Landesebene mit 29 konkreten Maßnahmen, die von der Wasserstofferzeugung und -infrastruktur über die Technologieentwicklung, die Industrialisierung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien bis zu den verschiedenen Anwendungsfeldern alles umfasse.

Mit dem Einsatz von grünem Wasserstoff werde ein deutlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet und es bestehe darüber hinaus ein erhebliches ökonomisches Potenzial für den Industrie- und Technologiestandort Baden-Württemberg, hob Untersteller hervor: „Bei entsprechender Umsetzung können bis zu 16.000 neue Arbeitsplätze und neun Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2030 in Baden-Württemberg entstehen.“

Kretschmann machte deutlich, dass grüner Wasserstoff eines der Schlüsselelemente der Energiewende sei: „Den Klimawandel werden wir nur dann stoppen, wenn wir nicht nur eine, sondern eine ganze Reihe von exponentiellen Entwicklungen in Richtung Klimaneutralität anstoßen. Bei der Photovoltaik ist es uns bereits gelungen. Nun muss es uns auch beim grünen Wasserstoff gelingen.“

Quelle:
Staatsministerium Baden-Württemberg

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Mischwälder gegen den Klimawandel
Mischwälder gegen den Klimawandel

21/22.01.2021

  • Die Dürresommer haben den Wäldern im echten Norden zugesetzt. Umweltminister Albrecht ruft zu einer klimastabileren Forstwirtschaft auf.

Dem Wald in Schleswig-Holstein gehe es nach den Dürrejahren nicht gut, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht angesichts der Ergebnisse des Waldzustandsberichts 2020. Schleswig-Holstein ist ein waldarmes Land, rund elf Prozent der Landesfläche sind bewaldet. Da sie nicht nur vielen Tieren Lebensraum biete, sondern auch CO² binden, ist der Schutz der Wälder besonders wichtig.

Vor diesem Hintergrund werde der Aufbau stressresistenter Mischwälder für die schleswig-holsteinische Forstwirtschaft immer wichtiger, erklärte Albrecht.
Große Schäden durch Trockenheit
""Der Waldzustandsbericht 2020 bestätigt unsere Sorgen aus dem vergangenen Jahr"", sagte der Umweltminister. Das Jahr 2020 brachte keine Entlastung nach den Dürresommern in den Jahren zuvor. Durch die anhaltende Trockenheit werden die Baumkronen immer lichter. Dabei macht sie vor allem den Baumbeständen Probleme, die mehr als 60 Jahre alt sind. Hier ist die sogenannte Kronenverlichtung fast doppelt so hoch als bei jüngeren Bäumen.

Darüber hinaus erreicht der Anteil starker Schäden im Wald mit 4,7 Prozent ein Allzeithoch. Das bedeutet, dass viele Bäume erheblich lichter wurden oder sogar abgestorben sind.

Die Auswirkungen des Klimawandels haben den Wäldern im echten Norden schwer zugesetzt. Darum stellt die Landesregierung zusammen mit Bund und EU im Jahr 2021 rund acht Millionen Euro für Wiederaufforstungen und andere Waldumbaupläne zur Verfügung.

Quelle
Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein
- Staatskanzlei -
Düsternbrooker Weg 104
24105 Kiel
Tel.: +49 431 988-0
Datum 11.01.2021

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Hessen weist neue Fördergebiete ...
Hessen weist neue Fördergebiete nach ökologischen und klimarelevanten Kriterien aus

21/22.01.2021

  • Förderkulisse für benachteiligte Gebiete wird um 322 Gemarkungen erweitert.

„Das Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, die Landwirtschaft in Hessen auch in benachteiligten Gebieten zu unterstützen und damit in ihrem Bestand zu erhalten.

Ein Instrument hierfür ist die sogenannte Ausgleichszahlung. In den vergangenen Jahren wurden jährlich rund 18 Millionen Euro an rund 10.000 landwirtschaftliche Betriebe ausgezahlt“, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden.
In der vergangenen Woche hat die EU-Kommission zusätzliche Abgrenzungsregeln und ein neues Förderkonzept für benachteiligte Gebiete in Hessen genehmigt. Damit werden nun auch Gebiete anerkannt, die durch besondere Gründe benachteiligt sind. „Von der Ausgleichszulage profitieren zukünftig Gemarkungen mit einem besonders hohen Gehölzanteil mit einem hohen Anteil an trockenen Standorten und mit einem hohen Anteil an Schutzflächen wie Wasserschutzgebiete und Naturparke.

Auch Flächen die komplett von großräumigen benachteiligten Gebieten umschlossen sind werden, als benachteiligte Gebiete anerkannt“, erklärte die Ministerin. „Insgesamt konnten so zusätzlich 322 Gemarkungen neu in die Förderkulisse mit aufgenommen werden. Schwerpunkte liegen vor allem in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Marburg.“ Nach der Erweiterung der Fördergebietskulisse sind 1.541 Gemarkungen mit insgesamt 455.345 Hektar als benachteiligt anerkannt.

Neu geregelt wurde auch die grenzüberschreitende Zahlung der Ausgleichszulage (AGZ). Betriebe, die ihren Sitz in Hessen haben und benachteiligte Flächen außerhalb der Landesgrenze bewirtschaften, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, Thüringen oder Bayern, erhalten wieder eine Prämie für diese Flächen. Die Zahlung hierbei ist auf 25 Euro pro Hektar begrenzt. Die Übergangsregelung für Gemarkungen, die ehemals benachteiligt waren, aber künftig diesen Status verlieren, kann nach neuem EU-Recht auf die Jahre 2021 und 2022 ausgeweitet werden.  In diesem Fall kann nach 2019 und 2020 für weitere zwei Jahre ein Betrag von 25 Euro je Hektar gezahlt werden.
Hintergrund

Die Landwirtinnen und Landwirte, die von der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete profitieren, bewirtschaften Standorte mit erschwerten natürlichen Bedingungen wie beispielsweise niedrige Jahres-Durchschnittstemperatur oder eine steile Hanglage. Hierzu gehören vor allem Betriebe in Mittelgebirgslagen. Je nach Ertragsmesszahl und dem Anteil der förderfähigen Hauptfutterfläche kann die Förderung in Hessen zwischen 25 und 180 Euro je Hektar betragen.


Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
13.01.2021

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Glauber: Mehr Naturschutz im Wald
Glauber: Mehr Naturschutz im Wald

20/21.01.2021

  • Verbesserte Fördermöglichkeiten im Vertragsnaturschutz

Der Freistaat wird private und kommunale Waldbesitzer künftig bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen im Wald noch besser unterstützen. Dazu werden 2021 die Fördersätze erhöht und das Programm gleichzeitig um neue Maßnahmen erweitert. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: "Unser Ziel ist klar: Der Vertragsnaturschutz im Wald soll auf 6 Prozent der Fläche des Privat- und Körperschaftswaldes ausgedehnt werden.

Das entspricht einer Fläche von rund 100.000 Hektar. Gesunde und biologisch vielfältige Wälder sind wichtige Pfeiler im Kampf gegen den Klimawandel.
 Mit einem nochmals attraktiveren Programm wollen wir möglichst viele Waldbesitzer für den Naturschutz gewinnen. Gleichzeitig können wir damit die Waldbesitzer in dieser auch für sie sehr schwierigen Zeit kraftvoll unterstützen. Der große Gewinner ist die Artenvielfalt im Wald. Beispielsweise sorgen die erhöhten Fördersätze für den arbeitsaufwändigen Erhalt der Mittelwälder dafür, dass dieses bundesweit einmalige Eldorado der Artenvielfalt in Franken erhalten bleibt." Daneben wird bundesweit erstmals die Maßnahme "Erhalt vielfältiger Biotopbaum-, Totholz- und Lichtwaldstrukturen nach Störungsereignissen" eingeführt, die eine ökologische Alternative zur arbeits- und kostenintensiven Räumung von Schadflächen nach einem Windwurf darstellt. Darüber hinaus werden zukünftig auch Altholzinseln gefördert.

Im Jahr 2020 haben bereits über 1.900 Waldbesitzer am Programm teilgenommen und eine Förderung in Höhe von rund 8,4 Millionen Euro erhalten, ein Höchststand seit Einführung des Programms vor 15 Jahren. Das Vertragsnutzschutzprogramm Wald honoriert freiwillige Leistungen von Waldbesitzern bei der Bewirtschaftung ihrer Wälder, beispielsweise der Erhalt wertvoller Strukturen wie Horst- oder Höhlenbäume oder Totholz.

Die Antragstellung ist vom 18. Januar 2021 bis zum 31. Mai 2021 möglich. Nähere Informationen erhalten private und kommunale Waldbesitzer bei den unteren Naturschutzbehörden sowie den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.


Weitere Informationen zum VNP Wald im Internet unter

  • https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/naturschutzfoerderung/vertragsnaturschutzprogramm_wald/index.htm


Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Telefon: +49 89 9214-00
Fax: +49 89 9214-2266
E-Mail:poststelle@stmuv.bayern.de
Pressemitteilung Nr. 01/21
Datum: 18.01.2021

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Bodenreport: Wie Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam ...
Bild zum Eintrag (1041988-160)
Bodenreport: Wie Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam die Vielfalt im Boden fördern können

20/21.01.2021

  •     Bundesamt für Naturschutz legt ersten Report zur biologischen Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Böden vor
  •     BfN-Präsidentin: Schutz des Bodenlebens stärker in den Blick nehmen

Bonn, 18. Januar 2021: Heute hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) erstmals einen umfassenden Bodenreport zur biologischen Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Böden veröffentlicht. Zwar ist bislang lediglich ein Bruchteil der Arten in Böden wissenschaftlich erfasst, deren Ökosystemleistungen sind für Landwirtschaft und Natur jedoch essenziell.

Der Report beschreibt die Bedeutung des Bodenlebens, fasst Kenntnisse zu dessen Zustand und Gefährdung zusammen und stellt Maßnahmen vor, wie das natürliche Bodenleben gezielt gefördert werden kann. Dabei wird unter anderem auf rechtliche Grundlagen, Verpflichtungen der Politik sowie Werkzeuge zur Förderung und Finanzierung eingegangen.
„Mit diesem neuen Report richten wir den Blick in die Tiefe und zeigen, welch immense Bedeutung ein diverses und aktives Bodenleben für die Landwirtschaft, für unsere Ernährung und die Natur hat. Der Bericht belegt eindrücklich, dass der Schutz des Bodenlebens eine gemeinsame Aufgabe von Naturschutz und Landwirtschaft sein muss“, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Dabei werden sich viele der im Bodenreport vorgestellten Maßnahmen für diejenigen, die Land bewirtschaften, vor allem langfristig auszahlen. Deshalb ist es notwendig, die Neuausrichtung hin zu einer nachhaltigeren Bodenbewirtschaftung auch mit entsprechenden Fördermaßnahmen zu untermauern.“

90 Prozent aller Landarten sind in ihrem Lebenszyklus zumindest zeitweise an den Boden als Lebensraum gebunden. Die meisten dieser Arten sind sehr klein, zugleich sind es aber sehr viele. In einer Hand voll fruchtbaren Ackerbodens finden sich mehr Bodenorganismen als es Menschen auf der Erde gibt. Diese Organismen fördern die Bodenstruktur, zersetzen und bauen Stoffe ab. Sie tragen zur Pflanzengesundheit sowie zur Regulierung des Wasserhaushalts bei und schaffen die Voraussetzung dafür, das Pflanzen wachsen und angebaut werden können: einen fruchtbaren Boden. Diese natürliche Grundlage gilt es zu schützen. Der Rückgang der Artenvielfalt, der für die oberirdischen Arten der Agrarlandschaft bereits gut dokumentiert ist, zeigt sich auch bei den in den bundesweiten Roten Listen geführten Bodenorganismen.

„Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen stärker auch ‚unter den Tellerrand‘, also unter die Bodenoberfläche, schauen und den Schutz des Bodenlebens stärker in den Blick nehmen. Denn sollten Arten in unseren Böden aussterben, die uns teilweise noch gar nicht bekannt sind, so sind die Folgen für die Ökosysteme, aber auch für die Landwirtschaft in ihrer Tragweite noch gar nicht abzusehen“, so BfN-Präsidentin Jessel.

Die heute auf großer Fläche dominierende intensive Landwirtschaft beeinträchtigt den Lebensraum Boden mitsamt dem Bodenleben erheblich und versucht den damit einhergehenden Verlust natürlicher Prozesse teils durch vermehrten Einsatz von Technik und Agrochemie zu kompensieren. Mineralische Düngemittel, synthetische Pflanzenschutzmittel und weitere Stoffeinträge reichern sich im Boden an und schädigen die dort lebenden und wirkenden Organismen. Auch der Einsatz von immer schwererer Technik verdichtet und verändert das Bodengefüge in einem Maße, in dem es vielen Bodenlebewesen keinen angemessenen Lebensraum mehr bietet. Der ökologische und ökonomische Schaden, der mit dem Verlust im Boden lebender Arten für den Naturhaushalt, aber auch für die Landwirtschaft einhergeht, ist enorm.

Der Report unterstreicht die Notwendigkeit, den Schutz des Bodens sowie der darin lebenden und wirkenden Organismen als integriertes Produktionsziel zu erklären, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und langfristig zu steigern. Humuserhaltende und humusmehrende Bewirtschaftung, konservierende Bodenbearbeitungsverfahren ohne schädlichen Herbizid-einsatz sowie eine Anbaudiversifizierung durch erweiterte Fruchtfolgen, Kulturpflanzendiversität und der Anbau von regionalen Zwischenfruchtmischungen können hierfür laut Bodenreport eine Grundlage sein. Von den vorgestellten Maßnahmen profitieren nicht allein die Bodenfruchtbarkeit, die Umwelt und die biologische Vielfalt über und unter der Erde. Sie machen sich auch für die Landwirtschaft insgesamt bezahlt. So leistet die Förderung des Bodenlebens beispielsweise auch einen wertvollen Beitrag zur Klimaanpassung.

„Darüber hinaus muss aber auch das Wissen um den Wert des Bodenlebens in Zukunft noch umfassender in die Praxis vermittelt werden – indem auch die Beratungen, Aus- und Fortbildungen in der Landwirtschaft die Bodenbiodiversität stärker in den Blick nehmen“, fordert Prof. Dr. Beate Jessel. „Wir möchten mit dem Report einen gemeinsamen Weg von Naturschutz und Landwirtschaft aufzeigen.“
 

Forschungsprojekte zum Bodenleben

Im Januar 2021 starten zwei Projekte zur Erforschung des Bodenlebens, die durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert werden:

In dem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „BioDivSoil“ der RWTH Aachen und des Forschungsinstitut gaiac werden Methoden zur Erfassung und Bewertung von Bodenflora und -fauna und deren Funktionen in Agrarökosystemen untersucht und Vorschläge zur gezielten Förderung von Bodenbiodiversität im integrativen Naturschutz in der Agrarlandschaft entwickelt.

Im Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „DUENAMED“ der Universität Bonn wird erforscht, wie Düngung so ausgerichtet werden kann, dass neben den Kulturpflanzen auch ein aktives und diverses Bodenleben optimal versorgt und gefördert werden.

Bezugshinweis


Der Bodenreport steht auf der BfN-Website zum Download bereit: https://www.bfn.de/themen/landwirtschaft/veroeffentlichungen.html

Bundesamt für Naturschutz (BfN) (2021): Bodenreport. Vielfältiges Bodenleben – Grundlage für Naturschutz und nachhaltige Landwirtschaft, Bonn – Bad Godesberg, 54 Seiten. DOI: 10.19217/rep211


Quelle / Abbildung
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de

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Außergewöhnlich hohe Beteiligung
Außergewöhnlich hohe Beteiligung bei Einwendungen gegen den Ausbau der B 469

19/20.01.2021

  • Rückwärtsgerichtete Verkehrsplanung am Untermain

Bis Ende November 2020 konnten Einwendungen gegen das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der B 469 bei der Regierung von Unterfranken vorgebracht werden. „Trotz der Corona-Einschränkungen wurden rund 700 Sammeleinwendungen und 33 Privateinwendungen eingereicht, was unsere Erwartungen mehr als erfüllt hat.

Hinzu kommen noch zahlreiche umfangreiche Einwendungen von den Umweltorganisationen, Vereinen und Verbänden“, teilt Dagmar Förster, 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Aschaffenburg, in einer Pressemitteilung mit.
Dieses Ergebnis ist, trotz der erschwerten Bedingungen zu Corona-Zeiten, sehr beachtenswert. Die große Beteiligung zeigt eindrucksvoll, dass das geplante Projekt in der Öffentlichkeit umstritten ist und von weiten Kreisen der Bevölkerung sehr kritisch und als nicht zukunftsfähig gesehen wird. Dies bedeutet aber auch eine große Unterstützung für die 18 Umweltverbände und Parteien vom Untermain, die sich als „Aktionsbündnis B469 - Klima & Wald statt Asphalt“ für einen sicheren, aber umwelt- und klimaverträglichen Ausbau einsetzen.

Der Tenor der Einwendungen beinhaltet folgende Punkte:

  •     Ausbau widerspricht den Klimazielen
  •     Der Verlust von Wald und anderen wertvollen Ressourcen wird nicht hingenommen
  •     Der Ausbau steht im Widerspruch zur angestrebten Mobilitätswende
  •     Hohe Kosten von über 100 Millionen Euro
  •     Erhöhung der Sicherheit mittels Geschwindigkeitsbegrenzungen und alternativer Sicherheitskonzepte

Laut dem interaktiven Unfallatlas (Destatis Unfallatlas) ist die Unfallhäufigkeit auf der B 469 im besagten Bereich extrem gering. Geeignete Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung und ein LKW-Überholverbot (statt Ausbau) reichen aus Sicht des BUND Naturschutz und der 18 Unterstützerverbände daher aus, um die Verkehrssicherheit zu verbessern.

„Wir sind nicht gegen Sicherheitsaspekte wo nötig, sondern gegen einen überdimensionierten, autobahnähnlichen Ausbau“, stellt Dagmar Förster fest. Die Neuplanung sieht jedoch einen Ausbau mit einer Breite von insgesamt 31 Meter (RQ 31) vor, was dem Standardquerschnitt für Autobahnen mit vier Fahrstreifen und einer Kapazität mit bis zu 70.000 Fahrzeugen pro Tag entspricht (aktuell liegen die Zahlen zwischen rund 30.000 und 41.000 Fahrzeugen pro Tag). Bisher ist die B 469 im sogenannten RQ 20 (20 Meter Regelquerschnitt) ausgebaut. Dieser massive Ausbau geht auf Kosten von Natur und Umwelt.

Der geplante Ausbau verschlingt die Riesensumme von über 100 Millionen Euro. Nach den bisherigen Erfahrungen dürfte er aber erheblich teurer werden. Diese Mittel werden aber dringend für ein Mobilitätsmanagement und zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs in unserer Region benötigt. „Gerade in Zeiten der Klimakrise sollten derart überdimensionierte Straßenbaumaßnahmen der Vergangenheit angehören. Es wird allerhöchste Zeit für eine klimagerechte Verkehrs- und Mobilitätswende“, so Steffen Jodl, BN-Regionalreferent für Unterfranken.

Der BUND Naturschutz fordert die Erarbeitung von Alternativen zur bestehenden Ausbauplanung, die ohne große Eingriffe in Natur und Umwelt - insbesondere in den wertvollen Wald - auskommen, den Flächenverbrauch gering halten und klimaverträglich sind. Die vorliegende überdimensionierte autobahnähnliche Ausbauplanung lehnt der BUND Naturschutz ab. Sie ist klimaschädlich und zerstört unwiederbringlich wertvolle Lebensräume, so der BUND Naturschutz in einer Pressemitteilung abschließend.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl, BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Regionalreferent Unterfranken
E-Mail: Steffen.Jodl@bund-naturschutz.de, 0160/5611341

Dagmar Förster, BUND Naturschutz in Bayern e.V.
1.Vorsitzende Kreisgruppe Aschaffenburg
E-Mail: dagmar.foerster@bnaschaffenburg.de



Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
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19.01.2021

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Bringt die Insekten durchs Kabinett!
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Bringt die Insekten durchs Kabinett!

19/20.01.2021

  • WWF: Bundeskabinett muss Insektenschutzgesetz noch im Januar verabschieden

Berlin, 18. 01.2021: Der WWF Deutschland fordert die Bundesregierung auf, das Insektenschutzgesetz im Januar im Bundeskabinett zu verabschieden, damit das Rechtssetzungsverfahren noch in dieser Legislaturperiode abgeschlossen werden kann.

Nach der Verabschiedung im Bundeskabinett müsse das Gesetz schließlich durch Bundesrat und Bundestag und so auch von der Mehrheit der Länder sowie der Bundestagsfraktionen grünes Licht bekommen. Die Naturschutzorganisation WWF warnt ausdrücklich davor, auf Kosten des Artenschutzes Parteipolitik und Wahlkampf zu betreiben.
„Es ist höchste Zeit, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium endlich seine Blockadehaltung aufgibt und die Bundesregierung das Insektenschutzgesetz auf den Weg bringt – die Zeit rennt davon“, so WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich. „Jedes Spiel auf Zeit verschlechtert die Lebensbedingungen von Insekten wie Wildbienen, Faltern oder Käfern. Ihre Bestände schrumpfen weiter.“

Um dem fortschreitenden Insektensterben entgegenzuwirken, hatte die Bundesregierung im September 2019 ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ verabschiedet. Ein maßgeblicher Teil des Aktionsprogramms ist das Insektenschutzgesetz. Hinzu kommen weitere Maßnahmen, unter anderem die Anpassung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung, bei dem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für eine Vorlage verantwortlich ist. Damit hatte sich das BMEL viel Zeit gelassen. Der WWF kritisiert vor allem die zögerliche Haltung bei der Beschränkung von Pestiziden.

„Die Verzögerungstaktik des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist inakzeptabel, denn damit wird es immer unwahrscheinlicher, dass das Vorhaben der Bundesregierung, noch in dieser Legislaturperiode ein Insektenschutzgesetz auf den Weg zu bringen, erfolgreich den Bundesrat und den Bundestag passiert. Diese Form des Politikversagens ist nicht nur eine Katastrophe für die Natur und bedrohte Arten, sondern setzt auch das Vertrauen in eine handlungsfähige Demokratie aufs Spiel“, kritisiert Christoph Heinrich.

Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten. Sowohl die Gesamtmenge der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten in Deutschland sinkt. Die Masse von Fluginsekten wie Hummel, Biene oder Falter schwand in den letzten 30 Jahren laut Zahlen des Entomologischen Vereins Krefeld um durchschnittlich 76 Prozent. Wissenschaftliche Zählungen hatten zuletzt einen Rückgang von Schwebefliegen auf der Schwäbischen Alb um bis zu 97 Prozent mit Blick auf die letzten 50 Jahre ergeben. Zentrale Faktoren für den Insektenschwund sind der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, intensivierte landwirtschaftliche Bewirtschaftung von Wiesen und Feldern oder Lichtverschmutzung. Hinzu kommt der Verlust von Lebensräumen oder deren massive Veränderung, beispielsweise wenn Streuobstwiesen, Hecken oder Kleingewässer verschwinden. Allein in Deutschland würde die Gesellschaft bei einem Wegfall aller bestäubenden Insekten im Durchschnitt rund 3,8 Milliarden Euro verlieren, zu dem Schluss kommt eine neuere Studie der Universität Hohenheim.


Quelle
WWF
Stand: 18.01.2021

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In der Aufnahme von Albert Meier

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Lütetsburger Sommerpolder ....
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Lütetsburger Sommerpolder wird für nachhaltige Nutzung vorbereitet

18/19.01.2021

Maßnahme zum Artenschutz mit Mitteln des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer

Keine Salzwiese, aber weit mehr als eine gewöhnliche Weidefläche: Der Lütetsburger Sommerpolder westlich von Hilgenriedersiel dient durch einen winterlichen Wassereinstau als Kompensation für eine Küstenschutzmaßnahme im Bereich der südwestlich gelegenen Leybucht.

Das extensiv genutzte Grünland, das in der Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer liegt, hat mit seinen feuchten Bodenverhältnissen, teilweiser Salzwiesen-Vegetation und Blänken (zeitweise unter Wasser stehenden Flächen) eine hohe Attraktivität für Gastvögel wie Goldregenpfeifer und Brutvögel wie Feldlerche und Kiebitz.
Um diese Artenschutz-Funktion des Sommerpolders zu gewährleisten, ist eine darauf abgestimmte Nutzung erforderlich. „Wir freuen uns, für die Neuverpachtung der Fläche einen Landwirt gewonnen zu haben, der bei der Bewirtschaftung des Sommerpolders Aspekte der Nachhaltigkeit und des Artenschutzes berücksichtigt“, so Henning Schrader, Leiter der zuständigen Domänenverwaltung des Amts für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.

Als Vorbereitung auf eine nachhaltige Weidenutzung werden derzeit die bestehenden Stacheldrahtzäune durch solarbetriebene Glattdrahtzäune (insgesamt rund sieben km doppelreihig) ersetzt. Auftraggeber ist das Land Niedersachsen als Flächeneigentümer. Den Abbau des alten Stacheldrahtzauns übernimmt der neue Pächter des Sommerpolders.

„Stacheldrahtzäune stellen insbesondere für im Tiefflug jagende Greifvögel, aber auch für andere Vogelarten, die sich darin verfangen können, eine große Gefahr dar“, erklärt Karla Schulze, verantwortliche Gebietsbetreuerin der Nationalparkverwaltung. Zudem verfängt sich angeschwemmter Teek nicht so leicht im Glattdraht, der auch leichter zu handhaben ist als Stacheldraht. „Es ist das Ziel der Nationalparkverwaltung, im gesamten Schutzgebiet die Stacheldrahtzäune durch ungefährlichen Glattdraht zu ersetzen“, so Schulze. Mit der Erneuerung der Zäune im Lütetsburger Sommerpolder ist diese Vorgabe für das Norderland fast vollständig umgesetzt.

Mit der anstehenden Neuverpachtung kommen im Frühsommer Deutsche Schwarzbunte Niederungsrinder auf der Fläche zum Einsatz. Diese alte Rinderrasse kommt gut mit den feuchten Bodenverhältnissen und dem niedrigen Futterwert der Salzwiesenpflanzen des Sommerpolders zurecht und zeichnet sich zudem durch eine hohe Bewegungsruhe aus. Die Rinder halten die Vegetation kurz und erschaffen bei geringer Viehdichte ein Mosaik verschiedener Höhenstrukturen. Hiervon profitieren gefährdete Tier- und Pflanzenarten wie die Wiesenbrüter Kiebitz und Uferschnepfe oder Pflanzen der oberen Salzwiese und des Extensiv-Grünlands wie Strandaster und Zahntrost.

Als Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Sommerpolders werden die Installation des Glattdrahtzauns und die Beweidung mit einer alten Haustierrasse finanziell unterstützt durch Mittel des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer, zu dem die Samtgemeinde Hage kürzlich ihren Beitritt erklärt hat.

In der Aufnahme
Dank Meeres-Einfluss und extensiver Weidehaltung bei Gast- und Brutvögeln beliebt: Der Lütetsburger Sommerpolder. Derzeit werden die alten Stacheldraht-Zäune ausgetauscht, unterstützt durch Mittel des UNESCO-Biosphärenreservats.
Foto: Onno K. Gent/NLPV


Quelle
Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Virchowstr. 1
D-26382 Wilhelmshaven
Telefon: 04421 911-0
Fax: 04421 911-280
E-Mail: poststelle(a)nlpv-wattenmeer.niedersachsen.de
Presseinformation der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
15.01.2021

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Forstbetrieb Fichtelberg bittet Besucher um Rücksicht
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Ruhe im Winterwald: Forstbetrieb Fichtelberg bittet Besucher um Rücksicht auf die Natur

18/19.01.2021

15. Januar 2021, Fichtelberg – In den Wäldern des Fichtelgebirges beginnt jetzt im Winter für die Tiere eine schwierige Zeit.
Deshalb appelliert der Forstbetrieb an alle Sportler und Naturliebhaber, auf den Wegen zu bleiben und Schutzgebiete zu beachten.

Winter im Fichtelgebirge. Trotz aller Beschränkungen genießen die Menschen die weiße Pracht, nutzen die Natur für Winterwanderungen, Skisport und Rodeln. Ganz Hartgesottene sind auch jetzt noch mit dem Mountainbike unterwegs. Was für die Erholungssuchenden eine schöne Freizeitbeschäftigung darstellt, wichtig ist für die Gesundheit, den Ausgleich zu den Belastungen des Alltags, das ist für die Tierwelt oftmals der pure Stress.
„Die Tiere sind jetzt im Energiespar-Modus“ beschreibt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, die Situation. „Wir haben die Holzernte im Wald vollständig eingestellt. Weder Forstwirte noch Harvester sind derzeit im Einsatz. Damit nehmen wir Rücksicht auf die Ansprüche der Tiere im Wald.“

Wildtiere sind grundsätzlich seit vielen Jahrtausenden an die Situation „Winter“ angepasst. Arten wie Igel, Fledermaus und Siebenschläfer futtern sich im Herbst möglichst viel Winterspeck an, suchen sich beizeiten Erdhöhlen oder Felsspalten. Dort überdauern sie die kalte Jahreszeit und fallen nach den ersten kalten Tagen in Winterschlaf. Andere Arten wie die Zugvögel verbringen den Winter im Süden in schneefreien, nahrungsreicheren Gegenden. Die meisten einheimischen Tierarten versuchen im Winter ihren Energiebedarf zu drosseln, sich möglichst wenig zu bewegen und so den Winter zu überstehen. Dazu passen sie sich an die kalte, nahrungsarme Jahreszeit an, verlangsamen zum Beispiel ihren Pulsschlag und schränken die Durchblutung der Beine ein.

Zum Beispiel die Auerhühner. Diese seltene Vogelart überwintert im Bergwald und hat als einzige Nahrungsquelle die Nadeln von Fichte, Tanne und Kiefer. Das wenig nahrhafte Angebot reicht gerade so aus, damit die Vögel überleben. Wenn sie nicht gestört werden und kräftezehrend davonfliegen müssen.

Rehe suchen sich in dieser Zeit ruhige Plätze im Wald mit ausreichend Deckung. Dort bleiben sie auf wenigen Quadratmetern und ernähren sich von Gräsern und Moosen, die sie unter dem Schnee hervorscharren können.

Rotwild, also Hirsche, Hirschkühe und Kälber, konnten früher im Winter aus dem verschneiten Fichtelgebirge hinausziehen und die kalte Jahreszeit im schneeärmeren Vorland verbringen. Dort hat sich mittlerweile aber der Mensch breit gemacht, hat Straßen gebaut, Städte und Dörfer, Industriegebiete und Einkaufszentren. Dort wo eigentlich das Rotwild überwintern würde. Damit es stattdessen im Fichtelgebirgswald überleben kann und keine Schäden an den Pflanzen entstehen, muss es heutzutage an ausgewählten Standorten im Wald mit Futter versorgt werden.

„Störungen, ausgelöst durch gedankenlose Winterwaldbesucher, können sich jetzt für die Tiere fatal auswirken. Sie müssen unter großer Anstrengung fliehen und dabei ganz plötzlich ihren Stoffwechsel aus dem Energiespar-Modus hochfahren. Das kostet sie viel von ihren Reserven, die sie eigentlich zum Überleben dringend brauchen.“ beschreibt Winfried Pfahler die Auswirkung von Störungen. „So kann das schnell tödlich enden.“

Deshalb appelliert der Förster bei den Bayerischen Staatsforsten an alle Waldbesucher, die Tiere nicht zu stören und dadurch in Gefahr zu bringen: „Bitte bleiben Sie auf den Wegen, halten Sie Ihren Hund an der Leine und beachten Sie die Wegegebote wie z.B. am Schneeberg oder auf der Königsheide. Dann können Sie mit gutem Gewissen die schöne Winterlandschaft im Fichtelgebirge genießen.“


In der Aufnahme
Wildtiere brauchen jetzt Ruhe: zwei Rehe im Winterwald bei Mehlmeisel (Foto: BaySF/Martin Hertel).

Quelle
Bayerische Staatsforsten AöR

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D-93053 Regensburg
Tel.: 0941 / 69 09-0
Fax: 0941 / 69 09-495
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Kindersegen bei den Kegelrobben
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Kindersegen bei den Kegelrobben

17/18.01.2021

Das neue Jahr beginnt mit einer guten Nachricht aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Zählung der Kegelrobben zur Wurfsaison im Dezember wurden im Maximum 988 Kegelrobben gezählt, davon 372 Jungtiere. Zum Vergleich: im Vorjahr (2019) waren es 306 Jungtiere und vor zehn Jahren wurden nur 40 Jungtiere gesichtet.
Das größte Raubtier Deutschlands fühlt sich offensichtlich wohl in Niedersachsen. In der Ruhezone des Nationalparks haben die Kegelrobben auf der Kachelotplate einen ungestörten Platz gefunden, der es ihnen ermöglicht, in Ruhe ihre Jungen zur Welt zu bringen und diese zu säugen, bis sie ihren Müttern ins Wasser folgen. Im Gegensatz zu Seehunden, deren Jungtiere mit der ersten Flut schwimmen, werden die Kegelrobben mit einem hellen, flauschigen Fell, dem „Lanugo“, geboren und verbringen ihre ersten Lebenswochen an Land. In dieser Zeit legen sie ordentlich an Gewicht zu und wechseln ihr Fell nach und nach in das gefleckte Fell der erwachsenen Tiere. Dann haben die Weibchen ein helles Fell mit dunklen Flecken, die Männchen hingegen ein dunkles Fell mit hellen Flecken.

Die positive Entwicklung des Kegelrobbenbestandes ist auch sichtbares Zeichen für den guten Schutz großflächig ungestörter Sandbänke im Nationalpark und Weltnaturerbe-Gebiet. Auch wenn die Kinderstube der Kegelrobben auf keinen Fall gestört werden darf, so kann man Kegelrobben in vielen Bereichen des Wattenmeeres mit ausreichend Abstand gut beobachten. Häufig findet man sie zusammen mit Seehunden auf Liegeplätzen, wie z. B. auf der Seehundsbank „Hohes Riff“ vor Borkum oder in Langeoogs Inselosten von der Osterhookhütte aus.

Die Zählungen finden übrigens aus dem Flugzeug statt, um die Kegelrobben keinesfalls zu stören. Die nächsten Zählflüge erfolgen im Frühjahr, wenn sich die Kegelrobben während des Haarwechsels vermehrt auf den Liegeplätzen sammeln.


In der Aufnahme
Mit etwas Glück - und natürlich aus respektvollem Abstand – lassen sich in vielen Bereichen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer Kegelrobben beobachten. Foto: Nationalparkverwaltung / Richard Czeck


Quelle
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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1041175-159)
25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feiert unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.

Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!

Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
Bild zum Eintrag (1016495-159)
Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1001665-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
Ist der Wolf längst über guten Erhaltungszustand hinaus?

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Zum Logbuch   >
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg