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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Jede Menge Geflügel
Bild zum Eintrag (1076422-160)
Jede Menge Geflügel – drei bedrohte Gänse- und Entenrassen sind im Zoo Frankfurt eingezogen

04/05.10.2022

  • Letzte Woche sind siebzehn neue Wasservögel im Zoo Frankfurt eingezogen: Pommernenten, Deutsche Pekingenten und Emdener Gänse bereichern den Tierbestand und machen auf bedrohte Nutztierrassen aufmerksam.

Heimisch, gefiedert und bedroht sind die Neuzugänge im Frankfurter Zoo. Die Deutsche Pekingente (Anas platyrhynchos f. domestica) und die Pommernente (Anas platyrhynchos f. domestica), beides domestizierte Formen der Stockente, sowie die Emdener Gans (Anser anser f. domestica), eine domestizierte Form der Graugans, sind ab sofort am Großen Weiher und auf der Stelzvogelwiese gegenüber den Giraffen zu sehen.
„Es ist schön, dass nun wieder mehr Leben auf den Großen Weiher zurückkehrt und durch die Auswahl der Arten der Fokus auf bedrohte heimische Nutztierrassen gelegt wird – ein oft wenig beachteter Aspekt“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft und führt weiter aus: „Die Pommernente gilt in der Roten Liste einheimischer Geflügelrassen als gefährdet, Emdener Gans und Deutsche Pekingente werden auf dieser sogar als stark gefährdet geführt.“

Ungewöhnlich ist auch der Weg, den die Vögel nach Frankfurt genommen haben: „Statt wie üblich aus einem anderen Tierpark, stammen unsere neuen Gänse und Enten von privaten Züchtern. Ricarda Athey aus Groß-Umstadt und Johannes Unger aus Fürth-Brombach haben uns die Tiere dankenswerter Weise als Schenkung zur Verfügung gestellt“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.

Bei der Vermittlung bekam der Zoo Unterstützung vom Landesverband der Rassegeflügelzüchter Hessen-Nassau 1906 e.V., dem Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e.V. (BDRG) sowie der Projektkoordinatorin des VdZ-Nutztierrassen-Projektes (Verband der Zoologischen Gärten e.V., Arche Warder), die sich für den Erhalt gefährdeter Nutzgeflügelrassen einsetzen. Dabei wurde darauf geachtet, dass es sich sowohl um bedrohte, als auch um flugunfähige Rassen handelt, um eine sichere Haltung auf den offenen Anlagen im Zoo zu gewährleisten. Während die vier Pommernenten und die drei Emdener Gänse, übrigens eine der ältesten und schwersten unter den bekannten Nutzgeflügelrassen in Deutschland, nun mit den Rosapelikanen auf dem Großen Weiher zusammenleben, teilen sich die zehn Deutschen Pekingenten eine Anlage mit den Mandschurenkranichen sowie jeweils einem Chinesischen Muntjak und einem Schopfhirsch.

In der Aufnahme
  • Deutsche Pekingenten © Zoo Frankfurt


Quelle
Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main

Stand 26.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Grafisch weiter fortgeschritten

04/05.10.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
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Die Jagd zum Vergnügen ist überholt - lasst sie uns abschaffen Petition
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Wildtierschutz Deutschland e.V.

03/04.10.2022

  • Die Jagd zum Vergnügen ist überholt - lasst sie uns abschaffen
Petition

Mainz (ots) - Die Skepsis gegenüber der Jagd nimmt auch in Europa kontinuierlich zu. Selbst im EU-Umweltkommissariat scheint man seit einigen Jahren zu sehen, dass die als Freizeitgaudi willkürlich ausgeübte Hobbyjagd erheblichen Schaden im Hinblick auf die Biodiversität anrichtet. Wildtierschutz Deutschland beobachtet, dass den Jägern nicht nur in Deutschland der Filzhut brennt.

 Auf Landesebene - wie derzeit in Hessen - wie auch auf europäischer Ebene gibt es Petitionen der Jägerschaft für den Erhalt der Jagd. So langsam sieht die Jägerschaft die Felle davonschwimmen.
Mit einer aktuellen Petition wendet sich Wildtierschutz Deutschland e.V. an die zuständigen Ministerien in Deutschland und an das EU-Umweltkommissariat.

"Die Jagd erfüllt keinen ökologischen Zweck, sondern dient in all ihren Facetten beinahe ausschließlich nur eigenen individuellen Interessen, der Pflege von Traditionen und der Lust am Töten," sagt Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland. "Jagd und Jäger sind Teil unserer Naturschutzprobleme und stellen eine große Belastung für die Natur dar."

Das werde auch dadurch deutlich, dass das Jagdrecht von allen arten-, natur- und tierschutzrechtlichen Neuregelungen der letzten Jahrzehnte abgeschottet wurde. Das Jagdrecht hat sich den Allgemeininteressen endgültig entzogen. Deshalb hat der Gesetzgeber auch die Möglichkeit, die Interessen des Tier- und Naturschutzes höher zu gewichten als die Eigentumsinteressen der Grundbesitzer und damit der Jagdausübungsberechtigten.

Die Kürzung von Jagdzeiten und ganzjährige Schonzeiten für viele Tierarten - wie derzeit in Hessen für Rebhühner und Feldhasen vorgesehen - kann deshalb schon heute rechtlich gerichtsfest begründet werden.

Wildtierschutz Deutschland fordert in seiner Petition deshalb:

  •     Jagdstopp in sämtlichen europäischen Schutzgebieten
  •     Sofortiger Stopp der Jagd auf gefährdete Tierarten (Rote Liste ab Vorwarnstufe)
  •     Keine Jagd auf Großraubtiere wie Luchs oder Wolf
  •    Keine Jagd auf Beutegreifer wie Fuchs, Dachs, Goldschakal und Co.
  •     EU-weites Verbot von tierquälerischen Jagdmethoden (Fallenjagd, Baujagd, Bogenjagd u.a.)
  •     Streichung aller Vogelarten aus dem Katalog der jagdbaren Arten
  •     Schluss mit der Hobbyjagd

Auch in Konfliktsituationen im Bereich des Naturschutzes, des Waldumbaus, bei Wildtierkrankheiten oder wirtschaftlichen Schäden ist die vergnügungsgeleitete Hobbyjagd keine Lösung. Das zeigt u.a. die Entwicklung der Bestände von Wildschweinen oder Waschbären in Deutschland, die trotz - oder gerade wegen - der intensiven Jagd seit Jahrzehnten zunehmen. Auf der anderen Seite zeitigen aber auch die Hegebemühungen der Jägerschaft für im Bestand bedrohte Tierarten wie Feldhase oder Rebhuhn keine nachhaltigen Erfolge. Die Natur ist ein dynamisches, eigengesetzliches, grundsätzlich zur Selbsterhaltung fähiges, aber eben auch störungsanfälliges Wirkungsgefüge.

Dort, wo es offensichtlich zu Konflikten mit Wildtieren kommt, sollten jeweils im Einzelfall konkrete Managementpläne durch die Naturschutzbehörden erarbeitet und verfolgt werden. Zwingend erforderlich in diesem Zusammenhang hält Wildtierschutz Deutschland eine Beurteilung aller Maßnahmen (Evaluierung) hinsichtlich ihrer Zielerreichung in jeweils kurzen Zeiträumen. Das findet bis heute bei jagdlichen Maßnahmen so gut wie nicht statt.

Bitte unterstützen Sie unsere Petition. Sie finden sie auf
www.wildtierschutz-deutschland.de/hobbyjagd

Über Wildtierschutz Deutschland e.V.: Wildtierschutz Deutschland wurde 2011 gegründet und setzt sich seitdem gegen tierquälerische Jagdmethoden ein und für eine Reduzierung der jagdbaren Arten auf die Tierarten, für die ein vernünftiger Grund zur Bejagung im Sinne des Tierschutzgesetzes besteht. Außerdem engagiert sich der Verein für die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von in Not geratenen Wildtieren.

Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de

Mitglied der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT)


Bildrechte:
  •     Wildtierschutz Deutschland e.V.
Fotograf:
  •     Jeremy Hynes/Unsplash

Quelle / Pressekontakt:
Lovis Kauertz | Wildtierschutz Deutschland e.V.
T. 0177 72 300 86 | lk@wildtierschutz-deutschland.de
www.wildtierschutz-deutschland.de
www.facebook.com/wildtierschutz


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Auerhuhnschutz und Windkraftausbau
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Auerhuhnschutz und Windkraftausbau

03/04.10.2022

  • Ministerin Walker und Minister Hauk treffen Bürgermeister aus Schwarzwald

Bei dem konstruktiven Treffen in Stuttgart erörterten alle Beteiligten, wie man im Schwarzwald Windkraftausbau und Auerhuhnschutz zusammenbringt.

Umweltministerin Thekla Walker und Landwirtschaftsminister Peter Hauk haben sich heute (30.09.) mit sieben Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus dem Schwarzwald in Stuttgart getroffen, um gemeinsam zu besprechen, wie man den Schutz des vom Aussterben bedrohten Auerhuhns und den Ausbau der Windenergie besser miteinander verbinden kann.

Die Landesregierung hatte vor kurzem eine neue und breit abgestimmte Planungsgrundlage veröffentlicht, die auch Auswirkungen auf die Gemeindeflächen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben.
„Es war ein konstruktives und offenes Gespräch“, betonten Walker und Hauk anschließend. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hatten dargelegt, dass sie die Windkraftpotenziale in ihren Gemeinden bestmöglich nützen wollen. „Unser erklärtes politisches Ziel ist es, einen schnelleren Ausbau zu erreichen, um die Energiewende voranzubringen und uns unabhängiger bei der Energieversorgung zu machen“, fügten die beiden Minister hinzu.

Es sei ja gerade Intention der Planungsgrundlage zum Auerhuhn den Ausbau zu beschleunigen und gleichzeitig Transparenz zu schaffen. „Wir wollen damit an möglichst vielen windhöffigen Standorten im Schwarzwald Windkraft ermöglichen, nicht ausschließen.“

Walker und Hauk versicherten den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, mit Hochdruck an schnellen und rechtssicheren Lösungen zu arbeiten, damit Windkraftanlagen in ihren Gemeinden entstehen können.

Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Stand: 30.09.2022


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In der Aufnahme von Johannes Rother

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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Grafisch weiter fortgeschritten

03/04.10.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
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Verluste bei jeder zweiten Vogelart
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Verluste bei jeder zweiten Vogelart

02/03.10.2022

  • BirdLife-Statusbericht zeigt stark besorgniserregenden Zustand der globalen Vogelwelt

Berlin – Fast die Hälfte aller Vogelarten weltweit weist Verluste auf. Das zeigt der am 27. September veröffentlichte Bericht des NABU-Dachverbands BirdLife International „State of the World’s Birds 2022“, der alle vier Jahre erstellt wird. Viele Vogelpopulationen sind demnach sogar stark dezimiert.

Vom Aussterben bedroht ist derzeit laut der jüngsten internationalen Roten Liste jede achte Vogelart. „Der nun fünfte Statusreport zeichnet das bisher besorgniserregendste Bild der Zukunft der Vogelarten und damit des gesamten Lebens auf der Erde. Sowohl die schädliche Praxis in der Land- und Forstwirtschaft als auch die Effekte der Klimakrise sind die Haupttreiber für die Verluste, denen wir uns mit aller Kraft entgegenstellen müssen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
Den 49 Prozent abnehmenden Vogelarten stehen lediglich sechs Prozent Zunahmen entgegen. Seit dem Jahr 1500 gelten inzwischen 187 Vogelarten als ausgestorben. Ein wesentlicher Grund für den schlechten Zustand der Vogelbestände liegt laut BirdLife-Bericht in der Landwirtschaft. Die zunehmende Mechanisierung, der Einsatz von Agrochemikalien und die Umwandlung von Grünland in Ackerland haben dazu geführt, dass die Zahl der Feldvögel in Europa seit 1980 um 57 Prozent zurückgegangen ist. Weltweit sind die Ausweitung und Intensivierung der Landwirtschaft das größte Problem für die Vögel der Welt und betrifft 73 Prozent aller bedrohten Arten. Problematisch ist auch nicht nachhaltige Waldbewirtschaftung und Abholzung, wobei der Verlust von über sieben Millionen Hektar Wald – jedes Jahr eine Fläche so groß wie Irland – die Hälfte aller bedrohten Vogelarten betrifft.

Die Klimakrise ist ebenfalls eine erhebliche Bedrohung und zeigt bereits verheerende Auswirkungen auf die Vögel der Welt. 34 Prozent der bedrohten Arten sind bereits betroffen. Geringere Niederschläge für Feuchtgebietsarten, reduzierte Verbreitungsgebiete von Gebirgs- und polaren Vogelarten gehören zu den Problemen wie auch zunehmende Brände, Dürren und Stürme. Weitere gravierende Effekte entstehen durch invasive Arten, Jagd und Beifang, Flächenverbrauch, Rohstoffabbau und Energieinfrastruktur. Für die Rückgänge von 70 Prozent aller Greifvögel in Kenia sind beispielsweise Verluste an Stromleitungen hauptverantwortlich, nur einem von vielen Ländern, in dem die Stromversorgung massiv ausgebaut wird.

Der BirdLife-Bericht zeigt aber auch, dass durch entschlossenes Handeln Arten gerettet und Natur wiederhergestellt werden kann. Seit 2013 haben 726 weltweit bedrohte Vogelarten direkt von den Maßnahmen der BirdLife-Partnerschaft profitiert. In Europa wäre etwa der Waldrapp ohne gezielten Artenschutz ausgestorben. So wurden etwa 450 wichtige Vogel- und Biodiversitätsgebiete (IBAs) durch die Lobbyarbeit von BirdLife Partnern als Schutzgebiete ausgewiesen. „Wir müssen beschädigte Ökosysteme renaturieren und wichtige Naturräume schützen. Nur so können wir die biologische Vielfalt auf Dauer erhalten“, betont Miller. „Das Weltnaturabkommen, welches im Dezember von der globalen Gemeinschaft in Montréal, Kanada beschlossen werden soll, bietet einen Ansatzpunkt, das katastrophale Artensterben noch aufzuhalten. Doch dafür braucht es ambitionierte und messbare Ziele, verbesserte Kontroll- und Umsetzungsmechanismen und eine ausreichende Finanzierung.“

Am 1. und 2. Oktober findet eine gemeinsame Aktion der Partner im Netzwerk BirdLife International statt – der Birdwatch. Der NABU bietet bundesweit zahlreiche Veranstaltungen an. Mehr dazu unter www.NABU.de/birdwatch.

BirdLife-Bericht zum Download: https://www.birdlife.org/papers-reports/state-of-the-worlds-birds-2022/



Quelle:
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin


Stand:  28. September 2022
    

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald


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Neue Nilkrokodile für Hagenbeck
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Neue Nilkrokodile für Hagenbeck - Drei neue Weibchen schwimmen im Krokodilsee - Tropen-Aquarium

01/02.10.2022

Vergangene Woche reiste der Zoologische Direktor Dr. Guido Westhoff auf die Farm ‚La ferme aux crocodiles' in den größten Reptilienpark Europas in Pierrelatte, eine kleine Gemeinde nahe Lyon in Frankreich, um für Verstärkung bei den Nilkrokodilen im Tropen-Aquarium zu sorgen.

Mit Tierpflegern der Krokodilfarm wurden drei Weibchen gesichert, gechipt, sediert und tiergerecht in den temperierten Tiertransport geladen. Nach einer 18-stündigen Fahrt erreichte der Transporter in den Morgenstunden das Tropen-Aquarium. Die drei Weibchen sind drei Meter sind, haben ein Alter von 29 Jahren und wiegen 150 Kilogramm. Getauft wurden sie auf die Namen Zonja, Mia und Linyanti.
Nilkrokodile zählen zu den größten und gefährlichsten Krokodilen der Welt und können bis zu sieben Meter lang werden. Im Tropen-Aquarium Hagenbeck leben sie auf 350 Quadratmetern. Der Krokodilsee hat ein Fassungsvermögen von 400.000 Litern. Besonders ist hier vor allem die Unterwasser-Einsicht, welche einen einzigartigen Blick auf die schwimmenden und tauchenden Tiere bietet.

Nach ihrer Ankunft blieben sie zunächst noch einige Zeit in ihren Kisten, bis sie diese vorsichtig verließen und ihr neues Territorium erkundeten. Dr. Guido Westhoff beobachtete das Geschehen zusammen mit Florian Ploetz und Tierpflegerin Anna Schnee. „Ich bin sehr zufrieden mit der Ankunft der neuen Tiere und der Zusammenführung. Es gab weder Streit noch Machtkämpfe und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir schon bald eine großartige Gruppe mit einer starken Sozialstruktur erleben dürfen."

Die Tiere sind bekannt für ihr ausgeprägtes Sozialverhalten, ihre beachtliche Gedächtnisleistung und ihre erstaunliche Lernfähigkeit. Im Tropen-Aquarium Hagenbeck werden die Tiere täglich von Florian Ploetz, Bereichsleiter Terraristik trainiert. Ein Training ermöglicht den Tieren nicht nur einen abwechslungsreichen Alltag mit viel Beschäftigung, sondern erleichtert auch die Handhabung der Tiere für ärztliche Untersuchungen sowie Tauchgänge und Reinigungsarbeiten im Becken. Bis zu acht Kommandos können die Tiere befolgen. Darunter Kommen, Halt, an Land gehen oder auf ihren Namen hören. Entwickelt wurde das Trainingsprogramm über mehrere Wochen mit einem Krokodilexperten.

Die drei Krokodilweibchen aus Frankreich haben bisher keinerlei Trainingserfahrungen und werden beim Training zunächst nur zugucken. Florian Ploetz ist sich der bevorstehenden Arbeit bewusst und geht davon aus, dass das Training mit den neuen Tieren viel Zeit und Geduld kosten wird, doch er ist zuversichtlich: „Auch wenn die neuen Tiere das Geschehen zunächst nur beobachten werden, werden sie sich nach kurzer Zeit fragen, ‚Was passiert da, wieso wird das Tier belohnt?' und sich die Verhaltensweisen abgucken. Ich bin zuversichtlich, dass die Krokodile vor allem ihren Namen und auch die Target-Verfolgung schnell erlernen werden. Bei den Abläufen und Aufgaben wird es ein bisschen schwieriger, doch spätestens in einem Jahr sollte ein Training mit allen sechs Tieren gut möglich sein".



Quelle / Aufnahme
Tierpark Hagenbeck Gemeinnützige Gesellschaft mbH
Lokstedter Grenzstraße 2
22527 Hamburg

Stand

19.08.2022

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Mehrjährige Blühstreifen in Kombination mit Hecken ...
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Mehrjährige Blühstreifen in Kombination mit Hecken unterstützen Wildbienen in Agrarlandschaften am besten

01/02.10.2022

  •     Blühzeitpunkte von Blühstreifen und Hecken ergänzen sich gegenseitig und fördern Bienendiversität

Vivien von Königslöw:
„Ergebnisse legen nahe, bevorzugt mehrjährige Blühstreifen statt einjährige Blühstreifen zu pflanzen, denn diese blühen im zweiten Standjahr viel früher als im Jahr der Aussaat und fördern über die Jahre verschiedene Bienengemeinschaften.“
Landwirt*innen sollten ein Netzwerk aus mehrjährigen Blühstreifen in Kombination mit Hecken schaffen, um Wildbienen ein kontinuierliches Blütenangebot zu bieten. Zu dieser Empfehlung kommen die Ökolog*innen Dr. Vivien von Königslöw, Dr. Felix Fornoff und Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg nach ihren Untersuchungen in Apfelplantagen in Süddeutschland. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten sie im Journal of Applied Ecology.

Weniger Wildbienen wegen Blütenmangel

„In intensiven Agrarlandschaften sind Wildbienen vielfach selten geworden, da meist nur wenige Blüten als Nektar- und Pollenquellen zur Verfügung stehen“, erklärt von Königslöw. „Eine Kombination aus Blühstreifen und Hecken am Rand der Produktionsflächen könnte diesen Mangel an Blüten ausgleichen, denn ihre Blühzeitpunkte ergänzen sich gegenseitig.“

Bienendiversität durch Netzwerk von mehrjährigen Blühstreifen mit blütenreichen Hecken fördern

Das Forschungsteam verglich von 2018 bis 2020 die zeitliche Entwicklung der Blühressourcen und der Wildbienengemeinschaften in mehrjährigen Blühstreifen und Hecken am Rand von 18 konventionellen Apfelplantagen. „Unsere Ergebnisse legen nahe, bevorzugt mehrjährige Blühstreifen statt einjährige Blühstreifen zu pflanzen, denn diese blühen im zweiten Standjahr viel früher als im Jahr der Aussaat und fördern über die Jahre verschiedene Bienengemeinschaften. Am besten ergänzt man das Blütenangebot mit arten- und blütenreichen Hecken“, so von Königslöw.

In ihrer Studie beobachteten die Freiburger Ökolog*innen, dass die Wildbienen die Hecken hauptsächlich im zeitigen Frühjahr und teilweise auch noch bis in den Juni hinein besuchten. Die Blühstreifen suchten sie im ersten Standjahr hingegen erst von Juni bis August auf, doch ab dem zweiten Jahr bereits schon ab April. Insgesamt betrachtet war die Bienenanzahl und Artenvielfalt in den Blühstreifen höher als in den Hecken.

Faktenbox:

  •     Alexandra-Maria Klein leitet seit 2013 die Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie an der Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei: Bienen und ihrer Bestäubung von Nutzpflanzen sowie Biodiversitätsförderung in der Agrarlandschaft.
  •     Klein ist Mitglied der DFG Senatskommissionen für Grundsatzfragen der Genforschung und Grundsatzfragen der Biodiversität und ist in mehreren Beiräten der Landesregierung in Baden-Württemberg tätig.
  •     Originalpublikation: von Königslöw, V., Fornoff, F., Klein, A.M. (2022): Temporal complementarity of hedges and flower strips promotes wild bee communities in apple orchards. Journal of Applied Ecology. DOI: 10.1111/1365-2664.14277


Bildunterschrift:
  • Mehrjährige Blühstreifen ziehen über die Jahre verschiedene Bienengemeinschaften an. (Foto: Vivien von Königslöw)


Kontakt:
Dr. Vivien von Königslöw
Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0163 6151841
E-Mail: vivien.von.koenigsloew@nature.uni-freiburg.de

Franziska Becker
Hochschul- und Wissenschaftskommunikation
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-54271
E-Mail: franziska.becker@zv.uni-freiburg.de


Quelle
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Geschäftsbereich Wissenschaftskommunikation und Strategie
Abt. Hochschul- und Wissenschaftskommunikation
Rektorat . Fahnenbergplatz . 79085 Freiburg

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Das Hornissenjahr neigt sich dem Ende entgegen ...
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Spitzenprädator Hornisse

01/02.10.2022

  • Was wird vielfach ein Quatsch über diese Tiere erzählt … Hornissen sind in der Regel sehr friedfertige Tiere. Und auch ihr Stich ist nicht viel scherzhafter als ein Wespen- oder Honigbienenstich … und da können wir aus eigener Erfahrung recht gut mitreden.

Auch bei Stichen der Hornisse sind allergische Reaktionen nicht auszuschließen und es gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen, doch verhalten sich die spektakulären Tiere so lange sie nicht gestört werden sehr friedfertig.
Aus unserer Erfahrung heraus würden wir einer Hornisse mehr Vertrauen schenken als einer Wespe oder einer, auch domestizierten Honigbiene. Und wirklich gefährlich sind Hornissen tatsächlich nur für andere Insekten, die sie gerne im Flug erbeuten.

Diese Nahrung für ihren Nachwuchs in kleine Stücke zerlegt werden in den Staat verbracht und verfüttert. Da kommt bei einem großen Hornissenvolk auch ganz schön was zusammen. 500-700 Gramm an Nahrung pro großem Hornissenvolk und Tag ist das eindrucksvolle Ergebnis.

Damit zeigt sich die Bedeutung der Art auch für die Spezies Mensch.



In der Aufnahme von Christian Schmitt

  • Sehr eindrucksvoll und filigran stellt sich ein Hornissennest dar ... Hornissen bauen ihre Nester vornehmlich aus zerkleinerten, eingespeichelten Holzfasern ... entnommen wir das Baumaterial von Oberflächen z.B. der Totholzelemente u.ä. ...
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Das Mufflon
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Mufflon

30.09/01.10.2022

Mufflons sind vorwiegend dämmerungsaktive Tiere, deren Abmaße etwa 122 Zentimeter bis 137 Zentimeter, Widerrist bis nahe an 90 Zentimeter, betragen. Das zur Gruppe der Wildschafe zu rechnende Mufflon, erreicht ein Gewicht bis etwa 56 Kilogramm.

Besonders auffällig sind seine geschwungenen Hörner, (man spricht auch von Hornschläuchen) mit zahlreichen Querrillen, an welchen man das Alter der Tiere recht gut bestimmen kann.
Im Oktober setzt die Rausch- bzw. Brunftzeit der Mufflons ein. Spektakulär erscheint der Hornkampf der Widder, dessen Geräuschkulisse auch aus weiter Entfernung zu vernehmen ist. Im darauffolgenden April / Mai wird in der Regel ein (selten auch zwei) Jungtier geboren.

Für das Jungtier ist es wichtig möglichst rasch auf die eigenen Beine zu kommen, um der Mutter zu folgen. Mit etwa einem halben, bis dreiviertel Jahr sind Mufflons selbständig und schließen sich der Gruppe an. Mit Eintritt der Geschlechtsreife beginnt das Absondern der Jungwidder.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Mufflons
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Workshop in Saarbrücken
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Behördenvertreter aus Frankreich, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bei Workshop in Saarbrücken

30.09/01.10.2022

  • Ziel: Engere Kooperation im Gewässerschutz

Ein grenzüberschreitender Workshop zum Thema Gewässerverunreinigung, der vom saarländischen Umweltministerium mit Unterstützung der Internationalen Kommissionen zum Schutz der Mosel und der Saar (IKSMS) organisiert wurde, hat in Saarbrücken stattgefunden. Dominique Laurent, Unterpräfektin von Sarreguemines, und Sébastien Girard, französischer Generalkonsul im Saarland, nahmen daran teil.
Dieser deutsch-französische Workshop ist die Konsequenz eines Zwischenfalls im Jahr 2021 an der Bickenalb, einem Gewässer, das in Lothringen entspringt, in Gersheim ins Saarland fließt und dann in Rheinland-Pfalz in den Hornbach mündet. Dieses Ereignis hatte Auswirkungen auf den aquatischen Lebensraum in Frankreich, im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Unterschiedliche Verwaltungsstrukturen auf deutscher und französischer Seite können Information und Kommunikation über die Ländergrenzen hinweg deutlich erschweren. Ziel dieses Workshops war es, die Strukturen und Zuständigkeiten bei der Vorsorge von unfallbedingten Gewässerverunreinigungen mit Auswirkungen auf das Nachbarland vorzustellen; ein sehr wichtiges Thema, das eine Zusammenarbeit zwischen den Behörden beider Länder erfordert.

Dabei wurden Fragen zu den Warn- und Einsatzstrukturen und -verfahren sowie zu den jeweiligen Zuständigkeiten geklärt und festgelegt, wie sich die beiden Länder über die Grenzen hinweg gegenseitig helfen können, um den Schaden bei einer Gewässerverunreinigung zu begrenzen, insbesondere mithilfe des Internationalen Warn- und Alarmplans Mosel-Saar (IWAP MS).

Als Ergebnis des Workshops sollen die Kontaktdaten der jeweiligen Wasserbehörden ausgetauscht und regelmäßig gepflegt werden. Weiterhin sollen die Instrumente des Warn- und Alarmplans intensiver auch zur Information genutzt werden. Die Arbeitsgruppe Störfallvorsorge der IKSMS wird prüfen, ob auch die lokalen Zivilschutzorganisationen in eine grenzüberschreitende Übung oder einen Erfahrungsaustausch einbezogen werden können.

„Der Unfall an der Bickenalb hat uns vor Augen geführt, wie wichtig in diesen Situationen eine schnelle Erreichbarkeit der Behörden über die Grenzen hinweg ist. Die Entscheider sollten ihre Kolleginnen und Kollegen sowie die Verwaltungsstrukturen im Nachbarland kennen. Dieses Wissen ist im Notfall wertvoll und in unser aller Interesse“, betont die saarländische Umweltministerin Petra Berg.

Der Präfekt des Departements Moselle bekräftigt seinen Willen, mit seinen deutschen Kollegen zusammenzuarbeiten, bei den Themen Gewässerverunreinigungen und im weiteren Sinne bei den Herausforderungen der zivilen Sicherheit, die die Verwaltungsgrenzen überschreiten und die Verwaltungen der beiden Länder zu mehr Zusammenarbeit veranlassen sollen.


Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz
Land Saarland
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken

Stand:Medieninfo vom: PressRelease vom 23.09.2022

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother

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Artenschutz in Franken®  
Deutsche Schutzgebiete tagen im Nationalpark
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Deutsche Schutzgebiete tagen im Nationalpark

30.09/01.10.2022


  • Mitgliederversammlung des Bündnisses Nationale Naturlandschaften

Bayerisch Eisenstein. Vertreter von Schutzgebieten aus ganz Deutschland waren zu Gast im Nationalpark Bayerischer Wald. Der Grund war die Mitgliederversammlung von Nationale Naturlandschaften e.V. (NNL), dem Bündnis der deutschen Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete.

Bei der Tagung in der Arberlandhalle in Bayerisch Eisenstein gab es nicht nur einen Rück- und Ausblick auf die Arbeit der Organisation, auch ein Vormittag zum Thema „Digitales Besuchermanagement“ stand auf dem Programm. Bei Exkursionen auf den Falkenstein und zu den Schachten erhielten die Gäste dann Einblicke in die Arbeit im Schutzgebiet.
„Es freut mich sehr, dass die Nationalen Naturlandschaften in diesem Jahr zu ihrer Wiege zurückkehren“, sagte Peter Südbeck, NNL-Vorstandsvorsitzender und Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Denn im Jahr 1991 wurde die gemeinnützige Organisation im Nationalpark Bayerischer Wald gegründet – damals noch unter dem Namen EUROPARC Deutschland. 31 Jahre später sei das Bündnis für viele Schutzgebiete unverzichtbar geworden. „Wir alle wissen, dass Naturschutzarbeit anstrengend ist – und das Tag für Tag.“ Treffen wie diese, bei denen man sich unter Kollegen austauschen kann, helfen wieder Kraft für das tägliche Geschäft zu tanken und mit neuen Anregungen nach Hause zu fahren.

Auftakt der Veranstaltung bildete ein regionaler Abend im Haus zur Wildnis, zu dem Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks, die über 50 Teilnehmer begrüßen durfte. „Für uns ist es immer ein ganz besonderer Anlass, wenn wir Kollegen aus anderen Schutzgebieten willkommen heißen dürfen.“ Rita Röhrl, Landrätin von Regen, ging in ihrem Grußwort auf die Geschichte des Nationalparks Bayerischer Wald ein. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten könne man sich heute eine Region ohne das Schutzgebiet nicht mehr vorstellen. „Die Arbeit in Schutzgebieten ist oft schwierig. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und gute Eindrücke bei Ihrer Tagung im Nationalpark Bayerischer Wald“, richtete sie sich an die Gäste. Dass das Schutzgebiet auch für die Gemeinden Lindberg und Bayerisch Eisenstein von großer Bedeutung ist, erklärten die Bürgermeister Gerd Lorenz und Michael Herzog. „Der Nationalpark ist für uns ein Werbeträger, wertvoller Arbeitgeber und das Zugpferd Nummer eins.“


Bildunterschrift:

Begrüßten beim regionalen Abend die Gäste der Mitgliederversammlung der Nationalen Naturlandschaften: Lindbergs Bürgermeister Gerd Lorenz (v.l.), Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl, Landrätin Rita Röhrl, Vorstandsvorsitzender Peter Südbeck und Michael Herzog, Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein.  (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)

Quelle:
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Stabsstelle Koordination und Kommunikation
Freyunger Straße 2
94481 Grafenau

Stand
23.09.2022

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(...) gewinnen Fotowettbewerb von Umweltministerium und Nordrhein-Westfalen-Stiftung
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Fotos von Seidenschwanz, Senner Heidelandschaft und Unterwasseraufnahme aus Neuss gewinnen Fotowettbewerb von Umweltministerium und Nordrhein-Westfalen-Stiftung

29/30.09.2022

  • Die insgesamt zwölf Siegerfotos erscheinen Ende Oktober in großformatigem Wandkalender

Mehr als 400 Fotografinnen und Fotografen haben sich mit über 1.200 Natur- und Landschaftsfotos aus Nordrhein-Westfalen an einem Fotowettbewerb des Umweltministeriums und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege beteiligt.

Jetzt haben die Veranstalter die zwölf schönsten Aufnahmen vorgestellt, die in einem großformatigen Wandkalender für das Jahr 2023 abgedruckt werden.
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, freut sich über die Entscheidung der Jury: „Die zwölf Siegerfotos zeigen die faszinierende biologische Vielfalt unserer Heimat Nordrhein-Westfalen. Die Fotografinnen und Fotografen haben in ihren Aufnahmen sehr eindrucksvolle Natur-Ansichten festgehalten. Ich gratuliere allen Gewinnerinnen und Gewinner von Herzen. Denken wir aber auch daran: Damit wir diese Vielfalt für nachfolgende Generationen bewahren können, müssen wir heute handeln. Die Biodiversitätskrise ist die zweite große ökologische Krise unserer Zeit.“

Und das sind die Gewinnerinnen und Gewinner: Für die Aufnahme eines Seidenschwanzes, der nur als seltener Wintergast in Nordrhein-Westfalen zu beobachten ist, geht der erste Preis an Petra Barwe aus Dortmund. Auf Platz 2 finden wir ein außergewöhnliches Unterwasserfoto einer Schnecke auf Barschlaich, das Hans-Erich Zappel aus Grevenbroich im Sandhofsee in Neuss aufgenommen hat. Den dritten Platz belegt Prof. Dr. Ulrich Büker aus Hövelhof mit einem Foto des Albedyll-Turms in der Senne bei Bad Lippspringe.

Den gemeinsamen vierten Platz in der Gesamtwertung belegen: Volker Borchert (Gelsenkirchen) mit einem Blick auf das Gelände des ehemaligen Bergwerks Prosper-Haniel in Bottrop, Reinhild von Raesfeld (Vreden) mit einer Aufnahme von Flamingos im Zwillbrocker Venn, Matthias Burda (Olpe) mit dem Foto einer blühenden Mittelgebirgswiese in Brilon-Bontkirchen, das Foto einer Punktierten Zartschrecke von Julia Reinhold (Zirndorf), eine Weinberg-Aufnahme aus Bad Honnef-Rhöndorf von Chris Harraß (Königswinter), das Foto eines Spinnennetzes von Claudia Eisel (Solingen) sowie Matthias Böhl (Bad Berleburg) mit dem Foto von Wildschweinen, Hans-Georg Kazrath (Wesel) mit dem Bild einer Eiche in der Wacholderheide in Schermbeck und Dieter Mahlke (Bielefeld) mit der winterlichen Aufnahme eines Eichelhähers.

Die Preise sind wie folgt dotiert: 1. Preis 1.000 €; 2. Preis 600 €; 3. Preis 400 €; neun 4. Preise je 250 €.

Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung, gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern ebenfalls: „Ich danke den Fotografinnen und Fotografen sehr herzlich, denn deren schöne Motive werden uns durch das Jahr 2023 begleiten. Ich freue mich besonders, dass einige unserer Schutzgebiete im neuen Kalender dabei sind. Im März ist das Zwillbrocker Venn in Vreden zu sehen - mit der dortigen Biologischen Station kooperieren wir seit vielen Jahren. Mit dem Motiv im Monat Juli schlagen wir den Bogen zur Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge e.V., die ehrenamtlich Naturschutzflächen am nördlichsten Teil des Weinanbaugebiets Mittelrhein in Königswinter betreut.“

Gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro kann der Kalender ab dem 25. Oktober ausschließlich über eine dafür eingerichtete Webseite bestellt werden. Direkte Bestellungen bei den Veranstaltern des Fotowettbewerbs sind nicht möglich. Ein aktueller Wettbewerb zu Natur und Landschaft in Nordrhein-Westfalen ist bereits eröffnet. Bis zum 26. August 2023 ist die Teilnahme ist. Die Siegerfotos werden im Kalender 2024 veröffentlicht.


Aufnahme von Petra Barwe
  • Für die Aufnahme eines Seidenschwanzes, der nur als seltener Wintergast in Nordrhein-Westfalen zu beobachten ist, geht der erste Preis an Petra Barwe aus Dortmund.


Weitere Informationen

   
  
Quelle
Ministerium für Umwelt,
Naturschutz und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen
Emilie-Preyer-Platz 1
40479 Düsseldorf

Stand
23.09.2022

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Rekordbeteiligung bei den Junior-Rangern
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Rekordbeteiligung bei den Junior-Rangern

29/30.09.2022

Neuschönau. Beim Sommerferienprogramm der Junior-Ranger haben in diesem Jahr so viele Schüler teilgenommen wie noch nie. Rekordverdächtige 102 Kinder entdeckten die Nationalparkwildnis zusammen mit echten Nationalpark-Rangern.

Bei einer Feierstunde im Hans-Eisenmann-Haus erhielten die Teilnehmer ihre Urkunden.
„Wow!“, entfuhr es Andreas Strohmeier von der Sparkasse Freyung-Grafenau gleich zu Beginn seiner Grußworte, im voll besetzten Filmsaal des Hans-Eisenmann-Hauses. „Ich bin total begeistert, dass wir diese Sommerferien so viele Kinder für die Natur begeistern konnten wie noch nie zuvor. Als einer der Sponsoren des Programms ist es uns ein großes Anliegen, Kinder zu unterstützen und für etwas Sinnvolles zu motivieren.“ 102 Kinder aus der Region erkundeten in den Sommerferien mit Nationalpark-Rangern den größten Waldnationalpark Deutschlands. Aufgeteilt in insgesamt 14 Gruppen unternahmen sie spannende Erkundungstouren ins Schutzgebiet und lernten dabei spielerisch die Nationalparkwildnis kennen.

„Ich danke allen Rangern, unseren Vereinsmitgliedern und der Nationalparkverwaltung, dass wir in diesem Jahr so vielen Nachwuchs-Rangern den Nationalpark und unsere Natur näherbringen konnten“, sagte der Junior-Ranger-Vereinsvorsitzende Alexander Muthmann in seiner kurzen Ansprache. „Mein besonderer Dank gilt aber auch den Eltern, die ihre wertvolle Zeit aufwenden, damit ihre Kinder bei den Junior-Rangern mitmachen können.“ Groß war die Freude auch bei Josef Wanninger, der als Vertreter der Nationalparkverwaltung zur Feier gekommen war, dass das Sommerferienprogramm der Junior-Ranger in diesem Jahr wieder planmäßig stattfinden konnte: „Nach der pandemiebedingten Pause hatten wir ein wenig Nachholbedarf, weshalb dieses Mal Kinder aus den 5., 6. und 7. Jahrgangsstufen mitmachen konnten. Deshalb haben wir heuer mit über 100 Kindern einen neuen Teilnehmerrekord aufstellen können.“

Bei der Feierstunde im Hans-Eisenmann-Haus bekamen die neuen Junior-Ranger feierlich ihre Zertifikate überreicht. Manche wollen sich auch über das Ferienprogramm hinaus beim Junior-Ranger-Verein engagieren, etwa als Volunteer-Ranger.

 
Bildunterschrift:
Beim Junior-Ranger Sommerferienprogramm haben so viele Kinder wie nie zuvor mitgemacht. Beinahe wurde die Waldwerkstatt im Hans-Eisenmann-Haus für das Gruppenfoto zu klein. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Stabsstelle Koordination und Kommunikation
Freyunger Straße 2
94481 Grafenau

Pressemitteilung Nr. 64/2022
Datum: 20.09.2022

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Dynamik von Waldökosystemen
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Internationale Fachtagung im Nationalpark Berchtesgaden: Dynamik von Waldökosystemen

29/30.09.2022

Vom 19. bis 22. September 2022 versammelten sich führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Ökosystemforschung sowie Nachwuchsforscher zu einem internationalen Symposium in Berchtesgaden.

Unter dem Titel „Forest Disturbances and Ecosystem Dynamics in a Changing World“ (Waldstörungen und Ökosystemdynamik im Wandel) präsentierten und diskutierten 100 Expertinnen und Experten aus 18 Ländern und von vier Kontinenten aktuelle Forschungsergebnisse. Organisiert wurde die Tagung von der Technischen Universität München (TUM) in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden.
„Das Symposium, mit dem der Nationalpark Berchtesgaden zum internationalen Lernort wurde, ist ein Höhepunkt der intensiven Zusammenarbeit mit der TUM, die vor drei Jahren begonnen hat. Ich freue mich über diesen Austausch von hervorragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der sicher ein verbessertes globales Verständnis für die Dynamik von Ökosystemen im Klimawandel bringen wird“, fasst Nationalparkleiter Dr. Roland Baier die erfolgreiche Tagung zusammen.

Inhaltlich war das Symposium in vier zentrale Themenblöcke unterteilt: Der Block „Störungsdynamik“ befasste sich mit der Fragestellung, wie sich Störungen im Wald – darunter Insektenkalamitäten, Windwurf, Schneebruch, Lawinen und Waldbrände – im globalen Wandel verändern. Im Block „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ präsentieren und diskutierten die Teilnehmenden Auswirkungen von Störungen auf die Artenvielfalt im Wald sowie die Folgen von Störungen auf für die Gesellschaft wichtige Ökosystemleistungen, darunter Kohlenstoffspeicherung und der Schutz vor Naturgefahren.

Mit der Thematik „Störungen und Management“ beschäftigte sich der dritte Veranstaltungsteil. Hier diskutierten die Forschenden, ob und wie Störungen und deren negative Effekte mit unterschiedlichen Managementkonzepten abgepuffert werden können und wie Bewirtschafter von Wäldern von der Dynamik in Naturwäldern lernen können. Block vier thematisierte Methoden, wie Störungen besser gemessen werden können, wie diese Messungen global vergleichbarer gemacht werden können und welche Methoden es braucht, um künftige Entwicklungen besser abschätzen zu können.

Nationalpark-Forschungsleiter Prof. Rupert Seidl stellt klar: „Die Herausforderungen hinsichtlich der Veränderung von Störungen sind global sehr ähnlich. Dennoch ist das Erkennen von Kipppunkten noch schwierig und bedarf einer Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten. Störungen wie Windwurf und Borkenkäferbefall erhöhen aktuell die Strukturvielfalt im Nationalpark Berchtesgaden und beschleunigen die Entwicklung in Richtung naturnaher Waldstrukturen.

Überschreiten die jährlich neu entstehenden Störungsflächen jedoch eine gewisse Größe, so könnten die Wälder in ihrer Struktur wieder homogener werden.“ Nationalparkleiter Dr. Baier ergänzt: „In unserer vertikalen Wildnis prägen Wandel und langfristige Zyklen das Naturgeschehen. Hier können wichtige Prozesse der Ökosystementwicklung ohne direkte Einwirkung des Menschen gerade unter den Bedingungen des globalen Klimawandels optimal analysiert werden“.

Störungen haben vielfältige Auswirkungen, es gibt Gewinner und Verlierer der Störungsdynamik im Wald. „Es profitieren natürlich vorrangig die Artengruppen, die auf Licht, Wärme und Totholz angewiesen sind“, erklärt Dr. Sebastian Seibold, Co-Forschungsleiter im Nationalpark Berchtesgaden. „Verlierer sind vor allem Arten, die auf die kühlende Wirkung des Waldes angewiesen sind, denn diese geht zumindest temporär verloren.

Im unserem Nationalpark wirken sich Störungen fördernd auf die Vielfalt der Arten aus“, analysiert der Wissenschaftler. Auch für Entscheidungen zum künftigen Umgang mit Wirtschaftswäldern spielt eine Analyse von Störungen in Wäldern eine wichtige Rolle. „Hier gibt es leider keine Allgemeinempfehlungen“, so Seidl. „Vielmehr müssen Lösungen für jeden Standort individuell an die Bedingungen angepasst werden. In der Pflegezone des Nationalparks orientiert sich die Waldentwicklungsplanung an natürlichen Prozessen.“

In seiner Forschung kann der Nationalpark Berchtesgaden auf ein dichtes Netz an Klima- und Waldinventurdaten zurückgreifen und kombiniert diese in aktuellen Forschungsfragen mit Daten aus der Fernerkundung. So sind Auswirkungen von Störungen im Gebiet des Nationalparks gut dokumentiert und analysiert. „Die Kombination verschiedener Methoden wie Felddaten, Fernerkundung und Simulationen helfen, unser Wissen über Störungen deutlich zu verbessern und zuverlässigere Aussagen und Vorhersagen zu treffen“, fasst Prof. Seidl zusammen.

Der Nationalpark Berchtesgaden ist nicht nur regional, sondern auch international ein wichtiger Lernort, stellvertretend für temperate Bergwaldökosysteme. Die Nationalparkforschung ist daher in zahlreichen internationalen, wissenschaftlichen Kooperationen beteiligt. So sind zum Beispiel im Verbund mit lokalen Expertinnen und Experten vergleichende Untersuchungen im Grand Teton Nationalpark/USA, Berchtesgaden und im Shiretoko Nationalpark/Japan, geplant. Wissenschaftliche Tagung sind wichtige Vernetzungspunkte und Katalysatoren in der internationalen Zusammenarbeit.



Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden

Stand 23.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald


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Umweltministerium zeigt Ausstellungen auf der Gartenschau in Eppingen
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Gartenschau Eppingen

28/29.09.2022

  • Umweltministerium zeigt Ausstellungen auf der Gartenschau in Eppingen

Mit zwei Ausstellungen ist das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
zum Ende der Saison noch einmal auf der Gartenschau in Eppingen vertreten. Umwelt- und Klimaschutz sowie der Boden stehen im Mittelpunkt der Ausstellungen.

„Wir sind mit den großen Zukunftsthemen der Gesellschaft vor Ort“, sagte Umweltstaatssekretär Andre Baumann anlässlich der heutigen (22.09.) Ausstellungseröffnung. „Die Ausstellungen informieren und faszinieren. Sie verdeutlichen zentrale Herausforderungen, vor denen wir umweltpolitisch stehen und zeigen Wege auf, wie wir diese Herausforderungen meistern können.“
Bilder aus dem All

Die neu gestaltete Satelliten-Ausstellung „Unser Planet – Bilder aus dem All“ mit aktuellen und brisanten Bezügen zum Natur- und Klimaschutz steht im Mittelpunkt. Sie widmet sich der Umweltforschung und macht deutlich, wie wertvoll Satellitenaufnahmen und Messdaten von Umweltforschungssatelliten für den Umwelt- und Klimaschutz sind.

„Eindrucksvolle Aufnahmen von Seen ohne Wasser, Wüsten statt blühender Landschaften und von brennenden Regenwäldern zeigen unmissverständlich unseren Raubbau an unserer Umwelt. Die direkten Eingriffe des Menschen in die Natur sind so stark wie nie, Landschaften werden durch menschliches Handeln umgestaltet und ganze Ökosysteme zerstört“, hob Staatssekretär Baumann hervor. Aber auch Lösungswege werden aufgezeigt, und die Gäste werden mit der Ausstellung motiviert, sich für den Schutz unseres Planeten zu engagieren.

Boden, Grundlage des Lebens

Mit der Bodenausstellung will das Umweltministerium auf die wichtige Funktion der Böden für unser Leben aufmerksam machen. „Böden liefern uns Nahrungs- und Futtermittel sowie nachwachsende Rohstoffe. Sie binden Nährstoffe, sind einer der größten Kohlenstoffspeicher der Welt und leisten damit einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz. Böden reinigen und speichern Wasser und sind ein wichtiger Baustein für den Hochwasserschutz“, sagte Staatssekretär Baumann.

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über den sensiblen Mikrokosmos Boden und die in Baden-Württemberg vorkommenden Bodenlandschaften. Sie zeigt auch, wie Boden nachhaltig geschützt und wie er von Altlasten befreit oder recycelt werden kann. Außerdem werden Beispiele für ein erfolgreiches Flächenrecycling dargestellt.

Die Ausstellungen des Umweltministeriums sind bis zum 2. Oktober (Saisonende) auf der Gartenschau in Eppingen zu sehen.


Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Stand 22.09.2022

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Stele der Biodiversität® - Zellewitz ... goes virtuell
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz

28/29.09.2022

Ein Projekt des Artenschutzes in Franken®, des Verbandes Naturpark „Unteres Saaletal“ e. V., und des Fördervereins Bildung und Arbeit e.V., das von der Stadt Könnern und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Könnern / Sachsen-Anhalt. Viele Arten fanden und finden sich als ursprüngliche auch Fels- und Höhlenbewohner seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden wieder.

Hierzu zählen auch bestimmte Säugetier-, Vogel- und Insektenarten, die die Gebäude (Kunstfelsen) als Brutplätze, Sommerquartiere oder Versteckmöglichkeiten nutzen.
Viele der früher häufigen Arten der Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden. Aufgrund von Sanierungen und dem Abriss vieler geeigneter Gebäude, ist ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast ganz verschwunden! Eine Verarmung der Artenvielfalt findet statt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung diesen Arten auch in Zukunft geeignete Quartiere vorzuhalten.

Ehemalige, vormals meist artenferne Trafotürme eignen sich nach entsprechender Umgestaltung in besondere Weise für die Einrichtungen eines „Leuchtturms der Artenvielfalt“.

Der ehemalige Trafoturm Zellewitz wird durch ein innovatives Artenschutz- und Umweltbildungsprojekt durch den Verein Artenschutz in Franken® und den Naturpark Unteres Saaletal, mit Unterstützung der Gemeinde Könnern dem Förderverein Bildung und Arbeit e. V. und der Deutschen Postcode Lotterie in einen Artenschutzturm verwandelt, der zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft leistet.

  • Einen weiteren Projektstep haben wir installiert ... einen virtuellen Rundgang ... der den Eindruck vermittelt als würde man direkt vor Ort sein

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Talsperren sind Doppelkönner in Zeiten des Klimawandels
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Talsperren sind Doppelkönner in Zeiten des Klimawandels

28/29.09.2022

  • Wiedereinstau des Ellertshäuser Sees gestartet

Der Bau der Grundsperre am Elltershäuser See steht vor der Fertigstellung. Damit sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten zur Ertüchtigung der Talsperre an die Herausforderungen des Klimawandels so weit fortgeschritten, dass mit dem schrittweisen Wiedereinstau des Sees begonnen werden kann.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte beim Start des Wiedereinstaus  heute in Stadtlauringen: "Die Bedeutung von Wasserspeichern in Zeiten des Klimawandels ist enorm. Talsperren sind wahre Doppelkönner – sowohl für den Hochwasserschutz als auch für die Niedrigwasseraufhöhung.
Wir arbeiten gemeinsam mit den Kommunen für die Entwicklung  unserer bayerischen Gewässer zum Wohl aller Bürger- und Bürgerinnen. Der Ellertshäuser See ist für die Region auch ein wichtiges Naherholungsgebiet. Umso wichtiger ist es jetzt, dass der See wieder befüllt werden kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten vor Ort für die gute Zusammenarbeit." Ziel ist die vollständige Füllung des Sees bis zum Frühjahr 2023. Der Freistaat Bayern stellt für die Planungs- und Bauleistungen des Gesamtprojekts rund 5 Millionen Euro bereit.

Der Ellertshäuser See ist mit 33 Hektar Fläche der größte See Unterfrankens und ein wichtiger Wasserspeicher für die Region. Der Stausee fördert zum einen den Rückhalt von Wasser in der Fläche und trägt somit zur Stabilisierung von Grundwasserbeständen und dem Erhalt von Feuchtbiotopen bei. Zum anderen verhindert er in Trockenzeiten ein Versiegen der angeschlossenen Bäche in der Region. Insgesamt steht mit dem See ein Volumen von rund 1,6 Millionen Kubikmeter und ein Hochwasserrückhalteraum von rund 930.000 Kubikmeter zur Verfügung.

Um den Bestand des Sees für die nachfolgenden Generationen zu sichern und an den Stand der Technik anzupassen, sind umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Zur Gewährleistung der Standsicherheit des Hauptdammes wurde aktuell eine Grundsperre rund 100 Meter vor dem Hauptdamm errichtet. Dadurch werden künftige Bau- und Revisionsarbeiten auch ohne vollständige Staulegung des Sees ermöglicht. Zudem sind insbesondere ein Neubau der Grundablassleitung und der Einlaufbauwerke sowie Arbeiten an den Mess- und Kontrollsystemen geplant. Um die Auswirkungen auf das Ökosystem im Zuge der aktuellen Sanierungsarbeiten möglichst gering zu halten, wurde ein Vordamm ertüchtigt. Fisch- und Muschelbestände konnten so während des Abstaus in den Vorsee umgesiedelt werden. Zudem wurden sogenannte Ökobuchten abgesperrt, damit der Wasserspiegel in den hochwertigen Flachwasser- und Verlandungsflächen gehalten werden konnte. Auch wurden neue Flachwasserzonen angelegt. Die Sanierungsarbeiten des Hauptsees sollen im Sommer 2023 abgeschlossen werden. Ziel ist die Fertigstellung des Gesamtprojekts bis zum Jahr 2024.


Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München

Stand
Pressemitteilung Nr. 139/22
Datum: 22.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helmut Kistner

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Stele der Biodiversität® - Wolllstegge ... goes virtuell
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„Stele der Biodiversität®“ Wolllstegge

27/28.09.2022

  • Ein Projekt des Artenschutzes in Franken® und Turmstationen Kreis Borken-Coesfeld e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wollstegge / Nordrhein-Westfalen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Viele der früher häufigen „Allerweltsarten“ unserer Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden.

 Aufgrund von (vielfach artenfernen) Sanierungen sowie dem Abriss vieler potenziell geeigneter (alter) Gebäude, ist seit geraumer Zeit ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast gänzlich aus unserem Umfeld verschwunden! Dadurch findet unverkennbar eine erschreckende Verarmung der Artenvielfalt in unserer Umwelt statt.

Durch den markanten Schwund der Artenvielfalt gerät auch das Wissen über die Ansprüche und die Verhaltensmuster unserer „kulturellen wilden Wegbegleiter“ in Vergessenheit. Aus diesem Grund ist es in unseren Augen und gerade im Interesse der uns nachfolgenden Generationen, also unserer Kinder und Enkelkinder von größter Bedeutung diesen kulturfolgenden Spezies auch in Zukunft geeignete Quartiere und damit Überlebensräume vorzuhalten.

  • Einen weiteren Projektstep haben wir installiert ... einen virtuellen Rundgang ... der den Eindruck vermittelt als würde man direkt vor Ort sein

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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Grafisch weiter fortgeschritten

27/28.09.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1053849-159)
25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
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Deutschlands Wilde Bienchen®
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