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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Dynamik von Waldökosystemen
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Internationale Fachtagung im Nationalpark Berchtesgaden: Dynamik von Waldökosystemen

29/30.09.2022

Vom 19. bis 22. September 2022 versammelten sich führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Ökosystemforschung sowie Nachwuchsforscher zu einem internationalen Symposium in Berchtesgaden.

Unter dem Titel „Forest Disturbances and Ecosystem Dynamics in a Changing World“ (Waldstörungen und Ökosystemdynamik im Wandel) präsentierten und diskutierten 100 Expertinnen und Experten aus 18 Ländern und von vier Kontinenten aktuelle Forschungsergebnisse. Organisiert wurde die Tagung von der Technischen Universität München (TUM) in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden.
„Das Symposium, mit dem der Nationalpark Berchtesgaden zum internationalen Lernort wurde, ist ein Höhepunkt der intensiven Zusammenarbeit mit der TUM, die vor drei Jahren begonnen hat. Ich freue mich über diesen Austausch von hervorragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, der sicher ein verbessertes globales Verständnis für die Dynamik von Ökosystemen im Klimawandel bringen wird“, fasst Nationalparkleiter Dr. Roland Baier die erfolgreiche Tagung zusammen.

Inhaltlich war das Symposium in vier zentrale Themenblöcke unterteilt: Der Block „Störungsdynamik“ befasste sich mit der Fragestellung, wie sich Störungen im Wald – darunter Insektenkalamitäten, Windwurf, Schneebruch, Lawinen und Waldbrände – im globalen Wandel verändern. Im Block „Biodiversität und Ökosystemleistungen“ präsentieren und diskutierten die Teilnehmenden Auswirkungen von Störungen auf die Artenvielfalt im Wald sowie die Folgen von Störungen auf für die Gesellschaft wichtige Ökosystemleistungen, darunter Kohlenstoffspeicherung und der Schutz vor Naturgefahren.

Mit der Thematik „Störungen und Management“ beschäftigte sich der dritte Veranstaltungsteil. Hier diskutierten die Forschenden, ob und wie Störungen und deren negative Effekte mit unterschiedlichen Managementkonzepten abgepuffert werden können und wie Bewirtschafter von Wäldern von der Dynamik in Naturwäldern lernen können. Block vier thematisierte Methoden, wie Störungen besser gemessen werden können, wie diese Messungen global vergleichbarer gemacht werden können und welche Methoden es braucht, um künftige Entwicklungen besser abschätzen zu können.

Nationalpark-Forschungsleiter Prof. Rupert Seidl stellt klar: „Die Herausforderungen hinsichtlich der Veränderung von Störungen sind global sehr ähnlich. Dennoch ist das Erkennen von Kipppunkten noch schwierig und bedarf einer Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten. Störungen wie Windwurf und Borkenkäferbefall erhöhen aktuell die Strukturvielfalt im Nationalpark Berchtesgaden und beschleunigen die Entwicklung in Richtung naturnaher Waldstrukturen.

Überschreiten die jährlich neu entstehenden Störungsflächen jedoch eine gewisse Größe, so könnten die Wälder in ihrer Struktur wieder homogener werden.“ Nationalparkleiter Dr. Baier ergänzt: „In unserer vertikalen Wildnis prägen Wandel und langfristige Zyklen das Naturgeschehen. Hier können wichtige Prozesse der Ökosystementwicklung ohne direkte Einwirkung des Menschen gerade unter den Bedingungen des globalen Klimawandels optimal analysiert werden“.

Störungen haben vielfältige Auswirkungen, es gibt Gewinner und Verlierer der Störungsdynamik im Wald. „Es profitieren natürlich vorrangig die Artengruppen, die auf Licht, Wärme und Totholz angewiesen sind“, erklärt Dr. Sebastian Seibold, Co-Forschungsleiter im Nationalpark Berchtesgaden. „Verlierer sind vor allem Arten, die auf die kühlende Wirkung des Waldes angewiesen sind, denn diese geht zumindest temporär verloren.

Im unserem Nationalpark wirken sich Störungen fördernd auf die Vielfalt der Arten aus“, analysiert der Wissenschaftler. Auch für Entscheidungen zum künftigen Umgang mit Wirtschaftswäldern spielt eine Analyse von Störungen in Wäldern eine wichtige Rolle. „Hier gibt es leider keine Allgemeinempfehlungen“, so Seidl. „Vielmehr müssen Lösungen für jeden Standort individuell an die Bedingungen angepasst werden. In der Pflegezone des Nationalparks orientiert sich die Waldentwicklungsplanung an natürlichen Prozessen.“

In seiner Forschung kann der Nationalpark Berchtesgaden auf ein dichtes Netz an Klima- und Waldinventurdaten zurückgreifen und kombiniert diese in aktuellen Forschungsfragen mit Daten aus der Fernerkundung. So sind Auswirkungen von Störungen im Gebiet des Nationalparks gut dokumentiert und analysiert. „Die Kombination verschiedener Methoden wie Felddaten, Fernerkundung und Simulationen helfen, unser Wissen über Störungen deutlich zu verbessern und zuverlässigere Aussagen und Vorhersagen zu treffen“, fasst Prof. Seidl zusammen.

Der Nationalpark Berchtesgaden ist nicht nur regional, sondern auch international ein wichtiger Lernort, stellvertretend für temperate Bergwaldökosysteme. Die Nationalparkforschung ist daher in zahlreichen internationalen, wissenschaftlichen Kooperationen beteiligt. So sind zum Beispiel im Verbund mit lokalen Expertinnen und Experten vergleichende Untersuchungen im Grand Teton Nationalpark/USA, Berchtesgaden und im Shiretoko Nationalpark/Japan, geplant. Wissenschaftliche Tagung sind wichtige Vernetzungspunkte und Katalysatoren in der internationalen Zusammenarbeit.



Quelle
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Doktorberg 6
83471 Berchtesgaden

Stand 23.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald


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Umweltministerium zeigt Ausstellungen auf der Gartenschau in Eppingen
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Gartenschau Eppingen

28/29.09.2022

  • Umweltministerium zeigt Ausstellungen auf der Gartenschau in Eppingen

Mit zwei Ausstellungen ist das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
zum Ende der Saison noch einmal auf der Gartenschau in Eppingen vertreten. Umwelt- und Klimaschutz sowie der Boden stehen im Mittelpunkt der Ausstellungen.

„Wir sind mit den großen Zukunftsthemen der Gesellschaft vor Ort“, sagte Umweltstaatssekretär Andre Baumann anlässlich der heutigen (22.09.) Ausstellungseröffnung. „Die Ausstellungen informieren und faszinieren. Sie verdeutlichen zentrale Herausforderungen, vor denen wir umweltpolitisch stehen und zeigen Wege auf, wie wir diese Herausforderungen meistern können.“
Bilder aus dem All

Die neu gestaltete Satelliten-Ausstellung „Unser Planet – Bilder aus dem All“ mit aktuellen und brisanten Bezügen zum Natur- und Klimaschutz steht im Mittelpunkt. Sie widmet sich der Umweltforschung und macht deutlich, wie wertvoll Satellitenaufnahmen und Messdaten von Umweltforschungssatelliten für den Umwelt- und Klimaschutz sind.

„Eindrucksvolle Aufnahmen von Seen ohne Wasser, Wüsten statt blühender Landschaften und von brennenden Regenwäldern zeigen unmissverständlich unseren Raubbau an unserer Umwelt. Die direkten Eingriffe des Menschen in die Natur sind so stark wie nie, Landschaften werden durch menschliches Handeln umgestaltet und ganze Ökosysteme zerstört“, hob Staatssekretär Baumann hervor. Aber auch Lösungswege werden aufgezeigt, und die Gäste werden mit der Ausstellung motiviert, sich für den Schutz unseres Planeten zu engagieren.

Boden, Grundlage des Lebens

Mit der Bodenausstellung will das Umweltministerium auf die wichtige Funktion der Böden für unser Leben aufmerksam machen. „Böden liefern uns Nahrungs- und Futtermittel sowie nachwachsende Rohstoffe. Sie binden Nährstoffe, sind einer der größten Kohlenstoffspeicher der Welt und leisten damit einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz. Böden reinigen und speichern Wasser und sind ein wichtiger Baustein für den Hochwasserschutz“, sagte Staatssekretär Baumann.

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über den sensiblen Mikrokosmos Boden und die in Baden-Württemberg vorkommenden Bodenlandschaften. Sie zeigt auch, wie Boden nachhaltig geschützt und wie er von Altlasten befreit oder recycelt werden kann. Außerdem werden Beispiele für ein erfolgreiches Flächenrecycling dargestellt.

Die Ausstellungen des Umweltministeriums sind bis zum 2. Oktober (Saisonende) auf der Gartenschau in Eppingen zu sehen.


Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Stand 22.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Stele der Biodiversität® - Zellewitz ... goes virtuell
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz

28/29.09.2022

Ein Projekt des Artenschutzes in Franken®, des Verbandes Naturpark „Unteres Saaletal“ e. V., und des Fördervereins Bildung und Arbeit e.V., das von der Stadt Könnern und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Könnern / Sachsen-Anhalt. Viele Arten fanden und finden sich als ursprüngliche auch Fels- und Höhlenbewohner seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden wieder.

Hierzu zählen auch bestimmte Säugetier-, Vogel- und Insektenarten, die die Gebäude (Kunstfelsen) als Brutplätze, Sommerquartiere oder Versteckmöglichkeiten nutzen.
Viele der früher häufigen Arten der Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden. Aufgrund von Sanierungen und dem Abriss vieler geeigneter Gebäude, ist ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast ganz verschwunden! Eine Verarmung der Artenvielfalt findet statt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung diesen Arten auch in Zukunft geeignete Quartiere vorzuhalten.

Ehemalige, vormals meist artenferne Trafotürme eignen sich nach entsprechender Umgestaltung in besondere Weise für die Einrichtungen eines „Leuchtturms der Artenvielfalt“.

Der ehemalige Trafoturm Zellewitz wird durch ein innovatives Artenschutz- und Umweltbildungsprojekt durch den Verein Artenschutz in Franken® und den Naturpark Unteres Saaletal, mit Unterstützung der Gemeinde Könnern dem Förderverein Bildung und Arbeit e. V. und der Deutschen Postcode Lotterie in einen Artenschutzturm verwandelt, der zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft leistet.

  • Einen weiteren Projektstep haben wir installiert ... einen virtuellen Rundgang ... der den Eindruck vermittelt als würde man direkt vor Ort sein

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Talsperren sind Doppelkönner in Zeiten des Klimawandels
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Talsperren sind Doppelkönner in Zeiten des Klimawandels

28/29.09.2022

  • Wiedereinstau des Ellertshäuser Sees gestartet

Der Bau der Grundsperre am Elltershäuser See steht vor der Fertigstellung. Damit sind die umfangreichen Sanierungsarbeiten zur Ertüchtigung der Talsperre an die Herausforderungen des Klimawandels so weit fortgeschritten, dass mit dem schrittweisen Wiedereinstau des Sees begonnen werden kann.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte beim Start des Wiedereinstaus  heute in Stadtlauringen: "Die Bedeutung von Wasserspeichern in Zeiten des Klimawandels ist enorm. Talsperren sind wahre Doppelkönner – sowohl für den Hochwasserschutz als auch für die Niedrigwasseraufhöhung.
Wir arbeiten gemeinsam mit den Kommunen für die Entwicklung  unserer bayerischen Gewässer zum Wohl aller Bürger- und Bürgerinnen. Der Ellertshäuser See ist für die Region auch ein wichtiges Naherholungsgebiet. Umso wichtiger ist es jetzt, dass der See wieder befüllt werden kann. Mein Dank gilt allen Beteiligten vor Ort für die gute Zusammenarbeit." Ziel ist die vollständige Füllung des Sees bis zum Frühjahr 2023. Der Freistaat Bayern stellt für die Planungs- und Bauleistungen des Gesamtprojekts rund 5 Millionen Euro bereit.

Der Ellertshäuser See ist mit 33 Hektar Fläche der größte See Unterfrankens und ein wichtiger Wasserspeicher für die Region. Der Stausee fördert zum einen den Rückhalt von Wasser in der Fläche und trägt somit zur Stabilisierung von Grundwasserbeständen und dem Erhalt von Feuchtbiotopen bei. Zum anderen verhindert er in Trockenzeiten ein Versiegen der angeschlossenen Bäche in der Region. Insgesamt steht mit dem See ein Volumen von rund 1,6 Millionen Kubikmeter und ein Hochwasserrückhalteraum von rund 930.000 Kubikmeter zur Verfügung.

Um den Bestand des Sees für die nachfolgenden Generationen zu sichern und an den Stand der Technik anzupassen, sind umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Zur Gewährleistung der Standsicherheit des Hauptdammes wurde aktuell eine Grundsperre rund 100 Meter vor dem Hauptdamm errichtet. Dadurch werden künftige Bau- und Revisionsarbeiten auch ohne vollständige Staulegung des Sees ermöglicht. Zudem sind insbesondere ein Neubau der Grundablassleitung und der Einlaufbauwerke sowie Arbeiten an den Mess- und Kontrollsystemen geplant. Um die Auswirkungen auf das Ökosystem im Zuge der aktuellen Sanierungsarbeiten möglichst gering zu halten, wurde ein Vordamm ertüchtigt. Fisch- und Muschelbestände konnten so während des Abstaus in den Vorsee umgesiedelt werden. Zudem wurden sogenannte Ökobuchten abgesperrt, damit der Wasserspiegel in den hochwertigen Flachwasser- und Verlandungsflächen gehalten werden konnte. Auch wurden neue Flachwasserzonen angelegt. Die Sanierungsarbeiten des Hauptsees sollen im Sommer 2023 abgeschlossen werden. Ziel ist die Fertigstellung des Gesamtprojekts bis zum Jahr 2024.


Quelle
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München

Stand
Pressemitteilung Nr. 139/22
Datum: 22.09.2022

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helmut Kistner

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Stele der Biodiversität® - Wolllstegge ... goes virtuell
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„Stele der Biodiversität®“ Wolllstegge

27/28.09.2022

  • Ein Projekt des Artenschutzes in Franken® und Turmstationen Kreis Borken-Coesfeld e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wollstegge / Nordrhein-Westfalen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Viele der früher häufigen „Allerweltsarten“ unserer Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden.

 Aufgrund von (vielfach artenfernen) Sanierungen sowie dem Abriss vieler potenziell geeigneter (alter) Gebäude, ist seit geraumer Zeit ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast gänzlich aus unserem Umfeld verschwunden! Dadurch findet unverkennbar eine erschreckende Verarmung der Artenvielfalt in unserer Umwelt statt.

Durch den markanten Schwund der Artenvielfalt gerät auch das Wissen über die Ansprüche und die Verhaltensmuster unserer „kulturellen wilden Wegbegleiter“ in Vergessenheit. Aus diesem Grund ist es in unseren Augen und gerade im Interesse der uns nachfolgenden Generationen, also unserer Kinder und Enkelkinder von größter Bedeutung diesen kulturfolgenden Spezies auch in Zukunft geeignete Quartiere und damit Überlebensräume vorzuhalten.

  • Einen weiteren Projektstep haben wir installiert ... einen virtuellen Rundgang ... der den Eindruck vermittelt als würde man direkt vor Ort sein

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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Grafisch weiter fortgeschritten

27/28.09.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
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NABU: Bird-O-Mat hilft bei der Wahl zum Vogel des Jahres
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NABU: Bird-O-Mat hilft bei der Wahl zum Vogel des Jahres

27/28.09.2022

  • Braunkehlchen, Feldsperling, Neuntöter, Teichhuhn und Trauerschnäpper werben um Stimmen

Berlin – Zarte Töne, munteres Tschilpen oder prägnante Knack-Laute: Bei der Wahl zum Vogel des Jahres 2023 treten fünf Kandidaten mit ganz unterschiedlichen Gesängen an.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Soll es ein Vogel sein, der am Wasser lebt oder lieber einer, der im Wald wohnt oder gar ein Städter? Die Anwärter auf den Titel kann man jetzt spielerisch mit dem NABU-Bird-O-Mat besser kennenlernen. Er ist unter www.NABU.de/birdomat ab sofort freigeschaltet.

Jeder und jede kann damit seinen oder ihren gefiederten Favoriten unter den fünf Kandidaten bestimmen.
„Mehr als 80.000 Menschen haben sich bei der Anfang September gestarteten Vogelwahl schon für einen der Kandidaten entschieden und online ihr Kreuzchen gemacht“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Für die, die noch unschlüssig sind, haben wir eine Entscheidungshilfe entwickelt. Ganz genau wie bei einer politischen Wahl kann man mithilfe des Bird-O-Mat den Kandidaten finden, der am besten zu einem passt.“

Zur Wahl stehen Braunkehlchen, Feldsperling, Neuntöter, Teichhuhn und Trauerschnäpper. Jeder Kandidat steht für ein Naturschutzthema, das mehr Aufmerksamkeit braucht. So wünscht sich das Teichhuhn naturnahe Ufer, dem Trauerschnäpper macht der Klimawandel zu schaffen, dem Neuntöter fehlen Insekten, der Feldsperling vermisst Wildwuchs in Gärten und das Braunkehlchen bunte Wiesen.

Bis zum 27. Oktober ist das virtuelle Wahllokal unter www.vogeldesjahres.de geöffnet. Noch am selben Tag wird der Sieger bekanntgegeben. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

  • Mehr Infos und Teilnahme an der Abstimmung: www.vogeldesjahres.de
  • Bird-O-Mat: www.NABU.de/birdomat


Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin

Stand: 23.09.2022

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker


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Weltnaturabkommen/Biodiversitätsfinanzierung
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Weltnaturabkommen/Biodiversitätsfinanzierung

26/27.09.2022

  • NABU: Scholz sendet wichtiges Signal für die Verhandlungen zum Weltnaturabkommen

Krüger: Deutschland will 1,5 Mrd Euro zum Schutz der globalen Artenvielfalt beitragen / Wichtiger Schritt zur Finanzierung des Weltnaturabkommens

Berlin/New York – In den frühen Morgenstunden kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz im Rahmen der UN-Generalversammlung an, dass Deutschland ab 2025 1,5 Milliarden Euro für die Biodiversität zur Verfügung stellen wird. Dazu kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: 
„Die angekündigte Summe ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Scholz sendet damit ein wichtiges Signal für die festgefahrenen Verhandlungen zum Weltnaturabkommen. Dieser Schritt weckt zugleich die Hoffnung, dass auch andere Industrieländer höhere Beiträge ins Spiel bringen werden. Ausreichen wird der deutsche Beitrag angesichts der Herausforderung des globalen Artensterbens und Lebensraumverlustes dennoch nicht. Hier ist von der Bundesregierung und dem Bundestag in den Haushaltsverhandlungen noch Einsatz notwendig: Bereits kommendes Jahr sollte der Bundeshaushalt zur Co-Finanzierung des Schutzes der globalen biologischen Vielfalt deutlich aufgestockt werden. Vor allem aber müssen endlich naturschädliche Subventionen umgeschichtet werden – von der Agrarpolitik über die Fischerei bis zum Verkehrssektor. Nicht nur das Aussterben von einer Million Arten weltweit steht auf dem Spiel – die Biodiversität ist eine Frage des Überlebens auch für uns Menschen.”

Der NABU und andere Verbände fordern mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr für die Umsetzung des Abkommens – und das bereits vor 2025. Die Ziele des Abkommens gelten bereits ab kommendem Jahr und müssen bis 2030 erreicht werden. Einige Länder des globalen Südens fordern in den Verhandlungen von den Industrienationen sogar 100 Milliarden UD-Dollar bis 2030 oder 1 Prozent des BIP.

Magdalene Trapp, NABU-Referentin für Biodiversitätspolitik, ergänzt: „Es ist ein gutes Zeichen, dass das globale Artensterben endlich in der Chefetage des Kanzleramts angekommen ist. Die Naturkrise muss – ähnlich wie die Klimakrise – von allen Ressorts adressiert werden, die den Verlust der biologischen Vielfalt mit verantworten. Intensivlandwirtschaft, Raubbau an Wäldern und Meeren und naturschädliche Finanzprodukte sind Beispiele dafür. Hier braucht es verbindliche Regelungen und Standards, sowie die Abschaffung natur- und umweltschädigender Subventionen.“

Hintergrund: Weltnaturabkommen
Im Dezember 2022 will die Weltgemeinschaft in Montréal (Kanada) ein Weltnaturabkommen verabschieden. Dieses Abkommen ist die letzte Chance, den globalen Verlust der Biodiversität bis 2030 noch zu stoppen und umzukehren. Auf dem Spiel steht das Aussterben von mindestens einer Million Arten. Dazu wird die Staatengemeinschaft gemeinsame Handlungsziele festlegen sowie die Finanzierung und weitere Umsetzungsmechanismen regeln. Neben einer angemessenen Finanzierung braucht es im Abkommen messbaren Zielen, beispielsweise in den Bereichen der Ökosystem-Renaturierung, Schutzgebiete, Landnutzung und Reduktion der Verschmutzung. Der NABU fordert: Hier sind Deutschland und andere reiche Industrieländer am Zug.

Die Ausgaben für den Schutz der globalen Biodiversität lagen zwischen 2017 – 2021 im Schnitt bei 751 Mio EUR/Jahr. Die Erhöhung auf 1,5 Mrd EUR entspricht damit etwa einer Verdoppelung – ab 2025.


Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin

Stand 21.09.2022


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Debora Knaus

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Wiesenmeisterschaft 2022:
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Wiesenmeisterschaft 2022

26/27.09.2022

  • Preise für artenreiche Wiesenbewirtschaftung verliehen – LfL und BN ehren engagierte Bauernfamilien

Das artenreiche Grünland ist für die Erhaltung vieler selten gewordener Wiesenpflanzen und davon abhängiger Insekten und Nahrungsketten von enormer Bedeutung. Bei der Wiesenmeisterschaft werden bereits seit 2009 besonders engagierte Bäuerinnen und Bauern für den Erhalt artenreicher Wiesen und Weiden ausgezeichnet. In diesem Jahr fand die Wiesenmeisterschaft im Gebiet der Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel, einem Gemeindeverbund in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, statt.

Bei einer Festveranstaltung in Teisendorf wurden 23 landwirtschaftliche Betriebe für ihre vorbildliche artenreiche Wie-senbewirtschaftung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ausgezeichnet.
Staatsministerin Michaela Kaniber, Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sagte bei der Preisverleihung der Wiesenmeisterschaft 2022 in Teisendorf (Landkreis Berchtesgadener Land): „Ein Quadratmeter extensiv bewirtschaftete Wiese kann bis zu 89 Pflanzenarten beheimaten. Damit gehören Wiesen neben dem tropischen Regenwald zu den artenreichsten Biotopen weltweit. Die Staatsregierung fördert daher den Erhalt artenreicher Grünlandflächen. Denn flächenstarker Artenschutz braucht Freiwilligkeit. Mit dem Kulturlandschaftsprogramm und dem Vertragsnaturschutzprogramm haben wir als Staatsregierung in den vergangenen Jahren wichtige Impulse gegeben und werden in der neuen Förderperiode ab 2023 noch bessere Rahmenbedingungen schaffen. Wir haben dazu bewährte Maßnahmen sehr praxisnah weiterentwickelt und neue Maßnahmen eingeführt.“.

Der Ehrenvorsitzende des BN, Hubert Weiger, dankte den Preisträgern und allen Teilnehmern und lobte „die gute Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz, von Ökobetrieben und konventionell wirtschaftenden Betrieben“ als Voraussetzung für die Sicherung der Artenvielfalt. Er unterstrich: „Die Erhaltung von artenreichen Wiesen und Weidestandorten und deren Weiterbewirtschaftung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und Gestaltung der Kulturlandschaft.“

23 Betriebe haben sich in diesem Jahr an dem Gemeinschaftsprojekt von BUND Naturschutz in Bayern (BN) und Bayerischer Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) beteiligt. Alle 23 Wiesen wurden zunächst nach einem Punktesystem für Artenvielfalt, Kulturlandschaftswert und nach landwirtschaftlichen Kriterien wie Futterertrag und landwirtschaftliches Nutzungskonzept bewertet. Eine Fachjury mit Expertinnen und Experten aus Naturschutz und Landwirtschaft hatte die Wiesen begutachtet, jetzt wurden die Gewinner bei einer Festveranstaltung in Teisendorf für ihre vorbildliche artenreiche Wiesenbewirtschaftung geehrt.

In Ihrer Begrüßung sagte Beate Rutkowski, stellvertretende Landesvorsitzende des BUND Naturschutz: „Wiesen und Weiden haben als ‚Multitalente‘ eine herausragende Bedeutung für die Biodiversität und dem Schutz von Boden, Klima und Wasser. Für die arbeitsaufwändige Pflege der Wiesen, Futterwerbung, Viehaustrieb oder Weidemanagement brauchen die Bauernfamilien eine gute Agrarförderung, die noch ausgebaut werden muss.“

Stephan Sedlmayer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, dankte allen Wiesenmeistern für ihren besonderen Einsatz: „Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft stellt laufend zuverlässige Daten und Methoden für die Beratung in der Praxis zur Verfügung. Finanziell werden die Landwirte in Bayern mit einem bundesweit herausragenden Angebot an Agrarumweltmaßnahmen für freiwillige Umweltleistungen honoriert“.

Die Sieger der Wiesenmeisterschaft 2022:

Den 1. Preis, einen Gutschein für einen Aufenthalt im Biohotel im Wert von 500,- der von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt wurde, erhält die Familie Matthias und Rosemarie Winkler aus Ollerding in der Gemeinde Tittmoning.

Sie bewirtschaften einen ökologisch geführten Milchviehbetrieb im Vollerwerb.

Die knapp einen Hektar große Glatthaferwiese „Etz“ überzeugte die Jury durch ihren großen Artenreichtum und schöne Übergänge zum Waldrand. Die Steillage mit abwechselnd trockenen und feuchten Standorten fordert den Einsatz von Motor- und Handsense. Kennzeichnende Arten sind dort z.B. Heilziest, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Pippau oder Rauer Löwenzahn.

Mit dem 2. Preis wurde Rupert Koch aus Guggenberg mit einem Gutschein für einen Aufenthalt im Biohotel im Wert von 300 € ausgezeichnet. Er führt seinen Milchviehbetrieb im Nebenerwerb nach EU-Biorichtlinien. Seine über drei Hektar große artenreiche Mähweide ist ein hochwertiger Komplex-Lebensraum mit eingelagerten Quellnischen und angrenzendem Schluchtwald. Kennzeichnende Arten: u.a. Wiesen-Flockenblume, Kohldistel, Wiesen-Pippau, Sumpf-Vergissmeinnicht und Wiesen-Bocksbart. Als Besonderheit sind größere Vorkommen vom Breitblättrigem Knabenkraut zu verzeichnen.

Den 3. Preis hat Martin Rausch aus Tengling, der einen Ackermischbetrieb im Nebenerwerb mit Kalbinnen-Endmast bewirtschaftet, erhalten. Die drei Hektar große, zum Teil kleinseggenreiche Feuchtwiese am Tachinger See wird erst nach dem 15. Juni gemäht und im Spätsommer noch einmal beweidet. Kennzeichnende Arten der großflächig zu Röhricht/Weidengebüsch übergehenden Wiese sind u.a. Bach-Nelkenwurz, Kuckuckslichtnelke, Mädesüß und Gelbklee. Er erhält ein Preisgeld von 100 Euro, bereitgestellt von der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Traunstein.

Auch die Gewinner des 4. Preises, das Ehepaar Anja und Roman Freimuth aus Petting dürfen sich über einen Geldpreis von 100 Euro freuen. Sie halten im Nebenerwerb graue Gehörnte Heidschnucken, mit denen sie den Surspeicherdamm in einer Nutzungsvereinbarung mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein bewirtschaften. Kennzeichnende Arten der 1,4 ha großen Glatthaferwiese in steiler Hanglage sind u.a. verschiedene Glockenblumenarten, Witwenblume, Margerite und Schlüsselblume. Auch verschiedene Orchideen kommen vor.

Auch alle weiteren Teilnehmer erhielten Preise überreicht, sowie eine Artenliste ihrer Fläche und eine Urkunde.

Weitere Informationen zur Wiesenmeisterschaft finden Sie unter: https://www.bund-naturschutz.de/landwirtschaft/wiesenmeisterschaft und http://www.lfl.bayern.de/Wiesenmeisterschaft


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg

Stand 23.09.2022

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch

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Stele der Biodiversität® - Wils ... goes virtuell
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„Stele der Biodiversität®“ Wils

26/27.09.2022

  • Ein Projekt des Artenschutzes in Franken® und dem Naturpark Unteres Saaletal e. V., das von der Gemeinde Salzatal und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Wils / Sachsen - Anhalt. Viele (Wild) - Tier- und Pflanzenarten fanden und finden sich als bevorzugt ursprüngliche Fels- und Höhlenbewohner, seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden (Kunstfelsen) wieder.

Hierzu zählen auch zahlreiche Säugetier- Vogel- und Insektenarten, welche die Gebäude vielfach intensiv als Brutplätze, Sommerquartiere oder auch als Versteckmöglichkeiten nutzen.
Viele der früher häufigen „Allerweltsarten“ unserer Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden.

 Aufgrund von (vielfach artenfernen) Sanierungen sowie dem Abriss vieler potenziell geeigneter (alter) Gebäude, ist seit geraumer Zeit ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast gänzlich aus unserem Umfeld verschwunden! Dadurch findet unverkennbar eine erschreckende Verarmung der Artenvielfalt in unserer Umwelt statt.

Durch den markanten Schwund der Artenvielfalt gerät auch das Wissen über die Ansprüche und die Verhaltensmuster unserer „kulturellen wilden Wegbegleiter“ in Vergessenheit. Aus diesem Grund ist es in unseren Augen und gerade im Interesse der uns nachfolgenden Generationen, also unserer Kinder und Enkelkinder von größter Bedeutung diesen kulturfolgenden Spezies auch in Zukunft geeignete Quartiere und damit Überlebensräume vorzuhalten.

  • Einen weiteren Projektstep haben wir installiert ... einen virtuellen Rundgang ... der den Eindruck vermittelt als würde man direkt vor Ort sein


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Wenn die Oder kippt und der Rhein vertrocknet
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Wenn die Oder kippt und der Rhein vertrocknet

26/27.09.2022

WWF zum World Rivers Day: Flüsse von Artensterben und Klimakrise doppelt betroffen

Berlin, 23.09.22 – Der WWF Deutschland schlägt angesichts der desaströsen Verfassung unserer Flüsse Alarm. Nur etwa 9 Prozent der natürlichen Fließgewässer in Deutschland weisen einen guten oder sehr guten ökologischen Zustand auf.

Weltweit fließen nur noch 37 Prozent der großen Flüsse weitgehend ungehindert ins Meer - eine zentrale Voraussetzung für einen lebendigen Fluss.
Anlässlich des Internationalen Tags der Flüsse am 25.9.22 sagte Theresa Schiller, WWF-Expertin für Internationale Wasserressourcen: „Flüsse sind die Lebensadern unserer Kontinente. Ihr Zustand entscheidet maßgeblich über das Wohlergehen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Sind sie intakt, bilden Flussökosysteme Hotspots der biologischen Vielfalt. Der Amazonas beispielsweise beherbergt mindestens 2.400 Fischarten, der Mekong mehr als 1.100. Wir können es uns nicht leisten, dem Niedergang unserer Flüsse tatenlos zuzusehen. Flussdynamik und Wasserqualität müssen dramatisch verbessert werden, damit Flüsse ihre Funktionen als Lebensräume und für den Wasserhaushalt erfüllen können. Dieser Aufgabe wird die Politik bislang in keiner Weise gerecht.“

„Flüsse sind vom Verlust der Artenvielfalt und von der Klimakrise doppelt betroffen“, sagte Theresa Schiller. Sie würden vom Mensch seit Jahrtausenden als Trinkwasserquellen, für Bewässerungszwecke, zur Energiegewinnung und als Transportwege genutzt und durch Kanalisierung, Begradigung und Stauung eingehegt. „Doch Staudämme, Eindeichung, Staustufen und Uferbefestigungen zerstören die Dynamik von Flüssen und damit das Gefüge von Lebensräumen, das in gesunden Flüssen einem ständigen Wandel unterworfen ist.“ Hinzu kommen übermäßige Wasserentnahmen und schädliche Einleitungen von Abwässern aus der Landwirtschaft und der Industrie.

Das globale Artensterben zeigt sich besonders dramatisch unter Arten, die in und an Flüssen und Auen, Seen und Feuchtgebieten leben: Seit 1970 sind ihre Bestände weltweit um 84 Prozent eingebrochen – doppelt so stark wie die Artenbestände in terrestrischen und marinen Ökosystemen im selben Zeitraum. Die Klimakrise verschärft die Probleme. Durch geringe Regenfälle und hohe Verdunstungsraten bedingte Niedrigwasser gehen meist mit steigenden Wassertemperaturen und erhöhten Schadstoffkonzentrationen einher und verschlechtern den Zustand der Flüsse zusätzlich. Flüsse spielen zudem eine zentrale Rolle zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushalts und damit bei der Abmilderung von Dürren.

„Das Trockenfallen des Rheins und das Kippen der Oder haben schlaglichtartig deutlich gemacht, wie schlecht es um unsere Flüsse bestellt ist. Doch austrocknende Flussbetten sind ein weltweites Phänomen, wie erschreckende Bilder von der Loire in Frankreich, dem Colorado in den USA oder dem Jangtse in China gezeigt haben“, sagte Theresa Schiller. „Das sind Alarmsignale der Natur, denen wir schnellstens entgegenwirken müssen.“

„Um diese einzigartigen Ökosysteme mitsamt ihren unzähligen Leistungen für Mensch und Natur zu bewahren, braucht es Lösungen mit der Natur“, sagte Theresa Schiller. Erforderlich seien Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität der Flüsse sowie für den Schutz und die Wiederherstellung frei fließender Flüsse mit ihren bedrohten Lebensräumen. Einträge von Phosphat, Nitrat und Pestiziden aus der Landwirtschaft und von Schadstoffen aus der Industrie seien radikal zu reduzieren. Unnötige Staudämme und Wehre müssten abgebaut und Flüssen durch Deichrückverlegungen mehr Raum gegeben werden. Die Renaturierung müsse auch durch den Wiederanschluss von Nebengewässern und Altarmen und die Revitalisierung von Auen vorangebracht werden. „Dies hat positive Effekte für Biodiversität und Wasserhaushalt und dient zusätzlich der Anpassung an die Klimakrise.“

Theresa Schiller: „Die Politik ist auf allen Ebenen gefordert, unsere Flüsse zu retten, beispielsweise auf dem Weltnaturgipfel im Dezember in Kanada durch die Verankerung eines globalen Renaturierungsziels für Flüsse im neuen Biodiversitätsrahmenwerk der Internationalen Staatengemeinschaft (UN). Ebenso braucht es auf EU-Ebene ein schlagkräftiges Renaturierungsgesetz. Der Entwurf der EU-Kommission hierfür, der derzeit zwischen Rat und Europaparlament verhandelt wird, sieht vor, bis 2030 25.000 Kilometer frei fließende Flüsse wiederherzustellen. Der WWF fordert hier größere Anstrengungen, nämlich die Wiederherstellung von 178.000 km frei fließender Flüsse. Und nicht zuletzt muss die Bundesregierung endlich ernst mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zum Schutz der Gewässer machen, deren Ziele in Deutschland bislang weitgehend verfehlt werden.“



Quelle
WWF
Stand 23.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Aufruf zur Beteiligung zur Brandenburger Klimaanpassungsstrategie
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Anpassung an die Folgen des Klimawandels – Aufruf zur Beteiligung zur Brandenburger Klimaanpassungsstrategie

25/26.09.2022

Potsdam – Am 29. September lädt das Brandenburger Klimaschutzministerium Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft sowie weitere Interessierte ein, ihre Expertise und Vorstellung zum ersten Arbeitsentwurf der Brandenburger Klimaanpassungsstrategie einzubringen.

In der hybriden Beteiligungsveranstaltung informieren Vertreterinnen und Vertreter des Klimaschutzministeriums über die Handlungsfelder und diskutieren gemeinsam mit den Beteiligten in Breakout-Sessions die vorgeschlagenen Maßnahmen der Klimaanpassungsstrategie.
Klimaschutzminister Axel Vogel, der die Beteiligungsveranstaltung mit einem Grußwort eröffnen wird: „Die Folgen der Klimaveränderungen werden immer deutlicher und zeigen, dass es dringend einen effektiven Klimaschutz braucht. Dürren, Niedrigwasserstände, Extremniederschläge und Starkregen, Orkane und Tornados werden in den kommenden Jahren höchst wahrscheinlich weiter zunehmen. Deshalb braucht es mehr Klimaanpassung. Sie ist eine Querschnittsaufgabe und ein Kernziel in meinem Ressort. Bereits jetzt arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Wälder und die Landwirtschaft klimaresilient aufzustellen und den Wasserhaushalt im Land im Hinblick auf die zu erwartenden Herausforderungen mit Dürre und Niedrigwasser zu stabilisieren. Mit der Klimaanpassungsstrategie wollen wir in zwölf Handlungsfeldern konkrete Maßnahmen erarbeiten, wie in den jeweiligen Ressorts auf die sich verändernden klimatischen Zustände reagiert werden kann. Die Erarbeitung soll – um der Querschnittsaufgabe gerecht zu werden – in einem breiten Beteiligungsprozess erfolgen.“

Die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung sind auch in diesem Sommer mit mehreren großflächigen Bränden, Trockenheit und Hitzewellen unmittelbar in Brandenburg erlebbar gewesen. Die Konsequenzen und die Reichweite dieser Ereignisse stellen das Land vor zunehmende Herausforderungen. Als zentralen Baustein einer vorausschauenden Klimapolitik für das Land sieht Brandenburg die Klimafolgenanpassung neben dem Klimaschutz als zweite Säule. Um die Klimaresilienz von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt zu erhöhen, arbeiten sechs Ressorts der Landesregierung an einer Klimaanpassungsstrategie. Mit ihr stellt sich das Land Brandenburg strategisch zur effizienten Abmilderung der unvermeidbaren Folgen des Klimawandels auf.

Die Strategie umfasst dabei zwölf Handlungsfelder: Wasser, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wald, Boden, Naturschutz und Biodiversität, Brand- und Katastrophenschutz, Gesundheit, Verarbeitendes Gewerbe, Tourismus, Kulturelles Erbe, Verkehr sowie Raumordnungsplanung-Städtebau-Bauen.

Erst diese Woche hat Klimaschutzminister Axel Vogel gemeinsam mit Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher das Gutachten für den Hitzeaktionsplan, der derzeit vom federführenden Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz erarbeitet wird, als einen Teil der Klimaanpassungsstrategie vorgestellt. Im März dieses Jahres hatte Minister Vogel das Gesamtkonzept zur Anpassung an den Klimawandel im Politikfeld Wasser präsentiert, in dem neben Maßnahmen zum Umgang mit Wasser in Trockenzeiten auch Maßnahmen und Strategien bei Starkregen- und Hochwasserereignissen enthalten sind. Das Gesamtkonzept, zu dem auch das Landesniedrigwasserkonzept gehört, ist ebenfalls Bestandteil der Klimaanpassungsstrategie des Landes Brandenburg.

Am 29. September sind Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft eingeladen, den ersten Arbeitsentwurf der Klimaanpassungsstrategie zu diskutieren und ihre Erwartungen und Vorstellungen einzubringen.

Am Vormittag wird der Arbeitsentwurf der Klimaanpassungsstrategie durch Fachvertreterinnen und -vertreter der Ressorts vorgestellt. Der Nachmittag ist für die aktive Beteiligung vorgesehen. In drei Breakout-Session können Expertise und Erwartungen eingebracht werden.

Die Themen der Breakout-Gruppen sind ‚Trockenheit und Wasserverfügbarkeit‘, ‚Klima im Siedlungsraum und Gesundheit‘ sowie ‚Klimafolgen für Wirtschaft und (kritische) Infrastruktur‘.

Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind noch bis zum Dienstag, 27. September, 18 Uhr, möglich.


Quelle
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, Haus S
14467 Potsdam

Stand 23.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker

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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Die grafische Gestaltung schreitet voran ...

25/26.09.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
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Bilanz Amphibienaktion 2022: Klimakrise
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BN:Bilanz Amphibienaktion 2022: Klimakrise - Sorge um Grasfrosch und Erdkröte wächst

25/26.09.2022

Eine Auswertung der diesjährigen Amphibienwanderung in Bayern und eine genauere Auswertung der vorangegangenen Jahre zeigt: An den Amphibienzäunen werden jedes Jahr weniger Grasfrösche gefunden und die Erdkrötenbestände stagnieren auf niedrigem Niveau.

Angesichts der diesjährigen Trockenheit ist zudem in 2023 eine weitere rapide Abnahme zu befürchten.
„Unsere Amphibien leiden unter der Klimakrise. Und zwar nicht nur seltene Arten wie die Unke, sondern auch die Allerweltsarten Grasfrosch und Erdkröte. Unsere Zahlen sind ein überdeutliches Alarmzeichen“, sagt Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BN. „Wir müssen jetzt sofort handeln und in Bayern Feuchtlebensräume erhalten, renaturieren und neu schaffen. Nur so haben Frösche, Kröten und Molche auch in Zukunft eine Chance.“

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) hat neben den Daten für dieses Jahr auch weiteres Zahlenmaterial aus den vorangegangenen Jahren von 2019 bis 2021 ausgewertet. In die Analyse flossen Daten von 342 Wanderwegen aus 40 Landkreisen und Städten ein. In den drei trockenheitsgeprägten Jahren 2019 bis 2021 hat der Erdkrötenbestand gegenüber den zwölf Jahren davor (2007 bis 2018) um 18 Prozent abgenommen, der Grasfroschbestand gar um 28 Prozent. Der Blick auf die Daten, die aus dem Jahr 2022 bereits vorliegen, offenbart im Vergleich dazu eine weitere alarmierende Abnahme um 18 Prozent beim Grasfrosch. Erdkröten waren es wieder etwas mehr als 2021 (plus 11 Prozent), die Bestände sind aber noch immer weit vom langjährigen Mittel entfernt.


„Diese Zahlen machen uns Riesensorgen. Vor allem die Folge trockener Frühjahre und Sommer 2018 bis 2020 hat den Amphibien zugesetzt. Für Bayerns Amphibien kann es bereits fünf vor zwölf sein, denn lange Trockenperioden im Frühjahr und Sommer wird es durch die Klimakrise zukünftig häufiger geben“,so Uwe Friedel, Artenschutzreferent des BN. „Speziell im kommenden Jahr erwarte ich durch den sehr heißen und trockenen Sommer 2022 noch einmal einen dramatischen Rückgang!“

Tiefgreifende flächendeckende Landschaftseingriffe wie großflächige Entwässerung, Beseitigung zahlloser Kleingewässer, Flurbereinigung und Zerstörung von Feuchtgebieten und Auen haben bereits in der Vergangenheit die Amphibien in Bayern massiv dezimiert. Mit der Klimakrise stehen wir nun vor einem zweiten dramatischen Rückgang. Geringe Niederschläge führen zu niedrigen Wasserständen in den Laichgewässern der Amphibien. Trocknen sie bei ausbleibenden Frühjahrsniederschlägen aus, gehen Laich und Kaulquappen zugrunde. Die trockene Landschaft bietet zudem für die Hüpferlinge, also die das Gewässer verlassenden Jungtiere, sehr ungünstige Bedingungen. Viele verenden schon auf dem Weg vom Laichgewässer in den Sommerlebensraum. In trockenen Sommern können sich die Amphibien-Weibchen auch weniger Reserven anfressen, die aber für die Paarungsbereitschaft notwendig sind.

Um Bayerns Amphibien auch in Zeiten der Klimakrise eine Überlebenschance zu bewahren, fordert der BUND Naturschutz:

  •     die Erhaltung aller naturnahen Gewässer und Feuchtbiotope sowie des Feuchtgrünlandes in Bayern

  •     Renaturierung von Gewässern und ein Ende der Entwässerung der Landschaft (mit hohem Zusatznutzen auch für Landwirtschaft, Bodenschutz, Klimaschutz u.a.)

  •     eine Förderung für Landwirte, die bei der Bewirtschaftung Rücksicht auf Amphibien nehmen

  •     die Wiederherstellung der natürlichen Auendynamik an bayerischen Flüssen in Verbindung mit natürlichem Hochwasserschutz

  •     das Belassen von breiten, ungedüngten Uferrandstreifen an stehenden und fließenden Gewässern

  •     die Erleichterung der Amphibienwanderungen durch bessere Vernetzung ihrer Lebensräume (Biotopverbund)

  •     die Berücksichtigung der Auswirkungen auf Amphibien in Zulassungsverfahren neuer Pestizide

  •     eine finanzielle Förderung für Landkreise und Kommunen beim nachträglichen Einbau von Amphibienschutzanlagen an Kreisstraßen und Ortsverbindungsstraßen

  •     Reduzierung des anhaltend hohen Flächenverbrauchs in Bayern, da dieser auch die Lebensräume von Amphibien betrifft

  •     eine ambitionierte Klimaschutzpolitik der bayerischen Staatsregierung als langfristig wirksame und dringend notwendige Maßnahme


Quellenangabe
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg

Stand: 19.09.2022


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Steffen Lamprecht
  • Feuersalamander ... ob wir diese Art in Bayern in der "Fläche"erhalten können scheint fraglich. Die Bestände brechen ein und wir machen uns zunehmend Sorge um den Fortbestand dieses so wunderschönen Tieres!


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Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet
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Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet

25/26.09.2022

  • NABU-Aufruf zeigt: Eingewanderte Spinnenart ist stärker verbreitet als bisher bekannt

Berlin
– Innerhalb weniger Jahre hat sich die aus dem Mittelmeergebiet stammende Nosferatuspinne in fast ganz Deutschland ausgebreitet. Das zeigen erste Ergebnisse eines Meldeaufrufs des NABU und des Beobachtungsportals NABU-naturgucker.de.

Die Nosferatuspinne kommt bei uns fast ausschließlich in Gebäuden vor. In Deutschland wurde die Art erstmals 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt. Bis Sommer 2022 waren bei NABU-naturgucker.de bereits 500 Beobachtungen registriert – zwei Wochen nach Start des NABU-Aufrufs sind es nun rund 16.000. Vom großen Echo zeigt sich NABU-Experte Dr. Roland Mühlethaler überrascht: „Das Thema hat bei den Medien ebenso gezündet wie beim Publikum. Ein Grund ist sicher die Nähe der Art zum Menschen und ihre imposante Größe. Dazu kommt noch ein gewisser Gruselfaktor, die Benennung nach einem Stummfilm-Vampir regt zusätzlich die Fantasie an.“
Auch wenn es inzwischen Meldungen aus allen Winkeln der Republik gibt, liegen die Verbreitungsschwerpunkte unverändert im Süden und Westen. Vor allem entlang von Rhein, Neckar und Ruhr kommt die Nosferatuspinne nahezu flächendeckend vor. Nach Norden und Osten dünnen die Nachweise merklich aus. „Unser Meldeaufruf gilt daher weiter“, betont Mühlethaler. „Wir freuen uns über jede zusätzliche Beobachtung über www.NABU.de/Nosferatu. Besonders wertvoll sind dabei Belegfotos, denn so lässt sich die Art sicher nachweisen. Das gilt für alle Regionen, besonders aber für den Osten der Republik. So liegt aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erst je ein Fotobeleg vor.“

Sie wird zwar gelegentlich auch im Freiland gefunden, spätestens im Herbst zieht es die wärmebedürftige Nosferatuspinne, wie viele andere Spinnenarten auch, aber nach drinnen. Mit einer Körperlänge von bis zu zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von etwa fünf Zentimetern gehört sie zusammen mit der Hauswinkelspinne zu den größten Gebäudebewohnerinnen. Die Nosferatuspinne kann spürbar zubeißen, tut das aber nur sehr selten bei direkter Bedrohung. Der Biss ist vergleichbar mit einem leichten Insektenstich. Als nächtliche Jägerin hält die Nosferatu im Haus den Bestand an Fliegen und anderen Insekten klein.

Hintergrundinformationen
Bis zum 15. September wurden aufgrund des Aufrufs fast 16.000 Beobachtungen der Nosferatuspinne unter www.NABU.de/Nosferatu eingetragen. Die Überprüfung von 7900 Bildern zeigte, dass 84 Prozent der Bestimmungen korrekt waren. Etwas mehr als die Hälfte der Fehlbestimmungen entfiel auf die Große Hauswinkelspinne und weitere Winkelspinnen; diese Arten sehen der Nosferatuspinne am ähnlichsten.

Mehr Infos und Nosferatuspinne melden: www.NABU.de/Nosferatu

Aufnahme: NABU/Robert/Pfeifle

  • Nosferatuspinne

Quelle
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin

Stand
20.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Die Rötelmaus (Myodes glareolus)
Bild zum Eintrag (1075734-160)
Die Rötelmaus

24/25.09.2022

Auch in den Laubmischwäldern des Steigerwaldes beheimatet, ist diese Kleinsäugerart innerhalb von Invasionsjahren ,eine der Haupt - Nahrungstiere heimischer Greife und Eulenarten.

Rötelmäuse, die eine Körperlänge von etwa 12cm, sowie ein Körpergewicht nahe an 40 Gramm erreichen, zeichnen sich durch eine hohe Fruchtbarkeit aus, die es ihnen erlaubt extreme Bestandseinbrüche relativ rasch zu kompensieren.
Bei hohem Nahrungsangebot ( Mastjahre ) gerne werden Sämerein , Insekten, jedoch auch Wurzelteile verzehrt, gelingen bis zu 4 ( 5 ) Jahreswürfe.

Ein Wurf beinhaltet durchschnittlich 5 Jungmäuse. Die Sterblichkeit der Jungtiere liegt im ersten Jahr bei circa 80 % .

In den letzten beiden Jahren viel die Rötemaus vor allem durch Negativmeldungen auf, die sich auf die Übertragung von Krankheiten , hervorgerufen durch die Ausscheidungen der Tiere , konzentrierten.

( Hantavieren )

Da sich diese Tiere auch gerne in menschlichen Gebäuden / Schuppen etc. ( Winterhalbjahr / Herbst ) aufhalten und hier ihre Hinterlassenschaften absetzen, ist bei der Reinigung dieser Bauwerke höchste Vorsicht ( trockener Kot bringt beim Reinigen / Kehren , Vieren in die Luft ( Aufwirbelungen ) und damit in die Atemwege des Menschen ) geboten!

Kontakt zu den Fachstellen des Landkreises / Stadt ist angeraten. Hier werden weiterführende Informationen vermittelt.




In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Rötelmaus an Nahrung
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Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
Bild zum Eintrag (1075726-160)
Das Rotkehlchen

24/25.09.2022

Ob in den Mischwäldern des Steigerwalds, oder den Parkanlagen und Gärten der Region, das Rotkehlchen ist in fast allen Arealen mehr oder minder regelmäßig vertreten. Gerne in der Nähe zu Gewässerstrukturen, da hier die bevorzugte Nahrung in Form von Würmern, Spinnentieren und Insekten , meist zahlreich vorhanden ist.
Rotkehlchen ( trotz roter Brustkehle ) fallen im Gehölz, Dank Tarn - Oberdeckengefieder, kaum auf. Eine auffällige Ruffolge zeichnet das rund 15 Zentimeter große und 22 Gramm ( leichte ) Tier aus. Für uns ist der Gesang dieser Spezies einer der schönsten Vogelgesänge im Steigerwald überhaupt.

Im April wird das Gelege, entweder in Baumöffnungen, am Boden, oder auch in niederer Vegetation angelegt. Etwa 5, gut getarnte Eier werden abgesetzt und innerhalb 15 Tagen erbrütet. Etwa die gleiche Zeitspanne werden die Jungvögel im Nest von den Alttieren mit proteinreicher Nahrung versorgt, um nach dem Verlassen des Nistplatzes ebenfalls noch etwa 1 - 2 Wochen gefüttert zu werden.

Im Juni wird meist eine Zweitbrut ( gerne an anderer Stelle wie die Erste ) angelegt.


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Rotkehlchen
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Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
Bild zum Eintrag (1075717-160)
Der  Zwergtaucher

24/25.09.2022

Der Zwergtaucher
ist der kleinste unserer heimischen „Taucher“ Arten. Lediglich 29 cm Körperlänge erreichen die zierlich anmutenden Wasservögel. Wir treffen dieses Tier im Steigerwald bevorzugt an kleineren bis mittleren Stillgewässern, meist mit einem hohen Pflanzenanteil an.
Darüber hinaus sollten diese Areale wenn möglich deutlich ausgeprägte Flachwasser- und Verlandungszonen aufweisen.Der Brutvogelbestand dieses etwa 230 Gramm leichten Vogels liegt im Freistaat Bayern bei etwa 1500 Paaren.Besonders Farbauffällig sind diese Tiere in der Paarungs- und Brutzeit, wobei besonders das Männchen mit einer glänzend rotbraunen Halspartie hervorsticht.

Im März / April beginnt die Paarbindung mit lauten, fast trillerartigem Ruffolgen und markantem Balzschwimmen beider Artgenossen.Im Mai ist es dann meist soweit, in einem gut getarnten, manchmal auch frei schwimmenden Pflanzen / Bodennest werden meist 5 Eier abgesetzt und etwa 25 Tage erbrütet.Nach dem Schlupf sind die Jung- Zwergtaucher sehr schnell in der Lage zu schwimmen und zu tauchen.

Die bevorzugte Nahrung dieser Vögel besteht aus ( Wasser )- Insekten, jedoch ab und an auch Wirbellosen und Kleinfischchen.Durch die Neuanlage der Ebrachtalaue soll auch der Lebensraum der Zwergtaucher verbessert werden.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Zwergtaucher
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Die im Dunkel, die sieht man nicht ... Projekteinweihung
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Die im Dunkel, die sieht man nicht ...

23/24.09.2022


Ein innovatives Kooperationsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Vereins für Gartenkultur und Heimatpflege Schaephuysen e.V., der Baumsiedlung Schaephuysen, der Gemeinde Rheurdt und Turmtransformation, das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird.

Schaephuysen / Nordrhein-Westfalen. Tagaktive Insekten stehen glücklicherweise seit geraumer Zeit wieder im Fokus des gesellschaftlichen Interesses. Leisten diese kleinen Bestäuber doch unbezahlbare Leistungen innerhalb des Ökohaushalts. Doch dabei werden leider häufig nachtaktive Insekten übersehen, welche eine nicht weniger wertvolle Nische im Ökosystem ausfüllen, doch von uns Menschen nicht bewusst wahrgenommen werden. Das möchten wir mit diesem wertvollen, kooperativen Artenschutz-Umweltbildungsprojekt bewusst ändern!
In den vergangenen 27 Jahren sind laut einer Studie rund 75 Prozent der fliegenden Insekten in der Bundesrepublik Deutschland verschwunden. Dieses schockierende Ergebnis umfasst sowohl die von uns als Gesellschaft bewusst wahrgenommenen Schmetterlinge & Co. als auch die nachtaktiven und damit kaum wahrgenommenen Insektenarten.


In der Aufnahme
  • Veranstaltung 55 Jahre Baumsiedlung Stefan Sonfeld (Baumsiedlung) und Michael Sonfeld (Turmtransformation)  begrüßen gemeinsam mit Claudia Koschare VfGuH die zahlreich erschienenen Besucher*innen.
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Die Bekassine (Gallinago gallinago)
Bild zum Eintrag (1075686-160)
Die Bekassine

23/24.09.2022


Manch Zeitgenosse mag seinen Ohren und Augen nicht glauben, wenn er gen Himmel sieht um einen Vogel „meckern“ zu hören. Die Bekassine stößt jedoch innerhalb der Balzflüge ähnlich klingende Laute , jedoch nicht stimmlich generiert , aus.

Zwischenzeitlich ist dieser Vogel der Feuchtwiesenbereiche, auch in Franken sehr selten geworden.
Spätestens im April können wir den Watvogel an einzelnen Stellen bei uns beobachte. Im Mai beginnt diese Spezies, welche ganz besonders unter der Veränderung ihrer Lebensräume leidet, mit dem Brutgeschäft. Ein Boden – Muldennest aus Gräsern und Halmen, nimmt meist 4 ( 5 ) Eier auf, die nun rund 20 – 21 ( 22 ) Tage bebrütet werden. Wenige Tage nach dem schlüpfen verlassen die Nestflüchter ihren gebutsort um sich mit den Altvögeln auf die Suche nach Nahrung zu begeben.

  • Insekten und Insektenlarven stehen im Mittelpunkt dieser Bestrebungen.

Gegen Ende August beginnen Bekassinen mit dem Flug in ihre Winterquartiere, die in Afrika liegen. Positive Erkenntnisse gewinnen wir in den letzen beiden Jahren in den vom Wasserwirtschaftsamt „vernässten“ Flächen. Hier ist die Bekassine zu mindest zeitenweise wieder etwas häufiger zu erkennen.

In Bayern ist die Bekassine wie viele andere Arten auch vom Aussterben (Stand 2022) bedroht. Industriell landwirtschaftliche Bearbeitungsformen scheinen hierfür ebenso wie Störungen an besonders Brut- und Nahrungsaufnahmeplätzen verantwortlich.


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Bekassine
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Eine Wunderwelt für schräge Typen ...
Bild zum Eintrag (1075679-160)
Eine Wunderwelt für schräge Typen: Im Exotarium des Frankfurter Zoos entsteht eine Mangroven-Anlage

23/24.09.2022

  • Mangroven sind faszinierende Lebensräume zwischen Land und Meer. Sie gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde.

Warum das so ist und wie wichtig Mangroven für Menschen und Tiere sind, kann man zukünftig im Exotarium des Frankfurter Zoos erfahren, denn dort entsteht eine asiatische Mangrovenlandschaft mit vielen unterschiedlichen, zum Teil gefährdeten Tierarten.
Es tut sich etwas in der ehemaligen Pinguin-Anlage im Exotarium: Hinter den großen Einblickscheiben hat der Umbau von der polaren Antarktis-Anlage in eine tropische Mangrovenlandschaft begonnen. Bald sollen sich hier Schildkröten, Echsen, Schlammspringer, Schützenfische und einige Arten mehr zwischen den markanten Wurzeln und Ästen echter Mangrovenbäume tummeln, die der Zoo vom Palmengarten Frankfurt erhält.

„Mit der Mangroven-Anlage entsteht ein kleines, aber feines Highlight im Zoo. An dem Projekt freuen mich ganz besonders zwei Aspekte: Zum einen die Kooperation mit dem Palmengarten, durch die wir nicht nur Pflanzen erhalten, sondern auch jede Menge gärtnerisches Know-how weitergegeben wird. Und zum anderen der starke Bildungsaspekt: Rund um die Anlage wird es ein umfassendes Angebot an Informationen zum Ökosystem Mangrove geben“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft.  

„Mangrovenwälder kommen weltweit vor wo es feucht und warm ist. Der Palmengarten mit seinem Tropicarium verfügt über die optimalen Bedingungen, um auch in unseren Breiten einen Ausschnitt aus diesem so wertvollen, sensiblen und mittlerweile sehr bedrohten Ökosystem zu zeigen. Wir freuen uns sehr, dass der Palmengarten mit Beratung und Pflanzen einen Beitrag zur neuen Mangroven-Anlage im Frankfurter Zoo leisten kann“, sagt Rosemarie Heilig, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

In den kommenden Wochen wird viel in der 66 m2 großen Anlage passieren: Die Felsenlandschaft wird zum Teil abgebrochen und neu aufgebaut, der Boden für die Mangrovenpflanzen aus dem Palmengarten wird bereitet, für die Schildkröten wird ein Legestrand angelegt, Speziallampen und Filtertechnik werden installiert.

„Letzteres ist alles andere als banal“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. „In der neuen Mangroven-Anlage wollen wir dieses besondere Ökosystem so naturgetreu wie möglich nachempfinden. Pflanzen und Tiere, die hier einziehen werden, leben in der Gezeitenzone tropischer Küsten und sind an ein Gemisch von Süß- und Salzwasser angepasst. Anlage und Technik müssen diesen besonderen Bedingungen auch standhalten. Damit sich Pflanzen und Tiere wohlfühlen, betreiben wir einen großen Aufwand, denn schließlich wollen wir vor allem mit der vom Aussterben bedrohten Batagur-Schildkröte, die wir hier halten wollen, an einem Zucht- und Wiederansiedlungsprojekt teilnehmen“, so Geiger.

Auch wenn es vorläufig noch keinen Fertigstellungstermin gibt – der Umbau der Anlage hat begonnen und den Fortschritt wird man nach Abschluss der Abbruch- und Betonarbeiten durch die Einblicke verfolgen können. Bevor Reptilien, Fische und Vögel einziehen können, sollen die Pflanzen etwas Zeit zum Anwachsen bekommen.

Spendenaktion Mangrove
  • Mangroven-Fans und alle, die es werden möchten, können den Umbau der Anlage mit einer Spende unterstützen:

In der Aufnahme
  • Schräger Typ: Schlammspringer © Ingo Hamann

Quelle

Zoo Frankfurt
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt am Main

Stand 15.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

  • Wir starten mit der grafischen Entwicklung

22/23.09.2022

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
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Mit Profifotograf auf Motivsuche ...
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Mit Profifotograf auf Motivsuche in die „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark Eifel
Fotoworkshop Naturfotografie drinnen und draußen am 24. September


22/23.09.2022

Schleiden-Vogelsang, 05. September 2022. Wie bekomme ich das Insekt gestochen scharf auf die Linse und fange den Nebel im Tal ein? Fotografie ist Kreativität.

Die Kamera ist dabei das Rüstzeug, um aus einem fotografischen Blick ein überzeugendes Bild zu machen. Im Nationalpark Eifel bietet das Nationalpark-Zentrum Eifel in Vogelsang am 24. September einen ganztägigen Fotoworkshop zum Thema Naturfotografie rund um die Ausstellung „Wildnis(t)räume“ an.
Dabei lernen die Teilnehmenden von Fotograf Paul Kornacker das Wesentliche in den Mittelpunkt zu stellen, um gezielt Anmut, Farben und Formen darzustellen. Wald, Wiesen und Wasser sind mit ihren facettenreichen Inhalten der perfekte Ort, um fotografische Ideen umzusetzen. Fotografie oder Gemälde? Real oder künstlerisch? Mit einem kleinen Dreh am Objektiv verändert sich die Wirkung des Bildes.

Bäume gekonnt in Szene setzen, den Wald als Landschaft betrachten, mit dem Element Wasser spielen, kleine Dinge groß ablichten - das sind nur einige Themen, die in dem abwechslungsreichen Fotoworkshop vermittelt werden. Der Workshop ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Die Motivsuche startet in der Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ und führt dann nach draußen in die Natur. Nach dem praktischen Teil des Workshops gibt es noch eine konstruktive Bildbesprechung.


Zur Verpflegung während der Mittagspause besteht die Möglichkeit eines Besuches in der „Gastro Vogelsang IP“, einem Panorama-Restaurant mit Außenterrasse.

  •     Anmeldung bis zum 17.09.22 unter info@nationalparkzentrum-eifel.de oder telefonisch unter 02444-9157410. Die Teilnahme kostet 129,- Euro pro Teilnehmer*in, Eintritt in die Ausstellung inklusive

Fragen zum Fotoworkshop beantwortet der Fototrainer, Biologe und GDT Fotograf Paul Kornacker unter https://www.pkornacker.de/kontakt/

 
Ausrüstungsempfehlung:
    Spiegelreflexkamera, Bridge- oder Kompaktkamera
    Tele-Objektiv
    Objektive mit Brennweiten zwischen 20 und 150 mm
    Makro-Objektiv oder Objektiv mit Makroeinstellung
    Zwischenringe, Nahlinse, Extender (falls vorhanden)
    Stativ (empfohlen)
    Funk- bzw. Fernauslöser (falls vorhanden)
    Polfilter und Graufilter (falls vorhanden)
    Speicherkarten
    Volle Akkus
    Laptop (empfohlen)
    für unterwegs: festes Schuhwerk, dem Wetter angepasste Kleidung, Getränke

Ausleihe:

  •     Es besteht die Möglichkeit Stative und Stativköpfe der Fa. Gitzo und Manfrotto in begrenzter Anzahl auszuleihen.
  •     Es besteht die Möglichkeit Leihequipment der Fa. OMDS (früher Olympus) zu erhalten (Kameras und Objektive). Bitte bei Anmeldung angeben, ob erwünscht.

Ort:
53937 Schleiden
Treffpunkt: Forum Vogelsang ip
Nationalpark-Zentrum Eifel
GPS-Koordinaten: N 50° 35.037167 E 6° 26.864500

Quelle
Wald und Holz NRW
Nationalparkforstamt Eifel
Urftseestraße 34
53937 Schleiden-Gemünd

Stand 05.09.2022

Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1053849-159)
25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1053853-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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