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"Die Todmulcher" - Wenn "Pflegemaßnahmen" Leben vernichten
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"Die Todmulcher" - Wenn "Pflegemaßnahmen" Leben vernichten
Die Todmulcher – Wenn Pflegemaßnahmen Leben vernichten

Die Todmulcher – Wenn Pflegemaßnahmen Leben vernichten
Was aussieht wie Landschaftspflege, ist oft das Gegenteil. Mit schwerem Gerät werden Grünflächen und Wegeränder „aufgeräumt“, Gras wird gemulcht, vermeintlich „überwuchernde“ Natur entfernt. Was dabei häufig vergessen wird: Diese Eingriffe zerstören wertvolle Lebensräume – und töten unzählige Insekten, Kleintiere und Pflanzen in wenigen Minuten. Wir müssen reden. Über die Todmulcher.
Ein Biotop am Wegesrand – unscheinbar, aber überlebenswichtig
Wegeränder, Wiesenstreifen, Brachflächen: Sie wirken auf den ersten Blick unspektakulär. Doch sie sind oft die letzten Rückzugsorte für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Spinnen, Heuschrecken und viele andere Tiere. Auch bodenbrütende Vögel oder kleine Säugetiere wie Mäuse und Igel nutzen diese Flächen zur Nahrungssuche, zur Aufzucht ihres Nachwuchses oder zum Schutz vor Fressfeinden.Jedes Halmstück, jede Distel, jedes „Unkraut“ trägt dazu bei, ein fragiles Ökosystem aufrechtzuerhalten. Ein Lebensnetz, das aus unserer Perspektive leicht übersehen wird – aber für viele Arten überlebensnotwendig ist.
Mulchen – eine unsichtbare Katastrophe
Beim Mulchen werden nicht nur Pflanzen zerschnitten. Es wird alles zerkleinert, was sich darin befindet: Tiere, ihre Nester, ihre Eier. Ein einziger Durchgang vernichtet unzählige Leben – leise, mechanisch, routiniert. Es gibt keine Fluchtmöglichkeit. Kein Entkommen.
Noch dramatischer ist: Häufig erfolgt das Mulchen mitten in der Brut- und Fortpflanzungszeit. Der Schaden ist dann nicht nur kurzfristig – er wirkt in die nächste Generation hinein. Der Verlust ist irreversibel.
Warum das passiert? Ordnung über Leben.
Die Motivation ist meist nachvollziehbar: Verkehrssicherheit, Pflegepflichten, Ästhetik. Doch oft wird weit über das Notwendige hinaus gemulcht – aus Gewohnheit, aus Unwissenheit oder weil es „so gemacht wird“. Dabei gäbe es sanftere Alternativen: gestaffeltes Mähen, Schonzeiten, blühstreifenfreundliche Pflege, selektiver Schnitt – Lösungen, die Natur und Menschen gleichermaßen dienen.
Was wir fordern
Was Sie tun können
Fazit
Wir dürfen nicht länger zulassen, dass unter dem Deckmantel der Pflege ganze Lebensgemeinschaften ausgelöscht werden. Die Biodiversitätskrise beginnt nicht irgendwo – sie beginnt genau hier, am Rand des Weges, den wir täglich gehen. Dort, wo bald nichts mehr flattert, nichts mehr zirpt. Weil die Todmulcher da waren.
In der Aufnahme
Stand 14.06.2025
- Ein stiller Verlust an unseren Wegesrändern
Was aussieht wie Landschaftspflege, ist oft das Gegenteil. Mit schwerem Gerät werden Grünflächen und Wegeränder „aufgeräumt“, Gras wird gemulcht, vermeintlich „überwuchernde“ Natur entfernt. Was dabei häufig vergessen wird: Diese Eingriffe zerstören wertvolle Lebensräume – und töten unzählige Insekten, Kleintiere und Pflanzen in wenigen Minuten. Wir müssen reden. Über die Todmulcher.
Ein Biotop am Wegesrand – unscheinbar, aber überlebenswichtig
Wegeränder, Wiesenstreifen, Brachflächen: Sie wirken auf den ersten Blick unspektakulär. Doch sie sind oft die letzten Rückzugsorte für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Spinnen, Heuschrecken und viele andere Tiere. Auch bodenbrütende Vögel oder kleine Säugetiere wie Mäuse und Igel nutzen diese Flächen zur Nahrungssuche, zur Aufzucht ihres Nachwuchses oder zum Schutz vor Fressfeinden.Jedes Halmstück, jede Distel, jedes „Unkraut“ trägt dazu bei, ein fragiles Ökosystem aufrechtzuerhalten. Ein Lebensnetz, das aus unserer Perspektive leicht übersehen wird – aber für viele Arten überlebensnotwendig ist.
Mulchen – eine unsichtbare Katastrophe
Beim Mulchen werden nicht nur Pflanzen zerschnitten. Es wird alles zerkleinert, was sich darin befindet: Tiere, ihre Nester, ihre Eier. Ein einziger Durchgang vernichtet unzählige Leben – leise, mechanisch, routiniert. Es gibt keine Fluchtmöglichkeit. Kein Entkommen.
Noch dramatischer ist: Häufig erfolgt das Mulchen mitten in der Brut- und Fortpflanzungszeit. Der Schaden ist dann nicht nur kurzfristig – er wirkt in die nächste Generation hinein. Der Verlust ist irreversibel.
Warum das passiert? Ordnung über Leben.
Die Motivation ist meist nachvollziehbar: Verkehrssicherheit, Pflegepflichten, Ästhetik. Doch oft wird weit über das Notwendige hinaus gemulcht – aus Gewohnheit, aus Unwissenheit oder weil es „so gemacht wird“. Dabei gäbe es sanftere Alternativen: gestaffeltes Mähen, Schonzeiten, blühstreifenfreundliche Pflege, selektiver Schnitt – Lösungen, die Natur und Menschen gleichermaßen dienen.
Was wir fordern
- Ein Umdenken bei kommunaler und landwirtschaftlicher Pflege.
- Schonzeiten beim Mulchen: keine Schnitte während der Hauptbrutzeit (März–August).
- Erhalt von Blühstreifen und Wildwuchs als Lebensraum.
- Aufklärung der Öffentlichkeit über die Auswirkungen von Mulchmaßnahmen.
- Einbeziehung von Naturschutzverbänden in Pflegekonzepte.
Was Sie tun können
- Sprechen Sie Ihre Kommune oder den Bauhof an, wenn regelmäßig gemulcht wird.
- Unterstützen Sie Initiativen für naturnahe Pflege.
- Lassen Sie selbst wilde Ecken im Garten oder auf dem Grundstück stehen – auch sie sind wertvoll.
- Nicht zu vergessen sind die unsäglichen Eingriffe dieser Art innerhalb der vornehmlich industriell geführten Lanfwirtschaft
Fazit
Wir dürfen nicht länger zulassen, dass unter dem Deckmantel der Pflege ganze Lebensgemeinschaften ausgelöscht werden. Die Biodiversitätskrise beginnt nicht irgendwo – sie beginnt genau hier, am Rand des Weges, den wir täglich gehen. Dort, wo bald nichts mehr flattert, nichts mehr zirpt. Weil die Todmulcher da waren.
In der Aufnahme
- Mit dem Einsatz des Mulchers wird nahezu alles Leben eliminiert - mit solchen Prozessen tragen die Verursacher konkret zur Zerstörung der Artenvielfalt bei und gefährden hierbei auch die Existenzgrundlage der uns nachfolgenden Generationen!
Stand 14.06.2025
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