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Jungfer im Grünen (Nigella damascena)
Jungfer im Grünen (Nigella damascena)
Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena)
Zwischen den ersten warmen Tagen des Frühsommers öffnet sich im Beet eine zarte, himmelblaue Blüte. Fein gefiederte Blätter umrahmen sie wie ein grüner Schleier. Eine Biene landet kurz, sammelt Pollen und fliegt weiter. Die Jungfer im Grünen steht unscheinbar und doch auffallend da – eine Pflanze, die nicht um Aufmerksamkeit buhlt, sondern durch ihre besondere Form und stille Eleganz überzeugt.
Artbeschreibung
Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien, wird aber seit Jahrhunderten als Zierpflanze in Gärten kultiviert. In Mitteleuropa ist sie vor allem aus Bauerngärten, Staudenbeeten und als Schnitt- oder Trockenblume bekannt.
Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 50 Zentimetern. Charakteristisch sind die stark fein zerteilten, fadenförmigen Blätter, die der Blüte ihren namensgebenden „grünen Schleier“ verleihen. Die Blüten erscheinen meist in Blau-, Weiß- oder Rosatönen und bestehen aus fünf auffälligen Kelchblättern. Nach der Blüte bildet die Jungfer im Grünen dekorative, ballonartige Samenkapseln, die auch im getrockneten Zustand beliebt sind.
Perspektive der Jungfer im Grünen im Wandel von Lebensraum und Klima
Als Kulturpflanze ist die Jungfer im Grünen weniger direkt von natürlichen Lebensraumveränderungen betroffen als viele Wildpflanzen. Dennoch spiegeln sich auch bei ihr größere ökologische Entwicklungen wider. Der Rückgang traditioneller Bauerngärten, monotone Gartengestaltungen und der verstärkte Einsatz von pflegearmen Zierpflanzen führen dazu, dass klassische Sommerblumen seltener werden.
Der Klimawandel beeinflusst das Wachstum der Jungfer im Grünen spürbar. Längere Trockenperioden und extreme Hitze können die Keimung und Blütenbildung beeinträchtigen. Gleichzeitig ermöglichen mildere Frühjahre eine frühere Aussaat und verlängerte Blütezeiten. Ihre Fähigkeit, sich durch Selbstaussaat zu erhalten, kann ihr in veränderten Klimabedingungen zugutekommen, sofern geeignete Standorte vorhanden sind.
Zukünftig wird die Jungfer im Grünen vor allem dort Bestand haben, wo Gärten wieder als vielfältige Lebensräume verstanden werden. Naturfreundliche Gartengestaltung, offene Bodenstellen und der bewusste Erhalt traditioneller Zierpflanzen können dazu beitragen, dass diese charaktervolle Blume weiterhin Teil unserer Gartenkultur bleibt.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
Zwischen den ersten warmen Tagen des Frühsommers öffnet sich im Beet eine zarte, himmelblaue Blüte. Fein gefiederte Blätter umrahmen sie wie ein grüner Schleier. Eine Biene landet kurz, sammelt Pollen und fliegt weiter. Die Jungfer im Grünen steht unscheinbar und doch auffallend da – eine Pflanze, die nicht um Aufmerksamkeit buhlt, sondern durch ihre besondere Form und stille Eleganz überzeugt.
Artbeschreibung
Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien, wird aber seit Jahrhunderten als Zierpflanze in Gärten kultiviert. In Mitteleuropa ist sie vor allem aus Bauerngärten, Staudenbeeten und als Schnitt- oder Trockenblume bekannt.
Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 50 Zentimetern. Charakteristisch sind die stark fein zerteilten, fadenförmigen Blätter, die der Blüte ihren namensgebenden „grünen Schleier“ verleihen. Die Blüten erscheinen meist in Blau-, Weiß- oder Rosatönen und bestehen aus fünf auffälligen Kelchblättern. Nach der Blüte bildet die Jungfer im Grünen dekorative, ballonartige Samenkapseln, die auch im getrockneten Zustand beliebt sind.
Perspektive der Jungfer im Grünen im Wandel von Lebensraum und Klima
Als Kulturpflanze ist die Jungfer im Grünen weniger direkt von natürlichen Lebensraumveränderungen betroffen als viele Wildpflanzen. Dennoch spiegeln sich auch bei ihr größere ökologische Entwicklungen wider. Der Rückgang traditioneller Bauerngärten, monotone Gartengestaltungen und der verstärkte Einsatz von pflegearmen Zierpflanzen führen dazu, dass klassische Sommerblumen seltener werden.
Der Klimawandel beeinflusst das Wachstum der Jungfer im Grünen spürbar. Längere Trockenperioden und extreme Hitze können die Keimung und Blütenbildung beeinträchtigen. Gleichzeitig ermöglichen mildere Frühjahre eine frühere Aussaat und verlängerte Blütezeiten. Ihre Fähigkeit, sich durch Selbstaussaat zu erhalten, kann ihr in veränderten Klimabedingungen zugutekommen, sofern geeignete Standorte vorhanden sind.
Zukünftig wird die Jungfer im Grünen vor allem dort Bestand haben, wo Gärten wieder als vielfältige Lebensräume verstanden werden. Naturfreundliche Gartengestaltung, offene Bodenstellen und der bewusste Erhalt traditioneller Zierpflanzen können dazu beitragen, dass diese charaktervolle Blume weiterhin Teil unserer Gartenkultur bleibt.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Jungfer im Grünen mit weißer Blütenvariante
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