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Dornige Hauhechel (Ononis spinosa)
Die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa)
An einem warmen Sommertag bleibt der Blick an einer unscheinbaren Pflanze hängen, die sich zwischen kiesigem Boden und spärlichem Gras behauptet. Ihre rosafarbenen Blüten leuchten im Sonnenlicht, während dornige Triebe den Boden fest umklammern. Wo landwirtschaftliche Maschinen einst Halt machten und Weidetiere vorsichtig auswichen, steht sie noch immer: die Dornige Hauhechel. Über Jahrzehnte war sie ein stiller Begleiter der offenen Kulturlandschaft – robust, widerständig und doch zunehmend selten geworden.
Artbeschreibung
Die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Fabaceae (Schmetterlingsblütler). Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 Zentimetern und zeichnet sich durch ihren kräftigen, tiefreichenden Wurzelstock aus. Charakteristisch sind die verholzten, dornigen Seitentriebe, die der Art ihren deutschen Namen verleihen.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind meist dreiteilig und fein behaart. Die auffälligen, rosafarbenen bis purpurfarbenen Blüten erscheinen zwischen Juni und September und werden bevorzugt von Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten besucht. Als Leguminose geht die Dornige Hauhechel eine Symbiose mit stickstoffbindenden Bakterien ein und trägt so zur Nährstoffanreicherung magerer Standorte bei.
Typische Lebensräume sind trockene bis mäßig trockene, nährstoffarme Böden, darunter Magerrasen, Halbtrockenrasen, Wegränder, Böschungen und lichte Weiden. Die Art bevorzugt sonnige Lagen und kalkhaltige Substrate.
Perspektiven unter Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Dornige Hauhechel gilt als Charakterart traditionell genutzter Offenlandschaften. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, den Rückgang extensiver Beweidung sowie den Verlust von Magerrasenflächen sind ihre Lebensräume vielerorts stark fragmentiert oder verschwunden. Gleichzeitig führen Verbuschung und Flächenstilllegung zu einer zunehmenden Beschattung, die für diese lichtliebende Art ungünstig ist.
Der Klimawandel bringt zusätzliche Herausforderungen, eröffnet aber auch neue Dynamiken. Einerseits können längere Trockenperioden und Extremwetterereignisse die Etablierung junger Pflanzen erschweren. Andererseits besitzt die Dornige Hauhechel eine vergleichsweise hohe Trockenheitstoleranz, die ihr auf wärmer werdenden Standorten einen gewissen Wettbewerbsvorteil gegenüber weniger angepassten Arten verschaffen kann.
Langfristig hängt die Zukunft der Dornigen Hauhechel maßgeblich von der Erhaltung und Wiederherstellung extensiv genutzter Offenlandbiotope ab. Maßnahmen wie angepasste Beweidung, schonende Mahd und der Schutz magerer Standorte können dazu beitragen, diese widerstandsfähige, aber spezialisierte Art auch künftig in der Landschaft zu bewahren.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Eine kurze Geschichte aus der Kulturlandschaft
An einem warmen Sommertag bleibt der Blick an einer unscheinbaren Pflanze hängen, die sich zwischen kiesigem Boden und spärlichem Gras behauptet. Ihre rosafarbenen Blüten leuchten im Sonnenlicht, während dornige Triebe den Boden fest umklammern. Wo landwirtschaftliche Maschinen einst Halt machten und Weidetiere vorsichtig auswichen, steht sie noch immer: die Dornige Hauhechel. Über Jahrzehnte war sie ein stiller Begleiter der offenen Kulturlandschaft – robust, widerständig und doch zunehmend selten geworden.
Artbeschreibung
Die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Fabaceae (Schmetterlingsblütler). Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 Zentimetern und zeichnet sich durch ihren kräftigen, tiefreichenden Wurzelstock aus. Charakteristisch sind die verholzten, dornigen Seitentriebe, die der Art ihren deutschen Namen verleihen.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind meist dreiteilig und fein behaart. Die auffälligen, rosafarbenen bis purpurfarbenen Blüten erscheinen zwischen Juni und September und werden bevorzugt von Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten besucht. Als Leguminose geht die Dornige Hauhechel eine Symbiose mit stickstoffbindenden Bakterien ein und trägt so zur Nährstoffanreicherung magerer Standorte bei.
Typische Lebensräume sind trockene bis mäßig trockene, nährstoffarme Böden, darunter Magerrasen, Halbtrockenrasen, Wegränder, Böschungen und lichte Weiden. Die Art bevorzugt sonnige Lagen und kalkhaltige Substrate.
Perspektiven unter Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Dornige Hauhechel gilt als Charakterart traditionell genutzter Offenlandschaften. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, den Rückgang extensiver Beweidung sowie den Verlust von Magerrasenflächen sind ihre Lebensräume vielerorts stark fragmentiert oder verschwunden. Gleichzeitig führen Verbuschung und Flächenstilllegung zu einer zunehmenden Beschattung, die für diese lichtliebende Art ungünstig ist.
Der Klimawandel bringt zusätzliche Herausforderungen, eröffnet aber auch neue Dynamiken. Einerseits können längere Trockenperioden und Extremwetterereignisse die Etablierung junger Pflanzen erschweren. Andererseits besitzt die Dornige Hauhechel eine vergleichsweise hohe Trockenheitstoleranz, die ihr auf wärmer werdenden Standorten einen gewissen Wettbewerbsvorteil gegenüber weniger angepassten Arten verschaffen kann.
Langfristig hängt die Zukunft der Dornigen Hauhechel maßgeblich von der Erhaltung und Wiederherstellung extensiv genutzter Offenlandbiotope ab. Maßnahmen wie angepasste Beweidung, schonende Mahd und der Schutz magerer Standorte können dazu beitragen, diese widerstandsfähige, aber spezialisierte Art auch künftig in der Landschaft zu bewahren.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Blüte im Gegenlicht
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