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Gewöhnlicher Besenginster (Sarothamnus scoparius)
Bild zum Eintrag (1131548-160)
Der Gewöhnliche Besenginster (Sarothamnus scoparius) 

Der Sand knirscht leise unter den Schuhen, während der Weg durch eine offene Heidelandschaft führt. Zwischen grauen Steinen und trockenem Boden leuchten plötzlich gelbe Farbtupfer auf. Der Wind streicht durch die biegsamen Zweige, und ein leichter Duft liegt in der Luft. Der Besenginster steht in voller Blüte – ein Strauch, der dort wächst, wo andere längst aufgegeben haben, und der die karge Landschaft für einen Moment in ein Meer aus Gelb verwandelt.

Artbeschreibung: Besenginster (Cytisus scoparius)

Der Besenginster, auch bekannt als Geißklee, gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Es handelt sich um einen sommergrünen, meist aufrecht wachsenden Strauch, der Höhen von etwa 1 bis 3 Metern erreichen kann. Charakteristisch sind seine grünen, kantigen Zweige, die einen Großteil der Photosynthese übernehmen, da die kleinen, meist dreiteiligen Blätter früh abgeworfen werden.

Die auffälligen, goldgelben Schmetterlingsblüten erscheinen von Mai bis Juni und sind reich an Nektar und Pollen. Nach der Blüte bilden sich dunkle, behaarte Hülsenfrüchte, die sich bei Trockenheit mit einem hörbaren Knacken öffnen und ihre Samen weit verstreuen. Der Besenginster ist an nährstoffarme, sandige und saure Böden angepasst und kommt häufig auf Heideflächen, Böschungen, Waldrändern und in lichten Kiefernwäldern vor.

Wie viele Leguminosen lebt auch der Besenginster in Symbiose mit stickstoffbindenden Bakterien und trägt so zur Anreicherung des Bodens bei.

Perspektive des Besenginsters im Wandel von Lebensraum und Klima

Der Besenginster ist ein ausgesprochener Pionierstrauch. Er besiedelt offene, sonnige Flächen und profitiert kurzfristig von Störungen wie Kahlschlägen oder brachliegenden Arealen. Gleichzeitig ist er auf regelmäßige Offenhaltung der Landschaft angewiesen. Verbuschung, Aufforstung und der Rückgang traditioneller Heidepflege führen in vielen Regionen zu einem Verlust geeigneter Standorte.

Im Zuge des Klimawandels könnten steigende Temperaturen und längere Trockenperioden dem Besenginster zunächst entgegenkommen, da er Trockenheit gut toleriert. Extreme Wetterereignisse und veränderte Feuerregime stellen jedoch neue Unsicherheiten dar. Zudem kann sich der Strauch in manchen Gebieten stark ausbreiten und andere Arten verdrängen, was ein angepasstes Management erforderlich macht.

Die Zukunft des Besenginsters hängt daher von einem ausgewogenen Umgang mit Offenlandflächen ab – zwischen Förderung seiner ökologischen Funktionen und der Erhaltung artenreicher Lebensräume.

In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Ginster mit Tropfen
Sarothamnus scoparius, Besenginster
Bild zum Eintrag (1131549-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
  •     Blühender Besenginster in einer offenen Heidelandschaft
Sarothamnus scoparius, Besenginster
Bild zum Eintrag (1131550-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
  •        Detailaufnahme einer Schmetterlingsblüte des Besenginsters
Sarothamnus scoparius, Besenginster
Bild zum Eintrag (1131551-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
  •            Detailaufnahme einer Schmetterlingsblüte des Besenginsters
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