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Luzerne (Medicago sativa)
Bild zum Eintrag (1131906-160)
Die Luzerne (Medicago sativa) 

Ein Summen über dem Feld

Es ist ein warmer Frühsommertag. Die Sonne steht hoch, und über einem weitläufigen Feld liegt ein gleichmäßiges Summen. Zwischen violett schimmernden Blüten arbeiten Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die Pflanzen darunter wirken unscheinbar, doch sie halten den Boden fest, versorgen sich selbst mit Nährstoffen und liefern seit Jahrhunderten Futter für Tiere. Die Luzerne gehört zu den stillen Stützen der Landwirtschaft – oft übersehen, aber von großer Bedeutung.

Artbeschreibung: Luzerne (Medicago sativa)

Die Luzerne ist eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 80 Zentimetern und bildet ein tiefreichendes Pfahlwurzelsystem, das bis mehrere Meter in den Boden reichen kann.

Typische Merkmale sind:

  • dreiteilige, fein gezähnte Blätter
  • violett bis bläulich gefärbte Schmetterlingsblüten
  • spiralig eingerollte Hülsenfrüchte mit mehreren Samen

Als Leguminose lebt die Luzerne in Symbiose mit stickstoffbindenden Bakterien. Dadurch verbessert sie die Bodenfruchtbarkeit und benötigt vergleichsweise wenig zusätzliche Düngung. Ursprünglich stammt sie aus Westasien, wird heute jedoch weltweit angebaut und gilt als eine der wichtigsten Futterpflanzen für Nutztiere.

Luzerne im Wandel von Landschaft und Klima

Veränderungen in der Landnutzung beeinflussen auch die Luzerne. Intensive Bewirtschaftung, Monokulturen und kurze Fruchtfolgen können ihre ökologische Wirkung einschränken. Gleichzeitig wird sie im Zuge nachhaltiger Landwirtschaft wieder stärker geschätzt – als Bodenverbesserer, Eiweißquelle und Insektenpflanze.

Der Klimawandel stellt neue Anforderungen, bietet aber auch Chancen. Dank ihres tiefen Wurzelsystems ist die Luzerne relativ trockenheitsresistent und kann Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen. Längere Hitzeperioden übersteht sie oft besser als flach wurzelnde Kulturen. Problematisch können jedoch Spätfröste, Starkregen und Bodenerosion sein.

Zukünftig könnte die Luzerne eine wichtige Rolle in klimaangepassten Anbausystemen spielen – als robuste Kulturpflanze, die Erträge sichert, Böden schützt und zur Förderung der Biodiversität beiträgt.

In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Echte Luzerne - grauer Hintergrund
Medicago sativa, Luzerne
Bild zum Eintrag (1131907-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
  •     Blühende Luzerne mit charakteristischen violetten Schmetterlingsblüten.
Medicago sativa, Luzerne
Bild zum Eintrag (1131908-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
  •        Dank tiefer Wurzeln ist die Luzerne gut an Trockenheit angepasst.