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Solanum dulcamara, Bittersüßer Nachtschatten
Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara)
An einem warmen Sommerabend schlängelt sich eine Pflanze am Ufer eines kleinen Grabens empor. Zwischen Brennnesseln und Weidenzweigen hängen violette Blüten wie kleine Sterne, später leuchten rote Beeren im Halbschatten. Kaum jemand schenkt ihr Beachtung, und doch ist sie seit Jahrhunderten Teil unserer Landschaft. Der Bittersüße Nachtschatten wächst still mit, beobachtet Hochwasser, Trockenperioden und das langsame Verschwinden seiner Nachbarn – eine unscheinbare, aber erstaunlich anpassungsfähige Begleiterin des Menschen.
Artbeschreibung
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara) ist eine ausdauernde, krautige bis halbstrauchige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Seine langen, oft kletternden oder niederliegenden Triebe können über einen Meter lang werden und verholzen an der Basis. Die wechselständig angeordneten Blätter sind meist herz- bis eiförmig und können am Grund kleine seitliche Lappen besitzen.
Charakteristisch sind die violett-blauen Blüten mit zurückgeschlagenen Kronblättern und auffällig gelben Staubbeuteln, die von Juni bis August erscheinen. Aus ihnen entwickeln sich eiförmige, zunächst grüne, später leuchtend rote Beeren. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Beeren, enthalten giftige Inhaltsstoffe und sind für den Menschen nicht zum Verzehr geeignet.
Der Bittersüße Nachtschatten wächst bevorzugt an feuchten Standorten wie Ufern, Gräben, Auwäldern, Hecken und Waldrändern. Er ist in weiten Teilen Europas heimisch und gilt als typischer Bestandteil naturnaher Feuchtbiotope.
Perspektive im Zeichen von Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Zukunft des Bittersüßen Nachtschattens ist eng mit den Veränderungen unserer Landschaft verknüpft. Die Entwässerung von Feuchtgebieten, die Begradigung von Flüssen und eine intensive Landnutzung führen vielerorts zum Verlust geeigneter Standorte. Gleichzeitig profitiert die Art in manchen Regionen von wärmeren Temperaturen und längeren Vegetationsperioden.
Als vergleichsweise anpassungsfähige Pflanze kann Solanum dulcamara neue Lebensräume besiedeln, etwa an renaturierten Gewässern oder in strukturreichen Stadtlandschaften. Längere Trockenphasen und extreme Wetterereignisse stellen jedoch auch für ihn eine Herausforderung dar, da er auf zumindest zeitweise feuchte Böden angewiesen ist.
Langfristig wird sein Vorkommen davon abhängen, ob es gelingt, vielfältige, naturnahe Lebensräume zu erhalten oder neu zu schaffen. Der Bittersüße Nachtschatten kann dabei als stiller Indikator dienen: Wo er wächst, ist meist noch ein Rest ökologischer Vielfalt vorhanden.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
An einem warmen Sommerabend schlängelt sich eine Pflanze am Ufer eines kleinen Grabens empor. Zwischen Brennnesseln und Weidenzweigen hängen violette Blüten wie kleine Sterne, später leuchten rote Beeren im Halbschatten. Kaum jemand schenkt ihr Beachtung, und doch ist sie seit Jahrhunderten Teil unserer Landschaft. Der Bittersüße Nachtschatten wächst still mit, beobachtet Hochwasser, Trockenperioden und das langsame Verschwinden seiner Nachbarn – eine unscheinbare, aber erstaunlich anpassungsfähige Begleiterin des Menschen.
Artbeschreibung
Der Bittersüße Nachtschatten (Solanum dulcamara) ist eine ausdauernde, krautige bis halbstrauchige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Seine langen, oft kletternden oder niederliegenden Triebe können über einen Meter lang werden und verholzen an der Basis. Die wechselständig angeordneten Blätter sind meist herz- bis eiförmig und können am Grund kleine seitliche Lappen besitzen.
Charakteristisch sind die violett-blauen Blüten mit zurückgeschlagenen Kronblättern und auffällig gelben Staubbeuteln, die von Juni bis August erscheinen. Aus ihnen entwickeln sich eiförmige, zunächst grüne, später leuchtend rote Beeren. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Beeren, enthalten giftige Inhaltsstoffe und sind für den Menschen nicht zum Verzehr geeignet.
Der Bittersüße Nachtschatten wächst bevorzugt an feuchten Standorten wie Ufern, Gräben, Auwäldern, Hecken und Waldrändern. Er ist in weiten Teilen Europas heimisch und gilt als typischer Bestandteil naturnaher Feuchtbiotope.
Perspektive im Zeichen von Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Zukunft des Bittersüßen Nachtschattens ist eng mit den Veränderungen unserer Landschaft verknüpft. Die Entwässerung von Feuchtgebieten, die Begradigung von Flüssen und eine intensive Landnutzung führen vielerorts zum Verlust geeigneter Standorte. Gleichzeitig profitiert die Art in manchen Regionen von wärmeren Temperaturen und längeren Vegetationsperioden.
Als vergleichsweise anpassungsfähige Pflanze kann Solanum dulcamara neue Lebensräume besiedeln, etwa an renaturierten Gewässern oder in strukturreichen Stadtlandschaften. Längere Trockenphasen und extreme Wetterereignisse stellen jedoch auch für ihn eine Herausforderung dar, da er auf zumindest zeitweise feuchte Böden angewiesen ist.
Langfristig wird sein Vorkommen davon abhängen, ob es gelingt, vielfältige, naturnahe Lebensräume zu erhalten oder neu zu schaffen. Der Bittersüße Nachtschatten kann dabei als stiller Indikator dienen: Wo er wächst, ist meist noch ein Rest ökologischer Vielfalt vorhanden.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Blühender Bittersüßer Nachtschatten mit typischen violetten Blüten und gelben Staubbeuteln.
Solanum dulcamara, Bittersüßer Nachtschatten - Frucht
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die roten Beeren des Bittersüßen Nachtschattens sind auffällig, aber giftig.
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