Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
Seite:
1
|
2
|
3
|
4
Gemeiner Birkenpilz
Bild zum Eintrag (1135503-160)
Der Gemeine Birkenpilz – Ein stiller Begleiter der Birken

An einem kühlen Herbstmorgen, wenn feiner Nebel zwischen den Birkenstämmen hängt und das Laub unter den Schuhen leise raschelt, entdeckt man ihn oft zuerst zufällig: einen unscheinbaren Pilz mit braunem Hut, fest im Boden verwurzelt, als hätte er hier schon immer gewartet. Der Gemeine Birkenpilz steht ruhig am Wegesrand, fast übersehen zwischen Moos und Gras. Doch wer innehält und genauer hinsieht, begegnet einem alten Bekannten unserer Wälder – einem Pilz, der seit Generationen Teil der heimischen Natur ist und untrennbar mit der Birke verbunden bleibt.

Artbeschreibung

Der Gemeine Birkenpilz, auch bekannt als Birkenröhrling, Birken-Röhrling, Kapuziner oder Geißpilz (Leccinum scabrum), gehört zur Familie der Dickröhrlingsverwandten. Charakteristisch ist sein meist graubrauner bis dunkelbrauner Hut, der bei jungen Exemplaren halbkugelig und später flach gewölbt erscheint. Die Röhrenschicht auf der Hutunterseite ist zunächst hell und verfärbt sich im Alter graubeige.

Besonders auffällig ist der schlanke, helle Stiel, der mit dunklen, schuppenartigen Punkten besetzt ist – ein typisches Merkmal der Gattung Leccinum. Das Fleisch ist weißlich, fest und verfärbt sich beim Anschneiden nur schwach oder gar nicht. Der Gemeine Birkenpilz lebt in enger Symbiose mit Birken und ist daher fast ausschließlich in deren Nähe zu finden, sei es in Wäldern, an Waldrändern, in Moorgebieten oder auf lichtdurchfluteten Lichtungen.

Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima

Der Gemeine Birkenpilz ist stark an das Vorkommen gesunder Birkenbestände gebunden. Veränderungen im Lebensraum – etwa durch intensive Forstwirtschaft, Flächenversiegelung oder den Rückgang natürlicher Mischwälder – wirken sich daher direkt auf seine Verbreitung aus. Hinzu kommt der Klimawandel: Längere Trockenperioden, verschobene Jahreszeiten und zunehmende Wetterextreme verändern die Wachstumsbedingungen für Pilze spürbar.

In manchen Regionen wird der Birkenröhrling seltener, während er in anderen Gebieten durch mildere Temperaturen früher im Jahr erscheint oder länger wächst. Langfristig hängt seine Zukunft davon ab, ob Birken als Baumart erhalten bleiben und natürliche, vielfältige Waldstrukturen gefördert werden. Der Gemeine Birkenpilz steht damit exemplarisch für viele Pilzarten, deren Schicksal eng mit dem Zustand unserer Ökosysteme verknüpft ist.

Wichtiger Hinweis zur Bestimmung


Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir auf unserer Internetpräsenz keinerlei Bestimmungsgarantien oder Empfehlungen geben. Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Wissensvermittlung. Zur sicheren Bestimmung von Pilzen muss ausnahmslos eine professionelle Beratungsstelle, wie beispielsweise eine geprüfte Pilzsachverständige oder ein Pilzsachverständiger, aufgesucht werden.

In der Aufnahmen von Albert Meier 

  • Typischer Birkenröhrling mit braunem Hut und hellem Stiel
Seite:
1
|
2
|
3
|
4