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Platystoma seminationis (Breitmundfliege)
Platystoma seminationis
Platystoma seminationis – die stille Breitmundfliege unserer Landschaften
Ein warmer Frühsommermorgen auf einer Wiese. Zwischen Gräsern und Bodenstreu bewegt sich eine kleine, unscheinbare Fliege. Sie hält kurz inne, tastet den Untergrund ab und setzt dann flink ihren Weg fort. Platystoma seminationis, kaum wahrnehmbar für das menschliche Auge, erkundet ihre Umgebung – ein leiser, aber unverzichtbarer Akteur im Ökosystem.
Artbeschreibung
Platystoma seminationis gehört zur Familie der Breitmundfliegen (Platystomatidae). Die erwachsenen Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 5–8 Millimetern. Sie haben einen dunkel glänzenden, gedrungenen Körper, breite, teilweise gemusterte Flügel und auffällige, rote Facettenaugen. Die Beine sind schlank, was schnelle Bewegungen und Wendigkeit am Boden ermöglicht.
Diese Fliegenart lebt überwiegend am Boden und auf niedriger Vegetation. Sie ernährt sich von verrottendem organischem Material und kann dadurch Nährstoffe im Boden recyceln. Typische Lebensräume sind extensiv genutzte Wiesen, Waldränder, Laubstreu, Kompostbereiche und gelegentlich Viehweiden.
Perspektive von Platystoma seminationis
Aus meiner Sicht als Platystoma seminationis ist mein Leben eng mit dem Boden verbunden. Ich bin klein, unauffällig und dennoch wichtig: Während ich Nahrung suche und mich fortpflanze, unterstütze ich den Kreislauf von organischem Material. Jede Veränderung im Lebensraum wirkt sich direkt auf mein Überleben aus. Feuchte, strukturreiche Böden mit ausreichend Nahrung sind meine Heimat – ohne sie wird das Leben für mich deutlich schwieriger.
Lebensraum, Veränderungen und Klimawandel
Platystoma seminationis ist auf strukturreiche, halboffene Flächen angewiesen. Intensive Landwirtschaft, Versiegelung, häufige Mahd und die Entfernung von Hecken oder Laubmaterial führen zu Lebensraumverlust. Auch der Klimawandel stellt die Art vor Herausforderungen: Längere Trockenperioden reduzieren verfügbare Nahrungsquellen und feuchte Mikrohabitate, während Starkregen oder Überschwemmungen sensible Bodenbereiche zerstören.
Der Schutz extensiv genutzter Flächen, naturnaher Waldränder, Laubstreu und Kompostbereiche ist entscheidend, um Platystoma seminationis langfristig zu sichern. Solche Rückzugsorte tragen dazu bei, dass diese kleine Breitmundfliege auch weiterhin ihre ökologische Funktion als Zersetzer erfüllen kann.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch im Mai 2019
Ein warmer Frühsommermorgen auf einer Wiese. Zwischen Gräsern und Bodenstreu bewegt sich eine kleine, unscheinbare Fliege. Sie hält kurz inne, tastet den Untergrund ab und setzt dann flink ihren Weg fort. Platystoma seminationis, kaum wahrnehmbar für das menschliche Auge, erkundet ihre Umgebung – ein leiser, aber unverzichtbarer Akteur im Ökosystem.
Artbeschreibung
Platystoma seminationis gehört zur Familie der Breitmundfliegen (Platystomatidae). Die erwachsenen Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 5–8 Millimetern. Sie haben einen dunkel glänzenden, gedrungenen Körper, breite, teilweise gemusterte Flügel und auffällige, rote Facettenaugen. Die Beine sind schlank, was schnelle Bewegungen und Wendigkeit am Boden ermöglicht.
Diese Fliegenart lebt überwiegend am Boden und auf niedriger Vegetation. Sie ernährt sich von verrottendem organischem Material und kann dadurch Nährstoffe im Boden recyceln. Typische Lebensräume sind extensiv genutzte Wiesen, Waldränder, Laubstreu, Kompostbereiche und gelegentlich Viehweiden.
Perspektive von Platystoma seminationis
Aus meiner Sicht als Platystoma seminationis ist mein Leben eng mit dem Boden verbunden. Ich bin klein, unauffällig und dennoch wichtig: Während ich Nahrung suche und mich fortpflanze, unterstütze ich den Kreislauf von organischem Material. Jede Veränderung im Lebensraum wirkt sich direkt auf mein Überleben aus. Feuchte, strukturreiche Böden mit ausreichend Nahrung sind meine Heimat – ohne sie wird das Leben für mich deutlich schwieriger.
Lebensraum, Veränderungen und Klimawandel
Platystoma seminationis ist auf strukturreiche, halboffene Flächen angewiesen. Intensive Landwirtschaft, Versiegelung, häufige Mahd und die Entfernung von Hecken oder Laubmaterial führen zu Lebensraumverlust. Auch der Klimawandel stellt die Art vor Herausforderungen: Längere Trockenperioden reduzieren verfügbare Nahrungsquellen und feuchte Mikrohabitate, während Starkregen oder Überschwemmungen sensible Bodenbereiche zerstören.
Der Schutz extensiv genutzter Flächen, naturnaher Waldränder, Laubstreu und Kompostbereiche ist entscheidend, um Platystoma seminationis langfristig zu sichern. Solche Rückzugsorte tragen dazu bei, dass diese kleine Breitmundfliege auch weiterhin ihre ökologische Funktion als Zersetzer erfüllen kann.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch im Mai 2019
Platystoma seminationis
Aufnahme von Bernhard Schmalisch im Mai 2019
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