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Eichenspinner oder Quittenvogel (Lasiocampa quercus)
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Eichenspinner oder Quittenvogel (Lasiocampa quercus)
Eichenspinner / Quittenvogel (Lasiocampa quercus)
Der Eichenspinner - Eine Sommernacht im Heidekraut
In der warmen Dämmerung eines frühen Sommerabends liegt die Heide still. Zwischen Gräsern und niedrigen Sträuchern regt sich kaum etwas. Doch dann, fast unbemerkt, flattert ein kräftiger Nachtfalter knapp über den Boden. Sein Flug wirkt schwer, aber zielstrebig. Für einen kurzen Moment setzt er sich auf ein Blatt, ruht, und verschmilzt mit den Farben der Landschaft. Es ist der Eichenspinner – ein stiller Bewohner offener Lebensräume, dessen Dasein sich meist im Verborgenen abspielt.
Artbeschreibung: Eichenspinner / Quittenvogel (Lasiocampa quercus)
Der Eichenspinner, auch Quittenvogel genannt, gehört zur Familie der Glucken (Lasiocampidae) und ist einer der auffälligeren heimischen Nachtfalter. Besonders markant ist der deutliche Geschlechtsdimorphismus:
Beide Geschlechter tragen auf den Flügeln je einen hell umrandeten Augenfleck. Die Spannweite reicht von etwa 45 bis über 80 Millimeter.
Die Raupen sind dicht behaart und variabel gefärbt, meist braun mit hellen Seitenlinien. Sie ernähren sich von einer Vielzahl von Pflanzen, darunter Eiche, Schlehe, Brombeere, Weide und Heidekraut. Der Eichenspinner bevorzugt offene, sonnige Lebensräume wie Heiden, Magerrasen, Waldränder und lichte Wälder.
Lebensraumwandel und Klimawandel – eine unsichere Zukunft
Der Eichenspinner ist an strukturreiche, nährstoffarme Landschaften angepasst – genau jene Lebensräume, die in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Flächenversiegelung, intensive Landwirtschaft und die Aufgabe traditioneller Landnutzung führen dazu, dass offene Heide- und Magerrasenflächen verbuschen oder ganz verschwinden.
Der Klimawandel wirkt dabei ambivalent: Wärmere Temperaturen können die Entwicklung der Raupen beschleunigen und neue Lebensräume erschließen. Gleichzeitig führen lange Trockenperioden, Extremwetterereignisse und der Verlust geeigneter Futterpflanzen zu neuen Risiken. Besonders empfindlich reagiert die Art auf Veränderungen im Mikroklima ihrer Entwicklungsstadien.
Langfristig hängt die Zukunft des Eichenspinners davon ab, ob es gelingt, offene Landschaften zu erhalten, Biotopverbünde zu schaffen und naturnahe Flächen zu fördern. Als Teil der heimischen Insektenfauna ist er nicht nur ein faszinierendes Einzelwesen, sondern auch ein Indikator für den Zustand unserer Kulturlandschaften.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
In der warmen Dämmerung eines frühen Sommerabends liegt die Heide still. Zwischen Gräsern und niedrigen Sträuchern regt sich kaum etwas. Doch dann, fast unbemerkt, flattert ein kräftiger Nachtfalter knapp über den Boden. Sein Flug wirkt schwer, aber zielstrebig. Für einen kurzen Moment setzt er sich auf ein Blatt, ruht, und verschmilzt mit den Farben der Landschaft. Es ist der Eichenspinner – ein stiller Bewohner offener Lebensräume, dessen Dasein sich meist im Verborgenen abspielt.
Artbeschreibung: Eichenspinner / Quittenvogel (Lasiocampa quercus)
Der Eichenspinner, auch Quittenvogel genannt, gehört zur Familie der Glucken (Lasiocampidae) und ist einer der auffälligeren heimischen Nachtfalter. Besonders markant ist der deutliche Geschlechtsdimorphismus:
- Männchen sind kleiner, rostbraun gefärbt und besitzen stark gefiederte Fühler.
- Weibchen sind deutlich größer, graubraun bis beige und wirken insgesamt kräftiger.
Beide Geschlechter tragen auf den Flügeln je einen hell umrandeten Augenfleck. Die Spannweite reicht von etwa 45 bis über 80 Millimeter.
Die Raupen sind dicht behaart und variabel gefärbt, meist braun mit hellen Seitenlinien. Sie ernähren sich von einer Vielzahl von Pflanzen, darunter Eiche, Schlehe, Brombeere, Weide und Heidekraut. Der Eichenspinner bevorzugt offene, sonnige Lebensräume wie Heiden, Magerrasen, Waldränder und lichte Wälder.
Lebensraumwandel und Klimawandel – eine unsichere Zukunft
Der Eichenspinner ist an strukturreiche, nährstoffarme Landschaften angepasst – genau jene Lebensräume, die in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen sind. Flächenversiegelung, intensive Landwirtschaft und die Aufgabe traditioneller Landnutzung führen dazu, dass offene Heide- und Magerrasenflächen verbuschen oder ganz verschwinden.
Der Klimawandel wirkt dabei ambivalent: Wärmere Temperaturen können die Entwicklung der Raupen beschleunigen und neue Lebensräume erschließen. Gleichzeitig führen lange Trockenperioden, Extremwetterereignisse und der Verlust geeigneter Futterpflanzen zu neuen Risiken. Besonders empfindlich reagiert die Art auf Veränderungen im Mikroklima ihrer Entwicklungsstadien.
Langfristig hängt die Zukunft des Eichenspinners davon ab, ob es gelingt, offene Landschaften zu erhalten, Biotopverbünde zu schaffen und naturnahe Flächen zu fördern. Als Teil der heimischen Insektenfauna ist er nicht nur ein faszinierendes Einzelwesen, sondern auch ein Indikator für den Zustand unserer Kulturlandschaften.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Eichenspinner-Raupe mit Wassertropfen
Eichenspinner oder Quittenvogel (Lasiocampa quercus)
Aufnahme der Raupe von Rolf Brechtel ... Die Raupe des Eichenspinners lebt in offenen, sonnigen Lebensräumen mit vielfältigem Pflanzenangebot ... diesmal hat sie jedoch eine Hausmauer bevorzugt.
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