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Kleine Binsenjungfer (Lestes virens)
Kleine Binsenjungfer (Lestes virens)
Die Kleine Binsenjungfer (Lestes virens)
Die Sonne steht bereits tief, als ein schmaler Graben zwischen Wiesen golden aufleuchtet. Libellen tanzen nur noch vereinzelt durch die warme Luft. Fast unbemerkt setzt sich eine kleine, grün schimmernde Gestalt an die Spitze eines Grashalms. Ihre Flügel ruhen locker geöffnet, als würde sie den Tag verabschieden. Die Kleine Binsenjungfer ist kein lauter Akrobat des Himmels – sie ist ein stiller Gast, der die ruhigen, oft unscheinbaren Gewässer unserer Landschaft bevorzugt und dort seine Spuren hinterlässt.
Artbeschreibung der Kleinen Binsenjungfer (Lestes virens)
Die Kleine Binsenjungfer gehört zur Familie der Teichjungfern (Lestidae) und zählt zu den zierlicheren Vertretern dieser Gruppe. Mit einer Körperlänge von etwa 30 bis 35 Millimetern ist sie etwas kleiner als die Gemeine Binsenjungfer. Auffällig ist ihr meist hellgrün bis metallisch grün glänzender Körper, der ihr auch den Beinamen „Glänzende Binsenjungfer“ eingebracht hat.
Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit eine intensivere Färbung, während Weibchen meist etwas matter und gelblicher erscheinen. Wie für Binsenjungfern typisch, hält auch diese Art ihre Flügel in der Ruheposition leicht abgespreizt. Die Augen stehen weit auseinander und ermöglichen eine gute Orientierung im dichten Uferbewuchs.
Die Kleine Binsenjungfer bevorzugt sonnige, stehende oder schwach fließende Gewässer mit reicher Vegetation. Dazu zählen Gräben, Tümpel, Kleinteiche und langsam verlandende Gewässer. Die Larven leben im Wasser und entwickeln sich über mehrere Monate, bevor sie sich an Pflanzenstängeln aus dem Wasser heraus häuten. Die Flugzeit reicht in Mitteleuropa meist von Juni bis September.
Perspektive der Art im Wandel von Landschaft und Klima
Die Kleine Binsenjungfer profitiert in gewissem Maß von warmen Sommern und einer längeren Vegetationsperiode. Dennoch ist auch sie zunehmend von Veränderungen ihres Lebensraums betroffen. Die Beseitigung kleiner Gewässer, das Ausräumen von Gräben und der Rückgang strukturreicher Uferzonen schränken ihre Lebensmöglichkeiten ein.
Der Klimawandel bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich. Häufigere Trockenphasen können dazu führen, dass Entwicklungsgewässer frühzeitig austrocknen. Gleichzeitig verschieben sich Flugzeiten, und neue Konkurrenzarten können in geeignete Lebensräume vordringen. In manchen Regionen zeigt sich bereits eine Veränderung der Verbreitungsgrenzen.
Langfristig hängt die Zukunft der Kleinen Binsenjungfer stark davon ab, ob vielfältige, naturnahe Kleingewässer erhalten bleiben. Sie ist eine Art, die zeigt, wie wertvoll auch unscheinbare Gräben, Tümpel und Feuchtstellen für die biologische Vielfalt sind. Ihr Fortbestehen ist eng mit einem behutsamen Umgang mit Landschaft und Wasser verbunden.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Ein stiller Gast im Abendlicht
Die Sonne steht bereits tief, als ein schmaler Graben zwischen Wiesen golden aufleuchtet. Libellen tanzen nur noch vereinzelt durch die warme Luft. Fast unbemerkt setzt sich eine kleine, grün schimmernde Gestalt an die Spitze eines Grashalms. Ihre Flügel ruhen locker geöffnet, als würde sie den Tag verabschieden. Die Kleine Binsenjungfer ist kein lauter Akrobat des Himmels – sie ist ein stiller Gast, der die ruhigen, oft unscheinbaren Gewässer unserer Landschaft bevorzugt und dort seine Spuren hinterlässt.
Artbeschreibung der Kleinen Binsenjungfer (Lestes virens)
Die Kleine Binsenjungfer gehört zur Familie der Teichjungfern (Lestidae) und zählt zu den zierlicheren Vertretern dieser Gruppe. Mit einer Körperlänge von etwa 30 bis 35 Millimetern ist sie etwas kleiner als die Gemeine Binsenjungfer. Auffällig ist ihr meist hellgrün bis metallisch grün glänzender Körper, der ihr auch den Beinamen „Glänzende Binsenjungfer“ eingebracht hat.
Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit eine intensivere Färbung, während Weibchen meist etwas matter und gelblicher erscheinen. Wie für Binsenjungfern typisch, hält auch diese Art ihre Flügel in der Ruheposition leicht abgespreizt. Die Augen stehen weit auseinander und ermöglichen eine gute Orientierung im dichten Uferbewuchs.
Die Kleine Binsenjungfer bevorzugt sonnige, stehende oder schwach fließende Gewässer mit reicher Vegetation. Dazu zählen Gräben, Tümpel, Kleinteiche und langsam verlandende Gewässer. Die Larven leben im Wasser und entwickeln sich über mehrere Monate, bevor sie sich an Pflanzenstängeln aus dem Wasser heraus häuten. Die Flugzeit reicht in Mitteleuropa meist von Juni bis September.
Perspektive der Art im Wandel von Landschaft und Klima
Die Kleine Binsenjungfer profitiert in gewissem Maß von warmen Sommern und einer längeren Vegetationsperiode. Dennoch ist auch sie zunehmend von Veränderungen ihres Lebensraums betroffen. Die Beseitigung kleiner Gewässer, das Ausräumen von Gräben und der Rückgang strukturreicher Uferzonen schränken ihre Lebensmöglichkeiten ein.
Der Klimawandel bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich. Häufigere Trockenphasen können dazu führen, dass Entwicklungsgewässer frühzeitig austrocknen. Gleichzeitig verschieben sich Flugzeiten, und neue Konkurrenzarten können in geeignete Lebensräume vordringen. In manchen Regionen zeigt sich bereits eine Veränderung der Verbreitungsgrenzen.
Langfristig hängt die Zukunft der Kleinen Binsenjungfer stark davon ab, ob vielfältige, naturnahe Kleingewässer erhalten bleiben. Sie ist eine Art, die zeigt, wie wertvoll auch unscheinbare Gräben, Tümpel und Feuchtstellen für die biologische Vielfalt sind. Ihr Fortbestehen ist eng mit einem behutsamen Umgang mit Landschaft und Wasser verbunden.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Kleine Binsenjungfer in typischer Ruhehaltung auf einem Ast
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