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Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)
Bild zum Eintrag (1133615-160)
Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)

An einem warmen Spätsommertag summt es laut im Garten. Zwischen reifen Äpfeln und blühendem Efeu taucht plötzlich ein großes, gelb-braunes Insekt auf. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Hornisse, selbstbewusst und unbeeindruckt. Doch beim genaueren Hinsehen fehlt der Stachel, und die Flügel stehen ruhig in der Luft. Es ist die Hornissenschwebfliege, die lautlos ihre Bahnen zieht, Nektar sammelt und ebenso schnell wieder verschwindet, wie sie erschienen ist – ein stiller Beobachter eines sich wandelnden Lebensraums.

Artbeschreibung: Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)


Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) ist die größte in Mitteleuropa vorkommende Schwebfliegenart. Mit einer Körperlänge von bis zu 22 Millimetern imitiert sie durch ihre Färbung und Größe auffallend gut eine Hornisse. Diese sogenannte Mimikry schützt sie vor Fressfeinden, obwohl sie selbst vollkommen harmlos ist.

Typisch sind der rotbraune Thorax, der gelb-schwarz gebänderte Hinterleib und die großen, dunklen Facettenaugen. Wie alle Schwebfliegen besitzt auch Volucella zonaria nur ein Flügelpaar und ist ein geschickter Flieger, der häufig schwebend vor Blüten zu beobachten ist.

Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und Pollen und tragen so zur Bestäubung bei. Die Larven entwickeln sich meist in Nestern von sozialen Faltenwespen oder Hornissen, wo sie sich von organischem Abfall ernähren, ohne das Wirtvolk ernsthaft zu schädigen.

Perspektive der Art im Wandel von Lebensraum und Klima

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Verbreitung der Hornissenschwebfliege deutlich verändert. Ursprünglich eher im Mittelmeerraum beheimatet, ist sie heute in vielen Teilen Mitteleuropas regelmäßig anzutreffen. Ein wesentlicher Faktor dafür ist der Klimawandel: Mildere Winter und längere Vegetationsperioden begünstigen ihr Überleben und ihre Ausbreitung.

Gleichzeitig wirken sich Lebensraumveränderungen sowohl positiv als auch negativ aus. Strukturreiche Siedlungsräume mit Gärten, Parks und alten Bäumen bieten neue Nahrungsquellen und Brutplätze. Der Verlust naturnaher Flächen, der Rückgang von Blühpflanzen und der Einsatz von Pestiziden können jedoch lokal zu Problemen führen.

Langfristig gilt die Hornissenschwebfliege als anpassungsfähig, doch ihr Fortbestand bleibt eng an vielfältige, blütenreiche Lebensräume und den Erhalt ökologischer Strukturen gebunden. Sie ist damit auch ein stiller Indikator für den Zustand unserer Kulturlandschaften.

In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) die auch Große Waldschwebfliege, Gürtelschwebfliege oder Riesen-Hummelschwebfliege genannt wird
Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)
Bild zum Eintrag (1133617-160)
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria) die auch Große Waldschwebfliege, Gürtelschwebfliege oder Riesen-Hummelschwebfliege genannt wird
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