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Taubenschwänzchen
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Es ist ein warmer Nachmittag, die Luft flimmert über dem Lavendel. Ein leises Summen liegt in der Luft, fast wie das Geräusch eines winzigen Motors. Für einen Moment scheint ein Kolibri durch den Garten zu fliegen – doch beim zweiten Hinsehen entpuppt sich der Besucher als etwas anderes. Mit rasant schlagenden Flügeln steht er regungslos vor der Blüte, saugt Nektar und verschwindet so schnell, wie er gekommen ist. Das Taubenschwänzchen hat seinen kurzen Auftritt gehabt – unauffällig, präzise und faszinierend.
Artbeschreibung: Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Das Taubenschwänzchen gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und ist einer der bekanntesten tagaktiven Nachtfalter Europas. Charakteristisch sind seine graubraunen Vorderflügel, die orangefarbenen Hinterflügel sowie der namensgebende, fächerförmige „Schwanz“ am Hinterleib, der an das Schwanzgefieder einer Taube erinnert.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 4 bis 5 Zentimetern und einer extrem hohen Flügelschlagfrequenz ist das Taubenschwänzchen ein Meister des Schwirrflugs. Ähnlich wie Kolibris kann es im Flug vor Blüten stehen bleiben, während es mit seinem langen Saugrüssel Nektar aufnimmt. Bevorzugte Nektarpflanzen sind unter anderem Lavendel, Phlox, Sommerflieder und Petunien.
Die Raupen ernähren sich vor allem von Labkraut-Arten. Das Taubenschwänzchen ist ein ausgeprägter Wanderfalter: Viele Individuen überqueren jedes Jahr große Distanzen zwischen dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa.
Perspektive: Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Zukunft des Taubenschwänzchens ist eng mit den Veränderungen unserer Umwelt verknüpft. Der Klimawandel führt dazu, dass mildere Winter und längere Vegetationsperioden die Ausbreitung der Art nach Norden begünstigen. In vielen Regionen Mitteleuropas ist das Taubenschwänzchen heute häufiger zu beobachten als noch vor einigen Jahrzehnten.
Gleichzeitig stellen Lebensraumverluste, intensive Landwirtschaft und der Rückgang von Wildpflanzen eine Herausforderung dar. Das Verschwinden von Labkraut und nektarreichen Blühpflanzen kann lokal zu Nahrungsengpässen führen. Auch der Einsatz von Pestiziden wirkt sich negativ auf Raupen und Falter aus.
Eine naturnahe Gartengestaltung, Blühflächen und der Schutz vielfältiger Lebensräume können dazu beitragen, dem Taubenschwänzchen auch in Zukunft einen Platz in unserer Landschaft zu sichern. Als anpassungsfähige Art zeigt es zwar eine gewisse Resilienz, bleibt aber dennoch ein sensibler Indikator für ökologische Veränderungen.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Ein Sommertag in der Schwebe
Es ist ein warmer Nachmittag, die Luft flimmert über dem Lavendel. Ein leises Summen liegt in der Luft, fast wie das Geräusch eines winzigen Motors. Für einen Moment scheint ein Kolibri durch den Garten zu fliegen – doch beim zweiten Hinsehen entpuppt sich der Besucher als etwas anderes. Mit rasant schlagenden Flügeln steht er regungslos vor der Blüte, saugt Nektar und verschwindet so schnell, wie er gekommen ist. Das Taubenschwänzchen hat seinen kurzen Auftritt gehabt – unauffällig, präzise und faszinierend.
Artbeschreibung: Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Das Taubenschwänzchen gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und ist einer der bekanntesten tagaktiven Nachtfalter Europas. Charakteristisch sind seine graubraunen Vorderflügel, die orangefarbenen Hinterflügel sowie der namensgebende, fächerförmige „Schwanz“ am Hinterleib, der an das Schwanzgefieder einer Taube erinnert.
Mit einer Flügelspannweite von etwa 4 bis 5 Zentimetern und einer extrem hohen Flügelschlagfrequenz ist das Taubenschwänzchen ein Meister des Schwirrflugs. Ähnlich wie Kolibris kann es im Flug vor Blüten stehen bleiben, während es mit seinem langen Saugrüssel Nektar aufnimmt. Bevorzugte Nektarpflanzen sind unter anderem Lavendel, Phlox, Sommerflieder und Petunien.
Die Raupen ernähren sich vor allem von Labkraut-Arten. Das Taubenschwänzchen ist ein ausgeprägter Wanderfalter: Viele Individuen überqueren jedes Jahr große Distanzen zwischen dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa.
Perspektive: Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Zukunft des Taubenschwänzchens ist eng mit den Veränderungen unserer Umwelt verknüpft. Der Klimawandel führt dazu, dass mildere Winter und längere Vegetationsperioden die Ausbreitung der Art nach Norden begünstigen. In vielen Regionen Mitteleuropas ist das Taubenschwänzchen heute häufiger zu beobachten als noch vor einigen Jahrzehnten.
Gleichzeitig stellen Lebensraumverluste, intensive Landwirtschaft und der Rückgang von Wildpflanzen eine Herausforderung dar. Das Verschwinden von Labkraut und nektarreichen Blühpflanzen kann lokal zu Nahrungsengpässen führen. Auch der Einsatz von Pestiziden wirkt sich negativ auf Raupen und Falter aus.
Eine naturnahe Gartengestaltung, Blühflächen und der Schutz vielfältiger Lebensräume können dazu beitragen, dem Taubenschwänzchen auch in Zukunft einen Platz in unserer Landschaft zu sichern. Als anpassungsfähige Art zeigt es zwar eine gewisse Resilienz, bleibt aber dennoch ein sensibler Indikator für ökologische Veränderungen.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Taubenschwänzchen im Schwirrflug
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