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Aurorafalter (Anthocharis cardamines)
Bild zum Eintrag (1133089-160)
Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) 

Ein Frühlingsmoment

An einem kühlen Frühlingsmorgen, wenn der Tau noch auf den Wiesen liegt und die Sonne vorsichtig über den Horizont steigt, flattert ein kleiner Schmetterling über die ersten blühenden Pflanzen. Seine weißen Flügel leuchten im Licht, durchzogen von auffälligen orangefarbenen Spitzen. Für einen kurzen Augenblick scheint er stillzustehen, als wolle er prüfen, ob der Winter wirklich vorbei ist. Es ist der Aurorafalter – ein Bote des Frühlings, der jedes Jahr neu zeigt, dass das Leben zurückkehrt.

Artbeschreibung
Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) gehört zur Familie der Weißlinge (Pieridae) und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Besonders auffällig sind die Männchen mit ihren leuchtend orange gefärbten Flügelspitzen, die an einen Sonnenaufgang erinnern. Die Weibchen sind schlichter gefärbt und besitzen überwiegend weiße Flügel mit dunklen Zeichnungen. Beide Geschlechter zeigen auf der Flügelunterseite ein marmoriertes Grün-Weiß-Muster, das ihnen eine hervorragende Tarnung in der Vegetation bietet.

Der Aurorafalter bevorzugt halboffene Landschaften wie feuchte Wiesen, Waldränder, Bachufer und naturnahe Gärten. Seine Raupen ernähren sich hauptsächlich von Kreuzblütlern wie Wiesenschaumkraut oder Knoblauchsrauke. Die Art bildet in der Regel nur eine Generation pro Jahr aus und überwintert als Puppe, gut verborgen in der Vegetation.

Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Zukunft des Aurorafalters ist eng mit dem Zustand seiner Lebensräume verknüpft. Durch intensive Landwirtschaft, den Rückgang artenreicher Wiesen und die zunehmende Versiegelung von Flächen gehen wichtige Nahrungs- und Entwicklungsräume verloren. Besonders problematisch ist das Verschwinden der spezifischen Futterpflanzen, auf die die Raupen angewiesen sind.

Der Klimawandel stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Frühere Frühlinge können dazu führen, dass Falter schlüpfen, bevor ausreichend Nahrungspflanzen verfügbar sind. Gleichzeitig können extreme Wetterereignisse wie lange Trockenperioden oder Starkregen die empfindlichen Entwicklungsstadien beeinträchtigen. Dennoch zeigt der Aurorafalter auch eine gewisse Anpassungsfähigkeit, indem er neue Lebensräume erschließt, wenn geeignete Bedingungen vorhanden sind.

Der Schutz strukturreicher Landschaften, der Erhalt heimischer Blühpflanzen und eine naturnahe Gestaltung von Grünflächen können dazu beitragen, dem Aurorafalter auch in Zukunft einen Platz in unserer Umwelt zu sichern. So bleibt er weiterhin ein leuchtendes Zeichen des Frühlings und ein Indikator für die Gesundheit unserer Landschaften.

In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Männlicher Aurorafalter mit leuchtend orangefarbenen Flügelspitzen auf einer Frühlingsblüte
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