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Segelfalter
Segelfalter
Der Segelfalter (Iphiclides podalirius)
An einem warmen Frühsommertag gleitet ein Schmetterling lautlos über eine blühende Streuobstwiese. Seine Flügel schneiden elegant durch die Luft, als würden sie den Wind lesen können. Für einen Moment setzt er sich auf einen Schlehenzweig, öffnet langsam seine Flügel und lässt das Sonnenlicht über das helle Gelb und die dunklen Streifen tanzen. Dann hebt er wieder ab – ein Segelfalter auf der Suche nach Nektar, Wärme und einem geeigneten Ort für die nächste Generation.
Artbeschreibung
Der Segelfalter (Iphiclides podalirius) gehört zu den auffälligsten Tagfaltern Europas. Mit einer Flügelspannweite von bis zu acht Zentimetern zählt er zu den großen heimischen Schmetterlingen. Charakteristisch sind seine hellgelben Flügel mit markanten schwarzen Längsstreifen sowie die langen, schwanzartigen Fortsätze an den Hinterflügeln, die ihm seinen Namen verliehen haben. Blaue und orangefarbene Augenflecken nahe der Flügelenden dienen vermutlich der Abschreckung von Fressfeinden.
Segelfalter bevorzugen warme, sonnige Lebensräume. Typisch sind offene Landschaften mit Gebüschen, Trockenhängen, Weinbergen und extensiv genutzten Obstwiesen. Die Raupen ernähren sich vor allem von Schlehe, Weißdorn, Pflaume oder anderen Rosengewächsen. Nach der Verpuppung überwintert der Falter meist im Puppenstadium, bevor er im Frühjahr schlüpft.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Zukunft des Segelfalters ist eng mit der Entwicklung unserer Landschaften verknüpft. Durch intensive Landwirtschaft, den Verlust von Hecken, Streuobstwiesen und naturnahen Säumen gehen wichtige Lebensräume verloren. Gleichzeitig verändert der Klimawandel die Bedingungen: Mildere Winter und wärmere Sommer ermöglichen dem Segelfalter zwar eine Ausbreitung in nördlichere Regionen, extreme Wetterereignisse wie Spätfröste oder lange Trockenperioden können jedoch Eier, Raupen und Futterpflanzen gefährden.
Langfristig hängt das Überleben dieser Art davon ab, ob ausreichend strukturreiche, warme Lebensräume erhalten oder neu geschaffen werden. Naturnahe Gärten, der Erhalt von Hecken und eine vielfältige Kulturlandschaft können dazu beitragen, dem Segelfalter auch in Zukunft Raum zum „Segeln“ zu geben.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
An einem warmen Frühsommertag gleitet ein Schmetterling lautlos über eine blühende Streuobstwiese. Seine Flügel schneiden elegant durch die Luft, als würden sie den Wind lesen können. Für einen Moment setzt er sich auf einen Schlehenzweig, öffnet langsam seine Flügel und lässt das Sonnenlicht über das helle Gelb und die dunklen Streifen tanzen. Dann hebt er wieder ab – ein Segelfalter auf der Suche nach Nektar, Wärme und einem geeigneten Ort für die nächste Generation.
Artbeschreibung
Der Segelfalter (Iphiclides podalirius) gehört zu den auffälligsten Tagfaltern Europas. Mit einer Flügelspannweite von bis zu acht Zentimetern zählt er zu den großen heimischen Schmetterlingen. Charakteristisch sind seine hellgelben Flügel mit markanten schwarzen Längsstreifen sowie die langen, schwanzartigen Fortsätze an den Hinterflügeln, die ihm seinen Namen verliehen haben. Blaue und orangefarbene Augenflecken nahe der Flügelenden dienen vermutlich der Abschreckung von Fressfeinden.
Segelfalter bevorzugen warme, sonnige Lebensräume. Typisch sind offene Landschaften mit Gebüschen, Trockenhängen, Weinbergen und extensiv genutzten Obstwiesen. Die Raupen ernähren sich vor allem von Schlehe, Weißdorn, Pflaume oder anderen Rosengewächsen. Nach der Verpuppung überwintert der Falter meist im Puppenstadium, bevor er im Frühjahr schlüpft.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Zukunft des Segelfalters ist eng mit der Entwicklung unserer Landschaften verknüpft. Durch intensive Landwirtschaft, den Verlust von Hecken, Streuobstwiesen und naturnahen Säumen gehen wichtige Lebensräume verloren. Gleichzeitig verändert der Klimawandel die Bedingungen: Mildere Winter und wärmere Sommer ermöglichen dem Segelfalter zwar eine Ausbreitung in nördlichere Regionen, extreme Wetterereignisse wie Spätfröste oder lange Trockenperioden können jedoch Eier, Raupen und Futterpflanzen gefährden.
Langfristig hängt das Überleben dieser Art davon ab, ob ausreichend strukturreiche, warme Lebensräume erhalten oder neu geschaffen werden. Naturnahe Gärten, der Erhalt von Hecken und eine vielfältige Kulturlandschaft können dazu beitragen, dem Segelfalter auch in Zukunft Raum zum „Segeln“ zu geben.
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Segelfalter mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne
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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Segelfalter mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne
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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Segelfalter mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne
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