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Wipfel-Stachelwanze (Acanthosoma haemorrhoidale)
Bild zum Eintrag (1138945-160)
Die Wipfel-Stachelwanze ist eine in Europa weit verbreitete Wanzenart aus der Familie der Stachelwanzen. Sie kommt vor allem in Wäldern, Gärten und Parkanlagen vor und hält sich bevorzugt in Baumkronen sowie auf Sträuchern auf.

Auffällig ist ihre grünliche Grundfärbung, die ihr eine gute Tarnung in der Vegetation bietet. Je nach Jahreszeit kann die Färbung auch leicht variieren und bräunliche Töne annehmen. Typisch sind zudem die rötlichen Partien am Hinterleib, die besonders bei Störung sichtbar werden. Der Körperbau ist schildförmig, wie bei vielen Wanzenarten, und erreicht eine Länge von etwa 12 bis 15 Millimetern.

Die Wipfel-Stachelwanze ernährt sich hauptsächlich von Pflanzensäften. Sie saugt an Blättern, jungen Trieben und Früchten verschiedener Laub- und Nadelbäume. Dabei ist sie häufig auf Bäumen wie Birken oder Haseln anzutreffen, wo sie sich gut zwischen den Blättern verstecken kann.

Für den Menschen ist die Art ungefährlich. Sie sticht nicht und verursacht in der Regel keine nennenswerten Schäden. Wie viele Wanzen kann sie bei Bedrohung ein geruchsintensives Sekret absondern, das der Abschreckung von Fressfeinden dient.

Die Entwicklung verläuft über mehrere Nymphenstadien. Die Jungtiere unterscheiden sich in Färbung und Zeichnung deutlich von den erwachsenen Wanzen und verändern ihr Erscheinungsbild im Laufe ihrer Entwicklung.

Eine Besonderheit dieser Art ist ihr Brutverhalten: Das Weibchen bewacht die abgelegten Eier sowie die frisch geschlüpften Jungtiere für eine gewisse Zeit. Dieses Verhalten ist bei Wanzen eher selten und erhöht die Überlebenschancen des Nachwuchses.

Zur Überwinterung suchen die Tiere geschützte Plätze auf, etwa unter Rinde, in Laubstreu oder an anderen geschützten Stellen. Im Frühjahr werden sie wieder aktiv und sind dann vor allem in der Vegetation gut zu beobachten.

Die Wipfel-Stachelwanze ist ein interessanter Vertreter der heimischen Insektenwelt und zeigt durch ihr Verhalten und ihre Anpassungen die Vielfalt ökologischer Strategien innerhalb der Wanzen.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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