Südliche Mosaikjungfer
Die Südliche Mosaikjungfer – Ein Gast warmer Tage
An einem spätsommerlichen Nachmittag liegt die Luft flirrend über einem kleinen Weiher. Schilfhalme wiegen sich träge im Wind, und plötzlich durchschneidet ein schnelles, gezieltes Surren die Stille. Für einen Moment bleibt die Zeit stehen: Eine große Libelle schwebt rüttelnd über dem Wasser, ihr Körper schimmert in Blau- und Grüntönen. Dann verschwindet sie wieder, so abrupt wie sie erschienen ist. Die Südliche Mosaikjungfer ist kein lauter Bewohner unserer Landschaft – sie kommt, wenn die Bedingungen stimmen, und erinnert uns daran, wie eng Natur und Klima miteinander verbunden sind.
Artbeschreibung
Die Südliche Mosaikjungfer (Aeshna affinis) gehört zu den Großlibellen und ist eine auffällig schlanke, kraftvolle Fliegerin. Ihr Körper erreicht eine Länge von etwa 65 bis 70 Millimetern, die Flügelspannweite kann über 90 Millimeter betragen. Typisch für die Art sind die blauen Mosaikflecken entlang des Hinterleibs, die bei den Männchen besonders leuchtend erscheinen. Weibchen zeigen meist grünlichere Zeichnungen.
Im Vergleich zu anderen Mosaikjungfern wirkt Aeshna affinis insgesamt heller und kontrastreicher. Bevorzugt besiedelt sie stehende oder langsam fließende Gewässer mit reicher Ufervegetation, darunter Weiher, Altarme, Kiesgruben und zeitweise wasserführende Tümpel. Die Flugzeit reicht in Mitteleuropa meist vom Hochsommer bis in den frühen Herbst hinein.
Perspektive im Zeichen von Lebensraumwandel und Klimaveränderung
Ursprünglich war die Südliche Mosaikjungfer vor allem in wärmeren Regionen Europas verbreitet. In den letzten Jahrzehnten wird sie jedoch zunehmend weiter nördlich beobachtet. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit steigenden Durchschnittstemperaturen und längeren Warmphasen.
Gleichzeitig ist die Art sensibel gegenüber Veränderungen ihres Lebensraums. Der Verlust naturnaher Gewässer, intensive Nutzung von Uferzonen und sinkende Wasserstände können ihre Fortpflanzung beeinträchtigen. Temporäre Gewässer, die durch Trockenperioden zu früh austrocknen, stellen eine zusätzliche Herausforderung dar.
Langfristig könnte die Südliche Mosaikjungfer sowohl Gewinnerin als auch Verliererin des Klimawandels sein: Während mildere Temperaturen ihre Ausbreitung begünstigen, gefährdet der gleichzeitige Rückgang geeigneter Lebensräume stabile Populationen. Ihr Vorkommen gilt daher zunehmend als Hinweis auf klimatische Veränderungen und den Zustand unserer Gewässerlandschaften.
In der Aufnahme von Albert Meier
An einem spätsommerlichen Nachmittag liegt die Luft flirrend über einem kleinen Weiher. Schilfhalme wiegen sich träge im Wind, und plötzlich durchschneidet ein schnelles, gezieltes Surren die Stille. Für einen Moment bleibt die Zeit stehen: Eine große Libelle schwebt rüttelnd über dem Wasser, ihr Körper schimmert in Blau- und Grüntönen. Dann verschwindet sie wieder, so abrupt wie sie erschienen ist. Die Südliche Mosaikjungfer ist kein lauter Bewohner unserer Landschaft – sie kommt, wenn die Bedingungen stimmen, und erinnert uns daran, wie eng Natur und Klima miteinander verbunden sind.
Artbeschreibung
Die Südliche Mosaikjungfer (Aeshna affinis) gehört zu den Großlibellen und ist eine auffällig schlanke, kraftvolle Fliegerin. Ihr Körper erreicht eine Länge von etwa 65 bis 70 Millimetern, die Flügelspannweite kann über 90 Millimeter betragen. Typisch für die Art sind die blauen Mosaikflecken entlang des Hinterleibs, die bei den Männchen besonders leuchtend erscheinen. Weibchen zeigen meist grünlichere Zeichnungen.
Im Vergleich zu anderen Mosaikjungfern wirkt Aeshna affinis insgesamt heller und kontrastreicher. Bevorzugt besiedelt sie stehende oder langsam fließende Gewässer mit reicher Ufervegetation, darunter Weiher, Altarme, Kiesgruben und zeitweise wasserführende Tümpel. Die Flugzeit reicht in Mitteleuropa meist vom Hochsommer bis in den frühen Herbst hinein.
Perspektive im Zeichen von Lebensraumwandel und Klimaveränderung
Ursprünglich war die Südliche Mosaikjungfer vor allem in wärmeren Regionen Europas verbreitet. In den letzten Jahrzehnten wird sie jedoch zunehmend weiter nördlich beobachtet. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit steigenden Durchschnittstemperaturen und längeren Warmphasen.
Gleichzeitig ist die Art sensibel gegenüber Veränderungen ihres Lebensraums. Der Verlust naturnaher Gewässer, intensive Nutzung von Uferzonen und sinkende Wasserstände können ihre Fortpflanzung beeinträchtigen. Temporäre Gewässer, die durch Trockenperioden zu früh austrocknen, stellen eine zusätzliche Herausforderung dar.
Langfristig könnte die Südliche Mosaikjungfer sowohl Gewinnerin als auch Verliererin des Klimawandels sein: Während mildere Temperaturen ihre Ausbreitung begünstigen, gefährdet der gleichzeitige Rückgang geeigneter Lebensräume stabile Populationen. Ihr Vorkommen gilt daher zunehmend als Hinweis auf klimatische Veränderungen und den Zustand unserer Gewässerlandschaften.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Typischer Lebensraum der Südlichen Mosaikjungfer mit dichter Ufervegetation
Südliche Mosaikjungfer
In der Aufnahme von Albert Meier
- Weibchen















