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Hasel und Haselnussbohrer
Wenn die Hasel ihre grünen Schätze bildet
Wenn die Hasel ihre grünen Schätze bildet
An warmen Julitagen lohnt sich ein genauer Blick an Waldränder, Hecken und Feldgehölze. Dort beginnt die Gemeine Hasel (Corylus avellana) jetzt ihre Früchte auszubilden. Zwischen den weichen, sattgrünen Blättern wachsen nach und nach die jungen Haselnüsse heran. Noch sind sie klein und von fransigen Hüllblättern umgeben, doch bereits jetzt kündigen sie den kommenden Herbst an.
Die Hasel gehört zu den wertvollsten heimischen Sträuchern unserer Kulturlandschaft. Während viele Pflanzen ihre Blütezeit längst beendet haben, investiert sie ihre Kraft nun in die Entwicklung ihrer nährstoffreichen Früchte. Bis zum Herbst reifen daraus die bekannten Haselnüsse, die für zahlreiche Wildtiere von großer Bedeutung sind.
Gerade in den kühleren Monaten werden Haselnüsse zu einer wichtigen natürlichen Nahrungsquelle. Eichhörnchen tragen sie als Wintervorrat zusammen, Eichelhäher verstecken einzelne Nüsse im Boden, Mäuse und andere Kleinsäuger nutzen sie als energiereiche Nahrung, und auch verschiedene Vogelarten profitieren von den öl- und eiweißreichen Samen. In einer Zeit, in der natürliche Nahrung im Winter oft knapp wird, können Haselbestände einen wichtigen Beitrag zum Überleben vieler Tiere leisten.
Doch die Hasel schenkt der Natur weit mehr als nur ihre Früchte. Ihre dichten Zweige bieten geschützte Brutplätze für Singvögel, Insekten finden Nahrung und Rückzugsräume, und kleine Säugetiere nutzen das Gebüsch als schützende Deckung. Jede naturnahe Hecke mit Haselsträuchern ist deshalb ein kleines Zentrum der Artenvielfalt.
Deshalb ist ein achtsamer Umgang mit solchen Gehölzen besonders wichtig. In Deutschland dürfen Hecken und Gebüsche während der Hauptbrutzeit vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich nicht radikal zurückgeschnitten oder beseitigt werden. In Bayern stehen Hecken, Feldgehölze und ähnliche Landschaftsstrukturen zusätzlich unter besonderem Schutz; ihre dauerhafte Zerstörung oder erhebliche Schädigung ist in der freien Natur nicht zulässig.
Wer im Juli die sich entwickelnden Haselnüsse betrachtet, sieht daher nicht nur die Früchte eines Strauches. Er erkennt bereits die Vorratskammern des kommenden Herbstes und Winters – und damit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie heimische Gehölze über viele Monate hinweg das Leben zahlreicher Wildtiere sichern können.
In der Aufnahme
Stand 28.07.2026
An warmen Julitagen lohnt sich ein genauer Blick an Waldränder, Hecken und Feldgehölze. Dort beginnt die Gemeine Hasel (Corylus avellana) jetzt ihre Früchte auszubilden. Zwischen den weichen, sattgrünen Blättern wachsen nach und nach die jungen Haselnüsse heran. Noch sind sie klein und von fransigen Hüllblättern umgeben, doch bereits jetzt kündigen sie den kommenden Herbst an.
Die Hasel gehört zu den wertvollsten heimischen Sträuchern unserer Kulturlandschaft. Während viele Pflanzen ihre Blütezeit längst beendet haben, investiert sie ihre Kraft nun in die Entwicklung ihrer nährstoffreichen Früchte. Bis zum Herbst reifen daraus die bekannten Haselnüsse, die für zahlreiche Wildtiere von großer Bedeutung sind.
Gerade in den kühleren Monaten werden Haselnüsse zu einer wichtigen natürlichen Nahrungsquelle. Eichhörnchen tragen sie als Wintervorrat zusammen, Eichelhäher verstecken einzelne Nüsse im Boden, Mäuse und andere Kleinsäuger nutzen sie als energiereiche Nahrung, und auch verschiedene Vogelarten profitieren von den öl- und eiweißreichen Samen. In einer Zeit, in der natürliche Nahrung im Winter oft knapp wird, können Haselbestände einen wichtigen Beitrag zum Überleben vieler Tiere leisten.
Doch die Hasel schenkt der Natur weit mehr als nur ihre Früchte. Ihre dichten Zweige bieten geschützte Brutplätze für Singvögel, Insekten finden Nahrung und Rückzugsräume, und kleine Säugetiere nutzen das Gebüsch als schützende Deckung. Jede naturnahe Hecke mit Haselsträuchern ist deshalb ein kleines Zentrum der Artenvielfalt.
Deshalb ist ein achtsamer Umgang mit solchen Gehölzen besonders wichtig. In Deutschland dürfen Hecken und Gebüsche während der Hauptbrutzeit vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich nicht radikal zurückgeschnitten oder beseitigt werden. In Bayern stehen Hecken, Feldgehölze und ähnliche Landschaftsstrukturen zusätzlich unter besonderem Schutz; ihre dauerhafte Zerstörung oder erhebliche Schädigung ist in der freien Natur nicht zulässig.
Wer im Juli die sich entwickelnden Haselnüsse betrachtet, sieht daher nicht nur die Früchte eines Strauches. Er erkennt bereits die Vorratskammern des kommenden Herbstes und Winters – und damit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie heimische Gehölze über viele Monate hinweg das Leben zahlreicher Wildtiere sichern können.
In der Aufnahme
- Haselnussstrauch im Juli 2026
Stand 28.07.2026
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Hasel und Haselnussbohrer















