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Moschus-Malve (Malva moschata)
Bild zum Eintrag (1139999-160)
Die Moschus-Malve (Malva moschata) ist eine zarte, heimische Wildpflanze, die vor allem durch ihre feinen, tief eingeschnittenen Blätter und ihre hellrosa bis weißen Blüten auffällt. Ihren Namen verdankt sie dem leichten, angenehm moschusartigen Duft, den insbesondere die Blätter verströmen.

Sie wächst bevorzugt auf sonnigen, eher trockenen Standorten wie Magerwiesen, Böschungen oder an Wegrändern. Als typische Vertreterin extensiv genutzter Landschaften ist die Moschus-Malve ein wertvoller Bestandteil artenreicher Wiesenlebensräume. Dort trägt sie zur ökologischen Vielfalt bei und ist ein Indikator für naturnahe, wenig gedüngte Flächen.

Die Blütezeit reicht in der Regel vom Frühsommer bis in den Spätsommer. In dieser Zeit bietet die Moschus-Malve zahlreichen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. Besonders Wildbienen, Schwebfliegen und verschiedene Schmetterlingsarten profitieren von ihrem Pollen- und Nektarangebot.

Im Naturschutz spielt die Moschus-Malve eine wichtige Rolle, da sie zur Förderung der Biodiversität beiträgt und gleichzeitig relativ anspruchslos ist. Sie eignet sich gut für die Einsaat in naturnahen Gärten oder Blühflächen, insbesondere auf mageren Böden. Wichtig ist dabei ein Verzicht auf intensive Düngung und häufige Mahd, um ihre Entwicklung zu unterstützen.

Auch kulturhistorisch hat die Moschus-Malve Bedeutung: Ähnlich wie andere Malvenarten wurde sie früher gelegentlich als Heil- und Zierpflanze genutzt, wobei ihre Inhaltsstoffe als mild reizlindernd beschrieben werden.

Die Moschus-Malve steht beispielhaft für die Schönheit und den ökologischen Wert heimischer Wildpflanzen. Ihr Vorkommen zu fördern bedeutet, Lebensräume für zahlreiche Insekten zu sichern und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt traditioneller Kulturlandschaften zu leisten.

Aufnahme von Dieter Zinßer
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