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Anlage von Feuchtstrukturen zur Förderung der Biodiversität - 2026
Bild zum Eintrag (1145399-160)
Anlage von Feuchtstrukturen zur Förderung der Biodiversität und der natürlichen Wasserrückhaltung auf einer extensiv genutzten Wiesenfläche

Der Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten beginnt häufig direkt vor Ort – dort, wo Lebensräume erhalten, verbessert oder neu geschaffen werden können. Auf einem vereinseigenen Grundstück haben wir deshalb in den vergangenen Monaten eine umfassende Bestandserfassung und ein ökologisches Monitoring durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für gezielte Naturschutzmaßnahmen, die dazu beitragen sollen, bedrohten Arten langfristig geeignete Lebensräume bereitzustellen.

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fläche ein hohes Entwicklungspotenzial für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten besitzt. Insbesondere Arten, deren Bestände regional oder überregional rückläufig sind, sollen künftig von den geplanten Maßnahmen profitieren. Ziel ist es, die biologische Vielfalt zu fördern und naturnahe Lebensräume zu schaffen, die den unterschiedlichen Ansprüchen verschiedener Artengruppen gerecht werden.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Anlage mehrerer Kleingewässer. Diese Gewässer werden bewusst so gestaltet, dass sie natürlichen Wasserstandsschwankungen unterliegen. Sie können sich in niederschlagsreichen Zeiten mit Wasser füllen und in trockenen Perioden teilweise oder vollständig austrocknen. Solche temporären Gewässer gehören zu den wertvollsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Sie bieten zahlreichen Amphibien, Insekten und spezialisierten Pflanzenarten ideale Bedingungen und weisen oft eine geringere Belastung durch Fischbesatz auf, wodurch sich viele Arten ungestörter entwickeln können.

Mit der praktischen Umsetzung der Maßnahmen wurde im Juli 2026 begonnen. Da das Gelände nur bei trockener Witterung mit Maschinen befahren werden kann, mussten die Arbeiten sorgfältig geplant und an die Wetterbedingungen angepasst werden.

  • Im ersten Projektabschnitt wurden die vorgesehenen Standorte der künftigen Kleingewässer präzise eingemessen. Mithilfe moderner GPS-Technik konnten die geplanten Bereiche exakt festgelegt und dokumentiert werden. Diese Vermessung stellt sicher, dass die Gewässer optimal in die vorhandenen Gelände- und Standortverhältnisse integriert werden und ihre naturschutzfachliche Wirkung bestmöglich entfalten können.

Im Anschluss an die Vermessungsarbeiten begannen die vorbereitenden Erdarbeiten. Dabei wurden die markierten Bereiche für die spätere Anlage der Gewässer freigelegt und die Aushubmaßnahmen vorbereitet. Schritt für Schritt entstehen nun neue Lebensräume, die in den kommenden Jahren zahlreichen Tier- und Pflanzenarten als Rückzugs-, Fortpflanzungs- und Entwicklungsraum dienen sollen.

Das Projekt ist Teil unseres langfristigen Engagements für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Durch die Schaffung naturnaher Strukturen möchten wir dazu beitragen, gefährdeten Arten neue Perspektiven zu bieten und die ökologische Wertigkeit der Fläche nachhaltig zu erhöhen. Über den weiteren Verlauf der Arbeiten und die Entwicklung der neu geschaffenen Lebensräume werden wir regelmäßig berichten.

Unterstützt werden wir hierbei von der Karl Kaus Stiftung, sowie der Stiftung "Unsere Erde", mit dem Verein Turmstationen Deutschland e.V. praktizieren wir die ehrenamtlichen Projektierungsmaßnahmen die viele hundert Einsatzstunden umfassen. Nach Projektabschluss findet ein 7jähriges Monitoring statt, das uns konkrete Aufschlüsse über die Wirkungsweise der Maßnahme geben wird. In nicht weniger umfangreichen Einsatzformationen finden jährliche Pflegeeinsätze statt die gleichfalls mehrere hundert ehrenamtliche Stunden umfassen werden. 

  • Auf den folgenden Seiten stellen wir die Fläche vor der Umgestaltung, sowie die eigentliche Gestaltungsmaßnahmen und nicht zuletzt deren Entwicklung transparent vor. 

In der Aufnahme 
  • Projektcollage 
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