Ackerschnecke und Nemasoma varicome, ein Rinden Schnurfüsser
Verborgene Welten – Ackerschnecken und Rinden-Schnurfüßer
Artenschutz in Franken® – Wenn das Kleine eine große Bedeutung bekommt
Es braucht nicht immer den majestätischen Flug eines Greifvogels oder die auffälligen Farben eines Schmetterlings, um die faszinierende Vielfalt unserer Natur zu entdecken. Manchmal genügt es, sich zu bücken, etwas genauer hinzusehen und die verborgene Welt zwischen abgestorbenen Pflanzenresten, feuchter Erde und verwitternder Baumrinde zu betrachten.
Gerade an einem feuchten Herbstmorgen, wenn Tau auf den Gräsern liegt und das Laub der Bäume langsam zu Boden fällt, eröffnet sich dem aufmerksamen Beobachter eine Welt, die im Alltag kaum Beachtung findet. Hier begegnen uns zwei bemerkenswerte Vertreter einer häufig übersehenen Tierwelt: die Ackerschnecken und der winzige Rinden-Schnurfüßer Nemasoma varicorne.
Auf den ersten Blick haben diese Tiere wenig miteinander gemeinsam. Doch beide verdeutlichen, wie eng das Leben zahlreicher Kleinstlebewesen mit Feuchtigkeit, natürlichen Rückzugsräumen und dem Kreislauf organischer Stoffe verbunden ist.
Die Ackerschnecke – mehr als ein ungeliebter Gartenbewohner
Wer von Ackerschnecken spricht, denkt häufig zunächst an angefressene Salatblätter, beschädigte Jungpflanzen oder die glänzenden Schleimspuren, die nach einer feuchten Nacht zurückbleiben.
Zu den Ackerschnecken gehören verschiedene Arten der Gattung Deroceras, darunter die weitverbreitete Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum) und die deutlich seltener nachgewiesene Einfarbige Ackerschnecke (Deroceras agreste). Diese kleinen Nacktschnecken besitzen keinen äußerlich sichtbaren Gehäuseschutz. Ihre Körper sind deshalb besonders auf ausreichende Feuchtigkeit angewiesen. Während trockener Tagesstunden halten sie sich bevorzugt in geschützten Bereichen auf. Erst bei günstigen Bedingungen verlassen sie ihre Verstecke und gehen auf Nahrungssuche.
Dabei stehen keineswegs ausschließlich frische Pflanzenteile auf ihrem Speiseplan. Auch abgestorbenes Pflanzenmaterial und Pilze können aufgenommen werden. So sind Ackerschnecken zugleich Pflanzenfresser und Beteiligte an jenen biologischen Prozessen, durch die organisches Material in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt wird. Dass einzelne Arten bei hoher Populationsdichte landwirtschaftliche Kulturen erheblich schädigen können, soll dabei nicht verschwiegen werden. Doch zwischen einer fachlich begründeten Regulierung problematischer Bestände und einer pauschalen Ablehnung sämtlicher Schnecken liegt ein erheblicher Unterschied.
Nemasoma varicorne – ein winziger Bewohner unter der Baumrinde
Noch weit weniger bekannt als unsere Ackerschnecken dürfte der Rinden-Schnurfüßer Nemasoma varicorne sein.
Mit einer Körperlänge von meist nur etwa acht bis zehn Millimetern und einer Breite von weniger als einem halben Millimeter entzieht sich dieses äußerst schlanke Tier beinahe vollständig unserem gewöhnlichen Blick. Sein langgestreckter, aus zahlreichen Körperringen bestehender Leib erinnert zunächst an einen winzigen Wurm. Doch dieser Eindruck täuscht.
Nemasoma varicorne gehört zu den Doppelfüßern (Diplopoda). Zahlreiche kleine Beinchen ermöglichen ihm eine langsame, aber erstaunlich zielgerichtete Fortbewegung durch feinste Spalten und Hohlräume. Seine eigentliche Lebenswelt befindet sich bevorzugt unter der Rinde abgestorbener Bäume, an vermodernden Stämmen und alten Baumstubben. Dort, wo sich zwischen Holz und Rinde ein besonderer Mikrolebensraum entwickelt, findet dieser unscheinbare Bewohner geeignete Bedingungen.
Wie viele andere Doppelfüßer ist auch er Teil der Lebensgemeinschaft, die sich von abgestorbenem organischem Material ernährt beziehungsweise an dessen Abbau beteiligt ist. Bei Nemasoma varicorne gehören unter anderem Holzbestandteile und Moose zum Nahrungsspektrum. Besonders bemerkenswert ist dabei seine enge Bindung an den Lebensraum Baumrinde. Was für uns lediglich wie ein Stück abgestorbenes Holz erscheinen mag, bildet für dieses kleine Tier einen eigenständigen Lebensraum.
Wenn vermeintliche Ordnung zum Verlust von Lebensräumen führt
Unsere Kulturlandschaft wird vielerorts bis in den letzten Winkel gepflegt. Abgestorbene Äste werden entfernt, Baumstubben herausgerissen, Totholz beseitigt und verbliebene Vegetationsstrukturen regelmäßig gemulcht.
Was anschließend ordentlich und aufgeräumt erscheint, bedeutet für zahlreiche Kleinstlebewesen den Verlust ihrer Lebensgrundlage.
Für einen Rinden-Schnurfüßer kann bereits die vollständige Entfernung geeigneter Totholzstrukturen zum Verschwinden eines lokalen Lebensraums führen. Auch Ackerschnecken und zahlreiche andere Bodenbewohner sind von einschneidenden Veränderungen betroffen. Werden schützende Pflanzenbestände entfernt, Bodenoberflächen freigelegt oder Lebensräume zunehmend ausgetrocknet, verändern sich ihre Lebensbedingungen teilweise grundlegend.
Hinzu kommt der Klimawandel.
Längere Trockenperioden, zunehmende Hitze und Veränderungen im jahreszeitlichen Niederschlagsgeschehen können gerade jene kleinräumigen Lebensbedingungen beeinträchtigen, auf die feuchtigkeitsabhängige Organismen angewiesen sind. Dabei dürfen wir eines nicht vergessen: Die Folgen solcher Veränderungen zeigen sich häufig zuerst bei jenen Arten, deren Verschwinden kaum jemand bemerkt.
Ein alter Baumstumpf wird beseitigt. Ein Stück vermodernde Rinde verschwindet. Ein feuchter Saumbereich wird bis auf den Boden zurückgeschnitten. Für den Menschen vielleicht eine unbedeutende Veränderung. Für die dort lebenden Tiere kann sie hingegen den vollständigen Verlust ihres bisherigen Lebensraums bedeuten.
Artenschutz beginnt nicht erst bei den auffälligen Arten
Aus unserer praktischen Naturschutzarbeit wissen wir, wie wichtig es ist, Lebensräume nicht ausschließlich nach ihrem äußerlichen Erscheinungsbild zu beurteilen.
Ein alter Baum, ein liegender Stamm, eine ungemähte Randstruktur oder eine mit Laub bedeckte Bodenfläche kann weit mehr ökologische Bedeutung besitzen, als dies zunächst erkennbar ist. Dabei geht es keineswegs darum, jegliche Form der Landschaftspflege grundsätzlich infrage zu stellen.
Eine differenzierte, räumlich und zeitlich abgestimmte Pflege, das bewusste Belassen geeigneter Totholzstrukturen und die Sicherung feuchter Rückzugsräume können einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten. Gerade in unseren fränkischen Landschaftsräumen, in denen landwirtschaftliche Nutzung, Siedlungsentwicklung und zunehmende klimatische Belastungen eng aufeinandertreffen, müssen solche scheinbar nebensächlichen Strukturen stärker berücksichtigt werden.
Sie lebt ebenso von jenen unscheinbaren Organismen, die im Boden, unter der Rinde und zwischen abgestorbenen Pflanzenteilen ihre Aufgaben erfüllen.
Unsere Perspektive – mehr Aufmerksamkeit für das verborgene Leben
Die Ackerschnecke und der Rinden-Schnurfüßer Nemasoma varicorne stehen stellvertretend für eine Tierwelt, die im öffentlichen Naturschutzdiskurs viel zu selten Beachtung findet. Während wir über den Verlust auffälliger Vogelarten und Insekten diskutieren, geraten die zahlreichen kleinen Bewohner unserer Böden und Totholzstrukturen leicht aus dem Blick.
Für Artenschutz in Franken® ist deshalb eines von besonderer Bedeutung: Wir müssen lernen, Lebensräume auch aus der Perspektive ihrer kleinsten Bewohner zu betrachten.
Nicht jeder abgestorbene Baum muss weichen. Nicht jede unaufgeräumte Ecke benötigt einen Pflegeeingriff. Und nicht jedes unscheinbare Tier verdient die Bezeichnung Schädling. Vielleicht beginnt ein verändertes Verständnis unserer Natur bereits damit, dass wir beim nächsten Spaziergang einen Augenblick länger auf den Waldboden schauen.
Denn manchmal entscheiden wenige Zentimeter Lebensraum darüber, ob eine Art vor Ort bestehen kann oder aus unserem unmittelbaren Umfeld verschwindet.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken® – Wir machen sichtbar, was vielfach unbeachtet bleibt. Denn wirksamer Artenschutz beginnt dort, wo wir auch dem unscheinbaren Leben einen Wert zugestehen.
- Zwei unscheinbare Bewohner, die uns zeigen, wie viel Leben sich unmittelbar unter unseren Füßen verbirgt.
Artenschutz in Franken® – Wenn das Kleine eine große Bedeutung bekommt
Es braucht nicht immer den majestätischen Flug eines Greifvogels oder die auffälligen Farben eines Schmetterlings, um die faszinierende Vielfalt unserer Natur zu entdecken. Manchmal genügt es, sich zu bücken, etwas genauer hinzusehen und die verborgene Welt zwischen abgestorbenen Pflanzenresten, feuchter Erde und verwitternder Baumrinde zu betrachten.
Gerade an einem feuchten Herbstmorgen, wenn Tau auf den Gräsern liegt und das Laub der Bäume langsam zu Boden fällt, eröffnet sich dem aufmerksamen Beobachter eine Welt, die im Alltag kaum Beachtung findet. Hier begegnen uns zwei bemerkenswerte Vertreter einer häufig übersehenen Tierwelt: die Ackerschnecken und der winzige Rinden-Schnurfüßer Nemasoma varicorne.
Auf den ersten Blick haben diese Tiere wenig miteinander gemeinsam. Doch beide verdeutlichen, wie eng das Leben zahlreicher Kleinstlebewesen mit Feuchtigkeit, natürlichen Rückzugsräumen und dem Kreislauf organischer Stoffe verbunden ist.
Die Ackerschnecke – mehr als ein ungeliebter Gartenbewohner
Wer von Ackerschnecken spricht, denkt häufig zunächst an angefressene Salatblätter, beschädigte Jungpflanzen oder die glänzenden Schleimspuren, die nach einer feuchten Nacht zurückbleiben.
- Doch damit wird man diesen Tieren nicht vollständig gerecht.
Zu den Ackerschnecken gehören verschiedene Arten der Gattung Deroceras, darunter die weitverbreitete Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum) und die deutlich seltener nachgewiesene Einfarbige Ackerschnecke (Deroceras agreste). Diese kleinen Nacktschnecken besitzen keinen äußerlich sichtbaren Gehäuseschutz. Ihre Körper sind deshalb besonders auf ausreichende Feuchtigkeit angewiesen. Während trockener Tagesstunden halten sie sich bevorzugt in geschützten Bereichen auf. Erst bei günstigen Bedingungen verlassen sie ihre Verstecke und gehen auf Nahrungssuche.
Dabei stehen keineswegs ausschließlich frische Pflanzenteile auf ihrem Speiseplan. Auch abgestorbenes Pflanzenmaterial und Pilze können aufgenommen werden. So sind Ackerschnecken zugleich Pflanzenfresser und Beteiligte an jenen biologischen Prozessen, durch die organisches Material in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt wird. Dass einzelne Arten bei hoher Populationsdichte landwirtschaftliche Kulturen erheblich schädigen können, soll dabei nicht verschwiegen werden. Doch zwischen einer fachlich begründeten Regulierung problematischer Bestände und einer pauschalen Ablehnung sämtlicher Schnecken liegt ein erheblicher Unterschied.
- Nicht jedes Tier, das gelegentlich an unseren Kulturpflanzen frisst, ist deshalb grundsätzlich ohne ökologischen Wert.
Nemasoma varicorne – ein winziger Bewohner unter der Baumrinde
Noch weit weniger bekannt als unsere Ackerschnecken dürfte der Rinden-Schnurfüßer Nemasoma varicorne sein.
Mit einer Körperlänge von meist nur etwa acht bis zehn Millimetern und einer Breite von weniger als einem halben Millimeter entzieht sich dieses äußerst schlanke Tier beinahe vollständig unserem gewöhnlichen Blick. Sein langgestreckter, aus zahlreichen Körperringen bestehender Leib erinnert zunächst an einen winzigen Wurm. Doch dieser Eindruck täuscht.
Nemasoma varicorne gehört zu den Doppelfüßern (Diplopoda). Zahlreiche kleine Beinchen ermöglichen ihm eine langsame, aber erstaunlich zielgerichtete Fortbewegung durch feinste Spalten und Hohlräume. Seine eigentliche Lebenswelt befindet sich bevorzugt unter der Rinde abgestorbener Bäume, an vermodernden Stämmen und alten Baumstubben. Dort, wo sich zwischen Holz und Rinde ein besonderer Mikrolebensraum entwickelt, findet dieser unscheinbare Bewohner geeignete Bedingungen.
Wie viele andere Doppelfüßer ist auch er Teil der Lebensgemeinschaft, die sich von abgestorbenem organischem Material ernährt beziehungsweise an dessen Abbau beteiligt ist. Bei Nemasoma varicorne gehören unter anderem Holzbestandteile und Moose zum Nahrungsspektrum. Besonders bemerkenswert ist dabei seine enge Bindung an den Lebensraum Baumrinde. Was für uns lediglich wie ein Stück abgestorbenes Holz erscheinen mag, bildet für dieses kleine Tier einen eigenständigen Lebensraum.
- Und gerade hier beginnt ein Problem, das uns bei Artenschutz in Franken® seit vielen Jahren beschäftigt.
Wenn vermeintliche Ordnung zum Verlust von Lebensräumen führt
Unsere Kulturlandschaft wird vielerorts bis in den letzten Winkel gepflegt. Abgestorbene Äste werden entfernt, Baumstubben herausgerissen, Totholz beseitigt und verbliebene Vegetationsstrukturen regelmäßig gemulcht.
Was anschließend ordentlich und aufgeräumt erscheint, bedeutet für zahlreiche Kleinstlebewesen den Verlust ihrer Lebensgrundlage.
Für einen Rinden-Schnurfüßer kann bereits die vollständige Entfernung geeigneter Totholzstrukturen zum Verschwinden eines lokalen Lebensraums führen. Auch Ackerschnecken und zahlreiche andere Bodenbewohner sind von einschneidenden Veränderungen betroffen. Werden schützende Pflanzenbestände entfernt, Bodenoberflächen freigelegt oder Lebensräume zunehmend ausgetrocknet, verändern sich ihre Lebensbedingungen teilweise grundlegend.
Hinzu kommt der Klimawandel.
Längere Trockenperioden, zunehmende Hitze und Veränderungen im jahreszeitlichen Niederschlagsgeschehen können gerade jene kleinräumigen Lebensbedingungen beeinträchtigen, auf die feuchtigkeitsabhängige Organismen angewiesen sind. Dabei dürfen wir eines nicht vergessen: Die Folgen solcher Veränderungen zeigen sich häufig zuerst bei jenen Arten, deren Verschwinden kaum jemand bemerkt.
Ein alter Baumstumpf wird beseitigt. Ein Stück vermodernde Rinde verschwindet. Ein feuchter Saumbereich wird bis auf den Boden zurückgeschnitten. Für den Menschen vielleicht eine unbedeutende Veränderung. Für die dort lebenden Tiere kann sie hingegen den vollständigen Verlust ihres bisherigen Lebensraums bedeuten.
Artenschutz beginnt nicht erst bei den auffälligen Arten
Aus unserer praktischen Naturschutzarbeit wissen wir, wie wichtig es ist, Lebensräume nicht ausschließlich nach ihrem äußerlichen Erscheinungsbild zu beurteilen.
Ein alter Baum, ein liegender Stamm, eine ungemähte Randstruktur oder eine mit Laub bedeckte Bodenfläche kann weit mehr ökologische Bedeutung besitzen, als dies zunächst erkennbar ist. Dabei geht es keineswegs darum, jegliche Form der Landschaftspflege grundsätzlich infrage zu stellen.
- Entscheidend ist vielmehr, wie, wann und mit welcher Intensität Eingriffe erfolgen.
Eine differenzierte, räumlich und zeitlich abgestimmte Pflege, das bewusste Belassen geeigneter Totholzstrukturen und die Sicherung feuchter Rückzugsräume können einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten. Gerade in unseren fränkischen Landschaftsräumen, in denen landwirtschaftliche Nutzung, Siedlungsentwicklung und zunehmende klimatische Belastungen eng aufeinandertreffen, müssen solche scheinbar nebensächlichen Strukturen stärker berücksichtigt werden.
- Denn Biodiversität besteht nicht allein aus den Arten, die wir auf den ersten Blick erkennen.
Sie lebt ebenso von jenen unscheinbaren Organismen, die im Boden, unter der Rinde und zwischen abgestorbenen Pflanzenteilen ihre Aufgaben erfüllen.
Unsere Perspektive – mehr Aufmerksamkeit für das verborgene Leben
Die Ackerschnecke und der Rinden-Schnurfüßer Nemasoma varicorne stehen stellvertretend für eine Tierwelt, die im öffentlichen Naturschutzdiskurs viel zu selten Beachtung findet. Während wir über den Verlust auffälliger Vogelarten und Insekten diskutieren, geraten die zahlreichen kleinen Bewohner unserer Böden und Totholzstrukturen leicht aus dem Blick.
- Dabei ist gerade ihre Lebensgemeinschaft ein wesentlicher Bestandteil funktionierender Ökosysteme.
Für Artenschutz in Franken® ist deshalb eines von besonderer Bedeutung: Wir müssen lernen, Lebensräume auch aus der Perspektive ihrer kleinsten Bewohner zu betrachten.
Nicht jeder abgestorbene Baum muss weichen. Nicht jede unaufgeräumte Ecke benötigt einen Pflegeeingriff. Und nicht jedes unscheinbare Tier verdient die Bezeichnung Schädling. Vielleicht beginnt ein verändertes Verständnis unserer Natur bereits damit, dass wir beim nächsten Spaziergang einen Augenblick länger auf den Waldboden schauen.
- Auf das feuchte Laub.
- Auf die verwitternde Baumrinde.
- Auf jene unscheinbaren Lebensräume, in denen sich eine erstaunliche biologische Vielfalt entwickelt.
Denn manchmal entscheiden wenige Zentimeter Lebensraum darüber, ob eine Art vor Ort bestehen kann oder aus unserem unmittelbaren Umfeld verschwindet.
Aufnahme von Bernhard Schmalisch
Artenschutz in Franken® – Wir machen sichtbar, was vielfach unbeachtet bleibt. Denn wirksamer Artenschutz beginnt dort, wo wir auch dem unscheinbaren Leben einen Wert zugestehen.
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Lungenschnecken (Pulmonata)















