Sie befinden sich hier:
Tiere
>
Schwärmer und Spanner
>
Schwärmer (Sphingidae)
>
Macroglossum stellatarum, Taubenschwänzchen
>
Taubenschwänzchen
Der Kolibri unserer Wiesen: Ein kleiner Sommergast auf großer Reise - August 2026
Der Kolibri unserer Wiesen: Ein kleiner Sommergast auf großer Reise
Es braucht keinen Ausflug in die Tropen, um echte Wunder der Aerodynamik zu erleben. Wer in warmen Sommerstunden an sonnenbeschienenen Wiesenrändern, Gehölzsäumen oder wilden Distelbeständen verweilt, wird mit etwas Glück Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels.
Mit einem rasend schnellen Flügelschlag – bis zu 80-mal pro Sekunde, kaum mehr wahrnehmbar für das menschliche Auge – schwebt ein kleiner, samtiger Körper vollkommen schwerelos im Raum. Punktgenau verharrt das Wesen vor einer Blüte, entrollt einen im Verhältnis zum Körper erstaunlich langen Rüssel und taucht tief in den Blütenkelch ein. Nach wenigen Sekunden saust der flinke Gast im Zickzackkurs bereits zur nächsten Pflanze weiter. Was auf den ersten Blick verblüffend an einen tropischen Kolibri erinnert, ist in Wahrheit ein geschickter Verwandter unserer heimischen Schmetterlinge: das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum).
Ein Nachtfalter, der die Sonne liebt
Botanisch und zoologisch birgt das Taubenschwänzchen einige Überraschungen. Obwohl es systematisch zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) zählt und damit zu den Nachtfaltern gehört, ist dieser Falter ein leidenschaftlicher Taggenießer. Er nutzt das helle Sonnenlicht zur Orientierung und Nektarsuche. Im Flug offenbart er bei genauerem Hinsehen seine markante Färbung: Die leuchtend orangefarbenen Hinterflügel bilden einen wunderschönen Kontrast zum braun-grauen Oberkörper, während der Hinterleib ein charakteristisches, schwarz-weißes Muster aufweist, das an die Schwanzfedern einer Taube erinnert – daher auch sein treffender deutscher Name.
Ausdauernde Wanderer zwischen Süd und Nord
Das Auftauchen des Taubenschwänzchens in den fränkischen Naturräumen ist jedes Jahr ein kleines Wunder der Natur. Als klassischer Wanderfalter legt die Art gewaltige Strecken zurück. Viele Individuen brechen im Frühjahr aus dem Mittelmeerraum auf, überqueren die Alpen und nutzen die warmen Aufwinde, um bis nach Mitteleuropa zu gelangen. Hier pflanzen sie sich fort und bereichern den Sommer über unsere heimische Insektenwelt. In milden Wintern gelingt es inzwischen sogar einigen Exemplaren, in geschützten Felsspalten oder an Gebäuden direkt bei uns in Franken zu überwintern.
Lebensräume bewahren – Vielfalt schützen
Dass wir das Taubenschwänzchen auf unseren Trockenrasen, an Wegrändern oder in naturnahen Gärten beobachten können, ist keine Selbstverständlichkeit. Als Nektarquellen benötigt der flinke Schwebekünstler blütenreiche Pflanzen wie Natternkopf, Flockenblumen, Seifenkraut oder Disteln. Für die Eiablage und die Entwicklung der Raupen ist er zudem zwingend auf verschiedene Labkraut-Arten angewiesen.
Begegnungen mit dem Taubenschwänzchen führen uns vor Augen, wie eng vernetzt unsere Ökosysteme sind. Pestizidfreie Wiesen, stehengelassene Wildkräuter und zusammenhängende Biotopverbünde sind die unverzichtbaren Raststätten und Tankstellen auf den langen Flugrouten dieser Tiere.
Wir von Artenschutz in Franken setzen uns mit Leidenschaft dafür ein, diese wertvollen Lebensräume in unserer Heimat zu erhalten, zu vernetzen und neu zu schaffen – damit das Summen und Leuchten der Natur vor unserer Haustür auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.
In der Darstellung: Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation
Es braucht keinen Ausflug in die Tropen, um echte Wunder der Aerodynamik zu erleben. Wer in warmen Sommerstunden an sonnenbeschienenen Wiesenrändern, Gehölzsäumen oder wilden Distelbeständen verweilt, wird mit etwas Glück Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels.
Mit einem rasend schnellen Flügelschlag – bis zu 80-mal pro Sekunde, kaum mehr wahrnehmbar für das menschliche Auge – schwebt ein kleiner, samtiger Körper vollkommen schwerelos im Raum. Punktgenau verharrt das Wesen vor einer Blüte, entrollt einen im Verhältnis zum Körper erstaunlich langen Rüssel und taucht tief in den Blütenkelch ein. Nach wenigen Sekunden saust der flinke Gast im Zickzackkurs bereits zur nächsten Pflanze weiter. Was auf den ersten Blick verblüffend an einen tropischen Kolibri erinnert, ist in Wahrheit ein geschickter Verwandter unserer heimischen Schmetterlinge: das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum).
Ein Nachtfalter, der die Sonne liebt
Botanisch und zoologisch birgt das Taubenschwänzchen einige Überraschungen. Obwohl es systematisch zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) zählt und damit zu den Nachtfaltern gehört, ist dieser Falter ein leidenschaftlicher Taggenießer. Er nutzt das helle Sonnenlicht zur Orientierung und Nektarsuche. Im Flug offenbart er bei genauerem Hinsehen seine markante Färbung: Die leuchtend orangefarbenen Hinterflügel bilden einen wunderschönen Kontrast zum braun-grauen Oberkörper, während der Hinterleib ein charakteristisches, schwarz-weißes Muster aufweist, das an die Schwanzfedern einer Taube erinnert – daher auch sein treffender deutscher Name.
Ausdauernde Wanderer zwischen Süd und Nord
Das Auftauchen des Taubenschwänzchens in den fränkischen Naturräumen ist jedes Jahr ein kleines Wunder der Natur. Als klassischer Wanderfalter legt die Art gewaltige Strecken zurück. Viele Individuen brechen im Frühjahr aus dem Mittelmeerraum auf, überqueren die Alpen und nutzen die warmen Aufwinde, um bis nach Mitteleuropa zu gelangen. Hier pflanzen sie sich fort und bereichern den Sommer über unsere heimische Insektenwelt. In milden Wintern gelingt es inzwischen sogar einigen Exemplaren, in geschützten Felsspalten oder an Gebäuden direkt bei uns in Franken zu überwintern.
Lebensräume bewahren – Vielfalt schützen
Dass wir das Taubenschwänzchen auf unseren Trockenrasen, an Wegrändern oder in naturnahen Gärten beobachten können, ist keine Selbstverständlichkeit. Als Nektarquellen benötigt der flinke Schwebekünstler blütenreiche Pflanzen wie Natternkopf, Flockenblumen, Seifenkraut oder Disteln. Für die Eiablage und die Entwicklung der Raupen ist er zudem zwingend auf verschiedene Labkraut-Arten angewiesen.
Begegnungen mit dem Taubenschwänzchen führen uns vor Augen, wie eng vernetzt unsere Ökosysteme sind. Pestizidfreie Wiesen, stehengelassene Wildkräuter und zusammenhängende Biotopverbünde sind die unverzichtbaren Raststätten und Tankstellen auf den langen Flugrouten dieser Tiere.
Wir von Artenschutz in Franken setzen uns mit Leidenschaft dafür ein, diese wertvollen Lebensräume in unserer Heimat zu erhalten, zu vernetzen und neu zu schaffen – damit das Summen und Leuchten der Natur vor unserer Haustür auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.
In der Darstellung: Illustrative KI-Bearbeitung – Darstellung entspricht nicht vollständig der ursprünglichen Aufnahmesituation
- Im Detail wurde das Taubenschwänzchen optisch verbesssert und aus der Originalaufnahme herausgehoben. Hier bei der Nahrungsaufnahme an optisch optimiert herausgehobenen Kohldisteln am 17.082026
Aktueller Ordner:
Macroglossum stellatarum, Taubenschwänzchen
Parallele Themen:
Taubenschwänzchen















