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Große Heidelibelle
Bild zum Eintrag (1131355-160)
Die Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum)

An einem milden Spätsommertag liegt der kleine Gartenteich still in der Sonne. Nur ein leises Surren durchbricht die Ruhe. Eine Große Heidelibelle lässt sich auf einem Schilfhalm nieder, ihre Flügel glitzern im Licht. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Dann hebt sie wieder ab, dreht eine enge Schleife über dem Wasser und verschwindet zwischen den Pflanzen. Kaum jemand bemerkt sie bewusst – und doch erzählt ihre Anwesenheit viel über den Zustand unserer Landschaft.

Artbeschreibung


Die Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae) und ist eine der häufigsten Heidelibellenarten Mitteleuropas. Mit einer Körperlänge von etwa 45 bis 50 Millimetern wirkt sie kräftig, aber dennoch elegant. Männchen sind meist leuchtend rot gefärbt, während Weibchen und Jungtiere eher gelblich-braune Töne aufweisen. Charakteristisch sind die hellen Streifen an der Brust, die der Art ihren wissenschaftlichen Namen striolatum („gestreift“) gegeben haben.

Die Große Heidelibelle ist ausgesprochen anpassungsfähig. Sie besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer wie Teiche, Tümpel, Seen, Gräben und sogar Gartenteiche. Oft findet man sie weit entfernt vom Wasser, etwa auf Wiesen, Waldrändern oder in Gärten. Ihre Flugzeit reicht von Juni bis in den späten Herbst, an warmen Tagen sogar bis in den Oktober oder November.

Perspektive der Großen Heidelibelle im Wandel von Lebensraum und Klima


Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit bleibt auch die Große Heidelibelle nicht unbeeinflusst von den Veränderungen unserer Umwelt. Die zunehmende Versiegelung von Flächen, der Verlust naturnaher Gewässer und die intensive Nutzung von Landschaften schränken geeignete Lebensräume ein. Besonders problematisch ist das Verschwinden flacher, vegetationsreicher Gewässer, die für die Eiablage und Larvenentwicklung wichtig sind.

Der Klimawandel wirkt sich ambivalent auf die Art aus. Mildere Winter und längere warme Perioden können ihre Flugzeit verlängern und die Ausbreitung begünstigen. Gleichzeitig führen häufiger auftretende Trockenperioden dazu, dass kleine Gewässer austrocknen, bevor sich die Larven vollständig entwickeln können. Auch extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Hitzewellen stellen neue Herausforderungen dar.

Langfristig wird die Zukunft der Großen Heidelibelle davon abhängen, wie gut es gelingt, vielfältige und vernetzte Lebensräume zu erhalten. Naturnahe Gewässer, strukturreiche Landschaften und ein bewusster Umgang mit Wasser können dazu beitragen, dass diese auffällige Libellenart auch künftig zum vertrauten Bild unserer Sommerlandschaften gehört.

In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Große Heidelibelle auf einer Wiesenpflanze
Große Heidelibelle
Bild zum Eintrag (1131357-160)
Die Große Heidelibelle erreicht eine Flügelspannweite von etwa 6 cm und eine Körperlänge von rund 4,5 cm. Ihr Lebensraum sind Stillgewässer mit minderer Vegetation.

In der Aufnahme von Albert Meier    
  • Große Heidelibelle am Uferrand
Große Heidelibelle
Bild zum Eintrag (1131358-160)
In der Aufnahme von Albert Meier    
  •     Große Heidelibelle am Uferrand
Große Heidelibelle
Bild zum Eintrag (1131359-160)
In der Aufnahme von Albert Meier    
  •     Große Heidelibelle am Uferrand
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