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Wespenspinne ( Argiope bruennichi )
Zwischen Tau und Seide – die Wespenspinne
Am frühen Morgen glitzern Tautropfen im hohen Gras. Inmitten der Halme spannt sich ein kunstvolles Radnetz, in dessen Zentrum eine auffällig gefärbte Spinne reglos verharrt. Die Sonne steigt langsam höher, Insekten werden aktiv – und die Wespenspinne wartet. Was ruhig und beinahe dekorativ wirkt, ist das Ergebnis perfekter Anpassung an ihren Lebensraum.
Artbeschreibung: Auffällig und unverwechselbar
Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) gehört zu den Radnetzspinnen und ist eine der bekanntesten Spinnenarten Mitteleuropas. Besonders die Weibchen fallen durch ihre gelb-schwarze Zeichnung auf dem Hinterleib auf, die an die Warnfarben von Wespen erinnert. Diese Färbung dient vermutlich dem Schutz vor Fressfeinden. Die deutlich kleineren Männchen sind unscheinbarer gefärbt und werden oft übersehen.
Charakteristisch für die Wespenspinne ist ihr großes, senkrecht gespanntes Radnetz, das meist bodennah zwischen Gräsern oder niedrigen Sträuchern angelegt wird. Häufig ist im Netz ein auffälliges Zickzackband aus dichter Seide zu erkennen, das sogenannte Stabiliment. Die genaue Funktion ist nicht abschließend geklärt; es könnte der Stabilisierung des Netzes oder der Abschreckung von Feinden dienen. Beutetiere sind vor allem Heuschrecken, Fliegen und andere größere Insekten.
Perspektive: Gewinnerin des Wandels?
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt die Wespenspinne in vielen Regionen als selten. Heute breitet sie sich zunehmend nach Norden aus. Veränderungen in der Landnutzung und vor allem der Klimawandel mit milderen Wintern und längeren Sommern begünstigen ihre Ausbreitung. Warme, offene Lebensräume wie extensiv genutzte Wiesen, Brachen und Wegränder kommen ihr entgegen.
Gleichzeitig ist die Art auf strukturreiche Landschaften angewiesen. Der Verlust blütenreicher Wiesen, häufiges Mähen und intensive Landwirtschaft können lokale Bestände gefährden. Die Zukunft der Wespenspinne zeigt exemplarisch, dass selbst anpassungsfähige Arten auf vielfältige Lebensräume angewiesen bleiben. Naturnahe Flächen und eine schonende Bewirtschaftung tragen dazu bei, dass diese faszinierende Spinne auch künftig Teil unserer Landschaft bleibt.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
Am frühen Morgen glitzern Tautropfen im hohen Gras. Inmitten der Halme spannt sich ein kunstvolles Radnetz, in dessen Zentrum eine auffällig gefärbte Spinne reglos verharrt. Die Sonne steigt langsam höher, Insekten werden aktiv – und die Wespenspinne wartet. Was ruhig und beinahe dekorativ wirkt, ist das Ergebnis perfekter Anpassung an ihren Lebensraum.
Artbeschreibung: Auffällig und unverwechselbar
Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) gehört zu den Radnetzspinnen und ist eine der bekanntesten Spinnenarten Mitteleuropas. Besonders die Weibchen fallen durch ihre gelb-schwarze Zeichnung auf dem Hinterleib auf, die an die Warnfarben von Wespen erinnert. Diese Färbung dient vermutlich dem Schutz vor Fressfeinden. Die deutlich kleineren Männchen sind unscheinbarer gefärbt und werden oft übersehen.
Charakteristisch für die Wespenspinne ist ihr großes, senkrecht gespanntes Radnetz, das meist bodennah zwischen Gräsern oder niedrigen Sträuchern angelegt wird. Häufig ist im Netz ein auffälliges Zickzackband aus dichter Seide zu erkennen, das sogenannte Stabiliment. Die genaue Funktion ist nicht abschließend geklärt; es könnte der Stabilisierung des Netzes oder der Abschreckung von Feinden dienen. Beutetiere sind vor allem Heuschrecken, Fliegen und andere größere Insekten.
Perspektive: Gewinnerin des Wandels?
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt die Wespenspinne in vielen Regionen als selten. Heute breitet sie sich zunehmend nach Norden aus. Veränderungen in der Landnutzung und vor allem der Klimawandel mit milderen Wintern und längeren Sommern begünstigen ihre Ausbreitung. Warme, offene Lebensräume wie extensiv genutzte Wiesen, Brachen und Wegränder kommen ihr entgegen.
Gleichzeitig ist die Art auf strukturreiche Landschaften angewiesen. Der Verlust blütenreicher Wiesen, häufiges Mähen und intensive Landwirtschaft können lokale Bestände gefährden. Die Zukunft der Wespenspinne zeigt exemplarisch, dass selbst anpassungsfähige Arten auf vielfältige Lebensräume angewiesen bleiben. Naturnahe Flächen und eine schonende Bewirtschaftung tragen dazu bei, dass diese faszinierende Spinne auch künftig Teil unserer Landschaft bleibt.
In der Aufnahme von Peter Hoffmann
- Auf Grund ihrer sehr schönen und markanten Körperzeichnung fällt die etwa 15mm große Wespenspinne vielfach sofort auf.Ihr typischer Lebensraum umfasst vorwiegend langgrasige Wiesenflächen, jedoch auch ( Haus ) – Gärten. War diese Spinnenart noch vor rund einem Jahrzehnt in den weniger wärmebegünstigten Lagen Deutschland so gut wie nie anzutreffen, kommt sie in unserem Landkreis und auch im Steigerwald mittlerweile recht häufig vor. Männliche Wespenspinnen sind mit etwa 5 mm Köpergröße wesentlich kleiner als ihre Geschlechtsgenossen. Wie bei vielen Spinnenarten frisst das Spinnenweibchen das Männchen entweder kurz nach, oder während der Paarung auf.
Wespenspinne
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Wespenspinne im Zentrum ihres kunstvollen Radnetzes
Wespenspinne
In der Aufnahme von H.Wolf
- Jetzt häufiger anzutreffen, die Wespenspinne.
Wespenspinne
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die auffällige Zeichnung der Wespenspinne dient als Warnsignal
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