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Feuerlibelle (Crocothemis erythraea)
Feuerlibelle (Crocothemis erythraea)
Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea)
In der flimmernden Hitze eines Sommertages sitzt eine leuchtend rote Libelle auf einem sonnenwarmen Schilfhalm. Das Wasser unter ihr liegt ruhig, nur gelegentlich ziehen kleine Wellen über die Oberfläche. Plötzlich startet sie, fliegt ein kurzes Reviermanöver und kehrt an denselben Platz zurück. Die Feuerlibelle ist angekommen – auffällig, selbstbewusst und unübersehbar in der sommerlichen Landschaft.
Artbeschreibung
Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae) und zählt zu den auffälligsten Libellenarten Europas. Ausgewachsene Männchen sind intensiv rot gefärbt, einschließlich Augen und Hinterleib. Weibchen und junge Tiere zeigen eine eher gelblich-braune bis olivfarbene Färbung. Die Flügel sind klar, der Körper kräftig gebaut und auf kurze, schnelle Flüge spezialisiert.
Die Art besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer mit offenen, sonnigen Uferbereichen. Typische Lebensräume sind Teiche, Seen, Kiesgruben, Altarme und künstlich angelegte Gewässer. Die Feuerlibelle ist ein ausgeprägter Ansitzjäger und nutzt exponierte Sitzwarten, von denen aus sie Insekten im Flug erbeutet.
Perspektiven im Wandel von Lebensraum und Klima
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Verbreitungsgebiet der Feuerlibelle deutlich nach Norden ausgeweitet. Ursprünglich war sie vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, doch steigende Temperaturen begünstigen ihre Ausbreitung in Mitteleuropa. Der Klimawandel wirkt sich für diese wärmeliebende Art bislang überwiegend positiv aus, da längere Vegetationsperioden und höhere Wassertemperaturen die Entwicklung der Larven beschleunigen.
Gleichzeitig beeinflussen Lebensraumveränderungen die Zukunft der Feuerlibelle. Der Verlust naturnaher Gewässer, Uferverbauungen und eine zunehmende Beschattung durch fehlende Pflege können geeignete Lebensräume einschränken. Andererseits bieten neu entstandene Gewässer, etwa durch Renaturierungsmaßnahmen oder Abgrabungen, neue Besiedlungsmöglichkeiten.
Langfristig hängt die Entwicklung der Feuerlibelle von einem ausgewogenen Zusammenspiel aus Klimafaktoren und Lebensraumqualität ab. Der Erhalt offener, strukturreicher Gewässer mit flachen Uferzonen ist entscheidend, damit diese markante Libellenart auch künftig ein fester Bestandteil der heimischen Insektenfauna bleibt.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
In der flimmernden Hitze eines Sommertages sitzt eine leuchtend rote Libelle auf einem sonnenwarmen Schilfhalm. Das Wasser unter ihr liegt ruhig, nur gelegentlich ziehen kleine Wellen über die Oberfläche. Plötzlich startet sie, fliegt ein kurzes Reviermanöver und kehrt an denselben Platz zurück. Die Feuerlibelle ist angekommen – auffällig, selbstbewusst und unübersehbar in der sommerlichen Landschaft.
Artbeschreibung
Die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) gehört zur Familie der Segellibellen (Libellulidae) und zählt zu den auffälligsten Libellenarten Europas. Ausgewachsene Männchen sind intensiv rot gefärbt, einschließlich Augen und Hinterleib. Weibchen und junge Tiere zeigen eine eher gelblich-braune bis olivfarbene Färbung. Die Flügel sind klar, der Körper kräftig gebaut und auf kurze, schnelle Flüge spezialisiert.
Die Art besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer mit offenen, sonnigen Uferbereichen. Typische Lebensräume sind Teiche, Seen, Kiesgruben, Altarme und künstlich angelegte Gewässer. Die Feuerlibelle ist ein ausgeprägter Ansitzjäger und nutzt exponierte Sitzwarten, von denen aus sie Insekten im Flug erbeutet.
Perspektiven im Wandel von Lebensraum und Klima
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Verbreitungsgebiet der Feuerlibelle deutlich nach Norden ausgeweitet. Ursprünglich war sie vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, doch steigende Temperaturen begünstigen ihre Ausbreitung in Mitteleuropa. Der Klimawandel wirkt sich für diese wärmeliebende Art bislang überwiegend positiv aus, da längere Vegetationsperioden und höhere Wassertemperaturen die Entwicklung der Larven beschleunigen.
Gleichzeitig beeinflussen Lebensraumveränderungen die Zukunft der Feuerlibelle. Der Verlust naturnaher Gewässer, Uferverbauungen und eine zunehmende Beschattung durch fehlende Pflege können geeignete Lebensräume einschränken. Andererseits bieten neu entstandene Gewässer, etwa durch Renaturierungsmaßnahmen oder Abgrabungen, neue Besiedlungsmöglichkeiten.
Langfristig hängt die Entwicklung der Feuerlibelle von einem ausgewogenen Zusammenspiel aus Klimafaktoren und Lebensraumqualität ab. Der Erhalt offener, strukturreicher Gewässer mit flachen Uferzonen ist entscheidend, damit diese markante Libellenart auch künftig ein fester Bestandteil der heimischen Insektenfauna bleibt.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Porträit
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