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Phosphuga atrata, Schwarzer Schneckenjäger
Phosphuga atrata, Schwarzer Schneckenjäger
Der Schwarze Schneckenjäger – Heimlicher Helfer im Verborgenen
Nach einem warmen Sommerregen dampfte der Waldboden noch leicht, als ein leises Rascheln zwischen feuchtem Laub zu hören war. Eine Schnecke tastete sich langsam über den Boden – nichtsahnend, dass sie beobachtet wurde. Nur wenige Zentimeter entfernt bewegte sich lautlos ein glänzend schwarzer Käfer durch das Moos. Mit schnellen, gezielten Schritten näherte er sich seiner Beute.
Der Schwarze Schneckenjäger ist kein auffälliger Waldbewohner, doch in der nächtlichen Welt von Laub, Totholz und feuchten Böden spielt er eine wichtige Rolle. Unermüdlich sorgt er dafür, dass Schneckenpopulationen im Gleichgewicht bleiben.
Artbeschreibung des Schwarzer Schneckenjäger
Der Schwarze Schneckenjäger ist ein Laufkäfer aus der Familie der Carabidae. Sein wissenschaftlicher Name lautet Cylindera germanica. Er gehört zu den spezialisierten Räubern unter den heimischen Käfern.
Merkmale
Lebensraum
Der Schwarze Schneckenjäger bevorzugt:
Ernährung
Wie sein Name verrät, ernährt sich der Käfer überwiegend von:
Damit gilt er als natürlicher Schädlingsregulator – besonders in Gärten und landwirtschaftlichen Randbereichen.
Fortpflanzung
Die Eiablage erfolgt im Boden. Die Larven leben ebenfalls räuberisch und entwickeln sich dort, bevor sie sich verpuppen und als ausgewachsene Käfer erscheinen.
Perspektiven im Zeichen von Lebensraumveränderung und Klimawandel
Der Schwarze Schneckenjäger ist auf strukturreiche, feuchte Lebensräume angewiesen. Veränderungen in der Landschaft wirken sich daher direkt auf seine Populationen aus.
Auswirkungen der Lebensraumveränderung
Klimawandel – Chancen und Risiken
Der Klimawandel beeinflusst sowohl den Käfer als auch seine Beute:
Mögliche positive Effekte:
Mögliche Risiken:
Zukunftsausblick
Die Zukunft dieser Art hängt maßgeblich vom Erhalt naturnaher Lebensräume ab. Maßnahmen wie:
können dazu beitragen, seine Bestände zu stabilisieren.
Als natürlicher Gegenspieler der Schnecken bleibt der Schwarze Schneckenjäger ein wichtiger Bestandteil ökologischer Kreisläufe.
In der Aufnahme von Albert Meier
Nach einem warmen Sommerregen dampfte der Waldboden noch leicht, als ein leises Rascheln zwischen feuchtem Laub zu hören war. Eine Schnecke tastete sich langsam über den Boden – nichtsahnend, dass sie beobachtet wurde. Nur wenige Zentimeter entfernt bewegte sich lautlos ein glänzend schwarzer Käfer durch das Moos. Mit schnellen, gezielten Schritten näherte er sich seiner Beute.
Der Schwarze Schneckenjäger ist kein auffälliger Waldbewohner, doch in der nächtlichen Welt von Laub, Totholz und feuchten Böden spielt er eine wichtige Rolle. Unermüdlich sorgt er dafür, dass Schneckenpopulationen im Gleichgewicht bleiben.
Artbeschreibung des Schwarzer Schneckenjäger
Der Schwarze Schneckenjäger ist ein Laufkäfer aus der Familie der Carabidae. Sein wissenschaftlicher Name lautet Cylindera germanica. Er gehört zu den spezialisierten Räubern unter den heimischen Käfern.
Merkmale
- Körperlänge: etwa 18–28 mm
- Glänzend schwarze bis dunkelbraune Färbung
- Kräftige, lange Beine für schnelle Bewegungen
- Markante Mandibeln (Kiefer) zum Ergreifen von Beute
- Längsrillen auf den Flügeldecken
- Sein stromlinienförmiger Körperbau macht ihn zu einem effizienten Jäger im Unterholz.
Lebensraum
Der Schwarze Schneckenjäger bevorzugt:
- Feuchte Wälder
- Waldränder
- Gärten mit naturnahen Strukturen
- Heckenlandschaften
- Bereiche mit lockerem, humusreichem Boden
- Tagsüber versteckt er sich unter Steinen, Totholz oder Laub. Aktiv wird er vor allem in der Dämmerung und nachts.
Ernährung
Wie sein Name verrät, ernährt sich der Käfer überwiegend von:
- Nacktschnecken
- Gehäuseschnecken
- Schneckeneiern
Damit gilt er als natürlicher Schädlingsregulator – besonders in Gärten und landwirtschaftlichen Randbereichen.
Fortpflanzung
Die Eiablage erfolgt im Boden. Die Larven leben ebenfalls räuberisch und entwickeln sich dort, bevor sie sich verpuppen und als ausgewachsene Käfer erscheinen.
Perspektiven im Zeichen von Lebensraumveränderung und Klimawandel
Der Schwarze Schneckenjäger ist auf strukturreiche, feuchte Lebensräume angewiesen. Veränderungen in der Landschaft wirken sich daher direkt auf seine Populationen aus.
Auswirkungen der Lebensraumveränderung
- Versiegelung von Flächen reduziert geeignete Rückzugsorte.
- Intensive Landwirtschaft verringert Nahrungsangebot und Verstecke.
- Der Rückgang von Hecken und Totholz mindert Überwinterungsmöglichkeiten.
- Naturnahe Gärten und strukturreiche Waldränder können hingegen stabile Rückzugsräume bieten.
Klimawandel – Chancen und Risiken
Der Klimawandel beeinflusst sowohl den Käfer als auch seine Beute:
Mögliche positive Effekte:
- Mildere Winter könnten die Überlebensrate erhöhen.
- Längere Vegetationsperioden begünstigen Schnecken – und damit Nahrungsangebot.
Mögliche Risiken:
- Längere Trockenperioden können feuchte Mikrohabitate austrocknen.
- Extreme Wetterereignisse stören Entwicklungszyklen im Boden.
- Da der Schwarze Schneckenjäger stark von Bodenfeuchte abhängig ist, stellen zunehmende Dürrephasen eine besondere Herausforderung dar.
Zukunftsausblick
Die Zukunft dieser Art hängt maßgeblich vom Erhalt naturnaher Lebensräume ab. Maßnahmen wie:
- Förderung strukturreicher Gärten
- Erhalt von Totholz
- Reduzierter Pestizideinsatz
- Schutz von Hecken und Waldrändern
können dazu beitragen, seine Bestände zu stabilisieren.
Als natürlicher Gegenspieler der Schnecken bleibt der Schwarze Schneckenjäger ein wichtiger Bestandteil ökologischer Kreisläufe.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Wichtiger Bestandteil eines gesunden Ökosystems.
Phosphuga atrata, Schwarzer Schneckenjäger
In der Aufnahme von Albert Meier
- Natürlicher Schneckenregulator im Garten.
Phosphuga atrata, Schwarzer Schneckenjäger
In der Aufnahme von Albert Meier
- Schwarzer Schneckenjäger auf feuchtem Waldboden.
Phosphuga atrata, Schwarzer Schneckenjäger
In der Aufnahme von Albert Meier
- Detail - Deckflügelzeichnung
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