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NABU: Bussarde bei Iffezheim gezielt vergiftet 13.02.2011
NABU: Bussarde bei Iffezheim gezielt vergiftet 13.02.2011
NABU: Bussarde bei Iffezheim gezielt vergiftet
13.02.2011
"Von den Tieren ging ein komischer Geruch aus"
„Da blutet einem das Herz, wenn man das sieht“, sagt der Rastatter Vogelschutzwart Pierre Fingermann, angesichts der 28 vergifteten Bussarde bei Rheinstetten Mörsch.
Als am 11. Januar ein Spaziergänger dem Vogelschutzwart einen Bussard vorbeibrachte, der zwischen dem Mörscher Gewerbegebiet an der B36 und der Bundesbahnlinie auf einer Wiese saß, machte sich Fingermann noch keine Gedanken, als das Tier am selben Tag starb.
Bereits am darauffolgenden Morgen hatte der Spaziergänger wieder weitere sechs tote Bussarde entdeckt.
Fingermann schaute sich die Tiere, bei denen es sich um Zugvögel aus dem Norden handelt, genauer an. „Die Vögel waren nicht unterernährt. In ihrem Kropf steckte noch Fleisch, und von den Kadavern ging ein komischer süßlich-bitterer Geruch aus. Durch diesen und einem Brennen, das ich auf den Lippen verspürte, dachte ich mir, dass die Bussarde vergiftet worden waren“, berichtet Fingermann.
Daraufhin traf sich der Vogelexperte am 13. Januar mit der Polizei sowie Mitarbeitern des Gewerbeaufsichts- und dem Veterinäramt vor Ort, um herauszufinden, warum die Tiere gestorben waren. Mitarbeiter der Stadt suchten das gesamte Gelände ab und fanden weitere tote Greifvögel. „Auf einem Acker, auf dem mittendrin Büsche und Brombeerhecken wachsen, entdeckten wir Fell, Kopf, Füße und Gedärme von Rehen und Wildschweinen“, erzählt der Vogelschutzwart.
Da die Vögel zum Teil noch die Fleischbrocken im Schnabel hielten, geht Fingermann davon aus, dass die Bussarde mit Fleisch geködert wurden und das Gift , bei dem es sich um Carbofuran handelt, nicht von den Kadavern stammt. An diesen wurden inzwischen laut dem Vogelexperten auch nur Giftreste festgestellt.
Wie viele Tiere wirklich an dem Gift verendeten ist unklar. „Der Bussard schnappt sich seine Beute und fliegt nur wenige Meter weit weg, um diese zu verspeisen. Der Habicht dagegen legt eine Strecke von einem Kilometer zurück, auch der Sperber frisst seine Beute nicht an Ort und Stelle“, weiß Fingermann.
Doch der Fund der toten Vögel blieb nicht der einzige. Nur knappe zwei Wochen später fand eine Reiterin auf einer Koppel zwischen der Alten Wintersdorfer Landstraße und der L78 a in etwa 100 Meter Entfernung vom Iffezheimer Ortsrand drei tote Bussarde. In der näheren Umgebung lagen zwei weitere tote Bussarde und eine verendete Katze. „Dieser hatte man die Ohren abgeschnitten. Wahrscheinlich, damit man sie nicht identifizieren kann“, vermutet Fingermann.
Die Polizei ermittelt in beiden Fällen. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Vogelmords führen, hat der Oberbürgermeister Sebastian Schrempp 1.000 Euro ausgesetzt.
Mehr zu diesem Thema unter : http://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/vogelschutz/13413.html
Quellenangabe: NABU | 13.02.2011 http://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/vogelschutz/13413.html
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.
Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.
Artenschutz im Steigerwald
13.02.2011
"Von den Tieren ging ein komischer Geruch aus"
„Da blutet einem das Herz, wenn man das sieht“, sagt der Rastatter Vogelschutzwart Pierre Fingermann, angesichts der 28 vergifteten Bussarde bei Rheinstetten Mörsch.
Als am 11. Januar ein Spaziergänger dem Vogelschutzwart einen Bussard vorbeibrachte, der zwischen dem Mörscher Gewerbegebiet an der B36 und der Bundesbahnlinie auf einer Wiese saß, machte sich Fingermann noch keine Gedanken, als das Tier am selben Tag starb.
Bereits am darauffolgenden Morgen hatte der Spaziergänger wieder weitere sechs tote Bussarde entdeckt.
Fingermann schaute sich die Tiere, bei denen es sich um Zugvögel aus dem Norden handelt, genauer an. „Die Vögel waren nicht unterernährt. In ihrem Kropf steckte noch Fleisch, und von den Kadavern ging ein komischer süßlich-bitterer Geruch aus. Durch diesen und einem Brennen, das ich auf den Lippen verspürte, dachte ich mir, dass die Bussarde vergiftet worden waren“, berichtet Fingermann.
Daraufhin traf sich der Vogelexperte am 13. Januar mit der Polizei sowie Mitarbeitern des Gewerbeaufsichts- und dem Veterinäramt vor Ort, um herauszufinden, warum die Tiere gestorben waren. Mitarbeiter der Stadt suchten das gesamte Gelände ab und fanden weitere tote Greifvögel. „Auf einem Acker, auf dem mittendrin Büsche und Brombeerhecken wachsen, entdeckten wir Fell, Kopf, Füße und Gedärme von Rehen und Wildschweinen“, erzählt der Vogelschutzwart.
Da die Vögel zum Teil noch die Fleischbrocken im Schnabel hielten, geht Fingermann davon aus, dass die Bussarde mit Fleisch geködert wurden und das Gift , bei dem es sich um Carbofuran handelt, nicht von den Kadavern stammt. An diesen wurden inzwischen laut dem Vogelexperten auch nur Giftreste festgestellt.
Wie viele Tiere wirklich an dem Gift verendeten ist unklar. „Der Bussard schnappt sich seine Beute und fliegt nur wenige Meter weit weg, um diese zu verspeisen. Der Habicht dagegen legt eine Strecke von einem Kilometer zurück, auch der Sperber frisst seine Beute nicht an Ort und Stelle“, weiß Fingermann.
Doch der Fund der toten Vögel blieb nicht der einzige. Nur knappe zwei Wochen später fand eine Reiterin auf einer Koppel zwischen der Alten Wintersdorfer Landstraße und der L78 a in etwa 100 Meter Entfernung vom Iffezheimer Ortsrand drei tote Bussarde. In der näheren Umgebung lagen zwei weitere tote Bussarde und eine verendete Katze. „Dieser hatte man die Ohren abgeschnitten. Wahrscheinlich, damit man sie nicht identifizieren kann“, vermutet Fingermann.
Die Polizei ermittelt in beiden Fällen. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Vogelmords führen, hat der Oberbürgermeister Sebastian Schrempp 1.000 Euro ausgesetzt.
Mehr zu diesem Thema unter : http://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/vogelschutz/13413.html
Quellenangabe: NABU | 13.02.2011 http://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/vogelschutz/13413.html
Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.
Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.
Artenschutz im Steigerwald
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