Das Echte Jakobskraut im August
Echtes Johanniskraut – ein sonnengelber Begleiter des Hochsommers
Anfang August leuchten vielerorts noch immer die goldgelben Blüten des Echten Johanniskrauts (Hypericum perforatum) aus Wegrändern, Feldrainen, Böschungen und mageren Wiesen hervor. Während zahlreiche Frühsommerpflanzen ihre Blüte bereits beendet haben, setzt das Johanniskraut weiterhin auffällige Farbakzente in der Landschaft. Seine Hauptblüte reicht gewöhnlich von Juni bis August.
Die ausdauernde heimische Wildpflanze bevorzugt sonnige, eher trockene bis frische und meist nährstoffärmere Standorte. Charakteristisch sind ihre leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten mit zahlreichen langen Staubblättern. Betrachtet man die Blätter gegen das Licht, erscheinen viele kleine durchscheinende Punkte. Dabei handelt es sich um Öldrüsen, die den Blättern das namensgebende „durchlöcherte“ Aussehen verleihen.
Wertvoller Bestandteil unserer Säume
Das Echte Johanniskraut ist ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume. Seine Blüten stellen vor allem Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und weitere Insekten bereit. Auffällig ist, dass die Blüten keinen Nektar produzieren. Dennoch werden sie von verschiedenen Insekten regelmäßig besucht, die den reichlich vorhandenen Pollen nutzen.
Auch nach der Blüte bleibt die Pflanze ökologisch bedeutsam. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen kleinen Samen. Die aufrechten Stängel und vertrockneten Pflanzenteile erweitern zudem die Strukturvielfalt von Säumen und können kleinen Tieren Schutz bieten.
Anfang August beginnt der Übergang
Zu Beginn des Augusts zeigt sich das Johanniskraut häufig in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Während einzelne Triebe noch kräftig blühen, sind an anderen bereits verwelkte Blüten und junge Samenkapseln zu erkennen. Dadurch wird sichtbar, wie die Pflanze langsam von der Blütezeit in die Samenreife übergeht.
Gerade in dieser Phase sollten Wegränder und Feldraine nicht vollständig gemäht oder gemulcht werden. Eine zu frühe und flächendeckende Bearbeitung beseitigt nicht nur die noch vorhandenen Blüten. Sie verhindert außerdem die Samenreife und nimmt zahlreichen Insekten einen wichtigen Nahrungs- und Rückzugsraum.
Heilpflanze mit besonderen Inhaltsstoffen
Das Echte Johanniskraut gehört zu den bekanntesten traditionellen Heilpflanzen Europas. Seine Inhaltsstoffe werden unter anderem in zugelassenen Arzneimitteln verwendet. Eine eigenständige Einnahme ist jedoch nicht grundsätzlich unproblematisch, da Johanniskraut die Wirkung zahlreicher Medikamente beeinflussen und die Lichtempfindlichkeit erhöhen kann.
Die Pflanzenteile gelten als leicht giftig und sind nicht für eine unkontrollierte Selbstanwendung geeignet. Bei Weidetieren können nach der Aufnahme größerer Mengen in Verbindung mit intensiver Sonneneinstrahlung Hautreaktionen auftreten. Arzneiliche Anwendungen sollten daher nur nach fachkundiger Beratung erfolgen.
Eine Pflanze, die unsere Aufmerksamkeit verdient
Das Echte Johanniskraut ist weit mehr als eine bekannte Heilpflanze. Es ist Teil eines fein abgestimmten Lebensraumes aus Blütenpflanzen, Insekten, Samenständen und schützender Vegetation. Sein Vorkommen an Wegrändern und Feldrainen erinnert daran, welchen Wert auch schmale und scheinbar unscheinbare Landschaftsstrukturen besitzen.
Wer blütenreiche Säume erhält und Pflegemaßnahmen zeitlich sowie räumlich staffelt, schützt nicht nur das Johanniskraut, sondern zugleich viele weitere Arten unserer Kulturlandschaft.
Aufnahme von Sabinie Schell
Anfang August leuchten vielerorts noch immer die goldgelben Blüten des Echten Johanniskrauts (Hypericum perforatum) aus Wegrändern, Feldrainen, Böschungen und mageren Wiesen hervor. Während zahlreiche Frühsommerpflanzen ihre Blüte bereits beendet haben, setzt das Johanniskraut weiterhin auffällige Farbakzente in der Landschaft. Seine Hauptblüte reicht gewöhnlich von Juni bis August.
Die ausdauernde heimische Wildpflanze bevorzugt sonnige, eher trockene bis frische und meist nährstoffärmere Standorte. Charakteristisch sind ihre leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten mit zahlreichen langen Staubblättern. Betrachtet man die Blätter gegen das Licht, erscheinen viele kleine durchscheinende Punkte. Dabei handelt es sich um Öldrüsen, die den Blättern das namensgebende „durchlöcherte“ Aussehen verleihen.
Wertvoller Bestandteil unserer Säume
Das Echte Johanniskraut ist ein wichtiger Bestandteil artenreicher Offenlandlebensräume. Seine Blüten stellen vor allem Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und weitere Insekten bereit. Auffällig ist, dass die Blüten keinen Nektar produzieren. Dennoch werden sie von verschiedenen Insekten regelmäßig besucht, die den reichlich vorhandenen Pollen nutzen.
Auch nach der Blüte bleibt die Pflanze ökologisch bedeutsam. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte mit zahlreichen kleinen Samen. Die aufrechten Stängel und vertrockneten Pflanzenteile erweitern zudem die Strukturvielfalt von Säumen und können kleinen Tieren Schutz bieten.
Anfang August beginnt der Übergang
Zu Beginn des Augusts zeigt sich das Johanniskraut häufig in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Während einzelne Triebe noch kräftig blühen, sind an anderen bereits verwelkte Blüten und junge Samenkapseln zu erkennen. Dadurch wird sichtbar, wie die Pflanze langsam von der Blütezeit in die Samenreife übergeht.
Gerade in dieser Phase sollten Wegränder und Feldraine nicht vollständig gemäht oder gemulcht werden. Eine zu frühe und flächendeckende Bearbeitung beseitigt nicht nur die noch vorhandenen Blüten. Sie verhindert außerdem die Samenreife und nimmt zahlreichen Insekten einen wichtigen Nahrungs- und Rückzugsraum.
Heilpflanze mit besonderen Inhaltsstoffen
Das Echte Johanniskraut gehört zu den bekanntesten traditionellen Heilpflanzen Europas. Seine Inhaltsstoffe werden unter anderem in zugelassenen Arzneimitteln verwendet. Eine eigenständige Einnahme ist jedoch nicht grundsätzlich unproblematisch, da Johanniskraut die Wirkung zahlreicher Medikamente beeinflussen und die Lichtempfindlichkeit erhöhen kann.
Die Pflanzenteile gelten als leicht giftig und sind nicht für eine unkontrollierte Selbstanwendung geeignet. Bei Weidetieren können nach der Aufnahme größerer Mengen in Verbindung mit intensiver Sonneneinstrahlung Hautreaktionen auftreten. Arzneiliche Anwendungen sollten daher nur nach fachkundiger Beratung erfolgen.
Eine Pflanze, die unsere Aufmerksamkeit verdient
Das Echte Johanniskraut ist weit mehr als eine bekannte Heilpflanze. Es ist Teil eines fein abgestimmten Lebensraumes aus Blütenpflanzen, Insekten, Samenständen und schützender Vegetation. Sein Vorkommen an Wegrändern und Feldrainen erinnert daran, welchen Wert auch schmale und scheinbar unscheinbare Landschaftsstrukturen besitzen.
Wer blütenreiche Säume erhält und Pflegemaßnahmen zeitlich sowie räumlich staffelt, schützt nicht nur das Johanniskraut, sondern zugleich viele weitere Arten unserer Kulturlandschaft.
Aufnahme von Sabinie Schell
- Echtes Johanniskraut am 31.07.2026
Das Echte Jakobskraut im August
Aufnahme von Sabinie Schell
- Echtes Johanniskraut am 31.07.2026
Aktueller Ordner:
Pflanzen
Parallele Themen:
Acker Spark
Ackerminze
Aufrechter Igelkolben
Aufrechter Sauerklee
Augentrost
Büschelschön
Behaarte Karde
Berg Aster
Berg Sandglöckchen
Besenheide
Blutweiderich
Christrose
Drachenkopf
Dreiteiliger-Zweizahn
Echte Goldrute
Echter Rotdorn
Echtes Johanniskraut
Echtes Leinkraut
Einbeere
Färberkamille
Faulbaum
Feinstrahl
Fetthenne
Fransenenzian
Fuchs Kreuzkraut
Gefleckter Aronstab
Gelber Fingerhut
Gemeinder Stechapfel
Gemeiner Efeu
Gewöhnliche Eselsdistel (Onopordum acanthium)
Gewöhnliche Hauhechel
Gewöhnliche Waldrebe
Gewöhnlicher Froschlöffel
Gewöhnlicher Wirbeldost
Giftbeere
Golddistel
Großblütiges Springkraut
Große Brennnessel
Große Klette
Großer Wiesenknopf
Großkelchiges Johanniskraut (Hypericum calycinum)
Heidenelke - Blume des Jahres 2012
Herbstzeitlose
Hexenkraut
Hirse
Hohes Fingerkraut
Hohlzahn
Jungfer im Grünen
Kürbis
Kalk Aster
Kanadische Goldrute
Klatschmohn - Blume des Jahres 2017
Knäul Glockenblume
Knollen Blatterbse
Knotige Braunwurz
Kompass Lattich
Kornblume
Kreuzenzian
Krokus
Maiglöckchen
Mais
Mehlige Königskerze
Milchstern
Nesselblättrige Glockenblume
Nickendes Leimkraut
Polei Minze
Purpurblütiges Leinkraut (Linaria purpurea)
Rainfarn
Raue Gänsedistel
Rauer Sonnenhut (Rudbeckia hirta)
Rossminze
Roter Lein (Linum grandiflorum)
Ruhrkraut
Rundblättriger Sonnentau
Schneebeere
Schwalbenwurzenzian
Schwanenblume ist Blume des Jahres 2014
Schwarzer Nachtschatten
Schwarznessel
Sichelblättriges Hasenohr
Skabiosen Flockenblume
Sonnenblume
Sonnenröschen
Sonnentau
Stechender Hohlzahn
Sumpf Herzblatt
Sumpf Kratzdistel
Sumpf Schafgarbe
Sumpf Storchschnabel
Tabakpflanze
Taubenkropf
Tausendgültenkraut
Teufelsabbiss
Thymian
Topinambur
Trauer-Nachtviole
Vielblütige Weißwurz
Vogel - Wicke
Wald Ziest
Weg-Malve
Weiße Taubnessel (Lamium album)
Wiesen Alant
Wiesen Storchschnabel
Wilde Kugeldistel
Wilde Möhre
Wildtulpen
Wollköpgige Kratzdistel
Zwergschwertlilie
Zwiebel (Allium cepa)















