Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
Sie befinden sich hier:
Pflanzen
>
Früh- und Sommerblüher
>
Zaun Wicke
Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Bild zum Eintrag (1138548-160)
Die  Zaun-Wicke (Vicia sepium) 

  • Am alten Gartenzaun

Ein verwitterter Holzzaun zog sich durch einen kleinen Garten, den schon lange niemand mehr gepflegt hatte. Zwischen den Latten rankte sich eine Pflanze empor, hielt sich mit feinen Ranken fest und streckte ihre zarten, violetten Blüten dem Licht entgegen. Während vieles um sie herum verwilderte oder verschwand, fand sie Halt, wo andere keinen sahen. Still, aber bestimmt eroberte sie ihren Platz – die Zaun-Wicke.

Artbeschreibung der Zaun-Wicke (Vicia sepium)

Die Zaun-Wicke ist eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie ist in Europa weit verbreitet und typisch für naturnahe, strukturreiche Landschaften.

Typische Merkmale:

  • Wuchsform: Kletternde oder niederliegende Pflanze mit verzweigten Ranken
  • Blätter: Gefiedert mit mehreren paarigen Blättchen und einer Endranke
  • Blüten: Violett bis purpurfarben, gelegentlich auch heller, in kleinen Gruppen
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Früchte: Hülsen mit mehreren Samen
  • Wuchshöhe/Länge: Bis zu 1,5 Meter, je nach Kletterhilfe

Eine besondere Eigenschaft der Zaun-Wicke ist ihre Fähigkeit zur Stickstoffbindung. In Symbiose mit Bodenbakterien kann sie Luftstickstoff in pflanzenverfügbare Nährstoffe umwandeln und trägt so zur Bodenverbesserung bei.

Typische Standorte sind Hecken, Waldränder, Wiesen und Zäune – Orte, an denen sie sich festhalten und entfalten kann.

Perspektiven im Wandel von Lebensraum und Klima

Die Zaun-Wicke ist auf strukturreiche Lebensräume angewiesen. Doch genau diese verschwinden zunehmend durch menschliche Nutzung.

Veränderungen im Überblick:

  • Rückgang von Hecken und Feldrainen
  • Vereinheitlichung von Landschaften
  • Verlust von natürlichen Kletterstrukturen

Der Klimawandel bringt zusätzliche Herausforderungen. Mildere Winter können das Wachstum begünstigen, während längere Trockenperioden die Pflanze schwächen. Besonders kritisch ist das Zusammenspiel dieser Faktoren: Wenn Lebensräume ohnehin knapp sind, wirken sich klimatische Extreme stärker aus.

Gleichzeitig beeinflusst der Klimawandel auch die Bestäuber, auf die die Zaun-Wicke angewiesen ist. Verschieben sich Blühzeiten und Insektenaktivität, kann dies die Fortpflanzung beeinträchtigen.

Bedrohung durch den Menschen


Die Zaun-Wicke steht stellvertretend für viele Pflanzen, die von traditionellen Landschaftsstrukturen abhängen.

Zentrale Gefährdungen:

  • Entfernung von Hecken und Zäunen
  • Intensive Landwirtschaft ohne Randstrukturen
  • Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden
  • Flächenversiegelung durch Bauprojekte
  • Verlust von Biodiversität insgesamt

Was früher als selbstverständlich galt – ein Zaun mit rankenden Pflanzen, eine Hecke voller Leben – wird heute oft als „ungepflegt“ betrachtet und entfernt. Damit gehen wichtige Lebensräume verloren.

In der Aufnahme von Dieter Zinßer
  • Leben am Rand – und doch mittendrin
Zaun Wicke
Bild zum Eintrag (1138546-160)
In der Aufnahme von Albert Meier 
  • Zaun-Wicke (Schmetterlingsblütler) (Vicia sepium – Vicia = röm. Pflanzenname; sepium = in Zäunen und Hecken wachsend) .........
Zaun Wicke
Bild zum Eintrag (1138547-160)
In der Aufnahme von Albert Meier 
....– eine von vielen Arten.... Minischlinger wird diese bis über 1,25 Meter hohe Pflanze auch genannt, da die zierlich anmutende Pflanze alles umgreift was sie „zu fassen“ kriegt um sich daran hoch zu schlingen. Wir finden sie gerne in „verwilderten“ Gärten, jedoch auch an Wegrainen. Die Blüten zeigt sie uns von April bis Juli
Aktueller Ordner:
Früh- und Sommerblüher
Parallele Themen:
Bunt - Schwertlilie Wald-Storchschnabel Ährige Teufelskralle Ästiger Igelkolben Österreich- Schwarzwurz Acker Vergissmeinnicht Acker-Gauchheil Acker-Klee Acker-Kratzdistel Acker-Krummhals Ackerminze Adriatische Riemenzunge Arktischer Mohn Bachbunge Beinwell Berg-Klee Blutroter Storchenschnabel Cerastium sp., Hornkraut Christophskraut Diptam Doldiger Milchstern Echter Hopfen Einbeere Feldsalat Flammen-Adonisröschen (Adonis flammea) Frauenmantel Gänsefingerkraut Gefleckte Taubnessel Gelber Blasenstrauch Gelber Eisenhut Gelber Enzian (Gentiana lutea) Gelber Wau Gelbsterne Gemeiner Lein Gewöhnhliche Waldrebe Gewöhnliche Akelei Gewöhnliche Osterluzei Gewöhnliche Pechnelke Gewöhnlicher Erdrauch Große Sternmiere Großer Klappertopf Hasenklee Hauhechel Heidenelke Heil-Ziest Hornklee Kartäuser-Nelke Katzenpfötchen Kleiner Klappertopf Kleiner Wiesenknopf Kleines Immergrün Knolliger Hahnenfuß Knotiger Braunwurz Kohl-Kratzdistel Kornblume Kreuzblümchen Langblättriger Sonnentau Leberblümchen - Blume des Jahres 2013 Lichtnelke Lupine Mädesüß Märzenbecher Maiglöckchen Margerite Mittlerer Wegerich - Plantago media Mohn Moschus Malve Nelkenwurz Nesselseide Orangerotes Habichtskraut Oregano, Wilder Majoran Pfennigkraut Pracht-Nelke Purpur-Sommerwurz Purpurrote Taubnessel Raps Rapunzel-Glockenblume Rossminze Rote Lichtnelke Roter Fingerhut Rundblättriges Wintergrün Schachblume Schattenblume Schlanke Karde (Dipsacus strigosus) Schlitzblättriger Storchschnabel - Geranium dissectum Schwalbenwurz Schwarzer Nachtschatten Seifenkraut Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis) Spitzwegerich Sumpf-Helmkraut Sumpf-Herzblatt Sumpfschafgarbe Türkenbund-Lilie Ufer-Wolfstrapp Vinca major, Großes Immergrün Wald Windröschen Wald-Habichtskraut Waldanemone Waldmeister Wegwarte Weiße Taubnessel Wiesen-Bocksbart Wiesen-Pippau Wiesen-Rot-Klee Wiesensalbei Zaun Wicke