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Großes Granatauge (Erythromma najas)
Großes Granatauge (Erythromma najas)
Das Große Granatauge (Erythromma najas)
Hier zeigt das Bild ein Paar Große Granataugen, das sich in feinen Spinnenfäden verfangen hat. Was auf den ersten Blick fast poetisch wirkt, ist in Wirklichkeit ein Moment stiller Dramatik: Die beiden Libellen hängen gefangen im Netz und werden vermutlich bald der Spinne als Nahrung dienen. Die Szene macht deutlich, wie schmal der Grat zwischen Leben und Tod in der Welt der Insekten ist – und wie unerbittlich, aber zugleich natürlich die Abläufe in einem funktionierenden Ökosystem sind.
Artbeschreibung: Die Große Granatauge
Die Große Granatauge (Erythromma najas) gehört zur Familie der Schlanklibellen und ist eine typische Bewohnerin stehender oder langsam fließender Gewässer. Besonders auffällig sind die leuchtend roten Augen der Männchen, die dieser Art ihren Namen verliehen haben. Der schlanke Körper ist überwiegend dunkel gefärbt und wird von hellen Zeichnungen unterbrochen, während die Weibchen meist etwas unauffälliger erscheinen.
Die Art bevorzugt Gewässer mit ausgedehnter Schwimmblattvegetation, wie etwa Seerosenfelder oder andere Wasserpflanzen. Dort halten sich die Tiere häufig auf niedriger Höhe über der Wasseroberfläche auf. Die Flugzeit reicht in Mitteleuropa meist von Mai bis August. Paarung und Eiablage finden in unmittelbarer Nähe zum Wasser statt, die Entwicklung der Larven erfolgt vollständig im aquatischen Lebensraum.
Ausblick: Eine Art im Spannungsfeld der Veränderungen
Begegnungen wie die auf dem Bild festgehaltene zeigen, dass natürliche Feinde – wie Spinnen – zum Alltag der Großen Granatauge gehören. Solche Verluste sind Teil eines gesunden ökologischen Gleichgewichts. Weitaus schwerwiegender für die Zukunft der Art sind jedoch die vom Menschen verursachten Veränderungen ihres Lebensraums.
Der Verlust geeigneter Gewässer, die Verschlechterung der Wasserqualität sowie der Rückgang von Wasserpflanzen setzen der Großen Granatauge zunehmend zu. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels: Häufigere Trockenphasen, steigende Temperaturen und extreme Wetterereignisse verändern viele Lebensräume dauerhaft. Ob die Art sich langfristig behaupten kann, hängt davon ab, ob ausreichend naturnahe Gewässer erhalten und neu geschaffen werden. Der Schutz solcher Lebensräume kommt nicht nur der Großen Granatauge zugute, sondern einer Vielzahl weiterer Tier- und Pflanzenarten.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Zwischen Schönheit und Vergänglichkeit – ein flüchtiger Moment
Hier zeigt das Bild ein Paar Große Granataugen, das sich in feinen Spinnenfäden verfangen hat. Was auf den ersten Blick fast poetisch wirkt, ist in Wirklichkeit ein Moment stiller Dramatik: Die beiden Libellen hängen gefangen im Netz und werden vermutlich bald der Spinne als Nahrung dienen. Die Szene macht deutlich, wie schmal der Grat zwischen Leben und Tod in der Welt der Insekten ist – und wie unerbittlich, aber zugleich natürlich die Abläufe in einem funktionierenden Ökosystem sind.
Artbeschreibung: Die Große Granatauge
Die Große Granatauge (Erythromma najas) gehört zur Familie der Schlanklibellen und ist eine typische Bewohnerin stehender oder langsam fließender Gewässer. Besonders auffällig sind die leuchtend roten Augen der Männchen, die dieser Art ihren Namen verliehen haben. Der schlanke Körper ist überwiegend dunkel gefärbt und wird von hellen Zeichnungen unterbrochen, während die Weibchen meist etwas unauffälliger erscheinen.
Die Art bevorzugt Gewässer mit ausgedehnter Schwimmblattvegetation, wie etwa Seerosenfelder oder andere Wasserpflanzen. Dort halten sich die Tiere häufig auf niedriger Höhe über der Wasseroberfläche auf. Die Flugzeit reicht in Mitteleuropa meist von Mai bis August. Paarung und Eiablage finden in unmittelbarer Nähe zum Wasser statt, die Entwicklung der Larven erfolgt vollständig im aquatischen Lebensraum.
Ausblick: Eine Art im Spannungsfeld der Veränderungen
Begegnungen wie die auf dem Bild festgehaltene zeigen, dass natürliche Feinde – wie Spinnen – zum Alltag der Großen Granatauge gehören. Solche Verluste sind Teil eines gesunden ökologischen Gleichgewichts. Weitaus schwerwiegender für die Zukunft der Art sind jedoch die vom Menschen verursachten Veränderungen ihres Lebensraums.
Der Verlust geeigneter Gewässer, die Verschlechterung der Wasserqualität sowie der Rückgang von Wasserpflanzen setzen der Großen Granatauge zunehmend zu. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels: Häufigere Trockenphasen, steigende Temperaturen und extreme Wetterereignisse verändern viele Lebensräume dauerhaft. Ob die Art sich langfristig behaupten kann, hängt davon ab, ob ausreichend naturnahe Gewässer erhalten und neu geschaffen werden. Der Schutz solcher Lebensräume kommt nicht nur der Großen Granatauge zugute, sondern einer Vielzahl weiterer Tier- und Pflanzenarten.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Ein Paar Große Granataugen, das sich in feinen Spinnenfäden verfangen hat ... inmitten des Paarungsspiels in den vielfach Gefahren ausgeblendet werden.
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