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Westliche Honigbiene (Apis mellifera)
Westliche Honigbiene (Apis mellifera)
Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera)
Die Morgensonne liegt noch flach über der Wiese, als sich eine einzelne Honigbiene aus dem Dunkel des Bienenstocks löst. Zum ersten Mal verlässt sie den schützenden Raum, in dem sie geschlüpft ist. Zögernd, dann immer sicherer, zieht sie ihre Kreise in der Luft. Der Duft von Blüten weist ihr den Weg. Was für sie ein alltäglicher Flug ist, steht sinnbildlich für ein fein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Insekt, Pflanze und Landschaft – ein Zusammenspiel, das zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät.
Artbeschreibung
Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) gehört zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und zur Familie der Echten Bienen (Apidae). Sie ist eine staatenbildende Insektenart und lebt in komplex organisierten Völkern, die aus einer Königin, mehreren tausend Arbeiterinnen und – je nach Jahreszeit – Drohnen bestehen.
Honigbienen zeichnen sich durch ihren behaarten Körper, die deutlich ausgeprägten Sammelstrukturen an den Hinterbeinen und ihre ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit aus. Über den sogenannten Schwänzeltanz teilen sie ihren Artgenossinnen Informationen über Nahrungsquellen mit. Ihre Ernährung besteht überwiegend aus Nektar und Pollen, aus denen sie Honig herstellen – eine wichtige Energiequelle für das Volk.
Apis mellifera ist ursprünglich in Europa, Afrika und Teilen Westasiens heimisch und wurde durch den Menschen weltweit verbreitet. Neben ihrer Bedeutung als Honiglieferant ist sie vor allem als Bestäuberin von zentraler ökologischer und wirtschaftlicher Relevanz.
Lebensraumveränderung und Klimawandel – eine unsichere Zukunft
Die Lebensbedingungen der Westlichen Honigbiene haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Strukturreiche Landschaften, vielfältige Blühangebote und kontinuierliche Nahrungsquellen sind vielerorts zurückgegangen. Intensiv genutzte Agrarflächen, der Verlust von Wiesen, Hecken und Feldrainen sowie monotone Anbauformen schränken das Nahrungsangebot stark ein.
Der Klimawandel verstärkt diese Problematik zusätzlich. Frühere Blühzeiten, längere Trockenphasen und extreme Wetterereignisse bringen den fein abgestimmten Jahresrhythmus der Honigbienen durcheinander. Wenn Pflanzen bereits verblüht sind, bevor ein Volk seine volle Sammelstärke erreicht, entstehen Versorgungslücken. Hitzeperioden belasten die Völker, während milde Winter den natürlichen Ruhephasen entgegenwirken.
Hinzu kommen Krankheiten, Parasiten und ein insgesamt steigender Stresslevel für die Tiere. Auch wenn die Westliche Honigbiene durch menschliche Betreuung vergleichsweise präsent ist, gilt sie zunehmend als Indikatorart für den Zustand unserer Kulturlandschaft. Ihre Entwicklung spiegelt wider, wie stark ökologische Zusammenhänge unter Druck geraten sind.
Der langfristige Erhalt der Art ist daher untrennbar mit einer vielfältigen, klimaresilienten und naturnahen Landschaft verbunden. Der Schutz von Blühflächen, eine angepasste Landnutzung und ein bewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen kommen nicht nur der Honigbiene zugute, sondern dem gesamten Ökosystem.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Eine kurze Geschichte vom ersten Flug
Die Morgensonne liegt noch flach über der Wiese, als sich eine einzelne Honigbiene aus dem Dunkel des Bienenstocks löst. Zum ersten Mal verlässt sie den schützenden Raum, in dem sie geschlüpft ist. Zögernd, dann immer sicherer, zieht sie ihre Kreise in der Luft. Der Duft von Blüten weist ihr den Weg. Was für sie ein alltäglicher Flug ist, steht sinnbildlich für ein fein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Insekt, Pflanze und Landschaft – ein Zusammenspiel, das zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät.
Artbeschreibung
Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) gehört zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und zur Familie der Echten Bienen (Apidae). Sie ist eine staatenbildende Insektenart und lebt in komplex organisierten Völkern, die aus einer Königin, mehreren tausend Arbeiterinnen und – je nach Jahreszeit – Drohnen bestehen.
Honigbienen zeichnen sich durch ihren behaarten Körper, die deutlich ausgeprägten Sammelstrukturen an den Hinterbeinen und ihre ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit aus. Über den sogenannten Schwänzeltanz teilen sie ihren Artgenossinnen Informationen über Nahrungsquellen mit. Ihre Ernährung besteht überwiegend aus Nektar und Pollen, aus denen sie Honig herstellen – eine wichtige Energiequelle für das Volk.
Apis mellifera ist ursprünglich in Europa, Afrika und Teilen Westasiens heimisch und wurde durch den Menschen weltweit verbreitet. Neben ihrer Bedeutung als Honiglieferant ist sie vor allem als Bestäuberin von zentraler ökologischer und wirtschaftlicher Relevanz.
Lebensraumveränderung und Klimawandel – eine unsichere Zukunft
Die Lebensbedingungen der Westlichen Honigbiene haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Strukturreiche Landschaften, vielfältige Blühangebote und kontinuierliche Nahrungsquellen sind vielerorts zurückgegangen. Intensiv genutzte Agrarflächen, der Verlust von Wiesen, Hecken und Feldrainen sowie monotone Anbauformen schränken das Nahrungsangebot stark ein.
Der Klimawandel verstärkt diese Problematik zusätzlich. Frühere Blühzeiten, längere Trockenphasen und extreme Wetterereignisse bringen den fein abgestimmten Jahresrhythmus der Honigbienen durcheinander. Wenn Pflanzen bereits verblüht sind, bevor ein Volk seine volle Sammelstärke erreicht, entstehen Versorgungslücken. Hitzeperioden belasten die Völker, während milde Winter den natürlichen Ruhephasen entgegenwirken.
Hinzu kommen Krankheiten, Parasiten und ein insgesamt steigender Stresslevel für die Tiere. Auch wenn die Westliche Honigbiene durch menschliche Betreuung vergleichsweise präsent ist, gilt sie zunehmend als Indikatorart für den Zustand unserer Kulturlandschaft. Ihre Entwicklung spiegelt wider, wie stark ökologische Zusammenhänge unter Druck geraten sind.
Der langfristige Erhalt der Art ist daher untrennbar mit einer vielfältigen, klimaresilienten und naturnahen Landschaft verbunden. Der Schutz von Blühflächen, eine angepasste Landnutzung und ein bewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen kommen nicht nur der Honigbiene zugute, sondern dem gesamten Ökosystem.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Biene auf violetter Aster
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