Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)
Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)
An einem warmen Spätsommertag liegt ein kleiner Waldteich still zwischen Erlen und Weiden. Nur das leise Rascheln der Blätter ist zu hören. Dann schneidet ein schimmernder Schatten durch die Luft. In schnellem Flug zieht eine Libelle über die Wasseroberfläche, wendet abrupt und bleibt für einen Augenblick scheinbar reglos in der Luft stehen. Das Sonnenlicht lässt blaue und grüne Zeichnungen auf ihrem Körper aufleuchten. Wenige Sekunden später ist sie wieder zwischen Uferpflanzen und Lichtflecken verschwunden. Solche Begegnungen wirken flüchtig – und doch erzählen sie von einer Tierart, die eng an das Zusammenspiel von Wasser, Vegetation und Jahreszeiten gebunden ist.
Artbeschreibung
Die Blaugrüne Mosaikjungfer gehört zu den großen heimischen Libellenarten. Mit einer Körperlänge von etwa sieben bis acht Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu elf Zentimetern ist sie eine auffällige Erscheinung an Gewässern.
Charakteristisch ist die mosaikartige Zeichnung des Hinterleibs. Bei den Männchen leuchten kräftige blaue und grüne Flecken, während Weibchen meist überwiegend grüne Zeichnungen tragen. Die großen Facettenaugen ermöglichen ein sehr weites Blickfeld – eine wichtige Voraussetzung für die Jagd im Flug.
Die Art ist eine geschickte Luftjägerin. Sie erbeutet Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten direkt im Flug. Häufig ist sie entlang von Teichrändern, in Waldlichtungen oder über kleineren Stillgewässern zu beobachten.
Die Larven entwickeln sich im Wasser. Dort leben sie oft über mehrere Jahre zwischen Wasserpflanzen, Laub und Bodensediment. Als räuberische Larven ernähren sie sich von kleinen Wassertieren, Kaulquappen und Insektenlarven. Damit ist die Blaugrüne Mosaikjungfer sowohl im Wasser als auch in der Luft Teil komplexer Nahrungsketten.
Lebensraum im Wandel
Die Blaugrüne Mosaikjungfer besiedelt bevorzugt strukturreiche, pflanzenreiche Stillgewässer. Dazu gehören Waldteiche, Weiher, naturnahe Gartengewässer, Altarme und ruhige Uferzonen. Wichtig sind Bereiche mit Wasserpflanzen, beschatteten Randzonen und ausreichend flachen Uferstrukturen.
Viele dieser Lebensräume haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Gewässerverfüllung, Uferbefestigung, intensive Pflege, Nährstoffeinträge und der Verlust natürlicher Ufervegetation können die ökologischen Bedingungen deutlich verschlechtern.
Besonders problematisch ist der Verlust strukturreicher Übergangsbereiche zwischen Wasser und Land. Gerade dort entwickeln sich Larven, ruhen adulte Tiere und finden viele Insekten Nahrung und Schutz.
Perspektive im Zeichen des Klimawandels
Der Klimawandel verändert Wasserstände, Temperaturverläufe und den jahreszeitlichen Rhythmus vieler Gewässer. Längere Trockenperioden können dazu führen, dass kleine Teiche und flache Uferzonen zeitweise austrocknen. Dadurch gehen wichtige Entwicklungsräume für Larven verloren.
Steigende Wassertemperaturen verändern zudem die Artenzusammensetzung im Gewässer. Sauerstoffgehalt, Pflanzenentwicklung und Nahrungsverfügbarkeit können sich verschieben. In manchen Regionen können wärmere Bedingungen zwar eine längere Aktivitätsperiode ermöglichen, gleichzeitig erhöhen sie aber die Empfindlichkeit gegenüber Trockenjahren und extremen Wetterlagen.
Für die Blaugrüne Mosaikjungfer wird deshalb entscheidend sein, dass Gewässerlandschaften vielfältig und miteinander vernetzt bleiben. Wo naturnahe Ufer, unterschiedliche Wassertiefen und ein Mosaik aus offenen und beschatteten Bereichen erhalten bleiben, steigen die Chancen auf stabile Bestände.
Bedrohungen
Zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren der Blaugrünen Mosaikjungfer gehören:
Naturschutz für Libellen bedeutet deshalb vor allem, vielfältige Gewässer mit naturnahen Randstrukturen zu erhalten. Schon kleine Teiche, Waldgewässer und extensiv gepflegte Feuchtflächen können wertvolle Rückzugsräume sein.
Aufnahme von Dieter Zinßer
An einem warmen Spätsommertag liegt ein kleiner Waldteich still zwischen Erlen und Weiden. Nur das leise Rascheln der Blätter ist zu hören. Dann schneidet ein schimmernder Schatten durch die Luft. In schnellem Flug zieht eine Libelle über die Wasseroberfläche, wendet abrupt und bleibt für einen Augenblick scheinbar reglos in der Luft stehen. Das Sonnenlicht lässt blaue und grüne Zeichnungen auf ihrem Körper aufleuchten. Wenige Sekunden später ist sie wieder zwischen Uferpflanzen und Lichtflecken verschwunden. Solche Begegnungen wirken flüchtig – und doch erzählen sie von einer Tierart, die eng an das Zusammenspiel von Wasser, Vegetation und Jahreszeiten gebunden ist.
Artbeschreibung
Die Blaugrüne Mosaikjungfer gehört zu den großen heimischen Libellenarten. Mit einer Körperlänge von etwa sieben bis acht Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu elf Zentimetern ist sie eine auffällige Erscheinung an Gewässern.
Charakteristisch ist die mosaikartige Zeichnung des Hinterleibs. Bei den Männchen leuchten kräftige blaue und grüne Flecken, während Weibchen meist überwiegend grüne Zeichnungen tragen. Die großen Facettenaugen ermöglichen ein sehr weites Blickfeld – eine wichtige Voraussetzung für die Jagd im Flug.
Die Art ist eine geschickte Luftjägerin. Sie erbeutet Mücken, Fliegen und andere kleine Insekten direkt im Flug. Häufig ist sie entlang von Teichrändern, in Waldlichtungen oder über kleineren Stillgewässern zu beobachten.
Die Larven entwickeln sich im Wasser. Dort leben sie oft über mehrere Jahre zwischen Wasserpflanzen, Laub und Bodensediment. Als räuberische Larven ernähren sie sich von kleinen Wassertieren, Kaulquappen und Insektenlarven. Damit ist die Blaugrüne Mosaikjungfer sowohl im Wasser als auch in der Luft Teil komplexer Nahrungsketten.
Lebensraum im Wandel
Die Blaugrüne Mosaikjungfer besiedelt bevorzugt strukturreiche, pflanzenreiche Stillgewässer. Dazu gehören Waldteiche, Weiher, naturnahe Gartengewässer, Altarme und ruhige Uferzonen. Wichtig sind Bereiche mit Wasserpflanzen, beschatteten Randzonen und ausreichend flachen Uferstrukturen.
Viele dieser Lebensräume haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Gewässerverfüllung, Uferbefestigung, intensive Pflege, Nährstoffeinträge und der Verlust natürlicher Ufervegetation können die ökologischen Bedingungen deutlich verschlechtern.
Besonders problematisch ist der Verlust strukturreicher Übergangsbereiche zwischen Wasser und Land. Gerade dort entwickeln sich Larven, ruhen adulte Tiere und finden viele Insekten Nahrung und Schutz.
Perspektive im Zeichen des Klimawandels
Der Klimawandel verändert Wasserstände, Temperaturverläufe und den jahreszeitlichen Rhythmus vieler Gewässer. Längere Trockenperioden können dazu führen, dass kleine Teiche und flache Uferzonen zeitweise austrocknen. Dadurch gehen wichtige Entwicklungsräume für Larven verloren.
Steigende Wassertemperaturen verändern zudem die Artenzusammensetzung im Gewässer. Sauerstoffgehalt, Pflanzenentwicklung und Nahrungsverfügbarkeit können sich verschieben. In manchen Regionen können wärmere Bedingungen zwar eine längere Aktivitätsperiode ermöglichen, gleichzeitig erhöhen sie aber die Empfindlichkeit gegenüber Trockenjahren und extremen Wetterlagen.
Für die Blaugrüne Mosaikjungfer wird deshalb entscheidend sein, dass Gewässerlandschaften vielfältig und miteinander vernetzt bleiben. Wo naturnahe Ufer, unterschiedliche Wassertiefen und ein Mosaik aus offenen und beschatteten Bereichen erhalten bleiben, steigen die Chancen auf stabile Bestände.
Bedrohungen
Zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren der Blaugrünen Mosaikjungfer gehören:
- Verlust naturnaher Stillgewässer und Kleingewässer
- Verfüllung, Entwässerung und bauliche Veränderung von Uferbereichen
- Nährstoffeinträge und Verschlechterung der Wasserqualität
- Rückgang von Wasserpflanzen und strukturreicher Ufervegetation
- Austrocknung flacher Gewässer infolge längerer Trockenperioden
- zunehmende Wetterextreme durch den Klimawandel
Naturschutz für Libellen bedeutet deshalb vor allem, vielfältige Gewässer mit naturnahen Randstrukturen zu erhalten. Schon kleine Teiche, Waldgewässer und extensiv gepflegte Feuchtflächen können wertvolle Rückzugsräume sein.
Aufnahme von Dieter Zinßer















