Kammolch 2017
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Nördlicher Kammmolch (Triturus cristatus) - 2026
Der Nördliche Kammmolch (Triturus cristatus)
Ein warmer Frühlingsregen hatte die Luft über der kleinen Senke am Waldrand erfüllt. Zwischen frischen Gräsern und jungen Weidenzweigen schimmerte ein flacher Tümpel. Unter der Wasseroberfläche bewegte sich lautlos ein dunkler Körper. Mit elegantem Schlag seines seitlich abgeflachten Schwanzes glitt ein Kammmolch durch das klare Wasser. Sein gezackter Rückenkamm stand im Licht wie eine kleine Krone. Für die meisten Menschen blieb dieser Moment verborgen – doch für den Molch begann gerade die wichtigste Zeit des Jahres: die Fortpflanzungszeit.
Artbeschreibung
Der Nördliche Kammmolch ist die größte in Mitteleuropa vorkommende Molchart und gehört zur Familie der Echten Salamander (Salamandridae). Erwachsene Tiere erreichen eine Länge von etwa 12 bis 18 Zentimetern. Auffällig ist die dunkle, meist schwarzbraune Oberseite mit warziger Haut. Die Bauchseite ist gelb bis orange gefärbt und trägt ein individuelles schwarzes Fleckenmuster – vergleichbar mit einem Fingerabdruck.
Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr entwickeln die Männchen ihren charakteristischen, gezackten Rückenkamm, der vom Kopf bis zum Schwanz verläuft. Diese Phase verbringen die Tiere im Wasser. Nach der Paarungszeit wandern sie in ihre Landlebensräume ab.
Typische Lebensräume sind:
Die Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, Schnecken und anderen kleinen Wirbellosen. Als Amphibie spielt der Kammmolch eine wichtige Rolle im Ökosystem und ist ein Indikator für naturnahe, gut vernetzte Lebensräume.
Perspektiven im Wandel: Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Zukunft des Nördlichen Kammmolchs ist eng mit dem Zustand seiner Gewässer verbunden. Viele seiner Fortpflanzungsgewässer sind in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden oder stark verändert worden.
Der Klimawandel verschärft die Situation:
Gleichzeitig können extreme Wetterereignisse wie Starkregen Laich und Larven gefährden. Ohne ausreichend dauerhaft wasserführende, aber fischfreie Gewässer wird die erfolgreiche Fortpflanzung zunehmend schwieriger. Dennoch zeigt der Kammmolch eine gewisse Anpassungsfähigkeit – vorausgesetzt, geeignete Gewässer werden erhalten, neu angelegt und miteinander vernetzt.
Bedrohung durch den Menschen
Der größte Einfluss auf die Bestände des Nördlichen Kammmolchs geht vom Menschen aus. Zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren zählen:
Verlust von Kleingewässern
Durch Entwässerung, Bebauung oder landwirtschaftliche Nutzung verschwinden wichtige Laichgewässer.
Eintrag von Fischen
Besatzmaßnahmen in kleinen Gewässern führen häufig dazu, dass Eier und Larven gefressen werden.
Intensive Landwirtschaft
Pestizide und Nährstoffeinträge verschlechtern die Wasserqualität und beeinträchtigen die Nahrungsgrundlage.
Zerschneidung der Landschaft
Straßen und Siedlungen behindern Wanderbewegungen zwischen Wasser- und Landlebensräumen.
Lebensraumverarmung an Land
Das Entfernen von Hecken, Totholz und Saumstrukturen reduziert wichtige Versteck- und Überwinterungsplätze.
Schutzmaßnahmen wie die Anlage neuer Tümpel, der Verzicht auf Fischbesatz, extensivere Landnutzung und Amphibienleiteinrichtungen an Straßen tragen entscheidend zum Erhalt der Art bei.
In der Aufnahme
Ein warmer Frühlingsregen hatte die Luft über der kleinen Senke am Waldrand erfüllt. Zwischen frischen Gräsern und jungen Weidenzweigen schimmerte ein flacher Tümpel. Unter der Wasseroberfläche bewegte sich lautlos ein dunkler Körper. Mit elegantem Schlag seines seitlich abgeflachten Schwanzes glitt ein Kammmolch durch das klare Wasser. Sein gezackter Rückenkamm stand im Licht wie eine kleine Krone. Für die meisten Menschen blieb dieser Moment verborgen – doch für den Molch begann gerade die wichtigste Zeit des Jahres: die Fortpflanzungszeit.
Artbeschreibung
Der Nördliche Kammmolch ist die größte in Mitteleuropa vorkommende Molchart und gehört zur Familie der Echten Salamander (Salamandridae). Erwachsene Tiere erreichen eine Länge von etwa 12 bis 18 Zentimetern. Auffällig ist die dunkle, meist schwarzbraune Oberseite mit warziger Haut. Die Bauchseite ist gelb bis orange gefärbt und trägt ein individuelles schwarzes Fleckenmuster – vergleichbar mit einem Fingerabdruck.
Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr entwickeln die Männchen ihren charakteristischen, gezackten Rückenkamm, der vom Kopf bis zum Schwanz verläuft. Diese Phase verbringen die Tiere im Wasser. Nach der Paarungszeit wandern sie in ihre Landlebensräume ab.
Typische Lebensräume sind:
- Fischfreie, sonnige Stillgewässer wie Tümpel, Weiher oder Gräben
- Strukturreiche Umgebung mit Wiesen, Hecken und Gehölzen
- Versteckmöglichkeiten an Land, etwa unter Totholz, Steinen oder in Erdhöhlen
Die Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, Schnecken und anderen kleinen Wirbellosen. Als Amphibie spielt der Kammmolch eine wichtige Rolle im Ökosystem und ist ein Indikator für naturnahe, gut vernetzte Lebensräume.
Perspektiven im Wandel: Lebensraumveränderung und Klimawandel
Die Zukunft des Nördlichen Kammmolchs ist eng mit dem Zustand seiner Gewässer verbunden. Viele seiner Fortpflanzungsgewässer sind in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden oder stark verändert worden.
Der Klimawandel verschärft die Situation:
- Längere Trockenperioden lassen Kleingewässer frühzeitig austrocknen.
- Höhere Temperaturen beeinflussen die Wasserqualität und Sauerstoffverhältnisse.
- Verschobene Niederschlagsmuster können die Fortpflanzungszeit stören.
Gleichzeitig können extreme Wetterereignisse wie Starkregen Laich und Larven gefährden. Ohne ausreichend dauerhaft wasserführende, aber fischfreie Gewässer wird die erfolgreiche Fortpflanzung zunehmend schwieriger. Dennoch zeigt der Kammmolch eine gewisse Anpassungsfähigkeit – vorausgesetzt, geeignete Gewässer werden erhalten, neu angelegt und miteinander vernetzt.
Bedrohung durch den Menschen
Der größte Einfluss auf die Bestände des Nördlichen Kammmolchs geht vom Menschen aus. Zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren zählen:
Verlust von Kleingewässern
Durch Entwässerung, Bebauung oder landwirtschaftliche Nutzung verschwinden wichtige Laichgewässer.
Eintrag von Fischen
Besatzmaßnahmen in kleinen Gewässern führen häufig dazu, dass Eier und Larven gefressen werden.
Intensive Landwirtschaft
Pestizide und Nährstoffeinträge verschlechtern die Wasserqualität und beeinträchtigen die Nahrungsgrundlage.
Zerschneidung der Landschaft
Straßen und Siedlungen behindern Wanderbewegungen zwischen Wasser- und Landlebensräumen.
Lebensraumverarmung an Land
Das Entfernen von Hecken, Totholz und Saumstrukturen reduziert wichtige Versteck- und Überwinterungsplätze.
Schutzmaßnahmen wie die Anlage neuer Tümpel, der Verzicht auf Fischbesatz, extensivere Landnutzung und Amphibienleiteinrichtungen an Straßen tragen entscheidend zum Erhalt der Art bei.
In der Aufnahme
- Vom Verkehrstod gerettet - auf der Wanderung zum Laichgewässer befindliches Kammmolchmännchen
Aktueller Ordner:
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