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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Pandemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

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Natur meets Technology®
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Natur meets Technology®

18/19.06.2021

Markersbach-Raschau/Sachsen. Artenschutz in Franken®, die Kita "Löwenzahn" und der Jugendhilfeverbund Erzgebirge - Kinderarche gGmbH engagieren sich  in hoch modernen Form für die Erhaltung der Artenvielfalt und der Vermittlung von lebendigen Umweltbildungseinheiten. Unterstützt werden wir dabei von der Deutschen Postcode Lotterie.


In der Aufnahme
  • In der 23 KW 2021 wurden die Arbeitseinsätze zur Einbringung der Trägerkonsole, des Blitzschutzes sowie der elektrischen Vorkomponenten auf den Weg gebracht. Dabei zeigten sich die Witterungsverhältnisse als zusätzliche Herausforderung.
Artenschutz in Franken®  
Die Wilden Bienchen des Bauernhofkindergartens Lindenbaum im BR
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Die Wilden Bienchen des Bauernhofkindergartens Lindenbaum

17/18.06.2021

  • Filmbeitrag zum Bauernhofkindergarten in Bruckmühl - Bayerischer Rundfunk - unter dem Titel  ...  "Wir in Bayern" -Wachsen im Kontakt mit Natur und Tier
    Bauernhofkindergarten

Bayern. Im vergangenen November wurde das Projekt "Deutschlands Wilde Bienchen" in der Bauernhofkita Lindenbaum in Bruckmühl auf den Weg gebracht.

Ziel soll es sein konkreten Artenschutz und lebendige Umweltbildung auf den Weg zu bringen. So der Ansatz den  Artenschutz in Franken® und der Bauernhofkindergarten Lindenbaum hier gemeinsam anstreben.

Der Bayerische Rundfunk konnte der Einrichtung von wenigen Tagen einen Besuch abstatten und interessante Eindrücke vermitteln. Der Bericht dauert etwa 6 Minuten.



In der Aufnahme

  • Annerose Ettenhuber bringt das Thema Wildbiene ganz nahe an die Buben und Mädchen heran. Staatenlose Wildbienenarten welche wir in diesem Projekt ausnahmslos ansprechen sind nach unserer Auffassung ganz hervorragend geeignet Artenschutz und Umweltbildung an die nächste Generation heranzuführen.
Artenschutz in Franken®  
Rindenspringspinne - Marpissa muscosa
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Rindenspringspinne - Marpissa muscosa

17/18.06.2021

Springspinnen sind die perfekten Jäger mit exzellentem Sehvermögen und einem Gesichtsfeld von fast 300 Grad! Sie besitzen die Fähigkeit über weite Strecken exakt zu springen. Vor dem Sprung  erzeugen die Spinnen in ihren beiden hinteren Beinpaaren einen Überdruck, der das blitzschnelle Strecken der Beine erlaubt. Damit können sie  bis zum 20fachen ihrer Körperlänge überspringen. Sie können ihre Sprungbahn so genau berechnen, dass selten ein Sprung daneben geht. Bevor die Spinne abspringt, befestigt sie einen Spinnfaden.
Bei verfehlen der Beute, verbunden mit einem Absturz, wird die Spinne von dem Faden gehalten und kann sich wieder hinaufziehen.Das seidene Garn der Spinnen, welches nur ein Tausendstel eines Millimeters misst, ist fünf Mal so stark als Stahl der gleichen
Dicke und kann sich auf die vierfache Länge ausdehnen.

Das Weibchen kann vom Männchen an einer unter den Augen liegende breite orange- bräunichefarbene Binde unterschieden werden.
 
  • Körperlänge etwa 8,0 mm.

Autor und Aufnahme
Willibald Lang
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Stele der Biodiversität Triefenbach
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Stele der Biodiversität Triefenbach

17/18.06.2021

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und einem Privateigentümer, das von der Gemeinde Lisberg der Deutschen Postcode Lotterie und der Steuerkanzlei Bauerfeind aus München unterstützt wird.

Bayern.
Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Industriekamine gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt. Das Projekt setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.


In der Aufnahme

  • Einige Eindrücke des Making of zur Gestaltung des Wildbienenlebensraums haben wir beigefügt.
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Lebensraum für Bestäuberinsekten verbessern
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Lebensraum für Bestäuberinsekten verbessern

16/17.06.2021

  • Forschende untersuchen, wie Bäume und Sträucher Agrarsysteme aufwerten können

Freiburg, Der Rückgang von Bestäuberinsekten ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass in intensiv genutzten Agrarlandschaften Bäume und Sträucher fehlen. Ein Team um Dr. Christopher Morhart und Prof. Dr. Thomas Seifert von der Professur für Waldwachstum und Dendroökologie der Universität Freiburg untersucht deshalb im Rahmen des Projektes INTEGRA, wie sich Bäume und Sträucher auf landwirtschaftlichen Flächen als Lebensraum für bestäubende Insekten eignen.

Zusammen mit Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein und Dr. Felix Fornoff von der Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie, Juniorprofessorin Dr. Cathrin Zengerling von der Professur für Transformation zu nachhaltigen Energiesystemen sowie Dr. Sebastian Gayler vom Institut für Bodenkunde und Standortslehre der Universität Hohenheim erfassen die Forschenden, welches Blüh- und Nistplatzangebot verschiedene Bäume und Sträucher über das Jahr verteilt bieten. Ihre Ergebnisse werden die Grundlage sein für ein frei verfügbares Softwaretool, um Agrarsysteme neu zu planen.

Schutz der Bestäuberinsekten optimal umsetzen

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren Nebeneffekte und Interaktionen zwischen Bäumen und Sträuchern auf der einen und den landwirtschaftlichen Feldfrüchten auf der anderen Seite. Dabei berücksichtigen die Wissenschaftler verschiedene Aspekte, zum Beispiel wie Bäume das Lichtregime beeinflussen oder wie die Kohlenstoffspeicherung in den Bäumen abläuft. Mit Hilfe ökophysiologischer Modelle, die auch das Pflanzenwachstum einbeziehen, werden diese Interaktionen in der Folge quantifiziert und bilden mit den gesamten zuvor skizzierten Erkenntnisse die Grundlage für eine räumlich hoch aufgelöste Modellierung des Gesamtsystems.

Auf Basis dieser Modellierungsergebnisse entwickeln die Forschenden ein frei verfügbares Softwaretool zur räumlichen Planung der Habitateigenschaften von Agrarsystemen. Das Softwaretool integriert bereits vorhandenes und im Projekt neu erarbeitetes Wissen über das Einbringen von Bäumen und Sträuchern in die Agrarlandschaft, um ein ganzjähriges diverses Nahrungsangebot für typische Bestäuberinsekten wie Honigbienen, Solitärbienen, Hummeln oder Schwebfliegen sicherzustellen sowie das Nistplatzangebot zu optimieren. Das Softwaretool soll es Landwirtinnen und Landwirten ebenso wie Landschaftsplanerinnen und Landschaftsplanern sowie Behörden ermöglichen, Bäume und Sträucher virtuell räumlich anzuordnen und den Effekt auf die Bestäuberinsekten hinsichtlich der Eignung der Flächen als Lebensraum für bestäubende Insekten zu quantifizieren. So können die Nutzerinnen und Nutzer des Tools den Schutz und die Förderung der Bestäuberinsekten auf den Flächen planen und in der Folge optimal umsetzen.

Rechtlicher Rahmen für Agroforstsysteme

Neben den naturwissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich die Forschenden im Projekt INTEGRA darauf, den Rechtsrahmen für die durch die Integration von Bäumen und Sträuchern in landwirtschaftliche Systeme entstehenden kombinierten Anbausysteme, so genannte Agroforstsysteme, zu überarbeiten. „Da in diesem Bereich noch erhebliche Lücken bestehen, bildet die Prüfung und Erarbeitung einer rechtlichen Einordnung für eine Förderung dieser Systeme, einen elementaren Bestandteil des Projektes“, erklärt Morhart. In dem neu entwickelten Tool sollen die rechtlichen Rahmenvorschriften und eventuelle Fördermöglichkeiten ebenso integriert werden, so dass diese während des Planungsvorganges bereits hinterlegt sind und mitberücksichtigt werden können.

 
Quelle
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Universität Freiburg
Friedrichstraße 39
79098 Freiburg
11.06.2021  


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung.Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Anthomyia pluvialis complex female

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Hessen fordert mehr Tierschutz für Puten
Hessen fordert mehr Tierschutz für Puten

16/17.06.2021

Agrarministerkonferenz beschließt heute Antrag aus Hessen und Brandenburg zu einer Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung


„In Deutschland werden pro Jahr etwa 35 Millionen Puten geschlachtet. Trotzdem gibt es keine spezifischen rechtsverbindlichen Mindeststandards für die Putenhaltung in Deutschland. Das führt teilweise zu erheblichen Tierschutzproblemen.

Im Sinne des Tierschutzes müssen solche spezifischen Mindestanforderungen endlich verbindlich festgelegt werden. Heute haben sich die Agrarministerinnen und –minister der Länder einstimmig dafür ausgesprochen die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung um einen Abschnitt zur Mastputenhaltung zu ergänzen und das Bundeslandwirtschaftsministerium aufgefordert schnellstens Vorschläge für rechtlich verbindliche Regelungen vorzulegen.

Dabei müssen die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt werden. Außerdem soll diese Regelung eine Frist für den Ausstieg aus dem Schnabelkürzen vorsehen. Wir fordern die Bundesregierung auch auf, sich aktiv für die Verankerung von Mindestanforderungen an die Putenhaltung im EU-Recht einzusetzen.

Damit tierschutzgerechte Haltungsbedingungen überall umgesetzt werden können, muss die Bundeslandwirtschaftsministerin jetzt aktiv werden,“ forderte Hessens Umweltministerin Priska Hinz.


Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
11.06.2021

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... Perspektive von Luchsen in Thüringen ...
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Siegesmund: „Die Wiederausbreitung im Thüringer Teil des Südharzes und im Eichsfeld ist ein toller Erfolg des Artenschutzes“ Artenschutz: Umweltministerium, BUND und WWF informieren über Perspektive von Luchsen in Thüringen

16/17.06.2021

Zum Internationalen Tags des Luchses am 11. Juni stellt Umweltministerin Siegesmund mit dem BUND Thüringen
und den Universitäten Göttingen und Freiburg die Ergebnisse des Forschungsprojektes zur „Ausbreitung des Luchses in Mitteldeutschland“ vor.

Das Fazit: Für das langfristige Überleben des Luchses in Mitteldeutschland ist das Vernetzen der Vorkommen im Harz und Ostbayern entscheidend. Dabei hat der Thüringer Wald eine Schlüsselrolle. Ohne aktive Unterstützung bleiben die Populationen auf absehbare Zeit isoliert. Es droht der fortschreitende Verlust genetischer Diversität. BUND und WWF starten ein Projekt, um Perspektiven für den Luchs in Thüringen weiter zu entwickeln. Derzeit ist von rund 10 freilebenden Luchsen in Thüringen auszugehen.
Dazu erklärt Umweltministerin Siegesmund: „Thüringen hat aufgrund seiner zentralen Lage eine Schlüsselrolle bei der Wiederausbreitung der Luchse in Deutschland. Ich freue mich, dass wir dieses Projekt unterstützen können. Die natürliche Wiederausbreitung im Südharz und Eichsfeld ist ein Erfolg des Artenschutzes, der auch durch die Akzeptanz durch die Jägerschaft erzielt werden konnte. Das am Umweltministerium angesiedelte Kompetenzzentrum Wolf, Biber, Luchs wird über ein intensives Monitoring die Entwicklung des Luchsvorkommens in Thüringen weiterhin aktiv begleiten. Wir informieren und beraten zur Luchs-Rückkehrer – sowohl neugierige Bürgerinnen und Bürger als auch Nutztierhalterinnen und -halter.“

Das abgeschlossene Projekt des BUND wurde vom Umweltministerium mit rund 45.000 Euro unterstützt. Mit dem Folgeprojekt unter Beteiligung des BUND und WWF soll die Schaffung von Trittsteinpopulationen und die Wiederansiedlung von Luchsen im Thüringer Wald geprüft werden. Zudem soll das in den letzten Jahren durchgeführte Fotofallenmonitoring zum Luchs unter enger Einbindung von ThüringenForst und der örtlichen Jägerschaft weitergeführt und ausgebaut werden.

„Die Ergebnisse der Feldforschung deuten zwar auf einen erfreulichen Ausbreitungstrend der Harzpopulation im Nordwesten Thüringens hin“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Gleichzeit legen Computersimulationen nahe, dass es bis zur Besiedlung weiterer geeigneter Lebensräume noch ein langer Weg ist.“ Das gemeinsame Projekt des BUND Thüringen und der Universitäten Göttingen und Freiburg hat die Ausbreitung des Luchses in Mitteldeutschland erforscht. Neben einer Bestandserfassung des Luchses im Nordwesten Thüringens wurde – mit finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums – ein Ausbreitungsmodell für den Luchs entwickelt, das die zukünftige Entwicklung des Luchsbestandes zwischen Harz und Bayerischem Wald am Computer simuliert. Prof. Dr. Marco Heurich, Professor für Wildökologie und Wildtiermanagement, Universität Freiburg: „Das Modell zeigt, dass die natürliche Wiederbesiedelung von Lebensräumen wie dem Thüringer Wald ohne aktive Unterstützung auch in 25 Jahren nicht zu erwarten ist.“

Nach Angaben von Heurich liegt das vor allem an dem Verhalten weiblicher Luchse, die nicht so große Entfernungen zurücklegen, wie ihre männlichen Artgenossen. Daher bleiben gelegentlich abwandernde männliche Luchse meist allein, ohne eine Chance, eine neue Population zu gründen. „Die Simulation zeigt auch die Wirkung gezielter Ansiedlung von Luchsen im Thüringer Wald“, so Heurich weiter. „Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Besiedlung könnte bereits in 25 Jahren bei 100 Prozent liegen. Ausgehend vom Thüringer Wald würden auch Nordbayern und Nordhessen besiedelt werden und die Populationen im Harz und in Bayern kämen miteinander in Kontakt. Der für das langfristige Überleben der Populationen notwendige genetische Austausch wäre möglich.“

„Das Modell belegt, dass die Luchse in Deutschland Unterstützung benötigen, um zu überleben“, erklärt Vogel. „Gleichzeitig tritt in den Ergebnissen die zentrale Bedeutung des Thüringer Waldes als ‚Dreh- und Angelpunkt‘ für die Wiederausbreitung des Luchses in Mitteldeutschland deutlich hervor. In 30 bis 50 Jahren könnten ausgehend vom Thüringer Wald auch das Erzgebirge sowie die Rhön und der Spessart dauerhaft mit Luchsen besiedelt werden. Wichtig ist aber, dass wir schnell handeln müssen, um den Verlust genetischer Diversität zu verhindern.“

In dem Folgeprojekt wollen daher der BUND Thüringen und der WWF Deutschland gemeinsam untersuchen, ob neben den günstigen naturräumlichen Bedingungen auch die gesellschaftliche Akzeptanz bei der Bevölkerung und wichtigen Interessensgruppen vorhanden ist, um gegebenenfalls ein Projekt zur Bestandsstützung vorzubereiten.  Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz vom WWF Deutschland: „Das Projekt ‚Die Zukunft des Luchses in Thüringen‘ möchte unter Beteiligung unterschiedlicher Interessengruppen eine Perspektive für den Luchs in Thüringen entwickeln. In einer Machbarkeitsstudie wollen wir Wege erarbeiten, wie eine Bestandsstützung der Art in Thüringen gestaltet und ihre Ausbreitung langfristig gesichert werden kann. Im Rahmen seiner Feldarbeit hat der BUND Thüringen bereits eng mit der Jägerschaft und Waldbesitzenden vor Ort zusammengearbeitet. Das wollen wir jetzt ausbauen. Denkbar wäre zum Beispiel ein Luchs-Fotofallenmonitoring im Schulterschluss mit ThüringenForst und der thüringischen Jägerschaft.“


Quelle
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN)
Pressesprecher Tom Wetzling
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt
09.06.2021

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother

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Dialogforum „Spurenstoffe im Hessischen Ried“ startet
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Auftaktveranstaltung - Dialogforum „Spurenstoffe im Hessischen Ried“ startet

16/17.06.2021

„Mit der heutigen Auftaktveranstaltung des Dialogforums „Spurenstoffe im Hessischen Ried“ setzen wir einen weiteren wichtigen Baustein unserer Spurenstoffstrategie um.

Um die Einträge von Arzneistoffen, Pflanzenschutzmitteln und weiteren Spurenstoffen in die Gewässer des Hessischen Rieds zu vermeiden, sind wir mit Kommunen, der Industrie, dem Gesundheitswesen, dem Pharmasektor, Umweltverbänden, der Landwirtschaft und Verbraucherschutzorganisationen heute virtuell zusammengekommen, um die weiteren notwendigen Schritte für den Schutz unserer Gewässer zu erörtern,“ sagte Umweltministerin Priska Hinz bei der Veranstaltung.

Gerade das Hessische Ried spielt eine große Rolle für die Trinkwasserversorgung in Hessen, da es die Metropolregion Rhein-Main versorgt. Gleichzeitig weist es aufgrund der hohen Siedlungsdichte stark abwasserbelastete Fließgewässer auf. Hinzu kommt eine intensive Landwirtschaft. In Verbindung mit zum Teil sehr durchlässigen Böden gelangen so Spurenstoffe über die Fließgewässer auch in das Grundwasser. „Mit unserer Hessischen Spurenstoffstrategie verfolgen wir das Ziel, Spurenstoffe an der Quelle zu vermeiden und den Eintrag in die Umwelt zu mindern. Wir wollen die Gewässerqualität verbessern, um die Grundwasservorkommen im Hessischen Ried langfristig für die Trinkwassernutzung zu schützen“, ergänzte Hinz.

Mit Industrieunternehmen, die Spurenstoffe in das Abwasser einleiten, wird gemeinsam nach Lösungen zur Reduzierung gesucht. Sanierungen von undichten Abwasserkanälen werden vorangetrieben sowie die Beschaffung umweltfreundlicher Materialen in der öffentlichen Verwaltung. Außerdem setzt Hessen auf Information und Aufklärung bei Bürgerinnen und Bürgern, Landwirten und Gewerbetreibenden, um für den richtigen Umgang und die Entsorgung von problematischen Chemikalien zu sensibilisieren. Darüber hinaus werden über die Hessische Spurenstoffstrategie weitergehende Abwasserreinigungen gefördert, die Spurenstoffe, wie Arzneimittel und Haushaltschemikalien, aus dem Abwasser filtern. „Die EU und die Bundesregierung haben bislang nur wenig verbindliche Vorgaben zur Begrenzung einer großen Zahl an Spurenstoffen gemacht. Deshalb suchen wir nach eigenen Lösungen,“ erklärte die Umweltministerin.

„Bei dem heutigen Auftakt haben fast 30 verschiedene Verbände, Unternehmen und Kommunen zugesagt, sich im Rahmen des Dialogforums konstruktiv einzubringen und ihre große Kooperationsbereitschaft betont. Wir wollen nun zeitnah erste Maßnahmen in Modellkommunen auf den Weg bringen. Wir werden nun außerdem in Arbeitsgruppen Maßnahmen beraten, festlegen und ihre Umsetzung auf den Weg bringen. Das könnte beispielsweise im medizinischen Bereich die Einführung von Urinbeuteln, damit Röntgenkontrastmittel nicht in das Abwasser gelangen und eine umfassende Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger über die richtige Entsorgung von Arzneimitteln sein,“ erklärte Hinz. Im nächsten Schritt des Dialogforums beginnt die aktive Mitarbeit in vier Arbeitsgruppen, zu den Themen umweltgerechter Umgang mit Arzneistoffen, Röntgenkontrastmitteln; umweltgerechter Umgang mit Haushaltschemikalien und sonstigen Stoffen; Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im landwirtschaftlichen, kommunalen und privaten Bereich und Erweiterung von Bildungsangeboten.

Zum Hintergrund:

  • Um die Gewässer im Hessischen Ried und insbesondere seine Grundwasservorkommen langfristig zu schützen, setzt die Landesregierung die Spurenstoffstrategie Hessisches Ried um.

Während im Bereich der Verbesserung der Kläranlagentechnik bereits Fortschritte erzielt wurden und auf ersten Anlagen die Errichtung einer vierten Reinigungsstufe im Bau ist, sollen nun auch Maßnahmen zur Spurenstoffreduktion an der Quelle und bei der Anwendung forciert werden.

Das Dialogforum wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit Unterstützung des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung in Zusammenarbeit mit IKU-Die Dialoggestalter organisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.spurenstoff-dialog-hessen.de

Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
10.06.2021

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.


In der Aufnahme von Christian Dreifert

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Das Comeback begann im Schweizerischen Nationalpark
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30 Jahre Bartgeier: Das Comeback begann im Schweizerischen Nationalpark

16/17.06.2021

Vor genau 30 Jahren, am 5. Juni 1991, wurden die ersten Bartgeier im Schweizerischen Nationalpark ausgewildert.
Damit begann die erfolgreiche Rückkehr des Bartgeiers in die Schweizer Alpen. Seither hat sich die Nationalparkregion zu einem Bartgeier-Hotspot entwickelt, sehr zur Freude der Einheimischen und Gäste. Auch in der restlichen Schweiz entwickelt sich der Bartgeierbestand dank des Wiederansiedlungsprogramms der Stiftung Pro Bartgeier sehr positiv.
Am 5. Juni 1991 war es soweit: Nach jahrelangen Vorbereitungen kamen mit Settschient, Moische und Margunet die ersten Bartgeier nach Zernez. Sie waren in Aufzuchtstationen in Wien und Berlin geschlüpft und als Junggeier bereit für die Auswilderung in der Val da Stabelchod im Schweizerischen Nationalpark (SNP). Das Interesse der Öffentlichkeit an diesem speziellen Ereignis war gross und es herrschte regelrechte Feststimmung. Ein stattlicher Tross interessierter Zeitzeugen begleitete die Parkwächter, welche die Vögel auf Tragräfs zu einer Felsnische hoch oben im Tal transportierten.

Eine Erfolgsgeschichte

Dies war der Anfang einer erfolgreichen Wiederansiedlung. Allerdings war zu Beginn des Projektes ungewiss, ob das Vorhaben tatsächlich gelingen würde. Denn früher hatte der Bartgeier einen schlechten Ruf: Er wurde als Lämmergeier verschrien und gnadenlos verfolgt. Da Bartgeier nur ein Küken pro Jahr aufziehen, schrumpfte die Population in den Alpen rasant. Der letzte dokumentierte Abschuss eines Bartgeiers im Jahr 1913 markiert die Ausrottung der Alpenpopulation. Fast hundert Jahre lang war der Bartgeier in den Alpen ausgerottet. Erst Dank eines aufwändigen internationalen Zucht- und Wiederansiedlungsprojekts fand er den Weg zurück in seine ursprüngliche Heimat.


Der Nationalpark bietet einen optimalen Lebensraum

Der SNP ist ein Wildnisgebiet, in dem die Natur sich selbst überlassen ist. Dementsprechend steht die Aussetzung von Tieren eigentlich im Widerspruch zu den Grundgedanken des Parks. Doch beim Bartgeier haben die Verantwortlichen des SNP – wie bereits 1920 beim Steinbock – eine Ausnahme gemacht. Ein wichtiges Argument war, dass der SNP mit seinem Schutzstatus und der vorhandenen Parkaufsicht Gewähr für eine erfolgreiche und sichere Auswilderung bot. Für den SNP war es der Beginn einer Geschichte, die bis heute spannend bleibt und für grosses Interesse in der Bevölkerung sorgt.

Bis 2007 wurden im SNP insgesamt 26 Bartgeier in die Freiheit entlassen. Parallel dazu erfolgten auch Auswilderungen in Italien im benachbarten Nationalpark Stilfserjoch. 2007 brütete das erste Bartgeierpaar im SNP erfolgreich in der Val Tantermozza. Mittlerweile sind es drei weitere Paare, die im Spöltal, in der Val Müschauns und in der Val Foraz regelmässig ihre Jungen aufziehen. Damit hat sich das bündnerisch-italienische Grenzgebiet zu einem eigentlichen Bartgeier-Hotspot entwickelt: Bis heute haben in dieser Region 23 Paare insgesamt 129 Küken aufgezogen, was 42 Prozent der alpenweit geschlüpften Jungtiere entspricht. Die Attraktivität dieser Region hat mehrere Gründe. Zum einen finden die Knochenfresser genügend Kadaver von Huftieren. Zum anderen bietet die Geologie mit den zerklüfteten Dolomitfelsen viele Möglichkeiten, Horste anzulegen. Und nicht zuletzt hat der Mensch eine positive Einstellung zum Bartgeier entwickelt. Was die Vögel hier sehr gut vor Abschüssen oder Vergiftungen schützt.


Weitere Auswilderungen helfen dem Bartgeier

Die Entwicklung der Bartgeierpopulation ist sehr erfreulich. Heute leben in den Alpen rund 300 Bartgeier und mittlerweile stammen die meisten Jungtiere aus Wildbruten. Allerdings ist die genetische Vielfalt im wieder angesiedelten Bestand noch sehr tief. Deshalb wildert die Stiftung Pro Bartgeier weiterhin Jungtiere aus. Seit 2015 finden diese Aktionen im Wildtierschutzgebiet Huetstock bei Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden statt. Dieses Jahr erfolgt die Auswilderung von zwei Junggeiern aus dem internationalen Zuchtprogramm Ende Juni. Die zwei Jungtiere werden vom Team der Stiftung Pro Bartgeier mit Futter versorgt und sorgfältig überwacht, bis sie selbständig sind. Während des Sommers können sich Interessierte am Infostand der Stiftung Pro Bartgeier über das Projekt informieren und die Junggeier beobachten. Wer Bartgeier in der freien Wildbahn der Bündner Berge erleben will, hat im Schweizerischen Nationalpark gute Chancen, an einem schönen Tag einen der wunderbaren Vögel beobachten zu können.

 



Quelle
Schweizerischer Nationalpark
Schloss Planta-Wildenberg
7530 Zernez
Schweiz


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In der Aufnahme von Ulrich Rösch

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Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn
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Stele der Biodiversität® - Standort Bad Rodach / Carsahn

15/16.0.2021

Bayern. Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und der Stadt Bad Rodach das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.
Kaum zu glauben das sich aus diesem artenschutzfernen Bauwerk einmal eine Stele der Biodiversität® entwickeln soll.


In der Aufnahme
  • Parallel zum Start der Baumaßnahmen an der Gebäudefassade wurden die ersten Entwürfe zur Gestaltung der Außenhaut auf den Weg gebracht .. erste Eindrücke stellen wir Ihnen hier vor ...
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Wiesenmeisterschaft 2021 - Mühldorfer Land
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Wiesenmeisterschaft 2021 - Mühldorfer Land

15/16.06.2021

  • Jury unterwegs zu den Siegerwiesen

Bei der diesjährigen, der elften Wiesenmeisterschaft in Bayern, haben sich im Landkreis Mühldorf 27 Landwirte mit ihren Wiesen angemeldet. Der Wettbewerb wird von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem BUND Naturschutz (BN) seit 2009 gemeinsam in jeweils einer anderen Region Bayerns ausgerichtet.

Mit dem Wettbewerb sollen die Leistungen der Landwirte für die Erhaltung der Artenvielfalt durch die extensive und besonders umweltgerechte Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden gewürdigt werden.

Alle Wiesen sind ab Anfang Mai von der Landschaftsplanerin Inge Steidl im Auftrag der Veranstalter begangen und mittels eines Punktesystems bewertet worden. Nicht nur die Artenvielfalt auf der Wiese, sondern auch Futterertrag und der kulturlandschaftliche Wert wurden dazu vor Ort erfasst. Aus der erreichten Punktezahl wurden jetzt die besten sechs Betriebe ermittelt. Bei der Juryrundfahrt besucht eine Fachjury diese Flächen und legt die Preisverteilung der ersten Plätze fest. Die übrigen Plätze werden nach der in der Vorkartierung ermittelten Punktezahl vergeben.
 
Jurybegehung und Preisverleihung

In der Jury wirken Expertinnen und Experten aus Naturschutz und Landwirtschaft mit. Es sind dies: Klaus Neugebauer, Regierung von Oberbayern, Höhere Naturschutzbehörde, Franz Prinz, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Töging, Wildlebensraumberatung, Norbert Grenzebach, Landwirt aus dem Landkreis Starnberg, Rosa Kugler, Managerin der Ökomodellregion Mühldorfer Land, Dr. Sabine Heinz, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising, Inge Steidl, Landschaftsplanerin, Freising und Marion Ruppaner, BUND Naturschutz in Bayern, Agrarreferentin, Nürnberg.

Die Platzierung der Betriebe wird erst bei einer Festveranstaltung am 28.09. in Fichter’s Kulturladen in Ramsau bekanntgegeben.

Die zwei bestplatzierten Betriebe gewinnen Gutscheine für einen Aufenthalt im Bio-Hotel im Wert von 500 € bzw. 300 €, alle weiteren beteiligten Betriebe erhalten attraktive Geld- oder Sachpreise, die von den zahlreichen Unterstützerorganisationen bereitgestellt wurden.

Artenreiche Wiesen wichtig für die Artenvielfalt

Extensiv genutzte Wiesen mit reduzierter Düngung und später, nicht so häufiger Mahd, gehören zu den artenreichsten Biotoptypen in Bayern.

Doch diese wertvollen Wiesen und Weiden sind stark im Rückgang begriffen. Viele Betriebe haben ihre Tierhaltung abgeschafft. Die anhaltend niedrigen Erzeugerpreise im Milchsektor zwingen die Betriebe vielfach zur intensiven Düngung und häufigen Schnittnutzung. So kommen die Wiesenpflanzen dann nicht mehr zum Blühen - Wiesenblumenstrauß Ade…!

Von den ca. 2.700 in Bayern heimischen Farn- und Blütenpflanzen kommt die Hälfte auf Dauergrünlandflächen vor. 53 Prozent davon sind nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums in ihrem Fortbestand bedroht. Von den Wiesenblumen abhängig sind auch eine Vielzahl von Insekten, wie z.B. Wildbienen. Eine überdurchschnittlich stark gefährdete Tiergruppe sind auch die Tagfalter, von denen in Bayern 59% bedroht sind.

Förderprogramme entscheidend

„Eine attraktive Förderung ist wichtig und muss noch weiter ausgebaut werden, denn die Landwirte verzichten durch die spätere Mahd und die reduzierte Düngung auf Ertrag und müssen mehr Zeit aufwenden, um z.B. steile Hanglagen zu mähen“, so Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin. Im Zuge des Volksbegehrens zur Artenvielfalt wurden erfreulicherweise die Mittel für Vertragsnaturschutzmaßnahmen erhöht. Dies ermöglicht die Weiterbewirtschaftung artenreicher Wiesen und Weiden auch im Landkreis Mühldorf, so der BN.

Durch die Ausbildung der Ansprechpartner für die Wildlebensraumberatung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten trägt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zur verbesserten Beratung der Landwirte bei. „Sie unterstützt Landwirte beispielsweise bei der ergebnisorientiert geförderten Erhaltung von artenreichem Grünland, die im bayerischen Kulturlandschaftsprogramm angeboten wird. Dabei sind die Landwirte nicht an strenge Mahdzeiten oder Düngeverbote gebunden, sondern die Artenvielfalt wird über den Nachweis von vier Kennarten direkt honoriert, erläutert Dr. Sabine Heinz vom Institut für Agrarökologie der LfL.
Überblick über die insgesamt beteiligten Betriebe

Im Landkreis Mühldorf am Inn haben sich 27 Betriebe an der Wiesenmeisterschaft beteiligt.

Davon halten sieben Betriebe Milchvieh, drei sind Mutterkuhhalter und zwei sind Rindermastbetriebe. Hinzu kommen neun teilweise viehlose Ackerbaubetriebe und sechs Betriebe, die Pferdeheu produzieren.

Neun Betriebe wirtschaften im Vollerwerb, und achtzehn sind Nebenerwerbsbetriebe.

Elf Betriebe wirtschaften ökologisch.

Für Rückfragen:

Marion Ruppaner, BN-Agrarreferentin, Tel. 0911/81 87 8-20, am Veranstaltungstag mobil unter: 0160-7614336, E-Mail: marion.ruppaner@bund-naturschutz.de

http://www.bund-naturschutz.de/themen/landwirtschaft/wiesenmeisterschaft.html

Dr. Sabine Heinz, LfL, Institut für Agrarökologie, Tel. 08161/8640-5825, am Veranstaltungstag mobil unter: 0163 4013642, E-Mail: sabine.heinz@lfl.bayern.de

http://www.lfl.bayern.de/Wiesenmeisterschaft

Anlage 1 - Teilnahme- und Bewertungskriterien:
Teilnahmekriterien
Teilnehmen konnten landwirtschaftliche Betriebe, die den Aufwuchs ihrer Wiesen und Weiden landwirtschaftlich verwerten, und deren Wiese mindestens einen halben Hektar Fläche umfasst.

NaturschutzfachlicheKriterien:
Artenvielfalt: Es wurde die Gesamtzahl an Wiesenblumen – keine Gräser- erhoben. Das Vorkommen seltener Pflanzen, die einen hohen Gefährdungsgrad aufweisen, wurde zusätzlich honoriert. Außerdem erbrachte die gleichmäßige Verteilung der Arten auf der Wiese einen Zusatzpunkt.

Im „Kulturlandschaftswert“ spiegeln sich landschaftstypische Ausprägungen und Ensembles wieder, die für Identität und Unverwechselbarkeit stehen. Kennzeichnend für die Hangleiten und asymmetrischen Seitentälchen des Hügellandes sind alte Ackerterrassen, Böschungen und Steilranken, auf die sich heute fast sämtliche Reste magerer Grasfluren konzentrieren. Wiesen und Weiden in Hofnähe („Anger“) sind oft von wertvollen Baum- und Strauchhecken eingefasst. Alte Hofkapellen werden manchmal noch von prächtigen Solitärbäumen begleitet.
 

Landwirtschaftliche Kriterien:
Hier wurden der Ertrag und eine gute wirtschaftliche Verwertung des Aufwuchses, z.B. durch Verfütterung an den eigenen Viehbestand oder Verkauf, positiv bewertet.
Das Vorkommen von für Weidetiere gefährlichen Giftpflanzen und lästigen Weideunkräutern (z.B. Ampfer oder Jakobs-Greiskraut) führte zu Punktabzügen.
Außerdem wurde mit dem Kriterium „Zukunftsfähigkeit“ eingeschätzt, welche Chancen die Wiese oder Weide hat auch in den nächsten Jahren in der vorliegenden artenreichen Ausprägung weiter genutzt zu werden.

Anlage 2 - Kurze Charakterisierung der Betriebe:

1. Treffpunkt am Betrieb von Johann und Roswitha Zott, 83558 Maitenbeth
Ackermischbetrieb im Nebenerwerb, keine Tierhaltung, Kräuterheu wird zur Nutzung an Viehhaltungsbetrieb abgegeben.
Extensiv genutzte, sehr artenreiche Glatthaferwiesen mit Übergängen zu Halbtrockenrasen und Säumen, Ansaat Teilfläche 2017 mit autochthonem Saatgut aus Betrieb Hans
1-2 Schnitte, Vertragsnaturschutz 1.7.
Kennzeichnende Arten: u.a Heilziest, Wiesen-Glockenblume, Karthäusernelke, Echte Schlüsselblume, Knöllchen-Steinbrech.

2. Treffpunkt am Betrieb von Franz Wieser, 83527 Kirchdorf
Rindermast und Pensionsvieh im Nebenerwerb, nur Grünland, EU-Bio, Ab-Hof-Vermarktung (Fleischpakete), Metzger in Reichertsheim (nur ca. 4 km zum Hof).
Extensiv genutzte artenreiche Feuchtwiese, zwei- bis dreimalige Mahd (Heu und Silo), Vertragsnaturschutz 15.6., Festmistdüngung erlaubt
Kennzeichnende Arten: u.a. Wiesenknöterich, Sumpf-Vergißmeinnicht, Großer Wiesenknopf, Kuckucks-Lichtnelke, Kleiner Baldrian.

3. Treffpunkt am Betrieb von Sebastian Sonner (GbR), 84437 Reichertsheim
Milchviehbetrieb/Biogas im Vollerwerb, ein Drittel der Fläche sind Grünland.
Artenreiche, magere Glatthaferwiese mit Übergängen zu Mager- und Halbtrockenrasen am Steilhang, zweimalige Mahd und Nachweide durch Schäfer im Herbst. Vertragsnaturschutz (VNP) „artenreiches Grünland“. Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutz.
Kennzeichnende Arten: u.a. Frauenmantel, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Pippau, Wilde Möhre, Witwenblume,
Wiesen-Margerite, Wiesenbocksbart, Wiesen-Platterbse, Hornklee.

4. Treffpunkt am Betrieb von Josefine und Matthias Reißaus, 84565 Oberneukirchen
Mutterkuhbetrieb: Wasserbüffel und Murnau-Werdenfelser, Vollerwerbsbetrieb, 80 Prozent Grünland, Naturland-Betrieb seit 2010 mit Direktvermarktung.
Weide mit Feucht- bzw. Streuwiesen-Charakter (früher Mähweide, jetzt ausschließlich beweidet. Seggenreiche Nasswiese mit (Bach-)Hochstaudenflur. Vertragsnaturschutz „Extensive Beweidung“
Kennzeichnende Arten: u.a. Wiesenknöterich, Mädesüß, Sumpf-Labkraut, Bachnelkenwurz, Knöllchen-Steinbrech, Sumpf-Hornkraut, Kleiner Baldrian.

5. Treffpunkt am Betrieb von Georg Hans, 84419 Obertaufkirchen
Milchviehbetrieb und Saatgutvermehrung seit 2000 mit inzwischen ca. 10 ha Vermehrungsflächen, Haupterwerb, ein Drittel Grünland.
Nasswiese mit kleinem Streuwiesenanteil, 2 Schnitte, Vertragsnaturschutz 15.6., vollständige Verwertung als Heu/Grummet und ggf. Silo, sieht Zukunft v.a. als Vermehrungsbetrieb.
Kennzeichnende Arten: u.a. Sumpf-Schafgarbe, Heilziest, Wiesenknöterich, Kohldistel, Bachnelkenwurz, Gold-Hahnenfuß, Kleiner Klappertopf, Großer Wiesenknopf, Akeleiblättrige Wiesenraute.

6. Treffpunkt an der Wiese von Betrieb von Georg Kurz, 84494 Neumarkt - Sankt Veit, Wolfsberg-Irlau
Milchvieh und Bullenmast im Vollerwerb, ca. die Hälfte Grünland, insgesamt 14 ha VNP-Flächen.
Magere, artenreiche Glatthaferwiese mit Feucht- und Streuwiesenrelikten, 2 Schnitte, Vertragsnaturschutz 15.6. (erste Mahd meist erst Mitte Juli).
Kennzeichnende Arten: u.a Wiesen-Glockenblume, Wiesenflockenblume, Wiesen-Margerite, Gewöhnliche Braunelle, Knolliger Hahnenfuß, Großer Wiesenknopf, Wiesenbocksbart, Trollblume.


Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
Tel. 09 41 / 2 97 20 0
Fax 09 41 / 2 97 20 30
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10.06.2021


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In der Aufnahme von Bernhard Schmalsich
  • Breitstirnblasenkopffliege (Sicus ferrugineus)


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Steiniger Weg für mehr Insektenschutz
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Steiniger Weg für mehr Insektenschutz

15/16.06.2021

  • Umweltausschuss gibt grünes Licht / WWF: Was lange währt, ist noch lange nicht perfekt

Nach erneuter Verzögerung hat in seiner heutigen Sitzung der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages eine Beschlussempfehlung zum  Insektenschutzgesetz verabschiedet. Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz von WWF Deutschland und Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft zeigte sich in einer Stellungnahme erfreut über den gefunden Kompromiss: „Mit der heutigen Zustimmung im Umweltausschuss zum Insektenschutzgesetz geht ein wichtiger Teil aus dem Aktionsprogramm Insektenschutz endlich auf die politische Zielgerade. 

Das ist für Biene, Schmetterling und Co. eine gute Nachricht, der aber weitere wichtige Schritte folgen müssen. Für einen wirklichen Durchbruch beim Insektenschutz kommt es jetzt darauf an, die Praxis der Landwirtschaft naturverträglicher auszugestalten. Die Bestäubungsleistungen der Insekten für die Nahrungsmittelproduktion ist von enormer Bedeutung. Wir dürfen nicht den Ast absägen, auf dem wir selbst sitzen.“

Der WWF-Vorstand begrüßte, dass mit dem Gesetz insektenschädliche Lichtverschmutzung reduziert, die Liste der besonders geschützten Biotope um artenreiches Grünland, Streuobstwiesen, Steinriegel und Trockenmauern ergänzt oder die Ausbringung von Biozidprodukten in Schutzgebieten eingeschränkt wird. Nun muss das Insektenschutzgesetz noch vom Deutschen Bundestag offiziell beschlossen werden. Zudem müsse am 25. Juni, so Heinrichs Forderung, der Bundesrat der Anpassung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung zustimmen, um auch die Reduzierung des Einsatzes von insektenschädlichen Pflanzenschutzmitteln zu beschließen.

Und auch für die künftige Bundesregierung gelte es,  den Insektenschutz weiterzuentwickeln: „Das Thema ist noch längst nicht vom Tisch. Die jetzigen Entscheidungen im Bundestag und Bundesrat können nur der Anfang sein, um wirklich langfristig die Insekten als elementare Bestandteile des Ökosystems und ebenso als wichtiger Wirtschaftsfaktor – zum Beispiel für die Landwirtschaft – zu schützen.“


Quelle
WWF
Stand: 11.06.2021

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Sapromyzosoma Quadricincta

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NABU: Endlich ein kleiner Durchbruch beim Insektenschutz
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NABU: Endlich ein kleiner Durchbruch beim Insektenschutz

14/15.06.2021

Krüger: Wir freuen uns, dass nach vielen unnötigen Verzögerungen doch noch eine Einigung vor Ablauf der Legislatur erzielt wurde
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Berlin –
Den Beschluss zum Insektenschutzgesetz im Umweltausschuss des Bundestags und die Einigung über die Finanzierung der Ausgleichszahlungen in Höhe von zusätzlichen 65 Millionen Euro für den Schutz von Insekten in der Landwirtschaft kommentiert NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger wie folgt:

"Der heutige Beschluss ist ein kleiner Fortschritt beim Insektenschutz, auch wenn der Prozess unnötig verzögert und der Gesetzentwurf weiter verwässert wurde. Das jetzt beschlossene Insektenschutzgesetz ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, um dem Artenschwund von Insekten etwas entgegen zu halten.

Es beinhaltet unter anderem ein Verbot von einzelnen Bioziden in Schutzgebieten, stellt weitere Biotope unter Schutz, stärkt das Konzept von Natur auf Zeit und macht einen Anfang bei der Reduktion von Lichtverschmutzung. Jetzt gilt es das Gesetz noch formell im Bundestag abzustimmen und im Bundesrat inklusive der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung zu bestätigen."

Quelle
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NABU-Pressestelle
NABU-PRESSESTATEMENT | 11. JUNI 2021_


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In der Aufnahme von Rolf Brechtel
  • Raupe des Eichenspinners oder Quittenvogel (Lasiocampa quercus)

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Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität - Weeze
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Stele der Biodiversität - Weeze

14/15.06.2021

Weeze / Nordrhein-Westfalen. Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Tierpark Weeze gGmbH, der Stadt Weeze, der SCHLOSSRUINE HERTEFELD - Graf und Gräfin zu Eulenburg und der Weezer Wellenbrecher - Offene Kinder & Jugendfreizeiteinrichtung der Gemeinde Weeze.

Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie und der Audi Stiftung für Umwelt unabhängig gefördert.


In der Aufnahme
  • Die Entwicklung der grafischen Innenraumgestaltung schreitet professionell voran ...
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Stele der Biodiversität Triefenbach
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Stele der Biodiversität Triefenbach

14/15.06.2021

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und einem Privateigentümer, das von der Gemeinde Lisberg der Deutschen Postcode Lotterie und der Steuerkanzlei Bauerfeind aus München unterstützt wird.

Bayern.
Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Industriekamine gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt. Das Projekt setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.


In der Aufnahme

  • Am 11.06.2021 fand die Gestaltung des Wildbienenlebensraums einen vorläufigen Abschluss ... Heimische Pflanzen die besonders Wildbienen als Nahrungsgrundlage dienen, wurden gesetzt. Eine spaltenreiche Lesesteinmauer aus regionalen Materialien bietet Zauneidechse und Co. wertvolle Rückzugsbereiche.
Artenschutz in Franken®  
Die Rauchschwalbenkids
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Die Rauchschwalbenkids

13/14.06.2021

Ein innovatives Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Bauernhofkindergarten Lindenbaum in Bruckmühl, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern. Der Rückgang der Artenvielfalt nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Auch bei unseren Schwalbenarten wird der Bestandsschwund immer deutlicher. Brütende Rauchschwalben werden zur Seltenheit und selbst auf den Bauernhöfen wird der Zugvogel immer seltener angetroffen.Neben Nahrungsmangel sind es auch fehlende, geeignete Brutmöglichkeiten welche zu diesem Rückgang beitragen.
In einem zugegeben nicht alltäglichen Gemeinschaftsprojekt versuchen wir hier in 2021/2022 sichtbare Zeichen zum Schutz der Rauschwalben zu setzen.


In der Aufnahme
  • Erste Testreihen verliefen verheißungsvoll ... Rauchschwalbe brütend in frisch montierter Nisthilfe.
Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität - Weeze
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Stele der Biodiversität - Weeze

13/14.06.2021

Weeze / Nordrhein-Westfalen. Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, der Tierpark Weeze gGmbH, der Stadt Weeze, der SCHLOSSRUINE HERTEFELD - Graf und Gräfin zu Eulenburg und der Weezer Wellenbrecher - Offene Kinder & Jugendfreizeiteinrichtung der Gemeinde Weeze.

Das Projekt wird von der Deutschen Postcode Lotterie und der Audi Stiftung für Umwelt unabhängig gefördert.


In der Aufnahme
  • Die Entwicklung der grafischen Innenraumgestaltung schreitet professionell voran ...
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Schwache Agrargesetze auf wackliger Grundlage
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NABU: Schwache Agrargesetze auf wackliger Grundlage

12/13.06.2021

  • Krüger: Gesetzespaket unzureichend für Natur und Landwirtschaft
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Berlin – Heute will der Deutsche Bundestag die Verteilung der rund 30 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen für die deutsche Landwirtschaft bis 2027 beschließen. Im April hatte sich die Bundesregierung in Abstimmung mit den Ländern bereits auf ein entsprechendes Gesetzespaket geeinigt.

Die geplanten Regelungen, die der Bundestag nun verabschieden soll, greifen laut NABU jedoch zu kurz, um den Herausforderungen im Klima- und Naturschutz zu begegnen. Großen Nachbesserungsbedarf sieht der Umweltverband beim Flächenanteil der “nicht genutzten” Naturflächen, beim Moorschutz und dem Schutz von Grünland. Zudem wird den Verhandlungen auf EU-Ebene vorgegriffen.
NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Die Große Koalition versucht mit Nachdruck ihre ambitionslosen Agrargesetze durch den Bundestag zu bringen. Den Abgeordneten sollte klar sein: Wenn sie den Entwürfe in ihrer jetzigen Form zustimmen, helfen sie niemandem – weder dem Schutz von Natur und Klima, noch den Landwirtinnen und Landwirten. Ein Nachsteuern ist dringend notwendig, um den Klimawandel zu bremsen, Grundwasser und Böden zu schützen und das Artensterben aufzuhalten. Nur mit den richtigen Rahmenbedingungen können sich landwirtschaftlichen Betriebe auf die kommenden Veränderungen einstellen.“

Konstantin Kreiser, Teamleiter für Agrarpolitik: “Die Gesetze sind in dreifacher Hinsicht auf Sand gebaut: Erstens stehen die Rahmenbedingungen auf EU-Ebene noch nicht fest – dort wird noch verhandelt. Zweitens sind die Gesetze nicht kompatibel mit dem EU Green Deal und deshalb in Gefahr von der EU-Kommission abgelehnt zu werden. Und drittens droht Deutschland in den kommenden Monaten eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof – wegen unzureichenden Schutzes des artenreichen Grünlands. Auch im Sinne der Planungssicherheit für die Betriebe bitten wir daher die Abgeordneten, die Gesetze abzulehnen und die Bundesregierung zum Nachbessern aufzufordern."

Der NABU kritisiert auch massive Fehler beim Klimaschutz - unter anderem, da Moore als eine der größten Quellen für Treibhausgase der Landwirtschaft kaum im Gesetzespaket berücksichtigt werden. Auch der Schutz des Grünlands mit seiner wichtigen Funktion als Kohlenstoffspeicher und Lebensraum verschiedener Tier- und Pflanzenarten wird im Gesetzesentwurf nur unzureichend beachtet.
Für die Artenvielfalt fordert der NABU mindestens zehn Prozent nicht-bewirtschaftete Blüh- und Brachflächen pro Betrieb für Naturschutz zu reservieren. Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht lediglich drei Prozent der Ackerfläche vor und lässt hierbei das Grünland außen vor. Darüber hinaus sollten wesentlich mehr Subventionen von der pauschalen Flächenprämie für das neu eingeführte Instrument der Ökoregelungen umgewidmet werden - nämlich 50 statt der vorgesehenen 25 Prozent.

Hintergrund
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in Europa legt fest, nach welchen Regeln EU-Fördergelder bis 2027 an landwirtschaftliche Betriebe verteilt werden. Jeder EU-Mitgliedsstaat muss bis 2022 einen Plan vorlegen, wie die Gelder konkret verteilt werden sollen. Während auf europäischer Ebene im sog. Trilog noch über die GAP-Rahmenbedingungen verhandelt wird, hat die Bundesregierung sich bereits auf ein Gesetzespaket geeinigt hat. Hierüber stimmt nun der Bundestag ab.

Quelle
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NABU-Pressestelle
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 73/21 | 10. JUNI 2021
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Gemeinsame Agrarpolitik / Nationale Umsetzung 

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In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
  • Halictus Scabiosae Wildbiene des Jahres 2018

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Artenschutz in Franken®  
Prof. Dr. Beate Jessel zur Direktorin der WSL gewählt
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Prof. Dr. Beate Jessel zur Direktorin der WSL gewählt

12/13.06.2021

Bonn, 04. Juni 2021
: Prof. Dr. Beate Jessel, seit November 2007 Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, wurde heute vom Schweizer Bundesrat zur Direktorin der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mit Hauptsitz in Birmensdorf (Kanton Zürich) gewählt.
Ihr neues Amt wird sie zum 01. September 2021 antreten. Die WSL weist in der Landschafts- und Biodiversitätsforschung sowie zum Wald zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Arbeitsschwerpunkten des BfN auf und ist zudem international führend in der Schnee- und Lawinenforschung.

In  der Aufnahme
  • Prof. Dr. Beate Jessel - Foto: U. Euler / BfN

Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

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Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter
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Steinmeier: Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter

12/13.06.2021

Osnabrück/Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bereitet die Menschen in Deutschland wegen der Klimakrise auf eine „Transformation der Gesellschaft in einer gewaltigen Dimension“ vor.

Der ressourcenschonende Umgang mit der Erde sei zugleich „nur durch eine globale Anstrengung zu bewältigen“, sagte er in einer wegweisenden Klimarede auf der „Woche der Umwelt“ im Park seines Amtssitzes Schloss Bellevue. „Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter“, so das Staatsoberhaupt.
Die mittlerweile sechste Auflage der Woche der Umwelt (WdU) unter dem Motto „So geht Zukunft!“ findet heute (Donnerstag) und morgen in bewährter Partnerschaft von Bundespräsident und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) statt, dieses Mal wegen der Corona-Pandemie aber im hybriden Format – teils in Präsenz im Park von Schloss Bellevue, teils in digitalen Fachforen. Per Livestream ist alles hautnah zu verfolgen; alle Infos finden sich hier: https://www.woche-der-umwelt.de/. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagte, die Woche der Umwelt solle „ein großer Ansporn sein, sich für den Erhalt unseres Planeten zu engagieren“. Und sie fordere mit ihrem Versprechen „So geht Zukunft!“ trotz einer der größten globalen Krisen der Menschheit dazu auf, „mit Mut, Ideen und Innovationen Lösungen für mehr Klima-, Umwelt-, Ressourcen- und Artenschutz zu finden“. Ein Schlüssel sei die Circular Economy, eine umfassende Kreislaufwirtschaft. Bonde: „Wir müssen lernen, in Kreisläufen zu leben, denken und zu handeln. Der Raubbau an Rohstoffen muss enden.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Klimabeauftragter John Kerry nehmen teil

Dass Klima- und Umweltschutz nicht nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit ganz oben auf der politischen Agenda stehen, zeigt die Teilnahme zweier Persönlichkeiten bei der WdU: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Klimaschutzbeauftragter John Kerry. Er skizzierte per Videobotschaft Zukunftsstrategien seines Landes unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden. Dieser hatte den Austritt seines Vorgängers Donald Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 rückgängig gemacht. Während von der Leyen keinen Zweifel daran ließ, dass die Europäische Union alles daran setzen werde, den europäischen Grünen Deal umzusetzen und ein klimaneutrales Wirtschaften in der EU bis 2050 zu erreichen, mahnte Kerry „weltweite Anstrengungen“ an, um katastrophale Folgen der Klimakrise zu verhindern. Die USA seien dazu bereit. Bis 2030 wolle sein Land den Ausstoß an Treibhausgasen im Vergleich zu 2005 halbieren. US-Präsident Biden wolle in allen Wirtschaftssektoren eine Abkehr von Kohlenstoff. Kerry: „Diese Dekade ist entscheidend im Kampf gegen die Klimakrise, vor uns liegt enorm viel Arbeit. Aber darin steckt ein riesiges Wirtschaftspotenzial.“ Es entstehe „ein Billionen-Markt“ mit gutbezahlten Jobs „auf beiden Seiten des Atlantiks“ und mit neuen Technologien für saubere Energien.

„Veränderungen in allen Bereichen des Alltags“

Bundespräsident Steinmeier sagte in seiner Rede, es freue ihn „sehr, dass sich die Vereinigten Staaten dazu entschieden haben, dem Pariser Klimaabkommen wieder beizutreten“. Die Weltklimakonferenz hatte seinerzeit unter anderem beschlossen, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern und die menschengemachte Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf unter zwei Grad Celsius und sogar möglichst unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die Klima-Ziele seien keineswegs abstrakt und fern, so Steinmeier. „Setzen wir sie um, so werden wir Veränderungen in allen Bereichen des Alltags spüren – in der Landwirtschaft, in der Energieversorgung, vor allem im Wohnungsbau und im Verkehr.“ Aufbruchserwartung und Umbruchsangst würden miteinander ringen, so der Bundespräsident weiter. Was zu hoffen und was zu fürchten sei, „sind Fragen einer Gesellschaft, die im Übergang ist, in einer großen Transformation, die viele zu Recht mit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vergleichen“. Anders als damals gehe es heute jedoch nicht mehr um den „Aufstieg der fossilen Industrialisierung“. Steinmeier: „Wir befinden uns mitten im Ausstieg daraus.“

Winter ohne Schneemänner

Es sei klar, dass der Planet „durch den übermäßigen Verbrauch von Ressourcen in Gefahr ist“ - doch der Weg aus diesem Risiko „noch lange nicht“. Der Bundespräsident brachte für den Weg in eine klimaneutrale Zukunft gewissermaßen einen neuen Generationenvertrag für Klimaschutz ins Gespräch: So wie die jungen Menschen in der Corona-Pandemie zurückgesteckt hätten, um Ältere und Gefährdete zu schützen, „so müssen wir uns jetzt anstrengen, um ihre Zukunft und die Zukunft künftiger Generationen zu schützen.“ Denn Klimawandel sei schon jetzt sicht- und spürbar und verändere bereits „unser Leben: Er zeigt sich in den Gezeiten, die sich verschieben, in den Wintern ohne Schneemänner“ und auch „in gefährlich trockenen Böden und Wäldern“.


In der Aufnahme
  • Generationenvertrag für den Klimaschutz: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Bild) hat heute (Donnerstag) bei der Eröffnung der „Woche der Umwelt“ im Park seines Amtssitzes Schloss Bellevue mit Blick auf die jungen Menschen, die in der Corona-Pandemie zurückgesteckt hätten, dazu aufgerufen, deren Zukunft „und die Zukunft künftiger Generationen“ im Kampf gegen den Klimawandel zu schützen. „Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter“, so das Staatsoberhaupt. © Peter Himsel/DBU

Quelle

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
10.06.2021 |

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Artenschutzmaßnahme Kirchendohle - Mauersegler & Co.
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Artenschutzmaßnahme Kirchendohle - Mauersegler & Co.

- Update .. Weiterführendes Monitoring ...

12/13.06.2021

Bayern.
Ein Artenschutzprojekt des Artenschutzes in Franken®, des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. und der Pfarrei St. Wenzeslaus Litzendorf das von der Deutschen Postcode Lotterie und von den Fachbehörden des Naturschutzes und des Denkmalschutzes unterstützt wird.

Abermals ist es uns gemeinschaftlich gelungen Artenschutz und Bauwerksicherung miteinander zu verbinden und alle Seiten profitieren innerhalb dieser Projektion davon. Hervorgerufen durch den "Zahn der Zeit" zeigte der Baukörper an zahlreichen Stellen Bauschäden, die von den auf der Nistplatzsuche befindlichen Dohlen zunehmend intensiver erschlossen wurden.

Neben einer erfolgreichen Koloniesicherung traten jedoch auch zunehmende Probleme auf die Tagesordnung. Mit Nistmaterial verstopfte Regenrinnen waren nur einer von verschiedenen Aspekten und so wurde darüber nachgedacht wie es gelingen kann das die am Bauwerk erfolgreich niedergelassenen Dohlen auch zukünftig geeignete Nistplätze vorfinden können um sich der Arterhaltung zu widmen. Ohne dass das Bauwerk und auch die Stimmung des Bauwerkseigentümers "leiden" denn nur gemeinsam kann ein tragfähiger Kompromiss gelingen.
Vorgesehene, dringliche Reparaturarbeiten am Baukörper durch den Gebäudeeigner sahen auch Sanierungsprozesse an den Traufkörpern des Bauwerks vor. Mit diesen Maßnahmen drohte der Nistplatzverlust auch für die Mauersegler die sich in mehreren Paaren im Traufbereich des Kirchturminnenraums fortpflanzen.

In intensiven und von allen Seiten sehr konstruktiv und sachlich geführten Gesprächen und vor Ort Einsichten wurde ein Konzept ausgearbeitet das als gelungenes Beispiel für andere Projekte dieser Art dienen kann.

Im Ergebnis wurden die in die Jahre gekommenen Dohlennistmöglichkeiten auf der dem Kirchendach zugewandten Seite entfernt und gegen vier Mauersegler- Doppelnisthilfen ausgetauscht.

•    Der Vorteil: Die Verschmutzung / Verstopfen der Rinnenkörper durch die Dohlen wird hier vermieden und für die Mauersegler können optimale Nistmöglichkeiten vorgehalten werden.

Auf der dem Kirchendach abgewandten Seite wurden 4 neue Dohlennisthilfen installiert, denn hier führt mögliches herabfallendes Nistmaterial zu keinen Problemen am Kirchendach/Dachrinnen.

•    Alle Sicherungskomponenten fügen sich sehr harmonisch in die Gesamtdarstellung der Kirche ein und sind optisch sehr unauffällig.


Möchten auch Sie sich mit ihrem geeigneten Bauwerk im Sinne der Gebäudebrüter engagieren?
Kontaktieren Sie uns mit Ihrem Anliegen!



In der Aufnahme
  • Anfang Juni 2021 beflogen Mauersegler das Bauwerk
Artenschutz in Franken®  
Asiatischer Marienkäfer - Harmonia axyridis
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Asiatischer Marienkäfer - Harmonia axyridis

11/12.06.2021
 
Deutschland.
Finden sie keine Blattläuse, bedienen sie sich an den Larven und Eiern der einheimischen Siebenpunkt‐Marienkäfer. Während der Asiatische Marienkäfer den Verzehr der einheimischen Marienkäfer unbeschadet übersteht, stirbt der Siebenpunkt‐ Marienkäfer in den meisten Fällen beim Verzehr des asiatischen Einwanderers.
Durch die in ihm enthaltenen Mikrosporidien kann er seine Konkurrenz töten. Er selbst ist gegen die gefährlichen Sporen resistent, weil seine eigenen Körperzellen nicht befallen werden.Ein einzelner Asiatischer Marienkäfer kann bis zu 250 Blattläuse am Tag fressen, wodurch er sich als wesentlich effizienter erweist als der einheimische Siebenpunkt‐Marienkäfer (Coccinella septempunctata), der gerade einmal 50 Blattläuse am Tag vertilgt.

Autor: Willibald Lang


In der Aufnahme von Willibald Lang
  • Asiatische Marienkäfer
Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität Triefenbach
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Stele der Biodiversität Triefenbach

11/12.06.2021

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und einem Privateigentümer, das von der Gemeinde Lisberg der Deutschen Postcode Lotterie und der Steuerkanzlei Bauerfeind aus München unterstützt wird.

Bayern.
Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Industriekamine gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt. Das Projekt setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.


In der Aufnahme

  • Die Entwicklung dieses Projektbausteins schreitet voran ...
Artenschutz in Franken®  
Die Wilden Bienchen des Bauernhofkindergartens Lindenbaum im BR
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Die Wilden Bienchen des Bauernhofkindergartens Lindenbaum

17/18.06.2021

  • Filmbeitrag zum Bauernhofkindergarten in Bruckmühl - Bayerischer Rundfunk - unter dem Titel  ...  "Wir in Bayern" -Wachsen im Kontakt mit Natur und Tier
    Bauernhofkindergarten

Bayern. Im vergangenen November wurde das Projekt "Deutschlands Wilde Bienchen" in der Bauernhofkita Lindenbaum in Bruckmühl auf den Weg gebracht.

Ziel soll es sein konkreten Artenschutz und lebendige Umweltbildung auf den Weg zu bringen. So der Ansatz den  Artenschutz in Franken® und der Bauernhofkindergarten Lindenbaum hier gemeinsam anstreben.

Der Bayerische Rundfunk konnte der Einrichtung von wenigen Tagen einen Besuch abstatten und interessante Eindrücke vermitteln. Der Bericht dauert etwa 6 Minuten.



In der Aufnahme

  • Annerose Ettenhuber bringt das Thema Wildbiene ganz nahe an die Buben und Mädchen heran. Staatenlose Wildbienenarten welche wir in diesem Projekt ausnahmslos ansprechen sind nach unserer Auffassung ganz hervorragend geeignet Artenschutz und Umweltbildung an die nächste Generation heranzuführen.
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1041175-159)
25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feiert unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.

Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!

Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
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Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
Wasserstoffprojekte in Bayern bekommen eine Milliarde

18/19.06.2021


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Zum Logbuch   >
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg