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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Epedemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Artenvielfalt im Fokus der Ökologischen Anbauverbände
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Artenvielfalt im Fokus der Ökologischen Anbauverbände

04/05.08.2020
 

Anlässlich der Sommerreise der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Anbauverbände MV weist Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus auf die Bedeutung des Ökolandbaus hin. Motto in diesem Jahr sind die Leistungen des Ökolandbaus für die Artenvielfalt.

Mit der Intensivierung der Landwirtschaft ging bekanntermaßen ein erheblicher Verlust an Landschaftsstrukturen und ihrer Artenvielfalt einher.

Dem wolle das Land nun entschieden entgegenwirken, so Minister Backhaus:


„Bezüglich des Flächenbewirtschaftung landeseigener Flächen habe ich entschieden, dass die Verpachtungskriterien künftig auch an ökologischen Erfordernissen ausgerichtet werden. Damit möchte ich der Artenvielfalt und Entwicklung ökologisch wertvoller Landschaftsstrukturen im Lande mehr Raum geben. Diese Entscheidung dient auch der Umsetzung der EU-Verpflichtungen, die in der FFH- und Vogelschutzrichtlinie sowie in der Wasserrahmenrichtlinie verankert sind. In der Bereitstellung von attraktiven spezifischen Förderprogrammen, die einen Mehrwert und damit eine echte Anreizkomponente besitzen, sehe ich ein wesentliches Instrument zur Steuerung der Landnutzung. Das muss allerdings erst noch Eingang finden in die EU-Agrarförderung. Sie kennen meinen Grundsatz „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen.“

Der ökologische Landbau trage bereits heute in besonderem Maße zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zur Förderung regionaltypischer Kulturlandschaften bei, so der Minister weiter.

„Mit gezielten Förderungen schaffen wir eine starke Basis für den Ökolandbau im Land, wie das Projekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ zeigt. Seit 2011 wird dieses Projekt mit dem WWF, dem Biopark e.V., dem Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung und dem Handelsunternehmen EDEKA gemeinsam gelebt. Landnutzer, Landschützer und Lebensmitteleinzelhandel fühlen sich zusammen der Natur verpflichtet. Die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten soll in landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen nachweislich erhöht werden.

Mecklenburg-Vorpommern war mit diesem Projekt Vorreiter in Deutschland. Der Landwirt kann anhand des Kataloges von 70 konkreten Naturschutzmaßnahmen seine bereits vorhandenen Naturschutzleistungen beurteilen und auswählen, welche Maßnahmen für seinen Betrieb am sinnvollsten sind. EDEKA-Nord garantiert die Abnahme der Projekt-Produkte und zahlt den Mehraufwand an die Landwirte. Aktuell sind 72 Biopark-Betriebe mit rund 38.000 ha für den Naturschutz-Standard „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ zertifiziert. Mein Haus unterstützte das Projekt in Höhe von ca. 35.000 Euro im Rahmen des Konzeptes. Praxisbezogene Naturschutz-Standards wurden erarbeitet, publiziert und sind heute die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung. Der Trend zu mehr ökologischem Landbau wird an den Flächenzuwächsen in MV sichtbar. Dies kann ich mit Stolz berichten:

Nach ca. 30.000 ha Zuwachs in den Jahren 2018 und 2019 liegen erste Zahlen für 2020 vor. Der Umfang der ökologisch bewirtschafteten Fläche ist im Jahr 2019 von 169.033 ha bis zum 30.06.2020 auf 173.648 ha erneut gewachsen.

Diese Fläche wird von 1.070 biozertifizierten Landwirtschaftsbetrieben bewirtschaftet, 50 Betrieben mehr als in 2019. Auf ca. 12,9% der landwirtschaftlichen Nutzfläche wird damit ökologisch gewirtschaftet. Damit liegt unser Land deutlich über dem Bundesschnitt von 9,7 Prozent. Zusätzlich sind 222 biozertifizierte Verarbeitungsbetriebe z.B. als Mühlen, Bäcker, Schlachtbetriebe, Metzger, Molkereien und Mostereien und Bio-Gastronomen in Mecklenburg-Vorpommern tätig. Diese Entwicklung wollen wir weiter vorantreiben.

  • Betriebe, die auf Ökolandbau umstellen wollen, können zum 31.12.2020 Antrag auf Förderung ökologische Wirtschaftsweise stellen.“


Quelle
Ministerpräsidentin des Landes
Mecklenburg-Vorpommern
- Staatskanzlei -
Schloßstraße 2-4
D-19053 Schwerin

Tel.: 0385-588 0
Fax: 0385-565 144
E-Mail: poststelle@stk.mv-regierung.de
Internet: www.stk.regierung-mv.de
Nr.143/2020  | 30.07.2020  | LM  | Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Makrowilli
  • Faulbaum Bläuling

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Die Ringelnatter (Natrix natrix)
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Die Ringelnatter (Natrix natrix)

04/05.08.2020

Deutschland. Bis gut über einen Meter lang kann sie werden die mit ihren weißen / gelblichen Flecken am Seiten- Hinterkopf auffällige ungiftige Ringelnatter.

Häufig erkennen wir die Ringelnatter schwimmend in ungestörten stehenden Gewässerbereichen. Ihre Eier legt das Tier gerne in Komposthaufen ab. Als Nahrung dienen der Schlange auch Frösche oder Kleinsäuger.


In der Aufnahme von Ulrich Hellmuth
  • Ringelnatter
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Der Walker - seltener Gast
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Der Walker - seltener Gast

04/05.08.2020

Bayern. Ulrich Hellmuth sendet uns am 02.08.2020 die Aufnahmen eines im Garten gefundenen toten Walkers der auch Türkischer Maikäfer genannt wird. Ein in unseren Gefilden sehr seltener Fund der uns die Chance einräumt hier auch entsprechende Detailaufnahmen des Tieres, bei dem es sich wohl um das Weibchen handelt, abzurufen.
In wieweit die Klimaerwärmung mit dem Fund zutun hat und ob das Tier nun zukünftig auch in Franken häufiger anzutreffen sein wird bleibt abzuwarten. In jedem Fall ein sehr interessanter Fund und die entsprechenden Aufnahmen dazu die es uns ermöglichen auch Ihnen dieses Tier näher vorstellen zu können.


In der Aufnahme von Ulrich Hellmuth
  • Der Walker
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Der Kaisermantel ( Argynnis paphia )
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Kaisermantel ( Argynnis paphia )

03/04.08.2020


Mit einer Spannweite bis etwa 65 mm ist der sehr schöne Falter häufig an Bärenklau zu entdecken welches an z.B. sonnigen Waldwegen vorzufinden ist. Noch ist der Kaisermantel auch im Steigerwald noch recht häufig, jedoch ist auch er mittlerweile wie so viele seiner Artgenossen allgemein im Bestand rückläufig.

In der Aufnahme von Jasmin Wellein
  • Kaisermantel
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Photovoltaik - eine Chance für die Artenvielfalt ...
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Photovoltaik - eine Chance für die Artenvielfalt ... ein Entwicklungsbericht

03/04.08.2020

Franken.
In dieser Rubrik wollen wir uns der Entwicklung einer Freiflächen - Photovoltaikanlage widmen die am Mitte Mai im Steigerwald entsteht.

Vormals Profiteur einer bäuerlichen Landbewirtschaftung stehen mittlerweile sehr viele unserer Freiflächen- Tier- und Pflanzenarten auf den Roten Liste denn mit zunehmend industriell geführten Landwirtschaftlichen Maßnahmen werden diese ihrer Lebensräume beraubt. Ein Umsteuern können wir vom Artenschutz in Franken® leider nicht erkennen.

Und so war und ist es uns ein Anliegen gewesen sich für die Anlage einer Photovoltaik - Freiflächenanlage im Steigerwald auszusprechen. Denn das Feld das hier in den letzten Jahren das prägende Element war, war kaum mehr in der Lage ein bis zwei Feldlerchenpaare einen Rückzugsraum zu bieten. Das war`s ... mehr war hier in Sachen Artenvielfalt nicht mehr los ...
Gut gemachte und gemanagte Solarparks bieten in unseren Augen durch ihre extensive Nutzung und Pflege des Grünlandes das sich zwischen den Reihen der Paneele zeigt und diese umgibt der Artenvielfalt eine weit größere Chance. Und so haben wir uns mit konkreten Vorschlägen an die Planungsverantwortlichen gewandt um Insekten- Reptilien - Vögeln und auch Säugern zukünftig ein Optimum an Lebensraum vorhalten zu können. Auch für den Lebensraumverlust der Feldlerchen wurde an anderer Stelle durch das Engagement unseres Verbandes ein Ausgleich gefunden.


In der Aufnahme
  • in dieser Form zeigt sich die vormals landwirtischaftlich intensiv genutzte Fläche Anfang August
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Spinnentier erfreut Forscherherzen im Nationalpark Eifel
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Spinnentier erfreut Forscherherzen im Nationalpark Eifel: Ein Pseudoskorpion, der gerne Huckepack fliegt

03/04.08.2020

  • Zahlen, Fakten, Ereignisse - Leistungsbericht des Nationalparks Eifel ist da

Schleiden-Vogelsang, 16. Juli 2020. Erstmals gelang es im Nationalpark Eifel einen bedrohten Pseudoskorpion nachzuweisen. Der ist nicht nur schwer nachweisbar, sondern auch äußerst selten. „Der Pseudoskorpion ist stellvertretend für weitere Artenfunde, die auf hohe Totholzanteile im Wald angewiesen sind. Der kleine Sensationsfund ging als Beifang bereits in den 1990er Jahren im Zusammenhang mit der Erfassung von Insektenarten ins Netz.

Dies zeigt uns wieder, wie wichtig die Auswertung der so genannten Beifänge in der Forschungsarbeit sind“, so Nationalparkleiter Dr. Michael Röös, bei der Vorstellung des druckfrischen Jahresberichtes 2019 im Nationalpark-Zentrum in Vogelsang. Neben den neuesten Artenfunden, die die Gesamtartenzahl auf insgesamt 10.549 ansteigen lässt, enthält der Bericht weitere spannende Fakten und Zahlen.

Pseudoskorpione besitzen zwar große Scheren, sind aber mit den Skorpionen nicht näher verwandt. Ihnen fehlt beispielsweise der Giftstachel. In die Insektenfalle, einen Stammeklektor, gelangte der Pseudoskorpion möglicherweise als Anhalter auf einem Insekt, eine Verhaltensweise, die auch Phoresie genannt wird. Der Pseudoskorpion ist im Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Er gehört damit zu den Arten von gemeinschaftlichem Interesse, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen. Er steht aber auch für weitere Artenfunde im Nationalpark, die auf ausreichend Altholz angewiesen sind. Allesamt Belege für eine Entwicklung hin zur entstehenden „Wildnis“.

Erstmals stellte das Nationalparkforstamt Eifel 2019 einen Auszubildenden zum Revierjäger ein. Der 25jährige Hauke Gerdes, der aus dem Bereich des Nationalpark Wattenmeeres stammt, absolvierte ein Jahr seiner insgesamt dreijährigen Ausbildung im Nationalpark Eifel: „Ich freue mich sehr, dass ich vor einem Jahr die einzige Ausbildungsstelle für Revierjäger in einem deutschen Nationalpark besetzen konnte“, so Gerdes.
Im August startet ein weiterer junger Mann sein drittes Ausbildungsjahr zum Revierjäger im Nationalparkforstamt.   

Zur Palette der Ausbildungsberufe im Nationalparkforstamt Eifel gehören die Ausbildungsgänge Kaufleute für Tourismus und Freizeit, die beispielsweise im Juni die 26jährige Anja Carina Heinen aus Schleiden erfolgreich absolvierte. Zudem durchläuft derzeit der 21jährige Justin Hackbarth aus Mechernich im Jugendwaldheim Urft die Ausbildung zum Fachpraktiker Hauswirtschaft.

Bei der Arbeit gegen unnötigen Motorradlärm, durch den sich Gäste und Anwohner des Nationalparks Eifel gestört fühlen, gab es Fortschritte: So hat die Nationalparkverwaltung im April 2019 an der L 15 in der Nähe des stark besuchten Naturerkundungspfads „Der Wilde Weg“ ein Lärmschutzdisplay installiert, das zu laut fahrende Biker sensibilisieren soll. Der gemessene durchschnittliche Schalldruck lag 5 Dezibel geringer als in Vorjahren ohne Display, was fast einer Halbierung des Lärms entspricht.

Fahrt nahm die von der Gemeinde Simmerath initiierte und koordinierte „Initiative gegen Motorradlärm in der Region Nationalpark Eifel“ auf: Aus dieser Initiative entstand die bundesweit angelegte Kampagne „Silent Rider“. Gemeinsam mit anderen betroffenen Regionen soll „Silent Rider“ dem Problem unnötigen Motorradlärms die notwendige gesellschaftliche, mediale und politische Aufmerksamkeit verschaffen und einem erarbeiteten Forderungskatalog die Durchschlagskraft. Alle Interessierten können die Kampagne Silent Rider gegen Motorradlärm durch ihre Beteiligung an einer Onlinepetition unterstützen.
 

Aufnahme
  • Im Nationalpark Eifel wurde der Pseudoskorpion Anthrenochernes stellae entdeckt, der sehr selten und ein Altwaldindikator ist.  (Foto: J. Lissner)



Quelle
Nationalparkverwaltung Eifel
Wald und Holz NRW
Nationalparkforstamt Eifel
Urftseestraße 34
53937 Schleiden-Gemünd
Tel.: +49 (0) 2444/9510-0
Fax: +49 (0) 2444/9510-85
info@nationalpark-eifel.de


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Auen an der Havel dürfen weiter wachsen
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Auen an der Havel dürfen weiter wachsen

03/04.08.2020

  •     Rückbau von Deichen und Entwicklung artenreicher Feuchtgebiete im
    Förderprogramm Auen des Bundes
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Umweltministerium Brandenburg und dem Naturschutzbund Deutschland

Bonn/Berlin/Rathenow, 31. Juli 2020: Mit dem Förderprojekt "Revitalisierung der Havelaue bei Bölkershof" schreitet die Renaturierung der Unteren Havelniederung weiter voran. Die Deiche des Polders Bölkershof bei Rathenow sollen in den nächsten Jahren an fünf Stellen abgetragen werden, so dass das Havelwasser künftig bei Hochwasser wieder in die Aue fließen kann.

Damit setzt der Naturschutzbund Deutschland ein weiteres bundesweit bedeutsames Renaturierungsprojekt in der Region um. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das 1,8 Millionen Euro umfassende Vorhaben ab dem 01. August 2020 aus dem Förderprogramm Auen. Das Förderprogramm ist Teil des Bundesprogramms "Blaues Band Deutschland", einer gemeinsamen Initiative von Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium.
Neben der Wiederanbindung des etwa 40 Hektar großen Polders an die Überflutungsdynamik der Havel sollen bis 2025 im Projektgebiet verschiedene Feuchtbiotope, wie artenreiche Feuchtwiesen, Auenwälder und Röhrichte entlang der ehemaligen Entwässerungsgräben, entwickelt werden. Eine Nutzung des Grünlandes durch die örtliche Agrargenossenschaft wird weiterhin möglich sein.

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz: "Naturnahe Flüsse und deren Auen sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil eines Biotopverbundes von nationaler Bedeutung und Lebensraum vieler seltener Arten. Mit ihnen steigen auch die Attraktivität für das Naturerleben und die Erholung in der Region. Mit dem Förderprogramm Auen haben wir die Möglichkeit, gezielt verschiedene Akteure bei der Auenentwicklung zusammen zu bringen, indem wir Vereine, Verbände, Kommunen und andere Institutionen fördern, um Ufer und Auen an den Bundeswasserstraßen naturnah zu entwickeln."

Leif Miller, Bundesgeschäftsführer beim NABU: "Das Projekt ist ein neuer Baustein unserer umfangreichen Renaturierungsaktivitäten an der Unteren Havel. Der NABU unterstützt die Ziele des Bundesprogramms "Blaues Band Deutschland" und hat sich vorgenommen, künftig auch weitere Projekte im Rahmen des Bundesprogramms in verschiedenen Regionen Deutschlands umzusetzen."

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg unterstützt das Vorhaben zur Revitalisierung des Polders Bölkershof. "Das Projekt ist ein wichtiger Baustein zur Anbindung der Aue an die Havel. Der Biotopverbund, die Gewässerstrukturen entlang der Unteren Havel und die ökologische Situation in der Havelaue werden sich dadurch weiter verbessern, und die auf diese Lebensräume angewiesenen zahlreiche Pflanzen- und Tierarten profitieren auch davon", ist Umweltminister Axel Vogel überzeugt.

Über das Bundesprogramm "Blaues Band Deutschland":

Am 1. Februar 2017 hat das Bundeskabinett auf gemeinsamen Vorschlag des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) und des Bundesumweltministeriums (BMU) das Bundesprogramm "Blaues Band Deutschland" beschlossen. Mit diesem Bundesprogramm will die Bundesregierung verstärkt in die Renaturierung von Auen und Fließgewässern an Bundeswasserstraßen investieren. Damit sollen neue Akzente in Natur-, Gewässer- und Hochwasserschutz, Wassertourismus, Freizeitsport und Erholung gesetzt werden. Neben verschiedenen Behörden aus dem nachgeordneten Bereichen von BMVI und BMU ist auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit der Einbringung von Bundesflächen an der Umsetzung beteiligt.
Weitere Informationen:
https://www.bfn.de/blauesband/foerderprogramm-auen.html
https://www.bfn.de/blauesband.html

In der Aufnahme
Die Havelaue bei Bölkershof.
(Foto: NABU e.V.)

Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999
E-Mail: info@bfn.de

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Naturschutz, Bundesprogramm Biologische Vielfalt
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Naturschutz, Bundesprogramm Biologische Vielfalt - FLIP“ bringt artenreiche Wiesen in die Stadt

02/03.08.2020

  •     Neues Projekt für mehr Vielfalt auf Grünlandflächen in Aachen und Umland
  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Berlin/Bonn, 30. Juli 2020: Mit dem neuen Projekt "FLIP" sollen in und um Aachen die für die Region typischen artenreichen Glatthaferwiesen zurückkehren. Hinter dem Kurztitel verbirgt sich das Projekt "Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten", das die RWTH Aachen gemeinsam mit der Stadt und der Städteregion Aachen vor Ort durchführt.

In dem Verbundvorhaben werden intensiv genutzte innerstädtische Grünflächen sowie angrenzende Wiesen der Agrarlandschaft, die häufig gemäht und gedüngt werden, in artenreiche ursprüngliche Glatthaferwiesen umgewandelt, um neue Lebensräume für Insekten zu schaffen. Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird bis März 2026 vom Bundesamt für Naturschutz mit 2,53 Millionen Euro des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Das Verschwinden von blühenden Wiesen ist eine wichtige Ursache für das Insektensterben. Hier wollen wir gegensteuern, nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt. Mit dem Aachener Projekt wollen wir zeigen, wie auch städtische Grünflächen zum Insektenschutz beitragen können."

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: "Im Unterschied zu vergleichbaren Projekten ist das Ziel der Verbundpartner in der Stadt- und Agrarlandschaft um Aachen standortgerechte Grünländer, sogenannte Glatthaferwiesen, zu entwickeln und diese nicht nur für das Vorkommen zahlreicher Insekten wertvollen Lebensräume miteinander zu vernetzen. Glatthaferwiesen entsprechen mit ihrer bunten Blühvielfalt dem Idealtyp einer Blumenwiese. Ihr Artenreichtum ist darauf zurückzuführen, dass sie nur ein ein- bis zweimal pro Jahr gemäht und nur mäßig gedüngt werden."

Die Verbundpartner wollen im Raum Aachen eine für den Naturraum typische und standortgerechte Wiesenvegetation mit heimischen Arten wiederherstellen und dauerhaft erhalten. Außerdem soll "FLIP" Bürgerinnen und Bürger, aber auch Stadt- und Regionalverwaltungen, landwirtschaftliche Betriebe für die hohe Bedeutung von Insekten für die Stadtnatur sensibilisieren. Dazu sind umfassende Bildungs- und Öffentlichkeitsmaßnahmen geplant, die langfristig zu einer nachhaltigen Bewusstseinsbildung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt führen sollen. Die im Projekt vorgesehene Bildungsarbeit für Schulen, sowie Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema "Vielfalt in der Wiese" enthält auch dezentrale Angebote an außerschulischen Lernorten, Medienentwicklung, eine Wanderausstellung und Aufklärungsarbeit mit relevanten Multiplikatoren. Das im Projekt entwickelte Konzept soll anschließend bundesweit auf Stadt-Umland-Situationen mittelgroßer Städte übertragbar sein.

Kontaktdaten sowie Projekt-Steckbrief unter:

https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/flip.html

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.
Weitere Informationen zum Bundesprogramm: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm

Quelle
Bundesamt für Naturschutz
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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Steinhummel

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Deutschland zeigt sein Grünes Herz für den Wald
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Deutschland zeigt sein Grünes Herz für den Wald

02/03.08.2020

Aufruf zu Solidarisierungsaktion anlässlich der Deutschen Waldtage 2020

Vom 18. bis 20. September
finden auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Deutschen Waldtage 2020 statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" wird es bundesweit mehr als 300 Veranstaltungen geben. Schon jetzt gestartet ist die "Grüne Herz Aktion": Menschen in ganz Deutschland sind aufgerufen, ab sofort ihr Grünes Herz für den Wald zu zeigen.


Quelle
Pressebüro Deutsche Waldtage 2020
c/o WPR COMMUNICATION
AP: Norbert Breuer, Florian Boenigk
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
Telefon: 030 - 4403 880
E-Mail: dwt2020@wprc.de

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald 
  • Bergkronwicken-Widderchen (Zygaena fausta)
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Flaggschiff bayerischer Xylobionten bald vor dem „Aus“?
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Flaggschiff bayerischer Xylobionten bald vor dem „Aus“?

01/02.08.2020

Bayern.
Vom Aussterben bedroht – so die Einschätzung der Roten Liste zu einer wunderschönen Käferart – dem Alpenbock. Fast 4 Zentimeter Länge erreicht dieses markante Tier dessen Lebensraum die Mittelgebirge und Gebirge auch Mitteleuropas sind.

Auch der Steigerwald ist in seinen Grundzügen für diese Art als Lebensraum gut geeignet,
ernährt sich die Alpenbockkäfer Larve doch fast ausnahmslos von Buchen Totholz und hiervon hat der nördliche Steigerwald ausreichend.
Die Alpenbockkäfer Weibchen legen ihre Eier in Holzöffnungen. Innerhalb meist 3 – 4 Jahre entwickeln sich die „Jungböcke“ wenn sie die Chance dazu erhalten. Denn die Tiere erschließen auch sehr gerne „frisch geschlagenes – und zum Abtransport bereitgestelltes – Holz“ …. Doch hier haben die Gelege keine Chance, lösen sie sich doch wenig später in „Rauch oder in andere Elemente“ auf …

So gilt es zu beachten das die gelagerten Holzstapel nach dem Schlagen rasch abtransportiert werden und zusätzlich ausreichend „Buchen-Totholz“in den Wäldern vorgehalten wird um den Alpenböcken auch zukünftig eine Überlebenschance einzuräumen.

Hier sind Konzepte der Forstverantwortlichen gefordert um dieser Art die Möglichkeit des Überdauerns zu ermöglichen.Doch bereits erkennen wir diese Konzepte nicht obwohl bereits mehrfach und intensiv darauf hingewiesen wurden.

Ernüchterung und Entäuschung mach sich auch hier breit!


In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Alpenbock
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Wenn Buchenwälder leiden ...
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Wenn Buchenwälder leiden ...

01/02.08.2020

Steigerwald. Wie stark sich die Klimaveränderung
bereits auf die Wälder des Nördlichen Steigerwaldes auswirkt möchten wir Ihnen hier auf 50 Einzelaufnahmen vorstellen.

Doch allein der Klimawandel scheint nicht ursählich für den in unseren Augen mehr als bedenklichen Zustand der vormals so vitalen Wälder zu sein.


In der Aufnahme
  • Stark aufgelichtete Baumkronen lassen mehr als erahnen wie es um die Vitalität der Bäume im Steigerwald steht. Eine hohe Zahl an Samen wie hier an Bucheckern lässt erkennen das der Baum um sein Überleben kämpft ...
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Happy World Ranger Day?
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Happy World Ranger Day?

01/02.08.2020

Anerkennung für Rangerinnen und Ranger weltweit

Immer am 31. Juli eines jeden Jahres wird der Weltrangertag mit vielen Veranstaltungen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, in den deutschen Schutzgebieten und weltweit begangen. Der Weltrangertag soll die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung, Herausforderungen und Gefahren der Rangerarbeit lenken.

Gerade deshalb findet er auch in diesem Jahr, trotz Corona, statt. Denn viele Rangerinnen und Ranger sind in diesen Zeiten einer erhöhten Belastung ausgesetzt.
In vielen Ländern haben Rangerinnen und Ranger ohnehin schon ein hohes Risiko, im Dienst verletzt oder getötet zu werden, beispielsweise durch Wilderer, Unfälle in unwegsamen Gelände oder Angriffe durch Wildtiere. Durch die Pandemie kommen nun die wirtschaftliche Unsicherheit und weitere Belastungen hinzu. Der Druck auf die Schutzgebiete ist immens hoch, weil mehr Leute als sonst mangels anderer Freizeitmöglichkeiten hinaus in die Natur strömen. Insbesondere die Großschutzgebiete sind attraktive Ziele, die über eine gute Naturerlebnis-Infrastruktur verfügen und viele, auch nicht so Natur erfahrene Menschen, anziehen. Hier zwischen Mensch und Natur zu vermitteln, dabei den nötigen Abstand zu wahren und die Gäste dort abzuholen, wo sie gedanklich stehen, erfordert gerade in Zeiten der Pandemie hohe Kompetenzen seitens der Ranger:innen.

Wer mehr zur Arbeit der Ranger:innen im Wattenmeer oder in anderen Teilen der Welt erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, am Freitag, den 31. Juli einen der Infostände unter dem Motto „We stand with the world´s rangers“ zu besuchen und von Nationalpark-Ranger*innen mehr über ihre Aufgaben, die Herausforderungen, die diese mit sich bringen oder das Schutzgebiet zu erfahren.

Die Ranger*innen des Nationalparks Wattenmeer freuen sich an folgenden Standorten am 31. Juli unter Einhaltung der Hygieneregeln auf Gespräche mit Ihnen:


    Cuxhaven, UNESCO Wattenmeer Besucherzentrum: Frank Penner, 11-15 Uhr
    Langwarder Groden, Sommerdeich: Susanne Koschel, 10-15 Uhr
    Beobachtungplattform Iheringsgroden (am Radweg zwischen Harlesiel und Neuharlingersiel): André Kramer, 10-15 Uhr
    Krummhörn, Westdeich am Leyhörn: Onno K. Gent, 10-15 Uhr
    Spiekeroog, Kohuckdüne am Hellerpad: Lars Scheller, 10-15 Uhr
    Langeoog, am Weg zum Ostende/Osterhook beim Priel: Jochen Runar, 11-15 Uhr
    Baltrum, Strandaufgang am Hotel Wietjes: Anette Müller, 11-15 Uhr
    Norderney, Ostheller-Parkplatz: Frauke Gerlach & Niels Biewer, 10-15 Uhr, um 11 und 14 Uhr gibt es je eine Rangertour in den Inselosten (hierfür ist eine Anmeldung bei den Wattwelten erforderlich!)
    Juist, Infohütte am Kalfamer: Markus Großewinkelmann, 10-15 Uhr
    Borkum, Kiekhütte am Reededeich:  Sebastian Keller & Simon Potthast, 10-15 Uhr

Weitere Informationen zum World Ranger Day unter http://bundesverband-naturwacht.de/projekte/world-ranger-day/


Hintergrund:
Den „World Ranger Day“ unter dem Motto „I/We stand with the world´s rangers – Ich/Wir unterstützen die Ranger dieser Welt“ gibt es bereits seit 2007. Die Internationale Ranger-Vereinigung (IRF) möchte damit den Einsatz aller Ranger:innen weltweit würdigen und auf diejenigen aufmerksam machen, die jedes Jahr im Einsatz für den Schutz der Natur ums Leben kommen. Am Weltrangertag finden weltweit Aktionen von Ranger:innen statt, um Solidarität, Wertschätzung und Unterstützung für ihre Kolleg:innen und ihre wichtige Arbeit auszudrücken.

In der Aufnahme
  • Das Ranger:innen-Team des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Lukas Lehmann


Quelle
Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Bernhard Dockhorn
Schlossgarten 1
D-25832 Tönning
Telefon: 04861 616-0
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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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MSC zertifiziert Fischerei auf Roten Thunfisch aus dem Atlantik
MSC zertifiziert Fischerei auf Roten Thunfisch aus dem Atlantik / WWF warnt vor gefährlichem Präzedenzfall

01/02.08.2020

Der Marine Stewardship Council (MSC) wird zum ersten Mal sein Umwelt-Siegel für den Fang von Rotem Thun im Atlantik vergeben. Parallel räumte er ein, dass es mindestens fünf Jahre dauern wird, bis die Populationszahlen dieser Art wieder ein gesundes Niveau erreichen werden.

Noch vor wenigen Jahren befand sich dieser Bestand am Rande des Zusammenbruchs. Der WWF lehnt die Zertifizierung ab, da sie die vollständige und langfristige Erholung eines der wertvollsten Fischbestände der Welt gefährdet.
WWF-Fischereiexperte Philipp Kanstinger äußert sich besorgt: „Die vorschnelle Zertifizierung der Fischerei auf Roten Thun im Atlantik setzt völlig falsche Anreize für den Markt und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall. Nachhaltigen Roten Thun aus dem Atlantik gibt es noch nicht und die Verbraucher können dem Label auf diesem Produkt nicht vertrauen.“

Die Entscheidung folgt auf eine zweijährige Beratung und einen vom WWF eingereichten Einspruch gegen die MSC-Zertifizierung des Roten Thun, der die Zertifizierung aber nicht stoppen konnte. Der WWF und andere NGOs hatten umfangreiche wissenschaftliche Beweise dafür vorgelegt, dass der Bestand nicht innerhalb nachhaltiger Grenzen befischt wird. Die Zertifizierung enthält nun die Bedingung, dass die Fischerei bis 2025 nachweisen muss, dass der Bestand das benötigte Nachhaltigkeitsniveau erreicht hat – was die Sorge des WWF bestätigt. „Es wird heute zertifiziert und Nachhaltigkeit für 2025 angestrebt. Das ist ein alarmierendes Signal dafür, dass sich der MSC vermehrt von der Nachfrage der Industrie als von wissenschaftlichen Kriterien für Nachhaltigkeit leiten lässt“, kritisiert Kanstinger. „Wir können Verbrauchern den Kauf von MSC-zertifiziertem Roten Thun daher nicht empfehlen.“

Der WWF fordert eine umfassende Reform des MSC-Standard- und Sicherungssystems. Da die Weltmeere immer stärkerem Druck ausgesetzt sind, muss der MSC sicherstellen, dass sich sein Standard an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert, Bewertungen objektiv sind und er das Vorsorgeprinzip als Grundlage für Entscheidungen anwendet.

 

Kontakt
Immo Fischer
WWF Pressestelle
Tel: 030311777427

Quelle
WWF
31.07.2020

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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
Waldbrandgefahr in Thüringen dank Regen gebannt

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Zum Logbuch   >
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg