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*** Artenschutz in Franken® - Ungewöhnliche Zeiten zwingen auch unsere Organisation sich den Herausforderungen der Corona Epedemie anzupassen und so haben wir uns entschlossen alle unsere öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres auszusetzen - auch die sozialen Kontakte werden stark zurückgefahren - wir bitten um Verständnis für dieses Vorgehen doch unser alle Gesundheit erfordert diese strikten Maßnahmen +++ Artenchutz in Franken

Wege in die Urwälder von morgen
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Wege in die Urwälder von morgen - Umweltministerin Siegesmund eröffnet ersten Urwaldpfad im Thüringer Wald

12/13.07.2020

Siegesmund: Wilde Wälder laden zum Entdecken und Erholen ein

Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute (10.07.2020) in Vesser im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald
gemeinsam mit dem WWF den ersten Urwaldpfad im Thüringer Wald eröffnet. Damit bestehen jetzt insgesamt acht Urwaldpfade, verteilt über ganz Thüringen - vom Nationalpark Hainich bis zur Hohen Schrecke.

„In unseren Urwäldern von morgen werden Bäume richtig alt und der Wald kann wild wachsen – das lädt zum Entdecken und Erholen ein. Mit den Informationstafeln und Wanderwegen leisten die Urwaldpfade nicht nur einen Beitrag zum Naturschutz, sondern verbinden Umweltbildung und sanften Tourismus.“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

Die abwechslungsreiche, etwa fünfstündige Wanderung führt durch die Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservates und kann von Startpunkten in Schmiedefeld, Vesser und Breitenbach aus begonnen werden.

„Während der Corona-Pandemie ist die Natur vor der Haustür für viele Menschen ein Ort der Entspannung. Die Thüringer Urwaldpfade machen die heimischen Naturschätze Thüringens erlebbar und laden dazu ein, etwas über die Besonderheiten und den Wert alter Wälder zu erfahren“, so Philipp Schürmann, WWF-Leiter des Projekts in Thüringen.

Im Gesamtprojekt werden nach und nach insgesamt 15 Urwaldperlen eröffnet, die sich wie Perlen an einer Kette auf den Höhenzügen um das Thüringer Becken aneinanderreihen. Mit Eingangsstelen sowie Informationstafeln werden an den Urwaldpfaden die schönsten naturnahen Thüringer Wälder vorgestellt und ihre Bedeutung und Besonderheiten vermittelt. Die speziellen Waldwildnisgebiete zeichnen sich durch einen hohen Struktur- und Artenreichtum aus. Auf diesen geschützten Flächen hat sich durch pflegliche oder ausgebliebene forstwirtschaftliche Nutzung eine Vielzahl kostbarer Wald-Lebensräume entwickelt. Mit Informationsangeboten und Wanderrouten werden diese Gebiete für den Naturtourismus nutzbar.

Unter www.thueringer-urwaldpfade.de finden Sie Hintergrundinformationen und detaillierte Routenprofile.

Hintergrund:
Die Thüringer Urwaldperlen und -pfade werden aus Mitteln der EU (ELER) über das Förderprogramm des Thüringer Umweltministeriums zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) in Höhe von rund 968.000 Euro finanziert. Die konkrete Umsetzung erfolgt durch WWF Deutschland in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Erfurt. Im Rahmen des Vorhabens wurde auch eine Analyse von seltenen totholzbewohnenden Käfern und Pilzen durchgeführt, wobei acht Urwaldreliktarten nachgewiesen werden konnten, darunter auch einen Erstfund und einen Wiederfund in Thüringen. Insgesamt sind nun in Thüringen 31 Urwaldreliktarten nachgewiesen.

 
KONTAKT
Roland Gramling
Pressestelle WWF
Tel.: 030-311 777 425
roland.gramling@wwf.de

Quelle
WWF
10. Juli 2020

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Junge Kreuzottern

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Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität® - Zellewitz
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz

11/12.07.2020


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, des Verbandes Naturpark „Unteres Saaletal“ e. V., und des Fördervereins Bildung und Arbeit e.V., das von der Stadt Könnern und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Könnern / Sachsen-Anhalt. Viele Arten fanden und finden sich als ursprüngliche auch Fels- und Höhlenbewohner seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden wieder. Hierzu zählen auch bestimmte Säugetier-, Vogel- und Insektenarten, die die Gebäude (Kunstfelsen) als Brutplätze, Sommerquartiere oder Versteckmöglichkeiten nutzen.

Viele der früher häufigen Arten der Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden.
Aufgrund von Sanierungen und dem Abriss vieler geeigneter Gebäude, ist ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast ganz verschwunden! Eine Verarmung der Artenvielfalt findet statt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung diesen Arten auch in Zukunft geeignete Quartiere vorzuhalten.

Ehemalige, vormals meist artenferne Trafotürme eignen sich nach entsprechender Umgestaltung in besondere Weise für die Einrichtungen eines „Leuchtturms der Artenvielfalt“.

Der ehemalige Trafoturm Zellewitz wird durch ein innovatives Artenschutz- und Umweltbildungsprojekt durch den Verein Artenschutz in Franken® und den Naturpark Unteres Saaletal, mit Unterstützung der Gemeinde Könnern dem Förderverein Bildung und Arbeit e. V. und der Deutschen Postcode Lotterie in einen Artenschutzturm verwandelt, der zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft leistet.

Das Projekt ist Bestandteil des Projekts „Stelen der Biodiversität®“, welches im Zuge der UN-Dekade 2011 bis 2020 bereits seit 2014 in unterschiedlichen Bundesländern Leuchttürme der Artenvielfalt entstehen lässt.

Das Projekt „Stelen der Biodiversität®“ hat es sich zum Ziel gesetzt, in jedem Bundesland der Republik sichtbar zu werden und ungenutzte Objekte, vorrangig alte Trafotürme, zu lebendigen Elementen der biologischen Vielfalt umzugestalten.Dazu werden gezielt Lebens- und Fortpflanzungsräume für Tiere geschaffen.



In der Abbildung
  • Bis ins Detail werden die grafischen Elemente welche dem Bauwerk den finalen Ausdruck verleihen ausgearbeitet.
Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

11/12.07.2020

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt
des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
Intensiv gestalten sich derzeit die Arbeiten zur Gestaltung der Stele der Biodiversität®. Am vergangenen Freitag konnte die Dacheindeckung welche die Fledermaus-Thermokammer beinhaltet fertiggestellt werden. Die Arbeiten zur Einbringung der Fledermaus- Fassadenquartiere und der Nistmodule für Kleinvögel laufen unvermittelt weiter denn Mitte August soll das Bauwerk dann grafisch gestaltet werden.
Artenschutz in Franken®  
Kindergarten Lindberg bleibt "Forscher-Haus"
Bild zum Eintrag (1027556-160)
Kindergarten Lindberg bleibt "Forscher-Haus"

11/12.07.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, des Kindergartens Am Anger, der Gemeinde Lindberg das unabhängig von der Europa Möbel Umweltstiftung und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Lindberg/ Bayern. Eingebettet wie ein Juwel zwischen den schönsten Bayerwald-Bergen liegt die Nationalparkgemeinde Lindberg. Einzigartige Naturschönheiten und die reichhaltige Palette an Freizeitmöglichkeiten machen Lindberg zu einem beliebten Ferienziel.In diesem Ort nun wurde ein weiterer Projektbaustein installiert den wir ihnen hier vorstellen möchten.


Der Kindergarten am Anger wurde vor wenigen Tagen erneut als "Haus der Kleinen Forscher" ausgezeichnet und wir freuen das wir hierzu mit unserem Projekt "Die Wilden Bienchen von Lindberg" beitragen konnten.

 

In der Aufnahme
  • Am 19.07.2019 wurde in einem großen Fest, bei dem neben der 1. Bürgermeisterin Frau Gerti Menigat auch Vetreter der Aufsichtsbehörden des Landkreises vetreten waren, die offizielle Projekteröffnung und die Übergaben der Urkunden zur UN Dekade Biologische Vielfalt generiert.
Artenschutz in Franken®  
Stele der Biodiversität Lechtingen
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Stele der Biodiversität  - Lechtingen

10/11.07.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.


In der Aufnahme
Bestandteil unserer Projekte sind auch immer spezielle Infoeinheiten die sich ganz konkret mit dem jeweiligen Projekt auseinandersetzen. Nicht anders verhielt es sich auch hier ... das Thema war zugegeben nicht alltäglich ... doch sicherlich nicht weniger interessant. Auch in diese Entwicklung wurden mehr als 200 Stunden an ehrenamtlichem Engagement und damit Zeit investiert.
Artenschutz in Franken®  
Zaunkönig beim Nestbau
Bild zum Eintrag (1027526-160)
Zaunkönig beim Nestbau

10/11.07.2020

Bayern. Auch in unserer Region weit verbreitet zeigt sich einer der kleinsten unserer heimischen Vogelarten. Besonders in der Nähe von Fließgewässern aller Art, ist der immer in emsiger Bewegung befindliche Singvogel gerne anzutreffen.

Durch seine bodennahe Lebensweise ist er flink im Gesträuch weggetaucht.Brutbeginn ist der April. Sein kugelförmiges Moosnest wird ebenfalls in Bodennähe platziert.hat.Pro Jahr finden 2 ( 3 ) Bruten statt. Bevorzugte Nahrung sind Insekten,Spinnentiere und Wurmartige.


In der Aufnahme von Helga Zinnecker
  • Unter den Wurzelteller einer umgestürzten Kiefer baut ein Zaunkönig sein Nest aus Moos und Blättern.
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Urlaub und Erholung mit Naturerleben und Schutz ...
Bild zum Eintrag (1027473-160)
Urlaub und Erholung mit Naturerleben und Schutz der Artenvielfalt verbinden

10/11.07.2020

  •     Projekt "Voluntourismus" startet im Bundesprogramm Biologische Vielfalt
    Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltministerium

Berlin/Bonn, 08. Juli 2020: Wie kann man Urlaubsreisen mit dem freiwilligen Engagement für den Schutz der biologischen Vielfalt kombinieren? Für immer mehr Menschen gewinnt Natururlaub in Deutschland an Bedeutung. Zugleich will mehr als die Hälfte der Bevölkerung bereits laut Naturbewusstseinsstudie 2017 mehr für die Erhaltung der biologischen Vielfalt tun.

Genau hierfür werden in einer einzigartigen Partnerschaft zwischen Schutzgebietsträgern und touristischen Anbietern im Projekt „Voluntourismus für biologische Vielfalt in den Nationalen Naturlandschaften“ gezielt Angebote entwickelt – etwa um Eichenquartiere zu pflegen oder Streuobstwiesen in Biosphärenreservaten und Naturparken zu erhalten. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über drei Jahre mit insgesamt mehr als 440.000 Euro.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Urlaub und Erholung in Deutschland mit einem aktiven Naturerleben verbinden – das ist ein Ansatz, der während der Corona-Zeit immer mehr Zuspruch erfährt. Deutschland bietet mit seinen 138 Nationalen Naturlandschaften einzigartige Naturerlebnisse für Reisende und einen hohen Erholungs- und Freizeitwert auf einem Drittel der gesamten Landesfläche. Daher wollen wir nachhaltige Erholung in diesen Gebieten gezielt fördern und weiterentwickeln: Mit dem Projekt ‚Voluntourismus für biologische Vielfalt‘ werden jetzt naturverträgliche, attraktive Naturerlebnisangebote entwickelt und mit dem ehrenamtlichen Naturschutzeinsatz verbunden. Damit unterstützt das Vorhaben die Umsetzung der Nationalen Strategie für Biologische Vielfalt.“

BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Natur auf neuen Wegen erleben, einen gesellschaftlichen Beitrag leisten oder Gleichgesinnte kennenlernen ‒ die Gründe, sich für einen ehrenamtlichen Urlaubseinsatz zu entscheiden, sind vielfältig. Deshalb ist es folgerichtig, dass im Projekt unterschiedliche Angebote für buchbare Pauschalurlaube und Work and Travel-Reisen konzipiert und umgesetzt werden, welche die Arbeit der Schutzgebiete unterstützen und damit zugleich den Schutz der Biologischen Vielfalt voranbringen.“

Mit dem Projekt „Voluntourismus für biologische Vielfalt“ macht sich der Verband Nationale Naturlandschaften e.V. gemeinsam mit dem Förder- und Landschaftspflegeverein Biosphärenreservat Mittelelbe e.V., der Schutzstation Wattenmeer e.V., dem Naturpark Südschwarzwald e.V., der Ecocamping Service GmbH und dem Reisecenter am Stresemannplatz GmbH & Co.KG für den Naturschutz in Nationalen Naturlandschaften stark.

Die Urlaubskonzepte sollen das Bewusstsein in der Gesellschaft für den Wert der biologischen Vielfalt fördern und mehr bürgerschaftliches Engagement für die Natur ermöglichen. Das Projekt entwickelt innovative Wirtschaftsmodelle und Angebote für nachhaltigen Tourismus in Deutschland, zum Beispiel beim Moorschutz und der Pflege von Biotopen im Müritz-Nationalpark oder beim Erhalt der Auenpfade im Biosphärenreservat Mittelelbe. Auch die Mitarbeit bei einfachen Monitoringaufgaben, wie Besucherzählungen, Pegelmessungen, Arterfassungen ist denkbar. Damit wird auch dem Wandel im ehrenamtlichen Engagement Rechnung getragen. Denn demografische Veränderungen, individuelle Lebensstile und -gewohnheiten sowie erlebnisorientierte Freizeitgestaltung haben ein großes Potenzial, das mit Hilfe dieses Projekts noch stärker für die Nationalen Naturlandschaften genutzt werden kann.

„Voluntourismus für biologische Vielfalt“ soll außerdem zur Nachahmung anregen: Die im Projekt geplanten Handlungshilfen werden interessierten Akteuren zur Verfügung gestellt und sollen so Impulse für eine bundesweite Verbreitung neuer Voluntourismus-Ideen geben.

Kontaktdaten sowie Projekt-Steckbrief unter: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/voluntourismus.html

 

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.
Weitere Informationen zum Bundesprogramm: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm


In der Aufnahme
Feuchtwiesenpflege im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Foto: St.Schubert/NNL e.V.)


Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

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Zurück in die Zukunft
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Zurück in die Zukunft

09/10.07.2020

  • Kabinett setzt „Zukunftskommission Landwirtschaft“ ein

Am Mittwoch (08.07.2020) hat das Bundeskabinett die Einsetzung der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ beschlossen. In die Kommission berufen ist auch Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. „Eine Landwirtschaft, die Landwirten ein gutes Auskommen sichert, gesunde Lebensmittel produziert und hilft Wasser, Böden und Klima zu schützen sowie Artenvielfalt zu erhalten, liegt im Interesse der gesamten Gesellschaft.

Die Kommission bietet die Chance zum Einstieg in einen breiten gesamtgesellschaftlichen, konstruktiven Dialog über Wege in eine zukunftsfähige und nachhaltige Landwirtschaft“, sagt Christoph Heinrich zur Aufgabe der Kommission.

Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Lebensmittelwirtschaft. Ein erster Zwischenbericht mit Empfehlungen und Vorschlägen für eine nachhaltige, zukunftsfähige Landwirtschaft in Deutschland soll bereits im Herbst 2020 vorgelegt werden. Der Abschlussbericht soll schließlich im Frühsommer 2021 folgen.
„Der Erhalt regional verankerter Landwirtschaft in Deutschland mit echten wirtschaftlichen Perspektiven steht nicht im Gegensatz zu Umweltschutzzielen. Mehr Klima- und Naturschutz sind vielmehr ein Grundpfeiler für zukunftsfähige Landwirtschaft im 21. Jahrhundert“, ist Heinrich überzeugt. „Landwirtschaft hat Zukunft, wenn wir uns in Deutschland und Europa endlich gemeinsam für eine Landwirtschaft stark machen, die ihren Fußabdruck weltweit substanziell reduziert, einen aktiven Beitrag zum Klima- und Biodiversitätsschutz leistet, ökologische Strukturen fördert und eine tiergerechte, flächengebundene Nutztierhaltung zum Standard macht.“

Christoph Heinrich hofft auf einen „offenen, fairen Dialog auf Augenhöhe“ unter den Mitgliederinnen und Mitgliedern der Kommission und einen konstruktiven Austausch, bei dem die Ergebnisse nicht schon am Anfang feststehen, sondern „Resultat der gemeinsamen Arbeit“ sind.

Zur Person:
Christoph Heinrich, Jahrgang 1965, verantwortet als Mitglied der Geschäftsleitung die Naturschutzarbeit des WWF für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem Schutz von gefährdeten Lebensräumen und Arten in internationalen Schwerpunktregionen der Tropen und gemäßigten Breiten, sowie in Deutschland. Nach den Studien der Rechtswissenschaften und Geographie in Gießen begann Christoph Heinrich seine berufliche Laufbahn beim NABU, für den er auf Bundesebene bis 2004 den Fachbereich Naturschutz und Umweltpolitik leitete. Der Diplom-Geograph ist als Mitglied zahlreicher Naturschutzorganisationen seit seiner Jugend ehrenamtlich im Naturschutz tätig.

KONTAKT
Wiebke Elbe
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-219
wiebke.elbe(at)wwf.de
twitter.com/ElbeWWF

Quelle
08. Juli 2020

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In der Aufnahme von Makrowilli
  • Mermitelocerus schmidtii

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Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

09/10.07.2020

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt
des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
Am vergangenen Dienstag wurde mit Arbeiten an der Dachhaut begonnen. Aus einem vormals artenfernern Bauwerk entwickelt sich in den kommenden Wochen ein Leuchtturm der Biodiversität.
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz
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Stele der Biodiversität® - Zellewitz

09/10.07.2020


Ein Projekt des Artenschutz in Franken®, des Verbandes Naturpark „Unteres Saaletal“ e. V., und des Fördervereins Bildung und Arbeit e.V., das von der Stadt Könnern und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Könnern / Sachsen-Anhalt. Viele Arten fanden und finden sich als ursprüngliche auch Fels- und Höhlenbewohner seit vielen Jahrhunderten als sogenannte Kulturfolger in und an von Menschenhand geschaffenen Gebäuden wieder. Hierzu zählen auch bestimmte Säugetier-, Vogel- und Insektenarten, die die Gebäude (Kunstfelsen) als Brutplätze, Sommerquartiere oder Versteckmöglichkeiten nutzen.

Viele der früher häufigen Arten der Dörfer und Städte sind heute bereits sehr selten geworden.
Aufgrund von Sanierungen und dem Abriss vieler geeigneter Gebäude, ist ein starker Rückgang der gebäudebewohnenden Arten zu verzeichnen. Zahlreiche Arten sind bereits fast ganz verschwunden! Eine Verarmung der Artenvielfalt findet statt. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung diesen Arten auch in Zukunft geeignete Quartiere vorzuhalten.

Ehemalige, vormals meist artenferne Trafotürme eignen sich nach entsprechender Umgestaltung in besondere Weise für die Einrichtungen eines „Leuchtturms der Artenvielfalt“.

Der ehemalige Trafoturm Zellewitz wird durch ein innovatives Artenschutz- und Umweltbildungsprojekt durch den Verein Artenschutz in Franken® und den Naturpark Unteres Saaletal, mit Unterstützung der Gemeinde Könnern dem Förderverein Bildung und Arbeit e. V. und der Deutschen Postcode Lotterie in einen Artenschutzturm verwandelt, der zukünftig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft leistet.

Das Projekt ist Bestandteil des Projekts „Stelen der Biodiversität®“, welches im Zuge der UN-Dekade 2011 bis 2020 bereits seit 2014 in unterschiedlichen Bundesländern Leuchttürme der Artenvielfalt entstehen lässt.

Das Projekt „Stelen der Biodiversität®“ hat es sich zum Ziel gesetzt, in jedem Bundesland der Republik sichtbar zu werden und ungenutzte Objekte, vorrangig alte Trafotürme, zu lebendigen Elementen der biologischen Vielfalt umzugestalten.Dazu werden gezielt Lebens- und Fortpflanzungsräume für Tiere geschaffen.



In der Abbildung
  • Die grafischen Arbeiten haben begonnen .. in der Aufnahme stellen wir eine Weiterentwicklung der Grafik dar die aufzeigen mag welch intensive Vorbereitungsarbeiten in einem solchen Projekt stecken ... Diese Skizze wird in abermals abgewandelter Form auf das Bauwerk aufgebracht.
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Planet in Flammen
Planet in Flammen

08/09.07.2020

WWF-Studie: Mega-Waldbrände werden neue Normalität / Feuer heizen Klimakrise mit 7,8 Milliarden Tonnen CO₂ an

Berlin: Die Wälder der Welt leiden zunehmend unter der sich zuspitzenden Klimakrise, die zu immer heftigeren Bränden führt. Darauf weist der WWF in einer Studie hin, die die Waldbrände des vergangenen Jahres analysiert. Die Umweltschützer warnen davor, dass die Rekordfeuer in 2019, wie am nördlichen Polarkreis, in Australien oder im Amazonas, in Zukunft nicht mehr als seltene Extremereignisse gelten könnten, sondern zur neuen Normalität würden.

Mit verheerenden Folgen: Die Brände bedrohen Menschenleben und zerstören Lebensräume unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Zusätzlich heizt die Waldzerstörung ihrerseits die Erderhitzung zusätzlich an, so der WWF. Rund 7,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxid wurden durch Waldbrände in 2019 ausgestoßen – zusätzlich zu rund 33 Milliarden Tonnen energiebedingter CO2-Emissionen. Auch in Deutschland wüteten 2019 extreme Brände: Über 2.700 Hektar Wald gingen verloren und damit mehr als doppelt so viel wie im Durchschnitt der vergangenen rund 30 Jahre.

„Wir haben es weltweit immer häufiger mit verheerenden Megafeuern zu tun, die riesige Waldflächen erfassen und kaum oder gar nicht zu löschen sind. Der Planet steht buchstäblich in Flammen“, warnt Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland. Die besondere Gefahrenlage beschreibt der WWF mit der Wechselwirkung von Erderhitzung und Waldbränden: Die Kombination aus langanhaltender Hitzewelle und Dürre, also niedriger Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit einer leicht entflammbaren Vegetation, führe zu sich schnell ausbreitenden Bränden. „Waldbrände und Klimakrise schaukeln sich gegenseitig hoch. Die Erderhitzung führt zu heftigeren Waldbränden und die Waldbrände heizen ihrerseits die Erderhitzung an“, so Susanne Winter.  

Auch die Waldbrandperioden haben sich laut WWF vielerorts stark verlängert. Das sei etwa der Fall in Australien, das zuletzt von Feuerstürmen von mehr als 1.000°C heimgesucht wurde, in denen Dutzende Menschen und mehr als 1,2 Milliarden Tiere ums Leben kamen.  Die Brände im Amazonas oder in Asien hätten einen klaren sozioökonomischen Hintergrund. Hier spielten vor allem Landnutzungsänderungen eine Rolle wie etwa der Ausbreitung einer nicht-nachhaltigen Landwirtschaft. 75 Prozent der weltweiten Entwaldung seien darauf zurückzuführen. Immer tiefer im Wald, auch an Orten, die von Bränden bislang weitgehend verschont blieben, wüteten mittlerweile extreme Feuer. Am nördlichen Polarkreis, wo gerade erst Rekordtemperaturen von 38°C verzeichnet wurden, verbrannten insgesamt 5,5 Millionen Hektar – eine Fläche größer als Niedersachsen. Rund 182 Millionen Tonnen Kohlendioxid wurden dabei freigesetzt. Die Arktis erwärme sich doppelt so schnell wie der Rest des Planeten, wodurch Brände von besonders hoher Intensität entstünden.

Die Analyse des WWF hebt auch den direkten Zusammenhang zwischen Bränden, Entwaldung und Pandemien hervor. Die Zerstörung von Wäldern, insbesondere von Tropenwäldern wie dem Amazonas, führe zu einem immer häufigeren Kontakt von Menschen und Wildtieren, die Erreger in sich tragen. Ausbrüche von Infektionskrankheiten stünden häufig in direktem Zusammenhang mit Waldverlust. Der Schutz der Wälder sei daher auch für die menschliche Gesundheit von höchstem Interesse. Eine intakte Natur sei ein Bollwerk gegen neue Krankheitserreger und Pandemien, so der WWF.

Um der Entwicklung etwas entgegenzusetzen, müsse der Fokus weg von der Brandlöschung hin zur Brandvermeidung, fordern die Umweltschützer: „Wir können den Walderhalt nicht auf Löschmaßnahmen aufbauen. Die neuen Brände sind dafür zu extrem. Stattdessen müssen wir uns mit vollem Einsatz in den Kampf gegen die Klimakrise begeben. Die Bundesregierung muss sich in einem ersten Schritt sofort für ein erhöhtes EU-Klimaschutzziel von mindestens 55 Prozent Treibhausgas-Minderung bis 2030 einsetzen, wissenschaftlich geboten wären eigentlich sogar 65 Prozent. Gleichzeitig müssen wir die durch unseren Konsum bedingte Entwaldung stoppen. Das gilt speziell für die Tropenwälder, die besonders viele Klimagase speichern. Nur so können wir den Teufelskreis aus Erderhitzung und Waldzerstörung stoppen“, sagt Susanne Winter vom WWF.

Nach zwei überdurchschnittlichen Feuerjahren in Deutschland fordert der WWF auch ein Umdenken von Forstwirtschaft und -politik. Mit stetig zunehmender Trockenheit drohe dem Wald auch hierzulande der Burnout. Immer noch zu häufig stünden naturferne Nadelbaumforste an trockenen Standorten, wo sie besonders anfällig für Brände seien und die Folgen der Klimakrise zusätzlich verschärften. Verschlimmert werde die Situation durch die künstlich herbeigeführte Entwässerung vieler Wälder, etwa durch Entwässerungsgräben. Der WWF fordert daher eine umfassende Förderung von Laubmischwäldern, wie sie natürlicherweise in Deutschland vorkommen und eine naturnahe Waldwirtschaft inklusive Maßnahmen zum Wasserrückhalt. Laubmischwälder erhöhen den Grundwasserspiegel, sorgen für ein kühleres Waldklima und beugen Bränden vor, so die Umweltschützer.

 
Ausgewählte Fakten aus der Studie:

    Europa: Europa „mediterranisiert“ sich zunehmend. Große Waldbrände sind nicht mehr die Ausnahme, sondern die Norm, selbst in den gemäßigten Klimazonen, wo insbesondere angepflanzte Kiefernforste brennen.

    Nördlicher Polarkreis: die Brände erwärmen den Permafrostboden, der dadurch noch schneller auftaut. Darin gebundenes CO2 und Methan wird freigesetzt, was wiederum zu einer weiteren Erwärmung führt.

    Südostasien: 99 Prozent der Brände sind menschlichen Ursprungs und stehen im Zusammenhang mit Entwaldungsprozessen und Veränderungen in der Landnutzung für Palmöl, Papier und Zellstoff.

    Zentralafrika: 70 Prozent der Brände weltweit konzentrieren sich auf dem afrikanischen Kontinent.

    Kalifornien: Fast 100.00 Hektar wurden in 2019 verwüstet, mehr als 200.000 Menschen mussten evakuiert werden.

    Australien:
Mehr als zwölf Millionen Hektar brannten innerhalb von vier Monaten ab, mit einer großen Zahl von Todesopfern und enormen Umweltschäden. In einem der heißesten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen wurden neben Steppe und Grasland auch Wälder der normalerweise feuchteren gemäßigten und subtropischen Region großflächig verbrannt.


KONTAKT

Immo Fischer
Pressestelle
Tel.: 0151 / 188 548 34
immo.fischer(at)wwf.de
Twitter: @ImmoFischer

Quelle
WWF
07. Juli 2020

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Stele der Biodiversität Lechtingen
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Stele der Biodiversität  - Lechtingen

08/09.07.2020


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Niedersachsen.Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.

Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gelichfalls zum Scheitern verurteilt.

Ein Projekt des Artenschutz in Franken® und dem Windmühle Lechtingen e.V. das von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.



In der Aufnahme
Seit nunmehr 2 Monaten wird intensiv an der zukünftigen Stele der Biodiversität  gearbeitet. Vor wenigen Tagen wurde mit dem Auftragen des farbigen Grundanstrichs begonnen. In etwa 14 Tagen streben wir den Start der grafischen Gestaltung an.
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„Naturschutz ist Bollwerk gegen Pandemien“
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„Naturschutz ist Bollwerk gegen Pandemien“

07/08.07.2020

UNEP und ILRI warnen Anstieg von Zoonosen / WWF fordert, ein Drittel der Erde unter Schutz zu stellen


Das UN-Umweltprogramm (UNEP) und das International Livestock Research Institute (ILRI) warnen in einem am Montagabend veröffentlichten Bericht vor dem Anstieg von Zoonosen.

Krankheiten könnten weiter und häufiger von Tieren auf Menschen überspringen, wenn Ökosysteme weiter zerstört und Tiere ausgebeutet würden.
 Dazu Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz vom WWF Deutschland:

„Der Bericht von UNEP und ILRI deckt sich an vielen Punkten mit dem, was der WWF Anfang April in der Analyse „The Loss Of Nature And The Rise Of Pandemics“ vorgelegt hat:  Die globalen Gesundheitsrisiken wachsen aufgrund von Umwelt- und Lebensraumzerstörung sowie illegalem und schlecht reguliertem Wildtierhandel. Wir fordern die internationale Staatengemeinschaft erneut zum schnellen und konsequenten Handeln auf, um das Risiko weiterer Pandemien zu senken.

Naturschutz ist ein Bollwerk gegen Krankheiten und Pandemien. Intakte Natur ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Gesundheitsvorsorge. Deutschland muss im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft dafür sorgen, dass 30 Prozent der Land- und Meeresfläche der EU innerhalb des kommenden Jahrzehnts einen Schutzstatus erhalten. Im Rahmen einer UN-Konferenz zum Schutz der biologischen Vielfalt in 2o21 hat die EU zudem die Chance, dieses Ziel zu einem globalen Maßstab zu erklären.“

KONTAKT

Wiebke Elbe
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-219
wiebke.elbe(at)wwf.de
twitter.com/ElbeWWF


Quelle
WWF
06. Juli 2020

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald


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Die Quadratur des Jubiläums
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Die Quadratur des Jubiläums

07/08.07.2020

  • Fotoaktion mit großen Holzwürfeln startet in den Nationalparkeinrichtungen

Neuschönau/Ludwigsthal/St. Oswald. Ein knalliges Grün zieht derzeit die Blicke der Nationalparkbesucher auf sich. Die großen Würfel mitsamt einer weißen 50 darauf stehen vor dem Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau, vor dem Waldgeschichtlichen Museum in St. Oswald und vor dem Haus zur Wildnis in Ludwigsthal.

Entstanden sind sie in der nationalparkeigenen Schreinerei bei Altschönau, wo normalerweise Wegweiser, Informationstafeln oder Sitzgarnituren angefertigt werden.
Doch was hat es mit den Würfeln eigentlich auf sich? Die Aktion ist Teil des 50. Geburtstag des Nationalparks. Die Würfel vor den Einrichtungen sollen Gästen als Fotomotiv dienen – und so das Jubiläum in die Welt hinaustragen. Wer will, kann die entstandenen Bilder auf Instagram unter dem Hashtag #50jahrenationalpark teilen. Unter allen hochgeladenen Bildern wird am Ende des Jahres einer der schmucken Holzwürfel verlost. Da lohnt sich das Fotografieren gleich doppelt!

Teilnahmebedingungen:

Teilnahme:
Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben. Alle Teilnehmer der Verlosung akzeptieren diese Teilnahmebedingungen. Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Nutzung eines Instagramaccounts notwendig. An der Verlosung kann teilnehmen, wer ein Foto von sich und dem 50-Jahre-Würfel auf Instagram öffentlich unter dem Hashtag #50jahrenationalpark postet und dieses Foto mindestens bis 15. November 2020 öffentlich sichtbar ist. Teilnahmeschluss ist der 8. November 2020. Kontakt: pressestelle@npv-bw.bayern.de

Gewinnerbekanntgabe:
Der Gewinner wird per Zufallsentscheidung ermittelt und bis 15. November 2020 via Instagram kontaktiert. Danach wird der Gewinner bekanntgegeben. Der Gewinner erklärt sich damit einverstanden, dass sein Name und Wohnort auf der Homepage und auf den Social-Media-Kanälen des Nationalparks Bayerischer Wald veröffentlicht werden. Gewinnern, die in einer Nationalparkgemeinde wohnen, wird der Würfel geliefert. Alle anderen müssen sich den Würfel selbst bei der Nationalparkverwaltung abholen.

Ausschluss:
Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald behält sich das Recht vor, Teilnehmer ohne Angabe von Gründen von der Teilnahme am Wettbewerb auszuschließen - insbesondere dann, wenn gepostete Bilder gegen geltendes Recht oder den guten Geschmack verstoßen. Dies gilt ebenfalls bei Verstößen gegen die Teilnahmebedingungen.

Rechte am Foto:
Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald erhält das nicht ausschließliche Recht, die Fotos zeitlich unbeschränkt und unwiderruflich für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen und hierfür zu bearbeiten. Dies schließt die Verbreitung auf den Social-Media-Plattformen des Veranstalters und auf der Internetseite www.natinalpark-bayerischer-wald.de mit ein. Die Urheberrechte am Foto bleiben beim Teilnehmer.

Datenschutz:
Der Gewinner versichert, dass die von ihm gemachten Angaben zur Person, insbesondere Vor-, Nachname und  Wohnort  wahrheitsgemäß und richtig sind. Der Veranstalter weist darauf hin, dass sämtliche personenbezogenen Daten des Gewinners ohne Einverständnis weder an Dritte weitergegeben noch diesen zur Nutzung überlassen werden. Im Falle eines Gewinns, erklärt sich der Gewinner mit der Veröffentlichung seines Namens und Wohnorts in den vom Veranstalter genutzten Werbemedien einverstanden. Dies schließt die Bekanntgabe des Gewinners auf der Webseite des Betreibers und seinen Social-Media-Plattformen mit ein. Der Teilnehmer kann seine erklärte Einwilligung jederzeit widerrufen. Der Widerruf ist schriftlich an pressestelle@npv-bw.bayern.de zu richten.

Salvatorische Klausel:
Sollte eine Bestimmung dieser Teilnahmebedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit dieser Teilnahmebedingungen im Übrigen nicht berührt. Statt der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige gesetzlich zulässige Regelung, die dem in der unwirksamen Bestimmung zum Ausdruck gekommenen Sinn und Zweck wirtschaftlich am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für den Fall des Vorliegens einer Regelungslücke in diesen Teilnahmebedingungen.

Bilder zur Mitteilung
Wer ein Foto von sich mit der großen „50“ macht und auf Instagram teilt, kann einen der Jubiläumswürfel gewinnen. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle
Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Stabsstelle Koordination und Kommunikation
08552 9600-132 oder 08552 9600-144
08552 9600-100
Email: pressestelle@npv-bw.bayern.de
Pressemitteilung Nr. 54/2020
Datum: 06.07.2020

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Steuergelder für leere Meere?
Steuergelder für leere Meere?

07/08.07.2020

Umweltverbände fordern: Keine Wiedereinführung schädlicher Fischereisubventionen unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft


Unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft entscheidet sich die zukünftige Ausrichtung der europäischen Fischereisubventionspolitik. In einem offenen Brief an die zuständige Bundesministerin Julia Klöckner fordern Client Earth, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Environmental Justice Foundation (EJF), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und WWF Deutschland, dass schädliche Fischereisubventionen, die die Flottenkapazität und die Überfischung befeuern, nicht wiedereingeführt werden.

„Bis zum Ende des Jahres muss der Abbau schädlicher Fischereisubventionen beschlossene Sache sein. Es darf keine Kehrtwende geben, bei der auf EU-Ebene wieder Steuergelder bereitgestellt werden, die die Schleusen für die Überfischung und Zerstörung der Meere öffnen“, so die Verbände.

Die Beendigung der Überfischung der Meere ist eine der großen Herausforderungen, denen sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der UN-Agenda 2030 verpflichtet hat. Dafür sollen schädliche Fischereisubventionen – einer der Haupttreiber der Überfischung – noch dieses Jahr abgebaut werden (SDG 14.6). In der EU wurden die meisten dieser Subventionen bereits 2004 abgeschafft, nun droht aber, dass sie über den Europäischen Meeres-, Fischerei-, und Aquakulturfonds (EMFAF) wiedereingeführt werden. Dieser stellt finanzielle Mittel für die Zielerreichung der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der EU und für den Fischerei- und Aquakultursektor zur Verfügung.

In Trilog-Verhandlungen mit dem EU-Parlament und der EU-Kommission wird der EMFAF dieses Jahr für 2021 – 2027 neu verhandelt und Deutschland hat als Ratsvorsitz die Gelegenheit, ihn maßgeblich mitzugestalten. „Damit die EU ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele nicht untergräbt und das UN-Ziel in 2020 erreicht wird, muss Frau Klöckner die Chance ergreifen, um die Segel in Richtung einer Zukunft zu setzen, die für Fischbestände und Fischer:innen nachhaltig ist“, drängen die Umweltverbände.

Sie fordern, unter der Moderation der deutschen Ratspräsidentschaft im Ministerrat einen zukunftsgerichteten EMFAF 2021-2017 zu verabschieden, der 1. mindestens 25 Prozent seiner Mittel für den Meeresnaturschutz einsetzt, 2. Fischereimanagementmaßnahmen sowie eine bessere Kontrolle und Durchsetzung von Vorschriften wirksam unterstützt und 3. keine kapazitätserhöhenden und die Überfischung befeuernden Fischereisubventionen wiedereinführt.

Auch die erst im Mai 2020 im Rahmen des europäischen Green Deals verabschiedete EU-Biodiversitätsstrategie sieht einen Aktionsplan zum Meeresschutz für eine Neuausrichtung der fischereilichen Praxis, Beschränkungen für die Grundschleppnetzfischerei sowie Nachhaltigkeitsanreize über den zukünftigen EMFAF vor.

KONTAKT
Freya Duncker
Pressestelle WWF
Tel.: 040-530 200 448
freya.duncker@wwf.de

Quelle
WWF
06. Juli 2020

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100 Jahre Wiederansiedlung des Alpensteinbocks im Schweizerischen Nationalpark
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20. Juni 2020: 100 Jahre Wiederansiedlung des Alpensteinbocks im Schweizerischen Nationalpark

07.08.07.2020

Vor 100 Jahren: Comeback des Steinbocks

Um ein Haar wäre der Alpensteinbock für immer aus seiner einstigen Heimat verschwunden. In mehreren spektakulären Aktionen gelang es Wilderern und Schmugglern Anfang des letzten Jahrhunderts, insgesamt 59 Steinböcke in die Schweiz zu bringen.

Nach erfolgreicher Züchtung wurden auch im Schweizerischen Nationalpark am 20. Juni 1920 erste Steinböcke wiederangesiedelt.

Nicht von ungefähr gilt der Alpensteinbock als König der Alpen. Seine Anpassung an den alpinen Lebensraum ist perfekt, seine Kletterkünste sind legendär und seine stoische Ruhe mitten im Schneesturm bewundernswert. Und trotzdem: Dieses Symbol für Kraft, Ausdauer und Lebenswillen ist um ein Haar vollständig vom Menschen ausgerottet worden. Ohne den mutigen Einsatz von ein paar Naturfreunden und – paradoxerweise – der Jagdleidenschaft der italienischen Könige würden heute kaum mehr Steinböcke unsere Berge beleben.

Am Rande der Ausrottung


Bereits im 16. Jahrhundert trugen die aufkommenden Feuerwaffen, ungünstige Witterungsbedingungen und die damit verbundenen Missernten zur intensiven Bejagung des Steinbocks bei. Zusätzlich drang der Mensch immer weiter in die Berggebiete vor. Wälder wurden gerodet und die Weideareale für die Haustiere engten den Lebensraum des Hochgebirgswildes immer mehr ein. Auch der Aberglaube spielte eine nicht zu unterschätzende Rolle. Fast jedem Körperteil wurde eine heilende Wirkung zugesprochen. Neben Blut, Knochenmark und Milz wurden die Hörner und die Bezoarkugeln sowie das sogenannte Herzkreuz verwendet. Dieser verhärtete Knorpel der Herzklappen sollte seinen Träger unverwundbar machen. Obwohl die Drei Bünde 1612 ein striktes Jagdverbot für den Steinbock verhängten, war dieser bereits um 1640 in Graubünden ausgerottet. 1809 wurde im Wallis der letzte Schweizer Steinbock erlegt.

Königlicher Schutz eine Sekunde vor zwölf

Im Gebiet des Gran Paradiso, zwischen dem Aostatal und dem Piemont, überlebten schliesslich die letzten Alpensteinböcke. Vittorio Emanuele II, der König von Italien, sorgte höchstpersönlich dafür, dass rigorose Schutzbestimmungen durch Wildhüter durchgesetzt wurden.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Bestrebungen, Steinböcke in weiteren Gebieten des Alpenraums wieder anzusiedeln. Da der italienische König keine Bereitschaft zeigte, der Schweiz Tiere für die Zucht zur Verfügung zu stellen, wurden Wilderer angeheuert, die ab 1906 unter Lebensgefahr Steinbockkitze aus dem Gran Paradiso in die Schweiz schmuggelten. Diese wurden im Tierpark Peter und Paul in St. Gallen aufgezogen und gezüchtet. Bald folgten erste Aussetzungen im Weisstannental und am Piz Ela, leider ohne Erfolg.

Steinböcke im jungen Nationalpark

Als nächstes rückte der neu gegründete Schweizerische Nationalpark (SNP) in den Fokus. Am 19. Juni 1920 trafen sieben Kisten mit Steinböcken in Zernez ein. Von der Blasmusik und einer grossen Menschenmenge wurden sie am Bahnhof empfangen. Am nächsten Morgen ging’s mit dem Pferdefuhrwerk weiter in Richtung Ova Spin und Piz Terza, wo die jungen Steinböcke in die Freiheit entlassen wurden.

Die noch junge Kolonie erlebte bereits nach einem Jahr einen Rückschlag. Zwei Böcke und zwei Geissen zogen in Richtung Livigno: Die Böcke wurden gewildert, die Geissen siedelten sich in der Folge am Piz Albris an. Sie gaben den Anstoss für die Gründung der Kolonie Albris. In den Jahren 1923, 1924 und 1926 erfolgten weitere Aussetzungen. Diesmal transportierte man die Tiere allerdings in die Val Cluozza.

Erfolgreiches Comeback

Die Rettung des Alpensteinbocks ist eine weltweit beispiellose Erfolgsgeschichte. Durch das beherzte Eingreifen einiger Visionäre konnte eine Tierart quasi eine Sekunde vor zwölf vor dem Aussterben bewahrt werden. Heute leben im SNP rund 300 Steinböcke, alpenweit dürften es ca. 40‘000 Tiere sein. Alle stammen sie von der Restpopulation im Jagdgebiet der italienischen Könige am Gran Paradiso ab. Das bedeutet, dass die genetische Vielfalt bei den heutigen Steinböcken gering ist. Wie sich dies in Zukunft auf die Population auswirken wird, ist noch nicht bekannt.

 
Am 5. August 2020 wird Dr. Marco Giacometti, Autor des Buches «Von Königen und Wilderern», einen Vortrag in der Reihe NATURAMA zum Thema halten.

  • www.nationalpark.ch/de/flora-und-fauna/tiere/steinbock/wiederansiedlung-steinbock

 
Für Rückfragen:
SCHWEIZERISCHER NATIONALPARK
Hans Lozza, Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 081 851 41 11
lozza(at)nationalpark.ch


Quelle
Schweizerischer Nationalpark
Schloss Planta-Wildenberg
7530 Zernez
Schweiz

Tel. +41 81 851 41 11
Fax +41 81 851 41 12
info@nationalpark.ch

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In der Aufnahme von Stefan Zimmermann

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EU Kommission warnt Rumänien: Illegale Abholzung stoppen oder Klage vor Gericht
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EU Kommission warnt Rumänien: Illegale Abholzung stoppen oder Klage vor Gericht

06/07.07.2020

Die Europäische Kommission fordert die rumänischen Behörden auf, unverzüglich gegen
die illegale Abholzung von Ur- und Naturwäldern in rumänischen Schutzgebieten vorzugehen.



Quelle
EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe
Westendstraße 3
78315 Radolfzell
Deutschland

Fon: +49 (0) 7732 - 92 72 - 0
Fax: +49 (0) 7732 - 92 72 - 22

www.euronatur.org
info(at)euronatur.org
02.07.2020


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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
  • Scheckenfalter auf Skabiose

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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
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Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.

Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

So erreichen wir alljährlich rund 1 Million Besucher und Besucherrinnen die hier fast 10 Millionen Bewegungen hinterlassen!

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
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Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
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Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg