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Gewöhnliche Buche (auch Rotbuche)
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Gewöhnliche Buche (auch Rotbuche)
Bild zum Eintrag (1143492-160)
Die Rotbuche – Charakterbaum unserer Wälder

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist die häufigste Laubbaumart Mitteleuropas und prägt vielerorts das Bild naturnaher Wälder. Unter günstigen Bedingungen kann sie über 300 Jahre alt werden und Höhen von mehr als 40 Metern erreichen. Mit ihrer dichten Krone, der glatten grauen Rinde und dem reichen Blätterdach schafft sie einen besonderen Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.

In Deutschland gilt die Rotbuche als natürliche Hauptbaumart vieler Waldstandorte. Ohne den Einfluss des Menschen würden weite Teile Mitteleuropas von Buchenwäldern dominiert. Besonders auf frischen, nährstoffreichen Böden zeigt die Buche ihre Konkurrenzstärke. Durch ihr dichtes Kronendach gelangt vergleichsweise wenig Licht auf den Waldboden, wodurch sich eine charakteristische Waldvegetation entwickelt.

Für die Artenvielfalt besitzt die Buche eine hohe Bedeutung. Alte Bäume bieten Höhlen für Spechte, Fledermäuse und andere Waldbewohner. Abgestorbene Stämme und Äste werden von Insekten, Pilzen und Mikroorganismen besiedelt. Auch die Früchte der Buche, die Bucheckern, sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Nagetiere und verschiedene Wildtiere.

Herausforderungen durch den Klimawandel

Der fortschreitende Klimawandel stellt die Rotbuche vor neue Herausforderungen. Längere Trockenperioden, häufigere Hitzewellen und steigende Temperaturen können insbesondere auf trockenen und flachgründigen Standorten zu Stress führen. Sichtbare Folgen sind beispielsweise eine verringerte Vitalität, frühzeitiger Blattfall oder eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Buche nicht überall gleichermaßen betroffen ist. Auf ausreichend frischen und tiefgründigen Standorten besitzt sie weiterhin gute Entwicklungsmöglichkeiten. Ihre Zukunft wird daher stark von den jeweiligen Standortbedingungen abhängen.

Waldumbau und Zukunftsperspektiven

Viele Forstbetriebe und Waldeigentümer reagieren auf die Veränderungen des Klimas mit einem langfristigen Waldumbau. Ziel ist die Entwicklung stabiler, artenreicher und widerstandsfähiger Mischwälder. Dabei bleibt die Rotbuche häufig ein wichtiger Bestandteil, wird jedoch verstärkt mit anderen Baumarten kombiniert.

Mischbestände können Risiken besser verteilen und die Anpassungsfähigkeit der Wälder erhöhen. Unterschiedliche Baumarten nutzen Wasser und Nährstoffe auf verschiedene Weise und reagieren unterschiedlich auf Wetterextreme. Dadurch können gemischte Wälder gegenüber Trockenheit, Stürmen oder Schädlingsbefall oft robuster sein als reine Bestände.

Nach heutigem Kenntnisstand wird die Rotbuche auch künftig zu den bedeutenden Baumarten Mitteleuropas gehören. Ihre Rolle könnte sich jedoch regional verändern. Während sie auf manchen trockenen Standorten an Bedeutung verliert, dürfte sie auf geeigneten Standorten weiterhin ein prägendes Element naturnaher Wälder bleiben.

Ein Baum mit großer ökologischer Bedeutung

Die Rotbuche verbindet hohe ökologische Wertigkeit mit landschaftsprägender Schönheit. Als Lebensraum, Nahrungsquelle und wichtiger Bestandteil naturnaher Waldökosysteme wird sie auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Waldschutz und in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung spielen. Die Förderung vielfältiger Mischwälder kann dazu beitragen, dass die Buche ihre Funktionen trotz der Herausforderungen des Klimawandels langfristig erfüllen kann.

In der Aufnahme von Albert Meier vom 30.03.09
  •     Rot-Buche, Gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica; sylvaticus = im Walde wachsend)) - Es wird Zeit für neues Grün... In der Aufnahme sind der Buchenstamm ( Rinde ) sowie die abgestorbene Belaubung gut erkennbar.
Gewöhnliche Buche (auch Rotbuche)
Bild zum Eintrag (1143496-160)
In der Aufnahme von Albert Meier vom 12.04.09 
  • Rot-Buche, Gewöhnliche Buche (Fagus sylvatica – Fagus = röm. Name f. Buche; sylvaticus = im Walde wachsend) – die Männla treiben aus, die Weibla lassen noch auf sich warten... Extreme ( sommerliche ) Trockenheit ist nicht ihr Metier. Die Rotbuche liebt es nährstoffreich, frisch und wenn möglich tiefgründig unter dem Baumstamm. Gemeine Buchen werden fast 30 Meter hoch.
    Die Blüten zeigen sich in dem Monaten April bis Mai. 
Gewöhnliche Buche (auch Rotbuche)
Bild zum Eintrag (1143499-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
  • jetzt darf man Buchecker zur ehedem weiblichen Blüte sagen...25.05.09 
Früchte der Gewöhnlichen Buche (auch Rotbuche)
Bild zum Eintrag (1143500-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
Früchte der Gewöhnlichen Buche (auch Rotbuche)
Bild zum Eintrag (1143501-160)
In der Aufnahme von Albert Meier
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