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Das Summen des alten Bienenstocks
Das Summen des alten Bienenstocks
An einem warmen Frühlingstag lag ein lebendiges Summen in der Luft. Es war kein einzelnes Geräusch, sondern ein ganzes Orchester aus Flügelschlägen. Vor dem Eingang des Bienenstocks tummelten sich unzählige Bienen – sie kamen und gingen, landeten vorsichtig, starteten wieder und verschwanden zwischen den grünen Pflanzen, die rund um den Stock wuchsen.
Mitten in diesem Gewimmel war eine junge Biene unterwegs, die gerade ihren ersten großen Ausflug hinter sich hatte. Die Welt draußen war riesig gewesen: voller Farben, Düfte und Bewegung. Sie hatte Blüten entdeckt, die im Sonnenlicht leuchteten, und Nektar gesammelt, so süß wie nichts, was sie zuvor gekannt hatte.
Nun kehrte sie zurück.
Der Eingang des alten Holzstocks wirkte auf den ersten Blick eng und unübersichtlich. Doch für die Bienen war alles genau organisiert. Einige standen am Eingang und prüften, wer hinein durfte. Andere fächelten mit ihren Flügeln frische Luft in das Innere. Wieder andere schienen sich kurz auszuruhen, bevor sie erneut in die weite Welt hinausflogen. Die junge Biene landete vorsichtig zwischen ihnen. Für einen Moment hielt sie inne und spürte das Vibrieren des Stocks – ein gleichmäßiges, beruhigendes Summen, das durch das Holz nach außen drang. Es war, als würde der ganze Bienenstock atmen.
Im Inneren herrschte geschäftiges Treiben. Jede Biene hatte ihre Aufgabe: Einige kümmerten sich um den Nachwuchs, andere bauten an den Waben, wieder andere verarbeiteten den gesammelten Nektar zu Honig. Alles geschah ohne Streit, ohne Chaos – wie ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel.
Draußen vor dem Stock ging das Leben weiter. Die grünen Pflanzen bewegten sich sanft im Wind, und die Sonne tauchte alles in warmes Licht. Immer mehr Bienen kehrten zurück, ihre Beine voller Blütenstaub, während andere sich gerade auf den Weg machten. Die junge Biene verstand langsam, dass sie Teil von etwas Großem war. Alleine war sie klein, doch gemeinsam konnten sie erstaunliche Dinge leisten. Sie versorgten sich gegenseitig, bauten ihr Zuhause und sorgten dafür, dass die Welt um sie herum weiterblühte.
Bevor sie wieder losflog, blickte sie noch einmal auf den alten Bienenstock. Von außen wirkte er unscheinbar – ein Stück Holz am Rand einer Wiese. Doch in Wahrheit war er das Herz eines lebendigen Volkes. Dann summte sie los, hinein in die grüne Welt voller Blüten. Und das Summen vor dem alten Bienenstock hörte nie auf.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Vor vielen Jahren stand am Rand einer blühenden Wiese ein alter Bienenstock aus Holz. Seine Bretter waren vom Wetter gezeichnet, ein wenig schief und von der Zeit dunkel gefärbt. Doch genau hier lebte ein ganz besonderes Volk: die Westliche Honigbiene (Apis mellifera).
An einem warmen Frühlingstag lag ein lebendiges Summen in der Luft. Es war kein einzelnes Geräusch, sondern ein ganzes Orchester aus Flügelschlägen. Vor dem Eingang des Bienenstocks tummelten sich unzählige Bienen – sie kamen und gingen, landeten vorsichtig, starteten wieder und verschwanden zwischen den grünen Pflanzen, die rund um den Stock wuchsen.
Mitten in diesem Gewimmel war eine junge Biene unterwegs, die gerade ihren ersten großen Ausflug hinter sich hatte. Die Welt draußen war riesig gewesen: voller Farben, Düfte und Bewegung. Sie hatte Blüten entdeckt, die im Sonnenlicht leuchteten, und Nektar gesammelt, so süß wie nichts, was sie zuvor gekannt hatte.
Nun kehrte sie zurück.
Der Eingang des alten Holzstocks wirkte auf den ersten Blick eng und unübersichtlich. Doch für die Bienen war alles genau organisiert. Einige standen am Eingang und prüften, wer hinein durfte. Andere fächelten mit ihren Flügeln frische Luft in das Innere. Wieder andere schienen sich kurz auszuruhen, bevor sie erneut in die weite Welt hinausflogen. Die junge Biene landete vorsichtig zwischen ihnen. Für einen Moment hielt sie inne und spürte das Vibrieren des Stocks – ein gleichmäßiges, beruhigendes Summen, das durch das Holz nach außen drang. Es war, als würde der ganze Bienenstock atmen.
Im Inneren herrschte geschäftiges Treiben. Jede Biene hatte ihre Aufgabe: Einige kümmerten sich um den Nachwuchs, andere bauten an den Waben, wieder andere verarbeiteten den gesammelten Nektar zu Honig. Alles geschah ohne Streit, ohne Chaos – wie ein perfekt abgestimmtes Zusammenspiel.
Draußen vor dem Stock ging das Leben weiter. Die grünen Pflanzen bewegten sich sanft im Wind, und die Sonne tauchte alles in warmes Licht. Immer mehr Bienen kehrten zurück, ihre Beine voller Blütenstaub, während andere sich gerade auf den Weg machten. Die junge Biene verstand langsam, dass sie Teil von etwas Großem war. Alleine war sie klein, doch gemeinsam konnten sie erstaunliche Dinge leisten. Sie versorgten sich gegenseitig, bauten ihr Zuhause und sorgten dafür, dass die Welt um sie herum weiterblühte.
Bevor sie wieder losflog, blickte sie noch einmal auf den alten Bienenstock. Von außen wirkte er unscheinbar – ein Stück Holz am Rand einer Wiese. Doch in Wahrheit war er das Herz eines lebendigen Volkes. Dann summte sie los, hinein in die grüne Welt voller Blüten. Und das Summen vor dem alten Bienenstock hörte nie auf.
In der Aufnahme von Dieter Zinßer
- Zahlreiche Honigbienen versammeln sich vor einem alten Holzstock, während im Hintergrund grüne Pflanzen leise im Wind schwingen.
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