Erdkröte im Einmachglas
Eine kleine Erdkröte – gerettet vor einer oft unterschätzten Gefahr
Manchmal wird der Verlust der biologischen Vielfalt nicht durch große Ereignisse sichtbar, sondern in einem einzigen, unscheinbaren Augenblick. Eine kleine Erdkröte (Bufo bufo) geriet in das Blickfeld einer frei laufenden Hauskatze. Für das Amphibium hätte diese Begegnung tödlich enden können. Doch die Situation wurde rechtzeitig erkannt: Wir konnten die Kröte vorsichtig aufnehmen und an einen geschützten, strukturreichen Ort außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone bringen.
Für uns von Artenschutz in Franken® steht dieses kleine Tier sinnbildlich für eine Entwicklung, die häufig kaum wahrgenommen wird. Frei laufende Hauskatzen folgen ihrem natürlichen Jagdtrieb. Dabei erbeuten oder verletzen sie nicht nur Mäuse, sondern auch Vögel, Eidechsen, Blindschleichen, Frösche, Kröten und zahlreiche Insekten. Besonders problematisch kann dies in naturnahen Gärten, an Waldrändern, in Feuchtgebieten sowie während der Fortpflanzungs- und Wanderzeiten vieler Wildtiere werden.
Die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Katze. Sie handelt instinktiv. Entscheidend ist vielmehr, wie verantwortungsvoll wir Menschen mit der Haltung unserer Haustiere umgehen. Begrenzter oder gesicherter Freigang, katzensicher gestaltete Außenbereiche und das zeitweise Belassen der Tiere im Haus – insbesondere nachts sowie während sensibler Brut-, Setz- und Wanderungszeiten – können dazu beitragen, vermeidbare Verluste zu reduzieren. Auch Versteckmöglichkeiten aus heimischen Pflanzen, Totholz, Steinen und dichtem Bodenbewuchs verbessern die Überlebenschancen kleiner Wildtiere.
Unsere gerettete Erdkröte hatte Glück. Sie konnte ihren Weg unverletzt fortsetzen. Viele andere Tiere bleiben jedoch unbemerkt und werden Teil eines schleichenden Verlustes, der sich Tag für Tag in unseren Gärten und Siedlungsräumen vollzieht.
Artenschutz beginnt deshalb nicht erst in großen Schutzgebieten. Er beginnt unmittelbar vor unserer Haustür – mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und der Bereitschaft, auch für die kleinsten Mitbewohner unserer Landschaft Verantwortung zu übernehmen.
Aufnahme vom 09.09.2026 - Selina Bertelmann
Artenschutz in Franken® 11.09.2026
Manchmal wird der Verlust der biologischen Vielfalt nicht durch große Ereignisse sichtbar, sondern in einem einzigen, unscheinbaren Augenblick. Eine kleine Erdkröte (Bufo bufo) geriet in das Blickfeld einer frei laufenden Hauskatze. Für das Amphibium hätte diese Begegnung tödlich enden können. Doch die Situation wurde rechtzeitig erkannt: Wir konnten die Kröte vorsichtig aufnehmen und an einen geschützten, strukturreichen Ort außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone bringen.
Für uns von Artenschutz in Franken® steht dieses kleine Tier sinnbildlich für eine Entwicklung, die häufig kaum wahrgenommen wird. Frei laufende Hauskatzen folgen ihrem natürlichen Jagdtrieb. Dabei erbeuten oder verletzen sie nicht nur Mäuse, sondern auch Vögel, Eidechsen, Blindschleichen, Frösche, Kröten und zahlreiche Insekten. Besonders problematisch kann dies in naturnahen Gärten, an Waldrändern, in Feuchtgebieten sowie während der Fortpflanzungs- und Wanderzeiten vieler Wildtiere werden.
Die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Katze. Sie handelt instinktiv. Entscheidend ist vielmehr, wie verantwortungsvoll wir Menschen mit der Haltung unserer Haustiere umgehen. Begrenzter oder gesicherter Freigang, katzensicher gestaltete Außenbereiche und das zeitweise Belassen der Tiere im Haus – insbesondere nachts sowie während sensibler Brut-, Setz- und Wanderungszeiten – können dazu beitragen, vermeidbare Verluste zu reduzieren. Auch Versteckmöglichkeiten aus heimischen Pflanzen, Totholz, Steinen und dichtem Bodenbewuchs verbessern die Überlebenschancen kleiner Wildtiere.
Unsere gerettete Erdkröte hatte Glück. Sie konnte ihren Weg unverletzt fortsetzen. Viele andere Tiere bleiben jedoch unbemerkt und werden Teil eines schleichenden Verlustes, der sich Tag für Tag in unseren Gärten und Siedlungsräumen vollzieht.
Artenschutz beginnt deshalb nicht erst in großen Schutzgebieten. Er beginnt unmittelbar vor unserer Haustür – mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und der Bereitschaft, auch für die kleinsten Mitbewohner unserer Landschaft Verantwortung zu übernehmen.
Aufnahme vom 09.09.2026 - Selina Bertelmann
Artenschutz in Franken® 11.09.2026
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