Wechselkröte (Bufotes viridis)
Wechselkröte (Bufotes viridis)
In einer warmen Frühlingsnacht erwacht eine kleine Kröte zwischen Kies und Sand. Der Regen hat flache Pfützen gefüllt, die Luft riecht nach Erde. Vorsichtig tastet sie sich aus ihrem Versteck unter einem Stein hervor. Ihr Rücken schimmert grün und braun im Mondlicht – wie ein Mosaik aus Wiesen und Feldern. Sie folgt einem uralten Instinkt: dem Ruf eines Gewässers, das nur für kurze Zeit existiert. Dort, im seichten Wasser, wird sie ihre Eier ablegen. Doch der Weg ist unsicher geworden. Wo einst offene Brachflächen lagen, stehen heute Gebäude und Straßen. Und die Sommer werden heißer, trockener.
Diese kleine Wanderin ist die Wechselkröte (Bufotes viridis) – eine bemerkenswerte Amphibienart, die sich seit Jahrtausenden an wechselhafte Bedingungen angepasst hat.
Artbeschreibung der Wechselkröte (Bufotes viridis)
Die Wechselkröte (Bufotes viridis) gehört zur Familie der Echten Kröten (Bufonidae). Sie ist in weiten Teilen Europas sowie in Teilen West- und Zentralasiens verbreitet.
Äußere Merkmale
Ihr Name „Wechselkröte“ bezieht sich auf ihre Fähigkeit, die Hautfärbung leicht an Temperatur und Umgebung anzupassen.
Lebensraum
Die Wechselkröte bevorzugt offene, oft trocken-warme Lebensräume wie:
Anders als viele andere Amphibien kommt sie gut mit temporären Gewässern zurecht. Gerade flache, sich schnell erwärmende Pfützen oder Tümpel sind ideale Laichgewässer, da sie meist fischfrei sind.
Lebensweise
Die Wechselkröte ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber versteckt sie sich in Erdspalten, unter Steinen oder selbst gegrabenen Mulden. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Spinnen und anderen kleinen Wirbellosen.
Die Fortpflanzungszeit liegt meist zwischen April und Juni. Die Männchen locken mit einem lang anhaltenden, melodischen Ruf, der an ein leises Trillern erinnert.
Perspektive der Wechselkröte im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Wechselkröte gilt als anpassungsfähig – doch selbst diese robuste Art steht zunehmend unter Druck.
Klimawandel
Steigende Temperaturen wirken sich unterschiedlich aus:
Zukünftig wird entscheidend sein, ob ausreichend geeignete Ersatzlebensräume entstehen – etwa durch naturnahe Stadtplanung, Schutz von Brachflächen und gezielte Anlage flacher Gewässer.
Ausblick
Die Wechselkröte ist ein Beispiel dafür, dass Arten mit einer gewissen ökologischen Flexibilität dennoch Schutz benötigen. Ihre Zukunft hängt davon ab, ob wir offene, dynamische Lebensräume erhalten oder neu schaffen.
Wenn Kiesflächen, Baustellenbrachen oder naturnahe Retentionsflächen bewusst gestaltet werden, können sie nicht nur der Wechselkröte, sondern auch vielen anderen spezialisierten Arten als Rückzugsraum dienen.
In der Aufnahme von Alexandra Mohr u. Sascha Schmidt
- Die Reise einer kleinen Überlebenskünstlerin
In einer warmen Frühlingsnacht erwacht eine kleine Kröte zwischen Kies und Sand. Der Regen hat flache Pfützen gefüllt, die Luft riecht nach Erde. Vorsichtig tastet sie sich aus ihrem Versteck unter einem Stein hervor. Ihr Rücken schimmert grün und braun im Mondlicht – wie ein Mosaik aus Wiesen und Feldern. Sie folgt einem uralten Instinkt: dem Ruf eines Gewässers, das nur für kurze Zeit existiert. Dort, im seichten Wasser, wird sie ihre Eier ablegen. Doch der Weg ist unsicher geworden. Wo einst offene Brachflächen lagen, stehen heute Gebäude und Straßen. Und die Sommer werden heißer, trockener.
Diese kleine Wanderin ist die Wechselkröte (Bufotes viridis) – eine bemerkenswerte Amphibienart, die sich seit Jahrtausenden an wechselhafte Bedingungen angepasst hat.
Artbeschreibung der Wechselkröte (Bufotes viridis)
Die Wechselkröte (Bufotes viridis) gehört zur Familie der Echten Kröten (Bufonidae). Sie ist in weiten Teilen Europas sowie in Teilen West- und Zentralasiens verbreitet.
Äußere Merkmale
- Größe: etwa 6–9 cm, Weibchen meist etwas größer als Männchen
- Färbung: charakteristisch sind die unregelmäßigen grünen Flecken auf hellem, oft grau-beigem Grund
- Haut: trocken, warzig, mit deutlich sichtbaren Drüsen
- Augen: waagerechte Pupillen, gold- bis grünlich schimmernde Iris
Ihr Name „Wechselkröte“ bezieht sich auf ihre Fähigkeit, die Hautfärbung leicht an Temperatur und Umgebung anzupassen.
Lebensraum
Die Wechselkröte bevorzugt offene, oft trocken-warme Lebensräume wie:
- Steppenartige Flächen
- Kiesgruben und Sandflächen
- Ruderalflächen im Siedlungsbereich
- Küsten- und Flussauen
Anders als viele andere Amphibien kommt sie gut mit temporären Gewässern zurecht. Gerade flache, sich schnell erwärmende Pfützen oder Tümpel sind ideale Laichgewässer, da sie meist fischfrei sind.
Lebensweise
Die Wechselkröte ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber versteckt sie sich in Erdspalten, unter Steinen oder selbst gegrabenen Mulden. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Spinnen und anderen kleinen Wirbellosen.
Die Fortpflanzungszeit liegt meist zwischen April und Juni. Die Männchen locken mit einem lang anhaltenden, melodischen Ruf, der an ein leises Trillern erinnert.
Perspektive der Wechselkröte im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Wechselkröte gilt als anpassungsfähig – doch selbst diese robuste Art steht zunehmend unter Druck.
- Lebensraumveränderung
- Versiegelung von Flächen durch Bebauung
- Verlust von Brachflächen
- Intensivierung der Landwirtschaft
- Zerschneidung von Lebensräumen durch Straßen
- Gerade temporäre Gewässer verschwinden oft durch Entwässerung oder Bebauung. Gleichzeitig gehen offene Rohbodenflächen verloren, die für diese Art besonders wichtig sind.
Klimawandel
Steigende Temperaturen wirken sich unterschiedlich aus:
- Positive Effekte: Wärmeliebende Arten wie die Wechselkröte können von milderen Wintern profitieren und ihr Verbreitungsgebiet teilweise nach Norden ausdehnen.
- Negative Effekte: Längere Trockenperioden führen dazu, dass Laichgewässer zu früh austrocknen. Kaulquappen können ihre Entwicklung dann nicht abschließen.
Zukünftig wird entscheidend sein, ob ausreichend geeignete Ersatzlebensräume entstehen – etwa durch naturnahe Stadtplanung, Schutz von Brachflächen und gezielte Anlage flacher Gewässer.
Ausblick
Die Wechselkröte ist ein Beispiel dafür, dass Arten mit einer gewissen ökologischen Flexibilität dennoch Schutz benötigen. Ihre Zukunft hängt davon ab, ob wir offene, dynamische Lebensräume erhalten oder neu schaffen.
Wenn Kiesflächen, Baustellenbrachen oder naturnahe Retentionsflächen bewusst gestaltet werden, können sie nicht nur der Wechselkröte, sondern auch vielen anderen spezialisierten Arten als Rückzugsraum dienen.
In der Aufnahme von Alexandra Mohr u. Sascha Schmidt
- In unserern Augen eine der schönsten heimischen Krötenarten....
Wechselkröte ( Bufo viridis )
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Männchen bis etwa 8cm , Weibchen bis 10 cm und ein sehr schönes Farbmuster, so zeigt sich uns eine heimische, selten dokumentierte Kröte – die Wechselkröte!
Wechselkröte
In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Neben ihrer auffälligen Erscheinung kommt auch dem Paarungsruf der Wechselkröte Beachtung zu, dieser klingt fasst trillernd und ist weithin zu vernehmen
- Im Gegensatz zu den recht früh im Jahr zur Laichwanderung ansetzenden Erdkröte, setz die Laichwanderung der Kreuzkröte viel später im Jahr ein. Meist erst Ende April, wenn die Erdkröten bereits „durch“ sind.
Neben ihrer auffälligen Erscheinung kommt auch dem Paarungsruf der Wechselkröte Beachtung zu, dieser klingt fasst trillernd und ist weithin zu vernehmen
Aktueller Ordner:
Amphibien
Parallele Themen:
Allgemein: Amphibiensterben
Allgemein: Amphibienprädatoren
Allgemein: Molchentwicklung
Amphibien und der Straßenverkehr 2026
Amphibien vs. Insekten 2015
Amphibien- Todesfalle - ungesicherter Gully und Lichtschacht
Amphibienansichten 2011 - interessante Paare! etc.
Amphibiensterben -Getötet - mit nur einem Jahr an Lebenszeit 10/2024
Amphibische Sturmopfer 03 / 2015
Berg-und Teichmolchreproduktion
Bergmolch
Erdkröte
Fadenmolch
Feuersalamander
Gülleausbringung während der Amphibienwanderung
Gelbbauchunke
Grasfrosch
Hüpferlinge
Kältestarre
Kammmolch
Kaulquappen
Kleiner Wasserfrosch
Knoblauchkröte
Kreuzkröte
Laichgewässer Beeinträchtigung - Amphibiensterben hat viele Gesichter 2022
Laubfrosch
Moorfrosch
Rotbauchunke
Seefrosch
Springfrosch
Teichfrosch
Teichmolch
Violettrandiger Laufkäfer tötet ausgewachsene Erdkröte
Wechselkröte
Wenn Trockenheit zur Gefahr wird 2025
Zum Wegwerfen geboren - 2015















