Bergmolch (Ichthyosaura alpestris)
Der Bergmolch (Ichthyosaura alpestris)
Nach einem Sommerregen lag ein kleiner Bergteich still zwischen Felsen und Wiesen. Als sich die Wolken verzogen und die Sonne das Wasser erwärmte, bewegte sich etwas unter der Oberfläche. Ein kleiner Molch glitt elegant zwischen Wasserpflanzen hindurch. Sein Rücken war dunkel gefärbt, doch sein Bauch leuchtete in kräftigem Orange – ein auffälliger Farbakzent in der klaren Bergwelt. Es war ein Bergmolch (Ichthyosaura alpestris), ein anpassungsfähiger Bewohner unserer Mittel- und Hochlagen.
Artbeschreibung
Der Bergmolch gehört zur Familie der Salamander und Molche (Salamandridae) und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 7 bis 12 Zentimetern. Typisch ist der dunkelgraue bis bläuliche Rücken, während die Bauchseite auffallend orange bis rot gefärbt und meist ungefleckt ist.
Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr und Frühsommer zeigt das Männchen eine besonders intensive Färbung und entwickelt einen niedrigen, gewellten Rückenkamm. In dieser Phase lebt der Bergmolch im Wasser, wo die Paarung stattfindet. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an Wasserpflanzen ab.
Nach der Wasserphase verbringen die Tiere den Großteil des Jahres an Land. Dort halten sie sich in feuchten Verstecken wie unter Steinen, Totholz oder im Moos auf. Als Nahrung dienen kleine wirbellose Tiere wie Insektenlarven, Würmer und Kleinkrebse.
Typische Lebensräume sind kühle, klare Gewässer in Wäldern, auf Almen oder in naturnahen Landschaften – von Tieflagen bis in alpine Regionen.
Perspektiven im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Zukunft des Bergmolchs hängt stark von der Verfügbarkeit geeigneter Laichgewässer und feuchter Landlebensräume ab. Kleine, fischfreie Tümpel, Quellbereiche und Bergteiche sind für die Fortpflanzung besonders wichtig.
Durch den Klimawandel verändern sich diese Lebensräume zunehmend. Längere Trockenperioden können dazu führen, dass kleine Gewässer früher austrocknen und die Entwicklung der Larven gefährdet ist. Gleichzeitig führen steigende Temperaturen in höheren Lagen zu Veränderungen der Vegetation und der Bodenfeuchtigkeit.
In höheren Gebirgsregionen könnte der Bergmolch zunächst von milderen Temperaturen profitieren. Langfristig jedoch besteht die Gefahr, dass geeignete kühle und feuchte Lebensräume seltener werden oder sich weiter nach oben verlagern.
Bedrohungen durch den Menschen
Obwohl der Bergmolch regional noch häufig vorkommt, ist er auf naturnahe Strukturen angewiesen. Menschliche Eingriffe können seine Bestände beeinträchtigen:
Der Erhalt von fischfreien Kleingewässern, naturnahen Waldbereichen und strukturreichen Landschaften ist entscheidend für den langfristigen Schutz dieser Amphibienart.
In der Aufnahme von Wolfgang Willner
Nach dem Verlassen der Laichgewässer entwickelt sich die dagegen sehr unscheinbare Landtracht. Während der Bauch noch seine orangene Färbung zeigt (jedoch in ausgeblichener Intensität) verändert sich die Körperoberseite elementar. Diese zeigt sich in einem granuliert anmutendem anthrazit-schwarzen uns fast stumpf wirkenden Hautton.
- Ein leuchtender Fund am Bergteich
Nach einem Sommerregen lag ein kleiner Bergteich still zwischen Felsen und Wiesen. Als sich die Wolken verzogen und die Sonne das Wasser erwärmte, bewegte sich etwas unter der Oberfläche. Ein kleiner Molch glitt elegant zwischen Wasserpflanzen hindurch. Sein Rücken war dunkel gefärbt, doch sein Bauch leuchtete in kräftigem Orange – ein auffälliger Farbakzent in der klaren Bergwelt. Es war ein Bergmolch (Ichthyosaura alpestris), ein anpassungsfähiger Bewohner unserer Mittel- und Hochlagen.
Artbeschreibung
Der Bergmolch gehört zur Familie der Salamander und Molche (Salamandridae) und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 7 bis 12 Zentimetern. Typisch ist der dunkelgraue bis bläuliche Rücken, während die Bauchseite auffallend orange bis rot gefärbt und meist ungefleckt ist.
Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr und Frühsommer zeigt das Männchen eine besonders intensive Färbung und entwickelt einen niedrigen, gewellten Rückenkamm. In dieser Phase lebt der Bergmolch im Wasser, wo die Paarung stattfindet. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an Wasserpflanzen ab.
Nach der Wasserphase verbringen die Tiere den Großteil des Jahres an Land. Dort halten sie sich in feuchten Verstecken wie unter Steinen, Totholz oder im Moos auf. Als Nahrung dienen kleine wirbellose Tiere wie Insektenlarven, Würmer und Kleinkrebse.
Typische Lebensräume sind kühle, klare Gewässer in Wäldern, auf Almen oder in naturnahen Landschaften – von Tieflagen bis in alpine Regionen.
Perspektiven im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Zukunft des Bergmolchs hängt stark von der Verfügbarkeit geeigneter Laichgewässer und feuchter Landlebensräume ab. Kleine, fischfreie Tümpel, Quellbereiche und Bergteiche sind für die Fortpflanzung besonders wichtig.
Durch den Klimawandel verändern sich diese Lebensräume zunehmend. Längere Trockenperioden können dazu führen, dass kleine Gewässer früher austrocknen und die Entwicklung der Larven gefährdet ist. Gleichzeitig führen steigende Temperaturen in höheren Lagen zu Veränderungen der Vegetation und der Bodenfeuchtigkeit.
In höheren Gebirgsregionen könnte der Bergmolch zunächst von milderen Temperaturen profitieren. Langfristig jedoch besteht die Gefahr, dass geeignete kühle und feuchte Lebensräume seltener werden oder sich weiter nach oben verlagern.
Bedrohungen durch den Menschen
Obwohl der Bergmolch regional noch häufig vorkommt, ist er auf naturnahe Strukturen angewiesen. Menschliche Eingriffe können seine Bestände beeinträchtigen:
- Verlust oder Verfüllung von Kleingewässern
- Besatz von Teichen mit Fischen, die Eier und Larven fressen
- Entwässerung von Feuchtgebieten
- Intensive Forst- und Landwirtschaft, die feuchte Rückzugsräume reduziert
- Straßenverkehr, besonders während der Wanderungen zwischen Land- und Wasserlebensräumen
- Freizeitnutzung und Trittschäden an sensiblen Gewässern
- Umweltgifte und Nährstoffeinträge
Der Erhalt von fischfreien Kleingewässern, naturnahen Waldbereichen und strukturreichen Landschaften ist entscheidend für den langfristigen Schutz dieser Amphibienart.
In der Aufnahme von Wolfgang Willner
- Bergmolchmännchen werden bis zu 9 cm lang und zeigen sich besonders in der Paarungszeit (Wassertracht) als sehr farbenfroh. Auf dem Rücken bildet sich ein zarter schwarzgelblicher Rückenkamm, blau marmorierte Körperflanken und ein orangeroter Bauch, über dem sich seitlich ein hellblaues Band, mit schwarzer Fleckenzeichnung und weißem Untergrund anschließt, runden die wunderschöne Färbung des Tieres harmonisch ab.
Nach dem Verlassen der Laichgewässer entwickelt sich die dagegen sehr unscheinbare Landtracht. Während der Bauch noch seine orangene Färbung zeigt (jedoch in ausgeblichener Intensität) verändert sich die Körperoberseite elementar. Diese zeigt sich in einem granuliert anmutendem anthrazit-schwarzen uns fast stumpf wirkenden Hautton.
Bergmolch ( Triturus alpestris )
Einer neben dem Teichmolch häufigsten unserer dokumentierten Molcharten im oberen Steigerwald ist der Bergmolch.Der bis zu 9 cm groß werdende Bergmolchmann fällt besonders durch eine blaugrauschwarzer Oberseite sowie einem orangeroten Bauchpartie auf.
Das Bergmolchweibchen hingegen kann um 12 cm groß werden und zeigt sich etwas dezenter in der Farbgebung. Erreicht keine blaue Eintönung und auch die Hauptfarbe der Oberseite geht mehr in Richtung graubraun.Laichzeit der Bergmolche sind die Monate März / April, wobei keine Laichschnüre gebildet werden, sondern die Eier einzeln an Wasserpflanzen geklebt werden.
Das Bergmolchweibchen hingegen kann um 12 cm groß werden und zeigt sich etwas dezenter in der Farbgebung. Erreicht keine blaue Eintönung und auch die Hauptfarbe der Oberseite geht mehr in Richtung graubraun.Laichzeit der Bergmolche sind die Monate März / April, wobei keine Laichschnüre gebildet werden, sondern die Eier einzeln an Wasserpflanzen geklebt werden.
Bergmolch Männchen in Wassertracht 2013
In der Aufnahme von Walter Mitterhuber sehen wir ein Bergmolchmännchen kurz nach dem Verlassen des Laichgewässers noch in der Wassertracht befindlich.
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