Brauner Grashüpfer

Brauner Grashüpfer (Chorthippus brunneus)
Der Braune Grashüpfer ist eine der häufigsten Heuschreckenarten Mitteleuropas und gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Er ist ein typischer Bewohner extensiv genutzter Wiesen, Wegränder, Böschungen und trockener, sonniger Offenlandflächen – dort, wo der Bewuchs nicht zu hoch und nicht zu dicht ist. Besonders wohl fühlt sich diese Art auf mageren, strukturreichen Flächen, die durch wechselnde Vegetation geprägt sind.
Aussehen
Wie sein Name schon andeutet, ist der Braune Grashüpfer meist in Brauntönen gefärbt, doch seine Erscheinung ist erstaunlich variabel: Von graubraun über grünlich bis hin zu leicht rötlich sind zahlreiche Farbformen möglich. Damit passt er sich hervorragend an seine Umgebung an – eine wirkungsvolle Tarnung vor Fressfeinden. Die Körperlänge beträgt bei Männchen etwa 11–15 mm, bei Weibchen bis zu 20 mm. Auffällig ist bei vielen Individuen die dunkle Querbinde auf dem Halsschild sowie die schmalen, oft leicht gebogenen Seitenkiele.
Gesang und Verhalten
Der Braune Grashüpfer ist vor allem durch seinen Gesang leicht zu erkennen. Die Männchen erzeugen durch Reiben der Hinterbeine an den Flügeln eine Reihe knatternder, zunehmend anschwellender Laute – ein typisches "Rattern", das an warmen Spätsommertagen aus trockenem Grasland zu hören ist. Dieser Gesang dient vor allem der Revierabgrenzung und der Anlockung von Weibchen.
Im Gegensatz zu manchen wärmeliebenden Heuschreckenarten ist Chorthippus brunneus recht anpassungsfähig und auch in mäßig gestörten Lebensräumen zu finden. Dennoch reagiert die Art empfindlich auf intensive Mahd, Flächenversiegelung und den Verlust kleinräumiger, mosaikartiger Lebensräume.
Lebenszyklus
Der Braune Grashüpfer überwintert im Eistadium. Die Larven schlüpfen im späten Frühjahr, durchlaufen mehrere Häutungen und erreichen ab Juli das adulte Stadium. Die Paarungszeit reicht meist von Juli bis September, mit regionalen Abweichungen je nach Höhenlage und Witterung. Die Eiablage erfolgt bevorzugt im lockeren Boden oder an der Basis von Gräsern.
Bedeutung und Schutz
Als häufiger Vertreter der Heuschreckenfauna übernimmt Chorthippus brunneus wichtige ökologische Aufgaben: Er ist Pflanzenfresser, aber auch Beutetier für zahlreiche Vogelarten, Reptilien und Spinnen. Darüber hinaus ist er ein Indikator für artenreiche, extensiv genutzte Offenlandschaften.
Trotz seiner weiten Verbreitung ist es wichtig, den Lebensraum dieser Art zu erhalten. Extensives Mähen, Mahd zu günstigen Zeitpunkten (z. B. spät im Jahr) und der Erhalt von Altgrasstreifen und ungestörten Rückzugsflächen sind wirkungsvolle Schutzmaßnahmen – nicht nur für den Braunen Grashüpfer, sondern für eine Vielzahl anderer Wiesenbewohner.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Ein anpassungsfähiger Klangkünstler unserer Wiesenlandschaft
Der Braune Grashüpfer ist eine der häufigsten Heuschreckenarten Mitteleuropas und gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Er ist ein typischer Bewohner extensiv genutzter Wiesen, Wegränder, Böschungen und trockener, sonniger Offenlandflächen – dort, wo der Bewuchs nicht zu hoch und nicht zu dicht ist. Besonders wohl fühlt sich diese Art auf mageren, strukturreichen Flächen, die durch wechselnde Vegetation geprägt sind.
Aussehen
Wie sein Name schon andeutet, ist der Braune Grashüpfer meist in Brauntönen gefärbt, doch seine Erscheinung ist erstaunlich variabel: Von graubraun über grünlich bis hin zu leicht rötlich sind zahlreiche Farbformen möglich. Damit passt er sich hervorragend an seine Umgebung an – eine wirkungsvolle Tarnung vor Fressfeinden. Die Körperlänge beträgt bei Männchen etwa 11–15 mm, bei Weibchen bis zu 20 mm. Auffällig ist bei vielen Individuen die dunkle Querbinde auf dem Halsschild sowie die schmalen, oft leicht gebogenen Seitenkiele.
Gesang und Verhalten
Der Braune Grashüpfer ist vor allem durch seinen Gesang leicht zu erkennen. Die Männchen erzeugen durch Reiben der Hinterbeine an den Flügeln eine Reihe knatternder, zunehmend anschwellender Laute – ein typisches "Rattern", das an warmen Spätsommertagen aus trockenem Grasland zu hören ist. Dieser Gesang dient vor allem der Revierabgrenzung und der Anlockung von Weibchen.
Im Gegensatz zu manchen wärmeliebenden Heuschreckenarten ist Chorthippus brunneus recht anpassungsfähig und auch in mäßig gestörten Lebensräumen zu finden. Dennoch reagiert die Art empfindlich auf intensive Mahd, Flächenversiegelung und den Verlust kleinräumiger, mosaikartiger Lebensräume.
Lebenszyklus
Der Braune Grashüpfer überwintert im Eistadium. Die Larven schlüpfen im späten Frühjahr, durchlaufen mehrere Häutungen und erreichen ab Juli das adulte Stadium. Die Paarungszeit reicht meist von Juli bis September, mit regionalen Abweichungen je nach Höhenlage und Witterung. Die Eiablage erfolgt bevorzugt im lockeren Boden oder an der Basis von Gräsern.
Bedeutung und Schutz
Als häufiger Vertreter der Heuschreckenfauna übernimmt Chorthippus brunneus wichtige ökologische Aufgaben: Er ist Pflanzenfresser, aber auch Beutetier für zahlreiche Vogelarten, Reptilien und Spinnen. Darüber hinaus ist er ein Indikator für artenreiche, extensiv genutzte Offenlandschaften.
Trotz seiner weiten Verbreitung ist es wichtig, den Lebensraum dieser Art zu erhalten. Extensives Mähen, Mahd zu günstigen Zeitpunkten (z. B. spät im Jahr) und der Erhalt von Altgrasstreifen und ungestörten Rückzugsflächen sind wirkungsvolle Schutzmaßnahmen – nicht nur für den Braunen Grashüpfer, sondern für eine Vielzahl anderer Wiesenbewohner.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Brauner Grashüpfer (Chorthippus brunneus)
Brauner Grashüpfer

In der Aufnahme von Albert Meier
- Brauner Grashüpfer (Chorthippus brunneus)
Brauner Heuhüpfer

In der Aufnahme von Albert Meier
- Brauner Grashüpfer (Chorthippus brunneus)
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