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Nationalpark-Plan in Kärnten wird neu erstellt
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Nationalpark-Plan in Kärnten wird neu erstellt

06/07.12.2021

Der Managementplan des Nationalparks Hohe Tauern wird auf Initiative von Nationalpark-Referentin Sara Schaar neu erstellt.

Der Nationalpark-Plan ist eine wesentliche Grundlage für die Nationalpark-Arbeit, weil damit die konkreten Ziele in den einzelnen Aufgabenbereichen für die kommenden zehn Jahre festgelegt werden. Zum Auftakt dieses Prozesses trafen sich nun alle relevanten Interessensgruppen zur Online-Auftaktveranstaltung.
„In weiten Teilen enthält der aktuelle Nationalpark-Plan zwar nach wie vor gültige Entwicklungsziele, doch es hat sich auch eine Reihe von Rahmenbedingungen geändert – etwa die Förderlandschaft oder die institutionelle Partner-Landschaft“, begründet Schaar die Notwendigkeit der Überarbeitung. „Der neue Nationalpark-Plan wird Entwicklungsziele und Maßnahmen für die Bereiche Naturraum-Management, Tourismus und Erholung, Wissenschaft und Forschung, Umwelt-Bildung sowie Öffentlichkeitsarbeit festlegen“, so Schaar.

Nationalpark-Direktor Peter Rupitsch bemerkt: „In den letzten Jahren hat sich vor allem bei den Rahmenbedingungen und den nationalen und internationalen Standards einiges verändert. Die grundsätzliche Zielrichtung – der Ablauf freier natürlicher Prozesse auf mindestens 75 Prozent der Kernzone – hat nach wie vor seine Gültigkeit.“ Der neue Nationalpark-Plan dient dann als Grundlage für die Jahres- und Maßnahmen-Planung im Nationalpark Hohe Tauern.

„Wir starten nun einen breiten partizipativen Prozess für diese Neuerstellung. Mir ist es wichtig, alle relevanten Interessensgruppen einzubinden – Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, Gemeinden, Bund, Behörden, den Alpenverein, Tourismus, Jägerschaft, Landwirtschaft und den Naturschutzbeirat. Nur gemeinsam können wir den Nationalpark positiv weiterentwickeln“, so Schaar.

Für die Neuerstellung sind Workshops, moderierte Plenumsveranstaltungen und thematische Arbeitsgruppen vorgesehen – externe fachliche Begleitung inklusive. Am Ende dieses Prozesses steht der Beschluss durch die Kärntner Landesregierung. „Es gilt, die Entwicklungsziele fortzuschreiben bzw. zu aktualisieren, aktuelle Strategien abzubilden sowie konkrete, messbare Umsetzungsziele und Leitmaßnahmen zu erarbeiten. Die Fertigstellung des neuen Nationalpark-Plans ist im Jahr 2022 vorgesehen“, schließt Schaar.


In der Aufnahme von Nationalpark Hohe Tauern

© NPHT StefanLeitner
  • Nationalpark Hohe Tauern


Quelle
Nationalpark Hohe Tauern
Kirchplatz 2,
9971 Matrei in Osttirol, Österreich
Geschrieben von
Franziska Fellner
PM - 16.11.2021


Für diese Information trägt ausnahmslos der/die Autor*in/Urheber*in die redaktionelle Verantwortung. Die kommunizierten Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers*in, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Seltene Schlafmaus auf dem Rückzug
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Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“- Seltene Schlafmaus auf dem Rückzug

05/06.12.2021

Seit drei Jahren suchen Freiwillige des BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) in den früheren Verbreitungsgebieten nach einem der seltensten Säugetiere Bayerns, dem Gartenschläfer. Richard Mergner, 1. Vorsitzen-der des BN: „Unsere Befürchtungen haben sich leider bestätigt. Der Gartenschläfer konnte in vielen seiner früheren Verbreitungsgebiete nicht mehr gefunden werden und könnte schon in wenigen Jahren ganz aus Bayern verschwunden sein“.

Um Gegenmaßnahmen planen zu können, analysieren die Forscherinnen und Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung die Daten der letzten drei Jahre aus Bayern und sechs weiteren Bundesländern..
Die dreijährige „Spurensuche Gartenschläfer“, die im Bundesprogramm Biologische Vielfalt und vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert wird, ergab, dass die größten Bestände des Gartenschläfers in Bayern im Frankenwald und in den Hochlagen des Fichtelgebirges zu finden sind. Kleine Bestände gibt es noch im Steinwald, im Bayerischen Wald und im Landkreis Miltenberg. Außerdem wurden im Alpenraum in hohen Lagen vereinzelt Gartenschläfer gesichtet. Mit hunderten von Spurentunneln und Wildkameras untersuchte der BN in den früheren bayerischen Verbreitungsgebieten des Gartenschläfers, wo der seltene und nachtaktive Bilch mit der Zorromaske noch zu finden ist. Zusätzliche Sichtungen wurden von der Bevölkerung über die Online-Meldestelle (www. gartenschlaefer.de) eingegeben. Seit 2019 konnten so insgesamt 244 Gartenschläfermeldungen in Bayern gesammelt werden, darunter 162 eindeutige oder von Experten bestätigte Hinweise. Durch Probennahme von Haaren und Kot in Nistkästen – in denen sich die Gartenschläfer gerne ihre Tagesverstecke einrichten – wurden Informationen über das Nahrungsspektrum und mögliche Krankheiten gesammelt.

Hunderttausende wissenschaftliche Daten hat das Team der „Spurensuche Gartenschläfer“ des BN, fünf weiterer BUND-Landesverbände und der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ganz Deutschland seit 2019 über diesen kleinen Verwandten des Siebenschläfers gesammelt. Es wurden beispielsweise mehr als 750 Totfunde für die Laboranalyse zusammengetragen. In der Online-Meldestelle des Projekts gab es mehr als 6.000 bestätigte Hinweise auf Gartenschläfer durch die Bevölkerung. „Eine so umfangreiche Untersuchung einer Tierart in so kurzer Zeit haben wir in der Forschung noch nicht erlebt“, so Johannes Lang, Gartenschläfer-Experte der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Uwe Friedel, Artenschutzreferent beim BN, der den bayerischen Teil des Projekts koordiniert, hofft darauf, dass sich aus der Datenanalyse klare Erkenntnisse ableiten lassen, was zum Schutz des Gartenschläfers getan werden kann: „Die vielen Daten sind wie Puzzleteile, aus denen wir jetzt ein Bild über den Gartenschäfer zusammensetzen können. Wir erwarten Erkenntnisse, wie seine Lebensräume aussehen, was er frisst, wie er sich verhält und was Todesursachen sind. Damit ermitteln wir auch, was ihm so sehr schadet und was es braucht, damit er auch in Bayern langfristig überleben kann.“

Der Bestand im Landkreis Miltenberg zeigt eindrücklich die Herausforderungen, vor denen wir beim Schutz des Gartenschläfers stehen. Trotz intensiver Suche, die die Landkreise Aschaffenburg und Main-Spessart miteinschloss, konnte der Fund aus dem Jahr 2020 im Jahr 2021 nur in den Weinbergslagen am Busigberg in Großheubach mittels Wildkamera (Bild anbei) und Nistkästen bestätigt werden. Hier handelt es sich also mit großer Sicherheit um eine kleine isolierte Population. Um diese zu schützen, wäre der Erhalt und die Aufwertung des Lebensraums und langfristig die Anbindung an andere Populationen zum Beispiel im angrenzenden Hessen über Biotopverbundstrukturen notwendig. Auch im Frankenwald und im Fichtelgebirge kann die bessere Vernetzung der Gartenschläferbestände dazu beitragen, das langfristige Überleben des Gartenschläfers in Bayern zu sichern.

Ermöglicht wird das Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ durch eine Förderung des Bundesamts für Naturschutz im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie des Bayerischen Naturschutzfonds.

Information im Internet:

  • https://www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/gartenschlaefer.html

  • https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/projektbeschreibungen/erarbeitung-eines-bundesweiten-schutzkonzepts-fuer-den-gartenschlaefer.html

In der Aufnahme von © Sven Buechner
  • Gartenschlaefer
   
Quelle

BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg

02.12.2021

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Der Kaisermantel ist der Schmetterling des Jahres 2022
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Der Kaisermantel ist der Schmetterling des Jahres 2022 – gesunde Mischwälder braucht das Land

05/06.12.2021

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes küren den Kaisermantel zum Schmetterling des Jahres 2022. Der größte mitteleuropäische Perlmuttfalter ist zwar noch ungefährdet, doch seine Lebensräume werden immer kleiner.

Jochen Behrmann von der Naturschutzstiftung des BUND NRW: "Der Kaisermantel führt uns vor Augen, wie wichtig gesunde und naturnahe Wälder sind. Vielerorts beobachten wir einen Rückgang der Falterpopulationen. Triste Fichtenmonokulturen sind nicht nur für den Schmetterling des Jahres ungeeignete Lebensräume. Hier stehen die Bäume häufig so eng, dass nur wenig Licht auf den Waldboden fällt und kaum Pflanzen wachsen. Der Kaisermantel ist jedoch auf Bodenbewuchs angewiesen. Für den auffälligen Falter ist naturnaher lichter Mischwald der ideale Lebensraum. Zudem ist er wesentlich artenreicher und auch beständiger gegen Klimaphänomene. Auf den Flächen mit abgestorbenen Fichten sollte daher künftig besser Mischwald wachsen."
Im Sommer bewohnt der Kaisermantel Waldränder und Lichtungen, wo er häufig an Disteln, Flockenblumen oder Skabiosen saugt. Anders als die etwas blasser gefärbten Weibchen zeigen die satt orangefarbenen Männchen breite Striche auf den Vorderflügeln, die "Duftschuppen". Damit locken sie die Weibchen an. Diese legen nach der Paarung ihre Eier in geringer Höhe an Baumrinde ab, aber nur an Bäumen, die in der Nähe von Veilchen wachsen. Im Spätsommer schlüpfen die Raupen, fressen aber zunächst nur ihre Eihülle. Dann verbergen sie sich in Ritzen der Baumrinde, um zu überwintern. Erst im Frühjahr krabbeln die Raupen herunter auf den Waldboden und ernähren sich von den Blättern verschiedener Veilchenarten.
Steckbrief des Kaisermantels

Systematik:
Der Kaisermantel (Argynnis paphia) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) und gehört dort zu den Perlmuttfaltern. Der Name Perlmuttfalter bezeichnet ein gemeinsames Merkmal dieser Falter: die perlmuttartig schimmernden Flecken auf der Unterseite der Flügel. Gemeinsam ist den Perlmuttfaltern auch eine orangefarbene Oberseite mit einem Muster aus dunklen Flecken. Zur sicheren Artbestimmung ist bei Perlmuttfaltern außer der Oberseite meist auch ein Blick auf die Unterseite hilfreich.

Verbreitung:
Der Kaisermantel ist eine euro-sibirische Art, ihr Verbreitungsgebiet reicht von Europa über die gemäßigten Klimagebiete Asiens bis nach Japan. In Deutschland ist die Art in allen Bundesländern vertreten, auch in allen Nachbarstaaten kommt sie vor.

Lebensraum:
Der Kaisermantel liebt offene, lichte Mischwälder mit reichhaltiger, aber nicht zu dichter Bodenvegetation, wo Veilchen als Futter für die Raupen wachsen und im Sommer eine reiche Blütenvielfalt Nektar für die Falter bietet.

Nahrung der Raupen:
Die Raupen des Kaisermantels sind hoch spezialisiert und fressen nur an Veilchenarten.

Beschreibung Imagines:
Der Kaisermantel macht mit gut sechs Zentimetern Spannweite und als größter mitteleuropäischer Perlmuttfalter seinem Namen alle Ehre. Mit der leuchtend orangefarbenen Flügeloberseite und dem schmalen, silbrig schimmernden Band auf der grünlichen Unterseite, der zu seinem weniger gebräuchlichen Namen "Silberstrich" geführt hat, gehört er zu den schönsten und auffälligsten Tagfaltern im Hochsommer.

Männchen und Weibchen sehen für Laien erst einmal gleich aus, lassen sich jedoch bei genauem Hinsehen unterscheiden: die Männchen sind oft strahlend orange gefärbt und besitzen breite Striche auf den Vorderflügeln, so genannte Duftschuppen. Die Weibchen sind meist gedeckter gefärbt und haben ausgeprägte dunkle Flecken auf den Vorderflügel-Oberseiten. Weibchen können auch grau-braun gefärbt vorkommen.

Nahrung der Imagines:
Wir treffen den Falter im Sommer an Waldrändern, auf Waldwegen sowie auf Lichtungen an, wo er an Disteln, Flockenblumen und Skabiosen saugt, daneben an Wasserdost und anderen Hochstauden mit vorzugsweise blauvioletten bis weißlichen Blüten. Doch auch Blüten von Brombeeren sind beliebt, und das sind längst nicht alle Pflanzen, die als Energiequelle dienen können. Zum Nektarsaugen kann der Kaisermantel bis in Parks und Gärten im Siedlungsbereich vordringen.

Generationen:

Der Kaisermantel bildet eine Generation im Jahr mit Hauptflugzeit im Juli und August aus. Die Flugzeit beginnt in der Regel im Juni und klingt im September aus.

Lebenszyklus:

Mit dem speziellen Duft ihrer Duftschuppen betören die Männchen die Weibchen im Flug.

Nach der Befruchtung suchen die Weibchen im Wald Baumstämme auf, an deren Rinde sie in geringer Höhe ihre Eier ablegen. Wichtig ist, dass in der Nähe des Baums Veilchen wachsen, möglichst in beschatteten Bereichen. Daher untersucht das Weibchen den Lebensraum sehr intensiv, bevor es zur Eiablage kommt. Nur in geeigneten Habitaten hat der Nachwuchs eine Chance.
Die Raupen schlüpfen bereits im Spätsommer, fressen aber zunächst nur ihre Eihülle und verbergen sich dann in Ritzen der Baumrinde, um zu überwintern.

Im zeitigen Frühling erwachen die Räupchen aus dem Winterschlaf und krabbeln auf den Waldboden, um dort die Blätter verschiedener Veilchenarten zu fressen. Meist fressen die Raupen nur nachts und werden daher selten beobachtet.

Die erwachsenen Raupen verpuppen sich im Frühsommer und entlassen den Falter je nach Witterung ab Juni.

Gefährdung/Rote Liste:
Nach der Roten Liste von 2010 gilt der Kaisermantel in Deutschland als ungefährdet, mit zwar dem kurzfristigen Bestandstrend einer Zunahme, jedoch langfristig einem Rückgang. Dazu passt, dass der Kaisermantel etwa in Nordrhein-Westfalen auf der Roten Liste von 2020 nicht mehr auf der Vorwarnliste geführt wird, da er in einigen Landesteilen in den letzten Jahren häufiger beobachtet werden konnte, auch wenn er in anderen Landsteilen unverändert gefährdet ist.

Die Einstufung als ungefährdet ist also kein Grund zur Sorglosigkeit – auch Waldarten wie der Kaisermantel stehen in Deutschland unter Druck, weil geeignete Lebensräume knapp geworden sind.

Quelle
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) –
Friends of the Earth Germany
Kaiserin-Augusta-Allee 5
D - 10553 Berlin
02. Dezember 2021 | Schmetterlinge, Naturschutz


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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Albert Meier

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Aktuelle Wolfszahlen: Bundesweit 157 Rudel bestätigt
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Aktuelle Wolfszahlen: Bundesweit 157 Rudel bestätigt

05/06.12.2021

Bonn. Im Monitoringjahr 2020/2021 gab es 157 Wolfsrudel in Deutschland. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer hervor, die hierfür mehr als 27.000 Hin- und Nachweise ausgewertet haben. Die amtlichen bestätigten deutschen Wolfszahlen haben das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) jetzt in Abstimmung mit den Ländern veröffentlicht.

Das Wolfsvorkommen konzentriert sich wie in den Vorjahren auf das Gebiet von Sachsen in nordwestlicher Richtung über Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen. Weitere Wolfsterritorien wurden in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen nachgewiesen. Die meisten Wolfsrudel leben im Wolfsjahr 2020/2021 (1. Mai 2020 bis zum 30. April 2021) in Brandenburg (49), gefolgt von Niedersachsen (35) und Sachsen (29).
Neben den 157 Rudeln sind 27 Wolfspaare sowie 19 sesshafte Einzelwölfe für das Monitoringjahr 2020/2021 bestätigt. Im vorhergehenden Monitoringjahr 2019/2020 wurden 131 Rudel, 45 Paare und neun Einzelwölfe nachgewiesen (aktualisierter Stand vom 30.11.2021).

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Ich danke den Bundesländern für die wertvolle Ermittlung zu den Wolfsbeständen im Rahmen ihres Wolfsmonitorings. Die amtlich geprüften Daten aus den Ländern zur Anzahl der Territorien und zu den Vorkommen zeigen: der Wolfsbestand in Deutschland nimmt zu. Die meisten Wolfsterritorien verteilen sich von Ostsachsen bis an die Nordsee. Aber auch außerhalb dieser Vorkommen konnten in den mittel- und süddeutschen Bundesländern einzelne Wolfsterritorien nachgewiesen werden.“

Die Anzahl aufgefundener toter Wölfe (Totfunde) lag bei 138 Tieren, davon sind 107 durch Verkehrsunfälle gestorben. Bei 13 Wölfen war die Todesursache natürlichen Ursprungs, neun Wölfe wurden illegal getötet, bei fünf Wölfen war die Todesursache nicht zu ermitteln und vier Wölfe wurden im Rahmen von Managementmaßnahmen im Monitoringjahr 2020/2021 entnommen.

Die Daten, die das Bundesamt für Naturschutz jährlich im Herbst veröffentlicht, werden von den Bundesländern nach einheitlichen Standards jeweils für ein Monitoringjahr erhoben. Dieses erstreckt sich vom 1. Mai bis zum 30. April des darauffolgenden Jahres und deckt sich zeitlich mit einem biologischen „Wolfsjahr“, von der Geburt der Welpen bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Grundlage des Wolfsmonitorings sind eindeutige Wolfsnachweise, wie etwa durch Lebendfang, genetische Nachweise (auch aus Kotproben) oder Fotos. Auch bestätigte Hinweise, etwa von einer erfahrenen Person überprüfte Spuren, werden für das Monitoring herangezogen. Die von den Bundesländern erhobenen Daten werden anschließend überprüft und durch das BfN und die DBBW bundesweit im Rahmen des Treffens der im Monitoring erfahrenen Personen von Bund und Ländern zusammengeführt.

Die Zuständigkeit für das Wolfsmonitoring und -management liegt bei den Ländern. Das BfN unterstützt die Länder mit wissenschaftlichen Informationen.
Die DBBW

Da die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland die Bundes- und Landesbehörden vor Aufgaben stellt, die einer bundesweiten Koordination bedürfen, wurde die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) auf Bitte der Länder durch die Bundesregierung eingerichtet und nach Aufforderung des Bundestags verstetigt. Mit der finanziellen Förderung des Betriebs der DBBW durch das Bundesumweltministerium und der fachlichen Betreuung durch das Bundesamt für Naturschutz kann die DBBW Naturschutzbehörden von Bund und Ländern bei allen Fragen zum Thema Wolf beraten und stellt Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit über die Website www.dbb-wolf.de bereit.

Getragen wird die DBBW von einem Konsortium aus mehreren wissenschaftlichen Institutionen: Unter Führung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) arbeiten darin das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (SMNG), das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) und das Senckenberg Forschungsinstitut, Standort Gelnhausen.


Quelle
Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

02.12.2021

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Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Andreas Gehrig

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Aktuelle Zahlen zur Wolfspopulation
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Aktuelle Zahlen zur Wolfspopulation: Herdenschutz drängt - Bejagung überflüssig

04/05.12.2021

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat heute die offiziellen Zahlen zur Entwicklung der Wölfe in Deutschland veröffentlicht. Die Wolfspopulation steigt weiter an. Um Weidetiere vor Rissen zu schützen, geht am Herdenschutz kein Weg vorbei.


In Bayern gab es im Monitoringjahr 2020/21 (1. Mai 2020 bis 30. April 2021) 13 territoriale Wölfe in acht Territorien. Außerdem einige wenige umherziehende Wölfe, die aber schwer zu erfassen sind. Im vergangenen Monitoringjahr waren es 11 territoriale Wölfe, vor fünf Jahren vier. Die Gesamtzahl der territorialen Wölfe in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr von 361 auf 387 angestiegen. Vor zehn Jahren waren es 34 sesshafte Wölfe, daraus errechnet sich ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 27,5 %. Das Wolfvorkommen konzentriert sich überwiegend im Nordosten Deutschlands.
Damit lebt jeder dreißigste deutsche Wolf in Bayern: Wolfsrudel und –paare gibt es im Norden und Osten Bayerns: Zwei Rudel (also erwachsene Wölfe mit Welpen) im Bayerischen Wald und je eines im Veldensteiner und Mantelner Forst sowie ein Wolfspaar auf den Truppenübungsplatz (TÜP) Grafenwöhr. Einzelne territoriale Wölfe gibt es darüber hinaus im Altmühltal, auf dem TÜP Hohenfels und im Oberallgäu. Letzterer ist der einzige territoriale Wolf in Südbayern.

„Angesichts der noch wenigen Wölfe in Bayern sind die Rufe nach einer Bejagung der bayerischen Wölfe aus Teilen der Staatsregierung fehl am Platz“, kommentiert Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz (BN) und verweist auf die Notwendigkeit des Herdenschutzes. „Mit Forderungen zu Alibi-Aktivitäten wie Bejagung und Bestandsregulierungen punkten manche Politiker vielleicht bei den Tierhaltern. Sie erwecken so aber die falsche Hoffnung, mit einer Bejagung lasse sich die Gefahr für die Weidetiere durch den Wolf managen und sind somit mitverantwortlich für das böse Erwachen, das den Weidetierhaltern droht, wenn diese deswegen auf Herdenschutzmaßnahmen verzichten“, so Geilhufe.

In 2021 wurden bisher soweit bekannt 36 Tiere bei fünf Ereignissen gerissen, darunter Schafe und vor allem Muffel-, Dam- und Rotwild. Der Abschuss von Wölfen, die mehrfach ordnungsgemäßen Herdenschutz überwunden haben, ist als Ultima Ratio des Wolfsmanagements bereits mit der aktuellen Gesetzeslage möglich.

Um zu verhindern, dass einwandernde durchziehende Wölfe sich zukünftig an die „leichte Beute Schaf“ gewöhnen, ist es notwendig, beim Aufbau eines wirkungsvollen Herdenschutzes in ganz Bayern mehr Gas zu geben. Der BN beteiligt sich deswegen am EU-Projekt „Lifestockprotect“, in dem Weidehalter/innen Herdenschutzkurse angeboten werden. Außerdem ist die bayerische Staatsregierung gefragt, die Rahmenbedingungen für die Weidetierhaltung und den Herdenschutz deutlich zu verbessern (sh. Hintergrund).
Hintergrund

Jährlich im Spätherbst veröffentlichen BfN und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) die Daten über die Wolfsvorkommen in Deutschland. Die veröffentlichten Daten beziehen sich auf das „Wolfsjahr“ (1. Mai 2020 bis 30. April 2021), welches mit der Geburt der Welpen beginnt. Durch die zeitintensive gründliche Auswertung der von den Bundesländern an die DBBW gesendeten Daten wird die Gesamtbilanz erst im Herbst veröffentlicht. Das Wolfsmonitoring ist für Deutschland einzigartig: Kaum ein anderes wild lebendes Tier wird in seinem Bestand ähnlich präzise erfasst und beobachtet. Da die natürliche Sterblichkeit der Wölfe im ersten Lebensjahr bei ca. 50 Prozent liegt und viele Jungwölfe bei der Suche nach einem Revier den Verkehrstod sterben, ist die Zahl der Welpen und Jungtiere starken Schwankungen von Jahr zu Jahr unterworfen. U. a. um einen robusten Vergleich der Wolfspopulation über die Jahre zu ermöglichen, fokussiert sich das staatliche Monitoring deswegen auf die erwachsenen Tiere.

BN-Forderungen zum Herdenschutz:

  •     Herdenschutzförderung darf nicht auf Gebiete mit sesshaften Wölfen beschränkt werden. Bereits bei Nähe oder Anwesenheit durchziehender Wölfe müssen Betriebe finanziell unterstützt werden, die ihre Weiden wolfssicher machen wollen. Ein durch Bayern ziehender Wolf soll sich nirgendwo an die „leichte Beute Schaf“ gewöhnen.
  •     Die Staatsregierung muss die Förderrichtlinie auch für die laufenden Kosten des Herdenschutzes (Zaunpflege, Herdenschutzhundehaltung u. a.) vorlegen. Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Förderung dieser Kosten gegeben, einer Förderung steht nichts mehr im Wege.
  •     Die ständige Behirtung soll – schon aus Gründen des Tierwohls und Biodiversitätsschutzes – gefördert werden.
  •     Grundsätzlich muss an den agrarpolitischen Stellschrauben gedreht werden, wenn die schwierige ökonomische Lage der Weidetierhaltung, insbesondere der Schafhaltung, nicht zur Aufgabe der Weidetierhaltung führen soll.

Quelle
BUND NATURSCHUTZ IN BAYERN E.V. (BN)
Dr.-Johann-Maier-Straße 4
93049 Regensburg
02.12.2021

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In der Aufnahme von Johannes Rother
  • Wolfrudel

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Herdenschutz statt Abschüsse
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Herdenschutz statt Abschüsse

04/05.12.2021

157 Wolfsrudel in Deutschland: WWF kritisiert Wolfs-Populismus / WWF: EU-Fördermittel endlich ausschöpfen, statt EU-Recht brechen


Aktuell sind in Deutschland 157 Wolfsrudel bestätigt. Das geht aus einer neuen Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervor. „Die aktuellen Zahlen zum Wolfsbestand zeigen mehr als deutlich: Deutschland braucht endlich flächendeckenden wolfsabweisenden Herdenschutz, anstatt Schein-Debatten und Wolfs-Populismus um Obergrenzen, geheime Abschussgenehmigungen oder No-Go-Areas für Wölfe“, ordnet Moritz Klose, Programmleiter Wildtiere beim WWF Deutschland ein.

Die aktuellen Diskussionen täuschten, so seine Kritik, über die wahren Probleme hinweg. Das gehe nicht nur zulasten des Wolfes, sondern auch zulasten von Schäfer:innen und anderen Weidetierhalter:innen.
„Um die auftretenden Konflikte zu lösen, ist es entscheidend den Schutz von Weidetieren in Deutschland weiter konsequent und zügig auszubauen. Weidetierhalter:innen brauchen dafür geeignete Zäune, gut trainierte Herdenschutzhunde, ausreichende  Schulungs-  und  Beratungsangebote sowie finanzielle Unterstützung“, so Kloses Forderung. Der WWF-Experte verweist zudem auf internationale Erfahrungen: „Eine Bejagung ist kein wirksames Instrument, um Mensch-Tier-Konflikte nachhaltig zu lösen, weder hier in Deutschland beim Wolf noch in anderen Weltregionen bei Elefant, Löwe oder Tiger.“ Es sei daher bedauerlich, dass auch der jüngst verabschiedete Koalitionsvertrag suggeriere, dass ein Bestandsmanagement ermöglicht werden solle. Dies ist nach WWF-Einschätzung wirkungslos und zudem nicht mit EU-Recht vereinbar. Die Entnahme von Wölfen – darauf einigten sich jüngst Bund und Länder im Rahmen eines Praxisleitfadens – darf und kann lediglich in konkreten Einzelfällen erfolgen und ist auch nur unter diesen Umständen europarechtskonform.

„Anstatt mit dem Gedanken zu spielen, EU-Recht zu brechen, sollten die Bundesländer lieber die EU-Förderungen zur Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen in Anspruch nehmen“, kritisiert Klose. Mehrere EU-Mitgliedsstaaten und Regionen hätten, anders als die Bundesrepublik, die Möglichkeiten zur Finanzierung von Herdenschutz über den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) schon in der Förderperiode 2014-2021 genutzt. In Deutschland dagegen versäumten es die Länder, die für den Herdenschutz verfügbaren Mittel über europäische Zuschüsse praktisch zu verdoppeln. Mit der kommenden Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bietet sich diese Chance erneut. „Die Bundesländer sind jetzt gefragt, ihre Planungen dahingehend auszugestalten“, so Klose.

Hintergrund: Früher lebte der Wolf ganz selbstverständlich in unseren Wäldern. Dann wurde er durch den Menschen ausgerottet. Seit dem Jahr 2000 kehrt der Wolf jedoch als natürlicher Bewohner und wichtiger Teil unseres Ökosystems zurück. Seine Rückkehr ist ein großer Erfolg für den Artenschutz, bedeutet aber auch eine Herausforderung, zum Beispiel für Landwirte und Nutztierhalter. Um das Zusammenleben mit großen Beutegreifern durch Kommunikation, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch von Wissen zu verbessern hat der WWF das Projekt „Euro Large Carnivores“ mit 16 Partnerorganisationen in ganz Europa ins Leben gerufen: www.eurolargecarnivores.eu  


Quelle
WWF
Stand: 02.12.2021

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In der Aufnahme von Johannes Rother

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Deutschland muss Naturschutz endlich ernst nehmen
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NABU zur Klage der EU-Kommission: Deutschland muss Naturschutz endlich ernst nehmen

  • Krüger: Bund und Länder haben dem Verschwinden von artenreichen Wiesen tatenlos zugesehen / EU-Recht endlich konsequent umsetzen
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Brüssel/Berlin - Heute hat die EU-Kommission verkündet, Deutschland in einem weiteren Naturschutzfall vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu bringen. Es geht um den unzureichenden Erhalt von artenreichen Mähwiesen in FFH-(Fauna-Flora-Habitat-)Gebieten, die Teil des EU-Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sind.

Nach EU-Recht darf sich der Zustand der geschützten Arten und Lebensräume in diesen Gebieten nicht verschlechtern. In den deutschen FFH-Gebieten sind jedoch rund 18.000 ha Mähwiese verschwunden. Schuld daran sind die intensive Nutzung, die Umwandlung von Grünland in Acker, Überdüngung und Pestizideinsatz.
Bereits im Februar hatte die EU-Kommission Deutschland wegen unzureichendem Schutz der Natura 2000-Gebiete verklagt. Die heute angekündigte Klage geht auf eine NABU-Beschwerde aus dem Jahr 2014 zurück.

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: „Bund und Länder haben dem Verschwinden von artenreichen Wiesen in den vergangenen Jahren tatenlos zugesehen, obwohl diese mit ihrer Artenvielfalt besonders von der EU geschützt sind. Die heutige Ankündigung der EU-Kommission ist ein klarer Appell an die künftige Regierung und an die Länder, das Thema Naturschutz ernst zu nehmen. Deutschland ist nun in der Pflicht, endlich ausreichend Mittel zur Naturschutzfinanzierung zur Verfügung zu stellen und Landwirtinnen und Landwirte bei der angepassten Bewirtschaftung und Pflege der Schutzgebiete zu unterstützen. Die neue Bundesregierung muss endlich einen Aktionsplan Schutzgebiete aufsetzen, damit der Bund zusammen mit den Ländern das Management der Schutzgebiete verbessern und EU-Recht konsequent umsetzen kann.”
Für den NABU liegt ein wichtiger Hebel zur Verbesserung in einer neuen Agrarpolitik.

NABU-Agrar-Expertin Christine Tölle-Nolting: „Bund und Länder müssen Landwirtinnen und Landwirte, die Mähwiesen und andere geschützte Lebensräume bewirtschaften und pflegen, ausreichend honorieren. Dafür braucht es eine am gesellschaftlichen Nutzen orientierte EU-Agrarförderung und speziell angepasste Agrarumweltmaßnahmen in allen Bundesländern. Die Ankündigung der Ampel-Koalition, den nationalen GAP-Strategieplan zu überarbeiten, begrüßen wir deswegen. Die Anpassung der „Grünen Architektur“ der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erst zur Mitte der nächsten Legislatur kommt jedoch zu spät, denn der Verlust an biologischer Vielfalt geht ungebremst weiter. Bund und Länder müssen sofort mehr Naturschutzleistungen fördern, auch um den Landwirtinnen und Landwirten Planungssicherheit zu geben.“

Raphael Weyland, EU-Umweltrechtsexperte des NABU, ergänzt: „Auch wir hätten uns gewünscht, dass es gar nicht erst so weit kommt. Aber offenbar haben die Koalition von Union und SPD und die Landesregierungen zu wenig unternommen, um den Schutz der Mähwiesen in FFH-Gebieten sicherzustellen. Die EU-Kommission ist hier klar: Neben Flächenverlust und der fehlenden Überwachung der Gebiete kritisiert sie vor allem, dass keine verbindlichen Schutzmaßnahmen wie Mahd- oder Düngebeschränkungen festlegt worden sind.“

Hintergrund
Mähwiesen sind mit ihrer Vielzahl an Kräutern und blühenden Pflanzen ein wichtiger Lebensraum bedrohter Tierarten, wie zum Beispiel den Schmetterlingen Großer Feuerfalter und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Der NABU drängt seit Jahren darauf, artenreiches Grünland besser zu schützen und dafür eine ausreichende Honorierung für Landwirtinnen und Landwirte bereitzustellen. In den letzten Jahrzehnten sind viele wertvolle Mähwiesen jedoch komplett verloren gegangen oder ihr Zustand hat sich so stark verschlechtert, dass die typischen Pflanzenarten nicht mehr zu finden sind.

Weitere Infos:

Quelle:
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NABU-Pressestelle
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 146/21 | 2. DEZEMBER 2021
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Grünlandschutz / FFH-Gebiete

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In der Aufnahme von Albert Meier

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Start der täglichen Lageberichte ab Freitag den 3. Dezember 2021
Lawinenwarnzentrale: Start der täglichen Lageberichte ab Freitag den 3. Dezember 2021

  • Neues Design mit interaktiver Kartendarstellung der regionalen und höhenabhängigen Gefahrenstufen

+++ Die Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) veröffentlicht ab Freitag den 3. Dezember mit neuem Design wieder täglich den Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum. Der Service bietet Wintersportlern umfassende Informationen über die vorliegende Gefahrenstufe, die vorherrschenden Lawinenprobleme, den Schneedeckenaufbau sowie den Umfang und die Verteilung der Gefahrenstellen im Gelände.

Er ist eine unverzichtbare Grundlage für die Planung und Durchführung von Winteraktivitäten im Gebirge. Der Ausgabezeitpunkt am Vortag um 18:00 Uhr ermöglicht den Lawinenlagebericht als Planungsgrundlage für Skitouren zu verwenden.
Pünktlich zum Start der neuen Saison startet auch die interaktive Kartendarstellung der regionalen und höhenabhängigen Gefahrenstufen auf der Internetseite des Lawinenwarndienstes Bayern. Die Darstellung ist in Zusammenarbeit mit den Nachbarwarndiensten in Österreich vereinheitlicht worden und vereinfacht die grenzüberschreitende Tourenplanung. Für Wintersportler aus dem Ausland wird der Lawinenlagebericht zusätzlich auf Englisch veröffentlicht. +++

Diesen Winter ist erneut mit Schließungen von Bergbahnen und Pisten auf Grund der aktuellen Corona-Situation zu rechnen. Geschlossene Skipisten sind freier Naturraum und werden nicht durch die örtlichen Lawinenkommissionen überwacht und beurteilt. Eigenverantwortliches Verhalten der Tourengeher und -geherinnen, Schneeschuhwanderer und -wanderinnen und sonstiger Bergsporttreibender ist in diesen Fällen besonders gefordert. Dazu gehört ein Grundwissen zur Einschätzung der Naturgefahr Lawine, Kenntnis der aktuellen Wetter-, Schnee- und Lawinenverhältnisse vor Ort, geeignete Sicherheitsausrüstung und die Einschätzung seiner körperlichen und mentalen Fähigkeiten im alpinen Gelände. Informationen zu aktuell geschlossenen oder geöffneten Skipisten und Winterwanderwegen entnehmen Sie bitte Aushängen und Beschilderungen vor Ort oder Sie wenden sich an die örtlichen Gemeinde- und Tourismusvertreter und -vertreterinnen. Sperrungen von Verkehrswegen und Pisten auf Grund von Lawinengefahr durch die örtlichen Sicherheitsbehörden sind zu beachten!

Um die Lawinenlage noch detaillierter abzubilden, wird ab diesem Winter der Lawinenlagebericht des bayerischen Alpenraums für zehn statt bisher sechs Teilregionen erstellt. Er ist nun in die Teilregionen Allgäuer Vorberge, Allgäuer Hauptkamm, Ammergauer Alpen, Werdenfelser Alpen, Bayerische Voralpen West, Mitte, Ost, Chiemgauer Alpen West und Ost und Berchtesgadener Alpen unterteilt und im Internet unter www.lawinenwarndienst-bayern.de abrufbar. Zudem kann der Lawinenlagebericht als E-Mail-Newsletter unter www.lawinenwarndienst-bayern.de/res/lawinenlage/service.php und bei Telegram Messenger abonniert werden. Ergänzend geben Messdaten und Webcams Informationen zur allgemeinen Schnee- und Witterungslage.


Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg

PRESSEMITTEILUNG
Nr. 39 / Mittwoch, 01. Dezember 2021

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NABU: Misteln bringen Streuobstwiesen kein Glück
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NABU: Misteln bringen Streuobstwiesen kein Glück

03/04.12.2021

Die beliebte Weihnachtsdeko ist für Obstbäume deutschlandweit ein wachsendes Problem / Regelmäßiger Baumschnitt ist wichtig
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Berlin
– In der Weihnachtszeit sind sie beliebte Deko: Misteln. Die kugelig wachsenden Pflanzen werden gern über Türrahmen gehängt – nach altem Brauch soll ein Kuss unter dem Mistelzweig für Liebesglück sorgen. Die Laubholz-Mistel (Viscum album) hat allerdings wenig Romantisches an sich. Deutschlandweit ist sie stark auf dem Vormarsch, für Obstbäume wird sie zunehmend zur Gefahr – vor allem mit Blick auf Streuobstwiesen.
„Die Pflanzen leben als Halbschmarotzer und entziehen dem Wirt mit ihren Saugwurzeln Wasser und Nährstoffe. Besonders gefährlich wird es für Bäume, die nicht regelmäßig gepflegt werden“, so Markus Rösler, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Streuobst. „Für einige Gegenden insbesondere in Süd- und Mitteldeutschland sind Misteln darum inzwischen zum massiven Problem geworden.“ Besonders häufig betroffen sind Apfelbäume. „Seit einigen Jahren beobachten wir vom NABU zunehmend Mistelbefall auch an Birnen, was in früheren Jahrzehnten nicht der Fall war. Das ist eine neue Qualität der Gefährdung“, so Rösler.
 
Der NABU rät, alle vier Jahre im Spätwinter und zeitigen Frühjahr befallene Obstbäume konsequent zu beschneiden. Äste mit Mistelbefall sollten mindestens 30 bis 50 Zentimeter ins gesunde Holz zurück abgesägt werden. Damit kann die Ausbreitung der Misteln meist gestoppt werden, wenn der Baum noch nicht zu stark angegriffen ist. Andere Bekämpfungsmethoden, wie etwa das Abschneiden der Misteln oder ihr Abdecken mit schwarzer Folie haben sich nicht als erfolgreich erwiesen.
 
Für die Verbreitung der Misteln hat sich die Natur einen besonderen Trick einfallen lassen: Ihre weißen Früchte sind extrem klebrig. „Viele Vögel naschen gern an den Beeren. Ein Teil der Früchte bleibt dabei an ihren Schnäbeln haften. Wetzen die Vögel den Schnabel an einem Zweig oder hinterlassen dort ihren Kot, kleben die Mistelsamen an der Rinde des künftigen Wirtsbaumes fest. So kann sich die Mistel über viele Kilometer verbreiten“, erklärt Rösler. Untersuchungen in Berlin und Brandenburg hätten gezeigt, dass neben der Misteldrossel mindestens 26 weitere Vogelarten die Mistelbeeren auf dem Speiseplan haben, beispielsweise Sing- und Wacholderdrosseln. Misteln können bis zu 70 Jahre alt werden. Sie wachsen eher langsam. Erst im zweiten Jahr bildet sich der erste verzweigte Spross mit ledrigen Laubblättern. Bis die Pflanze ihre typische kugelige Form erreicht, vergehen viele weitere Jahre.
 
Als Ursachen für die Ausbreitung der Mistel sehen NABU-Experten vor allem die unregelmäßige Pflege von Streuobstbeständen und die Klimaerwärmung. Daneben begünstigen lange Trockenphasen und der daraus resultierende Stress für die Obstbäume den Vormarsch der Mistel nach Norddeutschland. Gleichzeitig rückt die Mistel auch in höhere Lagen vor, inzwischen befällt sie Bäume in Lagen über 1.000 Meter. „In vielen Gegenden hält sich zudem das hartnäckige Gerücht, Misteln stünden unter besonderem Schutz – das ist falsch. Sie dürfen geschnitten werden und das sollten sie auch“, so Rösler.
 
In der Aufnahme von NABU/Hannes Huber
  • Streuobstfläche in der Blütephase

Quelle
NABU-Pressestelle
NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 145/21 | 1. DEZEMBER 2021
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Alle Jahre wieder … Diskussionen zur „korrekten“ Vogelfütterung
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Alle Jahre wieder … Diskussionen zur „korrekten“ Vogelfütterung

02/03.12.2021

Wir können und wollen zu diesem Thema ausnahmslos unsere langjährigen Erfahrungen einbringen die wir auf, über nahezu das gesamte Bundesgebiet verbreiteten, Referenzflächen sammeln konnten.

Um es relativ kurz zu machen, noch vor 40 Jahren hatten wir die feste Überzeugung, dass eine Ganzjahresfütterung kaum Sinn macht, da „unsere“ Vögel während der Vegetationsperiode ausreichend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs fänden.
Doch diese Einschätzung hatte sich ab dem Jahr 2000 in unseren Reihen rigoros verändert, denn die Ergebnisse die wir auf unseren Referenzflächen seit 1995 erfassten waren tatsächlich ernüchternd, oder sollen wir besser sagen überraschend.
Auf Flächen, auf welchen wir ausgewählte Kleinvogelarten wie z. B. Feldsperlinge, Blau-Kohlmeise oder auch Rotkehlchen oder Amsel mit speziell auf die Bedürfnisse dieser Arten abgestimmten Futtermitteln versorgt hatten, zeigte sich ein viel vitaleres Verhalten der Alttiere. Mehr noch, die Jungtiere die in sekundär geführten, bzw. durch die Arten primär angelegten Reproduktionsbereichen anzutreffen waren sowohl quantitativ als auch „qualitativ“ aussagekräftiger einzustufen.

Die Alttiere konnten sich an den vorgehaltenen Futterstellen sehr gut mit Nahrung versorgen und damit die auf den Flächen vorkommenden natürlichen Futtertiere direkt an den Nachwuchs verfüttern! Bei einer entsprechenden Ergänzung des Futtermittels, zugeschnitten auf den Nachwuchs einiger Arten konnte das positive Ergebnis nochmals gefestigt werden.

Final gelang es mit der Vorhaltung speziell auf die Bedürfnisse von Halbhöhlen- und Höhlenbrütern zugeschnittener Reproduktionsräume, eine weitere Optimierung der Jungvogelausbringung pro Paar zu erreichen. Drei und in einem Fall sogar vier Jahresbruten waren sowohl bei den Feldsperlingen und bei den Kohlmeisen immerhin immer zwei erfolgreiche Jahresbruten keine Seltenheit. Die durchschnittliche Jungvogelausbringung lag bei den Feldsperlingen pro Brut bei 4 Jungtieren und bei den Kohlmeisen bei 5 Jungtieren.

So „erfreulich“ diese Ergebnisse auch sind, zeigen sie doch in unseren Augen eine erschreckende Entwicklung. Bedenklich ..., wenn ausgeräumte Fluren und Forste nicht mehr in der Lage sind ihre Lebensformen zu ernähren. Hausgemacht und konkret einer Spezies zuzuordnen, die es mit ihrem unsäglichen Wirken sogar vermag vormals häufige Arten in kurzer Zeit in elementare Probleme ihrer Arterhaltung zu bringen.

In der Aufnahme von Klaus Sanwald

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Tiefsee unter Druck
Tiefsee unter Druck

02/03.12.2021

Kritik an Jahrestagung der Internationalen Meeresbodenbehörde / Weitere Unternehmen fordern Moratorium für Tiefseebergbau

Hamburg, 01.12.2021: Am 6. Dezember soll auf Jamaica die Jahressitzung der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) beginnen. 167 Mitgliedstaaten und die Europäische Union sollen unter Hochdruck klären, wie ein Regelwerk den Abbau von Bodenschätzen aus der Tiefsee möglich machen könnte. Der WWF warnt vor überstürztem Aktionismus. „Tiefseebergbau ist eine vermeidbare Umweltkatastrophe.

Ein mit der heißen Nadel gestricktes Regelwerk könnte fatale Folgen für die unberührten Lebensräume der Tiefsee haben. Dringender denn je brauchen wir jetzt ein Moratorium für Tiefseebergbau, bis die potenziellen Auswirkungen wissenschaftlich umfassend untersucht sind und ein ausreichender Schutz für die Tiefsee gewährleistet werden kann“, erklärt Tim Packeiser, Meeresschutzexperte beim WWF Deutschland.
Der großflächige Abbau von mineralischen Rohstoffen wie Kobalt, Lithium oder Nickel in Tausenden Metern Wassertiefe ist bisher noch nicht erlaubt. Im Juni dieses Jahres löste allerdings der pazifische Inselstaat Nauru nach dem Seerechtrechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) die so genannte Zwei-Jahres-Regel aus. Diese besagt, dass die ISA innerhalb von zwei Jahren Vorschriften erlassen muss, wenn ein Land Tiefseebergbau betreiben will. Ansonsten dürfte der Staat Nauru wohl auch ohne Regelwerk mit dem Tiefseebergbau beginnen. Die Eile, mit der das Treffen in diesem Monat anberaumt wurde, löste bei Regierungen und der Zivilgesellschaft die Befürchtung aus, dass Vorschriften ohne angemessene Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältige Konsultationen erlassen werden könnten. Zudem trifft die Entscheidung der ISA, während einer globalen Pandemie persönlich zu tagen, auf Unverständnis und Kritik, da viele Delegationen nicht anreisen können. Auch die vereinbarte Möglichkeit, dass Delegationsvertreter:innen virtuell teilnehmen können, wird kaum die notwendigen ausführlichen Beratungen ermöglichen.

„Angesichts der aktuellen Pandemie-Bedingungen kritisiert der WWF sowohl die Auslösung der Zwei-Jahres-Regel als auch das Vorgehen der ISA. Der Prozess könnte dem kommerziellen Abbau in der Tiefsee im Eilverfahren Tür und Tor öffnen - mit bisher noch unabsehbaren Folgen. Die Jahrestagung darf nicht den Weg für ein mangelhaftes Regelwerk bereiten, weil sich die ISA zum Handeln gezwungen fühlt. Nach dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen sind der Tiefseeboden und seine Ressourcen als gemeinsames Erbe der Menschheit definiert und die ISA auch für seinen Schutz zum Nutzen der gesamten Menschheit zuständig. Die ISA sollte daher ein Moratorium für Tiefseebergbau vereinbaren, statt mit einem lückenhaften Regelwerk die Gesundheit der Ozeane und damit auch der Menschen aufs Spiel zu setzen“, fordert Tim Packeiser.

Währenddessen fordern auch immer mehr globale Wirtschaftsakteure mit einem öffentlichen Statement ein Moratorium für Tiefseebergbau. Seit neuestem unterstützen die Volkswagen Group, Scania, Philips und der Outdoor-Hersteller Patagonia die Initiative. Aus dem Finanzsektor schloss sich mit der Triodos Bank erstmals ein Geldinstitut an. Bereits im April hatten sich die BMW Group, Volvo Group, Samsung SDI und Google für ein Tiefseebergbau-Moratorium ausgesprochen und damit weltweit Aufmerksamkeit generiert.

Mit dem öffentlichen Statement stimmen die Unternehmen in den Ruf von u.a. Wissenschaftler:innen, Zivilgesellschaft, Fischereiverbänden, dem Europäischen Parlament und einzelnen Staaten nach einem Moratorium ein, solange bis die Folgen von Tiefseebergbau wissenschaftlich umfassend untersucht sind und ein ausreichender Schutz für die Tiefsee gewährleistet werden kann. Außerdem verpflichten sie sich, bis dahin keine mineralischen Rohstoffe aus der Tiefsee zu fördern, auf diese Ressourcen aus der Tiefsee in ihren Lieferketten zu verzichten und Tiefseebergbauaktivitäten nicht zu finanzieren. Der WWF begrüßt diesen Schritt und ruft weitere Unternehmen auf, sich der Initiative anzuschließen.

„Die Tiefsee beherbergt eine Vielzahl sensibler Ökosysteme und eine immense Artenvielfalt. Sie ist außerdem die größte Kohlenstoffsenke auf unserem Planeten und für die Bewältigung der Klimakrise unabdingbar. Die Menschheit kann es sich schlichtweg nicht leisten, sie kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen zu opfern“, so Tim Packeiser.

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Quelle
WWF
Stand: 01.12.2021
 
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach
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Stele der Biodiversität® - Gemmingen / GT -Stebbach

02/03.12.2021


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutzes in Franken® und der Gemeinde Gemmingen / Stebbach, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Gemmingen / Baden - Württemberg. Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen, kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trafostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen.
Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.

      
In der Aufnahme

  • Die Einbringung eines "Strommasten" ... mit dieser im November 2021 temporär durchgeführten Maßnahme übermitteln wir einen ersten Eindruck des zu Erwartenden. Die Befestigung der "Stromleitungen" am Bauwerk und auch der direkte Umgriff des Masten wird sich in den kommenden Monaten noch verändern.
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Der Mondhornkäfer (Copris lunaris)… in bewegten Aufnahmen
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Der Mondhornkäfer (Copris lunaris)… in bewegten Aufnahmen

02/03.12.2021

  • Ein Film von Helga und Hubertus Zinnecker

Der den Blatthornkäfern zuzurechnende, bis fast 2,5 Zentimeter groß werdende Käfer, der mit einem markanten Kopfhorn ausgestattet ist, zählt in unserem Land zu den, nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützten Tierarten.

Vornehmlich erkennen wir diese Art an und in der Nähe von auch freistehenden Rindern/Rinderherden. Die Ausscheidungen der Großvieheinheiten dienen dem Nachwuchs des Mondhornkäfer als wertvolle Nahrung.

Helga und Hubertus Zinnecker konnten einen Teil des Verhaltensmusters des Mondhornkäfers in einen interessanten Kurzfilm übernehmen, den wir ihnen nicht vorenthalten möchten. 

Zum Kurzfilm gelangen Sie entweder über den jeweils grün hinterlegten und unterstrichenen Textkörper der als Verlinkung fungiert, oder beim "Klick" auf die Aufnahme.
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Ein schöner Erfolg für den Artenschutz
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Siegesmund: Ein schöner Erfolg für den Artenschutz: Seltene Mopsfledermaus in der Hainleite-Region heimisch

01/02.12.2021

Das bundesweite Verbundprojekt „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland” hat für Thüringen neue Zahlen für die seltene Mopsfledermaus zusammengetragen. Das Tier fühlt demnach insbesondere in der Hainleite-Region heimisch.

Nach jüngsten Ergebnisse sind für das Jahr 2021 über 30 genutzte Quartierbäume in der Hainleite bekannt, mit sechs darauf verteilten Mopsfledermaus-Kolonien (die „Wochenstuben“ für den Nachwuchs). Die Wochenstuben sind mit bis zu 23 Weibchen und nach der Geburt ebenso vielen Jungtieren belegt, die Männchen halten sich dort nicht auf.

Die Weibchen nutzen insbesondere abstehende Rindenschuppen oder Spaltenquartiere an Buchen, Eichen aber auch Fichten als Tagesverstecke, um hier ihre Jungtiere im Juli zur Welt zu bringen. Oftmals handelt es sich um abgestorbene Bäume bzw. stehendes Totholz.
Dazu sagt Umweltministerin Anja Siegesmund: “Die zahlreichen Nachweise der Mopsfledermaus in Thüringen sind ein toller Erfolg für den Artenschutz. Diese Art zeigt, wie wichtig Waldwildnis ist. Hier können Bäume richtig alt werden und Totholz bietet wichtigen Lebensraum. Ich danke allen Projektpartnern und insbesondere auch den Ehrenamtlichen, die engagiert auf akustische Nachsuche gegangen sind. Ebenso wichtig war die gute Zusammenarbeit mit ThüringenForst.“

Wie in ganz Mitteleuropa sind auch in Thüringen die meisten Fledermausarten in ihrem Bestand bedroht, insbesondere die Mopsfledermaus. Ihre Besonderheit: Sie bevorzugt naturnahe Wälder mit einem hohen Anteil anstehendem Totholz. Einer ihrer europäischen Verbreitungsschwerpunkte liegt in Deutschland. Für den Erhalt der seltenen Waldfledermaus trägt Thüringen deshalb eine besondere Verantwortung. In den 1950er bis 1970er Jahren führte die Intensivierung der Forst- und Landwirtschaft zu dramatischen Bestandseinbrüchen. Pestizide reduzierten das eingeschränkte Nahrungsangebot der hoch spezialisierten Art erheblich. Die Mopsfledermaus überlebte in Deutschland und Westeuropa nur in wenigen Reliktgebieten. Sie wird in der »Roten Liste« der Säugetiere geführt und gilt bundesweit als stark gefährdet. Aus der Hainleite lagen bisher kaum Nachweise der Art vor. Aus diesem Grund waren die dort nachgewiesenen Kolonien und vor allem auch die Größe der Kolonien erstaunlich.

Schwerpunktgebiet der Hainleite-Region ist der Wald am Possen bei Sonderhausen. Hier nutzen die Mopsfledermäuse sowohl Quartierbäume in der 1.000 Hektar großen Naturwaldfläche als auch im angrenzenden „Erholungswald“ des Forstamtes Sondershausen und darüber hinaus. Gern jagen die Tiere Kleinschmetterlinge (wie Motten, Zünsler) im angrenzenden strukturreichen Offenland, in den Baumkronen des Waldes sowie an blütenreichen Waldsäumen und Schneisen. Neben der Mopsfledermaus wurden in diesem Gebiet aber auch am Possen ebenso die bundesweit vom Aussterben bedrohte winzige Nymphenfledermaus nachgewiesen werden, die ähnlich fragile Spaltenquartiere in Baumkronen alter Bäume, in alten Wäldern nutzt.

"Die Mittlere Hainleite am Possen schafft einen wichtigen ökologischen Verbund vom Nationalpark Hainich bis hin zur Hohen Schrecke, d.h. einen "bewaldeter Ring" um das Thüringer Becken, in dem auch Mopsfledermäuse nachgewiesen wurden", sagt Projektleiter Martin Biedermann von der Stiftung FLEDERMAUS /Erfurt.


Hintergrund zum Projekt und zur Mopsfledermaus:
Die Stiftung FLEDERMAUS und Naturstiftung David haben sich gemeinsam mit den NABU-Landesverbänden Baden-Württemberg und Niedersachsen und der Universität Greifswald zu dem Verbundvorhaben „Schutz und Förderung der Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) in Deutschland“ zusammengeschlossen. Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie vom Thüringer Umweltministerium seit Ende 2018 bis Ende 2024 gefördert. Der Bayerische Naturschutzfond, das Land Hessen und die Deutsche Wildtier Stiftung sind weitere Fördermittelgeber des Gesamtprojektes.

Die Mopsfledermaus hat im Ultraschall-Bereich einen sehr charakteristischen Ruf, durch den sie eindeutig identifiziert werden kann. Mit akustischen Vorerkundungen konnten daher in den vergangenen drei Jahren Stellen im Wald der Hainleite ausfindig gemacht werden, an denen die Mopsfledermaus besonders aktiv ist. Dort konnten mit speziellen Netzen Weibchen gefangen werden, die dann mit einem winzigen Miniatursender versehen wurden. Mit Hilfe der Radio-Telemetrie zeigten diese besenderten Tiere dann ihre sehr versteckten Quartiere in Bäumen, die ansonsten nur schwer bzw. gar nicht zu finden sind.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.mopsfledermaus.de

Quelle
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
28.11.2021

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In der Aufnahme von

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Gewässer und Pflegemaßnahmen
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Gewässer und Pflegemaßnahmen

01/02.12.2021

  • Mehr oder minder regelmäßig erreichen uns (bevorzugt im Winterhalbjahr) auch Anfragen besorgter Bürger*innen, die sich mit Eingriffen an Bäumen an auch Fließgewässern befassen.

Wir vom Artenschutz in Franken® begrüßen es grundsätzlich das sich unsere Mitmenschen zunehmend für die Belange der Umwelt und der Biodiversität interessieren und sich hier auch nachdrücklich engagieren. Dabei gilt es immer das, wenn möglich Gesamtbild der Eingriffe im Auge zu behalten, denn auch die Verkehrssicherungspflicht darf gerade an diesen sensiblen Strukturen nicht vergessen werden.

Und so gilt es eine effektive Lösung zu erarbeiten, welche die Belange des Arten- Gewässerschutzes und nicht zuletzt auch die Erhaltung der Verkehrssicherung in sich bestmöglich vereinnahmen sollte.
In der Regel funktioniert das auch immer sehr gut, auch wenn es hie und da auch "Ausreißer" gibt die in die eine oder andere Richtung "über das Anzustrebende hinausgeraten". In diesem Fall kann jedoch mit den entsprechenden Kommunikationskanälen sehr viel erreicht werden und wohl auch in den allermeisten Fällen eine trag- und konsensfähige Lösung gefunden werden.
Im Interesse aller, denn es erscheint zunehmend prioritär sich allen Aspekten einer mannigfachen Herausforderung zu stellen.


In der Aufnahme

  •     Nicht bis hinunter zum Wurzelteller des Baums der entnommen werden musste, sondern auch ein Stehenlassen der Baumstümpfe auf 1,5-3,5 Meter Höhe ist für die Biodiversität von einer vielfach hohen Attraktivität. Eine in unseren Augen sehr zielgerichtete Pflanzenentnahme welche hier von den Verantwortlichen umgesetzt wurde.

Artenschutz in Franken®
01.12.2021
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Der Grünfink (Chloris chloris) im Fokus
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Der Grünfink (Chloris chloris) im Fokus

01/02.12.2021

Artenschutz in Franken® möchte mehr über die Bestandsdichte des Grünfinken im Bundesgebiet herausfinden und bittet Sie dabei um Unterstützung.

Seit geraumer Zeit haben wir den Grünfinken in ein Monitoring übernommen, welches uns Aussage darüber bringen soll, wie es um die Bestände dieses Vogels steht. Zwar unterliegen auch Grünfinken natürlichen Bestandsschwankungen. Doch erst mit dem nahezu flächigen Auftreten des „Grünfinkensterbens“, welches im Sommer / Frühherbst 2009 erstmals artbezogen auch in unseren Reihen als Level of conspiuity gelistet wurde und das von „Trichomonas gallinae“ hervorgerufen wurde, wurde diese Art näher in ihrer Bestands- Entwicklungsstrategie fokussiert.
Trichomonas gallinae welche wir seit geraumer Zeit bevorzugt bei Tauben beobachten, führt bei Grünfinken zu hohen „Ausfallraten“. Von diesem Erreger befallene Grünfinken sind recht leicht zu erkennen. Die Tiere, die sich vornehmlich stark aufplustern, machen einen apathischen Eindruck. Der Schnabel ist häufig mit Futterresten verklebt. Gefunden haben wir die Tiere vornehmlich an Futterstellen. Die Erkrankung selbst führt beim Grünfinken zu Rachenentzündungen und damit einhergehend dann auch zu Schluckbeschwerden.

Damit wird dann die Futteraufnahme vermieden und der Vogel speichelt sich mit Futterresten ein. Bei weiterem Krankheitsverlauf führt der Entzündungsprozess vielfach zu Atemproblemen. Die erkrankten Tiere atmen hörbar schwer und verenden meist kurze Zeit später. Doch es scheint auch Grünfinken zu geben, welche diese Krankheit überstehen können. Wir konnten über eineinhalb Wochen einen Grünfinken beobachten, der konkrete Erkrankungszeichen abbildete. Dieses Tier zog sich in eine Mauernische zurück, die ihm die Chance eröffnete, hier vor Fressfeinden sicher zu sein. Drei Tage durchlief dieses Tier einen körperlichen Verfall und wir waren der festen Überzeugung, dass er die Erkrankung nicht überleben würde.

Ab dem vierten Tag konnten wir erkennen das es dem Tier wohl besser ging, obwohl er diese Nische noch immer nicht verließ. An Tag nahm das Tier erstmals, von uns bewusst wahrgenommen, Regenwasser zu sich und auch der Gesamteindruck der körperlichen Fitness war deutlich besser. Nach 7 Tagen verließ das Tier die Nische eigenständig fliegend.

Nach allem, was an uns informativ herangetragen wurde, scheint Trichimonas gallinae bislang für den Menschen keine Gefahr darzustellen, dass er wohl nicht auf diese Spezies übertragbar ist. Dies wie gesagt unser aktueller Kenntnisstand und ohne Gewähr.

Da nun wieder die Zeit der zunehmenden Vogelfütterung startet, möchten, wir Sie bitten uns zu informieren, in welcher Dichte die Tiere von ihnen angetroffen werden konnten.

Denn nach allem, was uns an aktuellen Informationen vorliegt, zeigt sich diesjährig ein deutlicher Rückgang der Bestandsdichten der Grünfinken in unserem Land.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen möchten mehr über die Bestandstendenz des Grünfinken zu erfahren.



In der Aufnahmevon Bernhard Schmalisch


Artenschutz in Franken®
01.12.2021
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BUND- Spurensuche Gartenschläfer: Tierische Geheimnisse gelüftet?
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Spurensuche Gartenschläfer: Tierische Geheimnisse gelüftet?

30.11/01.12.2021

Hunderttausende wissenschaftliche Daten hat das Team der "Spurensuche Gartenschläfer" von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Justus-Liebig-Universität Gießen und Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in den letzten drei Jahren rund um diesen kleinen Verwandten des Siebenschläfers gesammelt.

"Einen solchen Wissensschatz über eine heimische Tierart in so kurzer Zeit zusammenzutragen, ist ein Highlight für den Artenschutz in Deutschland", freut sich Mechthild Klocke, Projektleiterin vom BUND. "Der Gartenschläfer geht jetzt in den Winterschlaf und wir nutzen die Zeit, um die Daten auszuwerten. Die Schlafmaus war bislang weitgehend unerforscht. Umso mehr hoffen wir nun, Antworten zu finden, wie wir dem Gartenschläfer helfen können. Trotz seiner Anpassungsfähigkeit ist er vielerorts vom Aussterben bedroht."
Für das Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" im Bundesprogramm Biologische Vielfalt haben sich Naturschützer*innen in allen Regionen, in denen Gartenschläfer vermutet wurden oder nachweislich leben, auf die Spur begeben: Rund hundert Wildtierkameras, 500 Nistkästen und 2.000 Spurentunnel überprüften sie seit 2019 regelmäßig. Mehr als 750 Totfunde trugen sie für die Laboranalyse zusammen. Zwölf eigens entwickelte Beobachtungsapparate, die "Dormouse Monitoring Units", wurden täglich kontrolliert.

Tausende Kontrollgänge sind so zusammengekommen. Zusätzlich verzeichnete die Online-Meldestelle des Projekts mehr als 6.000 bestätigte Hinweise auf Gartenschläfer durch die Bevölkerung. „Eine so umfangreiche Untersuchung einer Tierart in so kurzer Zeit haben wir in der Forschung noch nicht erlebt“, so Johannes Lang, Gartenschläfer-Experte der Justus-Liebig-Universität Gießen. "Die Zusammenarbeit von Naturschützer*innen und Wissenschaftler*innen hat hier Unmögliches möglich gemacht".

Die Wissenschaftler*innen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung werten die Haar- und Kotproben, Totfunde, Fotos, Videos und Hinweise aus der Bevölkerung intensiv aus. Lang: "Das sind viele Puzzleteile, aus denen wir jetzt ein Bild über den Gartenschäfer zusammensetzen können. Wir erwarten Erkenntnisse, wie seine Lebensräume aussehen, was er frisst, wie er sich verhält und was Todesursachen sind. Damit ermitteln wir auch, was ihm so sehr schadet und was es braucht, damit er langfristig überleben kann."

Mit ersten Forschungsergebnisse rechnet das Team der "Spurensuche Gartenschläfer" im kommenden Frühjahr. Ermöglicht wird das Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" durch eine Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt des Bundesamts für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.


In der Aufnahme von BUND - Jiří Bohdal
  • Gartenschläfer


Quelle
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) –
Friends of the Earth Germany
Kaiserin-Augusta-Allee 5
D - 10553 Berlin

29. November 2021 | BUND, Lebensräume, Naturschutz

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Insekt des Jahres 2022 - Die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege
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Insekt des Jahres 2022 - Die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege

30.11/01.12.2021


Mehr im Netz beispielgebend unter:

  • https://kurier.at/wissen/wissenschaft/die-schwarzhalsige-kamelhalsfliege-ist-das-insekt-des-jahres-2022/401823061

  • https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_91231174/insekt-des-jahres-2022-besonders-seltene-fliege-mit-kamel-optik-.html

  • https://rp-online.de/leben/pets/mehr-tiere/insekt-des-jahres-2022-schwarzhalsige-kamelhalsfliege-tier-wird-nur-15-millimeter-gross_aid-64339519
Bereits in 2015 konnten wir diese Art, die auch im Steigerwald beheimatet ist zum Bestandteil der umweltpädagogischen Ausgestaltung des Steigerwald Zentrums werden lassen ...


In der Aufnahme von Albert Meier
  • Weibchen der Schwarzhalsigen Kamelhalsfliege
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EU-Pilotprojekt stärkt Naturschutz am Grünen Band Europa
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EU-Pilotprojekt stärkt Naturschutz am Grünen Band Europa

30.11/01.12.2021

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer – der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs. 32 Jahre später zielt das von der EU finanzierte Projekt „BEST Belt" darauf ab, lokalen Naturschutzorganisationen am Grünen Band Europa den Zugang zu EU-Fördermitteln zu erleichtern.

Radolfzell. In den kommenden vier Jahren wird die Europäische Kommission ein neues Pilotprojekt am Grünen Band Europa finanzieren. Für konkrete Projekte entlang des Grünen Bandes von Finnland bis Albanien und Bulgarien werden 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Es werden Initiativen gefördert, die die biologische Vielfalt am ehemaligen Eisernen Vorhang erhalten und vielversprechende Ansätze zur nachhaltigen Regionalentwicklung umsetzen. Organisationen werden ermuntert, Anträge für kleinere Naturschutzprojekte von bis zu 40.000 Euro Fördersumme zu stellen. Zusätzlich zu dieser Summe erhalten die Organisationen Schulungen und eine Beratung zur effektiven Umsetzung der angedachten Maßnahmen.
„Dieser Impuls des Europäischen Parlaments ist nicht nur sehr erfreulich, er kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. „Das Grüne Band Europa ist nicht nur eine der größten Naturschutzinitiativen unseres Kontinents, sondern ein Projekt zur weiteren Integration Europas. Wenn wir die Artenvielfalt in Europa erhalten wollen, müssen wir die Naturschätze am Grünen Band bewahren. Wenn wir den enormen Fliehkräften in Europa etwas entgegen setzen wollen, dann sollten wir die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken. Und beides geht am besten, wenn wir die lokalen Organisationen mit ihrem Wissen und die Menschen, die am Grünen Band Europa leben, einbeziehen“, so Schwaderer.

Offizieller Vertragspartner des Projekts ist EuroNatur. Die international tätige Naturschutzstiftung hat den Vorsitz des Vereins „European Green Belt Association“ (EGBA) inne und leitet das Projekt in dieser Funktion. EuroNatur ist zudem Regionalkoordinatorin für den Abschnitt Grünes Band Balkan. Die EGBA bietet den idealen institutionellen Rahmen für eine effektive Zusammenarbeit über Länder- und administrative Grenzen hinweg.


Hintergrundinformationen:

  •     Grünes Band Europa: Im Schatten des Eisernen Vorhangs konnte sich ein einzigartiges Biotopsystem mit einer erstaunlichen Artenvielfalt entwickeln. Es bietet Europas Großsäugern ebenso Lebensraum wie unzähligen bedrohten Wirbellosen und Pflanzenarten. Doch der Druck auf das Grüne Band wächst: Lebensraumzerstörung, Wilderei und nicht-nachhaltiger Tourismus nehmen zu.
  •     „BEST Belt“: Basierend auf der erfolgreichen europäischen Life4BEST-Initiative, die Projekte zum Erhalt des Naturerbes europäischer Überseegebiete gefördert hat, konzentriert sich „BEST Belt“ (Biodiversity and Ecosystem Services and Training along the European Green Belt) nun auf die Länder am Grünen Band Europas. Die Laufzeit ist auf vier Jahre angelegt.
  •     Die erste Ausschreibung für die Förderung von konkreten Projekten entlang des Grünen Bandes Europa ist für Februar/ März 2022 geplant. Um informiert zu bleiben, abonnieren Sie gerne den EGBA-Newsletter.

Kontakt: Christian Stielow, christian.stielow(at)euronatur.org, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 1

In der Aufnahme:
Große Vogelschwärme (im Bild: Mittelmeer- und Lachmöwen) prägen insbesondere zu Zugzeiten viele Feuchtgebiete entlang des Grünen Bandes Balkan. Diese Aufnahme wurde in der Saline Ulcinj gemacht, an der Grenze von Montenegro zu Albanien.
© Peter Sackl


Quelle
EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe
Westendstraße 3
78315 Radolfzell
08.11.2021

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Mit Atomkraft nutzlos
Mit Atomkraft nutzlos

29/30.11.2021

WWF warnt: 10 Gründe, warum die EU-Kommission ihre Taxonomie gefährdet


Die EU-Taxonomie steht kurz davor zu einem Instrument für Greenwashing zu werden. Wenn die EU-Kommission Erdgas und Atomkraft in die Klassifizierung für nachhaltiges Investieren aufnimmt, könnten Milliarden von Euro die Klima- und Biodiversitätskrise verschärfen. Eine wissenschaftsbasierte Taxonomie müsste Erdgas und Atomkraft ausschließen – wegen der hohen Emissionen von fossilem Gas und dem ungelösten Problem des radioaktiven Abfalls.

Diese können einen „signifikanten Schaden” an anderen Umweltzielen verursachen und stehen somit im Widerspruch zu den Prinzipien der Taxonomie. Investorengruppen warnen davor, dass die EU-Kommission den wissenschaftlich fundierten Weg verlässt und der Taxonomie die Glaubwürdigkeit nimmt. Die UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) betonen, dass die EU-Taxonomie wissenschaftlich fundiert sein muss. Eine unglaubwürdige Taxonomie wird nicht in der Lage sein, Investitionen in ökologisch nachhaltige Aktivitäten zu lenken.
Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance beim WWF Deutschland, sagt: „Die Folgen einer unglaubwürdigen und nicht wissenschaftsbasierten Taxonomie wären verheerend. Der Finanzmarkt wird kein Vertrauen in die Taxonomie entwickeln und seine Entscheidungen bei der Kapitallenkung nicht an der Taxonomie ausrichten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gefährdet ihren eigenen Green Deal – zusammen mit den EU-Klimazielen und der Führungsrolle der EU bei nachhaltigen Finanzen. Sie ist kurz davor, ein glaubwürdiges Instrument zur Finanzierung der Transformation für politische Interessen zu opfern.“
 
Weiter sagt Kopp: „Die EU-Kommission überfrachtet die Taxonomie mit existenziellen Fragen zu Energietechnologien. Der Ausschluss von Erdgas und Atomkraft bedeutet nicht, dass Kraftwerke abgeschaltet werden müssen oder diese Technologien kein Kapital mehr erhielten. Der Ausschluss bedeutet, dass Investitionen in und Finanzierungen dieser Technologien nicht als nachhaltig bewertete Finanzprodukten gelten können.  Olaf Scholz muss sich endlich auf der EU-Ebene positionieren. Der nächste Bundeskanzler hat Atomenergie längst als nicht nachhaltig klassifiziert und somit aus einer glaubwürdigen Taxonomie ausgeschlossen. Erdgas und Kernenergie gehören nicht in eine grüne Taxonomie. Die Wissenschaft ist hier klar, auch wenn politisch damit nicht vereinbare Motive aktuell die Debatte bestimmen.“
 
10 Gründe, warum die EU-Taxonomie zu einem nutzlosen Instrument werden könnte, wenn fossiles Gas und Atomkraft in die grüne Taxonomie der EU aufgenommen werden:


1. Die EU-Taxonomie wäre ein Rückschritt im Vergleich zur aktuellen Marktpraxis. Der globale Markt für grüne Anleihen schließt fossiles Gas und Kernenergie aus.

2. Die EU-Taxonomie wäre ein Rückschritt im Vergleich zur Emission grüner Anleihen in der EU. Die Kommission hat bekannt gegeben, dass ihre eigene Emission grüner Anleihen für das EU-Konjunkturpaket weder fossile Brennstoffe noch Kernenergie enthalten wird.

3. Die EU-Taxonomie wäre ein Rückschritt im Vergleich zur Politik der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die EIB unterstützt keine Kernenergie, und ihre Kreditvergabepolitik für 2019 schließt fossiles Gas aus: EIB-Präsident Werner Hoyer stellte klar: „Gas is out“.

4. Die EU-Taxonomie würde hinter der chinesischen Taxonomie zurückbleiben, die fossiles Gas aus der Stromerzeugung ausschließt, und hinter der südkoreanischen Taxonomie, die die Kernkraft ausschließt.

5. Die EU-Taxonomie würde dem 1,5-Grad-Szenario der Internationalen Energieagentur (IEA) zuwiderlaufen. Die IEA stellt fest, dass die Elektrizität bis 2035 in der OECD und bis 2040 weltweit zu 100 Prozent emissionsfrei sein muss. Dies bedeutet, dass alle Gaskraftwerke innerhalb des gleichen Zeitrahmens abgeschaltet werden müssen.

6. Die EU-Taxonomie würde dem EU-Klimaziel für 2030 zuwiderlaufen. Die Folgenabschätzung der EU-Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die EU ihren Gesamtverbrauch an fossilem Gas bis 2030 um etwa 30 Prozent senken muss, um ihr Klimaziel von 55 Prozent weniger Treibhausgase bis 2030 zu erreichen. Die Aufnahme von Gas in die grüne Taxonomie würde zu mehr Gas führen, nicht zu weniger.

7. Die EU-Taxonomie stünde im Widerspruch zu der von der EU und den USA auf der Weltklimakonferenz COP26 abgegebenen globalen Methanverpflichtung, die Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 Prozent zu senken. Mehr Gaskraft würde wahrscheinlich mehr Methanleckagen bedeuten.

8. Die EU-Taxonomie würde in mehrfacher Hinsicht gegen die Taxonomie-Verordnung verstoßen – und infolgedessen wahrscheinlich vor Gericht angefochten werden. Sie würde gegen den Grundsatz der Technologieneutralität verstoßen, da sie ungleiche Kriterien für gasbefeuerte und erneuerbare Energien festlegt. Sie würde voraussichtlich auch gegen die Definition einer „Übergangstätigkeit“ verstoßen, die für Gaskraftwerke verwendet wird, da es kohlenstofffreie erneuerbare Alternativen gibt.

9. Die EU-Taxonomie stünde im Widerspruch zu der von zahlreichen EU-Mitgliedstaaten unterstützten und vom Vereinigten Königreich angeführten COP26-Zusage, die internationale Unterstützung für fossile Brennstoffe bis 2022 auslaufen zu lassen.

10. Die EU-Taxonomie wäre hinderlich mit der Mitgliedschaft bzw. Unterstützung von sechs EU-Mitgliedstaaten in der Beyond Oil & Gas Alliance, die sich zum Ausstieg aus der Gasförderung verpflichtet hat.

Quelle
WWF
Stand: 29.11.2021

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Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr über 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
25. Jahre Artenschutz in Franken®
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25. Jahre Artenschutz in Franken® 

Am 01.03.2021 feierte unsere Organisation ein Vierteljahrhundert ehrenamlichen und vollkommen unabhängigen Artenschutz und erlebbare Umweltbildung.
Und auch nach 25 Jahren zeigt sich unser Engagement keineswegs als "überholt". Im Gegenteil es wird dringender gebraucht denn je.

Denn die immensen Herausforderungen gerade auf diesem Themenfeld werden unsere Gesellschaft zukünftig intensiv fordern!


Hinweis zum 15.jährigen Bestehen.

Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzten wir unsere namensgebende Bezeichnung.

Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Im Aufbau
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.

Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen.
Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1053852-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein ...da wir jedoch im ganzen Land wiederfinden!

Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.
Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?
Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Juni 2019
Autorin
Natascha Gaedecke
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1053851-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!
Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

AiF
12.08.2019

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Artenschutz in Franken® informiert!
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