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Leuchttürme der Biodiversität
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Leuchttürme der Biodiversität

24/25.05.2019

Sachsen.Die Gemeinde Hartmannsdorf-Giegengrün liegt wunderschön gelegen im Süden des Landkreises Zwickau eng am Fuße des Erzgebirges.


Zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Westsachsen e.V., der seit 1992 besteht und sich seitdem für eine naturnahe Kulturlandschaftsentwicklung inklusive des Artenschutzes und die damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung gemeinnützig im Landkreis einsetzt, und des „Artenschutz in Franken“ (AiF) wird in Hartmannsdorf ein ebenso naturschutz-fachlich notwendiger wie attraktiver Artenschutzturm entstehen.

Unterstützt wird das Projekt von der Deutschen Postcode Lotterie.

Landschaftspflegeverband Westsachsen e.V.
Der Landschaftspflegeverband „Westsachsen“ e.V. in Neukirchen/Pleiße wurde am 17.12.1992 ge-gründet. Er ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes und der Kommunalpolitik. Diese Interessengruppen wirken gleichberechtigt zusammen, um so den Erfolg praktischer Naturschutzarbeit sicherzustellen.

Ziel des Vereins ist der Erhalt und die Wiederherstellung unserer heimischen Kultur- und Naturlandschaft mit ihren typischen Tier- und Pflanzenarten. Um dieses Ziel zu erreichen setzt der Verband eigene Projekte in den Bereichen Biotoppflege, Artenschutz, Biotopverbund und Natura 2000 um, bzw. berät Landwirte, Kommunen und Privatpersonen zur naturschutzgerechten Nutzung ihrer Flächen. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in der Umweltbildung und fördert die Vermarktung regionaler Produkte.

Vom Schlauchturm zum Leuchtturm der Artenvielfalt
Grundlage für das innovative Projekt bildet der alte Schlauchturm des Feuerwehrdepots der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, der sich auf einer von Siedlungen umringten Freifläche direkt an einem Bachlauf befindet. Der Turm eignet sich aufgrund seiner Höhe und Exposition hervorragend als Standort des Projektes. Im Besonderen sollen durch in die Fassade versenkte Sekundärhabitate vor allem Fledermäuse und Wildbienen, aber auch andere Tiere profitieren.

Nach umfassenden Fassadenarbeiten sollen unterhalb des Daches Nistmodule für Schwalben und Höhlenbrüter in die Fassade eingelassen werden. Darunter, auf etwa 2/3 der Höhe, werden, ebenfalls Fassaden-intern, Fledermauskästen und Insektenhotels (speziell für Wildbienen), angebracht.

Im Folgenden wird die Fassade durch einen professionellen Tiermaler künstlerisch gestaltet. In un-mittelbarer Umgebung des Turms, ggf. auch am Turm direkt, wird eine holzumrahmte Informationstafel aufgestellt, die das Anliegen und die direkte (Art-)Ausstattung des Turms der breiten Öffentlichkeit erläutert. Die Materialien für Umweltbildung werden parallel zum eigentlichen Bauprojekt verwendet.

Durch die Lage von Hartmannsdorf in unmittelbarer Nähe zum „Hohen Forst“, einem umfangreichen Waldgebiet, den zahlreichen naturnahen Frisch- und Fettwiesen vor Ort und der an sich ländlichen Ortsstruktur dürfte der Standort auch genügend „tierische Interessenten“ finden und hält andersherum auch genügend Nahrungshabitate in der Umgebung bereit. Mit dem fast unmittelbar angrenzenden Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“ befindet sich darüber hinaus ein Schutzgebiet von nicht unwichtigem Ausmaß und auch touristischer Anziehung in unmittelbarer Nachbarschaft.

Nicht zuletzt wird auch dem lebendigen Umweltbildungsgedanken Rechnung getragen. So soll die Kindertages-einrichtung „Gänseblümchen“ in Hartmannsdorf das Projekt von Anfang an mit begleiten. Durch den Einsatz entsprechender Materialen und einer didaktischen Anleitung lernen die Kinder durch das „Dabeisein“ den Artenschutz als aktiven und wichtigen Teil unseres Lebens kennen, der nebenbei auch Spaß machen kann. Außerdem soll der Turm durch eine künstlerische Außengestaltung dem Betrachter direkt ansprechend ins Auge fallen und zum Verweilen einladen.

MIt dem Kooperatiosnprojekt das von der Deutschen Postcode Lotterie gefördert wird, schaffen Leuchttürme der Biodiversität und fördern den Umgang mit der uns begleitenden Artenvielfalt innerhalb der breiten Gesellschaft

Trotz der positiven Eigenschaften des Standortes gibt es natürlich auch, wie fast überall in Deutschland, Probleme, die dieses innovative Projekt von der Negativseite her ebenso rechtfertigen.So sind auch in der Umgebung von Hartmannsdorf stark und dauerhaft genutzte landwirtschaftliche Flächen zu finden, die mit einer naturnahen Landschaft nicht mehr viel gemein haben. Dadurch kommt es für viele Tierarten, insbesondere für Höhlenbrüter- und bewohner, wie z.B. das Braune Langohr (Plecotus auritus), zu einem regelrechten „Wohnungsmangel“.

Auch die Nahrungssuche gestaltet sich bei einer solchen „Einöde“ als schwierig. Die sogenannten „Kulturfolger“, wie Mehlschwalben (Delichon urbicum) und Sperlinge (Passer domesticus), haben es durch die zunehmende Verbauung ihrer angestammten Nistmöglichkeiten auch in Ortschaften ebenfalls zunehmend schwerer. Außerdem tragen die fortschreitende Bodenversieglung und –verdichtung dazu bei, das Wildbienen, z.B. die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) nur noch vereinzelt Nistmöglichkeiten und –material für ihre Lehmnester finden.

Das komplexe Projekt möchte einen wertvollen Beitrag leisten wieder mehr Umweltbewusstsein in die breite Gesellschaft hinein-zutragen. Jedoch ohne den Zeigefinger zu erheben, sondern das Thema sehr behutsam und über die Einbindung der Umweltpädagogik an unsere Mitbürger heranzutragen.



In der Aufnahme
- In dieser Form zeigt sich der zukünftige Leuchtturm der Artenvielfalt am 24.05.2019 - ein Teil der Nisthilfen wurde bereits montiert.


Stelen der Biodiversität sind eine vom Artenschutz in Franken® entwickelte Projektreihe die mit dem Bundespreis UN Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde.
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Wiedersehen mit einem Habichtskauz-Weibchen
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Wiedersehen mit einem Habichtskauz-Weibchen

24/25.04.2019

Vogel wurde 2017 von Forschern des Nationalparks beringt - Jetzt hat sie drei Küken ausgebrütet

Grafenau.
Eine alte Bekannte haben die Forscher des Nationalparks Bayerischer Wald zu Gesicht bekommen. Und zwar ein Habichtskauz-Weibchen, dass sie vor zwei Jahren als Küken beringen konnten. Der Vogel hat nun selbst erfolgreich gebrütet. In dem von ihr besetzten Nistkasten fanden die Forscher drei Jungvögel, die kurz davorstanden, das Nest zu verlassen.

„Der Fang des bereits beringten Habichtskauz-Weibchens war für uns alle eine große Freude“, sagt Prof. Jörg Müller, stellvertretender Nationalparkchef und Leiter der Forschungsabteilung. Zusammen mit seinen Mitarbeitern Jonas Hagge und Helmut Hackl konnte er im Jahr 2017 in den Wäldern des Forstbetriebs Poschinger das Küken beringen. Dass der Vogel nun im Bereich des Rachels wiedergefangen und mittels der Ringnummer zugeordnet werden konnte, ist eine kleine Sensation. „Wiederfänge sind sehr selten und liegen bei vielen Arten unter fünf Prozent“, erklärt Müller. Für Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks, ist der Wiederfang ein eindeutiger Beleg dafür, dass der Habichtskauz in den Wäldern des Bayerischen Waldes wieder heimisch geworden ist. „Das ist ein großer Erfolg für den Schutz dieser seltenen Art.“

Dies sieht auch Gerhard Wilhelm, Forstbetriebsleiter der Freiherr von Poschinger Gutsverwaltung Frauenau, so. Der Forstbetrieb hat sich an dem Projekt zum Habichtskauz-Monitoring beteiligt und dem Nationalpark auch die Erlaubnis erteilt, Brutkasten aufzuhängen. „Es freut mich sehr, dass unser Habichtskauz-Weibchen wohl auf ist und gebrütet hat“, so Wilhelm. „Es ist auch eine Bestätigung für mich, dass sich naturgemäße Forstwirtschaft positiv auf die Biodiversität des Bergmischwaldes auswirkt.“ Insgesamt wurden im Bereich des Forstbetriebes Poschinger im Rahmen des Habichtskauz-Projektes sechs Nistkästen aufgehängt, im gesamten Nationalparkgebiet waren es an die 100 Stück, die jedes Jahr zur Brutzeit von den Mitarbeitern des Nationalparks kontrolliert werden.

Infos zum Projekt:


Mit Gründung des ersten deutschen Nationalparks im Bayerischen Wald 1970 wurden Konzepte zur bestmöglichen Wiederherstellung der ursprünglichen Artenvielfalt aus der Tierwelt diskutiert. Darunter fiel auch der Habichtskauz, der in den Wäldern des Böhmerwaldes bis etwa 1926 ein kleines Brutvorkommen hatte. Aus Zoobeständen und Findelkindern konnte ein kleiner Zuchtstamm aufgebaut werden. In Kooperation mit einigen Tiergärten und privaten Züchtern wurden seit 1975 mehr als 250 Jungkäuze ins Freiland ausgewildert. Auch wenn es bis zur ersten erfolgreichen Brut auf dem Gebiet des Nationalparks noch bis 1989 gedauert hatte, so nahm hier die Zahl angesiedelter Habichtskauzpaare seither kontinuierlich zu. Dieser Erfolg wurde sicherlich durch die Öffnung bisher geschlossener Waldbestände durch Sturmwurf und Borkenkäferbefall begünstigt, nicht zu vergessen das effektive Kooperationsprojekt im angrenzenden Nationalpark Šumava, wo ab 1995 Habichtskäuze slowakischer Herkunft erfolgreich freigesetzt wurden. Summiert man die geschätzten 25 bis 30 Reviere des Bayerischen Waldes mit den rund 20 Revieren im tschechischen Nationalpark Šumava, so kann inzwischen von einer etablierten Population ausgegangen werden.

Bildunterschrift:
Vor zwei Jahren wurde sie als Küken beringt. Jetzt hat das Habichtskauz-Weibchen selbst drei Jungvögel ausgebrütet.  (Foto: Helmut Hackl/Nationalpark Bayerischer Wald)


Quelle

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Stabsstelle Koordination und Kommunikation
08552 9600-132 oder 08552 9600-144
08552 9600-100
Email: pressestelle@npv-bw.bayern.de
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Finger weg von scheinbar hilflosen Vogeljungen
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Finger weg von scheinbar hilflosen Vogeljungen

24/25.05.2019

Falsche Tierliebe schadet: Jungvögel sind keine Haustiere  – Katzen jetzt zeitweise im Haus lassen

Hilpoltstein, 22.05.19 – Es tschilpt und tschirpt in Nistkästen, Hecken und Gebüschen. Die ersten Küken sind schon seit Tagen unterwegs, bald werden sich viele weitere Jungvögel aus den schützenden Nestern wagen. So erreichen den LBV derzeit zahlreiche Anfragen von ratsuchenden Tierfreunden, die vermeintlich in Not geratenen oder verlassenen jungen Vögeln helfen wollen.

Der LBV rät hier erstmal: Finger weg! „Die unerfahrenen und im Fliegen noch etwas ungeübten Vogeljungen wirken zwar hilflos, sie aufzunehmen, ist jedoch falsch verstandene Tierliebe“, so der stellvertretende LBV-Artenschutzreferent Ulrich Lanz. Der LBV bittet alle Vogelfreunde, die halbflüggen, so genannten Ästlinge einfach sitzen zu lassen. Katzenbesitzer sollten in den nächsten Wochen ihre Stubentiger für einige Tage im Haus behalten. Weitere hilfreiche Tipps und ein kostenloses Faltblatt gibt es unter www.lbv.de/vogel-gefunden.

Scheinbar verlassen sitzen derzeit in Wiesen oder auf Wegen noch nicht ganz flugfähige Jungvögel, die herzzerreißend rufen. Dies sind jedoch keine Hilfeschreie, sondern Bettelrufe mit denen die jungen Vögel Kontakt zu ihren Eltern halten. Die halbflüggen Vogeljungen halten sich in der näheren Umgebung des verlassenen Nestes auf und werden von den Eltern versorgt. „Die Jungvögel sollten unbedingt an Ort und Stelle gelassen werden, denn greift der Mensch in diese sensible Phase ein, unterbricht er die Bindung zwischen Alt- und Jungvogel“, erklärt Lanz. Tatsächliche Hilfe benötigen befiederte Jungvögel nur, wenn nach zwei bis drei Stunden immer noch kein Altvogel in seiner Nähe zu sehen ist.

Droht den flauschigen Federbällen Gefahr durch Katzen oder Straßenverkehr, können sie ohne Probleme kurz aufgenommen und zurück in eine schützende Astgabel oder einen Busch am Fundort gesetzt werden. „Anders als bei zum Beispiel Rehkitzen nehmen Vogeleltern ihre Jungen wieder an, wenn diese von einem Menschen berührt wurden“, sagt Ulrich Lanz. Die einfache Grafik unter www.lbv.de/vogel-gefunden hilft schnell bei der Entscheidung, ob ein Jungvogel Hilfe braucht. Der LBV stellt klar: Jungvögel sind Wildtiere, ihnen darf nur im echten Notfall geholfen werden. Ansonsten ist dies ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Als Haustiere sind sie keinesfalls geeignet und die Chance für eine erfolgreiche Aufzucht in menschlicher Obhut ist sehr gering.
 
Wer Katzen besitzt, sollte seinen Stubentiger für ein paar Tage zumindest morgens und abends im Haus halten. Die halbflüggen Jungvögel sind leichte Beute. „Die beste Vogelhilfe ist jedoch ein naturnaher Garten mit abwechslungsreichen, einheimischen Pflanzen, wo sich die Vögel sicher verstecken können“, so der Tierarzt.

Wenn die jungen Vögel ihren Nistplatz verlassen haben und ihr Abenteuer in der weiten Welt beginnen, machen sich die Vogeleltern vieler Vogelarten an eine zweite und dritte Brut. „Viele Leute glauben, die Brutsaison sei der Frühling, aber Gartenvögel wie die Kohl- und Blaumeise brüten bis zu dreimal in einem Jahr bis in den August hinein“, sagt Lanz. Wer einen Nistkasten besitzt, muss diesen nach der ersten Brut nicht säubern. Nur wenn mit absoluter Sicherheit über etwa fünf Tage hinweg kein Vogel ein– und ausfliegt, kann man die Nisthilfe reinigen.

Für Rückfragen LBV-Pressestelle:
Markus Erlwein |Sonja Dölfel, E-Mail: presse@lbv.de, Tel.: 09174/4775-7180 | -7184. Mobil: 0172-6873773.

Quelle
LBV e.V.

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® -
wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker
- Schwarzspechte in der Bruthöhle

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NABU: Vernichtende Artenschutz-Bilanz für die EU-Mitgliedstaaten
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NABU: Vernichtende Artenschutz-Bilanz für die EU-Mitgliedstaaten

24/25.05.2019

Tschimpke: Europawahl muss Weckruf sein - BirdLife-Studie: Ziele für 2020 kaum noch erreichbar
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 Berlin/Brüssel –
Das weltgrößte Naturschutznetzwerk BirdLife International, dem auch der NABU angehört, stellt am morgigen Donnerstag in Brüssel einen Fortschrittsbericht zur EU-Biodiversitätsstrategie vor. Auf dem Prüfstand: Die 28 Mitgliedstaaten und die EU-Kommission, die 2011 festgelegt hatten, wie sie bis 2020 das global vereinbarte Ziel erreichen wollen, den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und eine Erholung der Artenvielfalt einzuleiten.
Das Ergebnis ist alarmierend. Bei mehr als der Hälfte der 37 vereinbarten Maßnahmen ist kein ausreichender Fortschritt zu verzeichnen. Vor allem dort, wo Ressorts außerhalb der Umweltministerien gefragt sind, versagen die EU-Staaten auf ganzer Linie, insbesondere bei der Reform der natur- und klimaschädlichen Agrarpolitik, so das Fazit des Berichts.
 
NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „EU-Kommission und Mitgliedstaaten müssen endlich aufhören, sich selbst zu belügen. Jede noch so gute Biodiversitätsstrategie läuft ins Leere, wenn die Maßnahmen nicht umgesetzt werden, weil hierfür der Zuständigkeitsbereich des Umweltressorts verlassen werden muss. Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES hat Anfang Mai unmissverständlich klar gemacht, dass der Planet auf einen Artenkollaps zusteuert. Die Zeit für wohlfeile Reden ist vorbei. Mächtige Mitgliedstaaten wie Deutschland und die nächste EU-Kommission müssen endlich handeln und nicht ständig den Wünschen der Agrarlobby beugen.“
 
Der NABU fordert zu der aktuell in Brüssel stattfindenden Biodiversitätskonferenz der EU-Kommission, dass EU und Mitgliedstaaten ihre eigene Biodiversitätsstrategie endlich umsetzen. Der BirdLife-Bericht nennt wichtige Maßnahmen, die noch vor  2020 ergriffen werden können und müssen, um den Artenschwund einzudämmen.  Dazu zählen ein verstärkter Fokus auf Vertragsverletzungsverfahren zum Schutz des Natura 2000-Netzwerks, Notfallmaßnahmen der EU-Kommission zum Schutz stark überfischter Fischbestände, oder die Erarbeitung eines EU-Verzeichnisses von umweltschädlichen Subventionen.
 
Der NABU ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, bei der Europawahl am 26. Mai ihre Stimme abzugeben und ein Signal für mehr Umweltschutz in Europa zu setzen.
 
Raphael Weyland, NABU-Büroleiter in Brüssel: „Trotz aller Kritik – die EU hat Erfolgsgeschichten für den Naturschutz geschrieben, etwa das Netzwerk Natura 2000. Mit ihrem Gerichtshof ist sie zudem Garant, dass beispielsweise bei Infrastrukturprojekten Mindeststandards eingehalten werden. Jetzt kommt es darauf an, Parteien zu wählen, die den Umwelt- und Naturschutz ernst nehmen.“
 
Die vom NABU unterstützte Kampagne #natürlichEuropa des Deutschen Naturschutzrings (DNR) hat Wahlprüfsteine veröffentlicht, die große Unterschiede in den Wahlprogrammen ausmachen.


Mehr Infos:

BirdLife-Fortschrittsbericht und Zusammenfassung (Englisch):

www.birdlife.org/sites/default/files/attachments/eu_biodiversity_assessment_2020_executive_summary.pdf

 www.birdlife.org/sites/default/files/attachments/eu_biodiversity_strategy_2020_birdlife_report.pdf

 EU-Biodiversitäts-Strategie bis 2020: http://ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/strategy/index_en.htm  

 EU-Biodiversitäts-Konferenz: https://cor.europa.eu/en/events/Pages/conference_biodiversity-and-ecosystem-services.aspx  

 NABU-Wahlversprechen: www.nabu.de/europa  

 www.natürlicheuropa.de

 
 Für Rückfragen:

Raphael Weyland, NABU-Büroleiter Brüssel, Mobil +32 487 457 191, E-Mail: Raphael.Weyland@NABU.de

 
Quelle
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 55/19 | 22. MAI 2019

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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Junge Waldkäuze

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Wolf, Luchs und Bär würden Europa wählen!
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Wolf, Luchs und Bär würden Europa wählen!

23. Mai 2019

WWF veröffentlicht Bericht zur Koexistenz mit Großen Beutegreifern

WWF Deutschland
und seine Projektpartner veröffentlichen heute die „European Perspectives on Coexistence with Large Carnivores“. Der Bericht zeigt Perspektiven von Menschen aus ganz Europa, deckt Chancen und Herausforderungen im Umgang mit großen Wildtieren auf und gibt Lösungsvorschläge für damit einhergehende Konflikte.

Als Grundlage für den Bericht sind im Rahmen des EU LIFE-Projekts EuroLargeCarnivores von Juni bis Dezember 2018 Runde Tische und Interviews mit Landwirten, Forstwirten, Jägern, Naturschützern, Forschern, Vertretern von Behörden und Politikern in 14 Europäischen Ländern durchgeführt und zusammengefasst worden. Die Vertreter der wichtigsten Interessengruppen, die mit großen Beutefreifern wie Bär, Luchs, und Wolf arbeiten und leben, formulieren klare Forderungen an Politik, Medien und Verbände: Umfangreiche und unbürokratische Unterstützung beim Schutz von Nutztieren vor Angriffen durch große Beutegreifer; praxistaugliche Kompensationsmechanismen im Schadensfall und umfangreiche, ehrliche, aktuelle und sachliche Information und verbesserte Kommunikationswege. Außerdem könnten regionale Plattformen zum besseren Austausch zwischen den verschiedenen Interessensgruppen beitragen und die Verständigung zu erfolgreichen Ansätzen und Instrumenten zur Verhütung und Entschärfung von Konflikten verbessern.


Dazu Moritz Klose, WWF-Referent für Wildtiere: „Wir hören ständig davon, dass weltweit jede Woche Arten verschwinden. Dank strenger Schutzbestimmungen kehren einstmals zurückgedrängte, teils vom Aussterben bedrohte Arten nach Europa zurück. Ich bin davon überzeugt, dass ein Zusammenleben funktionieren kann. Entscheidend für die Entschärfung von Mensch-Wildtier-Konflikten ist eine bessere Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen, ein Blick über ideologische und nationale Grenzen hinaus.“


Der WWF Deutschland fordert dazu – auch in Hinblick auf die anstehenden EU-Wahlen weiterhin ein klares Bekenntnis zu den europäischen Naturschutzrichtlinien und dem strengen Schutz großer Beutegreifer: Sie sind Teil der europäischen Identität und bereichern unsere Ökosysteme. Außerdem brauche es laut WWF eine Vereinfachung von Förder-Regularien: Zwar gäbe es die Möglichkeiten für die Mitgliedsstaaten und Bundesländer Herdenschutzmaßnahmen über EU-Mittel zu fördern, jedoch gäbe es hier zum Teil hohe bürokratische Hürden wie komplizierte Förderanträge- und Fristen oder Deckelung der Förderungssumme für einzelne Betriebe.


Hintergrund
Über Jahrhunderte waren große Beutegreifer in vielen Ländern Europas fast ausgestorben, doch insbesondere dank europäischer Naturschutzrichtlinien, kehren sie vielerorts zurück. Dort, wo sie sich (wieder) ausbreiten, werden schnell Rufe nach Obergrenzen, Schutzzonen und Abschüssen laut. Nach Schätzungen der Large Carnivore Initiative for Europe leben in der EU rund 14.000 Wölfe, 16.000 Bären, 9.000 Luchse und 800 Vielfraße, die sich über Ländergrenzen hinweg ausbreiten. Für Deutschland waren im letzten Jahr 75 Wolfsrudel, 30 Paare und 3 Einzeltiere bestätigt. Beim Luchs geht der WWF von rund 80 erwachsenen Tieren in Deutschland aus.


Informationen zum Projekt
In einigen europäischen Gegenden leben sie seit Jahrhunderten, in andere Länder kehren sie derzeit zurück: geschützte Beutegreifer wie Braunbär, Wolf, Luchs und Vielfraß. Das von der EU geförderte Projekt LIFE EuroLargeCarnivores setzt sich dafür ein, die gemeinsamen Lebensräume von Wildtieren und Menschen unter Berücksichtigung aller Interessen zu gestalten. Dafür vernetzen sich mehr als 16 Länder, bündeln das vorhandene Wissen und tauschen sich grenzübergreifend aus. 16 Partner unter Koordinierung des WWF Deutschland kooperieren mit zahlreichen Verbänden, Organisationen und Institutionen, um Konflikte in verschiedenen Regionen zu reduzieren und bestehende Ansätze europaweit bekannt zu machen.


Über den Bericht
Der Bericht „European Perspectives on Coexistence with Large Carnivores“ (Englisch) hält die Perspektiven der verschiedenen Stakeholder, deren Beziehungen und die Herausforderungen sowie Lösungen, die sie identifiziert haben, fest. Dafür wurde ein Prozess mit weitreichender Stakeholder-Beteiligung entwickelt, der Befragungen und Workshops aus 14 Ländern und vier Schwerpunktgebieten beinhaltet: die Alpenregion (Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Slowenien, Kroatien), die Zentraleuropäische Region (Deutschland, Polen), die Region der Karpaten (Rumänien, Slowakei, Ukraine, Ungarn), die Iberische Region (Portugal, Spain). Der Bericht stellt erste Erkenntnisse der Zusammenarbeit vor und fasst regionale Perspektiven zum Management großer Beutegreifer zusammen. Es beschreibt Herausforderungen und Lösungen auf dem regionalen Level um den Bestandsschutz zu verbessern und das Potential ökonomischer Verluste zu verringern. Ziel ist, diese Erkenntnisse zu nutzen um die Koexistenz von Mensch und großen Beutegreifern in Europa zu verbessern.


Download des Berichts (Englisch): EuroLargeCarnivores (2019) European Perspectives on Coexistence with Large Carnivores. A Summary of Regional Stakeholder Perspectives on Managing Human Large Carnivore Conflicts: Challenges and Solutions. https://www.eurolargecarnivores.eu/en/news/european-perspectives-on-large-carnivores


KONTAKT

Barbara Scholtysik
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 428
barbara.scholtysik@wwf.de

Quelle
WWF

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
Braunbär

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Der Wolf im "Fadenkreuz"
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Der Wolf im "Fadenkreuz"

23/24.05.2019

Deutschland.
Mit großem Interesse verfolgen wir seit geraumer Zeit die Diskussion rund um das Thema Wolf.

Gleichfalls erscheint es uns im Land in dem über Industrie 4.0, über das autonome Fahren sowie das 5 G Netz gesprochen wird gerade zu lächerlich wenn hier erneut uralte "Kontrollmechanismen" zur Umsetzung der Wolfkontrolle angestoßen werden.
Sind wir in unserem Hightech Land nicht in der Lage diese Kontroll- und Sicherungsmechanismen auch bei der Regulierung / Kontrolle von Wölfen effektiv einzusetzen?

GPS Lanzen - elektronische Kontroll und Erziehungsbänder uvm. wäre ein effektiver Weg aufzuzeigen wie wir hier in Deutschland mit Herausforderungen dieser Art in modernen und innovativer Form umzugehen wissen. Doch leider reihen wir uns hier lediglich in ausgetretene Pfade ein anstatt sichtbare Zeichen des qualitativen ökologsichen Vorsprungs an die Außenwelt zu senden.

Und wieder ist eine Chance vertan welche in mannigfacher Form den Schutz der breiten Gesellschaft und der Artenvielfalt sichtbar hätte werden lassen können.

In der Aufnahme von Andreas Gehrig
Wof
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Wilbienenschutz kann überall sichtbar werden
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Wilbienenschutz kann überall sichtbar werden

23/24.05.2019

Bayern.
Es ist unabdingbar den Schutz der uns noch begleitenden Insektenvielfalt intensiv zu forcieren. Und es sind gerade die kleinen Mosaike die unsere Land durchziehen und die so wichtig für die Ökofauna sind.

Immer wieder erreichen uns Aufnahmen zu diesem Thema aus der gesamten Republik über die wie uns sehr freuen.

Familie Graßl hat uns diese Aufnahme zugestellt

- Es wurde ein Nahrungsplatz für Bienen errichtet um innerhalb der zunehmend ausgeräumten Landschaft sichtbare Zeichen für mehr Artenvielfalt zu setzen.
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Breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Umdenken bei .....
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Breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Umdenken bei neuer deutscher Rohstoffstrategie

23/24.05.2019

Gemeinsame Pressemitteilung von Germanwatch, Inkota-Netzwerk, Nabu, Powershift und WWF

Beim Abbau von Rohstoffen kommt es auf die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards an © Edward Parker/WWFBeim Abbau von Rohstoffen kommt es auf die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards an © Edward Parker/WWF


Am Donnerstag 23. Mai, endet die Frist des Wirtschaftsministeriums für Stellungnahmen zur Überarbeitung der deutschen Rohstoffstrategie. Die neue Rohstoffstrategie soll laut Wirtschaftsministerium auf den sicheren, wettbewerbsfähigen und verantwortungsvollen Rohstoffbezug fokussieren und die letzte Rohstoffstrategie aus dem Jahr 2010 ersetzen. Angesichts der massiven Menschenrechtsverletzungen im Rohstoffsektor in den vergangenen Jahren und dem Beitrag unseres Rohstoffkonsums zu Artensterben und Klimawandel fordern die zivilgesellschaftlichen Organisationen von der Bundesregierung, die Überarbeitung der Rohstoffstrategie zu nutzen, um die deutsche Rohstoffpolitik grundsätzlich zu reformieren.

Jüngste Beispiele, wie zuletzt ein durch unzureichende Schutzmaßnahmen begünstigter Dammbruch bei einer Eisenmine in Brasilien, zeigen einmal mehr, dass ein grundlegendes Umdenken hin zu einem global gerechten und ökologisch tragbaren Wirtschaften dringend geboten ist. Die absolute Reduktion des Rohstoffkonsums, die wirksame Umsetzung menschenrechtlicher und ökologischer Sorgfalt entlang der Rohstofflieferketten sowie der Schutz der Zivilgesellschaft in den Abbauländern sind zentrale Forderungen des Bündnisses.
„Die bisherige Rohstoffstrategie ist den sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen“, sagt Michael Reckordt, Koordinator des zivilgesellschaftlichen Netzwerks Arbeitskreis (AK) Rohstoffe. „Als größter Importeur von Rohstoffen in der EU trägt Deutschland eine zentrale Verantwortung und muss dieser mit der Überarbeitung der deutschen Rohstoffstrategie gerecht werden.“

„Die Bundesregierung muss Unternehmen gesetzlich dazu verpflichten, Verantwortung für die Auswirkungen ihrer Geschäfte in der Bergbau- und Metall-Wertschöpfungskette zu übernehmen, um die Einhaltung von verbindlichen Sozial- und Umweltstandards sicherzustellen“, unterstreicht Tobias Kind, Programmleiter Metalle und Bergbau beim WWF. „Die Deutsche Rohstoffstrategie sollte hierfür den Weg ebnen. Die Exportnation Deutschland darf sich bei Fragen der Rohstoffgewinnung nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern muss dem anhaltenden Verlust Biologischer Vielfalt durch den Abbau von Eisenerz, Bauxit und Co. die Stirn bieten.“

„Die Rohstoffstrategie sollte festschreiben, dass sich die Bundesregierung bei der Revision der EU-Konfliktmineralienverordnung dafür einsetzt, problematische Schlupflöcher zu schließen“, fordert Johanna Sydow, verantwortlich für Rohstoffpolitik bei Germanwatch. „Die Verordnung ist zwar das erste Regelwerk, welches ausdrücklich versucht, auch  Menschenrechtsverletzungen im Rohstoffabbau und Handel einzudämmen. Die Strategie lässt Umweltauswirkungen und viele soziale Konsequenzen außen vor. Um zumindest Konfliktfinanzierung und Zwangsarbeit wirkungsvoll zu begrenzen,  gilt es bei der Revision weitere Rohstoffe zu berücksichtigen, die weiterverarbeitende Industrie in die Pflicht zu nehmen und die hohen Schwellenwerte abzuschaffen.“

„Die Bundesregierung subventioniert derzeit mit Milliardensummen die Batteriezellenfertigung in Deutschland. Dabei darf sie nicht länger menschenrechtliche Aspekte unter den Teppich kehren“, sagt INKOTA-Referentin Beate Schurath. „In der Rohstoffstrategie muss die Bundesregierung endlich Standards für den verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen verankern. Diese Standards müssen verbindlich sein, bei Nicht-Einhaltung müssen Unternehmen mit Sanktionen rechnen. Die Bundesregierung muss die Vergabe öffentlicher Mittel grundsätzlich als Hebel nutzen, um Automobilunternehmen und ihre Zulieferer dazu zu bewegen, menschenrechtliche und ökologische Standards und ein sorgfältiges und wirksames Risikomanagement entlang der gesamten Rohstofflieferkette sicherzustellen.“

„Es ist höchste Zeit, dass die Politik in den Rohstoffmarkt eingreift. Der Rohstoffkonsum steigt ständig mit gravierenden Kosten für Umwelt, Natur und den Menschen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Im Moment liegt Deutschland bei 16 Tonnen pro Kopf und Jahr. Kurzlebige Elektronikprodukte, immer mehr Konsum und die Wegwerfmentalität haben unseren Rohstoffhunger seit Jahren befeuert und lassen die Abfallberge unnötig wachsen. Die Bundesregierung muss den absoluten Rohstoffverbrauch senken und den Fokus auf Abfallvermeidung legen.“


Hintergrundinformation zur Rohstoffstrategie                                                                       

Rohstoffpolitik wurde auf Wunsch der deutschen Industrie als Querschnittsaufgabe innerhalb der Bundesregierung verankert. Diese unterschiedlichen Politikressorts arbeiten seit 2007 in einem Interministeriellen Ausschuss (IMA) Rohstoffe unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zusammen. 2010 wurde die bislang aktuelle Rohstoffstrategie veröffentlicht. In ihrem Kern soll sie vor allem die Versorgungssicherheit der Industrie absichern und setzt unter anderem auf den Abbau von Handelshemmnissen und Wettbewerbsverzerrungen sowie die Unterstützung der deutschen Wirtschaft bei der Diversifizierung ihrer Rohstoffbezugsquellen. Menschenrechtliche und ökologische Aspekte spielen in ihr eine stark untergeordnete Rolle, obwohl der Bergbau der Industriesektor mit den meisten Vorwürfen von Menschenrechtsverletzungen ist. Zivilgesellschaftliche Organisationen haben deshalb die damalige Rohstoffstrategie stark kritisiert.

 

Hintergrundinfo AK Rohstoffe


Der Arbeitskreis (AK) Rohstoffe ist ein Netzwerk deutscher Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz einsetzen. Hierzu gehören Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen. Seit 2008 tauscht sich der AK Rohstoffe regelmäßig aus und diskutiert angesichts der negativen Auswirkungen des Rohstoffabbaus über Ansätze einer zukunftsfähigen Rohstoffpolitik. Zur aktuellen Überarbeitung der Rohstoffstrategie der Bundesregierung hat das Netzwerk im November 2018 eine Stellungnahme abgegeben, die Sie hier nachlesen können: ak-rohstoffe.de/wp-content/uploads/2019/04/Stellungnahme-AK-Rohstoffe.pdf

KONTAKT
Wiebke Elbe
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-219
wiebke.elbe(at)wwf.de
twitter.com/ElbeWWF

Quelle
WWF


Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Amsel im Nistplatz aufgenommen mit Ultratel

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Verbändeförderung - BfN informiert
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Verbändeförderung

22/23.05.2019

Ab sofort können Anträge zur Verbändeförderung 2020 eingereicht werden! Die Antragsfrist läuft bis zum 31. Juli 2019.

Zuschüsse für Projekte von Verbänden im Umweltschutz und im Naturschutz

Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Umweltbundesamt Projekte von Umwelt- und Naturschutzverbänden.

Die geförderten Projekte sollen dazu beitragen, die gesellschaftliche Aufgabe der Verbände zur öffentlichen Bewusstseinsbildung und Förderung des Engagements für Umweltschutz und Naturschutz zu unterstützen und weiter zu stärken.

Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de


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In der Aufnahme von Helga Zinnecker
Haubenmeise

Es wurden neue Aufnahmen eingestellt.


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Natur meets technology
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Natur meets technology

22/23.05.2019


Ein aktueller Bericht zu einem unserer Amphibienprojekte in Franken zu finden im
Steigerwald Kurier auf Seite 6
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Vom Naturkühlschrank zum Überlebensraum
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Vom Naturkühlschrank zum Überlebensraum

22/23.05.2019

Deutschland. Mit dem Niedergang der Insektenpopulationen verlieren wir zunehmend auch unsere Fledermäuse.

Um hier praktisch aktiv zu werden streben wir ein zugegeben nicht alltägliches Kooperationsprojekt an.

Mehr in den kommenden Wochen hier auf unserer Page.

In der Aufnahme
- Blick in einen vormaligen Kühlschrank der zugegeben derzeit so aussieht als taut er gerade ab. Doch gerade für Fledermäuse sind hohe Luftfeuchtigkeit wichtig um ihre empflndlichen Flughäute funktional zu halten.
Text ausklappbar...
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Die "Wilden Bienchen von Kassel"
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Die "Wilden Bienchen von Kassel"

22/23.05.2019

Ein Bericht zum Projekt in der Kidsgo
Text ausklappbar...
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Die Wilden Bienchen vom Spielhafen
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Die Wilden Bienchen vom Spielhafen

22/23.05.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der DRK Kita "am Spielhafen "und des Deutsches Rotes Kreuz - Hamburg Altona und Mitte - gemeinnützige Gesellschaft für Kinder, Soziales und Jugend KISO mbH, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.


Die Kinder haben mit den ErzieherInnen die Vorarbeiten getroffen und die Blühpflanzen gesetzt und so wird in wenigen Wochen auch das vorgehaltene "Wildbienenhotel" das Pendant erhalten


Erleben sie die Entwicklung hautnah ... hier auf den Seiten des Artenschutz in Franken®
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Das Schweigen der Kanzlerin
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Das Schweigen der Kanzlerin

21/22.05.2019

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai: WWF fordert mehr Einsatz von Angela Merkel für den Schutz Biologischer Vielfalt


Zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai fordert der WWF die Verdopplung der deutschen Mittel für den internationalen Biodiversitätsschutz auf mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr. Hier brauche es Zusagen von der Bundesregierung, so der WWF: „Auf der Erde entsteht ein ökologischer Notstand, zu dem die Kanzlerin nicht länger schweigen darf. Neben finanziellen Mitteln fehlt die politische Steuerung: Die Regierungschefs gehören an den Verhandlungstisch, um sich persönlich für den Erhalt der Biodiversität stark zu machen", so Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland.

Für die nächste UN-Konferenz zum Schutz der Biologischen Vielfalt (CBD) in China fordert der WWF daher die verbindliche Teilnahme der Staats- und Regierungschefs. Auf der Konferenz wird eine neue Biodiversitätsstrategie bis 2030 verhandelt. Außerdem sollte sich Angela Merkel dafür einsetzen, dass das Thema auf die Agenda der UNO-Vollversammlung rückt.
sre
Als ersten Schritt sollte die Kanzlerin in Deutschland dafür sorgen, dass ein Aufhalten des Biodiversitätsverlusts zu den höchsten Prioritäten ihrer Politik wird, denn es geht um den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Erst kürzlich hatte der Weltbiodiversitätsrat IPBES alarmierende Zahlen zum Zustand der weltweiten Biologischen Vielfalt vorgelegt. Laut IPBES-Bericht sind durch Eingriffe des Menschen inzwischen mehr als 25 Prozent der untersuchten Tier- und Pflanzengruppen bedroht – mehr als je zuvor. Innerhalb weniger Jahrzehnte könnten etwa eine Million Arten verschwinden. Als Treiber des rapiden Verfalls der Natur identifiziert der IPBES-Bericht für die letzten 50 Jahre das massive Eingreifen des Menschen in die globalen Ökosysteme, vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die Abholzung der Wälder und den Ressourcenabbau.

Die Wissenschaftler bestätigen außerdem, dass die anhaltende Erderhitzung die Probleme in den Ökosystemen weiter verschärft. Der IPBES-Bericht verdeutlicht: Alle wissenschaftlichen Vorhersagen und Szenarien bis 2050 geben keine komplette Entwarnung, am verheerendsten für Mensch und Natur wäre aber ein „business as usual“ mit anhaltendem Wirtschaftswachstum und Raubbau an den Lebensgrundlagen.

Der WWF unterstützt daher die Vorschläge des IPBES-Berichts für einen radikalen Wandel des menschlichen Wirtschaftens und Konsumverhaltens, der Nahrungsmittelproduktion und des weltweiten Handels. „Wenn es um den Schutz der Biologischen Vielfalt geht, brauchen Politik und Wirtschaft einen Richtungswechsel. Dazu gehört auch die anspruchsvolle Ausgestaltung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Programme für Insektenschutz, Ackerbau und ein Überdenken des Pestizideinsatzes wie Glyphosat. Eine starke, globale Bürgerbewegung für die Vielfalt des Lebens auf dieser Erde kann den entscheidenden Unterschied machen. Wir müssen jetzt über Grenzen hinweg unsere zivilgesellschaftlichen Kräfte bündeln, um das Blatt zu wenden", sagt Eberhard Brandes vom WWF.

 

Hintergrund:

Die Vereinten Nationen haben den 22. Mai zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt (IDB) erklärt. Denn am 22. Mai 1992 wurde der Text des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) offiziell angenommen. Es ist neben dem Klimarahmenabkommen (UNFCCC) und der Wüstenkonvention (UNCCD) einer von drei völkerrechtlichen Verträgen, die bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 auf den Weg gebracht wurden.


KONTAKT
Corinna Seide
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 422
corinna.seide@wwf.de

Quelle
WWF

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In der Aufnahme von Ulrich Rösch
- Distelfalter

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Landnutzung im Einklang mit Luchs und Wiesenotter
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Landnutzung im Einklang mit Luchs und Wiesenotter

21/22.05.2019

Radolfzell. Die veränderte Nutzung von Land und Meer hat nach Angaben des Weltbiodiversitätsrates den größten Einfluss auf das gegenwärtig dramatische Artensterben. „Um dem entgegenzuwirken, ist es vor allem in ländlich geprägten Regionen ausschlaggebend, die Menschen vor Ort einzubinden“, so Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), anlässlich des Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai. Vorbildlich seien funktionierende Dialogprozesse im ländlichen Raum, besonders solche mit grenzüberschreitendem Charakter.

Genau darum ging es bei einem von der DBU fachlich und finanziell mit rund 125.000 Euro geförderten Projekt entlang der ehemaligen südeuropäischen Ost-West-Grenze, dem heutigen „Grünen Band Balkan“. Die dort seit Jahrzehnten aktive Naturschutzstiftung EuroNatur hat innerhalb des Vorhabens mit Partnern aus neun Ländern zu einem besseren Schutz der biologischen Vielfalt beigetragen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stabilisiert.

Den Menschen vor Ort die große Artenvielfalt „vor Augen geführt“

Das Projekt konzentrierte sich vor allem darauf, die lokale Bevölkerung über die Naturschätze vor ihrer Haustür aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. „Wir können keinen Naturschutz an den Menschen vorbei machen“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. „Der Erhalt der biologischen Vielfalt bei gleichzeitiger nachhaltiger Entwicklung der Region ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir wollen Mensch und Natur miteinander verbinden.“

Dafür brachte EuroNatur Projektpartner, Regierungsvertreter und zivilgesellschaftliche Interessengruppen aus neun verschiedenen Staaten entlang des Grünen Bandes Balkan zusammen. Mit vielfältigen Aktionen wie einem länderübergreifenden Fotowettbewerb oder den an verschiedenen Grenzorten veranstalteten „Green Belt Days“ wurde ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Zusammenarbeit geschaffen. Schwaderer: „Gleichzeitig wurde den Menschen vor Ort die große Artenvielfalt der Region vor Augen geführt.“ Ob Pflanzen, die nur hier vorkommen, wie die Albanische Lilie oder bedrohte Tiere wie der Balkanluchs oder die Wiesenotter – das Grüne Band Balkan sei einer der Hotspots europäischer Biodiversität. Weitere Informationen: https://www.euronatur.org/unsere-themen/kampagnen-und-initiativen/gruenes-band-europa/


Ansprechpartner bei Fragen zum Projekt (AZ 30854): Christian Stielow, Tel. 07732|927215

In der Aufnahme von © Patrik Katona
Die Wiesenotter ist eine der seltensten Schlangenarten Europas, viele Populationen stehen unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Am Grünen Band Balkan findet Vipera ursinii noch geeignete Lebensräume.

Quelle

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de


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30 Jahre Öffnung Eiserner Vorhang – 30 Jahre Grünes Band
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30 Jahre Öffnung Eiserner Vorhang – 30 Jahre Grünes Band

21/22.05.2019

  •     Gemeinsame Pressemitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
  •     Jubiläumsfeier am Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien

 Nürnberg/Bonn/Regnitzlosau, 20. Mai 2019: Zum Auftakt des diesjährigen Jubiläumsjahres „30 Jahre Grünes Band Deutschland – 30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs“ trafen sich im Dreiländereck nahe des oberfränkischen Hof vier Ministerinnen und Minister von Bayern, Sachsen, Thüringen und der Tschechischen Republik. Bis 1989 waren Deutschland und Europa durch eine unmenschliche Grenze getrennt.

Das Grüne Band – der einzigartige Lebensraumverbund, der sich im Schatten des Eisernen Vorhangs durch ganz Europa entwickelte – steht heute sinnbildlich für eine länderübergreifende, friedliche Zusammenarbeit. Es ist eine Schatzkammer der Artenvielfalt. Im Dreiländereck kooperieren seit langem Verbände und Behörden grenzüberschreitend u.a. für den Schutz gefährdeter Arten wie Goldener Scheckenfalter, Flussperlmuschel und Arnika.

Aufgrund der für Jahrzehnte eingeschränkten Nutzung entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs und der dadurch heute noch ausgedehnten naturnahen Bereiche bildet das Grüne Band eine der wichtigsten transnationalen Biotopverbundachsen innerhalb Europas und Deutschlands. Bayern verwirklicht zusammen mit Tschechien bereits lange grenzübergreifende Aktivitäten für den Naturschutz. Das Interreg-Projekt „Aufbau nachhaltiger Jungmuschelbestände in NATURA 2000 Gebieten im Grünen Band Bayern-Tschechien zum Schutz der Flussperlmuschel“ des BUND Naturschutz und der tschechischen Naturschutzagentur AOPK ist hierfür ein gutes Beispiel. „Aus Vergangenheit wird Zukunft: Aus einem düsteren Kapital der Geschichte hat sich ein einzigartiges Refugium für bedrohte Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Das Grüne Band ist für uns ein Ort der Erinnerung und der Hoffnung zugleich. Es bietet eine einmalige Chance für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa", betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber.

„Das Dreiländereck als Übergang von innerdeutschem Grünen Band zum Grünen Band Europa hat eine herausgehobene Bedeutung mit Blick auf Flora und Fauna. Ich möchte hierbei auch das Engagement der anliegenden Kommunen betonen, die sich für den grenzübergreifenden Austausch auf zahlreichen Ebenen stark machen und zeigen, wie ein gemeinsames Europa funktioniert“, so Dr. Oliver Bär, Landrat des Landkreises Hof.

Der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Thomas Schmidt unterstrich: „Sachsen hat bereits sehr früh seine Verantwortung für das Grüne Band wahrgenommen und seinen 42 Kilometer langen Abschnitt bereits im Jahr 1996 komplett unter Schutz gestellt. Parallel wurden Handlungskonzepte aufgestellt und umgesetzt, um den Lebensraumverbund aktiv zu verbreitern und dessen Naturschätze durch eine nachhaltige Grünlandnutzung zu erhalten.“

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund verwies auf das im Herbst 2018 auf seiner gesamten Länge von 763 Kilometern als Nationales Naturmonument ausgewiesene Grüne Band Thüringen: „Ich freue mich sehr, dass der Freistaat hiermit eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung des Grünen Bandes Deutschland einnimmt. Thüringen setzt damit ein Signal von europäischer Tragweite, um die einmalige Verbindung von Natur und Geschichte des Grünen Bandes auch für künftige Generationen zu bewahren.“

Das Land Sachsen-Anhalt will diesem positiven Beispiel folgen und noch bis Ende des Jahres seinen Anteil am Grünen Band als Nationales Naturmonument ausweisen. Die weiteren Anrainerländer sollten diesem Vorbild folgen – dies wäre ein geeignetes Geschenk zum 30. Geburtstag des Grünen Bandes.

„Trotz der erzielten Erfolge dürfen die Bemühungen zum Schutz und zur Entwicklung des Grünen Bandes als übergreifender Lebensraumverbund nicht nachlassen. Aktuell ist das rund 1.400 Kilometer lange Grüne Band Deutschland auf 170 Kilometer Länge nicht mehr erkennbar, insbesondere durch intensive landwirtschaftliche Nutzung. Das Schließen der Lücken ist eine der großen Herausforderungen für die Zukunft. BfN und BMU unterstützen dieses Ziel durch die Bereitstellung erheblicher Fördermittel“, betonte Dr. Uwe Riecken, Abteilungsleiter im Bundesamt für Naturschutz (BfN) und National Focal Point für das Grüne Band in Deutschland.

Tschechien hat seinen 346 Kilometer langen Teil des Grünen Bandes zu Bayern nicht nur durch den Nationalpark Šumava, sondern auch durch groß- und kleinflächige Landschaftsschutzgebiete wie z.B. Český les oder Smrčí langfristig gesichert. Außer dem Flussperlmuschel-Projekt kann ein anderes Beispiel der sehr gut funktionierenden Zusammenarbeit erwähnt werden. Vladimir Mana, Vizeminister für Staatsverwaltung der Tschechischen Republik verwies auf das aktuell laufende durch die EU, das tschechische Umweltministerium und den Bayerischen Naturschutzfonds geförderte Projekt „LIFE for MIRES“: „Unter Federführung des Nationalparks Šumava arbeiten der Nationalpark Bayerischer Wald, der BUND Naturschutz und die Südböhmische Universität in České Budějovice für den grenzübergreifenden Moor- und Klimaschutz für die nächsten sechs Jahre eng zusammen.“

„Als wir im Dezember 1989 die Aktivitäten zum Schutz der wertvollen Natur entlang der innerdeutschen Grenze unter dem Namen „Grünes Band“ beim ersten Ost-Westdeutschen Naturschutztreffen in Hof als gesamtdeutsches Projekt initiierten, ahnte noch niemand, dass sich daraus diese großartige gesamteuropäische Initiative entwickelt“, so Prof. Hubert Weiger, der Vorsitzende des BUND. „Insbesondere in Zeiten einer zunehmenden Fokussierung der europäischen Staaten auf die jeweils eigenen Vorteile und Interessen auf Kosten der Staatengemeinschaft, wird mit der Initiative zum Grünen Band der europäische, völkerverbindende Gedanke gelebt wie kaum irgendwo sonst.“

Eine der modellhaften, grenzübergreifenden Aktivitäten zum Schutz von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten am Grünen Band ist das Projekt „Aurinia“ (Laufzeit 2015 bis 2021) zum Schutz des Goldenen Scheckenfalters im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Tschechien, gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. „Die Vorkommen des Goldenen Scheckenfalters sind unser gemeinsames Naturerbe. Nur durch grenzübergreifende Zusammenarbeit können wir ihren Lebensraum langfristig erhalten und entwickeln. Ich freue mich daher außerordentlich, dass wir als BN dies gemeinsam mit dem sächsischen Vogtlandkreis und der tschechischen Naturschutzbehörde AOPK voranbringen können“, so Doris Tropper, stellvertretende Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN).

Das Grüne Band ist eine Erinnerungslandschaft an die Überwindung der deutschen und europäischen Teilung. Mit der Nachbildung und dem Aufstellen des Grenzpfahls Nr. 2735, dem südlichsten DDR-Grenzpfahl der ehemaligen innerdeutschen Grenze, im Grünen Band Sachsen, enthüllt durch den Landrat des Vogtlandkreises Rolf Keil und Prof. Hubert Weiger, wird ein Gedenkort an die jüngere Zeitgeschichte geschaffen. Mittels ergänzender Informationen wird die Geschichte der Grenze erfahrbar gemacht. Ein QR-Code verweist auf die Broschüre „Spurensuche am Grünen Band“ (erstellt im Projekt „Lückenschluss Grünes Band“) des BUND und des Grenzlandmuseums Eichsfeld, in der der Aufbau der ehemaligen innerdeutschen Grenze und heute davon noch wahrnehmbare Spuren veranschaulicht werden.

Hintergrund
Das Grüne Band gilt seit 30 Jahren als ein Symbol für die Überwindung von Grenzen und für die länderübergreifende Zusammenarbeit im Naturschutz. Als einzigartige Erinnerungslandschaft verbindet es Natur, Kultur und Geschichte entlang von 1.393 Kilometern mitten durch Deutschland. In Europa verbindet es 24 Staaten auf einer Länge von über 12.500 Kilometern und nahezu alle biogeographischen Regionen vom Eismeer bis an die Adria und ans Schwarze Meer.

Der BUND kauft mit Hilfe von Spenden- und Fördermitteln Flächen im Grünen Band an. In neun Pilotregionen sind bereits über 1.000 Hektar langfristig gesichert und es werden erfolgreich Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in Kooperation mit lokalen Akteuren und Landwirten durchgeführt.

Das BfN hat in den letzten 30 Jahren die Sicherung und Entwicklung des innerdeutschen Grünen Bandes durch eine Vielzahl von Projekten mit über 56 Millionen € unterstützt. Im Projekt „Lückenschluss Grünes Band“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom BfN mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird, werden Lücken im Biotopverbund seit 2012 modellhaft geschlossen.

Die Auftaktveranstaltung ist der Start der 3-tägigen „Vier-Elemente-Pressebereisung“ des südlichen Abschnitts des Grünen Bandes Deutschland im Rahmen des Jubiläums „30 Jahre Grünes Band Deutschland – 30 Jahre Eiserner Vorhang“ im Projekt „Lückenschluss Grünes Band“ und wird vom BUND Fachbereich Grünes Band durchgeführt. Die Projekte „Lückenschluss Grünes Band“ und „Aurinia“ werden im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

In der Aufnahme

- Grünes Band am Schalsee (Foto: Klaus Leidorf)

Quelle

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Herdenschutz vergessen
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Herdenschutz vergessen

21/22.05.2019

Herdenschutz vergessenWWF bemängelt fehlenden Herdenschutz bei der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes durch §45

Berlin, 20.05.2019:
Zu der am Montag öffentlich gewordenen Referentenvorlage eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes erklärt Dr. Diana Pretzell, Direktorin Biodiversitätspolitik WWF Deutschland:

„In dem vorliegenden Entwurf zur Einigung zwischen Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium fehlt der Schlüssel zum Erfolg. Nur wenn Weidetierhalter finanziell einheitlich und möglichst unbürokratisch unterstützt werden, werden die eigentlichen Probleme angegangen. Eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes darf nicht den Eindruck erwecken, dass damit die Konflikte um die Rückkehr des Wolfes gelöst werden.

Der WWF fordert das Bundeslandwirtschaftsministerium dringend dazu auf, ergänzend zur Lex Wolf ein bundesweites Gesetz zur Förderung der extensiven Weidetierhaltung auf den Weg zu bringen. Eine vereinfachte Entnahme einzelner Wölfe und Wolfsrudel kann und darf den Eindruck entstehen lassen, dass Herdenschutzmaßnahmen überflüssig würden. Zuvor müssen Herdenschutzmaßnahmen bundesweit flächendeckend umgesetzt und entsprechend gefördert werden.

Der WWF kritisiert zudem, dass sich die angestrebten Änderungen auf andere Arten wie Biber oder Fischotter negativ auswirken könnten, da auch ihre Entnahme erleichtert würde. Das ist ein großer Schritt zurück, das können wir nicht hinnehmen. Der Druck auf diese Arten ist bereits enorm. Eine Beschränkung auf den Wolf ist hier unbedingt geboten.

Weitere Informationen:
Barbara Scholtysik, Pressestelle WWF, Tel.: 030-311 777 428, barbara.scholtysik@wwf.de

Quelle
WWF - 20.05.2019

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In der Aufnahme von Johannes Rother
Wolf

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NABU startet Forschungsprojekt zum Insektenschwund in Naturschutzgebieten
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NABU startet Forschungsprojekt zum Insektenschwund in Naturschutzgebieten

Grundlagen schaffen für wirksame Gegenmaßnahmen

20/21.05.2019
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Berlin 
– Im Rahmen internationaler Abkommen hat sich Deutschland zum Schutz der Biodiversität und deren nachhaltiger Nutzung  verpflichtet. Um den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und in einen positiven Trend umzukehren, sind bessere Datengrundlagen erforderlich, die  mehr Arten – auch in geschützten Gebieten –  erfassen. Potentiell negative Einflussfaktoren müssen bewertet und vermeiden werden.
 
Vor diesem Hintergrund startet der NABU mit Partnern ein umfassendes Forschungsprojekt. Ziel des soeben angelaufenen Projektes DINA (Diversität von Insekten in Naturschutz-Arealen) ist es, wissenschaftlich basiert die Insektenvielfalt in Naturschutzgebieten zu erfassen und zu dokumentieren. Dazu sollen in den nächsten vier Jahren bundesweit in 21 repräsentativen Gebieten mit standardisierten Monitoring-Methoden Insektenpopulationen erfasst werden.

Für viele Insektenarten in Deutschland gibt es keine Daten zur Gefährdung. Von den bewerteten Insektenarten sind 40 Prozent in den Roten Listen als bedroht eingestuft. Es wird vermutet, dass die Verinselung der Schutzgebiete sowie deren Angrenzung an Nutzflächen zum Rückgang der Artenvielfalt und der Insektenpopulationen beitragen. Als Handlungsgrundlage bedarf es vertiefender Untersuchungen. Insbesondere bei der artenreichsten Tiergruppe  –  den Insekten – existiert ein großes Kenntnisdefizit“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
 
Der NABU wird dazu noch in diesem Sommer zusammen mit Projektpartnern mit den Untersuchungen beginnen. Dabei wird die Artenvielfalt von Fluginsekten neben anderen Messgrößen entlang von sogenannten Transekten (Probepunkte entlang einer Linie) in regelmäßigen Abständen erfasst und wissenschaftlich ausgewertet.
 
„Dieses Insekten-Monitoring wird die bislang umfangreichsten Daten für das Vorkommen von fliegenden Insektenarten in den ausgewählten Schutzgebieten in Deutschland generieren. Wir werden nicht nur die Masse der Insekten erfassen, sondern auch vollständigere Artenlisten durch modernste genetische Methoden erhalten“, so NABU-Projektleiterin Prof. Dr. Gerlind Lehmann. Neben der Erforschung der Insekten  werden zeitgleich andere Faktoren, wie zum Beispiel Landnutzung, Zustand und Diversität der Pflanzengemeinschaften, ökotoxikologische Einflüsse und die Zerstörung von Habitaten erfasst, die vermutlich Einfluss auf die Insektendiversität haben.
 
Im Rahmen des wissenschaftlichen Forschungsprojektes werden wir die Zivilgesellschaft von Anfang an aktiv mit einbinden. Wissenschaftliche Daten werden innerhalb des Projektes transparent geteilt und es sind öffentliche Veranstaltungen rund um das Thema Insekten und nachhaltiger Schutz der biologischen Vielfalt geplant. An diesem Diskurs können sich Vertreter von Landesbehörden, Landes- und Bundesministerien, Landwirte und deren Verbände sowie Interessierte aus Gesellschaft und Wirtschaft beteiligen.
 
Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von 4,2 Millionen Euro finanziert, wobei gut eine Million auf den Projektteil des NABU entfallen. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), insgesamt beteiligen sich acht Partner-Institutionen.
 
Partner:
ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung / ISOE - Institute for Social-Ecological Research Frankfurt/Main
Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung / Bonn-Rhein-Sieg University of Applied Sciences (IZNE)
iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften / University Koblenz-Landau, Institute for Environmental Sciences
Entomologischer Verein Krefeld e.V. (EVK) /
Justus-Liebig-Universität Gießen, AG Spezielle Botanik (JLU)
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) /– Leibniz Institute for Animal Biodiversity/Zoologisches Forschungsmuseum Koenig (ZFMK)
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) / Leibniz Institute of Ecological Urban and Regional Development (IOER)


Mehr Infos:

www.nabu.de/dina

 
Für Rückfragen:

Dr. Roland Mühlethaler, NABU-Referent DINA, Tel. +49 (0)30.284984-1645
E-Mail: Roland.Muehlethaler@NABU.de


Quelle
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 54/19 | 20. MAI 2019
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In der Aufnahme von Albert Meier
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Mulchen schadet der Artenvielfalt!
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Mulchen schadet der Artenvielfalt!

20/21.05.2019

Mulchmäher vernichten Insekten, Kleintiere und seltene Blumenarten – LBV fordert zum Mulchverzicht auf und sieht Kommunen in der Pflicht

Hilpoltstein, 17.05.2019 – Kaum grünt und blüht es an Straßen- und Wegrändern, sind in Kommunen und Städten die ersten Mulchmäher unterwegs. Diese modernen Maschinen leisten ganze Arbeit – alles was in ihr Schneidwerk gerät, wird kurz und klein gehäckselt.

„Wo Artenvielfalt herrschen könnte, hinterlassen die Mulcher wahre Todeszonen“, sagt LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer. Der LBV fordert deshalb alle Kommunen auf, in Zukunft auf das Mulchen zu verzichten.

Unter dem Begriff Mulchen versteht man eine Mahd, bei der das Mähgut nicht zusammengerecht und von der Fläche entfernt wird, sondern stattdessen dort belassen wird. Die dazu verwendeten Maschinen sind inzwischen hoch effektiv. Sie zerkleinern das Mähgut an Ort und Stelle und verteilen es gleichmäßig wieder auf der Fläche – auf den ersten Blick schön und ordentlich. Doch die Gefahren des Mulchens werden unterschätzt. „Durch die hohe Geschwindigkeit der Maschinen haben seltene Blumen, Kleintiere und Insekten keine Chance. Eidechsen, Frösche, Schmetterlinge, Hummeln und sogar Wiesel – was unter den Mäher kommt, springt im wahrsten Sinne des Wortes über die Klinge“, so Schäffer.

Tausende von Kilometern werden entlang von Straßen und Wegen auf diese Weise zu Todeszonen. Norbert Schäffer fordert deshalb die Kommunen auf, umzudenken. Viel wichtiger noch als Blühflächen einzusäen sei es, so Schäffer, vorhandene Grünflächen entsprechend zu pflegen und auf diese Weise die Artenvielfalt zu fördern. Er fordert dazu auf, kommunale Grünflächen nicht zu mulchen, sondern zu mähen und das Mähgut abzutransportieren und zu kompostieren. „Wir sehen Bürgermeister und Gemeinderäte in der Pflicht, die Bauhöfe entsprechend zu instruieren“, sagt der LBV-Vorsitzende. „Jede Gemeinde sollte ein Pflegekonzept für ihre Flächen erstellen. Diese sollten auf der Turnusmahd aufbauen.

Das bedeutet, dass Randstreifen oder Flächen abwechselnd gemäht werden, so dass immer etwas stehen bleibt für Insekten und Vögel – auch im Winter.“


Für Rückfragen LBV-Pressestelle:
Uschi Anlauf |Sonja Dölfel, E-Mail: presse@lbv.de, Tel.: 09174/4775-7180 | -7184. Mobil: 0176/49560891.

In der Aufnahme
Bluehflaechen_an_der_Strasse - Christiane Geidel_LBV 

Quelle
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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Maiglöcken
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Maiglöcken

20/21.05.2019

Deutschland.
Obwohl als sehr schön anzusehen werden Maiglöckchen als sehr giftig eingestuft. Das betrifft eigentlich alle Pflanzenteile, besonders aber Blüten und Früchte.

Somit für Mensch und Tier "Hände und Pfoten" weg ...

Mehr neues zum Maiglöckchen auf unseren Seiten

In der Aufnahme
- Ein Teppich voller (giftiger) Maiglöckchen  ....
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Wilde Honigbienen
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Wilde Honigbienen

20/21.05.2019

Wilde Honigbienen sind in unserer heimischen Natur vielfach nicht mehr überlebensfähig, doch dieser Aussage ist von unserer Seite nur anteilig zuzustimmen.

Bayern. Denn hinter dieser Aussage verbleibt der Grund nur als ansatzweise zustimmungsfähig. Dort wo sich eine intakte Umwelt und hier fokussieren wir bevorzugt naturnah bewirtschaftete Wälder zeigen hat die "Wilde Honigbiene" noch eine effektive Chance.Nur dort wo die Landschaften immer mehr ausgeräumt werden hat auch die Wilde Honigbiene "ihre Existenzberechtigung verspielt" und hier macht auch der Wald keinen Unterschied.

Nur mit Kopfschütteln verfolgen wir seit einigen Jahren ein Projekt in Bayern das dazu animiert domestizierte Honigbienen in die Staatswälder zu bringen. Anstatt sich dem Schutz der hier lebenden Wildbienenpopulationen noch intensiver anzunehmen sollen es domestizierte Honigbienen, die auf den ausgeräumten Freiflächen einer verfehlten Landwirtschaft nichts mehr zu fressen finden, in den Wäldern nun "hausreisen".

Die Wälder brauchen die domestizierten Honigbienen nicht!


Im Gegenteil - das Einbringen der domestizierten Honigbienenvölker wird für Wildbienen vielfach gar zur Existenzbedrohung! Gerade auch im Zusammenhang mit erkennbaren Klimaveränderungen und hier einer vielfach reduzierten Blühpflanzenmasse reduzieren diese die Nahrung für die wertvollen Wildbienenarten.

Es ist mehr als traurig wenn der Wald an zahlreichen Stellen unseres Landes zur wichtigsten Nektar- und Pollenquelle für Bienen geworden ist. Unbestritten profitiert der Wald von mehr Bienen - aber nicht durch die Einbringung der domestizierten Honigbiene.

Ja es gibt sie noch - die "Wilden Honigbienenvölker" die auch ganzjährig überdauern können da sie aufgrund einer günstigen Waldzusammensetzung die für sie passende Nahrung finden. Und so wäre es endlich an der Zeit sich der praktisch- professionellen Erhaltung und Förderung der Wildbienen anzunehmen anstatt womöglich eine effektive eine Biotopverschlechterung herbeizuführen.

Durch diesen Vorgang würden sowohl der Mensch und das Ökosystem profitieren und auch in der Freifläche könnte ein Umdenken statfinden. Doch hier wird ein hausgemachtes Problem nur verlagert - um ein zusätzliches zu schaffen.

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In der Aufnahme
Aus einer alten Buche treten Baumsäfte aus - in dieser Baumhöhle hat sich ein wildes Honigbienenvolk niedergelassen.
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Der Tod lauert auf dem Forstweg
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Der Tod lauert auf dem Forstweg

20/21.05.2019

Zahllose Reptilien sterben in unserem Land durch ein angeborenes Verhalten welches vormals ein verbessertes Überleben abbilden sollte.

Deutschland.
In der Aufnahme wird diese Stuation gut erkennbar ... bei genauem Hinsehen wird für den geübten Blick eine sich "sonnende" Jungringelnatter erkennbar.

... dieser Ruheplatz kann für sie, wie für viele tausend ihrer Artgenossen zum letzten Ruheort werden .. denn auch auf den Forstwegen findet ein zunehmendes Verkehrsaufkommen statt .. von wegen in den Wäldern herrscht Ruhe ..


... der Blick in das Auge des "Jägers" .. von wegen, die Tiere sind schon lange zum "Gejagten" geworden .. ... und so wäre es an der Zeit effektive Ablenkstandorte zu errichten an welchem sich die Tiere "Aufwärmen" können um gleichzeitig das gestaffelt- gemanagte Befahrungskonzept sicherzustellen .. denn die Tiere haben (je nach Jahreszeit) ihre tägliche Besonnungspräferenzen ... der sich mit der Tierart befasst ist in der Lage die Situationen sehr gut abzuschätzen und die Bedürfnisse in ein Reptilien ( und nicht nur diese sterben zu großen Bestandszahlen auf den Forstwegen) Management zu bündeln ...

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In der Aufnahme
Ringelnatter "sonnt" auf Forstwerg ... viele tausend  Ringelnattern & Co. lassen ihr Leben auf bevorzugt ungemanagten Forstwegen. Auch ein zunehmender Radverkehr verschärft die Situation zusehens.
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Bayerns grüne Wüsten
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Bayerns grüne Wüsten

19/20.05.2019

Bayern.
Wer der vor einigen Jahren noch der Überzeugung war das es innerhalb der landwirtschaftlich, jedoch auch privaten Landgestaltung kaum mehr möglich sei die erkennbare negative Entwicklung innerhalb der Biodiversität zu toppen dem darf versichert werden: "Es geht noch schlechter!
Kaum haben die Grünflächen (von ökologisch bedeutsamen Flächen kann man ja seit geraumer Zeit nicht mehr sprechen) eine gewisse Wuchshöhe erreicht werden sie gnadenlos und auf großer Fläche gemäht was "das Zeug hält".

... und so wird aus unserem Land eine Fläche die zwar über Artenvielfalt spricht aber kaum sichtbares hinterlässt das diese eine Perspektive erhält .... Es bedarf eines umfangreichen Umsteuerns denn sonst haben unsere Kinder und Enkelkinder auch kaum mehr eine Perspektive in einer von unserer Generation verantwortlich ausgeräumten Umwelt ....

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Rückblick I

Rückblick II

In der Aufnahme
- hier hat Artenvielfalt keine Zukunft - ein Spiegelbild des "modernen Freistaats Bayern" - für uns ein Zerrbild einer zunehmend verfehlten landwirtschaftlichen Entwicklung!
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Der Grünfink
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Der Grünfink

18/19.05.2019

Deutschland
. Mit einer Körperlänge von rund 15 cm zeigt sich das Männchen des Grünfinks im satten Gelbgrüngrau - das Weibchen ist mehr Grau gefärbt. Besonders im Februar bis April fällt dieser Vogel (Männchen) durch seinen Gesang auf, welcher sich von den anderen Vogelarten sehr hervorhebt.

Als Bewohner von Gärten, Wälder etc. beginnt der Grünfink bei uns bereits im April mit der Brut, wobei die Nistgelegenheit recht versteckt angelegt wird. Meist werden 4-6 Eier gelegt sowie binnen 14 Tagen erbrütet.

Die geschlüpften Junggrünlinge verbringen weitere 14 Tage im Nest, wo sie durch ihre beiden Eltern mit Sämereien die im Kropf geweicht wurden gefüttert werden. Auch kleine Insekten werden gebracht.

Als besondere Eigenart zeigen die Grünfinken nicht das typische Kotentfernen.

Man mag vermuten das durch den Verbleib der Exkremente Nesträumer angelockt werden - der von den JV gesetzte Kot verbleibt meist auf dem Nestrand, wo er zu einem "Nestmäuerchen" verhärtet.

Mehr zum Grünfink

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Grünfikmännchen
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Wildbiene im Sturzflug
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Wildbiene im Sturzflug

18/19.05.2019

Weltbienentag am 20. Mai: WWF fordert weniger Pestizide auf Deutschlands Äckern und Komplettverbot in Naturschutzgebieten

Angesichts des Weltbienentags am 20. Mai fordert der WWF von der Bundesregierung ein wirkungsvolles Programm zur Reduzierung des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft, deren Komplettverbot in Naturschutzgebieten und mehr Transparenz über deren tatsächlichen Einsatz auf Deutschlands Äckern. „Ohne wirksame Maßnahmen zur Pestizidreduktion kein wirksamer Bienenschutz“, so Diana Pretzell, Direktorin Biodiversitäts-Politik vom WWF Deutschland. Mehr als die Hälfte der über 560 Wildbienenarten stehen in Deutschland auf der Roten Liste des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Sie gelten damit als in ihrem Bestand gefährdet.
Als besonders problematisch bezeichnet der WWF den Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten. Vielen Landwirten wird er über die Hintertür der sogenannten guten fachlichen Praxis erlaubt. Diana Pretzell: „In Naturschutzgebieten haben diese Gifte absolut nichts verloren, die Bundesregierung muss das per Gesetz komplett verbieten.“

Der WWF Deutschland kritisiert zudem die Ende Februar erfolgte verlängerte Zulassung für 18 Pestizide durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als falsches Signal für den Schutz biologischer Vielfalt in Deutschland. „Die Entscheidung ist umso abstruser, da selbst das BVL einige der Pestizide als bienenschädlich einstuft“, so Pretzell.

Bisher müssen auch keine genauen Angaben über die summierte Verwendung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln auf landwirtschaftlichen Flächen gemacht werden. „Unbekannt ist, welche unterschiedlichen Wirkstoffe auf einem Acker über die Zeit zusammenkommen. Sie können im Einzelnen in Menge und Wirkstoff vermeintlich unproblematisch sein, aber die Summe der Einträge und deren Wirkung auf das Ökosystem sind verheerend“, betont Pretzell.

Die Bestände der Wildbienen befinden sich im Sturzflug. Auch bei vielen anderen Insekten nimmt in Deutschland sowohl die Gesamtzahl als auch die Vielfalt der Arten ab. Ein entscheidender Grund für das dramatische Insektensterben in Deutschland ist die ständige Intensivierung der Landwirtschaft. Falls Insekten nicht direkt durch Insektizide sterben, fehlen ihnen Lebensraum und Nahrungsgrundlagen. Unkrautvernichter töten Wildkräuter, Gräser und vernichten Grünstreifen. Enge Fruchtfolgen auf den Äckern führen zur Fehlernährung der Insekten. Da Insekten wichtige Nahrungsgrundlage für viele Vögel und Amphibien sind, verschwinden auch diese zunehmend aus unseren Landschaften.

Viele fliegende Insekten sind wichtige Bestäuber unserer Kultur- und Wildpflanzen. Ungefähr 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Honigbiene bestäubt. 20 Prozent geht auf das Konto von Wildbienen, von Schmetterlingen, Schwebfliegen und anderen Insekten.

 
WWF-Empfehlungen, was Jede/r für Bienen (und andere Insekten) tun kann

Bio kaufen

Verbraucher sollten möglichst Bio-Lebensmittel kaufen, denn da wird auf Pestizide verzichtet. Vor allem kleinere Bio-Höfe schaffen zudem durch Fruchtwechsel, Brachflächen, Hecken, Magerwiesen und andere Strukturen einen vielfältigeren Lebensraum für Insekten.


Garten bitte unordentlich
Insekten brauchen Vielfalt: Wildblumenwiesen, Stauden, Sträucher und Hecken. Gärten mit sauber gemähtem Rasen, akkurat gestutzten Buchshecken und Geranien in Kübeln bieten Insekten und Vögeln kaum etwas. Solche Gärten tragen zum Insektensterben bei. Am besten ist der Garten wild und unordentlich. Wildblumenmischungen mit heimischen Arten sehen auch ganz wunderbar auf dem Balkon aus. Alle bunten, einheimischen Pflanzen sind toll für Bienen und andere Bestäuber.


Wildblumen bevorzugt
Gezüchteten Sorten fehlt es häufig an Pollen oder Nektar. Gefüllte Blumensorten wie zum Beispiel Garten-Chrysanthemen bringen den Bienen kaum oder gar keine Nahrung. Alle bunten, einheimischen Pflanzen sind toll für Bienen und andere Bestäuber.


Heimische Pflanzen nutzen
Durch die gemeinsame Evolution besteht ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen den Bienen und Pflanzen einer Region. Die Pflanzenauswahl sollte daher so getroffen werden, dass den Bedürfnissen möglichst vieler Bienenarten aus der jeweiligen Gegend entsprochen wird. Nur dann kann aus einem Garten ein echtes Bienenparadies werden.


Bienentränke anlegen
Auch Bienen haben Durst. Besonders im Frühjahr und bei großer Hitze reicht der Nektar als Wasserquelle nicht aus. Bienen sammeln Wasser an Ufern von Teichen, am Rand von Pfützen oder in Form von Morgentau auf Pflanzen. Wenn keine natürliche Wasserquelle in der Nähe ist, kann man den Bienen auch ganz einfach eine sogenannte Bienentränke selber bauen. Wichtig ist ein flacher Zugang oder Steinchen, Moos etc., damit die Bienen nicht ertrinken und wieder herauskrabbeln können. Am besten stellt man die Tränke an warmen, windstillen Orten auf. Wichtig ist auch, das Wasser regelmäßig zu erneuern.

KONTAKT
Wiebke Elbe
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-219
wiebke.elbe(at)wwf.de
twitter.com/ElbeWWF

Quelle
WWF

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Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme
- es ist in unseren Augen von elementarer Bedeutung die uns nachfolgende Generation mit der Wertigkeit von Wildbienen umweltpädagogisch zu konfrontieren. Nur so kann es gelingen deren Sinne für die Bedeutung und die Erhaltung der kleinen Bestäuber zu schärfen.

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Wer gibt uns das Recht?
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Wer gibt uns das Recht?

18/19.05.2019

Deutschland.
Mehr und mehr Arten geraten an den Rand ihrer Existenz, die Spezies Mensch trägt an dieser mehr als bedenklichen Entwicklung ohne Frage die eigentliche Schuld.Was nehmen wir uns als nur eine (derzeit dominierende) von Abertausenden Arten heraus das wir unseren Ansprüchen alles um uns herum unterordnen?

Es ist höchste Zeit das wir unser Handeln umstellen um den uns noch begleitenden Arten die Chance zu eröffnen auch ihrer Art ein Überleben zu eröffnen.
Es ist an der Zeit das durchdachte Abläufe erarbeitet werden die einen sichtbaren (nicht nur auf dem Papier) Beitrag zu endlich mehr Lebensraumschutz abbilden. Erkennbar sind trotz aller Bemühungen kaum Verbesserungen und mit jedem Jahr das verstreicht geben wir die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder aus der Hand.

Unserer Generation ist es auferlegt den Schutz der Biodiversität voranzutreiben, die uns nachfolgenden Generationen werden diese Möglichkeiten nicht mehr erhalten. Dem der seine Kinder und Enkelkinder liebt dem muss klar werden das uns gemeinsam nicht mehr sehr viel Zeit bleibt um dieser uns nachfolgenden Generation eine Erde zu hinterlassen auf der es sich es noch zu leben lohnt.

Wer die Schönheiten der uns umgebenden Umwelt nicht sieht dem bleibt auch der Sinn des Lebens verborgen.  Artenschutz in Franken®

Die Überlegenheit einer Spezies macht sich in unseren Augen sicherlich nicht an dem sichtbar das diese alle anderen Arten negativ dominiert. Überlegenheit bedeutet die Weitsicht in sich zu tragen der eigenen und allen Arten die Möglichkeit zu eröffnen langfristig zu überdauern – im ureigenen Sinn.

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
-    Fütternde Stare


Neue Aufnahmen zum Star
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NABU: Bundesregierung muss Schweinswale besser schützen
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NABU: Bundesregierung muss Schweinswale besser schützen
17/18.05.2019

Zum Tag des Ostseeschweinswals fordert der NABU den Artenverlust in den heimischen Meeren zu stoppen
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Berlin – Zum Internationalen Tag des Ostseeschweinswals am 19. Mai  appelliert der NABU an die Politik, Deutschlands einzigen heimischen Wal, den Schweinswal, besser zu schützen. „Erst vor Kurzem hat uns der Bericht des Weltbiodiversitätsrates drastisch vor Augen geführt, dass wir mitten in einer menschengemachten Welle des Artensterbens sind.

Für den Ostseeschweinswal, von dem es nur noch wenige hundert Tiere gibt, tragen wir als Deutschland direkt Verantwortung. Wir müssen jetzt handeln. Sonst laufen wir Gefahr, den kleinen Wal an unseren Küsten zu verlieren“, mahnt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Erst vor einer Woche lieferte der sogenannte IPBES-Report dramatische Zahlen. Weltweit drohen bis eine Million Arten auszusterben. Schuld daran ist der Mensch. Unsere Ozeane sind massiv übernutzt, industrialisiert und auf zwei Drittel ihrer Fläche stark geschädigt  –  auch der Lebensraum des Schweinswals, die Ostsee. Insgesamt stehen ein Drittel der marinen Arten auf der deutschen Roten Liste und gelten als gefährdet. „Die kleine Teilpopulation des Ostseeschweinswals ist vom Aussterben bedroht. Insbesondere der ungewollte Beifang in Stellnetzen, aber auch Unterwasserlärm und die zunehmenden Lebensraumverluste machen den Tieren zu schaffen. Im vergangenen Jahr wurden mit über 200 Tieren so viel tote Schweinswale an unseren Ostseestränden gefunden wie noch nie“, sagte NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff.
 
Doch statt endlich zu handeln, und den Schweinswal zumindest in den für ihn ausgewiesenen Meeresschutzgebieten effektiv vor den Gefahren der Fischerei, Schifffahrt oder fragwürdigen Infrastrukturprojekten wie dem geplanten Fehmarnbelttunnel zu schützen, bagatellisiert die Bundesregierung die dramatische Lage des Ostseeschweinswals und blockiert bei internationalen Verhandlungen einen verbesserten Schutz. „Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat erst kürzlich verhindert, dass die ‚Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten‘ den Schutzstatus des Schweinswals anhebt. Der Grund dafür war, dass dann die Fischerei bei den hohen Beifangzahlen eingeschränkt werden müsste. Das für die Fischerei verantwortliche Bundesministerium opfert den Schweinswal für wirtschaftliche Interessen“, kritisiert Detloff.
 
Um dem Ostseeschweinswal eine Zukunft zu geben, fordert der NABU, die Fischerei insbesondere mit Stellnetzen in den ausgewiesenen Meeresschutzgebieten zu verbieten. Darüber hinaus muss die Ostsee leiser werden. Der NABU forscht gemeinsam mit schleswig-holsteinischen Fischern an sogenannten alternativen Fanggeräten, die Beifänge vermeiden können und hat eine Landesstelle Schweinswalschutz in Flensburg eingerichtet. Hier können die sympathischen Meeressäuger regelmäßig von Land oder beim vom NABU organisierten Whale Watching beobachtet werden.
 
Hintergrund
In der Ostsee leben zwei getrennte Populationen von Schweinswalen. Während die im westlichen Teil lebende Beltseepopulation noch geschätzt 18.500 Tiere zählt, so leben in der östlichen bzw. zentralen Ostsee nur noch wenige hundert Individuen. Die Grenze beider Gruppen verläuft auf Höhe der Halbinsel Fischland-Darß. Nach Aussage der Weltnaturschutzunion IUCN gilt die östliche Population als vom Aussterben bedroht. Während die natürliche Lebenserwartung der Tiere bei ca. 20 Jahren liegt, zeigen jüngste Studien, dass gerade weibliche Schweinswale aufgrund des hohen menschengemachten Drucks in der Ostsee im Schnitt keine vier Jahre alt werden. Unter 30 Prozent der Tiere erreichen überhaupt die Geschlechtsreife.
 

 
Für Rückfragen:
Dr. Kim Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz,
Mobil +49 (0)152.09202205, E-Mail: Kim.Detloff@NABU.de
 
Dagmar Struß, Landesstelle Schweinswalschutz, NABU Schleswig-Holstein,
Mobil +49 (0)170.9611081, Email: Dagmar.Struss@NABU-SH.de
 


Quelle/Nabu
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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Nicole Flöper | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 53/19 | 17. MAI 2019
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Ein Brückenschlag für den Wanderfalken 2018 II
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Ein Brückenschlag für den Wanderfalken

17/18.05.2019

Bayern. Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie und der Autobahndirektion Nordbayern unterstützt wird.

Weitere Projektmodule wurden vor wenigen Tagen installiert.

Erleben sie die Entwicklung hautnah ... hier auf den Seiten des Artenschutz in Franken®

In der Aufnahme von Gerhard Kunze
- Auch mobile Achsen können wertvolle Perspektiven zur Erhaltung der Artenvielfalt vorhalten. Vorausgesetzt sie werden mit den entsprechend durchdachten Modulen bestückt.
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Zum Weltbienentag am 20.Mai
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Zum Weltbienentag am 20.Mai

17/18.05.2019

So werden Sie Wildbienen-Hotelier

Zum 2. Weltbienentag: Bieten Sie ein klassisches Hotel oder Wildnis-Camp an – Volksbegehren war nur erster Schritt

Hilpoltstein, 16.05.2019 – 506 Wildbienenarten leben in Bayern, mehr als jede dritte ist laut Roter Liste gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Zum zweiten Mal setzen die Vereinten Nationen mit dem Weltbienentag am 20. Mai ein internationales Zeichen gegen die schwindenden Insektenbestände. „Unsere Insekten werden schleichend ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Sie verschwinden in dramatischem Tempo – und das in Bayern und auch rund um den Globus. Wenn es so weiter geht, rast die Weltgemeinschaft auf ein ökologisches Desaster zu“, sagt LBV-Landwirtschaftsreferent Matthias Luy. Ein erster Schritt für Bayern war das erfolgreiche „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“, das neue Impulse für eine umweltfreundlichere Landwirtschaft setzt. Aber jeder kann etwas für die Vielfalt und Insektenwelt Zuhause tun und zum Beispiel Wildbienen-Hotelier werden.

Jeder Naturfreund kann eine Vielzahl an Insekten mit Nistmöglichkeiten unterstützen. Denn die Insekten finden in der freien Natur immer seltener geeignete Orte für ihre Eier. „Wildbienenhotels sind gut geeignet, um die Lebensweise der wilden Schwestern der Honigbiene kennenzulernen und sie gefahrlos zu beobachten, denn Wildbienen stechen nicht“, sagt Martina Gehret, LBV-Gartenexpertin. Ein Wildbienenhotel zum Aufhängen oder Aufstellen hilft verschiedenen Wildbienenarten, wie zum Beispiel Mauerbienen, Blattschneiderbienen oder Scherenbienen.

Doch bei weitem nicht jedes im Handel angebotene Bienenhotel macht Sie zum erfolgreichen Hotelier. Die Nisthilfen sollten aus Hartholz sein und keinesfalls aus Plastik oder Glas. Sonst wird die Brut nicht gut belüftet und stirbt ab. Die Brutröhren sollten im Durchmesser von zwei bis acht Millimetern sein, damit große und kleine Wildbienen das Hotel nutzen können. „Ein Fünf-Sterne Hotel zeichnet sich dadurch aus, dass die Bohrungen glatt sind und keine Holzsplinte in die Öffnungen stechen“, sagt Gehret. Grundsätzlich sollte die Nisthilfe an einem sonnigen Plätzchen hängen und mit einem kleinen Vordach witterungsgeschützt sein.

 
Allerding legt der Großsteil der über 500 bayerischen Wildbienenarten seine Eier im Boden ab. Für sie haben klassische Wildbienenhotels keinen Nutzen. Hier sind Hoteliers mit mehr Abenteuerlust gefragt, die den Insekten ein „Wildnis-Camps“ anbieten: offene, sandige Bodenstellen. Dort können im Boden nistende Wildbienen, wie beispielsweise die Graue Sandbiene, unterirdische Gänge für ihre Brut graben.
Wer ein guter Wildbienen-Hotelier werden will, der sorgt auch für das richtige kulinarische Angebot. Denn finden die Wildbienen in der Nähe kein vielfältiges Blütenbuffet, wird das errichtete Hotel wahrscheinlich leer bleiben. „Blühen heimische Wildpflanzen über das Jahr verteilt, finden die Wildbienen stets eine reich gefüllte Tafel voller Nektar und Pollen“, sagt Gehret. Im Frühjahr lieben sie Winterlinge und Blaustern, im Sommer erfreuen sie sich an Wiesenschafgarbe, Glockenblume und Wiesensalbei. Wenn zum Herbst noch Rainfarn und Wilde Möhre blühen, stehen die Chancen gut, dass sich der Garten oder Balkon rund um die Nisthilfe mit herrlichem Summen füllt.


Bienenschutz und Politik
Mit dem erfolgreichen Volksbegehren Artenvielfalt ist der erste Schritt in Richtung einer naturverträglicheren Landwirtschaft gemacht. Aber nicht nur die bayerische Umweltpolitik muss sich ändern, wenn der Insektenrückgang aufgehalten und umgekehrt werden soll. Auch auf Bundes- und EU-Ebene muss der Schutz von Insekten endlich in die Tat umgesetzt werden. „Die milliardenschweren Subventionen müssen an konkrete Leistungen der Landwirte für die Umwelt geknüpft werden und Strukturelemente wie Blühflächen wieder selbstverständlicher Bestandteil der Agrarlandschaft werden. Der Pestizideinsatz muss deutlich sinken und hochgiftige Wirkstoffe müssen endlich vom Markt“, fordert Luy.


Bürgerwissenschaftliche Mitmach-Aktion zu Bayerns Insekten
Um mehr über den Zustand von Wildbienen und anderen Insekten in Bayern und Deutschland zu erfahren, ruft der LBV und sein bundesweiter Partner NABU zum zweiten Mal zu einer bundesweiten Zählung auf.

Bei der Aktion „Insektensommer“ sind vom 31. Mai bis zum 09. Juni sowie vom 02. bis zum 11. August alle Bürger aufgerufen, Insekten zu zählen und die Daten an den LBV zu melden. LBV und NABU erhoffen sich damit ein deutschlandweit genaueres Bild von der Insektenwelt in unseren Städten und ländlichen Regionen. Denn bislang liegen nur wenige bundesweite und artenübergreifende Informationen dazu vor.

Alles Weitere zur Insektenzählung von LBV und NABU vom (31.05.-09.6. und 02.-11.8.): www.lbv.de/insektensommer.

In der Aufnahme des LBV

Mauerbiene_am_Insektenhotel - Peter Bria_LBV Bildarchiv-1.jpg

Für Rückfragen LBV-Pressestelle:
Markus Erlwein |Sonja Dölfel, E-Mail: presse@lbv.de, Tel.: 09174/4775-7180 | -7184. Mobil: 0172-6873773.

Quelle
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Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund  23 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
Bild zum Eintrag (1001679-159)
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
Bild zum Eintrag (1001689-159)
Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.
Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
Bild zum Eintrag (1001681-159)
Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
Bild zum Eintrag (1001683-159)
  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
Bild zum Eintrag (1001661-159)
"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1001665-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Termine
11 JUL
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Augsburg
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Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg