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„Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ wird fortgesetzt
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„Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ wird fortgesetzt

15/16.12.2019

Die Landesregierung stellt den beteiligten Ministerien dafür fast 36 Millionen Euro zur Verfügung.

  • Die Landesregierung führt das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg für weitere zwei Jahre fort. Das hat das Kabinett in seiner vergangenen Sitzung (10.12.) beschlossen.

„Die biologische Vielfalt im Land zur erhalten und zu verbessern, ist eine der dringendsten Aufgaben der Umwelt- und Naturschutzpolitik der nächsten Jahre und Jahrzehnte“, betonte Umweltminister Franz Untersteller. „Das Sonderprogramm hat sich bewährt. Aber der Schutz der Artenvielfalt ist eine Daueraufgabe, die wir leidenschaftlich, mutig und effizient angehen müssen.

Das Programm mit einem Gesamtvolumen von erneut rund 36 Millionen Euro bietet dafür eine gute Basis.“ Untersteller erinnerte daran, dass die biologische Diversität eine unverzichtbare Lebensgrundlage unserer Gesellschaft sei. „Artenvielfalt bedeutet Leben, bedeutet atmen, essen und trinken.“

Die Landesregierung wird 2020 und 2021 fast 30 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen des Sonderprogramms ausgeben. Zusätzliche sechs Millionen Euro sollen in begleitende Monitoringmaßnahmen fließen. Das Sonderprogramm vereint die Anstrengungen dreier Ministerien unter einem Dach: Umweltministerium, Ministerium für Ländlichen Raum und Verkehrsministerium.

Umweltminister Untersteller hob die besondere Verantwortung hervor, die das dichtbesiedelte Baden-Württemberg mit seiner vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft hat: „Wir müssen alles dafür unternehmen, um das Insektensterben aufzuhalten und die Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu stärken. Dazu gehört auch, dass jeder einzelnen seine Lebensweise überdenken und darauf achten sollte, nicht auf Kosten der Natur zu leben.“

Landwirtschaftsminister Peter Hauk ergänzte: „Die zentrale Frage ist, wie die Landwirtschaft auch zukünftig ihren Beitrag zur Stärkung der biologischen Vielfalt leisten kann, ohne dadurch ihre bedeutende Rolle in der Lebensmittelproduktion zu beeinträchtigen. Die Entwicklung und Erprobung innovativer Ansätze für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ist Teil der Umsetzung des Sonderprogramms. Für uns ist klar, es kann nur Artenschutz und Landwirtschaft als Miteinander geben. Beides geht nur gemeinsam.“

Verkehrsminister Winfried Hermann bezeichnete die biologische Vielfalt als eine bedeutende Herausforderung für die Infrastrukturpolitik, um auf Dauer die Lebensgrundlagen zu sichern. Er erklärte: „Auch beim Bau von Straßen und Schienenwegen müssen wir erhalten, was uns erhält. Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur konnten wir durch straßenbegleitende, blühende Grünflächen einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. Dieses Programm wollen wir fortführen. Mit blühenden heimischen Gewächsen werden inzwischen auch in vielen Landkreisen und Kommunen die Straßenränder und Verkehrsinseln bepflanzt. Ferner wollen wir unsere Anstrengungen zum Schutz von Amphibien und zur Wiedervernetzung von Lebensräumen beispielsweise durch Grünbrücken über Verkehrswege fortsetzen.“

Für das Umweltministerium nannte Untersteller beispielhaft folgende Maßnahmen aus dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt:  

  •     Verstärkte Umsetzung des Biotopverbunds
  •     Förderung des Stehenlassens von Altgrasstreifen und Altgrasinseln als Überwinterungsplatz für Insekten
  •     Förderung mehrjähriger Blühflächen in der Agrarlandschaft
  •     Reduktion von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln in Naturschutzgebieten

Vorgesehen ist dazu, das 2018 begonnene Biodiversitätsmonitoring, unter anderem von Insekten, weiterzuführen. Neu ist dabei das Insektenmonitoring für den Wald, das das Offenland-Monitoring ergänzt. „Das Monitoring dient dazu, belastbare Datengrundlagen zu bekommen, die Entwicklung der Arten festzuhalten und Erkenntnisse über die Wirkung unserer Maßnahmen zu erhalten“, betonte Umweltminister Franz Untersteller.


Quelle
Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Telefon: +49 711 126-0
Telefax: +49 711 126-2881
poststelle@um.bwl.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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In der Aufnahme von © Makrowilli

  • Er schwirrt wie ein Kolibri, ist ein Nachtfalter und schafft bis zu 80 Kilometer pro Stunde. Das Taubenschwänzchen fliegt nicht nur rückwärts sondern ist auch mit circa 80 Flügelschlägen pro Sekunde unterwegs. Dabei saugen sie von rund 1500 Blüten etwa 0,5 ml. Nektar ein bei einem durchschnittlichen Eigengewicht von nur 0,3 Gramm.

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Der Wattboden – Boden des Jahres 2020
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Der Wattboden – Boden des Jahres 2020

14/15.12.2019

Am 5. Dezember ist traditionell der Internationale Tag des Bodens. Mit ihm wollen die Vereinten Nationen auf die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden aufmerksam machen. Seit 2005 wird aus diesem Anlass in Deutschland der „Boden des Jahres“ ausgerufen. Der Boden des Jahres 2020 ist: Der Wattboden.
Wattböden sind wahre Schätze der Natur. Geologisch werden Wattböden als junge Böden bezeichnet. Sie kommen in dem Bereich vor, der regelmäßig vom Tidehochwasser überflutet wird. Bei Niedrigwasser liegt er offen. Nur einige Pionierpflanzen bilden einen spärlichen Bewuchs.

Pflanzen und Bodenorganismen sind im Watt dem ständigen Wechsel von Trockenfallen und Überflutung, Erosion und Sedimentablagerung, Schwankungen von Wasser- und Bodentemperaturen sowie Strömungen und Wellen ausgesetzt. Bei Ebbe unterliegen sie den Einwirkungen von Sonne, Wind und Regen, bei Flut werden sie mit der Strömung verdriftet. Auch der Salzgehalt des Wattbodens bestimmt maßgeblich die Besiedlung von Bodenorganismen und den Pflanzenbewuchs. In den Watten der Meeresküsten kommen rund 35 Gramm Salze pro Liter Bodenwasser vor, im fluviatilen Bereich dagegen nur bis 0,5 Gramm pro Liter.

Unter diesen extremen Bedingungen erscheint der Wattboden lebensfeindlich. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Lebewelt im Watt sehr arten- und formreich ist. Aufgrund von periodischen Überflutungen, ständigen Sedimentumlagerungen und Wellenbelastungen eignen sich Watten als Vorrangflächen für den Natur- und Artenschutz. Sie bieten als Grenzbereich zwischen Land und Wasser für viele seltene und häufig stark spezialisierte Pflanzen und Tiere eine ökologische Nische und damit einen Lebensraum.

Wattgebiete gibt es auf allen Kontinenten und in allen Klimazonen. Und durch den Klimawandel sind diese besonders gefährdet. Von den weltweit vorhandenen Wattgebieten ist das Watt an der südlichen Nordseeküste das größte zusammenhängende mit etwa 3.500 km². Aufgrund seiner speziellen Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen ist ein großer Teil des deutschen Watts geschützt (Nationalpark Wattenmeer).

Wissenschaftliche Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel sich besonders an den Küsten auswirken wird. Böden im Übergangsbereich zwischen Land und Wasser können dann überflutet werden und müssen sich an anderer Stelle neu bilden.

Schirmherr für den diesjährigen Boden des Jahres ist die Freie und Hansestadt Hamburg. In der internationalen Bodenklassifikation werden die Wattböden zu den Tidalic Gleysols gezählt.

In der Aufnahme:
Wattlandschaft bei Minsener Oog.
Foto: Jana Lacina/NLPV

Pressemitteilung des Umweltbundesamts

Quelle

Nationalpark Wattenmeer

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Neue Nachbarn für Gorillas ...
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Neue Nachbarn für Gorillas und Namensvergabe für Bonobo-Babys

14/15.12.2019

Neue Nachbarn gibt es für die Gorillas der Wilhelma in Stuttgart: Mit Zwergseidenäffchen und Springtamarinen sind seit dieser Woche südamerikanische Verwandte der großen Primaten im Menschaffenhaus zu sehen. Gemeinsam mit dem Faultierpaar Marlies und Mike bewohnen die Krallenaffen übergangsweise die ungenutzte Handaufzuchtstation für Gorillakinder.

Damit kann man nun die größten direkt neben den kleinsten Affen beobachten. Denn während ein Gorilla bis zu 200 Kilogramm auf die Waage bringen kann, wiegt ein Zwergseidenäffchen gerade einmal 150 Gramm.
Diese Leichtgewichte waren zusammen mit den Springtamarinen bis vor kurzem noch im Südamerikahaus untergebracht. Weil dort zukünftig umfangreiche Baumaßnahmen anstehen, musste für die Krallenaffen und die Faultiere ein neuer Platz im Zoologisch-Botanischen Garten gefunden werden. Denn das Südamerikahaus wird kernsaniert und zu einem Australienhaus umgebaut, in das unter anderem Koalas und Baumkängurus einziehen werden. Sobald dieses fertiggestellt ist, entstehen daneben neue Anlagen für die südamerikanischen Krallenaffen. Bis es soweit ist, dürfen die Zwergseidenäffchen und Springtamarine im Gorillakindergarten des Menschenaffenhauses herumturnen.

Dieser stand bereits längere Zeit leer, da es glücklicherweise immer weniger Fälle gibt, in denen ein Gorillajungtier nicht von seiner Mutter angenommen wird und von Hand aufgezogen werden muss. Ausgestattet mit Kletterseilen, Ästen und frischer Bepflanzung dient die Aufzuchtstation nun also als Zwischenunterkunft für die ehemaligen Bewohner des Südamerikahauses. Ihr Treiben wird von der benachbarten Gorillasippe aufmerksam verfolgt. „Die Halbwüchsigen aus der Gruppe finden das schon ganz interessant“, berichtet Tierpflegerin Malisa Fassnacht. „Sie klopfen auch immer mal an die Scheibe, und versuchen damit, die Neuen nebenan zum Spielen aufzufordern.“ Die Faultiere entspannen allerdings lieber auf ihren gemütlichen Schlafplätzen, während die Äffchen noch etwas vorsichtig unterwegs sind und häufig Ruhe in den Rückzugsbereichen suchen.

Junge Bonobos heißen jetzt Nio und Okelo

Von all dem Umzugstrubel haben die Bonobos auf der anderen Seite des Menschenaffenhauses nichts mitbekommen. Gut behütet von ihren Müttern wachsen dort derzeit zwei Jungtiere heran, die im August dieses Jahres zur Welt kamen. Da seit kurzem das Geschlecht der Kleinen feststeht, haben sie nun auch endlich ihre Namen bekommen: Die beiden Jungs heißen Nio und Okelo. „Sie wurden von ihren Müttern sehr gut angenommen und wachsen und gedeihen prächtig“, erklärt Malisa Fassnacht. „Haiba ist sehr innig mit ihrem Nio, den sie immer ganz dicht bei sich behält.

Huenda fängt dagegen schon langsam an, den kleinen Okelo auch einmal an die anderen in der Gruppe abzugeben.“ Bis zu vier Jahre umsorgen Bonobo-Mütter ihren Nachwuchs, bevor dieser langsam entwöhnt wird. Nio und Okelo haben also noch viel Zeit, um ihre Kindheit in vollen Zügen zu genießen – und das geht im Moment am besten dicht an den mütterlichen Bauch gekuschelt. (dt)

In der Aufnahme
Bonobo-Weibchen Huenda lässt ihrem Sohn Okelo schon einmal etwas mehr Raum. Foto: Jutta Hof


Quelle

Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart
Lieferanschrift: Wilhelma 13, 70376 Stuttgart
Postanschrift: Postfach 50 12 27, 70342 Stuttgart
Telefon: +49 (0)711 / 54 02 0
Fax: +49 (0)711 / 54 02 22 2
E-mail: info@wilhelma.de


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Slowakei: Brutsituation für Wasservögel an der Donau verbessert
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Slowakei: Brutsituation für Wasservögel an der Donau verbessert

14/15.12.2019

Berlin/Bratislava. In einem Projekt des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) in Zusammenarbeit mit BirdLife Slowakei ist es gelungen, die auf Grund massiver Eingriffe an der Donau durch den Bau des Wasserkraftwerks Gabcikovo problematische Brutsituation von Schwarzkopf- und Lachmöwe sowie Flussschwalbe in diesem Teil der Slowakei deutlich zu verbessern.

„Der Bestand der Schwarzkopfmöwe ist um 113 Prozent gestiegen, der der Lachmöwe um 28 Prozent und der der Flussschwalbe sogar um 151 Prozent. Außerdem haben wir die Flussinseln eindeutiger als Schutzgebiet gekennzeichnet. So kann illegalen Besuchen und Störungen vorgebeugt werden“, betonte Projektleiter Lars Lachmann vom NABU zum Abschluss des Projektes. Es wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 70.000 Euro fachlich und finanziell gefördert.

Inseln bieten keine ausreichenden Bedingungen


Die Donau-Auen bei Bratislava in der Slowakei seien jahrzehntelang ein wichtiger Standort für das Überwintern und Brüten von Wasservögeln gewesen. Mit dem Bau des Wasserkraftwerks 1992 seien viele Brutplätze zerstört oder stark beeinträchtigt worden. Zwar sei als Ausgleichsmaßnahme für das Kraftwerk eine neun Hektar große Vogelinsel errichtet worden: „Aber auch bei der Durchführung dieser Ausgleichsmaßnahmen wurden die Empfehlungen von Umweltfachleuten nicht berücksichtigt. Die Vogelinsel bietet bis heute keine ausreichenden Bedingungen für das Brüten der Vögel an“, so Lachmann. Die Folge sei gewesen, dass sich die Vögel zunehmend auf „technischen Inseln“, Steinschüttungen, die zur Navigation in der Schifffahrt dienen, niedergelassen hätten. Sie stellten die einzige Brutmöglichkeit an diesem Abschnitt der Donau dar, seien aber gleichzeitig eine Gefahr für die Jungvögel, da sie häufig in Felsspalten fallen würden und darin umkämen.

Umgestaltung der Brutbereiche auf der Vogelinsel

Im Zuge des Projekts seien jetzt auf der Vogelinsel Brutbereiche, die für viele Wasservögel nicht geeignet gewesen seien, umgestaltet worden. So seien Gehölze fremder Arten entfernt worden, um offene Flächen für die Anlage von Brutkolonien zu schaffen. Das Auffüllen grober Steinschüttungen sorge besonders bei den Jungvögeln für mehr Sicherheit und schaffe Platz. Mit neuen Flachwasserbereichen und kleinen Tümpeln innerhalb der Insel sei der Lebensraum für die Möwen, Seeschwalben und anderen Vögel verbessert worden. Auf zwei „technischen Inseln“ seien zusätzlich neue Brutbereiche auf einer Fläche von 600 Quadratmetern errichtet worden. Die größeren Maßnahmen seien mit Baumaschinen, die kleineren von Freiwilligen per Hand, durchgeführt worden.

Anzahl der Brutpaare gestiegen – Projekt erfolgreich abgeschlossen


Die Insel sei systematisch zwischen 2016 und 2019 beobachtet, die brütenden Tiere seien regelmäßig gezählt – und der Erfolg der Maßnahmen sei bestätigt worden. Abschließend wurde ein Buch für Besucher der Gegend, Politiker und Lehrkräfte mit dem Titel „Die Vogelinsel in der Donau – Veränderung und Bedeutung“ veröffentlicht, das alle getroffenen Maßnahmen und Ergebnisse aufzeigt. „Das Projekt stellt ein sehr gutes Beispiel wirkungsvoller Zusammenarbeit eines Naturschutzverbandes mit der zuständigen Wasserbehörde dar und eröffnet dadurch Perspektiven für weitere erfolgreiche Naturschutzmaßnahmen in der Region“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.


Ansprechpartner bei fachlichen Fragen zum Projekt (AZ 32422): Lars Lachmann, Tel. 030|284984

In der Aufnahme


  • Die seltene Schwarzkopfmöwe war die Hauptzielart des Projektes. Sie brütet in der Slowakei fast ausschließlich auf der Vogelinsel im Gabčíkovo-Stausee der Donau.

© SOS-BirdLife Slowakei


Quelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: +49 541 9633 0
Telefax: +49 541 9633 190
E-Mail: info@dbu.de

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NABU: Die EU kann nur so grün werden wie ihr Haushalt
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NABU: Die EU kann nur so grün werden wie ihr Haushalt

13/14.12.2019

Krüger: Schutz der Artenvielfalt braucht eigenen Finanztopf - mit mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr
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Brüssel – Zu den heutigen (12.12.2019) Verhandlungen der Staatschefs zum EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 fordert der NABU, den Schutz der Artenvielfalt endlich ausreichend zu finanzieren. Mit Blick auf die alarmierende Lage von Arten und Lebensräumen muss erstmals ein eigenes Budget für den Naturschutz eingerichtet werden, das jährlich mindestens 15 Milliarden Euro umfasst. Einen solchen EU-Naturschutzfonds hat auch die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben.

Dieses Geld ist mindestens erforderlich, um die EU-weit selbst gesteckten Naturschutzziele zu erreichen. Mit dem Geld müssen vor allem Landwirte für Naturschutzleistungen belohnt werden, etwa für das Anlegen von Hecken, Brutflächen für Vögel oder die Pflege von artenreichen Wiesen und Weiden.
„Der Naturschutz ist in Deutschland und Europa seit Jahrzehnten chronisch unterfinanziert. Die Folgen sind besorgniserregend: Insekten und Vögel verschwinden in atemberaubenden Tempo, Landwirtschaft und Wälder sind nicht vorbereitet auf die Erderhitzung. Es ist gut, dass Ursula von der Leyen diese Probleme erkannt hat und weit oben auf ihre Agenda setzt. Jetzt muss ihr ‚Green Deal‘ aber auch mit Geld hinterlegt werden, um die Arten- und Klimakrise zu stoppen. Die EU kann nur so grün werden, wie es ihr Haushalt erlaubt“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.
 
Die Finanzplanung der EU muss dazu grundlegend überarbeitet werden, vor allem das Agrarbudget. Dieses macht derzeit mit knapp 60 Milliarden Euro fast 40 Prozent des EU-Haushalts Jahr aus. „Die jetzige Subventionspolitik ist ein extrem teurer Anachronismus, der für Klima und Natur zu wenig bringt, Korruption fördert und nachhaltig arbeitende Landwirte benachteiligt. Wir brauchen daher dringend eine Neuverteilung der Subventionen, um Landwirten dabei zu helfen, natur- und klimaverträglicher zu arbeiten“, so Krüger. Die derzeitige Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) halten selbst die Berater des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Europäische Rechnungshof für hochgradig ineffizient und nicht zeitgemäß.
 
Um die Agrarpolitik gleichermaßen fair für Landwirte, Natur und künftige Generationen zu gestalten, müssen die bisher pauschal pro Fläche ausgeschütteten Direktzahlungen schrittweise abgeschafft werden. Stattdessen müssen sie für die Honorierung konkreter Leistungen der Landwirte für die Natur zweckgebunden werden. Europaweit sind 15 Milliarden Euro jährlich notwendig, für Deutschland hat die Bundesregierung 1,4 Milliarden veranschlagt. Bisher steht davon lediglich etwa ein Drittel zur Verfügung.
 
Der heute vorliegende Haushaltsentwurf, noch unter dem vorigen Haushaltskommissar Oettinger erstellt, widerspricht jedoch den Plänen Ursula von der Leyens, Europa zum Vorreiter im Naturschutz zu machen: Für die Biodiversität ist bisher überhaupt kein eigenes Budget vorgesehen. Zudem hält der Entwurf an den umweltschädlichen Direktzahlungen fest. Und der bisher progressivere und deutlich kleinere Teil des GAP-Budgets, die sogenannte Zweite Säule, soll überproportional gekürzt werden. „Es ist klar, dass diese Agrarpolitik dem Arten- und Klimaschutz keinesfalls hilft und stattdessen die Probleme verschärfen wird“, warnte Krüger. Auch der Europäische Rechnungshof hat die von der vergangenen Kommission ins Feld geführten 40 Prozent Klimaleistungen der GAP bereits als „unrealistisch“ und nicht messbar widerlegt.


Mehr zu den NABU-Forderungen „Ein EU-Haushalt für Mensch und Natur“:
www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/191212-nabu-briefing-mfr.pdf
 


Für Rückfragen:
Konstantin Kreiser, NABU-Leiter EU-Naturschutzpolitik,
Tel. +49 (0)30.284984-1614, mobil: 0172-4179730, E-Mail: konstantin.kreiser@NABU.de
 

Quelle

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 136/19 | 12. DEZEMBER 2019

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Wollbiene

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Die Wilden Bienen von Reckendorf
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Die Wilden Bienen von Reckendorf

13/14.12.2019

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® der Kinderinsel Reckendorf und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Oberfranken, das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bayern / Reckendorf. Johanniter-Kindertagesstätte Reckendorf - Die Einrichtung wurde im März 2015 in Betrieb genommen und bietet Platz für eine Kinderkrippengruppe, drei Kindergartengruppen und eine gemischte Gruppe für Kindergarten- und Schulkinder. In der 846 m² großen Kita mit ca. 2.600 m² Außenfläche haben die 107 Kinder viel Platz zum Spielen und Toben.

Und auf diesem Außengelände fand nach dem ersten Schneefall dieses Jahres in der Region die Installation der Wildbienenwand statt.


Begleiten Sie uns bei der Entwicklung dieses Projekts .... hier auf den Seiten des Artenschutz in Franken®


In der Aufnahme

  • Die montiere Wildbienenwand inmitten der ersten Scheekulisse dieses Jahres
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Neu auf unserer Page - "Aufnahmen von Makrowilli"
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Neu auf unserer Page - "Aufnahmen von Makrowilli"

12/13.12.2019

Deutschland
. Wir freuen uns sehr das wir in Ihnen ein weiteres Highlight aus der Makrofotografie vorstellen dürfen. Willibald Lang stellt uns zahlreiche wunderschöne und ausdrucksvolle Aufnahmen zur Verfügung.
Er fungiert unter dem Pseudonym - "Makrowilli", also wo auch immer Sie auf unseren Seiten auf diesen Namen stoßen, dahinter verbirgt sich Willibald Lang mit hervorragenden Aufnahmen aus der Makrofotografie.

Mit einer nun aktuell ergänzten Diashow möchten wir Ihnen weiterführende Eindrücke in die Arbeiten eröffenen.

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Naturschutz ist Klimaschutz
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Naturschutz ist Klimaschutz

12/13.12.2019

Die weltweiten Ökosysteme sind der Lebensraum für Millionen von Arten und Lebensgrundlage für den Menschen. Doch die Erderhitzung verändert das Gleichgewicht dieser Systeme. Polareis und Gletscher schmelzen, Wälder brennen, Meere versauern, Korallenriffe bleichen aus und sterben ab.

In seinem neuen Report „Climate, Nature and our 1,5° C Future” verknüpft der WWF die Erkenntnisse vier grundlegender Reports - den drei letzten Sonderberichten des Weltklimarats IPCC und dem globalen Bericht des Weltbiodiversitätsrat IBPES – und zeigt zugleich den Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft auf: Die Natur ist Teil der Lösung der Klimakrise.

Die WWF-Studie beleuchtet, wie die Natur – Ökosysteme und Biodiversität – von der Klimakrise betroffen ist, und wie starke und gesunde Ökosysteme die Widerstandsfähigkeit bereichern und den Menschen helfen können, sich an die Folgen der Erderhitzung anzupassen. Der Report macht deutlich, dass zusätzlich zum schnellen Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe auch sogenannte ökosystemnahe Lösungen zur Abwendung der Klimakrise eine wichtige Rolle spielen.

Die vielfältigen Ökosysteme sind einer der Schlüssel, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und sollten daher als offizieller Bestandteil im Klimavertrag von Paris auftauchen – als Baustein der nationalen Klimabeiträge der Länder.  „Wir unterschätzen die Hilfe, die natürliche Ökosysteme bei der Bewältigung der Klimakrise leisten können“, so Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Naturverlust und Klimawandel gehen derzeit Hand in Hand, doch genauso können wir die natürlichen Ressourcen bei der Eindämmung und Anpassung an die globale Erwärmung weltweit nutzen. Deshalb fordern wir Mitgliedsstaaten auf, naturnahe Lösungen in ihren nationalen Klimaplänen zu verstärken – als Instrument für zusätzlichen Klimaschutz."

Gleichzeitig warnt der WWF vor einer Fehlinterpretation: „Wer meint, dass etwa die Wiederherstellung von Wäldern oder die Wiedervernässung von Mooren eine Alternative zur schnellen Reduktion unseres Treibhausgas-Ausstoßes auf null ist, hat den Bericht des Weltklimarates nicht gelesen: Wir müssen beides gleichzeitig kraftvoll angehen, um die Erderhitzung bei möglichst 1,5° Grad zu stoppen“, erläutert Schäfer.

Der Erhalt, Schutz und Wiederaufbau solcher Systeme hat neben Klima- und Naturschutz auch oft auch einen sozialen Nutzen: Er hilft Menschen in verwundbaren Ländern des globalen Südens bei der Anpassung an den Klimawandel, beispielsweise beim Küstenschutz oder beim Erhalt wichtiger ökologischer Systemdienstleistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts durch Fischerei und Landwirtschaft. Ökosysteme erhalten beispielsweise die Bodenfruchtbarkeit, beugen Erosion vor und stellen sauberes Wasser bereit.

Manuel Pulgar-Vidal, der Leiter der Climate and Energy Practise beim WWF International sagt: „Nur wenn wir dramatisch unseren Ehrgeiz beim Klimaschutz steigern, können wir die Klimakrise lösen. Die Menschheit ist schuld an einem beispiellosen Naturverlust, und das in einer Zeit, in der wir sie am meisten brauchen. Der Schutz und die Wiederherstellung von Natur und Umwelt ist nicht nur eine moralische Frage: Die Natur ist die Grundlage unserer Gesellschaften und Wirtschaften und unser größter Verbündeter bei der Bekämpfung der Klimakrise."


  • Link zum Report: https://d2ouvy59p0dg6k.cloudfront.net/downloads/wwf_climate__nature_and_our_1_5c_future_report.pdf

 
Hinweis auf die Redaktionen:

Der WWF Deutschland ist wie folgt in Madrid vor Ort erreichbar:

    Fentje Jacobsen, Referentin Internationaler Klimaschutz, Fentje.Jacobsen(at)wwf.de, +49 151 1885 4871
    Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, Michael.Schaefer(at)wwf.de, Tel: +49 151 1885 4838
    Sylvia Ratzlaff, Pressereferentin, sylvia.ratzlaff(at)wwf.de, Tel. +49 151 1885 4936
    WWF International ist mit vielen Kollegen aus anderen WWF Büros aus aller Welt vertreten und gerne stellt Sylvia Ratzlaff den Kontakt her.

 

Hintergrund:
Der WWF-Report ist eine Synthese von vier kürzlich veröffentlichten wissenschaftlichen UN Reports:

The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) three special reports under its current 6th Assessment Cycle: Global Warming of 1.5°C (published in October 2018); Climate Change and Land (published in August 2019); and Ocean and Cryosphere in a Changing Climate (published in September 2019).

The Intergovernmental Panel on Biodiversity and Ecosystems Services (IPBES) Global Assessment on Biodiversity and Ecosystem Services (published in May 2019).

 

KONTAKT
Sylvia Ratzlaff
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-458
sylvia.ratzlaff@wwf.de



Quelle
WWF
11. Dezember 2019

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
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Neue Hoffnung für den Umweltschutz in der EU
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Neue Hoffnung für den Umweltschutz in der EU

12/13.12.2019

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat heute in Brüssel den „European Green Deal“ vorgestellt. Dazu sagt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland: „Die Präsentation des ‚European Green Deal‘ zu Beginn der Amtszeit von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigt auf jeden Fall, dass sie die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit zu ihren Prioritäten zählt.

Es ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel in der EU-Kommission zugunsten von Klima- und Naturschutz. Trotzdem entspricht der vorgeschlagene Deal nicht an allen Stellen den wissenschaftlichen Empfehlungen für eine dringende und weitreichende Transformation und ist in einigen kritischen Fragen wie der Anhebung des Klimaziels für 2030 und einer ehrgeizigen Biodiversitätsstrategie leider vage geblieben.“

Die Kommission hat wichtige Handlungsfelder identifiziert - von der biologischen Vielfalt und der Wiederherstellung der Natur über Klimaschutz bis hin zur Beendigung der Entwaldung. „Die Dringlichkeit dieser Aufgaben spiegelt sich jedoch nicht an allen Stellen deutlich genug im „Green Deal“ wider. Die fehlenden Ambitionen beim Klimaschutz sowie vage Angaben zur Bekämpfung des Artensterbens sind verbesserungswürdig. Das Europäische Parlament und die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten müssen die Kommission jetzt zu mehr Ehrgeiz drängen: Die neue Kommission sollte ihre ersten 100 Tage im Amt nutzen, um einen tiefgreifenden systemischen Wandel herbeizuführen", so Heinrich.

Der „Green Deal“ enthält viele wichtige Elemente, insbesondere in Bezug auf Klima-, Wald- und Naturschutz.

„Wir freuen uns darauf, dass das Ziel der Klimaneutralität rechtlich verankert wird. Wir hoffen, dass sich alle Mitgliedstaaten noch diese Woche zu dem Ziel bekennen werden. Es ist auch schön zu sehen, dass zukünftig Nature-Based-Solutions stärker genutzt werden sollen sowie Klimaschutz und Schutz der Biodiversität als zwei Seiten derselben Medaille gesehen werden. Allerdings sollte die EU das Ziel auf 65% Treibhausgasreduktion (gegenüber 1990) statt den jetzigen 40%, verschärfen", so Heinrich.

Europa muss dringend die Zerstörung der Natur aufhalten, die neben der Artenvielfalt auch dem Klima schadet. Im „Green Deal“ kündigt die EU-Kommission eine Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt für das Jahr 2030 an. Dazu Heinrich: „Im ‚Green Deal‘ fehlt ein Hinweis darauf, dass die Ziele zu Naturschutz und Naturwiederherstellung in der Biodiversitätsstrategie rechtsverbindlich sein werden. Denn bisher blieb eine solche Strategie ein reines Glaubensbekenntnis, bisherige Ziele wurden verfehlt. Wir begrüßen, dass die EU-Kommission den Schwerpunkt auf die Wiederherstellung der natürlichen Ökosysteme in Europa legen will. Allerdings müssen neben Wäldern auch andere Ökosysteme renaturiert werden.“

Der WWF sieht den laufenden Fitness-Check der EU-Kommission bei der Wasserrahmenrichtlinie als ersten Testfall. „Wenn die EU-Kommission es ernst meint, dann muss sie nun die Wasserrahmenrichtlinie als ‚fit for purpose‘ erklären. Die Wasserrahmenrichtlinie zielt darauf, Gewässer und Grundwasser überall in Europa in einen guten Zustand zu bringen, und ist unverzichtbar für den Natur- und Klimaschutz“, so Heinrich.

„Dass alle EU-Kommissare den ‚Green Deal‘ unterstützen ist ein starkes Zeichen für den großen Stellenwert von Klima- und Naturschutz in der EU-Kommission. Auch wenn der Green Deal an einigen Stellen Details vermissen lässt, ist er ein guter Ausgangspunkt um Klima- und Naturschutz mit hohen Ambitionen voranzubringen", so Heinrich abschließend.

KONTAKT

Rebecca Gerigk
Pressestelle WWF
Tel: 030-311777-428
rebecca.gerigk@wwf.de

 
Quelle
WWF
11. Dezember 2019

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In der Aufnahme von Makrowilli
- Blauschwarze Holzbiene

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Experten warnen im Bundestags-Umweltausschuss vor Gesetzesänderung ...
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NABU: Experten warnen im Bundestags-Umweltausschuss vor Gesetzesänderung beim Wolf

11/12.12.2019

  •     Miller: Regierungspläne sind nicht mit EU-Recht vereinbar und Rolle  rückwärts im Artenschutz
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Berlin – Die von der Bundesregierung geplante Änderung im Bundesnaturschutzgesetz führt nicht zu dem vermeintlichen Ziel, die Rechtssicherheit beim Abschuss von Wölfen zu erhöhen, wenn es wiederholt zu Übergriffen auf Weidetiere kommt. Juristinnen und Juristen warnten am Montagabend in einer Experten-Anhörung vor dem Bundestags-Umweltausschuss, dass der vorliegende Entwurf keine Rechtssicherheit bringen wird ¬– weder für Weidetierhalter, Jäger oder zuständige Behörden.

In einigen wesentlichen Punkten würde das Gesetz die Lage sogar extrem verschlechtern. Besonders deutlich wurde, dass die Streichung des Merkmals „wirtschaftlicher Schäden“ im Bundesnaturschutzgesetz zu einem rechtlichen und behördlichen Chaos führen würde, da nicht nur Hobbyschafhalter, sondern alle Hobbytierhalter, Ausnahmegenehmigungen zum Abschuss beantragen könnten, so auch beispielsweise bei Schäden durch Kormoran oder Biber.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: Im Klartext heißt das, dass alles was einen Bagatellschaden überschreitet, bei den Behörden zu einem Antrag auf Ausnahmegenehmigung und Abschuss führen kann, auch wenn es nur um Nachbars Gartenteich geht.  Damit  gefährdet  der Entwurf nicht nur den Schutz des Wolfes, sondern auch anderer bedrohter Tierarten erheblich. Der vorliegende Entwurf ist daher rechtswidrig und eine Rolle rückwärts im Artenschutz. Er widerspricht nicht nur der EU-Gesetzgebung in mehreren Punkten und  manövriert Deutschland damit in eine schwierige Lage. So ist auch die geplante Regelung, so lange Wölfe zu entnehmen, bis der Schaden aufhört, eindeutig nicht mit EU-Recht zu vereinbaren.“
 
Statt massiver Eingriffe ins geltende Naturschutzgesetz fordert der NABU neben langfristiger Förderung der Weidetierhaltung ein nationales Herdenschutzkompetenzzentrum, wo Beratungskompetenz zum Schutz der Herden gebündelt und  innovative Konfliktlösungen gesucht und gefunden werden sollten. Koexistenz mit Wildtieren kann es nur geben, wenn es geeignete und bürokratisch angemessene Maßnahmen im Umgang mit diesen gibt. Der Abschuss von auffällig gewordenen Wölfen ist bereits jetzt ausreichend möglich. Die NABU-Forderung  an die Mitglieder des Bundestages, den Gesetzesentwurf abzulehnen,  unterstützen bisher schon über 40.000 Menschen.

Mehr Infos:
www.nabu.de/wolf
 
 
Für Rückfragen:
Birte Brechlin, NABU-Wolfsexpertin, Tel. +49 (0)30.284984-1633, E-Mail: Birte.Brechlin@NABU.de

Quelle

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NABU-Pressestelle
Kathrin Klinkusch | Iris Barthel | Britta Hennigs | Silvia Teich
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1952 | -1722 | -1958 | -1588
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail: presse@NABU.de

NABU-PRESSEMITTEILUNG |  10. DEZEMBER 2019
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Umwelt/Wolf

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- Wolf

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Alarmstufe Rot
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Alarmstufe Rot

11/12.12.2019

WWF: Aktuelle Rote Liste zeichnet „düsteres Bild der Lage von Flora und Fauna“ / Artenschutzerfolge machen Hoffnung in der Krise

Die am Dienstag von der Weltnaturschutzunion IUCN vorgestellte Aktualisierung der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten zeichnet ein „düsteres Bild der Lage von Flora und Fauna“, so der WWF Deutschland. Mittlerweile haben die Experten der IUCN mehr als 112.000 Arten hinsichtlich ihres Gefährdungsstatus untersucht, mehr als 30.000 davon gelten als bedroht.

„Der Mensch ist der größte Feind der biologischen Vielfalt. Lebensraumzerstörung, Wilderei sowie die Klimakrise machen uns zum Artenkiller Nummer Eins“, erklärt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland. „Noch haben wir es selbst in der Hand, das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier zu stoppen.“

Auffällig dramatisch ist die Situation für 18 Affenarten aus Afrika und Südamerika, die aufgrund von fortschreitendem Lebensraumverlust und direkter Bejagung bedrohter sind als zuvor. Drei Schuppentierarten, zwei aus Afrika und eine aus Asien, nehmen ebenfalls in ihrem Bestand ab, so dass sie eine Bedrohungsstufe nach oben rutschen und nun als stark gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Schuppentiere gelten als die meistgewilderten Säugetiere der Welt. In Europa gilt das Wildkaninchen fortan in seinem ursprünglichen Lebensraum, der sich auf Portugal, Spanien und das südliche Frankreich erstreckt, als stark gefährdet. Ihr Bestand dort ist im letzten Jahrzehnt um bis zu 70 Prozent zurück gegangen, wodurch auch Beutegreifer wie der Iberische Luchs oder der Spanische Kaiseradler in ihrem Bestand bedroht werden.

Immer deutlicher wird auch die Gefährdung der Artenvielfalt durch die Erderhitzung. Das gilt sowohl an Land als auch im Meer. 37 Prozent der australischen Süßwasserfischarten sind laut IUCN inzwischen bedroht, über die Hälfte von ihnen leidet direkt unter extremen Wetterbedingungen wie Wassermangel oder einer erhöhten Wassertemperatur. Zusätzlich zur Klimakrise besteht in den Meeren weiterhin hoher Druck durch unregulierte Fischerei, was sich auch in einer höheren Gefährdungskategorie von zehn Hai- und Rochenarten bemerkbar macht. Dazu zählt auch der in Korallenriffen lebende Kurzschwanz-Ammenhai, der nun vom Aussterben bedroht ist.

Mit der Aktualisierung der Roten Liste wurden auch alle Arten von Eukalyptus untersucht. Das Ergebnis: fast ein Viertel davon ist bedroht. 812 der insgesamt 826 Eukalyptusarten kommen nur in Australien vor. Der Rückgang der australischen Eukalyptuswälder wirkt sich auch auf die Koalas aus, die auf ihn als Nahrungsquelle angewiesen sind. Aktuell machen den Beutelbären zusätzlich die Buschbrände zu schaffen, die aufgrund der klimawandelbedingten Trockenheit dieses Jahr besonders verehrend sind.

Dass es trotzdem gelingen kann, den Verlust der Artenvielfalt aufzuhalten, zeigen zehn Erfolgsgeschichten des IUCN-Berichts. Durch gezielte Zuchtprogramme und gutes Management wilder Populationen konnten sich acht Vogelarten sowie zwei Arten von Süßwasserfischen erholen.

Doch die Zeit zum Handeln drängt, betont die Umweltschutzorganisation WWF. Neben den aktuell stattfindenden Verhandlungen bei der Weltklimakonferenz in Madrid stehen im kommenden Jahr weitere wichtige Weichenstellungen für den Schutz der weltweiten Biodiversität an: Unter anderem geht es auf der 15. UN-Konferenz zum Schutz der Biologischen Vielfalt (CBD) in China um die neue Biodiversitätsstrategie bis 2030. Der WWF fordert, dass sich die Staats- und Regierungschefs zu konkreten Maßnahmen verpflichten, mehr für den Schutz der Artenvielfalt zu tun, indem sie unter anderem bessere und wirkungsvollere Gesetze schaffen, die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln fördern, naturschädliche Subventionen abbauen und die Finanzierung von Schutzgebieten steigern. Mit dem Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 hat die Bundesregierung als Repräsentant der 28 EU-Mitgliedsstaaten während der COP15 hier eine besondere Verantwortung für den Erfolg der Verhandlungen.


Zum Hintergrund:


Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität. Herausgegeben wird die Internationale Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.  Experten werten dazu auf wissenschaftlichen Grundlagen alle relevanten und zugänglichen Daten aus. Die Darstellung in Gefährdungskategorien stellt die komprimierteste Form der naturwissenschaftlichen Analyse dar.

Kontakt:

Freya Duncker
Pressestelle WWF
Tel.: 040-530 200 448
freya.duncker@wwf.de

Quelle

WWF

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In der Aufnahme von Klaus Sanwald
- Fischotter

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Das Projekt im Medienspiegel
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Vom militärischen Bunker zum zivilien Artenschutzprojekt

10/11.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Bayerischen Staatsforsten und des Trägervereins Steigerwaldzentrum e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Auf Anregung des Artenschutz in Franken® soll aus einem ehemaligen Militärgebäude ein Artenschutzprojekt generiert werden das dem praktischen Fledermausschutz dienen wird.

Am 07/08.12.2019 wurde im Fränkischen Sonntag über das Projekt berichtet ... Autor Diana Fuchs ..



In der Aufnahme
  • Startseite des Medienberichts
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk ... die "Wilden Bienchen" hautnah dabei ..
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk

10/11.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Kita „Am Mühlentor“ und Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Am 05.12.2019 wurde die Wildbienenwand in der DRK Kita "Am Mühlentor" installiert. Gleichfalls fand die Installation des Pflanzbeets statt das wenig später von den Kinder der Einrichtung bepflanzt wurde. Im kommenden Frühjahr sollen sich die ersten "fliegenden Gäste" an den Elemente zeigen.

In der Aufnahme

Die praktische Einbindung der Kinder in unsere Projekte ist für uns von immenser Bedeutung so können die Mädchen und Buben z.B. bereits bei der Installation der Wildbienenwand wichtige Zusammenhänge erkennen. Anhand von grafischen Elementen und für die Kinder die bereits lesen können auch Texten werden die Kinder, jedoch auch auch Erwachsene umfangreich über "Die Wildbiene" informiert ...


Auch dieser Projektbaustein ist Bestandteil der bundesweit ausgerichteten Projektion "Deutschlands Wilde Bienchen®". Einem hoch innovativen Projekts welches eine mehr als gelungene Verbindung zwischen konkretem Artenschutz und erlebbarer Umweltbildung sichtbar werden lässt.



Interesse geweckt?
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234 Arten durch Klimakrise in Hessen gefährdet
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234 Arten durch Klimakrise in Hessen gefährdet

09/10.12.2019

Land schafft Grundlage für Schutzmaßnahmen: Umweltministerin Priska Hinz stellt Klimaverlierer-Liste und Öffentlichkeitskampagne zu vom Klimawandel bedrohten Arten in Hessen vor.


„Nicht nur am Amazonas, sondern auch hier in Hessen, ist die Artenvielfalt durch die Klimakrise in Gefahr. 234 Tier- und Pflanzenarten sowie 31 Lebensraumtypen in Hessen sind durch die Klimakrise besonders bedroht“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. Die Ministerin stellte eine vom Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erstellte Liste der Klimaverlierer in Hessen sowie eine Kampagne des Ministeriums zum Schutz von vom Klimawandel bedrohten Arten vor.

Von den 234 Tier- und Pflanzenarten der Liste sind 73 Arten (31 %) bereits jetzt vom Aussterben bedroht und 70 Arten (30 %) gelten als stark gefährdet. „Der Klimawandel hat Hessen längst erreicht, und nicht nur wir, sondern auch Tiere und Pflanzen spüren bereits die Folgen. Dass es bei uns immer wärmer und trockener wird, macht vor allem kälte- und feuchtigkeitsliebenden Arten zu schaffen. Zum Schutz dieser Arten und zur Unterstützung der Vollzugsbehörden bei der Umsetzung des Integrierten Klimaschutzplans hat das HLNUG nun eine erste Liste solcher ‚Klimaverlierer‘ zusammengestellt - ihnen sollte unser besonderes Augenmerk gelten“, erklärte HLNUG-Präsident Prof. Dr. Thomas Schmid.

Liste der Klimaverlierer ist Grundlage für Schutzmaßnahmen

„Die Liste ist ein wichtiges Werkzeug für Artenschutzmaßnahmen im Rahmen unseres Integrierten Klimaschutzplans. Für die Biotopvernetzung stehen dort beispielsweise 525.000 Euro zur Verfügung. Durch die Vernetzung von Biotopen bekommen Arten die Möglichkeit zu wandern und auszuweichen, wenn sich ihr Lebensraum verändert. Vom Land werden beispielsweise Renaturierungsmaßnahmen finanziert, Flächen für den Naturschutz gekauft oder Schutzmaßnahmen für Klimaverlierer wie Sumpfschildkröte, Laubfrosch, Knoblauchkröte oder Kiebitz umgesetzt. Auch für weitere Naturschutzprojekte ist die Liste der Klimaverlierer Arbeitsgrundlage. Denn Wissen ist die Voraussetzung dafür, dass wir noch etwas drehen, Lebensräume erhalten und Arten retten können“, erklärte die Umweltministerin.
Öffentlichkeitskampagne gestartet

„Parallel dazu wollen wir auch der Öffentlichkeit verdeutlichen, dass Klimaschutz und Artenschutz zusammengehören und haben eine Kampagne gestartet, mit der wir hessische, von der Klimakrise gefährdete Tier- und Pflanzenarten vorstellen“, ergänzte die Umweltministerin.

Beispiel Feuersalamander: Feuersalamander bekommen ihren Nachwuchs in Mittelgebirgslagen in kleinen Bachoberläufen und fischfreien Quellbereichen, wie beispielsweise kleinen Quelltümpeln. Diese Gewässerlebensräume trocknen bei langanhaltender Dürre schnell aus. Der Hitzesommer 2018 führte zum Austrocknen einiger Bachoberläufe im Vogelsberg, die als Laichgewässer für den Feuersalamander dienten. An diesen Stellen erlag womöglich die komplette Reproduktion der Trockenheit. „Das Land versucht unter anderem durch die Renaturierung von Quellen und Bächen die Population des Feuersalamanders in Hessen zu sichern. Wir brauchen aber gleichzeitig engagierten Klimaschutz, damit sein Lebensraum nicht dauerhaft verlorengeht“, so die Ministerin.

Bis zum 2. Dezember werden in Hessens Großstädten Plakate von Feuersalamander, Grasfrosch und Großer Moosjunger zu sehen sein. Parallel werden neun weitere Tier- und Pflanzenarten sowie Biotoptypen auf den Sozialen Medien vorgestellt und Tipps zum Klimaschutz gegeben.


Quelle
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
28.11.2019

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

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Artenschutz in Franken® -
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In der Aufnahme von Artenschutz in Franken®

- Bis nach Hessen braucht man gar nicht zu fahren auch in den Wäldern Frankens ob nun naturnah bewirtschaftet oder nicht, erkennen wir eine weitere Gefährdung dieser wundervollen Geschöpfe. Selbst nun noch im Dezember finden wir sie auf den Fahrwegen sitzend vor! Duch eine erkennbare Zunahme des Verkehrsflusses durch Holzrücker aber auch durch viele Fahrzeuge die mit hoher Geschwindigkeit diesen durchfahren finden wir immer wieder überfahrene Tiere! Wieder einmal ein negatives Beispiel wie mit der Artenvielfalt im nachhaltig bewirtschafteten Wald umgegangen wird.



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Stele der Biodiversität Sommerloch
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Stele der Biodiversität Sommerloch

09/10.12.2019

Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt
des Artenschutz in Franken® und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Gemeinde Sommerloch begleitet und von der Deutschen Postcode Lotterie und  der Westnetz GmbH unterstützt wird.

Rheinland - Pfalz / Sommerloch .Vormals als artenschutzrelevant vollkommen uninteressant einzustufen,kann es mit Aufgabe der Nutzung alter Trofostationen gelingen den Ansatz "Erhaltung der Vielfalt" in die Fläche zu bringen. Das entsprechende Wissen vorausgesetzt können die kleinen Baukörper zu einem Hotspot der Biodiversität, in einer zunehmend ausgeräumten Umwelt heranwachsen.
Denn wenn (selbst in noch geeigneten Nahrungsstrukturen) keine geeigneten Reproduktionsräume vorhanden sind, ist die Erhaltung der Artenvielfalt gleichfalls zum Scheitern verurteilt. Ein Projekt des Artenschutz in Franken und des SV Sommerloch 1921 e.V.  das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird, setzt hier an und gestaltet Bauwerke die sich in einem geeigneten Umfeld befinden so um, das sie sich zukünftig als "Kinderstube der Biodiversität" bewähren können.

Im Fokus stehen hierbei verschiedene Leitarten welchen mit diesem Projekt wortwörtlich unter die Flughäute und Flügel gegriffen werden soll. Begleitet wird das Projekt von einer Umweltbildungseinheit um Jugendliche mit dem zunehmend wichtiger werdenden Aspekt des Artenschutzes in Kontakt zu bringen.


In der Aufnahme
Anfang Dezember 2019 trafen sich die Projektpartner um den offiziellen Projekt - Kick-off zu generieren.
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk 06/07.12.2019 Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildun
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Die Wilden Bienchen von Pasewalk

10/11.12.2019


Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken®, der Kita „Am Mühlentor“ und Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Am 05.12.2019 wurde die Wildbienenwand in der DRK Kita "Am Mühlentor" installiert. Gleichfalls fand die Installation des Pflanzbeets statt das wenig später von den Kinder der Einrichtung bepflanzt wurde. Im kommenden Frühjahr sollen sich die ersten "fliegenden Gäste" an den Elemente zeigen.

In der Aufnahme

Die praktische Einbindung der Kinder in unsere Projekte ist für uns von immenser Bedeutung so können die Mädchen und Buben z.B. bereits bei der Installation der Wildbienenwand wichtige Zusammenhänge erkennen. Anhand von grafischen Elementen und für die Kinder die bereits lesen können auch Texten werden die Kinder, jedoch auch auch Erwachsene umfangreich über "Die Wildbiene" informiert ...
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Artenschutz in Franken®
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Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
Bild zum Eintrag (1001679-159)
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
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Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.
Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
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Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
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Rechtliches §
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Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
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  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
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Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
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"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
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Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
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Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
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Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg