Sie alle engagieren sich gemeinsam mit Artenschutz in Franken® für eine intakte Umwelt
ARTENSCHUTZ IN FRANKEN®

Im Sinne uns nachfolgender Generationen
Ausgezeichnet

Home

Über Uns

Aktuelles

Der Steigerwald

Diverses

Pflanzen

Projekte

Publikationen

Tiere

Umweltbildung

Webcams
*** Artenschutz in Franken® *** Artenschutz hautnah und paxisorientiert umsetzen - Umweltbildung spielerisch erleben - dieses und noch viel mehr setzt Artenschutz in Franken® seit Jahrzehnten in ehrenamtlicher und vollkommen unabhängiger Form in der gesamten Bundesrepublik Deutschland um ... begeleiten Sie uns tagesaktuell hier auf unseren Internetseiten ...----- Artenschutz in Franken® ***

Die Wilden Bienen von Bremen - Huchting
Bild zum Eintrag (1011937-160)
Die Wilden Bienen von Bremen - Huchting

18/19.09.2019

  • Ein innovatives Artenschutz- Umweltbildungsprojekt des Artenschutz in Franken® und der Kindergruppe He, du da e.V., das von der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt wird.

Bremen. Wenn von Bienen die Rede ist, denken die meisten von uns sofort an die domestizierte Honigbiene. Dass es daneben in der Bundesrepublik Deutschland weitere ca. 560 Wildbienenarten gibt, ist den wenigsten bekannt.
Wildbienen - die unbekannten Bestäuber
Eigentlich haben die meisten von uns in ihrem Leben schon einmal Wildbienen gesehen. Doch bewusst als solche wahrgenommen werden diese Tiere kaum. Vielfach werden sie gar mit Wespen oder Fliegen verwechselt. Und hier zeigt sich auch bereits ein elementares Problem. Aufgrund einer weitverbreiteten Unkenntnis werden „die Wildbiene“ und deren Ansprüche an ihre Lebensräume nicht erkannt.

Mehr zum Projekt

In der Aufnahme
Im September besuchte Herr Köhler den Kindergarten um eine Umweltbildungseinheit mit den Kindern und Erwachsenen umzusetzen. Auch die Übergabe der Auszeichnung UN Dekade Biologische Vielfalt Preis, die Ortsamtleiter Christian Schlesselmann übernahm wurde hier gemeinsam umgesetzt.
Artenschutz in Franken®  
EU-Beschwerde gegen rumänische Behörden wegen anhaltender Abholzungen
Bild zum Eintrag (1011920-160)

EU-Beschwerde gegen rumänische Behörden wegen anhaltender Abholzungen

17/18.09.2019

Radolfzell, Bukarest, Brüssel.
Die Naturschutzorganisationen EuroNatur, Agent Green und ClientEarth heben ihren Kampf gegen illegale Fällungen von Urwäldern in Rumänien auf die nächste Ebene, indem sie bei der Europäischen Kommission eine Beschwerde gegen die rumänischen Behörden einbringen. Ihr gemeinsames Ziel ist das Ende der mutwilligen Zerstörung von natürlichen Waldlandschaften, die mehr als zwei Drittel der unberührten Wälder in der EU (außerhalb Skandinaviens) ausmachen.
Die Organisationen bringen vor, dass das rumänische Forstmanagement Romsilva Kahlschläge in geschützten Natura 2000-Gebieten durchführt, ohne die Auswirkungen auf diese einzigartigen Gebiete angemessen zu untersuchen. In manchen Fällen werden die Umweltverträglichkeitsprüfungen, die schon im Vorfeld bei der Planung von Baumfällungen stattzufinden haben, erst Jahre nach Beginn der Rodungsarbeiten durchgeführt.

Naturschutzjuristin Ewelina Tylec-Bakalarz von ClientEarth sagt: „Systematische Abholzungen in Natura 2000-Gebieten ohne entsprechende Prüfung der Auswirkungen sind eine klare Verletzung von EU-Recht. Dieses Problem ist in Rumänien weit verbreitet und daher bringen wir den Fall jetzt vor die Europäische Kommission.“

Romsilva verwaltet 22 von Rumäniens 29 National- und Naturparks. Alle diese Gebiete sind Teil des Natura 2000-Netzwerks gemäß den Bestimmungen der FFH- und der Vogelschutzrichtlinie der EU. Rechtsexperten stellen jedoch fest, dass die staatlichen Forstbetriebe oftmals die Rechtsvorgaben der EU für den Schutz solcher Gebiete nicht einhalten.

Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur, betont den größeren Rahmen des Problems: „Wenn weiterhin ohne Konsequenzen zugelassen wird, dass in Rumänien EU-Recht gebrochen wird, dann wird das gesamte System von Natura 2000 geschwächt. Die derzeit in Rumänien stattfindende Naturschutztragödie ist eine der drängendsten Umweltkrisen in Europa, wird aber viel zu wenig beachtet.“

Tylec-Bakalarz ergänzt: „Der Fall des Bialowieza-Urwalds in Polen hat bewiesen, wie wirkmächtig das Europäische Recht sein kann, um die Naturschätze unseres Kontinents zu schützen. Wir hoffen, dass die Europäische Kommission auch im Fall der rumänischen Wälder aktiv wird, bevor die Schäden an diesen einzigartigen Ökosystemen irreversibel sind.“

Hintergrundinformationen:
EuroNatur und Agent Green haben gemeinsam die Kampagne „SaveParadiseForests“ zum Schutz der rumänischen Urwälder ins Leben gerufen. Die international tätigen Anwälte von ClientEarth unterstützen den Kampf für die Paradieswälder mit ihrer juristischen Expertise.

In der Aufnahme
In den rumänischen Karpaten gibt es noch eine Waldwildnis, wie man sie in weiten Teilen Mitteleuropas seit dem Mittelalter nicht mehr kennt. © Matthias Schickhofer/EuroNatur


Rückfragen:
EuroNatur: Anja Arning, anja.arning(at)euronatur.org, Tel.: +49 (0)7732 - 92 72 13
Agent Green: Gabriel Paun, gabriel.paun(at)agentgreen.org
ClientEarth: Bianca Vergnaud, bvergnaud(at)clientearth.org, Tel: +32 (0)2 808 34 72

Quelle
EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe
Westendstraße 3
78315 Radolfzell
Deutschland

Fon: +49 (0) 7732 - 92 72 - 0
Fax: +49 (0) 7732 - 92 72 -22

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®


A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Wir gestalten Lebensräume
Bild zum Eintrag (1011901-160)
Wir gestalten Lebensräume

16/17.09.2019

  • Inmitten dieser so spektakulären Kulisse des Nationalparks Berchtesgaden setzt Artenschutz in Franken® gemeinsam mit der Kindertagesstätte Schönau und der Gemeinde Schönau a.Königssee das Projekt Nationalpark en Miniatuer um.

Unterstützt werden wir dabei von den Bayerischen Staatsforsten AÖR und der Deutschen Postcode Lotterie.

In der Aufnahme
Erst vor wenigen Wochen haben wir die Wildblumenwiese neu anlegen lassen ... aus einer vormals an Pflanzen armen Wiesenfläche wurde ein Hotspot der Biodiversität.

Artenschutz in Franken®  
Zehn Jahre „Landschaft der Industriekultur Nord“ im Saarland
Bild zum Eintrag (1011880-160)
Zehn Jahre „Landschaft der Industriekultur Nord“ im Saarland

15/16.09.2019

  •     Gemeinsame Pressemitteilung mit Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes und Zweckverband LIK Nord
  •     Sternwanderung und Festakt anlässlich des Jubiläums
  •     BfN-Präsidentin würdigt einzigartiges urbanes Naturschutzgroßprojekt

Landweiler-Reden/Bonn, 13. September 2019:
Industriebrachen, Schlammweiher und Halden des Steinkohlebergbaus werden im Saarland zu naturnahen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen entwickelt – im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts „Landschaft der Industriekultur Nord“. Der gleichnamige Zweckverband hat heute mit rund 100 Gästen das 10-jährige Bestehen von „LIK Nord“ gefeiert. Das Projekt wird mit insgesamt 9,6 Millionen Euro durch das Bundesumweltministerium im Programm „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ gefördert.
„Unter unseren 80 Naturschutzgroßprojekten ist LIK Nord etwas ganz Besonderes: Es war bei seinem Start 2009 das erste Naturschutzgroßprojekt im dicht besiedelten Raum und das einzige mit dem expliziten Ziel, einer von starkem Strukturwandel geprägten, urban-industriellen Landschaft mit Hilfe des Naturschutzes zukunftsfähige Perspektiven zu eröffnen“, sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel. In ihrem Grußwort würdigte sie die Arbeit aller Beteiligten: „In Zusammenarbeit von Ehrenamt und Hauptamt, mit Unterstützung von Kommunen, Land und Bund wird hier vor Ort nicht nur für den Naturschutz, sondern gerade auch für die Region und die Bevölkerung Großes erreicht.“

„Mit der Bewilligung dieses Naturschutzgroßvorhabens ist es erstmalig gelungen, ehemals bergbaulich und industriell genutzte Flächen im Sinne des Naturschutzes neu in Wert zu setzen und weiter zu entwickeln. Damit sticht dieses Projekt aus der Reihe sonstiger Naturschutzgroßprojekte des Bundes deutlich hervor. Es passt natürlich in unser Land mit seiner wechselvollen bergbaulichen und industriellen Geschichte. Wir wollen dieses Erbe aus Bergbau und Stahlgewinnung in eine neue Zukunft führen“, so der saarländische Umweltminister Reinhold Jost.  

„Seit dem Jahr 2015 sind in den vier unterschiedlichen Landschaftslaboren bereits umfangreiche Investitionen im Grunderwerb und zur Förderung der Artenvielfalt und der Besucherinformation getätigt worden. Unter anderem wurden Verbauungen etwa im Fahrbachtal entfernt, Teiche und Wiesen renaturiert sowie Wanderwege und Beobachtungsplattformen konzipiert, die auch Menschen mit Gehbehinderung das Naturerleben erlauben“, so der Verbandsvorsteher von LIK Nord, Bürgermeister Lutz Maurer.

Zur Website des Zweckverbands „LIK Nord“: http://www.lik-nord.de

Hintergrundinformationen

Naturschutzgroßprojekt „Landschaft der Industriekultur Nord“

Bei dem Projektgebiet im mittleren Saarland handelt es sich um eine typische Bergbaufolgelandschaft: kleinteilig, dicht besiedelt und von Verkehrswegen zerschnitten. Die Landschaft zeichnet sich durch ein Mosaik spezialisierter Lebensräume aus. Insgesamt kommen hier nahezu 100 Rote-Liste-Arten vor. Der Niedergang von Bergbau und Schwerindustrie hat viele alte Strukturen in der Region tiefgreifend verändert. Das Projekt soll den besonderen Wert der dabei entstandenen Landschaft sichern und weiter entwickeln. Das Bundesumweltministerium fördert das Vorhaben seit 2009 bis 2024 mit 9,6 Millionen Euro.

In einer ersten Projektphase von 2009 bis 2012 hatte der Projektträger, ein Zweckverband aus Gebietskörperschaften der Region, einen umfassenden Pflege- und Entwicklungsplan erstellt. In der anschließenden zweiten Phase geht es jetzt um die Umsetzung konkreter Maßnahmen: die Entwicklung einer großflächigen Weidelandschaft im Umfeld eines Schlammweihers, die Reaktivierung der für das Saarland typischen Streuobstwiesen, den Umbau von Nadelholzbeständen in lichte Laubwälder sowie die Renaturierung von zwei Bächen. Außerdem sollen Natur- und Landschaftsführer ausgebildet werden, die Exkursionen anbieten.

Ein kurzer Film stellt das Projekt vor: https://www.youtube.com/watch?v=n9CHpVHk4q8


40 Jahre Förderprogramm „chance.natur - Bundesförderung Naturschutz“


Mit dem Programm „chance.natur“ verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die herausragenden repräsentativen Landschaften Deutschlands zu erhalten und zu sichern. Bislang wurden 80 Naturschutzgroßprojekte mit einer Gesamtfläche von mehr als 3.700 Quadratkilometern gefördert. 65 davon sind abgeschlossen, 15 laufen noch. Dafür hat der Bund seit 1979 rund 500 Millionen Euro bereitgestellt. Derzeit stehen jährlich 14 Millionen Euro für die Erhaltung und die Optimierung bundesweit bedeutender Natur- und Kulturlandschaften zur Verfügung.
Weitere Informationen: https://www.bfn.de/foerderung/naturschutzgrossprojekt.html

In der Aufnahme

Beobachtungsplattform am Schlammweiher Kohlbach, der Teil des Landschaftslabors „Forstwirtschaft und natürliche Prozesse“ ist. (Foto: Uli Heintz)


Quelle
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn

Telefon: 0228 / 8491-0
Telefax: 0228 / 8491-9999

E-Mail: info@bfn.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Die Industrie und der Amazonas
Die Industrie und der Amazonas

15/16.09.2019

  • Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage: WWF fordert deutsche Industrie auf, Verantwortung zu übernehmen

Die aktuellen Brände im Amazona
s zählen zu den schwersten seit Jahren. Allein zwischen Januar und August 2019 sind den Flammen fast 6.200 Quadratkilometer Regenwald zum Opfer gefallen. Anlässlich der vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und deren Partnerorganisation in Brasilien (CNI) organisierten Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage, die am Sonntag in Rio Grande do Norte beginnen, fordert der WWF deutsche Unternehmen auf, ihrer Verantwortung für den Waldschutz gerecht zu werden

„Die Brände sind zum großen Teil eine Folge landwirtschaftlicher Expansion, Spekulation und nicht-nachhaltiger Rohstoffgewinnung. Die deutsche Industrie muss klarmachen, dass sie in ihren Lieferketten keine illegalen oder mit Raubbau in Verbindung stehenden Aktivitäten toleriert. Unternehmen dürfen und sollen nach Profit streben, aber die gesellschaftliche Verantwortung darf nicht auf der Strecke bleiben. Die aktuelle Waldzerstörung im Amazonas und Cerrado hat katastrophale Folgen für Mensch und Natur weltweit und die bittere Realität ist, dass deutsche Unternehmen daran einen nicht zu unterschätzenden Anteil haben“, sagt Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland.  

Rund die Hälfte des nach Deutschland importierten Eisenerzes, welches insbesondere im Maschinenbau-, Automobil- und Gebäudesektor zum Einsatz kommt, stammt aus Brasilien. Auch bei anderen Rohstoffen und landwirtschaftlichen Produkten hat das Land eine herausragende Bedeutung, etwa bei Soja, das als Futtermittel in großen Mengen in der Fleischproduktion in Deutschland genutzt wird. Umgerechnet verbraucht jeder Einwohner Deutschlands für die Tierfütterung knapp 300 Quadratmeter Soja-Acker in Südamerika.

„Brasilien ist seit jeher Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Für viele Sektoren spielt das Land eine dominierende Rolle als Lieferant für Rohstoffe, für deren Produktion zum Teil der Wald zerstört wird. Deutsche Unternehmen müssen ihre Lieferketten stärker als bisher auf Umweltrisiken überprüfen. Dazu gehört auch, bei brasilianischen Handelspartnern auf die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards zu pochen. Legale Rahmenbedingungen zu Sozial- und Umweltstandards sollten zudem im Dialog mit der Politik weiterentwickelt werden. Der EU-Aktionsplan zu Lieferketten oder die brasilianische Reform zu Umweltlizenzvergaben sind Beispiele hierfür. Wir erwarten von der deutschen Industrie, dass sie ihren Teil der Verantwortung übernimmt, und zwar aus eigenem Interesse. Nur mit nachhaltigen Lieferketten und Produktionsstandards lassen sich auch langfristig Gewinne erwirtschaften“, so Eberhard Brandes.



KONTAKT
Immo Fischer
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 427
immo.fischer(at)wwf.de
Twitter: @ImmoFischer


Quelle
WWF

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Wildbienen verbinden Generationen
Bild zum Eintrag (1011869-160)
Wildbienen verbinden Generationen

15/16.09.2019

  • Moderner Artenschutz und lebendige Umweltbildung gehen neue Wege.

Artenschutz in Franken®, das Pflegewohnzentrum Kaulsdorf-Nord gGmbH und die Kita Am Beerenpfuhl setzen sich in innovativer Form gemeinsam für die Erhaltung einer vielfach unbekannten Insektengruppe ein. Unterstützt werden sie dabei von der Audi Stiftung für Umwelt und der Deutschen Postcode Lotterie.


Berlin / Kaulsdorf. Anfang September 2019 fand in der Einrichtung ein "Bienentag" statt - hier wurde die Bedeutung der kleinen Insekten hautnah an die Bewohner und die Besucher herangetragen. Gerade das städtische Umfeld bietet große Chancen auch einigen kulturfolgenden Wildbienenarten eine Überlebenschance zu bieten die sie in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft kaum mehr finden.

In Ergänzung mit den hier lebenden und betreuten Honigbienenvölkern zeigt sich "Die Biene" als Rückgrat zur Erhaltung von Kultur und Wildpflanzen. Dieser Weg muss intensiv im gesamten Land beschritten werden. Nur gemeinsam können wir die vor uns liegenden Herausforderungen bewältigen.

Mehr zum Projekt

In der Aufnahme
Am Informationstag hatten wir die Möglichkeit das Projekt "Deutschlands Wilde Bienchen - Wildbienen verbinden Generationen" an die Besucher heranzutragen.
Artenschutz in Franken®  
Gestalten statt Aufhalten
Gestalten statt Aufhalten

14/15.09.2019

  • Treffen europäischer Bürgermeister zum Strukturwandel: Umbau der Kohleregionen braucht Ziele und Willen

Der erfolgreiche Strukturwandel in den europäischen Kohleregionen – die sogenannte Just Transition – ist sowohl auf das Engagement in den Gemeinden sowie Zielsetzungen und Unterstützung vom Staat angewiesen.

Das hat ein Treffen europäischer Bürgermeister*innen sowie weiterer Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft am Donnerstag und Freitag in Weißwasser (Oberlausitz) und Berlin gezeigt. So unterstrich auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei ihrem Treffen mit den Bürgermeister*innen die Bedeutung lokaler, regionaler wie nationaler und europäischer Zusammenarbeit.
„Ein erfolgreicher Strukturwandel kommt nicht von selbst. Er braucht in einem ersten Schritt klare Rahmenbedingungen von nationaler Ebene: In Deutschland bedeutet das, zumindest die von der Kohlekommission empfohlenen kurz- und mittelfristigen Kraftwerksabschaltungen endlich verbindlich zu machen, damit alle Beteiligten den Pfad kennen, auf den sie sich begeben müssen“, fordert Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „In einem zweiten Schritt kommt es dann auf gute Unterstützung und Initiativen seitens nationaler Regierungen und EU-Ebene ebenso wie vor Ort an. Die Europäische Union muss den sozialverträglichen Strukturwandel in Kohleregionen viel stärker als bisher durch Strukturhilfemittel unterstützen.“

Es gilt, den Strukturwandel als Chance zu begreifen: „Indem der Strukturwandel von der alten, schädlichen Kohleindustrie loslässt und auf neue Ideen, nachhaltige Technologien und Industrien setzt, macht er die Regionen zukunftsfähig und trägt dazu bei, die Klimakrise aufzuhalten. Mit einem erfolgreichen Strukturwandel können wir Klimaschutz und wirtschaftliches Wohlergehen miteinander verbinden“, sagt Schäfer.

Zum sogenannten Forum of Mayors on Just Transition waren Bürgermeister*innen aus Deutschland und insbesondere ost- und südosteuropäischen Staaten zusammengekommen.

Die Idee, sie und andere wichtige Akteure für die Gestaltung des Wandels zusammenzubringen, ist im Rahmen des Projektes „Regions Beyond Coal“ der WWF Büros in Bulgarien, Deutschland, Griechenland und Polen als Teil der europäischen Klimainitiative (EUKI) entstanden. Das Treffen in Weißwasser und Berlin war das zweite seiner Art. Das erste fand im vergangenen Jahr auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Lefteris Ioannidis im griechischen Kozani statt.


KONTAKT
Lea Vranicar
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 467
lea.vranicar@wwf.de


Quelle
WWF
13. September 2019

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Vermaist
Bild zum Eintrag (1011850-160)
Vermaist

14/15.09.2019

  • An vielen Stelle sieht es so aus wie hier - Bernhard Schmalisch sendet uns die Aufnahmen die sichtbar werden lassen was in unserem Land unter anderem schiefläuft.

Gesprochen wir überall über die Vermüllung der Landschaft - eine andere Form eine Landschaft stark negativ zu gestalten ist die Vermaisung. Doch diese Info taucht, wenn überhaupt als Randnotiz auf obwohl wir hier den Niedergang der Artenvielfalt auf der landwirtschaftlichen Fläche als manifestiert ansehen. Ganz zu schweigen von den Verlusten wertvoller Ackerböden - das Ergebnis dieser Bewirtschaftungsform dürfen wir alljährlich in Form von starken Bodenerosionen "bewundern".

Es bedarf endlich eines Umdenkens in der Landwirtschaft ....

In der Aufnahme von Bernhard Schmalisch
- Maisfelder bis nahe an die Nasswiesen ... eine fehlgeleitete Landwirtschaft wird sichtbar.
Artenschutz in Franken®  
Bitte nicht schießen!
Bild zum Eintrag (1011842-160)
Bitte nicht schießen!

14/15.09.2019

  • Wisente an der deutsch-polnischen Grenze gesichtet / WWF: Ein zweites „Lebus“ darf es nicht geben.

350 Meter vor der deutschen Grenze wurden im polnischen Cedynia zwei Wisentbullen gesichtet, die auch nach Deutschland kommen könnten.


Vor zwei Jahren hatte schon einmal ein freilaufender Wisent die Grenze überquert und wurde dann bei Lebus in Brandenburg auf Anordnung des Ordnungsamt-Leiters von einem Jäger erschossen. Ein zweites „Lebus“ dürfe es nun nicht geben, so die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland.

„Wenn Wisente von sich aus in ihre ehemalige Heimat zurückkehren, sollten wir sie willkommen heißen und nicht abschießen. Abgesehen davon ist die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungspotential eine Straftat“, sagt WWF-Wisent-Expertin Nina Gandl. Gegen den Leiter des Ordnungsamtes hatte der WWF damals Strafanzeige gestellt, das Verfahren wurde allerdings wieder eingestellt.

Den Abschuss des Wisents im Jahr 2017 bezeichnet Gandl als „Ausdruck einer Hilflosigkeit der Behörden“. Ihre Kritik: „Wenn der Leiter eines Ordnungsamts nicht weiß, wie er mit Wildtieren umgehen soll, ist das für Deutschland ein Armutszeugnis in Punkto Artenschutz. Der Vorfall war für die Politik aber scheinbar kein Warnschuss, denn seitdem ist nicht viel passiert. Wenn überhaupt lastet das Wildtiermanagement häufig auf den Schultern von engagierten Ehrenamtlichen, professionelle Strukturen fehlen überwiegend. Deutschland muss dringend sein Wildtiermanagement professionalisieren.“

Ein enger Erfahrungsaustausch sowie eine grenzübergreifende Zusammenarbeit mit den polnischen Nachbarn kann laut WWF betroffenen Bundesländern wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern helfen, sich auf die Rückkehr der Großsäuger vorzubereiten. Durch Schutzmaßnahmen und Auswilderungsprojekte in Polen konnten sich die Bestände beider Arten dort über die letzten Jahre erholen und finden jetzt zunehmend ihren Weg nach Deutschland.

Gefahren für die öffentliche Sicherheit gehen von wildlebenden Wisenten in der Regel nicht aus, so die Einschätzung des WWF. Dass das artspezifische Verhalten der Tiere für den Menschen keine Bedrohung ist, haben sowohl in Polen als auch in Deutschland erfolgreich durchgeführte Projekte mit ausgewilderten Wisenten gezeigt. Wie bei jedem Wildtier, gilt auch bei einem Wisent Ruhe zu bewahren, einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten und das Tier nicht unnötig zu erschrecken.

Der WWF Deutschland wird alle Landkreise in der Nähe der gesichteten Wisente über die Tiere und deren mögliches Auftauchen in Deutschland informieren. Darüber hinaus startender WWF-Deutschland, das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., die Humboldt-Universität zu Berlin, die West Pomeranian Nature Society (ZTP) und das Kulturzentrum im polnischen Mirosławiec dazu Mitte September ein länderübergreifendes Projekt.

Dr. Hannes König vom ZALF, welches die Projektkoordination übernimmt, merkt hierzu an, „dass eine Sensibilisierung betroffener Landnutzer, insbesondere aus den Bereichen Land- / Forstwirtschaft, aber auch Jagd, Naturschutz, Tourismus und Verkehr notwendig ist, um neben einer höheren Akzeptanz für den Artenschutz auch nachhaltige Managementstrategien umzusetzen.“

Wandernde Wildtiere wie Elch, Wisent und Wolf kennen keine Ländergrenzen, wie der aktuelle Fall zeigt. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, ein grenzüberschreitendes Management der beiden Arten zu initiieren und gemeinsam Lösungsansätze für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier zu erarbeiten.


KONTAKT
Leona Specht
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 490
leona.specht@wwf.de

Quelle
WWF
13. September 2019

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Ulrich Rösch

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Bedrohung für Bedrohte
Bedrohung für Bedrohte

14/15.09.2019

  • Zum Tag der Tropenwälder (14.9.): 265 bedrohte Arten von Amazonas-Bränden besonders betroffen

Die anhaltenden Brände in Brasilien verschärfen die Lage für zahlreiche ohnehin schon bedrohte Arten: Wie der WWF mitteilt sind 265 Tier- und Pflanzenarten besonders stark von den Feuern betroffen, 124 davon kommen ausschließlich im Amazonasgebiet vor. Darauf weisen die Umweltschützer anlässlich des Tags der Tropenwälder am Samstag hin.

„Die Tropen sind nicht nur unersetzlich für den Klimaschutz, sondern auch Heimat für unzählige Tiere und Pflanzen. Allein im Amazonas ist jede zehnte Art unseres Planeten zuhause. Von den jetzt besonders betroffenen Arten besitzen viele Schutzstatus, doch der rettet sie nicht vor den Flammen“, sagt Roberto Maldonado, Brasilien-Referent beim WWF Deutschland.

Die Analyse listet insgesamt 180 Tier- und 85 Pflanzenarten auf, die durch die Brände massiv gefährdet sind. Mindestens 55 davon leben vor allem in Schutzgebieten, darunter etwa Riesen-Gürteltier, Kronenadler, großer Ameisenbär, Grautinamu und weißlippiges Nabelschwein. Besonders hoch ist das Risiko für die vom Feuer betroffenen Arten, die nicht unter Schutz stehen, wie etwa das schwarz geschulterte Opossum. Allein im vergangenen August brannten im brasilianischen Amazonas fast 25.000 Quadratkilometer, womit sich die insgesamt abgebrannte Fläche in diesem Jahr auf rund 44.000 Quadratkilometer beziffert. Das entspricht einer Steigerung von fast 150 Prozent im Vergleich zu 2018.

Der Amazonas ist für die Gesundheit des Planeten von entscheidender Bedeutung. Er gilt als Hot-Spot der Biodiversität. Bisher konnten etwa 30.000 Pflanzenarten, 427 Säugetierarten (darunter Jaguar, Ozelot, Riesenotter und Flussdelfin), 1.294 Vogelarten (darunter Kaiseradler, Tukane, Aras und Kolibris) sowie über 3.000 verschiedene Fischarten identifiziert werden. Dabei sind viele Gebiete im Regenwald von Amazonien noch nahezu unerforscht. Gleichzeitig gilt die Region als entscheidender Verbündeter für den Klimaschutz, deren Wälder so viel Kohlenstoff speichern, wie die Menschheit in zehn Jahren ausstößt.

Um der zunehmenden Entwaldung etwas entgegenzusetzen fordert der WWF mehr Einsatz der deutschen Politik und Wirtschaft. Im aktuell verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der EU und mehreren südamerikanischen Staaten, darunter auch Brasilien, müssten dringend verbindliche Umweltstandards festgehalten werden. Gleichzeitig müsse die deutsche Industrie, die im großen Umfang auf Rohstoffe aus Brasilien setzt, sich stärker um die Herkunft der Waren kümmern. Importe auf Kosten des Regenwaldes dürfe es nicht geben, so die Umweltschützer.


KONTAKT

Immo Fischer
Pressestelle
Tel.: 030 / 311 777 427
immo.fischer(at)wwf.de
Twitter: @ImmoFischer


Quelle
WWF

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken®
- wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Nicht schön - aber sehr wertvoll
Bild zum Eintrag (1011833-160)
Nicht schön - aber sehr wertvoll

13/14.09.2019

Kaum jemand wirft einem solchen Baumrest einen aufgeschlossenen Blick beim Spaziergang durch den Wald zu.


  •     Bäume dieser Struktur werden von der Öffentlichkeit kaum als für das Ökosystem wichtig wahrgenommen und nicht wenige meinen in Baumresten dieser Art gar eine Brutstätte für Schädlinge ausgemacht zu haben.

Jedoch sind es nicht die gerade und schön in den Himmel aufragenden Bäume die das Herz der Biodiversität höher schlagen lassen. Im Gegenteil es sind diese gar nicht "schönen Bäume" welche erst ein reges Leben im Wald ermöglichen.

Biotopbäume in ihren verschiedensten Zuständen sind das was einen naturnahen Wald ausmacht, hier finden verschiedenste Lebensformen einen wichtigen Rückzugs-Lebens- und Fortpflanzungsraum.

  •     In ausgeräumten Wäldern kann eventuell ein Klimaregulator erkannt werden doch für die Artenvielfalt zeigen sich häufig als vollkommen wertlos.

Für Artenschutz in Franken® ist es von großer Bedeutung das neben der zunehmend an Dynamik gewinnenden Klimadiskussion die Erhaltung der Biodiversität nicht aus den Augen verloren wird.

  •     Was nützt ein gutes Klima in einer an Leben freigestellten Welt? - Nichts!

Uns so engagieren wir uns mit vielfältigen Projektpartnern täglich für die Erhaltung der Artenvielfalt auf unserem Planeten im Interesse unserer Kinder - Enkelkinder und der zahllosen Tier- und Pflanzenarten.

Bitte achten Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang gerade auch Bäume dieser Art denn hier erkennen Sie welchen ökologischen Wert der Wald besitzt in dem Sie sich gerade bewegen.


In der Aufnahme
- Biotopbaum ... vielfältige Lebensräume auf engem Raum.
Artenschutz in Franken®  
Artenschutzmaßnahme Waldfledermaus
Bild zum Eintrag (1011788-160)
Artenschutzmaßnahme Waldfledermaus & Co.

13/14.09.2019

Bayern.
Effektiver Artenschutz gewinnt zunehmend an Bedeutung denn bereits in wenigen Jahrzehnten können wir einen großen Teil unserer Arten auf diesem Planeten für immer verloren haben. Das Wirken der Spezies Mensch hinterläßt vielfach eine Spur des Niedergangs.

Artenschutz in Franken® und Bayerischen Staatsforsten kooperieren erneut um die Vielfalt der Biodiversität regional zu sichern.
Hier stellen wir bewust den Fledermausschutz in den Mittelpunkt eines zugegeben nicht alltäglichen Projekts. Vormals militärisch genutze Baukörper welche zum Schutz der Artenvielfalt bislang nicht viel beitrugen werden nun zu Hotspots der Biodiversität.

Im naturnah bewirtschafteten Umfeld zeigt sich dennoch ein Mangel an geeigneten Fortpflanzung- Zwischen- und auch Überwinterungsmöglichkeiten. Mit der professionellen Umgestaltung eines Bauwerks setzen wir hier sichtbare Zeichen.

Unserer Generation obliegt es sich der Verantwortung konkret zu stellen, Fehler der Vergangenheit auszugleichen und keine leere Floskeln in die Umwelt zu senden.

  • Nicht reden sondern handeln - viel Zeit bleibt uns dafür nicht mehr.

Die Entwicklung des gestarteten Projekt stellen wir zeitnah auf unserer Page vor!

In der Aufnahme

- Dieser Baukörper wird sich von einem Versager des Artenschutzes zu einer Oase der Biodiversität entwickeln.

Artenschutz in Franken®  
Greenpeace stellt Strafanzeigen gegen fünf Betriebe
Bild zum Eintrag (1011785-160)
Greenpeace stellt Strafanzeigen gegen fünf Betriebe

13/14.09.2019

  • Missstände bei Schweinehaltung

  • Wegen tierschutzwidriger Haltung von Muttersauen in Käfigen hat Greenpeace fünf landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern angezeigt.

Neues Bildmaterial zeigt die Tiere in zu kleinen Kastenständen sowie die Folgen dieser Qualhaltung: In allen Betrieben wurden Sauen mit Fleischwunden und Stresssymptomen wie zum Beispiel schaumige Mäuler und sogenanntes “Leerkauen” dokumentiert. Die Tiere können nicht ungestört ruhen oder ihren Liege- und Kotbereich trennen. “Muttersauen in engen Käfigen einzupferchen, ist pure Tierquälerei und verstößt gegen Verfassung und Tierschutzgesetz”, sagt Stephanie Töwe, Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin.

”Es ist kaum zu ertragen, wie mitleidlos und brutal die Fleischindustrie mit fühlenden und intelligenten Lebewesen umspringt. Der Kastenstand gehört abgeschafft.”

Deutsche Betriebe müssen sich an das Tierschutzgesetz (TierSchG) und die derzeit geltende Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) halten. Nach Expertenmeinung konkretisiert diese die Vorgaben des TierSchG dabei nur unzureichend und ist deshalb gesetzeswidrig. Seit 27 Jahren gelten jedoch sogar nach den schwachen Vorgaben der TierSchNutztV Größenvorgaben für die Eisenkäfige, nach denen die Muttertiere ungestört ruhen und sich ausstrecken können müssen. Diese Auslegung wurde zuletzt durch das Bundesverwaltungsgericht 2016 bestätigt. Dennoch ignorieren zahlreiche Betriebe diese Vorgabe seit Jahren.

Ein neuer Verordnungsentwurf von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sieht nun allerdings vor, diese Vorgabe zu streichen und den Betrieben weitere 15 bis 17 Jahre für den Bau minimal größerer Eisenkäfige zu geben. “Frau Klöckner hat sich Tierwohl auf die Fahnen geschrieben – gleichzeitig plant sie, jahrzehntelange Missstände in der Schweinehaltung zu legalisieren und zu zementieren. Das ist ein typisches Beispiel für die politische Doppelmoral der Ministerin”, so Töwe. “Käme dieser Entwurf durch, wäre das Beihilfe zur Tierquälerei.”
Stallbilder und UIG-Abfragen zeigen Versagen von Politik und Kontrollbehörden

Ob die schwachen Haltungsvorschriften nach Klarstellung des Bundesverwaltungsgerichts  mittlerweile eingehalten und kontrolliert werden, hat Greenpeace im Juni unter anderem mit Berufung auf das Umweltinformationsgesetz (UIG) in 25 Landkreisen mit besonders viel Tierhaltung nachgefragt. Darunter befinden sich auch die drei Landkreise, aus denen das belastende Bildmaterial stammt. Der bisherige Stand: Nach offiziellen Angaben gab es teilweise Kontrollen, aber kaum Beanstandungen. Die in Niedersachsen kontaktierten Veterinärämter, zuständig für die Stallkontrollen, verweigerten sogar die Auskunft. “Die furchtbaren Bilder aus den Schweineställen zeigen klar, dass Politik und einige Kontrollbehörden lieber Tierleid hinnehmen, als geltendes Recht durchzusetzen”, so Töwe. Ställe mit Massentierhaltung werden in Deutschland im Schnitt nur alle 17 Jahre kontrolliert. Greenpeace fordert eine arten- und klimaschonende Landwirtschaft – mit weniger Tieren in einer artgerechten, kontrollierten Haltung und ohne Soja-Futter  aus Waldzerstörung.

In der Aufnahme von Greenpeace
- Neues Bildmaterial aus fünf Betrieben zeigt eindringlich, was die in Deutschland übliche Haltung von Mutter-Sauen im Kastenstand bedeutet. In jedem Stall wurden Tiere mit Verletzungen dokumentiert.


Quelle


Greenpeace e. V.
Hongkongstraße 10
20457 Hamburg

Telefon 040-30618-0
Fax 040-30618-100

E-Mail: mail@greenpeace.de

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Schuldspruch gegen Luchs-Wilderer
Bild zum Eintrag (1011782-160)
Schuldspruch gegen Luchs-Wilderer

12/13.09.2019

  • Verurteilung im Fall von Luchs-Wilderei im Bayerischen Wald / WWF: Klima des Schweigens durchbrechen.

Das Amtsgericht Cham
hat am Donnerstag einen Landwirt, Waldbauern und Jäger aus dem Bayerischen Wald der Wilderei auf Luchse für schuldig befunden. Der Angeklagte wurde wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz und wegen des illegalen Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Richter folgte damit weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft. Hierzu erklärt Dr. Diana Pretzell, Leiterin Biodiversität in Deutschland und Europa:

„Das Gericht hat deutlich gemacht, dass Wilderei kein Kavaliersdelikt ist, auch wenn man beim Strafmaß im unteren Bereich des Möglichen geblieben ist. Von dem Schuldspruch des Amtsgerichts Cham geht hoffentlich trotzdem eine Signalwirkung aus. Wilderei gehört zu den häufigsten nicht natürlichen Todesursachen von bedrohten Tierarten wie Wolf, Luchs oder Fischotter. Es darf nicht sein, dass diese Tiere in Deutschland vergiftet, erschossen oder erschlagen werden und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Wilderei in Deutschland muss im politischen und gesellschaftlichen Diskurs als ernstzunehmendes, kriminelles Problem erkannt und angegangen werden. Hier kommt auch der Justiz eine Schlüsselrolle zu. Der Straftatbestand der Wilderei muss konsequent verfolgt und Täter verurteilt werden. Nur so können wir das Klima des stillschweigenden Tolerierens und des Wegschauens im Umfeld von Wilderern durchbrechen und verändern. Wilderer müssen spüren, dass ihre Taten weder von der Justiz noch von der Gesellschaft und ihrem sozialen Umfeld akzeptiert werden.“

Quelle

WWF
12. September 2019

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

Artenschutz in Franken® - wir engagieren uns für die Erhaltung der Vielfalt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus - im Sinne uns nachfolgender Generationen.

In der Aufnahme von Johannes Rother
Luchs

A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F - A.i.F - A.i.F -A.i.F -
Artenschutz in Franken®  
Artenschutz in Franken®
Bild zum Eintrag (1010037-159)
Artenschutz in Franken®

Artenschutz als Zeichen einer ethisch-moralischen Verpflichtung, diesem Anspruch gegenüber uns begleitenden Mitgeschöpfen und deren Lebens-räume, stellen wir uns seit nunmehr rund 25 Jahren mit zahlreichen Partnern tagtäglich auf vielfältiger Art aufs Neue.

In vollkommen ehrenamtlicher, wirtschaftlich- und politisch sowie konfessionell unabhängiger Form engagieren wir uns hier mit unseren vielen Mitgliedern in abertausenden von Stunden.

Trotz der auf Franken ausgerichteten Namensgebung bundesweit für die Erhaltung der Biodiversität, sowie für eine lebendige, pädagogisch hochwertige Umweltbildung.
In einer Dekade in der zunehmend Veränderungen, auch klimatischer Weise erkennbar werden, kommt nach unserem Dafürhalten der effektiven Erhaltung heimischer Artenvielfalt auch und gerade im Sinne einer auf-geklärten Gesellschaft eine heraus-ragende Bedeutung zu.

Der Artenschwund hat er-schreckende Ausmaße ange-nommen, welche den Eindruck der zunehmenden Leere für den aufmerksamen Betrachter deutlich erkennbar werden lässt. Eine ausge-storbene Art ist für nahezu alle Zeit verloren. Mit ihr verlieren wir eine hochwertige, einzigartige Ressource die sich den Umweltbedingungen seit meist Millionen von Jahren anpassen konnte.  

Wir sollten uns den Luxus nicht leisten dieser Artenreduktion untätig zuzusehen. Nur eine möglichst hohe genetische Artenvielfalt kann die Entstehung neuer Arten effektiv ansteuern.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen, also unserer Kinder und unserer Enkelkinder, sollten wir uns gemeinsam dazu durchringen dem galoppierenden Artenschwund Paroli zu bieten.

Nur gemeinsam wird und kann es uns gelingen diesem sicherlich nicht leichtem Unterfangen erfolgreich zu begegnen. Ohne dies jedoch jemals versucht zu haben, werden wir nie erkennen ob wir dazu in der Lage sind oder waren.

Durchdachter Artenschutz ist in unseren Augen mehr als eine Ideologie.

Er beweist in eindrucksvoller Art die Verbundenheit
mit einer einzigartigen Heimat und deren sich darin befindlichen Lebensformen. Schöpfung lebendig bewahren, für uns ge-meinsam mehr als „nur“ ein Lippenbekenntnis.

Artenschutz ist für uns gleichfalls Lebensraumsicherung für den modernen Menschen.

Nur in einer intakten, vielfältigen Umwelt
wird auch der Mensch die Chance erhalten nachhaltig zu überdauern. Hierfür setzten wir uns täglich vollkommen ehrenamtlich und unabhängig im Sinne unserer Mit-geschöpfe, jedoch auch ganz bewusst im Sinne unserer Mitbürger und vor allem der uns nachfolgenden Generation von ganzem Herzen ein.

Artenschutz in Franken®
Zum 15.jährigen Bestehen
Bild zum Eintrag (1001679-159)
Aus besonderem Anlass und zum 15.jährigen Bestehen unserer Organisation ergänzen wir unsere namensgebende Bezeichnung.
Der Zusatz Artenschutz in Franken® wird den Ansprüchen eines modernen und zunehmend auch überregional agierenden Verbandes gerecht.

Vormals auf die Region des Steiger-waldes beschränkt setzt sich Artenschutz in Franken® nun vermehrt in ganz Deutschland und darüber hinaus ein.

Die Bezeichnung ändert sich, was Bestand haben wird ist weiterhin das ehrenamliche und unabhängige Engagement das wir  für die Belange des konkreten Artenschutzes, sowie einer lebendigen Umweltbildung in  einbringen.

Im Sinne uns nachfolgender Generationen!

Auf unserer Internetpräsenz möchten wir unser ehrenamtliches Engagement näher vorstellen.

Artenschutz in Franken®
Große Ressonanz
Bild zum Eintrag (1001689-159)
Monatlich verfolgen durchschnittlich zwischen 90.000 - 120.000 Besucher das Engagement des Artenschutz in Franken® auf unseren Internetseiten.
Zwischen 500.000 - 700.000 Bewegungen ("Klicks") zeigen pro Monat die hohe Frequentierung unserer Internetpräsenz.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei Ihnen für das langjährige Vertrauen bedanken.

Artenschutz in Franken®
Notrufnummern ✆
Bild zum Eintrag (1001681-159)
Um verletzten und / oder gefundenen Tieren schnellstmöglich helfen zu können haben wir einige Informationen für Sie hinterlegt:
Was tun beim Wildunfall
Bild zum Eintrag (1001660-159)
Rechtliches §
Bild zum Eintrag (1001682-159)
Immer wieder werden wir gefragt welche rechtlichen Grundlagen es innerhalb der Naturschutz- und Tierschutzgesetze es gibt.

Wir haben einige Infos zu diesem Thema hier verlinkt:
Zur Information
Bild zum Eintrag (1001683-159)
  • Unsere Internetpräsenz wird klimafreundlich mit Öko-Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben.
  • Wir sind bestrebt steht`s auf FSC®-zertifizierte Papiere zurückzugreifen.
  • Gleichfalls legen wir großen Wert darauf das dieses Papier Chlorfrei gebleicht ist.
Text ausklappbar...
Unser Engagement
Bild zum Eintrag (1001684-159)
Mehr über unser Engagement finden Sie hier:
Die Artenschutz im Steigerwald/Artenschutz in Franken®- Nachhaltigkeits-vereinbarung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/1001349/AiF_-_Nachhaltigkeitsvereinbarung/

Über uns
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Ueber-Uns/

Impressum/Satzung
www.artenschutz-steigerwald.de/de/Impressum/
Über den Steigerwald
Bild zum Eintrag (1001661-159)
"Wer den Steigerwald jemals in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen durfte, wird diese Region wahrlich lieben.

Wer in und mit dem "Steilen Wald" lebt, wird jenen auch zukünftig von ganzem Herzen zu bewahren suchen."

Artenschutz im Steigerwald
Nachgedacht
Bild zum Eintrag (1001665-159)
Ein Gedicht zum Verlust der Biodiversität in unserem Land.

Artenschwund

In allen Medien tun sie es kund, bedenklich ist der Artenschwund.
Begonnen hat es schon sehr bald, durch Abholzung im Regenwald. Nicht nur um edle Hölzer zu gewinnen, man fing schließlich an zu „spinnen“. Durch Brandrodung ließ man es qualmen, und pflanzte dort dann nur noch Palmen.

Das fand die Industrie ganz prima, doch heute bejammern wir das Klima. Aber es betrifft nicht nur ferne Lande, auch bei uns ist es `ne Schande. Dass Wälder dem Profit zum Opfer fallen, dies schadet schließlich doch uns Allen. Ob Kahlschlag in Skandinavien, oder hier, die Dummen, das sind immer wir. Was unser Klima wirklich erhält, wurde zum großen Teil gefällt.

Es beginnt doch schon im Kleinen, an Straßen- und an Wegesrainen. Dort wird gemäht, ganz ohne Not, dies ist vieler Tiere Tod. Moderne Maschinen zu unserem Schrecken, lassen Schmetterlingsraupen
kläglich verrecken. Weil von den Raupen niemand profitiert, dies dann auch kaum Jemand interes-siert. Doch der Jammer ist schon groß; wo bleiben die Schmetterlinge bloß?

Auch unser Obst ist in Gefahr, denn die Bienen werden rar. Wir uns deshalb ernsthaft fragen, wer wird in Zukunft die Pollen übertragen. Eine
eingeschleppte Milbe ist der Bienen Tod und die Imker leiden Not. Dazu spritzt man noch Neonikotinoide und Glyphosat, damit man reiche Ernte hat. Das vergiftet nicht nur Tiere, sondern jetzt auch viele Biere. Glyphosat soll krebserregend sein, doch das kümmert hier kein Schwein.

Hauptsache es rollt weiterhin der Kiesel, denn man hat ja noch den Diesel. Der ist jetzt an Allem schuld und man gönnt ihm keine Huld. Elektrofahrzeuge sind die neue Devise, doch verhindern diese wirklich unsere Krise? Braunkohle und Atom, erzeugen zumeist unseren Strom. Wie nun jeder Bürger weiß, ist auch dieses Thema
heiß.

Gäbe es immerzu Sonnenschein, wäre Solarenergie fein. Aber da sind ja noch die Windanlagen, die hoch in den Himmel ragen. Wo sie dann an manchen Tagen, Vögel in der Luft erschlagen. Diese zogen erst von Süden fort, entkamen knapp dem Vogelmord. Nun hat es sie doch noch erwischt, nur werden sie hier nicht aufgetischt.

Wie haben die  Ortolane schön ge-sungen, nun liegen auf dem Teller ihre Zungen. War das schön, als sie noch lebten, bevor sie auf `ner Rute klebten. Immer weniger wird ihr Gesang, uns wird es langsam angst und bang .Gesetze wurden
zwar gemacht, sie werden jedoch zumeist belacht. Wenn Vögel brutzeln in Pfanne und Schüssel, wen interessiert da das „Geschwätz“ aus Brüssel.

Es gibt ein paar Leute, die sind vor Ort und stellen sich gegen den Vogelmord. Die wenigen, die es wagen, riskieren dabei Kopf und Kragen. Wenn sie beseitigen Ruten und Fallen, oder hindern Jäger, Vögel abzuknallen. Riesige Netze, so stellen wir fest, geben den Vögeln nun noch den Rest. Wir sollten dies schnellstens verhindern, sonst werden wir mit unseren Kindern, bald keinen Vogelsang mehr hören. So manchen würde das kaum stören, doch mit diesem Artenschwund, schlägt irgendwann auch unsere Stund`.



Quelle
Hubertus Zinnecker
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein
Bild zum Eintrag (1008372-159)
Ein Frühsommer-Bild aus Schleswig-Holstein

Juni 2019
 
Eine weite Grünlandniederung, vier riesige Mähmaschinen fahren nebeneinander mit rasanter Geschwindigkeit über ein Areal von einigen hundert Hektar Wiesen.

Wo gestern noch zahlreiche Feldvögel sangen und ihre Jungen fütterten, Wiesen- und Rohrweihen jagten, ein Sumpfohreulenpaar balzte und offensichtlich einen Brutplatz hatte, bietet sich heute ein Bild der Zerstörung. Kiebitze und Brachvögel rufen verzweifelt und haben ihre Gelege verloren.

Schafstelzen, Wiesenpieper und Feldlerchen hüpfen mit Würmern im Schnabel auf der Suche nach ihren längst zerstückelten Jungvögeln verzweifelt über den Boden.

Alles nichts Neues.

Das kennen wir ja. Das BNatSchG §44 erlaubt es ja schließlich gemäß der „guten fachliche Praxis“, streng geschützte Vogelarten zu töten - denn verboten ist es ja nur „ohne sinnvollen Grund“.

Aber was ist an dieser uns allen bekannten Situation anders als noch vor 10, 20 Jahren?

Die Mähmaschinen sind größer und stärker denn je, schneller denn je, mähen tiefer denn je, mähen in immer kürzeren Intervallen, mähen die Gräben bis tief in jede Grabenböschung mit ab.

Wie zum Hohn kommt nun noch ein weiterer Trecker und mäht alle Stauden der Wegesränder ab, scheinbar um das letzte verbliebene Wiesenpieper- oder Blaukehlchennnest dann auch noch zu erwischen.

23.00h: Es wird dunkel, es wird weiter gemäht. Ich denke an die Wiesenweihen, den gerade erschienenen Artikel aus der Zeitschrift dem Falken: " bei nächtlicher Mahd bleiben die adulten Weihen auf dem Nest sitzen und werden mit getötet“.

Wo ist unsere Landwirtschaft hingekommen, dass jetzt hier 4 Maschinen der neusten Generation parallel nebeneinander in rasendem Tempo mähen, dahinter wird schon gewendet und das Gras abtransportiert.

Nicht ein junger Vogel, nicht ein junger Hase hat hier die geringste Chance, noch zu entkommen.

Früher habe ich nach der Mahd noch junge Kiebitze und junge Hasen gesehen, die überlebt haben. Früher hat ein Bauer noch das Mähwerk angehoben, wenn er von oben ein Kiebitznest gesehen hat.

Hier ist nun nichts mehr, nur hunderte von Krähen und Möwen, die sich über das „Fastfood“ freuen (und nebenbei bemerkt damit einen äußerst wichtigen Beitrag zur Beseitigung von Clostridien leisten, welche die Silage verunreinigen und damit den Rinderbestand gefährden könnten - gedankt wird es den Krähen aber natürlich nicht)
 
Diese Entwicklung der Grünlandbewirtschaftung ist sehr besorgniserregend, nicht nur für den Vogel des Jahres, die Feldlerche. Das Wettrüsten der Landwirte ist verständlich aus deren wirtschaftlicher Sicht, aber eine ökologische Vollkatastrophe und das Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik.

Was ist denn der „sinnvolle Grund“, der diese Entwicklung überhaupt zulässt?

Dass die Milch und das Fleisch immer noch billiger werden, und dafür das letzte Stück Natur geschreddert wird? Ist das wirklich im Sinne der Allgemeinheit, denn es sind doch nicht nur wir Naturschützer*innen und Vogelkundler*innen, die sich über blühende Wiesen und singende Lerchen freuen.

Dieser massenhafte Vogelmord auf unserem Grünland (und natürlich Amphibien, Reptilien, Säugetiere, Insekten) wird immer aggressiver und ist vielen Menschen gar nicht bewusst.

Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. gesetzlich vorgeschriebene Randstreifen zu Gräben und Wegesrändern, Verbot nächtlicher Mahd, Begrenzung der Mahdhöhe- und Mahdgeschwindigkeit usw.

Ansonsten brauchen wir uns auch nicht über vogeljagende Mittelmeerländer aufzuregen - denn das was hier stattfindet ist letztendlich genauso zerstörerisch wie zum Spaß zur Flinte zu greifen.
 
Autorin
Natascha Gaedecke

Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!
Bild zum Eintrag (1010604-159)
Waldsterben 2.0 – Nein eine Chance zur Gestaltung naturnaher Wälder!

12.08.2019

Artenschutz in Franken® verfolgt seit geraumer Zeit die Diskussionen um den propagierten Niedergang des deutschen Waldes.

Als Ursache dieses Niedergangs wurde der/die Schuldige/n bereits ausgemacht. Der Klimawandel der die Bäume verdursten lässt und hie und da auch noch einige Großsäuger die unseren Wald „auffressen“. Diesen wird es vielerorts zugeschrieben, dass wir in wenigen Jahren wohl unseren Wald verlieren werden?!

Als Ursache für das infolge des Klimawandels erkennbare „Absterben“ unserer Wirtschaftswälder liegt jedoch vielmehr auch darin, dass wir unsere Wälder in den vergangenen Jahrhunderten ständig waldbaulich manipulierten und dieses auch heute noch sehr ausgeprägt und vielfach intensiver den je tun.

In dieser Zeitspanne haben wir in unserem Land nahezu alle unsere ursprünglich geformten Wälder verloren. Wir haben diesen Systemen seither ständig unsere menschliche Handschrift auferlegt um aufzuzeigen wie wir uns einen nachhaltig geformten Wirtschaftswald vorstellen. Und diesen selbstverständlich auch intensiv nutzen können.

Ohne große Rücksicht auf Pflanzen und Tiere welche in diesem Ökosystem leben.

Wir haben somit keinen Wald mehr vor Augen wie dieser von Natur aus gedacht war – wir haben einen Wald vor unseren Augen wie wir uns Menschen einen Wald vorstellen.


Somit „stirbt“ nun auch nicht der Wald, sondern lediglich der vom Menschen fehlgeformte Wald. 

Nun wird also fleißig darüber nachgedacht mit einem Millionenaufwand unseren Wald mit Aufforstungsprogrammen zu retten. Doch dieser Ansatz ist in unseren Augen eine weitere Verfehlung menschlichen Wirkens. Denn was hier zusammengepflanzt wird ist wieder kein sich natürlich entwickelter Wald der seine Dynamik sichtbar werden lassen kann. Nein es wird wieder ein vom Menschen manipulierter Wirtschaftswald entstehen der nur die Lebensformen in sich duldet die wir dieser Holzproduktionsfläche zugestehen.

Die Vielfalt der Arten wird hier auf immens großen Flächen abermals keine Rolle spielen.

Doch warum lassen wir es nicht einfach mal zu das wir dem Wald die Chance eröffnen uns zu zeigen wie Waldbau funktioniert und wie ein robuster Wald aussieht. „Dieser Wald“ wird uns in 50 – 70 Jahren zeigen welche Artenzusammensetzung für den jeweiligen Standort die richtige Mischung ist.

Es ist uns schon klar das bis dahin viele vom Menschen geschaffenen Wälder nicht mehr stehen werden denn sie werden tatsächlich „aufgefressen“.

Doch nicht vom Reh, welches Luchs und Wolf als Nahrungsgrundlage dringlich benötigen, wollen wir verhindern das diese sich an unseren Schafen & Co. bedienen, sondern von ganz kleinen Tieren. Der Borkenkäfer wird die Fläche für die nachfolgenden Naturwälder vorbereiten so wie wir es an mancher Stelle in Bayern sehr gut erkennen können.

Es bedarf somit in unseren Augen einem gesellschaftlichen Umdenken das endlich greifen muss.

Gerade im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder welchen wir eine an Arten reiche Welt hinterlassen sollten.

Ein sehr interessanter Bericht zu diesem Thema findet sich hier
Termine
22 SEP
Artenschutz und Umweltbildung in Bremen
Hansestadt Bremen
28 SEP
Amphibien in akuter Gefahr
Baden - Württemberg
01 OCT
Ausgezeichnet - Projekt erhält UN Dekade Preis
Bayern
07 OCT
Dritte Jahreshauptversammlung des AiF
München
10 OCT
Eine Stele der Biodiversität wird sichtbar
Bayern.
18 OCT
Ausgezeichnet - Übergabe UN Dekade Biologische Vielfalt Preis
Bayern.
06 NOV
Kulturfolger im Fokus
Niedersachsen
21 NOV
Mauersegler - Wir sichern Nistplätze
Saarland
24 NOV
Kleinen Eulen auf der Spur
Sachsen - Anhalt
21 DEC
Wir feiern Weihnachten
Bayern
22 DEC
Vierte Jahreshauptversammlung des Artenschutz in Franken
Hessen
Alle Termine des AiF   >
Artenschutz in Franken® informiert!
Breites Bündnis spricht sich für Klimaprotest aus

18/19.09.2019


Mehr zum Thema
Fakten statt Fiktionen: DBU gibt Mittelstand Rückenwind

18/19.09.2019


Mehr zum Thema
Ökobilanz: E-Autos wirklich besser als Benziner und Diesel?

18/19.09.2019


Mehr zum Thema
NABU ruft zum Küstenputztag auf

17/18.09.2019


Mehr zum Thema

Naturschützer wollen auch Ackerflächen bewalden

17/18.09.2019


Mehr zum Thema

Petition jetzt: Freiheit für den Rothirsch

17/18.09.2019

Mehr zum Thema

Mehr Verteilungskämpfe ums Wasser in Deutschland befürchtet

17/18.09.2019


Mehr zum Thema
Bayern: Vermeintlicher Luchswilderer erhält 3.000 Euro Strafe

17/18.09.2019


Mehr zum Thema
Der Preis für den Klimaschutz

16/17.09.2019


Mehr zum Thema

Bayern: Erklärung gegen Wilderei und Artenschutzkriminalität

16/17.09.2019


Mehr zum Thema
Gletscherschmelze - Riesiger Report zum Klimawandel

16/17.09.2019


Mehr zum Thema

Mähen und Schneiden für den Artenschutz

15/16.09.2019


Mehr zum Thema

Kommune will den Artenschutz verstärken

15/16.09.2019

Mehr zum Thema
Neues Komitee-Video über den Lerchenfang in Frankreich

15/16.09.2019


Mehr zum Thema auf den Seiten des Komitee gegen den Vogelmord e. V. (CABS)
Weiteres Schleppnetzschiff bei Patrouillen in Westafrika festgesetzt

15/16.09.2019

Mehr zum Thema
Europaweite Müllsammelaktion am Rheinufer

15/16.09.2019


Mehr zum Thema

Deutscher Umweltpreis an Bodenwissenschaftlerin und Reinigungsmittel-Unternehmer

15/16.09.2019


Mehr zum Thema
Endspiel der GroKo um den Klimaschutz

15/16.09.2019


Mehr zum Thema
Schleswig-Holstein: Kofferfalle wieder erlaubt

15/16.09.2019


Mehr zum Thema

Nordländer fordern mehr Tempo bei Windkraft-Ausbau


14/15.09.2019

Mehr zum Thema
Mit dem Borkenkäfer durch das Jahr

14/15.09.2019


Mehr zum Thema
Zum Logbuch   >
Live dabei wenn Hornisse nisten
Bild zum Eintrag (1010113-159)

Live dabei wenn Hornisse nisten
Start 02.08.2019

Wir freuen uns das wir mit Unterstützung von Jan Fischer nun in der Lage sind Ihnen ein weiteres Highlight anbieten zu können. Von nun an bis zum Ende des Hornissenjahres das wohl im Oktober enden wird, eröffnen wir Ihnen die Möglichkeit rund um die Uhr dabei zu sein wenn Hornissen einen Staat gründen.

Mittels spezieller Webcam die von den Tieren als solche nicht wahrgenommen wird beobachten wir das rege Treiben der Tiere an ihrem Nistplatz.Da Hornissen auch nachtaktiv sind ist sicherlich die eine oder andere interessante Situation vorprogrammiert an der Sie ohne Gefahr nun teilhaben können.
Projektübersicht des Artenschutz in Franken®
Tierfund-Kataster
Bild zum Eintrag (1001057-159)
Das Tierfund-Kataster soll erstmals in Deutschland eine bundesweite Erfassung von Wildunfällen sowie anderen Totfunden ermöglichen.
Club300
Bild zum Eintrag (1001140-159)
Der Club300 Deutschland
ist eine Vereinigung, die passionierten Vogelbeobachtern eine Plattform bietet. Ziel ist es u. a., die zügige Weiterleitung von Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zu verbessern.
Nationalpark Bayerischer-Wald
Nationale Naturlandschaften
Verein Jordsand
Online-Atlas Amphibien und Reptilien
Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland:
http://www.feldherpetologie.de/atlas/
Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU)
Bild zum Eintrag (1001694-159)

Lawinenwarnzentrale: Ab sofort wieder tägliche Lageberichte

Quelle
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Pressestelle
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg