Bergzikade
Bergsingzikade (Cicadetta montana)
An einem warmen Nachmittag liegt Stille über einem lichten Hangwald. Erst nach genauerem Hinhören wird sie durchbrochen – von einem feinen, hochfrequenten Surren, das fast mit dem Wind verschmilzt. Der Klang scheint aus dem Nichts zu kommen, ist aber das Lebenszeichen einer gut getarnten Bewohnerin: der Bergsingzikade. Wer sie hört, aber nicht sieht, erlebt einen der leisen Momente der Natur, in denen Aufmerksamkeit belohnt wird.
Artbeschreibung
Die Bergsingzikade (Cicadetta montana) ist eine kleine bis mittelgroße Singzikade aus der Familie der Cicadidae. Sie zeichnet sich durch ihre unauffällige Färbung in Grau- und Brauntönen aus, die ihr eine ausgezeichnete Tarnung auf Baumrinden und in der Vegetation ermöglicht. Auffällig ist weniger ihr Aussehen als ihr Gesang, der aus hohen, gleichmäßigen Lautfolgen besteht und für das menschliche Ohr teils nur schwer wahrnehmbar ist.
Die Art lebt bevorzugt in warmen, sonnigen Lebensräumen wie lichten Laubwäldern, Waldrändern, Trockenhängen oder strukturreichen Wiesen mit Gehölzanteil. Die Larven entwickeln sich mehrere Jahre im Boden und ernähren sich dort von Pflanzensäften aus den Wurzeln. Erst nach dieser langen Entwicklungszeit schlüpfen die erwachsenen Zikaden, deren Lebensspanne vergleichsweise kurz ist und sich auf Fortpflanzung und Gesang konzentriert.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Bergsingzikade ist stark an bestimmte Lebensraumstrukturen gebunden. Veränderungen wie Aufforstung, intensive Landnutzung, Bebauung oder der Verlust von offenen, sonnigen Flächen wirken sich direkt auf ihre Bestände aus. Da ihre Larven viele Jahre im Boden verbringen, reagiert die Art besonders empfindlich auf Bodenverdichtung und -störungen.
Der Klimawandel bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Steigende Temperaturen können grundsätzlich geeignete Lebensräume ausweiten, gleichzeitig führen häufigere Extremereignisse wie Trockenperioden oder Starkregen zu einer zusätzlichen Belastung. Veränderungen im Wasserhaushalt des Bodens können die langfristige Entwicklung der Larven beeinträchtigen.
Die Zukunft der Bergsingzikade hängt daher eng mit dem Erhalt vielfältiger, strukturreicher Landschaften zusammen. Der Schutz sonniger Waldränder, extensiv genutzter Flächen und naturnaher Übergangszonen kann dazu beitragen, ihren charakteristischen Gesang auch künftig in der Landschaft hörbar zu machen.
In der Aufnahme von Albert Meier
An einem warmen Nachmittag liegt Stille über einem lichten Hangwald. Erst nach genauerem Hinhören wird sie durchbrochen – von einem feinen, hochfrequenten Surren, das fast mit dem Wind verschmilzt. Der Klang scheint aus dem Nichts zu kommen, ist aber das Lebenszeichen einer gut getarnten Bewohnerin: der Bergsingzikade. Wer sie hört, aber nicht sieht, erlebt einen der leisen Momente der Natur, in denen Aufmerksamkeit belohnt wird.
Artbeschreibung
Die Bergsingzikade (Cicadetta montana) ist eine kleine bis mittelgroße Singzikade aus der Familie der Cicadidae. Sie zeichnet sich durch ihre unauffällige Färbung in Grau- und Brauntönen aus, die ihr eine ausgezeichnete Tarnung auf Baumrinden und in der Vegetation ermöglicht. Auffällig ist weniger ihr Aussehen als ihr Gesang, der aus hohen, gleichmäßigen Lautfolgen besteht und für das menschliche Ohr teils nur schwer wahrnehmbar ist.
Die Art lebt bevorzugt in warmen, sonnigen Lebensräumen wie lichten Laubwäldern, Waldrändern, Trockenhängen oder strukturreichen Wiesen mit Gehölzanteil. Die Larven entwickeln sich mehrere Jahre im Boden und ernähren sich dort von Pflanzensäften aus den Wurzeln. Erst nach dieser langen Entwicklungszeit schlüpfen die erwachsenen Zikaden, deren Lebensspanne vergleichsweise kurz ist und sich auf Fortpflanzung und Gesang konzentriert.
Perspektive im Wandel von Lebensraum und Klima
Die Bergsingzikade ist stark an bestimmte Lebensraumstrukturen gebunden. Veränderungen wie Aufforstung, intensive Landnutzung, Bebauung oder der Verlust von offenen, sonnigen Flächen wirken sich direkt auf ihre Bestände aus. Da ihre Larven viele Jahre im Boden verbringen, reagiert die Art besonders empfindlich auf Bodenverdichtung und -störungen.
Der Klimawandel bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Steigende Temperaturen können grundsätzlich geeignete Lebensräume ausweiten, gleichzeitig führen häufigere Extremereignisse wie Trockenperioden oder Starkregen zu einer zusätzlichen Belastung. Veränderungen im Wasserhaushalt des Bodens können die langfristige Entwicklung der Larven beeinträchtigen.
Die Zukunft der Bergsingzikade hängt daher eng mit dem Erhalt vielfältiger, strukturreicher Landschaften zusammen. Der Schutz sonniger Waldränder, extensiv genutzter Flächen und naturnaher Übergangszonen kann dazu beitragen, ihren charakteristischen Gesang auch künftig in der Landschaft hörbar zu machen.
In der Aufnahme von Albert Meier
- Bergzikade, so der Name für eine sehr scheue Zikadenart die wir bei uns an sonnig warmen und vor allem offenen Flächen, meist in der Nähe zu Hecken, Großsträuchern oder Gebüschen finden.
Bergzikade
In der Aufnahme von Albert Meier
- Diese Zikadenart besitzt einen sehr markanten und recht lauten Zirpton der einen durch "Mark&Bein" geht.
Bergzikade
In der Aufnahme von Albert Meier
- Nun im Mai sehen wir die fertig entwickelte Bergzikade, kurz nach der Häutung
Bergzikade
In der Aufnahme von Albert Meier
- Typischer Lebensraum der Bergsingzikade: sonniger Waldrand
Bergzikade
In der Aufnahme von Albert Meier
- Die Bergsingzikade bleibt oft unentdeckt – ihr Gesang verrät sie
Bergzikade
In der Aufnahme von Albert Meier
- Detailansicht einer Bergsingzikade mit durchscheinenden Flügeln
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