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Fast 500 Tiere sind verendet
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Fast 500 Tiere sind verendet

05.10.2011

Die Polizei hat die Ursache des Feuers auf dem Bauernhof in Gädheim bisher nicht ermitteln können.


Gädheim -
Für die unterfränkische Polizei ist der Brand in Gädheim in der Nacht zum Montag das zweite Feuer innerhalb kurzer Zeit mit Millionenschaden. Vor Tagen waren in Würzburg mehrere benachbarte Dachgeschosse in der Innenstadt ein Raub der Flammen geworden, jetzt wütete ein Großfeuer auf einem Aussiedlerhof in Gädheim. Personen wurden in beiden Fällen zum Glück nicht verletzt. Während die Ursache des Feuers in Würzburg offenbar geklärt ist (fahrlässige Brandstiftung), suchen die Brandfahnder der Polizei in Gädheim noch nach dem Auslöser.

Nach dem verheerenden Feuer auf dem landwirtschaftlichen Anwesen stand die Brandursache bis Dienstagabend noch nicht fest, wie das Präsidium in Würzburg mitteilte. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt, die von einem Experten des Bayerischen Landeskriminalamtes unterstützt werden, „haben noch zu keinem eindeutigen Ergebnis geführt“, ließ die Polizei gestern Abend wissen.

Als Resultat der Spurensuche vor Ort sei „davon auszugehen, dass der Brand in der Hauptscheune entstanden ist.“ Fest steht laut Polizei inzwischen, dass fast 500 Tiere umgekommen sind.

Auf dem am Ortsrand von Gädheim gelegenen landwirtschaftlichen Anwesen standen innerhalb kürzester Zeit mehrere Gebäude, wie das Getreidelager, eine Maschinenhalle, eine Garage mit Werkstatt sowie der Kuh- und Schweinestall, lichterloh in Flammen. Ein Großaufgebot von knapp über 200 Feuerwehrleuten brauchte gut zweieinhalb Stunden, bis es die Flammen unter Kontrolle hatte. Die Nachlöscharbeiten dauerten am Feiertag bis in die Abendstunden an.

Weitere Untersuchungen

Nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass bei dem Brand zehn Kälber, 80 Muttersauen und etwa 400 Ferkel verendet sind. Einige Muttersauen und auch Ferkel haben das Feuer überlebt. Manche Tiere mussten von Veterinären eingeschläfert werden. Etwa 50 Kühe, Jungrinder und Kälber waren von Rettungsmannschaften noch rechtzeitig ins Freie gebracht worden.
Die Polizei schreibt es dem „schnellen Einsatz der Feuerwehren“ zu, dass das Feuer nicht auf das direkt angrenzende Wohnhaus übergreifen konnte. Ein Raub der Flammen wurden dagegen ein erst vor wenigen Tagen gekaufter Traktor, ein Mähdrescher sowie zahlreiche andere landwirtschaftliche Maschinen und Geräte sowie Erntevorräte.

Der Abtransport der verendeten Tiere dauerte den ganzen Montag über an und wurde erst im Laufe des Dienstagnachmittags beendet. An der Einschätzung, dass sich der Sachschaden auf über eine Million Euro belaufen könnte, hat sich bislang nichts geändert.

Nachdem bereits am Feiertag Beamte des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizei Schweinfurt vor Ort waren, übernahmen am Dienstagmorgen Beamte des zuständigen Fachkommissariats die weiteren Ermittlungen. Bei ihrer Spurensuche am Brandort wurden sie ab Dienstagmittag von einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes unterstützt. Bislang steht für die Fahnder lediglich fest, dass das Feuer in der Hauptscheune ausgebrochen ist, in der sich unter anderem Schweinestallungen und ein Kuhstall befanden und im oberen Bereich Heu und Stroh gelagert waren.

Zur Frage, was den Großbrand ausgelöst hat, gibt es laut Polizei „auch nach stundenlanger Spurensuche vor Ort noch keine Antwort. Hinweise für eine vorsätzliche Brandstiftung liegen momentan nicht vor.“

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt werden am Mittwoch fortgesetzt. Dann wird ein weiterer Sachverständiger am Brandort die Arbeit der Kriminalpolizei unterstützen.

Vor vielen Jahren

Einen ähnlichen Brandfall, jedoch nicht in dieser Dimension, hatte es vor vielen Jahren im Königsberger Stadtteil Köslau gegeben. Damals waren bei einem Feuer 200 Schweine verendet.    

Zur Aufnahme:

In der Hauptscheune (links) war das Feuer ausgebrochen. Hier wurden die meisten Tiere getötet. Noch während der letzten Löscharbeiten begannen die ersten Aufräumarbeiten. Mit einem Bagger schaffte dasTechnische Hilfswerk Platz für die Feuerwehren und für die Bergung der verendeten Tiere.
 


Quellenangabe: Fränkischer Tag / Hassberge / 05.10.2011 /  Autor-Fotos Klaus Schmitt/Brigitte Krause / www.infranken.de
   

Für die gelisteten Darstellungen trägt der Autor die redaktionelle Verantwortung.

Die Informationen geben ausnahmslos die Meinung des Verfassers, nicht eine Stellungnahme unserer Organisation wieder.

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